Flyinsafari Buschsafari Flugsafari

Fly-In-Safari in Afrika – Was ist das & lohnt sich das?

Fly-In-Safari, Flugsafari oder Buschsafari beschreiben alle das Gleiche, nämlich vereinfacht ausgedrückt, die Anreise zu Wildlife-Gebieten oder Naturreservaten beziehungsweise deren Safari-Lodges per Flugzeug. Und weil der Gast bequem von Camp zu Camp einfliegt, entstandt eben der Begriff „Fly-In-Safari“  was aus dem englischen kommt und „Flieg-ein-Safari“ heißt.

IMG_9397

Flugsafaris sind meist Teil einer Kleingruppen- oder Individual-Safari und die Gäste werden in der Regel per Propeller-Kleinflugzeug transportiert. Ein typischer und sehr beliebter „Buschflieger“ ist die Cessna 206. Sie hat nur zwischen sechs und fünfzehn Sitzen, was der Anreise noch mal eine ganz besonders persönliche Note gibt.

IMG_0290

Der Reisende kann schnell und nach seinen Bedürfnissen das Wunschziel erreichen und spart sich so Stunden der Anreise in schaukeligen Jeeps und auf holprigen Schotterpisten. Das ist zeiteffizient und zudem gelangt man auf diesem Weg auch in die abgelegensten Regionen, die anders gar nicht erreichbar wären.

IMG_9445

Das Erlebnis Fly-In-Safari

Die Erde aus der Luft zu sehen, ist schon ein riesengroßes Erlebnis, aber zudem noch einzigartige Tiermomente aus der Vogelperspektive zu erleben, ist für mich das absolut Größte. Fly-In-Safaris sind eben nicht nur eine schnelle Anreisemöglichkeit, sondern einfach ein fantastisches Naturerlebnis. Da diese Flüge in einer relativ geringen Höhe von nur wenigen hundert Höhenmetern durchgeführt werden, kann man diesen faszinierenden Kontinent in all seinen Facetten und auf besondere Weise wahrnehmen. Und nicht nur das, denn es gelingen oft auch Sichtungen von Elefanten, Nilpferden, Giraffen und anderen Tieren.

IMG_1315

Wer sich zudem einen Flug über das Okavango-Delta in Botswana gönnt, der hat außerdem gleich noch einen fantastischen Überblick über das weitverzweigte Kanalsystem und den Wasserreichtum dieses ganz besonderen Flussdeltas.

IMG_9321

Die perfekte Ergänzung

Ich sehe eine Flugsafari als perfekte Ergänzung zu einem Game drive, einer Horseback- oder Walking-Safari. Bei diesen Ausflügen ist man den Tieren zwar ganz nah, aber nur von einem Flugzeug aus bekommt man auch einen umfassen Blick für ihren Lebensraum. In Kombination sind sie das Dreamteam für einen erlebnisreichen Safari-Urlaub.

IMG_9418

Das sollte man wissen vor einer Fly-In-Safari

Gepäckbegrenzungen

Bei der Planung einer Flugsafari ist allerdings unbedingt die sehr strikte Gepäckbegrenzung zu beachten. Es empfielt sich daher, sich vorab gründlich darüber zu informieren, um nicht mit dem Koffer stehengelassen zu werden. So sind zum Beispiel nur bestimmte (sehr kleine) Maße erlaubt, keine Hartschalenkoffer oder Reisetaschen mit Gestänge. Es empfiehlt sich dringend, dies rechtzeitig zu klären, um sich ggf. enstsprechende Gepäckstücke kaufen zu können. Manche Lodges bieten übrigens inzwischen die Möglichkeit sich das eigentliche Reisegepäck zeitversetzt nachliefern zu lassen. So fliegt man nur mit kleinem Handgepäck und muss aber später auch auf nichts verzichten. Auch hier rate ich dazu, dies mit dem Veranstalter weit im Voraus zu klären. In Afrika ticken die Uhren bekanntlich anders und die Kommuniktation kann sich etwas hinziehen.

P1000153
Zwischenstopps

Es ist möglich, dass die Flüge bis zu dreimal stoppen, um andere Passagiere abzuholen oder abzusetzen. Wer Starts und Landungen genießt, wird hier voll auf seine Kosten kommen.

IMG_9413

Piloten

Viele der Buschpiloten kommen aus aller Welt, haben eine hervorragende Ausbildung genossen und sammeln hier als Teil ihrer beruflichen Karriere weitere Erfahrungen. Um große Verkehrsmaschinen steuern zu dürfen, ist praktische Routine in kleineren Fluggeräten eine unbedingte Voraussetzung.

IMG_1323

Navigation

Buschpiloten kennen sich mit der Navigation in abgeschiedenen Gegenden bestens aus, denn der Luftraum in Afrika unterliegt anderen Regeln als in Europa, Nordamerika oder Asien. Die Piloten wählen abhängig vom Wind eine Flughöhe, die sicherstellt, dass das Flugzeug so wenig wie möglich schaukelt. Außerdem wissen sie um die unterschiedlichen Anforderungen für Start und Landung auf Pisten im Busch.

P1010125

Sicherheit

Natürlich steht die Sicherheit der Fluggäste an oberster Stelle, deshalb werden die Maschinen regelmäßigen Wartungen unterzogen die sich strikt an internationale Standards und Vorschriften halten. Hierzu möchte ich auch erwähnen, dass meiner Meinung nach gerade diese kleinen Firmen besonderen Wert auf ihre Maschinen und Piloten legen, da sie ihr Kapital, ihr Einkommen und ihre Altersvorsorge sind. Entsprechend gut wird darauf geachtet, ausgebildet und gepflegt, was man den Maschinen auch ansieht.

IMG_9391

Kosten einer Fly-In-Safari

Bei einer Safari einzufliegen ist natürlich absoluter Luxus. Eine kleine wartungsintensive Maschine, ein extra Pilot, Instandhaltung der Pisten, Spritbeschaffung in Afrika – das alles hat seinen Preis und das auch zu Recht. Ganz pauschal würde ich sagen, dass man pro Person und Flug mit 350 bis 900 Dollar dabei ist. Das kommt natürlich ganz auf die Region, die Auslastung sowie die Entfernungen an. Wer so einen Flug als „Once in a lifetime“ Erlebnis sieht, dem würde ich trotz der Kosten unbedingt zu einer solchen Fly-In-Safari raten.

IMG_1325

Der Flug

Da es sich um kleinere Maschinen handelt und diese auch nur mit geringer Höhe fliegen, ist so ein Flug nicht mit einer Verkehrsmaschine vergleichbar. Entsprechend ist auch das Gefühl während des Fluges ein Anderes, da die Maschinen ganz anderen Winden und Kräften ausgetzt sind. Um allzugroße Schwankungen zu vermeiden, wird meist in den frühen Morgen oder späten Abendstunden geflogen. Totzdem kann der ein oder andere Flug, gerade wenn er über Berge führt, schon mal durch starke Winde oder die Thermik beeinflußt sein. Darauf sollte man sich einfach einstellen und den Flug als riesengroßes Abenteuer erleben.

IMG_9278

Anreise

Meiner Erfahrung nach wird die Anreise zum Rollfeld von der Lodge bzw. dem Reiseveranstalter aus organisiert. Sollte dies nicht der Fall sein, empfehle ich, die Unterkunft anzuschreiben und nach einem lokalen Anbieter zu fragen.

IMG_0285

Das Rollfeld

Meistens sind die Rollfelder auf einer Lichtung inmitten des afrikanischen Busches und in der Regel sind diese Pisten auch nicht asphaltiert. Ensprechend gehen Starts und Landungen etwas bewegter zu als auf geteerten Flugfeldern. Herzklopfen sollte das aber Niemandem machen, im Gegenteil. Ich empfinde es als riesengroßen Spaß, wenn es mal etwas holpriger zugeht.

IMG_9300

Kleidung

Natürlich kann man in seiner ganz normalen, lässigen Kleidung in den Flieger steigen. Ein Weitertransport zur Lodge erfolgt aber in der Regel im offenen Jeep und ist auch gleich eine kleine Safari. Daher empfehle ich direkt praktische, robuste Kleidung und entsprechendes, trittfestes Schuhwerk. Außerdem rate ich auch zu Hut und Sonnenbrille.

P1000128

Couchabenteurer-Profi-Tipp:

Fragt doch Euren Piloten mal, ob er nicht besonders niedrig fliegen oder eine extra Kurve drehen kann, um noch spektakulärere Blicke auf Flora und Fauna erhaschen zu können. Wenn Wetter, Sprit und die Umstände es zulassen ist der Pilot für diese Idee ganz sicher auch zu haben, denn auch er genießt die Freiheit die ihm sein Job als Buschflieger bietet. Außerdem lohnt es sich auch zu fragen, ob man ganz vorne auf dem Platz des Co-Piloten sitzen darf. Hier hat man eine noch bessere Rundumsicht und bekommt auch gleich noch die Chance die Arbeit im Cockpit zu beobachten. Für mich ist das dann die absolute Krönung einer Flugsafari.

IMG_9452

Fazit Fly-In-Safari:

Wenn man  die Chance hat, seine Anreise zur Wildlife-Lodge komfortabel zu gestalten und das Fliegen liebt, dann sollte der Buschflieger die erste Wahl bei einer Afrikareise sein. Denn diesen Kontinent mit seinen faszinierenden Landschaften und seiner atemberaubenden Tierwelt aus der Luft zu erleben, ist ein ganz besonderes und einmaliges Erlebnis, welches man sich nicht entgehen lassen sollte.

Flyinsafari Buschsafari Flugsafari

Abseilen vom Tafelberg – Und die Erfahrung was Mut wirklich bedeutet

Abseilen vom 1.085 m hohen Tafelberg war für mich ein riesen Erlebnis, eine wahrhafte Mutprobe und ein Thrill dem ich eigentlich gar nicht gewachsen war und bin. Meine Geschichte und der Grund, warum ich finde, dass Überwindung nicht die höchste Form von Mut ist, kannst du hier nachlesen:

 

SUEDAFRIKA2010 951

„Verdammte Scheiße, was mach ich hier? Mein Blut pocht in den Adern meiner Schläfen, ich ringe mit den Tränen und mir ist gleichzeitig kotzübel und das alles wofür? Um nicht als Feigling dazustehen? Ich bin lieber feige, als jetzt hier an diesem gottverdammten Seil zu verrecken. Noch dazu an einem Strick, dessen Haken ich nicht selbst in der Wand festgemacht habe. Ob ich Vertrauen habe, fragt der Typ vom Abseil Africa noch. Wonach sieht die Farbe in meinem Gesicht denn grad aus, verflixt?“

Ja genau so schrie es in mir, als ich mich in Todesangst in der Wand des Tafelbergs wiederfand.
IMG_TableMountain

Actionhelden und ihre Grenzen

Eigentlich liebe ich mich in der Rolle als Actionheldin, Abenteurerin und mutigen Frau, aber es gibt Grenzen und diese durfte ich das erste Mal auf meiner Südafrika Reise kennenlernen. Wir schreiben das Jahr 2010 und ich hatte eine Traumreise ans Kap gewonnen, freute mich geradezu euphorisch auf das Land und all die Ausflüge und Aktivitäten die uns auf diesem Trip erwarten sollten. Ein Highlight war Abseilen vom Tafelberg. Dazu muss man wissen, dass unsere Reisegruppe in zwei Teams aufgeteilt war und wir uns während der ganzen Zeit in verschiedensten Challenges gegeneinander messen sollten und alles von einem Kamera-Team und einem Fotografen begleitet wurde. Eine dieser Herausforderungen die an uns gestellt war, war „Abseilen vom Tafelberg“.

IMG_2447

Übermut tut selten gut

Ich war völlig aufgedreht und übermütig an dem Morgen als wir vom Hotel zur Seilbahn, die uns auf Kapstadts Wahrzeichen hinaufbringen sollte, starteten. Ich hatte extra trainiert für dieses „Battle“ und fühlte mich reif für diese Mutprobe. Das dieses „Training“ an einem kleinen Felsen am Rande des Schwarzwaldes stattfand der gerade mal 8m hoch war, sei hier noch kurz erwähnt. Als wir die obere Station erreichten, zeigte sich der Tafelberg erst mal von seiner ungemütlichen Seite. Dichter Nebel und eiskalte Luft umgaben Kapstadts Hausberg. An Abseilen war jedenfalls nicht zu denken. Wir holten uns Tee, verkrochen uns nach innen und warteten auf Sonnenschein. Und siehe da, es klarte auf, der Nebel verzog sich und gab das ganze umwerfende Panorama dieser Stadt preis. Ich freute mich umso mehr, dass es nun endlich losging.

IMG_TableMountain

Das Abseilen

Wir bekamen zunächst eine Sicherheitseinweisung, dann unser Abseilgeschirr und waren dann gefordert über die Mauer und ein paar Felsen zum Startpunkt zu klettern. Immer noch alles „easy peasy“ für mich und weil ich so euphorisch war, wollte ich natürlich auch gleich als Erste starten. Mein Reisebuddy Tom musste natürlich auch mit und so fanden wir zwei uns nebeneinander am Felsen angeseilt wieder, während der Rest der Gruppe aus sicherem Abstand zuschaute.

P1010536

Auch das Fernsehteam hatte Stellung bezogen auf einem der Felsen in unmittelbarer Nachbarschaft. Der Fotograf hatte sich neben uns in Position gebracht und alle warteten darauf, dass wir die ersten Schritte nach unten machen. Wieder erklärte uns der Guide was zu tun ist, wo man sich festhält, wie man in Rücklage geht und wie man das Seil lockert, um sich nach unten zu bewegen. Noch war ich in heiterer Vorfreude.

kapstadt-35

Abrutschen und versagen

Ich schaute in die Tiefe, auf den Felsen, das Seil und den Haken in der Wand der mich halten sollte. Langsam machte ich ein paar Schritte an die Kante, versuchte mein Gewicht nach hinten zu verlagern und rutschte genau hier ab, landete auf den Knien und hatte fortan blanke Panik. Mein Herz schlug nicht nur wie wild, es raste geradezu und ich hatte das Gefühl keine Luft zu bekommen. „Ich glaube, ich kann das nicht“ hörte ich mich sagen. „Ach was du kannst das“ ermutigte mich die Gruppe. „Einfach nur auf die Füße schauen und langsam die Wand entlang gehen“.

IMG_2431

Wie Angst den Körper lähmt

Mein ganzer Körper streikte, mir war von einer auf die nächste Minute brechübel und mein Gesicht verlohr jede Farbe. Aber abbrechen und nicht abseilen ging auch irgendwie nicht. Da war die große Klappe zuvor, das Team was meinen Beitrag erwartete und dann war da noch dieses Filmteam, was die Kamera gerade auf mich richtete. Ich konnte unmöglich einknicken und es nicht tun. Weiterhin „quatschten“ alle auf mich ein, ermutigten mich und forderten mich auf abzuseilen. Meine Hände umklammerten panisch das Seil, meine Angst steuerte meine Gedanken und meine Beine zitterten. Trotzdem schaffte ich es irgendwie in diese die Rücklage. Im 90 Grad Winkel zum Berg.

IMG_TableMountain

Einen Scheiß werde ich

Den Blick auf den in meinen Augen mickrigen Haken an dem jetzt mein Leben hing und den nicht ich in den Berg geschlagen hatte. „Was wenn die nicht richtig gearbeitet haben? Was wenn das Seil sich löst und ich in die Tiefe stürze?“ Meine Horrorszenarien wurden jäh unterbrochen, als ich aufgefordert wurde in dieser Position für den Fotografen zu posen. „Lass das Seil los, wir halten dich. Mach die Hände in die Luft das sieht toll aus. „Einen Scheiß werde ich“ – schrie es in mir.

IMG_TableMountain

Todesangst & ich

Aussprechen konnte ich das natürlich nicht. Alle drängten auf ein Foto und nur zögerlich lies ich das Seil los. „So und jetzt noch lächeln!“. Ich konnte nicht lächeln in diesem Moment, ich hatte Todesangst! Blanke Panik, blankes Entsetzen, blanker Angstzustand. Zähne zeigen, dass ging. Schön, wenn es auf die Anderen wie Lächeln wirkte. In dem Moment war mir alles egal. Ich musste mich jetzt zusammen reißen. Funktionieren fürs Foto und die Challenge. Wieder umklammerte ich das Seil, hörte die aufmunternden Rufe meiner Mitreisenden und begann langsam Schritt für Schritt den Berg hinunter zu laufen, den Blick fest auf meine Füße und den Felsen gerichtet. „Du machst das super! Einfach immer nur auf die Füße gucken“.

Abseilen

Überhang & das Ende des Geduldfadens

Was die Saubande mir nicht gesagt hatte, war, dass der Berg nach 80 Metern einen Überhang hat. Das heißt, dass an dieser Stelle der Berg aufhört und man frei abseilen muss. Also nichts da, auf die Füße gucken. Als ich das realisierte, war endgültig Schluß mit lustig. „Nichts da, ich kann nicht mehr! Zieht mich verdammt noch mal wieder hoch!“ schrie ich! Allerdings wieder nur innerlich. Wieder war da die Angst vor der Gruppe das Gesicht zu verlieren.

P1010573

Helm vs. Boden

Genau an dieser Stelle wartete dann auch mein Buddy „Tom“ auf mich. Wahrscheinlich hatte er meine Angst gerochen und hier dann extra gewartet. „Bleib ganz ruhig., Du schaffst das schon., Ich bin da., Mach einfach weiter so.“ waren die Floskeln, mit denen er versuchte, mich den Berg runter zu quatschen. Langsam und nur zögerlich löste ich das Seil und lies mich Stück für Stück den Felsen hinab. Nach unten schauen konnte ich dabei nicht. Das Einzige was ich in dem Moment noch konnte, war, auf meine Hände zu starren, die mit aller Kraft das Seil umfaßten. Sie schmerzten vor Anstrengung und Anspannung. Genau wie jeder Muskel in meinen Armen. Ich umklammerte dieses Tau, als sei es der Faden an dem mein Leben hing. Irgendwie war er das ja auch, zumindest in der Gedankenwelt, in der ich mich gerade befand.

IMG_TableMountain

„Geh weiter, du stehst auf meinem Helm“ – hörte ich Tom dann sagen. „Ich gehe nirgendwo mehr in, ich habe Boden unter den Füßen“, erwiderte ich. Ich war mir sicher, wieder festen Grund und Boden unter mir zu haben. Gleichzeitig war ich nicht mutig genug, an mir herunter zu schauen. „Marlene geh weiter, das ist nicht der Boden, das ist mein Kopf!“. Musste er mich jetzt auch noch „Marlene“ nennen? Sonst ist es sanft ausgesprochen „Marleeen“ oder liebevoll „Leni“, aber wenn jemand auch noch das „e“ am Ende betont, dann meint er es nie gut mit mir. Widerwillig machte ich einen Schritt und verharre danach direkt wieder in Angststarre.

P1010576

Nenn mich nicht Marleneeeeee

„Marlene, geh weiter, das ist meine Schulter.“ rief mir Tom jetzt doch etwas erzürnt zu. Ich wollte einfach nur weinen. Ich hatte so erbärmliche Angst. Das Gefühl Boden unter den Füßen zu haben, war toll und das sollte ich jetzt wieder aufgeben? Ich war so ein elendes Häufchen, da an dem Seil hängend in der Wand und jede Minute kam mir wie eine Unendlichkeit vor. Nach unten schauen konnte ich nicht und für mich bedeutete diese Position gerade sicheren Halt. Ich war starr vor Angst. „Bleib ruhig, ich bin ja da.“ Ich löste das Seil und baumelte jetzt neben Tom in der Luft. Ich war kreidebleich, mir war brechübel und jedes Molekühl in meinem Körper fuhr Achterbahn. Schön war das nicht. „Lächel mal, ich mache ein Foto.“ „Lächeln? Ist der bescheuert?“ Mit wütendem Blick und knirschenden Zähnen fauche ich ihn an „Du Arsch!“ Genau in dieser Sekunde klickt es und Tom hatte seinen Schnappschuss. Ich sage selten Jemandem etwas derart biestiges ins Gesicht und schon gar nicht Menschen die ich mag, aber in dem Moment war es genau das was ich fühlte und loswerden musste.

P1010574

Nichts da schön

Weit war es jetzt nicht mehr bis zum Boden, aber es fühlte sich noch immer nicht gut, nicht richtig und schon gar nicht vertrauenerweckend an, an einem Seil in einer Steilwand am Tafelberg zu hängen. Nach unten schauen ging weiterhin nicht, ich hätte mich im selben Moment übergeben müssen. Dafür konnte ich in die Ferne schauen. Das Panaroma war sicherlich traumhaft wie immer, aber ich hatte keine Augen dafür. Man hätte „Adam Levine“  (der Sänger von Maroon5) neben mir abseilen können und ich hätte selbst an meinem Traummann nichts Schönes finden können, in dieser Situtation. Ich fand alles nur ungfassbar schrecklich und angsteinflößend.

P1010584

Lasst mich einfach in Ruhe

Also löste ich den Blick von Kapstadts Kulisse, fasste mir ein Herz und lockterte wieder die Sicherheitsklammer, um weiter am Seil nach unten zu rutschen und die letzten Meter hinter mich zu bringen. Am Boden wurde ich dann mit beruhigen und lobenden Worten von einem Crewmitglied „entgegen“ genommen. Ich fühlte mich, wie ein ein Kartoffelsack, der über eine Seilwinde transportiert wurde. In meinem Körper war keine Kraft mehr. Diese Überwindung, das Krampfen vor Angst, das Herzrasen & Pulspochen hatten mir jede Energie geraubt. Ich wäre am liebsten an Ort und Stelle zusammen gesackt. Ich schleppte mich zum nächsten Felsen und wollte erst mal nur in Ruhe gelassen werden. Keinen Glückwunsch, kein Schulerklopfen, kein in den Arm nehmen.

IMG_TableMountain

Geschafft aber nicht glücklich

Ich war fertig mit der Welt und ärgerte mich über mich selbst. Warum war ich so feige? Ja, ich war abseilen am Tafelberg. Juhu! Aber wahre Größe wäre doch gewesen, sich einzugestehen, dass man etwas auch mal nicht kann. Ich hab es lieber unter größten Qualen durchgestanden, als zu meinen Gefühlen zu stehen.

IMG_TableMountain

Mein Kreislauf, meine Gefühlswelt, meine Gedanken – alles war aus dem Gleichgewicht gekommen und quälte mich gerade. Stumm beobachtete ich den Rest der Gruppe, wie sie in zweier Paarungen abseilten. Wie sie mit Freude am Felsen sprangen, wie sie strahlend am Boden ankamen und sich beklatschten, es geschafft zu haben. Warum konnte ich das nicht genießen? Warum hatte mich die Angst so gefangen genommen? Warum hab ich oben am Berg nicht den Mut gehabt, einzugestehen, dass ich das einfach nicht kann? Ich war sauer auf mich selbst. Und im gleichen Moment schwor ich mir, ich werde wieder abseilen gehen, aber dann ganz alleine. Ohne Team, ohne Challenge, ohne Kamera-Mann. Ich alleine wollte mich noch mal meiner Angst stellen.

IMG_TableMountain

Abseilen die zweite & eigentliche Lektion

Und das tat ich auch! Im März 2017 war ich wieder in Kapstadt, besuchte meine Freunde und natürlich auch „meinen“ Berg, wie ich den Tafelberg liebevoll nenne. Mit der Bergbahn bin ich rauf gefahren, um sein Panorama zu genießen und fand mich plötzlich an der Stelle wieder, wo ich Jahre zuvor mit Todesangst kämpfte. „Willst du auch mal?“ sprach mich ein Crewmitglied von Absteil Afrika an. „Danke, ich hab das schon gemacht und bin bald gestorben vor Angst.“ Ich mußte selbst ein wenig lachen, als ich mich das sagen hörte. Im nächsten Moment schoß es mir durch den Kopf, das das heute eigentlich ein perfekter Tag war, sich erneut der Angst zu stellen und mir mein eigenes Versprechen einzulösen und noch mal abseilen zu gehen. „Why not? Let´s do it“ hörte ich mich sagen, zahlte und fand mich wenig später an dem Punkt wieder, mit dem ich meine allergrößte Angst und einen der schlimmsten Tage in meinem Leben verband.

IMG_TableMountain

Erstarktes Selbstvertrauen

Vor mir war noch eine Gruppe junger Mädchen und ich redete ihnen ermutigend zu. Erklärte in Ruhe, dass es etwas Überwindung kostet in Rücklage zu gehen, aber ab da würde es dann gehen. Ich hätte direkt anheuern können als Crewmember, so gut aufmunternt wirkte ich auf die jungen Damen. Ich war richtig gehend stolz auf mich, das Ganze so locker und easy erklären zu können. Trotzdem war ein Mädchen dabei, was aufgab und ihren Abseil abbrach. Sie schaffte es nicht in Rücklage und den nötigen 90 Grad Winkel zum Berg zu gehen. Sie tat mir leid. Ihre Freundinnen hatten sich ihrer Angst gestellt, aber sie gab auf.

IMG_2384

Nicht schon wieder

Nun war ich dran. Die Sicherheitshaken klickten und das Prozedere begann. Wieder die Sache mit der Rücklage, die ich gerade so überzeugend erklärt hatte. Und was soll ich sagen, wieder übermannte mich die Angst. Zwar war ich diesmal souveräner und wusste ja auch, was mich erwartet und trotzdem war da dieses Gefühl. Wieder brach Panik in mir aus, aber ich hielt dran fest, es schaffen zu wollen. NUR für mich.

IMG_2404

Ich musste jetzt Niemandem etwas beweisen. Nicht dem Team, dem Kamera-Mann und auch nicht meinem Kumpel. Ich wollte es schaffen, ganz allein für mich. Das sagte ich mir bei jedem Schritt. Das machte sie aber nicht leichter. Wieder fühlte es sich wie eine Ewigkeit an. Wieder konnte ich nicht nach unten schauen, pochte mein Herz wie wild und blanke Panik fesselte jeden meiner Gedanken. Trotzdem ging ich weiter. Schritt für Schritt den Berg hinab.

GOPR0387

Auf ganzer Linie versagt

Juhu! – hätte ich am Boden schreien können, denn ich hatte es zum zweiten Mal geschafft. Aber das tat ich nicht, denn wieder fühlte ich mich nur hundeelend. Und genauso wie beim erten Mal saß ich dann auf dem Felsen und meine Gedanken kreisten. Warum fühlte es sich jetzt wieder nicht gut an? Warum war da wieder diese Angst und diese schrecklichen Gefühle? Und erst langsam dämmerte es mir, dass die eigentliche Challenge an mich nicht war, „es“ zu tun, sondern sich einzugehen, dass es eben nicht geht.

P1010569

Mut auf den zweiten Blick

So wie das Mädchen oben am Berg. Sie hatte den Mut auf sich zu hören und auch vor ihren Freundinnen zu sagen, dass sie das nicht kann. Ich hatte es mir nicht mal selbst eingestehen können. Vorhin tat sie mir noch Leid. Jetzt bewunderte ich ihre Stärke. Auch wenn viele dieses Zurückstecken wohl eher als Schwäche erachten. Mich hat es gelehrt, dass es sehr wohl eine Stärke ist, wenn man sich eingeseht vor etwas Angst oder Respekt zu haben. Wenn man den Mut aufbringt auch Anderen zu sagen, dass man etwas nicht kann. Dazu gehört viel mehr Courage, als sich an ein Seil zu hängen, abseilen zu gehen und es einfach zu ertragen.

17311066_1142962289159462_595400590845405520_o

Meine härteste Lektion am Berg

Jeder Mensch hat Grenzen und das ist auch gut so. Natürlich soll man sich auch diesen mal stellen, vielleicht auch mal über sich hinauswachsen, ohne Frage. Aber ich erachte es auch als Stärke, seine eigenen Grenzen zu kennen, zu akzeptieren und auch gegen andere zu verteidigen. Und so war Abseilen am Tafelberg nicht nur eine Mutprobe für mich, sondern eine Lektion über Grenzen. Eine, die ich gleich doppelt lernen durfte. Inzwischen bin ich mir jetzt auch ganz sicher, dass ich nie wieder an einem Seil den Berg hinunter hangeln will und diese Meinung auch gegen alle Widerestände verteidigenen würde.

IMG_2412

Geh Abseilen – trau dich!

