Mit Vietnam Airlines nach Asien & zurück – Erfahrungsbericht

Letzte Woche bin ich geschäftlich nach Vietnam geflogen und hatte das erste Mal die Chance in einem Dreamliner von Boeing zu reisen und das sogar noch in der Premium Economy Klasse. Was dieses Flugzeug auszeichnet? Was mir beim Fliegen aufgefallen ist und wie es um Essen, Sauberkeit und Komfort steht, verrate ich hier.

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Mein Flug im Dreamliner (Boeing 787-8)

Hinflug: Frankfurt -> Saigon/ Ho-Chi-Minh-Stadt, Rückflug: Hanoi -> Frankfurt

Mein Flug wurde über das Reisebüro gebucht, ich bekam die Unterlagen via Mail und konnte damit direkt zum Check-In-Schalter in Frankfurt. Dank mitgebuchtem Rail & Fly-Ticket kam ich in den Genuss eine entspannte Anreise zu haben – ohne Drängeln auf der Autobahn, Stau und Parkplatzsuche. Ganz zu schweigen davon, dass mir auch noch die teuren Parkgebühren am Frankfurter Flughafen erspart geblieben sind.

Check-in in Frankfurt Main Flughafen

Der Schalter

Der Counter vor Vietnam Airlines befindet sich in Frankfurt am Schalter 886-895 im Terminal 2, Bereich D, Ebene 2 – Zwar sind die Wege am Flughafen recht lang, dafür ist aber alles gut ausgeschrieben und gut auffindbar. Da mir ein Zeitpuffer vor Abflug enorm wichitg ist, war ich 3h vor Start der Maschine bereits vor Ort.

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Check-in Prozedere und Gepäck

Glücklicherweise war mein Flug mit Premium Economy gebucht und so wurde ich auch am Check-In-Schalter direkt bedient. Gewichtsprobleme beim Gepäck, wie bei Billigairlines, hat man bei Vietnam Airlines nicht, denn die Fluglinie erlaubt 30 kg für das Hauptgepäckstück. Sollte man trotzdem mal drüber liegen, hat man die Möglichkeit dieses noch als Fracht aufzugeben oder eben Übergepäck zu bezahlen. Für Handgepäck sind 7kg angesetzt, was gerade für mich als Fotografin sehr wichtig ist, da ich meine Technik ausschließlich so befördere. Laptop, Kameras und Objektive sind für mich Wertgegenstände und diese gehören in meinen Augen nicht ins Aufgabegepäck. Allerdings wiegen sie enorm viel und so komme ich bei vielen Airlines schnell an die Grenzen des Erlaubten. Ich fiel unter alle Normen und musste mir darüber glücklicherweise bei diesem Flug keine Gedanken machen.

Ich bekomme am Schalter meine Flugticket, mein Gepäckbändchen und die Informationen zum Abfluggate. Der Sicherheitscheck in Frankfurt verlief wie immer: alles Auspacken und Ablegen. Dafür ging es diesmal sehr zügig, was in Frankfurt ja eher die Ausnahme ist.

Business-Lounge

Noch bevor die Reise startete, durfte ich als Premium Economy Flieger auch noch die Business Lounge nutzen (8 Zuzahlung). Hier kam mir dann mein Zeitvorteil wieder zu Gute. Erstens weil ich nicht gehetzt zum Boardsteig musste und zweitens weil ich hier noch entspannt snacken und etwas trinken konnte. Alle Speisen und Getränke waren inklusive. Zutritt erhielt ich durch die Boardkarte.IMG_6348

Der Flug im Deamliner

Boarding und Highlights

In meiner gebuchten Klasse wurde ich auch beim Boarding bevorzugt und durfte als eine der ersten den Flieger betreten. Ganz aufgeregt war ich diesmal, denn der Dreamliner war eine ganz neue Maschine für mich und ich war gespannt, was dieser so zu bieten hat. Als Erstes fiel auf, dass die Fenster für einen Flieger riesig sind! Mit ihren Abmessungen von 48 Zentimetern mal 28 Zentimetern sind sie größer als in jedem anderen Flugzeug dieser Klasse. Noch dazu lassen sie sich individuell elektronisch abdunkeln, ein Feature was nicht jedes Flugzeug bietet. Und weil ich fliegen und rausgucken ja fantastisch finde, ist das für mich ein absoluter Pluspunkt gewesen.

Handgepäckfach

Mein doch recht großes Handgepäck verstaute ich im Gepäckfach über mir und auch dieses war bedeutend größer als ich es gewohnt war. Es ist kein starres Fach, sondern kommt einem geradezu entgegen. Was es kleinen Personen wie mir bedeutend einfacher macht, auf die Sachen darin zuzugreifen oder sie zu verstauen.

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Sitzplatz

Mein Sitz war ein Traum! Richtig viel Platz, gemütlich und mit einer ausklappbaren Fußstütze, so dass es fast schon die Anmutung einer Liege hatte. Nur wo war das Entertainmentsystem und die erhofften USB-Anschlüsse, um mein Akku vom Handy wieder aufzuladen? Ratlos blickte ich in die Runde, bis ich erkannte, dass alles in der Armlehne versteckt ist. Dort befand sich der ausklappbare Monitor der sonst an der Rücklehne des Vordermanns befestigt ist. Eigentlich ganz clever, weil man so Mitreisende nicht belästigt. Ich erinnerte mich an einen Flug, bei dem die Dame hinter mir, wie eine Irre auf dem Display rumhämmerte, während sie irgendein Computerspiel dattelte. Das für mich da an Schlafen nicht zu denken war und sie auch wenig Einsicht zeigte, war eine Folge. Hier also hatte Jemand mitgedacht! Und an diesem Monitor war er dann auch, mein heiß ersehnter USB-Anschluß zum Wiederaufladen elektronischer Geräte.

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Abbildung zeigt den Beinabstand im Dreamliner in der Premium Eco Class

Annehmlichkeiten

Und auch sonst war alles da, was Frau sich für einen angenehmen Flug so wünschte. Decke, Kissen, Hausschuhe (!) und ein kleines Päckchen mit Schlafbrille und Zahnbürste.

Beleuchtung

Und noch etwas fiel auf! Für die Kabinenbeleuchtung werden Leuchtdioden verwendet – diese lassen sich in ihrer Helligkeit regeln und farblich variieren. Auch Tagesabläufe sowie ein Nachthimmel mit Sternen ließen sich in dem Jet damit simulieren und das direkt von der Fernbedienung am Sitz. So bestens equipped und ausgeleuchtet freute ich mich auf den Start der Maschine. 

Erlebnis Flug

Flugsicherheit

Durch Umfang und Masse des Flugzeugs hatte ich den Eindruck, dass dieser Anflug besonders sanft von Statten ging. Wie ich erst während des Fluges erfahren habe, hat der Dreamliner Sensoren und eine intelligente Elektronik, welche den Flug der Maschine bei Turbulenzen ruhiger machen, weil sie in jedem Moment automatisch gegengesteuern. Das macht das Fliegen angenehmer, besonders für empfindsame Personen, wie mich, die unter Reisekrankheiten leiden. Vielleicht ist es nur subjektives Empfinden, aber mir kam der Flug insgesamt ruhiger vor, als mit anderen Maschinen. Ich erinnerte mich an wackelige Zeiten in Brasilien in Propellermaschinen von Azur. Bei diesen Flügen habe ich jedesmal ununterbrochen die Tragflächen beobachtet vor lauter Unwohlsein auf Grund der Thermik.

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Spritsparend

Und noch etwas erfuhr ich an Board des Dreamliners. Er fliegt sprittsparender als andere Flugzeuge. 25% Einsparung bei Kerosin nenne ich ein Wort. Und gerade in Zeiten in denen man sich fürs Vielfliegen rechtfertigen muss, finde ich das ein wichtiges Argument sich für eine Boeing 787-8 zu entscheiden.

Sauberkeit

Auch Sauberkeit ist mir gerade auf Langstrecke besonders wichtig und auch hier kann ich Vietnam Airlines nur lobend erwähnen. Selbst nach einer langen Nacht war alles top sauber und ich konnte am nächsten Morgen ruhigen Gewissens Zähneputzen gehen. Zudem gab es hochwertige Reinigungs und Pfegeprodukte, die mir mehr als willkommen waren, um mich für einen neuen Tag frisch zu machen. Für mich sind es solche Details, die eine Flug zum Top oder Flop machen. Wenn ich mich vor den sanitären Anlagen streube oder mir einen Mundschutz zur Benutzung wünsche, dann läuft was falsch und dann reißt auch jede Freundlichkeit des Personals das nicht mehr raus. Deshalb möchte ich die vorbildliche Hygiene an Board auch unbedingt erwähnen und das noch vor Personal und Essen!

