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Frau auf Jeep in Afrika

Wie sicher ist es nach Afrika zu reisen?

Afrika gehört ganz sicher zu den aufregendsten, atemberaubendsten und abwechslungsreichsten Reisezielen der Welt und gilt gerade auch deshalb als der schönste Kontinent unseres Planeten. Trotzdem scheuen sich viele Urlauber diesen Kontinent zu bereisen. Ich räume mit Vorurteilen und Ängsten auf und mache dir Mut für dein großes Afrika-Abenteuer!

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Der Kontinent der Superlative

Afrika – das ist für viele leider immer noch das große unbekannte und oft auch angstmachende Land. Dabei ist es gar kein Land, sondern ein facettenreicher und riesiger Kontinent – der Niemanden pauschal verängstigen sollte. Hier warten einzigartige Landschaften  mit faszinierenden Regenwäldern, rotgetünchten Wüsten, ausgedehnten Savannen, malerischen Traumstränden und einer Unterwasserwelt die ihres Gleichen sucht.

Auch gilt Afrikas artenreiche Tierwelt in seiner Form als einzigartig: Mehr als 1.100 Säugetiere und 2.400 Vogelarten leben in den zahlreichen Wildschutzgebieten und in den weiten Steppen des Kontinents. Von majestätischen Elefanten über putzige Pinguine oder riesige Meeressäuger – in Afrika kannst du ihnen begegnen.

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Fakten über Afrika

Der Kontinent erstreckt sich auf ca. 30,3 Millionen km² und über 54 anerkannte Staaten. Es leben über eine Milliarde Menschen dort und mit ihnen so viele verschiedene, lebendige Kulturen. Jede dieser Lebensformen hat seinen ganz eigenen, individuellen und vor allem interessanten Charakter und genau das macht Afrika als Reiseziel so spannend.

Mit meinen Zeilen möchte ich allen Mut machen, diesem Kontinent eine Chance zu geben und das Vielseitige was Afrika zu bieten hat, für sich zu entdecken und sich in keinem Fall durch Meinungsmache abschrecken zu lassen.

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Der Kampf mit den Vorurteilen

Wenn man eine Reise nach Afrika plant, wird man oft überhäuft mit Vorurteilen und wilden Spekulationen von Bekannten. Dabei haben genau diese Menschen ihr Wissen nur irgendwo aufgeschnappt, aber sind nie selbst auf diesem großartigen Kontinent gereist.

Ich habe unzählige Reisen ins nördliche wie südliche Afrika unternommen und habe sogar dort gelebt. Zu lebendig sind mir genau diese Ratschläge von Anderen, über die ich jetzt nur schmunzeln kann.

Selbst mein kleiner Bruder hat lange geglaubt, ich wohne hinterm Busch in einer Lehmhütte, während ich im modernen Kapstadt lebte.Durch solche Aussagen wird mir immer wieder klar, wie verfestigt sich das Bild über „das Afrika“ in den Köpfen der Menschen festgesetzt hat. Natürlich findet man Lehmhütten und Schotterstraßen in Afrika, aber das ist nur eine winzige Facette. Ebenso findet man moderne Metropolen, durchweg geteerte Straßen, Großkonzerne und luxuriöse Shoppingcenter dort, die uns in nichts nachstehen. Doch dieses Bild ist oft noch nicht angekommen.

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Sicherheit in Afrika

Ebenso sieht es in den Köpfen der Menschen aus, wenn es um die Frage nach Sicherheit in Afrika geht. Doch auch hier kann und vor allem darf nicht pauschalisiert werden. Zur Erinnerung, wir  reden hier über einen riesigen Kontinent mit über 50 Ländern, verschiedenster Ethnien und Lebensweisen.

Gerne wird als Argument gegen das Reisen in Afrika, die Aidsrate, angeführt. Hier in Deutschland gibt es auch 70.000 Menschen, die mit Aids oder HIV infiziert sind und ebenso werden die Viren nur über Blut oder anderen Flüssigkeiten übertragen. Und im normalen Umgang miteinander kommen wir doch nie in Kontakt mit ihnen. Warum sollte es dann in Afrika anderes sein? Für mich kein haltbares Argument.

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Verhältnismäßigkeit

Das Beispiel Ebola-Virus: Dieses betraf plötzlich den ganzen Kontinent und nicht mehr nur in der Hauptsache die Länder Guinea, Liberia und Sierra Leone. Ein fataler Fehler! Übertragen wir das mal gedanklich auf Deutschland und die Tierhaltung.

Man stelle sich vor, in einem Hühnerstall in Bayern bricht die Vogelgrippe aus und ganz Europa wird unter Quarantäne gesetzt. In welcher Verhältnismäßigkeit steht das? Genauso verhält es sich mit Afrika. Man muss sehr genau differenzieren, wo tritt das Problem auf und nicht pauschal einen ganzen Kontinent abstrafen.

Wer sich um die Gesundheit in einigen Ländern Gedanken macht, der sollte sich zunächst über die Seiten des Robert-Koch-Instituts informieren. Je nach Empfehlung des Portals würde ich dann noch den Rat eines Tropenmediziners ersuchen, wenn ich mir unsicher bin.

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Beispielhaft möchte ich von meiner Botswana-Reise erzählen. Jeder in meinem Umfeld meinte es gut und empfahl mir durchweg eine Malarie-Prophylaxe einzunehmen, weil Botswana ja so gefährlich sei. Ich besprach mich in Deutschland mit Ärzten, die mir die Tabletten nur als Standby-Medikament empfahlen. Das bedeutet, dass man die Medizin nur einnimmt, wenn man Symptome zeigt. Da ich immer noch verunsichert war, bin ich auch in Botswana zum Arzt gegangen und habe mich vor Ort beraten lassen. Mit dem gleichen Ergebnis! Die Panikmache meines Umfeldes gründete sich nicht auf Fakten und Erfahrungen, sondern aus medialem Halbwissen. Daraus gelernt habe ich, dass ich mich fortan richtig belese und mich von  Fachleuten beraten lasse, wenn ich vorhabe in ein Land zu reisen, für das eine Medikamentation angeraten wird.

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Kriminalität auf dem afrikanischen Kontinent

Genauso verhält es sich im Bereich Kriminalität. Auch hier rate ich dringend ab, ein pauschales Urteil zu fällen. Jedes Land ist anders – begründet auf seiner Historie, den kulturellen Gegebenheiten und der Mentalität der Menschen. Selbst innerhalb eines Staates kann es Unterschiede zwischen risikoreich bis sicher geben. Das ist in Frankfurt, Hamburg, Berlin nicht anders als in Regionen Afrikas.

Auch hier empfehle ich sehr objektiv die einzelnen Länder, Landstriche und Schwerpunkte anzuschauen. Findet Kriminalität zum Beispiel nur in einem bestimmten Mileu statt? Ist es politisch motiviert und kommen Touristen überhaupt nicht in Kontakt damit? Ihr werdet euch im Gegenteil zu der jetzt vielleicht vorhandenen Angst vor Afrika, später in manchen Gegenden so sicher und wohl fühlen, wie ihr es nie zuvor erlebt habt.

