Honduras Ι Copán Ruinas & das Geheimnis der Maya-Ruinenstadt

Noch immer habe ich die Augen geschlossen und versuche zu verstehen, was dieser Ort mit mir macht. Ich atme tief, gerade so als könnte ich ich die Magie und alles Zauberhafte, was mich umgibt in mich aufsaugen. Jedes Knarzen der Riesenbäume, jeden Ruf der Aras und jeden Windstoß versuche ich bewußt wahr zu nehmen. Was ist es, was einen hier so fesselt?image-2015-09-16(25)Wir sind nach Honduras gereist und besuchen die weltberühmten Ruinen von Copán. Sie sind Zeitzeugen der weit über 1.000 Jahre alten Maya-Dynastie und Sinnbild einer untergeganenen Kultur. Direkt am Eingang begegnen wir dem heiligsten Vogel der Maya, dem Ara. Wiederangesiedelt im archäologischen Park hat er hier eine alte, neue Heimat gefunden. Und mit diesen Vögeln wirkt es fast so, als sei ein Teil der Vergangenheit zurück gekehrt und hat der versteinerten Geschichte neues Leben eingehaucht. Überall auf den Ruinen findet man ihr Abbild, in Fels gehauen und als Skulpturen an den Tempeln für alle Zeit verewigt und nun zurück. Lebendig, laut und farbenfroh.image-2015-09-16(31)Wir stehen in der Schatzkammer von Honduras, inmitten einer grünen Oase umringt von meterhohen Stelen, steinernden Pyramiden und knarzigen Riesebäumen. Nein, ich hatte keine Vorstellung was mich hier erwarten würde und noch immer weiß ich nicht, was dieser Ort mit mir macht. Es ist nicht die erste Mayastätte die ich besuche und ich habe mich auch nie besonders für die Geschichte dieses Volkes interessiert. Wohl sind sie untrennbar mit der Kultur und Historie Lateinamerikas verbunden, aber emotional bewegt hat mich das nie.image-2015-09-16(8)Doch hier ist es anders. Dieser Platz hat eine Ausstrahlung, die sich mit Worten kaum beschreiben läßt. Wieder schließe ich meine Augen, drifte ab und ertappe mich dabei mir vorzustellen wie es hier rund 200 Jahre nach Christi ausgesehen haben mag. Ich erinnere mich an die Erzählungen um das Wissen der Maya, ihr Interesse an Sternen, Kunst und Architektur. Fast lebendig werden die Bilder in meinem Kopf beflügelt durch die Mystik, die diesem Ort beiwohnt.image-2015-09-16(26)Langsam steige ich die Treppen zur Akropolis hinauf und erst jetzt erschließt sich mir das Gesamtbild der Anlage. Vor mir der Große Platz, mit Ballspielplatz und Hieroglyphentreppe. Hinter mir die zwei Plaza´s mit Altar und Palast. Und über allem thronen majestätisch diese Riesenbäume. Mit ehrwürdigem Staunen bewundere ich ihren Überlebenswillen. Auf den kargen Steinmauern haben sie jede Niesche genutzt um Wurzeln zu schlagen. image-2015-09-16(27)Inzwischen sind es sehr mächtige Wurzeln und sie geben diesem Ort die Anmutung eines Märchenwaldes. Hatte ich mir nicht genau so als Kind einen Fabelwelt vorgestellt? Müßten diese Bäume nicht gleich erwachen, mir mit ihren Ästen die Hand entgegen strecken, um mich dann in ihr Reich zu entführen? Ja, genau diese Anmutung hat es hier. Ich fühle mich als schlafwandle ich durch einen Traum, erschaffen aus der Gedankenwelt eines kleinen Mädchens. image-2015-09-16Doch dieser Platz ist real. Ich kann ihn fühlen. Die durch die Sonne erhitzen Steinmauern, die schroffe Rinde der Bäume und die raue Oberfläche der Skulpturen. Ich bin von mir selbst überrascht, wie gefesselt ich von den Tempelanlagen bin und wie sehr mich die Geschichte der Menschen, die hier einst lebten, nun interessiert. Sie waren spirituell, sie hatten Opferplätze und heilige Vögel – wußten sie mehr als wir jetzt wissen? Warum sind sie um 900 n.Chr. so plötzlich verschwunden?image-2015-09-16(16)Mein Blick schweift über die dichten Wälder, das satte Grün und diese wildwüchsige Natur und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass lange Dürreperioden die Ursache des Untergang der Maya gewesen sein sollen. Nicht in dieser Gegend des Überflußes. Zumal der Mensch ja auch von jeher weiter zieht, wenn ihn das Land nicht mehr ausreichend ernährt. An die 21.000 Einwohner können ja nicht einfach verschwinden ohne Spuren zu hinterlassen, die man verfolgen kann.image-2015-09-16(33)Oder gab es doch ganz andere Ursachen die zum Untergang dieses Imperiums geführt haben? Dinge die unspirituelle Menschen nicht begreifen können? Geheimnisse, die nur die Mayas kannten? Haben sie uns in den Hieroglyohen ihrer Steintreppe vielleicht doch noch geheime Botschaften hinterlassen, die es zu entschlüssel gilt? Noch immer arbeiten Forscher und Archäologen an der Lüftung ihrer Geheimnisse.image-2015-09-16(35)Zu gerne würde ich verstehen was auf den Steinblöcken verewigt ist, zu neugierig machen mich die riesenhaften Skulpturen ihrer Herrscher und zu interessiert bin ich an den Relikten ihrer Zeit. Sehr lebendig kann ich mir daher vorstellen, wie sich Wissenschaftler mit allergrößter Hingabe um die Lüftung der Maya-Geheimnisse bemühen, wie sie alte Inschriften vergleichen und versuchen Puzzelteil für Puzzelteil zu einem Gesamtbild zusammen zu fügen.image-2015-09-16(36)Doch plötzlich kommt mir der Gedanke, dass ich es gar nicht mehr wissen will. Was, wenn die Lösung wirklich eine ganz simple ist? Verliert dann dieser Ort seine Magie? Muß dann Vorstellung nüchterner, belegbarer Fakten weichen? Für mich, jetzt und hier und heute steht fest, dass ich keine Erklärung mehr möchte. Zu schön, zu gedankenintensiv, zu abschweifend, zu phantasievoll waren meine eigenen Überlegungen und diese gönne ich auch Jedem der sich wie ich der Magie von Copán Ruinas hingibt.image-2015-09-16(34)Wer nach dieser Geschichte doch neugierig geworden ist, welche Historie sich hinter den Mauern, Stelen und Skulpturen verbirgt und welche sagenhaften Bilder noch verborgen blieben, dem sei mein Folgeartikel im Link empfohlen!

Roatán – eine Insel, ein Privatjet und ein Wanne-be-Pilot

Nein, eigentlich wollten wir nicht nach Roatan, der größten der karibischen Inseln der Bay Islands. Zu befremdlich erschien uns der Gedanke hier auf amerikanische Touristenmassen zu treffen. Aber irgendwie sind wir dann doch da gelandet und gelandet kann man hier wörtlich nehmen!image-2015-09-25(89)In unserer Unterkunft in Trujillo haben wir nämlich Larry kennengelernt. Er betreibt mit seinem Sohn, einem Piloten, den kleinen Flughafen der Stadt und bietet Rundflüge an. Als er und seine Frau sich auf Fernreise zum Flughafen nach Roatan fliegen ließen bot es sich für uns an, die Beiden zu begleiten und in den Genuss eines mehr oder weniger Privatjets zu kommen. image-2015-09-26(9)Ich liebe fliegen und war deshalb gleich Feuer und Flamme bei der Idee nach Roatan überzusetzen. Der Flughafen alleine ist unter Aviationliebhabern ein Highlight, da er direkt am Meer liegt und man einen traumhaften Blick auf das Atoll im An- und Abflug genießen kann.
image-2015-09-26(1)Meine Begeisterung kennt keine Grenzen wenn es ums Fliegen geht und so bin ich früh auf den Beinen, weil ich den Abflug kaum erwarten kann. Als wir gegen 10 Uhr das kleine Flugzeug besteigen strahlen meine Augen vor Freude, mein Herz pochert wild und ich grinse wie das sagenumwogene Honigkuchenpferd.image-2015-09-26(7)Die Maschine rollt auf die Startbahn, die eigens für unseren Flug von Passanten geräumt wird. Denn Trujillos Flughafen ist gleichzeitig der Anfahrtsweg zu Hotels und Unterkünften. Ein Rollfeld mit Mehrfachnutzen sozusagen.image-2015-09-26(20)Der Pilot startet die Maschine, spricht mit dem Tower und holt Starterlaubnis ein. Das Gefährt nimmt an Geschwindigkeit zu, drückt sich vom Boden ab und startet zu seiner Berufung. Ich klebe derweil mit der Nase am Fenster fest, lausche den Geräusche der Maschine und beobachte den Piloten bei seiner Arbeit. image-2015-09-26(3)Einen kurzen Schwenk über den Küstenstreifen und wir befinden uns auf dem Meer zwischen Trujillo und Roatán. Die wenigen Kilometer legt die Maschine in 20 min. zurück und ich starre weiterhin aus meinem Fenster. image-2015-09-26(4)Dieses Hochgefühl durch die Lüfte zu schweben, die Welt von oben zu sehen und den Wolken zum Anfassen nah zu sein lässt sich kaum mit Worten beschreiben. Ehe ich mich versehe befinden wir uns schon im Landeanflug auf Roatan und dieser gestaltet sich in der Tat als Highlight.image-2015-09-26(5)In türkisblaues Wasser gebettet erhebt sich die Insel aus dem Meer, Palmen säumen den Küstenstreifen und die Landebahn hat eine geradezu majestätische Anmutung.image-2015-09-26(21)Wieder verfolge ich die Kommunikation des Piloten mit dem Tower, beobachte sein Tun im Cockpit und die Reaktionen des Fliegers. Die Maschine wird gedrosselt, wir verlieren an Höhe, das Fahrwerk fährt aus und setzt butterweich zur Landung auf. image-2015-09-26(11)Ein leichtes Seufzen durchfährt mich „Schade, schon wieder vorbei“ höre ich mich sagen. image-2015-09-26(15)Und obwohl Roatán einen internationalen Flughafen hat und von großen Fliegern aus Houston, Atlanta, Miami, New York oder Toronto angeflogen wird, ist das Terminal verhältnismäßig klein und mit nur wenigen Schalten auch sehr überschaulich. image-2015-09-25(90)Nach einem Tag mit Endteckungstour geht es gegen 17 Uhr für uns zurück aufs Festland. Als Privatreisender genießen wir bevorzugte Abfertigung und wir können entspannt übers Rollfeld zur Maschine laufen. Wo gibt’s noch so was? Ich bewundere und fotografiere die geparkten Maschinen und freue mich, das auch ds hier möglich ist. In manchen Ländern steht sogar das Fotografieren auf dem Rollfeld auf Strafe.Privatjet Flugzeut FliegenNachdem uns Larry auf dem Rückflug nicht begleitet und seinem Sohn assistiert ist der Platz neben dem Piloten frei geworden und meine Stunde hat geschlagen. Ich darf beim Piloten vorne sitzen. image-2015-09-26(8)Viel Platz ist in so einem Privatjet nicht gerade und man muss sich schon einiger Maßen durchkämpfen um ins Cockpit zu gelangen. Aber nichts in der Welt könnte mich jetzt mehr davon abhalten in der allerersten Reihe auf dem Co-Piloten Platz zu sitzen.image-2015-09-26(22)Standesgemäß bekomme ich die Kopfhörer auf, eine Sicherheitseinweisung und das Mikrofon wird gecheckt. Daumenhoch und startklar. Diesmal lausche ich nicht nur dem Piloten, sondern auch den Anweisungen des Towers. Spannend ist das!image-2015-09-26(12)Genau wie all die Knöpfe im Cockpit. Am liebsten würde ich alle selbst ausprobieren. Auf Rücksicht auf die Mitreisenden lass ich das aber lieber bleiben:)image-2015-09-26(6)Wir rollen auf die Startbahn, die mir jetzt noch schöner erscheint. Wieder werden die Turbinen gestartet, wird Fahrt aufgenommen und setzen wir zum Abheben an. Die volle Power der kleinen Maschine wird spürbar, als sie vom Boden abhebt und sich ihren Weg in die Lüfte bahnt. „Wow ist das toll!“ In dem Moment bin ich der glücklichste Mensch auf Erden oder besser in der Luft.image-2015-09-26(14)Mein Strahlen bleibt nicht unbemerkt. Daniel der Pilot sieht mir meine Begeisterung an und bittet mich unter einem Vorwand doch mal eben das Flugzeug zu steuern. Fest umklammere ich den Steuerknüppel. Ehrlicherweise muss man da nicht viel tun und dennoch ist es ein erhabenes Gefühl zu wissen, dass man gerade ein Flugzeug steuert.image-2015-09-26(16)Wenn ich vorhin schon so glücklich war, was bin ich dann jetzt? Ich genieße den Moment, das Dahingleiten, das Vorankommen, das Fliegen. Meine Mundwinkel bilden ein Dauergrinsen, mein Herz hüpft und meine Augen strahlen nur so vor Glück. Für mich gibt es definitiv nichts Schöneres als Fliegen.image-2015-09-26(17)Daniel übernimmt wieder das Steuer, wir drehen eine extra Runde über Trujillo, das Resort seiner Eltern und steuern dann den kleinen Flughafen an. Der gerade wieder von Leuten bevölkert ist, die quasi im letzten Moment registrieren, dass über ihnen gerade eine Maschine zur Landung ansetzt.image-2015-09-26(13)Und das ist jetzt kein Märchen! Das Paar, was sich vor uns auf dem Rollfeld befindet duckt sich, als sie die heranschwebende Maschine bemerken. Wann und wo erlebt man mal so was? Als die Maschine aufsetzt bin ich glücklich und traurig zu gleich. image-2015-09-26(16)Am liebsten hätte ich noch den Atlantik überquert, so begeistert bin ich von diesem Erlebnis aber jedes Abenteuer findet eben ein Ende und so verlasse ich etwas wehmütig den Jet. Mein Freund schließt mich liebevoll in den Arm, er weiß zu gut wie ich mich gerade fühle.image-2015-09-26(19)Noch am Abend im Bett träume ich mich zurück ins Cockpit und in den Himmel über dem Meer. Froh und dankbar für dieses wunderbare Erlebnis.