IMG_6376Abbildung zeigt den Airbus A321 –  auf einem Inlandsflug der Vietnam Airline

Die Crew

Die Stewardessen waren, wie von einer asiatischen Airline zu erwarten, sehr höflich und zurücknehmend. Das schätze ich sehr. Es gab schon genug Flüge, bei denen ich von Stewards angestubst aus dem Schlaf gerissen wurde, damit mir das Dutyfree-Angebot präsentiert werden konnte. Bei Vietnam Airlines gag es so etwas Unangenehmes nicht. Hier wurde ich nur im Wachzustand angsprochen und gefragt, ob ich Getränke oder anderen Service wünsche. Selbst an, in der Nacht aufgegebene, Frühstückswünsche erinnerte man sich noch am nächsten Morgen und etwaige Störungen gab es nicht.

Essen & Getränke

Bei Verköstigung an Board gehen die Meinungen erfahrungsgemäß weit auseinander, deshalb gebe ich hier ganz klar meine persönliche Meinung wieder. Ich hatte das „Chicken-Menü“ geordert und wurde nicht enttäuscht. Eine ausreichend große Portion, geschmackvoll angerichtet und dazu ein leckerer Kuchen. Für meine Wünsche und Bedürfnisse völlig in Ordnung. Und auch die Getränkeauswahl ließ keine Wünsche für mich offen. Also ein rundum glücklicher Fluggast in Bezug auf die Verköstigung.

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Entertainment

Für viele ist auch das Entertainmentprogramm ein wichtiger Faktor bei der Bewertung ihres Fluges. Für mich ist das eher Zweitranging, da ich entweder gerne aus dem Fenster schaue oder schlafe, um dann entspannt anzukommen. So einen Film pro Flug gönne ich mir dann aber schon und hier ist klar zu sagen, dass es ein riesiges Angebot gab. Ganz wichtig auch, die Streifen waren in „deutsch“ verfügbar. Wie oft mußte ich es schon erleben, dass man zwar Top-Filme zur Auswahl hatte, diese dann aber nur in Fremdsprache angeboten wurden. Da ich mich im Flieger entspannen und nicht nachdenken will, schätze ich ein Programmangebot in meiner Landessprache, auch wenn ich natürlich des englischen mächtig bin.

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Flugzeit

Von Frankfurt ist man dank Direktflug zwischen zehn und zwölf Stunden Flugzeit in Vietnam (je nach Flugrichtung). Mir war der Flug ehrlicherweise etwas zu kurz. Da wir am Nachmittag gestartet sind und ich da einfach noch nicht müde war und nachts die Zeitverschiebung dazu kam, hätte für mich der Flug gerne noch etwas länger gehen können und ich hätte die Zeit zum Schlafen genutzt. Aber auch das ist absolut subjektives Empfinden und eigentlich sind die meisten Menschen auch echt froh, Langestreckenflüge schnell hinter sich zu bringen. Ich liebe halt das Fliegen und kann nie genug davon bekommen.

Raumklima

Noch ein Punkt der mir eigentlich erst nach Landung positiv aufgefallen ist, war das angenehme Raumklima des Dreamliners. Normalerweise leiden meine Schleimhäute auf Grund von Klimaanlagen immer sehr stark. So ein Flug führt dann bei mir sehr leicht dazu, dass ich mir eine Erklältung zuziehe und den Urlaub nicht richtig genießen kann. Im Dreamliner hatte ich damit auf überhaupt keine Probleme.

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Ankunft in Saigon/Ho-Chi-Minh-Stadt

Paßkontrolle & Visa

In Saigon/ Ho-Chi-Minh-Stadt sind wir absolut pünktlich angekommen und dann hieß es erstmal sich der Paßkontrolle und den Visa-Formalitäten zu stellen. Aber auch das war kein Problem. Wer nur 15 Tage in dieses asiatische Land reist, bekommt am Schalter sein kostenloses Visa. So bekam ich also schnell meinen Stempel in den Pass und konnte meine Reise ohne unnötige Verzögerung fortsetzen.

Gepäckabholung

Der Flughafen in Saigon ist hell, gut beschildert und sehr übersichtlich. Es war ein Leichtes sich hier zurecht zu finden. Wir waren kaum am Gepäckband, da wurden unsere Koffer und Taschen auch schon ausgeliefert. Alle der Gepäckstücke unserer Gruppe kamen gut an und waren unversehren und so konnten wir direkt in einen entdeckungsreichen Tag starten.

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Rückreise von Hanoi

Check-In

Der Flughafen in Hanoi ist ganz übersichtlich gestaltet und die Schalter von Vietnam Airlines gut zu finden. Dank Premium Eco Buchung wurden wir auch hier bevorzugt behandelt und konnten direkt einchecken und unser Gepäck aufgeben. Die nette Dame sprach ein gut verständliches Englisch und so war die Kommunikation einfach. Wir bekamen züging unsere Unterlagen und konnten direkt zur Sicherheitskontrolle weitergehen.

Sicherheitscheck

Wie auf allen Flughäfen dieser Welt, legt man seine Sachen in Transportboxen und packt sein Laptop aus. Anders war nur, dass wir gebeten wurden, auch die Schuhe auszuziehen.

Lounge

Auch auf dem Rückflug kam ich auch wieder in den Genuss die Lounge aufsuchen zu können ((30$ Zuzahlung). Ein paar Snacks, warmes Buffet und Getränke wurden hier angeboten. Zur Kurzweil gab es Monitore und ein umfangreiches Zeitungsangebot. Bequeme Sofas halfen zudem die Zeit bis zum Start so angenehm wie möglich zu gestalten. Auch gab es ausreichend Steckdosen, um etwa Laptops oder Handys laden zu können.

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Boarding

Dank des vorgezogenen Boardings als Premium Economy Flieger, war ich wieder eine der Ersten im Flieger und konnte in Ruhe meinen Platz beziehen.

Annehmlichkeiten und Verpflegung

Wie schon auf dem Hinflug erwarteten mich allerhand Annehmlichkeiten, ein exzellenter Service und eine hervorragende Verpflegung. Auch auf dem Rückflug gab es nichts zu ergänzen. Außer, dass der Flug bedingt durch die Rückstrecke eben diesmal 12 Stunden dauerte, ich dazu kam, zwei Filme zu sehen und trotzdem noch ausreichend Schlaf in meinem gemütlichen Sessel mit Fußlehne fand. Und wieder fiel mir auch der Komfort und die Sauberkeit positiv auf.

Ankunft in Frankfurt

In Frankfurt landen wir absolut pünktlich. Wieder kam das gesamte Gepäck der Gruppe züging und unbeschädigt aufs Kofferband und konnte schnell abgeholt werden.

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Fazit

Mein Flug gestaltete sich sehr enspannt und angenehm, was sicherlich auch dem extra Komfort der Premium Eco Klasse zuträglich war. Ganz besonders geschätzt habe ich die Sauberkeit an Bord und den unaufdringlichen, aber freundlichen Service der Crew. Für mich ist auch in Zukunft „Vietnam Airlines“ die erste Wahl bei Flügen in Richtung Asien. Preis, Leistung und Annehmlichkeiten stimmen einfach. Und was gibt es Schöneres als angenehm in den Urlaub zu reisen und auch entspannt wieder zurück zu kehren?

Insider-Tipp:

Wer auch Inlandsflüge in Vietnam plant, sollte diese direkt beim Langstreckenflug mitbuchen, denn dann bekommt man den Flug super günstig und darf auch auf der Strecke innerhalb des Landes 30kg Aufgabegepäck mitnehmen. Ansonsten sind es nur 20kg die als Freigepäckgrenze gelten.

Ich habe diesen Flug im Rahmen meiner beruflichen Tätigkeit als Fam-Trip gemacht. Hierzu fliegen Touristiker in Zielgebiete und inspizieren Hotels oder Resorts, besichtigen Sehenswürdigkeiten, testen Ausflüge und Restaurantangebote.

Meine Fotos sind zum Teil auf Inlandsflügen entstranden, da es auf Grund von Beschränkungen am Frankfurter Flughafen bzw. Dunkelheit nicht anders möglich war zu fotografieren. Gerade die Außenaufnahmen sind daher Stimmungsmotive und bilden nicht den Dreamliner ab, sondern einen Airbus A321.

Bist du bei Pinterst?

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Flyinsafari Buschsafari Flugsafari

Fly-In-Safari in Afrika – Was ist das & lohnt sich das?

Fly-In-Safari, Flugsafari oder Buschsafari beschreiben alle das Gleiche, nämlich vereinfacht ausgedrückt, die Anreise zu Wildlife-Gebieten oder Naturreservaten beziehungsweise deren Safari-Lodges per Flugzeug. Und weil der Gast bequem von Camp zu Camp einfliegt, entstandt eben der Begriff „Fly-In-Safari“  was aus dem englischen kommt und „Flieg-ein-Safari“ heißt.