Meine Zeilen sollen Niemanden davon abhalten, abseilen zu gehen. Auf gar keine Fall! Im Gegenteil! Probier es aus, stell dich der Mutprobe. Sei couragiert, sei tapfer und furchtlos. Wer sich nie etwas wagt, verpasst definitiv etwas im Leben. Nur weil ich Angst hatte, heißt das ja nicht, dass es dir genauso gehen muss. Vielleicht kannst du es als riesen Spaß empfinden, über dich hinaus wachsen und nachher mega stolz auf dich sein. Wichtig ist nur, dass du dabei in dich fühlst und auf dich achtest. Macht das ganze mehr Spaß oder mehr Angst? Tut mir das Gut oder breche ich hier ab. Wichtig ist einzig, was du daraus machst.

In diesem Sinne:

#get up & challenge dich!

PS: Falls du dich für meine gewonnene Traumreise interessierst, dann klicke auf LINK.

Du bist bei Pinterest?

Abseilen-Tafelberg-Erfahrung

Hat dir der Beitrag gefallen? Dann teile ihn auf Pinterest mit deinen Freunden! Nutze dazu den Pin-Button.

 

Frau auf Jeep in Afrika

Wie sicher ist es nach Afrika zu reisen?

Afrika gehört ganz sicher zu den aufregendsten, atemberaubendsten und abwechslungsreichsten Reisezielen der Welt und gilt gerade auch deshalb als der schönste Kontinent unseres Planeten. Trotzdem scheuen sich viele Urlauber diesen Kontinent zu bereisen. Ich räume mit Vorurteilen und Ängsten auf und mache dir Mut für dein großes Afrika-Abenteuer!

IMG_7840

Der Kontinent der Superlative

Afrika – das ist für viele leider immer noch das große unbekannte und oft auch angstmachende Land. Dabei ist es gar kein Land, sondern ein facettenreicher und riesiger Kontinent – der Niemanden pauschal verängstigen sollte. Hier warten einzigartige Landschaften  mit faszinierenden Regenwäldern, rotgetünchten Wüsten, ausgedehnten Savannen, malerischen Traumstränden und einer Unterwasserwelt die ihres Gleichen sucht.

Auch gilt Afrikas artenreiche Tierwelt in seiner Form als einzigartig: Mehr als 1.100 Säugetiere und 2.400 Vogelarten leben in den zahlreichen Wildschutzgebieten und in den weiten Steppen des Kontinents. Von majestätischen Elefanten über putzige Pinguine oder riesige Meeressäuger – in Afrika kannst du ihnen begegnen.

IMG_9617

Fakten über Afrika

Der Kontinent erstreckt sich auf ca. 30,3 Millionen km² und über 54 anerkannte Staaten. Es leben über eine Milliarde Menschen dort und mit ihnen so viele verschiedene, lebendige Kulturen. Jede dieser Lebensformen hat seinen ganz eigenen, individuellen und vor allem interessanten Charakter und genau das macht Afrika als Reiseziel so spannend.

Mit meinen Zeilen möchte ich allen Mut machen, diesem Kontinent eine Chance zu geben und das Vielseitige was Afrika zu bieten hat, für sich zu entdecken und sich in keinem Fall durch Meinungsmache abschrecken zu lassen.

IMG_8965

Der Kampf mit den Vorurteilen

Wenn man eine Reise nach Afrika plant, wird man oft überhäuft mit Vorurteilen und wilden Spekulationen von Bekannten. Dabei haben genau diese Menschen ihr Wissen nur irgendwo aufgeschnappt, aber sind nie selbst auf diesem großartigen Kontinent gereist.

Ich habe unzählige Reisen ins nördliche wie südliche Afrika unternommen und habe sogar dort gelebt. Zu lebendig sind mir genau diese Ratschläge von Anderen, über die ich jetzt nur schmunzeln kann.

Selbst mein kleiner Bruder hat lange geglaubt, ich wohne hinterm Busch in einer Lehmhütte, während ich im modernen Kapstadt lebte.Durch solche Aussagen wird mir immer wieder klar, wie verfestigt sich das Bild über „das Afrika“ in den Köpfen der Menschen festgesetzt hat. Natürlich findet man Lehmhütten und Schotterstraßen in Afrika, aber das ist nur eine winzige Facette. Ebenso findet man moderne Metropolen, durchweg geteerte Straßen, Großkonzerne und luxuriöse Shoppingcenter dort, die uns in nichts nachstehen. Doch dieses Bild ist oft noch nicht angekommen.

IMG_9252

Sicherheit in Afrika

Ebenso sieht es in den Köpfen der Menschen aus, wenn es um die Frage nach Sicherheit in Afrika geht. Doch auch hier kann und vor allem darf nicht pauschalisiert werden. Zur Erinnerung, wir  reden hier über einen riesigen Kontinent mit über 50 Ländern, verschiedenster Ethnien und Lebensweisen.

Gerne wird als Argument gegen das Reisen in Afrika, die Aidsrate, angeführt. Hier in Deutschland gibt es auch 70.000 Menschen, die mit Aids oder HIV infiziert sind und ebenso werden die Viren nur über Blut oder anderen Flüssigkeiten übertragen. Und im normalen Umgang miteinander kommen wir doch nie in Kontakt mit ihnen. Warum sollte es dann in Afrika anderes sein? Für mich kein haltbares Argument.

IMG_7806

Verhältnismäßigkeit

Das Beispiel Ebola-Virus: Dieses betraf plötzlich den ganzen Kontinent und nicht mehr nur in der Hauptsache die Länder Guinea, Liberia und Sierra Leone. Ein fataler Fehler! Übertragen wir das mal gedanklich auf Deutschland und die Tierhaltung.

Man stelle sich vor, in einem Hühnerstall in Bayern bricht die Vogelgrippe aus und ganz Europa wird unter Quarantäne gesetzt. In welcher Verhältnismäßigkeit steht das? Genauso verhält es sich mit Afrika. Man muss sehr genau differenzieren, wo tritt das Problem auf und nicht pauschal einen ganzen Kontinent abstrafen.

Wer sich um die Gesundheit in einigen Ländern Gedanken macht, der sollte sich zunächst über die Seiten des Robert-Koch-Instituts informieren. Je nach Empfehlung des Portals würde ich dann noch den Rat eines Tropenmediziners ersuchen, wenn ich mir unsicher bin.

IMG_8668

Beispielhaft möchte ich von meiner Botswana-Reise erzählen. Jeder in meinem Umfeld meinte es gut und empfahl mir durchweg eine Malarie-Prophylaxe einzunehmen, weil Botswana ja so gefährlich sei. Ich besprach mich in Deutschland mit Ärzten, die mir die Tabletten nur als Standby-Medikament empfahlen. Das bedeutet, dass man die Medizin nur einnimmt, wenn man Symptome zeigt. Da ich immer noch verunsichert war, bin ich auch in Botswana zum Arzt gegangen und habe mich vor Ort beraten lassen. Mit dem gleichen Ergebnis! Die Panikmache meines Umfeldes gründete sich nicht auf Fakten und Erfahrungen, sondern aus medialem Halbwissen. Daraus gelernt habe ich, dass ich mich fortan richtig belese und mich von  Fachleuten beraten lasse, wenn ich vorhabe in ein Land zu reisen, für das eine Medikamentation angeraten wird.

IMG_8825

Kriminalität auf dem afrikanischen Kontinent

Genauso verhält es sich im Bereich Kriminalität. Auch hier rate ich dringend ab, ein pauschales Urteil zu fällen. Jedes Land ist anders – begründet auf seiner Historie, den kulturellen Gegebenheiten und der Mentalität der Menschen. Selbst innerhalb eines Staates kann es Unterschiede zwischen risikoreich bis sicher geben. Das ist in Frankfurt, Hamburg, Berlin nicht anders als in Regionen Afrikas.

Auch hier empfehle ich sehr objektiv die einzelnen Länder, Landstriche und Schwerpunkte anzuschauen. Findet Kriminalität zum Beispiel nur in einem bestimmten Mileu statt? Ist es politisch motiviert und kommen Touristen überhaupt nicht in Kontakt damit? Ihr werdet euch im Gegenteil zu der jetzt vielleicht vorhandenen Angst vor Afrika, später in manchen Gegenden so sicher und wohl fühlen, wie ihr es nie zuvor erlebt habt.

IMG_8033

Fragen über Fragen

Erste Anlaufstelle sollte hier das Auswärtige Amt sein, um sich einen Überblick zu verschaffen. Wer sich dann noch unsicher ist, der sollte das Internet zur Recherche heranziehen. Besonders möchte ich dir da spezielle Facebook-Gruppen ans Herz legen. Die Community wird dir Fragen beantworten und du kannst auch ihre Posts und Tipps nutzen, dich optimal vorzubereiten. Damit habe ich sehr gut Erfahrungen gemacht. Oft bekomme ich so Rückmeldung von Reisenden, die gerade da waren oder auch von Einheimischen, die mir Sicherheits-Tipps geben. Und bisher war ich so immer sicher – auch allein als Frau – in Afrika unterwegs. Sei es im muslimischen Tunesien, in das man angeblich als blonde Frau nicht alleine reisen sollte oder aber auch in Südafrika was ohnehin als Land mit hoher Kriminalität gilt. Ich bin immer sicher gereist!

Ich habe mich als Frau alleine dort bewegt und möchte euch die Bedenken davor nehmen. Als Reisender in Afrika ist es in erster Linie wichtig, dass man seinen Wohlstand nicht zeigt, nicht naiv ist und auf die ungeschriebenen Gesetze befolgt. Damit meine ich, das man auf den Rat der Einheimischen hören sollte: Wenn mir davor abgeraten wird nachts zu fahren, sei es wegen Wildwechsel oder Kriminalität, dann halte ich mich daran.

IMG_8750

Meine Tipps, wie du sicher in Afrika reisen kannst:

·      Trag deinen Wohlstand nicht zur Schau
·      Sei wachsam
·      Halte das Fahrzeug geschlossen, wenn dir dein Bauchgefühl ein Warnsignal gibt
·      Vermeide nach Möglichkeit Nachtfahrten – besonders auch wegen Wildwechsel
·      Meide große Menschenansammlungen, z.B. bei Demonstrationen
·      Lass keine Wertsachen offen im Fahrzeug liegen

IMG_8791

Zum Einstieg

Mit diesen Strategien bin ich bisher immer sicher gereist und kann dich nur ermutigen, deine Angst vor Afrika abzulegen und diesem Kontinent eine Chance zu geben.
Wenn du ein noch unerfahrener Reisender bist, empfehle ich dir eine organisierte Tour in Afrika. Hier genießet du den bestmöglichen Schutz der Gruppe und des Organisators. Gerade für Singles ist eine so genannte „Join in“ Reise ideal.

Diese Länder Afrikas gelten, wenn auch mit Einschränkungen, sicher für Touristen:

·      Swasiland
·      Ghana
·      Uganda
·      Tunesien
·      Marokko
·      Namibia
·      Gambia
·      Tansania
·      Togo
·      Liberia
·      Südafrika
·      Ägypten
·      Lesotho

IMG_8613

Einstigshilfe

Wenn du noch ein Afrika-Einsteiger bist und nicht weißt, welches Reiseland für dich das Idealste ist, dann lies doch mal meine Artikel zu verschiedenen Ländern in Afrika oder sprich mich direkt an! Ich bin immer für Rückfragen zu erreichen. Via Mail oder auch via Skype.

Weiterführende Informationen findest du auch hier:

·      Auswärtiges Amt (Reise- und Sicherheitshinweise)
·      Robert-Koch-Institut (Informationen zu Impfungen und gesundheitlichen Gefahren)
·      Deutsche im Ausland e.V. (Kontaktdaten aller deutschen Botschaften in Afrika)
·      Bundeszentrale für politische Bildung (Hintergrundinformationen zu den Konflikten auf dem afrikanischen Kontinent)

IMG_9247

Fazit:

Ich hoffe ich konnte dir deine Bedenken nehmen und dich ermutigen Afrika mit anderen Augen zu sehen und endlich deine Traumreise dahin zu planen. Eine „Warnung“ möchte ich dann aber doch noch aussprechen und das ist die vor dem „Afrika-Virus“. Aber keine Sorge der ist völlig harmlos. Das Einzigste was er auslöst ist das brennende Gefühl immer wieder nach Afrika reisen zu müssen. Die meisten, wie auch ich, sind stolz ihn in sich zu tragen. Meint es doch nur, dass man die Liebe für diesen großartigen und faszinierenden Kontinent für sich entdeckt hat und die Sehnsucht nach Afrika immer wieder aufflammt. In diesem Sinne: „Hakuna Matata – Sichere Reise“

Ein persönliches Nachwort: Natürlich gibt es ganz viele Motive die für Afrika stehen – für das Grüne ebenso wie das Tropische. Ich habe mich in dem Artikel ausschließlich aus meinem Namibia-Bildarchiv bedient, weil ich mir eine einheitliche Bildsprache gewünscht habe. Außerdem habe ich bewußt auf Menschenbilder oder einfache Hütten verzichtet, weil ich nicht mit Vorurteilen spielen und einzig die landschaftliche Schönheit zeigen wollte.

Warum-tanzen-wenn-gluecklich

Warum du tanzen solltest, wenn du glücklich bist

Da stehe ich nun in der Landschaft, hoch auf einem Mäuerchen an einer kleinen maltesischen Bucht und ich tanze, tanze, tanze. Einfach so, weil ich glücklich bin und diesen Gefühl rauslassen muss. Ob mir das denn gar nicht peinlich ist? Na sicher nicht. Warum auch? Ich fühle mich genau danach. Ich lasse zu, was mir gut tut und du solltest das auch tun, wenn du glücklich werden willst!

IMG_5448

Die Sonne scheint, das Meer leuchtet türkisblau und ich habe mein schönstes Strahlen im Gesicht, denn ich bin glücklich hier. Glücklich genau an diesem Ort zu sein und den Moment so tief genießen zu können. Ich liebe Musik, Tanzen, Reisen, schönes Wetter und das Rauschen des Meeres. Warum also sollte ich dieses Glücksgefühl hier nicht auch ausleben? Eigentlich wollte ich weiter die Insel entdecken, aber diese kleine Mauer vor dieser fabelhaften Bucht hat es mir einfach angetan. Ich klettere mit etwas Mühe hinauf, streife die Schuhe ab und sofort bewegt sich meine Hüfte zum Sound der Musik die aus meinem Autoradio tönt.

IMG_4819

Ich schließe die Augen, hebe die Arme in die Luft, mein Kopf kreist und die Wellen der Musik durchströmen meinen ganzen Körper. Der Beat gibt die Moves vor. Die Füßchen wippen zum Takt und jede Zelle meines Körpers tanzt jetzt mit mir. Die Mauer ist jetzt meine Bühne und meine Tanzfläche und ich blende völlig das, was um mich herum geschieht. Ist sowieso niemand hier. Okay ein paar Fischer, hin und wieder passiert ein Auto und auf der einfachen Hütte hinter mir ein Handwerker – aber niemand interessiert sich für mich und darum geht es auch gar nicht. Dieser Moment gehört mir. Ich tanze für Niemanden, außer mich.

Glück ist ein Insidejob

Etwas was man nur durch seine innere Einstellung erreicht. Klar, können andere einem eine Freude bereiten. Kann ein Partner auch Glück bedeuten. Aber dieses tiefe, innere Gefühl entsteht indem du siehst, was dich erfüllt, dir Freude bereitet und dein Herz zum Schwingen bringt. Wer schöne Momente erkennt und genau dann auch Gefühle zulässt, wird Glück empfinden, da bin ich fest überzeugt. In diesen Augenblicken möchte ich dann einfach nur tanzen und genau dieses Empfingen zum Ausdruck bringen.

IMG_1234

Für mich sind Glücksmomente oft Momente in der Natur, wenn ich Tieren begegne, an erstaunlichen Orten bin oder außergewöhnliche Beobachtungen mache. Wenn ich mit wertvollen Menschen zusammen bin, einen Seelenort gefunden habe oder etwas beobachte was mein Herz erfüllt. Das kann ein Spatz beim Bad in der Pfütze sein, ein Kinderlächeln aber auch die Aura von mystischen Stätten wie Copan Ruinas.

Authentizität rockt

Bist du jetzt etwa verwundert, dass es keine teuren Geschenke sind? Die finde ich natürlich auch toll, ohne Frage, aber tief bewegt haben sie mich nie. Das schaffen nur Erlebnisse. Etwas Authentisches, Reales, Fühlbares. Dann steigt diese Wolke aus Glück in mir auf, zaubert mir ein Lächeln ins Gesicht und lässt meine Augen strahlen. Kommt dann Musik dazu, dann muss ich einfach tanzen. Egal wo ich gerade bin und wer mir gerade dabei zusieht.

IMG_5500

Aber das war nicht immer so! Früher war ich viel zu kopfbestimmt und hab mich von Stimmen leiten lassen, die sagten „Das kannst du aber jetzt nicht bringen. Hier tanzt man nicht!“ Pahhh! Warum denn nicht? Weil es nicht in unsere freudlose Welt passt? Weil ihr euch nicht traut? Weil es nicht alle tun?

IMG_8660

Ich bin nicht alle. Ich bin ich und ich tanze, wenn ich glücklich bin und du solltest das auch! Egal wie es aussieht und was Andere über dich denken könnten. Du allein kannst dich glücklich machen. Du solltest das für dich tun, weil es dich erfüllen wird. Weil das Tanzen ein Glücksbooster ist. Weil diese Liebe zu dir, dich in jeder Zelle durchströmen wird, wenn du deine Gefühle einfach mal zulässt und tanzt.

Feel the groove

Musik muss man fühlen, sich danach bewegen und daraus entsteht dann Tanz. Wer dabei „denkt“, hat verloren. Seine Gefühle in Bewegungen zu transformieren macht einen „guten“ Tänzer aus, weil man ihm ansieht, was ihn so empfinden lässt. Dabei sind es nicht besondere Moves oder einstudierte Schritte, sondern genau diese Symbiose aus Sound, Bewegungen und tiefen Gefühlen. Und gut ist sowieso relativ, denn nur du allein musst dich gut fühlen. Schau mal ins Video, da sieht man genau was ich meine! Er hat sein Glück auch am Meer gefnden, ist glücklich und tanzt einfach…

Im Jahr 2010 hatte ich eine Traumreise nach Kapstadt gewonnen. Damit erfüllte sich für mich einer der größten Wünsche überhaupt. Der Trip hatte alles und ich war überglücklich so viel Großartiges erleben zu dürfen. In einer ruhigen Stunde unseres Trips ging ich raus auf die Promenade am Meer. Ich hatte Musik in meinen Ohren und war berauscht von dem Moment. Ich stand da am Ozean von dem ich so lange geträumt hatte. In den letzten Tagen hatte ich wundervolle Menschen um mich und durfte einzigartige Erfahrungen machen. Ich war tief dankbar für das Erlebte. Und dann war es da, dieses Glück! Ich lachte und weinte gleichzeitig, weil mich die Emotionen überwältigten. In diesem Moment tanzte ich das erste Mal in der Öffentlichkeit, abseits einer Tanzfläche.

P1010767

Vor mir war die Weite des Ozeans, in mir dieser beeindruckende Frieden und alles Andere drum herum hatte ich ausgeblendet. Ich strahlte, ich tanzte, ich sprühte vor Energie und Leben. Als ich dann doch mal wieder meine Augen öffnete, war da nicht etwa eine zu erwartende Abneigung mir gegenüber. Ich wurde weder schief angeschaut, noch beleidigt oder blöd angemacht worden. Das Gegenteil war der Fall.

IMG_6261

Die Lebensfreude übertrug sich auf die Menschen in meiner Umgebung und das was ich ausgestrahlt habe, kam zu mir zurück. Ich wurde ebenso angelächelt, erhielt ein paar Daumenhoch oder sogar noch aufmunternde Worte. Es sollte nicht das einzige Mal auf dieser Reise sein, das ich tanzte. Das ich einfach das machte, was mich glücklich macht.

Bauch über Kopf

Nur mein bester Freund und Reisebegleiter verstand das nicht. Während die Mitmenschen auf mich durchweg positiv reagierten, war ich ihm zumeist peinlich. Ich begann ihm zu erklären, dass es reine Kopfsache ist. Das wir konditioniert sind, das zu tun was Andere tun, aber nicht mehr das, was uns glücklich macht. Ich ermunterte ihn es auch zu versuchen und irgendwie tat er das dann auch, aber wohl nur mir zu liebe.

P1010365

Seit diesem Tag am Meer in Kapstadt tanzte ich häufiger. Morgens, mittags, abends und überall dort wo meine Seelenorte waren. Und immer wenn ich das tat, war es nicht nur ein Glücksverstärker für mich. Ich steckte Menschen mit meiner guten Laune an, brachte sie dazu zu lächeln und einen Moment die eigenen Sorgen zu vergessen. Und nicht nur das. Ich brachte sie sogar dazu selbst zu tanzen.

We will be dancing

Wir schreiben das Jahr 2017. Wieder war ich in Kapstadt meiner Lieblingsstadt, am Chapmans Peak Drive meinem Herzensort. Die Sonne war gerade unter gegangen und ich tanze alleine hoch auf einer Mauer über den Felsen. Nach ein paar Minuten die ich da so herumtänzelte, tauchte neben mir eine Gruppe junger Leute auf, die in der Umgebung gepicknickt hatten. Wie sie hatte ich mein Auto an der Parkbucht abgestellt, nur schallte aus meinem Radio die neueste DJ-Mucke. Kurz zuckte ich zusammen bei ihrem Auftauchen. Wieder war ganz kurz der Gedanke da, ob ich das grad hier bringen kann. Aber ich tanze weiter. Zu schön war der Moment. Und dann geschah es! Die Gruppe näherte sich mir und fing an, einfach mitzutanzen! Und wenig später stießen wir mit ein paar Drinks sogar noch auf das Leben und diesen Augenblick an! Perfekt nicht wahr?

GOPR0341

Und jetzt bin ich hier in Malta. Neben mir hält ein Auto mit einem Mann der vorhin schon an mir vorbei gefahren ist. „Er schimpft mich bestimmt gleich“ denke ich mir, als er sein Fenster runterschraubt. „Mädchen, du musst doch total ausgetrocknet sein vom Tanzen in der Sonne! Hier, ich hab ein paar Erdbeeren für dich. Nimm sie und lass es dir schmecken.“ höre ich ihn sagen. Ich bin platt! Ich hab ja viel erwartet, aber von einem bestimmt 90ig Jährigen, aber so eine Geste, haut mich nun doch völlig um und ich bin sichtlich gerührt.

IMG_3612

Ich tanze weiter, denn auch dieses Erlebnis hat mich noch glücklicher werden lassen, als ich es ohnehin gerade bin. Über Stunden bin ich hier und gebe mich meinen Gefühlen hin. Feiere das Leben, den Moment und das positive Feedback was ich gerade bekomme. Denn der alte Herr ist nicht der Einzige, der mir sein Wohlwollen zeigt. Nun muss man auch wissen, dass ich keine Shakira bin mit perfekten Hüften, sondern eher so eine Adele nur ohne Stimme. Um so erstaunlicher finde ich es auch immer, dass ich trotzdem so angenommen werde, wie ich bin und so viel Positives erfahre.

Nix da Botoxdrossel

Wer sich also vom Tanzen abhalten lässt, weil er denkt nicht perfekt zu sein, dem sei gesagt: Alles Bullshit! Glück ist einfach das Schönste was man tragen kann und wenn man schon mal so ne Botoxdrossel lachen sehen hat, weiß man wovon ich spreche. *zwinker*

IMG_2960

Mich hält inzwischen nichts mehr davon ab glücklich zu sein und das auch zu zeigen. Egal ob unter der Dusche daheim, auf dem Supermarktparkplatz oder im Stadtpark – ich tanze und lebe wann immer ich Lust darauf habe. Das Leben ist zu schön und zu kurz, um sich Gedanken darüber zu machen, wie Andere in ihrer beschränkten Welt darüber denken. Glück entsteht, wenn wir es zulassen. Wenn uns glücklich machen. Wenn wir aufhören nach den Regeln und Ansagen der Anderen zu leben und genau deshalb solltest auch du tanzen, wenn du dich danach fühlst!

Tanze, basta!

Wann immer ich jetzt weit weg bin und tanze, schicke ich meinem besten Freund eine Nachricht: „Ich tanze wieder“ Und wisst ihr was? Auch er hat seine Meinung dazu geändert: „Ich verstehe nun, warum du tanzt und freue mich mit dir!“ Ist das nicht schön? Selbst meinen größten Kritiker konnte ich also doch noch vom „Tanzen wegen Glücklichkeit“ überzeugen und vielleicht probierst du es ja auch mal aus?

In diesem Sinne:

#getup&dance

Afrika Burn – Was geht beim verrücktesten Festival Afrikas?

Afrika Burn – ist das abgefahrendste Festival unter der Sonne Afrikas und wird am liebsten mit „mind blowing“ beschrieben. Denn es gibt kaum etwas Vergleichbares auf diesem Planeten und es wird dich für immer verändern!

IMG_2269

Zwar wird es gerne als kleiner, afrikanischer Ableger von Burning Man beschrieben, diesem Vergleich wird Afrika Burn aber nicht gerecht. Nicht weil es es nicht könnte! Weil es nicht will! Es hat einen Vergleich gar nicht nötig, weil es um Community und nicht Competition geht! Es ist keine Party zu der man feiern geht und sich danach wortlos verabschiedet.

IMG_2567

Ende April, Anfang Mai rollt die Karawande der Festivaljünger in den Tankwa Karoo NP, der nur wenige Stunden nördöstlich von Kapstadt (Südafrika) entfernt liegt. Ein eigentlich lebensfeindlicher Ort, der wenig bietet und einem mit seinen harrschen Bedingungen auch einiges abverlangt.

IMG_2514

Fast einer Fata Morgana kommt es dann gleich, wenn sich hier eine Zeltstadt mit Kunstpark in den unendlichen Weiten des Nichts bildet.

IMG_2616

Wenn plötzlich Skulpturen in den Himmel ragen, Phantasiekreationen lebendig werden und künstlerische Statements nachts in Flammen aufgehen.

IMG_2416

Die ausgedörrte Savanne erwacht in dieser Zeit zum Leben, wenn zehntausend Menschen in opulenten Kostümen, mit verrückten Mad Max Fahrzeugen, auf bunt geschmücken Fahrrädern oder zu Fuß hier das Regiment übernehmen.

IMG_2106

Wie ein riesiger Zirkus mit farbenfrohen Zelten und aberwitziger Dekoration wirkt „Tankwa Town“ dann. Und alles was auf diesem Rummelplatz dann passiert, geht von den Menschen aus, die ihn bevölkern.

IMG_2638

Ihre Kreativität, ihr Selbstausdruck, ihr künstlerisches Schaffen, ihr Miteinander und ihre Gesten. Hier wird nicht nur konsumiert, hier wird ausgetauscht, auf Höflichkeit Wert gelegt, tolleriert und akzeptiert.

IMG_2595

Das ist der Spirit den Afrika Burn allen voraus hat. Es ist ein Gemeinschaftsprojekt, eine Non-Profit-Organisation und eben keine Bespaßungsparty ohne Interaktion. Man ist selbst das, was hier passiert. Und es passiert Einiges!

IMG_2303

Fahrzeuge in Form einer Schnecke, einer Fledermaus oder eines Nashorns rattern an einem vorbei. Eine fahrende Discokugel, ein Regenbogen auf Rädern, ein Alien-Bus oder ein rostiger Dinosaurier. Alles was man hier findet wurde von den Teilnehmern geschaffen und in diese Einöde verfrachtet, um dieses Event einmalig werden zu lassen.

IMG_2344

Ein Heimkino aufgebaut, eine DJ-Anlage installiert, eine Yoga-Schule eröffnet oder eine Bar zum laufen gebracht. Hier erschafft man sich seine Träume oder ist, wer man schon immer mal sein wollte. Ohne soziale Zwänge, ohne politische Vorgaben, ohne den ganzen Kommerzscheiß. Alles lebt einzig vom Geben und Nehmen. Und das Beste ist, es funktioniert.

IMG_2316

Man fühlt sich angenommen, man genießt die wahre Freiheit, spürt endlich wieder worum es wirklich im Leben geht und genau das macht Afrika Burn so besonders, dass es jeden der sich darauf einlässt für immer verändern wird!

IMG_2653

Was spielt sich ab bei Afrika Burn?

IMG_2019

Die Kunstinstallationen

Riesige Körper die aus dem Sand ragen, für die ihre Macher tausende von Kilometern Anreise mit schweren LKWs auf sich genommen haben. Die bereits Wochen vor dem Festival hier waren und sie in sengender Sonne und in Handarbeit erschaffen haben.

IMG_1883_ret

Die Teilnahme

Hier erwartet man, dass sich jeder ins Festival einbringt. Sei es künstlerisch, musikalisch oder auf die Art und Weise wie man sich kleidet.

