Frau auf Jeep in Afrika

Wie sicher ist es nach Afrika zu reisen?

Afrika gehört ganz sicher zu den aufregendsten, atemberaubendsten und abwechslungsreichsten Reisezielen der Welt und gilt gerade auch deshalb als der schönste Kontinent unseres Planeten. Trotzdem scheuen sich viele Urlauber diesen Kontinent zu bereisen. Ich räume mit Vorurteilen und Ängsten auf und mache dir Mut für dein großes Afrika-Abenteuer!

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Der Kontinent der Superlative

Afrika – das ist für viele leider immer noch das große unbekannte und oft auch angstmachende Land. Dabei ist es gar kein Land, sondern ein facettenreicher und riesiger Kontinent – der Niemanden pauschal verängstigen sollte. Hier warten einzigartige Landschaften  mit faszinierenden Regenwäldern, rotgetünchten Wüsten, ausgedehnten Savannen, malerischen Traumstränden und einer Unterwasserwelt die ihres Gleichen sucht.

Auch gilt Afrikas artenreiche Tierwelt in seiner Form als einzigartig: Mehr als 1.100 Säugetiere und 2.400 Vogelarten leben in den zahlreichen Wildschutzgebieten und in den weiten Steppen des Kontinents. Von majestätischen Elefanten über putzige Pinguine oder riesige Meeressäuger – in Afrika kannst du ihnen begegnen.

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Fakten über Afrika

Der Kontinent erstreckt sich auf ca. 30,3 Millionen km² und über 54 anerkannte Staaten. Es leben über eine Milliarde Menschen dort und mit ihnen so viele verschiedene, lebendige Kulturen. Jede dieser Lebensformen hat seinen ganz eigenen, individuellen und vor allem interessanten Charakter und genau das macht Afrika als Reiseziel so spannend.

Mit meinen Zeilen möchte ich allen Mut machen, diesem Kontinent eine Chance zu geben und das Vielseitige was Afrika zu bieten hat, für sich zu entdecken und sich in keinem Fall durch Meinungsmache abschrecken zu lassen.

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Der Kampf mit den Vorurteilen

Wenn man eine Reise nach Afrika plant, wird man oft überhäuft mit Vorurteilen und wilden Spekulationen von Bekannten. Dabei haben genau diese Menschen ihr Wissen nur irgendwo aufgeschnappt, aber sind nie selbst auf diesem großartigen Kontinent gereist.

Ich habe unzählige Reisen ins nördliche wie südliche Afrika unternommen und habe sogar dort gelebt. Zu lebendig sind mir genau diese Ratschläge von Anderen, über die ich jetzt nur schmunzeln kann.

Selbst mein kleiner Bruder hat lange geglaubt, ich wohne hinterm Busch in einer Lehmhütte, während ich im modernen Kapstadt lebte.Durch solche Aussagen wird mir immer wieder klar, wie verfestigt sich das Bild über „das Afrika“ in den Köpfen der Menschen festgesetzt hat. Natürlich findet man Lehmhütten und Schotterstraßen in Afrika, aber das ist nur eine winzige Facette. Ebenso findet man moderne Metropolen, durchweg geteerte Straßen, Großkonzerne und luxuriöse Shoppingcenter dort, die uns in nichts nachstehen. Doch dieses Bild ist oft noch nicht angekommen.

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Sicherheit in Afrika

Ebenso sieht es in den Köpfen der Menschen aus, wenn es um die Frage nach Sicherheit in Afrika geht. Doch auch hier kann und vor allem darf nicht pauschalisiert werden. Zur Erinnerung, wir  reden hier über einen riesigen Kontinent mit über 50 Ländern, verschiedenster Ethnien und Lebensweisen.

Gerne wird als Argument gegen das Reisen in Afrika, die Aidsrate, angeführt. Hier in Deutschland gibt es auch 70.000 Menschen, die mit Aids oder HIV infiziert sind und ebenso werden die Viren nur über Blut oder anderen Flüssigkeiten übertragen. Und im normalen Umgang miteinander kommen wir doch nie in Kontakt mit ihnen. Warum sollte es dann in Afrika anderes sein? Für mich kein haltbares Argument.

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Verhältnismäßigkeit

Das Beispiel Ebola-Virus: Dieses betraf plötzlich den ganzen Kontinent und nicht mehr nur in der Hauptsache die Länder Guinea, Liberia und Sierra Leone. Ein fataler Fehler! Übertragen wir das mal gedanklich auf Deutschland und die Tierhaltung.

