Simons Town Hafen entdecken

Dein Guide das malerische Simon’s Town in Südafrika zu entdecken

Simon’s Town ist ein malerscher, verschlafener Stadtteil Kapstadts und einer der ältesten Orte des Landes. Was es hier zu entdecken gibt und warum ich diesen Flecken Erde so liebe, verrate ich dir hier in meinem kleinen Guide!

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Der Simon’s Town liegt etwa 35km vom Stadtkern Kapstadts entfernt. Der Ort liegt an der so genannten False Bay, einer Bucht an der Kaphalbinsel die auf Grund ihrer windgeschützen Lage zur Gründung der Siedlung beitrug.

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Das Wasser schimmert herrlich in allen Tönen von türkisblau und die Felsen im Meer geben dem Ort an manchen Stellen schon fast einen Seychellen-Touch. Diese Küste ist ein wundervoller Seelenschmeichler und manchmal entdeckt man hier sogar Meerjungfrauen.

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Wahrscheinlich wegen der frischen Wassertemperatur und der herrlichen Aussichten hat sich genau hier eine Kolonie Brillenpinguine angesiedelt, die den Ort zum Besuchermagnet machen lassen. Tausende von Touristen pilgern jedes Jahr an den beliebten Strandabschnitt „Boulders Beach“, um die Tiere hier erleben zu können. Aber neben den putzigen Tierchen hat der Ort noch viel mehr zu bieten. So besticht er mit pitoresken Bauten, im viktorianischen Stil, hervorragendem Essen und jeder Menge Vintage-Läden.

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Anreise

Seine Anreise nach Simon´s Town sollte man vielleicht sogar mit dem Zug von Kapstadt aus organisieren. Die Gleise sind in unmittelbarer Nähe zur Küste erbaut und die Anfahrt mit Blick auf die False Bay gestaltet sich deshalb zur reinsten Genussfahrt. Natürlich kann man auch mit dem Auto anreisen. Bewachte Parkmöglichkeiten gibt es auf der Hauptstraße, am Hafen und auch am Pinguinstrand ausreichend.

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Die Geschichte

Im Jahre 1687 veranlasste die Dutch East Indian Company, an dieser Stelle einen Hafen einzurichten. Begünstigt durch seine windgeschütze Lage bot es sich an, hier anzulanden, denn im Hafen von Kapstadt war es besonders im Winter, bei den starken Winden des „Nordeaster“ schwer zu ankern.

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Benannt wurde der neue Ort nach dem früheren Gouverneur Simon van der Stel. Die Siedlung, die um den Hafen entstanden war, war die dritte europäische Stadt des Landes. Im Jahre 1795 landeten die Briten in „Simonstad“ und starteten von hier ihren Übernahmefeldzug. Die britischen Einflüsse sieht man noch heute sehr deutlich in der kleinen Stadt.

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Aktivitäten Guide in Simon`s Town

Kickstarter

Für einen aktiven Start in den Tag gehört für mich immer auch ein gutes Frühstück und das in meinen Augen leckerste, gibts direkt an der Hauptstraße im „The Meeting Place“. Während unten ein Dekoladen tolle Interior-Ideen verkauft und super leckeren Kuchen anbietet, findet man oben im Restaurant bei schönem Wetter einen herrlichen Platz auf dem Balkon. Von hier aus kann man auf das Treiben im Hafen blicken, während man sein Frühstück genießt. An kalten Wintertagen wird übrigens auch der Kamin angeschmissen und man kann lauschig seinen Chai Latte, im wohlig Warmen schlürfen.

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Berühmtes Denkmal

Nur wenige Schritte vom „The Meetings Place“ entfernt findet ihr den Jubilee Square und auf ihm die Skulptur einer deutschen Dogge, welcher bei der Royal Navy formell als Vollmatrose geführt wurde. Damit war er der einzige Hund, der jemals eine solche Position bei der Royal Navy einnahm. Lest mal auf den Schildern nach, warum er diesen Status erhielt und wie sein Schicksal war! Hinweise dazu gibt es auch am Schild vorm Simon’s Town Museum and an seiner Grabstätte beim „Red Hill“. Eine echt rührende Geschichte. 

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Shopping

Wenn ihr schon auf dem Jubiläumsplatz seit, dann schaut euch hier die Handwerksarbeiten und Souvenirs an. Hier findet man Urlaubsandenken oft bedeutend günstiger als auf dem Green Market in Kapstadt. Verhandeln lohnt sich trotzdem immer. Wem die Auswahl hier nicht ausreicht, der findet direkt ums Eck noch einen kleinen Shop mit weiteren Souveniers.

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Entlang der wirklich hinreißenden Hauptstraße findet man eine ganze Reihe an Vintage-, Second-Hand-und Charity-Läden. Wer hier die Augen offen hält, der wird die ein oder ander Kuriosität finden und mit etwas Glück sogar noch zum Schnäppchenpreis. Nur bitte bedenkt, dass alles verschiffbar sein muss, wenn ihr hier eine Vitrine oder gleich ein ganzes Wochnzimmer ersteigert. Ich mag den alten Trödel und ganz besonders die Mode und den Schmuck von damals. Wer sich für Mineralien interessiert sollte die Zentrale von Scratch Patch besuchen. Für jeden Freund von Rosenquarz, Opal, Amethysten oder Quarze und Halbedelsteine fast schon ein Muss! Nehmt euch also etwas Zeit zum Bummeln. Der Partner darf sich derweil den Marinehafen von Simon´s Town ansehen, in der Hoffnung das gerade ein U-Boot der südafrikanischen Flotte anlandet. Übrigens ist Simon´s Town auch der größte Militärhafen Südafrikas.

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Audio-Guide-Tour

Wer mehr über die maritime Geschichte und die Traditionen von Simon´s Town erfahren möchte, dem empfehle ich einen Rundgang mit Audio-Guide. Via App aufs Handy geladen, könnt ihr der Stimme von „Local“ Maureen Miller folgen und erfahrt alles Wissenswerte über den Ort. Die Tour ist etwa 2km lang und dauert gemütliche 30min. Hier gehts zum Audio-Guide.

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Kirche und Mueeen

Ein Besuch im Admiralty House, das ursprünglich ein Privathaus war und aus dem Jahr 1814 stammt, ist ebenso einen Besuch wert wie die anderen Museen, so zum Beispiel das  „Simon’s Town Museum“ und das „South African Naval Museum“, welches Modelle von Schiffen zeigt sowie das Heritage Museum welches die Aspekte der muslimischen Gemeinschaft beleuchtet. Und auch die Kirche von Simon´s Town ist eine kleine Augenweide. Zwar innen sehr schlicht, aber von Außen ein echtes Juwel. Du findest sie, wenn du der Hauptstraße weiter folgst in Richtung Kap.

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Boulders Beach, der Pinguinstrand

Ganz ohne Frage ist Boulders Beach die Attraktion in Simon`s Town. Jährlich lockt dieser Strand, auf dem sich eine Kolonie von Brillenpinguinen niedergelassen hat, Menschen aus der ganzen Welt. Im abgesicherten Bereich kann man sich auf Holzwegen den Tieren nähern und sie beim Anlanden am Strand beobachten.

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Wer es etwas persönlicher mag und den Eintritt scheut, dem empfehle ich an der Haupstraße der Beschilderung „Golfplatz“ zu folgen und davor in Richtung Meer abzubiegen. Ganz am Ende dieser Gasse befindet sich auf der linken Seite ein kleiner Parkplatz und auf der rechten Seite ein unscheinbares Holzschiebetor. Früher war dieser Teil des Boulders Beach noch völlig frei zugänglich. Jetzt sind die Tiere auch hier etwas besser geschützt. In den Höhlen unter den Büschen könnt ihr sie beim Brüten beobachten. Aber bitte mit Respekt und Abstand.

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Wer total Pinguin-verrückt ist, der sollte sich allerdings nicht scheuen, den Eintritt für das kleine Schutzgebiet zu zahlen und damit gleich noch einen Beitrag zur Erhaltung der Art beitragen. Die drolligen Pinguine könnten nämlich ganz bald komplett aus Afrika verschwunden sein. Ihr Bestand ist laut neuesten Studien nämlich dramatisch eingebrochen. So gibt es inzwischen nur noch 10 000 Vögel von einst Millionen von Pinguinen.

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Wer sich nicht gescheut hat, einen kleinen Obulus an Eintritt zu zahlen, der sollte sich nach dem kleinen Strandabschnitt erkundigen, von wo aus man mit den Tieren sogar schwimmen gehen kann. So ein lustiger Frackträger taucht dann nämlich schon mal neben dir im Wasser auf.

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Kajaken mit Pinguinen

Ein bleibendes Erlebnis ist es auch, sich in Simon´s Town ein Kajak zu mieten und die malerischen Buchten vom Boot aus zu erkunden. Mit viel Glück taucht neben dir dann auch ein Pinguin auf oder ihr macht beide am gleichen Felsen rast und er sonnt sich neben dir. Kajaks gibt es direkt am kleinen Hafen zum Ausleihen. Unerfahrenen Paddlern, rate ich bei stärkerem Wind und Wellengang allerdings von dieser Tour ab. Seekajakfahren sollte doch vorher etwas gehübt sein. Wer mutig ist und sich ins eiskalte Wasser traut, der kann sich aber gleich noch die Schnorchelsachen mitnehmen und in die Kelpwälder abtauchen.

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Wasserspaß

Ja, der Atlantik ist bitterkalt, ich weiß. Aber wenn selbst ich es schon geschafft habe, hier in die Fluten zu tauchen, dann schafft es jeder! Zumal die Wassertemperaturen an der False Bay in den Sommermonaten ca. 2 bis 3 Grad höher sind als die in Kapstadt selbst. Badestellen gibt es in fast jeder Bucht in Simon`s Town. Mein Tipp, geht doch hier mal bei Vollmond schwimmen. Ein ganz besonders, prickelndes Erlebnis, wenn man nicht sieht, was so noch neben einem im Wasser schwimmt.

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Frischer Fisch

Südafrika ist natürlich auch das ultimative Land des Genusses und besonders für Gegenden am Meer heißt das ja auch immer, dass fangfrischer, leckerer Fisch serviert wird. Frischer als am Hafen direkt geht dann eigentlich schon gar nicht mehr. Mein Tipp ist daher das Restaurant Berthas“ direkt am kleinen Hafen von Simon´s Town.

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Ich liebe es hier auf die keinen Boote zu schauen, hin und wieder eine verirrte Robbe zu entdecken oder einfach nur mein Essen zu genießen. Von hieraus starten auch die Boots und Kajaktouren, falls du den Seemann in dir erwecken willst! Wer also nach einer Stärkung Mut gefaßt hat, kann direkt loslegen Simon´s Town auch vom Meer zu entdecken. Übrigens gibts bei Berthas“ auch Leckereien für Vegetarier oder Pastaliebhaber wie mich. Die Nudeln in Curry mit Chicken sind hier mein Lieblingsgericht. Mittags kann es hier auf der Terasse recht voll werden, also komm lieber etwas früher oder reservier dir einen Tisch unter: +27 21 786 2138.

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Schattenplätze

Wer nach einem üppigen Mahl lieber etwas ausrühen möchte, dem empfehle ich die schattigen Bäume unterhalb des Golfplatzes. Hier an den ramantischen Buchten läßt es sich herrlich chillen und entspannt den Nachmittag genießen. Aber pack dir auch unbedingt ein paar Cider (alkolische Apfelschorle) zur Abkühlung ein!

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Adrenalin pur

Du möchstest lieber noch etwas Action und den berühmten „Great-White-Shark“ also einen Hai sehen? In der Nähe der False Bay gibt es die Gelegenheit dazu und mit Firmen wie African Shark Eco Charters, Shark Explorers and Shark Expeditions Apex bist du gut beraten. Alle bieten eine Reihe von Hai-Tauch-Erlebnissen an, die vom Hafen in Simon’s Town starten. Ich bin persönlich kein Fan davon die Tiere anzufüttern und würde daher nicht in so einen Käfig steigen. Aber hier muss jeder für sich die Grenzen setzen. Besucht vorher also am Besten die Webseiten und macht euch selbst ein Bild, ob das was für euch ist: www.ultimate-animals.com | www.sharkexplorers.com | www.apexpredators.com

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Whale Watching

Ich erinnere mich, als wäre es gestern gewesen. Gleich auf meiner ersten Südafrika Reise im Oktober 2010 habe ich genau hier in Simon`s Town meine ersten Wale gesehen und war völlig aus dem Häuschen. Generell stehen zwischen Juli und November die Chancen gar nicht so schlecht, hier Meeressäuger zu Gesicht zu bekommen. Achte auf Fontänen, die aus dem Wasser schießen.

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Zimmer mit Meerblick

Ich empfehle jedem Kapstadtbesucher auch 1-2 Nächte auf dieser Seite der Stadt zu verbringen. Besonders wenn man kein Fan von hektischen Innenstädten ist, dann wird man die kleinen Vororte wie Kalk Bay oder St. Johns wirklich lieben. Wer sich in Simon´s Town ein Zimmer mietet, dem empfehle ich in jedem Fall auch Meerblick zu buchen. Wir haben die Nächte hier mit aufs Meer schauen verbracht und meine ersten Wale habe ich noch vorm Bett aus entdeckt. Es ist einfach traumhaft, hier aufzuwachen und direkt an einem der schönsten Flecken Kapstadts zu sein.

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Fazit

Simon’s Town mag auf den ersten Blick wie ein kleines Dorf anmuten, aber der Ort ist voller Geschichte und Charakter. Wer sich darauf einläßt, der wird hier ein kleines, glücklichmachendes Paradies finden. Auch abseits der Pinguine.

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Fotografie in Kapstadt mit einem Bild von Lions Head und einer Frau am Felsen

Dein ultimativer Insider-Guide zum Fotografieren in Kapstadt!

Hier ist dein ultimativer Insider-Guide zum Fotografieren in Kapstadt mit allen Links zu den besten Spots! Denn geniale Fotos aus der Mother City dürfen natürlich auf keiner Südafrika-Reise fehlen. Mit meinem Tipps findest du garantiert die Locations, die dir richtig viel Aufmerksamkeit auf Instagram bringen!

Selbstverständlich gibt es neben Toplocations auch immer noch Events, Großveranstaltungen und Sportwettkämpfe die Fotografen ans Kap locken. Auch dazu findest du hier alle Informationen, damit dir garantiert kein Foto durch die Lappen geht. Und klar,  gebe ich dir auch Tipps wie du dich auch mit teurem Euipment sicher in der Stadt bewegen kannst und wo du eventuell noch Technik leihen kannst, so das nötig werden sollte.

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Gerahmt

Ein paar der besten Spots in Kapstadt haben inzwischen diesen markanten Fotorahmen, damit Touristen hier an ihr Erinnerungsfoto denken. Was ich sehr begrüße, denn oft läuft man an markanten Stellen vorbei, ohne an einen Schnappschuss zu denken. Also seid wachsam, wenn ihr durch Kapstadt zieht. Dieser spezielle Rahmen steht an der Eden on Bay Mall in Big Bay.

 

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Camps Bay

Den wohl beste Platz für einen Schnappschuss von Camps Bay, seinem Strand und der Bergkette „Zwölf Apostel“ hat man vom Maiden’s Cove Parkplatz zwischen Camps Bay und Clifton. Besonders nach der Regenzeit ist der Rasen hier schön frisch und grün und bietet den perfekten Kontrast zum türkisblauen Meer. Dieses Motiv solltest du dir in jedem Fall nicht entgehen lassen.

 

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Dassies

Putzige Dassies, auch Klippschliefer genannt, bekommt man am ehesten auf dem Tafelberg oder an den Felsen am Cape-of-Good-hope-Schild zu Gesicht. Sie lieben es sich morgens zu sonnen. Wer also früh auf dem Tafelberg ist, der wird ihnen in reichlicher Zahl beim Sonnenbad begegnen.

 

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Ray Ban´s

Die riesigen Ray Ban Sonnengläser, die zu Ehren Nelson Mandelas errichtet wurden, findest du im Stadtteil Sea Point (fast schon Ecke Green Point) direkt an der beliebten Promenade. Am besten du kommst hier eine Stunde vor Sonnenuntergang her, dann ist das Licht am Schönsten und an der beliebten Flaniermeile findest du ganz sicher noch viele weitere Motive.

 

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Leuchtturm

Green Point Lighthouse ist ein schönes Motiv für alle, die Leuchttürme faszinierend finden. Das  im Jahre 1824 in Dienst gestellte Gebäude ist der älteste Leuchtturm Südafrikas. Elektrifiziert wurde er 1929 und sein Leuchtfeuer erreichte dadurch eine Reichweite von über 23 km, was für die damalige Zeit enorm war. Ideal ist der Besuch in Verbindung mit einem Spaziergang an der Sea Point Promenade. Ich mag die Perspektive mit mit dem Green Point Park im Rücken, da man mit der Mauer und den Palmen tolle Führungslinien fürs Auge bekommt, was wiederum den Reiz des Fotos ausmacht. Probierts mal aus.

 

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Tafelbergblick

Der beste Spot für das fast schon obligatorische Tafelbergbild ist natürlich der Blouberg Beach. Hier hat man freie Sicht auf den Table Mountain und dazu herrlichen Strand mit Schaumkronenwellen. Nur bei starkem Wind sollte man hier nicht fotografieren, weil es die Kamera ruiniert. Der feine Sand, der über den Strand peitscht, setzt sich sofort in der Kamera fest und das Objektiv läßt sich danach nicht mehr ausfahren. Also Obacht!

 

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Simons Town Hafen

Der malerischste Hafen den du in Kapstadt finden kannst, ist der von Simons Town. Das Wasser der False Bay liegt meist ruhig und leuchtet hier türkisblau. Die kleinen Boote der Fischer schwanken im Hafen vor sich hin und mit etwas Glück wirst du ein paar Robben entdecken. Nimm dir Zeit und genieß dieses kleine Idyll. Ich kann dir zudem das gute Essen bei Berthas Restaurant empfehlen. Ein paar Meter weiter befindet sich übrigens der größte Marinehafen Südafrikas und dort kann dir dann auch schon mal ein U-Boot vor die Linse kommen. Einmal im Jahr ist in Simons Town auch „Navy Festival“ mit Besichtigungen, falls das für dich interessant ist, dann schau auf deren Website.

 

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Boulders Beach

Natürlich dürfen in deiner Fotosammlung von Kapstadt auch Pinguine nicht fehlen. Du findest sie bekanntlich am Boulders Beach in Simons Town. Dort gibt es ein kleines Schutzreservat für die Tiere von wo aus die meisten Touristen ihre Fotos schießen. Was viele nicht wissen, es gibt auch einen kleinen Strand in dem Aral. Hier hast du die Möglichkeit, den Tieren ganz nah zu kommen und sogar mit ihnen zu schwimmen. Optional gibt es noch einen frei zugänglichen Teil dieses Strandes. Um ihn zu erreichen folgst du in Simons Town der Beschilderung des Golfplatzes und biegst dort in Richtung Meer ab. Ganz unten ist ein Parkplatz zu dessen rechten Seite ein unscheinbares Holztor steht. Dieses kannst du unentgeltlich passieren und wirst auch hier Pinguine finden und zudem weitaus weniger Touristen.

 

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Boomslang

Noch gar nicht so lange gibt es im Kirstenbosch National Botanical Garden den so genannten „Treetop Canopy Walkway“ der auch gerne mal „Boomslang“ genannt wird. Dieser Baumwipfelpfad ist ein schönes Motiv und der botanische Garten ohnehin. Hier findest du als Interessierter auch jede Menge interessanter Pflanzen, Bäume und Blüten. Aber nicht nur das…

 

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Stars hautnah

Im Sommer ist der Kirstenbosch Garten auch der Hot-Spot für Konzerte der beliebtesten Künstler Südafrikas. Man trifft sich Sonntags zum Picknick auf der Wiese und auf der Bühne rocken die Sänger ganz hautnah! Du hast dann die Chance die Stars von The Parlotones, Prime Circle oder die Jungs von Goldfish vor die Linse zu bekommen. Alle Events findest du unter Anderem auf der offiziellen Website.

 

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Bo-Kaap

Malerische Gassen, farbenfrohe Häuser und lebensfrohe Menschen, das ist das Bo-Kaap! Zudem ist dieser Stadtteil ein weiterer Magnet für Fotografen, der auch auf deiner Fotosafari nicht fehlen sollte. Wer – im Gegensatz zu mir – belebte Gassen und das pralle Leben dieses Viertels einfangen will, der ist mit einem Besuch am frühen Nachmittag gut beraten.

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Piraten ahoi

Kapstadt vom Meer aus zu entdecken ist großartig, weil alles eine ganz andere Perspektive bekommt. Wer Glück hat, bekommt auch gleich noch das berühmte Piratenschiff vor die Linse. Toll ist auch der Blick hinüber zur Waterfront, auf das Stadion und Lions Head. Natürlich hat man hier auch die Chance Wale oder Delfine vor die Linse zu bekommen. Besonders empfehlenswert ist eine Sonnenuntergangs-Katamarantour für stimmungsvolle Aufnahmen. Startpunkt für Bootsausflüge ist in der Regel der Hafen an der V&A Waterfront.

 

Frau auf dem Lions Head in Kapstadt

Lions Head

Für wagemutige Kletterer die ein atemberauendes Foto wollen, empfehle ich den Aufstieg zu Lions Head, um dann an dem hervorstehenden Felsen eine bleibende Erinnerung zu schaffen. Aber Achtung, der Aufstieg ist nichts für Ungeübte und man sollte auch auf das Gewicht seiner Ausrüstung achten, sonst wird der Ausflug zur Tourtour. Auch empfiehlt es sich die kühle Morgenfrische mitzunehmen, bei Hitze würde ich von dem ohnhin schweißtreibenden Anstieg wirklich abraten. Wer sich aber traut und sich früh auf die Beine macht, der wird hier mit einer mega Kulisse belohnt. Garantiert.

 

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Heilige Party´s

Festivals gibt es natürlich auch jede Menge in Kapstadt und es macht riesig Spaß hier feiern zu gehen. Von „Rocking The Daisies“ über „Holy Color Festival“ oder auch dem Kapstädter Karneval – hier kommt jeder auf seine Kosten und findet lohnenswerte Motive. Für das Farbenfestival solltest du dir allerdings dringend einen staubfeste Hülle für die Kamera zulegen. Das feine Pulver was in die Luft geworfen wird, setzt sich in jede noch so kleine Ritze und ruiniert dir die Kamera. Die Locations der jeweiligen Events sind verschieden, also ist auch hier etwas Vorabrecherche notwendig.

 

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Diaz Beach

Diaz Beach gilt als einer der schönsten Strände der Welt. Er ist im Cape of good hope Nationalpark gelegen und nur zu Fuß über einige Treppen zu erreichen. Wer dann noch etwas nach links in Richtung Leuchtturm geht, wird diesen Felsen finden, der einer der Spots für geniale Fotos ist. Übrigens ist dieser Strand bei Models und Topfotografen eine beliebte Shootinglocation. Wer weiß, vielleicht wirst du gleich noch entdeckt?

 

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Baboons

Paviane bzw. Baboons, wie sie in Südafrika genannt werden, bekommt man am ehesten auf der Kaphalbinsel vor die Linse. Gerne treiben sie sich in der Nähe der Straußenfarm oder direkt auf dem Weg zum Cape-of-good-hope-Schild rum. Aber vorsicht, diese Tiere sind wild und können zu einer Gefahr für dich werden. Deshalb in jedem Fall einen sicheren Abstand halten und mit Teleobjektiv fotografieren.

 

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Street Art

Wer Street Art mag, wird in Kapstadt an vielen Ecken spannende und inspirierende Motive finden. Ganz besonders häufig sind sie jedoch in Woodstock. Es gibt hier auch geführte Walkingtouren, bei denen du zudem noch Wissenswertes zur Szene erfährst und keines der besten Motive verpaßt. Vielleicht probierst du es ja mal aus? Ich bin jedenfalls ein riesen Fan dieser Kunst, denn sie ist nah an den Menschen, ihren Problemen, Sorgen und Wünschen.

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Sport-Events

Sportfotografen werden Kapstadt lieben, denn nahezu an jedem Wochenende findet ein Event zum Auspowern und natürlich shooten statt. Sei es Trailrunning, Mountainbikerennen, Segelregatten oder Schwimmwettbewerbe. Die drei wohl berühmtesten Wettkämpfe sind der Two Oceans Marathon, das Cape Epic und die Cape Town Cycling Tour, besser bekannt als das Cape Argus. Zu allen Großveranstaltungen pilgern Sportler aus der ganzen Welt, was auch wenig verwunderlich ist, denn die Events haben eine Traumkulisse, sind top organisiert und haben einen hervorragenden Ruf. Je nach Wettkampf und Routenführung wechselt hier die Toplocation zum Fotografieren, dh. am Besten vorab mal kurz online informieren.

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Weingebiet

Nicht nur in den Weingebieten von Franschhoek, Paarl und Stellenbosch kann man wunderbar fotografieren. Man muss gar nicht so weit fahren, deann auch Kapstadt selbst hat Weinanbaugebiete und Kellereien von Traditionell bis Modern. Damit du die besten Weingüter findest, tolle Fotos machen kannst und nebenbei auch das ein oder andere Glas genießen kannst, empfehle ich dir eine Tour mit Clarissa Hagemann. Sie ist deutschsprachige Weinexpertin und tourt mit dir zu den besten & fotogensten Wine-Estates.

 

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Geschichte

Natürlich kommt in Kapstadt auch der auf seine Kosten der klassische, geschichtsträchtige Gebäude mag. Man findet sie eigentlich überall. Bei einem Spaziergang durch die Innenstadt, die so genannte Citybowl wirst du so einige lohnenswerte Motive finden. Da der Stadtkern sehr übersichtlich ist, brauchst du auch keine Sorge haben, hier verloren zu gehen. Die teure Kamera würde ich allerdings immer etwas bedeckt halten, damit du nicht Gefahr läufst, sie abgenommen zu bekommen. Starte am Besten beim Castle of good hope, dem Parlaments Gebäude und arbeite dich dann über Company Gardens bis zum Mount Nelson Hotel vor.

 

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Aquarium

Solltest du doch mal einen Tag mit schlechtem Wetter in Kapstadt erwischen, so empfehle ich dir das Aquarium an der V&A Waterfront. Hier kann man sich den ganzen Tag aufhalten und spannende Tiere fotografieren – von Hai bis Rochen! Übrigens ist die Location auch ein guter Tipp für Familien.

 

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Chapman´s Peak Drive

Kein Kapstadtbesuch ohne einen Abend am Chapman´s Peak Drive! Ich liebe diese Küstenstraße, die schon so ziemlich jeder großen Automarke als Kulisse diente. Hier zu fotografieren ist eine Wonne. Besonders wenn so eine Stunde vor Sonnenuntergang die Felsen in warmes Licht getaucht werden und orange bis rot glühen. Diese Kulisse sollte sich wirklich niemand entgehen lassen. Aber wie gesagt, erst am Abend, denn morgens liegt Chappy im Schatten und ist längst nicht so magisch. Wer etwas Mut und Geduld hat auch bei Dunkelheit zu fotografieren, der kann bei Chappies auch klasse Langzeitaufnahmen mit fahrenden Fahrzeugen machen. Mehr Bilder zur Motivation im LINK.

 

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Surfen

Kapstadt gilt weltweit auch als einer der Top-Spots für Surfer und Kitesurfer. Wer sich für Sportfotografie begeistert, wird auch hier schnell richtig gute Ergebnisse bekommen. In den letzten Jahren war Kapstadt auch immer Gastgeber des Red Bull King of the Air Kite-Contest. Einem der wichtigesten Kite-Wettkämpfe der Szene. Es lohnt sich seine Fotoreise in diese Zeit zu legen (gewöhnlich Februar) und eine Unterkunft in Blouberg Beach zu suchen. Das ist einfach die beste Seite für alle Kite-Surfer und deren Fotografen.

 

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Hafencharme

Wer Industriechic und den Charme eines Hafens mag, der sollte sich mit seiner Kamera ins Kapstädter Hafengebiet begeben. Das ist nicht ganz so einfach, weil man am Gate kontrolliert wird. Mit einem kleinen Trick findet ihr aber trotzdem Einlass. Im Hafen befindet sich eines der besten Fischrestaurants der Stadt, das Panama Jacks. Wenn ihr angebt, dorthin zu wollen, dann dürft ihr passieren. Und ein bißchen Genuss neben der Fotografiererei muss ja schließlich auch drin sein, macht ja schließlich auch hungrig. Ein wenig vorsichtig solltet ihr hier beim Fotografieren allerdings schon sein, da es keine typische Touristengegend ist.

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Wale & Delfine

Zugegeben Sichtungen von Walen und Delfinen sind in Kapstadt nicht alltäglich, aber auch gar nicht so selten. Ich hatte schon mehrfach Glück und sogar Defline neben meinem Kajak zu haben. Wenn ihr also erfahrt, dass Tiere in der Bucht sind, dann leiht euch ein Kajak, schnappt euch die GoPro und versucht euer Glück. Optional bucht euch eine Katamarantour von der V&A Waterfront.

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Muizenberg

Eines der beliebtesten Motive in Kapstadt sind natürlich auch die bunten Badehäuser in Muizenberg. Hier zieht es wohl die Meisten hin und das völlig zurecht. Sind sie doch durch ihre Farben in Kombination mit Meer und Strand ein echter Hingucker. Für Fotografen die möglichst nur die Häuschen und wenig Leute hier fotografieren wollen, lohnt es sich früh aufzustehen, bevor die Touristen diesen Spot für sich beanspruchen. Übrigens wer hier am Strand in Richtung Gordons Bay spazieren gehen möchte, der sollte die Kamera besser nicht mit sich führen. Der Abschnitt ist durch seine Lage leider sehr oft nicht ganz ungefährlich. Zumindest, wenn man sich weiter von Muizenberg entfernt, kommt es immer wieder zu Überfällen. Also für ausgiebige Spaziergänge die Kamera hier besser dann nicht mitnehmen.

 

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St. James

Bunte Häuser gibt es aber nicht nur in Muizenberg. Auch St. James an der False Bay hat diese farbenfreudigen Badehäuser zu bieten und dazu direkt davor auch einen Meerwasserpool in dem garantiert keine Haie schwimmen. Wer sich lieber dieses Motivs bedient, sollte also gleich noch die Badesachen einpacken. Hier kommt man übrigens auch gut mit dem Zug von der Innenstadt hin.

 

Abseilen

Abseilen

Wer Actionfotos von sich mag, dem empfehle ich am Tafelberg abseilen zu gehen. Die Szenerie und man selbst so an einem Seil über dem Abgrund – das hat schon das Zeug zu einem echten Abenteurerfoto. Und ja, das auf dem Foto bin ich!

 

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Nachtaufnahme

Einen überwältigen Blick bietet das nächtliche Panorama über die Stadt. Dazu fährt man am besten mit dem Auto auf den Signal Hill. Etwas Mut, Vorsicht und Achtsamkeit sind dann allerdings hier und gerade Nachts geboten, besonders wenn man teures Foto-Equipment mit sich führt. Es macht daher vielleicht auch Sinn aus dem Auto heraus zu fotografieren oder sich Anderen anzuschließen. Besonders zu Vollmond oder wenn die Wolken der Kaltfront in die Stadt ziehen, ist der Spot und sind die Motive der Hammer!

 

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Company´s Garden

Museeums-Interesierte sollten sich in Company´s Gardens umschauen. Hier gibt es eine Reihe ausgewählte Ausstellungen, aber auch ein Planetarium, Brunnen, Skulpturen, einen Rosengarten und die in diesem Park beliebten Eichhörnchen. Diese lassen sich ganz leicht mit ein paar Nüssen locken und sind prima Models.

 

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Fliegen

Ein absolutes Highlight ist für mich immer auch ein Flug über Kapstadt. Die Stadt bekommt eine ganz andere Perspektive und diese ist noch mal atemberaubender als ohnehin schon. Wenn möglich buch dir einen Flug über das Kap der guten Hoffnung und versuch aus dem Helikopter oder Flugzeug heraus Fotos zu schießen. Diese spektakuläre Küste ist es wert von dir fotografiert zu werden. Helikopterflüge werden an der Waterfront angeboten oder online. Ich empfehle aber eine kleine Maschine wie sie vom Morningstar Airfield aus starten. Die Preise sind da einfach normaler. Bitte nur unbedingt vorab Kontakt aufnehmen, um einen freien Piloten zu finden.

 

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Fußball

Du liebst Fußball? Dann interessiert dich doch auch sicher das WM-Stadion von Kapstadt. Natürlich gibt es dieses Gebäude aus verschiedenen Perspektiven. Die unglücklichste ist in meinen Augen die vom McDonals aus und die von der Rückseite aus Richtung Waterfront. Wer das Gebäude schön in Szene setzen möchte, der sollte in den Green Point Park gehen. Der Rahmen ist hier einfach bedeutend attraktiver.

 

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Townships

Auch Townships gehören zu Kapstadts Stadtbild, ob man das nun gerne sieht oder nicht. Eine große Zahl der Bevölkerung lebt in Stadtteilen wie Khayelitsha, Mitchells Plain oder Philippi. Es ist wenig ratsam zu meinen, man kann da einfach mit Fotoausrüstung reinspazieren und fotografieren. Wer wirklich interessiert ist, der sollte sich einer Tour anschließen und dort auch erfragen ob fotografieren gern gesehen wird bzw. ob die teure Kamera ganz zuhause bleiben sollte. Auch würde ich mir wünschen, dass ihr hier respektvoll fotografiert. Jeder Mensch ist gleich viel wert und sollte auch so geachtet werden.

 

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Foodies

Für alle Food-Fotografen ist Kapstadt ein reiner Genuss-Tempel. Man kann eigentlich gar nicht schlecht essen (okay, am Kiosk vorm Parlament schon), aber ansonsten werdet ihr hier voll auf eure Kosten kommen. Besucht die Neigbour-Goods-Märkte von Bay Harbour, über The Old Biscuit Mill bis hin zum Oranjezicht City Farm-Market und sucht euch dort spannende Motive. Früh da sein lohnt sich in der Regel!

 

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Cape of good hope

Der Klassiker unter den Kapstadt-Fotos ist natürlich auch ein Schnappschuss vom Cape-of-good-hope-Schild. Mir ist es inzwischen zu viel geworden, mich dort mit tausenden Asiaten für ein Foto anzustellen, deshalb weiche ich meist auf das etwas kleinere Schild nebendran aus. Wer aber unbedingt diesen Schnappschuss haben möchte, der sollte besonders früh oder spät hier sein oder eben reichlich Geduld aufbringen. Eine schöne Erinnerung ist es allemal.

 

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Koeberg Nature Reserve

Du wirst es nicht für möglich halten, aber auch Wildlife-Fotografie mit Großwild ist möglich in Kapstadt. Elands, Springböcke, Bontebosk und natürlich Zebras gibt es in Gebieten wie dem Cape-of-good-hope Nature Reserve oder in der Nähe von Melkbos. Hier befindet sich das Koeberg Nature Reserve um das dortige Kraftwerk. Das kleine, nahezu unbekannte Gebiet bietet dir die Möglichkeit auf Tuchfühlung mit den Tieren zu gehen. Gegen Abend und am Morgen sammeln sich die Herden zum Weiden und du wirst in Ruhe Zeit haben, sie fotografieren zu können.

