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Sikkim-Seelenplatz-im-Himalaya-Indien

Sikkim – Seelenplatz im Himalaya

Sikkim ist ein besonderer Ort in dieser Welt, dessen Naturschönheit unfassbar intensiv ist, dessen Spirit geradezu greifbar ist und von dessen Menschen eine derart durchdringende Faszination ausgeht, dass ich euch heute mehr über diese vergessene Perle im Himalaya erzählen möchte.

Sikkim – Perle & Seelenplatz im Himalaya

Über Sikkim

Sikkim ist der zweitkleinste indische Bundesstaat und liegt ganz im Norden des Landes. Geografisch gehört dieser Landstrich ins südliche Himalaya. Umgeben ist Sikkim von großen Nationen wie Tibet, Nepal, Butan oder Bangladesch. Bis 19975 war dieser Bundesstaat noch ein eigenständiges Königreich, wodurch es noch heute Sonderrechte genießt.

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Fläche und Einwohner Sikkims

Die Fläche Sikkims umfasst gerade mal 7096 Quadratkilometer, was in etwa einem Zehntel Bayerns entspricht. Auf Grund seiner einzigartigen geophysikalischen Lage und klimatischen Bedingungen ist diese Region eher spärlich besiedelt. Gerade mal 600.000 Einwohnern zählt Sikkim, dessen Hauptstadt Gangtok ist.

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Wie setzt sich Bevölkerung zusammen

Die Ur-Bevölkerung Sikkims stammt zu großen Teilen von den Indo-Mongolen tibetischer oder nepalesischer Herkunft ab. Die Lepcha waren der erste Volksstamm der diese Region besiedelte. Als Resultat einer massiven Einwanderung aus Nepal stellen mittlerweile ethnische Nepalesen die Bevölkerungsmehrheit. Die alteingesessenen Völker der Bhutia (Denjongka) und Lepcha sind zur Minderheit geworden.

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Welche Sprachen werden in Sikkim gesprochen

Zu den wichtigsten Sprachen Sikkims zählen Nepali, Lepcha, Limbu und Bhutia (ein südtibetischer Dialekt). Neben den überregionalen Sprachen Indiens (Hindi und Englisch), gelten auch sie als Amtssprachen. Das macht es Touristen einfach, sich zurecht zu finden und auszutauschen.

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Ein anderes Indien

In Sikkim findet man ein ganz anderes Indien, weitab aller Vorstellungen und Vorurteile. Hier ist die Verbundenheit zur Natur und den religiösen Wurzeln spür- und erlebbar. Das Wort „Sikkim“ wird allgemein den Tsong-Wörtern ‚Sukhim‘ zugeschrieben, welches ein neues oder ein glückliches Zuhause bedeutet. Ich glaube, das beschreibt es ganz wunderbar, was man fühlt, wenn man in diese Region reist. Sikkim wurde vom legendären buddhistischen Guru Padmasambhava auch als eine der letzten Utopien der Welt gefeiert. Ich nenne es allerdings lieber die Perle des Himalaya.

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Spirit Sikkims

Sikkim ist für mich ein Seelenplatz, an dem man abseits unserer hektischen Welt noch Ruhe, Einkehr und diesen ganz speziellen Spirit findet. Orte wie der Buddha Park of Ravangla haben eine deart kraftvolle Ausstrahlung, das dies wohl Niemandem entgeht.

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27% der Bevölkerung Sikkims gehören dem Buddhismus an und obwohl man es gar nicht vermuten würde, sind hier mit 58% die Hindus stärkste religiöse Ethnie. Dies gründet vor allem von den Einwanderern aus Nepal und Restindien. In Sikkim war der Buddhismus lange Jahre Staatsreligion und ist wohl deshalb auch heute noch am präsentesten. Neben Ladakh gehört Sikkim zu den am stärksten buddhistisch geprägten Regionen Indiens.

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Genau diese Einflüsse sind es, die das Bild von Sikkim so stark zeichnen. Egal wo man sich bewegt, überall finden sich buddhistische und hinduistische Tempel, Klöster oder Pagoden und mit ihnen die typischen Symbole, Gebetsfahnen oder Skulpturen.

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Gipfelparadies, abseits ausgetretener Pfade

Sikkim ist geradezu noch ein Geheimtipp im Himalaya, wo es die meisten Reisenden nur nach Tibet oder Nepal zieht. Dabei steht die Region ihnen in nichts nach. Im Gegenteil. Hier findet man noch die ursprüngliche Faszination, abseits ausgetretener Touristenpfade. Als Reisender trifft man nur wenige Touristen und erlebt ein sehr authentisches Bild. In meinen Augen gibt es nur noch ganz wenige dieser Plätze in unsererer Welt, die noch so unverfälscht sind und es zulassen, dass man in ihre Unberührtheit abtauchen kann.

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Sikkim ist mit seiner prädestinierten Lage im Himalaya zudem ein Paradies für Outdoor-Enthusiasten. Hier findet man den dritthöchsten Berg der Welt, den 8598m hohen Kangchendzönga, kann auf die schneebedeckten Gipfel schauen oder staunend vor türkisblauen Bergseen stehen. Man kann auf Yaks reiten, auf einsamen Pfaden wandeln oder tagelang durch die unberührte Wildnis wandern.

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Flora & Fauna – geradezu erfurchterregend

Was vielen auch nicht bewusst ist, nirgends auf der Welt findet man auf einer so geringen Fläche diese reiche Flora und Fauna – von tropischer bis hochalpinen Pflanzenarten. Sikkims botanischer und zoologischer Reichtum ist mit mehr als 4000 Pflanzenarten geradezu überwältigend, was es auch für Naturforscher zu einem besonderen Reiseziel macht. Mich haben allerdings die Reisterassen am meisten beeindruckt. Besonders schön anzusehen waren sie, im warmen Licht der untergehenden Sonne.

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Von Rhododendron über Feigen, Lorbeer, Sal-Bäumen bis hin Bambus oder Zypressen, findet man dank der tropischen und alpinen Einflüsse alle möglichen Gewächse in Sikkim, darunter auch 600 Arten von Orchideen.

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Paradebeispiel an Sauerkeit & Ökologie

Sikkim steht für mich, als Paradebeispiel für eine saubere Umwelt und für eine nachhaltige Landwirtschaft ohne Chemie. Im ganzen Land wird man darauf hingewiesen, wie sehr sich die Region dem verschrieben hat. Auch gibt es überall Tafeln, die beschreiben was man selbst tun kann, um die Natur sauber zu halten. Etwas, was ich von Indien nie erwartet hätte.

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Tierwelt – Überraschungen inklusive

Aber nicht nur das, auch die Tierwelt hält einige Überraschungen parat. So zum Beispiel den seltenen Schneeleoparden, den Himalaya-Schwarzbär, den rote Pandabär, das Moschustier und das Blauschaf. Ich war ganz verliebt in die Yaks. Sehen die nicht einfach knuffig aus, mit ihren „Stricksocken“ auf den Hörnern?

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Und auch Birdwatcher kommen hier ins Schwärmen. Sikkims reiche Vogelwelt kann mit 550 Arten aufwarten und bildet damit 30% aller Vogelarten, die auf dem indischen Subkontinent zu finden sind, ab. Darunter dem sind Luftakrobaten wie der Riesen-Bartgeier, Adler, Whistling Thrush (Purpurpfeifdrossel), Minivet, Bülbül und Fasanen. Aber hey, auch ganz simplen Spatzen findet man hier….

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Was mich an Sikkim fasziniert

Was mich am meisten an Sikkim beeindruckt hat, war die Mischung aus unfassbar schöner Landschaft, aufgeschlossenen Menschen, die tiefe Religiosität und all die prachtvollen Klöster. Ich war vom indischen Tourismusverband in diese Region eingeladen und konnte erst vor Ort so richtig begreifen, was die Faszination dieses Bundesstaates so ausmacht. Zu wenig gab es im Netz was mich wirklich auf diesen Besuch vorbereitet hätte.