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Fragen über Fragen

Erste Anlaufstelle sollte hier das Auswärtige Amt sein, um sich einen Überblick zu verschaffen. Wer sich dann noch unsicher ist, der sollte das Internet zur Recherche heranziehen. Besonders möchte ich dir da spezielle Facebook-Gruppen ans Herz legen. Die Community wird dir Fragen beantworten und du kannst auch ihre Posts und Tipps nutzen, dich optimal vorzubereiten. Damit habe ich sehr gut Erfahrungen gemacht. Oft bekomme ich so Rückmeldung von Reisenden, die gerade da waren oder auch von Einheimischen, die mir Sicherheits-Tipps geben. Und bisher war ich so immer sicher – auch allein als Frau – in Afrika unterwegs. Sei es im muslimischen Tunesien, in das man angeblich als blonde Frau nicht alleine reisen sollte oder aber auch in Südafrika was ohnehin als Land mit hoher Kriminalität gilt. Ich bin immer sicher gereist!

Ich habe mich als Frau alleine dort bewegt und möchte euch die Bedenken davor nehmen. Als Reisender in Afrika ist es in erster Linie wichtig, dass man seinen Wohlstand nicht zeigt, nicht naiv ist und auf die ungeschriebenen Gesetze befolgt. Damit meine ich, das man auf den Rat der Einheimischen hören sollte: Wenn mir davor abgeraten wird nachts zu fahren, sei es wegen Wildwechsel oder Kriminalität, dann halte ich mich daran.

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Meine Tipps, wie du sicher in Afrika reisen kannst:

·      Trag deinen Wohlstand nicht zur Schau
·      Sei wachsam
·      Halte das Fahrzeug geschlossen, wenn dir dein Bauchgefühl ein Warnsignal gibt
·      Vermeide nach Möglichkeit Nachtfahrten – besonders auch wegen Wildwechsel
·      Meide große Menschenansammlungen, z.B. bei Demonstrationen
·      Lass keine Wertsachen offen im Fahrzeug liegen

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Zum Einstieg

Mit diesen Strategien bin ich bisher immer sicher gereist und kann dich nur ermutigen, deine Angst vor Afrika abzulegen und diesem Kontinent eine Chance zu geben.
Wenn du ein noch unerfahrener Reisender bist, empfehle ich dir eine organisierte Tour in Afrika. Hier genießet du den bestmöglichen Schutz der Gruppe und des Organisators. Gerade für Singles ist eine so genannte „Join in“ Reise ideal.

Diese Länder Afrikas gelten, wenn auch mit Einschränkungen, sicher für Touristen:

·      Swasiland
·      Ghana
·      Uganda
·      Tunesien
·      Marokko
·      Namibia
·      Gambia
·      Tansania
·      Togo
·      Liberia
·      Südafrika
·      Ägypten
·      Lesotho

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Einstigshilfe

Wenn du noch ein Afrika-Einsteiger bist und nicht weißt, welches Reiseland für dich das Idealste ist, dann lies doch mal meine Artikel zu verschiedenen Ländern in Afrika oder sprich mich direkt an! Ich bin immer für Rückfragen zu erreichen. Via Mail oder auch via Skype.

Weiterführende Informationen findest du auch hier:

·      Auswärtiges Amt (Reise- und Sicherheitshinweise)
·      Robert-Koch-Institut (Informationen zu Impfungen und gesundheitlichen Gefahren)
·      Deutsche im Ausland e.V. (Kontaktdaten aller deutschen Botschaften in Afrika)
·      Bundeszentrale für politische Bildung (Hintergrundinformationen zu den Konflikten auf dem afrikanischen Kontinent)

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Fazit:

Ich hoffe ich konnte dir deine Bedenken nehmen und dich ermutigen Afrika mit anderen Augen zu sehen und endlich deine Traumreise dahin zu planen. Eine „Warnung“ möchte ich dann aber doch noch aussprechen und das ist die vor dem „Afrika-Virus“. Aber keine Sorge der ist völlig harmlos. Das Einzigste was er auslöst ist das brennende Gefühl immer wieder nach Afrika reisen zu müssen. Die meisten, wie auch ich, sind stolz ihn in sich zu tragen. Meint es doch nur, dass man die Liebe für diesen großartigen und faszinierenden Kontinent für sich entdeckt hat und die Sehnsucht nach Afrika immer wieder aufflammt. In diesem Sinne: „Hakuna Matata – Sichere Reise“

Ein persönliches Nachwort: Natürlich gibt es ganz viele Motive die für Afrika stehen – für das Grüne ebenso wie das Tropische. Ich habe mich in dem Artikel ausschließlich aus meinem Namibia-Bildarchiv bedient, weil ich mir eine einheitliche Bildsprache gewünscht habe. Außerdem habe ich bewußt auf Menschenbilder oder einfache Hütten verzichtet, weil ich nicht mit Vorurteilen spielen und einzig die landschaftliche Schönheit zeigen wollte.

Wildlife-Fotografie in Afrika. Tipps die dich zum Profi machen!