IMG_2324

Die nächtlichen Feuer

Wenn die Kälte der Nacht in die Zeltstadt kriecht, zieht es die Menschen wie seit Jahrhunderten zu wärmenden Feuern. Kunstwerke werden dann in Flammen gesetzt und ihr Niedergang wird zelebriert. Weil ihre Kraft nicht verloren ist, sondern die Herzen der Gemeinde wärmt.

IMG_2232

Erfahrung Natur

Er ist ein erbarmungsloses Stück Erde zu dem man sich begiebt. Man kann es schon eine Survivalerfahrung nennen, hier den menschenfeindlichen Bedingungen voll ausgesetzt zu sein. Tagsüber brennt die Sonne gnadenlos, am Abend peitscht einem der Sandsturm ins Gesicht und nachts läßt die Eiseskälte den Atem zu Rauch werden. Man wird schwitzen und nach Luft jächzen und nur Stunden später bitterlich frieren. An einem wird der Sand kleben, die Frisur wird zerfallen und man wird sich selbst nicht mehr riechen können. Aber das alles wird egal sein, weil du da bist.

IMG_1736

Campinggemeinschaft

Campen ist nicht jedermanns Ding, aber wie sehr sind Tolleranz, Rücksichtnahme & Miteinander gefragt, wenn an die 10.000 Menschen nebeneinander campieren? Hier lernst du es! Und auch wieder, dass man von der Gemeinschaft profitieren kann, wenn man auch selbst bereit ist, etwas zu geben.

IMG_2586

Musik

Nachts ist Afrika Burn dann doch wieder ein riesiges Musikfestival, mit unzähligen DJ-Bühnen, Tanzflächen und Zelten in denen ausgiebig gefeiert wird. Von feinster Housemusik bis zu handgemachten Gitarrensound. Erst mit aufgehender Sonne zieht es die meisten in ihre Zelte um etwas Schlaf zu erhaschen. Da aber gehen die Frühaufsteher tanzen…

IMG_2394

Mutantenfahrzeug

Mach aus deinem Fahrrad ein Kunstobjekt, aus deiner Rostlaube eine coole Mad Max Karre oder bau den Schulbus zum DJ Pult um. Es gibt keinen TÜV, keine Straßen und keine Richtung die dir vorgegeben wird und deine Kreativität einengt. Nimm Menschen mit, lass sie aufspringen, lerne sie kennen und entlass sie wieder in die Freiheit. Alles ist deine freie Entscheidung!

IMG_2168

Organisation

Wenn du nicht verhungern willst, dann solltest du hier gut selbstorganisiert sein. Wieviel Liter Wasser braucht ein Mensch am Tag zum Trinken, Kochen, Waschen oder Duschen? Reicht der Sprit, werde ich ein oder zwei Ersatzreifen brauchen? Habe ich genügend Holzkohle dabei? Ich erinnere dich, es gibt nichts, aber auch gar nichts zu kaufen, in den nächsten hundert Kilometern.

IMG_1720

Offline

Handyempfang, WLan, mobiles Internet, Navigation? Ach vergiss es! Nichts davon wirst du hier finden. Komm klar damit eine Woche nicht erreichbar zu sein, dich an Verabredungen zu halten, über eine Karte den Anfahrtsweg zu finden und auch einfach mal mit den Leuten zu reden.

IMG_2677

Respekt

Vertrauen & Respekt – auch darum geht es bei Afrika Burn. Lass den Menschen wie er ist und sein will. Bewundere die Vielfahlt und erfreue dich an ihr, anstatt zu kategorisieren und zu kritisieren. Mach dich einfach mal locker und lös dich von altem Kastendenken. Jeder Mensch hat den gleichen Wert.

IMG_2361

Sternenhimmel

Wer den afrikanischen Sternenhimmel noch nie erleben durfte, wird sich nach dieser Erfahrung hier fragen, ob wir alle überhaupt unter dem gleichen Kosmos leben. So spektakulär, so sehenswert und so bezaubernd ist der Nachthimmel über Afrika Burn. Ihn still am Rand zu erleben, gehört auch zu einer der Erfahrungen, die man hier gemacht haben muss.

IMG_2161

Bevor du gehst:

IMG_1996

Tickets:

Folge der Facebookseite von Afrika Burn, um dich über alle Entwicklungen zu informieren. Lege dir eine Burner Bio auf www.afrikaburn.com an und bewirb dich um die Tickets. Sei nicht enttäuscht, wenn es nicht im ersten Anlauf klappt. Hoffe auf die Warteliste oder eine neue Chance. Es gibt keinen Schwarzmarkt vor Ort. Die Tickets müssen offiziell überschrieben werden.

IMG_1846

Anreise:

Der nächstgelegene Flughafen ist Kapstadt. Buch dein Fahrzeug rechtzeitig, da Campingfahrzeuge in der Zeit rar sind. Nimm dir zwei Erstatzreifen mit, denn wenigstens einen Platten hat auf der Strecke jeder. Versichere Glas, Unterboden und Reifen ordentlich, du wirst es brauchen. Fahr rechtzeitig los! Ein Großteil der Strecke ist Schotterpiste und eine angepaßte Fahrweise ist essentiell, um nicht auf dem Dach liegenzubleiben. Der Sand läßt dich schlimmer driften als Schnee es tut.

IMG_1836

Überleben:

Bring alles mit, was du zum Überleben in der Halbwüste brauchen wirst. Mindestens 6 Liter Wasser sind angemessen pro Tag. Mach dir eine Packliste und informier dich über die offizielle Seite was alles empfohlen wird. Bedenke auch, dass es keine medizinische Einrichtung gibt und du dich unter Umständen auch mit Medikamenten und Verbandszeug selbst versorgen mußt.

IMG_2125

Gemeinschaftswert:

Mach dir Monate vor dem Festival Gedanken, welchen Beitrag du leisten willst. Es ist keine Party! Man kauft auch sein Kostüm nicht. Bereite dich drauf vor, so wie andere es auch für dich tun.

IMG_1726

Kleidung:

Es ist heiß, es ist kalt. Trag nichts, trag alles!

IMG_2530

Volunteer:

Auch Afrika Burn kommt nicht ohne Helfer aus. Informiere dich über die Homepage, wie du dich noch stärker einbringen kannst.

IMG_2304

Presse & Foto:

Du willst als Fotograf, Vlogger oder Reporter zu Afrika Burn? Dann akkreditiere dich, ansonsten ist eine Vermarktung der Bilder und Geschichten nicht erlaubt!

IMG_1990

Regeln:

Halt dich an den Geist des Miteinanders und vorallem hinterlasse keinen Müll!

IMG_2475

Das Wichtigste:

Vergiß deinen ganz eigenen Spirit nicht!

IMG_2447

Ich hoffe mein Beitrag hat Lust gemacht auf dieses einzigartige Festival! Hast du noch Fragen, die ich dir beantworten kann? Dann schreib mir im Kommentarfeld oder über die Kontaktseite.

IMG_2032

Heiß auf Afrika Burn? Dann lies gleich im LINK weiter wie ich es erlebt habe! Inklusive Videomaterial!!!

IMG_2708

In diesem Sinne: #Get up & keep the spirit alive!

#infoWenn du dich für alle meine Fotos interessierst, dann schaue gerne auf meiner FLICKR Seite vorbei und lass dich mitnehmen in eine verrückte Welt!
Sollte dir mein Artikel gefallen haben, dann teile ihn gerne mit deinen Freunden oder lass mir noch einen Kommentar hier! Vielen lieben Dank.

Rollertour Kapstadt

Rollertour in Kapstadt – Alles was du wissen mußt!

Eine Rollertour ist für mich Freiheit auf zwei Räden und ganz besonders spürbar ist diese in Kapstadt. Hier ist man auf Traumstraßen am Meer unterwegs, kann Pinguinen begegnen und an den schönsten Punkten für Fotos stoppen. Aber wer sich sicher in Kapstadt mit dem „Scooter“ (wie er auf englisch heißt) unterwegs sein will, muss einiges beachten. Was genau verrate ich dir hier!

Rollertour_10

Das erste Mal Rollertour in Kapstadt:

Bei meinem ersten Besuch in Kapstadt war ich in der Gruppe unterwegs und alles war für uns organisiert. Unter Anderem auch eine Schnitzeljagd per Roller durch die Stadt. Ein riesiges Erlebnis, denn ich liebe Rollerfahren. Von Sea Point aus ging es zunächst nach Camps Bay und dann entlang der malerischen Küstenstraße nach Hout Bay und von dort über die Winelands zum „The Old Biscuit Mill Market“ – einen der so typischen Nachbarschaftsmärkte in Südafrika. Danach noch durch das „BoKap“ und hinauf bis zu „Signal Hill“.

Rollertour_04

Auf unser Rollertour war das Schöne, dass wir fast überall für ein paar Schnappschüsse stoppen konnten. Im Gegensatz zu einer Autotour, wo man immer erst einen Parkplatz suchen muss, fährt man mit dem Roller ein wenig an den Rand und stört damit Niemanden. Man zieht die Kamera aus der Tasche und kann die Lieblingsmotive direkt im Bild festhalten. Zudem ist es ein Genuss, den Wind zu spüren, das Salz des Meeres auf der Zunge zu schmecken und von der herrlichen südafrikanischen Sonne gewärmt zu werden.

Rollertour_05

Leider haben wir erst nach unserer Rollertour erfahren, dass wir diese Roller gar nicht hätten fahren dürfen. Zwar darf man mit einem Autoführerschein in Deutschland einen Roller fahren, aber eben nur einen 50ccm. Unsere geliehenen Roller waren aber viel stärker motorisiert und somit hatten unsere Papiere hier keine Gültigkeit. Wir hatten Glück, denn unsere Tour blieb unfallfrei. Wäre auf der Ausfahrt etwas passiert, hätten wir keinen Versicherungsanspruch gehabt, denn ohne gültigen Führerschein erlischt auch jeder Anspruch.

Rollertour_06

Unseren Rollervermieter interessierte das herzlich wenig, denn er hatte uns vorab versichert, dass alles gar kein Problem sei und wir ja schließlich in Afrika sind, wo man alles lockerer sieht. Das mag schon sein, aber im Schadenfall, sieht es niemand mehr locker. Kommen dann noch Personen zu schaden und man muss privat haften, dann hat der Spaß gänzlich ein Ende. Hier kann die Schadensummer mehrere Hunderttausend bis Millionen Euro erreichen und das für eine kleine Unachtsamkeit mit den Papieren.

Rollertour

Aus dieser Geschichte habe ich ein paar Dinge gelernt und für die nächste Rollertour beachtet. Dieses Wissen möchte ich jetzt auch mit dir teilen, deshalb hier meine Tipps für deine Tour in Kapstadt.

Rollertour_09

Bitte beachte bei einer Roller-Tour:

  • Es gibt wegen der starken Steigungen keine 50iger Roller in Kapstadt. Deshalb kannst du dir mit normalem Autoführerschein nicht wie bei uns einen Roller ausleihen und rumfahren. Tust du es doch bist du im Schadensfall nicht versichert, auch wenn dir der Verleiher erstmal etwas Anderes einredet.
  • Der Wind in Kapstadt ist gerade in den Sommermonaten ein echter Risikofaktor für Rollerfahrer. Oftmals ist er so stark, dass sich wildfremde Menschen an die Hände nehmen und gemeinsam die Straße passieren, damit sie sich gegenseitig Halt geben können. Starke Böhen haben auch schon so manchen Zweiradfahrer von seinem Gefährt geholt. Bei starkem Wind rate ich unbedingt davon ab, sich einen Roller auszuleihen. Bitte check vorab ob sich eine Anmietung lohnt. Hierzu empfehle ich die Website „Windguru“.
  • In Kapstadt herrscht Linksverkehr, das macht es für viele schwierig sich sicher auf den Straßen zu bewegen. Einige Strecken sind Stadtautobahnen die du nur schlecht umgehen kannst. Multivan-Taxifahrer in Kapstadt gelten als absolut rücksichtslos und als eine Gefahr für den gesamten Verkehr. Oft ziehen sie ohne zu schauen einfach in die nächste Spur und das gleich über mehrere Fahrstreifen. Diesem chaotischen Verkehr muss man bereit sein sich stellen, wenn man mit dem Roller in Kapstadt unterwegs sein möchte. Natürlich gibt es ruhige Strecken, aber Touristen können oftmals nicht einschätzen, wo es beschaulicher zugeht.
  • Zu brauchst also einen Motorradführerschein und dazu auch den Internationalen Führerschein, ohne dieses Papier ist dein deutscher Führerschein schlicht nicht gültig. Zwar wird das von Verleihern und bei der Polizei bei Standartkontrollen nie hinterfragt, im Schadenfall mußt du aber gültige Papiere vorweisen, sonst erlischt der Versicherungsschutz. Seinen normalen und den internationaler Führerschien mit sich zu führen ist also Pflicht, wenn du sicher unterwegs sein möchtest. Mehr dazu kannst du im Link nachlesen.
  • Prüfe das Fahrzeug vorab auf Schäden, auslaufendes Öl und abgefahrene Reifen, ähnlich wie bei einem Mietwagen. Versichere das Gefährt bestmöglich, selbst wenn du ein guter Fahrer bist. Manche Verkehrsteilnehmer sind unberechenbar und oft nicht versichert. Wenn sie einen Unfall bauen bleibst du trotzdem auf dem Schaden sitzen. Deshalb sorge vor.
  • Fahre auch mit dem Roller nicht unbedingt nachts rum. Solltest du dich an einer Ampel unwohl oder gar bedroht fühlen, dann darfst du nach Einbruch der Dunkelheit auch (mit Vorsicht) über eine rote Ampel fahren. Das gilbt im Besonderen für Frauen und ab 22 Uhr. Es wird dich in Südafrika nie Jemand vor Gericht stellen, wenn du bei Rot gefahren bist, wiel du dich bedroht gefühlt hast. Bitte nutze das nur nicht aus.
  • Bei längeren Touren bedenke immer, dass du einen relativ kleinen Tank hast und weiter entfernte Ziele vielleicht auf dem Weg keine Tankstelle bieten. Nimm einen kleinen Kanister mit oder plane vorab die Route entlang von Tankstops.
  • Speichere dir für Notfälle die Telefonnummer des Verleihers aber auch die der örtlichen Polizei.
  • Trag schon um deiner Sicherheit wegen den Helm. Der ist in Südafrika genauso Pflicht wie bei uns in Deutschland.
  • Parke in den gekennzeichneten Bereichen oder pass dich anderen Motorradfahrern an. Bei Wind such dir einen geschützten Platz den Roller abzustellen, damit er nicht von einer Böhe umgerissen wird.

Rollertour_01

Tipp für längere Aufenthalte

Bist du längere Zeit in Kapstadt, etwa wegen eines Praktikums und möchtest einen Roller leihen, hast aber keinen Motorradführerschein? Meine Empfehlung ist, den Führerschein dann einfach in Kapstadt zu machen. Dieser ist dann zwar in Deutschland nicht anerkannt, aber für die Zeit in Kapstadt kannst du ihn wunderbar nutzen. Ich habe meine Learners-Lisence im Jahr 2011 für weniger als 20 EUR gemacht. Die so genannte Learners Lisence erlaubt es dir, 2 Jahre ohne eine Praktische Prüfung abzulegen, nur mit dem Bestehen der Theorie, rumzufahren. Du kannst natürlich auch den praktischen Test machen, ein Muss ist es jedoch in dieser Zeit nicht.

IMG_5335

Fazit:

Ich finde einen Roller in Kapstadt ideal, weil er einem vor dem oftmals zähen Staus bewahrt, man flexibel überall halten kann und schnell überall hinkommt. Ein klein wenig Mut sollte man aufbringen und stets sehr wachsam unterwegs sein, aber wer sich das zutraut, der wird viel Freude an seiner Rollertour in Kapstadt haben. Versprochen!

 

Simons Town Hafen entdecken

Dein Guide das malerische Simon’s Town in Südafrika zu entdecken

Simon’s Town ist ein malerscher, verschlafener Stadtteil Kapstadts und einer der ältesten Orte des Landes. Was es hier zu entdecken gibt und warum ich diesen Flecken Erde so liebe, verrate ich dir hier in meinem kleinen Guide!

IMG_5119

Der Simon’s Town liegt etwa 35km vom Stadtkern Kapstadts entfernt. Der Ort liegt an der so genannten False Bay, einer Bucht an der Kaphalbinsel die auf Grund ihrer windgeschützen Lage zur Gründung der Siedlung beitrug.

IMG_4933

Das Wasser schimmert herrlich in allen Tönen von türkisblau und die Felsen im Meer geben dem Ort an manchen Stellen schon fast einen Seychellen-Touch. Diese Küste ist ein wundervoller Seelenschmeichler und manchmal entdeckt man hier sogar Meerjungfrauen.

IMG_5361

Wahrscheinlich wegen der frischen Wassertemperatur und der herrlichen Aussichten hat sich genau hier eine Kolonie Brillenpinguine angesiedelt, die den Ort zum Besuchermagnet machen lassen. Tausende von Touristen pilgern jedes Jahr an den beliebten Strandabschnitt „Boulders Beach“, um die Tiere hier erleben zu können. Aber neben den putzigen Tierchen hat der Ort noch viel mehr zu bieten. So besticht er mit pitoresken Bauten, im viktorianischen Stil, hervorragendem Essen und jeder Menge Vintage-Läden.

IMG_5394

Anreise

Seine Anreise nach Simon´s Town sollte man vielleicht sogar mit dem Zug von Kapstadt aus organisieren. Die Gleise sind in unmittelbarer Nähe zur Küste erbaut und die Anfahrt mit Blick auf die False Bay gestaltet sich deshalb zur reinsten Genussfahrt. Natürlich kann man auch mit dem Auto anreisen. Bewachte Parkmöglichkeiten gibt es auf der Hauptstraße, am Hafen und auch am Pinguinstrand ausreichend.

IMG_4848

Die Geschichte

Im Jahre 1687 veranlasste die Dutch East Indian Company, an dieser Stelle einen Hafen einzurichten. Begünstigt durch seine windgeschütze Lage bot es sich an, hier anzulanden, denn im Hafen von Kapstadt war es besonders im Winter, bei den starken Winden des „Nordeaster“ schwer zu ankern.

IMG_5198

Benannt wurde der neue Ort nach dem früheren Gouverneur Simon van der Stel. Die Siedlung, die um den Hafen entstanden war, war die dritte europäische Stadt des Landes. Im Jahre 1795 landeten die Briten in „Simonstad“ und starteten von hier ihren Übernahmefeldzug. Die britischen Einflüsse sieht man noch heute sehr deutlich in der kleinen Stadt.

IMG_5107

Aktivitäten Guide in Simon`s Town

Kickstarter

Für einen aktiven Start in den Tag gehört für mich immer auch ein gutes Frühstück und das in meinen Augen leckerste, gibts direkt an der Hauptstraße im „The Meeting Place“. Während unten ein Dekoladen tolle Interior-Ideen verkauft und super leckeren Kuchen anbietet, findet man oben im Restaurant bei schönem Wetter einen herrlichen Platz auf dem Balkon. Von hier aus kann man auf das Treiben im Hafen blicken, während man sein Frühstück genießt. An kalten Wintertagen wird übrigens auch der Kamin angeschmissen und man kann lauschig seinen Chai Latte, im wohlig Warmen schlürfen.

IMG_5203

Berühmtes Denkmal

Nur wenige Schritte vom „The Meetings Place“ entfernt findet ihr den Jubilee Square und auf ihm die Skulptur einer deutschen Dogge, welcher bei der Royal Navy formell als Vollmatrose geführt wurde. Damit war er der einzige Hund, der jemals eine solche Position bei der Royal Navy einnahm. Lest mal auf den Schildern nach, warum er diesen Status erhielt und wie sein Schicksal war! Hinweise dazu gibt es auch am Schild vorm Simon’s Town Museum and an seiner Grabstätte beim „Red Hill“. Eine echt rührende Geschichte. 

IMG_5105

Shopping

Wenn ihr schon auf dem Jubiläumsplatz seit, dann schaut euch hier die Handwerksarbeiten und Souvenirs an. Hier findet man Urlaubsandenken oft bedeutend günstiger als auf dem Green Market in Kapstadt. Verhandeln lohnt sich trotzdem immer. Wem die Auswahl hier nicht ausreicht, der findet direkt ums Eck noch einen kleinen Shop mit weiteren Souveniers.

IMG_5110

Entlang der wirklich hinreißenden Hauptstraße findet man eine ganze Reihe an Vintage-, Second-Hand-und Charity-Läden. Wer hier die Augen offen hält, der wird die ein oder ander Kuriosität finden und mit etwas Glück sogar noch zum Schnäppchenpreis. Nur bitte bedenkt, dass alles verschiffbar sein muss, wenn ihr hier eine Vitrine oder gleich ein ganzes Wochnzimmer ersteigert. Ich mag den alten Trödel und ganz besonders die Mode und den Schmuck von damals. Wer sich für Mineralien interessiert sollte die Zentrale von Scratch Patch besuchen. Für jeden Freund von Rosenquarz, Opal, Amethysten oder Quarze und Halbedelsteine fast schon ein Muss! Nehmt euch also etwas Zeit zum Bummeln. Der Partner darf sich derweil den Marinehafen von Simon´s Town ansehen, in der Hoffnung das gerade ein U-Boot der südafrikanischen Flotte anlandet. Übrigens ist Simon´s Town auch der größte Militärhafen Südafrikas.

IMG_5102

Audio-Guide-Tour

Wer mehr über die maritime Geschichte und die Traditionen von Simon´s Town erfahren möchte, dem empfehle ich einen Rundgang mit Audio-Guide. Via App aufs Handy geladen, könnt ihr der Stimme von „Local“ Maureen Miller folgen und erfahrt alles Wissenswerte über den Ort. Die Tour ist etwa 2km lang und dauert gemütliche 30min. Hier gehts zum Audio-Guide.

IMG_5118

Kirche und Mueeen

Ein Besuch im Admiralty House, das ursprünglich ein Privathaus war und aus dem Jahr 1814 stammt, ist ebenso einen Besuch wert wie die anderen Museen, so zum Beispiel das  „Simon’s Town Museum“ und das „South African Naval Museum“, welches Modelle von Schiffen zeigt sowie das Heritage Museum welches die Aspekte der muslimischen Gemeinschaft beleuchtet. Und auch die Kirche von Simon´s Town ist eine kleine Augenweide. Zwar innen sehr schlicht, aber von Außen ein echtes Juwel. Du findest sie, wenn du der Hauptstraße weiter folgst in Richtung Kap.

IMG_5216

Boulders Beach, der Pinguinstrand

Ganz ohne Frage ist Boulders Beach die Attraktion in Simon`s Town. Jährlich lockt dieser Strand, auf dem sich eine Kolonie von Brillenpinguinen niedergelassen hat, Menschen aus der ganzen Welt. Im abgesicherten Bereich kann man sich auf Holzwegen den Tieren nähern und sie beim Anlanden am Strand beobachten.

IMG_5385

Wer es etwas persönlicher mag und den Eintritt scheut, dem empfehle ich an der Haupstraße der Beschilderung „Golfplatz“ zu folgen und davor in Richtung Meer abzubiegen. Ganz am Ende dieser Gasse befindet sich auf der linken Seite ein kleiner Parkplatz und auf der rechten Seite ein unscheinbares Holzschiebetor. Früher war dieser Teil des Boulders Beach noch völlig frei zugänglich. Jetzt sind die Tiere auch hier etwas besser geschützt. In den Höhlen unter den Büschen könnt ihr sie beim Brüten beobachten. Aber bitte mit Respekt und Abstand.

IMG_4957

Wer total Pinguin-verrückt ist, der sollte sich allerdings nicht scheuen, den Eintritt für das kleine Schutzgebiet zu zahlen und damit gleich noch einen Beitrag zur Erhaltung der Art beitragen. Die drolligen Pinguine könnten nämlich ganz bald komplett aus Afrika verschwunden sein. Ihr Bestand ist laut neuesten Studien nämlich dramatisch eingebrochen. So gibt es inzwischen nur noch 10 000 Vögel von einst Millionen von Pinguinen.

IMG_5360

Wer sich nicht gescheut hat, einen kleinen Obulus an Eintritt zu zahlen, der sollte sich nach dem kleinen Strandabschnitt erkundigen, von wo aus man mit den Tieren sogar schwimmen gehen kann. So ein lustiger Frackträger taucht dann nämlich schon mal neben dir im Wasser auf.

IMG_5236

Kajaken mit Pinguinen

Ein bleibendes Erlebnis ist es auch, sich in Simon´s Town ein Kajak zu mieten und die malerischen Buchten vom Boot aus zu erkunden. Mit viel Glück taucht neben dir dann auch ein Pinguin auf oder ihr macht beide am gleichen Felsen rast und er sonnt sich neben dir. Kajaks gibt es direkt am kleinen Hafen zum Ausleihen. Unerfahrenen Paddlern, rate ich bei stärkerem Wind und Wellengang allerdings von dieser Tour ab. Seekajakfahren sollte doch vorher etwas gehübt sein. Wer mutig ist und sich ins eiskalte Wasser traut, der kann sich aber gleich noch die Schnorchelsachen mitnehmen und in die Kelpwälder abtauchen.

DSCN0395

Wasserspaß

Ja, der Atlantik ist bitterkalt, ich weiß. Aber wenn selbst ich es schon geschafft habe, hier in die Fluten zu tauchen, dann schafft es jeder! Zumal die Wassertemperaturen an der False Bay in den Sommermonaten ca. 2 bis 3 Grad höher sind als die in Kapstadt selbst. Badestellen gibt es in fast jeder Bucht in Simon`s Town. Mein Tipp, geht doch hier mal bei Vollmond schwimmen. Ein ganz besonders, prickelndes Erlebnis, wenn man nicht sieht, was so noch neben einem im Wasser schwimmt.

IMG_5227

Frischer Fisch

Südafrika ist natürlich auch das ultimative Land des Genusses und besonders für Gegenden am Meer heißt das ja auch immer, dass fangfrischer, leckerer Fisch serviert wird. Frischer als am Hafen direkt geht dann eigentlich schon gar nicht mehr. Mein Tipp ist daher das Restaurant Berthas“ direkt am kleinen Hafen von Simon´s Town.

IMG_5171

Ich liebe es hier auf die keinen Boote zu schauen, hin und wieder eine verirrte Robbe zu entdecken oder einfach nur mein Essen zu genießen. Von hieraus starten auch die Boots und Kajaktouren, falls du den Seemann in dir erwecken willst! Wer also nach einer Stärkung Mut gefaßt hat, kann direkt loslegen Simon´s Town auch vom Meer zu entdecken. Übrigens gibts bei Berthas“ auch Leckereien für Vegetarier oder Pastaliebhaber wie mich. Die Nudeln in Curry mit Chicken sind hier mein Lieblingsgericht. Mittags kann es hier auf der Terasse recht voll werden, also komm lieber etwas früher oder reservier dir einen Tisch unter: +27 21 786 2138.

IMG_5185

Schattenplätze

Wer nach einem üppigen Mahl lieber etwas ausrühen möchte, dem empfehle ich die schattigen Bäume unterhalb des Golfplatzes. Hier an den ramantischen Buchten läßt es sich herrlich chillen und entspannt den Nachmittag genießen. Aber pack dir auch unbedingt ein paar Cider (alkolische Apfelschorle) zur Abkühlung ein!

IMG_3106

Adrenalin pur

Du möchstest lieber noch etwas Action und den berühmten „Great-White-Shark“ also einen Hai sehen? In der Nähe der False Bay gibt es die Gelegenheit dazu und mit Firmen wie African Shark Eco Charters, Shark Explorers and Shark Expeditions Apex bist du gut beraten. Alle bieten eine Reihe von Hai-Tauch-Erlebnissen an, die vom Hafen in Simon’s Town starten. Ich bin persönlich kein Fan davon die Tiere anzufüttern und würde daher nicht in so einen Käfig steigen. Aber hier muss jeder für sich die Grenzen setzen. Besucht vorher also am Besten die Webseiten und macht euch selbst ein Bild, ob das was für euch ist: www.ultimate-animals.com | www.sharkexplorers.com | www.apexpredators.com

IMG_9605

Whale Watching

Ich erinnere mich, als wäre es gestern gewesen. Gleich auf meiner ersten Südafrika Reise im Oktober 2010 habe ich genau hier in Simon`s Town meine ersten Wale gesehen und war völlig aus dem Häuschen. Generell stehen zwischen Juli und November die Chancen gar nicht so schlecht, hier Meeressäuger zu Gesicht zu bekommen. Achte auf Fontänen, die aus dem Wasser schießen.