San Pedro Sula die tödlichste Stadt der Welt & die unbegründete Angst vor Honduras

Schwer schlucke ich als ich mich durch die Liste der tödlichsten Städte der Welt klicke und auf Platz 1 San Pedro Sula entdecke. Der Ort an dem unsere Honduras Reise beginnen soll.image-2015-09-25(95)159 Morde auf 100.000 Einwohner sind eine ziemliche Hausnummer. Anders ausgedrückt heißt das auch 3 Tote pro Tag in der Stadt. Denen möchte ich weder begegnen, noch möchte ich eine von ihnen sein.image-2015-09-25(94)Ich bin nicht naiv, was Reisen betrifft und auch nicht unerfahren mit Konfliktländern. Auch ist mir klar, dass es für Honduras eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes gibt. image-2015-09-25(87)Das hat mich bisher alles nur wenig beeindruckt, aber dieses Todesliste und das Bild dazu machen mich wirklich nachdenklich. Was, wenn es dort wirklich lebensgefährlich für uns ist? image-2015-09-25(93)Wenn ich etwas riskiere, dann ist das mein Problem. Wenn ich meinen Partner mit in so ein Land schleppe, dann sehe ich mich in der Verantwortung auf seine Sicherheit zu achten. image-2015-09-25(88)Wieder und wieder blättere ich durch die Statistik, vergleiche die Städte die ich kenne mit den Zahlen von San Pedro Sula. Mache ich mir Gedanken um Juarez in Mexiko, die Stadt die ich bisher für am gefährlichsten hielt und deshalb gemieden habe.Utila HondurasAndererseits war ich auch alleine und gegen jede Warnung in El Salvador. Ich bin dort als Frau mit dem Rucksack durchs Land gereist und hatte eine der besten Reisen überhaupt. image-2015-09-25(90)Ich hab mich nicht unsicher oder komisch beäugt gefühlt und schon gar nicht hab ich irgendeine Gefahr ausmachen können. Die Menschen waren herzlich, haben mich willkommen geheißen und mich zu sich nach Hause eingeladen. Ich bin auf der Pritsche von LKWs gereist und war selbst nachts mit dem Taxi unterwegs. Gracias HondurasVor El Salvador hat das Auswärtige Amt auch massiv gewarnt. Also fange ich an mich zu belesen. Honduras Copan RuinasUm welche Art von Gewalt handelt es sich in Honduras? Welche Orte sind betroffen? Wann finden Verbrechen statt? In wieweit betrifft es Touristen? Ich netzwerke mit Bloggern, frage bei mir bekannten Lateinamerikanern nach und entschließe mich letztlich diese Reise anzutreten. image-2015-09-25(91)Nicht des Risikowillens und auch nicht aus Trotz. Sondern aus Neugier auf ein Land, was ich anders kennen lernen möchte als aus der Statistik. Genau wie ich El Salvador die Chance gegeben hatte mich zu begeistern, so möchte ich nun auch Honduras von seiner liebenswerten Seite entdecken.image-2015-09-25(89)Als wir am Flughafen in San Pedro Sula gelandet sind, steigen wir in unseren Mietwagen und unsere Route führt ins Stadtzentrum. Ich gebe zu, dass ich ein mulmiges Gefühl habe. Alles ist neu und fremd. Da kann man sich nicht sicher fühlen und schon gar nicht mit dem Wissen um diese Stadt.Doch ich sehe keine Leichen an der Straße. Keine maskierten Männer am Straßenrand und auch keine Waffen in den Händen der Menschen. Ich erlebe eine völlig normale lateinamerikanische Stadt, wie ich sie schon häufiger gesehen habe.

San Pedro Sula

San Pedro Sula

Sehr amerikanisch ist San Pedro Sula, das fällt mir auf. Die üblichen Fast-Food-Riesen, wie ich sie aus Florida kenne, finden sich an den Einfallsstraßen. Ebenso wie Megastores & Einkaufsmalls, ein schickes Hilton und die üblichen Tankstellenketten.image-2015-09-25(92)Nichts Besonderes, denke ich mir. Wir sind tagsüber unterwegs und ich erinnere mich an das was ich über Honduras herausgefunden habe.image-2015-09-25(83)Die Stadt hat ein Gewaltproblem zwischen rivalisierenden Banden und das wird meist auch erst nachts sichtbar. Touristen werden daher eher selten zum Opfer oder werden dies gar nicht migbekommen. Und genau so sieht es hier für mich aus. Wir lassen die Stadt hinter uns, ohne auch nur um Ansatz etwas Schlimmes oder Angstmachendes gesehen zu haben. Viel zu spät und bereits im Dunkeln erreichen wir La Ceiba.image-2015-09-25(84)Auch eine Stadt über die ich nicht viel Gutes gehört habe. Ich fühle mich sichtlich unwohl hier durch die Straßen zu fahren und das vorher gebuchte Hotel zu suchen. Navigation funktioniert in Honduras nicht.Gracias HondurasDer mitgebrachte ausgedruckte Google Übersichtsplan hat mit der Realität nicht viel zu tun. So irren wir umher durch dunkle Gassen und komische Gegenden. Nein, im Dunkeln werde ich sicherlich keine Ausflüge mehr machen das steht für mich fest, nachdem wir unser Hotel erreicht haben.image-2015-09-25(85)Es ist nichts passiert und wir haben auch nichts Schlimmes gesehen. Ich fühle mich nachts einfach nicht wohl und mein Bauchgefühl sagt mir, dass es besser ist, nur tagsüber unterwegs zu sein und daran halten wir uns ab sofort.image-2015-09-25(87)Unsere Road Trip durchs Honduras setzt sich fort. Wir fahren nur im Hellen und erleben ein wunderbares Land, welches all eine landschaftliche Schönheit offenbart. Welches mit geschichtlichen und kulturellen Highlights lockt und mit einer traumhafte Karibikküste aufwartet.Utila HondurasWir halten uns an die Sicherheitswarnungen, meiden Konfliktzonen und Nachtfahrten. Wir begegnen den angekündigten Straßenkontrollen, die in Honduras mehr als üblich sind und an festen Kontrollpunkten stattfinden.image-2015-09-25(86)Verstärkt findet man sie in Richtung La Moskita, denn das Gebiet gilt als Drogenanbauregion schlecht hin. Hier soll der „War against drugs“ der US-Armee sich einen direkten Kampf mit den Drogenbaronen liefern. image-2015-09-25(80)Da das Gebiet ohnehin nicht wirklich mit dem Mietwagen bereisbar ist und auch unter Einheimischen als gefährlich gilt, haben wir diese Gegend völlig aus unserer Planung ausgeklammert. Man muss es ja nicht provozieren.image-2015-09-25(96)Die Beamten an den Kontrollpunkten winken uns in der Regel freundlich durch, da sie sehen, dass wir Touristen sind. In der ganzen 16 tägigen Reise sind wir nur 1x kontrolliert worden und auch hier hat man uns respektvoll, freundlich und völlig fair behandelt. Honduras Copan RuinasWir fühlten uns dadurch nicht etwa bedroht. Im Gegenteil! Es gab uns ein Gefühl von Sicherheit und genau so sollte man diese Kontrollen auch sehen. Dani tauchenAm Ende unserer Honduras Reise steht fest: Wir haben uns zu keiner Zeit bedroht gefühlt, wir mussten keine Angst haben und Touristen bekommen in der Tat nichts mit von dem Kriminalitätsproblem des Landes.Honduras Copan Ruinas AraIch würde Jedem „Entdecker“ zu einer Reise nach Honduras raten und ihm ganz einfach ans Herz legen sich an die Warnungen und Sicherheitshinweise zu halten. Es ist kein Land für sicherheitsdenkene Pauschalurlauber, die ihre Zeit in abgeschotteten Anlagen verbringen. Dazu muß man nicht um die halbe Welt fliegen. Wer aber den Spirit, die sagenhaften Maya-Ruinen, die kleinen Geheimnisse und das Unterwasserparadies entdecken möchte, der ist hier genau richtig. Und der läßt sich hoffenltich durch all die schönen Bilder & Geschichten in diesem Artikel und meinem Blog zu einer Reise nach Honduras verführen.image-2015-09-25(97)Keine Nachtfahrten, Brennpunkte meiden und darauf hören, was die Locals empfehlen. Dann wird Jeder ein Land erleben, was sich als lohnendes Ziel darstellt und mit seiner Schönheit bezaubert.image-2015-09-25(98)Und hier meine ich auch explizit die Menschen, denn wir haben die Hondurianer als sehr freundlich, aufgeschlossen und hilfsbereit empfunden.Gracias HondurasWer dennoch Bedenken hat, dem empfehle ich den Austausch mit Menschen die das Land kennen. Schreibt mich oder andere Blogger an, nutzt das Internet zum Austausch mit Locals und dann hört man einfach auf sein Bauchgefühl. Danach entscheidet man sich für oder gegen eine Reise nach Honduras.Honduras Aguas Termales "El Presidente"Wer sich durch mich bestärkt sieht, dem empfehle ich meine einzelnen Artikel zur Inspiration und hoffe damit die Neugier auf dieses bezaubernde Land weiter zu wecken.image-2015-09-25(100)In diesem Sinne: #Get up & enjoy