Man stelle sich vor, in einem Hühnerstall in Bayern bricht die Vogelgrippe aus und ganz Europa wird unter Quarantäne gesetzt. In welcher Verhältnismäßigkeit steht das? Genauso verhält es sich mit Afrika. Man muss sehr genau differenzieren, wo tritt das Problem auf und nicht pauschal einen ganzen Kontinent abstrafen.

Wer sich um die Gesundheit in einigen Ländern Gedanken macht, der sollte sich zunächst über die Seiten des Robert-Koch-Instituts informieren. Je nach Empfehlung des Portals würde ich dann noch den Rat eines Tropenmediziners ersuchen, wenn ich mir unsicher bin.

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Beispielhaft möchte ich von meiner Botswana-Reise erzählen. Jeder in meinem Umfeld meinte es gut und empfahl mir durchweg eine Malarie-Prophylaxe einzunehmen, weil Botswana ja so gefährlich sei. Ich besprach mich in Deutschland mit Ärzten, die mir die Tabletten nur als Standby-Medikament empfahlen. Das bedeutet, dass man die Medizin nur einnimmt, wenn man Symptome zeigt. Da ich immer noch verunsichert war, bin ich auch in Botswana zum Arzt gegangen und habe mich vor Ort beraten lassen. Mit dem gleichen Ergebnis! Die Panikmache meines Umfeldes gründete sich nicht auf Fakten und Erfahrungen, sondern aus medialem Halbwissen. Daraus gelernt habe ich, dass ich mich fortan richtig belese und mich von  Fachleuten beraten lasse, wenn ich vorhabe in ein Land zu reisen, für das eine Medikamentation angeraten wird.

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Kriminalität auf dem afrikanischen Kontinent

Genauso verhält es sich im Bereich Kriminalität. Auch hier rate ich dringend ab, ein pauschales Urteil zu fällen. Jedes Land ist anders – begründet auf seiner Historie, den kulturellen Gegebenheiten und der Mentalität der Menschen. Selbst innerhalb eines Staates kann es Unterschiede zwischen risikoreich bis sicher geben. Das ist in Frankfurt, Hamburg, Berlin nicht anders als in Regionen Afrikas.

Auch hier empfehle ich sehr objektiv die einzelnen Länder, Landstriche und Schwerpunkte anzuschauen. Findet Kriminalität zum Beispiel nur in einem bestimmten Mileu statt? Ist es politisch motiviert und kommen Touristen überhaupt nicht in Kontakt damit? Ihr werdet euch im Gegenteil zu der jetzt vielleicht vorhandenen Angst vor Afrika, später in manchen Gegenden so sicher und wohl fühlen, wie ihr es nie zuvor erlebt habt.

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Fragen über Fragen

Erste Anlaufstelle sollte hier das Auswärtige Amt sein, um sich einen Überblick zu verschaffen. Wer sich dann noch unsicher ist, der sollte das Internet zur Recherche heranziehen. Besonders möchte ich dir da spezielle Facebook-Gruppen ans Herz legen. Die Community wird dir Fragen beantworten und du kannst auch ihre Posts und Tipps nutzen, dich optimal vorzubereiten. Damit habe ich sehr gut Erfahrungen gemacht. Oft bekomme ich so Rückmeldung von Reisenden, die gerade da waren oder auch von Einheimischen, die mir Sicherheits-Tipps geben. Und bisher war ich so immer sicher – auch allein als Frau – in Afrika unterwegs. Sei es im muslimischen Tunesien, in das man angeblich als blonde Frau nicht alleine reisen sollte oder aber auch in Südafrika was ohnehin als Land mit hoher Kriminalität gilt. Ich bin immer sicher gereist!

Ich habe mich als Frau alleine dort bewegt und möchte euch die Bedenken davor nehmen. Als Reisender in Afrika ist es in erster Linie wichtig, dass man seinen Wohlstand nicht zeigt, nicht naiv ist und auf die ungeschriebenen Gesetze befolgt. Damit meine ich, das man auf den Rat der Einheimischen hören sollte: Wenn mir davor abgeraten wird nachts zu fahren, sei es wegen Wildwechsel oder Kriminalität, dann halte ich mich daran.