IMG_9616

Zimmer mit Meerblick

Ich empfehle jedem Kapstadtbesucher auch 1-2 Nächte auf dieser Seite der Stadt zu verbringen. Besonders wenn man kein Fan von hektischen Innenstädten ist, dann wird man die kleinen Vororte wie Kalk Bay oder St. Johns wirklich lieben. Wer sich in Simon´s Town ein Zimmer mietet, dem empfehle ich in jedem Fall auch Meerblick zu buchen. Wir haben die Nächte hier mit aufs Meer schauen verbracht und meine ersten Wale habe ich noch vorm Bett aus entdeckt. Es ist einfach traumhaft, hier aufzuwachen und direkt an einem der schönsten Flecken Kapstadts zu sein.

P1020299

Fazit

Simon’s Town mag auf den ersten Blick wie ein kleines Dorf anmuten, aber der Ort ist voller Geschichte und Charakter. Wer sich darauf einläßt, der wird hier ein kleines, glücklichmachendes Paradies finden. Auch abseits der Pinguine.

IMG_5226

Dir hat mein kleiner Simon`s Town Ratgeber gefallen?
Dann lass mir doch bitte einen Kommentar da und teil den Artikel auf Pinterest mit deinen Freunden. Dankeschön!

IMG_2478

Wein Guide Clarissa Hagemann

Südafrika für Genießer – Interview mit Wein-Guide Clarissa Hagemann

Clarissa Hagemann ist Wein-Expertin und überdies noch ausgebildeter Tour-Guide in Südafrika. Ihre Leidenschaft für das Land am Kap und seine hervorragenden Weine hat sie sich zur Lebensaufgabe gemacht. Ihre Begeisterung teilt sie mit Reisenden aus der ganzen Welt. Ich habe sie interviewt, um mehr über ihre Passion und herausragenden südafrikanischen Wein zu erfahren. Welche Wein-Estates sie empfiehlt, welches die besten Übernachtunsmöglichkeiten sind, wo man am besten Essen kann und natürlich auch, was den Reiz an Südafrikanischen Weingütern ausmacht.
Clarissa Hagemann Wein-Guide

Hallo Clarissa, wie lange lebst du denn schon in Südafrika und was hat dich bewogen, auf die andere Seite des Erdballs zu ziehen?

Ich lebe seit 6 Jahren hier und habe meine Entscheidung, runter nach Kapstadt zu gehen, noch keinen einzigen Tag bereut. Ich war über 10 Jahre in der Pharmaindustrie tätig und wusste, es muss was Anderes im Leben kommen, aber was? Ein Job am Schreibtisch ging für mich gar nicht und die Sehnsucht auf den afrikanischen Kontinent, schon seit meiner Studentenzeit, flackerte wieder auf. Freunde von mir waren schon 10 Jahre zuvor ausgewandert, besitzen ein Hotel in Kapstadt und ich beschloss, mal 3 Monate eine Auszeit zu nehmen und dort zu arbeiten. Das war es dann…….

Weingebiet

Ich habe mich in dieser Zeit so in dieses Land und diese Stadt verliebt, habe innerhalb kürzester Zeit hier Leute kennengelernt, die heute meine engsten Freunde sind und habe am Flughafen so geheult und mich gefragt: „Warum fliegst Du eigentlich zurück? Wer wartet auf dich? Hier hast du doch alles?“ Zurück in München haben mich all meine Freunde gefragt: „Was hat dich am meisten beeindruckt und dir am meisten gefallen?“ Sofort kam meine Antwort: „Die unendliche Weite des Landes, das Gefühl durchatmen zu können, das Gefühl angekommen zu sein.“

IMG_7350

Immer wenn ich meine Geschichte erzähle und an die Anfänge denke vor meinem ersten Abflug wieder zurück nach München – der letzte Sonnenuntergang mit Blick auf den Tafelberg, auf dem Weingut Seidelberg – heute Spice Route – kommen mir wieder die Tränen und dann weiss ich, da ist mein Herz und meine Sehnsucht berührt.

DSC_3685

Und wie kam dann der Sprung ins Wein-Business?

Zum Einen habe ich mein Tourguide Zertifikat absolviert, da meine eine Leidenschaft ist, immer mit Menschen in Kontakt zu sein und Menschen für etwas zu begeistern. Meine Schwester war dann der Auslöser für das Weinbusiness. Sie meinte, man solle doch das im Leben tun, was einem am meisten Spass macht, wenn man die Möglichkeit dazu hat. Sie sagte: „Immer wenn ich mit dir spreche und dich höre, schwärmst du von den Winelands und liebst die Ausflüge dorthin“.

IMG_7378

War das meine Leidenschaft? Ja, zum Einen habe ich schon die letzten Jahre immer Weinlektüren gelesen und auch Bücher über die hiesigen Winelands gekauft. Schon immer haben die verschiedenartigen, prachtvollen Weingüter Südafrikas, die wunderschönen Weinberge sowie die Geschichte der Südafrikanischen Weine eine besondere Faszination auf mich ausgeübt. Es stimmt, immer wenn ich Zeit hatte, bin ich in die Winelands gefahren, habe neue Weingüter erkundet und deren Weine getestet.

Tasting

Und welche Form der Weiterbildung hast du gewählt, um dein Wissen bezüglich Wein zu vertiefen?

Ich habe dann sofort voller Enthusiasmus über die Idee im Weinsektor tätig zu werden, um mein Hobby zum Beruf machen zu können, 2 Langzeitkurse bei der hiesigen Cape Wine Academy besucht. Ich wusste bis dato nur, welche Rebsorten es gibt und dass ich lieber Rotwein als Weisswein trinke. Für mich waren die Kurse so interessant und beeindruckend, wieviel über Wein, Brandy, Süssweine, Sparkling Weine erzählt und gelernt werden kann. Die Idee, all das tiefgehende Wissen, welches vermittelt wurde, in Form von Weinseminaren & Weinvorträgen weitergeben zu wollen, kam erst im Kurs auf.

IMG_9831

Gab es auch einen Abschlusstest?

Ja, ich habe das Zertifikat einer Wein-Expertin erhalten. Das Examen bestand aus 2 Teilen, einem theoretischen und einer praktischen Prüfung, bei der man Weine getestet hat, ohne zu wissen, um welche Rebsorte und welchen Wein es sich handelte.

Weinkauf

Was beeinhaltet ein Wein-Vortrag?

Mein Vortrag dauert ca. 1,5-2 h und handelt sowohl die Südafrikanische Weingeschichte, Weinproduktion, deren Besonderheiten, Weintipps im Allgemeinen, die wichtigsten Südafrikanischen (franz.) Rebsorten als auch Wein und Essen (was passt, was harmoniert gar nicht) ab. Der praktische Teil beeinhaltet eine Blindverkostung (Spezialverkostung, bei der man die Rebsorte raten muss) von 8 Weinen. Alle Weine können selbstverständlich weiter den Abend hindurch genossen werden. Danach gibt es ein Abendessen, welches individuell vorher abgesprochen wird.

IMG_6146

Kannst du deinen Vortrag überall durchführen?

Natürlich. Das gesamte Equipment wie Gläser, Seminarunterlagen etc. habe ich, so dass ich jederzeit und überall meinen Vortrag und die Spezialverkostung durchführen kann. Am meisten Spass macht es, wenn man eine Gruppe ab 6 Personen zusammen hat. Da wird dann untereinander geraten, sich ausgetauscht, um welche Rebsorte es sich wohl handeln mag, welches Aroma dominiert etc.

Gruppenbild

Wie führst du deine Wein-Touren durch?

Durch meine jahrelangen Freizeittripps in die Winelands kenne ich natürlich zahlreiche Weingüter, deren Besonderheiten, ihre ganz eigene Geschichte, die Hintergründe und natürlich auch alle ihre Flagshipweine.
Um die perfekte Route zu konzipieren, spreche ich zunächst mit meinen Kunden, um zu erfahren wo ihre Wünsche liegen. Je nach Schwerpunkt wähle ich in Rücksprache die entsprechenden Weingüter aus und plane die gesamte Tour. Ganz egal, ob jemand nur einen Tagesausflug machen möchte oder gleich eine ganze Woche im Weingebiet unterwegs sein will – bei mir bleibt kein Wunsch offen.

Oldtimer_Winelands

Was sind die Kriterien der Auswahl?

Jedes Weingut hat sein Individuelles, seine Identität. Die Atmosphäre, das Ambiente, das Interior, der Stil, egal ob es sich um ein traditionelles, kapholländisches Weingut handelt oder um das Moderne, mit sehr viel upmarket Style, jedes ist so einzigartig.

IMG_9749

Was sind deine Erfahrungen mit den vielen verschiedenen Weingütern?

Jedes Weingut legt auch andere Schwerpunkte. Das eine mag nicht so besondere Weine haben, dafür ist sein Lunchangebot aussergewöhnlich gut und das Ambiente wunderschön. Andere kleine, unscheinbare Weingüter haben exzellente Spitzenweine, aber einen ganz simplen Tastingroom. Die Einen bieten ein breites Weinsortiment an von MCC´s (das ist Sekt bzw. Sparkling Wine aber auf Champagner-Niveau. Sie dürfen allerdings nicht Champagner genannt werden, da nur die Weine mit Flaschengärung aus der Champagne in Frankreich so genannt werden dürfen) über alle wichtigsten Rebsorten bis hin zu Süssweinen und Port. Andere Weingüter hingegen legen ihren Schwerpunkt dann mehr nur auf Rotweine oder Weissweine und damit auch ihre Flagshipweine (Bestseller).IMG_4015

Gibt es etwas, was du bei den Weingütern verändert würdest oder etwas, was dir nicht gefällt?

Leider, leider schliessen die meisten Güter schon um 16.30/ 17.00 Uhr abends, machen dafür sehr früh auf. Das würde ich verändern. Es hängt wahrscheinlich mit den Transportzeiten für die Angestellten der Weingüter zusammen. Viele Gäste mögen jedoch gerade im Sommer einen Sundowner-Drink auf einem Weingut einnehmen, bevor sie dann entweder nach Kapstadt zurück fahren. Die Öffnungszeiten sollten variabel angepasst werden – später auf (kein Mensch macht um 8.30 Uhr morgens ein Tasting…) und später zu. Mittlerweile gibt es eine handvoll, die erkannt haben, dass gerade am Abend noch ein guter Umsatz durch längere Öffnung generiert werden kann – Peter Falke (der Strumpf Falke) hat mit seinem Weingut den Anfang gemacht.

IMG_3317

Nun will ich es aber genauer wissen – welches Weingut ist für dich das Schönste und das Aussergewöhnlichste?

Hmm, sehr schwer zu sagen, da wie gesagt, ja alle so individuell schön sind. Ich habe ein paar Favoriten, die ich immer wieder gern auf meinen Touren zeige, da sie mit in einen Querschnitt von Verschiedenartigkeit fallen – die folgenden sind allerdings hauptsächtlich in und um die Gegend von Kapstadt gelegen: (sprich Constantia, Paarl, Stellenbosch, Franschhoek)

  • Delaire Graff, Cavalli, Leeu Estate, La Grande Provence, Maison, Antonij Rupert, Steenberg – für mich die Upmarket Stylishen.
  • Boschendal, Vergenoegd, Uitkyk, Zorgvliet, Groot Constantia, Plaisir de Merle, Webersburg, Muratie als die Traditionell Kapholländischen
  • Bartinney, Thelema, Kanonkop, Stellenrust, Stellenzicht, Stark-Condé, Oldenburg, Uva Mira, Ridgeback, Le Riche, Lanzerac, Ken Forrester, de Morgenzon, Mulderbosch stehen für hervorragende Weine.
  • Jordan, Guardian Peak, HiddenValley, Rust en Vrede, Delheim, La Motte, Moreson, Mont Rochelle dort kann man wunderbar seinen Lunch geniessen
  • MCC´s probiert man am besten bei Simonsig, Haute Cabrière, Le Lude, Moreson, Graham Beck
  • Hervorragendes Olivenöl, oft mit einem Tasting verbunden, bekommt man bei Morgenster, Tokara, La Bourgogne, Vergenoegd

DSC_3714

Immer mehr Wine Estates bieten zusätzlich Fahrten in ihre Vineyards (Weinberge) an, quasi als kleine Safari, oft haben sie auch Wildtiere auf ihrem Grund. Andere Weingüter haben Blendings in ihrem Programm. So kann man seinen eigenen Wein, Kaffee, Olivenöl oder auch Tee kreieren. Viele Estates beantworten gern auch bei einer Runde durch ihre Keller jede Frage zum Thema Wein und dessen Produktion. Das sind natürlich bei Weitem nicht alle Favorisierten, wer nicht genannt wurde, möge es mir verzeihen, es war nur aus dem Stehgreif und Bauch heraus.

IMG_9331

Was macht man denn mit Kindern – kann ich auch als Familie die Winelands geniessen?

Natürlich. Immer mehr Weingüter sind sich der Tatsache bewusst geworden, dass man ein attraktives Angebot auch für Kinder erstellen muss. Zum einen wurden richtige Abenteuerspielplätze gebaut, zum anderen gibt es auf einigen Estates Ponyreiten oder auch Streichelgehege. Teilweise Nannys vor Ort, die auch die Kleinsten beschäftigen.

IMG_9226

Gibt es denn noch andere Gegenden, die auch guten Wein produzieren?

Durbanville, Swartland, Elgin, West Coast, Hemel-en-Aarde-Valley (bei Hermanus), Robertson, Tulbagh, auch Worcester verliert sein Image als nur Bulk (Masse) Produzent und generiert inzwischen auch hervorragende Flaschenweine. Auch hier hat man wieder je nach Klima, Boden, Lage, Niederschlagsmenge (wird als Terroir bezeichnet) Rebsorten, die dann je nach Region für den Anbau favorisiert werden.

IMG_7316

Wo kann man denn in den Winelands deiner Meinung nach am Besten essen?

Du stellst immer so schwierige Fragen….(lach). In und um Kapstadt muss man sich ja allgemein sehr anstrengen, schlecht zu essen. Auch in den Winelands gibt es zum einen Spitzen-Restaurants mit Fine Dining Lunch und Dinner wie:

  • Jordan, Hidden Valley (Overture) , Rust en Vrede, Waterkloof, La Grande Provence, Beau Constantia, Kleine Zalze, Maison, Cavalli
  • Super Lunch ebenso: Delheim, La Motte, Moreson, Mont Rochelle, Le Lude, Blaauwklippen, Steenberg, Dornier, Boschendal, Guardian Peak, La Petite Ferme, Haute Cabrière
  • Spitzenholzofenpizza: Under Oaks, Rhebokskloof, Mulderbosch

Die meisten Weingüter bieten, sollten sie nicht über ein Lunchangebot (Mittagessen) verfügen, Cheese Platter und auch Charcuterie Platter an, damit man für die Tastings ein bisschen „Unterlage“ hat.

IMG_3486

Wenn man in den Weinbergen übernachten will, was würdest du empfehlen?

Ehrlich gesagt, gibt es auch hier wieder unzählige Unterkünfte, unterschiedlicher Preiskategorien. Da ich ja das Alte, sehr Traditionelle liebe, würde ich Webersburg, Weltevreden, Lyngrove, Zorgvliet, Plaisir de Merle oder La Petite Ferme wählen. Aber es gibt auch noch viele kleine, schnuckelige B & B Estates wie z.B. La Provence Vineyards oder auch Self Catering Cottages.

Top top schick stylish Sterne Status hat: La Providence, La Grande Provence, Leeu Estates (brandneu von einem Inder namens Singh, der halb Franschhoek aufgekauft hat), Delaire Graff. Clouds Estate, Babylonstoren, Mont Rochelle (Richard Branson), Majeka House, La Petite Dauphine. Allerdings muss man dafür dann auch den entsprechenden Preis bezahlen! Du siehst schon, wieder eine schwierige Frage…..(lach)

Ich würde empfehlen, auf die Tourismus-Info-Webseite der entsprechenden Region zu gehen und dort unter „Accomodation“ zu schauen, wie zum Beispiel die von Stellenbosch, Franschhoek oder Paarl. Auf diesen Seiten findet man ebenfalls sehr viel Interessantes und Wissenswertes, aktuelle Events oder auch Angebote der Weingüter werden dort platziert.

IMG_7311

Wenn Jemand ein großer Wein-Liebhaber ist und noch nie in Südafrika war, wie würdest du ihn locken?

Man muss es erlebt haben, man kann es kaum in Worte fassen. Die wunderschönen Weingüter im kapholländischen Stil oder aber auch die extrem stylischen Upper- Class-Weingüter in dieser außergewöhnlichen Lage – diese Mischung bietet nur Südafrika. Ebenso die Weine selbst, alles französische Rebsorten, die beste klimatische Voraussetzungen mit sich bringen, um extravagante Weine hervorzubringen. Was die Weine auszeichnet, ist ihre fruchtige Eleganz bei den Weißweinen und die gehaltvollen Rotweine, die schon in jungen Jahren mit einer angenehmen Trinkreife beeindrucken und das Ganze zu erschwinglichen Preisen.

IMG_3213

Und dann hat Südafrika ja noch seine eigene Rebsorte kreiert. Den Pinotage, der selbst schon in der Neuen Welt wie Australien und Neuseeland angebaut wird und seine Fans findet. Südafrikas Weine gehören mittlerweile zu den Besten der Welt. Das Land blickt auf eine über 350 Jahre alte Weingeschichte zurück, die auch heute noch gelebt wird und die dem interessierten Besucher offen steht. Und unter uns: Bekanntlich sind ja Weintinker immer auch Genussmenschen und oft auch Feinschmecker. Gourmets kommen auf den Weingütern Südafrikas ganz sicher auf ihre Kosten! Erstklassige Restaurants und Sterneküche findet man hier.

IMG_9644

Vielen Dank für das Interview, damit hast du uns einen grossen Einblick in deine Passion und in das Thema Südafrikanischer Wein gewährt. Ich freue mich über deine Empfehlungen, die vielen meiner Leser sicher hilfreich sein werden.

Wer sich für ganz individuelle Wein-Touren oder Vorträge der Expertin interessiert, tritt am Besten über die Facebookseite oder via Mail mit Clarissa Hagemann direkt mit ihr in Kontakt. Clarissa spricht fließend Englisch und natürlich auch ihre Muttersprache Deutsch.

Bist du bei Pinterest?

Südafrika-wein-guide-clarissa-hagemann

Hat dir der Beitrag gefallen? Dann teile ihn auf Pinterest mit deinen Freunden! Nutze dazu den Pin-Button.

 

Wildlife-Fotografie in Afrika. Tipps die dich zum Profi machen!

Wildlife Fotografie ist schon eine höhere Kunst, aber wenn man eine gute Ausrüstung hat, dann kann man auch als Amateur aufregende Aufnahmem machen. Wie du am Besten zu tollen Ergebnissen kommst und auch deine Aufnahmen begeistern zeige ich dir hier!IMG_0154
Der Schlüssel zu fesselnden Tieraufnahmen ist in erster Linie die richtige Ausrüstung, das Wissen um die besten Spots und natürlich das Glück des Moments. Denn Wildnis heißt auch, dass man sich nicht im Zoo befindet und die Motive platziert vor einem liegen. Wildnis heißt Geduld, Gespür und Fortuna auf deiner Seite. IMG_8038
Als Erstes möchte ich dir mit auf den Weg geben, dass auch du ein entscheidender Punkt bist. Denn auf Game Drive (so nennt man Safari´s eigentlich) kommt es auch auf deine Kleidung, dein Verhalten und deine Intuition an.
IMG_7840
Bunt angezogen fällst du auf und verschreckst die Tiere. Deshalb solltest du schon so gekleidet sein, dass du dich der Umgebung anpaßt und gedeckte Farben trägst. Das hilft dir später für die Tiere nicht als Gefahr wahrgenommen zu werden. Wenn sie sich nicht gestört fühlen, werden sie dich auch an ihrem Leben teilhaben lassen und diese Eindrücke allein sind unbezahlbar.
IMG_4744_red
Deine Unruhe und Geräusche übertragen sich auch auf deine Umwelt und entsprechend wird sich auch dein Motiv verhalten. Tiere haben einen hohen Instinkt. Spüren sie die Unruhe in der Umgebung werden sie schnell flüchten und dir entgeht die Chance. Deshalb verhalte dich immer ruhig und mit Bedacht.IMG_8191
Damit du in den Genuss von einzigartigen Tierbeobachtungen kommst, sind natürlich auch dein Ausgangsort, die Uhrzeit der Beobachtung und die Lichtverhältnisse entscheidend. Wer weiß, wo die Tiere sich wann aufhalten, hat gute Chancen ihnen auch zu begegnen. Die beste Zeit für Game Drives ist immer zum Sonnenauf- und -untergang. Auch kommt dir dann das warme Licht der „goldenen Stunde“ zugute, was deine Fotos besonders machen wird. Schieß das Foto mit der Sonne hinter dir, außer du möchtest einen speziellen Silhouetten-Effekt.IMG_8112
Als nächster Punkt zählt natürlich dein Equipment. Mit einem normalen Objektiv kommt man auf Game Drive schnell an seine Grenzen und wird enttäuscht sein vom Ergebnis. Eine Linse von mindestens 300 mm halte ich für angemessen. Richtig gut ausgestattet ist man allerdings erst mit einem 500er Objektiv. Gerne auch mit mehr. Denn nur so hat man die Möglichkeit auch nah genug an entfernte Motive zu gelangen.IMG_7997
Sei auf jeder Ausfahrt gut vorbereitet. Checke vor Abfahrt den Akkustand der Kamera, die Sauberkeit der Linse und stell sicher, dass auch die Speicherkarte noch ausreichend Platz hat. Führe Ersatzkarten und Batterien mit dir, sowie ein Mikrofasertuch. Auch unterwegs kann es staubig werden. Schütze deine Kamera während des Game Drives in dem du die Jacke, ein Tuch oder eine Decke darüber tust.
IMG_8169
Halte die Kamera von Anfang an parat, denn du weißt nie, wie schnell du den ersten Tieren begegnest. Wenn du erst noch in der Tasche kramerst oder womöglich noch das Objektiv umschrauben mußt, ist die Löwin längst wieder hinter einem Busch verschwunden. Du würdest es dir nie verzeihen! Zudem nutze jeden Augenblick mit deiner Kamera. Manche Momente sind für immer verloren, wenn du sie nicht direkt ablichtest.IMG_0035
Jedes Equipment ist nur so gut wie sein Nutzer – heißt es in der Regel. Auf manuelle Einstellungen und Feinheiten kann man bei der Schnelligkeit der Tiere oft nicht adäquat reagieren, deshalb ist es bei einem Game Drive auch völlig in Ordnung die Automatik der Kamera zu benutzen.IMG_4333
Wenn du aus dem fahrenden Jeep fotografierst und die Lichtverhältnisse nicht optimal sind, würde ich dir sogar den Sportmodus empfehlen. Er löst schneller aus als die normale Automatik. Entsprechend werden deine Bilder weniger verwackelt sein. Hier werden mir auch renomierte Wildlife Fotografen zustimmen, denn besser man hat einen Automatik-Schnappschuss als gar keinen.
IMG_8044
Wenn das Fahrzeug steht, dann nutze ruhig ein Einbeinstativ oder eine Art „Sitzsack“ zur Stabilisierung der Kamera. Das hilft dir, die oft schwere Linse lange und vor allem, ruhig zu halten. Schalte auch unbedingt den Bildstabilisator an deiner Linse ein, um gestochen scharfe Bilder zu erhalten. IMG_8126
Sei konzentriert und geduldig. Zur Erinnerung, du bist in keinem Zoo. Hier ist dein Instinkt und deine Beobachtungsgabe gefragt. Wer aufmerksam beobachtet, der wird auch immer irgendwas entdecken. Konzentriere dich nicht nur auf Großwild – es gibt auch genug kleine Motive mit dem Fotografen „groß“ wurden.IMG_4919
Nimm Rücksicht auf die Tiere. Es gibt Situationen in denen du dich ihnen gut nähern kannst, aber es gibt auch immer Zeiten, in denen Distanz anzuraten ist. So zum Beispiel wenn Jungtiere in der Herde sind. Hier ist unbedingt ein respektvoller Abstand zu wahren.IMG_7771

Absolut essentiell ist, dass du während du in der Wildnis oder in einem der Parks bist, niemals aus dem Fahrzeug aussteigst. Das kann lebensgefährlich sein. Noch dazu steht es in den meisten Reservaten unter Strafe. Dazu gehört auch das auf dem Fensterrahmen sitzen oder aus der Dachluke klettern. Die Tiere nehmen das Fahrzeug als Ganzes wahr und sind durch die Größe abgeschreckt. Wenn unwissende Touristen dann dennoch aus dem Auto steigen oder sich zu weit herauslehnen, werden sie als Beute erkannt. Oft mit tödlichen Folgen. Leider wird nach Angriffen auf Menschen immer auch das Tier getötet und das obwohl es nur seinem Instinkt gefolgt ist. Handle also bitte Bedacht, auch wenn es noch so verlockend ist.IMG_9767_ret
Ich hoffe der Artikel hilft dir einzigartige Tiermomente im Bild festzuhalten. Wenn du noch weitere Anregungen hast oder mir Feedback geben willst, dann freue ich mich über deinen Kommentar! Ansonsten schau dir doch mal diesen Artikel zu den Nationalparks in Südafrika an. Vielleicht ist dein nächstes Ziel für einen Game Dive und eine erfolgreiche Fotosafarie ja dort schon dabei? Viel Erfolg wünscht Marlene

In diesem Sinne: get up & go wild!

Road Signs die dich zum Schmunzeln bringen – Namibias einzigartige Straßenschilder

Auf unserem Road Trip durch Namibia sind uns so einige Straßenschilder begegnet die wir noch nie zuvor irgendwo gesehen hatten. Was wir so entdeckt haben und welche Geschichte sich dahinter verbirgt verrate ich hier:image-2015-10-21(7)Ganz klassisch hier das Hinweis-Schild auf einen Zebrastreifen. Oder verwechsel ich da was?image-2015-10-21(2)In jedem Fall finde ich, haben Zebras in Afrika Vorfahrt und es ist ein Genuss sie über die Straße schlendern zu sehen.image-2015-10-21(5)Natürlich gibt es in Afrika nicht nur Großwild was einem vor das Auto rennen kann. image-2015-10-21(6)Auch Eichhörnchen, Mangusten und Erdmännchen lieben es, noch schnell vorm Fahrzeug über die Straße zu rennen. Deshalb völlig zu Recht der Warnhinweis – wenn man quietschende Reifen oder plattgefahrene Nager vermeiden will.
image-2015-10-21(14)
Wildpferde haben eine rund 100 jährige Tradition in Namibia, sie stehen unter besonderem Schutz und um sie ranken sich die wildesten Geschichten. image-2015-10-21(15)Die Tiere leben in der Hauptsache rund um Lüderitz und dort sollte man dann schon einen Gang runter schalten, um sich diese prachtvollen Tiere auch in Ruhe ansehen zu können, wenn sie entlang der Straße grasen.Camping Schild Strauß Road HouseDas Strauße ganz schön schnell rennen können ist vielen gar nicht klar und auch nicht, dass sie sich nicht immer an die Straßenverkehrsordung halten.Reiten Reitsafari Safari Landschaft Kalahari StraußMit 70 km/h kann so ein Straß locker auf Gravelroads mit dir mithalten. Auf der Motorhaube willst du ihn sicherlich trotzdem nicht haben, also Fuß vom Gas!
Road Sign StraßenschildJa und auch so ein Elefant taucht schon mal aus dem Nichts auf und rate wer stärker ist?image-2015-10-20(10)Und denk ja nicht, dass es Elefanten nur in Reservaten wie dem Etosha gibt. Weit gefehlt. Also Augen auf sonst räumt er dein Fahrzeug ganz schnell mal von der Straße.Schakal SchildIch vermute ja mit dem Schild sind Schakale oder Hyänen gemeint. Ganz sicher bin ich mir hier nicht. Im Zweifelsfall brems für Beide!image-2015-10-23(52)Der Schakal jagt gern im Schutz der Dunkelheit und er wird dir am ehesten Nachts oder zum Sonnenuntergang begegnen – also sei zu der Zeit auf der Hut.image-2015-10-20(11)Hyänen sind auch eher nachtaktiv und zudem sehr selten. Es wäre daher schade, wenn du sie durch Raserei noch mehr dezimierst.image-2015-10-21(8)Giraffe heißt das Tier auf dem Schild – vor dem hier gewarnt wird. Nur zur Info, falls das nicht klar ist.image-2015-10-26(51)Im Etosha hielt allen Ernstes ein Fahrzeug neben uns & wir wurden gefragt welches langhalsige Tier das denn sei. Wir waren von so viel Unwissenheit dermaßen geschockt, dass wir es jetzt lieber gleich vorab sagen;)
image-2015-10-21(12)Ja auch vor Sand muß man in Namibia warnen. Es soll schon Autos gegeben haben, die nach einem ausgewachsenen Sandsturm keinen Lack mehr hatten, weil er abgeschliffen war. Zumindest erzählen die Mietwagenfirmen diese Story gerne.image-2015-10-21(13)Und in der Tat hats ja auch viel Sand. Das Fenster sollte man dann sicherheitshalber auch schließen, wenn der Wind richtig bläst.image-2015-10-26(53) Bei dem Schild muss man achtsam sein, denn hier handelt es sich nicht etwa um die weitverbreiteten Oryx-Antilopen, sondern um Kudus. Der Unterschied liegt im Geweih. Achtet mal drauf – gedreht & nicht gedreht. image-2015-10-21(3)Wenn man sich dieses imposante Tier jetzt noch im Sprung vorstellt, dann kommt es hin. Auch die Warnung paßt.image-2015-10-26(55)Hier ist es jetzt ganz eindeutig eine Oryx-Antilope gemeint. Man achte auf die geraden Hörner.
image-2015-10-26(56)Oryxe werden auch Spießbock genannt. Wer ganz sicher nicht auf die Hörner genommen werden will, der sollte also ab dem Schild Achtsamkeit walten lassen.IMG_7736_retEs soll Leute gegeben haben die enttäuscht waren auf ihrer Reise, weil sie zig Warzenschwein-Warnschilder gesehen haben, aber nicht ein einziges Exemplar zu Gesicht bekamen.WarzenschweinDie Lösung ist ganz einfach! Richtiger Ort, falsche Jahreszeit! Die Tiere zieht es nur zur Trockenzeit in die Nähe der Straße, um dort nach Futter zu suchen. Und meist nehmen sie auch fix die Beine in die Hand wenn sich ein Auto nähert. Darauf ankommen lassen würde ich es aber trotzdem nicht. Das sind recht stattliche Keiler.image-2015-10-26(54)Für wen dieses Schild gilt hat sich mir nicht so Recht erschlossen ohne T-Kreuzung macht dieses Schild wenig Sinn. Da es aber schön aussah, durfte es mit in die Sammlung.image-2015-10-21(19)Genauso wie dieses Warnschild eines Spaßvogels! Und damit sind wir auch schon am Ende unseres heiteren Ausflugs auf den Straßen Namibias. Da aber am Rand auch Gefahren lauern hier noch eine Zugabe für dich!image-2015-10-21(20)In diesem Sinne #get up & stay safe!