 

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Equipment-Tipp

Solte deine Technik aus welchen Gründen auch immer versagen, dann wäre mein Tipp, sich einfach Equipment auszuleihen. In der Regel ist die Ausrüstung, so man sie neu kauft, in Südafrika wesentlich teurer als bei uns in Deutschland. Außerdem hättest du nicht die gleiche Garantie. Deshalb mein Rat nicht zu kaufen, sondern zu mieten. Das geht bei verschiedenen Anbietern. Ich bin selbst mal in die Verlegenheit gekommen, mir eine Linse ausleihen zu müssen und habe gute Erfahrungen mit „Sunshineco“ in Gardens gemacht.

 

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Lieblingsfoto

Und das ist mein persönliches Lieblingsfoto aus Kapstadt. Ich habe auf dieser Seite der Stadt in Big Bay eine zeitlang gelebt und es geliebt jeden Morgen diesen Blick auf den Tafelberg zu haben. Diese Aussicht haben ich – zurück in Deutschland – lange vermißt. Damit die Sehnsucht nach Kapstadt und dem Tafelberg nicht noch größer wird, habe ich mir dieses Motiv jetzt als Mega Poster anfertigen lassen. Dazu habe ich mich für einen hochwertigen Druck von Cewe* entschieden. Die Produkte des Unternehmens kannte ich von einer bekannten Drogeriemarktkette. Diesmal habe ich online bestellt, weil es mir einfach leichter am eigenen PC fiel, die Auswahl und den Zuschnitt zu machen. Jetzt hängt mein schönstes Foto gerahmt in meinem Wohnzimmer und jeden Tag kann ich mich zurück in meine Lieblingsstadt träumen!

Damit du dich leichter zu den markanten Punkten findest, habe ich Karten in den Artikel verlinkt, die dir eine Navigation vereinfachen sollen. Bitte beachte, dass nicht alle Punkte direkt verlinkbar waren und ich dann den nächst möglichen Spot verlinkt habe. Ich hoffe trotzdem, dass es dir so eine große Hilfe ist.

*Hier handelt es sich um eine Kooperation mit Cewe Fotobüchern.

Lass mir gerne Feedback da, ob dir mein Artikel eine Hilfe war. Frag mich gerne, wenn du noch mehr Details wissen möchtest und melde Dich, wenn irgendwas in dem Artikel noch fehlen sollte. Ich freue mich über deine Rückmeldung.

Du hast nach dem Kapstadt -Artikel Lust bekommen, mal nach Südafrika zu reisen, aber der letzte Kick fehlt noch? Dann lies mal im LINK, warum du dieses spannenden Reiseland nicht verpassen sollest.

Das bunte Peer von Scheveningen

Bye Bye Winter – Hallo Sommer!

Ich sags euch, ich bin durch und durch ein Kind des Sommers und fest davon überzeugt, dass der Storch mich irgendwie auf dem falschen Kontinent abgeworfen hat. Wenn die Sonne scheint und es warm ist, dann blühe auch ich auf. Dann strahlen die Augen, ich bin entspannt und gut gelaunt. Zudem hält es mich dann keine Minute drinnen und selbst meine sommerblonden Haare sind dann mal geschmeidig und schön. (Sonst eher so wiederspänstiges Gestrüpp)

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Für mich gibt es ohnehin nur zwei Jahreszeiten: Kalt = Winter und Warm = Sommer. So kommt es also, dass ich mich jedes Jahr sehnsüchtig auf den Sommer freue und mein Herz geradezu hüpft bei den ersten Anzeichen auf Licht und Wärme. Und weil das so ist, möchte ich euch mitreißen die schönsten Flecken und Ideen für euren Sommer zu entdecken. Dazu habe ich tief in mein Foto-Archiv geschaut und „violá“ hier ist mein schönstes Sommerfoto und ganz viele Tipps für dich!

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Vitamin Sea – das Lebenselexir

Für dich gehört das Meer ganz untrennbar mit Sommer zusammen, aber du wohnst auf dem Festland? Was hält dich denn ab, nicht einfach mal über ein verlängertes Wochenende ans Meer zu düsen, wenn du es so sehr vermißt? Steig ins Auto! Buch dir nen Flug! Fahr über nacht oder flieg nach der Arbeit, aber gib dem Gefühl nach, ans Meer zu müssen – wenn du dich dadurch wieder lebendig und glücklich fühlst. Ich lieb es auch am Meer zu sitzen, die Füße hoch zu machen und sonst gar nichts.

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High up in the Sky

Der Sommer ist auch die perfekte Zeit für große und kleine Abenteuer. Aber am Boden kann ja jeder! Wie wäre es mal damit in die Luft zu steigen? Mit einem Heißluftballon zum Beispiel? Und davor braucht man auch überhaupt keine Angst haben, dann eine Ballonfahrt ist zunächst wie eine ultraverlangsamte Fahrstuhlfahrt mit Panoramablick und nachher wie ein Spaziergang auf Wolken. Alles ganz sanft, ruhig und einfach ein Genuss. Da ich ein riesen Fan von „Fliegen“ bin, war meine Ballonfahrt im letzten Jahr eines der Highlights überhaupt. Und selbst wenn man nicht so „Avitionverrückt“ ist wie ich, sollte der Haken bei „Ballonfahrt“ auf keiner Löffelliste fehlen.

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Berauscht von Farbe

Once in a lifetime – sollte man auch eines der bunten Farbfestivals besuchen. Angelehnt an das Indische „Holi Color Festival“ bringen sie auch Spaß in unser Leben. Man trifft sich in weißer Kleidung in Parks und Veranstaltungslocations, es gibt gute DJ-Mucke und jede Menge Packungen des magischen Pulvers. Zu einem ganz bestimmten Moment wird dieses Pulver in die Luft geworfen und dann verteilt es seine bunte Farbenwolke über den Feierfreudigen. Natürlich ist dann niemand mehr weiß, sondern alles nimmt die Farben der bunten Päckchen an. Die Haare, die Kleidung und ja sogar das Gesicht. Ein reisen Spaß ist es auch, sich so Säckchen einfach übereinander auszukippen und den Andren bunt werden zu lassen. Wenn man es also nicht bis zum Orignalfestival bis nach Indien schafft, dann könnte das hier eine lohnenswerte Sommeralternative in den hiesigen Gefilden sein. Wo, was geht findest du im LINK.

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Sport mit Hindernissen

Endlich ist es wieder Zeit dem Fitneisscenter zu entkommen, das Rad aus dem Keller zu holen, die Inliner anzuschnallen oder die Laufschuhe im Grünen auszuführen. Nichts schlägt das Gefühl, wieder frische Luft in den Lungen zu haben, in der Natur unterwegs zu sein und sich dabei noch richtig gut zu fühlen. Na vielleicht doch! Ein Wettkampf nämlich, dabei kann man seine Fitness nämlich gleich noch unter Beweis stellen. Wer das mit Sportwettkämpfen weniger verbissen und mit mehr Spaß angehen möchte, dem empfehle ich einen „Mudrun„. Ein Hindernislauf für Erwachsene sozusagen. Dabei geht es dann schon mal so richtig nass und dreckig zu. Das ist aber gar nicht weiter schlimm, denn wenn man sich Recht erinnert, hat in „Pfützen springen“ als Kind schon so richtig viel Spaß gemacht. Beim „Mudrun“ kannst du genau das wieder tun. Im Dreck robben, dich über Flüsse hangeln oder in Matsch stampfen. Herrliches Gefühl die eigene Fitness auf spielerische Art zu erleben. Übrigens ist so ein Hindernislauf mit Freunden am Genialsten! Denn so ein Event schweißt zusammen, weil man sich gegenseitig über Hürden hilft und gemeinsam lacht, wenn mal was schief geht.

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Getrunken dort, aber genossen hier

Dom Pedro ist gerade mein Lieblingscocktail und wie so viele andere coole Drinks, entdeckt man sie im Urlaub. Das muss uns ja aber nicht davon abhalten, sie daheim auch zu genießen. Von Pina Colada bis Mojito haben es ja viele Drinks bis nach Deutschlang geschafft, warum nicht neue Trends jetzt hier einführen? Die Zutaten gibt es normalerweise auch hier und mit etwas Ausprobieren hat man den Dreh schnell raus, wie man auch hier daheim genießen kann. Wer ganz clever ist, druckt das Rezept aus und drückt es dem Barman seines Vertrauens in die Hand. Mit etwas Glück setzt er deinen Cocktail gleich auf die Karte, so dass du ihn immer gechilled in deiner Lieblingsbar genießen kannst. So holst du dir garantiert auch ein Stück Urlaubsfeeling mit zurück.

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Beachlife

Ja, es gibt sie, die Leute die sich wie die Heeringe den ganzen Tag in der Sonne legen und nix tun außer sich braun bruzeln zu lassen. Aber diese Menschen verpassen das eigentliche „Beachlife“ und das kann richtig aktiv sein! Spaziergänge am Meer, mit dem Segelwagen dahingleiten, Drachensteigen lassen, den Grill anwerfen, Sandburgen bauen, Reiten gehen, Muscheln sammeln, den Hund ausführen, Beachvolleyball spielen oder einfach nur in einer der vielen coolen Beachbars abhängen – es gibt so viel mehr, was man bei einem Strandtag genießen kann. Also worauf warten! Ab ans Meer oder zumindest den nächsten Baggersee.

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Festival Sommer

Sommer das heißt auch immer es ist die Zeit für Festivals! Endlich wieder raus kommen, draußen sein, campen, Freunde treffen, gemeinsam grillen, was trinken, fett feiern und geile Musik genießen! Und das meistens gleich ein ganzes Wochenende lang. Festivals gibt es für alle Geschmäcker und mit verschiedenster Intension. So kann man sich schon mal beim „Rock am Kuhteich“ oder im Mittelalterkostüm beim „Phantasie Spectaculum“ treffen. Hauptsache draußen und was erlebt. Eine Festivalübersicht findest du im LINK.

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Outdoor Kultur

Im Sommer auf Kultur verzichten, weil man keine Lust auf geschlossene Gebäude wie Museen hat? Das muss gar nicht sein. Es gibt so viele Möglichkeiten sich dieser Muße auch Open Air zu widmen. Sei es bei einer Street Art Wanderung durch die Stadt oder beim Besuch eines Skulpturenparks. SEinfach mal die Suchmaschine anwerfen – da findet sich bestimmt was.

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Das Wohnzimmer der Sommers

Für mich sind Beachbars ganz klar das Wohnzimmer des Sommers. Und glücklicherweise gibt es diese ja nicht mehr nur an der Küste. So wird einfach mitten in der Stadt Sand aufgekippt und eine temporäre Location erbaut, die uns dieses besondere Feeling auch in das letzte Kuhkaff bringt. Okay, außer in meine Stadt, aber ich bau dann einfach meinen Balkon um. In jedem Fall aber ist so eine Beachbar der ideale Ort den Feierabend und die Freizeit zu verbringen. Hier trifft man alle! Alte Freunde, neue Freunde und Touristen aus aller Welt. Warum also vor der Glotze hocken, wenn hier das wahre Leben tobt?

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Ferienlager für Erwachsene

War ein Ferienlager das nicht früher das Highlight jedes Sommers? Schulferien haben, weit weg von den Eltern sein, spannende Workshops, Tanzabende und die erste Knutscherei am Lagerfeuer. Wer das vermißt, für den habe ich genau dan richtigen Tipp. Es gibt jetzt nämlich auch Ferienlager nur für Erwachsene und hier darf man dann noch mal jung sein und all das wieder erleben, was man so sehr vermißt seit dieser Zeit. Mehr Infos im LINK.

High up in the Sky

Lust auf Sommer, Sonne, Strand und Meer machen mir zum Beispiel die vielen bunten Drachenfestivals, denen man wunderbar an unseren Küsten begegnen kann. An Ostern zum Beispiel zieht es mich nach Büsum, für meinen kleinen Saison-Auftakt. Ich liebe es, die herrlich farbenfrohen Figuren am Himmel zu sehen. Sie verbreiten gute Laune, bringen einen zum Schmunzeln und sind zudem ideale Fotomotive! Übrigens gibt es diese Drachen nicht nur an der Küste und an Ostern zu bewundern, sondern während der ganzen warmen Monate und auch im Inland. Im LINK gehts zur Übersicht.

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Sonnenuntergang, der Seelenschmeichler des Tages

Ist es nicht einfach genial am Ende eines aktiven Tages am Meer zu sitzen und die Sonne darin versinken zu sehen? Mit zu erleben, wie sie die Umgebung in magisches Licht taucht und dann ganz einfach verschwindet? Für mich immer wieder ein Gäsehautmoment und ich hoffe du kannst auch ganz viele dieser Naturschauspiele in diesem Sommer genießen. In diesem Sinne: Mach was draus und #get up and rock!

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Ich hoffe meinen Ideen für einen aktiven Sommer haben dir Inspiration gebracht. Du hast noch mehr Action in petto und möchtest uns deine Tipps hier lassen? Dann nutze das Kommentarfeld und gib mir eine Rückmeldung.

 

Mit diesem Beitrag nehme ich an der Blogparade von Christian und Katrin von beforewedie teil, die genau wie ich, Lust auf Sommer, Sonne, Strand und Meer haben!

 

Rollertour Kapstadt

Rollertour in Kapstadt – Alles was du wissen mußt!

Eine Rollertour ist für mich Freiheit auf zwei Räden und ganz besonders spürbar ist diese in Kapstadt. Hier ist man auf Traumstraßen am Meer unterwegs, kann Pinguinen begegnen und an den schönsten Punkten für Fotos stoppen. Aber wer sich sicher in Kapstadt mit dem „Scooter“ (wie er auf englisch heißt) unterwegs sein will, muss einiges beachten. Was genau verrate ich dir hier!

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Das erste Mal Rollertour in Kapstadt:

Bei meinem ersten Besuch in Kapstadt war ich in der Gruppe unterwegs und alles war für uns organisiert. Unter Anderem auch eine Schnitzeljagd per Roller durch die Stadt. Ein riesiges Erlebnis, denn ich liebe Rollerfahren. Von Sea Point aus ging es zunächst nach Camps Bay und dann entlang der malerischen Küstenstraße nach Hout Bay und von dort über die Winelands zum „The Old Biscuit Mill Market“ – einen der so typischen Nachbarschaftsmärkte in Südafrika. Danach noch durch das „BoKap“ und hinauf bis zu „Signal Hill“.

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Auf unser Rollertour war das Schöne, dass wir fast überall für ein paar Schnappschüsse stoppen konnten. Im Gegensatz zu einer Autotour, wo man immer erst einen Parkplatz suchen muss, fährt man mit dem Roller ein wenig an den Rand und stört damit Niemanden. Man zieht die Kamera aus der Tasche und kann die Lieblingsmotive direkt im Bild festhalten. Zudem ist es ein Genuss, den Wind zu spüren, das Salz des Meeres auf der Zunge zu schmecken und von der herrlichen südafrikanischen Sonne gewärmt zu werden.

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Leider haben wir erst nach unserer Rollertour erfahren, dass wir diese Roller gar nicht hätten fahren dürfen. Zwar darf man mit einem Autoführerschein in Deutschland einen Roller fahren, aber eben nur einen 50ccm. Unsere geliehenen Roller waren aber viel stärker motorisiert und somit hatten unsere Papiere hier keine Gültigkeit. Wir hatten Glück, denn unsere Tour blieb unfallfrei. Wäre auf der Ausfahrt etwas passiert, hätten wir keinen Versicherungsanspruch gehabt, denn ohne gültigen Führerschein erlischt auch jeder Anspruch.

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Unseren Rollervermieter interessierte das herzlich wenig, denn er hatte uns vorab versichert, dass alles gar kein Problem sei und wir ja schließlich in Afrika sind, wo man alles lockerer sieht. Das mag schon sein, aber im Schadenfall, sieht es niemand mehr locker. Kommen dann noch Personen zu schaden und man muss privat haften, dann hat der Spaß gänzlich ein Ende. Hier kann die Schadensummer mehrere Hunderttausend bis Millionen Euro erreichen und das für eine kleine Unachtsamkeit mit den Papieren.

Rollertour

Aus dieser Geschichte habe ich ein paar Dinge gelernt und für die nächste Rollertour beachtet. Dieses Wissen möchte ich jetzt auch mit dir teilen, deshalb hier meine Tipps für deine Tour in Kapstadt.

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Bitte beachte bei einer Roller-Tour:

  • Es gibt wegen der starken Steigungen keine 50iger Roller in Kapstadt. Deshalb kannst du dir mit normalem Autoführerschein nicht wie bei uns einen Roller ausleihen und rumfahren. Tust du es doch bist du im Schadensfall nicht versichert, auch wenn dir der Verleiher erstmal etwas Anderes einredet.
  • Der Wind in Kapstadt ist gerade in den Sommermonaten ein echter Risikofaktor für Rollerfahrer. Oftmals ist er so stark, dass sich wildfremde Menschen an die Hände nehmen und gemeinsam die Straße passieren, damit sie sich gegenseitig Halt geben können. Starke Böhen haben auch schon so manchen Zweiradfahrer von seinem Gefährt geholt. Bei starkem Wind rate ich unbedingt davon ab, sich einen Roller auszuleihen. Bitte check vorab ob sich eine Anmietung lohnt. Hierzu empfehle ich die Website „Windguru“.
  • In Kapstadt herrscht Linksverkehr, das macht es für viele schwierig sich sicher auf den Straßen zu bewegen. Einige Strecken sind Stadtautobahnen die du nur schlecht umgehen kannst. Multivan-Taxifahrer in Kapstadt gelten als absolut rücksichtslos und als eine Gefahr für den gesamten Verkehr. Oft ziehen sie ohne zu schauen einfach in die nächste Spur und das gleich über mehrere Fahrstreifen. Diesem chaotischen Verkehr muss man bereit sein sich stellen, wenn man mit dem Roller in Kapstadt unterwegs sein möchte. Natürlich gibt es ruhige Strecken, aber Touristen können oftmals nicht einschätzen, wo es beschaulicher zugeht.
  • Zu brauchst also einen Motorradführerschein und dazu auch den Internationalen Führerschein, ohne dieses Papier ist dein deutscher Führerschein schlicht nicht gültig. Zwar wird das von Verleihern und bei der Polizei bei Standartkontrollen nie hinterfragt, im Schadenfall mußt du aber gültige Papiere vorweisen, sonst erlischt der Versicherungsschutz. Seinen normalen und den internationaler Führerschien mit sich zu führen ist also Pflicht, wenn du sicher unterwegs sein möchtest. Mehr dazu kannst du im Link nachlesen.
  • Prüfe das Fahrzeug vorab auf Schäden, auslaufendes Öl und abgefahrene Reifen, ähnlich wie bei einem Mietwagen. Versichere das Gefährt bestmöglich, selbst wenn du ein guter Fahrer bist. Manche Verkehrsteilnehmer sind unberechenbar und oft nicht versichert. Wenn sie einen Unfall bauen bleibst du trotzdem auf dem Schaden sitzen. Deshalb sorge vor.
  • Fahre auch mit dem Roller nicht unbedingt nachts rum. Solltest du dich an einer Ampel unwohl oder gar bedroht fühlen, dann darfst du nach Einbruch der Dunkelheit auch (mit Vorsicht) über eine rote Ampel fahren. Das gilbt im Besonderen für Frauen und ab 22 Uhr. Es wird dich in Südafrika nie Jemand vor Gericht stellen, wenn du bei Rot gefahren bist, wiel du dich bedroht gefühlt hast. Bitte nutze das nur nicht aus.
  • Bei längeren Touren bedenke immer, dass du einen relativ kleinen Tank hast und weiter entfernte Ziele vielleicht auf dem Weg keine Tankstelle bieten. Nimm einen kleinen Kanister mit oder plane vorab die Route entlang von Tankstops.
  • Speichere dir für Notfälle die Telefonnummer des Verleihers aber auch die der örtlichen Polizei.
  • Trag schon um deiner Sicherheit wegen den Helm. Der ist in Südafrika genauso Pflicht wie bei uns in Deutschland.
  • Parke in den gekennzeichneten Bereichen oder pass dich anderen Motorradfahrern an. Bei Wind such dir einen geschützten Platz den Roller abzustellen, damit er nicht von einer Böhe umgerissen wird.

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Tipp für längere Aufenthalte

Bist du längere Zeit in Kapstadt, etwa wegen eines Praktikums und möchtest einen Roller leihen, hast aber keinen Motorradführerschein? Meine Empfehlung ist, den Führerschein dann einfach in Kapstadt zu machen. Dieser ist dann zwar in Deutschland nicht anerkannt, aber für die Zeit in Kapstadt kannst du ihn wunderbar nutzen. Ich habe meine Learners-Lisence im Jahr 2011 für weniger als 20 EUR gemacht. Die so genannte Learners Lisence erlaubt es dir, 2 Jahre ohne eine Praktische Prüfung abzulegen, nur mit dem Bestehen der Theorie, rumzufahren. Du kannst natürlich auch den praktischen Test machen, ein Muss ist es jedoch in dieser Zeit nicht.

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Fazit:

Ich finde einen Roller in Kapstadt ideal, weil er einem vor dem oftmals zähen Staus bewahrt, man flexibel überall halten kann und schnell überall hinkommt. Ein klein wenig Mut sollte man aufbringen und stets sehr wachsam unterwegs sein, aber wer sich das zutraut, der wird viel Freude an seiner Rollertour in Kapstadt haben. Versprochen!

 

Auswanderhaus Bremerhaven & die Suche nach dem Glück

Auswandern, das Glück suchen, die Freiheit leben wollen oder einfach nur weg von Repressalien – was trieb die Menschen damals wie heute an, ihre Heimat zu verlassen und eine neues Zuhause zu suchen?

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Ich bin im Auswanderhaus in Bremerhaven auf Spurensuche. Es liegt direkt am Neuen Hafen, der 1852 eröffnet wurde und von dem bis 1890 knapp 1,2 Millionen Menschen in die Neue Welt aufbrachen. Neben diesem Hafen waren es noch der Alte Hafen, die Kaiserhäfen und die Columbuskaje, die für insgesamt 7,2 Millionen Menschen, die es nach Amerika zog, als Abfahrtsorte waren.

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Amerika das Land der Sehnsüchte

Für Viele war das Elend insbesondere im 19.Jh. so groß, dass sie zu jener Zeit diese gewagte Reise antragen und damit oft auch ihre Familie zurück ließen. Neben solchen „Wirtschaftsflüchtlingen“ gab es aber auch Menschen, die wegen politischer Motive auswandernden, etwa nach dem Scheitern der 1848er Revolution. Doch sind 7,2 Mio Menschen nur eine Zahl? Oder ein Name auf einer Schiffsliste? Sind es nicht viel mehr Millionen von Schicksalen? Was hat diese Menschen bewegt, ihre Heimat aufzugeben und ins Ungewisse zu gehen?

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Schon immer war die Aussicht auf die Verbesserung der Lebensumstände eine wesentlicher Anreiz, seine Heimat zu verlassen, gerade für die Bewohner strukturschwacher Landstriche. Aber Auswandern auf einen anderen Kontinent über den man nicht viel wusste oder wenn dann nur vom Hörensagen und das zu einer Zeit, wo es kein Internet und kaum Informationsmöglichkeiten gab?

Schicksalsbetrachtung

Schwer vorstellbar. Doch genau dem möchte ich auf dem Grund gehen im Auswanderhaus in Bremerhaven. Einem Erlebnismuseum, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, diese Schicksale zu betrachten und zu verfolgen, was aus dem Menschen geworden ist, die ihre Heimat verlassen haben.

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Ich bin selbst schon ausgewandert und könnte vielleicht auch mal in so einer Liste auftauchen. Das macht dieses Haus so wertvoll für mich. Haben es Andere auch so empfunden? Was waren ihre genauen Beweggründe zu gehen? Haben sie die Überfahrt überlebt? Sind sie glücklich geworden? Kamen sie zurück? Tausend Fragen schwirren mir durch den Kopf, während ich in der Wartehalle stehe – sie war für die Auswanderer das Tor zur Reise in die „Neue Welt“.

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Verheißungsvoll ist anders

An der Kaje – der detailgenauen Rekonstruktion einer Kaianlage um 1880 – holen mich meine Gefühle ein. Hier stehen sie. Figuren die Auswanderer darstellen, die auf ihre Abfahrt warten. Es ist eine dunkle Halle. Nichts ist hier verheißungsvoll. Man spürt die Dunkelheit der Zeit. Das was die Menschen hinter sich lassen wollen. Ich laufe zwischen ihren Abbildern hindurch, schaue in ihre Gesichter und bekomme eine Gänsehaut. Diese Szenerie ist so real, so nachfühlbar, dass ich fast das Gefühl habe, hier dazu zu gehören. Und dann sind sie wieder da, die Gedanken an meine Auswanderung.

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Diese Unsicherheit die geliebten Menschen vielleicht nie wieder zu sehen. Diese Panik, doch den falschen Schritt gewählt zu haben. Diese unbändige Angst vor allem Neuen. Ich habe 2011 all mein Hab und Gut verkauft und bin mit einem Koffer und meinem Rad in Richtung Südafrika gestartet. Nicht wissend, was das Leben dort wirklich für mich bereit hält. Ein Job zwar, aber unterbezahlt und mit wenig sozialer Sicherheit. Dinge die ich im abgesicherten Deutschland nie fürchten musste. Hier war ich versorgt. Ich bin gegangen, weil es mir nach Freiheit sehnte, nicht weil ich hier unter Elend, Hunger oder politischen Repressalien litt. Also ganz andere Beweggründe als die Menschen die um 18 Hundert von Bremerhaven aus starteten. Aber sind die Ängste nicht vielleicht vergleichbar?

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Wie fühlt sich Auswandern an

Nun ich konnte googeln. Mir via Streetview einen Überblick verschaffen und mit Leuten vor Ort chatten oder telefonieren. Das hatten die Auswanderer von damals nicht. Und trotzdem kämpfte auch ich mit diesen existenziellen Fragen. Schwer vorstellbar für alle die es nie erlebt haben. Seinen Freunden „Lebe wohl zu sagen“ und im Kopf zu haben, das war vielleicht der letzte Blick in deine Augen. Mir zerriss es damals bald das Herz. Mein Flug ging über die Türkei nach Kapstadt. Von Frankfurt bis Istanbul habe ich ununterbrochen bitterlich geweint. Ich habe so elendig geschluchzt, dass selbst die Stuardessen, die einiges gewohnt sind, völlig überfordert mit mir waren. Auf dem zweiten Teil der Strecke, schlief ich ich vor Entkräftung, weil ich vom Weinen und Trauern vollig erschöpft war. Genau diese Gedanken und Gefühle kommen hier wieder auf inmitten der Figuren. Ob diese Menschen auch die gesamte Überfahrt getrauert und mit Sorgen gekämpft haben?

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So sehr mich die Szenerie abschreckt, so sehr fesselt sie mich auch. Die Frauen und Kinder mit ihren besorgen Gesichtern. Die jungen Männer voller Hoffnung und Zuversicht. Das alles ist beeindruckend festgehalten. Unkontrolliert schießen mir die Tränen in die Augen. Herrje, ich wollte ganz sicher nicht von den Gefühlen überrollt werden, aber dieser Raum hier macht etwas mit mir. Etwas, was ich nicht kontrollieren kann, was sich gleichsam fürchterlich und gut anfühlt. Fürchterlich, weil ich mit ihnen fühle und gut, weil ich genauso gut weiß, dass es gut ausgehen kann. Denn meine Ängste gegenüber der für mich neuen Welt „Südafrika“ waren unbegründet. Aber ging es auch für diese 7 Millionen gut?

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Schubladen voller Geschichte

In der „Galerie der 7 Millionen“ reiht sich ein Regal an das Andere. Übervoll mit Schubladen in denen Schicksale lagern. Hier in diesem Raum nun treten ihre ganz persönlichen Lebensgeschichten in den Vordergrund. Von einigen sind nur die Namen und das Abfahrtsdatum bekannt. Von anderen gibt es ganze Biografien. Warum zogen all diese Menschen ein Leben in der Fremde ihrer alten Heimat vor? Was waren die historischen Hintergründe der europäischen Massenauswanderung?

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Hier bekommt man die Antworten auf seine Fragen und das auf sehr einfache Art und Weise. Man erhält ein Kärtchen mit einem Namen. Im Archiv und während dem ganzen Rundgang kann man dann die Geschichte dieses Menschen begleiten. Hat er die Überfahrt gut überstanden, ist er in Amerika heimisch geworden oder doch wieder zurück gekehrt? Hat er die Strapazen überhaupt überlebt? Eine bewegende Geschichte die den Besucher mitnimmt auf die abenteuerliche Überfahrt, das Ankommen oder eben nicht erreichen des Ziels. Wer sich darauf einlässt wird Antworten finden und Flüchtlinge vielleicht auch mit ganz anderen Augen sehen.

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Damals wie heute.

Für mich war der Tag im Auswanderhaus in Bremerhaven ein ganz besonderes Erlebnis, weil er mich neben seiner bewegten Geschichte auch an mich selbst erinnert hat. Hier wurde ich mit anderen Auswanderern zusammen gebracht, mit ihren Ängsten und Nöten. Mit ihren Gründen die Heimat zu verlassen. Und ganz ehrlich, es fühlt sich zu keiner Zeit gut an, sein Leben und die Menschen die man liebt zu verlassen.

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Fotoparadiese – Europas schönste Ecken entdecken!

Meine Fotoparadiese und Geschichten sollen dich zum Reisen, Erleben und Entdecken verführen! Auf die Idee dazu gebracht hat mich Michael von Erkunde-die-welt.de. Mit seiner Fotoparade zum Thema „Welche sind meine Fotohighlights aus dem zweiten Halbjahr 2016?“ hat er mich wiederholt angestiftet über meine Fotos und Reisen nachzudenken. Doch das war diesmal gar nicht so einfach! Besonders nicht mit diesen Themenrahmen: Tierisch, Berühmt, Gewachsen, Nachts, Gebäude und schönstes Foto.IMG_3599

Europas schönste Ecken

2016 war ein aufregendes Reisejahr für mich. Meine Trips führten mich zu Vulkanfeldern in Chile, in die Lüfte über den Nasca-Linien in Peru, in den Dschungel Boliviens, an die Füße Cristo Redentor´s in Brasilien und in den Käfig zu Krokodilen in Südafrika. Solche Reisen sind natürlich außergewöhnlich und auch bei mir nicht ständig drin. Nach so viel Fernreise-Highlights sollte man auch als Reiseblogger eigentlich sparsam daheim sitzen. Das funktioniert nur leider nicht, wenn einen das Fernweh ständig packt. So habe ich jede Gelegenheit genutzt, einfach mal zwischendrin schnell weg zu sein und nirgends geht das so schnell, günstig und abwechslungsreich wie bei uns in Europa.

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Tierisch beeindruckend – die Sandskulpturen in Søndervig, Dänemark

Mein Sommerurlaub führte mich in den Norden. Zuerst besuchte ich Freunde im Dithmarschen und dann führte mich mein kleiner Road Trip bis an die nördlichste Stadt Dänemarks nach Skagen. Auf meiner Strecke immer am Meer entlang entdeckte ich so einige zauberhafte und herrlich verschlafene Fischerdörfer und genoss die Gelassenheit unseres Nachbarlandes. Schon die Musik im Radio war herrlich entspannt, ebenso wie die äußerst angenehme Fahrweise der Dänen. Ich genoss es mich treiben zu lassen und einfach da zu bleiben, wo es mir gefiel. So entdeckte ich auch völlig ungeplant das Sandskulturenfestival in Søndervig in Dänemark, was dieses Mal unter dem Motto „Afrika“ stand. Eine beeindruckende Wand mit filigransten Sandschnitzereien überraschte mich hier und hielt mich über Stunden in seinem Bann. Die gesamte Tierwelt Afrikas fand sich hier wieder – von majestätischem Löwen bis zu filigraner Antilope. Zum Teil waren die Abbildungen so lebendig, dass man näher herantreten mußte, um zu erkennen ob die Augen tatsächlich aus Sand waren oder doch eine Glaskugel eingesetzt wurde. Mein liebstes Motiv war allerdings ein futuristisches Nashorn, weil seine Flächen wirklich gearbeitet waren, wie glatt geschliffene Metallplatten. Wahre Kunstwerke!

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Berühmtes Lächeln – Mainzelmännchen in Sankt Peter Ording, Deutschland

Den Mainzelmännchen, Anton, Berti, Conni, Det, Edi und Fritzchen bin ich am Strand in Sankt Peter Ording begegnet. Sie wurden entwickelt, um der staatsvertraglichen Verpflichtung zur Trennung von Werbung und Programm gerecht zu werden und sind heute in der sendereigenen ZDF Werbefernsehen-GmbH zuhause. Sie hatten wohl auch gerade Ferien als wir uns am Strand begegneten und sie fröhlich in der Luft tanzten. Diese Riesendrachen kosten seine Besitzer schnell mal stolze 2.000 EUR und sind ihr ganzer Stolz, wenn sie im Sommer bei Drachenfestivals an Deutschlands Küsten in den Himmel steigen dürfen.

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Minimalistisch gewachsenKlimahaus Bremerhaven 8° Ost, Deutschland

Ein dunkler Raum und erdückende Hitze die einem den Atem raubt – so begrüßt einen die Afrika Sektion im Klimahaus in Bremerhaven. Sehr eindrucksvoll wird hier erlebbar, wie unbarmherzig die glühende Sonne sein kann. Wie ausgedörrt man sich fühlt und wie sehr man nach Wasser durstet, wenn man sich auch nur wenige Minuten in diesem Raum aufhält. Wie hart muss es da erst für die Tiere und Pflanzen sein, in dieser unwirtlichen Gegend zu überleben? Dieses Gewächs hier verkörpert diesen Überlebenskampf. Pro 15 Minuten fällt ein kleiner Tropfen Wasser zu Boden und nährt diesen Strauch. Kaum vorzustellen, dass so wenig Flüssigkeit doch so viel Leben schenken kann. Mich hat das Klimahaus 8° Ost unglaublich fasziniert, aber dieses Exponat hat mich gefesselt.

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Im Rausch der Nacht – Langzeitfotografie in Bremerhaven, Deutschland

Auf meinem Trip nach Bremerhaven konnte ich nicht wiederstehen und habe mich nachts noch rausgeschlichen, um diese beeindruckende Kulisse mit Klimahaus und Hafen fotografisch festzuhalten. Es war schon Ende Oktober und gegen Mitternacht, als ich mich mit Kamera und Stativ gewappnet in die Kälte und Dunkelheit hinaus begab, um mein Wunschmotiv einzufangen. Der Wind lag ruhig und so schlug auch das Wasser nur wenige Wellen und reflektierte in wunderbarer Weise die Lichtszenerie. Für mich hatte sich das Frieren mit diesem Schnappschuss jedenfalls gelohnt und jedem der wie ich Langzeitfotografie mag, dem kann ich einen Ausflug nach Bremerhaven nur ans Herz legen.

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Nur ein Gebäude – aber mit was für einer Kulisse, Løkken, Dänemark

Auf dem Road Trip durch Dänemark strandete ich irgendwann in Løkken, einem zauberhaften kleinen Ort an der dänischen Küste. Ich parkte am Ortsrand, lief an den Dünen entlang in Richtung Strand, als ich dieses Haus auf den Klippen fand. Ein Motiv wie aus einem kitschigen Ölbild und doch so pferfekt, dass man sich direkt zur Schlüsselübergabe anmelden möchte. Denn so ein Haus an der Steilküste am Meer, ist schon ein Traum, besonders wenn man vom Festland kommt. Allein die Vorstellung dort morgens aufzuwachen und den Blick über die Schaumkronen der Wellen schweifen zu lassen, den Spaziergängern am Strand zu zuschauen und die Möwen kreischen zu hören, ist wunderbar. Für mich eine geradezu paradiesische Vorstellung und wann immer ich Sehnsucht und Fernweh versprühre, träume ich mich zurück zu diesem Haus und der Vorstellung darin zu wohnen. Alle Bilder aus Løcken findest du im LINK.