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Flugsafaris sind meist Teil einer Kleingruppen- oder Individual-Safari und die Gäste werden in der Regel per Propeller-Kleinflugzeug transportiert. Ein typischer und sehr beliebter „Buschflieger“ ist die Cessna 206. Sie hat nur zwischen sechs und fünfzehn Sitzen, was der Anreise noch mal eine ganz besonders persönliche Note gibt.

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Der Reisende kann schnell und nach seinen Bedürfnissen das Wunschziel erreichen und spart sich so Stunden der Anreise in schaukeligen Jeeps und auf holprigen Schotterpisten. Das ist zeiteffizient und zudem gelangt man auf diesem Weg auch in die abgelegensten Regionen, die anders gar nicht erreichbar wären.

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Das Erlebnis Fly-In-Safari

Die Erde aus der Luft zu sehen, ist schon ein riesengroßes Erlebnis, aber zudem noch einzigartige Tiermomente aus der Vogelperspektive zu erleben, ist für mich das absolut Größte. Fly-In-Safaris sind eben nicht nur eine schnelle Anreisemöglichkeit, sondern einfach ein fantastisches Naturerlebnis. Da diese Flüge in einer relativ geringen Höhe von nur wenigen hundert Höhenmetern durchgeführt werden, kann man diesen faszinierenden Kontinent in all seinen Facetten und auf besondere Weise wahrnehmen. Und nicht nur das, denn es gelingen oft auch Sichtungen von Elefanten, Nilpferden, Giraffen und anderen Tieren.

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Wer sich zudem einen Flug über das Okavango-Delta in Botswana gönnt, der hat außerdem gleich noch einen fantastischen Überblick über das weitverzweigte Kanalsystem und den Wasserreichtum dieses ganz besonderen Flussdeltas.

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Die perfekte Ergänzung

Ich sehe eine Flugsafari als perfekte Ergänzung zu einem Game drive, einer Horseback- oder Walking-Safari. Bei diesen Ausflügen ist man den Tieren zwar ganz nah, aber nur von einem Flugzeug aus bekommt man auch einen umfassen Blick für ihren Lebensraum. In Kombination sind sie das Dreamteam für einen erlebnisreichen Safari-Urlaub.

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Das sollte man wissen vor einer Fly-In-Safari

Gepäckbegrenzungen

Bei der Planung einer Flugsafari ist allerdings unbedingt die sehr strikte Gepäckbegrenzung zu beachten. Es empfielt sich daher, sich vorab gründlich darüber zu informieren, um nicht mit dem Koffer stehengelassen zu werden. So sind zum Beispiel nur bestimmte (sehr kleine) Maße erlaubt, keine Hartschalenkoffer oder Reisetaschen mit Gestänge. Es empfiehlt sich dringend, dies rechtzeitig zu klären, um sich ggf. enstsprechende Gepäckstücke kaufen zu können. Manche Lodges bieten übrigens inzwischen die Möglichkeit sich das eigentliche Reisegepäck zeitversetzt nachliefern zu lassen. So fliegt man nur mit kleinem Handgepäck und muss aber später auch auf nichts verzichten. Auch hier rate ich dazu, dies mit dem Veranstalter weit im Voraus zu klären. In Afrika ticken die Uhren bekanntlich anders und die Kommuniktation kann sich etwas hinziehen.

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Zwischenstopps

Es ist möglich, dass die Flüge bis zu dreimal stoppen, um andere Passagiere abzuholen oder abzusetzen. Wer Starts und Landungen genießt, wird hier voll auf seine Kosten kommen.

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Piloten

Viele der Buschpiloten kommen aus aller Welt, haben eine hervorragende Ausbildung genossen und sammeln hier als Teil ihrer beruflichen Karriere weitere Erfahrungen. Um große Verkehrsmaschinen steuern zu dürfen, ist praktische Routine in kleineren Fluggeräten eine unbedingte Voraussetzung.

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Navigation

Buschpiloten kennen sich mit der Navigation in abgeschiedenen Gegenden bestens aus, denn der Luftraum in Afrika unterliegt anderen Regeln als in Europa, Nordamerika oder Asien. Die Piloten wählen abhängig vom Wind eine Flughöhe, die sicherstellt, dass das Flugzeug so wenig wie möglich schaukelt. Außerdem wissen sie um die unterschiedlichen Anforderungen für Start und Landung auf Pisten im Busch.

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Sicherheit

Natürlich steht die Sicherheit der Fluggäste an oberster Stelle, deshalb werden die Maschinen regelmäßigen Wartungen unterzogen die sich strikt an internationale Standards und Vorschriften halten. Hierzu möchte ich auch erwähnen, dass meiner Meinung nach gerade diese kleinen Firmen besonderen Wert auf ihre Maschinen und Piloten legen, da sie ihr Kapital, ihr Einkommen und ihre Altersvorsorge sind. Entsprechend gut wird darauf geachtet, ausgebildet und gepflegt, was man den Maschinen auch ansieht.

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Kosten einer Fly-In-Safari

Bei einer Safari einzufliegen ist natürlich absoluter Luxus. Eine kleine wartungsintensive Maschine, ein extra Pilot, Instandhaltung der Pisten, Spritbeschaffung in Afrika – das alles hat seinen Preis und das auch zu Recht. Ganz pauschal würde ich sagen, dass man pro Person und Flug mit 350 bis 900 Dollar dabei ist. Das kommt natürlich ganz auf die Region, die Auslastung sowie die Entfernungen an. Wer so einen Flug als „Once in a lifetime“ Erlebnis sieht, dem würde ich trotz der Kosten unbedingt zu einer solchen Fly-In-Safari raten.

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Der Flug

Da es sich um kleinere Maschinen handelt und diese auch nur mit geringer Höhe fliegen, ist so ein Flug nicht mit einer Verkehrsmaschine vergleichbar. Entsprechend ist auch das Gefühl während des Fluges ein Anderes, da die Maschinen ganz anderen Winden und Kräften ausgetzt sind. Um allzugroße Schwankungen zu vermeiden, wird meist in den frühen Morgen oder späten Abendstunden geflogen. Totzdem kann der ein oder andere Flug, gerade wenn er über Berge führt, schon mal durch starke Winde oder die Thermik beeinflußt sein. Darauf sollte man sich einfach einstellen und den Flug als riesengroßes Abenteuer erleben.

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Anreise

Meiner Erfahrung nach wird die Anreise zum Rollfeld von der Lodge bzw. dem Reiseveranstalter aus organisiert. Sollte dies nicht der Fall sein, empfehle ich, die Unterkunft anzuschreiben und nach einem lokalen Anbieter zu fragen.

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Das Rollfeld

Meistens sind die Rollfelder auf einer Lichtung inmitten des afrikanischen Busches und in der Regel sind diese Pisten auch nicht asphaltiert. Ensprechend gehen Starts und Landungen etwas bewegter zu als auf geteerten Flugfeldern. Herzklopfen sollte das aber Niemandem machen, im Gegenteil. Ich empfinde es als riesengroßen Spaß, wenn es mal etwas holpriger zugeht.

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Kleidung

Natürlich kann man in seiner ganz normalen, lässigen Kleidung in den Flieger steigen. Ein Weitertransport zur Lodge erfolgt aber in der Regel im offenen Jeep und ist auch gleich eine kleine Safari. Daher empfehle ich direkt praktische, robuste Kleidung und entsprechendes, trittfestes Schuhwerk. Außerdem rate ich auch zu Hut und Sonnenbrille.

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Couchabenteurer-Profi-Tipp:

Fragt doch Euren Piloten mal, ob er nicht besonders niedrig fliegen oder eine extra Kurve drehen kann, um noch spektakulärere Blicke auf Flora und Fauna erhaschen zu können. Wenn Wetter, Sprit und die Umstände es zulassen ist der Pilot für diese Idee ganz sicher auch zu haben, denn auch er genießt die Freiheit die ihm sein Job als Buschflieger bietet. Außerdem lohnt es sich auch zu fragen, ob man ganz vorne auf dem Platz des Co-Piloten sitzen darf. Hier hat man eine noch bessere Rundumsicht und bekommt auch gleich noch die Chance die Arbeit im Cockpit zu beobachten. Für mich ist das dann die absolute Krönung einer Flugsafari.

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Fazit Fly-In-Safari:

Wenn man  die Chance hat, seine Anreise zur Wildlife-Lodge komfortabel zu gestalten und das Fliegen liebt, dann sollte der Buschflieger die erste Wahl bei einer Afrikareise sein. Denn diesen Kontinent mit seinen faszinierenden Landschaften und seiner atemberaubenden Tierwelt aus der Luft zu erleben, ist ein ganz besonderes und einmaliges Erlebnis, welches man sich nicht entgehen lassen sollte.