Wildlife Fotografie ist schon eine höhere Kunst, aber wenn man eine gute Ausrüstung hat, dann kann man auch als Amateur aufregende Aufnahmem machen. Wie du am Besten zu tollen Ergebnissen kommst und auch deine Aufnahmen begeistern zeige ich dir hier!IMG_0154
Der Schlüssel zu fesselnden Tieraufnahmen ist in erster Linie die richtige Ausrüstung, das Wissen um die besten Spots und natürlich das Glück des Moments. Denn Wildnis heißt auch, dass man sich nicht im Zoo befindet und die Motive platziert vor einem liegen. Wildnis heißt Geduld, Gespür und Fortuna auf deiner Seite. IMG_8038
Als Erstes möchte ich dir mit auf den Weg geben, dass auch du ein entscheidender Punkt bist. Denn auf Game Drive (so nennt man Safari´s eigentlich) kommt es auch auf deine Kleidung, dein Verhalten und deine Intuition an.
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Bunt angezogen fällst du auf und verschreckst die Tiere. Deshalb solltest du schon so gekleidet sein, dass du dich der Umgebung anpaßt und gedeckte Farben trägst. Das hilft dir später für die Tiere nicht als Gefahr wahrgenommen zu werden. Wenn sie sich nicht gestört fühlen, werden sie dich auch an ihrem Leben teilhaben lassen und diese Eindrücke allein sind unbezahlbar.
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Deine Unruhe und Geräusche übertragen sich auch auf deine Umwelt und entsprechend wird sich auch dein Motiv verhalten. Tiere haben einen hohen Instinkt. Spüren sie die Unruhe in der Umgebung werden sie schnell flüchten und dir entgeht die Chance. Deshalb verhalte dich immer ruhig und mit Bedacht.IMG_8191
Damit du in den Genuss von einzigartigen Tierbeobachtungen kommst, sind natürlich auch dein Ausgangsort, die Uhrzeit der Beobachtung und die Lichtverhältnisse entscheidend. Wer weiß, wo die Tiere sich wann aufhalten, hat gute Chancen ihnen auch zu begegnen. Die beste Zeit für Game Drives ist immer zum Sonnenauf- und -untergang. Auch kommt dir dann das warme Licht der „goldenen Stunde“ zugute, was deine Fotos besonders machen wird. Schieß das Foto mit der Sonne hinter dir, außer du möchtest einen speziellen Silhouetten-Effekt.IMG_8112
Als nächster Punkt zählt natürlich dein Equipment. Mit einem normalen Objektiv kommt man auf Game Drive schnell an seine Grenzen und wird enttäuscht sein vom Ergebnis. Eine Linse von mindestens 300 mm halte ich für angemessen. Richtig gut ausgestattet ist man allerdings erst mit einem 500er Objektiv. Gerne auch mit mehr. Denn nur so hat man die Möglichkeit auch nah genug an entfernte Motive zu gelangen.IMG_7997
Sei auf jeder Ausfahrt gut vorbereitet. Checke vor Abfahrt den Akkustand der Kamera, die Sauberkeit der Linse und stell sicher, dass auch die Speicherkarte noch ausreichend Platz hat. Führe Ersatzkarten und Batterien mit dir, sowie ein Mikrofasertuch. Auch unterwegs kann es staubig werden. Schütze deine Kamera während des Game Drives in dem du die Jacke, ein Tuch oder eine Decke darüber tust.
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Halte die Kamera von Anfang an parat, denn du weißt nie, wie schnell du den ersten Tieren begegnest. Wenn du erst noch in der Tasche kramerst oder womöglich noch das Objektiv umschrauben mußt, ist die Löwin längst wieder hinter einem Busch verschwunden. Du würdest es dir nie verzeihen! Zudem nutze jeden Augenblick mit deiner Kamera. Manche Momente sind für immer verloren, wenn du sie nicht direkt ablichtest.IMG_0035
Jedes Equipment ist nur so gut wie sein Nutzer – heißt es in der Regel. Auf manuelle Einstellungen und Feinheiten kann man bei der Schnelligkeit der Tiere oft nicht adäquat reagieren, deshalb ist es bei einem Game Drive auch völlig in Ordnung die Automatik der Kamera zu benutzen.IMG_4333
Wenn du aus dem fahrenden Jeep fotografierst und die Lichtverhältnisse nicht optimal sind, würde ich dir sogar den Sportmodus empfehlen. Er löst schneller aus als die normale Automatik. Entsprechend werden deine Bilder weniger verwackelt sein. Hier werden mir auch renomierte Wildlife Fotografen zustimmen, denn besser man hat einen Automatik-Schnappschuss als gar keinen.
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Wenn das Fahrzeug steht, dann nutze ruhig ein Einbeinstativ oder eine Art „Sitzsack“ zur Stabilisierung der Kamera. Das hilft dir, die oft schwere Linse lange und vor allem, ruhig zu halten. Schalte auch unbedingt den Bildstabilisator an deiner Linse ein, um gestochen scharfe Bilder zu erhalten. IMG_8126
Sei konzentriert und geduldig. Zur Erinnerung, du bist in keinem Zoo. Hier ist dein Instinkt und deine Beobachtungsgabe gefragt. Wer aufmerksam beobachtet, der wird auch immer irgendwas entdecken. Konzentriere dich nicht nur auf Großwild – es gibt auch genug kleine Motive mit dem Fotografen „groß“ wurden.IMG_4919
Nimm Rücksicht auf die Tiere. Es gibt Situationen in denen du dich ihnen gut nähern kannst, aber es gibt auch immer Zeiten, in denen Distanz anzuraten ist. So zum Beispiel wenn Jungtiere in der Herde sind. Hier ist unbedingt ein respektvoller Abstand zu wahren.IMG_7771

Absolut essentiell ist, dass du während du in der Wildnis oder in einem der Parks bist, niemals aus dem Fahrzeug aussteigst. Das kann lebensgefährlich sein. Noch dazu steht es in den meisten Reservaten unter Strafe. Dazu gehört auch das auf dem Fensterrahmen sitzen oder aus der Dachluke klettern. Die Tiere nehmen das Fahrzeug als Ganzes wahr und sind durch die Größe abgeschreckt. Wenn unwissende Touristen dann dennoch aus dem Auto steigen oder sich zu weit herauslehnen, werden sie als Beute erkannt. Oft mit tödlichen Folgen. Leider wird nach Angriffen auf Menschen immer auch das Tier getötet und das obwohl es nur seinem Instinkt gefolgt ist. Handle also bitte Bedacht, auch wenn es noch so verlockend ist.IMG_9767_ret
Ich hoffe der Artikel hilft dir einzigartige Tiermomente im Bild festzuhalten. Wenn du noch weitere Anregungen hast oder mir Feedback geben willst, dann freue ich mich über deinen Kommentar! Ansonsten schau dir doch mal diesen Artikel zu den Nationalparks in Südafrika an. Vielleicht ist dein nächstes Ziel für einen Game Dive und eine erfolgreiche Fotosafarie ja dort schon dabei? Viel Erfolg wünscht Marlene

In diesem Sinne: get up & go wild!

El Salvador? Bist du lebensmüde? Nein, nur weltoffen!

