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Rollerfahren auf Malta – Alle Infos zu Miete, Verkehr & Versicherung

Rollerfahren an einer wunderschönen Küste, flexibel sein beim Parken und noch dazu den Stau vermeiden, das sind die großen Vorteile, wenn man auf Malta mit dem Zweirad unterwegs ist. Doch was ist bei der Scooter-Miete alles zu beachten? Ich verrate es dir!

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Roller vs. Auto

Ich war mittlerweile 2x auf Malta und mein Fazit ist definitiv, dass man mit einem Roller flexibler, schneller und besser unterwegs ist als mit dem Auto. In großen Teilen Maltas ist die Insel ein riesiger Stadtverkehr, der nicht nur zu Stoßzeiten volle Straßen und leidige Staus mit sich bringt. Das frustet gerade im Urlaub, wenn die Zeit kostbar ist. Bei meiner ersten Reise hatte ich mir noch ein Auto gemietet. Habe aber schnell gemerkt, dass mir das auf Malta nicht sonderlich viel Freude macht. Zwar ist es in Ordnung, wenn man über die ganze Insel cruisen möchte, aber im Stadtverkehr bin ich letztlich auf den Bus umgestiegen. Das ist schlicht schneller, günstiger und weniger nervenaufreibend. Denn auch die Parkplatzsuche kann einen hier zur Verzweiflung bringen. Noch dazu kostet parken wieder extra Geld, was man sich sparen kann. Auch habe ich oft Schweißperlen auf der Stirn gehabt, als ich mit dem Auto in die engen Gassen gebogen bin und bei Gegenverkehr die ganze Strecke im Rückwärtsgang zurück musste. Mein ausführlicher Erfahrungsbericht zur Auto Anmietung auf Malta ist im LINK nachlesesbar.

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Klarer Vorteil für den Roller

Deshalb habe ich mich bei meiner zweiten Reise nach Malta für einen Roller entschieden. Der Vorteil ist klar. Das Fahrzeug ist agil, kann überall problemlos sowie kostenlos geparkt werden und im Stau fährt man einfach an den wartenden Autos vorbei. Zudem kann man auch an jeder Sehenswürdigkeit mal eben halten, ohne dass man großartig den Verkehr behindert, wenn man schnell ein Foto machen möchte. Man ist also absolut flexibel, spart sich die leidige Parkplatzsuche und die Wartezeit im Stau.

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Meine Erfahrung & Empfehlung

Ich hatte mich für Funscootermalta als Anbieter entschieden und war absolut zufrieden. Bisher hat das kleine Familienunternehmen keinen stationären Shop, wo man den Roller abholt. Das ist aber auch gar nicht schlimm. Im Gegenteil! Ich konnte meinen Roller am Wunschort übernehmen und auch dort abgeben. Via Whatsapp habe ich meine Position übermittelt und kurz darauf haben wir den Papierkram und das bargeldlose Bezahlen mit EC/ Kreditkarte erledigt. Auch die Rückgabe lief perfekt und ohne großes Prozedere. Im Gegenteil, die Familie war super nett! Ich empfehle das Unternehmen aus eigener Erfahrung und mit besten Gewissen, nicht weil ich dafür bezahlt werde oder sonstige Vorteile erhalte. Natürlich gibt es auf Malta weitere Firmen die Roller vermieten und du kannst dich online umschauen und den für dich perfekten Anbieter finden.

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Übernahme

Du kannst selbstverständlich auch vorab vereinbaren, den Roller direkt am Flughafen zu übernehmen. Falls du einen Koffer statt einem Rucksack dabei hast, könnte der Transport zu deiner Unterkunft allerdings schwieriger sein. Daher meine Empfehlung: Malta hat ein prima Bus-System mit dem du an so ziemlich jeden Flecken der Insel super günstig und bequem fahren kannst. Zumal wir hier eh nur von einer Mini-Insel mit max. 40 km sprechen. Nimm also den Bus oder ein Taxi zu deinem Nachtquartier und dann lass dir den Roller dahin liefern. Je nachdem, wann du auf Malta gelandet bist, macht es vielleicht ohnehin Sinn, den Scooter erst am nächsten Morgen zu übernehmen. Den ersten Tag verbringt man ja oft mit ankommen, auspacken und Nachbarschaft erkunden. Rollerfahren kannst du dann erholt am nächsten Tag und sparst dir ggf. einen Tag an Miete.

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Führerschein

Mit deinem deutschen Autoführerschein darfst du auf Malta auch einen Roller fahren. Wie viel Leistung (CC) der haben darf, kläre bitte mit dem Vermieter vorab, anhand deiner Fahrerlizenz. Ich hatte einen 125iger Roller, weil der einfach zügiger unterwegs ist, als ein 50iger. Bitte denke unbedingt an den internationalen Führerschein. Warum, kannst du im LINK nachlesen.

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Versicherung und Kaution

In der Regel gibt es eine Standartversicherung für den Roller. Kläre in der Kommunikation vorab, wie genau diese aussieht, was sie abdeckt und welche Kosten ggf. im Schadensfall auf dich zukommen. Ich habe 300 EUR Kaution für die gesamte Woche hinterlegt. Bei einer Beschädigung hätte ich die Reparaturkosten übernehmen müssen und das wäre mit meiner Kaution gegen gerechnet worden. Ein völlig fairer und normaler Vorgang. Zumal so Rollerteile ja nicht die Welt kosten, im Gegensatz zu Beschädigungen an einem Auto. Achtung, wie im Ausland üblich sind die Verträge in englisch verfasst.

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Die Kaution wurde auf meiner Kreditkarte geblockt und nach Rückgabe des Scooters wieder frei gegeben. Bei der Übernahme lass dir alle Kratzer und Beschädigungen, wie beim Auto auch, in das Übernahmeformular eintragen. Mach Fotos oder Videos, die den Zustand des Rollers zeigen. Bei Rückgabe das gleiche Prozedere.

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Helm

Du bekommst mit der Rollermiete auch einen oder zwei Helme gestellt. Kläre am Besten vorab, welche Größe dir mitgebracht werden soll. Es hilft, den Kopf mal auszumessen (Maßband) oder sich vorab daheim mal einen Helm aufgesetzt zu haben (bei Freunden oder in einem Motorradladen). Der Helm kann im Sitzfach oder in der Topcasebox untergebracht werden, du musst also keine Sorge haben, ihn ständig mitschleppen zu müssen. Im Topcase kannst du übrigens auch unterwegs oder bei der Rollerfahrt dein Gepäck verstauen.

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Einweisung

Lass dir, wenn es dein erstes Mal auf einem Roller ist, auch alles erklären. Mach unter den Augen der Vermieter einen kleine Rollerfahrt, damit du einschätzen kannst, wie das Lenk- und Bremsverhalten ist. So eine Probefahrt kommt dir Zugute, sollte mit dem Fahrzeug doch etwas nicht in Ordnung sein.

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Tankregelung

Eine Tankregelung ist beim Roller auch kein großes Ding, zumal eine Füllung ohnehin im Schnitt nur 5 EUR kostet. Du tankst, was du verbrauchst und gibst das Fahrzeug so wieder ab, wie du es übernommen hast. Der Tank befindet sich bei einem Roller unter dem Sitz und man wird dir auch alles dazu erklären. Ein Roller hat einen relativ kleinen Tank, behalte das im Auge, wenn du in ländlichen Gebieten unterwegs bist. Zwar hat Malta eine Fülle an Tankstellen und nur kleine Distanzen, aber zum Problem kann es trotzdem werden, wenn du außerhalb der normalen Geschäftszeiten in dünn besiedelten Teilen unterwegs bist.

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Hindernisse im Stadtverkehr

Der Stadtverkehr in Malta ist wirklich eine Zumutung, dessen muss man sich bewusst sein. Etwas Mut oder Erfahrungen auf einem Zweirad helfen hier weiter. Natürlich bestimmt jeder selbst, ob er im Stau an den haltenden Fahrzeugen in der Mitte oder an der Seite vorbei fahren will und wie schnell. Da möchte ich dir zu nichts raten. Ich bin eine sehr versierte Rollerfahrerin und bin auch in der verstopften Stadt ganz zügig voran gekommen. Du kannst dich ja vorsichtig ran tasten und wirst ohnehin mit der Zeit mutiger.

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Linksverkehr

In Malta herrscht Linksverkehr, aber auch das ist keine große Sache beim Rollerfahren. Gerade mit dem Scooter empfinde ich das inzwischen als problemlos. Zumal viele Straßen ohnehin vom Gegenverkehr getrennt sind, so dass man gar nicht auf der falschen Spur sein kann. Also hier wirklich etwas Vertrauen an den Tag legen.

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Überall kostenlos parken

Wie beschrieben kann man mit einem Roller ja nahezu überall parken und das auch noch kostenlos! Ein Riesen Vorteil im Vergleich zum Auto. Etwas Um- und Rücksicht solltest du beim Parken aber schon an den Tag legen. Nicht jeder Gehweg ist geeignet seinen Roller quer darauf zu parken. In der Regel findet man aber gute Nischen für Scooter und kann daher auch überall sehr zentral sein Fahrzeug abstellen.

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Vorsicht beim Seitenständer

In der Regel haben Roller zwei Ständer auf denen geparkt werden kann. Der Seitenständer ist sehr wacklig und ich würde dir dringend anraten diesen nur zu benutzen, wenn du noch am Roller steht bei kurzen Stopps. Ansonsten kann es leicht passieren, dass der Scooter durch vorbeilaufende Passanten oder unebenen Untergrund zu Fall kommt und beschädigt wird. Vertraut mir, ich weiß wovon ich spreche.

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Straßenverhältnisse

Überland und auf den kleineren Gassen sind die Straßenverhältnisse eher etwas holprig, weil der Asphalt oft einem Flickenteppich gleicht. Das macht Rollerfahren auch schon mal zu einer Hüpfpartie. Angemessene Geschindigkeit hilft aber dagegen;) Die großen Touristenstraßen sind aber gut ausgebaut und flüssig zu befahren. Vorsichtig sollte man sich auf Sandpisten bewegen, wie etwa die letzten 50m vor St. Peter´s Pool. Hier empfehle ich ganz klar, an der Hauptstraße oben zu parken, wo noch asphaltiert ist. Du läufst keine 3 min länger, sparst dir aber die sandige Piste, auf der man ungeübt schon mal leicht wegrutschen kann.