 

Namibia-Straßenschilder

Hat dir der Beitrag gefallen? Dann teile ihn auf Pinterest mit deinen Freunden!

Chapman´s Peak Drive – Panormastraße mit Suchtfaktor + Insidertipps

Chapmans Peak Drive – ist die wohl weltweit bekannteste Küstenstraße – mit den für mich – aufregendsten 114 Kurven dieses Planeten. Doch was macht seine Faszination aus?

IMG_3300

Auf der südafrikanischen Kaphalbinsel und etwas südlich der Innenstadt Kapstadts windet sich seine Strecke zwischen Hout Bay und Noordhoek an der Küste entlang.

IMG_5458

Sicherlich gibt es viele atemberaubende Straßen mit Blick auf das Meer doch diese eine Straße ist eine Legende und wer den Chapmans Peak Drive in seiner vollen Pracht erlebt hat, der wird mir sicherlich auch beipflichten.

IMG_5485

Doch um diese neun Kilometer Küstenstraße wirklich erlebt zu haben, reicht es nicht, sie nur entlang zu fahren. Nein. Man muss stoppen, ihn mehrfach befahren, zu Fuß entlang laufen und dabei sein, wenn die Sonne hier das Meer bei ihrem Untergang küsst.

IMG_7508

Erst dann wird man verstehen, warum diese Panoramastraße unter allen Natursehendwürdigkeiten, in ganz Afrika, als eine der Faszinierendsten gilt. Warum hier die größten Automarken der Welt schon Werbefilme gedreht haben und er sich so einer riesigen Fangemeinde erfreut.

IMG_7626

Hoch aufragend und majestätisch sind die Berge die ihn umgeben. Riesige Felsformationen aus rissigem Sandstein, dazu die so kaptypische Fynbos-Vegetation zeichnen sein Bild. Welches zum Sonnenuntergang in rotem Licht erglüht. Seine Küste fällt schroff und steil ab und die tosenden Wellen des Meeres prallen donnernd an die Klippen.

IMG_20121201_194755

Gänsehautmomente sind das, wenn man sich dieser Szenerie hingibt. Wenn man sich auf die Felsen setzt und dem Schauspiel beiwohnt. Die beste Zeit dafür ist definitiv zum Sonnenuntergang denn da entfaltet Chappie seine volle Pracht.

IMG_5428

Wer mutig ist stellt sein Auto ab, läuft ein paar Schritte, klettert auf freistehende Felsen und lässt hier die Natur auf sich wirken. Frei, ungezähmt und in ihrer natürlichen Wildheit.

IMG_6256

Doch Chappie kann man auch bei einer Wanderung erleben (es gibt sogar eine Höhle), vom Boot aus, mit dem Motorrad, beim Klettern oder man kämpft sich mit dem Rad den Weg hinauf. Autofrei erlebt man den Chapman´s Peak Drive, wenn man sich zum Cape Argus Radrennen oder dem Two Oceans Marathon anmeldet.

Argus

Wer Picknicks mag der ist im ersten, sehr grünen Abschnitt der Strecke genau richtig. An der Bucht von Hout Bay gelegen hat man hier die Möglichkeit unter schattenspendenden Bäumen seine Decke auszubreiten. Kleiner Tipp: Wer nur zum Picknick kommt, kann den ersten Teil des Chappie´s auch ohne Gebühr befahren! Meldet euch nur an der Mautstelle entsprechend an.

Bildschirmfoto 2015-07-30 um 12.41.03

Ansonsten kostet der Chapmen´s Peak Drive eine Gebühr, die aber völlig gerechtfertig ist, denn diese Küstenstraße ist sehr wartungsintensiv. Immer wieder kommt es zu Felsabgängen und Steinschlägen oder Bränden der Vegetation oberhalb der Straße. Diese Umstände bedingen auch, dass der Chappie als gefährlich gilt.

IMG_3334

Dazu kommen auch noch Unfälle im Verkehr. Abgelenkt vom Panorama oder wegen Selbstüberschätzung sind immer wieder Opfer zu beklagen. Wegen all dieser Umstände und bei Starkwind ist der Chapman´s Peak Drive zeitweise auch gesperrt. Man informiert sich am Besten über die Website oder die Schilder vor Ort über eventuelle Einschränkungen bzw. auch über den derzeitigen Gebührenstand.

IMG_5427

Wer wirklich Kosten sparen muss, dem sei noch ein findiger Trick empfohlen. Derzeit gibt es nur von einer Seite eine Mautstation und diese befindet sich bei Hout Bay. Wer den Chappie von Nordhoek aus befährt zahlt nichts, wenn er rechtzeitig wieder umdreht und die Straße auf dem gleichen Weg wieder verlässt.

IMG_0872

Übrigens: Zu Fuß ist seine Benutzung eingeschränkt. Läufern ist es an Wochentagen zwischen 7-8 Uhr sowie 16:30 bis 18:00 Uhr sowie an Wochenenden und Feiertage zwischen 10:00 und 19:00 Uhr erlaubt hier aktiv zu sein. Nach Einbruch der Dunkelheit ist er für Fußgänger ganz gesperrt. Informiert euch im LINK.

IMG_3310

Man kann sich aber in den Haltebuchten auch nach Sonnenuntergang aufhalten und hier spektakuläre Nachtaufnahmen mit den so typischen Lichtlinien machen. In der Regel braucht man hier auch keine Angst vor Überfällen oder ähnlichem zu haben. Ich war allein als Frau schon in der Dunkelheit hier und habe keine Bedenken gehabt und auch nie schlechte Erfahrungen gemacht. Der Chappie ist ja zum Teil auch kameraüberwacht und das schreckt wohl ausreichend ab.

IMG_7595

Mein Fazit und Tipp:

Wenn ihr nach Kapstadt kommt, nehmt euch unbedingt auch Zeit für diese Straße. Seid etwa eine Stunde vor Sonnenuntergang da, denn genau dann kommen seine Farben am Besten zur Geltung und ihr werdet spektakuläre Aufnahmen machen können. Außerdem sichert ihr euch auch so die besten Aussichtsplätze, um den Sundowner bei einem kühlen Cider genießen zu können.

Switch dich in das Video und erlebe ihn!

Wichtig!

Wichtig wird für dich sein, ob es wetterbedingte Einschränkungen gibt, ob der Chappie generell befahrbar ist, wie hoch die Kosten sind und wie die derzeitigen Sichtverhältnisse sind. Also sei schlau und informiere dich vorab! Alle Informationen rund um den Chapman´s Peak Drive findest du im LINK.

Klicke hier für Infos und zur Anmeldung zu Cape Argus/ Cape Town Cycling Tour bzw. Two Oceans Marathon.

Wie ich Chappie zum ersten Mal erlebt habe kannst du im LINK nachlesen. Wie du deinen Tag am Kap am besten planst um bei Sonnenuntergang am Chappie zu sein, verrate ich dir im zweiten LINK. Und wer noch mehr Impressionen möchte, dem sei mein Flickr-Account mit allen Bildern empfohlen.

Wer noch weitere Tipps für mich hat, mir Feedback geben möchte oder sich einfach schon auf seinen Chappie Besuch freut, der darf mir gerne seinen Kommentar da lassen. Ich freue mich immer über regen Austausch!

Du bist bei Pinterest?

Südafrika_ChapmansPeakDrive_Suedafrika

Hat dir der Beitrag gefallen? Dann teile ihn auf Pinterest mit deinen Freunden! Nutze dazu den Pin-Button.

 

Südafrika Rundreise „Cape in Style“ – Erfahrungsbericht

Immer wieder werde ich gefragt: „Lohnt sich eine vorgebuchte Rundreise in Südafrika?“ Hier mein Feedback unserer „Cape in Style“ Tour und wie wir uns diese gestaltet haben:
Die DERTOUR Mietwagenrundreise führte von Kapstadt nach Port Elisabeth entlang der wunderschönen Garden Route, einem der beliebtesten Besucherregionen Südafrikas.

Das sagt der Veranstalter:

Exklusive Unterkünfte in der Kapregion garantieren Ihnen unvergessliche Urlaubstage in ausgewählten Hotels (2 Hotelkategorien zur Auswahl) mit angenehmer Atmosphäre und elegantem Flair. Erfahren Sie die Gartenroute auf luxuriöse Art und entdecken Sie in malariafreien Wildreservaten die faszinierende Tierwelt Südafrikas.IMG_3031

Reiseverlauf Cape in Style:

Cape in Style – ab Kapstadt/bis Port Elizabeth
Mietwagenreise 9 Tage/ 8 Nächte ab Kapstadt/ bis Port Elizabeth

Planung DERTOUR 1. Tag: Kapstadt

Nach Ankunft in Kapstadt Begrüßung durch einen Repräsentanten unseres Partners, Übergabe der Hotelgutscheine. Übernahme des separat gebuchten Mietwagens: Fahrt nach Kapstadt bzw. Constantia. Ihre Hotels liegen am Ozean bzw. in herrlichen Gartenanlagen. Der Nachmittag steht Ihnen zur freien Verfügung. 2 Übernachtungen im gebuchten Hotel. Ca. 25 km
Übernachtung Superior: Winchester Mansions (Modern Classic) 4 Sterne

Unser Erlebnis:

Wir landen pünktlich und bekommen direkt am Ausgang unsere Reiseunterlagen und auch die Übergabe des Mietwagens klappt hervorragend. Der Mietwagenschalter befindet sich gegenüber vom Terminal und das Fahrzeug ist modern, sauber und entspricht unserer Buchung.

Auch im Winchester Mansions sind wir willkommen und haben ein wundervolles Zimmer. Hier ist alles modern und auf hohe Ansprüche ausgelegt. Das Zimmer hat eine Badewanne, eine Dusche und ein großes Kingsize Bett. Ebenso wie Heißwasser, einen Haartrockner, saubere Handtücher und ausreichend warme Bettwäsche. Wir haben eine sicheren Parkplatz im Innenhof des Hotels. Der Pool ist sauber und auch unser Gepäck wird aufs Zimmer gebracht. Ein Foto vom Winchester Mansion findet sich im LINK.

Den Nachmittag nutzen wir für eine Stadtrundfahrt mit den beliebten Doppeldeckerbussen. Den Abend verbringen wir zum Sonnenuntergang auf der Blouberg Seite und genießen den Blick auf den Tafelberg.
IMG_3185

Planung DERTOUR 2. Tag: Kapstadt

Nehmen Sie sich heute einen ganzen Tag Zeit, die Schönheiten Kapstadts kennen zu lernen. Besuchen Sie den Botanischen Garten von Kirstenbosch (fakultativ), entdecken Sie die Innenstadt Kapstadts. Bummeln Sie an der Victoria & Alfred Waterfront. Runden Sie diesen schönen Tag mit einer Auffahrt auf den Tafelberg ab (wetterabhängig, Ticket nicht inklusive) und genießen Sie den Ausblick. Ca. 56 km

Unser Erlebnis:

Das Frühstück im Winchester Mansion ist hervorragend und lässt keine Wünsche offen. Wir nutzen den Tag für die beliebte Kap-Rundtour, besuchen Muizenberg, die Pinguine bei Boulders Beach und das Cape Point. Zum Sonnenuntergang sind wir am Chapmans Peak Drive. Ein ausführlicher Beitrag zu diesem Ausflug ist im Link nachlesbar.
IMG_5427

Planung DERTOUR 3. Tag: Kapstadt bzw. Constantia – Hermanus

Verbringen Sie einen Tag in der Weinregion der Kaphalbinsel. Besuchen Sie Stellenbosch – bekannt für seine Kapholländische Architektur und seine großen Weingüter sowie Franschoek – die „Gourmet Hauptstadt“ des Westkaps. Sie erreichen am späten Nachmittag Ihr Hotel in Hermanus. 2 Übernachtungen im gebuchten Hotel. Ca. 125 km
Übernachtung Superior: Francolinhof Guesthouse 4 Sterne

Unser Erlebnis:

Der Checkout im Winchester klappt tadellos. Die Rechnung stimmt und auch das Frühstück war wieder exzellent. Wir haben die Weinregion rund um Stellenbosch und Franschhoek besucht. Zuerst zu einem Wein-Tasting im Delaire Graff Estate und zum Mittagessen bei Ryan´s Kitchen in Franschhoek auf der Hauptstraße.

Über den Paß fahren wir in Richtung Gordons Bay, damit wir in Richtung Hermanus die Küstenstraßen nehmen können. Die Strecke ist atemberaubend und der kleine Schwenker ist lohnenswert, da man sich so am Meer bewegt und nicht über die Berge. Außerdem kann man auch in Bettys Bay noch eine Pinguin Kolonie besuchen. Zum Sundowner sind wir in Hermanus am Meer und checken danach im Guesthouse ein.

IMG_4957

Planung DERTOUR 4. Tag: Hermanus

Heute haben Sie den ganzen Tag Zeit, um das historische Fischerdorf Hermanus zur erkunden. Während der Walbeobachtungszeit von Juli-Nov. ruft ein „Walausrufer“ die ankommenden Wale aus. Einen Abstecher wert ist das nostalgische kleine Dorf Stanford, an der Straße nach Gansbaai, rund 10 km nordöstlich von Hermanus. Hier scheint die Zeit stehengeblieben zu sein. Liebevoll restaurierte Häuser im viktorianischen Stil und gemütliche kleine Restaurants. Rückkehr nach Hermanus. Übernachtung.
Übernachtung Superior:Francolinhof Guesthouse 4 Sterne

Unser Erlebnis:

Francolinhof Guesthouse ist am Berg gelegen und bietet einen herrlichen Blick über die Bucht und die Berge. Das Haus ist sehr gepflegt und das zeigt sich auch in den Zimmern und beim Frühstück. Wir sind rundum zufrieden. Das Bett ist groß und bequem; das Duschwasser heiß und die Handtücher sauber. Das Frühstück ist eine Mischung aus Buffet und persönlichen Wünschen. Der Empfang klappt reibungslos und die Gastgeber sind sehr herzlich.

Wir nutzen den Tag für einen Ausflug nach Gansbaai/ De Kelders. Hier machen wir einen Bootsausflug mit Dyer Island Tours zu den Robben und bekommen auch Haie zu sehen. Den Nachmittag verbringen wir im Stanford Hills Estate und genießen dort das leckere Essen und den hauseigenen Wein.

IMG_4015

Planung DERTOUR 5. Tag: Hermanus – Plettenberg Bay

Fahrt Richtung Osten entlang der Gartenroute, vorbei an Mossel Bay, George, Wilderness und Knysna nach Plettenberg Bay. 2 Übernachtungen im Hotel. Ca. 450 km
Übernachtung Superior: Laird’s Lodge Country Estate 4 Sterne

Unser Erlebnis:

Francolinhof Guesthouse verlassen wir am Morgen nach einem leckeren Frühstück. Der Check out klappt wie erwartet reibungslos. Wir fahren in Richtung Knysna und besuchen dort den Knysna Elephant Park. Ein riesiges Erlebnis dort Elefanten ganz nah zu begegnen. Das Guesthouse „Laird’s Lodge“ liegt von der Hauptstraße aus gesehen fast gegenüber des Parks. Bilder zur Unterkunft gibt es auf meiner Flickr Seite im LINK.

Die Unterkunft ist umwerfend! Die Laird’s Lodge hat einen exzellenten Service den man wirklich als herausragend bezeichnen kann. Das Essen in der Lodge ist auf Sterne-Niveau, ebenso das äußerst, zuvorkommende Personal. Die Räumlichkeiten sind großzügig gestaltet mit Wohnzimmer, Schlafzimmer und zwei Bädern mit Dusche.P1090670

Planung DERTOUR 6. Tag: Plettenberg Bay

Erkunden Sie heute Knysna und Plettenberg Bay. Besuchen Sie die Knysna Oyster Company, machen Sie einen Ausflug zu den „Knysna Heads“ oder unternehmen Sie eine Bootsfahrt in der Lagune von Knysna (fakultativ).

Unser Erlebnis:

Nach einem der besten Frühstücke unserer gesamten Reise führt uns der Tagesausflug in den Tsitsikama NP wo wir spazieren gehen und die Landschaft für uns entdecken. Am Nachmittag sind wir mutig und gehen Ziplinen bei „Ceres Zip Slide Adventure„. Ein riesen Erlebnis, da diese Zipline über den Canyon führt und ihn mehrfach überquert! Den Abend verbringen wir wieder in der Laird’s Lodge, da das Essen hier einfach großartig ist.
IMG_4660

Planung DERTOUR 7. Tag: Plettenberg Bay – Amakhala Priv. Game Reserve

Fahrt in Richtung Port Elizabeth in die Region um Addo. Nach Ankunft in Ihrer Lodge unternehmen Sie am frühen Nachmittag eine Wildbeobachtungsfahrt im offenen Safarifahrzeug. Rückkehr zum Abendessen. 2 Übernachtungen in der gebuchten Lodge. Ca. 300 km
Übernachtung Superior: Amakhala Safari Lodge 4 Sterne (inkl. 1 Wildbeobachtung pro Tag)

Unser Erlebnis:

Check out und Abrechnung in der Laird’s Lodge klappen hervorragend und auch das Frühstück ist wieder exzellent. Wir fahren über Prince Albert, den Swartbergpass und Outshorn in Richtung Amakhala. Wir nehmen uns Zeit die Ort trotz der langen Strecke ein Stück weit für uns zu entdecken. Es lohnt sich also deshalb an diesem Tag früh aufzustehen.
Amakhala ist gut zu finden, aber für die Nachmittagsausfahrt kommen wir (bewußt) zu spät an, da wir die Strecke genießen wollten.

In der Amakhala Safari Lodge bewohnen wir eines der Luxus Cottages, die diesen Namen auch verdient hat. Der Check In klappt reibungslos und es gibt ein Willkommensgetränk. Die großzügigen Räumlichkeiten sind im afrikanischen Stil eingerichtet. Ein Kingzisebett, eine Couch und eine eigene Außenterasse mit Whirlpool laden zum Verweilen ein. Das Bad hat eine Außendusche (Heißwasser) und eine Badewanne. Bettwäsche und Handtücher sind ausreichend vorhanden und sauber. Ebenso die Räumlichkeiten. Den Abend verbringen wir beim gemeinsamen Braai mit anderen Gästen der Lodge. Das Essen ist exzellent. Die Nacht im Cottage ist ruhig und erholsam.

Planung DERTOUR 8. Tag: Auf den Spuren der Big Five

Am Nachmittag erleben Sie die Höhepunkte der afrikanischen Wildnis während einer Wildbeobachtungsfahrt im offenen Safarifahrzeug. Am Abend kehren Sie zu Ihrer Unterkunft zurück zum Abendessen. (inkl. Wildbeobachtungen)

Unser Erlebnis:

Früh Morgens starten wir zum Game Drive mit einer Gruppe von noch 4 anderen Reisenden. Der Guide ist geschult und die Ausfahrt gestaltet sich spannend. Wir bekommen viele Tiere zu sehen und genießen unsere „Safari“. Gegen 10 Uhr gibt es das große Frühstücksbuffet und bis gegen 14 Uhr hat man Zeit zum Genießen in der Lodge. Egal ob am Gemeinschaftspool oder ganz privat in seinem Cottage. Das Mittagessen ist hervorragend und nach einer Pause geht es am Nachmittag bis gegen 20 Uhr wieder auf Safari mit ebenso schönen Erlebnisse wie am Morgen. Das Abendessen ist wieder ausgewählt und wirklich exzellent.
IMG_4293

Planung DERTOUR 9. Tag: Amakhala – Port Elizabeth

Morgens Wildbeobachtungen. Fahrt zum Flughafen Port Elizabeth. Rückgabe des Mietwagens und Ende der Mietwagenreise. Ca. 80 km

Unser Erlebnis:

Wie bereits am Tag davor stehen wir zeitig auf, genießen den Kaffe und gehen auf Tierbeobachtung. Auch hier sind wir wieder sehr zufrieden mit der Qualität und dem Guide. Nach einer Stärkung am Frühstücksbuffet checken wir aus. Zu unserer Überraschung sind alle Mahlzeiten und Getränke mit eingeschlossen.

Nach ca. einstündiger Fahrt erreichen wir den Flughafen in Port Elisabeth. Wir finden gleich die Tankstelle und die Mietwagenfirma. Die Rückgabe des Fahrzeugs klappt zu unserere vollsten Zufriedenheit.

FAZIT:

Wir waren überrascht wie hervorragend unsere vorgebuchte „Cape in Style“ Tour geklappt hat. Bisher war ich nur selbstorganisiert in Südafrika und hatte Bedenken, dass die Flexibilität leidet. ABER wir hatten genügend Freiraum zur eigenen Gestaltung und haben durch die Vorbuchungen der Zimmer sogar noch Zeit gespart. Alles war hervorragend ausgesucht und überzeugte – von der Übergabe der Unterlagen, über die Autovermietung bis hin zu den Unterkünfen. Auch hier waren wir rundum zufrieden und sehr überrascht über den hohen Service, das gute Essen und die schönen Räumlichkeiten. Wir würden diese Tour auch anderen Reisenden empfehlen.

 

 

Vegetarische Restaurants in Kapstadt – Dein Guide!

Viele Reisende die sich vegetarisch ernähren stehen unterwegs vor dem Problem, kein geeignetes Restaurant zu kennen. Meine Guide für deinen Trip nach Kapstadt soll dir helfen, eine Liste mit geeigneten Plätzen an der Hand zu haben:image-2016-05-13(7)

Vegetarische Restaurants in der Citybowl

Elixir Café, Bree Street

Adresse: 120 Bree Street, Cape Town
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 6:30 to 15:30, Samstag 8:00 to 15:30
Durschnittspreis: R30 bis R40
Website: Elixir Café on Facebook

Plant, Buiten Street

Adresse: 8 Buiten Street, Cape Town (corner Loop Street)
Öffnungszeiten: Montags 10:00 bis 17:00, Dienstag bis Freitag 10:00 to 22:00, Samstags 09:00 bis 15:00
Durschnittspreis: R45 bis R75
Website: plantcafe.co.za

Sexy Food, Bree Street

Address: 190 Bree Street, Cape Town
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 08:00 to 17:00, Samstags 09:00 bis 14:00
Website: sexyfood.co.za

Raw and Roxy, Woodstock

Adresse: 300 Albert Road, Woodstock
Öffnungszeiten: Montag to Freitag 10:00 to 17:00, Samstags 10:00 to 16:00
Durschnittspreis: R40 bis R100
Website: Raw and Roxy on Facebook

Scheckter’s RAW, Sea Point

Adresse: 98 Regent Road, Sea Point
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 7:00 bis16:00
Durschnittspreis: R40 bis R70
Website: Scheckter’s RAW on Facebook

Vegetarisches Essen

Vegetarische Restaurants in den südlichen Stadtteilen

Govinda’s Food Cafe, Rondebosch

Adresse: Hare Krishna Temple, 17 St Andrew’s Road, Rondebosch
Öffnungszeiten: Mittwoch bist Sonntag 12:00 bis 18:00
Durschnittspreis: R40
Website: iskconcape.org.za

Maharajah, Rondebosch

Address: Fountain Square, Main Road, Rondebosch
Öffnungszeiten: Montag bis Samstag 11:00 bis 21:00
Durschnittspreis: R30 bis R60
Website: vegetarianfoods.co.za

O’Ways Teacafé, Claremont

Address: Heritage House, 20 Dreyer Street, Claremont
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 07:30 bis 17:00, Samstags 09:00 bis 14:00
Durschnittspreis: R55 bis R75
Website: oways.co.za

Portobello Road, Kenilworth

Address: 313 Main Road, Kenilworth
Öffnungszeiten: Dienstag to Freitag 9:30 bis 17:00, Samstags 9:30 bis 15:00
Durschnittspreis: R40 bis R60
Website: Portobello Road on Facebook

Vegetarisches Essen

Vegetarische Restaurants auf der Kaphalbinsel

Yoffi Falafel, Muizenberg

Address: Surfers Corner, Muizenberg
Öffnungszeiten: Montag bis Sunday 10:00 bis 18:00
Durschnittspreis: R20 bis R40
Contact: Tel 0843648466

Tibetan Tea House, Simon’s Town

Address: Sophea Gallery, 2 Harrington Road, Seaforth, Simon’s Town
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sunday 10:00 bis 17:00
Durschnittspreis: R30 bis R60
Website: Tibetan Tea House on Facebook


Hinweis: Eine Vielzahl der Restaurants in Kapstadt hat außerdem auch immer vegetarische Speisen in ihrer Karte. Wenn du noch ein empfehlenswertes Restaurant kennst, was hier nicht in der Liste ist, dann schreib mir gerne und ich nehme es in die Liste auf!

 

Bist du bei Pinterest?

Vegetarische-Restaurants-Kapstadt-dein-guide

Hat dir der Beitrag gefallen? Dann teile ihn auf Pinterest mit deinen Freunden! Nutze dazu den Pin-Button.

 

 

Mein Afrika Burn – crazy, mad, funky, mind-blowing!

Ein Festival für das es kaum Worte gibt, weil es so überwältigend ist, dass es alles sprengt, was ich bis dato erlebt hatte! Hier erzähle ich dir meine Geschichte von Afrika Burn und warum es meine Welt verändert hat!

IMG_1942

Wenn ich an Afrika Burn zurück denke, dann immer mit einem Lächeln im Gesicht. Denn diese Gedanken nehmen mich mit zurück in eine Zeit voller Verrücktheiten, voller Sonnenschein im Herzen und gelebter Glückseligkeit.

IMG_2565

Sie tragen mich zurück zu lebensfrohen Menschen, zu Miteinander, zu Geben und Nehmen. Aber auch zu erstaunlichen Kostümen, zu Maskierungen, abgefahrenen Fahrzeugen und opulenten Gestalten. In meinem Geiste erwachen die Bilder und Momente aus Kunst, Performance und Musik. Mit brennenden Dinosauriern in dunkelster Nacht und tiefer Ehrfurcht vor dem Augenblick.

IMG_2293

Einem Augenblick den ich gerne für den Rest meines Lebens gehalten hätte, weil er so viel mehr von dem hatte, nach dem wir uns alle sehnen. Nach einem friedlichen Ort, der ohne Geld auskommt und wo es einem trotzdem an nichts fehlt.