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5 hilfreiche Strategien Langstreckenflüge entspannt zu meistern!

Langstreckenflüge möchte man einfach nur schnell und entspannt hinter sich bringen. Egal, ob du beruflich oder in deiner Freizeit unterwegs bist, ein langer Flug kann öde oder nervtötend werden, wenn man nicht richtig vorbereitet ist.

Ganz besonders wenn man auf engem Raum eingefercht sitzt und vielleicht noch neben anstrengenden Personen sitzt. Glücklicherweise gibt es ein paar Stretegien, wie man sich gut beschäftigen, unterhalten oder produktiv sein kann. Hier sind ein paar Dinge, die dir den Langstreckenflug verkürzen und so angenehm wie möglich gestalten sollen.

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Lade deine Technik

Eigentlich ein ganz offensichtlicher Vorschlag und doch bei der Masse der Geräte & im Vorbereitungsstress gern vergessen:  Stell sicher, dass alle deine technischen Spielereien voll geladen und für Langstreckenflüge einsatzfähig sind. Egal ob Handy, Tablet, eBook oder Laptop jedes Gerät sollte 100% Batteriestatus haben. Und vergiss nicht auch den mobilen Powercharger vorher zu laden und ein USB-Kabel mitzunehmen. Manche Flieger haben direkt am Platz einen Anschluss über den du bei entleertem Akku frischen Saft tanken kannst. Mit Musik im Ohr bekommst du schon nicht das Kindergeschrei mit und ersparst dir aufgedrückte Gespräche des Sitznachbarn – auch auf Langstrecken.

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Downloade Filme, Lieblingsserien und Musik vorab


Manchmal ist die Auswahl an Filmen & Musik an Board echt miserabel oder je nach Airline sind manche Streifen nicht in deiner Landessprache verfügbar. Sorge vor und lade dir deine Lieblingshows, Alben oder Filme noch vor der Reise auf dein Gerät. Damit hast du dann garantiert das Beste für dich mögliche Board-Entertainment.

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Schotte dich vor Störgeräuschen ab

Investiere ruhig ein Paar Euro in Kopfhörer von guter Qualität. Die Airline-Kopfhörer sind nicht nur unangenehm, sondern oft auch von schlechter Qualität. Es kommt nur Flüsterton an oder nur eine Seite funktioniert und das kann das Filmerlebnis ganz schön mindern. Noch dazu bekommst du wieder den Fluglärm und deinen schnarchenden Nachbarn mit. Mit eigenen, guten Kopfhörern passiert dir das nicht. Sie schotten dich garantiert von allen Störgräuschen ab.

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Lerne mit Sprachen mit Apps

Wenn du in ein Land reist, in dem deine Sprache nicht gesprochen wird, dann nutze doch die Zeit und lerne die Basics auf dem Flug. Ein paar Phrasen und Schlüsselwörter bleiben sicherlich hängen und das macht dir das Leben auf Reisen sicherlich einfacher und zudem du überbrückst sinnvoll die Zeit. Ich benutze dazu die „Babbel“ App, aber es gibt sicherlich noch andere gute Systeme.

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Nimm Lesestoff mit 


Endlich ist Zeit in Ruhe zu lesen, seien es Romane die auf deinem eBookReader schlummern, die Tageszeitung oder auch der Reiseführer den du zwar besorgt hast aber zu dessen Studium du noch nicht gekommen bist. Deck dich vorab ein mit Lesestoff und die Zeit verfliegt geradezu, während du in Geschichten schmökerst, dich über das Reiseland informierst oder die Weltnachrichten studierst.

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Vergiss dein Reise-Schlaf-Set nicht



Investiere ruhig in ein paar Requisiten die dir helfen Schlaf zu finden. Ohrstöpsel, Augenmaske und ein Nackenkissen sind die Basics. Fortgeschrittene nehmen noch ein Sitzkissen, wärmende Socken und Einschlafmedizin mit. Der große Vorteil an Schlaf im Flieger ist, dass die Zeit rasend schnell vergeht, man ausgeruht ankommt und direkt auf Entdeckungstour gehen kann.

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Gesellschaftsspiele bringen Kurzweil

Auch Spiele sind eine hervorragende Idee die Zeit nicht zu lang werden zu lassen. Sie steigern das gemeinsame Erleben mit dem Reisepartner, bringen Spaß und du merkst gar nicht, wie schnell die Zeit verfliegt. Es gibt sie im Spielzeughandel in Handtaschengröße oder digital im Appstore.

Ich hoffe das alles hilft dir, entspannt und ohne lange Weile Langstreckenflüge gut zu überstehen.

Also #get up & entertain yourself

5-Strategien-Langstreckenflüge-entspannt-zu-meistern-Tipps

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Flugbuchung – Mit Profitricks zum Schnäppchenpreis

Mit ein paar kleinen Tricks, die ich dir hier gerne verrate kannst du eine Menge Geld bei deiner nächsten Flugbuchung sparen und zum echten Schnäppchenpreis in die Welt hinaus fliegen – garantiert! Mit welchen Travel Hacks ich arbeite & wie du diese genauso anwenden kannst, zeige ich dir hier:

Privates Surfen

Wenn du Flüge (oder auch Hotels) online buchst, dann schalte das private Surfen ein. Damit verhinderst du, dass deine Anfrage gespeichert wird und du bei der nächsten Suche mehr zahlen mußt. Die Buchungsseite geht nämlich davon aus, dass du dich beim ersten Mal informiert hast und beim zweiten Mal verbindlich buchst.SecureHöhere Preise für Apple-User

Wenn du von deinem teuren Apple Gerät aus Flüge buchst, werden dir angeblich auch teurere Flüge angezeigt, da man davon ausgeht, dass du es dir ja auch leisten kannst. Probier aus, ob es auf Windows oder Android für dich günstiger ist.

Buchungstag

Vergleiche die Flugpreise an verschiedenen Tagen. Angeblich ist die Buchung am Wochenende am Günstigsten. Bei Langstrecken meist nur 2% aber auf Kurzstrecken kann selbst der Buchungstag eine entscheidene Rolle bei der Preisgestaltung spielen. Mach dir dazu Screenshots, damit du nicht vergißt, wo es wann am günstigsten war.Frankfurt Flughafen NEUAusweichflughäfen

Wenn du mehrere Flughäfen in deiner Umgebung hast, dann vergleiche die Preise, denn auch hier entstehen durch die Flughafengebühren oft sehr große Unterschiede. Wohnst du im Grenzgebiet, dann prüfe ob Flüge vom nächstgelegenen Flughafen im Nachbarland günstiger sind. Gerade bei Langstreckenflügen kann es hier sehr interessant werden.

Abflugtag

Flüge sind in der Regel von Donnerstag bis Montag am Teuersten, da in diesem Zeitraum sehr viele Geschäftsreisende unterwegs sind. Wenn du deinen Abflugtermin also auf weniger frequentierte Tage wie Dienstag oder Mittwoch legst, wirst du schnell sehen, dass der Flug bedeutend billiger geworden ist. Spiel einfach ein wenig mit den verschiedenen Terminen und finde den für dich günstigsten Preis.image-2015-09-21Buchung übers Ausland

Es kann Sinn machen, einen Flug vom Ausland aus zu buchen (Domainnamen von .de auf zB. co.za ändern). Preisunterschiede bedingt durch den Marktwert der Währung oder der Kaufkraft der Einwohner sind keine Seltenheit.Waehrungstrick

Hin & Rückflüge splitten

Es macht Sinn sich Flugpreise nach der Richtung anzuschauen und die teuerste Richtung dann z.B. mit einer anderen Airline auszuprobieren und ggf. die Flugbuchung zu splitten. Das macht etwas mehr Mühe, ist aber oft auch finanziell den Aufwand wert.FliegenNutze die besten Buchungsporte

Bewertungsportale werden regelmäßig verglichen und bewertet. Mach dir diese Portale zu Nutze und finde deine günstigste Flugverbindung:

Fortgeschrittenen-Suchmaschine:

Gegencheck auf der Airline-Seite

Hast du einen interessanten Flug bei einer Airline gefunden, dann schau direkt auf der Buchungsseite der Fluggesellschaft vorbei und vergleiche, ob die identische Verbindung sogar noch günstiger ist.SchnäppchenpreisRabatte & Specials

Trag dich in die Newsletter der Airlines ein. Auch hier bekommst du regelmäßig Specials angeboten oder du kommst in den Genuss ihrer Rabattierungen. Durchforste das Netz nach vertrauensvollen Rabattaktionen und setz diese gezielt zu deiner Buchung ein.