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Schönstes Foto am schönsten Strand in Portugal

Keine Ahnung ob das mein fotografisch schönstes Foto in diesem zweiten Halbjahr 2016 ist, aber mit Sicherheit hält es einen der schönsten Strände fest. Praia do Amado heißt dieser wunderbare Flecken Erde an der portugiesischen Küste. Er ist einer der beliebtesten Strände des Landes, auch weil das Meer hier ideale Wellen bricht und ein Mekka für Surfer ist. Mich haben die Farben zum Sonnenuntergang gefesselt. Diese kräftigen Rot und Orangtöne im Kontrast zum türkisblauen Meer, sind einfach ein absoluter Hingucker. Wer mehr Inspiration sucht wird im LINK fündig.

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Catch the wind – eingefangen am Leuchtturm, Dänemark

Wie fängt man den Wind ein, wenn er einen Ort so besonders prägt? Diese fotografische Aufgabe hatte ich mir am Rubjerg Knude Fyr Leuchtturm in Dänemark gestellt, denn an diesem Flecken Erde ist Wind das alles bestimmende Element. Die Rubjerg Knude ist eine Wanderdüne zwischen Lønstrup und Løkken und ihr Aussehen wird maßgeblich durch ihn bestimmt. Ich habe also ein wenig Experimentiert und mein Tuch durch die Lüfte wehen lassen, mit einem ganz schönen Effekt, wie ich finde. Mehr Impressionen vom Leuchtturm und den Paraglidern, die hier auch die Aufwinde nutzen, findest du im LINK.

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Kleine Fluchten in Barcelona, Spanien

Seit ich ganz ruhige Orte wie die namibianische Wüste, bolivianische Salzseen oder die Zentralanden in Chile besucht habe, fällt es mir schwer mich an Orten mit vielen Menschen noch wohl zu fühlen, das ist mir im Hochsommer in Barcelona bewußt geworden. Zu überlaufen von Touristen waren alle Sehenswürdigkeiten und selbst im Park Güell bot sich keine kleine Rückzugsnische mehr. So flüchtete ich mich irgendwann auf den Tibidabo einen der Berge der Stadt und hier fand ich dann endlich einen Platz zum Durchatmen und mit Weitblick. Nachdem der Tag sich bereits dem Ende näherte, war selbst der angeschlossene Vergnügungsparkt nicht mehr bevölkert und das kunterbunte Riesenrad wurde zu meinem Lieblingsmotiv aus der Bercelona.

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Natur pur im Spreewald, Deuschland

Abenteuer beginnen immer erstmal vor der eigenen Haustür. Und da ich finde, dass Deutschland immer an Reisegehalt unterschätzt wird, mache ich mich gerne so oft es geht auch auf, hier unterwegs zu sein. Anfang Juli hatte es mich in den Spreewald verschlagen. Weil mir eine klassische Kahnfahrt zu passiv war, habe ich mir kurzerhand ein Kajak ausgeliehen und bin selbst die Kanäle entlang gepaddelt. Natürlich durfte dabei auch die Kamera nicht fehlen, für all die Schönheiten und Tiere an der Strecke. So kam mir dann schließlich auch diese Libelle vor die Linse. Was es sonst zu festzuhalten gab, kannst du im LINK nachschauen.

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Piraten ahoi – unterwegs an der Algarve in Portugal

Im November verschlug es mich dank eines Fluggutschein-Gewinns an die Algarve nach Portugal. Wie schon so oft in diesem Jahr, setzte ich mich einfach ins Mietauto und ließ mich treiben entlang der malerischen Küste. Als ich auf dem Meer ein altes Holzboot mit Piratenflagge entdeckte stand mein Entschluss fest. Ich wollte statt Räubertochter mal Piratenbraut sein und für ein paar Stunden mit diesem Schiff die Küste vom Meer aus entdecken. Gesagt. Getan. Bereits am nächsten Tag schipperte ich mit der Santa Bernarda über das türkisblaue Meer, entlang der beeindruckenden Steilküste. Und dank Beiboot konnten wir auch die zahlreichen Grotten besuchen.

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Und genau diese Grotten wie etwa die „Benagil Cave“ waren auch perfekte Fotomotive. Vorrausgesetzt man hatte bei dem deutlich schankenden Boot seinen Magen und die Kamera fest im Griff. Noch mehr Piratenfeeling gibts im LINK.

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Kopfschütteln im Dithmarschen, Deuschland

Da reist man um die ganze Welt, geht im Etosha auf Tuchfühlung mit Nashörnern oder kämpft sich über das stürmische Meer in Peru zu den Pinguinen um die aufregendsten Tierfotos zu machen. Und dann ist das beliebteste Motiv auf meinem Instagram Account ein simples Reh im Dithmarschen an der deutschen Nordseeküste. Ja, so kann es einem gehen, wenn Großwild in Afrika „normal“ und ein deutsches Reh ein Hit beim internationelen Publikum ist. Bei mir löst das Bild immer noch ein verständnisloses Kopfschütteln aus, denn mein bestes Foto ist es ganz sicher nicht, auch wenn das Motiv ja ganz reizend ist.

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Reiseführermotiv in Carvoeiro, Portugal

Durch den Tipp eines Einheimsichen führte mich mein spontaner Road Trip durch Portugal nach Carvoeiro. Ich hatte nach einem malerischen Ort gefragt, der so ganz anders ist, als die Bettenburgen die man sonst so an der Algarve findet. Der kleine Ort mit dem Charme eines Fischerdorfes war dann auch wirklich den Ausflug wert. Und ganz nebenbei habe ich dieses Bild festgehalten, was ich später in fast gleicher Inszinierung mit der Mauer als Titelbild des Reiseführers wiederfand.

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Perspektivwechsel im Kraichgau, Deutschland

Fotografisch nicht der Hit ist dieses Foto mit der GoPro aus einem fahrenden Heißluftballon über dem Kraichgau. Allerdings hat mich das Motiv in diesem Jahr doch sehr beeindruckt, denn nie zuvor bin ich Baumwipfeln so nah gekommen, beziehungsweise habe ich sie je so wahr genommen. Aus der Vogelperspektive bekommt der Wald eine ganz andere Dimension und genau dieser Perspektivwechsel hat mich doch unheimlich beeindruckt. Noch dazu kam natürlich das Erlebnis an sich. Da ich alles liebe, was mit Fliegen in der Luft zu tun hat, war auch die Ballonfahrt für mich ein großartiges und unvergeßliches Erlebnis.

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Abklatsch in Tarragona, Spanien

Diese kleine Omi stoppte mich auf meiner Sightseeingtour durch Tarragona in Spanien. Minutenlang erzählte sie ohne Unterlass die Geschichte dieser Skultpur, gar nicht registrierend, dass mein Spanisch viel zu schlecht war, ihr zu folgen. Trotzdem bedankte ich mich höflich am Ende ihres Monologs und da sie es offensichtlich eilig hatte, konnte ich ihr gar nicht erklären, dass ich eigentlich nichts verstanden hatte. Doch so schnell wie sie geschnattert hatte, lief sie auch direkt weiter. Und als hätte sie eine Vereinbarung mit dem Mann der diese Skultpur verkörperte, lief sie anschließend an ihm vorbei und klatschte seine Hand ab. Gerade so, als hätten sie ausgemacht, das sie mir seine Geschichte erzählt. Zwar habe ich das Bild nicht perfekt getroffen, aber gerade noch konnte ich diese Szene im letzten Moment einfangen und so bleibt mir neben einem angeschnittenen Bild noch die Erinnerung an diese reizende Begebenheit.

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Traurigstes Motiv – Tod durch Plastik in Helgoland, Deutschland

Mammi, Mammi. Ist der Vogel da tod?“ schallt es aus der Masse der Touristen, die mit mir die berühmte Basstölpel-Kolonie an der Steilküste auf Helgoland bestaunen. Ich starre auf das erbärmliche Nest aus alten Fischernetzen und entdecke das niedergestreckte Jungtier. Es folgt ein langes Schweigen und als ob der Vogel das kleine Mädchen verstanden hat, berappelt er sich und richtet sich auf. Die Erlösung der Mutter ist fast schon spürbar. „Nein, der hat sich nur ausgeruht.“ anwortet sie mit sanfter und hörbar erleichterter Stimme. Doch uns allen ist bei diesem Anblick bewußt geworden, wie sehr die Tiere unter der Vermüllung der Meere leiden. Gerade auf Reisen fällt mir auf, wie sehr die Welt inzwischen vermüllt ist und das auch hier in Deutschland. Über 10 Millionen Tonnen Plastikmüll landen jedes Jahr in unseren Meeren und dem Menschen scheint das unendliche Leid der Tiere gar nicht bewußt zu sein. Seehunde verheddern sich an Bierdosennetzen, Schildkröten ersticken an Einkaufstüten und Basstölpelnachkommen verenden an Deckeln von Plastikflaschen in ihren Mägen. Helgoland ist Deutschlands einzigster Brutplatz für Hochseevögel und wir gehen so damit um. Mir drängen sich die Fragen auf, ob wir unseren Kindern wirklich so eine Welt hinterlassen und solche Fragen beantworten wollen. Ich für meinen Teil jedenfalls nicht und deshalb möchte ich dieses Foto auch mahnend in die Welt tragen und hoffe, den einen oder anderen damit zu berühren und auch mit der Geschichte, die ich damit verbinde. Wer sich am Kampf gegen Plastikmüll beteiligen möchte, dem empfehle ich zudem meinen Artikel „Müllkippe statt Traumstrand – unsere tägliche Tüte Plastik gib uns heut´ „.

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Rückkehr zur Märchenbrücke, Deutschland

Um die Rakotzbrücke in Sachsen ist in den letzten Jahren ein regelrechter Hype ausgebrochen, dem auch ich mich nicht entziehen konnte. Allerdings hatte ich mir es in diesem Jahr zur Aufgabe gemacht, mehrmals nach Kromlau zu reisen und die Brücke zu verschiedenen Jahreszeiten festzuhalten. So ganz haben ich das nicht geschafft, aber immerhin bis in den beginnenden Herbst hinein war ich immer wieder dort und habe das Motiv auch für mich aus ganz neuen Blickwinkeln festhalten können. Meine Tipps für deine Fotoreise zur Rakotzbrücke habe ich dir im BLOG niedergeschrieben.

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Abgesang in Armação de Pêra, Portugal

Weil jede Reise mal ein Ende hat, findet mein Artikel mit diesem Bild ein Ende. Aufgenommen an der Algarve im November, wo mir diese Möwe Motiv stand. Ich hoffe dir hat meine kleine Reise durch Europa und Deuschland gefallen und sie hat dich inspiriert, auch hier nach tollen Motiven Ausschau zu halten. Gerne lass mir deinen Kommentar zu meinen Bildern und Geschichten da. Ich freue mich.

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Wein Guide Clarissa Hagemann

Südafrika für Genießer – Interview mit Wein-Guide Clarissa Hagemann

Clarissa Hagemann ist Wein-Expertin und überdies noch ausgebildeter Tour-Guide in Südafrika. Ihre Leidenschaft für das Land am Kap und seine hervorragenden Weine hat sie sich zur Lebensaufgabe gemacht. Ihre Begeisterung teilt sie mit Reisenden aus der ganzen Welt. Ich habe sie interviewt, um mehr über ihre Passion und herausragenden südafrikanischen Wein zu erfahren. Welche Wein-Estates sie empfiehlt, welches die besten Übernachtunsmöglichkeiten sind, wo man am besten Essen kann und natürlich auch, was den Reiz an Südafrikanischen Weingütern ausmacht.
Clarissa Hagemann Wein-Guide

Hallo Clarissa, wie lange lebst du denn schon in Südafrika und was hat dich bewogen, auf die andere Seite des Erdballs zu ziehen?

Ich lebe seit 6 Jahren hier und habe meine Entscheidung, runter nach Kapstadt zu gehen, noch keinen einzigen Tag bereut. Ich war über 10 Jahre in der Pharmaindustrie tätig und wusste, es muss was Anderes im Leben kommen, aber was? Ein Job am Schreibtisch ging für mich gar nicht und die Sehnsucht auf den afrikanischen Kontinent, schon seit meiner Studentenzeit, flackerte wieder auf. Freunde von mir waren schon 10 Jahre zuvor ausgewandert, besitzen ein Hotel in Kapstadt und ich beschloss, mal 3 Monate eine Auszeit zu nehmen und dort zu arbeiten. Das war es dann…….

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Ich habe mich in dieser Zeit so in dieses Land und diese Stadt verliebt, habe innerhalb kürzester Zeit hier Leute kennengelernt, die heute meine engsten Freunde sind und habe am Flughafen so geheult und mich gefragt: „Warum fliegst Du eigentlich zurück? Wer wartet auf dich? Hier hast du doch alles?“ Zurück in München haben mich all meine Freunde gefragt: „Was hat dich am meisten beeindruckt und dir am meisten gefallen?“ Sofort kam meine Antwort: „Die unendliche Weite des Landes, das Gefühl durchatmen zu können, das Gefühl angekommen zu sein.“

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Immer wenn ich meine Geschichte erzähle und an die Anfänge denke vor meinem ersten Abflug wieder zurück nach München – der letzte Sonnenuntergang mit Blick auf den Tafelberg, auf dem Weingut Seidelberg – heute Spice Route – kommen mir wieder die Tränen und dann weiss ich, da ist mein Herz und meine Sehnsucht berührt.

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Und wie kam dann der Sprung ins Wein-Business?

Zum Einen habe ich mein Tourguide Zertifikat absolviert, da meine eine Leidenschaft ist, immer mit Menschen in Kontakt zu sein und Menschen für etwas zu begeistern. Meine Schwester war dann der Auslöser für das Weinbusiness. Sie meinte, man solle doch das im Leben tun, was einem am meisten Spass macht, wenn man die Möglichkeit dazu hat. Sie sagte: „Immer wenn ich mit dir spreche und dich höre, schwärmst du von den Winelands und liebst die Ausflüge dorthin“.

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War das meine Leidenschaft? Ja, zum Einen habe ich schon die letzten Jahre immer Weinlektüren gelesen und auch Bücher über die hiesigen Winelands gekauft. Schon immer haben die verschiedenartigen, prachtvollen Weingüter Südafrikas, die wunderschönen Weinberge sowie die Geschichte der Südafrikanischen Weine eine besondere Faszination auf mich ausgeübt. Es stimmt, immer wenn ich Zeit hatte, bin ich in die Winelands gefahren, habe neue Weingüter erkundet und deren Weine getestet.

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Und welche Form der Weiterbildung hast du gewählt, um dein Wissen bezüglich Wein zu vertiefen?

Ich habe dann sofort voller Enthusiasmus über die Idee im Weinsektor tätig zu werden, um mein Hobby zum Beruf machen zu können, 2 Langzeitkurse bei der hiesigen Cape Wine Academy besucht. Ich wusste bis dato nur, welche Rebsorten es gibt und dass ich lieber Rotwein als Weisswein trinke. Für mich waren die Kurse so interessant und beeindruckend, wieviel über Wein, Brandy, Süssweine, Sparkling Weine erzählt und gelernt werden kann. Die Idee, all das tiefgehende Wissen, welches vermittelt wurde, in Form von Weinseminaren & Weinvorträgen weitergeben zu wollen, kam erst im Kurs auf.

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Gab es auch einen Abschlusstest?

Ja, ich habe das Zertifikat einer Wein-Expertin erhalten. Das Examen bestand aus 2 Teilen, einem theoretischen und einer praktischen Prüfung, bei der man Weine getestet hat, ohne zu wissen, um welche Rebsorte und welchen Wein es sich handelte.

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Was beeinhaltet ein Wein-Vortrag?

Mein Vortrag dauert ca. 1,5-2 h und handelt sowohl die Südafrikanische Weingeschichte, Weinproduktion, deren Besonderheiten, Weintipps im Allgemeinen, die wichtigsten Südafrikanischen (franz.) Rebsorten als auch Wein und Essen (was passt, was harmoniert gar nicht) ab. Der praktische Teil beeinhaltet eine Blindverkostung (Spezialverkostung, bei der man die Rebsorte raten muss) von 8 Weinen. Alle Weine können selbstverständlich weiter den Abend hindurch genossen werden. Danach gibt es ein Abendessen, welches individuell vorher abgesprochen wird.

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Kannst du deinen Vortrag überall durchführen?

Natürlich. Das gesamte Equipment wie Gläser, Seminarunterlagen etc. habe ich, so dass ich jederzeit und überall meinen Vortrag und die Spezialverkostung durchführen kann. Am meisten Spass macht es, wenn man eine Gruppe ab 6 Personen zusammen hat. Da wird dann untereinander geraten, sich ausgetauscht, um welche Rebsorte es sich wohl handeln mag, welches Aroma dominiert etc.

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Wie führst du deine Wein-Touren durch?

Durch meine jahrelangen Freizeittripps in die Winelands kenne ich natürlich zahlreiche Weingüter, deren Besonderheiten, ihre ganz eigene Geschichte, die Hintergründe und natürlich auch alle ihre Flagshipweine.
Um die perfekte Route zu konzipieren, spreche ich zunächst mit meinen Kunden, um zu erfahren wo ihre Wünsche liegen. Je nach Schwerpunkt wähle ich in Rücksprache die entsprechenden Weingüter aus und plane die gesamte Tour. Ganz egal, ob jemand nur einen Tagesausflug machen möchte oder gleich eine ganze Woche im Weingebiet unterwegs sein will – bei mir bleibt kein Wunsch offen.

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Was sind die Kriterien der Auswahl?

Jedes Weingut hat sein Individuelles, seine Identität. Die Atmosphäre, das Ambiente, das Interior, der Stil, egal ob es sich um ein traditionelles, kapholländisches Weingut handelt oder um das Moderne, mit sehr viel upmarket Style, jedes ist so einzigartig.

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Was sind deine Erfahrungen mit den vielen verschiedenen Weingütern?

Jedes Weingut legt auch andere Schwerpunkte. Das eine mag nicht so besondere Weine haben, dafür ist sein Lunchangebot aussergewöhnlich gut und das Ambiente wunderschön. Andere kleine, unscheinbare Weingüter haben exzellente Spitzenweine, aber einen ganz simplen Tastingroom. Die Einen bieten ein breites Weinsortiment an von MCC´s (das ist Sekt bzw. Sparkling Wine aber auf Champagner-Niveau. Sie dürfen allerdings nicht Champagner genannt werden, da nur die Weine mit Flaschengärung aus der Champagne in Frankreich so genannt werden dürfen) über alle wichtigsten Rebsorten bis hin zu Süssweinen und Port. Andere Weingüter hingegen legen ihren Schwerpunkt dann mehr nur auf Rotweine oder Weissweine und damit auch ihre Flagshipweine (Bestseller).IMG_4015

Gibt es etwas, was du bei den Weingütern verändert würdest oder etwas, was dir nicht gefällt?

Leider, leider schliessen die meisten Güter schon um 16.30/ 17.00 Uhr abends, machen dafür sehr früh auf. Das würde ich verändern. Es hängt wahrscheinlich mit den Transportzeiten für die Angestellten der Weingüter zusammen. Viele Gäste mögen jedoch gerade im Sommer einen Sundowner-Drink auf einem Weingut einnehmen, bevor sie dann entweder nach Kapstadt zurück fahren. Die Öffnungszeiten sollten variabel angepasst werden – später auf (kein Mensch macht um 8.30 Uhr morgens ein Tasting…) und später zu. Mittlerweile gibt es eine handvoll, die erkannt haben, dass gerade am Abend noch ein guter Umsatz durch längere Öffnung generiert werden kann – Peter Falke (der Strumpf Falke) hat mit seinem Weingut den Anfang gemacht.

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Nun will ich es aber genauer wissen – welches Weingut ist für dich das Schönste und das Aussergewöhnlichste?

Hmm, sehr schwer zu sagen, da wie gesagt, ja alle so individuell schön sind. Ich habe ein paar Favoriten, die ich immer wieder gern auf meinen Touren zeige, da sie mit in einen Querschnitt von Verschiedenartigkeit fallen – die folgenden sind allerdings hauptsächtlich in und um die Gegend von Kapstadt gelegen: (sprich Constantia, Paarl, Stellenbosch, Franschhoek)

  • Delaire Graff, Cavalli, Leeu Estate, La Grande Provence, Maison, Antonij Rupert, Steenberg – für mich die Upmarket Stylishen.
  • Boschendal, Vergenoegd, Uitkyk, Zorgvliet, Groot Constantia, Plaisir de Merle, Webersburg, Muratie als die Traditionell Kapholländischen
  • Bartinney, Thelema, Kanonkop, Stellenrust, Stellenzicht, Stark-Condé, Oldenburg, Uva Mira, Ridgeback, Le Riche, Lanzerac, Ken Forrester, de Morgenzon, Mulderbosch stehen für hervorragende Weine.
  • Jordan, Guardian Peak, HiddenValley, Rust en Vrede, Delheim, La Motte, Moreson, Mont Rochelle dort kann man wunderbar seinen Lunch geniessen
  • MCC´s probiert man am besten bei Simonsig, Haute Cabrière, Le Lude, Moreson, Graham Beck
  • Hervorragendes Olivenöl, oft mit einem Tasting verbunden, bekommt man bei Morgenster, Tokara, La Bourgogne, Vergenoegd

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Immer mehr Wine Estates bieten zusätzlich Fahrten in ihre Vineyards (Weinberge) an, quasi als kleine Safari, oft haben sie auch Wildtiere auf ihrem Grund. Andere Weingüter haben Blendings in ihrem Programm. So kann man seinen eigenen Wein, Kaffee, Olivenöl oder auch Tee kreieren. Viele Estates beantworten gern auch bei einer Runde durch ihre Keller jede Frage zum Thema Wein und dessen Produktion. Das sind natürlich bei Weitem nicht alle Favorisierten, wer nicht genannt wurde, möge es mir verzeihen, es war nur aus dem Stehgreif und Bauch heraus.

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Was macht man denn mit Kindern – kann ich auch als Familie die Winelands geniessen?

Natürlich. Immer mehr Weingüter sind sich der Tatsache bewusst geworden, dass man ein attraktives Angebot auch für Kinder erstellen muss. Zum einen wurden richtige Abenteuerspielplätze gebaut, zum anderen gibt es auf einigen Estates Ponyreiten oder auch Streichelgehege. Teilweise Nannys vor Ort, die auch die Kleinsten beschäftigen.

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Gibt es denn noch andere Gegenden, die auch guten Wein produzieren?

Durbanville, Swartland, Elgin, West Coast, Hemel-en-Aarde-Valley (bei Hermanus), Robertson, Tulbagh, auch Worcester verliert sein Image als nur Bulk (Masse) Produzent und generiert inzwischen auch hervorragende Flaschenweine. Auch hier hat man wieder je nach Klima, Boden, Lage, Niederschlagsmenge (wird als Terroir bezeichnet) Rebsorten, die dann je nach Region für den Anbau favorisiert werden.

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Wo kann man denn in den Winelands deiner Meinung nach am Besten essen?

Du stellst immer so schwierige Fragen….(lach). In und um Kapstadt muss man sich ja allgemein sehr anstrengen, schlecht zu essen. Auch in den Winelands gibt es zum einen Spitzen-Restaurants mit Fine Dining Lunch und Dinner wie:

  • Jordan, Hidden Valley (Overture) , Rust en Vrede, Waterkloof, La Grande Provence, Beau Constantia, Kleine Zalze, Maison, Cavalli
  • Super Lunch ebenso: Delheim, La Motte, Moreson, Mont Rochelle, Le Lude, Blaauwklippen, Steenberg, Dornier, Boschendal, Guardian Peak, La Petite Ferme, Haute Cabrière
  • Spitzenholzofenpizza: Under Oaks, Rhebokskloof, Mulderbosch

Die meisten Weingüter bieten, sollten sie nicht über ein Lunchangebot (Mittagessen) verfügen, Cheese Platter und auch Charcuterie Platter an, damit man für die Tastings ein bisschen „Unterlage“ hat.

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Wenn man in den Weinbergen übernachten will, was würdest du empfehlen?

Ehrlich gesagt, gibt es auch hier wieder unzählige Unterkünfte, unterschiedlicher Preiskategorien. Da ich ja das Alte, sehr Traditionelle liebe, würde ich Webersburg, Weltevreden, Lyngrove, Zorgvliet, Plaisir de Merle oder La Petite Ferme wählen. Aber es gibt auch noch viele kleine, schnuckelige B & B Estates wie z.B. La Provence Vineyards oder auch Self Catering Cottages.

Top top schick stylish Sterne Status hat: La Providence, La Grande Provence, Leeu Estates (brandneu von einem Inder namens Singh, der halb Franschhoek aufgekauft hat), Delaire Graff. Clouds Estate, Babylonstoren, Mont Rochelle (Richard Branson), Majeka House, La Petite Dauphine. Allerdings muss man dafür dann auch den entsprechenden Preis bezahlen! Du siehst schon, wieder eine schwierige Frage…..(lach)

Ich würde empfehlen, auf die Tourismus-Info-Webseite der entsprechenden Region zu gehen und dort unter „Accomodation“ zu schauen, wie zum Beispiel die von Stellenbosch, Franschhoek oder Paarl. Auf diesen Seiten findet man ebenfalls sehr viel Interessantes und Wissenswertes, aktuelle Events oder auch Angebote der Weingüter werden dort platziert.

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Wenn Jemand ein großer Wein-Liebhaber ist und noch nie in Südafrika war, wie würdest du ihn locken?

Man muss es erlebt haben, man kann es kaum in Worte fassen. Die wunderschönen Weingüter im kapholländischen Stil oder aber auch die extrem stylischen Upper- Class-Weingüter in dieser außergewöhnlichen Lage – diese Mischung bietet nur Südafrika. Ebenso die Weine selbst, alles französische Rebsorten, die beste klimatische Voraussetzungen mit sich bringen, um extravagante Weine hervorzubringen. Was die Weine auszeichnet, ist ihre fruchtige Eleganz bei den Weißweinen und die gehaltvollen Rotweine, die schon in jungen Jahren mit einer angenehmen Trinkreife beeindrucken und das Ganze zu erschwinglichen Preisen.

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Und dann hat Südafrika ja noch seine eigene Rebsorte kreiert. Den Pinotage, der selbst schon in der Neuen Welt wie Australien und Neuseeland angebaut wird und seine Fans findet. Südafrikas Weine gehören mittlerweile zu den Besten der Welt. Das Land blickt auf eine über 350 Jahre alte Weingeschichte zurück, die auch heute noch gelebt wird und die dem interessierten Besucher offen steht. Und unter uns: Bekanntlich sind ja Weintinker immer auch Genussmenschen und oft auch Feinschmecker. Gourmets kommen auf den Weingütern Südafrikas ganz sicher auf ihre Kosten! Erstklassige Restaurants und Sterneküche findet man hier.

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Vielen Dank für das Interview, damit hast du uns einen grossen Einblick in deine Passion und in das Thema Südafrikanischer Wein gewährt. Ich freue mich über deine Empfehlungen, die vielen meiner Leser sicher hilfreich sein werden.

Wer sich für ganz individuelle Wein-Touren oder Vorträge der Expertin interessiert, tritt am Besten über die Facebookseite oder via Mail mit Clarissa Hagemann direkt mit ihr in Kontakt. Clarissa spricht fließend Englisch und natürlich auch ihre Muttersprache Deutsch.

Quicktipp Reise Videos

Quicktipp Reise-Videos: Filmen mit Smartphone und GoPro

Quicktipp gefällig? Du bist auf Reisen und möchtest ein Motiv mal schnell im Video festhalten, weil ein Foto nie ausdrücken könnte, was es hier Spannendes zu sehen gibt? Wer nicht so oft die Videofunktion seines Smartphone nutzt oder das erste Mal die GoPro in der Hand hält, der sollte schnell an ein paar Kleinigkeiten denken, die helfen ansprechende Videos aufzunehmen. Hier meine Tipps für Dich:

Schritt 1: Linse frei

Bevor du mit Filmen loslegst, solltest Du erstmal kurz die Linse checken. Ist sie verdreckt oder hat Schlieren vor der Kamera? Mit einem schnellen Wisch, hast du nachher auch ein klares Bild.

Schritt 2: Wähle das richtige Format

Im Gegensatz zu Selfie-Fotos ist für Videoaufnahmen das Querformat wesentlich besser geeignet. Wenn du es nachher bei YouTube, Vimeo oder Facebook hochladen willst, dann wird es in dieser Ausrichtung optimal dargestellt. Wählst du hingegen das Hochformat, dann wird nach Upload an den Seitenrändern des Videos ein grauer Streifen eingeblendet. Was sehr unschön aussieht.

Quicktipp Reise Videos

Schritt 3: Modus checken

Bevor du dein Video startest, schau mal ob es für den richtigen Einsatz eingestellt ist. Passt Landschaftsaufnahme oder ist der Action-Modus hier sogar besser geeignet? Weitwinkel oder Portrait? Mit der richtigen Auswahl wirst du später auch das bessere Ergebnisse haben.

Schritt 4: Zweihandprinzip

Natürlich kann man mit einer Hand filmen und dazu nur den Daumen sowie den Zeigefinger benutzten. Aber ruhigere Aufnahmen machst du, wenn du dein Smartphone oder die GoPro mit beiden Händen hältst. Der Vorteil ist klar: Mehr Hände bieten mehr Stabilität und damit wird dein Video weniger verwackelt.

Schritt 5: Finger weg

Wie gerne hält man die Kamera und vergisst, dass man mit den Fingern die Linse überdeckt? Also auch hier eine kurze Selbstüberprüfung und es kann losgehen.

Schritt 6: Arme anwinkeln

Mach mal den Test, strecke die Arme aus und versuche einen Gegenstand über einen längeren Zeitraum ruhig zu halten. Du wirst schnell merken, wie Bewegung in die Sache kommt. Die Arme erschlaffen und sacken hinab. Das möchte man bei einem Video natürlich vermeiden. Besser ist es also, wenn du die Arme am Körper anwinkelst. Damit bekommen sie Stabilität und du die Sicherheit auch ruhig filmen zu können.

Schritt 7: Abstand halten

Am besten hältst Du die Kamera 30 cm vor dem Kopf, dann hast Du das Display optimal im Blick und hast die optimale Stabilität um ruhig zu filmen.

Schritt 8: In der Ruhe liegt die Kraft

Wenn du abgehetzt filmst, dann wird sich das auch in deinem Video bemerkbar machen. Das Schnaufen wird hörbar und das Adrenalin in Blut wird es dir schier unmöglich machen das Gerät still zu halten. Also erstmal zur Ruhe kommen und dann das Video starten.

Schritt 9: Standbilder

So ein Videoschwenk ist ja ganz interessant, aber noch spannender wird deine Aufnahme, wenn du zwischendrin mal bei einem Motiv verharrst. Probiere doch mal, eine Stelle für zirka 5 Sekunden festzuhalten, bevor du weiter schwenkst. So gibst du dem Beobachter die Chance, alles richtig erfassen zu können.

Schritt 10: Finger weg vom Zoom

Der Zoom von Smartphone-Kameras funktioniert digital. Das heißt, dass die Technik und nicht die Optik das Motiv ran holt und damit leidet die Qualität, weil das Bild ja nur „umgerechnet“ wird – um es vereinfacht auszudrücken. Diesen Qualitätsverlust wirst du später sehr deutlich im Video wahrnehmen. Wenn möglich geh einfach ruhigen Schrittes auf dein Motiv zu, um es näher abzubilden und das Niveau zu halten.

Alles beachtet? Dann viel Spaß bei Deinen ersten Schritten als Video-Filmer! Du hast noch Quicktipps, die hier nicht aufgeführt sind? Dann kommentiere meinen Beitrag und hilf Anderen auch schnell zu brauchbaren Ergebnissen zu kommen.

Herbstmomente – Die schönsten Ideen für die bunteste Jahreszeit!

Für manche Menschen ist der Herbst exakt die Jahreszeit in der sie sich von allen Aktivitäten abmelden, sich drinnen verkriechen, sich mit TV zudröhnen und dann im November unter schlechter Laune und Vereinsamung leiden. Das muss nicht sein! Ich sammle Ideen die dir helfen sollen den Herbst und all seine Möglichkeiten zu entdecken. Und nicht nur das, ich habe in die illustre Bloggerrunde gefragt, wer noch Inspiration für einen herrlich bunten und aktiven Herbst hat. Lies gleich hier, welche Ideen wir dir mitgeben möchten!

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Immer wieder erlebe ich es im Freundes und Familienkreis, dass pünktlich mit den kälteren Temperaturen plötzlich alle Aktivitäten eingestellt werden und die Leute sich auf die Couch zurück ziehen. Aber dieses „Couching“ tut niemandem gut. Schaut man spätestens im November in die Gesichter der Menschen auf der Straße, dann gruselt es mich jedes Jahr aufs Neue. Bei manchem Zeitgenossen meint man gerade, da läuft ein hüllenloses Wesen durch die Gegend. Diese Menschen scheinen dann keinerlei Freude, Lebenslust oder schöne Momente mehr zu haben. Zumindest keine die sie selbst erlebt haben und Glotze macht nun mal nicht glücklich!

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Wusstest du zum Beispiel, das die Menschen am längsten und gesündesten Leben, die viel draußen an der Luft und dort auch aktiv sind? Und damit ist nicht der Spitzensportler gemeint. Oft sind es einfache Bauern. Sie bewegen sich viel, Sonne und Licht geben Energie und das hält sie fit. Du musst also nicht gleich die Joggingschuhe anziehen, um den Herbst aktiv zu genießen. Ein paar Spaziergänge, Wanderungen oder Foto-Touren dürfen es aber schon gerne sein. Und auch Radfahren im Herbst hält dich vital und bei bester Laune.

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Ich hab ja meine Mutter früher auch nie verstanden mit ihrem „Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur die falsche Kleidung„, aber inzwischen muss ich ihr schon eine gewisse Richtigkeit in der Aussage einräumen. Dauerregen und 10 Grad würde ich hier allerdings immer noch kategorisch ausschließen. Aber sonst? Es gibt schicke und sogar wärmende Gummistiefel, coole Herbst-Clamotten und natürlich auch Mütze und Schal zum Warmhalten. Also eigentlich keinen Grund mehr sich drinnen zu verkriechen.

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Aber was mag ich denn nun am Herbst und wie gestalte ich ihn aktiv?

Leuchtend bunte Wälder, wärmendes Sonnenlicht und eine beeindruckende Fernsicht, sind für mich Markenzeichen des Herbstes. Wenn das Laub an den Bäumen einem Farbenmeer gleicht, über den Wiesen Nebelschwaden aufsteigen und an jedem einzelnen Grashalm auf der Wiese ein Tautropfen hängt, dann ist für mich die perfekte Zeit herausszugehen, frische Luft zu tanken und die letzten wärmenden Strahlen der Sonne aufzufangen.

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Das schöne am Herbst ist doch gerade auch, dass dann all die Lieblingsplätze frei sind und man sie in Ruhe genießen kann. Dass man nicht, bei der kleinsten Anstrengung vor Hitzschlag stirbt und direkt wieder zum Duschen zurück muss. Aber vor allem bietet der Herbst die spannendsten Fotomotive.