Ich erinnere mich noch sehr lebendig, es war 4 Uhr in der Nacht irgendwann im Januar 2014, als ich meinen Flug nach El Salvador buchte. Es war eine dieser Nächte in denen ich nicht schlafen konnte, mich umherwarf und letztlich doch zum Smartphone griff und auf Facebook surfte. Plötzlich tauchte da diese Meldung auf „Error Fares bei Iberia. Flüge für 350 EUR nach Lateinamerika“. Um ganz ehrlich zu sein, ich hatte keine Ahnung, was diese Region zu bieten hatte. Bisher war Zentralamerika für mich ein dunkler Fleck auf der Landkarte. Aber die Aussicht, so günstig so weit weg zu kommen, erschien mir sehr, sehr reizvoll.image-2015-08-27(8)Schnell also durchforstete ich das Netz nach Bildern, der Länder die angeboten waren, um einen Eindruck zu bekommen. Bei diesen Preisfehlern im Internet sollte man schnell sein, das wußte ich. Außerdem hatte ich noch Resturlaub den ich verbraten musste und konnte mir also ungezwungen einen Flug sichern.image-2015-08-27(9)Ok, El Salvador klingt doch spannend, die Stände sehen hübsch aus und die Terminvorgaben passen. Also, die Kreditkarte gezückt und gebucht! Mitten in der Nacht und ohne eine Ahnung, was genau mich da genau erwarten würde. Schnell noch einen Post auf Facebook hinterlassen, dass ich in 8 Wochen fliegen werde und dann, mit äußerster Zufriedenheit ein Schnäppchen gemacht zu haben, eingeschlafen.image-2015-08-27(1)Dafür das böse Erwachen dann am nächsten Morgen. Kommentare auf meiner FB Wall: „Sag mal spinnst Du? Du kannst doch nicht so einfach ohne Kenntnis nach El Salvador fliegen. Noch dazu alleine!“ oder „Wusstest du, dass das Land eine der höchsten Mordraten der Welt hat?“ Oder auch: „Du wieder! Dich kann man auch nicht alleine lassen! Informiere Dich mal beim Auswärtigen Amt über die Reisewarnungen, dann willst du da bestimmt nicht mehr hin.“image-2015-08-27(6)Mir ist schlagartig schlecht und Farbe habe ich auch keine mehr im Gesicht. Wieder starte ich Google und frage nach Sicherheit, Reisewarnungen und Gewalt in El Salvador. Prompt werde ich noch blasser. Ich hätte vielleicht nicht auf Bilder klicken sollen. Nicht schön, was man da sieht. Auch nicht, was das auswärtige Amt da von sich gibt. Es vergehen Stunden der Recherche, meine Gefühle fahren Achterbahn, meine Gedanken kreisen und in meinem Kopf dreht sich alles. image-2015-08-27(4)Inzwischen auch die ersten besorgten Anrufe meiner Facebookfreunde. Jeder will mir dieses Land ausreden. „Hast Du eine Reiserücktrittsversicherung?“ „Mach das bloß nicht“ „Ich könnte es ja verstehen, wenn Du nicht als Frau alleine reisen würdest, Hast Du denn niemanden der mit dir fliegen würde?“ NEIN, verdammt! Ich bin Single und es hat auch Niemand Bock mit mir in so ein Land zu fliegen. Mit so viel besorgten Freunden hatte ich nicht gerechnet. Ist ja wunderbar, aber führt bei mir zu Trotzreaktionen. image-2015-08-27(2)Ich bin kein kleines Kind mehr! Ich bin alleine nach Südafrika gegangen und habe dort gelebt. Das Land hat auch ein Gewaltproblem und ich bin unbeschadet zurück gekommen. Auch erinnere ich mich an das Gezeter vor meiner DomRep Reise. „Geh bloß nicht aus der Anlage! Da gibt es überall schwer bewaffnete Menschen und streunende Hunde“ Letztlich war ich nur außerhalb der Pauschalurlaubermauern aka der Hotelanlage und es war sehr, sehr toll! Also beschließe ich, auch nach El Salvador zu fliegen. Ich habe Afrika überlebt, dann schaff ich auch das. Ich werde mich gut vorbereiten, achtsam sein und mich an die Regeln halten.image-2015-08-27(5)Und das habe ich auch und nicht nur das! Ich habe ein ganz anderes El Salvador kennenlernen dürfen, als das was mir an Horrorgeschichten im Netz begegnet ist. Ich bin allerorts mir offenen Armen empfangen worden, habe neue Freund gefunden und so viel an Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft erfahren dürfen, wie noch in keinem Land davor. Die Herzlichkeit und Gastfreundschaft haben meine Reise ganz speziell gemacht und mir gezeigt, dass Statistiken nicht unbedingt etwas mit dem Leben und dem Alltag der Menschen in einem Land zu tuen haben.

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Speziell für Latainamerika läßt sich sagen, dass sich Kriminalität oft im Drogenmileu oder in Bandenkriegen finden lässt, mit denen der einfache Reisende eigentlich nie in Kontakt kommt. 

Wer also eine Reise in ein Land plant, der sollte sich ganz genau informieren und hier meine ich nicht nur die Seiten des auswärtigen Amtes, die geben zwar einen Einblick, wo die Probleme liegen, aber in keinem Fall zeigen sie auf, in wieweit mal als Reisender betroffen ist.

Meine Erfahrung zeigt, dass Reiseblogs die beste Möglichkeit sind, zu erfahren, wie es in einem Land wirklich aussieht. Dort bist du sehr schnell informiert, ob man sich sicher und wohl fühlen kann. Außerdem es gibt einen direkten Kontakt, bei dem Du nachfragen kannst, wenn Du dennoch unsicher bist. Meine Entscheidungen in ein Land zu reisen oder es zu meiden, hängen inzwischen nicht mehr an Preisschnäppchen, sondern an genau diesen Informationen. Wenn Einheimische oder Backpacker ganz klar sagen, dass es zu gefährlich ist, dann halte ich mich daran und reise nicht. Mit diesem Weg fahre ich sehr gut und bisher immer auch sehr sicher.

Ein Tag im Outdoor-Laden – Entfache die Sehnsucht in Dir!

Nirgendwo sonst gibt es so geballt Ideen für Abenteuer und Reisen als in einem Outdoor-Laden. Was ich für mich entdeckt habe, wie es mir hilft die Zeit bis zum nächsten Abenteuer zu überbrücken und warum es auch etwas für dich sein könnte, verrate ich hier:
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Ein verregneter Maitag in München. Eigentlich war ich in die Stadt gekommen, um im Englischen Garten zu flanieren, an der Isar zu radeln und im Biergarten den Abend mit Freunden ausklingen zu lassen. Daraus wird aber bei diesem Wetter nichts. Fieser Regen und 12 Grad nehmen mir jedwege Motivation auf Aktivitäten in der Natur. Aber meinen freien Tag will ich nicht ungenutzt lassen und so beschließe ich einen Ausflug in den nächsten Outdoor-Laden.

„Abenteuer starten im Kopf und enden in Geschichten daheim“

Mein Ziel heute ist der Globetrotter am Isartor. Zugegeben kenne ich zwar den Katalog und in unseren Haushalt flattern regelmäßig die Bestellungen, aber in einen der Shops hatte ich es bisher noch nicht geschafft. Jetzt fiel mir ein, dass meine Freundin Dani erst kürzlich davon geschwärmt hat. Warum also den Tag nicht nutzen und der Filiale mal einen Besuch abstatten? Immerhin ist man nach einem Einkauf dort, dann bestens ausgestattet, wenn die Sonne doch mal wieder scheint.
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Am Isartor angekommen fällt mir zunächst erst mal ins Auge wie groß der Shop ist. Ich kenne andere Ausstatter wie Decathlon oder Outlets großer Marken, aber ein Erlebnisgeschäft wie das Konzept von Globetrotter ist mir neu und begeistert mich vom ersten Moment. Auf mehreren Etagen und Ebenen ist dieser Laden angelegt und in seiner Mitte gibt es sogar einen richtigen Pool.
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Ich schlendere zunächst mal durch die Abteilungen. Schließlich bin ich hier um Inspiration zu finden. Welche weiß ich gar nicht so genau, aber irgendwas mit Outdoor – so viel ist sicher. Also rüste ich zunächst mal mein Rad in der Fahrradabteilung gedanklich auf. Packtaschen, ein bequemer neuer Sattel und natürlich eines dieser Rad-Navis. So komme ich schnell auf die Idee mit dem Fahrrad bis nach Kroatien ans Meer zu radeln.
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Nächster Stopp, die Ferngläser! Wie lange träume ich schon davon auf Safari mein eigenes Binocular dabei zu haben. Auf jedem Game Drive in Afrika ärgere ich mich, mir wieder das des Guides ausleihen zu müssen. Weil man das dann gleich noch mit 8 Leuten in der Gruppe teilen muss und immer die besten Momente verpaßt. Direkt ertappe ich mich, wie meine Gedanken abschweifen und mich ins Okovango Delta nach Botswana ziehen.