Achte auf die Gebühren für die Zahlungsweise

Neuerdings berechnen Buchungsportale extrem hohe Kosten für die verschiedenen Zahlungsarten. Wenn wir solche Portale meiden, dann ist diese Unsitte auch bald wieder Geschichte.KreditkartengebuehrAls positives Vorbeild sei hier mal KAYAK genannt, denn dort kann man diese Kosten gleich mit einkalkulieren lassen und wird im Nachgang nicht von Mehrkosten überrascht.Kreditkartengebuehr_01UDATE: Ab 2018 sollen diese Gebühren in der EU verboten sein. Darauf achten sollet ihr aber trotzdem, besonders wenn ihr übers Ausland bucht!

Error Fare

Wenn du beim Ziel deiner Reise absolut flexibel bist dann suche unter #ErrorFare auf Twitter nach aktuellen Preisfehlern und ergatter dir mit Schnelligkeit & Cleverness einen Schnäppchenflug. Wie das geht erfährst Du im Link.ErrorFareGepäck

Nicht neu, aber immer wieder erwähnenswert: Brauchst du für einen Wochenendtrip wirklich den Reisekoffer oder reicht auch Handgepäck? Auch bei der Wahl des Gepäckstücks lässt sich Geld sparen. Gerade Billigflieger verlangen für normales Gepäck eine Gebühr. Wenn du nur mit Handgepäck reist, spart dir das zum Teil bis zu 30 EUR. Hier aber unbedingt die Handgepäckrichtlinien der Airline beachten, sonst wirds schnell richtig teuer. Diese findest du immer auf der Airline-Website.FliegenVorsicht

Vorsicht bei Zusatzangeboten – hier legst du ganz sicher drauf! Meist sind diese Angebote alles Andere als günstig! Noch viel schlimmer, du buchst Versicherungen oft auch im Abo! 5 EUR werden angeboten, aber dass du diese nun jeden Monat zahlst, findest du erst wenn du die AGBs des Versicherers genauestens liest. Bei nur einem Trip im Jahr rechnet sich so eine Versicherung, die dann mit insgesamt 60 EUR zu buche schlägt, nämlich überhaupt nicht! Außerdem verteuert es deine Flugbuchung enorm. Rechne hier mal nach! Siehe Servicepaket-> Pro Auftrag!

Buche auch nicht bei Portalen, die dir nur helfen, wenn du ein teures Servicepaket abgeschlossen hast! Service sollte jeder Anbieter leisten. Der Markt für solche Angebote bereinigt sich schnell wieder, wenn wir diese Anbieter konsequent boykottieren.Schnäppachenpreis, Flugbuchung


So nun hoffe ich, dir mit vielen Tricks und Kniffen geholfen zu haben. Etwas Zeit sollte man sich dafür schon nehmen, aber wie du an meinem Beispiel gesehen hast, kann man richtig viel Kohle sparen!

Schreib mir gerne, wenn du noch Fragen oder Anregungen hast. Ich werde den Artikel regelmäßig anpassen und aktuell halten.

Also jetzt: get up & book

Error Fare – Mit Schnelligkeit & Tricks zum billigen Flugticket

Es gibt ein paar Tricks um an ein günstiges Flugticket zu gelangen. Error Fare ist eine Möglichkeit an ein Schnäppchenticket ran zu kommen. Diese Möglichkeit kannte ich nicht immer und möchte hier meine Erfahrungen mit dir teilen!Fliegen neu

Ich erinnere mich noch sehr lebendig, es war 4 Uhr in der Nacht irgendwann im Januar 2014, als ich meinen Flug nach El Salvador buchte. Es war eine dieser Nächte in denen ich nicht schlafen konnte, mich um herwarf und letztlich doch zum Smartphone griff und auf Facebook surfte. Plötzlich tauchte da diese Meldung auf „Error Fare bei Iberia und für 350 EUR nach Lateinamerika fliegen“.

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Um ganz ehrlich zu sein, wußte ich bis dato nicht mal, was so ein Error Fare ist, aber es schien mir eine einmalige Gelegenheit zum Schnäppchenpreis nach Lateinamerika reisen zu können. Was stand da noch? Preisfehler? Ach das bedeutet es!Inzwischen weiß ich:

Die Airline hat einen Fehler im System oder Jemand hat eine Null vergessen, nun muss man schnell bei der Buchung sein, mit Kreditkarte zahlen und hoffen, dass man das Ticket ausgestellt bekommt, bevor irgendwem auffällt, dass die Flüge viel zu günstig angeboten werden. Fluggesellschaften unterlaufen immer wieder solcher Fehler, findigen Vielfliegern fällt das auf und die Nachricht verbreitet sich in Windeseile im Netz. Wer dann schnell und vor allem flexibel ist, der kann ein wahres Schnäppchen machen.

Der Haken an Error Fares

Ein paar Haken hat die Sache allerdings schon, denn wenn diese vermeintlichen Sonderangebote auftauchen bleibt einem nicht viel Zeit. Manchmal nur Minuten, manchmal ein paar Stunden, aber in der Regel ist das nicht die Tageszeit in der man auch den Chef um spontanen Urlaub bitten kann. Glücklich kann sich der schätzen, der sich seinen Urlaub selbst einteilt.

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Zweiter Haken ist die Bezahlung, denn wer mit Banküberweisung zahlt, der geht meist doch leer aus. Die Fluggesellschaften behalten sich vor, Tickets zu stornieren, die zunächst nur reserviert aber durch die verzögerte Transaktion noch nicht bezahlt sind. Da eine Bankzahlung nicht adhoc erfolgt, sind diese Tickets in der Regel davon betroffen. Clever, wer hier eine Kreditkarte hat und diese zum Einsatz bringt. Die Zahlung erfolgt sofort und das Flugticket wird direkt ausgestellt. Wenn man dieses physisch in der Hand hält, hat man den Flug (relativ) sicher. So richitg weißt man das erst, am Gate. Das ist dann eben das Risiko für den günstigen Preis. Deshalb am Besten nicht gleich alles vor Ort buchen. Maximal die erste Übernachtung, falls doch noch etwas schief geht. Ist (leider) schon alles vorgekommen.

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ACHTUNG – was du wirklich beachten mußt

Nie aber auch wirklich nie, ruf bei der Airline an und fragt nach, ob so ein Preis richtig sein kann. Man wird den Fehler schnellstens korrigieren und du läßt dir dein Schnäppchenticket durch die Finger gehen.

Error Fares in allen Bereichen

Übrigens gibt es diese Error-Fares auch für Hotels. Auch da passiert es schon mal, dass es das Luxushotel zum Schnäppchenpreis gibt.

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Meine Erfahrung

Für mich hatte sich der Preisfehler in der Tat gelohnt, ich war zeitlich flexibel, habe mit Kreditkarte gezahlt und bin tatsächlich für 350 EUR Hin und Zurück nach El Salvador geflogen! Probiers doch mal aus. Gerade auf Twitter verbreiten sich solche guten Nachrichten sehr schnell. Wenn du wachsam und schnell bist, könnte dein Schnäppchen-Ticket auch bald kein Traum mehr sein.

Wie findet man Error Fares

Wie beschrieben sind es ja Fehler einzelner Unternehmen und die fallen ja fast nur Profibuchern und findigen Reisenden auf. Du kannst dich aber danach auf die Suche machen, indem du auf FB, Twitter und Co. nach dem Hasthat #ErrorFare suchst. Schwupps werden dir aktuelle Preisfehler angezeigt. Achte darauf, ob diese noch aktuell und gültig sind!

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Storno & Risiken

Ein Error-Fare ist eine Risikobuchung, da muss man sich nichts vor machen. Mir wurde sogar schon von Leuten berichtet, die erst am Flughafen von dem Storno ihres Fluges erfuhren. Ob das so stimmt vermag ich nicht zu sagen. Mein Tipp trotzdem: Du bist gut beraten, wenn du nicht den ganzen Urlaub durchbuchst, sondern maximal eine Nacht und dann erst vor Ort, wenn du wirklich angekommen bist. Sollte der Flug tatsächlich storniert worden sein, bleibst du sonst auf allen Buchungen sitzen. Eine Nacht verkraftet mal mal…

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Weitere Flugbuchungstipps gefällig?

Bei der Flugbuchung gibts noch viele weitere Tricks. Mit welchen du garantiert ein Schnäppchen machst, erfährst du im LINK.

So und nun: #get up & book!