Ob Aktivprogramm, kulturelle Höhepunkte, kulinarischer Ausflüge, jetzt ist alles drin!

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Deshalb sind das hier meine Tipps für deinen aktiven Herbst!

Spaziergang statt Müßiggang

Besonders Wandern bietet sich jetzt an. Die Wege sind fest und gut begehbar, ganz im Gegenteil zum Saisonstart im Frühjahr. Wer wandert kann die Natur und ihre Vorzüge am Besten genießen, bleibt fit und sammelt zudem ganz viel Energie der Sonne. Mein Tipp für besonders schöne Wanderungen ist der Pfälzerwald. Keine zu hohen Berge, aber dazu Landschaftlich gesehen, reine Genussstrecken. Und zum Schlemmen kann man gleich noch abbiegen, denn gerade die Pfälzer verstehen es, exzellent aufzutischen. Von Zwiebelkuchen bis zu neuem Wein, wird man hier im Herbst verwöhnt. Oder wie wäre es optional mal mit einem Ausflug ans Meer? Auch hier kann man wunderbar Energie tanken!

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Kutschfahrt statt Stau

Wer nicht gerne wandert oder spazieren geht, der könnte doch mal umsatteln? Warum nicht mal mit der  Kutsche in der Natur unterwegs sein, anstatt gefrustet im Stau auf der Autobahn stehen oder sich Berge hinauf zu quälen?  Der Vorteil liegt ganz klar auf der Hand und frische Luft sowie Sonnenenergie gibts auch noch dazu.

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Tierischer Begleiter statt Einsamkeit

Wer keine Freunde zum Mitwandern findet und auch keinen Hund hat, der kann sich ja mal beim nächsten Tierheim melden. Meist ist man dort froh, wenn sich ein Pate findet, der regelmäßig und gerne mit Hund spazieren geht. Probiere es aus! Ein gemeinsamer Ausflug wird euch Beiden Freude spenden und dich fit halten.

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Schnitzeljagt statt Langeweile

Auch Geocaching ist eine perfekte Motivation rauszugehen, aktiv zu sein und gleich noch seinem Hobby nachzugehen. Geocaching lässt sich am Besten als eine Art moderner Schatzsuche und Schnitzeljagd beschreiben. Kurz erklärt:  Es gibt Leute, die verstecken irgendwo Dosen voller Kleinigkeiten sowie einem Notizbüchlein, dem Logbuch und veröffentlichen das Versteck in Form von Koordinaten im Internet. Und so eine Schnitzeljagt in Indianer Jones Manier wird dich garantiert fesseln und auf Trab halten.

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Adrenalinkick statt Schokofrust

Der Herbst bietet auch perfekte Bedingungen für den Flug mit einem Gleitschirm. Warum gönnst du dir nicht mal dieses Abenteuer? Bei einem Tandemsprung kannst du die Aussicht genießen, während ein erfahrener „Pilot“ den Drachen für dich steuert. Ein großartiges Erlebnis und Spots zum Fliegen findet man von den Alpen bis zur Küste! Der Adrenalinkick wird dich ganz sicher noch die ganze Woche begleiten!

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Gesund genossen statt Fettgefressen

Herbstzeit ist auch Genusszeit! Ob Kürbis oder Feigen; Neuerwein oder Kastanien – du kannst dir die Zutaten zum Teil selbst ersammeln und daraus die schmackhaftesten Leckereien zaubern. Von Kürbis- oder Kastaniensuppe bis Feigentarte – kreiere jetzt den perfekten und gesunden Gaumenschmauß, anstatt gefrustet vor der Kiste zu sitzen und Chips in dich hinein zu schaufeln.

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Perspektivwechsel statt Senderwechsel

Warum nicht den Herbst mal aus einer ganz anderen Perspektive genießen? Auf dem Baumwipfelpfad, im Kletterparkt oder beim Zipelinen hälst du dich fit und wirst abgehärtet für den Winter! Vom Spaßfakter mal ganz abgesehen. Besonders, wenn gleich noch die ganze Clique oder Familie dabei ist.

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Kreativ statt depressiv

Warum den Herbst nicht mal so richtig kreativ werden? Blätter, Blüten oder Kastanien sammeln und damit die Wohnung dekorieren oder kleine Kunstwerke schaffen? Die Elemente sind schier unendlich und vor allem kostenlos in der Natur zu bekommen. Allein die Sammelleidenschaft für dein neues Hobby bringt dich raus und lässt dich erkennen, wie viel Schönes der Herbst zu bieten hat.
Gestaltung und Foto Kerstin Kapferer

Ausflugsdamper statt Dampf an Anderen ablassen

Deutschland hat die Nord und Ostsee und so viele Flüsse und Ausflugsdampfer, warum nicht mal damit einen herbstlichen Ausflug mit dem Boot machen? Bei schönem Sonnenschein genießt man auf dem Oberdeck und wenn es frischer ist, zieht man sich nach innen zurück. Vom Fluss aus hat man den besten Blick, man kommt gemütlich voran und wird zudem auch noch exzellent verköstigt. Mein Tipp, wäre ein Boot an Rhein oder Mosel zu nehmen. Der Blick auf die Weinberge ist einfach sensationall!

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Drachensteigen statt zum Drachen werden

Der Herbst mit seinen Winden ist wohl die beste Jahreszeit endlich mal wieder seinen alten Drachen rauszukramen und ihn steigen zu lassen. Wer darin weniger begabt ist, der sollte den Profis zuschauen. Es gibt jede Menge Feste locken, bei denen man Großdrachen und den Meistern bei ihrem windigen Hobby zuschauen kann. Also worauf wartest du noch?

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Flohmarkt statt Shoppingmall

In Shoppingmalls kann man den Herbst auch verbringen, aber so wirklich einen Mehrwert hat man dort nicht. Ganz Anders auf einem Flohmarkt. Man ist draußen an der frischen Luft, bewegt sich und die Sonne powert Energie zu. Noch dazu kann man herrlich stöbern, in alten Erinnerungen verharren und das ein oder andere Schnäppchen machen. Wer kein Flohmarkt Typ ist, der könnte ja auch einfach mal wieder auf den Wochenmarkt gehen. Dort gibt es gleich noch frisches Obst und Gemüse, was dich gesund hält.

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Feste feiern, statt allein versauern

Um nicht alleine daheim vor dem Fernsehen zu versauern und langsam depressiv zu werden, empfehle ich immer auch Feste wie Kerwe der Erntedank. Hier tobt der Bär, man trifft alte und neue Freunde, ist draußen unterwegs, kann tanzen oder schlemmen. Ideal um nicht auf der Couch alleine zu hocken.

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Radtour statt Tortour

Gerade im Herbst ist eine Tour mit dem Rad ein voller Genuss. Man ist aktiv in der Natur unterwegs, hält sich fit und lädt sich gleich noch die Vitamindepots wieder auf. Verbunden mit gemeinsamen Ausflügen von Freunden, dem Sportverein oder mit der Familie, wird der ganze Ausritt gleich noch zum Happening.

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Abstecher statt Abgeschlagen

Deutschland hat so viele tolle Ausflugsziele, da dürfte es eigentlich nie schwer fallen, etwas Passendes zu finden. Wie wäre es zum Beispiel mal wieder mit einem Besuch einer Burg? Eines Zoos oder Safariparks? Abenteuer, Fotomotive und geschichtliche Exkursionen locken und wecken ganz sicher die Lust auf mehr! Mein Tipp: Wenn du fliegen magst, dann reise doch mal zu einem Flughafen, mach eine Besucherrunde mit und stell dich dann an die Start- und Landebahn. Fernweh garantiert.

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Citytripp anstatt allein daheim

Ideal ist der Herbst auch für eine Städtetour und die muss nicht immer ins Ausland gehen. Deutschland hat so viel zu bieten. Warum schaust du dir nicht mal wieder das Umland an? Beliebte Städte, wie München, Dresden oder Berlin sind genau jetzt nicht mehr so überlaufen. Zudem bleibt dir die Sommerhitze und der Smog erspart, der sonst drückend auf der Stadt liegt.

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Knistern statt Glotze

Wenn das Wetter im Herbst doch mal zu ungemütlich wird, dann schmeiß doch mal wieder den Kamin an. Am Besten mit Laub und kleinen Ästen die du vorher draußen gesammelt hast. Das hält dich gesund und der Kamin ist gleich noch eine herrliche Alternative zur Glotze. Mit ein paar gelandenen Freunden kann man in gemütlicher Runde sitzen, ein Glas Wein genießen oder mal wieder Karten spielen.

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Burgfräulein statt Grabenkrieg

Wenn mich meine Freunde im Ausland um etwas wirklich beneiden, dann ist es auch unter Kulturgut. Besonders gern mögen sie unsere Schlösser und Burgen, dabei haben wir schon fast den Blick und die Faszination dafür verloren! Aber diese Leidenschaft zur Heimat, läßt sich ja ganz leicht wieder entfachen. Auf einem Mittelaltermarkt, bei einem Burgkonzert oder einfach einem Spaziergang im Schloßpark. Gerade jetzt im Herbst ist das völlig entspannt möglich.

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Abheben statt Liegenbleiben

Der Herbst ist für mich auch die idealste Zeit für eine Ballonfahrt. Einfach, weil man die klarste Luft und damit die beste Weitsicht hat. Wie wäre es also mal mit abheben und die Welt von oben sehen? Ballonfahren ist ein riesiges Erlebnis und so ganz anders, als „normales“ Fliegen. Sanft treibt der Ballon über Gemeinden, Flüssen & Seen oder Wald & Wiesen.

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Motivsuche statt Sendersuchlauf

Gerade in dieser Jahreszeit findet man draußen die schönsten Motive und meist direkt vor der Haustür. Von buntgefärbter Baumallee, über eine Pfütze mit darin treibendem Blatt, bis hin zu Nebelschwaden, die über den Wiesen hängen. Oder wie wäre es mit einer Nachtaufnahme? Im Herbst sind weniger Menschen auf den Straßen unterwegs und du hast die Kulisse quasi ganz ungestört für dich alleine!

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Mehr Ideen für deinen aktiven Herbst!

Man kann ja nie genug Ideen für einen aktiven Herbst sammeln, deshalb habe ich mich bei ein paar Bloggern schlau gemacht, wie sie so ihren Herbst gestalten. Hier ihre Antworten:

Klaus & Kerstin vom Reiseblog „Willkommen Fernweh

Natur, Wandern und Wellness im Herbst – unsere Pilzsaison

Wir finden ja, dass jede Jahreszeit ihren besonderen Reiz hat. Mit der Aussicht auf die nahende Pilzsaison fällt der Sommerabschied nicht so schwer. Dieses Jahr haben sich die Pilze aufgrund des sommerlichen Septembers zwar etwas Zeit gelassen, aber nun sind sie endlich wieder da. Da nehmen wir auch gern mal ein paar Regentage in Kauf („Ist gut für das Pilzwachstum“) und ziehen sobald das Wetter wieder besser ist mit Pilzkörbchen und Schwammerlmesser los. Unter der Woche schauen wir in den Wäldern rund um unser Zuhause, am Wochenende machen wir auch gerne längere Wanderungen in den nahegelegenen Spessart. Es gehört zu unseren Herbst-Highlights, nach einem Tag an der frischen Luft abends mit rot glühenden Wangen und vollem Pilzkörbchen heim zu kommen, später gemütlich im Warmen zu sitzen und selbstgemachte Steinpilz-Pasta zu essen. Nach einem kühlen Tag draußen freuen wir uns auch regelmäßig auf ein wenig „Home-Wellness“ in der heißen Badewanne. 🙂 Als passionierte Pilzsucher haben wir aber auch schon auf unseren Reisen gesammelt. In den kanadischen Rocky Mountains beginnt die Pilzsaison bereits Anfang August und scheinbar ist das Pilzesuchen unter den Einheimischen nicht so verbreitet. Wir haben dort wunderbare Reizker in großer Zahl gefunden und in unserer Camperküche zubereitet.

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®Klaus & Kerstin von „Willkommen Fernweh“

Lynn vom Reiseblog „Lieschenradieschen-reist

Sich an den bunten Herbstfarben erfreuen, statt sich über das schnöde Grau zu ärgern

Ich bin ein riesiger Herbstfan und das liegt nicht nur daran, dass ich im Oktober Geburtstag habe. Bevor sich das Jahr verabschiedet und alles Grau in Grau wird, dreht die Natur nochmal so richtig auf. Was die Blüte im Frühjahr ist, sind die bunten Blätter im Herbst. Schon als Kind habe ich es geliebt, zusammen mit meiner Oma die Herbstblätter zu sammeln und zu trocknen bzw. zwischen Buchseiten zu pressen. Heute mache ich das zwar nicht mehr, aber genauso liebe ich es im Herbst wandern zu gehen, deshalb habe ich es mir jetzt auch zum Ziel gesetzt, die jeweils höchste natürliche Erhebung in jedem Bundesland zu erklimmen (Siehe Link). Dabei ist es eigentlich auch fast egal, wie das Wetter ist, irgendwie sieht alles reizvoll aus. Mein Favorit ist dabei das Bodetal im Harz. Dieses ist nämlich gar nicht so weit von meiner Heimatstadt Hannover entfernt und dort drehen die Farben nochmal so richtig auf. Ich finde es grandios einen schönen Aussichtspunkt zu suchen und von dort aus das Blättermeer zu betrachten. Und um so mehr macht auch die Einkehr in eine schöne Gaststube wert. Bei einer dampfenden Tasse Tee, kann man dann so richtig schön wieder auftauen und den Tag Revue passieren lassen.

Lynn von "Lieschenradieschen-reist"

Stefanie von ReiseblogComfortzoneless

Kleine Fluchten

Diesen Herbst verbringe ich in New York City. Nach dem herrlichen Sommer in der Stadt mit lauen Filmnächten im Park und Hochhäusern, die im Sonnenlicht spiegeln, schaute ich dem Herbst eher deprimiert entgegen. Doch ich stelle fest, Oktober und November müssen keineswegs schlechte Monate sein, um New York zu besuchen. Wenn die gelben Taxis durch die Pfützen rauschen oder die Skyline im dichten Nebel verschwindet, hat das durchaus einen Charme. Der Central Park nimmt warme Rottöne an und die Eisbahn vor dem Rockefeller Center ist bereits Anfang Oktober aufgebaut. Schon Wochen vorher bereiten sich die Amerikaner auf Halloween vor. Durch Manhattan führt jedes Jahr ein Umzug, an dem teilnehmen kann, wer kostümiert ist. Das Herbstende läutet das Erntedankfest, Thanksgiving, ein, was die Ruhe vor der stürmischen Weihnachtszeit ist.

® Stefanie von comfortzoneless

® Stefanie von „Comfortzoneless“

Jana vom Reiseblog „Zufussunterwegs

Mein kostbarster Herbstmoment ist es, Pilze zu suchen.

Als Kind war ich oft mit meinen Eltern im Thüringer Wald unterwegs. Eigentlich zu allen Jahreszeiten, aber auch sehr viel im Herbst. Herbst ist Pilzzeit! Von meinem Vater habe ich gelernt, die Pilze zu bestimmen und zu unterscheiden. Ich erinnere mich noch wie heute, dass ich immer, wenn wir einen Pilz gefunden haben, dessen drei besondere Merkmale erklären sollte. Bei Verwechslungsgefahr musste ich dann auch das giftige Gegenstück dazu benennen. Diese familiäre Pilzschule war eine Schule des Lebens, denn ich habe bis heute nichts davon vergessen – auch wenn ich heute leider viel seltener in den heimatlichen Wäldern unterwegs bin, um Pilze zu suchen. Für mich geht es wirklich um Pilze suchen, nicht Pilze sammeln. Der schönste Teil ist es, durch die herbstlich bunten Wälder zu streifen, abseits des Weges und durchs Unterholz, um Pilze aufzuspüren und zu finden. Gerne fotografiere ich die posierlichen Dinger mittlerweile auch, im schönen Licht oder wie sie sich tapfer und gegen alle Widerstände durch den Waldboden gekämpft haben. Wie das in der Natur oftmals so ist: die schönsten Exemplare sind oft auch die giftigsten. Am Ende meines Pilztages geniesse ich gebratene Pilze mit Speck, frischen Kräutern und einem Butterbrot! Das ist seit meinen Kindestagen so und hat sich ebenfalls bis heute nicht geändert.

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® Jana von „Zufussunterwegs“

Anna vom Reiseblog „Immer-unterwegs

Spaziergang am Maschsee

Mein liebster Herbstmoment ist ein Spaziergang entlang des Ostufers am Maschsee in Hannover, meinem zu Hause. Ich wohne nur ein paar Gehminuten vom Maschsee entfernt und gerade bei schöner Herbstsonne zieht es mich für einen Spaziergang dorthin. Die Lindenallee am Ostufer hat es mir besonders angetan, denn im Herbst ist sie wunderbar bunt. Durch die Blätter hindurch scheint helles, warmes Licht. Junge Eltern gehen mit Kinderwagen spazieren, Freunde treffen sich auf einen Kaffee am Café Vélo oder Pärchen gehen zusammen joggen oder Fahrrad fahren. Dieser Ort lässt mich ganz schnell die nasskalten, anderen Tage des Herbsts vergessen und ich genieße es schweigend neben meinem Freund zu spazieren und meine Seele baumeln lassen zu können.

® Anna von "immer-unterwegs.com"

® Anna von „Immer-unterwegs“

Kathrin vom Reiseblog „Travelinspired

Herbstidylle in Kroatiens Nationalparks

Buntes Laub, klare Luft und wunderschöne Seen: Kroatiens Nationalparks Plitvicer Seen und Krka sind im Herbst ganz besonders bezaubernd. Unser absolutes Highlight in diesem Herbst! Auf einem spontanen Kurztrip sind wir Mitte Oktober in Kroatien gelandet. Denn Split ist tatsächlich nur 2 Flugstunden von Hamburg entfernt. Also super zu erreichen. In den Nationalparks ist es entspannt leer und wir genießen den atemberaubenden Anblick von bunten Bäumen, die sich in den glasklaren Seen spiegeln. Die Wanderwege führen oft direkt am Wasser entlang. Eine wunderschöne Aussicht jagt die nächste. Tief atmen wir die kalte, klare Luft ein. Und bestaunen die vielen kleinen und großen Wasserfälle. Mal ehrlich, kann es etwas schöneres geben, als einen Herbstspaziergang durch die Natur?

Katrin von Travelinspired

® Kathrin von „Travelinspired“

Ich hoffe du hast ein paar Ideen gefunden, deinen Herbst bunt und voller Lebensfreude zu gestalten! Wenn du noch mehr Ideen und Anregungen für einen aktiven Herbst hast, dann her damit! Im Kommentarfeld oder als Nachricht an mich. Ich nehme Gedanken, Geschichten und Bilder gerne noch mit auf. Oder vielleicht sagst du mir auch einfach, wie du meinen Beitrag findest? Ich freu mich über deinen Kommentar hier!

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Reisegewinnspiele – So gewinnst du richtig!

Reisegewinne sind etwas Großartiges und ich bin schon mehrfach in den Genuss gekommen wahre Traumreisen gewonnen zu haben. Ich war 2x in Südafrika, zu einer Boat & Bike Reise in Kroatien und auf einem Road Trip durch Florida. Deshalb glaube ich, dass es durchaus Reisegewinnspiele gibt die funktionieren. Allerdings ist nicht jede Gratis-Reise ein Gewinn. Es gibt ein paar entscheidende Dinge, die du beachten solltst damit dein Reisegewinn nicht doch zur teuren Überraschung wird oder du nur zur Adressvermarktung ausgenutzt wirst. Worauf du achten solltest, um nicht Opfer der schwarzen Schafe in der Branche zu werden, verrate ich dir hier!

"Afrika ist mein Lebenstraum"

Heizdecke statt Urlaubsglück

Es muss dein Glückstag sein, du hast bei gar keinem Gewinnspiel teilgenommen und trotzdem hast du Post bekommen in der man dir mitteilt, dass du der Hauptgewinner bist und deine Reise schon bald starten kann. Anmerkung: Man habe leider niemanden vorgefunden und der Gewinn muß abgeholt werden. Wenn du nicht vorher schon gestutzt hast, dann tue es bitte jetzt. Niemand hat einfach so etwas zu verschenken, deshalb sollten hier deine Alarmglocken klingeln und erst Recht, wenn du den Gewinn irgendwo abholen mußt, denn wahrscheinlich wartet eine Verkaufsveranstaltung auf dich, in der du dann eine Heizdecke für deine Oma oder Timesharing-Ferienwohnungen angedreht bekommst. Solche Nachrichten gehören also direkt in den Müll! Im Ernst, sei wirklich vorsichtig im Ungang mit Gewinnspielen. Es gibt jede Menge trickreicher Betrüger. Sobald du aufgefordert wirst, irgendwas zu unterschreiben oder irgendeine Vorabzahlung zu leisten, dann kannst du davon ausgehen, dass man dich betrügt! Ich habe viel gewonnen in meinem Leben, unterschreiben musste ich nie etwas! Prüfe immer ganz genau das Unternehmen, den Gewinn und die damit verbundenen AGBs. Ein klassisches Beispiel, was dich aber nicht abschrecken soll an wirklich, fairen Auslosungen teilzunehmen!

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Die besseren Gewinnspiele

Wenn du dich entschließt dein Glück bei einer klassischen Ausschreibung zu versuchen, dann solltest du aber auch dort aufmerksam sein. Du solltest eine gewisse Grundskepsis, einen gesunden Menschenverstand an den Tag legen und vor allem aber auch die AGBs und Teilnahmebedingungen lesen. Bevor ich mich von einer Traumreise locken lasse, schaue ich mir also genauestens an, von wem kommt das Gewinnspiel.

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Adresse oder Image

Bei Gewinnspielen geht es Unternehmen natürlich neben ihrer Imagepflege auch um eure Daten. Diese werden später für Newsletteraussendungen oder ähnliches verwendet. Was ja völlig legitim ist, denn einen Nutzen will das Unternehmen ja auch haben, wenn es eine teure Reise verschenkt. Normalerweise geben vertrauenswürdige Unternehmen diese Daten auch nicht an Dritte weiter oder verkaufen diese. Anders sieht es aus, wenn Gewinnspiele von Marketingagenturen oder auch von Zeitungsverlagen selbst betrieben werden. Hier lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Dazu möchte ich dir ein Beispiel aufzeigen und dir peu a peu erklären, wo die Unterschiede sind.

Beispielhaft

Auf Facebook habe ich diesen Beitrag gefunden, der mich neugierig gemacht hat. Eine Traumreise ins warme Thailand im Gesamtwert von 2.500 EUR wird hier verlost. Das klingt ja schon mal großartig! Bildschirmfoto 2016-10-13 um 11.07.47

Also draufgeklickt und … Bildschirmfoto 2016-10-13 um 11.12.04…alle Unterseiten gecheckt. Alle Reisen auf dieser Seite haben keine Buchungsbutton, was für ein Unternehmen das mit Logo „Mein Traumurlaub“ wirbt, ungewöhnlich ist. Ich stutze und gehe weiter zu den AGBs.
Bildschirmfoto 2016-10-13 um 11.02.38Und auch hier kein Hinweis auf ein Touristikunternehmen, dafür aber die Website einer Medienagentur, die für ihre Kunden E-Mail Marketing betreibt. Ach guck!

Bildschirmfoto 2016-10-13 um 11.03.45Hier lohnt sich jetzt ein genauerer Blick in die AGBs des Gewinnspiels. Wer bekommt meine Daten? Wer darf mir Werbung senden oder mich ggf. auch anrufen?

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Ich möchte dem Unternehmen nicht unterstellen, diese Reise nicht zu verlosen! ABER wenn ich an so einem Gewinnspiel teilnehme, dann muss mir sofort klar sein, dass es hier zu einem hohen Maße um das Sammeln zielgruppenspezifischer Adressen geht. Natürlich kann man kann hier mitmachen, ohne Frage. Ich allerdings fahre eine andere Strategie und erspare mir Werbepost und Anrufe. Bei diesem Gewinnspiel würde ich meine Erlaubnis sogar für Telefonate geben und das möchte ich nicht. Hier muss allerdings jeder seine eigene Hemmschwelle festlegen und Chancen gegen Datenschutz abwegen.

Deshalb ein vergleichbares Reisegewinnspiel:

Wieder finde ich in meinem Facebook-Newsfeed eine Gewinnspielanzeige.

Bildschirmfoto 2016-10-13 um 12.58.11Diesmal kenne ich das Unternehmen. Ich weiß, dass es Reisen verkauft und ein vertrauensvoller Partner ist. Eine Grundskepsis ist natürlich trotzdem immer ratsam, also auch hier der Datenckeck. Das Impressum verrät, es handelt sich wirklich um TUI Cruise, das Reiseunternehmen:

Bildschirmfoto 2016-10-13 um 13.08.13Und aus den AGBs geht hervor, dass meine Daten nicht an Dritte weitergeben werden und nach Beendigung des Gewinnspiels gelöscht werden. Auch wird mich niemand anrufen und genau das ist es, worauf ich bei Gewinnspielen einen gesteigerten Wert lege.

Bildschirmfoto 2016-10-13 um 13.08.57Eine Auslosung also, die für mich vertrauenswürdig aussieht und bei der ich gerne teilnehme:
Tui

Sympathie wecken

Jetzt kommt es natürlich darauf an, ein wirklich sympatisches Bild von dir hochzuladen und einen netten Text zu schreiben, wenn das gefordert ist. Nur wer etwas kreativ wird, wird hier auch weiterkommen. Wer nur schreibt, ich will gewinnen, weil mich das Leben benachteiligt hat, wird selten gewinnen.

Bildschirmfoto 2016-10-13 um 15.04.53Deine Daten

Wichtig ist bei deinen personenbezogenen Daten noch, dass du am Besten nur das angiebst, was unbeding erforderlich ist. Meist ist das mit einem Sternchen gekennzeichnet. Alles Andere wird zwar abgefragt, aber das heißt noch lange nicht, dass du diese Daten auf dem Tablett liefern mußt. Auch bei den Zustimmungen zu Newslettern und Datenschutz solltest du genau lesen und den Haken wirklich nur bei den „Must haves“ setzen. Bei Facebookgewinnspielen müssen Apps oft Rechte eingerichtet werden, dass kann man machen, aber auch hier sollte man nur das nötigste an Datenübertragung erlauben. Mit Ablauf des Gewinnspiels empfehle ich, auch diese Apps wieder zu löschen und ihnen den Zugriff auf eure Daten zu verweigern.

Gewinnspieladresse

Leg dir für die Teilname eine extra E-Mailadresse an. Damit verhinderst du, dass dein normaler Account mit Newslettern und Werbung zugespammt wird. Mein Tipp für eine solche Mailadresse sieht so aus: Heißt du zum Beispiel Udo, dann nimm Udomaps@gmail.com. MAPS heißt rückwärtsgelesen SPAM und so weißt du immer gleich, dass dies deine Mailadresse ist, in die auch Spam einlaufen kann. Andererseits ist es für dein Gegenüber nicht gleich als Spam erkennbar.

Beachtenswert

Zu einem seriösen Gewinnspiel gehören auch die Teilnahmebedingungen. Hier sollte der genaue Ablauf und der Auslosungstermin des Gewinnspiels exakt beschrieben sein. Auch diese solltest du dir gründlich durchlesen. Erfüllst du alle Vorraussetzungen? Alter, Wohnsitz oder Staatsangehörigkeit? Passt der Reisertermin überhaupt für dich? Bist du damit einverstanden, dass über deinen Urlaub berichtet wird? Was wird bei der Reise alles geboten? Was mußt du eventuell selbst bezahlen? Gibt es versteckte Kosten? Alles Dinge über die du dir vorab Gedanken machen solltest. Und Finger weg, wenn sich irgendwas komisch liest und bei dir unbehagen weckt!

Alles bedacht und Lust bekommen

Nachdem du jetzt weißt, worauf du bei einem Gewinnspiel achten mußt, fragst du dich sicherlich, wo findet man solche Gewinnspiele? Mein Tipp, schau im Supermarkt auf die Produkte, denn da findest du große Unternehmen und oft auch passende Verlosungen. Außerdem kannst du bei Twitter unter dem Hashtag #Gewinnspiel suchen oder dich auf Facebookseiten von Unternehmen umschauen. Es gibt auch viele Gewinnspielseiten im Netz, aber hier sei bitte doppelt vorsichtig bei der Überprüfung der Anbieter. Wo sich viele Anbieter tummeln, sind auch mehr schwarze Schaafe zu finden.

 

Eurowings Gewinnbenachrichtigung

Viel Glück

Zu aller Vorsicht und Kreativität solltest du allerdings nie außer Acht lassen, dass auch Glück bei Gewinnspielen dazu zählt. Sei also nicht enttäuscht, wenn es nicht gleich auf Anhieb klappt, bleib dran und vor allem glaube auch daran, dass du alles Glück dieser Welt verdient hast!

#infoDeine erste Chance etwas zu gewinnen hast du jetzt hier! Ich verlose zwar keine ganze Reise, aber immerhin ein Reisetagebuch! Und was für eins. In Zusammenarbiet mit JourneyBooks gibt es ein wunderbares Afrika – Reisetagebuch zu gewinnen.

JourneyBook

Gerade als Blogger bin ich viel unterwegs und meist sind die Tage dann lang, die Wochen aufregend und kräftezährend. Oft fehlt mir unterwegs die Zeit alles gleich aufzuschreiben. Wieder Zuhause in Deutschland angekommen, weiß ich dann schon nicht mehr, wann ich wo war. So ging es mir auf unserer Peru-Reise. Bis jetzt ärgere ich mich, nicht mitgeschrieben zu haben, welche Stationen wir besucht haben. Was wir dort alles erlebt haben und welche Besonderheiten es gibt. Nach dieser Erfahrung hatte ich mir geschworen, dass passiert mir nicht mehr und war auf der Suche nach einem schönen Reisetagebuch, was mir hilft, bereits unterwegs alles zu notieren.

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Zwar hab ich immer das Netbook dabei, aber das klappt man halt zwischendrin nicht immer auf. Besonders nicht an Orten, wo Sicherheit eine Rolle spielt. Mit einem technischen Gerät wird man schnell zum Ziel von Dieben und Betrügern. Deshalb war ab jetzt für mich klar, ich brauche ein leichtes Büchlein, was unscheinbar aber trotzdem schön ist. Und voila ich bin fündig geworden. Die JourneyBooks haben wenig Gewicht, sind nicht zu auffällig aber dafür wunderbar und mit sehr viel Liebe gestaltet. Und weil mich genau diese Details im Inneren so überzeugt haben, möchte ich eine Afrika-Version an euch verlosen.

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Die Verlosung findet unter allen statt, die mir hier auf dieser Seite einen Kommentar hinterlassen. Ich wünsche mir eine kurze Nachricht und eine Begründung warum genau du das Journeybook gewinnen solltest. Also werde kreativ! Das Gewinnspiel endet am 30. November 2016 um 23:59 Uhr. Alle bis dahin abgegebenen Kommentare werden bei der Verlosung berücksichtigt. Zur Auslosung werde ich alle Namen auf Zettel schreiben, in einen Lostopf stecken und daraus den Gewinner ermitteln. Diese Auslosung werde ich via Live-Stream auf Facebook im Zeitraum 01.-06.12.2016 übertragen, damit sich jeder von der Fairness des Vorgangs überzeugen kann. Mitspielen kann, wer mindestens 18 Jahre ist und seinen Wohnsitz in Deutschland hat. Den genauen Verlosungstermin werde ich am 05.12.2016 bekanntgeben. Übrigens gibt es diese tollen Reisebücher nicht nur für Afrika!

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Also jetzt schnell einen Kommentar hier lassen und mit etwas Glück schon bald als Gewinner dastehen!

In diesem Sinne: #get up & win!

 

PS: Ich verdiene an der Kooperation mit JourneyBooks nichts. Ich mag die Bücher und habe dieses Exemplar kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen.

 

 

 

 

 

Rakotzbrücke Kromlau – Meine Tipps für märchenhafte Fotos

Um die Rakotzbrücke in Kromlau ist in den letzten Jahren ein regelrechter Hype ausgebrochen, dem auch ich mich nicht entziehen konnte. Wer aber hierher reist zum Fotografieren, der sollte ein paar Dinge beachten, damit aus einem durchschnittlichen Motiv auch ein märchenhaftes Foto wird!

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Wahrscheinlich war ich als Kind schon im Kromlauer Park, habe mich in Büschen oder hinter Bäumen versteckt, hier fange gespielt und dieses Bauwerk bestaunt, aber wirklich daran erinnern kann ich mich nicht. Erst jetzt, als die Brücke einen regelrechten Run erlebt, bin ich wieder auf sie aufmerksam geworden.

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Ich liebe es ja, mich auf Instagram zum Reisen verführen zu lassen. #Wanderlust #Fernweh #postcardfromtheworld eingeben und schon findet man die schönsten und inspirierendsten Plätzen auf diesem Planeten. Und eines Tages als ich mich mal wieder auf eine virtuelle Reise begab, war da plötzlich dieses magische Bild der Rakotzbrücke. Ich war fasziniert! Ein See gesäumt von herbstlichem Blätterwald, ein einzigartiges Vidadukt und dazu magisches Licht – eine Szenerie wie aus dem Märchenbuch. Ohne Zweifel hatte da auch noch in Photoshop nachgeholfen, aber die Poesie des Fotos wirkte magisch auf mich. Leider stand bei meinem ersten Kontakt keine Beschreibung zu dem Bild und auch die Hashtags ließen nicht vermuten, wo sich diese Brücke befindet. Ich vergaß das Bild wieder.

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Allerdings nicht für eine sehr lange Zeit. Denn inzwischen häuften sich die Bilder zur Rakotzbrücke auf Instagram. Ich war immer noch fasziniert von diesem Motiv und fing an die Hinweise zu sammeln, um diesem Bauwerk auf die Spur zu kommen. Als ich den entscheidenen Hinweis fand, mußte ich fast schon mit Entgeisterung feststellen, das ist ja hier bei uns! Kennst du das? Du siehst ein Motiv und hast sofort einen Ort im Kopf, wo sich dieses befinden könnte? Für mich war diese Brücke irgendwo in Irland angesiedelt. Jeder weiß, dass die Insulaner bekannt sind ihre Mythen, Sagen und Legenden und so kam mir gar nicht erst in den Sinn, die Brücke könnte in Deutschland sein.

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Nach diesem kurzen Schreck und der Erkenntnis, dass die Rakotzbrücke in der Lausitz ist, stand für mich fest, dass ich da unbedingt hin muss. Dieses Projekt mußte allerdings noch warten, denn als ich rausfand, dass die Brücke in Kromlau ist, lebte ich noch in Brasilien. Nach meiner Rückkehr vergingen allerdings keine 3 Wochen und ich stand mit meiner Kamera vor diesem Kunstwerk.

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Hier kam dann eine kleine Ernüchterung! Denn das was ich bei Instagram entdeckt hatte, war inszeniert und vom Profi nachbearbeitet. Dazu kam das Herbstlaub, die mystischen Nebelschwaden und das magisches Licht. Dieses Szenario bot sich mir hier erstmal nicht. Denn wer hier an einem normalen Tag herkommt, vielleicht noch mit Mittagssonne und meint, er findet gleich das perfekte Motiv, der wird schwer enttäuscht sein. Und wenn ich mir inzwischen anschaue, was man unter dem #Rakotzbrücke findet, dann bestätigt sich dieser Eindruck.