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Meine Tipps, wie du sicher in Afrika reisen kannst:

·      Trag deinen Wohlstand nicht zur Schau
·      Sei wachsam
·      Halte das Fahrzeug geschlossen, wenn dir dein Bauchgefühl ein Warnsignal gibt
·      Vermeide nach Möglichkeit Nachtfahrten – besonders auch wegen Wildwechsel
·      Meide große Menschenansammlungen, z.B. bei Demonstrationen
·      Lass keine Wertsachen offen im Fahrzeug liegen

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Zum Einstieg

Mit diesen Strategien bin ich bisher immer sicher gereist und kann dich nur ermutigen, deine Angst vor Afrika abzulegen und diesem Kontinent eine Chance zu geben.
Wenn du ein noch unerfahrener Reisender bist, empfehle ich dir eine organisierte Tour in Afrika. Hier genießet du den bestmöglichen Schutz der Gruppe und des Organisators. Gerade für Singles ist eine so genannte „Join in“ Reise ideal.

Diese Länder Afrikas gelten, wenn auch mit Einschränkungen, sicher für Touristen:

·      Swasiland
·      Ghana
·      Uganda
·      Tunesien
·      Marokko
·      Namibia
·      Gambia
·      Tansania
·      Togo
·      Liberia
·      Südafrika
·      Ägypten
·      Lesotho

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Einstigshilfe

Wenn du noch ein Afrika-Einsteiger bist und nicht weißt, welches Reiseland für dich das Idealste ist, dann lies doch mal meine Artikel zu verschiedenen Ländern in Afrika oder sprich mich direkt an! Ich bin immer für Rückfragen zu erreichen. Via Mail oder auch via Skype.

Weiterführende Informationen findest du auch hier:

·      Auswärtiges Amt (Reise- und Sicherheitshinweise)
·      Robert-Koch-Institut (Informationen zu Impfungen und gesundheitlichen Gefahren)
·      Deutsche im Ausland e.V. (Kontaktdaten aller deutschen Botschaften in Afrika)
·      Bundeszentrale für politische Bildung (Hintergrundinformationen zu den Konflikten auf dem afrikanischen Kontinent)

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Fazit:

Ich hoffe ich konnte dir deine Bedenken nehmen und dich ermutigen Afrika mit anderen Augen zu sehen und endlich deine Traumreise dahin zu planen. Eine „Warnung“ möchte ich dann aber doch noch aussprechen und das ist die vor dem „Afrika-Virus“. Aber keine Sorge der ist völlig harmlos. Das Einzigste was er auslöst ist das brennende Gefühl immer wieder nach Afrika reisen zu müssen. Die meisten, wie auch ich, sind stolz ihn in sich zu tragen. Meint es doch nur, dass man die Liebe für diesen großartigen und faszinierenden Kontinent für sich entdeckt hat und die Sehnsucht nach Afrika immer wieder aufflammt. In diesem Sinne: „Hakuna Matata – Sichere Reise“

Ein persönliches Nachwort: Natürlich gibt es ganz viele Motive die für Afrika stehen – für das Grüne ebenso wie das Tropische. Ich habe mich in dem Artikel ausschließlich aus meinem Namibia-Bildarchiv bedient, weil ich mir eine einheitliche Bildsprache gewünscht habe. Außerdem habe ich bewußt auf Menschenbilder oder einfache Hütten verzichtet, weil ich nicht mit Vorurteilen spielen und einzig die landschaftliche Schönheit zeigen wollte.

Wildlife-Fotografie in Afrika. Tipps die dich zum Profi machen!