IMG_2446

An dem es nur Freude und schöne Momente gibt und die Leichtigkeit den Tag bestimmt. An dem wir in erster Linie Mensch sind, uns verwirklichen und ausleben können. Hier ist es egal, welchen Status du hast, ob deine Haare gemacht sind oder du gerade im Schlafanzug durch die Halbwüste läufst. Man akzeptiert dich, genau so wie du bist.

IMG_2219

Das alles und noch viel mehr verbinde ich mit Afrika Burn, aber lass mich dich mit zurück ins Jahr 2013 nehmen und dir die ganze Story erzählen.

IMG_2697

Zu der Zeit habe ich schon fast 1,5 Jahre in Kapstadt gelebt und meine Freundin July hatte mir von einem Festival erzählt, was ich lieben würde. Irgendwie sollte es um Kunst, Kostüme, Musik und Performance gehen. Ganz bunt und voller unglaublicher Motive. Einen Klick bei Google Bilder und ich war Feuer & Flamme und meldete mich als Fotografin für Afrika Burn an. So richtig wußte ich damals gar nicht, worum es gehen sollte, aber ich liebte die Motive und wollte unbedingt dabei sein.

IMG_2611

Als es Anfang Mai dann endlich soweit war und ich mich intensiver mit der Vorbereitung beschäftigte, verging mir erst mal gründlich die Lust. Wie, da gibt es nur Toiletten und sonst rein gar nichts? Mir war ja klar, dass ich campen müsste, nicht aber, dass es keine Duschen oder Verpflegungsstände gibt. Das man alles, was man dort braucht, auch selbst mitnehmen muss. Jeder der mich kennt weiß, dass ich nicht mal ungeduscht die Post rein hole. Wie sollte ich da 6 Tage ohne Schauer in der Halbwüste aushalten?

IMG_2255_quer

Der Unmut packte mich und ich war kurz davor mir dieses Event zu schenken. Nur dem Umstand, dass das South African Largest Telescope (SALT) in der Nähe ist, habe ich es wohl zu verdanken, dass ich doch noch gefahren bin. Sternegucken vom größten Teleskop im südlichen Afrika passte wunderbar zu mir und es ergänzte hervorragend meinen Festival-Trip. 

Ich lieh mir also den kompletten Campingkram bei meinen Freunden aus, mietete mir ein Auto und versuchte den ganzen Krempel in den Kleinwagen zu packen.

P1020876

Unzählige Wasserkanister, einen extra Benzinvorrat, dutzende Fertiggerichte, sowie Sommer und Winterkleidung sollten mich begleiten. In der kleinen Karoo, in der das Festival stattfindet, sind die Temperaturunterschiede nämlich extrem. Das Gebiet ist eine Halbwüste und somit ist es tagsüber brennend heiß und nachts kratzt die Skala an der Nullgradgrenze.

IMG_2745

Ich schaute mir grob die Route auf Google Maps an und besuchte zuerst mal in Ruhe SALT in Sutherland. Einer Kleinstadt etwa 4 Stunden in nordöstlicher Richtung von Kapstadt entfernt. Dann sollte mich mein Weg quer durch den Nationalpark zu Afrika Burn führen. So mein kleiner, naiver Plan. Denn allein die Anreise gestaltete sich zum Wagnis. Stell dir vor, lütte blonde Frau mit Kleinwagen, ohne Handyempfang und ohne jede Idee wie man einen platten Reifen wechselt, düst alleine durch das wilde Südafrika. Der Alptraum jeder besorgten Mutter!

P1020923

Unbestritten eine völlig bescheuerte Idee, solo und ohne jede Navigation quer durch den Tankwa Karoo Nationalpark zu fahren. Denn erst unterwegs habe ich festgestellt, dass die Routenführung hier nicht funktioniert, die Straßen einem Einiges abverlangen und ich bei einer Panne hoffnungslos aufgeschmissen wäre. So irrte ich über viele Stunden völlig orientierungslos durch die Gegend. Sah mich mit Schotterpisten die im Nichts endeten konfrontiert, kam ins Schlingern auf staubigem Untergrund, wich Wildtieren aus und vermied es nun knapp, dass mein Auto wegen Überhitzung liegenblieb.

Nur den Staubwolken am Ende des Horizonts habe ich es letztlich zu verdanken, dass ich den Weg zu Afrika Burn noch gefunden habe. Sie markierten, dass sich dort etwas abspielte und in dieser gottverlassenen Gegend konnten das nur andere Festivaljünger sein. Ich sollte Recht behalten. 
Im Abstand von 300 m und mit enormer Staubwolke zog die Karawane ihren Weg in Richtung Gate und ich gliederte mich ein.

P1020938

Durchgeschwitzt, staubig und völlig genervt von der fast schon verzweifelten Suche in der Wüste ein Staubkorn aka „Afrika Burn“ zu finden kam ich letztlich doch an. Aus den angepeilten zwei Stunden Anfahrt sind 8 Stunden geworden und zu aller Anstrengung hatte ich mir einen Platten gefahren und war kurz davor heulend einzuknicken. Aber es wäre nicht Südafrika, wenn sich nicht sofort Helfer angeboten hätten, die mir den Reifen wechselten.

IMG_2751

Die Situation war gerettet und ich nun endlich da. Eigentlich wollte ich nur noch ein paar Bekannte finden, mein Zelt aufbauen und schlafen. Aber wie zur Hölle findet man eine handvoll Leute in einer Masse von 6.500 Menschen, die wirr auf einem Campingplatz herumschwirren? Ohne Handynetz wohl gemerkt! Und ganz besonders an einem Tag, an dem man eh schon ein dünnes Fell hat?

IMG_2670

Ich war reichlich angekratzt, aber irgendwie fand ich dann doch meine Leute, baute mein Zelt auf, richtete mich ein und bestaunte nun erst mal die anderen „Burner“. Die waren irgendwie viel besser aufgestellt als ich. Camping-Equipment wie die Pro´s, High-Tec-Grills, Solarzellen und vor allem mit mobiler Dusche.

IMG_2492

Rasch wurde es dunkel und unser Nachbar warf sein Heimkino an. Ich staunte nicht schlecht: Eine mittelgroße Leinwand, ein Beamer, ein Zeltdacht mit Lichterkette und stylische Sitzsäcke waren der Rahmen für seine eigene kleine Vorführung. Er präsentierte ein selbstgeschnittenes Video von Afrika Burn aus dem letzten Jahr und dazu einen Sound, der sich für immer in mein Gedächtnis einbrennen sollte!

One Day / Reckoning Song (Wankelmut remix) von Asaf Avidan & The Mojos mit diesen Lyrics:

One day baby, we’ll be old
Oh baby, we’ll be old
And think of all the stories that we could have told

IMG_2609

Ab diesem Moment hatte mich Afrika Burn. Ab da war aller Frust der Anreise vergessen, war es egal, dass ich im Zelt nächtigte und wohl für 4 Tage ohne Dusche auskommen musste. Ich hatte Feuer gefangen und das brannte nur danach angeheizt zu werden. Ich wollte in diesem Jahr auch Teil dieser einzigartigen Community zu werden.

IMG_2311

Und erst jetzt in diesem Moment verstand ich, worum es bei Afrika Burn geht!

IMG_1821

Wer hierher kommt mit ein paar Dosenbier und coolen Sprüchen um fett Party zu machen, ist definitiv fehl am Platz und wird die Nase schnell im Dreck haben. Und auch die typischen Selfiejünger sind hier verpönt. Für viele Teilnehmer sind die Tage bei Afrika Burn eine lebensverändernde Erfahrung und eben keine Feier, die man mit Kater und ein paar Absturzbildern wieder verläßt.

IMG_2754

Afrika Burn ist ein Community-Projekt. Eine Art riesige Hippiegemeinde und alles was hier passiert, geschieht einzig durch die Menschen die teilnehmen.

IMG_1850

Es gibt einfach nicht das, was wir von anderen Festivals kennen. Keine gesponsorte Bühne, kein überteuerter Star, kein Moderator, keine Freß-Stände und keine Abzocker-Getränkebude – nichts dergleichen! Und genau das hebt Afrika Burn von allen anderen Festivals ab.

IMG_1934

Du bist Afrika Burn und gestaltest alles was hier stattfindet!

IMG_2559

Man selbst ist der Kino-Besitzer, hat die Turntables unter sich, jongliert mit Feuer, singt, tanzt oder gestaltet Kunst. Alles ist ein Geben und Nehmen.

IMG_2568

Der DJ dessen Set mich letzte Nacht hat durchtanzen lassen, sitzt nachher bei mir und läßt sich in meiner Wellness-Oase seine Verspannungen wegmassieren.

IMG_2546

Ich bin Zauberfee und entertaine die Kinder, deren Mütter mir später die Cocktails in ihrer Bar mixen.

IMG_2641

Grad noch durfte ich in einem abgespaceten Moped mitfahren und im Gegenzug kann der Schrauber jetzt meine selbstgestalteten Grußkarten, in meinem Postamt versenden.

IMG_2576

Der Künstler dessen Artwork ich mit großen, staunenden Augen bewundert habe, schaut sich unterdessen mein Geschick beim Jonglieren an.

IMG_1988_ret

Jeder gibt von dem, was er am Besten kann oder tut das, was ihm am Meisten liegt. Jeder nimmt und gibt wonach ihm ist.

IMG_1751

Und nur hier ist es möglich zu sein, wer man sein will.

IMG_1909

Jeder kann in die Rolle schlüpfen, die er sich im realen Leben nie zutrauen würde.

IMG_1777

Ein Fabelwesen zum Beispiel:

IMG_2270

Der Lichtperformer:

IMG_2455

Der wilde Pirat, der die Königin geraubt hat:

IMG_2298

Oder die bezaubernde Tänzerin, zu der jeder aufschaut:

IMG_2252

Der Prediger, der mal ganz anders seine Botschaft verbreitet:

IMG_1939

Alles ist möglich bei Afrika Burn. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt! Weder in der Eigendarstellung noch im künstlerischen Bereich.

IMG_1883_ret

Und genau um diese Kunst geht es nach Einbruch der Dunkelheit, wenn Afrika Burn seinem Namen gerecht wird. Ein nächtliches Schauspiel in dessen Fortlauf die Kunst zum flammenden Opfer wird und unter dem Beifall Tausender zu Asche zerfällt.

IMG_2334

Doch zurück zu dieser ersten Nacht! Noch immer war ich völlig überflutet, von all den Eindrücken der ersten Stunden. Ich war komplett geplättet von der Kreativität, welche die Leute hier an den Tag legten! Und das in einem Land wie Südafrika, wo viele täglich ums Überleben kämpfen.
Auch kaum zu glauben ist es, das alles was man hier findet extra in diese Halbwüste geschleppt und mühsam aufgebaut wurde und in wenigen Tagen wieder komplett verschwunden sein wird.

IMG_2412

Was ich in dieser Nacht erleben sollte, sprengte alles, was ich je erlebt hatte! Die Figuren fingen an zu leuchten, die Trucks blinkten bunt und selbst die Menschen waren mit Lichterketten behängt.

IMG_2459

Und dann stell dir vor, dass 6.500 Menschen in einem riesigen Halbkreis sitzen, es ist eiskalte Nacht, der Himmel ist voller Sterne und durch die karge Landschaft grollt ein dumpfer Sound.

IMG_2231

Inmitten dieses Zirkels aus Menschen kreisen schrille Fahrzeuge, jonglieren Leute mit Feuer und eine eiförmige Figur wird in Brand gesetzt. Eigentlich eine ganz simple Konstruktion, doch das sollte nicht so bleiben…

IMG_2213

Die Figur fing an sich zu bewegen, machte Geräusche und entfaltete sich. Sichtbar wurde die brennende Silhouette eines Dinosauriers. Der sich dann unter dem tosenden Beifall der Masse in unserem Zirkel bewegte! Vor mir lief ein brennender Dinosaurier durch die Wüste! Eine völlig irre Szenerie! Klick dich ins Video und du wirst wissen, was ich meine!

Ich saß sprachlos und völlig überwältigt da. Nie im Leben hätte ich sowas erwartet. Niemand hatte mich darauf vorbereitet, was hier nachts passiert! Nie zuvor hatte ich etwas Vergleichbares gesehen oder mir auch nur erträumen können!

IMG_2177

Und diese Nacht blieb so verrückt! Mit abgespacten Fahrzeugen, Feuershows, dröhnendem Sound und Eindrücken die sich in keinem Bild wiedergeben lassen.

IMG_2172

Die Reizüberflutung wollte und wollte kein Ende nehmen! Und genauso bleib es auch am nächsten Tag!

IMG_2514

Ich bewunderte die Skulpturen, bestaunte die Menschen und ließ mich auf diese verrückte Welt ein!

IMG_2708

In der Nacht von Samstag auf Sonntag ging dann bei mir gar nichts mehr. Ich war platt von all den Erlebnissen und früh im Bett. Als ich am nächsten Morgen gegen 4 Uhr wach wurde, lauschte ich dem Sound der zu mir ins Zelt drang. Da waren die Klänge aus den Anfangszeiten meiner Technophase! Irgendwann hielt ich es nicht mehr aus und schlürfte im Schlabberlook durch die dunkle Nacht in Richtung der Musik.

IMG_2263

Ich muss nicht betonen, dass ich aussah wie ein Assi. Schlafshirt, Jogginghose, Socken in den Ballerinas, die Haare seit Tagen nicht gewaschen und dazu eine Fleecejacke, die mich vor der Kälte schützen sollte. Als ich da ankam, wo der Sound herkam, fand ich einen DJ-Pult und ein paar Hardliner die immer noch am Tanzen waren. Ich gesellte mich dazu.

IMG_2505

Keine Frage, ich begann auch zu tanzen. Niemanden in der Runde stört es, wie ich aussah. Keiner beäugte mich auch nur für einen Moment irgendwie komisch. Ich machte mich locker, vergaß die Umstände und gab mich einfach nur der Musik hin.

IMG_2521

Und ich traf einen lieben Kollegen. Wir tanzten gemeinsam, nippten ein wenig am Sekt und irgend Jemand in der Runde verteile Trockenfrüchte. Wir gaben uns dem Sound hin, lachten, tanzten und vergaßen die Zeit. Die Sonne ging auf und wir drehten uns immer noch, zu der Musik der frühen Neunziger. Gegen 10 Uhr beschloss ich dann, die Heimreise ins Zelt anzutreten.

IMG_2688

Und irgendwie war ich dann besonders lustig drauf. Betrunken war ich aber definitiv nicht, dafür reichten die paar Schluck nicht aus. Trotzdem war ich extrem angeheitert, lief kichernd, grinsend und leicht orientierungslos durch die Halbwüste. Die Sonne brannte inzwischen erbarmungslos und ich war zudem sterbensmüde. Mit fast letzter Kraft fiel ich meinem Kumpel in die Arme und bat ihn mich im Zelt abzulegen.

IMG_2716

Mir war jetzt auch noch schlecht dazu. Hundeelend um ganz genau zu sein. Der Rest des Tages war die Hölle. Ich übergab mich am laufenden Band, mir tat jedes Körperteil weh, ich war unfähig aufzustehen und die Sonne knallte zudem unbarmherzig auf mein Zelt. Meine Augen waren aufgequollen und jede Ader stand hervor. Als ich an mir runter sah, hatte sich meine Haut knallrot eingefärbt, als wäre ich mit kochend heißem Wasser übergossen worden. Ich dachte ich könnte mich nie wieder nackt zeigen. Ich war entsetzt und verstand nicht, was mit mir passiert war!

IMG_1998

Bis mich ein Mädel in der Gruppe darüber aufklärte, dass Trockenfrüchte auf Technoparties auch schon mal mit Drogen gespritzt sind und ich diese wohl nicht vertragen habe. Das erklärte dann auch meinen wundersam, glücklichen Rückmarsch von der Party.

IMG_1811

Ich hatte bis dato keine Drogenerfahrung und wußte auch nicht, dass man von solchen Früchten besser die Finger läßt. Immerhin werde ich jetzt auch nie in die Versuchung kommen, freiwillig so ein Zeug zu konsumieren. Jede Erfahrung und sei sie noch so schlecht, ist für irgend etwas gut. Ich hatte meine Lektion gelernt. Und so unrühmlich das war, so sehr gehört es trotzdem zu meiner Erinnerung an Afrika Burn. Gemindert hat es dieses Erlebnis trotzdem nicht.

IMG_2243

Die letzten Stunden des Festivals konnte ich dann wieder genießen. Die Sonne gab noch mal alles, die Stimmung war ausgelassen und noch immer entdecke ich neue Skurilitäten.

IMG_2273

Und auch von den einzigartigen WC-Häuschen habe ich noch nicht erzählt. Sie sind das Einzige, was hier für die Besucher geschaffen wird. Und auch vor ihnen hatte ich mich im Vorlauf ziemlich gegruselt. Aber letztlich stellten sie sich als Highlight heraus. Denn die der Masse abgewendete Seite war offen. Man sitz mit dem Gesicht in die Wildnis. Eine schönere Aussicht hatte ich noch nie bei einer solchen Örtlichkeit. Man schaut in die Weite der Lanschaft und kann sogar Tiere beobachten!

IMG_2734

Alles in Allem war auch die Campingerfahrung für mich keine schlechte. Denn wenn man sich mit dem Nachbarn gut stellt, dann kann man sogar dessen Campingdusche mitbenutzen. Und weil ich ja ein lieber Mensch bin, kam ich in den Genuss! Also waren meine Bedenken vor dem Festival völlig unbegründet. Beim nächsten Mal würde ich einfach meine eigene mobile Dusche mitbringen.

IMG_1857

Nach all diesen Erlebnissen hieß es am Montagmorgen dann Abschied nehmen. Und immerhin meine Rückfahrt gestaltete sich zum Spaziergang. Ich schloss mich ein paar Leuten an, fuhr sicher im Konvoi und hörte über Stunden diesen einen Song, den ich so sehr mit Afrika Burn verbinde. Du erinnerst dich?

One day baby, we’ll be old…

Wie passend auch die Lyrics: „Eines Tages werden wir alt sein und davon erzählen„. Heute habe ich dir meine Geschichte erzählt, mit all den Momenten die mich geprägt haben. Weil ich gelernt habe, dass Menschen durchaus friedlich miteinander leben können. Das es eine Welt ohne Mißgunst, Eifersucht und Neid geben kann. Dass ein System sehr wohl auch ohne Geld auskommen kann und das Gemeinschaften in denen geteilt wird, funktionieren. Eine wunderbare Erfahrung und ich werde nicht müde, diesen Spirit auch in mein Leben zu übertragen! Denn eines Tages, Baby….
#infoHast du den Artikel mit allen Infos zum Ticketkauf, der Anreise und meinen praktischen Tipps schon gelesen? Falls nein, dann folge dem LINK. Wenn du dich für alle meine Fotos interessierst, dann schaue gerne auf meiner Flickr Seite vorbei und lass dich mitnehmen in eine verrückte Welt! Sollte dir mein Artikel gefallen haben, dann teile ihn gerne mit deinen Freunden oder lass mir noch einen Kommentar hier! Vielen lieben Dank.

In diesem Sinne: #get up & get burned!

 

Die besten Beach-Bars rund um den Globus – Teil 1

Wer kennt sie nicht, diese Bars am Strand denen du total verfallen bist? Bei denen du dir wünschst der Sommer möge nie enden, die Sonne niemals im Meer versinken und der nächste Morgen nicht dämmern?IMG_9461
Es sind diese Sehnsuchtsplätze die wir nie vergessen werden. An die wir uns zurück wünschen und die uns gelehrt haben, wie kostbar selbst eine Nacht sein kann. Orte an denen wir uns angekommen gefühlt haben, an denen die Drinks kühl und der Barman heiß war. Wo wir besondere Momente erlebten, Wildfremde zu Freunden wurden, der Takt der Musik zu den Wellen passte und der Rest der Welt keine Rolle spielte.
IMG_9487_ret

Ich möchte dir meine Lieblings-Strand-Bar vorstellen und sammle hier die Highlights anderer Blogger und Reisender zu deiner Inspiration! IMG_0363Die Strandloperheißt mein Refugium und eigentlich ist diese Bar ein Open-Air-Strandrestaurant – was natürlich auch eine Bar mit einschließt. In Langebaan an der sonnigen Westküste Südafrikas gelegen lockt sie mit einzigartiger Kulisse, türkisblauem Meer und maritimer Deko. Und genau deshalb liebe ich es auch so unheimlich hier zu sein. Dieser Ort ist für mich das Lebensgefühl des Sommers – in Reinform.IMG_0347
Das Konzept ist simpel: Die Location und dazu frisch gegarte Küche vom Besten was das Meer um die Langebaan Lagune hergibt. Dazu lockere Atmosphäre und leckersten südafrikanischen Wein, ein kühles Bier oder ein prickelndes Cider.

IMG_0315
Man trifft sich bereits am Mittag mit Freunden und verbringt gleich den ganzen Tag hier. Denn die 7 Gänge und die Drinks müssen nun mal zelebriert werden. Alles von Backwaren bis zum Fisch wird frisch überm Feuer zubereitet. Man kann dabei sein, wenn der Hummer auf dem Grill schmort und das Brot im Ofen bäckt. Wenn der süße Duft aller Leckereien sich mit der Meeresbrise verbindet und die Nase sanft umschmeichelt.
IMG_9485
Wem bei aller Schlemmerei heiß geworden ist, der findet herrliche Abkühlung, an den kleinen Buchten, zwischen malerischen Felsen im türkisblauen Meer.
IMG_0341
Und nicht nur ich bin ein Fan der Kulisse des Strandlopers. Sie ist auch ein gern gewählter Rahmen für Shootings oder Filmaufnahmen. Also wundert euch nicht, wenn ihr hier mal auf ein paar prominente Gesichter trefft.

IMG_9472
Am Meisten genieße ich es, Freunde mit hierher zu nehmen, über Stunden zu plauschen und die Sonne im Meer untergehen zu sehen. Ein Cider in der Hand, eine Melodie im Kopf und im Kreis meiner Lieben.

IMG_0209

Mehr Impressionen von „Die Strandloper“ findet ihr im LINK und hier die Adresse für euren Besuch:

Die Strandloper Restaurant
Langebaan, 7357, Südafrika
Telefon:+27 22 772 2490

oder im Netz unter www.strandloper.com.

 

IMG_0400_red

An meiner Blogparade haben sich viele tolle Blogger beteiligt. Welche Beachbars sie toll finden und wohin es sie immer wieder zieht, erfährst Du durch klicken auf LINK!

IMG_0215

In diesem Sinne: #get up & get lost!

 

Angeln in den Drakensbergen & Midlands in Südafrika

Angeln auf dem afrikanischen Kontinent ist ein hervorragender Weg den Stress unserer modernen Zeit abzuschütteln. Und genau danach ist uns auf unserer Reise durch Südafrika. Angelroute raus und Anspannung weg!IMG_5652Wir sind aufgebrochen in den erfurchtgebietendsten Teil Südafrikas. Wir sind in den majestätischen Drakensbergen und wollen genau hier der Frage auf die Spur gehen, ob diese Gegend und auch die umliegenden Midlands wirklich so ein Paradies für Angler sind. Aus dem Hochland der Drakensberge kommen zahllose kristallklarem Bäche und Flüsse und genau sie machen die Region zu einem der bevorzugten Angelreviere in Südafrika. Das Fliegenfischen von Forellen ist hier ganz besonders beliebt. Im Jahre 1889 soll es durch schottische Siedler eingeführt worden sein.IMG_5463Viel haben wir schon gelesen über das Fliegenfischen in dieser Gegend und nun ist es an der Zeit das selbst zu testen. Egal ob Trocken, Nass, Nymphen, oder Streamer – für alle Techniken soll hier das ideale Gebiet sein.IMG_5462Die Gegend der Drakensberge rund um Lesotho und Midlands ist geprägt von kleinen Weihern, großen Talsperren, tosenden Wasserfällen, plätschernden Bächen und glasklaren Flüssen. Alles ist herrlich eingebettet in eine atemberaubende Landschaft und inmitten von bis zu 3482 Meter hohen Bergen.IMG_5536Und so gestaltet sich die Anfahrt schon zu einem Highlight. Denn die Kulisse ist genau so, wie wir sie uns vorgestellt haben.Wir haben uns für 2 Unterkünfte entschieden, die eine perfekte Ausgangssituation zum Angeln und Entspannen bieten sollen.

IMG_5467Glangery Guestfarm in den Midlands (http://glengarry.co.za/)

Glengarry liegt in den Midlands unweit von Escort entfernt und bietet ideale Möglichkeiten zum Fliegenfischen. Es gibt einen gut gefüllten Damm und eine 2 km lange Strecke des kleinen Mooi Rivers auf dem geangelt werden darf. Zwar hatten wir hier keinen Fisch an der Angel, aber die versprochene Tiefenentspannung war noch am ersten Tag spürbar.IMG_5626_ret

Die kleine, aber feine Anlage zu der Chalets, ein überschaubarer Camping- und Golfplatz gehören ist idealer Ausgangsort für einen Aufenthalt von Fischern. Angelrute sollte man sich allerdings selbst mitbringen, da es nur ein Leihexemplar vor Ort gibt. Permit ist keines erforderlich, da auf privatem Grund geangelt wird.

IMG_5466

Lotheni Camp in den Drakensbergen (http://www.kznwildlife.com/accomodation/resorts/lotheni.html)

Das Lotheni -Camp liegt im südlichen Teil des uKhahlamba-Drakensberg Park und ist bekannt für seine herrliche Landschaft und Wandermöglichkeiten. Die Fläche des Reserves beträgt 3 984 ha, liegt direkt am gleichnamigen Fluß und hat zudem einen kleinen Damm.IMG_5599Man kann sich in Cottages einmieten oder hier campen. Permit ist unbedingt erforderlich, da sonst empfindliche Strafen verhängt werden können. Den Angelschein erhält man im Büro des Camps.IMG_5658Auch Angeln und Zubehör gibt es zu günstigen Preisen zu mieten. Uns ist das Angelglück auch hier wieder nicht hold. Im kleinen Weier scheint nur wenig Fisch zu sein und die Flüsse haben Niedrigwasser, so dass die Forelle am Haken ein Traum bleibt.IMG_5470Dafür beißen die Krebse reichlich und es ist schwer sie wieder abzuschütteln. Immerhin ist auch hier der Entspannungsfaktor wieder ein echter Mehrwert, denn außer uns ist in der Nebensaison hier kein Mensch.IMG_5616FAZIT: Wir haben den Angelgebieten nur einen kurzen Besuch abgestattet und hatten leider kein Glück am Haken. Dafür ist das, was das Angelerlebnis so perfekt macht hier besonders ausgeprägt und schön: Ruhe und Natur. Daher unser Tipp: Lass dich auf die Drakensberge und die Midlands ein, auch wenn wir keinen Fisch gefangen haben, sollte das kein Maßstab sein. Die Gegend ist bei Fischern beliebt und gefragt. Es gibt Unterkünfte die sich direkt auf die Bedürfnisse der Fischer eingestellt haben und ich bin mir sicher, dass du einen besseren Fang machst und die Gegend aber genauso genießen kannst wie wir.IMG_5590

Die besten Unterkünfte zum Angeln in den nördlichen and zentralen Drakensbergen findest du hier:

  • Bonny Glen Cottage, Telephone: (036)4881222
  • Cathedral Peak
  • Cayley Lodge, Telephone: (036)4681222
  • Champagne Cottages, Telephone: (036)4681210
  • Dragon Peaks Park
  • Mambasa, Telephone: (036)4881003
  • Monks Cowl, Telephone: (036)4681103
  • Royal Natal National Park, Telephone: (036)4386200
  • Uitzicht Holiday Farm, Telephone: (036)4881492
  • Bushmans River Tourism Association, Telephone: (036)3526253
  • Drakensberg Tourism Association, Telephone: (036)4481557IMG_5603

Die besten Unterkünfte zum Angeln in den südlichen Drakensbergen findest du hier:

  • Kamberg
  • Giants Cup wilderness Reserve
  • Sani Saunter, Telephone: (033)7021902
  • Splashy Fen Trout Farm
  • Underberg Trout Fishing Club, Telephone: (033)7011041

IMG_5613Für allgemeine Informationen und Unterkünfte rund ums Fischen in den Drakensbergen könnt ihr euch auch per E-Mail informieren oder beim Underberg/ Himeville Trout Fishing Club unter (033) 701-1041, von 8.00 bis 10.00 Uhr. 0027 als Vorwahl nach Südafrika nicht vergessen!

Und nun #get up & fish!