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Inzwischen pilgern nämlich Menschen aus der ganzen Welt zur Rakotzbrücke, machen Fotos und halten ihre Erinnerung fest. Nicht jeder von ihnen ist ein Fotograf oder gar ein Photoshop-Profi und kann diese Magie, den Moment oder das morgendliche Schauspiel genauso einfangen wie sie. Mir ging es ja nicht anders. Man braucht schon das perfekte Licht, diese besondere Stimmung, einen ruhigen See und mit viel Glück noch aufsteigende Feuchtigkeit. So sind inzwischen unter dem Hashtag mehr durchschnittliche Fotos zu finden, als diese ganz magischen Inszenierungen. Also worauf kommt es an, wenn man tolle Fotos möchte?

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Landschaftsfotografie

Ein klassisches Landschaftsfoto sollte in erster Linie den Charakter, also den einzigartigen Zauber eines Ortes einfangen. Als besonders gelungen gilt dies, wenn es der Fotograf schafft, die Kulisse auch noch mit besonderem Licht, Wolken oder Nebel cherakterstark in Szene zu setzen. Und gerade hier an der Rakotzbrücke hat man in besonderer Weise die Chance dazu. Aber wie überall in der Natur gibt es neben fotografischem Geschick noch die Faktoren Wetter, Vegetation, Jahreszeit und Tageszeit die über ein gelungenes Foto entscheiden. Die richtige Vorbereitung ist daher gefragt und hier kann ich dir weiterhelfen!

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Was du wissen solltest bevor du gehst

Viele Fotografen haben es verstanden, hier diesen besonderen Zauber zu erschaffen, weil sie Profis sind und sich auch in Fotoretusche hervorragend auskennen. Dir sollte also erstmal klar sein, dass die Kulisse nicht so überwältigend ist, wie du sie aus dem Netz kennst. Sondern eben eine ganz normale Landschaft mit einem erstaunlichen Bauwerk, was erst richtig in Szene gesetzt dieses traumhafte Motiv ergibt.

Also sollte die erste Frage sein: Wie soll mein Foto aussehen? Möchte ich das herbstliche Szenario mit Blätterlaub und Nebel? Oder doch die Winterstimmung und die klirrende Kälte einfangen? Der Zeitpunkt für deine Reise sollte also entsprechend gewählt werden.

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Meine Erfahrung

Ich war inzwischem Ende des Winters, im Frühjahr, Sommer und auch im beginnenden Herbst da. Für den Herbst war ich allerdings zu früh da. Während es in München schon reichlich viel Herbstlaub gab, war in der Lausitz noch nicht viel davon zu sehen. Auch so etwas sollte man bedenken, wenn man einen Fototrip in diese Region plant. Gleiches gilt für das Frühjahr! Die Region liegt sehr östlich und ergrünt daher in der Regel 6-8 Wochen später als zum Beispiel das sonnenverwöhnte Breisgau.

Mein Tipp: Nimm dir am Besten mehr als einen Tag Zeit, um hier zu fotografieren. Ich empfehle 3 Tage/ 2 Nächte, denn so kannst du vorab schon den besten Spot für dein spezielles Foto finden, denn die Brücke funktioniert nicht nur aus einer Richtung oder zwei Positionen.

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Der beste Tag

Wenn du deinen Fotospot nicht mit der Masse an Fotografen teilen willst, dann plane gut! Komme dann zum Beispiel nicht an Pfingsten, denn dann empfängt der angeschlossene Park rund 35.000 Gäste zum Park- und Blütenfest. Am Wochenende ist mit einem erhöhten Aufkommen von Ausflüglern zu rechnen außerdem gibt es hier auch oft Hochzeitsshootings und diese brauchen bekanntlich Raum und Zeit. Meiner Erfahrung nach ist es unter der Woche am Ruhigsten. Wenn es das Wochenende sein muss, dann hat man am frühen Morgen noch die besten Chancen ungestört zu sein.

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Die beste Zeit

Reise so an, dass du mit dem aufsteigenden Nebel am Morgen und dem warmen Licht am Abend experimentieren kannst. Wenig magisch ist es allerdings, wenn die Sonne den höchsten Stand am Mittag hat.

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Der Wasserstand

Wichtig finde ich auch den Wasserstand. Als ich am Ende des Winters das erste Mal da war, hatte der kleine See ziemlich wenig Wasser. Und dazu auch noch ein sehr schlammiges und unansehnliches Ufer. Hingegegen er bei meinem letzten Besuch zu Anfang September fast übervoll war. Vermutet hatte ich eigentlich, dass er gerade am Ende des Sommers recht ausgetrocknet sein würde. Die schönere Optik hat der See, wenn er gut gefüllt ist. Zudem watet man dann auch als Fotograf nicht im Schlamm rum. Am Besten findet man raus, wie der Wasserstand ist, wenn man die täglich upgeloadeten Bilder auf Instagram beobachtet.

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Das Besondere an der Rakotzbrücke

Die Rakotzbrücke ist so konzipiert, dass sie sich im See spiegelt und der Bogen im Wasser einen perfekten Kreis bildet. Und egal von welcher Seite man sie dann betrachtet, man findet diese einzigartige Silhouette aus jedem Blickwinkel. Genau diese bauliche Meisterleistung macht dieses Kunstwerk so besonders.

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Spiegelung

Ein weiterer wichtiger Faktor für das perfekte Foto ist neben der Jahreszeit, dem Sonnenstand und dem Timing auch der Wind! Dieser perfekte Kreis bildet sich nämlich nur, wenn es absolut windstill ist. Sobald ein kleines Lüftchen geht, entstehen Wellen und zerstören die Reflektion im Wasser. Also sollte für das perfekte Foto auch ein idealer Tag gefunden werden. Im besten Fall mit absoluter Windstille. Auch hier ist wieder Zeit ein wichtiger Faktor. Wenn man sich diese nimmt, kann man auch an einem Tag mit Lüftchen, diesen einen Moment finden, an dem der See ruhig liegt und diese Kontur preisgibt. Achtung, auch viel Blütenstaub kann sich auf die Spiegelung im Wasser auswirken!

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Das Verbotene

Wichtig ist auch zu wissen, dass dieses Bauwerk ein Kunstwerk ist und keine Brücke die für die Benutzung angedacht war oder ist. Sie wurde rein als Artefakt aus in Form gebrachten Basaltsäulen errichtet. Und sollte das Highlight des Mitte des 19.Jahrhunderts entstandenen Kromlauer Parks sein. Die Rakotzbrücke ist also tabu zum Betreten, Befahren oder zum auf ihr Fotografieren. Und um es noch mal ganz deutschlich zu sagen: Es ist streng verboten, die denkmalgeschützte Rakotzbrücke zu betreten.

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Mit dem Hype der jetzt entstanden ist, mehren sich auch die Aufnahmen von Fotografen, die mehr als respektlos damit umgehen. Für die Selbstdarstellung wird dann auch in Kauf genommen, dieses Bauwerk zu zerstören. Lustig wird darauf rumgesprungen, geturnt oder die Brücke wird sogar mit dem Rad befahren. Trotz unzähliger Verbotsschilder und Warnungen. Ob das Bauwerk irgendwann in sich zusammenbricht, ob Menschen dort wegen des fehlenden Geländers verunglücken könnten – alles scheißegal. Diese Einstellung finde ich extrem armselig.

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Respekt

Stellt dir vor, du hast ein Kunstwerk erschaffen und andere mißbrauchen es, wie würdest du dich dabei fühlen? Sicherlich nicht gut. Besonders wenn deine Meisterleistung auch noch dabei Schaden nimmt. Eine springende Person kann man auch im Nachgang noch reinretuschieren, warum also auf der Leistung Anderer so entwürdigend rumtrampeln?

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Strafen

Die Gemeindeverwaltung von Gablenz (so heißt der Gemeindeverband, nicht der Ort) prüft derzeit die Brücke anders abzusichern und härter gegen Verstöße vorzugehen. Ich appelliere an den respektvollen Umgang jedes Einzelnen mit diesem Bauwerk. Und hoffe, dass so diese einmalige Brücke noch lange erhalten bleibt, nicht beschädigt wird und es keine schlimmen Unfälle gibt. Denn eine Rakotzbrücke mit dicker Mauer oder gar Stacheldrahtzaun als Absicherung, möchte ich mir nicht vorstellen.

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Foto-Ausrüstung

Jeder macht nur so gut Fotos, wie er seine Kamera beherrscht, ein Auge für die Bildgestaltung und einen Sinn für die Kreation hat – auch mit einer Miniknibse oder vom Handy aus. Deshalb lass dir von Niemandem einreden, du brauchst unbedingt die oder jene teure Kamera. Ich kenne genügend Leute mit bester Ausrüstung und trotzdem inspirieren die Fotos niemanden. Wenn du fotografieren mit dem Handy, Opas Oldscoolkamera oder deiner Miniknibse voll drauf hast, dann los!

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Ich würde dir jedoch zu einem Stativ und einem Verlaufsfilter raten, so dass deine Kamera zuläßt. Du kannst deine Kamera mit dem Stativ fixieren für verwacklungsfreie Fotos oder den Selbstauslöser nutzen, um von dir Fotos zu schießen. Mit einem Verlaufsfilter können zu hohe Kontraste, die den Dichteumfang des Sensors überschreiten, durch Abdunkelung der hellen Stellen korrigiert werden. Sprich, wenn der Himmel zu hell ist und der Rest zu dunkel rauskäme, kannst du das mit diesem Filter auffangen.

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Nachbearbeitung

Du hast ein tolles Foto geschossen, aber Feinheiten müßten noch nachbearbeitet werden? Es gibt eine Menge Bildbearbeitungsprogramme und Tutorials dazu auf YouTube. Falls du dir selbst eine Retusche nicht zutraust, dann lass doch das Bild von einem Profi bearbeiten. Retuschen übernehmen Grafikbüros, manchmal auch Druckereien oder frag einfach mal im Freundeskreis nach.

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Kleidung

Da die Brücke im Wald liegt, kann es hier noch recht frisch sein, während es sich in der Umgebung schon wohlig warm anfühlt. Je nachdem wie der Wasserstand ist und du dich am See positionieren willst, würde ich zu Gummistiefeln raten. Weil es doch einige Stellen gibt, die im matschigen Morast liegen.

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Sonstige Ausrüstung

Da es im Park keine Verpflegungsstände gibt, empfiehlt es sich, selbst etwas mitzubringen. In den Sommermonaten denkt an Mückenschutz.

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Öffnungzeiten, Eintritt & Sonstiges

Der Park in dem sich die Brücke befindet kostet keinen Eintritt und ist (bisher) auch nicht eingezäumt und entsprechend immer geöffnet.

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Barrierefreiheit

Die Wege im Park sind nicht geteert oder gepflastert. Nach meiner Erfahrung aber für Rollstuhlfahrer und Kinderwägen machbar. Rund um den See gibt es zwar viele Wurzeln, aber auch als Rollstuhlfahrer kommt man bis ans Ufer und den bekannten Fotospot.

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Hunde

Es gibt keine Einschränkung für das Mitbringen von Hunden.

Anfahrt & Parken

Die Rakotzbrücke findet man am Ortsrand von Kromlau in der Gemeinde Gablenz. Gablenz ist ein Ortsverband. Wer nach Ortsschildern fährt, sollte nach der Beschilderung „Kromlau“ suchen. Alles Andere wäre eine Irrfahrt.

An der Halbendorfer Straße, direkt vorm Ortseingang Kromlau (von Bad Muskau kommend) gibt es einen großen Parkplatz der genutzt werden kann. Fahrt ganz bis nach hinten an den Waldrand und lauft von dort über den Trampelpfad auf die andere Straßenseite in den Park. Ab da ist die Brücke beschildert und ihr seid in weniger als 2 min. da. Die Parkgebühren belaufen sich auf ca. 2 EUR für zwei Stunden, was völlig fair ist, weil der Park ja nichts kostet.

 

Übernachtung

Unterkünfte findet man überall in der Umgebung. Ich würde allerdings dazu raten, sich ein Gästezimmer in Bad Muskau zu nehmen, da dort ein wenig mehr geboten ist.

Wer Camping bevorzugt wird direkt in Kromlau fündig. Aber auch hier bietet das Umland noch einge interessante Plätze.

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Geschichte des Parks

Ich habe den großen geschichtlichen Abriss des Parks hier mal ausgeklammert, da sich mein Ansatz rein um die Fotografie der Brücke dreht.
Nutzt hier bitte eine Suchmaschine für weitergehende Informationen.

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Pro-Tipp

Der Park in Kromlau ist besonders im Mai zur Rhododendren- und Azaleenblüte eine Augenweide, allerdings sind dann auch mehr Touristen unterwegs und man wartet unter Umständen länger auf die Gelegenheit sein Foto schießen zu können.

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Rückfragen

Du hast noch weiterführende Fragen zum Park, der Brücke oder Unterkünften?
Der Ort hat eine Tourismusbetreuung. Diese ist wie folgt erreichbar:

Tel.: +49 3576 222828
E-Mail: info [at] kromlau-online.de
Internet: www.kromlau-online.de

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Umgebung

Wenn ihr schon in der Oberlausitz seid, dann empfehle ich euch einen Abstecher zum Schloß in Bad Muskau. Einen Städtetrip ins wunderbare Görlitz und wer es sportlich mag, sollte zum Bärwalder See zum Radeln, Inlinern, Schwimmen oder Kiten fahren.

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Persönliches

Ich erhebe nicht den Anspruch, dass meine Bilder hier in diesem Blogpost perfekt sind! Ganz im Gegenteil. Ich wollte euch die natürliche Umgebung der Brücke zeigen (siehe auch mein Flickr-Album). Andere Perspektiven, Blickwinkel, den Park und alles, was drumherum noch dazu gehört. Mein Anliegen ist es bestmöglich abzubilden, wie es hier wirklich aussieht, ohne großartige Inszenierung. Ich hoffe das ist mir gelungen und auch, dir mit diesem Blogpost nützliche Tipps zu geben! Lass mir gerne dazu einen Kommentar hier! Danke.

Afrika Burn – Was geht beim verrücktesten Festival Afrikas?

Afrika Burn – ist das abgefahrendste Festival unter der Sonne Afrikas und wird am liebsten mit „mind blowing“ beschrieben. Denn es gibt kaum etwas Vergleichbares auf diesem Planeten und es wird dich für immer verändern!

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Zwar wird es gerne als kleiner, afrikanischer Ableger von Burning Man beschrieben, diesem Vergleich wird Afrika Burn aber nicht gerecht. Nicht weil es es nicht könnte! Weil es nicht will! Es hat einen Vergleich gar nicht nötig, weil es um Community und nicht Competition geht! Es ist keine Party zu der man feiern geht und sich danach wortlos verabschiedet.

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Ende April, Anfang Mai rollt die Karawande der Festivaljünger in den Tankwa Karoo NP, der nur wenige Stunden nördöstlich von Kapstadt (Südafrika) entfernt liegt. Ein eigentlich lebensfeindlicher Ort, der wenig bietet und einem mit seinen harrschen Bedingungen auch einiges abverlangt.

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Fast einer Fata Morgana kommt es dann gleich, wenn sich hier eine Zeltstadt mit Kunstpark in den unendlichen Weiten des Nichts bildet.

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Wenn plötzlich Skulpturen in den Himmel ragen, Phantasiekreationen lebendig werden und künstlerische Statements nachts in Flammen aufgehen.

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Die ausgedörrte Savanne erwacht in dieser Zeit zum Leben, wenn zehntausend Menschen in opulenten Kostümen, mit verrückten Mad Max Fahrzeugen, auf bunt geschmücken Fahrrädern oder zu Fuß hier das Regiment übernehmen.

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Wie ein riesiger Zirkus mit farbenfrohen Zelten und aberwitziger Dekoration wirkt „Tankwa Town“ dann. Und alles was auf diesem Rummelplatz dann passiert, geht von den Menschen aus, die ihn bevölkern.

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Ihre Kreativität, ihr Selbstausdruck, ihr künstlerisches Schaffen, ihr Miteinander und ihre Gesten. Hier wird nicht nur konsumiert, hier wird ausgetauscht, auf Höflichkeit Wert gelegt, tolleriert und akzeptiert.

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Das ist der Spirit den Afrika Burn allen voraus hat. Es ist ein Gemeinschaftsprojekt, eine Non-Profit-Organisation und eben keine Bespaßungsparty ohne Interaktion. Man ist selbst das, was hier passiert. Und es passiert Einiges!

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Fahrzeuge in Form einer Schnecke, einer Fledermaus oder eines Nashorns rattern an einem vorbei. Eine fahrende Discokugel, ein Regenbogen auf Rädern, ein Alien-Bus oder ein rostiger Dinosaurier. Alles was man hier findet wurde von den Teilnehmern geschaffen und in diese Einöde verfrachtet, um dieses Event einmalig werden zu lassen.

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Ein Heimkino aufgebaut, eine DJ-Anlage installiert, eine Yoga-Schule eröffnet oder eine Bar zum laufen gebracht. Hier erschafft man sich seine Träume oder ist, wer man schon immer mal sein wollte. Ohne soziale Zwänge, ohne politische Vorgaben, ohne den ganzen Kommerzscheiß. Alles lebt einzig vom Geben und Nehmen. Und das Beste ist, es funktioniert.

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Man fühlt sich angenommen, man genießt die wahre Freiheit, spürt endlich wieder worum es wirklich im Leben geht und genau das macht Afrika Burn so besonders, dass es jeden der sich darauf einlässt für immer verändern wird!

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Was spielt sich ab bei Afrika Burn?

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Die Kunstinstallationen

Riesige Körper die aus dem Sand ragen, für die ihre Macher tausende von Kilometern Anreise mit schweren LKWs auf sich genommen haben. Die bereits Wochen vor dem Festival hier waren und sie in sengender Sonne und in Handarbeit erschaffen haben.

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Die Teilnahme

Hier erwartet man, dass sich jeder ins Festival einbringt. Sei es künstlerisch, musikalisch oder auf die Art und Weise wie man sich kleidet.

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Die nächtlichen Feuer

Wenn die Kälte der Nacht in die Zeltstadt kriecht, zieht es die Menschen wie seit Jahrhunderten zu wärmenden Feuern. Kunstwerke werden dann in Flammen gesetzt und ihr Niedergang wird zelebriert. Weil ihre Kraft nicht verloren ist, sondern die Herzen der Gemeinde wärmt.

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Erfahrung Natur

Er ist ein erbarmungsloses Stück Erde zu dem man sich begiebt. Man kann es schon eine Survivalerfahrung nennen, hier den menschenfeindlichen Bedingungen voll ausgesetzt zu sein. Tagsüber brennt die Sonne gnadenlos, am Abend peitscht einem der Sandsturm ins Gesicht und nachts läßt die Eiseskälte den Atem zu Rauch werden. Man wird schwitzen und nach Luft jächzen und nur Stunden später bitterlich frieren. An einem wird der Sand kleben, die Frisur wird zerfallen und man wird sich selbst nicht mehr riechen können. Aber das alles wird egal sein, weil du da bist.

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Campinggemeinschaft

Campen ist nicht jedermanns Ding, aber wie sehr sind Tolleranz, Rücksichtnahme & Miteinander gefragt, wenn an die 10.000 Menschen nebeneinander campieren? Hier lernst du es! Und auch wieder, dass man von der Gemeinschaft profitieren kann, wenn man auch selbst bereit ist, etwas zu geben.

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Musik

Nachts ist Afrika Burn dann doch wieder ein riesiges Musikfestival, mit unzähligen DJ-Bühnen, Tanzflächen und Zelten in denen ausgiebig gefeiert wird. Von feinster Housemusik bis zu handgemachten Gitarrensound. Erst mit aufgehender Sonne zieht es die meisten in ihre Zelte um etwas Schlaf zu erhaschen. Da aber gehen die Frühaufsteher tanzen…

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Mutantenfahrzeug

Mach aus deinem Fahrrad ein Kunstobjekt, aus deiner Rostlaube eine coole Mad Max Karre oder bau den Schulbus zum DJ Pult um. Es gibt keinen TÜV, keine Straßen und keine Richtung die dir vorgegeben wird und deine Kreativität einengt. Nimm Menschen mit, lass sie aufspringen, lerne sie kennen und entlass sie wieder in die Freiheit. Alles ist deine freie Entscheidung!

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Organisation

Wenn du nicht verhungern willst, dann solltest du hier gut selbstorganisiert sein. Wieviel Liter Wasser braucht ein Mensch am Tag zum Trinken, Kochen, Waschen oder Duschen? Reicht der Sprit, werde ich ein oder zwei Ersatzreifen brauchen? Habe ich genügend Holzkohle dabei? Ich erinnere dich, es gibt nichts, aber auch gar nichts zu kaufen, in den nächsten hundert Kilometern.

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Offline

Handyempfang, WLan, mobiles Internet, Navigation? Ach vergiss es! Nichts davon wirst du hier finden. Komm klar damit eine Woche nicht erreichbar zu sein, dich an Verabredungen zu halten, über eine Karte den Anfahrtsweg zu finden und auch einfach mal mit den Leuten zu reden.

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Respekt

Vertrauen & Respekt – auch darum geht es bei Afrika Burn. Lass den Menschen wie er ist und sein will. Bewundere die Vielfahlt und erfreue dich an ihr, anstatt zu kategorisieren und zu kritisieren. Mach dich einfach mal locker und lös dich von altem Kastendenken. Jeder Mensch hat den gleichen Wert.

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Sternenhimmel

Wer den afrikanischen Sternenhimmel noch nie erleben durfte, wird sich nach dieser Erfahrung hier fragen, ob wir alle überhaupt unter dem gleichen Kosmos leben. So spektakulär, so sehenswert und so bezaubernd ist der Nachthimmel über Afrika Burn. Ihn still am Rand zu erleben, gehört auch zu einer der Erfahrungen, die man hier gemacht haben muss.

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Bevor du gehst:

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Tickets:

Folge der Facebookseite von Afrika Burn, um dich über alle Entwicklungen zu informieren. Lege dir eine Burner Bio auf www.afrikaburn.com an und bewirb dich um die Tickets. Sei nicht enttäuscht, wenn es nicht im ersten Anlauf klappt. Hoffe auf die Warteliste oder eine neue Chance. Es gibt keinen Schwarzmarkt vor Ort. Die Tickets müssen offiziell überschrieben werden.

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Anreise:

Der nächstgelegene Flughafen ist Kapstadt. Buch dein Fahrzeug rechtzeitig, da Campingfahrzeuge in der Zeit rar sind. Nimm dir zwei Erstatzreifen mit, denn wenigstens einen Platten hat auf der Strecke jeder. Versichere Glas, Unterboden und Reifen ordentlich, du wirst es brauchen. Fahr rechtzeitig los! Ein Großteil der Strecke ist Schotterpiste und eine angepaßte Fahrweise ist essentiell, um nicht auf dem Dach liegenzubleiben. Der Sand läßt dich schlimmer driften als Schnee es tut.

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Überleben:

Bring alles mit, was du zum Überleben in der Halbwüste brauchen wirst. Mindestens 6 Liter Wasser sind angemessen pro Tag. Mach dir eine Packliste und informier dich über die offizielle Seite was alles empfohlen wird. Bedenke auch, dass es keine medizinische Einrichtung gibt und du dich unter Umständen auch mit Medikamenten und Verbandszeug selbst versorgen mußt.

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Gemeinschaftswert:

Mach dir Monate vor dem Festival Gedanken, welchen Beitrag du leisten willst. Es ist keine Party! Man kauft auch sein Kostüm nicht. Bereite dich drauf vor, so wie andere es auch für dich tun.

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Kleidung:

Es ist heiß, es ist kalt. Trag nichts, trag alles!

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Volunteer:

Auch Afrika Burn kommt nicht ohne Helfer aus. Informiere dich über die Homepage, wie du dich noch stärker einbringen kannst.

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Presse & Foto:

Du willst als Fotograf, Vlogger oder Reporter zu Afrika Burn? Dann akkreditiere dich, ansonsten ist eine Vermarktung der Bilder und Geschichten nicht erlaubt!

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Regeln:

Halt dich an den Geist des Miteinanders und vorallem hinterlasse keinen Müll!

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Das Wichtigste:

Vergiß deinen ganz eigenen Spirit nicht!

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Ich hoffe mein Beitrag hat Lust gemacht auf dieses einzigartige Festival! Hast du noch Fragen, die ich dir beantworten kann? Dann schreib mir im Kommentarfeld oder über die Kontaktseite.

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Heiß auf Afrika Burn? Dann lies gleich im LINK weiter wie ich es erlebt habe! Inklusive Videomaterial!!!

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In diesem Sinne: #Get up & keep the spirit alive!

#infoWenn du dich für alle meine Fotos interessierst, dann schaue gerne auf meiner FLICKR Seite vorbei und lass dich mitnehmen in eine verrückte Welt!
Sollte dir mein Artikel gefallen haben, dann teile ihn gerne mit deinen Freunden oder lass mir noch einen Kommentar hier! Vielen lieben Dank.

Mein Afrika Burn – crazy, mad, funky, mind-blowing!

Ein Festival für das es kaum Worte gibt, weil es so überwältigend ist, dass es alles sprengt, was ich bis dato erlebt hatte! Hier erzähle ich dir meine Geschichte von Afrika Burn und warum es meine Welt verändert hat!

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Wenn ich an Afrika Burn zurück denke, dann immer mit einem Lächeln im Gesicht. Denn diese Gedanken nehmen mich mit zurück in eine Zeit voller Verrücktheiten, voller Sonnenschein im Herzen und gelebter Glückseligkeit.

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Sie tragen mich zurück zu lebensfrohen Menschen, zu Miteinander, zu Geben und Nehmen. Aber auch zu erstaunlichen Kostümen, zu Maskierungen, abgefahrenen Fahrzeugen und opulenten Gestalten. In meinem Geiste erwachen die Bilder und Momente aus Kunst, Performance und Musik. Mit brennenden Dinosauriern in dunkelster Nacht und tiefer Ehrfurcht vor dem Augenblick.

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Einem Augenblick den ich gerne für den Rest meines Lebens gehalten hätte, weil er so viel mehr von dem hatte, nach dem wir uns alle sehnen. Nach einem friedlichen Ort, der ohne Geld auskommt und wo es einem trotzdem an nichts fehlt.

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An dem es nur Freude und schöne Momente gibt und die Leichtigkeit den Tag bestimmt. An dem wir in erster Linie Mensch sind, uns verwirklichen und ausleben können. Hier ist es egal, welchen Status du hast, ob deine Haare gemacht sind oder du gerade im Schlafanzug durch die Halbwüste läufst. Man akzeptiert dich, genau so wie du bist.

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Das alles und noch viel mehr verbinde ich mit Afrika Burn, aber lass mich dich mit zurück ins Jahr 2013 nehmen und dir die ganze Story erzählen.

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Zu der Zeit habe ich schon fast 1,5 Jahre in Kapstadt gelebt und meine Freundin July hatte mir von einem Festival erzählt, was ich lieben würde. Irgendwie sollte es um Kunst, Kostüme, Musik und Performance gehen. Ganz bunt und voller unglaublicher Motive. Einen Klick bei Google Bilder und ich war Feuer & Flamme und meldete mich als Fotografin für Afrika Burn an. So richtig wußte ich damals gar nicht, worum es gehen sollte, aber ich liebte die Motive und wollte unbedingt dabei sein.

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Als es Anfang Mai dann endlich soweit war und ich mich intensiver mit der Vorbereitung beschäftigte, verging mir erst mal gründlich die Lust. Wie, da gibt es nur Toiletten und sonst rein gar nichts? Mir war ja klar, dass ich campen müsste, nicht aber, dass es keine Duschen oder Verpflegungsstände gibt. Das man alles, was man dort braucht, auch selbst mitnehmen muss. Jeder der mich kennt weiß, dass ich nicht mal ungeduscht die Post rein hole. Wie sollte ich da 6 Tage ohne Schauer in der Halbwüste aushalten?

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Der Unmut packte mich und ich war kurz davor mir dieses Event zu schenken. Nur dem Umstand, dass das South African Largest Telescope (SALT) in der Nähe ist, habe ich es wohl zu verdanken, dass ich doch noch gefahren bin. Sternegucken vom größten Teleskop im südlichen Afrika passte wunderbar zu mir und es ergänzte hervorragend meinen Festival-Trip. 

Ich lieh mir also den kompletten Campingkram bei meinen Freunden aus, mietete mir ein Auto und versuchte den ganzen Krempel in den Kleinwagen zu packen.

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Unzählige Wasserkanister, einen extra Benzinvorrat, dutzende Fertiggerichte, sowie Sommer und Winterkleidung sollten mich begleiten. In der kleinen Karoo, in der das Festival stattfindet, sind die Temperaturunterschiede nämlich extrem. Das Gebiet ist eine Halbwüste und somit ist es tagsüber brennend heiß und nachts kratzt die Skala an der Nullgradgrenze.

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Ich schaute mir grob die Route auf Google Maps an und besuchte zuerst mal in Ruhe SALT in Sutherland. Einer Kleinstadt etwa 4 Stunden in nordöstlicher Richtung von Kapstadt entfernt. Dann sollte mich mein Weg quer durch den Nationalpark zu Afrika Burn führen. So mein kleiner, naiver Plan. Denn allein die Anreise gestaltete sich zum Wagnis. Stell dir vor, lütte blonde Frau mit Kleinwagen, ohne Handyempfang und ohne jede Idee wie man einen platten Reifen wechselt, düst alleine durch das wilde Südafrika. Der Alptraum jeder besorgten Mutter!

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Unbestritten eine völlig bescheuerte Idee, solo und ohne jede Navigation quer durch den Tankwa Karoo Nationalpark zu fahren. Denn erst unterwegs habe ich festgestellt, dass die Routenführung hier nicht funktioniert, die Straßen einem Einiges abverlangen und ich bei einer Panne hoffnungslos aufgeschmissen wäre. So irrte ich über viele Stunden völlig orientierungslos durch die Gegend. Sah mich mit Schotterpisten die im Nichts endeten konfrontiert, kam ins Schlingern auf staubigem Untergrund, wich Wildtieren aus und vermied es nun knapp, dass mein Auto wegen Überhitzung liegenblieb.

Nur den Staubwolken am Ende des Horizonts habe ich es letztlich zu verdanken, dass ich den Weg zu Afrika Burn noch gefunden habe. Sie markierten, dass sich dort etwas abspielte und in dieser gottverlassenen Gegend konnten das nur andere Festivaljünger sein. Ich sollte Recht behalten. 
Im Abstand von 300 m und mit enormer Staubwolke zog die Karawane ihren Weg in Richtung Gate und ich gliederte mich ein.

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Durchgeschwitzt, staubig und völlig genervt von der fast schon verzweifelten Suche in der Wüste ein Staubkorn aka „Afrika Burn“ zu finden kam ich letztlich doch an. Aus den angepeilten zwei Stunden Anfahrt sind 8 Stunden geworden und zu aller Anstrengung hatte ich mir einen Platten gefahren und war kurz davor heulend einzuknicken. Aber es wäre nicht Südafrika, wenn sich nicht sofort Helfer angeboten hätten, die mir den Reifen wechselten.

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Die Situation war gerettet und ich nun endlich da. Eigentlich wollte ich nur noch ein paar Bekannte finden, mein Zelt aufbauen und schlafen. Aber wie zur Hölle findet man eine handvoll Leute in einer Masse von 6.500 Menschen, die wirr auf einem Campingplatz herumschwirren? Ohne Handynetz wohl gemerkt! Und ganz besonders an einem Tag, an dem man eh schon ein dünnes Fell hat?

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Ich war reichlich angekratzt, aber irgendwie fand ich dann doch meine Leute, baute mein Zelt auf, richtete mich ein und bestaunte nun erst mal die anderen „Burner“. Die waren irgendwie viel besser aufgestellt als ich. Camping-Equipment wie die Pro´s, High-Tec-Grills, Solarzellen und vor allem mit mobiler Dusche.

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Rasch wurde es dunkel und unser Nachbar warf sein Heimkino an. Ich staunte nicht schlecht: Eine mittelgroße Leinwand, ein Beamer, ein Zeltdacht mit Lichterkette und stylische Sitzsäcke waren der Rahmen für seine eigene kleine Vorführung. Er präsentierte ein selbstgeschnittenes Video von Afrika Burn aus dem letzten Jahr und dazu einen Sound, der sich für immer in mein Gedächtnis einbrennen sollte!

One Day / Reckoning Song (Wankelmut remix) von Asaf Avidan & The Mojos mit diesen Lyrics:

One day baby, we’ll be old
Oh baby, we’ll be old
And think of all the stories that we could have told

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Ab diesem Moment hatte mich Afrika Burn. Ab da war aller Frust der Anreise vergessen, war es egal, dass ich im Zelt nächtigte und wohl für 4 Tage ohne Dusche auskommen musste. Ich hatte Feuer gefangen und das brannte nur danach angeheizt zu werden. Ich wollte in diesem Jahr auch Teil dieser einzigartigen Community zu werden.

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Und erst jetzt in diesem Moment verstand ich, worum es bei Afrika Burn geht!

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Wer hierher kommt mit ein paar Dosenbier und coolen Sprüchen um fett Party zu machen, ist definitiv fehl am Platz und wird die Nase schnell im Dreck haben. Und auch die typischen Selfiejünger sind hier verpönt. Für viele Teilnehmer sind die Tage bei Afrika Burn eine lebensverändernde Erfahrung und eben keine Feier, die man mit Kater und ein paar Absturzbildern wieder verläßt.

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Afrika Burn ist ein Community-Projekt. Eine Art riesige Hippiegemeinde und alles was hier passiert, geschieht einzig durch die Menschen die teilnehmen.

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Es gibt einfach nicht das, was wir von anderen Festivals kennen. Keine gesponsorte Bühne, kein überteuerter Star, kein Moderator, keine Freß-Stände und keine Abzocker-Getränkebude – nichts dergleichen! Und genau das hebt Afrika Burn von allen anderen Festivals ab.

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Du bist Afrika Burn und gestaltest alles was hier stattfindet!

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Man selbst ist der Kino-Besitzer, hat die Turntables unter sich, jongliert mit Feuer, singt, tanzt oder gestaltet Kunst. Alles ist ein Geben und Nehmen.

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Der DJ dessen Set mich letzte Nacht hat durchtanzen lassen, sitzt nachher bei mir und läßt sich in meiner Wellness-Oase seine Verspannungen wegmassieren.

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Ich bin Zauberfee und entertaine die Kinder, deren Mütter mir später die Cocktails in ihrer Bar mixen.

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Grad noch durfte ich in einem abgespaceten Moped mitfahren und im Gegenzug kann der Schrauber jetzt meine selbstgestalteten Grußkarten, in meinem Postamt versenden.

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Der Künstler dessen Artwork ich mit großen, staunenden Augen bewundert habe, schaut sich unterdessen mein Geschick beim Jonglieren an.

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Jeder gibt von dem, was er am Besten kann oder tut das, was ihm am Meisten liegt. Jeder nimmt und gibt wonach ihm ist.

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Und nur hier ist es möglich zu sein, wer man sein will.

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Jeder kann in die Rolle schlüpfen, die er sich im realen Leben nie zutrauen würde.

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Ein Fabelwesen zum Beispiel:

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Der Lichtperformer:

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Der wilde Pirat, der die Königin geraubt hat:

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Oder die bezaubernde Tänzerin, zu der jeder aufschaut:

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Der Prediger, der mal ganz anders seine Botschaft verbreitet:

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Alles ist möglich bei Afrika Burn. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt! Weder in der Eigendarstellung noch im künstlerischen Bereich.