Wildlife Fotografie ist schon eine höhere Kunst, aber wenn man eine gute Ausrüstung hat, dann kann man auch als Amateur aufregende Aufnahmem machen. Wie du am Besten zu tollen Ergebnissen kommst und auch deine Aufnahmen begeistern zeige ich dir hier!IMG_0154
Der Schlüssel zu fesselnden Tieraufnahmen ist in erster Linie die richtige Ausrüstung, das Wissen um die besten Spots und natürlich das Glück des Moments. Denn Wildnis heißt auch, dass man sich nicht im Zoo befindet und die Motive platziert vor einem liegen. Wildnis heißt Geduld, Gespür und Fortuna auf deiner Seite. IMG_8038
Als Erstes möchte ich dir mit auf den Weg geben, dass auch du ein entscheidender Punkt bist. Denn auf Game Drive (so nennt man Safari´s eigentlich) kommt es auch auf deine Kleidung, dein Verhalten und deine Intuition an.
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Bunt angezogen fällst du auf und verschreckst die Tiere. Deshalb solltest du schon so gekleidet sein, dass du dich der Umgebung anpaßt und gedeckte Farben trägst. Das hilft dir später für die Tiere nicht als Gefahr wahrgenommen zu werden. Wenn sie sich nicht gestört fühlen, werden sie dich auch an ihrem Leben teilhaben lassen und diese Eindrücke allein sind unbezahlbar.
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Deine Unruhe und Geräusche übertragen sich auch auf deine Umwelt und entsprechend wird sich auch dein Motiv verhalten. Tiere haben einen hohen Instinkt. Spüren sie die Unruhe in der Umgebung werden sie schnell flüchten und dir entgeht die Chance. Deshalb verhalte dich immer ruhig und mit Bedacht.IMG_8191
Damit du in den Genuss von einzigartigen Tierbeobachtungen kommst, sind natürlich auch dein Ausgangsort, die Uhrzeit der Beobachtung und die Lichtverhältnisse entscheidend. Wer weiß, wo die Tiere sich wann aufhalten, hat gute Chancen ihnen auch zu begegnen. Die beste Zeit für Game Drives ist immer zum Sonnenauf- und -untergang. Auch kommt dir dann das warme Licht der „goldenen Stunde“ zugute, was deine Fotos besonders machen wird. Schieß das Foto mit der Sonne hinter dir, außer du möchtest einen speziellen Silhouetten-Effekt.IMG_8112
Als nächster Punkt zählt natürlich dein Equipment. Mit einem normalen Objektiv kommt man auf Game Drive schnell an seine Grenzen und wird enttäuscht sein vom Ergebnis. Eine Linse von mindestens 300 mm halte ich für angemessen. Richtig gut ausgestattet ist man allerdings erst mit einem 500er Objektiv. Gerne auch mit mehr. Denn nur so hat man die Möglichkeit auch nah genug an entfernte Motive zu gelangen.IMG_7997
Sei auf jeder Ausfahrt gut vorbereitet. Checke vor Abfahrt den Akkustand der Kamera, die Sauberkeit der Linse und stell sicher, dass auch die Speicherkarte noch ausreichend Platz hat. Führe Ersatzkarten und Batterien mit dir, sowie ein Mikrofasertuch. Auch unterwegs kann es staubig werden. Schütze deine Kamera während des Game Drives in dem du die Jacke, ein Tuch oder eine Decke darüber tust.
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Halte die Kamera von Anfang an parat, denn du weißt nie, wie schnell du den ersten Tieren begegnest. Wenn du erst noch in der Tasche kramerst oder womöglich noch das Objektiv umschrauben mußt, ist die Löwin längst wieder hinter einem Busch verschwunden. Du würdest es dir nie verzeihen! Zudem nutze jeden Augenblick mit deiner Kamera. Manche Momente sind für immer verloren, wenn du sie nicht direkt ablichtest.IMG_0035
Jedes Equipment ist nur so gut wie sein Nutzer – heißt es in der Regel. Auf manuelle Einstellungen und Feinheiten kann man bei der Schnelligkeit der Tiere oft nicht adäquat reagieren, deshalb ist es bei einem Game Drive auch völlig in Ordnung die Automatik der Kamera zu benutzen.IMG_4333
Wenn du aus dem fahrenden Jeep fotografierst und die Lichtverhältnisse nicht optimal sind, würde ich dir sogar den Sportmodus empfehlen. Er löst schneller aus als die normale Automatik. Entsprechend werden deine Bilder weniger verwackelt sein. Hier werden mir auch renomierte Wildlife Fotografen zustimmen, denn besser man hat einen Automatik-Schnappschuss als gar keinen.
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Wenn das Fahrzeug steht, dann nutze ruhig ein Einbeinstativ oder eine Art „Sitzsack“ zur Stabilisierung der Kamera. Das hilft dir, die oft schwere Linse lange und vor allem, ruhig zu halten. Schalte auch unbedingt den Bildstabilisator an deiner Linse ein, um gestochen scharfe Bilder zu erhalten. IMG_8126
Sei konzentriert und geduldig. Zur Erinnerung, du bist in keinem Zoo. Hier ist dein Instinkt und deine Beobachtungsgabe gefragt. Wer aufmerksam beobachtet, der wird auch immer irgendwas entdecken. Konzentriere dich nicht nur auf Großwild – es gibt auch genug kleine Motive mit dem Fotografen „groß“ wurden.IMG_4919
Nimm Rücksicht auf die Tiere. Es gibt Situationen in denen du dich ihnen gut nähern kannst, aber es gibt auch immer Zeiten, in denen Distanz anzuraten ist. So zum Beispiel wenn Jungtiere in der Herde sind. Hier ist unbedingt ein respektvoller Abstand zu wahren.IMG_7771