 

Südafrika Ι SALT & wie man einen Astronomen zu Tode erschreckt

Seit der Schulzeit fasziniert mich der Sternenhimmel über uns und die Chance durch das größte Teleskop auf der Südhalbkugel zu blicken konnte ich mir nicht entgehen lassen. Also bin ich nach Sutherland in Südafrika gereist um SALT, so heißt das South Africa Large Teleskop zu besuchen. Ganz alleine und ohne eine Ahnung zu haben wie Teleskope in dieser Größe wirklich funktionieren.SALT, South Africa Large Teleskop, Südafrika, South Africa, Africa„What a fuck are you doing here?“ werde ich angeschriehen. „Oh, I´m sorry Sir“ höre ich mich stammeln und bin jetzt selbst erschrocken über meine unbändige Neugier und das wohl unsittliche Eindringen in das Reich eines Astronomen. Viel zu spät und schon zum Sonnenuntergang bin ich in Sutherland in der Karoo angekommen. Eine Gegend 400 km nordöstlich von Kapstadt gelegen und bekannt dafür den klarsten und dunkeltsen Himmel der Welt zu haben und deshalb prädestiniert für astronomische Erforschungen zu sein.SALT, South Africa Large Teleskop, Südafrika, South Africa, AfricaAm Eingangstor und auch im Büro finde ich keine Menschenseele, was so völlig untypisch ist für Südafrika, wo man sich ständig mit Pass und Fahrzeugnummer ausweisen muss. Es ist weit nach 17 Uhr und so scheinen alle im verdienten Feierabend zu sein. Ich bekomme nun doch Bedenken SALT nicht mehr entecken zu können, denn mein Zeitplan lässt es eigentlich nicht zu morgen noch mal hierher zu kommen. Also beschließe ich das Feld mit den Teleskopen einfach eigenständig zu untersuchen.SALT, South Africa Large Teleskop, Südafrika, South Africa, AfricaImmerhin die Schranke ist offen, es gibt kein Verbotsschild und falls ich doch gestoppt werde, könne ich die „Unschuldige-Mädchen-Trumpfkarte“ ausspielen. Also fahre ich den Berg hinauf zu dem Gebiet auf dem neben dem größten Teleskop noch weitere Beobachtungsstationen stehen. Ich parke mein Auto, schnappe mir die Kamera und laufe drauf los. Hier ist wirklich Niemand und so langsam kommt mir das auch komisch vor. Trotzdem nutze ich die Gunst der Stunde fotografiere wild herum. Wer weiß schon ob das sonst erlaubt ist und wann sich je so eine Chance wieder bietet.SALT, South Africa Large Teleskop, Südafrika, South Africa, AfricaDie Sonne ist längst untergegangen als ich zu meinem Auto zurück trabe. Neben meinem Wagen parkt nun noch ein weiteres Fahrzeug. Bei genauerer Beobachtung und erst jetzt fällt mir auf, dass nun neben vielen der Teleskopen ein Auto steht. Klar! Die Dunkelheit hält Einzug und damit beginnt die Zeit der Astronomen. Wenn ich schon die Führung beim großen Teleskop verpasst habe, könnte ich ja mein Glück in einem der kleineren versuchen. Ich wittere meine Chance doch noch mehr über SALT zu erfahren und in den Genuss des Sterneguckens zu kommen.SALT, South Africa Large Teleskop, Südafrika, South Africa, AfricaIch wackel also frohen Mutes auf eines der kleineren Gebäude zu in dem ich gerade eine Person habe verschwinden sehen. Vergeblich suche ich eine Klingel und klopfe dann an die Tür. Erst ganz vorsichtig und nach einer ganzen Weile auch mit Nachdruck. Keine Reaktion. „Ob die Tür verschlossen ist?“ frage ich mich. Langsam drücke ich die Klinke herunter und tatsächlich, die Tür öffnet sich und ich trete ein.SALT, South Africa Large Teleskop, Südafrika, South Africa, AfricaLichtschalter finde ich keinen und mich umgibt finsterste Nacht. Langsamen Schrittes wage ich mich nach vorne, taste die Wände entlang und versuche die nächste Tür zu finden. Ein paar schüchterne „Hello“ „Hello“ entfahren mir. Noch könnte ich ja unentdeckt den Rückzug antreten. Mein Entdeckergeist ist allerdings stärker und die Neugier treibt mich voran. Auch im nächsten Raum herrscht Finsternis, aber diesmal kann man wenigstens noch Umrisse erkennen. Ich schiebe mich die Treppen hinauf, während sich meine Augen zunehmend an die Finsternis zu gewöhnen scheinen.SALT, South Africa Large Teleskop, Südafrika, South Africa, AfricaMein Herz pocht wie wild, ich höre meinen eigenen Atem aber sonst rein gar nichts. Als ich die Stufen erklommen habe und den nächsten Raum betrete kann ich schemenhaft die Umrisse eines Teleskops erkennen. „Jetzt bloß nichts umrennen, das könnte teuer werden.“ denke ich mir. Plötzlich und völlig unvermittelt öffnet sich die Tür neben mir und im nächsten Moment höre ich einen erschrockenen Schrei der durch Mark und Bein geht. Der Mann der den Raum betreten hat, hat wohl nicht mit Besuch gerechnet. Ich bin nicht weniger zusammengefahren und stammel schnell eine Entschuldigung. „Die Tür war nicht geschlossen und ich wollte doch nur…“ Jetzt bin ich wirklich das kleine unschuldige und verschrockene Mädchen und muss gar nicht schauspielern. Es tut mir wirklich leid den armen Mann derart erschreckt zu haben.SALT, South Africa Large Teleskop, Südafrika, South Africa, AfricaDer ältere Herr nimmt es mit Humor „Ich sollte mir wohl angewöhnen, die Tür zu zuschließen“. Freundlich bittet er mich in seine Räumlichkeiten und lässt mich erklären, was mich zu ihm geführt hat. Offenbar imponiert es ihm, das eine Frau alleine den Weg nach Sutherland gefunden hat und sich offenbar so sehr für Astronomie interessiert, dass sie auch vor unbefugtem Zutritt nicht zurück schreckt.SALT, South Africa Large Teleskop, Südafrika, South Africa, AfricaIch darf also bleiben und sehe mich erst mal im Kämmerchen um, während der Herr Astronom sich Zeit zum Hochfahren seiner Gerätschaften erbittet. Alles hier erinnert eher an einen Agentenfilm aus den 70igern und weniger an eine hochmoderne Anlage. Alte Tastentelefone, staubige Papiere und Computer der Windows 3.11 Generation. Zugegeben liefen die damals auch am stabilsten also warum sollte man dann upgraden? Ich schmunzel vor mich hin bei diesem Gedanken.SALT, South Africa Large Teleskop, Südafrika, South Africa, AfricaInzwischen ist das Teleskop auf die nächtliche Beobachtung ausgerichtet, der Computer hochgefahren und der Herr Astronom zum Gespräch bereit. „Wissenschaftler aus ihrer Routine zu reißen wird mir sicherlich nicht wieder passieren, sie wirken dann ganz schön verstört.“ denke ich mir bei unserem doch etwas holprigen Gespräch. Auch reden sie wohl nicht so gerne also erkläre ich erst mal. Ich bereichte, dass ich eigentlich aus Deutschland komme, das ich Astronomie in der Schule geliebt habe und es sehr bedauere, dass dieses Fach heute nicht mehr unterrichtet wird. Mein Astronom taut nun doch etwas auf und beginnt mir von seiner Arbeit zu erzählen.SALT, South Africa Large Teleskop, Südafrika, South Africa, AfricaDas die Wissenschaftler immer zum Sonnenuntergang hierher kommen und ihren Beobachtungsposten beziehen. Für paar Wochen machen sie das so jede Nacht und nur alle 6 Wochen fahren sie zu ihren Familien nach Hause. Tagsüber wird geschlafen und eigentlich haben sie auch nicht viel Kontakt zur Außenwelt. Jeder verbringt die Nacht alleine in seinem „Teleskophäuschen“ und geht ungestört seiner Arbeit nach.SALT, South Africa Large Teleskop, Südafrika, South Africa, AfricaWir widmen uns nun seinem Tagwerk. Auf einem uralt schwarz/weiß Monitor flimmert eine Art Radarfilm, was mich wieder an Filme aus dem kalten Krieg erinnert. Er zeigt mir zwei Punkte und erklärt, dass er Doppelsterne beobachtet und wie mühselig das sei. Er erforsche, wie diese beiden Punkte sich zueinander verhalten. Ob einer der Beiden ein Mond sei oder ob es sich wirklich um zwei Planeten handle. Ich frage mich allen Ernstes wie in einem modernen Zeitalter noch so gearbeitet werden kann?* Laut äußere ich diesen Gedanken aber nicht, es wird schon seine Berechtigung haben und nur weil ich keine Ahnung habe, werde ich nicht anmaßend.SALT, South Africa Large Teleskop, Südafrika, South Africa, AfricaAllerdings hatte ich mir das Sternegucken hier schon ganz anders vorgestellt. Ich dachte man schaut durch das Teleskop und nicht auf einen flimmernden Monitor. Ich lerne also den Unterschied zwischen interessierter Himmelsbeobachtung und wissenschaftlicher Arbeit. Nicht so ganz das was ich mir mit meiner blühenden Vorstellungskraft von SALT ausgemalt hatte. Ich dachte, ich könnte durch das Teleskop bliken und bis in die entferntesten Galaxien schauen. Nach zwei lehrreichen Stunden verlasse ich das Refugium wieder und bin immer noch völlig hin und hergerissen ob ich nun fasziniert oder enttäuscht sein soll. Zwar war es ein Erlebnis einem echten Astronomen bei der Arbeit zu zuschauen aber neue Welten habe ich dabei eben nicht entdeckt.SALT, South Africa Large Teleskop, Südafrika, South Africa, AfricaAls ich das Gebäude verlasse, stocke ich und bin ich sprachlos. Denn über mir offenbart sich jetzt die ganze atemberaubende Schönheit des Nachthimmels wie ich ihn nie zuvor – auch nicht in Afrika – gesehen habe. Ein schwarzer Himmel und auf ihm Millionen von funkelnder Diamanten in Form von Sternen. So atemberaubend schön, so tiefgehend und bewegend, dass ich noch im gleichen Moment Tränen in den Augen habe. Erinnern sie mich doch daran, warum ich nach Sutherland zum South African Largest Teleskope gekommen bin. SALT, South Africa Large Teleskop, Südafrika, South Africa, AfricaIch liebe es in den Sternenhimmel zu schauen, Gedanken kreisen zu lassen und Dinge darin zu entdecken, die andere nicht sehen. Mein Astronom bemerkt meine Fassungslosigkeit und lenkt charmant um, indem er mir Galaxien im Nachthimmel zeigt. Das kann sich keiner vorstellen, denn natürlich sieht man die Milchstraße gestochen scharf, aber das man sogar einzelne Galaxien mit bloßen Auge betrachten kann, das haut mich um. Lange betrachten wir gemeinsam den Himmel und völlig unvermittelt sagt er: Vor lauter Beobachtung und Wissenschaft hab ich ganz den Blick für diese Schönheit verloren. Ein wenig stolz blicke ich ihn, denn offensichtlich habe ich ihn daran erinnert.SALT, South Africa Large Teleskop, Südafrika, South Africa, AfricaSpannend wird dann auch die Rückfahrt von SALT nach Sutherland, denn Astronomen mögen überhaupt keine „Lichtverschmutzung“ so nennen sie störendes Umgebungslicht und ich habe die strikte Anweisung die nächsten 10 km komplett ohne Licht zu fahren. In unsicheren Situationen ist es mir gerade noch erlaubt kurz den Blinker mit orangenem Schein zu benutzen. Und ich wiederhole hier noch mal, es ist der dunkelste Platz der Erde und ich soll ohne Licht das Gelände verlassen, den Berg hinunter rollen und den Weg finden. Mit einem mulmigen Gefühl löse ich die Handbremse und rolle los.SALT, South Africa Large Teleskop, Südafrika, South Africa, AfricaMeine Augen haben sich schon sehr gut an die Finsternis gewöhnt und zu Fuß wäre das sicherlich auch machbar, aber ein Auto in kompletter Dunkelheit zu lenken, das verlangt mir schon einigermaßen Vorstellungsvermögen ab. In weniger als Schrittgeschwindigkeit und mit geöffnetem Fenster rolle ich den Berg hinunter und bete inständig, dass ich nicht von der Straße abkomme und verunfalle. Noch dazu bin ich ganz alleine in der finsteren Nacht in fremder Umgebung unterwegs und ich muss mich wirklich zusammenreißen meine Ängste unter Kontrolle zu halten. Ich beruhige mich damit, dass hier sicherlich niemand wartet, um einen Touristen zu überfallen. Wahrscheinlich ist das nicht nur der dunkelste Platz der Welt, sondern auch noch der Sicherste. Und hey, was man nicht sieht, kann man auch nicht überfallen. Als die 10 km hinter mir liegen bin ich trotzdem froh wieder mit Licht fahren zu dürfen.SALT, South Africa Large Teleskop, Südafrika, South Africa, AfricaAn diesem Abend bin ich in voller Glückseligkeit eingeschlafen und direkt am nächsten Morgen wieder in Richtung SALT gestartet. Diesmal das volle Touristenprogramm und mit Besichtigung der Anlage. Doch neben allem was ich dort dazu gelernt habe, bleibt doch der Abend beim Astronomen für mich am stärksten in Erinnerung.
#infoDie Southern African Large Telescope (SALT) ist das größte einzeloptische Teleskop der südlichen Hemisphäre und gehört zu den größten der Welt. Es hat ein sechseckiges Primärspiegelfeld 11 Meter breit, mit 91 einzelnen 1m sechseckigen Spiegeln. SALT ist an der South African Astronomical Observatory (SAAO) Feldstation in der Nähe der kleinen Stadt Sutherland gelegen, in der Provinz Northern Cape, etwa 400 km von Kapstadt entfernt. SALT wird von einem Konsortium aus internationalen Partnern aus Südafrika, den Vereinigten Staaten, Deutschland, Polen, Indien, Großbritannien und Neuseeland gefördert.
Quelle: http://www.salt.ac.za/

*Übrigens im größten Teleskop wird mit hochmoderner Technik und Flachbildschirmen gearbeitet. Nur die „Länderversionen“ sind nicht immer ganz so gut ausgestattet

 

Fotografie in Kapstadt mit einem Bild von Lions Head und einer Frau am Felsen

Dein ultimativer Insider-Guide zum Fotografieren in Kapstadt!

Hier ist dein ultimativer Insider-Guide zum Fotografieren in Kapstadt mit allen Links zu den besten Spots! Denn geniale Fotos aus der Mother City dürfen natürlich auf keiner Südafrika-Reise fehlen. Mit meinem Tipps findest du garantiert die Locations, die dir richtig viel Aufmerksamkeit auf Instagram bringen!

Selbstverständlich gibt es neben Toplocations auch immer noch Events, Großveranstaltungen und Sportwettkämpfe die Fotografen ans Kap locken. Auch dazu findest du hier alle Informationen, damit dir garantiert kein Foto durch die Lappen geht. Und klar,  gebe ich dir auch Tipps wie du dich auch mit teurem Euipment sicher in der Stadt bewegen kannst und wo du eventuell noch Technik leihen kannst, so das nötig werden sollte.

IMG_2506

Gerahmt

Ein paar der besten Spots in Kapstadt haben inzwischen diesen markanten Fotorahmen, damit Touristen hier an ihr Erinnerungsfoto denken. Was ich sehr begrüße, denn oft läuft man an markanten Stellen vorbei, ohne an einen Schnappschuss zu denken. Also seid wachsam, wenn ihr durch Kapstadt zieht. Dieser spezielle Rahmen steht an der Eden on Bay Mall in Big Bay.

 

IMG_9765

Camps Bay

Den wohl beste Platz für einen Schnappschuss von Camps Bay, seinem Strand und der Bergkette „Zwölf Apostel“ hat man vom Maiden’s Cove Parkplatz zwischen Camps Bay und Clifton. Besonders nach der Regenzeit ist der Rasen hier schön frisch und grün und bietet den perfekten Kontrast zum türkisblauen Meer. Dieses Motiv solltest du dir in jedem Fall nicht entgehen lassen.

 

IMG_3020

Dassies

Putzige Dassies, auch Klippschliefer genannt, bekommt man am ehesten auf dem Tafelberg oder an den Felsen am Cape-of-Good-hope-Schild zu Gesicht. Sie lieben es sich morgens zu sonnen. Wer also früh auf dem Tafelberg ist, der wird ihnen in reichlicher Zahl beim Sonnenbad begegnen.

 

IMG_2041

Ray Ban´s

Die riesigen Ray Ban Sonnengläser, die zu Ehren Nelson Mandelas errichtet wurden, findest du im Stadtteil Sea Point (fast schon Ecke Green Point) direkt an der beliebten Promenade. Am besten du kommst hier eine Stunde vor Sonnenuntergang her, dann ist das Licht am Schönsten und an der beliebten Flaniermeile findest du ganz sicher noch viele weitere Motive.

 

IMG_9647

Leuchtturm

Green Point Lighthouse ist ein schönes Motiv für alle, die Leuchttürme faszinierend finden. Das  im Jahre 1824 in Dienst gestellte Gebäude ist der älteste Leuchtturm Südafrikas. Elektrifiziert wurde er 1929 und sein Leuchtfeuer erreichte dadurch eine Reichweite von über 23 km, was für die damalige Zeit enorm war. Ideal ist der Besuch in Verbindung mit einem Spaziergang an der Sea Point Promenade. Ich mag die Perspektive mit mit dem Green Point Park im Rücken, da man mit der Mauer und den Palmen tolle Führungslinien fürs Auge bekommt, was wiederum den Reiz des Fotos ausmacht. Probierts mal aus.

 

IMG_1494

Tafelbergblick

Der beste Spot für das fast schon obligatorische Tafelbergbild ist natürlich der Blouberg Beach. Hier hat man freie Sicht auf den Table Mountain und dazu herrlichen Strand mit Schaumkronenwellen. Nur bei starkem Wind sollte man hier nicht fotografieren, weil es die Kamera ruiniert. Der feine Sand, der über den Strand peitscht, setzt sich sofort in der Kamera fest und das Objektiv läßt sich danach nicht mehr ausfahren. Also Obacht!

 

IMG_5119

Simons Town Hafen

Der malerischste Hafen den du in Kapstadt finden kannst, ist der von Simons Town. Das Wasser der False Bay liegt meist ruhig und leuchtet hier türkisblau. Die kleinen Boote der Fischer schwanken im Hafen vor sich hin und mit etwas Glück wirst du ein paar Robben entdecken. Nimm dir Zeit und genieß dieses kleine Idyll. Ich kann dir zudem das gute Essen bei Berthas Restaurant empfehlen. Ein paar Meter weiter befindet sich übrigens der größte Marinehafen Südafrikas und dort kann dir dann auch schon mal ein U-Boot vor die Linse kommen. Einmal im Jahr ist in Simons Town auch „Navy Festival“ mit Besichtigungen, falls das für dich interessant ist, dann schau auf deren Website.

 

IMG_4957

Boulders Beach

Natürlich dürfen in deiner Fotosammlung von Kapstadt auch Pinguine nicht fehlen. Du findest sie bekanntlich am Boulders Beach in Simons Town. Dort gibt es ein kleines Schutzreservat für die Tiere von wo aus die meisten Touristen ihre Fotos schießen. Was viele nicht wissen, es gibt auch einen kleinen Strand in dem Aral. Hier hast du die Möglichkeit, den Tieren ganz nah zu kommen und sogar mit ihnen zu schwimmen. Optional gibt es noch einen frei zugänglichen Teil dieses Strandes. Um ihn zu erreichen folgst du in Simons Town der Beschilderung des Golfplatzes und biegst dort in Richtung Meer ab. Ganz unten ist ein Parkplatz zu dessen rechten Seite ein unscheinbares Holztor steht. Dieses kannst du unentgeltlich passieren und wirst auch hier Pinguine finden und zudem weitaus weniger Touristen.

 

IMG_9714

Boomslang

Noch gar nicht so lange gibt es im Kirstenbosch National Botanical Garden den so genannten „Treetop Canopy Walkway“ der auch gerne mal „Boomslang“ genannt wird. Dieser Baumwipfelpfad ist ein schönes Motiv und der botanische Garten ohnehin. Hier findest du als Interessierter auch jede Menge interessanter Pflanzen, Bäume und Blüten. Aber nicht nur das…

 

P1020639

Stars hautnah

Im Sommer ist der Kirstenbosch Garten auch der Hot-Spot für Konzerte der beliebtesten Künstler Südafrikas. Man trifft sich Sonntags zum Picknick auf der Wiese und auf der Bühne rocken die Sänger ganz hautnah! Du hast dann die Chance die Stars von The Parlotones, Prime Circle oder die Jungs von Goldfish vor die Linse zu bekommen. Alle Events findest du unter Anderem auf der offiziellen Website.

 

IMG_0986

Bo-Kaap

Malerische Gassen, farbenfrohe Häuser und lebensfrohe Menschen, das ist das Bo-Kaap! Zudem ist dieser Stadtteil ein weiterer Magnet für Fotografen, der auch auf deiner Fotosafari nicht fehlen sollte. Wer – im Gegensatz zu mir – belebte Gassen und das pralle Leben dieses Viertels einfangen will, der ist mit einem Besuch am frühen Nachmittag gut beraten.

IMG_8378

Piraten ahoi

Kapstadt vom Meer aus zu entdecken ist großartig, weil alles eine ganz andere Perspektive bekommt. Wer Glück hat, bekommt auch gleich noch das berühmte Piratenschiff vor die Linse. Toll ist auch der Blick hinüber zur Waterfront, auf das Stadion und Lions Head. Natürlich hat man hier auch die Chance Wale oder Delfine vor die Linse zu bekommen. Besonders empfehlenswert ist eine Sonnenuntergangs-Katamarantour für stimmungsvolle Aufnahmen. Startpunkt für Bootsausflüge ist in der Regel der Hafen an der V&A Waterfront.

 

Frau auf dem Lions Head in Kapstadt

Lions Head

Für wagemutige Kletterer die ein atemberauendes Foto wollen, empfehle ich den Aufstieg zu Lions Head, um dann an dem hervorstehenden Felsen eine bleibende Erinnerung zu schaffen. Aber Achtung, der Aufstieg ist nichts für Ungeübte und man sollte auch auf das Gewicht seiner Ausrüstung achten, sonst wird der Ausflug zur Tourtour. Auch empfiehlt es sich die kühle Morgenfrische mitzunehmen, bei Hitze würde ich von dem ohnhin schweißtreibenden Anstieg wirklich abraten. Wer sich aber traut und sich früh auf die Beine macht, der wird hier mit einer mega Kulisse belohnt. Garantiert.

 

P1020488

Heilige Party´s

Festivals gibt es natürlich auch jede Menge in Kapstadt und es macht riesig Spaß hier feiern zu gehen. Von „Rocking The Daisies“ über „Holy Color Festival“ oder auch dem Kapstädter Karneval – hier kommt jeder auf seine Kosten und findet lohnenswerte Motive. Für das Farbenfestival solltest du dir allerdings dringend einen staubfeste Hülle für die Kamera zulegen. Das feine Pulver was in die Luft geworfen wird, setzt sich in jede noch so kleine Ritze und ruiniert dir die Kamera. Die Locations der jeweiligen Events sind verschieden, also ist auch hier etwas Vorabrecherche notwendig.

 

IMG_6377

Diaz Beach

Diaz Beach gilt als einer der schönsten Strände der Welt. Er ist im Cape of good hope Nationalpark gelegen und nur zu Fuß über einige Treppen zu erreichen. Wer dann noch etwas nach links in Richtung Leuchtturm geht, wird diesen Felsen finden, der einer der Spots für geniale Fotos ist. Übrigens ist dieser Strand bei Models und Topfotografen eine beliebte Shootinglocation. Wer weiß, vielleicht wirst du gleich noch entdeckt?

 

IMG_2884

Baboons

Paviane bzw. Baboons, wie sie in Südafrika genannt werden, bekommt man am ehesten auf der Kaphalbinsel vor die Linse. Gerne treiben sie sich in der Nähe der Straußenfarm oder direkt auf dem Weg zum Cape-of-good-hope-Schild rum. Aber vorsicht, diese Tiere sind wild und können zu einer Gefahr für dich werden. Deshalb in jedem Fall einen sicheren Abstand halten und mit Teleobjektiv fotografieren.

 

IMG_1323

Street Art

Wer Street Art mag, wird in Kapstadt an vielen Ecken spannende und inspirierende Motive finden. Ganz besonders häufig sind sie jedoch in Woodstock. Es gibt hier auch geführte Walkingtouren, bei denen du zudem noch Wissenswertes zur Szene erfährst und keines der besten Motive verpaßt. Vielleicht probierst du es ja mal aus? Ich bin jedenfalls ein riesen Fan dieser Kunst, denn sie ist nah an den Menschen, ihren Problemen, Sorgen und Wünschen.

IMG_6573

Sport-Events

Sportfotografen werden Kapstadt lieben, denn nahezu an jedem Wochenende findet ein Event zum Auspowern und natürlich shooten statt. Sei es Trailrunning, Mountainbikerennen, Segelregatten oder Schwimmwettbewerbe. Die drei wohl berühmtesten Wettkämpfe sind der Two Oceans Marathon, das Cape Epic und die Cape Town Cycling Tour, besser bekannt als das Cape Argus. Zu allen Großveranstaltungen pilgern Sportler aus der ganzen Welt, was auch wenig verwunderlich ist, denn die Events haben eine Traumkulisse, sind top organisiert und haben einen hervorragenden Ruf. Je nach Wettkampf und Routenführung wechselt hier die Toplocation zum Fotografieren, dh. am Besten vorab mal kurz online informieren.

IMG_1546

Weingebiet

Nicht nur in den Weingebieten von Franschhoek, Paarl und Stellenbosch kann man wunderbar fotografieren. Man muss gar nicht so weit fahren, deann auch Kapstadt selbst hat Weinanbaugebiete und Kellereien von Traditionell bis Modern. Damit du die besten Weingüter findest, tolle Fotos machen kannst und nebenbei auch das ein oder andere Glas genießen kannst, empfehle ich dir eine Tour mit Clarissa Hagemann. Sie ist deutschsprachige Weinexpertin und tourt mit dir zu den besten & fotogensten Wine-Estates.

 

IMG_1435

Geschichte

Natürlich kommt in Kapstadt auch der auf seine Kosten der klassische, geschichtsträchtige Gebäude mag. Man findet sie eigentlich überall. Bei einem Spaziergang durch die Innenstadt, die so genannte Citybowl wirst du so einige lohnenswerte Motive finden. Da der Stadtkern sehr übersichtlich ist, brauchst du auch keine Sorge haben, hier verloren zu gehen. Die teure Kamera würde ich allerdings immer etwas bedeckt halten, damit du nicht Gefahr läufst, sie abgenommen zu bekommen. Starte am Besten beim Castle of good hope, dem Parlaments Gebäude und arbeite dich dann über Company Gardens bis zum Mount Nelson Hotel vor.

 

IMG_20120226_153657

Aquarium

Solltest du doch mal einen Tag mit schlechtem Wetter in Kapstadt erwischen, so empfehle ich dir das Aquarium an der V&A Waterfront. Hier kann man sich den ganzen Tag aufhalten und spannende Tiere fotografieren – von Hai bis Rochen! Übrigens ist die Location auch ein guter Tipp für Familien.

 

IMG_5466

Chapman´s Peak Drive

Kein Kapstadtbesuch ohne einen Abend am Chapman´s Peak Drive! Ich liebe diese Küstenstraße, die schon so ziemlich jeder großen Automarke als Kulisse diente. Hier zu fotografieren ist eine Wonne. Besonders wenn so eine Stunde vor Sonnenuntergang die Felsen in warmes Licht getaucht werden und orange bis rot glühen. Diese Kulisse sollte sich wirklich niemand entgehen lassen. Aber wie gesagt, erst am Abend, denn morgens liegt Chappy im Schatten und ist längst nicht so magisch. Wer etwas Mut und Geduld hat auch bei Dunkelheit zu fotografieren, der kann bei Chappies auch klasse Langzeitaufnahmen mit fahrenden Fahrzeugen machen. Mehr Bilder zur Motivation im LINK.

 

IMG_6561

Surfen

Kapstadt gilt weltweit auch als einer der Top-Spots für Surfer und Kitesurfer. Wer sich für Sportfotografie begeistert, wird auch hier schnell richtig gute Ergebnisse bekommen. In den letzten Jahren war Kapstadt auch immer Gastgeber des Red Bull King of the Air Kite-Contest. Einem der wichtigesten Kite-Wettkämpfe der Szene. Es lohnt sich seine Fotoreise in diese Zeit zu legen (gewöhnlich Februar) und eine Unterkunft in Blouberg Beach zu suchen. Das ist einfach die beste Seite für alle Kite-Surfer und deren Fotografen.