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Navigation beim Rollerfahren

In einem fremden Land und gerade im Stadtverkehr ist es oft schwierig sich zu orientieren. Das empfand ich besonders auf Malta so, da jedes Gebäude sandsteinfarben ist und markante Orientierungspunkte für mich fehlten. Wer auf Navigation angewiesen ist, sollte sich vorab eine Lösung überlegen und ggf. eine Halterung für einen Roller mitnehmen. Ich habe Navigation auf meinem Handy, das Gerät einfach in den BH gesteckt und mir die Strecke ansagen lassen. Das hat hervorragend funktioniert! Wer keinen tragfähigen BH hat, kann sich ja eine kleine Schultertasche umhängen;) Dank EU-Roaming kannst du ja mobil über das Internet und Google Maps navigieren. In Malta funktioniert das hervorragend.IMG_8519

Fähre nach Gozo

Natürlich ist es auch mit einem Zweirad überhaupt kein Problem die Fähre nach Gozo zu benutzen. Das ist dann sogar noch günstiger als mit dem Auto die Insel zu besuchen. Auch so wird Rollerfahren hier gleich wieder ein Mittel den Urlaub günstig zu gestalten.

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Ausführungen

Das mag sich jetzt erst mal Alles irre viel angehört haben, sollte einen aber nur vorbereiten und nicht abschrecken. Eigentlich ist es total easy! Wer schon etwas Zweiraderfahren ist, wird einige Punkte meiner Beschreibung wohl auch etwas belächelt haben. Ich möchte allerdings auch, dass Rollerneulinge gut vorbereitet sind und habe deshalb alles sehr gründlich beschrieben. Bitte beachte, dass die Fotos nicht den Verkehr auf den Hauptverkehrsadern zeigen und somit auch nicht, die Stau-Situation in den Stadtgebieten. Auch geben sie nicht wieder, wie schwer es ist in Valletta & Co ist, einen Parkplatz mit dem PKW zu finden. Wir haben an einem Tag mal 2h gesucht, nur um das Fahrzeug abstellen zu können. Behalte das für deine Entscheidung für oder gegen eine Roller im Hinterkopf.

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Fazit zum Rollerfahren auf Malta

Für mich ist ein Roller das einzig sinnvolle Fahrzeug auf Malta. Regentage gibt es fast keine, man ist flexibel und agil unterwegs. Erspart sich Staus, nervenaufreibende Parkplatzsuche und Kosten für das Abstellen des Fahrzeugs. Zudem macht es einfach irre viel Spaß mit einem Scooter über die Insel zu cruisen, den Fahrtwind zu spüren und das Lebensgefühl, was an einer Rollertour hängt, auszukosten. Probiers aus! Sollte ich im Artikel etwas vergessen haben, dann melde dich bei mir und natürlich auch, wenn du sonst noch Fragen hast. Ich bin via Kontaktformular, Skype oder Facebook für dich erreichbar.

In diesem Sinne:

#get up & cruise!

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Hier noch der Kontakt zu Funscootermalta:

Handy +356 9996 9990 oder auch +356 7902 0110
E-Mail: funscootersmalta@gmail.com
Website: www.funscootersmalta.com

Malta-und-die-Sache-mit-der-Liebe

Malta und die Sache mit der Liebe

Wie schön ist das Leben im Urlaub, da wo es leicht und unbeschwert ist, wo die Sonne scheint, das Meer blau leuchtet und man geradezu auf einer Wolke des Glücks schwebt. Alle Sorgen daheim gelassen und hier nur aus dem einen Grund: Um glückliche Stunden zu haben. Perfekt, wenn dann noch ein Mensch dazu kommt, der die Moleküle zum hüpfen bringt und die Schmetterlinge im Bauch aufsteigen lässt.

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Ich jedenfalls empfinde es als Geschenk, glückliche Stunden und besondere Momente mit Jemandem teilen zu können, deshalb freute ich mich diesmal besonders auf meinen zweiten Malta-Trip in diesem Jahr. Denn diesmal sollte ich ihn nicht allein verbringen. Im Mai hatte ich hier einen Mann kennengelernt und jetzt wollten wir uns wiedersehen. Er wollte mir ganz neue Ecken von Malta zeigen, mit mir mit dem Roller über die Insel cruisen, in einsamen Buchten baden und abends für mich kochen. Ich freute mich also schon seit Wochen wie verrückt, meinen „Toni“ wiederzusehen.

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Wie alles began…

Antonio, wie er eigentlich heißt ist Italiener, der gerade nach Malta umgesiedelt ist. Auf meinem ersten Trip, habe ich ihn beim Cruisen mit dem Auto kennengelernt. Er fuhr mit dem Rennrad über die Insel und nach jedem meiner Fotostops überholte ich ihn wieder. Als ambitionierte Hobbyfotografin und Bloggerin auf Erkundungstour hält man da zugegebenermaßen doch recht häufig. Wobei ich schon zugeben muss, dass ich hier besonderes gerne anhielt, um mich erneut von ihm überholen zu lassen. Ich liebe einfach durchtrainierte Rennradfahrer mit ihren braungebrannten Waden und ihren perfekten Körpern in hautenger Kleidung. So ein bisschen Augenpflege kam mir daher gerade recht.

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Da sich meine Stopps nun doch recht oft wiederholten, begegneten wir uns entsprechend häufig und irgendwann lächelten wir uns an, „Hey, beim nächsten Überholvorgang, gehen wir aber einen Kaffee trinken!“ rief ich ihm mutig entgegen. Urlaub macht wahrscheinlich auch immer ein bisschen flirty. Und wie es das Schicksal wollte, nach meiner nächsten Fotosession und auf dem Weg zurück zum Auto, kam er mir qausi direkt in die Arme gefahren.

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Wir strahlten uns schon von Weitem an, er hielt und wir kamen ins Gespräch. Die übliche leichte Plauscherei „Was machst du hier? Wie lange bleibst du?“ Und natürlich auch die Frage nach dem Kaffee. „Hui, was hab ich getan, als ich das im Vorbeifahren rausposaunte? Ach was soll´s, ist ja Urlaub“ schoss es mir durch den Kopf und wir tauschten Nummern, um uns am Abend wiederzusehen. Er fuhr weiter und ich machte neben weiteren Landschaftsaufnahmen wohl auch noch ein paar von ihm, weil ich ihn so auf seinem Rennrad auch echt attraktiv fand.

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Doch das Schicksal wäre nicht das Schicksal, wenn es nicht ganz andere Pläne hätte. Am nächsten Abzweig stand er auf dem Gehweg, das Rad umgedreht und versuchte einen platten Reifen zu reparieren. Ich stoppte „Brauchst du Hilfe? Soll ich dich und das Rad einladen und heim bringen?“ fragte ich besorgt durch das geöffnete Fenster.

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Er horchte auf und als stolzem Italiener war es ihm sichtlich peinlich, dass ich ihm in einer so misslichen Situation begegnete. „Nein, nein – alles gut. Ich hab noch zwei Ersatzschläuche dabei, repariere das eben und du kannst beruhigt weiterfahren. Wir sehen uns heute Abend.“ sagte er. „Falls du doch noch Hilfe brauchst, dann ruf mich an, du hast ja jetzt meine Nummer“ ließ ich ihn wissen, bevor ich mich verabschiedete, um weiter über die Insel zu cruisen.IMG_8288

Keine Stunde später klingelt mein Handy. Unbekannte Nummer. „Toni hier. Du sag mal, könntest du mich doch nach Hause bringen? Ich hatte noch zwei weitere Platten und jetzt keinen Ersatz mehr dabei.“ Klar kann ich! Retter in der Not spiele ich ohnehin gerne und für gestrandete Rennradfahrer besonders gern. Als ich ihm ein paar Orte weiter, wieder gegenüber stand, war ihm die Geschichte mit dem Platten immer noch fürchterlich unangenehm. Wohl auch, dass er mich nun doch bemühen musste. Dafür lud er mich erst mal in die nächste Bar ein. Prima Geste und eine gute Gelegenheit sich besser kennenzulernen.

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Schicksal?

Später am Nachmittag setzte ich ihn daheim ab und wir inspizieren gemeinsam seinen Defekt. Ich musste mich ja vergewissern, dass ich ihm nicht aufgesessen war;) Und in der Tat wir fanden den Übeltäter im Schlauch. „This is destiny / Das ist Schicksal“ hörte ich ihn sagen, als er fast schon mit Stolz einen Dorn in der Hand hielt. So ganz wollte ich unser Kennenlernen nun doch nicht dem platten Reifen überlassen und intervenierte.

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Ich erklärte höflich, dass ich ihn schon das ein oder andere Mal zu oft überholt hatte, mit der Absicht flirten zu wollen. Das aber wollte er nun wieder nicht hören. „Destiny“ klingt wohl besser. Ich grinste in mich rein. Na, dann lassen wir ihm die Freude. Ganz Gentleman bedankte er sich für seine Rettung mit einem selbstgekochten Abendessen. Als braves Mädchen verabschiede ich mich danach und versprach, dass wir uns am nächsten Morgen noch mal sehen, bevor am Nachmittag mein Flieger gehen sollte.

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Ein Wiedersehen?

Den nächsten Morgen frühstückten wir gemeinsam am Hafen, liefen händchenhaltend am Meer entlang und plauschten an einer der malerischen, maltesichen Buchten. Als am Nachmittag der Abschied anstand, sah ich die ganze Sache immer noch ganz locker, während er weiterhin von Destiny und Wiedersehen sprach. „Man kennt das ja: Aus den Augen aus dem Sinn.“, dachte ich mir und machte mir keine großen Hoffnungen sondern genoss den Moment. Immerhin mal so ein schönes Urlaubsfinish gehabt zu haben, damit war ich schon glücklich.

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Doch Toni wollte in meinem Leben bleiben. An jedem Tag nach meiner Rückkehr aus Malta whatsappten, skyp´ten oder telefonierten wir. Und obwohl ich auf die Sache ja eigentlich keine fünf Penny verwettete hätte, imponierte mir seine Hartnäckigkeit. Ich mochte wie sehr er sich um mich bemühte und so nach einem Monat „Wir müssen uns wiedersehen.“ gab ich nach und buchte den nächsten Flug nach Malta zu ihm.