Absolut essentiell ist, dass du während du in der Wildnis oder in einem der Parks bist, niemals aus dem Fahrzeug aussteigst. Das kann lebensgefährlich sein. Noch dazu steht es in den meisten Reservaten unter Strafe. Dazu gehört auch das auf dem Fensterrahmen sitzen oder aus der Dachluke klettern. Die Tiere nehmen das Fahrzeug als Ganzes wahr und sind durch die Größe abgeschreckt. Wenn unwissende Touristen dann dennoch aus dem Auto steigen oder sich zu weit herauslehnen, werden sie als Beute erkannt. Oft mit tödlichen Folgen. Leider wird nach Angriffen auf Menschen immer auch das Tier getötet und das obwohl es nur seinem Instinkt gefolgt ist. Handle also bitte Bedacht, auch wenn es noch so verlockend ist.IMG_9767_ret
Ich hoffe der Artikel hilft dir einzigartige Tiermomente im Bild festzuhalten. Wenn du noch weitere Anregungen hast oder mir Feedback geben willst, dann freue ich mich über deinen Kommentar! Ansonsten schau dir doch mal diesen Artikel zu den Nationalparks in Südafrika an. Vielleicht ist dein nächstes Ziel für einen Game Dive und eine erfolgreiche Fotosafarie ja dort schon dabei? Viel Erfolg wünscht Marlene

In diesem Sinne: get up & go wild!

Lesotho – Und die Lektion das man Glück nicht kaufen kann

Wohl kaum Jemandem ist das Wort „Lesotho“ ein Begriff und wohl die wenigsten wissen, dass es ein eigenständiges Land inmitten Südafrikas ist. Und auch mir war es nicht geläufig, bis ich den höchsten Pub Afrikas besuchen wollte und über die Sanipassroute unweigerlich auch nach Lesotho kam.image-2015-09-05Diese kleine Enklave inmitten von Südafrika, ist ein eigenständiger Staat und wird als parlamentarische Monarchie geführt. Politisch haben diese beiden Länder jedoch nie zusammen gehört. Mit gerade mal einer Fläche von 30.355 km² ist das Land ein Winzling unter den afrikanischen Staaten. Lesotho hat 1.930.493 Einwohner, das macht in etwa nur 64 Menschen pro km². Zum Vergleich bei uns in Deutschland sind es 227 Einwohner je Quadratkilometer.image-2015-09-05(3)Lesotho liegt zum großen Teil auf einem Hochplateau der Drakensberge. Es ist das einzige unabhangige Land dieser Welt, dessen gesamtes Staatsgebiet über 1.000 Meter liegt und deshalb auch „The Kingdom in the Sky“ – „Das Königreich im Himmel“ genannt wird. Nur die Flache Ebene gilt als fruchtbar ansonsten ist das Land sehr kark und fast baumlos. Außer Wasser hat das Land keine nennenswerten Ressourcen.image-2015-09-05(1)Die Bevölkerung des Landes stammt zu 99% vom Bantuvolk der Basotho ab. Es beherbergt aber auch Minderheiten wie Zulu, Xhosa, Europäer und auch Asiaten. Die Basotho sind ein stolzes Volk mit langer Tradition, gelebter Kultur und eigenständiger Identität. Muttersprache von 99 % der Landesbevölkerung ist Sesotho, trotzdem ist bedingt, durch die britische Besetzung während der Kolonialzeit, auch englisch eine der Landessprachen.image-2015-09-05(7)Lesotho gilt, mit einer Arbeitslosenquote von 45%, als eines der ärmsten Länder dieser Welt. Begründet wird dies durch die geografischen Gegebenheiten, den geschichtlichen Wandel, die Wanderarbeit zur Zeit der Minen in Südafrika und das schlechte Bildungssystem. Allein die Analphabetenrate unter Frauen mit fast 75% spricht Bände. Dennoch habe ich Lesotho als ein Land kennengelernt, was einen unschätzbaren Reichtum hat.image-2015-09-05(4)