Empfehlung Honduras: La Campa – Schönheit zwischen Porzellan, Gotteshäusern & Thrill

La Campa ist eine kleine Lenca Siedlung in den Bergen von Honduras. Durch ihre Tradition, ihre Handwerkskunst und dem neuen Action-Thrill, der Zipline, hat sie es zu Ruhm in ganz Zentralamerika gebracht.image-2015-09-25(70)Wer sich nach La Campa aufmacht, der findet schon auf dem Weg herrliche Landschaften sowie kleine verschlafene Ortschaften. Und allein dafür lohnt sich die holprige Anfahrt. La Campa liegt 16 km weit entfernt von Gracias und ist nur über eine Schotterstraße zu erreichen.image-2015-09-25(67)Fahrerische Kenntnis und auch ein 4×4 Fahrzeug halte ich für eine sichere Anreise für unabdingbar, da die Strecke im wahrsten Sinne des Wortes über Stock und Stein führt und in der Regensaison zur Gefahr für ungeübte Fahrer wird. Auch sind 16km nicht mit unserem Zeitmaßstab anzusetzen, da die Straße wirklich sehr schlecht ausgebaut ist und man phasenweise nur im Schritttempo vorankommt. image-2015-09-25(61)La Campa ist aber natürlich auch mit dem Bus von Gracias aus zu erreichen. Auch das in Honduras übliche Ladeklappe-Reisen habe ich beobachtet. Gut festhalten ist hier allerdings ein Muß!image-2015-09-25(64)Das traditionelle „La Campa“ ist wirklich ein winziges Nest, was von der Anziehungskraft seiner Kirche, dem Canopy Extremo und den Töpfereien lebt.image-2015-09-25(69)Genau für diese besondere Handwerkskunst war der Ort über alle Regionen hinweg bekannt und ist auch heute noch lohnendes Ziel für Kunstschatzliebhaber aus ganz Zentralamerika, die hier einkaufen oder die Töpfereien besuchen. Ebenso lockt der Ort Sammler und Kenner mit seinen außergewöhnlichen Lenca Textilien an. image-2015-09-25(62)Das zentrale Wahrzeichen des Ortes ist die Kirche St. Matías. Sie gilt als das schönste koloniale Gotteshaus in ganz Honduras und ist ein weiterer Magnet für Reisende. image-2015-09-25(65)Doch auch die zweite Kirche, etwas am Berghang gelegen ist ein sehenswertes Schmuckstück und sollte unbedingt besichtigt werden. Mir haben beide Kirchen sehr gut gefallen und ich würde schon allein deswegen wieder den Weg hinauf in diese malerische Ortschaft antreten.image-2015-09-25(61)La Campa punktet bei mir in erster Linie mit seiner Lage zu Fuße der hohen Berge und dramatischen Schluchten. Wer Natur und Einfachheit liebt, wird sich hier vollends wohl fühlen. Bei Wanderungen in den Schluchten oder zum Gipfel des Camapara kommen wiederum Outdoorliebhaber voll auf ihre Kosten.image-2015-09-25(63)Wer den ultimativen Thrill sucht & Action liebt, dem sei die Canopy Extremo – Zentralamerikas längste Zipline zum Überqueren des Canyon empfohlen. Sie ist gerade bei jungen Reisenden und Backpackern sehr beliebt und die neue Einnahmequelle für den Ort. image-2015-09-25(72)Wir haben La Campa nur als Durchreisende besucht, wer viel Zeit auf seiner Reise hat, sollte sich diese auch nehmen, die nähere Umgebung zu erkunden und die Landschaft zu genießen.image-2015-09-25(71)Infos zur Zipline findest du wie immer im Link.

Empfehlung Honduras: Canopy Extremo – die dramatischste Zipline in Zentralamerika

Action und Abenteuertouren stehen auf meinen Reisen immer ganz hoch im Kurs. Kein Trip ohne ein wenig Thrill. Deshalb habe ich mir für Honduras die Canopy Extremo ausgesucht.   image-2015-09-25(56) Wir sind von Gracias aus in Richtung des 16km entfernten La Campa gestartet und haben uns über die Schotterstraßen hinauf in die malerische Gebirgsgegend gekämpft. image-2015-09-25(54)Die Region ist wenig besiedelt und entsprechend schlecht ist die Straße. Es empfiehlt sich fahrerische Kenntnis und am besten auch ein 4×4 zur Anreise. Gerade in der Regensaison wird vor Leichtsinn auf dieser Straße gewarnt.image-2015-09-25(53)Wir waren also vorbereitet, hatten das richtige Fahrzeug und haben die Strecke dennoch völlig falsch eingeschätzt. 16 km klingt nach 20min. Anreise. Über eine Stunde hat unser Kampf hinauf in die Berge dann allerdings schon gedauert. Doch all der Charme der Region entschädigte uns für allerlei Anstrengungen. image-2015-09-25(57)Canopy Extremo ist die neue Attraktion von La Campa was bisher für seine Töpfereien und bunten Lenca Textilien bekannt war. Als wir den Parkplatz erreichen, eröffnet sich uns der erste Blick auf die Schlucht und dieser ist wirklich sagenhaft. Majestätische Berge, schroffe Felsen und alles dramatisch in die Bergkette eingebettet. Zur Krönung dann noch der riesige Canyon in wunderschöner wilder Landschaft – ein Highlight an sich.image-2015-09-25(52)Ein paar Stufen hinab geht es dann schon bis zur Absprungrampe und auch hier das gleiche bemerkenswerte Panorama. Schroffe Felsen, die tiefe Schlucht und das all überspannende Seil der Zipline. 6 solcher Seilrutschen überspannen auf 350m Höhe den Canyon und unsere Vorfreude steigert sich von Minute zu Minute.image-2015-09-25(73)Doch das was hier fehlt ist das Personal & Equipment, um überhaupt Ziplinen gehen zu können. Keine Menschenseele finden wir in der Anlage. Auf den Schildern der Hinweis auf eine telefonische Kontaktaufnahme, doch leider läuft uns die Zeit davon jetzt noch auf Jemanden zu warten. Zu langsam sind wir auf dem Hinweg vorangekommen und eine weitere Stunde zurück muss auch noch eingeplant werden. image-2015-09-25(68)Wir streichen die Segel also unverrichteter Dinge und sind sichtlich enttäuscht über die verpasste Chance. Schnell fangen wir noch ein paar Erinnerungsschnappschüsse ein, die uns an diese spektakuläre Seilrutsche erinnern soll und treten dann den Rückzug an.image-2015-09-25(72)Wer sich diesem Abenteuer stellen will, der sollte sich vorher anmelden und auch Zeit für den Rückweg einplanen. Wer Lust auf ein unvergessliches Erlebnis hat, kann an der 3,5 km langen Exkursion teilnehmen und den Rückweg erwandern. Kosten für die Canopy-Tour: 500 Lempira (Touristenpreis); Kontakt: (504)9854 4351 oder (504)96962967


Ich empfehle in jedem Fall noch den Besuch von La Campa – dem malerischen Bergdorf, das eine der schönsten Kirchen & eine große Topfertradition in sich vereint. Weitere Infos im Link.

Empfehlung: Gracias – Herrlich bunt, freundlich & typisch Honduras

Gracias kann man gut und gerne als eines der Schmuckstücke unter den Städten in Honduras bezeichnen und wer durchs Land reist, sollte ganz sicher auch einen Abstecher in dieses beschauliche Städtchen machen.image-2015-09-25(22)Die kolonialstadt Gracia im Verwaltungsgebiet Lempira liegt im Westen von Honduras und ist eine der ältesten Städte des Landes.image-2015-09-25(21)Gegründet wurde sie im Jahre 1536 vom spanischen Kapitän Juan de Chavez und ging ursprünglich aus dem Ort Opoa hervor. An den heute nur mehr eine Lehmmauer erinnert.image-2015-09-25(29)Der ursprüngliche Name der Stadt lautete „Gracias a dios“ was so viel bedeutet wie „Dank sei Gott“.image-2015-09-25(18)Im 16 Jahrhundert war Gracias sogar die Hauptstadt des gesamten durch die Spanier eroberten Zentralamerikas und das umfasste Gebiete des südlichen Mexikos ebenso wie Nicaragua.image-2015-09-25(20)Koloniale Prachtbauten zeugen noch heute vom Glanz der einstigen Metropole. Gerade in der Architektur seiner Kirchen sieht man welchen Einfluss Gracias einst hatte. Kirchliche Führer waren es, die der Stadt soziale Strukturen gaben und ihre Architektur maßgeblich prägten.image-2015-09-25(19)In der gesamten Region rund um Gracias findet man Zeitzeugen des kirchlich kolonialen Baustils. Kirchen in La Campa, San Manuel Colohete und Belén Gualcho gehören zu den schönsten Bauwerken des Landes und sollten unbedingt besucht werden.image-2015-09-25(23)„Antigua“ in Guatemala und Comayagua stellten die Bedeutung von Gracia schließlich in den Schatten.image-2015-09-25(34)An den Ausläufern der Celaque Mountains, den höchsten in Honduras, liegt das Städtchen welches als letzte Bastion des indigen Lenca-Volkes galt und seinem berühmtesten Führer „Chief Lempira“ hier ein Denkmal gesetzt hat. Gracias HondurasNoch heute erinnert sein Statur am zentralen Marktplatz an seinen Freiheitskampf gegen die spanischen Besatzer.image-2015-09-25(27)Noch ist die Stadt hauptsächlich auf Handelsreisende eingestellt und nur wenig auf durchreisende Touristen. Budgethotels sind daher nicht besonders einladend. Hingegen wir sehr hübsche und geschmackvoll eingerichtete Hotels fanden.image-2015-09-25(33)Ausgeschmückt mit kolonialen Überbleibseln, bunten Wänden und dem so typischen begrünten Innenhof sind sie eine wahre Augenweide.image-2015-09-25(37)Wer wie wir auf „Gut Glück“ anreist, läuft Gefahr ein paar Klinken putzen zu müssen bis er eine Herberge findet, die noch freie Zimmer hat. Trotzdem kommt einem diese Stadt nicht überlaufen vor.image-2015-09-25(39)Um genau zu sein haben wir das Gefühl die einzigen ausländischen Touristen hier zu sein. Dabei ist die Stadt unheimlich malerisch mit ihren bunten Häusern, schmalen Gassen, dem Kopfsteinpflaster und seinen Menschen.image-2015-09-25(41)Die Lenca, so nennt man das Volk in dieser Region gelten als zurückhaltend und scheu. Doch wir erleben das ganz anders. Freundliche Begrüßungen auf der Straße, willkommen heißende Blicke und Gesten gespickt mit ein wenig Neugier an uns als Besuchern. image-2015-09-25(40)Englisch spricht hier wie in fast ganz Honduras kaum Jemand. Auch nicht im Gastgewerbe, aber das hatten wir auch nicht erwartet. Und so verständigen wir uns mit ein paar Brocken Spanisch, um all die Fragen zu unserer Reise und unserem Herkunftsland zu beantworten.image-2015-09-25(35)Für Gracias haben wir einen Tag eingerechnet und füllen diesen mit Fotospaziergängen durch den Ort, mit Gesprächen in den Geschäften, beim Besichtigen der Kirchen oder bei einem Kaffee am Marktplatz. Die Stadt hat keine Sehenswürdigkeiten, sie ist die Sehenswürdigkeit.image-2015-09-25(24)Ich verliebe mich in die Architektur der Kirchen, genieße die freundliche Atmosphäre und die interessierten Blicke der Männer auf der Straße. Als blonde Frau falle ich hier auch ohne Modelmaße auf. Gracias HondurasUnd im Gegensatz zu manch anderen Ländern gibt es hier keine gierigen Blicke oder eine unangenehme Anmache. Man wird eher bewundert & geachtet wie eine Prinzessin und das darf Frau auch ruhig mal genießen. Sogar mit Genehmigung des eigenen Partners.image-2015-09-25(48)Wir verbringen einige Stunden in dem pittoresk Örtchen und erst als uns gegen Nachmittag die Füße schmerzen beschließen wir einem anderen Highlight von Gracia einen Besuch abzustatten. Uns zieht es in die Thermalquellen und was wir dort erlebt haben lest ihr im Link.