 

IMG_0873

Hafencharme

Wer Industriechic und den Charme eines Hafens mag, der sollte sich mit seiner Kamera ins Kapstädter Hafengebiet begeben. Das ist nicht ganz so einfach, weil man am Gate kontrolliert wird. Mit einem kleinen Trick findet ihr aber trotzdem Einlass. Im Hafen befindet sich eines der besten Fischrestaurants der Stadt, das Panama Jacks. Wenn ihr angebt, dorthin zu wollen, dann dürft ihr passieren. Und ein bißchen Genuss neben der Fotografiererei muss ja schließlich auch drin sein, macht ja schließlich auch hungrig. Ein wenig vorsichtig solltet ihr hier beim Fotografieren allerdings schon sein, da es keine typische Touristengegend ist.

IMG_9589_ret

Wale & Delfine

Zugegeben Sichtungen von Walen und Delfinen sind in Kapstadt nicht alltäglich, aber auch gar nicht so selten. Ich hatte schon mehrfach Glück und sogar Defline neben meinem Kajak zu haben. Wenn ihr also erfahrt, dass Tiere in der Bucht sind, dann leiht euch ein Kajak, schnappt euch die GoPro und versucht euer Glück. Optional bucht euch eine Katamarantour von der V&A Waterfront.

IMG_3034

Muizenberg

Eines der beliebtesten Motive in Kapstadt sind natürlich auch die bunten Badehäuser in Muizenberg. Hier zieht es wohl die Meisten hin und das völlig zurecht. Sind sie doch durch ihre Farben in Kombination mit Meer und Strand ein echter Hingucker. Für Fotografen die möglichst nur die Häuschen und wenig Leute hier fotografieren wollen, lohnt es sich früh aufzustehen, bevor die Touristen diesen Spot für sich beanspruchen. Übrigens wer hier am Strand in Richtung Gordons Bay spazieren gehen möchte, der sollte die Kamera besser nicht mit sich führen. Der Abschnitt ist durch seine Lage leider sehr oft nicht ganz ungefährlich. Zumindest, wenn man sich weiter von Muizenberg entfernt, kommt es immer wieder zu Überfällen. Also für ausgiebige Spaziergänge die Kamera hier besser dann nicht mitnehmen.

 

IMG_5090

St. James

Bunte Häuser gibt es aber nicht nur in Muizenberg. Auch St. James an der False Bay hat diese farbenfreudigen Badehäuser zu bieten und dazu direkt davor auch einen Meerwasserpool in dem garantiert keine Haie schwimmen. Wer sich lieber dieses Motivs bedient, sollte also gleich noch die Badesachen einpacken. Hier kommt man übrigens auch gut mit dem Zug von der Innenstadt hin.

 

Abseilen

Abseilen

Wer Actionfotos von sich mag, dem empfehle ich am Tafelberg abseilen zu gehen. Die Szenerie und man selbst so an einem Seil über dem Abgrund – das hat schon das Zeug zu einem echten Abenteurerfoto. Und ja, das auf dem Foto bin ich!

 

IMG_1301

Nachtaufnahme

Einen überwältigen Blick bietet das nächtliche Panorama über die Stadt. Dazu fährt man am besten mit dem Auto auf den Signal Hill. Etwas Mut, Vorsicht und Achtsamkeit sind dann allerdings hier und gerade Nachts geboten, besonders wenn man teures Foto-Equipment mit sich führt. Es macht daher vielleicht auch Sinn aus dem Auto heraus zu fotografieren oder sich Anderen anzuschließen. Besonders zu Vollmond oder wenn die Wolken der Kaltfront in die Stadt ziehen, ist der Spot und sind die Motive der Hammer!

 

IMG_0305

Company´s Garden

Museeums-Interesierte sollten sich in Company´s Gardens umschauen. Hier gibt es eine Reihe ausgewählte Ausstellungen, aber auch ein Planetarium, Brunnen, Skulpturen, einen Rosengarten und die in diesem Park beliebten Eichhörnchen. Diese lassen sich ganz leicht mit ein paar Nüssen locken und sind prima Models.

 

IMG_4304

Fliegen

Ein absolutes Highlight ist für mich immer auch ein Flug über Kapstadt. Die Stadt bekommt eine ganz andere Perspektive und diese ist noch mal atemberaubender als ohnehin schon. Wenn möglich buch dir einen Flug über das Kap der guten Hoffnung und versuch aus dem Helikopter oder Flugzeug heraus Fotos zu schießen. Diese spektakuläre Küste ist es wert von dir fotografiert zu werden. Helikopterflüge werden an der Waterfront angeboten oder online. Ich empfehle aber eine kleine Maschine wie sie vom Morningstar Airfield aus starten. Die Preise sind da einfach normaler. Bitte nur unbedingt vorab Kontakt aufnehmen, um einen freien Piloten zu finden.

 

IMG_9604

Fußball

Du liebst Fußball? Dann interessiert dich doch auch sicher das WM-Stadion von Kapstadt. Natürlich gibt es dieses Gebäude aus verschiedenen Perspektiven. Die unglücklichste ist in meinen Augen die vom McDonals aus und die von der Rückseite aus Richtung Waterfront. Wer das Gebäude schön in Szene setzen möchte, der sollte in den Green Point Park gehen. Der Rahmen ist hier einfach bedeutend attraktiver.

 

IMG_9561

Townships

Auch Townships gehören zu Kapstadts Stadtbild, ob man das nun gerne sieht oder nicht. Eine große Zahl der Bevölkerung lebt in Stadtteilen wie Khayelitsha, Mitchells Plain oder Philippi. Es ist wenig ratsam zu meinen, man kann da einfach mit Fotoausrüstung reinspazieren und fotografieren. Wer wirklich interessiert ist, der sollte sich einer Tour anschließen und dort auch erfragen ob fotografieren gern gesehen wird bzw. ob die teure Kamera ganz zuhause bleiben sollte. Auch würde ich mir wünschen, dass ihr hier respektvoll fotografiert. Jeder Mensch ist gleich viel wert und sollte auch so geachtet werden.

 

IMG_3495

Foodies

Für alle Food-Fotografen ist Kapstadt ein reiner Genuss-Tempel. Man kann eigentlich gar nicht schlecht essen (okay, am Kiosk vorm Parlament schon), aber ansonsten werdet ihr hier voll auf eure Kosten kommen. Besucht die Neigbour-Goods-Märkte von Bay Harbour, über The Old Biscuit Mill bis hin zum Oranjezicht City Farm-Market und sucht euch dort spannende Motive. Früh da sein lohnt sich in der Regel!

 

IMG_2921

Cape of good hope

Der Klassiker unter den Kapstadt-Fotos ist natürlich auch ein Schnappschuss vom Cape-of-good-hope-Schild. Mir ist es inzwischen zu viel geworden, mich dort mit tausenden Asiaten für ein Foto anzustellen, deshalb weiche ich meist auf das etwas kleinere Schild nebendran aus. Wer aber unbedingt diesen Schnappschuss haben möchte, der sollte besonders früh oder spät hier sein oder eben reichlich Geduld aufbringen. Eine schöne Erinnerung ist es allemal.

 

IMG_4137

Koeberg Nature Reserve

Du wirst es nicht für möglich halten, aber auch Wildlife-Fotografie mit Großwild ist möglich in Kapstadt. Elands, Springböcke, Bontebosk und natürlich Zebras gibt es in Gebieten wie dem Cape-of-good-hope Nature Reserve oder in der Nähe von Melkbos. Hier befindet sich das Koeberg Nature Reserve um das dortige Kraftwerk. Das kleine, nahezu unbekannte Gebiet bietet dir die Möglichkeit auf Tuchfühlung mit den Tieren zu gehen. Gegen Abend und am Morgen sammeln sich die Herden zum Weiden und du wirst in Ruhe Zeit haben, sie fotografieren zu können.

 

AHP_5682

Equipment-Tipp

Solte deine Technik aus welchen Gründen auch immer versagen, dann wäre mein Tipp, sich einfach Equipment auszuleihen. In der Regel ist die Ausrüstung, so man sie neu kauft, in Südafrika wesentlich teurer als bei uns in Deutschland. Außerdem hättest du nicht die gleiche Garantie. Deshalb mein Rat nicht zu kaufen, sondern zu mieten. Das geht bei verschiedenen Anbietern. Ich bin selbst mal in die Verlegenheit gekommen, mir eine Linse ausleihen zu müssen und habe gute Erfahrungen mit „Sunshineco“ in Gardens gemacht.

 

IMG_9804

Lieblingsfoto

Und das ist mein persönliches Lieblingsfoto aus Kapstadt. Ich habe auf dieser Seite der Stadt in Big Bay eine zeitlang gelebt und es geliebt jeden Morgen diesen Blick auf den Tafelberg zu haben. Diese Aussicht haben ich – zurück in Deutschland – lange vermißt. Damit die Sehnsucht nach Kapstadt und dem Tafelberg nicht noch größer wird, habe ich mir dieses Motiv jetzt als Mega Poster anfertigen lassen. Dazu habe ich mich für einen hochwertigen Druck von Cewe* entschieden. Die Produkte des Unternehmens kannte ich von einer bekannten Drogeriemarktkette. Diesmal habe ich online bestellt, weil es mir einfach leichter am eigenen PC fiel, die Auswahl und den Zuschnitt zu machen. Jetzt hängt mein schönstes Foto gerahmt in meinem Wohnzimmer und jeden Tag kann ich mich zurück in meine Lieblingsstadt träumen!

Damit du dich leichter zu den markanten Punkten findest, habe ich Karten in den Artikel verlinkt, die dir eine Navigation vereinfachen sollen. Bitte beachte, dass nicht alle Punkte direkt verlinkbar waren und ich dann den nächst möglichen Spot verlinkt habe. Ich hoffe trotzdem, dass es dir so eine große Hilfe ist.

*Hier handelt es sich um eine Kooperation mit Cewe Fotobüchern.

Lass mir gerne Feedback da, ob dir mein Artikel eine Hilfe war. Frag mich gerne, wenn du noch mehr Details wissen möchtest und melde Dich, wenn irgendwas in dem Artikel noch fehlen sollte. Ich freue mich über deine Rückmeldung.

Du hast nach dem Kapstadt -Artikel Lust bekommen, mal nach Südafrika zu reisen, aber der letzte Kick fehlt noch? Dann lies mal im LINK, warum du dieses spannenden Reiseland nicht verpassen sollest.

 

Kapstadt-fotografieren-spots

Hat dir der Beitrag gefallen? Dann teile ihn auf Pinterest mit deinen Freunden!

Fotoparadiese – Lass Dich von der Welt verführen!

Meine Fotoparadiese und Geschichten sollen Dich zum Reisen inspirieren! Auf die Idee dazu gebracht hat mich Michael von Erkunde-die-welt.de. Mit seiner Fotoparade zum Thema „Welche sind meine Fotohighlights aus dem ersten Halbjahr 2016?“ hat er Lust gemacht, sich darüber mal länger Gedanken zu machen. Denn da dieses erste Halbjahr zu mehr als der Hälfte aus Reisen bestand, fällt mir die Auswahl allerdings reichlich schwer.IMG_2016Mein Jahr startete mit einer langen Silvesternacht in Buenos Aires und 4 Monaten on Tour. Meine Reise führte mich dann weiter nach Uruguay sowie Brasilien, Peru, Chile und Bolivien. Ein wirklich unglaublicher Trip! Ein Reisegewinn brachte mich danach noch zu meinen Freunden nach Südafrika. Zurück in Deutschland standen ein paar Städtetrips auf dem Programm. So besuchte ich zum Beispiel Breslau in Polen (die Kulturhauptstadt Europas), war Gast bei den „Alten Meistern“ in Dresden und entdeckte den Nikolaifriedhof“ in Görlitz für mich. Aber auch der sagenumwogenen Rakotzbrücke in Kromlau habe ich einen Besuch abgestattet. Rundum ein spannendes erstes Halbjahr mit vielen fotografischen Highlights, was die Auswahl so schwer für mich machte. Deshalb gibt es hier neben den Motto-Blogparaden-Bildern noch ein paar meiner Lieblingsbilder als Extra.

Fröhlich bunt ist meine Reiseerinnerung an Südafrika
IMG_3033

Ich starte mit dem klassischen Badehäuser-Bild, welches auf keiner Kapstadt Reise fehlen darf und so bezeichnend ist für Südafrika. Eigentlich schon total abgegriffen dieses Motiv, aber die Regenbogennation ist bunt und voller überschwänglicher Lebensfreude und das verkörpert dieser Schnappschuss für mich. Als ich in Kapstadt lebte, waren die Häuser recht ungepflegt und wenig ansehnlich. Jetzt sind sie frisch gestrichen und endlich auch zu einem Fotomotiv für mich geworden. Den Trip nach Südafrika haben wir zu meiner großen Freude gewonnen. Für mich war es ungeplant die Chance in meine alte Heimat zurückzureisen und meine vielen südafrikanischen Freude zu besuchen. Zu meiner großen Freude, hat genau am Tag unserer Landung, meine Freundin ihr Baby bekommen und ich konnte beide direkt in die Arme nehmen. Perfektes Timing. Weitere Motive aus dieser Serie findest Du in meinem Flickr-Album.

Schwarz-Weiß” die Nazcar-Linien in Peru

Nazca

Die Nazca-Linien sind riesige Scharrbilder (Geoglyphen) in der Wüste bei Nazca in Peru. Lange Jahre spekulierte man über ihre Herkunft. Erich von Däniken heizte mit seiner Theorie diese Linien seien von Außerirdischen geschaffen, die Geschichten um ihre Entstehung noch an. Inzwischen geht man davon aus, dass sie von Menschenhand aus religiösen Gründen geformt wurden. Wir sind extra nach Nazca gepilgert, um diese im Sand gezeichneten Linien, aus der Luft zu sehen. Leider hatte ich vergessen, dass diese „Objekte“ umkreist werden und so war mir während des gesamten Überflugs einfach nur brechübel. Aber sonst war das echt ein Highlight. Weitere Motive wie den Kolibri, den Affen usw. findest Du in meinem Flickr-Album.

Mein Licht-Moment in Montevideo, Uruguay

IMG_5009

Eigentlich soll man ja als Frau, in einer fremden Stadt, nachts nicht alleine unterwegs sein, aber in Montevideo habe ich mich sicher gefühlt. Deshalb bin ich dort auch in der Dunkelheit auf Motivsuche gegangen. Dabei raus gekommen ist dieses wunderbare Foto und eine herrliche Erinnerung. Außerdem verkörpert das Bild sehr gut den Kontrast dieser Stadt. Auf der einen Seite top gepflegte Bauwerke und auf der anderen Seite, Gebäude die dem Verfall überlassen werden. Vom Licht in die Dunkelheit – könnte man fast schon sagen. Bilder zu Montevideo sammle ich auf Flickr.

Tierisch lustig fand ich all die Lamas, Vicunas, Alpacas und Guanakos in den Anden

IMG_0203
Auf unserer Reise durch Chile, Peru und Bolivien sind uns eine Vielzahl von Lamas, Vicunas, Alpacas und Guanakos begegnet. Und ich schwöre mein Freund musste an jedem einzelnen Tier anhalten für ein Foto! Einmal waren wir sogar live bei der Geburt eines Baby-Alpacas dabei! Ich liebe es einfach, wie sie den Hals verdrehen und einen musternd anschauen. Zum Schreien. Meine riesige Kollektion dieser so typischen Andentiere findest Du in meinem Flickr-Album und zum Video kommst Du durch klicken auf LINK.

Mein spezieller Fahrzeug-Moment in Bolivien

IMG_1766

Dieses Bild entstand in Uyuni (Bolivien) und ich habe es „Affenzirkus“ genannt. Wir hatten eine Tagestour in die Salar de Uyuni (Salzsee) gebucht und der Besuch der „Cementry of the trains“ war der erste Programmpunkt auf diesem Ausflug. Allerdings waren wir damit nicht die Einzigsten, die eine solche Tagesplanung hatten. Rund 300 Personen hampelten auf zwei Zugresten rum und machten Fotos. Die alten Züge waren ausrangiert worden, nachdem sie für den Abtransport von Rohstoffen in dieser Region unbrauchbar geworden waren. Auf Grund des hohen Salzgehalts in der Luft, sind sie herrlich verrostet und ein echt schönes Fotomotiv – wenn einem nicht hunderte Selfie-Jünger im Weg herrumturnen und einem mit ihren Sticks die Augen ausstechen. Nach Tagen in der Einsamkeit im Norden Chiles fand ich diese Menschenmassen einfach unerträglich. Ich bin am nächsten Tag noch mal zum Fotografieren hin. Diesmal nicht um 11 Uhr, wenn alle Gruppen hier aufschlagen. Das Ergebnis kannst Du Dir in meinem Flickr-Album anschauen.

Natur pur in Chile

IMG_0332Die Region Arica y Parinacota im Norden Chiles hat bei mir  bleibenden Eindruck hinterlassen. Riesige Vulkankrater, zügellose Wetterkapriolen, heiße Quellen, dampfende Geysiere und das in wilder und nahezu menschenleerer Gegend. Ich habe es geliebt dort unterwegs zu sein. Allein, wenn ich dieses Bild sehe bin ich sprachlos und absolut überwältigt von dieser einmaligen Schönheit. Chile hat in diesem Jahr Südafrika vom Thron meiner liebsten Reiseländer katapultiert – Und wer mich kennt, der weiß, das will was heißen. Ich spare jetzt schon für den nächsten Trip, um so schnell wie möglich auch nach Patagonien im Süden Chiles reisen zu können. Mehr Impressionen gewünscht? Dann klicke auf LINK.

EXTRA Plus Bilder!

Heimat-Highlight nenne ich dieses Foto aus Kromlau in Deutschland

Rotzekbrücke

Von meinen Freunden werde ich ja immer getadelt, dass nicht nur das Ausland schön sei – und Recht haben sie. Die Rakotzbrücke habe ich auf Instagram entdeckt und bin neugierig geworden, wo dieses märchenhafte Bauwerk zu finden ist. Und siehe da! In unserer deutschen Heimat. Um ganz genau zu sein in Kromlau, Sachsen – kurz vor Bad Muskau, einer Grenzstadt zu Polen. Ich war mehr als erstaunt, dieses imposante Bauwerk hier zu finden und konnte mir, einen Ausflug dahin nicht entgehen lassen. Inzwischen war ich schon mehrfach dort und möchte fotografisch festhalten, wie die Brücke im Wandel der Jahreszeiten aussieht. Begleitet mich gerne via Flick dabei.

Lebensfreude – festgehalten an der Wild Coast in Südafrika

IMG_5273
Dieses Foto ist sicherlich fotografisch nicht perfekt, aber dennoch ist es das für mich. Es verkörpert wie kaum ein anderes Bild auf meiner Reise durch Südafrika die Lebensfreude dieses Landes. Eigentlich sollte „Hole in the wall“ das Loch im Felsen dahinter das Motiv sein, doch spielende Kinder hatten mich umkreist und machte ihre Späße mit mir. Rausgekommen ist dieser herzerwärmende Schnappschuss und eine wunderbare Erinnerung an die Wild Coast. Auch hier gibt´s noch mehr Lebensfreude und Landschaftsschnappschüsse im Flickr-Album.

Tanz auf dem Vulkanfeld in Chile

IMG_1320

Im Norden der Chilenischen „Región de Antofagasta“, etwa 95 km nordöstlich von San Pedro de Atacama und nahe der Grenze zu Bolivien, befindet sich das größte und bekannteste Geothermalfeld der südlichen Hemisphäre. Und es ist sogar das drittgrößte weltweit. Der Besuch dort hieß für uns um 3 Uhr aufstehen, fürchterlich zu frieren und eine wirklich waghalsige Anreise zu meisten, um auch ja noch vor Sonnenaufgang dort zu sein. Denn es hieß, man sieht die Dämpfe der Geysiere am besten im Dunkeln, kurz bevor die Sonne hinter den Bergen aufgeht. Ich für meinen Teil fand es zum Sonnenaufgang viel spektakulärer. Ihr Licht brachte diese faszinierende Landschaft erst so richtig zum Leuchten und setzte die Geysiere perfekt in Szene. Zudem war es auch sehr aufregend, so auf einem Lavafeld spazieren zu gehen! Noch nicht ganz vollständig ist mein Flick-Album, aber ich arbeite daran:)

Mein zweiter Licht-Moment im Addo Elephant Park in Südafrika

IMG_5155
Etwas außer der Reihe möchte ich diesen zweiten „Licht-Moment“ zur goldenen Stunde im Addo Elephant Park in Südafrika nicht unter den Tisch fallen lassen. Nach hunderten aufregender Elefanten-Sichtungen und eigentlich schon auf dem Rückweg, ist uns diese Herde von Kudus begegnet. Im Licht der untergehenden Sonne hatte dieses Aufeinandertreffen schon etwas Magisches. Schau mal im LINK da finden sich noch mehr Tiere!

Abenteuer pur das Reserva Nacional De Paracas, Peru

IMG_8267

Einer meiner absoluten Lieblingsschnappschüsse ist im Reserva Nacional De Paracas in Peru entstanden. Kein Bild in meiner Sammlung verkörpert mehr Lust auf Outdoor und Abenteuergeist als dieses Foto. Nur wünschte ich mir, ausnahmsweise mal nicht hinter sondern vor der Kamera zu sein und auf den Klippen dieses Felsens zu stehen. Die Arme auszubreiten, den Wind, die salzige Meeresluft und die Kraft der Natur zu spüren. Mehr atemberaubende Bilder auch hier in meinem Flickr-Album.

Hier bin ich Mensch – im Colca Canyon in Peru

IMG_9292Im Colca Canyon, im kleinen Ort Cabanaconde, war ich Gast auf einer kirchlichen Prozession. Es wurde eine Art „Ernte-Dank-Fest“ gefeiert. Auf dem Marktplatz traf man sich zum Tanzen, Singen und Trinken. Ein rauschendes Fest und ich war eingeladen. Als der Festzug sich wieder in Gang setzte, kam diese Dame nicht hinterher. Ich hakte mich kurzerhand bei ihr ein und half ihr nicht zu stolpern und Schritt zu halten – dafür schenkte sie mir dieses wunderbare Lächeln. Ist sie nicht eine wunderschöne ältere Dame? Ich verstehe gar nicht, warum man faltenlos altern will? Falten haben Würde, sie erzählen ganze Lebensgeschichten und geben Charakter. Seit der Begegnung mit ihr bin ich mir ganz sicher, nie Botox zu brauchen;) Mehr Bilder vom Colca Canyon und seinen hinreißenden Bewohnern findest Du in meinem Flickr-Album.

Der Himmel auf Erden in einem Tal bei Colchane, Chile

IMG_0606
Dieser Flecken Erde verkörpert für mich den Garten Eden. Schnatternde Enten im Wasser, süße Lama Babys auf der Wiese, grasende Schafe und Ziegen direkt neben dran. Als hätte Gott sie alle hierher gebracht um der Welt zu zeigen, dass es geht – das friedliche Miteinander! Noch dazu in dieser Landschaft. Eine Oase aus kleinen Weihern, saftigen Grünflächen, plätschernden Bächen, beeindruckenden Vulkanen und herrlicher Ruhe. Ja, genauso stelle ich mir das Paradies vor. Damit Du es Dir auch vorstellen kannst, schau doch mal im LINK!

Fotoparadiese gefunden?

Ich hoffe meine kleine Exkursion hat Dich inspiriert, Dein Fernweh geweckt und Dir Lust aufs Reisen gemacht. Ich freue mich über Dein Feedback zu meinen Fotos und Geschichten. Schreib mir gerne Deine Meinung – hier direkt im Kommentarfeld.

Hole in the Wall – Das Wahrzeichen der Wild Coast in Südafrika

Das Wahrzeichen der Wild Coast rund um Coffee Bay ist neben atemberaubenden Stränden das „Hole in the Wall“ – ein freistehender Felsen in Ufernähe in dessen Mitte ein riesiges Loch klafft, durch dessen Mitte sich Wassermassen drücken. Dieser Landstrich ist so atemberaubend, dass der Puls in die Höhe schnellt und die Augen zu strahlen beginnen. Man sagt auch, dass der Küstenstreifen hier einer der schönsten in ganz Afrika ist!
IMG_5273
Vorbei an märchenhaft verschlungenen Bäumen schlängelt sich ein schmaler Pfad an die Mündung des Mpako River. Hier, wo der Fluss aufs Meer trifft, hat sich eine Sandbank gebildet auf dessen Bett sich verirrte Kühe in der Sonne ausruhen, in dessen Wasser Kinder planschen und an dessen grünem Ufer Backpacker am Lagerfeuer sitzen.IMG_5246
Die Bucht ist umgeben von schroffen Klippen an dessen Ufer wild das Meer peitscht und haushohe Wellen sich in Nebel auflösen. Die harrsche Brandung formt noch heute die Küste und ihr Donnern zeugt von seiner mächtigen Kraft.IMG_5283
Direkt gegenüber der Flussmündung ist ein riesenhafter, wildbewachsener Felsen. Fast wie eine Insel steht er da und wird vom Meer umspült. Mitten in ihm klafft ein riesiges Loch, um das sich Mythen und Legenden ranken.
IMG_5300
Exakt an der Mündung des Mpako ist das „Loch“ ein geografisches Wunder, geschaffen von der Kraft der Elemente. Sonne, Wind und Wellen treffen auf erodierendes Gestein und die Zeit tut ihr Übriges. Immer tiefer hat sich hier das Wasser von beiden Seiten in den Stein gegraben und letztlich einen Zugang zwischen Meer und Mündung in den Felsen gerissen.IMG_5304
In der Mythologie der Xhosa, der Ureinwohner hier, ist die Geschichte allerdings wesentlich romantischer und dreht sich grob umfaßt, um ein wunderschönes Mädchen was hier an der Wild Coast lebte und in die sich ein Seebewohner verliebt hatte.IMG_5240
Wie so häufig bei schönen Frauen gab es Streit mit dem Vater und so engagierten die Seebewohner einen riesigen Fisch, der sich durch den Felsen schlug und in dessen Folge das Mädchen von den Wellen erfasst und davongespült wurde. Sicherlich direkt in die Arme des Mannes.IMG_5287
Und es ist in der Tat nicht schwer, sich hier Geschichten zu erdenken, die sich um Meerjungfrauen, Märchenwälder oder Piratenschiffe drehen könnten. Wilde Natur gezeichnet von ihren Elementen und sich selbst überlassen. Noch immer ein Platz für Entdecker, Abenteurer und Geschichtenerzähler.IMG_5288
Wer sich auf die Fährte zu dieser Geschichte machen will der sollte sich als Ziel „Coffee Bay“ an der Wild Coast setzen. Eine Stichstraße zweigt von der N2 bei Jojweni in Richtung des Ortes ab. Die Teerstraße ist schmal, gezeichnet vom Verkehr und somit von Schlaglöchern übersät. Auf ihr ist langsames Fahren ein Muss, denn es sind mehr Schafe, Ziegen und Kühe als Fahrzeuge unterwegs.IMG_5242
Es gibt einen Abzweig zum „Hole in the Wall“ etwa 20 km vor Coffee Bay, aber dieser Weg geht über 18 km lang auf ungeteerter Straße und ist weniger sehenswert. Besser man folgt der Straße bis in den Ort. Kurz vor Coffee Bay beginnt dann auch ein frisch geteerter Abschnitt. Vom Ort aus gibt es entlang des Meeres einen etwa 7 km langen unbefestigten, aber sehr sehenswerten Teil.IMG_5245
Besser aber man stellt das Auto hier ab und wandert die 12 km entlang der atemberaubenden Küste zum „Hole in the Wall“. 3 Stunden Gehzeit müssen eingeplant werden. Wasser und Lebensmittel sollten neben Sonnenschutz im Wandergepäck sein.IMG_5237
Unterkünfte in Coffee Bay sind rar, trotzdem es ein Hotel, Backpackerunterkünfte und Zeltplätze gibt. In der Nebensaison ist es sicherlich auf gut Glück möglich ein Dach über dem Kopf zu bekommen. Ansonsten ist eine Vorbuchung ratsam, da die Gegend noch nicht auf große Mengen an Touristen eingestellt ist und hoffentlich auch nie sein wird;)
IMG_5258
Fahrzeit von Port Elisabeth und Durban bis Coffee Bay ungefähr 6-8 Stunden. Es empfiehlt sich wie überall in der Transkei bei Tageslicht zu fahren, allein schon wegen dem Zustand der Straßen und den vielen Tieren auf der Fahrbahn.