„Outdoor ist dort, wo das Abenteuer beginnt!“

Neben einem Fernglas würde ich mir aber auch gleich noch mein eigenes Dachzelt kaufen. So eines hatten wir auf unserem Namibia-Trip und die damit verbundene Freiheit war großartig. Mit diesem Gedanken im Kopf schlendere ich weiter.
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Wie genial, denke ich, als ich zwei Kinder mit Paddelboot auf dem besagten Innenpool entdecke. Von so einem eigenen Kajak träume ich ja auch immer noch. Und habe direkt eine Idee, wohin ich damit reisen würde! Vor ein paar Wochen habe ich nämlich einen Vortrag über Island gesehen und war sofort Feuer und Flamme dort auch mal mit Walen kajaken zu gehen. Ein reizvoller Gedanke!

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Ich entdecke ein Schild mit der Aufschrift „Kältekammer“. Hier kann man Winterkleidung auf Wettertauglichkeit prüfen, das hätte ich bei meinem Schweden-Trip mal vorher machen sollen! 2 Lagen Skianzüge übereinander hatte ich damals an. Bevor ich mich auf meine lang ersehnte Alaska Reise aufmachen würde, wäre das meine erste Anlaufstelle. Zu lebendig sind die Erinnerungen an die bitterkalte Hundeschlittentour in Arvidsjaur. Damals sind mir bald die Finger abgefroren beim Filmen der Tiere! Ich würde hier sogar Handschuhe testen um noch mal blau gefrorene Gliedmaßen zu vermeiden.IMG_7358
Wo ich heute schon überall gedanklich war! Erst in Afrika und nun in Alaska. Ich muß über mich selbst schmunzeln. Inzwischen bin ich in der Campingabteilung angekommen. Hier kann man wunderbar in die ausgestellten Zelte krabbeln, die Isomatten auf ihre Rückentauglichkeit prüfen und sich damit in die Weiten der Tundra und Taiga träumen. Ein weiterer langgehegter Wunsch von mir und wenn ich mich hier so umschaue, dann fallen mir noch ganz viele weitere Reise- und Abenteuerziele ein.
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Besonders als ich die Bücherecke mit ganz viel Lesestoff entdecke. An die exotischsten Orte werde ich hier mitgenommen, entdecke alte Lieblingsplätze wieder oder lasse mich mitreißen von Geschichten anderer Abenteurer.

„Sei du der Held deiner Abenteuergeschichten“

Was mich darauf bringt, das ich unbedingt noch lernen will, wie man ein Lagerfeuer selbst entfacht, wie man Wasser richtig fotografiert und in der Wildnis ohne Technik überlebt. Und selbst zu diesen Flausen hat die nette Dame am Infoschalter ein paar Ideen für mich. Gemeinsam mit anderen kann ich an Kursen teilnehmen, die mir genau das beibringen. Und mir außerdem die nächsten Wochen und Monate bis zum nächsten Trip verkürzen!

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Ich strahle bis über beide Ohren, als ich den Laden nach Stunden wieder verlasse. Nicht weil ich jetzt eine pralle Einkaufstüte bei mir trage. Sondern weil genau hier mein Fernweh neu entfacht wurde. Wer hätte das von einem Tag in einem „Geschäft“ erwartet? Ich jedenfalls nicht. Wenn es dich also auch nach Gedankenreisen, frischen Ideen und Inspiration für dein nächstes Abenteuer sehnt, warum verbringst du einen Regentag nicht auch mal beim Outdoor-Ausstatter deines Vertrauens?

#infoPS: Dies ist kein gesponserter Artikel! Ich habe es genau so erlebt, als schön empfunden, wollte diese Erfahrung mit dir teilen und dich damit auf Ideen für neue Abenteuerziele bringen.