Wlan gibts übrigens am zentralen Marktplatz in der Stadt für alle die Kontakthalten wollen.






Utilá Ι Das farbenfrohe Tauch- und Backpackerparadies in Honduras – himmlisch auch für dich?

Utilá markierte die erste Station auf unserer 16-tägigen Reise durch Honduras und bezauberte vom ersten Moment mit buntem karibischem Flair, türkisblauem Meer und einer himmlischer Gelassenheit.image-2015-09-25(7)Viel gesehen und gelesen hatte ich über Utilá und wir haben uns bewusst für die kleinere der beiden großen Bay Islands entschieden, weil wir uns hier abseits der Touristenmassen erholen wollten.image-2015-09-25(13)Roatán gilt als die große Schwester und ist ein beliebtes Urlaubsziel der amerkanischen Tourismusbranche und schied genau deshalb bei uns aus. Ich brauche keine Herrschaaren von Touristen und kein Dauerbespaßungsprogramm und so landeten wir auf Utilá.

image-2015-09-25(6)Utilá so heißt es, sei beschaulich, gemütlich und ein Paradies für Backpacker.

Es soll sogar Einige gegeben haben, die hier nur wenige Tage geplant und über Jahre gestrandet sind.image-2015-09-25(11)Mit der ersten Fähre kamen wir vom Festland her an und wurden schon am Bootssteg vom Personal unserer Unterkunft freudig begrüßt. Mit dem Tuk Tuk ging es durch den kleinen Ort, der aus nur einer Hauptstraße zu bestehen schien und Utilá zeigte sich genau in dem Bild wie ich es mir vorgestellt hatte. image-2015-09-25(12)Viel Liebe zum Detail sowie bunte und kreativ gestaltete Häuser. Ein wenig auch hip und überall lockere Stimmung. Dazu entschleunigte Menschen und der typische Style der Backpacker.image-2015-09-25(4)Die Insel ist gerade mal 13 km lang und 5 km breit. Davon ist der größte Teil Mangrovenwald den man nur per Kayak oder Motorboot durchkreuzen kann. Auf der Hauptstraße herrscht daher zu Hochzeiten etwas Gedränge. Radfahrer, Fußgänger, Mopeds, Quads und die so typischen Tuk-Tuk-Taxis bevölkern die Straße.image-2015-09-25(8)Unser kleines Ressort ist auch nur via Boot zu erreichen und ein absolutes karibisches Paradies, wie man es sich schöner nicht ausmalen könnte. Trotz Traumstrand und Riff vor der Tür starteten wir jeden Tag zu Entdeckungstouren. Einfach weil wir das lieben.image-2015-09-25(2)Mit dem Quadbike über die Insel, mit dem Kajak durch den Mangrovenwald und mit dem Schnellboot zu den vorgelagerten Inseln. Uns wurde es trotz des geringen Umfangs der Insel nicht langweilig.image-2015-09-25(3)Die meisten Urlauber die auf Utilá stranden kommen hier her, weil die Insel erstklassige Tauchreviere bietet und es nirgends auf der Welt so günstig sein soll, seinen Tauchschein zu machen. Natürlich lockte es auch uns unter Wasser.Dani springen Utila BootsstegMit Taucherflossen und Schnorchel bewaffnet entdeckten wir das hauseigene Riff und waren überwältigt von der Unterwasserschönheit die sich uns offenbarte. Im Grunde lag das Riff keine 50m von unserem Bett entfernt. Das machte es uns erstaunlich einfach, mal eben so vom Bootssteg aus in dieses kleine Paradies abzutauchen.image-2015-09-25(9)Vom unter Backpackern angepriesenen Nachtleben bekamen wir nichts mit. Zu weit draußen lag unser Ressort und zu müde waren wir nach langen Tagen des Entdeckens & Erlebens. Aber die bunten und hübsch dekorierten „Locations“ sind uns dennoch nicht verborgen geblieben. Nur eben tagsüber und ohne die beschriebene ausgelassene Partystimmung.Utila HondurasDas an das Ressort angegliederte Restaurant „Neptun“ ist auf ganz Utilá die erste Adresse für gutes Essen und wird auch von uns hoch geschätzt. Nicht zuletzt auch wegen der leckeren selbstgemixten Cocktails und dem hervorragendem Service.image-2015-09-25(10)Am Ende unseres 5-tägigen Aufenthalts waren wir zwar nicht den erhofften Walhaien begegnet, dafür aber einem Riesenrochen, eine Meeresschildkröte und eben diesem „Utilá“.image-2015-09-25(14)Diese herrliche Mischung aus relaxed & quirlig, aus charmant & aufregend, aus Unterwasserparadies & buntem karibischem Städtchen. Wir haben die Zeit in Utilá geliebt, herrlich entspannt und lecker geschlemmt. Utila HondurasSicher für viele noch ein Geheimtipp und daher von mir volle Punktzahl für Utilá und ein Unbedingtes: Get up & discover!

Empfehlung Honduras: Parque Nacional Celaque – Der beeindruckendste Nationalpark & warum sich ein Besuch für dich lohnt!

Wer von Gracia spricht, spricht auch über den Parque Nacional Montana de Celaque, so heißt es. In der Einheimischensprache „Lenca“ bedeutet das so viel wie „Wasser Schachtel“ und der Name kommt nicht von irgendwo her. Dem Park entspringen außerdem mehrere Flüsse, es gibt einen majestätischen Wasserfall aber in der Hauptsache gilt er wegen seinem Nebelwald als Wasserspeicher.image-2015-09-25(30)Die gesamte Bergregion ist bedeckt von Bäumen und damit auch Heimat einer Vielzahl an Pflanzen und Tieren. Sein wohl bekanntester und gleichzeitig geheimnisvollster Einwohner ist der Quetzal. Schon der Name hinterlässt keinerlei Hinweis darauf um was für ein Tier es sich handelt. Dabei kommt der Vogel in fast jedem Reiseführer zur Sprache. image-2015-09-25(36)Hier im Park soll er seine Heimat haben und nur mit viel Glück von Wanderern zu entdecken sein. Aber er ist nicht der einzige Einwohner. Neben ihm findet sich eine bemerkenswerte Zahl an Wildtieren im Park: von bunten Schmetterlingen über Eichhörnchen Affen, Reptilien, Pumas oder Ozelote.image-2015-09-25(15)Im Park gibt es verschiedene Trails die bewandert werden können. Auch direkt auf die Spitze des 2849m hohen „El Cerro de las Minas“ – dem höchsten Berg von Honduras. Wer sich dieser Herausforderung stellen will, dem wird ein 2-Tages-Trip angeraten, sowie ein entsprechende physische Kondition.

Der Park liegt in etwa 7 km außerhalb der Stadt und ist gut beschildert. Wir hatten allerdings eine schweißtreibende und nervenaufreibende Anfahrt, selbst mit motorstarkem 4×4 Fahrzeug und fahrerischen Kenntnissen. Die neue Straße zum Eingang des Parks befindet sich derzeit in ihrer Entstehung und so mussten wir die Ausweichroute wählen.image-2015-09-25(17)Der Umweg führt über die vom Verkehr und Regenfluten zum Teil schwer zerschundene Schotterpiste hinauf zum Parkeingang. Riesige Regenrinnen und Felsbrocken haben die Anreise zusätzlich erschwert. Mit Kleinwagen rate ich dringend von einer eigenen Anfahrt ab, so lange die neue Straße nicht in Betrieb ist. Such dir lieber einen Taxifahrer oder buche gleich einen Guide, der dich hinauf bringt.image-2015-09-25(16)

Als wir nach 50 Minuten Anfahrt unser Ziel erreicht hatten, war der Parkeingang verschlossen und keine Menschenseele vor Ort. Auch keine Rufnummer zur Kontaktaufnahme. Ohne Karte, Guide oder Eintrittsticket endete unser Ausflug hier.


Bitte daher dringend vorab eine Tour organisieren oder sicherstellen, dass zum Anreisetag Jemand vor Ort ist, wenn du den Park besuchen möchtest. Wir sind unverrichteter Dinge wieder den Berg hinab gefahren und haben uns dafür für die Besichtigung von Gracias mehr Zeit genommen. Mehr dazu im Link.

Für mehr Informationen wird die Kontaktaufnahme mit Marco Aurelio Rodrigues, einem Guide empfohlen. Rufnummer: (504) 9870 8821 oder über Mapance in Gracias über die Telefonnummer: (504) 2656 04060/ E-Mail: turismo.calaque@gmail.com oder über die Touristeninformation in Gracias. Eintritt: 50 HNL

Honduras Ι Aguas Termales „El Presidente“ – Tauch ein ins kleine Paradies

Honduras hat so einige kleine Geheimnisse die unscheinbar am Rande liegen. Sich aufzumachen sie für sich zu entdecken das war unser Ziel während unserem Road Trip durch das Latein Amerikanische Land.