Als Gast in einem typischen Basotho Dorf inmitten karger Landschaft und umringt von Schafen lernte ich, worin der eigentliche Besitz dieses Volkes liegt. Unser südafrikanischer Guide kommt seit seiner frühen Kindheit immer wieder in dieses Land, pflegt gute Kontakte und enge Freundschaften und genau das möchte er auch seinen Gästen vermitteln. Er erzählt uns eine Geschichte, die mich bis heute nicht loslässt.image-2015-09-05(6)Er hat nämlich so einen so einfachen Schaafhirten mal gefragt, wie viel Geld er denn besäße und wie viel er auf dem Konto habe. Daraufhin erwiderte der Mann, dass er kein Konto habe, keine Scheine unter dem Kissen horte und auch nur 5 Rand in seiner Tasche habe. Die Schlussfolgerung daraus wäre, dass der Hirte bitterarm ist. Doch er gibt an, 1.000 Schafe, ein Haus und eine große Familie zu haben und sich gar nicht arm zu fühlen. Berechnet man ein Tier mit 20 EUR, dann stimmt das auch, denn dann besitzt er satte 20.000 EUR! Aber um diesen Wert geht es gar nicht, sondern um das was er dem hinzufügt!image-2015-09-05(2)Denn der einfache Hirte bemerkt, dass Touristen in sein Dorf kommen, die sich allesamt gestresst, ausgebrannt und depressiv vorkommen. Er sagt, diese Menschen haben durch ihren Lebensstil vergessen was Glück bedeutet. Wie wertvoll das Leben und die Hilfe im Verband sind und wie viel die Liebe der Familie wert ist. Er sagte zu unserem Guide: „Ich bin nicht reich an Geld, aber an Werten, die Ihr Euch wünscht. Die Ihr aber mit all Eurem Geld nie kaufen könnt.“ Als ich diese Geschichte höre, muss ich schlucken. Und so wie mir geht es allen in meiner Gruppe. Wir alle haben schon erfahren, wie groß der Druck in der Gesellschaft ist, wie sehr unser Handeln vom Konsum geprägt ist und wieweit wir uns von den Menschen entfremdet haben die wir lieben.image-2015-09-05(8)Noch heute denke ich oft an den Besuch im Basutho Dorf nach und die Lektion die ich dort gelernt habe. Das aller Statistik zum Trotz der Wohlstand eines Land nicht an materiellen Werten zu messen ist, sondern dass es vielmehr auf die Lebensfreude, das Miteinander und die Fürsorge im Verband ankommt. Regelrecht erbärmlich kommt mir dagegen dann unser Wertesystem vor.image-2015-09-05(5)Der kurze Ausflug nach Lesotho wurde für mich also zur unschätzbar wertvollen Lektion und ich bin dankbar dafür erlebt zu haben wie man noch im Einklang mit der Natur und den Tieren leben kann. Wie Hilfsbereitschaft, Nächstenliebe und der Zusammenhalt in der Gemeinde gelebt werden und Geld kein Index für Glück ist.

Danke Lesotho, dass ich dein Gast sein durfte und dich anders kennengelernt habe, als durch nüchterne Zahlen. Danke das du mich gelehrt hast, was Glück und Wohlstand wirklich bedeuten.

Wer sich für die ausführliche Geschichte und vor allem für die spannende Anfahrt über den Sanipass interessiert, der klicke bitte auf LINK.

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Enjoy the Ride – Sani Pass, Drakensberge und der höchste Pub von Afrika

Sani Pass, Drakensberge und der höchste Pub von Afrika – das stand auf unserer Tour durch Südafrika auf dem Plan, was uns erwarten würde wußten wir nur in der Theorie. Welches Abenteuer es wirklich war, liest du hier:

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Enjoy the Ride

Oh mein Gott – ich werde sterben! Das Auto wird den Halt verlieren, wir werden uns überschlagen und die Böschung hinabrollen!“ – schreit es in mir! Im Fortgang meines Zwiegesprächs höre ich mich beruhigend sagen: „Baby, keine Sorge! Es ist nur ein bisschen holprig, der Mann weiß schon was er tut!“ Noch immer umklammere ich den Griff des Autos auf der einen Seite und das Knie meines Beifahrers auf der anderen. Der findet es auch irgendwie toller als ich. Ist ja auch ein Mann.