Südafrika Ι SALT & wie man einen Astronomen zu Tode erschreckt

Seit der Schulzeit fasziniert mich der Sternenhimmel über uns und die Chance durch das größte Teleskop auf der Südhalbkugel zu blicken konnte ich mir nicht entgehen lassen. Also bin ich nach Sutherland in Südafrika gereist um SALT, so heißt das South Africa Large Teleskop zu besuchen. Ganz alleine und ohne eine Ahnung zu haben wie Teleskope in dieser Größe wirklich funktionieren.SALT, South Africa Large Teleskop, Südafrika, South Africa, Africa„What a fuck are you doing here?“ werde ich angeschriehen. „Oh, I´m sorry Sir“ höre ich mich stammeln und bin jetzt selbst erschrocken über meine unbändige Neugier und das wohl unsittliche Eindringen in das Reich eines Astronomen. Viel zu spät und schon zum Sonnenuntergang bin ich in Sutherland in der Karoo angekommen. Eine Gegend 400 km nordöstlich von Kapstadt gelegen und bekannt dafür den klarsten und dunkeltsen Himmel der Welt zu haben und deshalb prädestiniert für astronomische Erforschungen zu sein.SALT, South Africa Large Teleskop, Südafrika, South Africa, AfricaAm Eingangstor und auch im Büro finde ich keine Menschenseele, was so völlig untypisch ist für Südafrika, wo man sich ständig mit Pass und Fahrzeugnummer ausweisen muss. Es ist weit nach 17 Uhr und so scheinen alle im verdienten Feierabend zu sein. Ich bekomme nun doch Bedenken SALT nicht mehr entecken zu können, denn mein Zeitplan lässt es eigentlich nicht zu morgen noch mal hierher zu kommen. Also beschließe ich das Feld mit den Teleskopen einfach eigenständig zu untersuchen.SALT, South Africa Large Teleskop, Südafrika, South Africa, AfricaImmerhin die Schranke ist offen, es gibt kein Verbotsschild und falls ich doch gestoppt werde, könne ich die „Unschuldige-Mädchen-Trumpfkarte“ ausspielen. Also fahre ich den Berg hinauf zu dem Gebiet auf dem neben dem größten Teleskop noch weitere Beobachtungsstationen stehen. Ich parke mein Auto, schnappe mir die Kamera und laufe drauf los. Hier ist wirklich Niemand und so langsam kommt mir das auch komisch vor. Trotzdem nutze ich die Gunst der Stunde fotografiere wild herum. Wer weiß schon ob das sonst erlaubt ist und wann sich je so eine Chance wieder bietet.SALT, South Africa Large Teleskop, Südafrika, South Africa, AfricaDie Sonne ist längst untergegangen als ich zu meinem Auto zurück trabe. Neben meinem Wagen parkt nun noch ein weiteres Fahrzeug. Bei genauerer Beobachtung und erst jetzt fällt mir auf, dass nun neben vielen der Teleskopen ein Auto steht. Klar! Die Dunkelheit hält Einzug und damit beginnt die Zeit der Astronomen. Wenn ich schon die Führung beim großen Teleskop verpasst habe, könnte ich ja mein Glück in einem der kleineren versuchen. Ich wittere meine Chance doch noch mehr über SALT zu erfahren und in den Genuss des Sterneguckens zu kommen.SALT, South Africa Large Teleskop, Südafrika, South Africa, AfricaIch wackel also frohen Mutes auf eines der kleineren Gebäude zu in dem ich gerade eine Person habe verschwinden sehen. Vergeblich suche ich eine Klingel und klopfe dann an die Tür. Erst ganz vorsichtig und nach einer ganzen Weile auch mit Nachdruck. Keine Reaktion. „Ob die Tür verschlossen ist?“ frage ich mich. Langsam drücke ich die Klinke herunter und tatsächlich, die Tür öffnet sich und ich trete ein.SALT, South Africa Large Teleskop, Südafrika, South Africa, AfricaLichtschalter finde ich keinen und mich umgibt finsterste Nacht. Langsamen Schrittes wage ich mich nach vorne, taste die Wände entlang und versuche die nächste Tür zu finden. Ein paar schüchterne „Hello“ „Hello“ entfahren mir. Noch könnte ich ja unentdeckt den Rückzug antreten. Mein Entdeckergeist ist allerdings stärker und die Neugier treibt mich voran. Auch im nächsten Raum herrscht Finsternis, aber diesmal kann man wenigstens noch Umrisse erkennen. Ich schiebe mich die Treppen hinauf, während sich meine Augen zunehmend an die Finsternis zu gewöhnen scheinen.SALT, South Africa Large Teleskop, Südafrika, South Africa, AfricaMein Herz pocht wie wild, ich höre meinen eigenen Atem aber sonst rein gar nichts. Als ich die Stufen erklommen habe und den nächsten Raum betrete kann ich schemenhaft die Umrisse eines Teleskops erkennen. „Jetzt bloß nichts umrennen, das könnte teuer werden.“ denke ich mir. Plötzlich und völlig unvermittelt öffnet sich die Tür neben mir und im nächsten Moment höre ich einen erschrockenen Schrei der durch Mark und Bein geht. Der Mann der den Raum betreten hat, hat wohl nicht mit Besuch gerechnet. Ich bin nicht weniger zusammengefahren und stammel schnell eine Entschuldigung. „Die Tür war nicht geschlossen und ich wollte doch nur…“ Jetzt bin ich wirklich das kleine unschuldige und verschrockene Mädchen und muss gar nicht schauspielern. Es tut mir wirklich leid den armen Mann derart erschreckt zu haben.SALT, South Africa Large Teleskop, Südafrika, South Africa, AfricaDer ältere Herr nimmt es mit Humor „Ich sollte mir wohl angewöhnen, die Tür zu zuschließen“. Freundlich bittet er mich in seine Räumlichkeiten und lässt mich erklären, was mich zu ihm geführt hat. Offenbar imponiert es ihm, das eine Frau alleine den Weg nach Sutherland gefunden hat und sich offenbar so sehr für Astronomie interessiert, dass sie auch vor unbefugtem Zutritt nicht zurück schreckt.SALT, South Africa Large Teleskop, Südafrika, South Africa, AfricaIch darf also bleiben und sehe mich erst mal im Kämmerchen um, während der Herr Astronom sich Zeit zum Hochfahren seiner Gerätschaften erbittet. Alles hier erinnert eher an einen Agentenfilm aus den 70igern und weniger an eine hochmoderne Anlage. Alte Tastentelefone, staubige Papiere und Computer der Windows 3.11 Generation. Zugegeben liefen die damals auch am stabilsten also warum sollte man dann upgraden? Ich schmunzel vor mich hin bei diesem Gedanken.SALT, South Africa Large Teleskop, Südafrika, South Africa, AfricaInzwischen ist das Teleskop auf die nächtliche Beobachtung ausgerichtet, der Computer hochgefahren und der Herr Astronom zum Gespräch bereit. „Wissenschaftler aus ihrer Routine zu reißen wird mir sicherlich nicht wieder passieren, sie wirken dann ganz schön verstört.“ denke ich mir bei unserem doch etwas holprigen Gespräch. Auch reden sie wohl nicht so gerne also erkläre ich erst mal. Ich bereichte, dass ich eigentlich aus Deutschland komme, das ich Astronomie in der Schule geliebt habe und es sehr bedauere, dass dieses Fach heute nicht mehr unterrichtet wird. Mein Astronom taut nun doch etwas auf und beginnt mir von seiner Arbeit zu erzählen.SALT, South Africa Large Teleskop, Südafrika, South Africa, AfricaDas die Wissenschaftler immer zum Sonnenuntergang hierher kommen und ihren Beobachtungsposten beziehen. Für paar Wochen machen sie das so jede Nacht und nur alle 6 Wochen fahren sie zu ihren Familien nach Hause. Tagsüber wird geschlafen und eigentlich haben sie auch nicht viel Kontakt zur Außenwelt. Jeder verbringt die Nacht alleine in seinem „Teleskophäuschen“ und geht ungestört seiner Arbeit nach.SALT, South Africa Large Teleskop, Südafrika, South Africa, AfricaWir widmen uns nun seinem Tagwerk. Auf einem uralt schwarz/weiß Monitor flimmert eine Art Radarfilm, was mich wieder an Filme aus dem kalten Krieg erinnert. Er zeigt mir zwei Punkte und erklärt, dass er Doppelsterne beobachtet und wie mühselig das sei. Er erforsche, wie diese beiden Punkte sich zueinander verhalten. Ob einer der Beiden ein Mond sei oder ob es sich wirklich um zwei Planeten handle. Ich frage mich allen Ernstes wie in einem modernen Zeitalter noch so gearbeitet werden kann?* Laut äußere ich diesen Gedanken aber nicht, es wird schon seine Berechtigung haben und nur weil ich keine Ahnung habe, werde ich nicht anmaßend.SALT, South Africa Large Teleskop, Südafrika, South Africa, AfricaAllerdings hatte ich mir das Sternegucken hier schon ganz anders vorgestellt. Ich dachte man schaut durch das Teleskop und nicht auf einen flimmernden Monitor. Ich lerne also den Unterschied zwischen interessierter Himmelsbeobachtung und wissenschaftlicher Arbeit. Nicht so ganz das was ich mir mit meiner blühenden Vorstellungskraft von SALT ausgemalt hatte. Ich dachte, ich könnte durch das Teleskop bliken und bis in die entferntesten Galaxien schauen. Nach zwei lehrreichen Stunden verlasse ich das Refugium wieder und bin immer noch völlig hin und hergerissen ob ich nun fasziniert oder enttäuscht sein soll. Zwar war es ein Erlebnis einem echten Astronomen bei der Arbeit zu zuschauen aber neue Welten habe ich dabei eben nicht entdeckt.SALT, South Africa Large Teleskop, Südafrika, South Africa, AfricaAls ich das Gebäude verlasse, stocke ich und bin ich sprachlos. Denn über mir offenbart sich jetzt die ganze atemberaubende Schönheit des Nachthimmels wie ich ihn nie zuvor – auch nicht in Afrika – gesehen habe. Ein schwarzer Himmel und auf ihm Millionen von funkelnder Diamanten in Form von Sternen. So atemberaubend schön, so tiefgehend und bewegend, dass ich noch im gleichen Moment Tränen in den Augen habe. Erinnern sie mich doch daran, warum ich nach Sutherland zum South African Largest Teleskope gekommen bin. SALT, South Africa Large Teleskop, Südafrika, South Africa, AfricaIch liebe es in den Sternenhimmel zu schauen, Gedanken kreisen zu lassen und Dinge darin zu entdecken, die andere nicht sehen. Mein Astronom bemerkt meine Fassungslosigkeit und lenkt charmant um, indem er mir Galaxien im Nachthimmel zeigt. Das kann sich keiner vorstellen, denn natürlich sieht man die Milchstraße gestochen scharf, aber das man sogar einzelne Galaxien mit bloßen Auge betrachten kann, das haut mich um. Lange betrachten wir gemeinsam den Himmel und völlig unvermittelt sagt er: Vor lauter Beobachtung und Wissenschaft hab ich ganz den Blick für diese Schönheit verloren. Ein wenig stolz blicke ich ihn, denn offensichtlich habe ich ihn daran erinnert.SALT, South Africa Large Teleskop, Südafrika, South Africa, AfricaSpannend wird dann auch die Rückfahrt von SALT nach Sutherland, denn Astronomen mögen überhaupt keine „Lichtverschmutzung“ so nennen sie störendes Umgebungslicht und ich habe die strikte Anweisung die nächsten 10 km komplett ohne Licht zu fahren. In unsicheren Situationen ist es mir gerade noch erlaubt kurz den Blinker mit orangenem Schein zu benutzen. Und ich wiederhole hier noch mal, es ist der dunkelste Platz der Erde und ich soll ohne Licht das Gelände verlassen, den Berg hinunter rollen und den Weg finden. Mit einem mulmigen Gefühl löse ich die Handbremse und rolle los.SALT, South Africa Large Teleskop, Südafrika, South Africa, AfricaMeine Augen haben sich schon sehr gut an die Finsternis gewöhnt und zu Fuß wäre das sicherlich auch machbar, aber ein Auto in kompletter Dunkelheit zu lenken, das verlangt mir schon einigermaßen Vorstellungsvermögen ab. In weniger als Schrittgeschwindigkeit und mit geöffnetem Fenster rolle ich den Berg hinunter und bete inständig, dass ich nicht von der Straße abkomme und verunfalle. Noch dazu bin ich ganz alleine in der finsteren Nacht in fremder Umgebung unterwegs und ich muss mich wirklich zusammenreißen meine Ängste unter Kontrolle zu halten. Ich beruhige mich damit, dass hier sicherlich niemand wartet, um einen Touristen zu überfallen. Wahrscheinlich ist das nicht nur der dunkelste Platz der Welt, sondern auch noch der Sicherste. Und hey, was man nicht sieht, kann man auch nicht überfallen. Als die 10 km hinter mir liegen bin ich trotzdem froh wieder mit Licht fahren zu dürfen.SALT, South Africa Large Teleskop, Südafrika, South Africa, AfricaAn diesem Abend bin ich in voller Glückseligkeit eingeschlafen und direkt am nächsten Morgen wieder in Richtung SALT gestartet. Diesmal das volle Touristenprogramm und mit Besichtigung der Anlage. Doch neben allem was ich dort dazu gelernt habe, bleibt doch der Abend beim Astronomen für mich am stärksten in Erinnerung.
#infoDie Southern African Large Telescope (SALT) ist das größte einzeloptische Teleskop der südlichen Hemisphäre und gehört zu den größten der Welt. Es hat ein sechseckiges Primärspiegelfeld 11 Meter breit, mit 91 einzelnen 1m sechseckigen Spiegeln. SALT ist an der South African Astronomical Observatory (SAAO) Feldstation in der Nähe der kleinen Stadt Sutherland gelegen, in der Provinz Northern Cape, etwa 400 km von Kapstadt entfernt. SALT wird von einem Konsortium aus internationalen Partnern aus Südafrika, den Vereinigten Staaten, Deutschland, Polen, Indien, Großbritannien und Neuseeland gefördert.
Quelle: http://www.salt.ac.za/