Error-Fare-Schnäppchen-Tipps-Preisfehler-Tricks

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Gut Flug! Wie du Frostblasen, Nackenweh & Quengelbacken trotzt

Fliegen kann zur Qual werden, wenn man nicht richtig vorbereitet ist. Von quengelnden Kindern, nervenden Sitznachbarn bis zu Eisfüßen kann Dir alles drohen. Aber mit ein paar Kniffen, die ich Dir hier zeige, trotzt Du dem souverän:

Lange Wartezeiten an den Sicherheits-Checks

Fangen wir damit an, dass ich eine rechtzeitige Anreise durchaus für wichtig halte. Beherzigt bitte, dass gerade der Sicherheitscheck in Frankfurt eine halbe Ewigkeit dauert oder wie in Lissabon die Wege viel zu lang sind. Wenn man 1x nicht mitfliegen konnte, weil man zwar grad noch rechtzeitig am Flughafen war, aber der Sicherheitscheck zu lange ging, dann macht man so Späßchen nicht ein zweites Mal. Chancen auf ein Upgrate bei Last-Minute-CheckIn, hin oder her. Lieber fliege ich auf dem von mir gebuchten Platz, als nur zu zahlen und gar nicht zu fliegen. Bildschirmfoto 2015-08-10 um 17.47.58

Gewichtsklasse

Über sein Gepäck sollte man sich vorab auf der Website der jeweiligen Airline erkundigen. Gerade Billigflieger sind sehr streng, was Maße, Gewicht und Stückzahl des Handgepäcks betrifft. Eine Handtasche und einen Fotorucksack im Handgepäck lässt man euch da ganz sicher nicht durchgehen. Und wer wie ich 1x 400 EUR Übergepäck zahlen mußte, der ist auf alle Ewigkeit geheilt. Bildschirmfoto 2015-08-11 um 18.02.14

Gleiches Gepäck – gleich weg

Ihr habt einen schicken, schwarzen Samsonite Koffer? Ist toll, aber den haben noch zwanzig andere Mitreisende. Also steigt eure Chance, dass so ein übereifriger Rentner euch den vor der Nase wegschnappt, noch bevor ihr das merkt. Kauft doch mal einen andersfarbigen Koffer. Den erspäht ihr sofort auf dem Gepäckband und verwechselt wird so ein rotes oder quietsch grünes Gepäckstück garantiert nicht. Optional geht natürlich auch ein markantes Bändchen oder ein auffälliger Kofferanhänger.Bildschirmfoto 2015-08-11 um 16.52.23

Ab zum Altpapier

Ihr habt einen Langstreckenflug mit neuerlichen CheckIn´s? Vergeßt nicht, die alten Transporttags und Aufkleber der Airline abzumachen. Beim Auslesen der Markierungen kann es sonst zu Fehlern kommen und euer Gepäck landet woanders.Bildschirmfoto 2015-08-11 um 18.06.56

Now or never

Manchmal dauert es etwas, bis man das erste Mal eine Toilette im Flieger benutzen kann. So lange der Flieger nicht in der Luft ist, funktioniert keine Spülung und kein Wasser zum Händewaschen. Wenn dann die Starterlaubnis ausbleibt und sich der Abflug verzögert, kann das sehr unangenehm werden. Also lieber vorher noch mal ….Bildschirmfoto 2015-08-11 um 16.09.54

Mach dich nackig

Sicherheits-Check? Mach dich lieber gleich nackig! Im Ernst, Winterstiefel, Gürtelschnallen, Schmuck und Handy in der Hosentasche mußt Du sowieso ablegen. Warum also alle aufhalten beim Zurückgehen, anstallt lieber gleich mitzudenken & alles abzulegen? Bildschirmfoto 2015-08-13 um 11.03.47

Zwiebelprinzip

Manche Airlines kühlen einen auf Tiefkühlkostniveau runter, deshalb wähle ich immer Zwiebelprinzip bei der Kleidung. Auch mag ich es bequem und fliege daher in gemütlichen Sachen. Kompressinsstrümpfe sind sinnvoll und halten außerdem gleich noch warm. Wer auf ein Upgrade hofft, sollte besser gestyled sein, als ich.Bildschirmfoto 2015-08-12 um 06.38.21

Wer als Erstes kommt

Wem trotzdem noch kalt ist, der sollte sich nicht scheuen und höflich nach einer Decke fragen. Das Bordklima bei Airlines in Südamerika wie zB. Azul, ist grundsätzlich zu kalt. Fragt gleich beim Einsteigen nach, ob ihr eine Decke haben könnt, denn diese Airlines haben oft nur eine handvoll Decken an Board. Wer als Erstes fragt, dem wird auch als Erstes geholfen. Auf einem 16h Flug zu frieren und danach krank zu sein, ruiniert einem ganz schön den Urlaub, das könnt ihr mir gerne glauben, ohne es selbst ausprobiert zu haben.Bildschirmfoto 2015-08-11 um 18.01.26

Fußwerk

Auch bequeme & feste Schuhe sind ein Muss. Sandalen sind zwar hübsch, aber nur auf 20 minütigen Flügen zu empfehlen, weil man sich sonst die Zehen abfriert. Auch ist es unangenehm in High-Heels gequetscht oder in Wanderboots festgezurrt zu sein und dann aus den Dingern nicht rauszukommen, weil im Flieger zu wenig Platz ist. Am Besten sind Schuhe, aus denen man ganz einfach rein und raus schlüpfen kann.Bildschirmfoto 2015-08-11 um 16.08.23

Gegen das Knacken im Nacken

Ich liebe mein Nackenkissen. Einfach weil der Kopf beim Nickerchen immer zur Seite kippt und man dann völlig verspannt ankommt. Meine Ohrstöbsel schützen mich vor nervigen Insassen, plärrigen Kindern oder dem Schnarchen des Sitznachbarn.Bildschirmfoto 2015-08-12 um 06.38.40

Tiefschlaf

Damit ich Ruhe und auf langen Reisen auch Schlaf finde, helfe ich mir mit ½ Schlaftablette oder einer Antiübelkeitstablette. In der Luft wirken diese doppelt so gut und helfen mir, erholt anzukommen. Ich warte mit der Einnahme allerdings bis nach dem Essen, damit ich das nicht verpenne. Bleibt angeschnallt & laßt das Tablett oben, dann weckt euch Niemand, wenn es zu Turbulenzen kommt.Bildschirmfoto 2015-08-11 um 16.03.50

Trink Baby, trink

Außerdem sorge ich für ausreichend Flüssigkeit, damit ich unterwegs nicht dehydriere und mich schlecht fühle. Niemand verübelt es euch, wenn ihr Wasser mehrfach ordert oder auch mal zwischendrin um etwas Flüssigkeit bittet. Der Körper reagiert in der Luft anders, die Klimaanlagen tuen ihr übriges und das wissen auch die Flugbegeiter und helfen gerne.

Einfach früher schlemmen

Wer sein Essen vor allen Anderen bekommen möchte, der sollte das vorher bei der Airline als „Sondermenü“ anmelden. Dieses Essen wird immer vor allen Anderen verteilt. Wenn ihr also „koscher“, „lactosefrei“ oder „Kindermenü“ wählt, seit ihr ziemlich wahrscheinlich die Ersten, die ihr Essen erhalten. Nachteil, es ist meiner Erfahrung nach, meist nicht so lecker wie das normale Essen und ihr hockt länger mit ausgeklapptem Tablett und den Resten rum.

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Let me entertain you

Wichtig ist auch Unterhaltung an Board. Nicht jedes Flugzeug hat ein Entertainmentsystem. Deshalb schaue ich vorher, mit was für einer Maschine wir fliegen. Entsprechend kommt mein eReader, die neueste Musik oder mein Laptop zum Arbeiten mit an Board. Oft gibt es auch Zeitungen am Einstieg, die kostenlos mitgenommen werden dürfen.Bildschirmfoto 2015-08-11 um 16.13.44

Frag um Hilfe

Leider gibt es auch immer Banknachbarn, die sich nicht so einfach bändigen lassen, wie unerzogene Kinder oder Angetrunkene. Hier solltest du die Aussprache suchen und falls es sich so nicht deeskalieren läßt, die Hilfe des Boardpersonals in Anspruch nehmen. Ein Recht auf einen ungestörten Flug gibt es leider nicht, aber in den meisten Fällen wird eine Lösung gefunden.Bildschirmfoto 2015-08-10 um 17.20.48

Paperwork

In viele Länder kann mit dem deutschen Pass visafrei einreisen. Allerdings muss man trotzdem Papiere ausfüllen. Ein Kuli ist deshalb kein schlechtes Utensil im Boardgepäck. ACHTUNG in machen Ländern wie Brasilien zB. müßt ihr dieses Papier bei der Ausreise wieder abgeben. Ihr solltet es also gut aufbewahren, um nicht Gefahr zu laufen erst zur nächsten Botschaft zu müssen. Damit ihr euch Streß am Schalter erspart, füllt es am Besten an Board aus und laßt euch von der Stewardes helfen, wenn ihr mit der Fremdsprache nicht klar kommt. In der Regel wird auch nach der ersten Unterkunft gefragt. Praktisch, wenn man den Hotelnamen und die Anschrift dann griffbereit hat. Bildschirmfoto 2015-08-10 um 17.48.30

In der Ritze

Checkt vorm Ausstieg noch mal, ob ihr alles habt. Gerne rutscht der Pullover zwischen die Sitze oder Kamera und Reisepass sind noch im Steckfach. Ihr wärt nicht die Ersten denen das passiert.Bildschirmfoto 2015-08-11 um 16.49.50

Ganz sicher, ganz

Kontrolliert eure Gepäckstücke noch direkt am Gepäckband auf Beschädigungen. Bei meinem Lieblingsreiserucksack hab ich erst daheim gemerkt, dass er erheblich in Mitleidenschaft gezogen wurde, aber da war es dann schon zu spät für eine Reklamation. Euch tut die Minute Kontrolle nicht weh, aber so ein kaputter Koffer daheim ganz sicher.Bildschirmfoto 2015-08-11 um 17.18.02

Sicher ist sicher

Dein Koffer ist nicht im Urlaubsziel angekommen? Dann hoffe ich du hast deine Kontaktdaten am und im Koffer. Ich habe parallel zum Kofferanhänger immer noch obendrauf einen großen Zettel, auf dem meine Passkopie sowie meine Kontaktdaten zu finden sind. So kann mein Koffer leichter identifiziert werden und ich hab meine Sachen schneller wieder zurück. 