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Ein Königreich des Himmels

An dem Punkt muss ich auch eingestehen, dass Frau doch ganz glücklich ist, dass wir zu dem Allradfahrzeug (4×4), noch den Guide und Fahrer mit dazu gebucht haben. Unsere Tour führt den Sani Pass hinauf und damit bewegen wir uns auf dem höchsten Gebirgspass Südafrikas. Auf 2473 m Höhe über dem Meeresspiegel, windet er sich über zahlreiche Serpentinen bis ins Königreich Lesotho.

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Sani Pass – die Herausforderung

Allein auf einem Teilstück von 6,5 Kilometern werden 1330 Höhenmeter überwunden und damit ist der Sani Pass einer der drittsteilsten Pass-Straßen der Welt und natürlich nicht asphaltiert – was ihn bei Geländewagen-Fans so beliebt macht. 20,5% Steigung führen bei mir allerdings zu Selbstgesprächen.

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Massage gefällig

Diese werden noch zusätzlich angeheizt durch all die erheiternden Geschichten unseres Guides. Denn „Oh my god“ − wird auch der erste Teil des Sani-Passes liebevoll genannt. Im Fortlauf der Tour abgelöst durch „Beginning of african massage“ und gipfelnd in „Highway to hell“. Ich versuche die Schräglage des 4×4 zu ignorieren und mich stattdessen auf die Schönheit der Umgebung zu konzentrieren.

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J.R.R. Tolkien & der Herr der Ringe

Denn gerade habe ich erfahren, dass es die Drakensberge, einst die landschaftliche Inspiration zu der „Herr der Ringe“ Saga geliefert haben sollen. Das J.R.R. Tolkien mit 3 Jahren bereits Südafrika verlassen hat und diese Geschichte vielleicht auch ins Reich der Märchen gehört, möchte ich hier nicht weiter vertiefen.

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Heimat der Hobbits

Aber in der Tat beflügelt diese Kulisse und es ist ein Leichtes sich vorzustellen, man hat die friedliche Heimat der Hobbits gerade hinter sich gelassen und durchquert nun Mittelerde. Von den Zulus werden die bizarren Bergspitzen uKhalamba, „Barriere der Speere“ genannt, mit viel Phantasie, kann man darin aber auch den Rücken eines Drachen sehen. Beim Zwischenstopp gleite ich also elegant wie eine Elfe aus unserem Gefährt, stelle mich in den Wind und genieße den Blick hinab ins Tal der Phantasie.

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Die Erhabenheit Südafrikas

Ein erhabenes Gefühl und ich bin immer wieder davon fasziniert wie facettenreich sich Freiheit in Südafrika anfühlt. Sei es auf Felsen am Meer, beim Game drive in der Karoo oder eben hier im Bergmassiv. Und dabei frage ich mich, woran es liegt? Ist es die Stille? Fernab von Autolärm. Ist es die Weite? Kilometerweit keine Zeichen von Zivilisation. Oder eben die Kombination aus Ruhe, Abgeschiedenheit und landschaftlicher Schönheit.

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Haarnadelkurven und Handtaschenkauf

Vorbei an liegen gebliebenen Autowracks, haben wir uns die halsbrecherischen Haarnadelkurven nach oben gekämpft, haben der Schotterpiste getrotzt und dem Geländewagen klettern beigebracht. Geradezu lächerlich erscheint es mir also, dass Four by Four-Cars in unserer modernen Welt nur noch zum Handtaschenkauf in Großstädten ausgeführt werden.

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Die Karawane und der Weg

Und hier schleppen sich noch immer einfache Feuerholzträger aufs Plateau, dessen karge Vegetation nur aus busch- und baumloser Steppe besteht. Für sie hat sich seit der britischen Kolonialisierung nicht viel getan. Den beschwerlichen Weg haben sie sich auch damals schon mit ihren Maultierkarawanen den Pass hinauf gequält.