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Und genau um diese Kunst geht es nach Einbruch der Dunkelheit, wenn Afrika Burn seinem Namen gerecht wird. Ein nächtliches Schauspiel in dessen Fortlauf die Kunst zum flammenden Opfer wird und unter dem Beifall Tausender zu Asche zerfällt.

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Doch zurück zu dieser ersten Nacht! Noch immer war ich völlig überflutet, von all den Eindrücken der ersten Stunden. Ich war komplett geplättet von der Kreativität, welche die Leute hier an den Tag legten! Und das in einem Land wie Südafrika, wo viele täglich ums Überleben kämpfen.
Auch kaum zu glauben ist es, das alles was man hier findet extra in diese Halbwüste geschleppt und mühsam aufgebaut wurde und in wenigen Tagen wieder komplett verschwunden sein wird.

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Was ich in dieser Nacht erleben sollte, sprengte alles, was ich je erlebt hatte! Die Figuren fingen an zu leuchten, die Trucks blinkten bunt und selbst die Menschen waren mit Lichterketten behängt.

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Und dann stell dir vor, dass 6.500 Menschen in einem riesigen Halbkreis sitzen, es ist eiskalte Nacht, der Himmel ist voller Sterne und durch die karge Landschaft grollt ein dumpfer Sound.

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Inmitten dieses Zirkels aus Menschen kreisen schrille Fahrzeuge, jonglieren Leute mit Feuer und eine eiförmige Figur wird in Brand gesetzt. Eigentlich eine ganz simple Konstruktion, doch das sollte nicht so bleiben…

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Die Figur fing an sich zu bewegen, machte Geräusche und entfaltete sich. Sichtbar wurde die brennende Silhouette eines Dinosauriers. Der sich dann unter dem tosenden Beifall der Masse in unserem Zirkel bewegte! Vor mir lief ein brennender Dinosaurier durch die Wüste! Eine völlig irre Szenerie! Klick dich ins Video und du wirst wissen, was ich meine!

Ich saß sprachlos und völlig überwältigt da. Nie im Leben hätte ich sowas erwartet. Niemand hatte mich darauf vorbereitet, was hier nachts passiert! Nie zuvor hatte ich etwas Vergleichbares gesehen oder mir auch nur erträumen können!

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Und diese Nacht blieb so verrückt! Mit abgespacten Fahrzeugen, Feuershows, dröhnendem Sound und Eindrücken die sich in keinem Bild wiedergeben lassen.

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Die Reizüberflutung wollte und wollte kein Ende nehmen! Und genauso bleib es auch am nächsten Tag!

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Ich bewunderte die Skulpturen, bestaunte die Menschen und ließ mich auf diese verrückte Welt ein!

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In der Nacht von Samstag auf Sonntag ging dann bei mir gar nichts mehr. Ich war platt von all den Erlebnissen und früh im Bett. Als ich am nächsten Morgen gegen 4 Uhr wach wurde, lauschte ich dem Sound der zu mir ins Zelt drang. Da waren die Klänge aus den Anfangszeiten meiner Technophase! Irgendwann hielt ich es nicht mehr aus und schlürfte im Schlabberlook durch die dunkle Nacht in Richtung der Musik.

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Ich muss nicht betonen, dass ich aussah wie ein Assi. Schlafshirt, Jogginghose, Socken in den Ballerinas, die Haare seit Tagen nicht gewaschen und dazu eine Fleecejacke, die mich vor der Kälte schützen sollte. Als ich da ankam, wo der Sound herkam, fand ich einen DJ-Pult und ein paar Hardliner die immer noch am Tanzen waren. Ich gesellte mich dazu.

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Keine Frage, ich begann auch zu tanzen. Niemanden in der Runde stört es, wie ich aussah. Keiner beäugte mich auch nur für einen Moment irgendwie komisch. Ich machte mich locker, vergaß die Umstände und gab mich einfach nur der Musik hin.

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Und ich traf einen lieben Kollegen. Wir tanzten gemeinsam, nippten ein wenig am Sekt und irgend Jemand in der Runde verteile Trockenfrüchte. Wir gaben uns dem Sound hin, lachten, tanzten und vergaßen die Zeit. Die Sonne ging auf und wir drehten uns immer noch, zu der Musik der frühen Neunziger. Gegen 10 Uhr beschloss ich dann, die Heimreise ins Zelt anzutreten.

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Und irgendwie war ich dann besonders lustig drauf. Betrunken war ich aber definitiv nicht, dafür reichten die paar Schluck nicht aus. Trotzdem war ich extrem angeheitert, lief kichernd, grinsend und leicht orientierungslos durch die Halbwüste. Die Sonne brannte inzwischen erbarmungslos und ich war zudem sterbensmüde. Mit fast letzter Kraft fiel ich meinem Kumpel in die Arme und bat ihn mich im Zelt abzulegen.

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Mir war jetzt auch noch schlecht dazu. Hundeelend um ganz genau zu sein. Der Rest des Tages war die Hölle. Ich übergab mich am laufenden Band, mir tat jedes Körperteil weh, ich war unfähig aufzustehen und die Sonne knallte zudem unbarmherzig auf mein Zelt. Meine Augen waren aufgequollen und jede Ader stand hervor. Als ich an mir runter sah, hatte sich meine Haut knallrot eingefärbt, als wäre ich mit kochend heißem Wasser übergossen worden. Ich dachte ich könnte mich nie wieder nackt zeigen. Ich war entsetzt und verstand nicht, was mit mir passiert war!

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Bis mich ein Mädel in der Gruppe darüber aufklärte, dass Trockenfrüchte auf Technoparties auch schon mal mit Drogen gespritzt sind und ich diese wohl nicht vertragen habe. Das erklärte dann auch meinen wundersam, glücklichen Rückmarsch von der Party.

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Ich hatte bis dato keine Drogenerfahrung und wußte auch nicht, dass man von solchen Früchten besser die Finger läßt. Immerhin werde ich jetzt auch nie in die Versuchung kommen, freiwillig so ein Zeug zu konsumieren. Jede Erfahrung und sei sie noch so schlecht, ist für irgend etwas gut. Ich hatte meine Lektion gelernt. Und so unrühmlich das war, so sehr gehört es trotzdem zu meiner Erinnerung an Afrika Burn. Gemindert hat es dieses Erlebnis trotzdem nicht.

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Die letzten Stunden des Festivals konnte ich dann wieder genießen. Die Sonne gab noch mal alles, die Stimmung war ausgelassen und noch immer entdecke ich neue Skurilitäten.

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Und auch von den einzigartigen WC-Häuschen habe ich noch nicht erzählt. Sie sind das Einzige, was hier für die Besucher geschaffen wird. Und auch vor ihnen hatte ich mich im Vorlauf ziemlich gegruselt. Aber letztlich stellten sie sich als Highlight heraus. Denn die der Masse abgewendete Seite war offen. Man sitz mit dem Gesicht in die Wildnis. Eine schönere Aussicht hatte ich noch nie bei einer solchen Örtlichkeit. Man schaut in die Weite der Lanschaft und kann sogar Tiere beobachten!

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Alles in Allem war auch die Campingerfahrung für mich keine schlechte. Denn wenn man sich mit dem Nachbarn gut stellt, dann kann man sogar dessen Campingdusche mitbenutzen. Und weil ich ja ein lieber Mensch bin, kam ich in den Genuss! Also waren meine Bedenken vor dem Festival völlig unbegründet. Beim nächsten Mal würde ich einfach meine eigene mobile Dusche mitbringen.

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Nach all diesen Erlebnissen hieß es am Montagmorgen dann Abschied nehmen. Und immerhin meine Rückfahrt gestaltete sich zum Spaziergang. Ich schloss mich ein paar Leuten an, fuhr sicher im Konvoi und hörte über Stunden diesen einen Song, den ich so sehr mit Afrika Burn verbinde. Du erinnerst dich?

One day baby, we’ll be old…

Wie passend auch die Lyrics: „Eines Tages werden wir alt sein und davon erzählen„. Heute habe ich dir meine Geschichte erzählt, mit all den Momenten die mich geprägt haben. Weil ich gelernt habe, dass Menschen durchaus friedlich miteinander leben können. Das es eine Welt ohne Mißgunst, Eifersucht und Neid geben kann. Dass ein System sehr wohl auch ohne Geld auskommen kann und das Gemeinschaften in denen geteilt wird, funktionieren. Eine wunderbare Erfahrung und ich werde nicht müde, diesen Spirit auch in mein Leben zu übertragen! Denn eines Tages, Baby….
#infoHast du den Artikel mit allen Infos zum Ticketkauf, der Anreise und meinen praktischen Tipps schon gelesen? Falls nein, dann folge dem LINK. Wenn du dich für alle meine Fotos interessierst, dann schaue gerne auf meiner Flickr Seite vorbei und lass dich mitnehmen in eine verrückte Welt! Sollte dir mein Artikel gefallen haben, dann teile ihn gerne mit deinen Freunden oder lass mir noch einen Kommentar hier! Vielen lieben Dank.

In diesem Sinne: #get up & get burned!

 

Von Bloggern lernen: So überlebt deine Beziehung den Urlaub!

Die schönste Zeit des Jahres kann leicht auch zur Pärchenfalle werden, dann nämlich, wenn hohe Erwartungen, nicht ausgefochtene Konflikte, zu viel Zweisamkeit und verschiedene Urlaubsbedürfnisse aufeinanderprallen. Ich habe Blogger-Pärchen nach ihren Strategien für einen harmonischen Partnerurlaub gefragt, denn sie sind die Experten! Blogger reisen oft über Monate mit dem Lebensgefährten. Tag und Nacht wird die Zeit zusammen verbracht und auf eine harte Zerreisprobe gestellt. Wenn sie keinen Rat wissen, wer sonst?

Ihr kennt sie vielleicht auch, die Paare, die kein Wort mehr am Tisch miteinander wechseln, die lieblos aneinander vorbei schauen, sich angiften und selbst unverblümt in der Hotel-Lobby ihren Streit ausfechten. Nach dem gemeinsamen Urlaub trennt sich ein Drittel aller unglücklichen Paare – die Zwangsnähe und Streitigkeiten halten sie nicht aus.

Westküste, West Coast, Südafrika, Paternoster, Strandspaziergang, Couple SpaziergangAuch gehen oft die Erwartungen an die Ferien weit auseinander. Während sich der Eine Ruhe und Erholung am Pool wünscht stirbt der Andere an Langeweile. Der Zoff ist also vorprogrammiert. Und auch die ersehnte Unbeschwertheit ist oft gestört, weil Paare ihre Streitigkeiten mit in den Urlaub nehmen. Im Alltag werden diese oft nicht ausgefochten weil die Zeit oder Nerven fehlen.

In den Ferien findet sich endlich der richtige Augenblick zum Reden. Nur endet der dann meist im Streit. Laut einer Umfrage der Gesellschaft für Rationelle Psychologie, ist die Streitdauer im Urlaub um glatte 50 Prozent erhöht. In 20% der Fälle wird derart heftig gestritten, dass die Beziehung in Frage gestellt und nach dem Urlaub sogar beendet wird.image-2016-05-13(3)

Dabei kann Harmonie in den Ferien so einfach sein!

Hier sind meine Tipps für euren krisenfesten Traumurlaub:

Erwartungen

Klärt, welche Erwartungen ihr an die gemeinsamen Ferien habt. Welches Reiseziel euer Beider Bedürfnisse abdeckt. Hinterfragt wer Action oder Party will oder ob stattdessen Ruhe und Erholung auf der Tagesordnung stehen sollen. Wie viele Ausflüge, sportliche Aktivitäten oder Wellness plant ihr ein? Wer will ausschlafen und wer früh auf Entdeckungstour gehen? Wie viel Romantik verträgt die Beziehung?

Freiraum

Besprecht, wie viel Freiraum jeder von euch braucht. Ob auch eigene Ausflüge und Unternehmungen okay sind oder ob jeder Abend miteinander verbracht werden soll?image-2016-05-13(10)

Probleme vorab lösen

Sie mault wegen seinem Kleidungsstil rum. Er nörgelt wenn sie zu lange im Bad braucht. Was euch im Alltag begleitet, wird auch im Urlaub dabei sein, wenn ihr nicht vorsorgt. Packt die Streitigkeiten nicht ins Reisegepäck, sondern klärt vorab, was euch im Alltag stört und ihr auf keinen Fall noch in den Ferien erleben möchtet.

Klare Regeln

Legt fest, wann wer die Entscheidungen für beide trifft, wenn Stress-Situationen am Flughafen, Bahnhof oder im Verkehr auftreten. Wechselt euch tageweise damit ab. Vereinbart feste Zeiten für Unternehmungen, Wiedersehen oder Erholungspausen. Besprecht vorher wie eure Kommunikation bei Meinungsverschiedenheiten ausgetragen werden soll.image-2016-05-13(8)

Toleranz

Wie so oft im Leben braucht es viel Toleranz im Umgang mit Menschen, so auch im Urlaub oder in der Beziehung. Taktvolle Rücksichtnahme kann der Schlüssel zum Glück mit dem Partner sein, seid euch dessen bewusst und handelt danach.

Respekt

Respektiert die Grenzen des Anderen, sei es bei waghalsigen Klettertouren, freizügigen Unternehmungen oder auch bei Streitigkeiten.

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Umfrage

Aber nicht nur meine Meinung ist interessant! Ich habe Blogger gefragt, wie sie für Harmonie auf ihren oftmals langen Reisen sorgen und dabei sind ganz schön viele Tipps zusammen gekommen:

Carina und Christian von Travelography

Bis jetzt verliefen unsere Reise immer sehr harmonisch. Woran das liegt? Wir versuchen uns mal auf Spurensuche zu begeben. Schon bei der Wahl des Reiseziels können die Meinungen weit auseinander gehen. Das ist manchmal auch bei uns so. Aber zum Glück verreisen wir nicht nur einmal pro Jahr. So darf jeder Mal entscheiden, wo es hingeht. Sollte mal einer von uns gar nicht mit einem Reiseziel einverstanden sein, wird das auch wieder verworfen. Rücksichtnahme ist da das Zauberwort und wahrscheinlich auch ein Grund, weshalb wir gut auf Reisen miteinander auskommen. Aber die Rücksichtnahme endet bei uns nicht bei der Wahl des Reiseziels. Rücksichtnahme heißt für uns auch während der Reise kompromissbereit zu sein. Wenn der jeweils andere nicht gerne im Zelt übernachtet, bucht man Unterkünfte. So einfach ist das manchmal 😉 Konfliktpotenzial birgt manchmal Christians Drang nach dem perfekten Bild auf Reisen. Er will Sonnenauf- und untergänge fotografieren und auch mal Mitten in der Nacht die Milchstraße. Wir versuchen uns dabei auch gewisse Freiräume zu geben oder es zu einem kleinen Event zu machen. Auf Sylt sind wir beispielsweise abends an den Strand geradelt, hatten ein kleines Fläschchen Wein dabei und haben den Abend zu zweit am Strand genossen (…und Christian kam zu seinen Sonnenuntergangsbildern). Aus unserer Sicht sind Kompromissbereitschaft und Rücksichtnahme die Schlüssel für einen harmonischen Urlaub (und auch für eine harmonische Partnerschaft ;))

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Lynn von Lieschenradieschen Reist

Ich habe das große Glück, das mein Partner mir weitestgehend die Urlaubs Planung überlässt und mir dabei auch vertraut. Bevor ich auf Reisen gehe informiere ich mich über Sachen, die ich mir gerne anschauen möchte. Da ich meistens so begeistert bin, von dem was ich gefunden habe, teile ich das meinem Partner auch sofort mit. Er kann dann entweder sofort sagen, ob ihm das auch gefällt, oder ob er dazu gar keine Lust hat. Meistens finden wir aber immer einen Kompromiss. Ich denke es gibt genau zwei Strategien, die zu einem harmonischen Urlaub beitragen. Zum Einen sollte man über alles reden. Es hilft nichts, wenn der Eine den Frust in sich hineinfrisst, weil er bestimmte Sachen vielleicht gar nicht machen will, oder sich übergangen fühlt. Und die zweite Strategie heißt trennen. Natürlich nicht die Beziehung beenden, aber es hilft sich manchmal für ein paar Stunden oder einen Tag zu trennen. So kann jeder das machen, worauf er Lust hat und am Ende hat man auch noch Neues zu erzählen. Win Win oder?

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Sabine von Ferngeweht

Seit fast 13 Jahren reise ich mit meinem Lebenspartner in jeder freien Minute um die Welt. Zwischen zwei und vier Wochen sind wir meist unterwegs, und in der Regel sind wir – anders als zu Hause – während dieser Zeit selten getrennt. Rund um die Uhr mit dem Partner zusammensein – kann das gutgehen? Geht es! Unser Erfolgsgeheimnis? Es passt einfach. Genauso wenig wie wir uns zu Hause streiten, geraten wir uns auf Reisen in die Haare. Wir haben dieselben Interessen: viel Natur, wenig Stadt, Komfort brauchen wir beide nicht, und wenn mal was nicht klappt, suchen wir zusammen nach Alternativen. (Mein Partner nickt, als ich ihm das vorlese – während er im Reiseführer für unsere nächste gemeinsame Reise blättert …)Kunstgalerie, Paternoster, Westküste, Südafrika, West Coast,Julie

Tami von thefantasticworldofmine

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass mein Mann und ich „besser“ in Erkundungsurlauben sind. Wir bereisen gerne Städte und erkunden Neuland. Ein Strand- und Poolurlaub führt bei uns öfter zu Reibereien. Wir brauchen Abwechslung vom Alltag und das finden wir gemeinsam in uns unbekannten Orten. Beim „faulen“ Rumliegen bin ich oft schnell genervt, da er immer Beschäftigung sucht, ich aber lieber lesen möchte. Bei Städtereisen hingegen harmonieren wir bis ins kleinste Detail miteinander.

Heiko & Manu Jamesontour

Zuhause hocken wir ( 23 Jahre verheiratet) nicht aufeinander. Da ist es schon eine Umstellung, monatelang im Campingbus auf engstem Raum zu leben – noch dazu unter zeitweise extremen Bedingungen ( Krankheit, Hitze, Hunger…..) Es bleibt nur Eines: Tief durchatmen und so manchen Kommentar einfach runterschlucken. Erst dann, wenn man z. B. einen tollen Übernachtungsplatz gefunden hat, ein leckeres genießbares Essen auf dem Kocher brutzelt……dann sollte man aussprechen, was einem total nervt, daß man sich total Scheiße fühlt, oder was auch immer. Das Witzige: Nach der Rückkehr fühle ich mich schon total einsam, wenn mein Mann sich in einem anderen Zimmer aufhält. Das pendelt sich mit der Zeit aber wieder ein. Wir fahren nächste Woche Richtung GB, hoffentlich regnet es nicht so oft – denn das ist auch ein Stressfaktor, vor allem weil ich Raucher bin. (Darüber könnte man noch einen Extrabericht machen. Paare Raucher-Nichtraucher 🙂

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Ines von Reisejunkie

Ich denke, dass es die Beziehung – und überhaupt die Wertschätzung füreinander -fördert, wenn man auch auf Reisen eine gute Balance zwischen Nähe und Distanz findet. Mein Schatz will unbedingt einen Adventure-Trip à la „Ziplining im Dschungel“ – ich will lieber die DelfinTour am Morgen mitmachen und danach am Strand liegen? Kein Problem. Ich habe eh’Höhenangst. Wir lassen uns die Freiheit, unsere Lieblings-Aktivitäten auch alleine wahrzunehmen. Am Abend treffen wir uns dann zum romantischen Dinner und haben uns jede Menge zu erzählen von den Abenteuern des Tages. Danach haben wir wieder richtig Lust, etwas zusammen zu unternehmen und einigen uns auf einen gemeinsamen Ausflug. Das schweißt uns zusammen und lässt uns gleichzeitig das Gefühl von Freiheit erleben.July

Laurens von Mightytraveliers

Corinne und ich verreisen nun schon seit mehr als 8 Jahren zusammen. Und ich muss sagen: Wir haben uns anfangs oft und viel gestritten. Ganz besonders auf Reisen! Das ist heute absolut gar nicht mehr der Fall. Und der Grund für diese Veränderung lässt sich ganz einfach erklären: Wir kennen uns heute einfach viel besser und wissen genau, was dem Anderen wichtig ist. Kurz: Wir haben Verständnis für den Partner. Corinne kann ewig Fotos machen – so lange, dass wir für einen 4-Stunden-Hike in der Regel 6 brauchen. So lange, dass sogar die faulen Löwen in der Savanne kein Bock mehr auf das Posieren haben. So lange, bis der schlafende Obdachlose in San Francisco uns trotz absoluter Diskretion am Ende doch bemerkt. Ich selbst habe aber natürlich auch so meine Macken. Als Teamleiter in einem großen Start-up gehe ich stark in meiner Arbeit auf. So stark, dass ich jedes Feedbackgespräch, jedes Interview und jede Hetzrede gegen den Wettbewerb wortgetreu wiedergeben kann – und das beim Wandern in Ostanatolien oder beim Sonnenuntergang auf der Panoramaterrasse des Marina Bay Sands in Singapur. Aber auch das stört Corinne nicht. Behauptet sie zumindest. Bzw. ich frage lieber nicht.image-2016-05-13(4)

Thomas von Reisen-Fotografie

Meine Güte, Melanie und ich sind mittlerweile seit 27 Jahren ein Paar und haben schon so manche Reise zusammen gemacht. In jungen Jahren, also damals, war das nicht immer ohne Probleme. Plötzlich den ganzen Tag zusammen, am Strand oder Pool, 24 Stunden Dauerpartnerschaft. Da kam es schon mal zu Reibungen, nie was Ernstes. Aber man merkte schon, dass es was Anderes ist ob man sich nach der Arbeit sieht oder plötzlich den ganzen Tag miteinander verbringt – und das über zwei oder drei Wochen. Im Laufe der Jahre wurde das aber immer besser. Man lernte, nicht nur im Urlaub, mit den Ecken und Kanten des Anderen zu leben. So wie die Beziehung immer fester zusammen wuchs, so wurden auch die Reisen entspannter. Zumal wir irgendwann merkten, es ist gar nicht das Zusammensein, es ist die Art zu Reisen, die uns teilweise ein wenig anspannte. Dieses 14 Tage im Hotel, am Strand, am Pool – irgendwie war das nicht unsere Welt. Wir machten dann unseren ersten Roadtrip, durch Spanien, mit dem eigenen Auto. Und komischerweise, kein Stress mehr. Wir hatten unsere Art zu Reisen entdeckt, die somit auch die Stimmung zwischen uns im Urlaub deutlich angehoben hat. Heute reisen wir nur noch auf diese Art und Weise. Selbst im Wohnmobil, wo man sich ja wirklich kaum aus dem Weg gehen kann, alles kein Problem. Somit können wir sagen, wenn man die für beide perfekte Art zu Reisen gefunden hat und die Weisheit des Alters dazu kommt, dann kann ein Paar nichts erschüttern. Eine Langzeitreise haben wir noch nicht gemacht, kommt aber bestimmt noch. Aber auch diesem Abenteuer sehen wir, aus Sicht eines Paares, sehr gelassen entgegen. Es wird uns noch näher zusammen bringen, das Erlebt wird uns noch mehr verbinden.image-2016-06-07(1)

Jenny von Weltenwunderer

Über zu viel Zweisamkeit können wir als Eltern von drei Kindern nicht klagen – im Gegenteil. Auf Reisen steht unsere Partnerschaft doppelt unter Belastung, denn so toll das Reisen in Familie auch ist, so anstrengend ist es. Ich persönlich muss mich immer sehr bemühen, im Reisestress nicht in die ,Mecker-Falle‘ zu tappen, denn schlechte Laune potenziert sich sehr schnell, wenn man zu fünft ist. Unsere oberste Devise: „Smile!“ Die Laune folgt den Mundwinkeln automatisch nach oben. Und wenn wir unseren Reisetag einigermaßen gut gelaunt geschafft haben, bleiben oft nur ein paar erschöpfte Minuten für Qualitätszeit zu zweit. Die ist aber ungemein wichtig für uns, sonst gehen wir uns schon nach ein paar Tagen richtig auf den Wecker, weil wir nur noch irgendwie funktionieren. Unser Trick: Wir haben uns gleich drei Kinder angeschafft, die sich inzwischen hervorragend untereinander bespaßen. So klappt es auch mit der sehr nötigen täglichen 30-Minuten-Auszeit für uns Eltern, notfalls mit Unterstützung durch Mr. TV 😉image-2016-05-13(5)

Christina von Triptotheplanet

Grundsätzlich reise ich am liebsten alleine. Wenn man dann aber doch mal mit jemandem zusammen unterwegs ist, versuche ich natürlich Kompromisse bei Tagesplanung, Restaurantwahl etc. einzugehen und meine Vorlieben auch mal hinten anzustellen. Rücksicht ist mir ganz wichtig. Obwohl ich am liebsten selbst das Heft in die Hand nehme, sollte natürlich jeder seine Wünsche äußern dürfen und auch mal „durchsetzen“ können. Auch, wenn man dann selbst mal zurückstecken muss. Ich probiere dann zwar immer mal wieder, von „meiner“ Wahl oder Planung zu überzeugen, wenn das andere Personen dann aber trotzdem so gar nicht anspricht, muss man eben auch mal den Kürzeren ziehen. Insgeheim freue ich mich in solchen Situationen, wenn ich eben nicht hingehen kann, wo ich gerne möchte, aber auch schon wieder auf die nächste Reise alleine. Absprechen und Kompromisse eingehen ist wichtig, um die Harmonie auf Reisen nicht zu gefährden, aber eben auch einer der Gründe, weshalb ich gerne alleine reise.

Nele & Jalil von CamperStyle

Auch wir werden häufig gefragt, wie wir es auf unseren Langzeitreisen miteinander „aushalten“. Bei uns war das – nach einer kleinen Eingewöhnungszeit am Anfang – eigentlich recht easy, da wir ohnehin zu den Paaren gehören, die gerne viel Zeit miteinander verbringen und die das gemeinsame Reisen als große Bereicherung empfinden. Damit auch auf Dauer keine größeren Konflikte entstehen, sind folgende Punkte aus unserer Sicht von entscheidender Bedeutung:
Kommunikation: Die Partner sollten viel wie möglich miteinander sprechen, um Ärgernisse oder Missverständnisse im Keim zu ersticken. Ganz unabhängig von Konflikten sind intensive Gespräche mit viel Zeit und ohne Ablenkung wichtig für eine Beziehung. So manch einer sollte das auch mal zuhause ausprobieren… 🙂
Rückzugsräume: Auch wenn man gerne zusammen ist – 24 Stunden am Tag über Monate hinweg können schon mal anstrengend werden. Deshalb sollten sich beide Partner auch einen gewissen Freiraum schaffen (z.B. eine Freizeitaktivität), den der andere dann jeweils zu respektieren hat.
Ordnung und Organisation: Nichts nervt mehr als totales Chaos auf kleinem Raum. Wir haben daher ein relativ striktes Ordnungssystem geschaffen, in dem jeder Gegenstand seinen festen Platz hat. Außerdem sind die täglichen Arbeitsabläufe so eingeteilt, dass jeder von uns beiden seine Aufgaben hat und wir uns nicht gegenseitig auf die Füße treten.

image-2016-05-13(6)Stefanie von Familyescapes

Die Beziehung im 24/24 Stunden Modus auf Reisen glücklich halten? Die Frage hat bei uns seit wir Kinder haben eine ganz neue Dimension bekommen, sagen wir mal eine für Fortgeschrittene. Unsere ersten Reisen zusammen mit Kind 1 waren gelinde gesagt geprägt von Diskussionen. Diskussion darüber, wer jetzt mal eine halbe Stunde auf die Liege darf und ein Buch lesen. Diskussionen, wer morgens mit dem Kiddy aufsteht und spielt. Wer die endlosen Runden mit dem Kinderwagen dreht, weil das Geschrei IMMER gerade in dem Moment losgeht, wenn das Essen im Restaurant kommt …

Wir haben tatsächlich ein paar Reisen gebraucht, um uns als Eltern zu finden und als Paar nicht komplett zu verlieren. Heute sind die Kiddys zwar etwas größer und die Schreirunden im Restaurant haben wir hinter uns. Aber dennoch: Es ist immer noch eine Herausforderung, sich dann abends, wenn die Kids schlafen, nicht einfach aufs Sofa zu hauen. Die Herausforderung haben wir natürlich zuhause auch. Aber gerade auf Reisen haben wir ja den Anspruch, auch endlich mal ein bisschen Zeit zu zweit abzuzwacken. Das geht. Unser Rezept dafür ist die entsprechende Unterkunft entweder mit schöner Terrasse oder nahe gelegener Bar, so dass wir den Abend zu zweit noch genießen können. Fürs Glücklichsein auf Reisen passen wir auch auf, dass jeder mal seinen Bedürfnissen nachgehen kann und der andere dann die Kids hütet. Ich bummle verzückt auch mal ein Stündchen alleine durch die Gassen, der liebe Mann joggt dafür am liebsten durch die Natur. Auch das ist für uns das Geheimnis einer glücklichen Beziehung im 24/24-Modus als Familie. Dass jeder auch mal Momente hat, um ganz bei sich zu sein. Die sind bekanntlich mit (kleineren) Kids eine Rarität. Und solchen geschenkten Stunden geben wieder Kraft, sich um die Partnerschaft zu kümmern.

Elisa von take an adVANture

Die schönsten Reisen? Das sind die Reisen mit meinem Freund. Ich genieße es, ihn 24h um mich herum zu haben, mit ihm Abenteuer zu erleben und nach dem Trip in den Erinnerungen zu schwelgen. Und ich muss sagen – es funktioniert ziemlich gut. Kein Stress, kaum Ärger, meistens perfekte Harmonie. Ein Geheimnis dafür gibt es nicht, wir beide liegen einfach auf einer Wellenlänge. Was aber trotzdem bedeutet, das wir gegenseitig Kompromisse eingehen müssen. Ich glaube, der Fehler bei einigen Paaren besteht an die zu hohen Erwartungen an den Urlaub. Man erwartet einen perfekten Trip, mit perfektem Wetter. Mit Unterhaltungen und klärenden, inspirierenden Gesprächen. Die besten Erwartungen sind aber keine Erwartungen. Denn meistens kommt es anders, als man denkt. Mein Freund und ich reden viel. Ich glaube einfach, es ist wichtig, dass man gewisse Sachen bespricht und nicht einfach aussetzt. Oder rumzickt und sich beleidigt anschweigt. Ich bin der Teil in unserer Beziehung, der immer zu viel möchte. Ich möchte alles sehen, alles ausprobieren und das am liebsten sofort. Egal ob ich bereits mit einer Grippe im Bett liege und eigentlich schon fix und alle bin. Mein Freund ist der Ruhepol, holt mich in solchen Momenten runter und lässt mich den Trip ohne Hektik wieder genießen. Außerdem macht er geduldig jede der vielen Fotostopps mit. Dafür streiche ich für ihn einige To-Do’s auf der langen Liste und sitze auch mal entspannt im Café. Was ich auch gerne mal einigen Paaren raten möchte: Man muss nicht immer alles zusammen machen! Schaft euch gegenseitige Freiräume, spaziert mal alleine durch die Straßen oder setzt euch alleine mit einem Buch an den Strand. Redet darüber, was euch gerade stört und sagt, wenn ihr etwas unbedingt machen möchtet. Euer Lieblingsmensch kann schließlich keine Gedanken lesen!

Julie, Partner, reisen

Wiebke von Sonnenstrahlenmomente

Auf Reisen hast du die unterschiedlichsten Möglichkeiten. Ich liebe es, alleine zu reisen, aber auch die Reisen mit meinem Mann sind immer wieder schön und bringen tolle Erinnerungen mit sich. Damit während der Reise und auch danach kein Stress oder Unstimmigkeiten aufkommen und wir den gemeinsamen Urlaub in vollen Zügen genießen können, haben wir mittlerweile einen für uns ganz guten Weg gefunden, wie wir eine wirklich tolle Zeit verbringen können. Auch wenn wir zusammen verreisen sind wir nicht 24/7 zusammen. Wir machen vieles einfach alleine. Sei es ein Spaziergang durch die Stadt, in der wir gerade sind, der Besuch eines Museums, das den Partner so gar nicht interessiert oder einfach ein paar Stunden alleine in einem Park mit einem guten Buch zu verbringen, macht es für uns aus. So sind wir zwar zusammen auf einer Reise, aber dennoch kann jeder von uns auch das machen, worauf er gerade Lust hat. Das Gute daran ist nämlich, dass man sich am Ende des Tages die verschiedensten Geschichten zu erzählen hat und man berichten kann, was man erlebt und gemacht hat. Natürlich unternehmen wir im Urlaub auch viel gemeinsam, aber ich gehe gerne auch einmal alleine auf einen Safari Walk, während es sich mein Mann in der Lodge gut gehen lässt und umgekehrt macht er mal eine Stadttour und sieht sich alle denkbaren Sehenswürdigkeiten an, während ich es mir in einem kleinen Café gemütlich mache, die Menschen beobachte und in den Ort eintauche. Somit haben wir die für uns perfekte Mischung aus gemeinsamen Unternehmungen und den Dingen, die wir alleine machen, gefunden und können den Urlaub ohne Streitereien, weil der eine jetzt unbedingt dieses oder jenes sehen möchte und der andere viel lieber etwas anderes machen will, in vollen Zügen genießen.

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Sabine & Uli von travel the world with us!

Wir reisen ebenfalls seit 2 Jahren als Paar um die Welt – nach wie vor krisen-, und naturbeding auch weitgehend konfliktfrei. Vor allem zu Beginn einer Reise braucht es natürlich etwas Eingewöhnung, wenn man davor mehr oder weniger nur die Freizeit miteinander verbracht hat und dann plötzlich 24/7 zusammen ist. Dafür wächst aber auch ungemein das gegenseitige Verständnis, Vertrauen und man kennt sich noch viel inniger als zuvor. Wir sehen vieles ähnlich wie Nele & Jalil – Kommunikation, Rückzugsräume, Verständnis für die Bedürfnisse des Partners und die eigenen und eine gewisse Ordnung erleichtern das Reisen als Paar auf kleinstem Raum ungemein.

Pärchen, Breslau, CoupleIch hoffe all diese wertvollen Tipps helfen Dir, entspannt mit deinem Partner zu Urlauben! Wenn Dir der Artikel gefallen hat, Du noch Anregungen hast oder einfach Deine Meinung loswerden willst, dann nutze das Kommentarfeld und schreib mir.

 

 

Fotoparadiese – Lass Dich von der Welt verführen!

Meine Fotoparadiese und Geschichten sollen Dich zum Reisen inspirieren! Auf die Idee dazu gebracht hat mich Michael von Erkunde-die-welt.de. Mit seiner Fotoparade zum Thema „Welche sind meine Fotohighlights aus dem ersten Halbjahr 2016?“ hat er Lust gemacht, sich darüber mal länger Gedanken zu machen. Denn da dieses erste Halbjahr zu mehr als der Hälfte aus Reisen bestand, fällt mir die Auswahl allerdings reichlich schwer.IMG_2016Mein Jahr startete mit einer langen Silvesternacht in Buenos Aires und 4 Monaten on Tour. Meine Reise führte mich dann weiter nach Uruguay sowie Brasilien, Peru, Chile und Bolivien. Ein wirklich unglaublicher Trip! Ein Reisegewinn brachte mich danach noch zu meinen Freunden nach Südafrika. Zurück in Deutschland standen ein paar Städtetrips auf dem Programm. So besuchte ich zum Beispiel Breslau in Polen (die Kulturhauptstadt Europas), war Gast bei den „Alten Meistern“ in Dresden und entdeckte den Nikolaifriedhof“ in Görlitz für mich. Aber auch der sagenumwogenen Rakotzbrücke in Kromlau habe ich einen Besuch abgestattet. Rundum ein spannendes erstes Halbjahr mit vielen fotografischen Highlights, was die Auswahl so schwer für mich machte. Deshalb gibt es hier neben den Motto-Blogparaden-Bildern noch ein paar meiner Lieblingsbilder als Extra.