Marlene in Sikkim, Indien

In Gangtok angekommen und vor dem ersten Kloster stehend überwältigten mich dann meine Gefühle, mir kullerten die Tränen aus den Augen und ich war tief ergriffen von diesem Ort. Und das blieb auch in den Folgetagen genau so. All die Plätze die wir auf unserem 5 tägigen Trip durch Sikkim besuchten, vereinnahmten in einer Weise, wie ich es kaum anderswo in der Welt erlebt habe. Man spürt den Spirit hier einfach und kann sich ihm unmöglich entziehen. Immer wieder ertappte ich mich dabei, einfach berührt von diesen Orten zu sein und ein tief empfundenes Glück zu spüren, wie ich es nur selten irgendwo anders erlebt habe. Deshalb wird Sikkim auch auf Ewig einen ganz speziellen Platz in meinem Herzen haben.

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Anreise nach Sikkim

Es gibt viele Arten die Region zu bereisen. Ich bin bis und von Bagdogra geflogen und bis Gangtok mit privaten Fahrern gefahren. Beim nächsten Besuch würde ich aber ganz sicher den Helikopter für das letzte Stück wählen. Einfach weil ich gerne fliege, die Anreise damit schnell geht und auch noch sehr günstig ist. Alle Möglichkeiten habe ich euch hier zusammen geschrieben:

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Flugzeug

Von Europa geht es am einfachsten nach Delhi und von dort aus nach Bagdogra (bei Siliguri). Optional gibt es auch Strecken über Kolkata oder Guwahati oder Kathmandu nach Bagdogra. Um nach Gangtok zu kommen empfehle ich, den Helikopter zu nehmen, da die Wegstrecke doch reichlich beschwerlich und zeitraubend ist. Meines Wissens ist so ein Helicopter Charter mit umgerechnet 25 Dollar sehr günstig und ein riesen Erlebnis. Wer auf dem Landweg reisen möchte muss bis Gangtok mit 4 bis 6h Fahrzeit rechnen. Gut beraten ist man zudem mit einem privaten Fahrer.

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Zug

Mit der Bahn kann man aus jedem Teil Indiens nach New Jalpaiguri oder Siliguri anreisen. Von da nach Darjeeling mit dem Bus/ Taxi sind es etwa 80 km und 3 Stunden Fahrtzeit. Der Toy Train der Darjeeling Himalayan Railway fährt vom Bahnhof in Siliguri in das nur 80 km entfernte, aber 2.000 m höher gelegene Darjeeling und könnte eine weitere Option sein.

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Busse

Fernbusse verkehren von den größeren Städten in Westbengalen und Assam nach Siliguri. Ausprobiert habe ich sie nicht, um hier umfassend Tipps zu geben.

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Taxi/ Privater Fahrer

Empfehlenswert und auch bezahlbar sind private Fahrer für die Region. Sie kennen die schnellsten Verbindungen, die besten Straßenverhältnisse und schönsten Sehenswürdigkeiten. Für Empfehlungen kommt bitte gerne auf mich zu.

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Unterkünfte, Hotels und Homesays

In Sikkim gibt es für jeden Reisetyp die passende Unterkunftsart. Das kann ein einfaches Bed & Breakfast sein, ein schickes Hotel aber auch ein ganz authentischer Homestay. Letzteres würde ich euch am meisten ans Herz legen. Zwar sind diese Räumlichkeiten zumeist ganz einfach eingerichtet, aber euch wird so unfassbar viel Gastfreundschaft und Interesse entgegen gebracht, dass ihr es lieben werdet. Zudem unterstützt man hier auch die einfachen Menschen und gibt ihnen eine Einkommsquelle und finanziert nicht eine anonyme Hotelkette. Ihr werdet auch erstaunt sein, wie liebevoll ihr in den Homestays umsorgt und bekocht werdet. Vertraut mir!

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Wissenswertes

Es gibt noch ein paar Dinge, die man beachten sollte, wenn man nach Sikkim reisen möchte. Durch die Höhe, ist es ratsam ganz genau auf seinen Körper zu hören und sobald man Anzeichen von Höhenkrankheit bekommt, entsprechend darauf zu reagieren und ggf. einen Arzt aufzusuchen. Vorbeugend empfehle ich viel zu trinken und sich langsam an die Höhe zu gewöhnen. Beachtenswert sind auch die Temperaturunterschiede. Auch wenn es tagsüber in den Sommermonaten sehr angenehm warm ist, kann es nachts doch empfindlich kalt werden. Stellt euch darauf ein und nehmt unbedingt warme Sachen mit.

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Geschützte Regionen

Es gibt in Sikkim geschützte Regionen die von der indischen Armee kontrolliert werden und für Besucher nicht zugänglich sind. In diesen Bereichen sind auch jede Art von Satellitentelefonen verboten. Gerade bei Treckingtouren empfiehlt sich deshalb ein ortskundiger Guide. Bitte agiert auch bei militärischen Anlagen umsichtig und verzichtet völlig darauf, hier zu fotografieren.

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Wichtig für die Anreise

Ausländische Besucher müssen in einer Gruppe von zwei oder mehr Personen reisen und brauchen neben dem Visum für Indien auch ein spezielles Besucherpermit bei Grenzübertritt nach Sikkim. Hier helfen registrierte Reisebüros weiter.

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Fazit

Wer ein anderes Nepal, Tibet oder Indien sucht, der ist in Sikkim genau richtig. Diese Region ist noch etwas für Abenteurer, die gerne andere Wege gehen und das Authentische mögen. Sikkim ist zudem der perfekte Platz für Sinnsuchende, die nach Spirit und geistiger Entwicklung Aussschau halten. Diese Region ist einfach der ideale Platz sich wieder zu erden und darauf zu besinnen, was im Leben wirklich glücklich macht. Probiert es aus und meldet euch gerne, wenn ihr noch Tipps & Hilfestellungen braucht.

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Navagraha-Tempel-Guwahati-Assam-Indien

Navagraha Tempel Guhawati – Auf der Suche nach Planeten, Affen und Erleuchtung

Klöster, Kirchen, Tempel oder spirituelle Stätten haben es mir auf Reisen angetan. Nicht nur, weil es kulturell-historisch wertvolle Güter sind, sondern weil sie mich immer auch erkennen lassen, welcher Geist bzw. welche Religiöse Prägung ein Land und seine Menschen erfahren haben. In Guhawati machte ich mich im Navagraha Tempel auf die Suche nach Planeten, Affen und Erleuchtung. Was ich erlebt habe, kannst du hier nachlesen:

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Gerade in Indien wo so viele Kulturen und Glaubensrichtungen zusammen kommen, bietet sich Reisenden ein sehr spannendes Feld für Erkundungen in Klöstern, Tempeln und religiösen Stätten. Aber ich bin auch eine Sinnsuchenende und so faszinieren mich diese Stätten auch auf eine spirituelle Weise. Und mal ehrlich, sind wir nicht alle immer auch irgendwie auf der Suche nach Glück, Zufriedenheit und innerer Mitte?

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Ich kann das in jedem Fall bejahen und so hat es mich auch auf meinem Trip durch Indien auch neugierig gemacht, welche Klöster es in Guwahati zu entdecken gibt. Die Stadt liegt im indischen Bundesstaat Assam am südlichen Ufer des Brahmaputra und ist mit rund 960.000 Einwohnern, die größte Ansiedlung im Nordosten Indiens. Bei meiner Suche nach Sehenswürdigkeiten war ich auf den Navagraha-Tempel aufmerksam geworden. Mit Taxi und Guide hatte ich mich auf den Weg gemacht ihn zu entdecken.