Nachdem wir das mystische Copán Ruinas besucht hatten und auch im malerischen Graciás durch die herrlich bunten Gassen gewandelt sind, sehnt es uns nach etwas Entspannung, nach Seele baumeln lassen und abtauchen.GraciasWie praktisch, dass es mitten im Wald und unweit der Stadt eine kleine Oase gibt, die mit heißen Quellen lockt. Von Graciás aus entlang der Hauptverkehrsstraße führt uns unser Weg etwa ca 5km hinaus, bevor es einen gut ausgeschilderten Abzweig in Richtung dem Freizeitspaß entgegen geht. Noch mal 1 km Schotterstraße und wir sind am Ziel angekommen.Honduras Aguas Termales "El Presidente"Wirklich mitten im Wald und sehr idyllisch gelegen liegt Aguas Termales „El Presidente“ bei Einheimischen auch bekannt als „Arcilaca public pools“. Wir sind unter der Woche hier, die Sonne geht bald unter und es sind nur wenige Gäste im Bad. Der perfekte Zeitpunkt also, denn am Wochenende und an Feiertagen soll es hier richtig voll werden.Honduras Aguas Termales "El Presidente"Die Anlage ist nicht mit Wellnesstempeln in Europa vergleichbar und doch hat sie ihren ganz eigenen Charme. Wie fast überall in Honduras ist alles sehr basic, doch die Menschen füllen die Lücke. Denn der wahre Luxus liegt nicht im Komfort der Anlage, sondern in der Freude seiner Gäste. Und hier herrscht definitiv Lebensfreude. Familien sind mit Picknickkorb, Grillgut und fröhlicher Musik angereist. Kinder tollen zwischen und in den Becken. Über uns rascheln die Blätter, als wir eintauchen in das warme wohlige Wasser der Quellen.imageHonduras Aguas Termales "El Presidente"-2015-09-23„Ohhhh! Wunderbar!“ – höre ich mich sagen. Der Körper wird herrlich leicht und jeder Muskel entspannt sich. Ich schließe die Augen und genieße. Jedes der Becken hat eine andere Temperatur. Kühler für die Schwimmer und heißer für die Entspannungssuchenden. Während ich mich aufmache um ein paar Runden zu paddeln, relaxedt mein Freund am Beckenrand der heißesten Quelle. Er hat sichtlich Freude dem munteren Treiben zuzusehen.

Und auch ich fühle mich wohl. Natürlich sieht man uns an, dass wir Reisende sind. Neugierig werden wir bestaunt und man sucht das Gespräch. Ein paar Brocken Spanisch sind da gar nicht so schlecht, obwohl es beim Planschen mit den Kindern gar keiner Worte bedarf.

Inzwischen geht schon der Mond auf und blinzelt uns durch das dichte Geäst zu. Ich bin tiefenentspannt und hab auch keine Eile diesen Ort wieder zu verlassen. Warum auch? Es gibt ein Restaurant für Hungrige, es ist mollig warm und man wird herrlich unterhalten. Erst als wir so richtig runzlige Finger haben, packen wir und verlassen Aguas Termales wieder.

Übrigens gibt es in Gracias auch einen der schönsten Nationalparks des Landes. Schau doch mal im Link.


Öffnungszeiten: Täglisch von 6-23 Uhr  ⁄  Eintrittspreis: 25 HNL

Unterkunfts-Review: Honduras Ι Utilá Ι Coral Beach Village


Herausragender & exzellenter Service der einer 5-Sterne-Plus-Unterkunft gleich kommt

Wir sind im Juni 2015 nach Utilá gereist. Die Managerin „Brooke“ vom Coral Beach hat uns schon vorab großartig bei der Anreise unterstützt, als wir Probleme mit der Mietwagenfirma hatten. Wir wurden direkt am Peer der Fähre persönlich begrüßt und abgeholt. Mit Tuk Tuk und Boot ging es weiter in Richtung Ressort.image-2015-09-22(2)Das Coral Beach Village ist eine kleine überschaubare Anlage mit angeschlossenem Restaurant. Die „CABANAS“ liegen nur wenige Schritte entfernt vom Meer. Von jederm Bungalow hat man einen herrlichen Blick auf das türkisblaue Meer und die Anlage unter Palmen.Utila Honduras Coral Beach ResortDas Haupthaus mit dem Restaurant „NEPTUN“ liegt auch direkt am Meer und ist in 1 min erreichbar.image-2015-09-25(46)Unsere Unterkunft stellte sich genauso dar, wie auf den abgebildeten Bildern der Buchungsplattform. Großzügige Zimmer, breites komfortables Bett, klimatisiert, hygienisch reine Bettwäsche und geschmackvoll eingerichtet. Außerdem gab es ausreichend großen Stauraum und Ablageflächen für Koffer & Kleidung.image-2015-09-25(42)Angeschlossen war eine Küchenzeile, die von Kühlschrank bis Mikrowelle mit allem ausgestattet war. Wir haben sie allerdings nie benutzt.image-2015-09-25(43)Das WLan funktionierte tadellos im Zimmer und auch im Restaurant. Auch für den Upload von Bildern in soziale Netzwerke oder zum Versand von Mails war die Leistung völlig in Ordnung.image-2015-09-25(44)Das Resort liegt zur hinteren Seite an einem Mangrovenwald und ist nur via Boot zu erreichen. Im kleinen Hafen gibt es ein regelmäßigen Shuttleservice in den Ort und auch Sonderfahrten waren nach Vereinbarung immer möglich.image-2015-09-22(3)Die Anlage hat einen wunderschönen und gepflegten Strand mit Bootsanleger. Liegen, Tische und Bänke laden zum Relaxen ein. Das Meer sieht traumhaft aus auf dieser Seite! Karibik pur mit türkisblauem, klaren Wasser, Traumstrand und Palmen…Wer gerne schnorchelt oder taucht findet das Paradies quasi direkt vor der Haustür. Utilá ist Teil des Belize Barrier Riffs – dem zweit größten Riff der Welt und damit perfekt für Wassersportler.image-2015-09-25(45)

Direkt vom Steg aus hat man klare Sicht auf die Meeresbewohner. Mit ein paar Flossenschlägen ist man in der Korallenwelt und kann das bunte Treiben unter Wasser hautnah erleben. Für uns ein besonderes Plus der Unterkunft. Wir konnten Riesenrochen beobachten und etwas draußen im Meer sogar eine Meeresschildkröte. Diese nisten auf Utilá.image-2015-09-22(1)Zur Anlage gehört das Restaurant „Neptun“ was für seine Küche überall in Utilá bekannt ist und auch wir in höchsten Tönen loben möchten. Frisch, lecker, ideen und abwechslungreich. Dazu gibt es natürlich, wie in der Karibik üblich hausgemachte Cocktails, die der Küche in nichts nachstanden. Auch bei den Mahlzeiten sah man sich flexibel und gastfreundlich.Dani springen Utila BootsstegWas diesen Flecken Erde bzw das Coral Beach Village für uns so so besonders gemacht hat, war der mehr als exzellente Service. Uns wurde wirklich jeder Wunsch von den Lippen abgelesen. Uns wurden verschiedenste Ausflüge organisiert von Kayak bis Quad über Boot. Aber nicht nur das, wir mußten uns nicht mal selbst um die Rückgabe der Leihschaften kümmern! Auch das Zurückbringen der Kayaks oder die Abholung der Ausweise vom Quadverleih hat man für uns übernommen. Ebenso die Rückreise. Auch hier wurde uns ein Fahrer direkt von der Fähre bis in die Stadt organisiert. Uns wurde immer und zu ausnahmslos jeder Zeit sehr gerne geholfen. Ich habe solchen perönlichen Einsatz von einem Hotel/ Resort noch nicht erlebt.image-2015-09-25(50)Wir sind regelmäßig und oft in Hotels auf der ganzen Welt, aber wir haben Vergleichbares noch nie erlebt. Selbst in 5 Sterne Luxusunterkünften nicht in denen die Nacht 700 EUR/p.P. kostet. Was das Team vom Coral dort leistet ist mehr als des Lobes wert. Nicht nur wegen der Lage, sondern eben genau wegen diesem freundlichen, hilfsbereiten und zuvorkommendne Service empfehle ich das Resort gerne weiter. Unser Erholungswert hing maßgeblich von diese Engagment am Gast ab.image-2015-09-22(4)So wie die Anreise perfekt organisiert war, so ging es uns auch beim Abschied. Die Rechnung hat gestimmt, die Bezahlung ging reibungslos von statten und wir wurden wieder bis zum Anleger der Fähre gebracht. Besser kann man es sich nicht wünschen!

Fazit:

– Traumlage direkt am Strand
– hervorragendes Essen
– 1A gepflegte Unterkunft & Anlage
– funktionierendes WLan
– Ausflufs-Organisation
– Exzellenter Service

Wenn ich eine Unterkunft auf dieser Welt benennen müßte mit dem besten und persönlichsen Service, dann das Coral Beach Village!

Aufenthalt Juni 2015 für 5 Tage

 

Honduras – Copán Ruinas bietet mehr als Maya-Stätten

Der kleine Ort Copán Ruinas ist das Juwel unter den Städten in Honduras. Seine malerischen Gassen, seine ruhige Atmosphäre, sein bezaubernder Charme und seine Gastfreundlichkeit bleiben jedoch vielen Reisenden verborgen.image-2015-09-17(27)Die gleichnamige archäologische Maya Stätte lockt jährlich an die 100.000 Touristen. Sie ist die größte und wichtigste Sehenswürdigkeit des Landes. In ihrem Schatten bleibt das kleine beschauliche Städtchen oft unbeachtet. Dabei ist dieser Ort eine Sehenswürdigkeit an sich und auch die Umgebung mit all ihrem Grün, ihrer Idylle und verborgenen Plätzen ist ein wahrer Schatz für Reisende. image-2015-09-17(22)In hervorragenden Restaurants lässt es sich herrlich genießen, hübsche Bars sind Treffpunkt und für Shoppingbegeisterte gibt es Lederwaren, Zigarren, Rum und Textilien.image-2015-09-17(4)Museen

Wer mehr über die Kultur, Geschichte und Lebensweisen der Maya erfahren möchte, der kann die Museen der Stadt erkunden. In interaktiven Shows, bei Fotoausstellungen oder im Maya-Kalender erfährt man so einiges Neues über die versunkene Hochkultur.