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Ein weiterer Monat sollte vergehen, bis wir die Chance hatten, un wiederzusehen. Wochen die wir nutzen Pläne zu schiemieden. Was wir nicht alles gemeinsam machen wollten! Rennradfahren an den Klippen von Dingli, italienisch Kochen und Rollerausflüge zu einsamen Buchten und Grotten. Ich freute mich riesig auf eine zweite Zeit auf Malta und natürlich auf „meinen“ Toni.

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Zurück für die Liebe

Am8. Juni 2017 landete ich zum weiten Mal in diesem Jahr auf Malta und konnte es kaum abwarten, ihn zu sehen und von ihm in den Arm genommen zu werden. Toni wartete am Ausgang auf mich und als ich ihn entdecke, war er mit seinem Handy beschäftigt. „Hi Toni“ rief ich ihm freudig entgegen. Er schaute auf, erkannte mich und winkte mich zu sich rüber. Als ich bei ihm ankam, war er immer noch mit dem Handy beschäftigt. Ich wartete einen Moment, denn wahrscheinlich war es eine irre wichtige Kommunikation. Als er das Ding dann endlich einsteckte und mich begrüßte, fühlte sich das irgendwie komisch an.

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Toni konnte mir nicht in die Augen sehen, drückte mich mehr mechanisch als herzlich und auf die Lippen gab es so einen schnellen gepressten Kuß, der sich irgendwie erzwungen anfühlte. Eigentlich hatte ich einen ganz intensiven, langanhaltenden Kuss erwartet, wenn man sich so lange nicht gesehen und nur aus der Ferne angeschmachtet hat. „Na vielleicht ist er einfach nur wieder schüchtern, wie beim letzten Mal auch.“ beruhigte ich mich.

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Wir brachten meine Sachen in seine Wohnung, ich bekam ein Schrankabteil und mir wurde meine Betthälfte gezeigt. Wieder passierte das alles, als sei ich ein Couchsurfinggast und nicht Jemand in den man sich verliebt hat. „Es braucht ja vielleicht eine zeitlang, bis man sich wieder angenähert hat.“ schallt es in meinem Kopf als Antwort auf meine Frage, warum er mich denn jetzt abseits der Öffentlichkeit nicht lieb in den Arm nahm.

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Wir verließen das Haus und fuhren zu meiner Lieblingsbadebucht. Auf den Felsen am Meer breiteten wir die Handtücher aus, gingen schwimmen und lagen anschließend gemeinsam in der Sonne. Endlich kam auch etwas Zuneigung von ihm. Ich war erleichtert, denn er hatte wohl doch nur mit seiner Zurückhaltung gekämpft. Die Stunden vergingen und nun endlich fühlte es sich richtig und schön an. So wie ich es das letzte Mal mit ihm auch erlebt hatte.

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Sommerglück pur

Als wir am Ende des Tages gemeinsam den Strand verließen, nahm er meine Hand und ich war der glücklichste Mensch überhaupt. Alles war nun perfekt. Ich war auf einer wunderschönen Insel, das Wetter war ein Traum und an meiner Seite war ein Mann, der mich wirklich gern hatte und mit mir gemeinsam in den Sonnenuntergang lief. Wie romantisch! An dem Abend schlief ich schnell ein, denn Anreise und der Tag hatten ihren Tribut gefordert.

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Als ich mich am nächsten Morgen an Toni kuschelte war er wieder komisch. Sehr komisch. Und wieder ließ er keine Nähe zu. „Was ist denn los, bitte?“ will ich nun doch vehement von ihm wissen. Er vergrub sein Gesicht im Kissen, konnte mir wieder nicht in die Augen schauen und rückte nicht raus, was hier gerade schief lief. Ich bestand auf eine Antwort. „Sorry, ich habe Jemanden kennengelernt. Sie ist Touristin wie du. Das ist aber erst passiert, da hattest du deinen Flug schon gebucht. Ich wollte dir den Urlaub nicht vermasseln, deshalb habe ich nichts gesagt.“ Bekomme ich nun doch als niederschmetternde Situationsanalyse von ihm.

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Ich bin fassungslos, falle aus meiner Wolke 7 und die Tränen schießen mir in die Augen. „Du hast es nicht geschafft, mir das früher zu sagen?“ wollte ich von ihm wissen. Wieder nur der Hinweis, dass er sich für mich ja einen schönen Urlaub gewünscht hatte. Ich könne ja hier bleiben und einfach mein Ding machen. „Ich bin doch nicht wegen Malta hier. Ich bin wegen dir hier. Ich habe mich auf dich und gemeinsame Unternehmungen mit dir gefreut. Hätte ich wenigstens vorher gewusst, dass es sich für dich verändert hat, dann hätte ich noch entscheiden können, ob ich fliege und wo ich übernachte.“ war meine Antwort darauf.

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Ich war zutiefst verletzt und in Tränen aufgelöst. In meinen Augen war er nur zu feige, klar Stellung zu beziehen, aber ihm das in diesem Moment entgegen zu schmettern, dafür fehlte mir die Kraft. Gerade hatten sich alle meine Träume von einem perfekten Sommerurlaub in Luft aufgelöst. Kein gemeinsames Rennradfahren am Morgen, kein planschen im türkisblauen Meer, keine romantischen Abende bei Sonnenuntergang, keine Küsse in der Nacht.

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Ich schluchzte vor mich hin, schnappte mir meinen Laptop und begann nach alternativen Unterkünften in Malta zu suchen. Booking meldete 91% ausgebucht und der Rest unbezahlbar teuer und auch die Angebote die es in der Hochsaison jetzt für AirBnB noch gab, sprengten mein Budget. Ich schrieb Couchsurfinghosts an, schilderte mein Dilemma und bat um einen Schlafplatz.

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Toni betonte immer wieder, das ich in seiner Wohnung bleiben könnte und wir auch durchaus noch gemeinsame Unternehmungen machen könnten, so als gute Freunde. Ich wollte einfach nur weg von ihm. Doch so einfach ist das nicht auf einer Insel in der Hochsaison und ich war auch nicht gewillt jetzt hunderte Euro für einen Rückflug zu zahlen und so rein gar nichts von meinem Urlaub zu haben.

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Den Tag verbrachte ich erst mal ohne ihn, um einen klaren Kopf zu bekommen und hoffte weiterhin eine Unterkunft zu finden. Der Abend näherte sich und es tat sich rein gar nichts. Ich musste also entweder irgendwo unter freiem Himmel schlafen oder doch zu ihm zurück. Draußen okkupieren war keine wirkliche Option. Als ich bei ihm ankam hatte er ein sichtlich schlechtes Gewissen und gab sich alle Mühe super nett zu mir zu sein. „Sollen wir morgen was zusammen machen?“ fragte er mit sehr viel Fürsorge in der Stimme. Ich lehnte ab. Ich will nicht mit jemandem den Tag verbringen, der mich nicht mehr will. Was soll das denn? Das schmerzt doch nur.

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Am nächsten Morgen verließ ich direkt um 7 Uhr das Haus und flüchtete mich an den Hafen nach Marsaskala. Als ich so die Uferpromenade entlang schlenderte fiel mir ein Motorroller mit großem Aufkleber darauf auf. Ein Schild mit „Du kannst mich mieten“ und eine Telefonnummer stachen mir ins Auge. Das sollte meine Lösung sein! Ich mietete mir einen Roller und hatte damit die Freiheit, Toni zumindest tagsüber aus dem Weg zu gehen.

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So schlief ich zwar noch in seiner Wohnung, verkrümelte mich aber regelmäßig in den frühen Morgenstunden, cruiste tagsüber mit dem Roller über die Insel und kam erst zum Sonnenuntergang zurück. Ich erkundete neue Regionen der Insel, kehrte zu liebgewonnen Plätzen zurück, traf interessante Menschen und machte mehr oder weniger meinen Frieden mit der Situation. Lange böse sein, kann ich ohnehin nicht.

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Ja, sogar mit Toni traf ich mich hin und wieder am Abend zum Schwimmen und es war okay. Zwar stach es noch hin und wieder in der Herzgegend, aber Liebe und Gefühle kann man nun mal nicht erzwingen. Auch ermahnte ich mich selbst, dass ich es ja ohnehin erst mal locker sehen wollte und nicht gekommen war, um zu heiraten. So plätscherten die Tage auf Malta vor sich hin bis der letzte Abend anstand.

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„Gehen wir heute Abend zum Abschied noch gemeinsam Pizza essen?“ fragte Toni, mit wohl immer noch schlechtem Gewissen. Ich willigte ein, nachdem ich den Abend davor alleine und traurig beim Essen am Meer gesessen war. Eigentlich komme ich ganz gut alleine klar, reise gerne als Single und genieße auch immer Stunden, die ich für mich selbst habe. Hier hatte das diesmal nicht geklappt. Ich hatte mich ja auf „Pärchenurlaub“ und den ganzen Romatikkram eingestellt und jeder einsame Sonnenuntergang erinnerte mich daran. Also wollte ich den Abend lieber mit ihm, als wieder alleine verbringen.

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Eine gute Idee war das allerdings nicht. Nachdem wir bestellt hatten, widmete sich Toni wieder seinen Smartphone. Was er ohnehin am liebsten tat. Ich saß also bedröppelt daneben und schaute ihm dabei zu. Ich streubte mich dagegen selbst das Handy zu zücken. Verdammt, man sitzt hier zusammen, da sollte man sich auch Zeit widmen. Tat er aber nicht. Stattdessen wischte er wild auf seinem Gerät rum.

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Und dann war es plötzlich da. Ein Bild von ihm und einer Frau. Hektisch versuchte er, auch das Bild auszublenden. Aber wie das eben so ist, genau in diesen Momenten hing die Technik und ich starrte das blöde Pärchenbild an. Wieder stach es im Herzen. „Das scheint sie also zu sein, die er jetzt seine „Bella“ nennt. So wie mich früher.“ schießt es mir durch den Kopf und ich ringe mit den Tränen. „Marlene, reiß dich zusammen. Bewahre Haltung und Würde.“ hörte ich im nächsten Moment meine innere Stimme sagen und würgte mit dem nächsten Atemzug meine Pizza runter. Der Abend war für mich gelaufen und mit Urlaub war ich ab da auch fertig.

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Als Toni mich am nächsten Morgen am Flughafen absetzte, wollte ich nicht, dass er noch mit zur Verabschiedung hinein kommt. Lieber das ganze schnell hinter mich bringen. Wieder konnte er mir nicht in die Augen schauen, nahm mich aber trotzdem zum Abschied in den Arm und drückt mir einen dieser Höflichkeitsküsse auf. Kein Abschied wie ich ihm mir zuvor ausgemalt hatte, aber immerhin war es jetzt vorbei.