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Die Bedeutung des Navagraha-Tempels

Der Navagraha-Tempel, der auch der „Tempel der neun Himmelskörper“ genannt wird, befindet sich im südöstlichen Teil von Guwahati, auf einem Hügel namens Chitrachal. Der Tempelturm wurde durch ein Erdbeben zerstört. In den Jahren 1923-1945 wurde er restauriert und renoviert. Wie der Name schon sagt, ist dieser Tempel den neun Planeten im Sonnensystem gewidmet. Er ist auch bekannt als die „Wohnstätte“ für den wichtigsten Himmelskörper: der Sonne.

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In diesem Tempel sind bedeutende Shiva Lingam zu finden. Ein Shiva Lingam ist immer aus einem ovalen, senkrechten Stein und einer waagerechten Fassung geformt und ein Symbol des Göttlichen, womöglich sogar die älteste Darstellung der Menschheit für Gott. Der ovale, senkrechte Stein des Shiva Lingam steht für das unmanifeste, reine und alles durchdringende Bewusstsein, der waagerechte für die manifeste und dynamische Energie.

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Im Navagraha-Tempel, sind neun solcher Shiva Lingam verwahrt, welche die neun Himmelskörper darstellen, die jeweils mit einem farbigen Gewand bedeckt sind. Einer dieser Shiva Ligam steht in der Mitte, da er die Sonne symbolisiert. Gerne als „Abode of Surya“ – der Aufenthaltsort von Surya bezeichnet. Zum Verständnis von „Surya“: Vom Hindi ins Deutsche übersetzt bedeutet das „Sonne“. Surya Pooja oder auch Sonnenanbetung ist eine alte Praxis unter den Assamesern, den Einwohnern dieser Region.

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Die neun planetarischen Götter die man im Tempel verwahrt findet, sind Surya (Sonne), Chandra (Mond), Mangala (Mars), Budha (Merkur), Brihaspati (Jupiter), Sukra (Venus), Sani (Saturn), Rahu und Ketu. Der Navagraha Tempel stellt die alte Weisheit und die kulturelle Vergangenheit dar und ist ein Zentrum für astrologische und astronomische Forschungen.

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Das erwartet dich am Navagraha-Tempel

Navagraha ist ein alter Tempel, der alt aussieht und sich alt anfühlt. Auch ist er über die Jahre nie verändert worden. Um den Hauptschrein zu erreichen, muss man einige Stufen von der Straße hinaufsteigen. Überall auf dem Geländer toben Affen herum, die als die Beschützer von Tempelanlagen gelten. Sie sind neugierig, verspielt und manchmal auch ganz schön frech. Aber sie geben der Anlage auch deshalb noch mal einen ganz besonderen Charme. Ich hätte Stunden allein damit verbringen können, auf den Treppen zu sitzen und den Affen beim herumtoben zu zuschauen.


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Aber deshalb war ich ja nicht da. Mich machten der Tempel und die Puja-Offenbarung neugierig. Die Puja bedeutet in etwa „Verehrung“ oder „Ehrerweisung“ und gehört im Hinduismus im Idealfall zu den täglich praktizierten Ritualen und somit zu den wichtigsten Bestandteilen des religiösen Alltags. Und weil mich genau das faszinierte, hielt auch ich so ein Puja Ritual ab.
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Mein Erlebnis am Navagraha-Tempel

Im Tempel selbst gibt es keine Lichter, er wird nur von Öllampen beleuchtet. Und so saß ich auf dem Boden zwischen den Shiva Lingam, rituellen Gegenständen und organge leuchtenden Blüten. Die Pujaris sind sanftmütig und führen die Puja auch richtig aus, wurde mir gesagt und so vertraute ich auf das Tun meines „Meisters“. Gemeinsam beteten wir, ich folgte seinen Anweisungen das Ritual richtig auszuführen und erhielt göttlichen Segen. Und auch wenn ich nicht alles verstand, lehrte mich diese Erfahrung Demut und Respekt vor dem Glauben der Menschen hier. Eine für mich immer sehr wertvolle Erkenntnis.
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So eine Puja kann zu jeder Tageszeit abgehalten werden, aber gerade in den Morgenstunden gibt es einen Ansturm von Betenden. Die Puja-Gegenstände können bei den Blumenverkäufern außerhalb des Tempels gekauft werden, wenn sie nicht gerade damit beschäftigt sind, mit den Äffchen zu spielen.

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Die Umgebung des Navagraha-Tempel

Neben dem Empfang von Segen bietet der Hügel mit dem Tempel auch einen herrlichen Blick auf die Stadt und den Fluss Brahmaputra, ganz besonderes zum Sonnenuntergang. Die ruhige Atmosphäre, die einen hier umgibt in Verbindung mit dem Blick über die Stadt, darf gut und gerne als faszinierend bezeichnet werden. Wer sich in der Nähe des Tempels noch umschauen möchte, der findet fußläufig noch eine Quelle und einen Wasserfall, was ihn zu einem perfekten Picknickplatz macht.

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Fazit:

Der Navagraha-Tempel ist ein wichtiger Teil der Kultur und Religion Guwahatis und es lohnt sich in jedem Fall ihn zu besuchen und sich auf eine spirituelle Reise einzulassen. Einfach weil es einem auch die Türen zu Verständnis und Akzeptanz öffnet. Für mich war er der erste Kontaktpunkt mit der hinduistischen Religion und ich bin sehr dankbar für diese Erfahrung, die ich mir auch für andere Reisende wünsche.
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Beste Zeit für einen Besuch

Der Ort Guwahati, der im subtropischen Bereich liegt, kann in den Hochsommermonaten unerträglich heiß sein, deshalb sollte man in dieser Periode sehr früh oder spät da sein. Auch während der Regenzeit können unaufhörliche Regenfälle einen Ausflug auf den Berg zum Tempel trügen. Daher ist die beste Zeit für einen Besuch der Spätherbst bis Frühling, vor allem in den Monaten November, Dezember, Februar und März.

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Anreise zum Navagraha-Tempel

Nimm dir am Besten ein Taxi und lass dich auf den Berg fahren oder navigiere selbst, wenn du einen Mietwagen hast:

 

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Müll, Sicherheit, Krankheiten – Indien das Paradies der Vorurteile

Kennt Ihr das? Ihr plant eine Reise und plötzlich hagelt es aus allen Richtungen Warnhinweise, do´s & dont´s und Schreckensnachrichten? So ging es mir auch gerade mit meiner geplanten Indienreise und ich muss ehrlich sagen, dass ich irgendwann soweit war und Angst bekam. Doch wie hat sich das alles abgespielt und wie habe ich es dann tatsächlich vor Ort erlebt? Meine Geschichte hier:

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Kaum das ich ausgeplaudert hatte, dass ich in den Norden Indiens reisen würde, waren sie wieder da die Warnungen aus dem Freundeskreis vor diesem Reiseland. „Das kannst du alleine nicht machen, du weißt doch was dort mit Frauen gemacht wird.“, „Ist dir eigentlich klar wie dreckig Indien ist? Nimm bloß einen Backpack mit, sonst rollst du mit dem Koffer durch Müll und Kuhkacke. Die laufen da nämlich überall rum.“ Vergiss bloß den Türstopper für dein Hotelzimmer nicht, sonst kommen nachts die Angestellten rein und machen schlimme Sachen mit dir.“

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Auch mein Hinweis, dass ich eine erfahrene Reisende bin die schon in vielen vermeintlich gefährlichen Ländern war, wird nicht gelten gelassen. Ja selbst meine Mum besteht darauf einen Notfallkontakt und regelmäßige Standortnachrichten von mir zu bekommen. Was sie noch nie zuvor gemacht hat. Weder als ich nach Südafrika ausgewandert bin, backpack allein in Südamerika unterwegs war oder nach Honduras gereist bin, was als eines der gefährlichsten Länder der Welt gilt.

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Bisher haben mich all meine Reisen gelehrt, dass Warnungen vom Auswärtigen Amt zwar ernst zu nehmen sind, oft aber mit der Situation als Reisender im Land nicht viel zu tun haben und man sie sehr differenziert betrachten muss. Warum also sollte es in Indien anders sein?