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Die Währung heißt Schaf

Unser Guide beginnt wieder zu erzählen: Wisst ihr, ich habe so einen einfachen Basotho-Hirten mal gefragt, wie viel Geld er auf der Bank hat. Er schüttelte den Kopf und erklärte mir, er habe kein Bankkonto. Also fragte ich ihn, wie viel Bares er unter dem Kopfkissen habe. Wieder Kopfschütteln. Umgerechnet 5 EUR habe er einstecken, das ist alles was er an Geld habe. Dann bist Du also ein armer Mann, begegnete ihm Rayn. „Nicht ganz, ich habe 1.000 Schafe“. Bei umgerechnet also 20 EUR pro Tier wären das 20.000 EUR.

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Definiere Reichtum

Dann bist Du ja sogar reich! Warum also, lebst Du so arm?“ Wieder Kopfschütteln beim Hirten. „Ich verstehe euer Leben nicht. Die Leute aus aller Welt kommen zu mir, berichten wie stressig ihr Leben ist, wie teuer alles ist, wie Neid und Missgunst sich breit machen und wie ausgebrannt sie sich fühlen. Mir geht es gut hier. Ich habe zwar ein einfaches Leben, aber dafür kann ich es genießen – die Natur, meine Tiere und das Miteinander im Dorf.“

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Glück ist nicht käuflich

Betroffene Stille macht sich um mich breit: Ja, vielleicht haben wir vergessen wie wenig man doch eigentlich braucht um glücklich zu sein. Wohl jedem in unserer Gruppe gibt diese Geschichte zu denken und wir betrachten die Menschen, ihre einfachen Hütten und ihren ärmlichen Lebensstil auf einmal mit ganz anderen Augen.

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Jetzt ein Maluti

Ein schweres Holzschild über dem Tresen verkündet, wir haben soeben den höchsten Pub Africa´s betreten. Dramatisch an der Kante des Plateaus gelegen erinnert er mich eher an eine rustikale Berghütte in den Alpen, ausgestattet mit Skiern, vergilbten Bildern an der Wand und knisterndem Kamin. Wieder höre ich meine innere Stimme zu mir reden: „Frau hat sich jetzt etwas Erholung und ein Bier verdient.“ Ich gönne mir ein Maluti Premium Lager – ein in Lesotho gebrautes Bier – und schlängle mich an unzähligen Touristen vorbei auf die Veranda.

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Die Steigerung von Spektakulär

In keinem Foto festzuhalten und nur schwer zu beschreiben ist das Panorama, was sich mir hier bietet: Spektakulär und im Zickzackkurs fällt die Straße hinab ins Tal, ragt die zerklüftete, karge Gebirgslandschaft in den Himmel empor, lassen sich in der Ferne die sanften und grünen Hügel KwaZulu-Natals ausmachen.

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Easypeasy

Und mir wird schlagartig wieder bewusst, dass es zwar schon eine Herausforderung war, den Sani Pass herauf zu fahren, aber runter, noch mal eine ganz andere Hausnummer ist. Dabei fällt mir auch wieder ein, dass die eigene Einstellung ursächlich dazu beträgt, wie man sich gerade fühlt und da wir hier schon bei Märchengeschichten sind, gestalte ich mir meine eigene.

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Indiana Jones & ich

In mäßigem Tempo ruckeln wir den Sani Pass wieder hinunter. Die Reifen bezwingen, den ein oder anderen Felsen, wir bewegen uns haarscharf am Abgrund entlang und ich grinse sogar noch. Ich habe nämlich beschlossen, mir einfach vorzustellen, dass ich INDIANA JONES kleine Schwestern bin, Abenteuer und Aufregung liebe und die Abfahrt als riesen Spaß genieße.

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Reich der Geschichten

Wer sich also auch gerne ins Reich der Geschichten und sagenhaften Landschaften begeben möchte, dem sei der Sanipass hiermit wärmstens ans Herz gelegt. Ein wenig Phantasie, Abenteuerlust und Gefallen an Geländewagen-Ausritten, sollte man dabei allerdings schon mitbringen, damit es zu einem unvergesslichen Erlebnis wird.

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Und eins sei auch noch erwähnt: Selbstgespräche sind kein Grund zur Sorge – bedenklich wird es erst, wenn man etwas Neues erfährt *smile*

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Wir sind im Jahr 2012 den Sani-Pass gefahren und haben die Drakensberge besucht. Zu der Zeit gab es kaum deutschsprachige Artikel zum Sani-Pass.

Dieser Text ist auch als Magazin-Artikel erhältlich:

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