Fröhlich bunt ist meine Reiseerinnerung an Südafrika
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Ich starte mit dem klassischen Badehäuser-Bild, welches auf keiner Kapstadt Reise fehlen darf und so bezeichnend ist für Südafrika. Eigentlich schon total abgegriffen dieses Motiv, aber die Regenbogennation ist bunt und voller überschwänglicher Lebensfreude und das verkörpert dieser Schnappschuss für mich. Als ich in Kapstadt lebte, waren die Häuser recht ungepflegt und wenig ansehnlich. Jetzt sind sie frisch gestrichen und endlich auch zu einem Fotomotiv für mich geworden. Den Trip nach Südafrika haben wir zu meiner großen Freude gewonnen. Für mich war es ungeplant die Chance in meine alte Heimat zurückzureisen und meine vielen südafrikanischen Freude zu besuchen. Zu meiner großen Freude, hat genau am Tag unserer Landung, meine Freundin ihr Baby bekommen und ich konnte beide direkt in die Arme nehmen. Perfektes Timing. Weitere Motive aus dieser Serie findest Du in meinem Flickr-Album.

Schwarz-Weiß” die Nazcar-Linien in Peru

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Die Nazca-Linien sind riesige Scharrbilder (Geoglyphen) in der Wüste bei Nazca in Peru. Lange Jahre spekulierte man über ihre Herkunft. Erich von Däniken heizte mit seiner Theorie diese Linien seien von Außerirdischen geschaffen, die Geschichten um ihre Entstehung noch an. Inzwischen geht man davon aus, dass sie von Menschenhand aus religiösen Gründen geformt wurden. Wir sind extra nach Nazca gepilgert, um diese im Sand gezeichneten Linien, aus der Luft zu sehen. Leider hatte ich vergessen, dass diese „Objekte“ umkreist werden und so war mir während des gesamten Überflugs einfach nur brechübel. Aber sonst war das echt ein Highlight. Weitere Motive wie den Kolibri, den Affen usw. findest Du in meinem Flickr-Album.

Mein Licht-Moment in Montevideo, Uruguay

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Eigentlich soll man ja als Frau, in einer fremden Stadt, nachts nicht alleine unterwegs sein, aber in Montevideo habe ich mich sicher gefühlt. Deshalb bin ich dort auch in der Dunkelheit auf Motivsuche gegangen. Dabei raus gekommen ist dieses wunderbare Foto und eine herrliche Erinnerung. Außerdem verkörpert das Bild sehr gut den Kontrast dieser Stadt. Auf der einen Seite top gepflegte Bauwerke und auf der anderen Seite, Gebäude die dem Verfall überlassen werden. Vom Licht in die Dunkelheit – könnte man fast schon sagen. Bilder zu Montevideo sammle ich auf Flickr.

Tierisch lustig fand ich all die Lamas, Vicunas, Alpacas und Guanakos in den Anden

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Auf unserer Reise durch Chile, Peru und Bolivien sind uns eine Vielzahl von Lamas, Vicunas, Alpacas und Guanakos begegnet. Und ich schwöre mein Freund musste an jedem einzelnen Tier anhalten für ein Foto! Einmal waren wir sogar live bei der Geburt eines Baby-Alpacas dabei! Ich liebe es einfach, wie sie den Hals verdrehen und einen musternd anschauen. Zum Schreien. Meine riesige Kollektion dieser so typischen Andentiere findest Du in meinem Flickr-Album und zum Video kommst Du durch klicken auf LINK.

Mein spezieller Fahrzeug-Moment in Bolivien

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Dieses Bild entstand in Uyuni (Bolivien) und ich habe es „Affenzirkus“ genannt. Wir hatten eine Tagestour in die Salar de Uyuni (Salzsee) gebucht und der Besuch der „Cementry of the trains“ war der erste Programmpunkt auf diesem Ausflug. Allerdings waren wir damit nicht die Einzigsten, die eine solche Tagesplanung hatten. Rund 300 Personen hampelten auf zwei Zugresten rum und machten Fotos. Die alten Züge waren ausrangiert worden, nachdem sie für den Abtransport von Rohstoffen in dieser Region unbrauchbar geworden waren. Auf Grund des hohen Salzgehalts in der Luft, sind sie herrlich verrostet und ein echt schönes Fotomotiv – wenn einem nicht hunderte Selfie-Jünger im Weg herrumturnen und einem mit ihren Sticks die Augen ausstechen. Nach Tagen in der Einsamkeit im Norden Chiles fand ich diese Menschenmassen einfach unerträglich. Ich bin am nächsten Tag noch mal zum Fotografieren hin. Diesmal nicht um 11 Uhr, wenn alle Gruppen hier aufschlagen. Das Ergebnis kannst Du Dir in meinem Flickr-Album anschauen.

Natur pur in Chile

IMG_0332Die Region Arica y Parinacota im Norden Chiles hat bei mir  bleibenden Eindruck hinterlassen. Riesige Vulkankrater, zügellose Wetterkapriolen, heiße Quellen, dampfende Geysiere und das in wilder und nahezu menschenleerer Gegend. Ich habe es geliebt dort unterwegs zu sein. Allein, wenn ich dieses Bild sehe bin ich sprachlos und absolut überwältigt von dieser einmaligen Schönheit. Chile hat in diesem Jahr Südafrika vom Thron meiner liebsten Reiseländer katapultiert – Und wer mich kennt, der weiß, das will was heißen. Ich spare jetzt schon für den nächsten Trip, um so schnell wie möglich auch nach Patagonien im Süden Chiles reisen zu können. Mehr Impressionen gewünscht? Dann klicke auf LINK.

EXTRA Plus Bilder!

Heimat-Highlight nenne ich dieses Foto aus Kromlau in Deutschland

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Von meinen Freunden werde ich ja immer getadelt, dass nicht nur das Ausland schön sei – und Recht haben sie. Die Rakotzbrücke habe ich auf Instagram entdeckt und bin neugierig geworden, wo dieses märchenhafte Bauwerk zu finden ist. Und siehe da! In unserer deutschen Heimat. Um ganz genau zu sein in Kromlau, Sachsen – kurz vor Bad Muskau, einer Grenzstadt zu Polen. Ich war mehr als erstaunt, dieses imposante Bauwerk hier zu finden und konnte mir, einen Ausflug dahin nicht entgehen lassen. Inzwischen war ich schon mehrfach dort und möchte fotografisch festhalten, wie die Brücke im Wandel der Jahreszeiten aussieht. Begleitet mich gerne via Flick dabei.

Lebensfreude – festgehalten an der Wild Coast in Südafrika

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Dieses Foto ist sicherlich fotografisch nicht perfekt, aber dennoch ist es das für mich. Es verkörpert wie kaum ein anderes Bild auf meiner Reise durch Südafrika die Lebensfreude dieses Landes. Eigentlich sollte „Hole in the wall“ das Loch im Felsen dahinter das Motiv sein, doch spielende Kinder hatten mich umkreist und machte ihre Späße mit mir. Rausgekommen ist dieser herzerwärmende Schnappschuss und eine wunderbare Erinnerung an die Wild Coast. Auch hier gibt´s noch mehr Lebensfreude und Landschaftsschnappschüsse im Flickr-Album.

Tanz auf dem Vulkanfeld in Chile

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Im Norden der Chilenischen „Región de Antofagasta“, etwa 95 km nordöstlich von San Pedro de Atacama und nahe der Grenze zu Bolivien, befindet sich das größte und bekannteste Geothermalfeld der südlichen Hemisphäre. Und es ist sogar das drittgrößte weltweit. Der Besuch dort hieß für uns um 3 Uhr aufstehen, fürchterlich zu frieren und eine wirklich waghalsige Anreise zu meisten, um auch ja noch vor Sonnenaufgang dort zu sein. Denn es hieß, man sieht die Dämpfe der Geysiere am besten im Dunkeln, kurz bevor die Sonne hinter den Bergen aufgeht. Ich für meinen Teil fand es zum Sonnenaufgang viel spektakulärer. Ihr Licht brachte diese faszinierende Landschaft erst so richtig zum Leuchten und setzte die Geysiere perfekt in Szene. Zudem war es auch sehr aufregend, so auf einem Lavafeld spazieren zu gehen! Noch nicht ganz vollständig ist mein Flick-Album, aber ich arbeite daran:)

Mein zweiter Licht-Moment im Addo Elephant Park in Südafrika

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Etwas außer der Reihe möchte ich diesen zweiten „Licht-Moment“ zur goldenen Stunde im Addo Elephant Park in Südafrika nicht unter den Tisch fallen lassen. Nach hunderten aufregender Elefanten-Sichtungen und eigentlich schon auf dem Rückweg, ist uns diese Herde von Kudus begegnet. Im Licht der untergehenden Sonne hatte dieses Aufeinandertreffen schon etwas Magisches. Schau mal im LINK da finden sich noch mehr Tiere!

Abenteuer pur das Reserva Nacional De Paracas, Peru

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Einer meiner absoluten Lieblingsschnappschüsse ist im Reserva Nacional De Paracas in Peru entstanden. Kein Bild in meiner Sammlung verkörpert mehr Lust auf Outdoor und Abenteuergeist als dieses Foto. Nur wünschte ich mir, ausnahmsweise mal nicht hinter sondern vor der Kamera zu sein und auf den Klippen dieses Felsens zu stehen. Die Arme auszubreiten, den Wind, die salzige Meeresluft und die Kraft der Natur zu spüren. Mehr atemberaubende Bilder auch hier in meinem Flickr-Album.

Hier bin ich Mensch – im Colca Canyon in Peru

IMG_9292Im Colca Canyon, im kleinen Ort Cabanaconde, war ich Gast auf einer kirchlichen Prozession. Es wurde eine Art „Ernte-Dank-Fest“ gefeiert. Auf dem Marktplatz traf man sich zum Tanzen, Singen und Trinken. Ein rauschendes Fest und ich war eingeladen. Als der Festzug sich wieder in Gang setzte, kam diese Dame nicht hinterher. Ich hakte mich kurzerhand bei ihr ein und half ihr nicht zu stolpern und Schritt zu halten – dafür schenkte sie mir dieses wunderbare Lächeln. Ist sie nicht eine wunderschöne ältere Dame? Ich verstehe gar nicht, warum man faltenlos altern will? Falten haben Würde, sie erzählen ganze Lebensgeschichten und geben Charakter. Seit der Begegnung mit ihr bin ich mir ganz sicher, nie Botox zu brauchen;) Mehr Bilder vom Colca Canyon und seinen hinreißenden Bewohnern findest Du in meinem Flickr-Album.

Der Himmel auf Erden in einem Tal bei Colchane, Chile

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Dieser Flecken Erde verkörpert für mich den Garten Eden. Schnatternde Enten im Wasser, süße Lama Babys auf der Wiese, grasende Schafe und Ziegen direkt neben dran. Als hätte Gott sie alle hierher gebracht um der Welt zu zeigen, dass es geht – das friedliche Miteinander! Noch dazu in dieser Landschaft. Eine Oase aus kleinen Weihern, saftigen Grünflächen, plätschernden Bächen, beeindruckenden Vulkanen und herrlicher Ruhe. Ja, genauso stelle ich mir das Paradies vor. Damit Du es Dir auch vorstellen kannst, schau doch mal im LINK!

Fotoparadiese gefunden?

Ich hoffe meine kleine Exkursion hat Dich inspiriert, Dein Fernweh geweckt und Dir Lust aufs Reisen gemacht. Ich freue mich über Dein Feedback zu meinen Fotos und Geschichten. Schreib mir gerne Deine Meinung – hier direkt im Kommentarfeld.

Essen gegen Fernweh – Wie du dir Urlaubsfeeling erschlemmst!

Verbinden wir nicht alle Pizza mit Italien, den Café-to-go mit Amerika und Reis mit Asien? Warum sollten wir dann nicht auch kulinarische Ausflüge nutzen, um uns ein wenig Urlaubsfeeling in den Alltag zu holen?

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Reisen ist eine großartige Möglichkeit zu lernen und zu wachsen. Denn es bringt uns eine Menge Dinge über das Leben, die Kultur und die Menschen bei. Ich finde es spannend zu beobachten, wie Lebensmittel die Bräuche, Geschichte und auch die Werte einer Gesellschaft beeinflußt haben. Die Lebensweise der Menschen und auch ihr ethnischer Hintergrund haben die Küche eines Landes geprägt in deren Genuss wir während unserer Urlaube kommen. Genau diese Kulinarik gibt Reisen die Würze und mcht sie so noch spannender.

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Leider kann man keine 365 Tage im Jahr umher reisen und sich durch die Küchen dieser Welt schlemmen. Wenn mich die Sehnsucht nach exotischer Küche oder internationalen Gaumenfreuden packt, dann habe ich ein paar Strategien entwickelt, die mir helfen die Distanz zwischen Alltag und Urlaub zu meistern. Meine Tipps sich schlemmend gegen Fernweh zu stemmen, findest du hier und vielleicht auch gleich noch ein paar Ideen soziale Kontakte zu pflegen.

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Kick-Starter

Gute Laune durch Düfte und Verwöhnaroma – mit einem Besuch in der nächsten Kaffee- oder Teebar startest du frisch und motiviert in den Tag. Sei es beim hippen amerikanischen „Coffee-to-go“, beim Barista aus Ecuador oder in einem dieser asiatischen Teegenuss-Tempel. Du wirst feststellen, dass außergewöhnliche Gewürze, das Aroma feinster Bohnen und der sinnliche Duft von Fruchtmischungen, dich verführen und deine Gedanken schon am Morgen in die Welt hinaus tragen werden.

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Küche zur Welt

Der einfachste Weg wie du dir Urlaubsfeeling erschlemmen kannst, ist natürlich ins entsprechende Restaurant zu gehen! Eine Vielzahl von Apps machen es dir heute möglich, auf schnellstem Weg an die leckerste und exotischste Küche zu kommen. Einfach die Geschmacksrichtung eingeben, Umkreissuche starten und im nächsten Moment sitzt du schon vor einem leckeren Mangolassi, kubanischem Grillhuhn, hausgemachten, polnischen Piroggen oder einem südafrikanischem Bobotie.

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Ein Topf voller Glück

Warum immer das kochen, was man schon kennt? Warum nicht einfach mal das ausprobieren, was man im Urlaub so geliebt hat? Nur Mut! Das Netz ist voller Ideen und Rezepten die dir ganz entspannt beibrigen, wie man das Lieblingsgericht aus dem letzten Urlaub nachkochen kann. Und wenns mal schwieriger wird, dann schau doch einfach nach Anleitungen in YouTube Videos. Step by step und praxisnah bekommst du hier eine Anleitung, wie du aus deiner heimischen Küche eine internationale machst!

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Charmantes Umfeld

Du kannst gar nicht kochen? Auch kein Problem. Wie wäre es mal im Freundes oder Bekanntenkreis nachzufragen? Wir haben doch alle inzwischen ein multikulturelles Umfeld. Du wirst staunen, wie gut die Resonanz ist, wenn du dich auch für die Küche deiner Mitmenschen interessierst. Was denkst du, wie stolz dein italienischer Nachbar ist, mal für dich nach Muttis Rezept zu kochen? Oder wie sehr sich die polnische Studienkollegin freut, wenn du dich für ihre Kochqualitäten interessierst. Mit etwas Charme und einem netten Entgegenkommen wird ein gemeinsames Essen, auch gleich noch ein kulinarischer Exkurs in ferne Länder.

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Du kannst das

Was man selbst nicht kann, dass kann man ja auch immer noch lernen. Beleg doch einfach mal einen Kochkurs und lass dir dort bringen, wie man indisch, markokkanisch oder spanisch kocht. Schulen und VHS-Kurse dafür gibt es wie Sand am Meer, da solltest du schnell fündig werden und neue Kontakte zum gemeinsamen Schlemmen gibts gleich noch dazu!

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Er kann es

Okay, okay du hast vielleicht wie ich, kein Talent für die Küche, willst aber doch am liebsten daheim genießen? Dann gönn dir doch mal was und buch dir einen Koch! Ja auch das gibt es. Und warum soll man sich nicht auch mal selbst belohnen und sich verwöhnen lassen? Einen Anlass braucht es dafür nicht. Etwas Sehnsucht nach fremdländischer Küche reicht vollkommen aus und dein kochlöffelschwingender Küchenchef wird dir jeden Wunsch erfüllen.

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Basar der Köstlichkeiten

Hast du schon mal dran gedacht, dass auch ein Markt ein perfekter Ort sein kann, um sich um die Welt zu schlemmen? Basare sind seit Jahrhunderten der zentrale Treffpunkt und Umschlagsplatz für Lebensmittel aus der ganzen Welt. Hier findest du das Gewürz aus Indien, den Tee aus Bali und die Kakaofrucht aus Brasilien. Oder gleich den perfekten Stand, an dem dir dein Lieblingsgericht aus Thailand frisch zubereitet wird.

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Ums Eck

Hast du schon mal dran gedacht, dass auch der Getränkehändler ums Eck deinen Durst nach Fernweh stillen kann? Ein Cider aus Namibia, ein Wein aus Chile und das Bier aus Irland können schon eine jede Menge Weltenschmerz stillen. Dazu genießt du einfach eine Doku aus deinem Lieblingsreiseland und träumst dich zurück zu unbeschwerten Zeiten.

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Tricky

Kennst du schon den Hoteltrick? Mann muss nicht eingecheckt sein, um in einer Hotelbar leckere Cocktails mit heißen Brasilianerinnen, unterkühlten Asiaten oder lustigen Finnen zu trinken. Und so ein Mixgetränk hat gleich noch den Vorteil, dass es dich wieder an den Strand und damit zur letzten Beachparty zurück beamt!

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Branchentreff

Auch auf Messen kann man international Essen. Schon mal dran gedacht auf einer Reise- oder Foodmesse vorbei zu schauen und dort so richtig zu schlemmen? Nein? Dann solltest du das unbedingt mal ausprobieren, denn gerade hier lässt man sich nicht lumpen und bringt die besten Köche und Spezialitäten mit. Einfach im Netzt nach entsprechenden Fachmessen suchen und gleich noch Ideen für die nächste Reise mitnehmen!

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Ideenreich

Du hast noch mehr Ideen wie man sich schlemmend gegen das Fernweh stemmt? Dann her damit! Ich freue mich immer über Anregungen oder Feedback. Schreib mir einfach im Kommentarfeld und lass mich wissen welche Strategien dir helfen.

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Honduras Ι Copán Ruinas & das Geheimnis der Maya-Ruinenstadt

Noch immer habe ich die Augen geschlossen und versuche zu verstehen, was dieser Ort mit mir macht. Ich atme tief, gerade so als könnte ich ich die Magie und alles Zauberhafte, was mich umgibt in mich aufsaugen. Jedes Knarzen der Riesenbäume, jeden Ruf der Aras und jeden Windstoß versuche ich bewußt wahr zu nehmen. Was ist es, was einen hier so fesselt?image-2015-09-16(25)Wir sind nach Honduras gereist und besuchen die weltberühmten Ruinen von Copán. Sie sind Zeitzeugen der weit über 1.000 Jahre alten Maya-Dynastie und Sinnbild einer untergeganenen Kultur. Direkt am Eingang begegnen wir dem heiligsten Vogel der Maya, dem Ara. Wiederangesiedelt im archäologischen Park hat er hier eine alte, neue Heimat gefunden. Und mit diesen Vögeln wirkt es fast so, als sei ein Teil der Vergangenheit zurück gekehrt und hat der versteinerten Geschichte neues Leben eingehaucht. Überall auf den Ruinen findet man ihr Abbild, in Fels gehauen und als Skulpturen an den Tempeln für alle Zeit verewigt und nun zurück. Lebendig, laut und farbenfroh.image-2015-09-16(31)Wir stehen in der Schatzkammer von Honduras, inmitten einer grünen Oase umringt von meterhohen Stelen, steinernden Pyramiden und knarzigen Riesebäumen. Nein, ich hatte keine Vorstellung was mich hier erwarten würde und noch immer weiß ich nicht, was dieser Ort mit mir macht. Es ist nicht die erste Mayastätte die ich besuche und ich habe mich auch nie besonders für die Geschichte dieses Volkes interessiert. Wohl sind sie untrennbar mit der Kultur und Historie Lateinamerikas verbunden, aber emotional bewegt hat mich das nie.image-2015-09-16(8)Doch hier ist es anders. Dieser Platz hat eine Ausstrahlung, die sich mit Worten kaum beschreiben läßt. Wieder schließe ich meine Augen, drifte ab und ertappe mich dabei mir vorzustellen wie es hier rund 200 Jahre nach Christi ausgesehen haben mag. Ich erinnere mich an die Erzählungen um das Wissen der Maya, ihr Interesse an Sternen, Kunst und Architektur. Fast lebendig werden die Bilder in meinem Kopf beflügelt durch die Mystik, die diesem Ort beiwohnt.image-2015-09-16(26)Langsam steige ich die Treppen zur Akropolis hinauf und erst jetzt erschließt sich mir das Gesamtbild der Anlage. Vor mir der Große Platz, mit Ballspielplatz und Hieroglyphentreppe. Hinter mir die zwei Plaza´s mit Altar und Palast. Und über allem thronen majestätisch diese Riesenbäume. Mit ehrwürdigem Staunen bewundere ich ihren Überlebenswillen. Auf den kargen Steinmauern haben sie jede Niesche genutzt um Wurzeln zu schlagen. image-2015-09-16(27)Inzwischen sind es sehr mächtige Wurzeln und sie geben diesem Ort die Anmutung eines Märchenwaldes. Hatte ich mir nicht genau so als Kind einen Fabelwelt vorgestellt? Müßten diese Bäume nicht gleich erwachen, mir mit ihren Ästen die Hand entgegen strecken, um mich dann in ihr Reich zu entführen? Ja, genau diese Anmutung hat es hier. Ich fühle mich als schlafwandle ich durch einen Traum, erschaffen aus der Gedankenwelt eines kleinen Mädchens. image-2015-09-16Doch dieser Platz ist real. Ich kann ihn fühlen. Die durch die Sonne erhitzen Steinmauern, die schroffe Rinde der Bäume und die raue Oberfläche der Skulpturen. Ich bin von mir selbst überrascht, wie gefesselt ich von den Tempelanlagen bin und wie sehr mich die Geschichte der Menschen, die hier einst lebten, nun interessiert. Sie waren spirituell, sie hatten Opferplätze und heilige Vögel – wußten sie mehr als wir jetzt wissen? Warum sind sie um 900 n.Chr. so plötzlich verschwunden?image-2015-09-16(16)Mein Blick schweift über die dichten Wälder, das satte Grün und diese wildwüchsige Natur und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass lange Dürreperioden die Ursache des Untergang der Maya gewesen sein sollen. Nicht in dieser Gegend des Überflußes. Zumal der Mensch ja auch von jeher weiter zieht, wenn ihn das Land nicht mehr ausreichend ernährt. An die 21.000 Einwohner können ja nicht einfach verschwinden ohne Spuren zu hinterlassen, die man verfolgen kann.image-2015-09-16(33)Oder gab es doch ganz andere Ursachen die zum Untergang dieses Imperiums geführt haben? Dinge die unspirituelle Menschen nicht begreifen können? Geheimnisse, die nur die Mayas kannten? Haben sie uns in den Hieroglyohen ihrer Steintreppe vielleicht doch noch geheime Botschaften hinterlassen, die es zu entschlüssel gilt? Noch immer arbeiten Forscher und Archäologen an der Lüftung ihrer Geheimnisse.image-2015-09-16(35)Zu gerne würde ich verstehen was auf den Steinblöcken verewigt ist, zu neugierig machen mich die riesenhaften Skulpturen ihrer Herrscher und zu interessiert bin ich an den Relikten ihrer Zeit. Sehr lebendig kann ich mir daher vorstellen, wie sich Wissenschaftler mit allergrößter Hingabe um die Lüftung der Maya-Geheimnisse bemühen, wie sie alte Inschriften vergleichen und versuchen Puzzelteil für Puzzelteil zu einem Gesamtbild zusammen zu fügen.image-2015-09-16(36)Doch plötzlich kommt mir der Gedanke, dass ich es gar nicht mehr wissen will. Was, wenn die Lösung wirklich eine ganz simple ist? Verliert dann dieser Ort seine Magie? Muß dann Vorstellung nüchterner, belegbarer Fakten weichen? Für mich, jetzt und hier und heute steht fest, dass ich keine Erklärung mehr möchte. Zu schön, zu gedankenintensiv, zu abschweifend, zu phantasievoll waren meine eigenen Überlegungen und diese gönne ich auch Jedem der sich wie ich der Magie von Copán Ruinas hingibt.image-2015-09-16(34)Wer nach dieser Geschichte doch neugierig geworden ist, welche Historie sich hinter den Mauern, Stelen und Skulpturen verbirgt und welche sagenhaften Bilder noch verborgen blieben, dem sei mein Folgeartikel im Link empfohlen!

Alleinreisende Frau – Alles Wichtige zu deiner Sicherheit hier!

Sind wir mal ehrlich: Als Frau ist man anderen Gefahren ausgesetzt als ein Mann, gerade wenn man sich nicht in der angestammten Umgebung bewegt. Ob man das nun gerne hört oder nicht. Deshalb gilt es gerade als Alleinreisende ein paar wesentliche Dinge zu beachten. Von der Auswahl des Reiselandes, der Unterkunftsart bis hin zu persönlichen Kontakten – verrate ich dir hier alles, was mich sicher um die Welt gebracht hat.

Diaz LeniAuf meinen allerersten Solo-Reisen war ich auch blauäugig, naiv und leichtsinnig in punkto Sicherheit. Mehr als einmal hätte das übel enden können und nur einem Haufen Schutzengeln habe ich es wohl zu verdanken, dass ich immer unbeschadet blieb. Darauf bin ich ganz sicher nicht stolz und ärgere mich selbst heute noch über so viel Gedankenlosigkeit.

Inzwischen bin ich viel herum gekommen. In der Gruppe, mit Partner aber auch alleine. Ich habe viel gelernt über Sicherheit auf Reisen und wie wichtig diese ist. Sei es in finanziellen Dingen, in puncto Gesundheitsvorsorge oder wenn es um Leib und Leben geht. Dieses Wissen und meine Erfahrungen teile ich gerne, speziell mit Frauen die planen alleine zu reisen und unterwegs zu sein.

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Die richtige Wahl des Reiseziels

Eine sichere und unbeschwerte Reise fängt für mich schon mit der Wahl des Urlaubslandes an. Es gibt immer noch Länder in denen Frauen nichts wert sind, wo ihre Rechte mit Füßen getreten werden und Missbrauch an der Tagesordnung ist. Wenn ich mich also frei bewegen möchte, ist so ein Land wahrscheinlich keine gute Wahl für einen Solo-Trip. Hier würde ich, wenn überhaupt die Sicherheit einer Gruppe oder des Partners vorziehen.

Allerdings sollte man dabei auch ganz genau prüfen wo Gewalt gegen Frauen stattfindet – ist es häusliche Gewalt oder findet sie auf der Straße statt? Oder auch, inwieweit Einschränkungen für Frauen gelten. Entsprechend den Rechercheergebnissen würde ich mich dann in diesem Land frei bewegen und gegebenfalls nur in touristischen Hochburgen bleiben. Wußtest du zum Beispiel, dass es auch Länder gibt, in denen Frauen nicht Autofahren dürfen? Wenn du ein Road Trip – Fan bist, dann ist dieses Land vielleicht nicht das richtige für dich. Oder du musst dir einen zuverlässigen Fahrer organisieren. Dinge also, über die man sich unbedingt vor Reiseantritt Gedanken machen muss.

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Selbstbewusstes Auftreten

Wie oft beobachte ich Frauen, deren Körperhaltung schon von Angst, Eingeschüchtertheit und Unsicherheit spricht. Hier ist die Aussage ganz klar: „Ich kann dir nichts entgegensetzen, du wirst leichtes Spiel bei mir haben“ und das macht sie bei potentiellen Tätern zu leichten Opfern. Wer stolz und stark auftritt, an den wagt man sich nicht so einfach heran. Deshalb ist schon ein selbstbewusstes Auftreten ein wichtiger Punkt.

In meiner Anfangszeit in Südafrika (ich habe dort gelebt) habe ich diese Haltung selbst an mir beobachtet und mit einem Selbstverteidigungskurs darauf reagiert. Es war beachtlich was sich allein durch mein neues, selbstbewusstes Auftreten verändert hat. Deshalb möchte ich es anderen Frauen unbedingt ans Herz legen stark aufzutreten und gegebenenfalls vorher an ihrer Körpersprache zu arbeiten.

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Kontrolle behalten

Wer die Kontrolle über sich verliert, wie zum Beispiel durch Drogen oder Alkohol macht sich ebenso zu einem leichten Opfer. Wer in Bars oder Diskotheken völlig betrunken und unzurechnungsfähig rumhängt, ist ein leichtes Ziel für Täter, da mit keinerlei Gegenwehr zu rechnen ist. Deshalb sage ich ganz klar, dass man wenn man allein unterwegs ist, nie die Kontrolle über sich verlieren sollte. Sich mit Alkohol abschießen kann man, wenn man vertraute Personen dabei hat, die zur Not die Verantwortung übernehmen, wenn man es selbst nicht mehr kann.

Ich achte außerdem drauf, dass mir niemand Drogen ins Glas tut und habe Wertsachen immer am Körper. Deswegen habe ich aber nicht weniger Spaß. Im Gegenteil. Ich habe so sichergestellt, dass ich die nächsten Tage auch sorgenfrei und unbeschadet meinen Urlaub genießen kann.

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Pfefferspray & Co.

Ich bin kein Fan von Waffen und Co. Auch an Pfefferspray in der Tasche scheiden sich die Geister, da es oft auch gegen die Frau selbst eingesetzt wird. Ich hatte auf Reisen bisher noch keines dabei. In manchen Ländern ist es sogar verboten. Außerdem kann es schwierig werden, dieses im Flieger zu transportieren, da es im Handgepäck nicht erlaubt ist und es selbst im Koffer Probleme geben kann.

Hier möchte ich nicht in die ein oder andere Richtung einen Ratschlag geben. Wenn es das Sicherheitsgefühl stärkt und du dich damit wohl fühlt, dann ist es sicherlich völlig ok. Klär nur vorab in welchen Ländern es verboten ist, wie die Airline es transportiert und wo du es ggf. im Ausland kaufen kannst.

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Selbstverteidigungskurs

Mindestens einen Kurs zur Selbstverteidung sollte jede Frau mal belegt haben. Einfach weil sie wirklich nützlich sind und sei es, dass man sich über seine eigene Stärke bewußt wird. Es gibt viel Sicherheit, wenn man mit ein paar Handgriffen einen Täter abwehren kann.

Aber mir ist auch völlig klar das man, wenn man nicht im ständigen Training ist, das Gelernte wahrscheinlich nicht mehr reflexartig anwenden kann. Ich halte Selbstverteidigungskurse als Reisevorbereitung also in der Hauptsache für sinnvollm um das eigene Auftreten und die Selbstsicherheit zu stärken. Und dafür sind sie wirklich gut.

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Zwischen Flexibiliät und Planung

Ich liebe es selbstbestimmt und frei unterwegs zu sein. Trotzdem ist mir Sicherheit wichtig und ich versuche auch dem gerecht zu werden. So vermeide ich es zum Beispiel nachts irgendwo anzukommen. Lässt sich eine nächtliche Anreise nicht vermeiden, dann habe ich eine Unterkunft vor gebucht. Oft kann man nicht einschätzen wie sicher es auf dem Weg von der Haltestelle bis zum Quartier ist. Um dort auch wohlbehalten anzukommen nehme deren Shuttle in Anspruch oder ich rufe mir ein Taxi.

Das kostet gegebenenfalls etwas mehr, gibt mir aber die nötige Sicherheit. Das plane ich einfach schon bei der Unterkunftssuche mit ein. Buchungswebsiten machen es einem leicht nach Shuttle vom Flughafen und Entfernung zum Ankunftsort zu suchen. Macht man sich diese Tools zu nutze, kann man so die Kosten für den Transport minimieren. Gegebenenfalls reist man bei Tageslicht weiter zur Wunschunterkunft.

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Orientierung

Wisse wohin dein Weg dich führt und vor allem wie du wieder zurück findest. Ich lasse mich auch gerne treiben, tauche ein in eine neue Stadt und laufe ziellos herum. ABER ich weiß dann auch, welche Stadtvirtel ich besser zu meiden habe. Wo man sich nachts nicht bewegt und vor allem wie ich wieder nach Hause finde.

Ich hab die Adresse der Unterkunft dabei und speichere mir diese vorab im Navi ab. Daheim im Wlan funktioniert das besser als im Reiseland selbst.

Außerdem drucke ich mir eine Umgebungskarte aus. Diese kann man dann Bus- und Taxifahrern oder Locals zeigen und irgendwer hilft einem dann meistens, den Weg zur Unterkunft zu finden.

Gerade wenn ich die Sprache nicht beherrsche, dann kann ich auf der Karte zeigen, wohin ich will. Besonders dann, wenn das Smartphone mit Navi längsst keinen Akku mehr hat nach einem langen Tag.

Auch hilft es, wenn du vorab die Verbindungen checkst und die Rufnummer das Taxiunternehmen hast. Sei flüssig um dieses dann auch zahlen zu können.

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Unterkunft

Wer aufs Geld schauen muss, der entscheidet sich oft gegen Hotels. Hostels, Airbnb und Couchsurfing machen es einem heutzutage leicht, günstig zu reisen. Aber auch hier gibt es Gefahren, die man kennen sollte und für sich minimieren kann. Daher hier mein Rat:

Airbinb/ Couchsurfing – Such dir eine Frau als Host oder eine Gastfamilie. Schau dir deine Gastgeber vorab gut an. Vertraue auf verzifizierte Hosts. Tritt vorab in Kontakt via Mail oder Skype. Lies die Kommentare anderer Reisender und wäg dann ab ob du die Unterkunft bzw den Gastgeber wählst.

Hostel – Wenn du dich nachts im Zimmer mit freumden Menschen nicht wohl fühlst, dann buch ein Einzelzimmer. Hast du Bedenken mit Männern im Schlafsaal, dann ist ein reines Frauenzimmer die richtige Wahl für dich.

Wer ganz ängstlich ist, der sollte sich vielleicht spezielle Frauenhäuser oder Reiseanbieter suchen, die sich darauf spezialisiert haben. Hier gibt es eine Fülle an Angeboten.

Oder wie wäre es im Wohnmobil unterwegs zu sein? Auch hier gibt es taffe Frauen die so die Welt für sich entdecken.

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Taxifahrten

Viele Frauen wissen gar nicht, dass auch Taxis ein Risiko sind. Noch immer gibt es viele Länder wo diese nicht stattlich registriert und kontrolliert sind. Auch das sollte man sich bewusst machen und ggf. vorher in Erfahrung bringen. In Rio de Janeiro zum Beispiel wird jedem Reisenden ans Herz gelegt, nur stattlich zugelassene Taxis zu nehmen. Für Frauen gelten diese „Regeln“ doppelt!