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Danke Malta

Bei meinem ersten Ausflug auf die Insel fand ich Malta zwar ganz nett, wollte aber eigentlich nicht wiederkommen. Diesmal war es anders. Ich hatte mich nicht in einen Mann verliebt, dafür aber in diese Insel und die schönen Momente, die sie mir abseits von diesem Gefühlschaos geschenkt hatte. Und irgendwie war das dann doch wieder ein schönes Finale, für einen verkorksten Liebesausflug. Liebe gefunden, aber eben nicht zu einem Mann, sondern zu einem Land.

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Ob ich es bereue? Ob ich mich noch mal im Urlaub verknallen würde? Ob ich noch mal für Jemanden extra wohin fliegen würde?

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Eine Ode an die Liebe

Aber natürlich bereue ich nichts, würde ich wieder fliegen und mich auch verlieben! Denn nur wer nicht aufgibt, an die Liebe glaubt und auch eine extra Meile dafür geht, wird letztlich auch irgendwann sein Glück finden. Sich wegen Enttäuschungen zu verkriechen, emotional dicht zu machen und für keine Flirts mehr bereit zu sein, schlägt gleich alle Türen zu, dann hat man nie eine Chance! Nur wer offen durchs Leben geht, bekommt überhaupt diese Möglichkeiten. Also ja, ich würde mich wieder auf die Liebe einlassen. Nur vielleicht beim nächsten Mal vorher noch mal Fragen, ob es nicht zufällig grad ne Andere gibt:)

In diesem Sinne:

#get up & flirt!

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Warum du tanzen solltest, wenn du glücklich bist

Da stehe ich nun in der Landschaft, hoch auf einem Mäuerchen an einer kleinen maltesischen Bucht und ich tanze, tanze, tanze. Einfach so, weil ich glücklich bin und diesen Gefühl rauslassen muss. Ob mir das denn gar nicht peinlich ist? Na sicher nicht. Warum auch? Ich fühle mich genau danach. Ich lasse zu, was mir gut tut und du solltest das auch tun, wenn du glücklich werden willst!

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Die Sonne scheint, das Meer leuchtet türkisblau und ich habe mein schönstes Strahlen im Gesicht, denn ich bin glücklich hier. Glücklich genau an diesem Ort zu sein und den Moment so tief genießen zu können. Ich liebe Musik, Tanzen, Reisen, schönes Wetter und das Rauschen des Meeres. Warum also sollte ich dieses Glücksgefühl hier nicht auch ausleben? Eigentlich wollte ich weiter die Insel entdecken, aber diese kleine Mauer vor dieser fabelhaften Bucht hat es mir einfach angetan. Ich klettere mit etwas Mühe hinauf, streife die Schuhe ab und sofort bewegt sich meine Hüfte zum Sound der Musik die aus meinem Autoradio tönt.

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Ich schließe die Augen, hebe die Arme in die Luft, mein Kopf kreist und die Wellen der Musik durchströmen meinen ganzen Körper. Der Beat gibt die Moves vor. Die Füßchen wippen zum Takt und jede Zelle meines Körpers tanzt jetzt mit mir. Die Mauer ist jetzt meine Bühne und meine Tanzfläche und ich blende völlig das, was um mich herum geschieht. Ist sowieso niemand hier. Okay ein paar Fischer, hin und wieder passiert ein Auto und auf der einfachen Hütte hinter mir ein Handwerker – aber niemand interessiert sich für mich und darum geht es auch gar nicht. Dieser Moment gehört mir. Ich tanze für Niemanden, außer mich.

Glück ist ein Insidejob

Etwas was man nur durch seine innere Einstellung erreicht. Klar, können andere einem eine Freude bereiten. Kann ein Partner auch Glück bedeuten. Aber dieses tiefe, innere Gefühl entsteht indem du siehst, was dich erfüllt, dir Freude bereitet und dein Herz zum Schwingen bringt. Wer schöne Momente erkennt und genau dann auch Gefühle zulässt, wird Glück empfinden, da bin ich fest überzeugt. In diesen Augenblicken möchte ich dann einfach nur tanzen und genau dieses Empfingen zum Ausdruck bringen.

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Für mich sind Glücksmomente oft Momente in der Natur, wenn ich Tieren begegne, an erstaunlichen Orten bin oder außergewöhnliche Beobachtungen mache. Wenn ich mit wertvollen Menschen zusammen bin, einen Seelenort gefunden habe oder etwas beobachte was mein Herz erfüllt. Das kann ein Spatz beim Bad in der Pfütze sein, ein Kinderlächeln aber auch die Aura von mystischen Stätten wie Copan Ruinas.

Authentizität rockt

Bist du jetzt etwa verwundert, dass es keine teuren Geschenke sind? Die finde ich natürlich auch toll, ohne Frage, aber tief bewegt haben sie mich nie. Das schaffen nur Erlebnisse. Etwas Authentisches, Reales, Fühlbares. Dann steigt diese Wolke aus Glück in mir auf, zaubert mir ein Lächeln ins Gesicht und lässt meine Augen strahlen. Kommt dann Musik dazu, dann muss ich einfach tanzen. Egal wo ich gerade bin und wer mir gerade dabei zusieht.

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Aber das war nicht immer so! Früher war ich viel zu kopfbestimmt und hab mich von Stimmen leiten lassen, die sagten „Das kannst du aber jetzt nicht bringen. Hier tanzt man nicht!“ Pahhh! Warum denn nicht? Weil es nicht in unsere freudlose Welt passt? Weil ihr euch nicht traut? Weil es nicht alle tun?

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Ich bin nicht alle. Ich bin ich und ich tanze, wenn ich glücklich bin und du solltest das auch! Egal wie es aussieht und was Andere über dich denken könnten. Du allein kannst dich glücklich machen. Du solltest das für dich tun, weil es dich erfüllen wird. Weil das Tanzen ein Glücksbooster ist. Weil diese Liebe zu dir, dich in jeder Zelle durchströmen wird, wenn du deine Gefühle einfach mal zulässt und tanzt.

Feel the groove

Musik muss man fühlen, sich danach bewegen und daraus entsteht dann Tanz. Wer dabei „denkt“, hat verloren. Seine Gefühle in Bewegungen zu transformieren macht einen „guten“ Tänzer aus, weil man ihm ansieht, was ihn so empfinden lässt. Dabei sind es nicht besondere Moves oder einstudierte Schritte, sondern genau diese Symbiose aus Sound, Bewegungen und tiefen Gefühlen. Und gut ist sowieso relativ, denn nur du allein musst dich gut fühlen. Schau mal ins Video, da sieht man genau was ich meine! Er hat sein Glück auch am Meer gefnden, ist glücklich und tanzt einfach…

Im Jahr 2010 hatte ich eine Traumreise nach Kapstadt gewonnen. Damit erfüllte sich für mich einer der größten Wünsche überhaupt. Der Trip hatte alles und ich war überglücklich so viel Großartiges erleben zu dürfen. In einer ruhigen Stunde unseres Trips ging ich raus auf die Promenade am Meer. Ich hatte Musik in meinen Ohren und war berauscht von dem Moment. Ich stand da am Ozean von dem ich so lange geträumt hatte. In den letzten Tagen hatte ich wundervolle Menschen um mich und durfte einzigartige Erfahrungen machen. Ich war tief dankbar für das Erlebte. Und dann war es da, dieses Glück! Ich lachte und weinte gleichzeitig, weil mich die Emotionen überwältigten. In diesem Moment tanzte ich das erste Mal in der Öffentlichkeit, abseits einer Tanzfläche.

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Vor mir war die Weite des Ozeans, in mir dieser beeindruckende Frieden und alles Andere drum herum hatte ich ausgeblendet. Ich strahlte, ich tanzte, ich sprühte vor Energie und Leben. Als ich dann doch mal wieder meine Augen öffnete, war da nicht etwa eine zu erwartende Abneigung mir gegenüber. Ich wurde weder schief angeschaut, noch beleidigt oder blöd angemacht worden. Das Gegenteil war der Fall.

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Die Lebensfreude übertrug sich auf die Menschen in meiner Umgebung und das was ich ausgestrahlt habe, kam zu mir zurück. Ich wurde ebenso angelächelt, erhielt ein paar Daumenhoch oder sogar noch aufmunternde Worte. Es sollte nicht das einzige Mal auf dieser Reise sein, das ich tanzte. Das ich einfach das machte, was mich glücklich macht.

Bauch über Kopf

Nur mein bester Freund und Reisebegleiter verstand das nicht. Während die Mitmenschen auf mich durchweg positiv reagierten, war ich ihm zumeist peinlich. Ich begann ihm zu erklären, dass es reine Kopfsache ist. Das wir konditioniert sind, das zu tun was Andere tun, aber nicht mehr das, was uns glücklich macht. Ich ermunterte ihn es auch zu versuchen und irgendwie tat er das dann auch, aber wohl nur mir zu liebe.

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Seit diesem Tag am Meer in Kapstadt tanzte ich häufiger. Morgens, mittags, abends und überall dort wo meine Seelenorte waren. Und immer wenn ich das tat, war es nicht nur ein Glücksverstärker für mich. Ich steckte Menschen mit meiner guten Laune an, brachte sie dazu zu lächeln und einen Moment die eigenen Sorgen zu vergessen. Und nicht nur das. Ich brachte sie sogar dazu selbst zu tanzen.

We will be dancing

Wir schreiben das Jahr 2017. Wieder war ich in Kapstadt meiner Lieblingsstadt, am Chapmans Peak Drive meinem Herzensort. Die Sonne war gerade unter gegangen und ich tanze alleine hoch auf einer Mauer über den Felsen. Nach ein paar Minuten die ich da so herumtänzelte, tauchte neben mir eine Gruppe junger Leute auf, die in der Umgebung gepicknickt hatten. Wie sie hatte ich mein Auto an der Parkbucht abgestellt, nur schallte aus meinem Radio die neueste DJ-Mucke. Kurz zuckte ich zusammen bei ihrem Auftauchen. Wieder war ganz kurz der Gedanke da, ob ich das grad hier bringen kann. Aber ich tanze weiter. Zu schön war der Moment. Und dann geschah es! Die Gruppe näherte sich mir und fing an, einfach mitzutanzen! Und wenig später stießen wir mit ein paar Drinks sogar noch auf das Leben und diesen Augenblick an! Perfekt nicht wahr?