Alles beherzigt?

Dann steht einem entspannten Flug jetzt nichts mehr im Weg.

Also dann: #get up & rock

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Fliegen ist wie Busfahren – nur weiter oben

Ja, es gibt in der Tat Menschen die noch nie geflogen sind. Weil sie diese wunderbare Möglichkeit nicht haben oder sich fürchten. Ich werde dann immer gefragt: „Erzähl doch einfach mal wie ist es, zu fliegen?“ Bildschirmfoto 2015-08-10 um 15.50.10Meine Antwort: „Ach, weißt Du, Fliegen ist wie Busfahren – nur weiter oben.“Bildschirmfoto 2015-08-10 um 15.16.50Aber eigentlich ist es noch viel mehr als das: Für mich ist Fliegen das intensive Wahrnehmen von Naturkräften & nüchterner Physik. Eine einzigartige Möglichkeit, die Welt und ihre Schönheit von oben zu sehen. Aus einem anderen Winkel. Und dieser ändert machmal alles.Bildschirmfoto 2015-08-10 um 14.42.56Und so erlebe ich es: Es beginnt damit, dass ich es mir in meinem Sitz bequem gemacht habe und aus dem Fenster auf die Tragflächen schaue, die Propeller sehe und mir überlege, wie all diese Technik eigentlich funktioniert. Ob die Mechaniker ihre Arbeit richtig gemacht haben, ob keine Schraube lose ist und keine Klappe sich verklemmt hat.

Bildschirmfoto 2015-08-10 um 17.16.41Es folgen Sicherheitsanweisungen, ich checke wo die Notausgänge sind, schnalle mich an und lausche der Begrüßung des Kapitäns.Bildschirmfoto 2015-08-10 um 16.35.21Dann schließe die Augen, um jede Reaktion des Fliegers konzentriert zu erleben. Die Maschinen werden in Gang gesetzt. Ich spüre die Kraft unter meinen Füßen. Manchmal hat man gar das Gefühl, das Flugzeug strotzt vor Energie und es ist wie beim Menschen, wenn jeder Muskel angespannt ist. Und genauso gibt es Momente, in denen sich die Maschine vor Anspannung zu schütteln scheint. Bildschirmfoto 2015-08-10 um 21.58.33Im Schritttempo geht’s nun aufs Rollfeld. Das Flugzeug scheint nun gelassener zu sein. Dann werden die Triebwerke angeworfen. Ein dumpfes Grollen und wieder ist all die Kraft spürbar. Merkt man das Vibrieren und die erneute Anspannung. Der Pilot entkoppelt die Bremsen, wir rollen an, beschleunigen, legen schnell an Geschwindigkeit zu und rasen über die Startbahn. Die Schwerkraft drückt mich nach hinten in den Sitz und ich bin voller Erwartung auf diesen einen Moment.Bildschirmfoto 2015-08-10 um 21.53.43Der Moment, wenn die Räder sich vom Boden lösen. Wenn die Maschine den Kontakt zur Erde verliert. Wenn sie abhebt und wir endlich, endlich fliegen. Es ist einfach nur aufregend schön. Besonders genieße ich es, wenn ich diesen Moment teilen kann. Jemand neben mir sitzt, Finger eingehakelt oder die Hände gehalten werden. Nicht aus Angst, sondern weil man diesen besonderen Moment und alle dazugehörigen Gefühle miteinander teilt. Bildschirmfoto 2015-08-10 um 15.47.28Die Maschine befindet sich jetzt im Steigflug. Gegen den Wind drückt sich die Nase des Fliegers steil in den Himmel. Strebt sie hinauf in Richtung unendlich scheinender Weite. Die Menschen werden zu Ameisen, die Häuser zu Punkten. Wir kommen den Wolken immer näher. Wie abgeschnitten, sehen sie an ihrer Unterseite aus. Dann der Moment, wenn die Tragflächen sich ins Weiß der Wolken einzuschneiden scheinen. Es ist als würde ein Kuchemesser durch einen riesen Haufen Sahne gleiten.Bildschirmfoto 2015-08-10 um 17.35.49Wer Glück hat, erlebt Wolken, die wie Zuckerwatte anmuten und sich wie Badeschaum auftürmen. Die Fantasiefiguren formen und zwischendrin trotzdem noch den Blick auf die Welt darunter frei geben. Ich empfinde dann immer das tiefe Bedürfnis, von den Tragflächen aus, direkt in so eine Zuckerwattenwolke spingen zu wollen. Ich stelle es mir vor, wie in der Kindheit: Eine Badewanne voll fluffigem Schaum in den man wunderbar abtauchen konnte. Wo man sich fallen ließ und weich aufgefangen wurde.Bildschirmfoto 2015-08-10 um 15.25.02 Über den Wolken scheint natürlich auch immer die Sonne und nach all dem Rumtollen würde ich mich in ein so weiches Wolkenbett legen. Die Arme hinterm Kopf verschränken, ein Bein übers Knie legen und die Nase von den wärmenden Strahlen kitzeln lassen. Und dann einfach stundenlang in absolut himmlischer Stille dahin dösen. Ein äußerst attraktiver Gedanke!Bildschirmfoto 2015-08-10 um 17.49.12Die Maschine hat inzwischen ihre Flughöhe erreicht. Und wenn man sich nur auf die Tragfläche konzentriert, nur das Blau des Himmels dahinter sieht, dann nimmt man keinerlei Bewegung war. Man scheint in der Luft zu stehen. Doch das dumpfe Grollen der Triebwerke und die Vibrationen im Sitz, sind der sichere Indikator für ein Vorrankommen. Während wir an den Wolken vorbei ziehen, scheinen diese Stillzustehen, genau wie die Erde. Ihre Schatten treffen auf den Boden und ihre Konturen sind darauf 1:1 als dunkle Flecken wieder zu finden.Bildschirmfoto 2015-08-10 um 16.19.53Auf der Erde formen sich markant schroffe Berge, graben sich Flüsse durch Täler, durchziehen Straßen die Landschaft. Und jetzt ist es in der Tat so, als säßte man in einem Bus. Die Landschaft zieht vorbei. Ich drücke die Nase an die Scheibe, um ja nichts zu verpassen und genieße die Schönheit unseres Planeten. Bildschirmfoto 2015-08-10 um 15.37.36Ich packe die Kamera aus und knipse wie wild, um im nächsten Moment festzustellen: Nie sind die Flugzeugscheiben sauber und ich hab immer neblige Bilder. Einige Gedankensprünge weiter erinnere ich mich dran, das es wohl eine so neugierige Nase wie meine war, die die Scheibe verschmiert hat.Fliegen StewardessZum Essen und Entertainment im Flieger sag ich jetzt mal nichts. Da hat jeder so seine Meinung und Bedürfnisse. Aber ein paar Worte noch zum Trinken im Flieger. Ich neige dazu leicht zu dehydrieren und decke mich daher, immer mit reichlich Getränken ein. Auf einem Amerika-Flug, hatten wir also Cola, Wasser und zum Abschluss einer tollen Reise auch ein Schlückchen Rotwein geordert. Vor uns also vollgepackt das Tablett mit Salat, Abendessen, Dessert, Besteck, Servierten und drei Getränken, als plötzlich die Durchsage kam, das mit Turbulenzen zu rechnen sei.Bildschirmfoto 2015-08-10 um 17.48.55Meine Gedanken widmeten sich dem Szenario von Rotwein und Cola Flecken auf meiner Kleidung. Meine Hand schnellte nach Vorne und vor dem ersten Luftloch hatte ich in jeder Hand ein Getränk. Der Flieger schwankte ordentlich und wir mit ihm. Mein Banknachbar und ich gingen jede Bewegung mit den Armen nach, schwankten von Rechts nach Links und zurück. Wir hüpften auf und ab. Wir sahen aus, wie die Dirigenten eines Orchesters. Bildschirmfoto 2015-08-10 um 17.20.48Gelächter auf den Sitzreihen neben uns. Es muss ein Bild für die Götter gewesen sein. Vor lauter Lachen hatten wir Bauchweh und Wasser in den Augen. Und nicht mal das konnten wir trocknen, weil keine Hand frei war und wir weiter schwankend im Flieger saßen. Ungeniert kullerten uns also die Lachtränen über die Wangen. Unbezahlbarer Moment! Bildschirmfoto 2015-08-11 um 10.13.49Und seither freu ich mich geradezu auf Turbulenzen, weil sie mich an diese Geschichte erinnern.Natürlich muss jeder Flieger auch mal wieder runter und wohl jeder hofft auf eine sanfte Landung. Mancher hat Panik vor der Landung, aber man kann es aber auch ganz anders sehen! Und daran halte ich mich. Denn meistens bieten sich einem genau in diesem Zeitfenster die schönsten Ausblicke! Bildschirmfoto 2015-08-11 um 10.05.51Entweder weil man seine Heimat mal von oben sieht oder über Neuland fliegt. Und das ist der noch schönere Teil, denn man sieht seine Urlaubsdesitnation zum ersten Mal! Ich erinnere mich sehr lebendig, an meinen ersten Anflug auf Kapstadt, den ich wohl nie vergessen werde.Bildschirmfoto 2015-08-10 um 15.30.50Denn seit Monaten hatte ich mich auf diesen Urlaub gefreut und der Flug markierte den Start zu einer traumhaften Reise. Und traumhaft war auch die Landung. Der Pilot drehte eine extra Runde über die Stadt, sowie den Tafelberg und flog dann über das Meer bei Muizenberg ein. Nie zuvor hatte ich so weiße Strände und so türkisblaues Meer gesehen. Mein Herzschlag, die Vorfreude und Begeisterung stiegen mit jedem Meter, den wir uns dem Flughafen näherten. Ich konnte es gar nicht abwarten, dass alles zu entdecken, was wir gerade noch aus der Luft bewundert hatten. Bildschirmfoto 2015-08-10 um 15.11.57Ich mag es also, wenn man im Flieger sitz, wenn dieser zur Landung ansetzt. Wie das Starten, so ist auch das Landen – nur eben umgekehrt. Die Nase neigt sich nun nach unten, der Druck in den Ohren erhöht sich und die Landeklappen leiten das Abbremsen ein. Es ist der Moment, in dem man realisiert: Jetzt beginnt die Zeit des Entdeckens, Erlebens und Genießen. Ab diesem Zeitpunkt erhöht sich mein Puls, steigt der Adrenalinpegel und hüpfen die Glückshormone in meinem Körper. Bildschirmfoto 2015-08-10 um 17.56.24Man spürt die ganze Kraft der Technik. Man kann geradezu nachfühlen, wie stark so ein Flugzeug ist, wenn es den Winden trotzt und die Bremsung einleitet. Die Menschen in der Maschine sind ruhiger geworden, haben den Film gestoppt, ihr Tablett zur Seite gelegt und ihr Blick richtet sich jetzt auf die Fenster. Was wohl so in ihnen vorgeht?Bildschirmfoto 2015-08-11 um 18.01.26Mich drückt es wieder in den Sitz, als die Räder den Boden berühren, die Bremsen greifen und wir unser Ziel endlich erreicht haben. Alle scheinen jetzt aufzuatmen und sich zu entspannen. Auch der Flieger selbst scheint nun gelöster. Ob er auch froh ist, alle gut ans Ziel ihrer Träume gebracht zu haben? Wir rollen die Landebahn entlang, ich schaue fasziniert auf das Treiben am Flughafen und bedauere, dass mein Flug schon zu Ende ist. Bildschirmfoto 2015-08-10 um 14.43.08In meinem Leben hatte ich schon ein paar Mal die Chance, das Steuer zu übernehmen und selbst ein Flugzeug zu fliegen. Ein guter Freund von mir in Kapstadt hat sein eigenes Flugzeug und wann immer es möglich war, habe ich ihn begleitet.