  • Meseo de Arqueloggia May (Parque Central, 9-17 Uhr) Keramiken, Maya-Kalender, Grabnachbildung
  • Momorias Frágiles (Parque Central, 9-17 Uhr) Fotoausstellung
  • Casa K´inich (Calle Buena Vista, Di-So 8-12 &13-17 Uhr) Interaktive Nachbildung des Ballspiels der Maya
  • Mirador El Cuartel (Calle Buena Vista) Aussichtspunkt an den alten Ruinen eines Gefängnisses

image-2015-09-17(3)Kultur

Wenn du noch tiefer in die Kulturgeschichte der Region eintauchen willst, dann probier das hier:

  • Finca El Cisne (www.fincaelcisne.com) – Vermittelt einen Eindruck über das Landleben in Honduras
  • Rastrojón (Locals nach dem Weg fragen) – Maya Stätte auf dem Puma Hill
  • Río Amarillo (Locals nach dem Weg fragen) – Maya Stätte am Fluß
  • Parque Arquuelógice el Puente (8-17:30 Uhr, bei La Entrada) – Maya Stätte

image-2015-09-17(32)Sprachkurse

Auch die Sprachschulen sind ein fester Bestandteil des Ortes und hoch angesehen. Zudem bieten Sie Exkursionen an und du kannst dein Wissen vertiefen.

image-2015-09-17(8)Ausflüge und geführte Touren

Man lernt am Meisten von Locals. Wer sich einer geführten Tour anschließen möchte, findet zwei Unternehmen. Aber auch die Tuk Tuk –Fahrer sind oft gute Guides. Wer hier einen festen Preis für einen Ausflug zu Wasserfällen oder ins Umland vereinbart kann auch auf diese Art hervorragend die Gegend erkunden.

image-2015-09-17(30)Kaffee gehört auch zu Honduras und man sollte es nicht verpassen einmal eine Plantage besucht zu haben. Hier bietet sich sich die Finca „Santa Isabel“ an. Sie liegt in der Nähe der Ruinen und bietet auch Transport an. Oder wie wäre es mit Tee und Schokolade? Auch hier werdet ihr vor Ort verwöhnt.

image-2015-09-17(33)Action

Wer am liebsten in der Natur unterwegs ist, der findet sein Glück auf dem Rücken der Pferde oder bei einer ordentlichen Canopy-Tour!

  • Reitfreunde können sich den Tag wunderbar am Fluß oder in den Bergen auf dem Rücken der Pferde vertreiben. (In der Unterkunft nach Kontakt fragen)
  • Honduras Canopy Tour für Zipline-Freunde (geleano28@hotmail.es)

image-2015-09-17(23)Wellness, Meditation & Wasserspaß

Auch Wellness muß mal sein, warum also nicht mal in Honduras die Seele baumeln und verwöhnen lassen?

  • Spa Ixchel (info@spaixchel) – Erholung, &Wellness
  • Spa Copán Colonial (copancolonial.com) – Erholung & Wellness
  • Luna Jaguar Spa Resort (www.lunajaguarspa.com) – Erholung & Wellness
  • GAIA Meditations-Center (haviendasanlucas) – Meditation & Einkehr
  • El Jaral Aquapark (www.reservacionesœhotelhaviendaeljaral.com) Wasserpark mit Pools

image-2015-09-17(34)Weitere Tipps bekommt ihr vor Ort bei der Touristeninformation (Mo-Fr 8-17 & Sa 8-12 Uhr, www.copanhonduras.org)image-2015-09-17(24)Was es sonst noch alles in Honduras zu entdecken gibt und warum man wirklich keine Angst haben muß, in das Land zu reisen erfährst du wie immer im Blog!

Honduras am Rande der Geschichte – das neue Copán Ruinas

Das große, antike Copán hat Geschichte geschrieben, von dem seine Ruinen bis heute erzählen, doch was ist von dem Spirit der Maya im neuen Copán Ruinas noch zu spüren? Welche Spuren der Historie findet man und lohnt es sich neben den Artefakten auch die neue Stadt zu besuchen?image-2015-09-17(1)Große geschichtsträchtige Orte haben oft das Problem, das sie der Neuzeit nicht gerecht werden und nie aus dem Schatten der Historie hinaustreten, um ihre eigene Identität zu entfalten. image-2015-09-17(14)Ganz anders scheint mir das in Copán Ruinas. Der Ort, der sich in direkter Nachbarschaft zum gleichnamigen archäologischem Stätte befindet bezaubert und verführt. Anders als die historische Ausgrabungsstätte ist hier alles bunt und lebendig. Seine Plätze sind voller stolzer Menschen, in seinen Straßen spielen die Kinder, auf seinen Gehwegen herrscht angeregtes Markttreiben.image-2015-09-17(25)Wir sind nach Honduras gereist um ein Land zu entdecken, welches neben Karibikflair und Palmenplantagen noch so viel mehr zu bieten hat und dazu gehört auch Copán Ruinas. Die Maya-Stätte die als Zentrum der Hochkultur im Klassischen Zeitalter galt.image-2015-09-16(2)Heute liegt ihre versteinerte Geschichte vor den Toren der neuen Stadt und zieht tausende Interessierte in seinen Bann. Stelen der sagenhaften Herrscher, Steintreppen mit Inschriften, Pyramiden mit Treppen in den Himmel. Ja, diese Ruinen versprühen den Geist und den Mythos der sie umgibt und jeder der diesen Platz durchwandelt hat, wird für immer gefesselt sein.image-2015-09-17(15)Doch genauso bin ich fasziniert als ich durch die Gassen der neuen Stadt laufe. Das Stadtzentrum ist klein und alles liegt nah und in Laufdistanz zueinander: Bars, Unterkünfte, Restaurants udn Souvenirshops. Auf der gepflasterte Straße herrscht angeregtes Treiben, Marktfrauen bieten ihre Waren feil, Hunde tollen umher und Kinder spielen verstecken hinter den Hausmauern.image-2015-09-17(11)Die bunten Quartiere wirken einladend mit ihren fröhlichen Farben, offenstehenden Hoftoren und grünen Gärten. Es macht Spaß von Haus zu Haus zu laufen in der Erwartung einer neuen kleinen Besonderheit. Kein Bau gleicht hier dem Anderen, alles ist individuell und liebevoll gestaltet.image-2015-09-17(17)Kleine Restaurants laden zum Verweilen und selbst den Laden mit den typischen touristischen Andenken schreckt mich nicht ab. Bunte Püppchen, welche die Frauen des Landes verkörpern, Tonschalen die von der Handwerkskunst ihrer Erschaffer zeugen und bunte Stoffe die so typisch sind für Latain-Amerika. Alles findet sich hier und bezaubert.image-2015-09-17(5)Doch die Seele der Stadt sind in erster Linie ihre Menschen. Man findet sie überall, denn das Leben spielt sich wie allerorts in Zentralamerika auf den Straßen ab. In jedem noch so kleinen Ort befindet sich in der Mitte der öffentliche Platz mit Kirche.image-2015-09-17(18)Hier starten die Menschen mit einem Kaffe in den Tag, treffen sie ihre Bekannten zu anregenden Gesprächen, spielen Kinder miteinander Ball, ruht man sich in der Mittagspause aus oder ißt von den Leckereien die hier feil geboten werden.image-2015-09-17(16)Ich frage mich, wo es bei uns noch solche Plätze gibt? Marktplätze als wichtigster sozialer Treffpunkt, zum Austausch und Miteinander? In unserer Welt haben sie den Ruf Pennern zum Schnorren und trinken zu dienen. Hier ist es so ganz anders und ich erlebe ein fröhliches Treiben und kollektives Erleben.image-2015-09-17(20)Natürlich findet man in der Stadt auch Teile der Geschichte und Artefakte wieder. Hier ist man stolz auf seine große Historie, die immer noch so viele Menschen anlockt und die Stadt am Leben erhält. Gäste bringen Geld, sei es in den Unterkünften, beim Straßenhandel, in Restaurants oder beim Transportwesen.image-2015-09-17(7)Niemand braucht sich hier zu fürchten im verschrienen Honduras zu sein und Opfer von Überfällen zu werden. Es herrscht eine angenehme Willkommenskultur. Copán gilt als die freundlichste Stadt des Landes.image-2015-09-17(12)Der Gast wird herzlich aufgenommen, interessiert beäugt und wohlgesonnen behandelt. Auch geht es hier nicht aufdringlich zu wie an anderen touristischen Plätzen. Die Menschen sind herzlich, offen und neugierig auf die Reisenden aus aller Welt.image-2015-09-17(21)Die Ruinen sind ohne Frage die Hauptattraktion doch auch für die Stadt und ihr Umland kann man sich viel Zeit nehmen. Wunderschöne Landschaften locken zu Ausflügen in die Natur und zu ihren Lebewesen.image-2015-09-17(13)Mann kann die Macaw Mountains mit ihrem Vogelpark besuchen, sich auf der Finca El Cisne über Kaffeanbau informieren, in heißen Quellen baden, auf dem Rücken von Pferden am Fluß entlang reiten, unter Wasserfällen in der Wildnis duschen oder sich dem Thrill einer Canopytour hingeben.image-2015-09-17(26)Auch die Sprache kann in Copán studiert werden, aber in erster Linie lernt man hier, sich zu entschleunigen. Denn Hektik ist dieser Stadt ein Fremdwort und das überträgt sich auch auf seine Besucher!image-2015-09-17(28)Ich hatte einen wunderbaren Tag in Copán und für mich war diese Gemeinde die Schönste auf der ganzen Reise. Ich habe die Menschen ins Herz geschlossen und träume mich gerne zurück in die malerischen Gassen und in die kleinen Cafés.image-2015-09-17(6)Wirklich jedem Reisenden sei ans Herz gelegt, sich neben der Ruinenstadt auch Zeit für das neue Copán zu nehmen und Honduras von seiner liebenswerten Seite kennen zu lernen.image-2015-09-17(31)Copán Ruinas ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten des Landes und daher sehr gut beschildert und auch sehr gut ans Busnetzt angeschlossen, auch wenn man Guatemala über die Grenze kommt.image-2015-09-17(29)Distanzen:

  • San Pedro Sula (Zweit größte Stadt des Landes mit Flughafen) 180 km
  • Tegucigalpa (Hauptstadt mit Flughafen) 408 km
  • La Ceiba (Tor zu den Bay Islands mit Regionalflughafen) 383 km
  • El Florido (Guatemalische Grenze) 12 km

image-2015-09-17(2)Was es sonst noch alles zu erleben oder zu entdecken gibt rund um Copán erfährst Du im LINK.