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Und jetzt bin ich hier in Malta. Neben mir hält ein Auto mit einem Mann der vorhin schon an mir vorbei gefahren ist. „Er schimpft mich bestimmt gleich“ denke ich mir, als er sein Fenster runterschraubt. „Mädchen, du musst doch total ausgetrocknet sein vom Tanzen in der Sonne! Hier, ich hab ein paar Erdbeeren für dich. Nimm sie und lass es dir schmecken.“ höre ich ihn sagen. Ich bin platt! Ich hab ja viel erwartet, aber von einem bestimmt 90ig Jährigen, aber so eine Geste, haut mich nun doch völlig um und ich bin sichtlich gerührt.

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Ich tanze weiter, denn auch dieses Erlebnis hat mich noch glücklicher werden lassen, als ich es ohnehin gerade bin. Über Stunden bin ich hier und gebe mich meinen Gefühlen hin. Feiere das Leben, den Moment und das positive Feedback was ich gerade bekomme. Denn der alte Herr ist nicht der Einzige, der mir sein Wohlwollen zeigt. Nun muss man auch wissen, dass ich keine Shakira bin mit perfekten Hüften, sondern eher so eine Adele nur ohne Stimme. Um so erstaunlicher finde ich es auch immer, dass ich trotzdem so angenommen werde, wie ich bin und so viel Positives erfahre.

Nix da Botoxdrossel

Wer sich also vom Tanzen abhalten lässt, weil er denkt nicht perfekt zu sein, dem sei gesagt: Alles Bullshit! Glück ist einfach das Schönste was man tragen kann und wenn man schon mal so ne Botoxdrossel lachen sehen hat, weiß man wovon ich spreche. *zwinker*

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Mich hält inzwischen nichts mehr davon ab glücklich zu sein und das auch zu zeigen. Egal ob unter der Dusche daheim, auf dem Supermarktparkplatz oder im Stadtpark – ich tanze und lebe wann immer ich Lust darauf habe. Das Leben ist zu schön und zu kurz, um sich Gedanken darüber zu machen, wie Andere in ihrer beschränkten Welt darüber denken. Glück entsteht, wenn wir es zulassen. Wenn uns glücklich machen. Wenn wir aufhören nach den Regeln und Ansagen der Anderen zu leben und genau deshalb solltest auch du tanzen, wenn du dich danach fühlst!

Tanze, basta!

Wann immer ich jetzt weit weg bin und tanze, schicke ich meinem besten Freund eine Nachricht: „Ich tanze wieder“ Und wisst ihr was? Auch er hat seine Meinung dazu geändert: „Ich verstehe nun, warum du tanzt und freue mich mit dir!“ Ist das nicht schön? Selbst meinen größten Kritiker konnte ich also doch noch vom „Tanzen wegen Glücklichkeit“ überzeugen und vielleicht probierst du es ja auch mal aus?

In diesem Sinne:

#getup&dance

Ein Mietwagen auf Malta

Mietwagen auf Malta – Tipps & Erfahrungswerte

Nicht in jedem Land ist es gleich mit einem Mietwagen unterwegs zu sein. Enge Gassen statt breite Autobahnen, Linksverkehr und eine ganz andere Verkehrsinfrastruktur oder auch die Qualität der Fahrzeuge beeinflussen den Fahrspaß. Ich war mit dem Leihwagen auf der Insel Malta unterwegs und schildere hier meine Erfahrungen. Damit möchte ich dir helfen gut auf deine Anmietung vor Ort vorbereitet zu sein.

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Mietwagen Malta – meine Erfahrung

Mir ist es wichtig, meinen Leihwagen immer über eine deutsche Website zu buchen, damit im Schadensfall auch der Gerichtsstand in Deutschland ist und ich nicht den Ärger im entfernten Urlaubsort habe. Deshalb habe ich auch für Malta meinen Mietwagen noch von Zuhause aus gebucht.

Eigentlich war auf Grund meiner Ankunftszeit eine Nachtübergabe geplant. Auf Buchungsseiten ist leider nie ersichtlich, ob die jeweilige Mietwagenfirma einen 24-Stunden-Service hat und so mußte ich das vorab telefonisch erfragen. Für die nächtliche Schlüsselübergabe sollten 26 EUR berechnen.

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Da mein Flieger Verspätung hatte, ich den Anschlußflug verpasst habe und ich ohnehin einen Tag später als geplant ankam und den Nachtservice somit nicht in Anspruch genommen habe, musste ich zumindest für diese Leistung nicht zahlen. Wichtig ist aber für dich zu wissen, dass nachts  in Malta keiner der Mietwagenschalter noch regulär offen hat und eine Übernahme des Fahrzeuges dann nur mit einer Sondervereinbarung und extra Kosten möglich ist. Wenn du also mit der letzten Maschine kommst, informiere dich besser vorher und vereinbare eine Übergabe.

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Die Fahrzeugübernahme

Mein Fahrzeug sollte ich von „First Car Rental“ direkt am Flughafen erhalten. Meist kostet eine Flughafenübernahme etwas mehr, aber wenn ich einen Bus oder ein Taxi in die Stadt nehmen muss, kostet das ja auch. So habe ich mit bester Versicherung pro Tag 23 EUR bezahlt, was ich immer noch für einen fairen Preis für einen Kleinwagen halte.

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Der Herr am Schalter sehr freundlich und sprach fließend englisch, was auf Malta ja völlig normal ist. Er hat sofort meine Buchung gefunden, die Unterlagen und Zahlung fertig gemacht und mir erklärt, wo genau ich das Fahrzeug finde. Im Übernahmeprotokoll sind die Schäden am Fahrzeug eingezeichnet gewesen. Nur sollte ich das direkt am Schalter gegenzeichnen. Allerdings bin ich kein Freund von Unterschriften, bevor ich das anzumietende Fahrzeug gesehen habe, da ich schon sehr schlechte Erfahrungen damit gemacht habe. Ist die Unteschrift erstmal drauf, hat man die Fehler schon bestätigt, ohne das Fahrzeug je gesehen zu haben.

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Er bot mir allerdings an, mit dem Auto später noch mal zurück zu kommen, sollte ich noch Schäden finden. Zähneknirschend willigte ich ein. Da der Fuhrpark aller Vermieter etwas weiter weg liegt, scheint es auf Malta am Flughafen gängige Praxis zu sein, dass keine der Leihwagenfirmen das Auto mit den Mietern direkt am Fahrzeug überprüft.

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Der Fuhrpark der Vermietfirmen liegt am hintersten Ende des großen Flughafenparkplatzes. Ich empfand es als reichlich müßig mein Gepäck dahin zu schleifen, trotz Rollen an der Reisetasche. Hier empfiehlt es sich einen Trolley mitzunehmen oder das Gepäck so lange bei der Mietwagenfirma im Terminal zu lassen.

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Das Fahrzeug war einfach zu finden, denn der Mietwagenfirmenbereich ist recht übersichtlich. Wie schon angedeutet, ist hier niemand der gesamten Rentalcar-Companys vor Ort gewesen, um ggf. Fragen zu besprechen. Nicht jedes Fahrzeug ist gleich und ich schätze es eigentlich, wenn ich kurz erklärt bekomme, wie das jeweilige Auto funktioniert, welche Schalter wo sind und wie man die Tankklappe aufbekommt. Zwar bin ich nicht unerfahren mit verschiedenen Fahrzeugen, aber irgendwas ist immer nicht gleich auffindbar und kostet anschließend Zeit, um rauszubekommen wie es richtigerweise funktioniert.

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Mein Fahrzeug macht ehrlicherweise keinen besonders guten Eindruck und ich würde ihn schon etwas als „runtergerockt“ beschreiben, dabei hat er gerade 50.000 km. Ein kleiner, weißer Peugeot 107 mit so einigen Macken und fehlendem Rückscheibenwischer. Genau wegen diesem Detail muss ich nun zurück zum Schalter, denn im Protokoll ist dieser nicht verzeichnet. Da die Stelle ziemlich verrostet ist, gehe ich davon aus, dass der Wischer schon einige Jahre fehlt und längst als Makel hätte eingetragen sein müssen. Weitere Beschädigungen finde ich nicht. Dennoch muss ich mich am Schalter wieder anstellen und den Scheibenwischer nachtragen lassen, denn ich habe keine Lust im Nachgang für Schäden Anderer aufzukommen. Das ist mir genau 1x passiert und seither prüfe und fotografiere ich Mietwagen sehr genau. Wieder geht mir Zeit verloren.

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Mein Mietwagen macht auch im Verlauf der Reise noch komische Töne von Auspuff oder Krümmer. Zudem geht das Fahrzeug beim Rückwärtsfahren dauernd aus. Eine Zumutung sind auch die dreckigen Frontscheiben, die sich mit den verschlissenen Scheibenwischern nicht mehr reinigen lassen. Besonders begeistert war ich während der ganzen Reise von meinem Auto nicht. Bisher hatte ich immer sehr gepflegte Leihwagen und das hier ist eine ganz neue Erfahrung für mich.

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Der Verkehr auf Malta

In Malta herrscht Linksverkehr. Auch das bin ich schon aus einigen Reiseländern, wie Südafrika gewohnt und es ist keine große Umstellung mehr für mich. Trotzdem macht mir der Verkehr in Malta zu schaffen. Ich fahre in Richtung Birkirkara stadteinwärts und es geht unglaublich hektisch zu. Es gibt alle paar Meter unübersichtliche Kreisel und die ersten Tage tute ich mich unglaublich schwer, mich dort schnell einzugliedern. Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie der Verkehr in Indien oder Paris hingegen auf mich wirken muss, denn dieser Trubel hier kostet mich schon reichlich Nerven, auch wenn man das nicht unbedingt auf meinen Fotos sieht. Aber die habe ich ja auch nicht während der Fahrt geschossen 😉

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Ebenso muss ich die nächsten Tage erfahren, dass es Sinn macht im „Stadtverkehr“ und die Grenzen zwischen den Orten sind hier fließend, besser den Bus zu nehmen. Dieser ist günstig, hat eine hohe Frequenz und bringt einen sicher ans gewünschte Ziel. Mit dem Auto ist es phasenweise unmöglich irgendwo einen Parkplatz zu finden. Besonders zu Festlichkeiten oder an den Markttagen Dienstag und Samstag ist es in manchen Stadtteilen eine Odysse sein Fahrzeug ordnungsgemäß abstellen zu können. Außerdem herrscht hier ähnlich wie in Italien meinem Eindruck nach, Stoßstangenparking, entsprechend verbeult sehen einige Verkehrsteilnehmer aus. Ich bin froh, dass Auto komplett versichert zu haben!