DCIM100GOPROIch habe es geliebt über die Weinberge der Kapregion zu fliegen oder aus der Luft die Waale im Meer zu beobachen. Ja, sogar zwischen Tafelberg & Lions Head hat uns sein Flugzeug schon getragen. Wirklich ein faszinierendes & unvergessliches Erlebnis, für das ich ihm heute noch dankbar bin!
Bildschirmfoto 2015-08-10 um 15.18.30Grün im Gesicht wurde ich allerdings immer, wenn er mit mir Pirouette geflogen ist. Da ist mein Magen einfach zu labil. Mit der nötigen „Antiübelkeitsmedikamentation“ gings dann irgendwie. DCIM100GOPROMein letzter Flug als Wanna-be-Pilot führte uns vom hondurianischen Festland auf die Insel Roatan und zurück. Wir hatten das Glück und konnten mit einer privaten Maschine mitfliegen. Der Flughafen liegt direkt am Meer und Starts & Landungen sind ein einziges Happening! Mein Herz sprang nur so vor Freude, als ich auf dem Rückflug beim Piloten vorne sitzen durfte und den Steuerknüppel in meiner Hand hielt. Hier geht zur ganzen Geschichte.Bildschirmfoto 2015-08-10 um 16.46.30Unbeschreiblich dieses Gefühl. Man betrachtet die Welt unter sich, die kleine Maschine, all die Gerätschaften und begreift das Wunder des Fliegens. So lange hatte der Mensch davon geträumt und unsere Generation kann diese Leidenschaft nun ausleben.Ich bin froh und dankbar dafür.Bildschirmfoto 2015-08-10 um 16.35.39Und mal ehrlich, als Abenteurer würde ich tausendmal lieber bei einem Flugzeugabsturz sterben, als an einem Herzinfarkt im Büro, einem Autounfall in der Nachbarschaft oder am Ende eines langen Leidensweges in einem Krankenhaus. Ich hoffe nur immer, das ein möglicher Absturz, nicht die Hinreise betrifft, sonst würde ich ja den Urlaub verpassen.Bildschirmfoto 2015-08-11 um 10.05.51Im Ernst, Flugzeuge sind eines der sichersten Transportmittel! Die Experten des Fluglinienverbands IATA haben ermittelt, dass ein Passagier, der täglich fliegt, etwa 6500 Jahre unterwegs sein müsste, bis er in einen tödlichen Unfall verwickelt wäre. Und so alt werde ich ganz sicher nicht.Bildschirmfoto 2015-08-10 um 17.17.27Also meine Lieben! Traut euch einfach. Lasst Euch drauf ein. Seht es als riesigen Spaß. Als pures Vergnügen und genießt diese besondere Möglichkeit, denn nicht alle Menschen hatten oder haben je die Chance dazu.Bildschirmfoto 2015-08-10 um 16.35.59

Okay, es ist noch viel mehr als nur Busfahren für mich!

Für mich ist der Himmel das Limit, die Schwerkraft mein Element, ein Looping mein Lifestyle, der Conntrail mein Atem und der Sound des Propellers mein Herzschlag. Startet das Flugzeug pulsiert mein Blut zum Dröhnen der Motoren, funkeln meine Augen wie die Scheinwerfer und meine Nackenhaare stellen sich auf, mit Abheben vom Boden. Ich feier das Abheben, zelebriere das Fliegen und kröne die Schwerelosigkeit mit dem Blick auf die Erde.

Und genau aus all diesen Gründen und Gefühlen liebe ich fliegen und hätte ich gerne selbst einen Pilotenschein! Wie ist ds bei dir? Bist du schon geflogen? Wie empfindest du das? Teile deine Erfahrungen mit mir und schreib mir im Kommentarfeld – ich bin gespannt!

#infoWenn du wissen willst wie du mit Error Fares und anderen Tricks zu günstigen Flugschnäppchen kommst, dann bist du hier richtig: http://couchabenteurer.de/flugbuchung/

Lieben Dank auf diesem Weg an Günther in Kapstadt, der meine Begeisterung erkannt hat und mich so oft es ging mitgenommen hat. Der extra Touren mit mir gemacht hat und mir die Chance gab, zum ersten

Mal zu fliegen! Danke auch an die gesamte Morningstart Crew, die mich immer so lieb bei sich aufgenommen hat.

Herzlichen Dank auch an die Crew von Tranquility Air / Aeos Airlines für den ermäßigten Flugpreis nach Roatan, die Chance beim Piloten zu sitzen und selbst das Flugzeug zu steuern.

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