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Sicher zu reisen ist mir wichtig, also warf ich den Rechner an und tippte „Reisesicherheit Indien“ ein. Ich las die offiziellen Seiten des Auswärtigen Amtes, Nachrichtenseiten genauso wie Erfahrungsberichte anderer Blogger und wieder blieb ich ratlos zurück, denn viel Gutes fand sich dort nicht. Im Gegenteil ich fand die Bedenken meiner Freunde fast noch bestätigt.

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Ja, sogar über einen Kommentar auf einer FB-Reiseseite stolperte ich und war entsetzt, was unter dem Indienbild Jemand kommentiert hatte: „Da reise ich nicht hin, da liegen die Toten doch auf dem Gehweg.“ Mir fehlten die Worte, aber absagen wollte ich meine Reise dennoch nicht. Also plante ich Vorkehrungen zu treffen, um sicher zu reisen.

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Mein erster Weg führte in die Apotheke, um mich mit allerlei Medizin, Notfallsets, ja sogar Einwegspritzen einzudecken, was mich ein Vermögen kostete und ich auch noch nie für irgendeine Reise davor investiert hatte.

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Im zweiten Schritt bestellte ich mir alles Mögliche, was mir zu meiner Sicherheit dienen sollte: Türstopper mit Alarmfunktion, Trillerpfeife, Spiralschloss und sogar ein Survivalarmband. Auch alles Dinge, die ich noch nie irgendwohin mitgenommen hatte.

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Ja sogar die Reisetasche die schon gepackt war, wurde wieder ausgepackt und alles in meinem ungeliebten Rucksack verstaut. Nach dem letzten, von mir gelesenen Blogbeitrag mit dem Hinweis, dass man selbst in Kuhkacke ausgerutscht und hineingefallen sei, hatte ich keine Lust auf die Aussicht, meine Reisetasche mit ihren Rollen durch Exkremente zu ziehen. Und das obwohl ich mich echt gegen meinen Rucksack sträube, weil ich ihn als unpraktisch und störend empfinde.

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Mit all diesen Dingen bepackt machte ich mich also auf in den Norden Indiens. Auch Mutti hatte den gewünschten Notfallkontakt und ich hatte das Positionstracking auf Google für meine engsten Freunde freigegeben. Meine Gedanken kreisten immer wieder um Vorsorgemaßnahmen, Sicherheitsregeln und vermeintliche Ratschläge während ich im Flieger nach Delhi saß.

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Dort angekommen fuhr ich mit dem Taxi zum Hotel und war einfach nur geschockt! Ich sah nicht eine einzige Kuh auf der 45 minütigen Fahrt vom Flughafen in die Stadt und erst Recht keinen Müll! Hier war es sauberer als in Deutschland und dabei bemühte ich mich wirklich hier Dreck auf den Straßen zu finden. Auch als mich das Taxi am nächsten Morgen zurück zum Flughafen brachte und ich alles noch mal bei Tageslicht sehen konnte, entdecke ich nur blitzesaubere Straßen (Siehe Foto). So ganz kurz zweifelte ich, ob ich langsam hysterisch geworden war oder man mir von einem anderen Indien berichtet hatte?

IMG_8631Mag sein, dass ich gerade auf einer Strecke unterwegs war, auf die besonderen Wert gelegt wurde, aber auch in Guwahati, meinem ersten Etappenziel, sah ich wieder nichts vom verheerenden Müllproblem was mich hier erwarten sollte. Immerhin eine Kuh lief am Straßenrand entlang und erfüllt das zu erwartende Klischee, worüber ich in dem Moment schon fast erleichtert war.

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Ich war für zwei Tage in der Stadt und sah nichts, was es nicht in anderen Ländern der Welt oder gar in Deutschland auch gibt. Und auch das mit der Kuhkacke stellte sich als völliger Quatsch heraus. Ich hätte also gut und gerne auch die Flip Flops einpacken können.

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Was mir dennoch auffliel, war der dezente Kleidungsstil der Frauen. Im Gegensatz zum Beispiel zu Brasilien präsentiert man sich in Indien eher konservativ. Während dort die Frauen quasi alles präsentieren, ist man in Indien eher hochgeschlossen. Hier fühlte ich mich in meiner Kleiderwahl bestätigt. Auch ich achtete darauf, nicht zu viel Haut zu zeigen, bedeckte Schultern, trug eine Leggings unterm Kleid und keinen aufreizenden Ausschnitt. Wenn es der Kulturkreis so mit sich bringt, dann passe ich mich gerne an und das in allen Reiseländern weltweit.

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Die Hotels meiner Reise waren alle auf höchstem Niveau und so war es auch wenig verwunderlich, das die Türen abschließbar waren und es keinen Grund für Verunsicherung gab. Ich kam mir absolut dämlich vor, diesen unsäglichen Türstopper überhaupt mitgeschleppt zu haben, um mich nachts damit zu verbarrikadieren. Gleiches galt für meine restliche „Bewaffnung“. Den ganzen extra angeschaften Kram brauchte ich nicht.

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Auch hatte ich damit gerechnet, dass ich als Frau in Indien von Männern nicht gerade wertschätzend behandelt werde, aber das ganze Gegenteil war der Fall. Es war schon auffällig wie achtsam und zuvorkommend man mir entgegen kam. Gentleman zu sein, hat in Indien noch einen hohen Stellenwert, der in unserem Kulturkreis dagegen völlig verloren gegangen ist. Hier hielt man mir noch die Tür auf, rückte den Stuhl oder ließ mir den Vortritt. Wieder kam ich mir reichlich dämlich vor, wegen meiner Vorurteile.

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Den zweiten Teil meiner Reise verbrachte ich in der Region Sikkim im Nordosten Indiens und was ich hier in Sachen Sauberkeit erlebte, toppte alles. Der Bundesstaat ist ein Paradebeispiel für ein „Clean Environment“ und hat sich genau auch das auf die Fahnen geschrieben. Überall findet man übergroße Schilder die darum bitten, auf die Umwelt zu achten oder Mülleimer mit dem liebevollen Hinweis seinen Müll doch bitte hier zu entsorgen. Die Gehwege werden gefegt, die Straßen sind sauber und auch in den Flüssen schwimmt kein Müll.

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So langsam ärgerte ich mich über mich selbst. Besonders als ich mich an mein Leben im Dreck in Brasilien erinnerte. Über all die Momente wo ich mich dort über zugemüllte Flüsse, Abfall in den Straßen und vor den Häusern geärgert habe. Dagegen ist Sikkim ein grünes und sauberes Paradies! Und niemand sagt über Brasilien es sei ein Drecksloch und dort stimmt es in vielen Teilen wirklich. (Ich hab da gelebt und kann es aus eigener Erfahrung so wiedergeben.)

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Ich fand mich in keinem der Vorurteile, mit denen ich vor meiner Reise überhäuft wurde, bestätigt. Selbst beim Essen fiel auf, dass man gerade in der Region Sikkim viel gesünder ißt als in Deutschland. Hier wird biologischer Ackerbau betrieben und man bekommt gesunde Lebensmittel, während bei uns inzwischen jedes Brot pestizidverseucht ist.

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FAZIT

Mein persönliches Fazit nach der Reise lautete deshalb mal wieder, nicht auf Unkenrufe von Leuten zu hören, die nie selbst da waren und sich davon dann auch noch völlig vereinnahmen zu lassen. Zwar kann ich mich nur auf meine Erfahrung im Nordosten des Landes berufen, aber diese war durchweg postitiv und so ganz anders als mir von Freunden und Medien vermittelt wurde.