 

Die Ruinen von Copán – Honduras antiker Schatz

Von Mayastätten wie Tikal in Guatemala oder Teotihuacan in Mexico hat man schon gehört, doch kaum einer weiß, dass sich das bedeutendste Zentrum dieser Hochkultur in Honduras befand.  image-2015-09-16(1) In der Klassik Ära zwischen 250-900 n.Chr. siedelten sich die Maya im Tal Copán an. Zu ihrer Hochzeit lebten bis zu 21.000 Einwohner in der Maya-Stadt, die heute als Copán Ruinas bekannt ist und es auf Grund ihrer Bedeutung zu Weltruhm gebracht hat.image-2015-09-16(7)Im Westen von Honduras in unmittelbarer Grenznähe zu Guatemala gelegen ist sie stummer Zeuge einer großen Geschichte. Ihre Einwohner gelten bis heute als hochentwickelt und seinerzeit war Copán bekannt für sein Kunsthandwerk, prunkvolle Stelen & Altare, sowie die Architektur der Gebäude. Deshalb bekam die Stadt auch den Beinamen „La Ciudad Luz del Mondo Maya“ – „Die Stadt der Lichter der Mayawelt“image-2015-09-16(16)Trotz seiner verglichen geringen Ausmaße, galt Copán für ganz Latein Amerika als das Zentrum der Maya Zivilisation und noch heute zeugen ihre beeindruckenden Ruinen von früherem Glanz, baulichen Meisterleistungen und handwerklichem Können seiner Bewohner. In keiner der präkolumbischen Stätten wurden mehr Skulpturen und Artefakte gefunden als hier.image-2015-09-16(3)Seit 1980 ist Copán Ruinas deshalb Weltkulturerbe der UNESCO. Neben den Tempelanlagen beherbergt es weltweit geschätzte Artefakte, herausragend gearbeitete Stelen und das berühmtestes Bauwerk: die Hieroglyphentreppe. image-2015-09-16(23)Man kann Copán Ruinas in zwei Teile aufteilen, den „Großen Platz“ mit Hierogplyphentreppe und die Akropolis. Während Erstere dem sozialen Leben diente und der Öffentlichkeit zugänglich war, war der Zweite nur mehr der herrschenden Elite zugänglich.image-2015-09-16(10)Der Große Platz

Der Große Platz diente nicht nur zum Abhalten von Veranstaltungen und Ritualen, sondern wurde auch für astronomische Beobachtungen genutzt. Im vorderen Teil auf einer großen grünen Wiese sind für Interessierte Stelen aufgestellt. Diese sollen den Besuchern die Geschichte der verloren gegangenen Maya-Kultur näher bringen. Die großen und kunstvoll ausgearbeiteten Reliefs stellen die Herrscher Copáns dar und sind zum Teil auch mit aufwendigen Hieroglyphen versehen.

image-2015-09-16(9)Der Ballspielplatz

Südlich vom Großen Platz befindet sich der Ballspielplatz. Von einigen Forschern wurde er zur schönsten Kreation der gesamten klassischen Periode erklärt und in seinen Ausmaßen gilt er als Zweitgrößter der gesamten Mayawelt. Zu Mayazeiten, so wird vermutet, haben die Spieler den harten Gummiball mit ihren Schenkeln oder Hüften, nicht aber mit ihren Händen in der Luft gehalten. image-2015-09-16(13)Der Hof ist von 2 parallelverlaufenden Gebäuden umgeben und mit Abbildungen von Aras verziert. Diese Vögel hatten für die Mayas eine große Bedeutung und galten als heilig. In allen Bereichen der archäologischen Stätte Copáns findet man ihre Abbilder. So schmücken auch riesige Skulpturen der Aras die Seiten des Ballspielplatzes.image-2015-09-16(21)Die Hieroglyphentreppe

Am Ende des Ballspielplatzes befindet sich der am meisten besuchte Teil des archäologischen Parks, die prächtige Treppe mit den Hierogplyphen. Sie ist das größte in Stein gehauene Schriftwerk der Maya und als der umfangreichste hieroglyphische Text der alten neuen Welt bekannt. Ihre 63 Stufen erzählen mit mehr als 2200 Zeichen von der Herrscherabfolge von Copán innerhalb von 200 Jahren. Die Treppe ist außerdem Teil des Tempels Nummer 26. Ein majästätisches Gebäude welches schätzungsweise im Jahr 755 n.Chr. also zum Ende der Hochphase Copáns errichtet worden war. image-2015-09-16(6)Akropolis

Südlich vom Ballspielplatz befindet sich eine imposante Freitreppe hinauf zum „Tempel der Inschriften“. Auch hier sind wieder Hierogplyphen zur Verzierung zu finden. Südlich der Treppen befinden sich die abgeschiedensten Bereiche der Akropolis. Sie werden in West und Ost-Plaza unterschieden. Am Fuße des Tempels No 16 findet man ein Replik des Altars und im Ost-Plaza steht das Throngebäude von König Waxaklajuun Ub´aah K´awiil (auch bekannt als 18 Kaninchen).image-2015-09-16(12)Skulpturenpark „Las Sepulturas“

Direkt an den Archäologischen Park von Copán Ruinas angegliedert befindet sich der Skulpturenpark. Von Besuchern wird er oft übersehen, dabei gab genau diese Ausgrabungsstätte die meisten Aufschlüsse über das Alltagsleben der Mayas während des goldenen Zeitalters.

image-2015-09-16(5)Tunnelsystem „Tùnel Rosalila“ & „Tùnel de los Jaguares“

Das etwa 4 km lange Tunnelsystem diente zu Ausgrabungszwecken und seit 1999 sind zwei dieser Gänge auch für Touristen zugänglich. Damit Besucher auch einen Blick auf die älteren Bauwerke unterhalb der heute sichbaren Tempel werfen können. „Rosalila“ ist der kürzere der beiden Tunnel und gibt den Blick, auf den hinter einer dicken Glasscheibe liegenden Tempel frei. „Los Jaguares“ ist heute nur mehr auf 80 Metern zugänglich und läuft entlang der Fundamente von Tempel 22. Besucher beschreiben das Tunnelsystem zwar als faszinierend, aber nicht den Aufpreis von 300 HNL wert. image-2015-09-16(29)Die Umgebung

Die Tempel des Archäologischen Parks von Copán Ruinas sind nur ein Teil einer ganzen Anlage von Maya Tempeln und Stätten dieser Region. Wer mit offenen Augen die Gegend bereist oder sich lokale Führer zu Rate zieht, der findet überall noch Spuren und Skulpturen der alten Hochkultur. Zu den nennenswerten Stätten zählt der archäologische Park von El Puente, die Anlagen von Rio Amarillo oder das auf dem so genannten „Jaguar Hill“ thronende Rastrojón.image-2015-09-16(22)Der Untergang

Es ist nicht endgültig geklärt, warum im neunten Jahrhundert nach Christus die Hochkultur der Maya unterging, aber mit dem Niedergang verlor auch Copán seine Bewohner und mit ihnen auch seine Bedeutung. Derzeit wird davon ausgegangen, dass eine Reihe von Dürreperioden den Zorn der Zivilbevölkerung auslöste, der sich dann gegen die Dynastien wandte und zu ihrem Untergang beitrug.image-2015-09-16(20)Copán heute

Auch heute noch arbeiten Forscher und Archäologen an der Entschlüsselung der Bauwerke und ihrer Geschichte und hoffen für die Nachwelt zu klären, was am Ende der Klassik Epoche mit den Mayas geschah und welche Geheimnisse Copán der Welt noch offenbart.image-2015-09-16(4)Aras & Copán

Der Ara ist der Nationalvogel von Honduras und der heilige Vogel der Mayas. Sein Bestand geht allerdings seit Jahren beständig zurück. Nur Dank großer gemeinsamer Anstrengung gelang es Vögel aus Gefangenschaft zu befreien und in Copán neu anzusiedeln. Inzwischen findet man mehr als 20 freifliegende Aras in der Region und zur großen Freude der Besucher auch direkt im Eingangsbereich der Anlage.

#infoDer Park hat ganzjährig von 8 bis 17 Uhr geöffnet. Es empfiehlt sich direkt bei Kassenöffnung vor Ort zu sein, da es dann noch schön kühl ist, sich sehr wenig Gäste im Park befinden und die Aras sich am Tor zur Fütterung einfinden.image-2015-09-16(15)Die Anlage erreicht man von der gleichnamigen Stadt zu Fuß oder mit den ortsüblichen Minitaxis (GuaGua´s). Angeschlossen an die Anlage ist auch ein Restaurant, ein Museum und ein Kunsthandwerksmarkt. Es empfiehlt sich ausreichend Wasser, Sonnen & Insektenschutz mitzunehmen und genügend Zeit einzuplanen. image-2015-09-16(19)Für archäologisch Interessierte empfehlen sich 2 Tage zur Besichtigung. Eiligen Besuchern sei trotzdem ein Zeitfenster von mindestens 2 Stunden ans Herz gelegt, denn die Anlage fesselt und man kann sich nur schwer wieder losreißen. Ich würde ohnehin empfehlen eine geführte Tour zu buchen. Die Geschichte dieses Ortes wird so viel beeindruckender vermittelt, als auf den Hinweistafeln im Park. Guides findet man in der Regel vor dem Einlaßgebäude.image-2015-09-16(30)Bist Du nach so viel geschichtlichen Fakten neugierig geworden, wie sich so eine Maya-Stätte anfühlt, wie sie einen fesselt und in ihren Bann zieht? Geh mit mir dem Mysterium auf die Spur und folge dem Link.

 

 

Belize Barrier Riff & Bay Islands – Das unterschätzte Tauchparadies in Honduras

Das Belize Barrier Riff liegt in der traumhaft schönen Karibik und ist mit 256 km in der nördlichen Hemisphäre das längste Barriereriff der Welt. Nach dem australischen Great Barrier Reef ist es sogar das zweit Größte Riff der der Erde. Angefangen von der Halbinsel Yucatán vorbei an Belize und den Islas de la Bahía erstreckt es sich bis zum Osten der honduranischen Nordküste und schließt somit auch die beliebten Touristen-Inseln Útila & Roatan in Honduras mit ein.  image-2015-08-22(5)Aus dem Riff sind unzählige Koralleninseln entstanden, die sogenannten Cayes. Die wohl bekanntesten sind Ambergris Caye, Caye Caulker, Blackadore Caye, Long Caye und George’s Caye. Das Riff ist Heimat für über 350 Fischarten und unzählige Meeresbewohner. Barsche, Muränen, Schildkröten, Rochen und im Frühjahr sogar sehr seltene Walhaie hier beobachtet werden.image-2015-08-22(3)Einige der Inseln und Riffabschnitte sind deshalb als Nationalpark oder Meeresreservat geschützt worden. Denn so artenreich und vielfältig, ist das Riff natürlich bei Wassersportlern, wie Anglern, Tauchern und Schnorchlern ein attraktiver Anziehungspunkt, den es zu schützen gilt.image-2015-08-22(6)Útila selbst eher ein Winzling. Die gerademal 42 km² große Insel, liegt 32 km vor der karibischen Küste von Honduras und gehört zur Kette der Islas de la Bahía auch Bay Islands genannt. Den Großteil der Insel bedecken dichte Mangrovenwälder und viele Abschnitte sind deshalb nur per Boot zu erreichen. Die Insel lebt vom Artenreichtum, von dem sie umgeben ist. Im Ort gibt es zahlreiche Tauchschulen und denn nirgends auf der Welt soll es so erschwinglich sein, seinen Tauchschein zu machen. In der Hauptsache wird sie von Backpackern bevölkert, die hier ihr Paradies gefunden haben. image-2015-08-22(4)Roatan ist mit 126km² die große Schwester aller Bayislands. 1502 landete Christopher Columbus hier und seither ist die Insel immer wieder Spielball der englischen & britischen Besatzer gewesen. Die wohl aufregendste Zeit hatte Roatan unter dem Einfluß des Piraten Henry Morgan. Heute ist sie ein Magnet für Hollywood Stars, Luxustouristen und Sonnenanbetern aus aller Welt.image-2015-08-22(2)Wassersportliebhaber werden hier in persönliches Paradies finden, auch wenn es nicht ganz so günstig ist, wie auf Útila. Dafür ist das Angebot bei weitem größer. Im internationalen Vergleich sind die Preise aber immer noch sehr günstig. Von Tauchen, Schnorcheln, Paddelboarding, Parasailing, Katamaranfahrten, Angelausflügen bis hin zu Mini-U-Boot-Touren wird wirklch alles rund ums Meer angeboten. Nach Herzenslust kann man das Riff und seine Schönheiten so auf seine Weise entdecken. image-2015-08-22#infoÚtila kann man via Fähre oder Flugzeug erreichen. Die Útila Pincess legt 2x täglich von La Ceiba in Richtung Insel ab. (6:20 & 14 Uhr) Unter info@utilaprincess.com werden euch Fragen zu Fahrzeiten, Gepäck und Seegang beantwortet. Vom Flughafen San Pedro Sula fliegt SOSA Airline wöchentlich nach Útila (aeroSOSA@psinet.hn) Der Flughafen ist eine ruppige Piste und nicht mit kleinen Flughäfen in Europa zu vergleichen.