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Obwohl die Alstadt wunderschön ist und man herrlich da bummeln kann, beschließe ich die nächsten Tage die Insel zu erkunden und mich eher in den ländlichen Gebieten mit wenig Verkehr zu bewegen. Auch hier muss ich die Erfahrung machen, dass es sich lohnt, sehr früh aus der Stadt zu fahren, damit man nicht stundenlang im stockenden Berufsverkehr stecken bleibt.

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Nächstes wichtiges Learning an diesem Tag. Die kleinen Gassen, auf die mich mein Navi schon gerne mal schickt, reichen vom Platz oftmals nur für ein Fahrzeug. An manchen Stellen habe ich sogar das Gefühl nicht mal das. Da habe ich dann auch schon mal die Seitenspiegel eingeklappt. Auch muss man schon mal den Rückwärtsgang einlegen und einige Meter zurück fahren, wenn der Gegenverkehr nicht durchkommt. Auch das liegt sicher nicht jedem.

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Navigation

Zur Navigation auf Malta nutze ich mein altes Nokia-Handy mit „Here maps“ App, weil man damit weltweit offline unterwegs sein kann, ohne eine teure Internetverbindung haben zu müssen. Das klappt auch auf Malta wieder hervorragend und ich bin froh, dass Handy noch nicht eingemottet zu haben. Immerhin spart mir das die Miete eines Navigationssystems. Wer sich gerne anhand von Karten orientiert, der wird sich in den ländlichen Räumen auch damit gut zurechtfinden. In Innenstädten wäre mir als Alleinreisende eine Kartenführung zu anstrend gewesen. Man kann halt nicht eben mal kurz ranfahren und sich neu orientieren, dass lassen der Stadtverkehr und die engen Gassen gar nicht zu.

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Mit der Fähre nach Gozo

Einer meiner Tagesausflüge führt mich mit der Fähre von der Hauptinsel nach Gozo. Auch hier nehme ich mein Auto mit und bin positiv überrascht wie gut das funktioniert. Ich werde noch am Hafen in die richtige Spur gewiesen, fahre vorsichtig in den Bauch des Schiffes und warte auf die Ankuft. Genauso geordnet wie die Einfahrt verlasse ich die Fähre auch wieder. Erst auf der Rückfahrt zahle ich beide Überqueerungen mit ungefähr 14 EUR.

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Tanken

Da die Insel sehr übersichtlich ist und ich nur 5 Tage zum Entdecken habe, muss ich erst am Ende meiner Reise eine Tankstelle aufsuchen. Diese ist glücklicherweise auch in direkter Umgebung des Flughafens. Zum Tanken muss man sich die Säule vom Tankwart freischalten lassen. Auch war eine Barzahlung gewollt. Das erfuhr ich allerdings erst nach dem Tanken. Glücklicherweise gab es für Touristen wie mich, dann doch noch die Möglichkeit mit Kreditkarte zu bezahlen.

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Rückgabe

Der Parkplatz zur Rückgabe am Flughafen ist der Gleiche wie zur Abholung, das macht die Orientierung einfach. Wieder ist niemand vor Ort, das Fahrzeug mit mir zu inspizieren und mir gegenzuzeichnen, dass alles in Ordnung ist. Auch scheint das gängige Praxis aller Leihwagenfirmen hier zu sein. Trolley fürs Gepäck finde ich hier keinen und schleife mein schweres Gepäck also wieder mühselig in der Mittagshitze zum Terminal.

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Der Mann am Schalter ist wieder sehr höflich und fragt kurz ob es Probleme gab. Ich erfahre auch, dass das Fahrzeug jetzt nicht mehr begutachtet würde und ich ja dann mitbekomme, falls meine Kaution einbehalten würde. Außerdem wird die Kaution erst nach mindestens 10 Tagen auf der Kreditkarte wieder frei gegeben, da noch Tickets von Blitzern abgewartet werden. Auch gängige Praxis hier, verrät mir der Mitarbeiter. Das ich das nicht sonderlich gut finde, muss ich nicht betonen. Ich kenne es eigentlich so, dass Fahrzeuge noch vor Ort mit dem Kunden gecheckt werden. Sei es auf Schäden oder auch auf den Tachostand. Auch meine Tankquittung möchte er nicht entgegen nehmen. Ich darf also abwarten, ob alles mit rechten Dingen zugeht und ich meine vollen 1200 EUR Kaution wieder erhalte.

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Mein Fazit Mietwagen auf Malta:

Wer nicht unbedingt mit einem Mietwagen unterwegs sein muss, der kann auf Malta auch gut überall mit dem Bus hinkommen. Es gibt auch eine tolle „Rote-Bus-Tour“ zu den schönsten Ecken der ganzen Insel.

Wer sich dennoch für ein Fahrzeug entschließt, sollte sich auf hektischen Stadtverkehr, schlechte Parkmöglichkeiten und Linksverkehr einstellen. Ich empfehle zudem maximal einen Kleinwagen, da es eh schon eng genug ist auf der Insel.

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Bei Fahrzeugübernahme mach dir ein eigenes Übernahmeprotokoll* und dokumentiere alle Schäden auch via Foto sorgfältig. Lass dir vom Vermieter die Schäden unbedingt abzeichnen. Versichere das Fahrzeug ausreichend, da es hier leicht zu Schäden (Parken, enge Gassen) kommen kann. Steinschlag- und Unterbodenversicherung halte ich nicht für so wichtig, dass kann man nach eigenem Sicherheitsempfinden entscheiden. Aber im Gegensatz zu Afrika, wo ich es dringend anrate, finde ich es hier nicht nötig.

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Ansonsten macht es natürlich riesig Spaß Maltas Küsten entlang zu cruisen und ich kann es wirklich nur empfehlen.
Allen die hier unterwegs sind, wünsche gute und sichere Fahrt auf dieser schönen Insel!

*Ein persönliches Fahrzeugübernahme-Protokoll zu deiner eigenen Sicherheit habe ich dir auch zusammengestellt. Du kannst es im LINK kostenlos herunterladen.

Ich freue mich natürlich immer über Rückmeldung zu meinen Beiträgen. Nutz das Kommentarfeld und schreib mir, wie du den Artikel fandest und ob dich meine Tipps weitergebracht haben. Ich hab was Wichtiges vergessen? Auch dann freue ich mich über Nachricht von dir.

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Malta erleben – meine Highlights & Tipps für deinen Inseltrip!

Malta, das ist ein kleiner Inselstaat im südöstlichen Mittelmeer und in ca. 3h Flugzeit von Deutschland aus zu erreichen. Er ist ein Archipel bestehend aus den drei bewohnten Inseln Malta, Gozo und Comino sowie aus den unbewohnten Kleinstinseln Cominotto, Filfla, St. Paul’s Islands und Fungus Rock. Doch Malta spaltet die Geister, wenn es um seine Schönheit geht. So geht es auch mir und ich frage mich: „Ach, Malta was ist das nur mit uns?“

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Zu Recht

Ja, die Kritiker haben völlig Recht, wenn sie über Malta schreiben die Insel sei verbaut, die glühende Sommerhitze raubt den Verstand und dieser schrecklich zähe Verkehr sei eine Zumutung. Aber dann wieder ist die Insel so ganz anders, besticht dich mit Abgeschiedenheit, mit ihrem türkisblauen Meer, mit bunten Fischen die um deine Beine schwimmen, mit schaukelnden Booten in malerischen Häfen und barocken Prachtbauten, die dir den Atem rauben. So ist das in Malta und entweder man liebt es oder kehrt nie wieder dahin zurück.

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Malta my love

Ich wollte nicht wiederkommen. Zwar fand ich alles ganz reizend auf Malta, aber die Welt ist groß und zu schön für Wiederholungen. Deshalb war für mich nach dem ersten Malta Aufenthalt klar, dass es eine einmalige Sache bleiben würde. Wäre da nicht die Sache mit der Liebe gewesen (siehe LINK), die mich zurück brachte. Und diesmal wendete sich das Blatt und es war nicht ein Mann der mich bezauberte, sondern es war Malta selbst, was mich in seinen Bann zog. Was mich letztlich doch an der Insel unheimlich fasziniert hat, möchte ich hier mit dir teilen und hoffe mein Beitrag macht Lust, dem kleinen Archipel eine Chance zugeben. Also dann mal los! Ich nehme dich mit zu einer Malta Umrundung:

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Der Hafen von Marsaskala

Es ist 7 Uhr in der Früh und der kleine beschauliche Fischerbootshafen von Marsaskala wird gerade von der Sonne wach geküßt. Genau jetzt, ist für mich die beste Zeit für einen Besuch hier. Ruhig schaukeln die ankernden Boote in der Bucht, langsam erwacht das Leben, öffnen die ersten Shops und gleiten die ersten Fischer hinaus aufs Meer. Die Häuserfront spiegelt sich im Hafenbecken, der Kirchturm weckt die noch schlafenden Bewohner mit seinem besonderen Glockenspiel und die ersten Frühaufsteher wie mich, zieht es ans Meer. Genau diese ruhige und entspannte Atmosphäre macht den Hafencharme von Marsaskala so besonders. Natürlich ist er zu jeder Zeit schön anzusehen, aber seinen vollen Charme genieße ich am liebsten beim Erwachen eines neuen Tages. Ich schlendere am Hafenbecken entlang, grüße freundlich die Spaziergänger und genieße einen duftenden Kaffee einer der Bars. Es ist wunderbar, hier so einem neuen Tag zu begegnen und ganz entspannt zu starten.

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Carmelo Abela & Titti – Maltas Berühmtheiten

Wer in Marsaskala am frühen Morgen die Augen offen hält, wird Carmelo Abela & Titti, seinem Jack Russel beim Morgenspaziergang begegnen. Die Beiden sind eine Berühmtheit auf Malta. Bekannt sind sie für ihre synchronen Klippensprünge in der nahegelegene Bucht von St. Peters Pool. Die Beiden sind unzertrennlich und ihr Element ist das Wasser. Wann immer Carmelo frei hat, verbringen er und sein Hund die Nachmittage in der Bucht und begeistern ihre Fans mit wagemutigen Sprüngen von den weißen Klippen. Inzwischen pilgern Fernsehteams aus der ganzen Welt nach Malta, um die Beiden zu filmen. Schau mal im LINK was sie so drauf haben!