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Ich hatte zu keiner Zeit Angst als Frau (siehe Video), ich mußte nicht durch Müllberge laufen oder mit schlechten Lebensmitteln dealen, durch die ich meine Gesundheit riskieren würde. Das ganze Gegenteil war der Fall! Ich wurde zuvorkommend behandelt, fand gerade in der Region Sikkim ein Vorzeigebeispiel an Sauberkeit und hab gesünder gelebt als daheim. Wer an meiner Darstellung zweifelt, der darf sich gerne mein komplettes Bildarchiv auf Flickr ansehen!

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Ich kann nur allen raten, sich nicht kirre machen zu lassen und kein pauschales Urteil über dieses riesige Land zu fällen. Stattdessen empfehle ich, sich gezielt bei Leuten zu informieren die auch schon in der Zielregion waren und mit offenem Herzen nach Indien zu reisen. Ein Land was mich gerade durch seine Menschen und seine Vielfältigkeit in Kulturen, Religionen und Landschaften absolut begeistert hat.

Marlene

Du hast immer noch Bedenken, nach Indien zu reisen? Dann nimm Kontakt mit mir auf und lass uns darüber reden! Schreib mir im Kommentarfeld, skype mich an oder schick eine Direktnachricht über Facebook. Ich erzähle gerne mehr von meinen Erfahrungen.

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Fotoparadiese – Around the World von Afrika bis Asien

Meine Fotoparadiese und Geschichten sollen dich zum Reisen, Erleben und Entdecken verführen! Auf die Idee dazu gebracht hat mich auch in diesem Halbjahr Michael von Erkunde-die-welt.de. Mit seiner Fotoparade zum Thema Welche sind meine Fotohighlights aus dem zweiten Halbjahr 2017? hat er mich wiederholt angestiftet über meine Fotos und Reisen nachzudenken. Wie immer kein leichtes Unterfangen, zumal ein extrem spannendes Halbjahr hinter mir liegt, in dem für mich ein paar riesige Reiseträume wahr geworden sind. Auch in diesem Halbjahr hat Michael ein paar Kategorien vorgeschlagen, zu denen ich meine Reisegeschichten mit euch teilen möchte. Also auf geht`s von Asien bis nach Afrika!

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Landschaft – Königreich der Berge

Die für mich beeindruckendste Landschaft in diesem Jahr waren die Berge des Himalayas und das nicht etwa in Tibet oder Nepal! Weit gefehlt. Ich bin in der Region Sikkim in Nordosten Indiens unterwegs gewesen und dort auf eine einzigartige Kultur und faszinierende Landschaften gestoßen. Eingefaßt von Gebetsfahnen haben die schneebedeckten Berge für mich den perfekten Rahmen gefunden. Neben dem mit 8586 m dritthöchsten Berg der Erde, dem Kangchendzönga, beherbergt Sikkim auch Gletscher, türkisblaue Bergseen, tosende Wasserfälle und tausende Arten von Wildblumen. Eine phantastische Landschaft und ein riesen Abenteuerspielplatz für Outdoor-Enthusiasten.

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Licht – Symphonie der Magie

Wer schon mal unter der Sonne Afrikas unterwegs war, der weiß, dass dieses Licht zur Goldenen Stunde einfach eine unsagbare Magie verströmt, der man einfach erliegt. So ist es mir auf Lake Kariba in Simbabwe ergangen. Einst eine ganz normale Landschaft, dann wurde die Region geflutet und bildet jetzt einen der größten Stauseen der Welt. Als stumme Zeugen der Geschichte ragen abgestorbene Baumstümpfe aus dem Wasser und zaubern aus der Landschaft eine wahrhaft magische Kulisse.

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Schwarz-Weiß – Homage an das Alter

Ich liebe es, Menschen zu portraitieren und wenn sie Charakter haben besonders. Ich mag faltige Gesichter, die Geschichten erzählen, tausend mal lieber als ein glatt gebügeltes Modelface. Diese Dame habe ich auf einem Markt in Nhatrang entdeckt. Jeden Tag von 04:00 bis 18:00 Uhr bieten hier lokale Handwerker, Landwirte und Fischer eine große Auswahl an handgefertigten Kleidern, Schmuck, Meeresfrüchten und frischen Produkten aus der Region an. Wer geschäftige Märkte, regen Handel und tolle Motive sucht, wird hier ganz sicher fündig.

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Tiere – Im Reich des Löwen

Dem König der Löwen bin ich in im Mana Pools Nationalpark begegnet. Hier streckt er zuckersüß die Zunge raus, aber nur Sekunden später hat er seine Zähne gezeigt. Ganz so wie es sich für einen Herrscher des Tierreichs gehört. Mana Pools Nationalpark liegt im Norden Simbabwes. Der 1975 ins Leben gerufene Mana Pools Nationalpark ist bereits seit 1984 Weltkulturerbe der UNESCO und Lebensraum für Elefanten, Zebras, Wasserböcke, Kudus und Impalas. Wegen seiner spektakulären Landschaft mit Lagunen des Sambesi, seiner atemberaubenden Tierwelt und nahezu unberührter Wildnis gilt er als einer der schönsten Wildlifeparks ganz Afrikas.

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Natur – Der schönste Arbeitgeber der Welt

Ohne Frage Feldarbeit ist keine leichte Aufgabe, aber mit Sicherheit ist dieser Arbeitsplatz in den Reisfeldern des Himalaya-Gebirges einer der schönsten. Umgeben von majestätischen Bergen und im Blickfeld der Sonne ein wahrer Seelenschmeichler im Vergleich zu unseren tristen Büros. Die Region im Nordosten Indiens ist geprägt von Reis und Teefeldern, welche diese stimmungsvolle Idylle zaubern und somit ein perfektes Reiseziel für Naturliebhaber und Wanderfreunde sind.

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Nahaufnahme – Im entfernteren Sinne

Bei Nahaufnahme ist wahrscheinlich etwas Anderes gemeint, da ich damit gerade nicht dienen kann, lege ich es mal so aus: Nachdem ich eine Aufnahme der Kids in Simbabwe gemacht habe, sind sie mir ganz schön nah gekommen, um ihr Bild zu sehen:) Die Aufnahme entstand übrigens in einem kleinen abgelegenen Fischerdorf am Lake Kariba. An diesen Ort kommen nicht viele Touristen vorbei und so waren wir mit unseren Kameras die Hauptsehenswürdigkeit.

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Stadtbild – Gleich Sinnbild

Die Aufnahme habe ich in Bulawyo bei einer Townshiptour gemacht und irgendwie steht es für mich als Sinnbild, das Style nichts mit Reichtum zu tun hat. Der Hut gibt ihr Grazie und Anmut trotz der Armut, die sie umgibt und das ist bewundernswert. Über Townshiptouren gibt es strittige Meinungen und auch meine Erfahrungen waren oft keine Guten. Trotzdem sind sie (richtig durchgeführt) sehr wertvoll. Warum das so ist, kannst du im LINK nachlesen.

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Farbkontrast – Die Natur, der Meister der Perfektion

Oh wie liebe ich die Farben dieses außergewöhnlichen Vogels. Hier hat die Natur wieder eine Meisterleistung vollbracht und einen perfekten Farbkontrast geschaffen. Leider, leider gehöre ich (noch) nicht zu den Experten im Bird watching und kann euch sagen, welche Spezies hier gezeigt wird. Was ich aber verraten kann ist seine Heimat. Er teilt sich den Hwange Nationalpark mit 107 Tier- und über 420 Vogelarten als sein Zuhause. Der Nationalpark gilt damit übrigens als das artenreichste Schutzgebiet Simbabwes.

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Essen – Schräger Fisch

Ein etwas schräger Fisch ist mir in Vietnam begegnet. Ich mag ohnehin keinen Fisch, aber diesen hier hätte ich im Leben nicht angerührt. Den fand ich schon schaurig wie er so aufgestellt präsentiert wurde. Als würde er gleich vom Teller hüpfen und einem an die Kehle springen. Ziemlich gruselig die Vorstellung. Dafür hab ich mich in diesem Jahr an Mopane-Würmer getraut. Die sehen zwar auch nicht grad lecker aus, aber verursachen wenigstens keine Alpträume wie dieser Fisch hier.