*Übrigens im größten Teleskop wird mit hochmoderner Technik und Flachbildschirmen gearbeitet. Nur die „Länderversionen“ sind nicht immer ganz so gut ausgestattet

 

Mietwagen in Afrika – Das ist besonders zu beachten!

Überall auf der Welt gibt es Dinge auf die man bei der Mietung eines Fahrzeuges achten muss. Doch gerade die Bedingungen in Afrika verlangen eine besondere Weitsicht bei der Buchung. Mit Afrika-Touren verbindet man neben dem Naturerlebnis ganz klar auch weite Strecken, ausgedehnte Fahrten und unbefestigte Straßen. Das setzt neben fahrerischen Kenntnissen auch technisch einwandfreie Fahrzeuge voraus.Landi Mietwagen Kgalagadi Transfrontier ParkWer auf seinem Afrika Road Trip mit einem Mietwagen unterwegs sein möchte, der sollte in erster Linie darüber nachdenken, was das Fahrzeug leisten soll. Ein Kleinwagen ist auf vielen Strecken einfach gänzlich ungeeignet. Bestimmte Gebiete dürfen sogar nur mit Allradfahrzeugen passiert werden.

Der zweite wichtige Aspekt ist die Zuverlässigkeit des Anbieters und seiner Fahrzeugflotte. Hier gilt es auf Qualität statt Geldbeutel zu setzen. Ein billiger Autovermieter investiert oft nicht genug in die Wartung seiner Fahrzeuge. Entsprechend drohen Defekte auf Grund von Verschleiß und der besonders starken Beanspruchung. Ein Liegenbleiben oder gar ein Unfall können dann nicht nur teuer sondern auch lebensgefährlich werden.

Es empfiehlt sich hier etwas Recherche in Bewertungsportalen und Foren, ob sich ein Anbieter als zuverlässig erwiesen hat. Oft sind es gerade kleine Unternehmen die auf Afrika spezialisiert sind und ihre Fahrzeuge besonders gut warten und mit der nötigen Sorgfalt pflegen. Negative Bewertungen sind für sie existenziell und so wird auf die Qualität geachtet. Deshalb sind diese Unternehmen auch unbedingt in die Betrachtung einzubeziehen.MietwagenWichtig bei der Anmietung von Fahrzeugen in Afrika ist auch die Erreichbarkeit der Leihwagenfirma. Gibt es eine Notfallnummer? Ist die Hotline auch nachts und am Wochenende erreichbar? Innerhalb welcher Zeitspanne wird geholfen? Auf Grund der riesigen Distanzen in Afrika muss auch auf diesen Service geachtet werden.