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Faszination Street Art

Leuchtend blaue Augen schauen mich an, von einer Wand eines ehemaligem Hotelkomplex, welcher jetzt nur mehr eine schäbige Ruine ist. Als ich weiter auf diese Augen zulaufe, die mich magisch anziehen, erkenne ich Gollum! Die Figur aus der „Herr der Ringe“ Saga. Bei noch genauerem Hinschauen fällt mir die Euromünze in seiner Hand auf. Übertragen auf den Film, wohl sein Schatz. Auf die Position und das verrotete Gebäude bezogen, hat hier auch jemand versucht einen Schatz in Form eines Hotels zu haben und das schnelle Geld zu machen. Davon ist jetzt nur dieses erbärmlich heruntergekommende Gebäude übrig. Diese und andere Gedanken sind für mich der Geniestreich hinter Street Art. Diese Kunstform ist oft sozialkritisch und es obliegt dem Betrachter zu interpretieren. Zwar ist Malta kein Mekka der Street Art, aber dieses Gebäude am Rande zu St. Thomas Bay, solltest du dir unbedingt mal anschauen.

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St. Thomas Bay mein Liebling

Hier leuchtet das Meer in seinen schönsten Farben, denke ich mir als ich das erste Mal an der St. Thomas Bay stehe. Mit großen Augen bestaune ich die weißen Klippen, das Blau des Ozeans und das Idyll dieses kleinen Paradieses. Die Bucht hat viele Facetten mit Klippen, Sandstrand, Hafen und zum Teil ärmlich anmutenden Hütten am Hafen. Doch in erster Linie hat sie Charme und man muss sich auf sie einlassen. Hier treffen sich die Locals nach Feierabend und am Wochenende. Hier ist nix schicky micky, sondern hier kann man noch man selbst sein und das genieße ich besonders in St. Thomas Bay. Wer etwas abseits lauschige Plätzchen sucht, der sollte sich nicht scheuen einen kurzen Spaziergang im angeschlossenen Naturreservat zu machen. Von dort gibt es Pfade zu den Felsen am Meer, die herrliche private Badeplätze versprechen. Probiers aus!

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Die bunten Boote von Marsaxlokk

Luzzus nennt man die bunten Boote auf Malta, aber nicht in jedem Hafen findet man sie noch. Ganz sicher aber wirst du in Marsaxlokk fündig. Hier ankern so viele dieser traditionellen Fischerboote, dass jeder sein ach so typisches Malta-Boots-Motiv finden wird. Auch in diesem Hafen findet man noch diese Ursprünglichkeit der Insel mit ihren Fischern, deren Netzen und der Zeit, die hier geradezu stehen geblieben zu scheint. Ich komme gerne her, wenn die Sonne die goldene Stunde am Nachmittag einleutet. Wenn alles in mildes Licht getaucht wird und die Wärme förmlich zurück gespiegelt wird. Man kehrt in eine der Bars ein, ordert ein kühles Glas Wein und lässt den Blick über den Hafen schweifen. Man beobachtet schlafende Rentner auf den Bänken, Luzzus die sanft im Wasser schaukeln und natürlich auch die herumstreunernden Touristen mit ihren Kameras. Mein Tipp zum Fotografieren der Luzzu´s findest du auf YouTube!

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Traumbucht St.Peter’s Pool

Leuchtend, türkisblaues Meer in dessen Wellen bunte Fische zu tanzen scheinen, dazu eine Bucht wie man sie sich schöner nicht ausmalen kann, das ist St. Peter´s Pool ganz in der Umgebung von Marsaxlokk. Vor noch gar nicht so langer Zeit war dieser himmlische Flecken Erde ein Geheimtipp. Inzwischen pilgern die Touristen in Strömen hier her, springen wagemutig von den Klippen, schnorcheln im glasklaren Wasser und sonnen sich auf den Sandsteinklippen. Wer es belebt mag, wer auf wagemutige Klippensprünger steht und vielleicht auch selbst gerne zeigt, was er so drauf hat, der ist hier genau richtig. Meine Zeit allerdings ist hier, wenn noch keine Badefreudigen die Bucht säumen. Morgens vor 10 Uhr und am Besten unter der Woche, hat man die kleine Bucht noch für sich alleine. Dann breite ich hier in Ruhe mein Handtuch aus, gleite neben den kleinen Fischen ins Meer und lass mich dann in aller Ruhe treiben. Genau zu dieser Zeit ist St. Peter´s Pool für mich immer noch der Insider, der er mal war. Unentdeckt, wildromantisch und ein Ort an dem die Seele auflebt. Lust auf einen Videoschwenk? Schau auf mal auf meinem YouTube Kanal.

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Blue Grotto – die blaue Grotte von Malta

Ein Bootsausflug zu den blauen Grotten ist schon fast ein Muss, bei einem Ausflug auf der Insel. Entsprechend gefragt sind diese Touren auch bei Touristen. Entweder man ist gleich ganz früh am Morgen da und genießt zudem den besonderen Lichteinfall oder man stellt sich brav in die Reihe der wartenden Ausflügler, die dann später hier eintreffen. Ich hatte Glück und war zur Nebensaison hier, der Ansturm hielt sich in Grenzen und ich konnte den kleinen Ausflug in den typischen Booten genießen. Ganz besonders beeindruckt war ich aber nicht etwa von den Grotten selbst, sondern von den Meerestieren, die man unterwegs beobachten konnte. Zumindest bei meinem Besuch konnte ich etliche wunderschöne, im Meer schwebende Quallen aufstöbbern, die sich auch von uns Touristenbooten nicht stören ließen.

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Entlang des Weges

Runter von der Hauptstraße, rauf auf die kleinen Gassen, das liebe ich und gerade auf Malta entdeckt man immer wieder Highlights entlang des Weges. Zwar erfordern die engen Straßen etwas fahrerisches Können und die Bereitschaft auch mal den Rückwärtsgang einzulegen. Dafür entdeckt man aber auch schon mal so hübsche Perlen, wie diese kleine Kapelle ganz in der Nähe von Dingli. Sei also mutig und geh auch mal andere Wege, um die Insel für dich zu entdecken. Sicher ist Malta allemal – auch für Frauen.

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Die Badestelle Ghar Lapsi

Wenn die Malteser aus den Dörfern zwischen Dingli & Blue Grotto nach Feierabend noch Freunde und Familie treffen wollen und es sie trotzdem an den Strand zieht, dann trefen sie sich gerne auch in Ghar Lapsi. Hier verabreden sich die Einheimischen zum Essen, Reden und Badengehen. Wer also so richtig in das Leben der Malteser eintauchen will, der ist hier ab dem späten Nachmittag genau richtig. Wer dieses Plätzchen für sich haben möchte, dem empfehle ich, einfach morgens ganz früh da zu sein. IMG_7761

Dingli Cliffs – Klippen mit Weitsicht

Bis zu 250 Meter über dem Meer fallen bei Dingli Cliffs die Steilwände ins Meer und bilden somit ein imposantes Bild welches besonders Naturliebhaber und Wanderer anzieht. Das beliebte Ausflugsziel verlockt aber auch, sich einfach mit einem Picknickkorb niederzulassen und einfach nur die Aussicht zu genießen. Aktivurlaubern würde ich in der Nebensaison, wenn es nicht ganz so brennend heiß ist auf Malta, sogar eine Radtour zu Dingli empfehlen. Der Verkehr hält sich hier in Grenzen und so ist eine Fahrt entlang der malerischen Küste ganz sicher auch ein Highlight.

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Mdina – Perle Maltas

Malet (Zufluchtsort) nannten Phönizier die Stadt mit dem Wall bereits um 1000 v.Chr. Heute ist Mdina im Zentrum der Insel einer der beliebtesten Ausflugsziele und gerade an den Tagen an denen Kreuzfahrtschiffe anlegen sehr gut besucht. Das sollte einen aber in keinen Fall davon abhalten, dieses Juwel zu besuchen. Ich habe es geliebt zwischen den historischen Häusern in den malerischen Gassen zu wandeln, die kleinen Galerien zu besuchen und die Gastronomie der Stadt voll auszukosten. Übrigens lohnt sich neben Mdina auch der Besuch der Schwesterstädte Rabat und Mosta. Empfehlen würde ich dir, in den Sommermontaten, einen Besuch in den Abendstunden, wenn sich die Ausflügler der Schiffe wieder zum Hafen bewegen. Auch soll Mdina nachts eine grandiose Fotokulisse bieten, dass habe ich allerdings noch nicht ausprobiert.

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Il-Gnejna

Ġnejna Bay (Maltesisch Aussprache: [dʒˈnɛjna] ) ist ein beliebtes Ziel und befindet sich ca. 1 km von der Ortschaft Mġarr an der westlichen Küste Maltas. Der Strand hier ist überwiegend sandig, bietet aber auch unzählige Sandsteinplattformen auf denen man sich ausgiebig Sonnenbaden kann. Kinder lieben diese Bademöglichkeit, weil sie hier wunderbar toben und von den Felsen in die ruhige Bucht springen können. Zwar ist der Strand bei Touristen beliebt, aber ich habe zum Sonnenuntergang hier fast nur Einheimische getroffen. Fast ungestört ist man in der Nebensaison in den Vormittagsstunden, wo hingegen es hier in der Hochsaison und am Wochenende schon mal ordentlich trubelig zugeht.

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Popeye Village

Das Filmdorf welches als Kulisse für die Verfilmung des Comics „Popeye“ diente, ist eine der meist besuchten Touristenattraktionen der Insel und auch an dieser Sehenswürdigkeit scheiden sich die Geister. Heute ist Popeye Village ein Freizeitpark den man wollen muss. Ich habe mich mit Fotos der Kulisse begnügt, weil ich kein Fan solcher Touristenbespaßung bin. Ich kann aber durchaus verstehen, dass es für Familien ein lohnendes Ziel sein kann. Fotografen empfehle ich, auf die Lichtverhältnisse zu achten, denn nicht immer sieht die Bucht so malerisch türkis aus.