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Aussicht – Mit Einsicht

Der Buddha Park of Ravangla war für mich die schönste Aussicht auf meiner Reise durch Sikkim. Das Himalaya Panorama im Hintergrund, die 40m hohe Buddha-Figur perfekt eingebettet in die üppig grüne Anlage. Der Park wurde 2006 anlässlich des 2550. Geburtstages von seiner Heiligkeit Gautama Buddha erbaut. Die Figur ist weithin sichtbar in alle Richtungen von Südwest Sikkim bis in manche Gegenden des westlichen Landesteiles.

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Lächeln – Die ehrlichste Sprache der Welt

So oft sehe ich Menschen, die ganz sicher nicht einem Schönheitsideal entsprechen und trotzdem auf ihre einzigartige Art wundervoll sind. Sie haben Falten, es fehlen Zähne oder Haare – na und? Der Blick, das Lächeln und die Gesten dieser Menschen machen sie anziehend und für mich tausendmal attraktiver als irgendein gehyptes Modesternchen. So ging es mir auch bei dieser Dame, deren hinreißendes Lächeln und strahlenden Blick ich aus dem vorbeifahrenden Auto entdeckt hatte. Durch das markante Zeichen auf ihrer Stirn könnt ihr euch sicherlich denken, dass das Foto in Indien entstanden ist.

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Schutzpatron – Und Herr über das brodelnde Feuer

Die Statur des Guru Rinpoche (Guru Padmasambhava) am Samdruptse Hügel im Süden Sikkims war für mich auch ein Highlight auf meinem Indien-Trip. Diese epische Anhöhe ist mit dieser riesigen Statue geschmückt. Sie zeigt den Schutzpatron von Sikkim, der seit mehr als 1200 Jahren seinen Segen von dort aus spendet. Die Statur ist 45 m hoch, vergoldet und den ganzen Ort überblickend. Es wird vermutet, dass der Hügel ein schlafender Vulkan ist und nur durch Gebete davon abgehalten werden wird auszubrechen, weshalb die Mönche ihm hier ihre Ehrerbietung und Hingabe erweisen.

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Berührt – Durch den Blick eines Kindes

Diesen beiden bin ich auch in Vietnam auf dem Markt begegnet und durfte sie auch fotografieren. Wenn man höflich fragt, sind die Vietnamesen sehr aufgeschlossen Fotos gegenüber. Es wird als Ehre empfunden und nicht als Belästigung, wie in manchen anderen Ländern. Ich mag diesen süßen kleinen Spatz einfach und kann mich gar nicht satt sehen an seinem perfekten, unschuldigen und hinreißenden Gesichtlein.

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Farbexplosion – Ein Traum aus lila Blüten

Wer im September nach Simbabwe reist, der kann sich auf eine wahre Farbexplosion entlang des Weges freuen. Denn dann stehen die Jacaranda Bäume hier in ihrer vollen violetten Blüte und säumen Straßen, Parks, Alleen oder wie in meinem Foto auch schon mal eine Teeplantage. Von den Hochebenen Argentiniens aus hat der Palisanderbaum, wie er auch genannt wird, die ganze Welt erobert. Seine bis zu 5 cm großen Glockenblüten verströmen einen honigähnlichen, zarten Duft der dann zum Innehalten und Genießen verführt.

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Hautpflege – Wie ein Riese in einem Meer versinkt

Lake Kariba ist einer der größten von Menschenhand angelegten Seen der Welt und markiert die Grenze zwischen Sambia und Simbabwe. Mit seinen extremen Ausmaßen mit einer Länge von 280 km und einer durchschnittlichen Breite von 18 km hat er phasenweise die Anmutung eines Meeres. Zu meinem größten Erstaunen bin ich hier morgens neben badenden Elefanten aufgewacht, die sich anschließend zur Hautpflege noch ein ausgiebiges Schlammbad gegönnt haben.

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Arbeitssam – Die fleißigen Bienchen

Kaum zu glauben, dass in einem Land im südlichen Afrika Teeplantagen zu finden sind. In Simbabwe an der Grenze zu Mosambique zeichnen sie die Landschaft. Üppig grüne Terrassen voller duftenden Pflanzen erwarten den Besucher. Die Blätter werden geerntet und in Teefabriken weiter verarbeitet. Dort habe ich diese zwei fleißigen Bienchen entdeckt. Sind sie nicht eine Augenweide?

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Sambesi – Ins Wasser gefallen

Mein Ausflug zu den Victoria Fällen ist in doppelter Weise ins Wasser gefallen. Am Morgen bin ich beim Raften auf dem Sambesi fast ertrunken und am Nachmittag hab ich die Fotos vermasselt, weil ich mich auf zu viele Sachen gleichzeitig konzentriert habe. Die Landschaft bestaunen, dazu mit GoPro und Kamera filmen und ganz nebenbei noch Fotografieren war einfach zu viel. So ziemlich alle meine Fotos der tosenden Wassermassen des Sambesi sind unscharf geworden, weil die Kamera auf die Scheibe fokussiert war. Dumm gelaufen und nun muss ich halt noch mal dahin, dann aber vielleicht von Sambia aus und ohne Nyami Nyami zu begegnen.

GoPro-Victoriafälle

Lieblingsbild

Auch junge Mönche lieben es zu spielen und herum zu tollen. Ihn hier habe ich abseits des Enchy-Klosters in einem kleinen Wäldchen entdeckt, während er dort mit einem Kameraden herumtollte. Für eine Sekunde hielt er inne, als er mich entdeckte. Diese reichte mir, für mein Foto. Ich sehe darin Wärme, Natur und Spiritualität – Dinge die auch mir wichtig sind.

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Lust auf mehr Reiseinspiration & Fotos bekommen? Dann schau mal hier:

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Das Letzte…

… Bild ist wie immer eines von mir und zur Abwechslung habe ich mal einen Fotografen gefunden, der die Kamera halten kann und weiß was er tut. Ihr kennt das ja vielleicht, dass wenn man alleine reist und Fremden die Kamera in die Hand drückt, oft nicht viel Gutes dabei rum kommt. Selbst wenn man einen vermeintlichen Fotografen darum bittet. Füße abgeschnitten, unscharf oder aus dem Kopf wachsen Laternenstrangen. Auf diesem Bild auf einem Yak am Lake Tsomgo mag ich mich und könnte den Fotografen jetzt noch knutschen für diese schöne Erinnerung.

Marlene beim Reiten auf einem Yak im Himalaya

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Mit Vietnam Airlines nach Asien & zurück – Erfahrungsbericht

Letzte Woche bin ich geschäftlich nach Vietnam geflogen und hatte das erste Mal die Chance in einem Dreamliner von Boeing zu reisen und das sogar noch in der Premium Economy Klasse. Was dieses Flugzeug auszeichnet? Was mir beim Fliegen aufgefallen ist und wie es um Essen, Sauberkeit und Komfort steht, verrate ich hier.

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Mein Flug im Dreamliner (Boeing 787-8)

Hinflug: Frankfurt -> Saigon/ Ho-Chi-Minh-Stadt, Rückflug: Hanoi -> Frankfurt

Mein Flug wurde über das Reisebüro gebucht, ich bekam die Unterlagen via Mail und konnte damit direkt zum Check-In-Schalter in Frankfurt. Dank mitgebuchtem Rail & Fly-Ticket kam ich in den Genuss eine entspannte Anreise zu haben – ohne Drängeln auf der Autobahn, Stau und Parkplatzsuche. Ganz zu schweigen davon, dass mir auch noch die teuren Parkgebühren am Frankfurter Flughafen erspart geblieben sind.