Auch kann man direkt beim Taxiunternehmen nach einer Frau als Fahrer fragen, wenn man sich mit einem Mann unwohl fühlt. In jedem Fall sollte man immer auf sein Bauchgefühl hören, wenn man in ein Taxi steigt. Ist einem der Fahrer suspekt, dann lieber abwinken und das Nächste nehmen. Stell sicher, dass du immer genügend Geld dabei hast. Sollte der Fall eintreten, dass nachts mal keine Busse mehr fahren, dann muss das Geld noch fürs Taxi reichen.

Achtung wenn du bisher auf der Beifahrerseite eingestiegen bist. Auch das wird in manchen Ländern als „Aufforderung“ verstanden. Setzt dich lieber nach hinten.

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Angemessene Kleidung im Urlaub

Ja, wir sind Frauen und stolz darauf schön, sexy und kurvenreich zu sein. In Ländern wie Brasilien darf man das sicherlich auch gerne und reichlich zeigen. Ganz anders sieht es in muslimischen Ländern aus. Und auch in den meisten Gotteshäusern dieser Welt ist angemessene Kleidung ein Muß. Kein tiefer Ausschnitt, keine freien Schultern, keine kurzen Röcke und manchmal sind sogar ein Tuch oder Mantel vorgeschrieben.

Mir ist klar, dass viele Frauen sich dagegen streuben, weil es für sie nicht mehr ins heutige Weltbild paßt. Trotzdem: Wem das missfällt, der sollte sich von vorn herein ein Reiseland aussuchen in dem es lockerer gesehen wird. Anstatt zu provozieren und in diesen Ländern Gefahr zu laufen mit Strafen oder gar Gefängnis bedacht zu werden.

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Schmuck und teure Kleidung

Natürlich sieht man als Frau gerne adrett aus und schmückt sich auch gerne mal. Dagegen ist auch nichts einzuwenden, wenn man sich in sicherem Terrain wie etwa der Hotelanlage bewegt. Wer aber backpack die Welt erkundet, der sollte ich gut überlegen, wieviel er aufträgt. Jeder Wert den man mit sich herum trägt macht einem zum potentiellen Ziel für Diebe.

„Wer nichts hat, dem kann auch nichts genommen werden.“ so halte ich es. Einfache Kleidung, kein Bling Bling und erst Recht kein teurer Schmuck. Überdenk einfach vorab, wo und wie du dich bewegst und ob auf der Strecke Gefahren lauern. Vielleicht ist weniger Schmuck dann einfach mehr Sicherheit?

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Handtasche

In Deutschland oder auch in Europa sind wir es gewohnt unsere Handtasche über die Stuhllehne zu hängen oder auch offen mit uns herum zutragen. Das mache ich auf Reisen nicht. Meine Tasche hat immer Körperkontakt zu mir und ich sichere sogar den Reißverschluss ab. Bin ich in einer Bar, dann ist die Tasche zwischen meinen Beinen. Laufe ich herum ist sie geschlossen und und der Reißverschluss gesichert durch einen Karabinerhaken. Das macht es selbst gewieften Handtaschendieben schwer sich zu bedienen.

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Handy

Je nach Reiseland empfiehlt sich auch auch im Umgang mit dem Handy etwas mehr Umsicht. Handys sind wertvoll – gerade in armen Ländern können sie das Überleben einer ganzen Familie für lange Zeit sichern. Deshalb hält man sich besser bedeckt und zeigt seinen Wohlstand nicht. Ich laufe also nicht mit Smartphone in der Hand durch die Gegend. Muss ich etwas nachlesen, dann im Schutze der Handtasche. Will ich telefonieren, dann suche ich mir vermeidlich sichere Orte dazu. Manchmal verzichte ich auch ganz aufs teure Smartphone und bin mit einem Billighandy unterwegs. Daran hat Niemand ein Interesse und ich laufe nicht Gefahr Opfer eines Überfalls zu werden.

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Frau im Nachtleben

Für viele gehört auch nächtliches Ausgehen zum Urlaub dazu. Grundsätzlich zu sagen, dass man das in manchen Ländern gar nicht tun sollte halte ich für Quatsch. Natürlich passiert nachts mehr, es gibt dunkle Ecken und komsiche Gestalten auf der Straße. Das gibt es in Frankfurt genauso wie in Sao Paulo, Kapstadt oder New York, vielleicht sogar in der direkten Nachbarschaft. Wichtig ist einzig das ihr wißt, wie ihr euch richtig und vor allem sicher ins Nachtleben stürzt. Informiert euch einfach, welche Locations gut geeignet sind und wie ihr unbeschadet dahin und zurück kommt.

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Neue Kontakte

Als Alleinreisende kommt man auch viel mit Menschen in Kontakt. Das liebe ich besonders. Natürlich birgt das auch Gefahren, wenn man allzu leicht vertraut. So gern ich die Menschen gewonnen habe, ich treffe mich die ersten Male auf neutralem Boden mit ihnen und teste ein wenig aus, wie vertrauenswürdig sie sind und was mein Bauchgefühl dazu sagt. Erst dann lasse ich mich zu ihnen nach Hause einladen.

Noch spezieller ist es, wenn der neue Kontakt ein Mann ist. Mädels seid hier wirklich doppelt vorsichtig und geht nicht zu leichtfertig irgendwo mit hin. Liebesgesäusel hin oder her. Wie viele Frauen wurden schon Opfer ihrer Leichtgläubigkeit und haben es bitter bereut. Teste ihn, googel ihn und komm mit seinem Umfeld in Kontakt bevor du dich auf irgendwas einlasst, was du später bereuen könntest. Öffentliche Plätze, Bars & Cafés bieten eine Sicherheit die seine Wohnung nicht hat. Erst wenn du dir absolut sicher bist, dass er es ernst meint und du dir auch mehr vorstellen kannst, dann lass dich drauf ein.

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Liebe, Sex und Leidenschaft

Verliebt sein im Urlaub und viel körperliche Nähe sind toll. Spontaner Sex für viele sicherlich auch. Ungeschützter Sex aber ganz sicher nicht. Auch wenn du dazu gedrängt wirst, lass es! Kennst du die HIV-Rate im Reiseland? Weißt du mit wie viel verschiedenen Partnern das Ziel deiner Begierde schon im Bett war? Welche Krankheiten sie vielleicht haben? Kennst du dich aus, was noch so alles übertragen werden kann? Willst du deinem Kind irgendwann mal erklären, dass du den Namen des Vaters nicht kennst, weil es flüchtig war? Gefühle und Lust sind das Eine. Verantwortung dir und deinem Körper gegenüber das Andere. Also Kopf an und Kondome in die Tasche – dann ist auch gegen Sex auf Reisen nichts zu sagen.

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Notfall

Ist doch etwas passiert – du wurdest überfallen, ausgeraubt oder mißbraucht – dann kenne die Anlaufstellen. Sei es die Rufnummer der Polizei, das nächste Krankenhaus oder die deutsche Botschaft die dir helfen kann. Speicher einen Notfall Kontakt in deinem Handy ab. Weltweit gilt der Standard ICE. Er bedeutet „In case of emergency„. Die entsprechenden Nummern auf dem Handy als „ICE“ gespeichert, erleichtert im Notfall die Verständigung von Angehörigen und die Identifikation von Verunfallten.
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Fazit

Mir ist natürlich völlig klar, dass man nie ausschließen kann, das etwas passiert. Aber ich sage ganz klar, dass wir mit Bedacht und richtigem Handeln das Risiko minimieren können.

Daher ist für mich die wichtigste Regel, sich stets besonnen zu verhalten. Sich den Punkt „Sicherheit“ auch unterwegs immer wieder vor Augen zu führen und danach zu handeln.

Sei es das Pfefferspray in der Tasche oder das Selbstbewusste auftreten. Auch sollte man wissen, welche Plätze man, zu meiden hat oder wo man im Notfall schnell Hilfe bekommt.

Entgegen aller Angstmache oder jeglicher Konventionen sollten wir Frauen uns durch nichts davon abbringen lassen die Welt für uns zu entdecken. Wir sollten nur sicher stellen, dass auch gefahrlos zu tun.

In diesem Sinne: #get up & stay safe!

#infoWer mehr über Sicherheit auf Reisen erfahren möchte, der klicke sich am Besten durch meine gesammelten Infos. Vom Umgang mit Geld und Papieren bis hin zur Sicherung deiner Urlaubsfotos findest du im Reiter #Mehrwert oder im LINK alles, was dir weiterhilft!

 

Urlaub mit Hund – Reise-Tipps für Zug, Auto & Flugzeug

Ein Hund ist für viele ein Familienmitglied und so darf er natürlich auch in der schönsten Zeit des Jahres nicht fehlen. Doch damit das Tier den Urlaub nicht als Strapaze empfindet, gilt es Einiges zu beachten und eine gute Planung kann dabei helfen.gluecksmomente7

Freifliegendes Tier – Hundsmäßig daneben:

Winselnd und zitternd sitzt die kleine Hündin „Jackie“ auf der Rückbank im Auto und stirbt tausend Tode wenn das Fahrzeug in Bewegung ist. Bei jedem Bremsvorgang landet sie unsanft im Fußraum und kämpft sich anschließend mühevoll zurück auf den Sitz. Als dann auch noch die Verkehrspolizisten auf dem Rastplatz bemerken, dass das Tier alleine bei 30 Grad im Auto zurückgelassen wurde ist Schluss mit lustig. Nachdem der Halter nicht auffindbar ist, wird die Scheibe eingeschlagen, Jackie in die Obhut von Tierschützern gegeben und dem Halter ein saftiges Bußgeld auferlegt. Zu Recht!

Cleveres Herrchen – Glücklicher Wauwau:

Viele Halter sind sich überhaupt nicht bewusst, dass es Dinge gibt, die sie beachten müssen, wenn sie mit ihrem vierbeinigen Liebling in die Ferien starten. Dabei geht es in erster Linie um die Sicherheit des Tieres, die an gesetzliche Regelungen geknüpft ist. Halter sollten sich vor ihrer Urlaubsbuchung schon überlegen, was sie ihrem Tier zumuten können und wie der Hund ordnungsgemäß transportiert werden kann.

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Bahnreise mit Hund – es kann so einfach sein:

Zwar müssen Hunde bei einer Reise mit der Bahn einen Maulkorb tragen, aber dies gilt zu beider Seiten Sicherheit und sollte positiv bewertet werden. Bei der Bahn gilt ein Tier bis zur Größe einer Hauskatze als Gepäckstück und darf in der Regel gratis mitreisen. Vorrausgesetzt der Hund gilt als ungefährlich und wird in einer geschlossenen, wasserdichten Transportbox mitgeführt. Anders verhält es sich bei größeren Tieren, die nicht im Transportbehälter und als Handgepäck transportiert werden können. Hier muss der halbe Fahrpreis kalkuliert werden. Bei speziellen Preisangeboten und Nachtzügen gibt es Ausnahmeregelungen zum Transport von Tieren. Hier informiert man sich am besten direkt bei der Bahn. Dies empfiehlt sich auch, wenn eine Grenze passiert wird. Denn die Auflagen für Tiere können bei der Bahngesellschaft des Ziellandes schon wieder ganz anders sein.

Der Vierbeiner im Auto – Tierisch beachtenswert:

Schwieriger wird es im Straßenverkehr. Hier gibt es ganz klare Regeln zum Transport von Tieren. Wer sich daran nicht hält, kann bis mit bis zu drei Punkten und einem Bußgeld bis 50 EUR bestraft werden. Wer also mit Hund zum Urlaubsdomizil fährt, dem muss klar sein, das sein Tier nicht im Auto rumklettern darf. Kleinere Vierbeiner reisen am besten in einer geeigneten Transportbox, die auf dem Beifahrer- oder Rücksitz sicher befestigt werden muss. Für größere Tiere gibt es spezielle Hundesicherheitsgurte, die sich gerade auf langen Fahrten bewährt haben. Bei Kombis und Vans empfiehlt sich ein solides Trenngitter oder Sicherheitsnetz zur Abtrennung zwischen Fahrerbereich und Ladefläche. Bei Pickups mit separatem Laderaum ist zudem auf ein geöffnetes Fenster zu achten. Dieses sollte in eigenem Interesse so gesichert sein, dass der Hund es nicht aufschieben und aus dem Fahrzeug springen kann.gluecksmomente11

Wie Du mir – So ich Tier:

Dem Tier zuliebe sollte auf Autofahrten bei großer Hitze verzichtet werden. Hier ist zu überlegen, ob man nicht besser nachts oder in den frühen Morgenstunden fährst. Selbstverständlich ist auf langen Fahrten besonders auf Frischluft, regelmäßige Pausen, ausreichend Flüssigkeit und Ausgang zu achten. Ist ja für uns Menschen auch nicht anders!

Stillstand ist der Tod – Der Hund kommt mit:

Es sollte vermieden werden, dass das Tier alleine im Auto zurückbleibt. Ganz besonders gilt das an warmen Tagen, denn hier wird das Fahrzeug für ihren Hund innerhalb von Minuten zur Todesfalle. In kürzester Zeit kann sich ein Auto auf über 70° Celsius Innentemperatur aufheizen, was sich auch mit einem leicht geöffneten Fenster nicht regulieren lässt.  Hunde haben nur wenige Schweißdrüsen und versuchen ihre Körpertemperatur durch Hecheln zu regulieren. Was sie unter solchen extremen Bedingungen im Wagen nicht mehr schaffen. Sie erleiden irreparable Organschäden oder sogar einen Herzstillstand. Selbst Tiere die Rettung aus einer solchen Situation erfahren haben, sind später qualvoll an den Folgen der Hitze gestorben. Diese Gefahr droht bereits bei „nur“ 20 Grad Außentemperatur!gluecksmomente4

Up in the Air – Mit Pfiffi im Flieger:

Wird das Urlaubsziel mit dem Flugzeug angesteuert steht dem Tier so richtig Stress bevor. Gänzlich fremde Geräusche, der Druck der Höhe und zum Teil auch noch die Kälte des Frachtraums. Nur kleine Hunde dürfen bei Airlines in einer geeigneten Transportbox im Handgepäck transportiert werden. In der Regel gilt dies bis zu einem Gewicht des Tieres von bis zu 5 kg – in Abhängigkeit mit den Regularien der Fluggesellschaft. Große Hunde müssen als Übergepäck im Frachtraum fliegen. Hier gilt es vorab mit der Airline die genauen Bedingungen für den Transport abzuklären und sicherzustellen, dass es das Tier warm genug hat.

Bitte recht freundlich – Der Ausweis für den Hund:

Ganz wichtig und verpflichtend für alle Reiseziele auch innerhalb der Europäischen Union ist der EU-Heimtierausweis. In diesem Dokument muss der gültige Impfschutz gegen Tollwut vom Tierarzt dokumentiert sein. Mit Ausstellung des Passes wird dem Hund ein Mikrochip als Erkennungsmerkmal implantiert. Auch ist es sinnvoll sich vor Reiseantritt beraten zu lassen, welche eventuellen Krankheitsrisiken es für den Hund im Zielort gibt. Ein Tierarzt kann zudem über etwaige Einfuhr- und Quarantänevorschriften informieren und wertvolle Tipps für eine zweckmäßige Hunde-Reiseapotheke geben.

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Kuscheldecke & Co. – Zufriedenheit zahlt sich aus:

Neben all diesen wichtigen und notwendigen Kriterien, gilt es natürlich auch das Wohl des Hundes im Auge zu behalten. Tiere die zu Panik neigen sollten an den Transport in den Urlaub gewöhnt werden. Dazu gehört, dass ihnen die Reisebox nicht unbekannt ist, dass sie ans Autofahren gewöhnt werden oder auch schon mal auf kurzen Bahnstrecken mitgenommen werden.

Ein Tier mit Angst lässt sich, am besten durch Dinge beruhigen die es von daheim schon kennt. Das kann seine Decke, sein Kuschelkissen oder sogar das Hundebett sein, was man mit in die Transportbox legt.

Lässt sich der Hund immer noch nicht beruhigen, kann über die Zugabe von homöopathischen Tropfen nachgedacht werden. Speziell ausgebildete Tierärzte können hier weiterhelfen.gluecksmomente6

Grenzgänger – Mit Hund ins Ausland

Alle wichtigen Informationen, was man vor Reisen mit Hund ins Ausland beachten muss und ob vielleicht der Hund gar nicht mitdarf, erfährst du im LINK.

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Feedback & Tipps

Ich hoffe, all meine Tipps helfen, dass Herrchen und Frauchen sowie das Tier entspannt im Urlaub ankommen und eine unbeschwerte Zeit genießen können. Gerne freue ich mich über dein Feedback zu diesem Artikel oder auch Tipps die du noch hast, um anderen Hundehaltern zu helfen. Nutze dazu einfach das Kommentarfeld und lass mir deine Nachricht da. Dankeschön!

#infoDas Bildmaterial hat mir freundlicherweise Rona Neff von Glücksmomente Fotografie zur Verfügung gestellt. Wer sich für ihre Arbeit interessiert wird über ihre Website, ihren Facebook-Account oder über ihr Instagramprofil fündig.

Busfahrt des Grauens – Unterwegs in Bolivien

Ja man hat uns betrogen. Statt in schnieken Ledersitzen & einem passablen Bus sitzen wir in einer runtergekommenen Schabracke. Komfortabel und modern sah der Bus auf dem Verkaufsschild aus. Wegen der bequemen Schlafsessel haben wir ihn dann gebucht. Mit Lederbezug und Fußklappe sollten diese sein, damit wir eine erholsame Nacht haben, wenn die Fahrt schon die ganze Nacht lange dauert.

Dieses Gefährt hat rein gar nix mit dem zu tun, was uns vorgegaukelt wurde. Der Bus ist runtergerockt ohne Ende. Alles klappert, die Stoffpolster sind versifft, die Gardinen zerschlissen, die Fenster verschmiert, der Boden erzählt die Essensgeschichten ganzer Generationen von Busgästen und eine Toilette gibts natürlich auch keine und das im Überlandbus!

Bei 12h Fahrt könnte das einigermaßen Schweißperlenauf auf der Stirn & Druck auf der Blase bedeuten. Immerhin die Heizung geht, wobei 50 Grad warme Füße auch kein Wohlbehagen wecken. Und auch löblich ist, dass sich die Fenster aufschieben lassen. Von Frischluft ist aber keine Spur, dafür stinkt die Schabracke viel zu stark. Abwechselnd nach Abgasen und Kupplung oder Bremse.Bus, Bolivien

„Pfiiiiieeeeef“  macht jedes Bremsgeräusch was deutlich hörbar ist. Je nach Kurve auch schon mal Pfiiiiiiiiiiiiiiieeeeeeeeeffffffiiiiiiieeeeefff“. Ach und totes Tier rieche ich auch von draußen. Dafür kann aber die Schabracke nichts. Den Geruch kenne ich von brasilianischen Straßen. Untrüglich ist dieser widerlich süssliche Gestank, der bei mir sofortigen Würgereiz auslöst. Die Kupplung aka Bremse kommt mir nun zur Hilfe und löst den Tiergeruch ab.

Langsam glaub ich meine Socken brennen. Die Heizungshitze ist schier unerträglich. Eine Nachfrage nach Abschalten nutzt aber rein gar nichts. Das Ding heizt eh weiter. So gut kenne ich Busse in Südamerika nun schon. Die Strecke scheint derweil nur aus Bremsvorgängen zu bestehen. „Pfiiiiieeeeef“, „Pfiiiiieeeeef“, „Pfiiiiieeeeef“ am laufenden Band. Schlafen kann ich so definitiv nicht. Zwar ist es stockdunkel im Bus, so dass man nicht mal seine eigene Füsse sieht, aber dieses ständige“Pfiiiiieeeeef“ macht mich kirre.

Derweil hat der Vordermann jetzt seinen Sitz nach hinten umgelegt & liegt mir schier auf dem Schoss. Mein Aktionsradius hat sich damit um 80% verkleinert. Die Füße wissen nun auch nicht mehr wohin. Ob ich ihm den Kopf kraule damit er schläft & endlich Ruhe gibt? Besser nicht wenn man die allgemeine Hygiene im Land kennt. Ideal wäre die Position schon.

Ich fange derweil an „36 Grad und mir wird noch heißer“von 2raumwohnung zu summen. Ganz leise natürlich. Nur zu meiner eigenen Ablenkung. Beim Jacke ausziehen muss ich aufpassen, dass sich mein Sitznachbar keine fängt. Sehen kann ich ihn ja nicht. Immerhin das hat schon mal unfallfrei geklappt. Ich versuche nun noch aus den Schuhen zu kommen, aber keine Chance sich vorzubeugen & die Bändchen zu lösen.

Unterdessen meldet sich mein Magen, aber nicht weil er Hunger hat, sondern das Gegenteil ist der Fall. Er denkt an Entladung. Die Vibrationen, Schaukeleien & schauderhaften Gerüche sind einfach nicht seins. Noch könnte ich eine Tablette einnehmen um einem eventuellem Auswurf entgegen zu wirken. Aber die machen so müde und falls die Schabracke doch verunglückt möchte ich bei vollem Verstand sein & mich aus dem Wrack retten können.

Schwere Minuten der Entscheidungsfindung. Banges Wanken zwischen Übelkeit & Überlebenswillen. Noch dazu muss die Tablette mit Wasser eingenommen werden, was das Clo-Problem forciert. Doch dann bringt ein weiteres totes Tier an der Strecke die zwingend notwendige Entscheidung. Die Tablette gewinnt. Die Bedrohung durch Magenentleerung ist akuter als eine eventuelle Rettung aus einem Bus äh Schabrackenwrack.Bus, Bolivien, MasterMit Füßen & Knien schiebe ich den Rucksack nach oben, presse meinen Kopf zwischen Scheibe & Sitz des Vordermanns und weiche geschickt noch seiner Hand aus, die er über seinem Haupt abgelegt hat. Letztlich bekomme ich den Rucksack zu fassen, wühle die Tabletten hervor &  greife beherzt auch die Wasserflasche. Die Schabracke knackt derweil bedrohlich unter mir. Darüber nachdenken mag ich nicht. Zu dringlich ist der Wunsch des Magens sein Leiden zu beenden. Ich gebe ihm was er braucht. 2 Tabletten & ein knapp bemessener Schluck Wasser gehen die Kehle hinunter. Allein der Gedanke an baldige Hilfe scheint ihn ein wenig zu besänftigen. Immerhin muss ich grad mal nicht an eine Brechtüte oder die Fensteroption denken.

Nach 1.5h geht plötzlich das Licht an & der Bus stoppt. Offensichtlich eine Pinkelpause. Schön das, dies einer wörtlich nimmt und unter mir an den nebenstehenden Bus uriniert. Hätten ich die Tabletten jetzt nicht intus hätte ich mich bei ihm besonders ergiebig bedankt. Immerhin bringt diese Zwangspause auch Beinfreiheit & Abkühlung. Nach 10 min. lässt der Fahrer den Motor an und die Passagiere kehren zu ihren Plätzen zurück. Ok nicht alle. Dazu muss er erst loszuckeln. Das scheint so ein Ritual zu sein. Man steigt erst in der allerletzten Minute ein. Dann wenn der Fahrer nicht nur angerollt ist, den Motor hat mehrfach aufheulen lassen, sondern auch noch zornig „Vamos“, „Vamos“ schreit. Ach und hupen. Hupen muss er auch noch, damit der Letzte sich zum Platz zurück bequemt.

Ich frag mich derweil: „Zieh ich die Schuhe jetzt noch schnell aus? Aber dann versenke ich mir womöglich wirklich die Socken an der Heizung. Ich mache es andersrum! Socken aus, Schuhe anlassen. So geht’s. Nun rollt auch die Schabracke wieder an und es sind keine 50m gefahren, da…genau da „Pfiiiiieeeeeft“, heizt und stinkt es wieder. Wann genau setzt die volle Wirkung der Tabletten ein? Ich meine die „Scheißegal-Laune“ & tödliche Müdigkeit? Schlecht ist mir ja nun nicht mehr, da sollten auch die Nebenwirkungen einsetzen. Da braucht man sie mal und dann nix! Kann man den Pharmariesen wegen fehlender Nebenwirkungen verklagen? Immerhin sind sie fester Bestandteil von Ani-Übelkeismedikamenten. Ich nehme sie ohnehin eher als Schlafmittel auf langen Flügen anstatt zu ihrer eigentlichen Bestimmung. Lieber Gott bitte beam mich weg. Heute ist es wirklich dringlich. Weitere 10h ertrage ich das nicht. Pfiiiiieeeeef, Pfiiiiieeeeef, Pfiiiiieeeeef – dringt es weiter durch die Nacht.

Unterdessen meldet sich meine Blase. War ja klar. Kein Anzeichen von Druck während der Pause aber nun direkt nach Abfahrt. Irgendwie kann ich sie aber auch verstehen. Zu viele entsetzliche Anblicke öffentlicher Bus-Stop-Toiletten musste sie schon ertragen. Inzwischen ist der Gedanke an einen Busch schon direkt sexy und an derartige Orte zur Erleichterung war früher nicht mal im Ansatz zudenken. Eine Lady… Egal. Ich muss dieses Gefühl jetzt wegmeditieren, ausschwitzen oder durch die richtige Atemtechnik wegbekommen. Doch dazu braucht es Ruhe & Konzentration. Wo wir wieder bei Vibrationen & Klappern wären. Verdammt das verstärkt den Drang noch. Noch mal beten. Vielleicht schlaf ich ein & werde es so los? Bitte ich will doch nur schlafen, Herr im Himmel. Statt Schäfchenzählen konzentriere ich mich jetzt auf Mond & Sterne. Dabei komme ich allerdings nur auf eine Gesamtsumme von zwei. Also starte ich den Überprüfungsvorgang. Wieder nur 1 Mond & 1 Stern. Verdammig will heute gar nicht klappen?

Die Schabracke klappert derweil weiter vor sich hin, der Motor grollt, es pfeift & stinkt beim Bremsen. Ich muss mich jetzt auf Schlafen konzentrieren die Zählerei lenkt nur ab. Wieder meldet der heizungsnahe Fuss: Überhitzung. Ich dreh noch durch! Kennt ihr das Gefühl in einer misslichen Lage fest zu sitzen und verzweifelt nach einem Ausweg zu suchen. Ja? Denn genau so fühle ich mich grad. Festgezwengt im Bussitz, drückende Blase, Hitzewallungen & ein flauer Magen.  „Ich will hier raus!“- nur wenn ich das denke bleibt die Schabracke vielleicht wieder liegen. Manche Wünsche erfüllt das Universum nämilich promt!

Das hat in Peru schon mal geklappt, da kam dann eine weniger abgewrackte Schabracke mit mehr Beinfreiheit. Nur hatten wir da auch die Bodyguards des Präsidenten an Bord & das Busunternehmen war schwer bemüht. Die Lage hier ist anders. Es ist nachts, uns fehlen Promis & niemand wird nen neuen Bus schicken. Wir müssten die Nacht ohnehin in der Schabracke verbringen. Da kann sie eigentlich auch weiter rollen oder sollte ich pfiiiiieeeeefen sagen?

Oh man ich werde einfach nicht müde. Wahrscheinlich zu viel Adrenalin. Kein Wunder. Im Schein des Busses lässt sich der Straßenzustand erkennen. An der Stelle gerade muss es definitiv einen Erdrutsch gegeben haben. Kein Witz! Die Straße neben uns liegt unter einer 20 cm Schlammschicht. Ich bremse mit dem linken Fuss mit. Der rechte ist ja mit schwitzen beschäftigt. Wie zur Hölle soll man da Ruhe finden? Ich schiebe die Gardine zur Seite, um mehr Luft von außen zu bekommen. Bekanntlich macht die ja müde. Im Mondschein kann ich nun ein Flussbett direkt neben uns erkennen und glücklicher Weise auch eine Leitplanke. Das ist schon was Besonderes & ich freue mich über ein wenig Sicherheit am Wegrand.

Derweil fängt der Hintermann schwer an zu grunzen. Ich beschönige sein Schnarchen jetzt mal nicht, denn über das Level ist er weit hinaus. Ob ich Papierkügelchen in seinen Rachen werfen sollte. Mei, was Schlafentzug & eine missliche Lage doch für fiese Gedanken hervorrufen. Aber jeder Schnarchgeplagte wird mir beipflichten, dass er schon mal diese oder ähnliche bösartige Gedanken hatte, nur um dem Lärm ein Ende zu machen. Mein Stresslevel erträgt jetzt einfach keine weiteren Faktoren.

Wieder stoppt der Bus & ich starre aus dem Fenster. Eine Straßensperre! Davor hatte man uns für Bolivien schon gewarnt. Mein Blick wandert auf die Fahrerseite und ich erspähe ein Häuschen – scheint also nichts illegales sondern eine Polizeikontrolle zu sein. Ich bin erleichtert als wir wieder abrollen. Aber ich bin immer noch nicht müde. Weiterhin pippi, qualmende Füße und „Pfiiiiieeeeef“ im Ohr – so mein unsäglicher Zustand. Ich weiß nicht wohin mit den Beinen und zappel im Sekundentakt. Immerhin die Augenlider werden jetzt schwer, also ist Schlaf in Aussicht!

Eine Esel-bedingte-Vollbremsung macht diesen Fortschritt allerdings direkt wieder zu Nichte. Neuer Adrenalinschub! Der Grunzer hinter mir setzt inzwischen auch zur  dritten Arie an. Ich überlege ihm den Mund mit der Fliesjacke zu stopfen. Und auch mein rechter Fuß meldet den Ausnahmezustand an. Ich streife nun doch den Schuh ab und stelle mit allergrößtem Erstaunen fest, das sie Haut aufgequollen & runzlig ist. Geradezu als hätte ich 2 Stunden in einer heißen Badewanne gesessen. Der Busfahrer hat nen Knall uns so zu dünsten! Ok, den hätte ich vielleicht auch beim ständigen „Pfiiiiieeeeef“ & geknatter der Schabracke.

Die Müdigkeit kehrt zurück. Jetzt zur Unterstützung ein Hörbuch rein & dann träum ich sicher bald wie ein Baby. So der Plan, die Realität sieht dann so aus, dass ich zapplige Beine bekomme weil ich so sehr die Blase drückt. Eine weitere Stunde bringe ich rum bis ich es definitiv nicht länger aushalte. Ich kämpfe mich durch den stockdunklen, ruckelnden Bus zum Fahrer vor. Wild gestikulierend mache ich ihm klar, dass ich jetzt sofort dringend muss oder sterbe. An der nächsten Kurve darf ich rausspringen um mich zu erleichtern. Mitten auf der Schotterstrasse zwischen Felsen & Abgrund versteht sich und ohne Sichtschutz. Zwar ist es dunkle Nacht draußen aber im Mondschein bin ich sicherlich noch vom Bus aus erkennbar. Ich bete das alle schlafen, keiner guckt und der Fahrer auch sicher auf mich wartet. Zurück im Bus fühle ich mich endlich besser. Keine Spur mehr von Übelkeit, Druck und auch die frische Luft tut gut.

Ich beobachte wie schon die Stunden davor unsere wilde Fahrt. Buchstäblich am Abgrund hangelt sich die Schabracke bergrauf und wieder runter. Neben mir ist entweder eine Steinwand oder ein tiefes Tal. Ich rechne aus auf wieviel Umdrehungen ein Bus käme, der da hinabstürzt. Verdränge den Gedanken aber schnell wieder weil die aktuelle Schieflage der Schabracke meine volle Aufmerksamkeit braucht. Der Bus ruckelt abwechselnd vor und zurück. Steckt kurz im Sandbett des Flusses fest, welchen wir grad durchqueren und kann sich doch noch mit einem kräftigen Ruck selbst befreien.Bus, BolivienMein Sitznachbar ist durch den bedrohlichen Winkel zwischen Bus & Straße ebenso beunruhigt wie ich. Unsere fragenden Blicke treffen sich. Mit einem dumpfen Ächzen kämpft sich die Schabracke durch den lockeren Sand zurück auf die befestigte Straße & meine Erleichterung ist groß nicht aus einem umgekippten Bus krabbeln zu müssen. Weiter geht die wilde Fahrt die Serpentinen entlang. Leitplanken sind hier Fehlanzeige. Erwähnte ich das schon? Bei der Geschwindigkeit wären sie ohnehin nur Makulatur, denke ich mir und starre in die Tiefe.

Gerade schon beruhigend wirkt das abwechselnde Ächzen und Pfiiiiieeeeef inzwischen auf mich, deutet es doch an, das der Fahrer noch wach ist und ordnungsgemäß seiner Arbeit nachgeht. Froh bin ich auch, dass man entgegenkommende Fahrzeuge durch den Schein ihrer Lichter wahrnimmt. So bleibt wenigstens ein Frontalzusammenstoss relativ unwahrscheinlich. Wobei die ich die Überholmanöver auf der engen Serpentinenstraße schon für Harakiri halte. Aber mein Körper ist inzwischen so erschöpft, dass er kein Adrenalin mehr produzieren oder sich aufregen mag. Und auch der Kopf resigniert. Scheiß drauf, dann sterben wir halt in der nächsten Kurve. Immerhin kein Herzinfarkt bei der Arbeit, dann haben die Trauernden auf meiner Beerdigung wenigstens was zu erzählen. Ich finde den Gedanken tröstlich und schlafe endlich ein.

Aber nur kurz, dann stoppt der Bus erneut & die Leute stürzen sich hinaus zur Toilettenpause. Ohne Toilette versteht sich. Mitten vor einem Wohnhaus und rund um den Bus erleichtern sich die an die 40 Passagiere. Ich darf gar nicht weiter drüber nachdenken, sonst lauf ich schreiend weg! Diese Fahrt muss ein Alptraum sein. Ganz bestimmt träume ich das nur. Ich dreh den Kopf weg & zwing mich zu schlafen.

Als 2h später wieder das Licht angeht sind wir in Cochabamba angekommen. Völlig benommen taumel ich aus der Schabracke zum Terminal hinüber. Als mir plötzlich eine Ticketverkäuferin ins Ohr lärmt: Santa Cruz, Santa Cruz, Santa Cruuuuuzz. Abwechselnd dazu die Konkurrenz mit Rufen nach „Sucre, Sucre, Sucreäää“. Die zwei scheinen sich über meinen Kopf weg einen Schrei- Kamp zu leisten. Keine Hamburger Marktfrau legt eine derart agressive Verkaufsstrategie an den Tag, wie die Busticketverkäuferinnen hier. „No, Signiora.“ Wieder plärrt die Alte in mein Ohr: Santa Cruz, Santa Cruz, Santa Cruuuuuzz. Mein Trommelfell scheint hat nun definitiv Schaden genommen. „No Signiora“ presse ich wütend hinaus.

Interessiert sie aber nicht: Santa Cruz, Santa Cruz, Santa Cruuuuuzz. Jetzt bin ich sauer. Wenn die Schnalle mich noch mal so anplärrt bekommt sie eine geballert. Ich hab keinen Nerv mehr auf Diskussionen. Herrgott es ist 5 Uhr in der Früh & ich hab eine traumatische Busfahrt hinter mir. Muss man mich da noch anschreien? Und warum will sie nicht kapieren das wir grad erst angekommen sind & ganz sicher jetzt keine Busfahrt mehr brauchen? Ich trotte weiter zum Ausgang & hoffe so den Drückerinnen schnellstmöglich zu entrinnen. Mein Kopf dröhnt als ich das Terminal verlasse & erst jetzt realisiere ich: Wir haben die Busfahrt überlebt!