Roaton hat einen internationalen, gut ausgebauter Flughafen und kann über Toronto, Atlandta, Houston, Miami, Montreal, Ottawa, Guatemala, Belize City, Dallas oder Milan aus angeflogen werden. Außerdem ist die Insel per moderner Fähre von La Ceiba aus erreichbar. Die Galexy Wafe startet 2x am Tag (9:30 & 16:30 Uhr).

Die Fähren starten Beide beim „Dixon´s Cove“ auf der halben Strecke von French Harbour und Coxen Hole.
Busse fahren nicht direkt bis zur Fähre, es empfiehlt sich ein Taxi von der Stadt bis zum Hafen zu nehmen.
Taxis findet man auch am Hafen selbst, um wieder in die Stadt zurück zu kommen.

Innerhalb der beiden Inseln besteht keine Fährverbindung. Man fliegt, bucht ein privaten Bootsunternehmer oder muss bis La Ceiba zurück.

ACHTUNG: Nur Barzahlung möglich für die Fähre nach Útila! Bankautomat vor Ort, aber ggf. mit langer Wartezeit.

Mehr Informationen zu Honduras inkl Busfahrplänen findet ihr auf www.hondurastips.hn

Schnorcheln für Blinde – Wie ich die Unterwasserwelt für mich entdeckte!

Ich werd verrückt, ist das toll! Wie ein Blinder, der das erste Mal sieht, fühle ich mich in dem Moment, als ich, das erste Mal im Leben mit Taucherbrille und Schnorchel abtauche. Klar, hab ich schon Tauchvideos gesehen, aber das war am Bildschirm. Das die Unterwasserwelt direkt neben dem Bootssteg schon so aufregend sein kann, dass hätte ich mir nie, niemals träumen lassen. Und auch nicht, wie es ist, sich mit Flossen im Meer, umgeben von bunten Fischen zu bewegen!Dani_tauchenHeute morgen noch, habe ich verträumt auf die Wellen geschaut und bin mit Anlauf ins Wasser gesprungen, nichts ahnend, das unter mir eine kompette Welt existiert. Ich bin den Fischen ja geradezu auf den Kopf gesprungen! Und jetzt, bewege ich mich schwebend und völlig geflascht in ihrem Reich. Jeden noch so kleinen, unscheinbaren Fisch kommentiere ich mit aufgeregten Gesten in Richtung meines Freundes. Ich gebe ihm ein Zeichen und wir tauchen auf.danispringtSo schnell wie ich los plappern möchte, bekomme ich den Schnorchel gar nicht aus dem Mund: „Hast du das gesehen? Da ist alles voller bunter Fische und der Eine sah aus wie Nemo!“ Daniel grinst mich an. Ephorisch wie ich, ist er allerdings nicht. „Das ist ganz normal.“ Geh erstmal richtig tauchen, das wird dich umhauen“ „Ach was, das ist doch schon der Oberhammer“, erwidere ich. Geradezu beleidigt, dass meine Begeisterung nicht nachempfunden wurde, stopfe ich mir den Schnorchel wieder in den Mund und verschwinde im türkisblauen Meer.Leni_schnorchelnLuftanhalten und so tief wie möglich in diese Welt eintauchen – denke ich mir, während ich mit starken Flossenschlägen in mein neues Zauberreich vordringe. Allein dieses Schwebengefühl ist berauschend! Es ist wie fliegen. Man hat den Kontakt zur Erde verloren, spürt kein Gewicht mehr und bewegt sich scheinbar mühelos durch Raum und Zeit. Und erst diese göttliche Ruhe. Alle Sinne sind jetzt auf „Sehen“ ausgerichtet. Ich möchte fast weinen, so hinreißend, bezaubernd und märchenhaft finde ich das, was meine Augen unter Wasser erblicken.Bildschirmfoto 2015-07-21 um 16.30.07Und das sind nicht nur all die Fische – hier auf Utila ist das Belize Barrier Reef, das zweit größte Korallenriff der Welt. Das all diese fabelhaften Korallen nur 50 m von meinem Schlafplatz entfernt sind, hätte ich mir nie träumen lassen. Und schon gar nicht, dass ich darin herumschnorcheln könnte! Ich stoppe meine Forwärtsbewegungen und fange an zu beobachten. Jetzt erst nehme ich bewußt wahr, wie Wellen und Strömung auf das Riff wirken, wie die Korallen sich im Wasser wiegen, als wären sie ein Blatt im Wind. Ist das schön! Und all die Farben. Ich kann mich gar nicht satt daran sehen.Bildschirmfoto 2015-07-21 um 17.13.06Plötzlich und völlig unerwartet ist da unter mir ein riesiger blauer Fisch. Gebannt starre ich ihn an. Ob er Angst vor mir hat? Ob ich vor ihm Angst haben sollte? Ich weiß ja eigentlich gar nichts über die Unterwasserwelt hier. Aber ich habe keine Angst. Alles wirkt so friedlich, so ruhig, so anmutig. Ich verharre in meiner Starre und sinniere weiter. Ich glaube ich verstehe jetzt, warum Taucher in Tiefenrausch verfallen und ihr Leben riskieren. Mir ist in diesem Moment alles egal, es könnte ein gefährliches Tier sein und ich würde nicht flüchten. Ich will diesen Moment nicht verlieren. Ich will in dieser für mich neuen Welt verharren. Ich will weiter schweben und ein Teil davon werden.Bildschirmfoto 2015-07-21 um 16.04.05Und in der nächsten Sekunde denke ich an meine Kamera. Ich brauche jetzt sofort meine Kamera. Ich will das hier alles filmen. Ich möchte das für immer festhalten! Die nächste Stunde verbringe ich also warmen Wasser der Karibik, beobachte, filme, schwimme und schwebe – ein wunderbarer Zustand und hätte die Sonne nicht das Meer geküßt, wäre ich wohl nie wieder aufgetaucht!Bildschirmfoto 2015-07-21 um 15.58.06Utila ist die perfekte Insel um Schnorcheln zu gehen oder um mit Tauchen anzufangen. Es gibt unzählige Tauchschulen und weltweit sollen Tauschscheine hier am günstigsten sein. Am besten einfach googeln und das für Euch richtige Angebot finden. Wer clever ist, findet Tauchschulen mit kostenloser Unterkunft und manchmal auch kostenlosem Bier. Wenn Ihr ohne Vorbuchung auf der Insel ankommt, werdet Ihr direkt am Schiffsanleger überhäuft mit solchen „Sonderangeboten“ und macht sicherlich auch noch ein Schnäppchen. Bildschirmfoto 2015-07-24 um 08.18.54ACHTUNG ist allerdings in der Hochsaison geboten, wenn ganz Nordamerika auf den BayIslands einfällt, dann könnte alles ausgebucht sein. Also einfach ein wenig informieren und recherchieren. Wer nur eine Unterkunft sucht, für den gilt im Prinzip das Gleiche. Unterkünfte bekommt man vor Ort problemlos, außer es ist Hauptsaison. Es gibt gemütliche Backbacker-Hostels, aber auch sehr günstige Unterkünfte direkt am Strand. Ich habe zur Vorbereitung und Buchung airbnb & booking.com benutzt.  Good luck & happy dive!

 

Honduras? Was zur Hölle wollt ihr da?

„Honduras? Was zur Hölle wollt ihr da? Das Land ist extrem gefährlich, die Kriminalitätsraten sollen noch schlimmer, als die von Ciudad Juárez in Mexiko, sein. Regenwald und Touristenattraktionen sind unter der Kontrolle von terrorisierenden Banden wie der „Mara Salvatrucha 13“ − so schallt es aus dem Freundeskreis und auch das Auswärtige Amt warnt: „Honduras ist das Land mit der weltweit höchsten Mordrate.“

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Also was will ich da? Vielleicht der Welt zeigen, dass es ein phantastisches Land ist, mit freundlichen Menschen, faszinierenden Landschaften und einer Geschichte, die bis zu den Mayas zurück geht. Ich lass mich von solchen Warnungen nicht bremsen, obgleich sie mir natürlich zu denken geben und mich achtsam sein lassen. Aber ich habe in Südafrika gelebt, welches die höchste Vergewaltigungsrate hat und ich war als Backpacker in El Salvador, was ebenfalls hoch gelistet ist, in der Gewaltstatistik. Beides alleine als Frau. Und das alles war überhaupt kein Problem. Denn wenn man sich mit dem Konflikten eines Landes auseinandersetzt, dann merkt man auch schnell, dass es Touristen oft gar nicht betrifft.Honduras Goucho So auch in Honduras. Ja, es gibt Banden & Drogenkriege im Land, aber wir haben uns nicht in die Brennpunkte begeben, wir haben Nachtfahrten vermieden und genauso Orte, vor denen uns Einheimische gewarnt haben. Uns sind die regelmäßigen Straßenkontrollen der Polizei aufgefallen, aber das hat uns eher Sicherheit vermittelt und als Tourist wurden wir ohnehin immer freundlich durchgewunken. Und um es noch mal ganz deutlich zu sagen: Wir haben uns zu keiner Zeit unsicher gefühlt. Man muss auch nicht ständig wachsam sein oder Sorge haben, beraubt zu werden. Das ist hier alles kein Thema. Touristen bekommen wirklich überhaupt nichts mit, von den im Vorfeld diskutierten Themen.

IMG_5045Honduras hat sich für uns von einer Perspektive gezeigt, die allen Vorurteilen und Statistiken trotzt. Das Land hat unglaublich offene, hilfsbereite und lebensfrohe Menschen, die Vielfältigkeit und Schönheit der Landschaft ist von so überwältigende Schönheit, dass es schwer fällt, sich nicht zu verlieben.IMG_4166

Verlieben in märchenhafte Ruinenstätten, karibische Traumstrände, farbenfrohe Häuser, verwunschene Nebelwälder oder in die bunte Unterwasserwelt des Belize Barrier Reef. Ich glaube, wenn ein Taucher, ein Architekt, ein Ornithologe, ein It-Girl und ein Archäologe zusammen hier Urlaub machen würden, wäre es trotzdem für alle perfekt. Und so geht es auch mir. Bis heute lässt mich dieses Land nicht los und ich träume mich zurück in die Zeit in Honduras.

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Neugierig geworden? Begleitet mich in meinem Blog zu den einzelnen Stationen und erfahrt mehr über das faszinierende Land in Zentral-Amerika.