Check-in in Frankfurt Main Flughafen

Der Schalter

Der Counter vor Vietnam Airlines befindet sich in Frankfurt am Schalter 886-895 im Terminal 2, Bereich D, Ebene 2 – Zwar sind die Wege am Flughafen recht lang, dafür ist aber alles gut ausgeschrieben und gut auffindbar. Da mir ein Zeitpuffer vor Abflug enorm wichitg ist, war ich 3h vor Start der Maschine bereits vor Ort.

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Check-in Prozedere und Gepäck

Glücklicherweise war mein Flug mit Premium Economy gebucht und so wurde ich auch am Check-In-Schalter direkt bedient. Gewichtsprobleme beim Gepäck, wie bei Billigairlines, hat man bei Vietnam Airlines nicht, denn die Fluglinie erlaubt 30 kg für das Hauptgepäckstück. Sollte man trotzdem mal drüber liegen, hat man die Möglichkeit dieses noch als Fracht aufzugeben oder eben Übergepäck zu bezahlen. Für Handgepäck sind 7kg angesetzt, was gerade für mich als Fotografin sehr wichtig ist, da ich meine Technik ausschließlich so befördere. Laptop, Kameras und Objektive sind für mich Wertgegenstände und diese gehören in meinen Augen nicht ins Aufgabegepäck. Allerdings wiegen sie enorm viel und so komme ich bei vielen Airlines schnell an die Grenzen des Erlaubten. Ich fiel unter alle Normen und musste mir darüber glücklicherweise bei diesem Flug keine Gedanken machen.

Ich bekomme am Schalter meine Flugticket, mein Gepäckbändchen und die Informationen zum Abfluggate. Der Sicherheitscheck in Frankfurt verlief wie immer: alles Auspacken und Ablegen. Dafür ging es diesmal sehr zügig, was in Frankfurt ja eher die Ausnahme ist.

Business-Lounge

Noch bevor die Reise startete, durfte ich als Premium Economy Flieger auch noch die Business Lounge nutzen (8 Zuzahlung). Hier kam mir dann mein Zeitvorteil wieder zu Gute. Erstens weil ich nicht gehetzt zum Boardsteig musste und zweitens weil ich hier noch entspannt snacken und etwas trinken konnte. Alle Speisen und Getränke waren inklusive. Zutritt erhielt ich durch die Boardkarte.IMG_6348

Der Flug im Deamliner

Boarding und Highlights

In meiner gebuchten Klasse wurde ich auch beim Boarding bevorzugt und durfte als eine der ersten den Flieger betreten. Ganz aufgeregt war ich diesmal, denn der Dreamliner war eine ganz neue Maschine für mich und ich war gespannt, was dieser so zu bieten hat. Als Erstes fiel auf, dass die Fenster für einen Flieger riesig sind! Mit ihren Abmessungen von 48 Zentimetern mal 28 Zentimetern sind sie größer als in jedem anderen Flugzeug dieser Klasse. Noch dazu lassen sie sich individuell elektronisch abdunkeln, ein Feature was nicht jedes Flugzeug bietet. Und weil ich fliegen und rausgucken ja fantastisch finde, ist das für mich ein absoluter Pluspunkt gewesen.

Handgepäckfach

Mein doch recht großes Handgepäck verstaute ich im Gepäckfach über mir und auch dieses war bedeutend größer als ich es gewohnt war. Es ist kein starres Fach, sondern kommt einem geradezu entgegen. Was es kleinen Personen wie mir bedeutend einfacher macht, auf die Sachen darin zuzugreifen oder sie zu verstauen.

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Sitzplatz

Mein Sitz war ein Traum! Richtig viel Platz, gemütlich und mit einer ausklappbaren Fußstütze, so dass es fast schon die Anmutung einer Liege hatte. Nur wo war das Entertainmentsystem und die erhofften USB-Anschlüsse, um mein Akku vom Handy wieder aufzuladen? Ratlos blickte ich in die Runde, bis ich erkannte, dass alles in der Armlehne versteckt ist. Dort befand sich der ausklappbare Monitor der sonst an der Rücklehne des Vordermanns befestigt ist. Eigentlich ganz clever, weil man so Mitreisende nicht belästigt. Ich erinnerte mich an einen Flug, bei dem die Dame hinter mir, wie eine Irre auf dem Display rumhämmerte, während sie irgendein Computerspiel dattelte. Das für mich da an Schlafen nicht zu denken war und sie auch wenig Einsicht zeigte, war eine Folge. Hier also hatte Jemand mitgedacht! Und an diesem Monitor war er dann auch, mein heiß ersehnter USB-Anschluß zum Wiederaufladen elektronischer Geräte.

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Abbildung zeigt den Beinabstand im Dreamliner in der Premium Eco Class

Annehmlichkeiten

Und auch sonst war alles da, was Frau sich für einen angenehmen Flug so wünschte. Decke, Kissen, Hausschuhe (!) und ein kleines Päckchen mit Schlafbrille und Zahnbürste.

Beleuchtung

Und noch etwas fiel auf! Für die Kabinenbeleuchtung werden Leuchtdioden verwendet – diese lassen sich in ihrer Helligkeit regeln und farblich variieren. Auch Tagesabläufe sowie ein Nachthimmel mit Sternen ließen sich in dem Jet damit simulieren und das direkt von der Fernbedienung am Sitz. So bestens equipped und ausgeleuchtet freute ich mich auf den Start der Maschine. 

Erlebnis Flug

Flugsicherheit

Durch Umfang und Masse des Flugzeugs hatte ich den Eindruck, dass dieser Anflug besonders sanft von Statten ging. Wie ich erst während des Fluges erfahren habe, hat der Dreamliner Sensoren und eine intelligente Elektronik, welche den Flug der Maschine bei Turbulenzen ruhiger machen, weil sie in jedem Moment automatisch gegengesteuern. Das macht das Fliegen angenehmer, besonders für empfindsame Personen, wie mich, die unter Reisekrankheiten leiden. Vielleicht ist es nur subjektives Empfinden, aber mir kam der Flug insgesamt ruhiger vor, als mit anderen Maschinen. Ich erinnerte mich an wackelige Zeiten in Brasilien in Propellermaschinen von Azur. Bei diesen Flügen habe ich jedesmal ununterbrochen die Tragflächen beobachtet vor lauter Unwohlsein auf Grund der Thermik.

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Spritsparend

Und noch etwas erfuhr ich an Board des Dreamliners. Er fliegt sprittsparender als andere Flugzeuge. 25% Einsparung bei Kerosin nenne ich ein Wort. Und gerade in Zeiten in denen man sich fürs Vielfliegen rechtfertigen muss, finde ich das ein wichtiges Argument sich für eine Boeing 787-8 zu entscheiden.

Sauberkeit

Auch Sauberkeit ist mir gerade auf Langstrecke besonders wichtig und auch hier kann ich Vietnam Airlines nur lobend erwähnen. Selbst nach einer langen Nacht war alles top sauber und ich konnte am nächsten Morgen ruhigen Gewissens Zähneputzen gehen. Zudem gab es hochwertige Reinigungs und Pfegeprodukte, die mir mehr als willkommen waren, um mich für einen neuen Tag frisch zu machen. Für mich sind es solche Details, die eine Flug zum Top oder Flop machen. Wenn ich mich vor den sanitären Anlagen streube oder mir einen Mundschutz zur Benutzung wünsche, dann läuft was falsch und dann reißt auch jede Freundlichkeit des Personals das nicht mehr raus. Deshalb möchte ich die vorbildliche Hygiene an Board auch unbedingt erwähnen und das noch vor Personal und Essen!

IMG_6376Abbildung zeigt den Airbus A321 –  auf einem Inlandsflug der Vietnam Airline

Die Crew

Die Stewardessen waren, wie von einer asiatischen Airline zu erwarten, sehr höflich und zurücknehmend. Das schätze ich sehr. Es gab schon genug Flüge, bei denen ich von Stewards angestubst aus dem Schlaf gerissen wurde, damit mir das Dutyfree-Angebot präsentiert werden konnte. Bei Vietnam Airlines gag es so etwas Unangenehmes nicht. Hier wurde ich nur im Wachzustand angsprochen und gefragt, ob ich Getränke oder anderen Service wünsche. Selbst an, in der Nacht aufgegebene, Frühstückswünsche erinnerte man sich noch am nächsten Morgen und etwaige Störungen gab es nicht.