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Gozo & die Reste des Azur Windows

Kein Malta Besuch ohne einen Auflug auf die Insel Gozo, die bei vielen sogar noch beliebter ist als die Hauptinsel, einfach weil sie mit ländlicher Idylle die eher ruhesuchenden Reisenden lockt, für die Natureindrücke wichtiger sind, als ein abendliches Unterhaltungsprogramm. Hier bestimmen grüne Wiesen, Felder und Weingärten mit Steinmäuerchen das Landschaftsbild. Noch bis Anfang März war das Azur Window, ein aus aus der Dwerja Bay ragender Feldsen, die Sehenswürdigkeit schlecht hin auf Gozo. Rauer Wellengang und ein heftiger Sturm brachten das steinige Meisterwerk vor den Augen der Touristen zum Einsturz. Ich war genau einen Monat zu spät da und mir blieb nur die Bewunderung der Steilküste ohne seine Naturschönheit. Ein Ausflug lohnt sich in meinen Augen aber trotzdem noch. Mutige gehen hier in den natürlichen Pools, mit ihrem türkisblauen Meerwasser, baden und nutzen die Kulisse für Selfies.

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Mellieha Bay – Maltas längster Sandstrand

Das Wasser auf Malta läßt sich immer abwechselnd mit „kristallklar“, „türkis“ oder „tiefblau“ beschreiben und hingegen aller Vorurteile findet man auf der Insel auch jede Menge Sandstrände. Der längste und wohl auch beliebteste Strand ist Mellieha Bay. Ich muss zugeben, dass ich ihn nur aus der Ferne beobachtet habe, weil ich auf Abgeschiedenheit und kleine Buchten wert lege. Mellieha Bay ist aber, dank seines flachen Wassers sowie der kaum vorhandenen Strömung, ein sehr beliebtes Ausflugszeil für Familien und Wassersportler.

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Parish Church of Mellieha – das Fotomotiv

Das Gotteshaus liegt in einer schönen Aussichtsposition über der Stadt und der Bucht, was es bei Fotografen so beliebt macht. Ich bin auf die gegenüberliegende Seite gefahren, weil man hier wunderbar die Serpentinenstraße und das saftige Grün der Parkanlagen mit einfangen kann. Die Kirche von Mellieħa ist der ganze Stolz dieses Ortes im Norden Maltas. Das eindrucksvolle Gotteshaus spielte eine wichtige Rolle in der Geschichte von Mellieħa, welche stark mit der Piraterie verknüpft ist. Wer sich für Seemansgarn interessiert, dürfte hier ganz bestimmt fündig werden.

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Selmun Chapel & Selmun Palace Hotel

Auf dem Weg zum beliebten Hotel „Selmun Palace“ passiert man automatisch die kleine Kirche Selmun Chapel, die am Wegesrand liegt. Durch ihre exponierte Lage bietet sie ein hervorragendes Fotomotiv und einen exzellenten Ausblick auf die St. Paul´s Bucht. Du solltest also nicht nur Augen für das berühmte Hotel haben, sondern auch an dieser Stelle mal anhalten und dich umsehen.

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Fort Campbell als Aussichtspunkt

Fort Campbell ist zugegebenermaßen ein ziemlicher Schandfleck in der wunderschönen Landschaft der Selmun Halbinsel. Das alte Militärgelände ist heute nur mehr eine Ruine, allerdings muss man auch zugeben, dass es durch seine strategische Lage einen hervorragenden Rundumblick bietet. So zum Beispiel zu St. Paul´s Bay und der kleinen Nachbarinsel St. Pauls Island, die du auf dem Foto siehst. Nur wenige Touristen verirren sich hier her, so dass man die Abgeschiedenheit dieser Region und ihre Naturschönheit in vollen Zügen genießen kann. An weniger heißen Tagen bietet sich auch eine Wanderung entlang der Küste an.

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Café del Mar Malta – Platz der Schönen & …

Das Café del Mar Malta liegt in direkter Nachbarschaft zum Aquarium und ist der Spot für alle die gesehen werden wollen. Die schicke Anlage läßt sich den Eintritt allerdings vergolden und nur mal eben zum Essen dahin gehen, geht leider auch nicht. So kommt es, dass der eigentliche Spirit eines Café del Mar hier gänzlich nicht existiert, weil nicht die hippen Leute da sind, sondern die mit dicker Geldbörse. Unerwähnt wollte ich den Club dennoch nicht lassen, denn eine Augenweide ist er allemal.

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Malta National Aquarium – Die schlechtwetter Alternative

Malta bietet 300 Sonnentage im Jahr, sollte man hier dennoch mal einen verregneten Tag erwischen, dann empfiehlt sich ein Ausflug ins Malta National Aquarium. In dem an der Qawra Seafront gelegenen Gebäude können Besucher in 26 Aquarien 130 verschiedene Fischarten bewundern. Besonders für Familien, die ihren Kindern mehr über die Lebewesen des Mittelmeers vermitteln wollen, ist die Ausstellung sicher eine sehr gute Anlaufstelle.

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Silema – die junge Seite Maltas

Für mich ist Silema das Mekka der jungen Leute Maltas. Der Altersdurchschnitt ist hier deutlich unter dem anderen Gemeinden und den anderen Lifestyle sieht man auch ganz deutlich. Wer eintauchen will, dem empfehle ich zum Sonnenuntergang das Paradise Exiles. Die Bar ist ziemlich simpel, aber hier trifft man sich und genießt den Abend. Aber auch andere Bars und Restaurants an der Beachpromenade können sich durchaus sehen lassen.

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Grand Harbor – der große, wunderbare Hafen

Der große Hafen von Valletta ist für mich einer der schönsten Plätze auf Malta. Ich könnte stundenlang auf Mäuerchen sitzen und dem Treiben hier zuschauen. An seinen Ufern bewegtes Treiben von fotografierenden Touristen und vorbei trabenden Kutschen. Im Becken selbst wechseln sich majästetische Segelboote, bunte Luzzus, Expeditionsschiffe und Kreuzfahrtriesen ab. Mein Tipp: Zum Sonnenuntergang zum Fuß von Fort St. Angelo pilgern. Die Badestelle ist der ideale Sundowner-Platz und ein super romantischer Picknick-Spot.

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Valletta, Floriana und andere wunderbare Stadtteile

Sei es Valetta, Floriana, Senglea, Cospicua oder Vittoriosa, irgendwie sind in Malta die großen Stadtteile alle komplett miteinander verschmolzen. Und alle haben diesen wunderbaren, mediterranen Chame, hinreißende Gassen, diese besonderen Erker und es fällt schwer die Grenzen zwischen den Virteln auszumachen. Es ist herrlich hier den Tag zu verbringen und diese lebensfrohe und lebensnahe Stadt zu erleben. Ich empfehle sich Zeit zu nehmen für ausgiebige Spaziergänge, Fotostops und natürlich auch für die exzellente Küche hier. Zur Abkühlung solltest du dir ein Eis bei Amorino in Valletta gönnen. Schöner geformtes Eis habe ich noch nirgends auf der Welt entdeckt und lecker ist es noch dazu. Vertrau mir, ich bin Eis-Experte!

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St. Pauls Ships Wreck Church

Etwas versteckt im Herzen von Valletta liegt St. Pauls Ship Wreck Church. Wer den Andrang in den anderen Kirchen scheut, wird hier noch eine kleine Stätte der Ruhe finden, denn diese Kirche ist etwas versteckt, dafür aber ist sie ein kleines Juwel und Ort für Einkehr und Rückzug, wenn es draußen hektisch hergeht. Überhaupt solle man sich Zeit nehmen, die ein oder andere Kirche auf Malta zu besuchen. Nicht nur, weil der Inselstaat auch eine Wiege des Christentums ist, sondern weil Kirchen immer auch ein Teil der Geschichte einer Region sind und gerade diese hier eine große Rolle gespielt hat.

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Feuerwerk – Malta feiert das Leben

Die Malteser lieben einfach Feuerwerke. Und neben den täglichen Gunshots von den Terassen in Valletta aus, wird dir auf der Insel so Einiges an „Ballerei“ begegnen. Gerade im April, wo in jeder Gemeinde die Europäische Untion gefeiert wird, kannst du dir schon fast sicher sein, mindestens einmal Gast eines solchen Spektakels zu sein. Mir hat das Feuerwerk über dem Grand Harbor in Valletta am Besten gefallen. Googel einfach mal ein bischen für die aktuellen Termine, stell dich aber gleichzeitig auf viel Verkehr ein und nimm besser den Bus ins Zentrum.

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Wundervolle Menschen

Für mich ist der Kontakt zu Einheimischen die Würze einer jeden Reise. Ich lasse keine Gelegenheit aus, mit ihnen ins Gespräch zu kommen und auf Malta, wird das sehr begrüßt. Als ehemalige britische Kolonie, spricht jeder englisch auf der Insel und das macht es einfach, sich hier zu verständigen. In noch keinem Urlaubsland davor, bin ich so oft zu Kaffee, Wasser, Bier und einem Plausch eingeladen worden wie hier. Und ich liebe es, mich zu den alten Fischern an den Hafen zu setzen, in Cafés zu plauschen oder beim Stöbern mit den Marktfrauen zu ratschen. Diesen netten Herren habe ich am Straßenrand in Marsaxlokk getroffen. Er fragte mich beim Vorbeilaufen, ob ich ihm nicht Gesellschaft leisten wolle. Über eine Stunden saßen wir zusammen und philosophierten über das Leben. Einfacher kann man nicht in Kultur und Lebensweisen eintauchen als so, finde ich.

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Danke für deine Begleitung!

Ich hoffe meine kleine Malta-Rundreise hat dir gefallen und dich inspiriert selbst das schöne Insel-Archipel zu besuchen. Danke für deine Aufmerksamkeit. Wenn du noch Fragen zu meine Tipps hast, dann nimm gerne mit mir Kontakt auf. Kommentiere hier, skype mich an oder schreib mir via Facebook – ich bin für dich erreichbar.

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In diesem Sinne:

#get up & experience Malta!

 


Du planst dir in Malta ein Auto zu mieten? Ich hab das auch schon gemacht und möchte dir Tipps mitgeben, wie du das am Besten machst. Zwar gehört Malta zur EU und es sollte leicht sein hier Autozufahren, aber mit Linksverkehr, engen Gassen und verstopften Straßen wirst du mir bestimmt noch dankbar sein, für ein paar Hinweise von mir. Schau gleich im LINK. Oder möchtest du dir lieber frischen Wind beim Rollerfahren um die Nase wehen lassen? Auch hier habe ich grandiose Tipps für dich, die es dir leicht machen, die Insel auf dem Zweirad zu entdecken. Alle Infos im LINK.