Essen & Getränke

Bei Verköstigung an Board gehen die Meinungen erfahrungsgemäß weit auseinander, deshalb gebe ich hier ganz klar meine persönliche Meinung wieder. Ich hatte das „Chicken-Menü“ geordert und wurde nicht enttäuscht. Eine ausreichend große Portion, geschmackvoll angerichtet und dazu ein leckerer Kuchen. Für meine Wünsche und Bedürfnisse völlig in Ordnung. Und auch die Getränkeauswahl ließ keine Wünsche für mich offen. Also ein rundum glücklicher Fluggast in Bezug auf die Verköstigung.

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Entertainment

Für viele ist auch das Entertainmentprogramm ein wichtiger Faktor bei der Bewertung ihres Fluges. Für mich ist das eher Zweitranging, da ich entweder gerne aus dem Fenster schaue oder schlafe, um dann entspannt anzukommen. So einen Film pro Flug gönne ich mir dann aber schon und hier ist klar zu sagen, dass es ein riesiges Angebot gab. Ganz wichtig auch, die Streifen waren in „deutsch“ verfügbar. Wie oft mußte ich es schon erleben, dass man zwar Top-Filme zur Auswahl hatte, diese dann aber nur in Fremdsprache angeboten wurden. Da ich mich im Flieger entspannen und nicht nachdenken will, schätze ich ein Programmangebot in meiner Landessprache, auch wenn ich natürlich des englischen mächtig bin.

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Flugzeit

Von Frankfurt ist man dank Direktflug zwischen zehn und zwölf Stunden Flugzeit in Vietnam (je nach Flugrichtung). Mir war der Flug ehrlicherweise etwas zu kurz. Da wir am Nachmittag gestartet sind und ich da einfach noch nicht müde war und nachts die Zeitverschiebung dazu kam, hätte für mich der Flug gerne noch etwas länger gehen können und ich hätte die Zeit zum Schlafen genutzt. Aber auch das ist absolut subjektives Empfinden und eigentlich sind die meisten Menschen auch echt froh, Langestreckenflüge schnell hinter sich zu bringen. Ich liebe halt das Fliegen und kann nie genug davon bekommen.

Raumklima

Noch ein Punkt der mir eigentlich erst nach Landung positiv aufgefallen ist, war das angenehme Raumklima des Dreamliners. Normalerweise leiden meine Schleimhäute auf Grund von Klimaanlagen immer sehr stark. So ein Flug führt dann bei mir sehr leicht dazu, dass ich mir eine Erklältung zuziehe und den Urlaub nicht richtig genießen kann. Im Dreamliner hatte ich damit auf überhaupt keine Probleme.

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Ankunft in Saigon/Ho-Chi-Minh-Stadt

Paßkontrolle & Visa

In Saigon/ Ho-Chi-Minh-Stadt sind wir absolut pünktlich angekommen und dann hieß es erstmal sich der Paßkontrolle und den Visa-Formalitäten zu stellen. Aber auch das war kein Problem. Wer nur 15 Tage in dieses asiatische Land reist, bekommt am Schalter sein kostenloses Visa. So bekam ich also schnell meinen Stempel in den Pass und konnte meine Reise ohne unnötige Verzögerung fortsetzen.

Gepäckabholung

Der Flughafen in Saigon ist hell, gut beschildert und sehr übersichtlich. Es war ein Leichtes sich hier zurecht zu finden. Wir waren kaum am Gepäckband, da wurden unsere Koffer und Taschen auch schon ausgeliefert. Alle der Gepäckstücke unserer Gruppe kamen gut an und waren unversehren und so konnten wir direkt in einen entdeckungsreichen Tag starten.

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Rückreise von Hanoi

Check-In

Der Flughafen in Hanoi ist ganz übersichtlich gestaltet und die Schalter von Vietnam Airlines gut zu finden. Dank Premium Eco Buchung wurden wir auch hier bevorzugt behandelt und konnten direkt einchecken und unser Gepäck aufgeben. Die nette Dame sprach ein gut verständliches Englisch und so war die Kommunikation einfach. Wir bekamen züging unsere Unterlagen und konnten direkt zur Sicherheitskontrolle weitergehen.

Sicherheitscheck

Wie auf allen Flughäfen dieser Welt, legt man seine Sachen in Transportboxen und packt sein Laptop aus. Anders war nur, dass wir gebeten wurden, auch die Schuhe auszuziehen.

Lounge

Auch auf dem Rückflug kam ich auch wieder in den Genuss die Lounge aufsuchen zu können ((30$ Zuzahlung). Ein paar Snacks, warmes Buffet und Getränke wurden hier angeboten. Zur Kurzweil gab es Monitore und ein umfangreiches Zeitungsangebot. Bequeme Sofas halfen zudem die Zeit bis zum Start so angenehm wie möglich zu gestalten. Auch gab es ausreichend Steckdosen, um etwa Laptops oder Handys laden zu können.

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Boarding

Dank des vorgezogenen Boardings als Premium Economy Flieger, war ich wieder eine der Ersten im Flieger und konnte in Ruhe meinen Platz beziehen.

Annehmlichkeiten und Verpflegung

Wie schon auf dem Hinflug erwarteten mich allerhand Annehmlichkeiten, ein exzellenter Service und eine hervorragende Verpflegung. Auch auf dem Rückflug gab es nichts zu ergänzen. Außer, dass der Flug bedingt durch die Rückstrecke eben diesmal 12 Stunden dauerte, ich dazu kam, zwei Filme zu sehen und trotzdem noch ausreichend Schlaf in meinem gemütlichen Sessel mit Fußlehne fand. Und wieder fiel mir auch der Komfort und die Sauberkeit positiv auf.

Ankunft in Frankfurt

In Frankfurt landen wir absolut pünktlich. Wieder kam das gesamte Gepäck der Gruppe züging und unbeschädigt aufs Kofferband und konnte schnell abgeholt werden.

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Fazit

Mein Flug gestaltete sich sehr enspannt und angenehm, was sicherlich auch dem extra Komfort der Premium Eco Klasse zuträglich war. Ganz besonders geschätzt habe ich die Sauberkeit an Bord und den unaufdringlichen, aber freundlichen Service der Crew. Für mich ist auch in Zukunft „Vietnam Airlines“ die erste Wahl bei Flügen in Richtung Asien. Preis, Leistung und Annehmlichkeiten stimmen einfach. Und was gibt es Schöneres als angenehm in den Urlaub zu reisen und auch entspannt wieder zurück zu kehren?

Insider-Tipp:

Wer auch Inlandsflüge in Vietnam plant, sollte diese direkt beim Langstreckenflug mitbuchen, denn dann bekommt man den Flug super günstig und darf auch auf der Strecke innerhalb des Landes 30kg Aufgabegepäck mitnehmen. Ansonsten sind es nur 20kg die als Freigepäckgrenze gelten.

Ich habe diesen Flug im Rahmen meiner beruflichen Tätigkeit als Fam-Trip gemacht. Hierzu fliegen Touristiker in Zielgebiete und inspizieren Hotels oder Resorts, besichtigen Sehenswürdigkeiten, testen Ausflüge und Restaurantangebote.

Meine Fotos sind zum Teil auf Inlandsflügen entstranden, da es auf Grund von Beschränkungen am Frankfurter Flughafen bzw. Dunkelheit nicht anders möglich war zu fotografieren. Gerade die Außenaufnahmen sind daher Stimmungsmotive und bilden nicht den Dreamliner ab, sondern einen Airbus A321.

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