Anders als in Europa versichert man sich auch in Afrika gegen mehr Eventualitäten. Während ein Steinschlag in Deutschland eher selten vorkommt, ist er auf unbefestigten Straßen ein permanent drohendes Szenario. Selbst wenn man sich in Südafrika bewegt. Dort sind die großen Touristenrouten zwar sehr gut ausgebaut sind, dennoch wird man wahrscheinlich in die Verlegenheit kommen und die ein oder andere „Gravelroad“ benutzen müssen. Und sei es auf der Zufahrt zur Lodge oder dem Safaripark. Eine Steinschlagversicherung ist daher anzuraten.

Gleich so verhält es mit einem Unterbodenschutz und einer Reifenversicherung. Auf Grund des Straßenzustandes kann es leicht sein, dass man sich die Unterseite des Fahrzeugs aufreißt oder die Reifen schnell verschlissen sind und platzen.MietwagenNeben dem ohnehin im Auto befindlichen Ersatzreifen sollte mit dem Vermieter vorab geklärt werden ob das Mitführen eines weiteren Reifens sinnvoll ist. Sicherlich nicht notwendig, wenn man sich die Garden Route in Südafrika entlang bewegt. Wer aber in abgelegenen Gebieten auf zumeist unbefestigten Straßen unterwegs ist, dem ist ein zweiter Ersatzreifen bereits anzuraten. Dazu gehören auch Gebiete wie etwa der Kgalagadi Transfrontier Park, Landstriche in Botswana und ganz sicher auch alles nördlich davon.

So verhält es sich im Übrigen auch mit einem Ersatzkanister für das Fahrzeug. Wer lange Strecken plant der sollte sicher stellen, dass er auch genügend Benzin dabei hat. In Afrika kann es schon vorkommen, dass eine Tankstelle keinen Sprit mehr hat und die nächste in 300 km Entfernung ist. Ein Reservekanister ist ein dann ein absolutes Muss. Diese können oft beim Autoverleiher mitgebucht werden. Hier ist drauf zu achten, ob eventuell die Anschaffung eines eigenen Kanisters günstiger ist. Mindestens 10 Liter würde ich extra dabei haben.

Augenmerk sollte man auch auf die Versicherungspolice hinsichtlich des Diebstahl und Einbruchschutzes legen. Eine sachkundige Beratung ist hier unerlässlich. Überversichern braucht man sich nämlich auch nicht, wenn man in abgeschiedenen Gebieten unterwegs ist, in denen diese Art von Kriminalität keine Rolle spielt.Camping Danie Leni Road TripIn Afrika sind Beschädigungen der Fahrzeuge keine Seltenheit. Zu gerne werden diese Schäden dann vom Vermieter bei Übernahme unter den Tisch fallen gelassen. Wer bei Rückgabe nicht für Beschädigungen des Vormieters zahlen möchte, sollte schon vor Fahrtantritt das Auto gründlich prüfen. Hier empfiehlt es sich sein eigenes Übernahmeprotokoll* dabei zu haben und akribisch abzuarbeiten. Gerne werden Beschädigungen auf dem Dach (durch Äste) oder zerkratze Kofferraumöffnungen in Rechnung gestellt, da sie bei der Übernahme sehr leicht übersehen werden

Wer sich für ein Allradfahrzeug (4×4 genannt) entscheidet, der sollte sich vom Vermieter erklären lassen wie die Schaltung funktioniert und wie man Getriebeschäden vermeidet. Eine kurze Einführungsrunde halte ich hier durchaus für sinnvoll. Es ist nämlich nicht „nur“ einfaches schalten.

Wer sich generell mit Linksverkehr schwer tut sollte darüber nachdenken einen automatikgetriebenes Fahrzeug zu buchen. Das kostet zwar mehr, aber trägt zu Sicherheit im Verkehr und zur eigenen Ruhe bei.

Reisende die zu ihrem Fahrzeug auch, wie in Afrika üblich, ein Campingzelt auf dem Dach mitgebucht haben, sollten auch hier mit dem Vermieter zusammen die Funktionsweise durchspielen.image-2015-10-06(13)Beachtenswert sind auch die Geschwindigkeitsbeschränkungen der einzelnen Vermieter. Es gibt Leihfirmen die ihre Fahrzeuge rund um die Uhr tracken und eine ganz bestimmte Geschwindigkeit voraussetzen. Ob diese sinnvoll ist wird dabei nicht hinterfragt. So sind dann zum Beispiel auf namibianischen Gravelroads grundsätzlich 80 km/h vorgeschrieben. Oft sind diese aber in einem sehr guten Zustand, dass selbst die Behörden die Straße für 100 km/h Geschwindigkeit freigegeben haben. Wer dann schleichen muss verliert wertvolle Urlaubszeit.

Zu trockenen Straßen gehört in Afrika auch feinster Staub der sich überall im Fahrzeug absetzt. Oft ist es billiger das Fahrzeug vor Abgabe noch reinigen zu lassen, anstatt es teuer beim Autoverleiher bezahlen zu müssen. Auch hier ist vorab das Beratungsgespräch mit der Leihfirma zu suchen und abzuklären welche Verschmutzungen als „normal“ akzeptiert werden. Starke Verschmutzungen können (teuer) nachberechnet werden.

Wer diese grundlegenden Dinge beachtet, der wird sicherlich ein sorgloses Mietwagenerlebnis haben und im Schadensfall auch nicht auf den Kosten sitzen bleiben. Ich wünsche eine sichere Fahrt und großartige Erlebnisse.

In diesem Sinne #get up & drive safely!

#info* Da ich sehr oft im Mietwagen unterwegs bin und auch schon teure Erfahrungen machen musste habe ich mir ein eigenes Übernahmeprotokoll erstellt. Dieses stelle ich gerne zur kostenlosen Nutzung zur Verfügung. Durch Klicken auf LINK gelangt man zum Download.

 

Ghana – Warum ich immer wieder nach Westafrika fliege

Afrika liegt mir am Herzen. Da ich selbst noch nie in Ghana war, habe ich Wiebke vom Blog „Sonnenstrahlenmomente“ eingeladen zu berichten, was sie mit dem Land verbindet, warum sie immer wieder dahin reist und wie sie sich für Westafrika engagiert. Hier kannst du ihren Gastbeitrag lesen:


Vor sieben Jahren.

Es ist noch relativ früh am Morgen und ich verfolge das Flugzeug auf meinem Bildschirm. Ich sehe, wie es sich langsam weiter bewegt. Weg von Deutschland immer näher hin zum afrikanischen Kontinent. Von Frankfurt über Frankreich und das Mittelmeer nach Afrika, mit kurzem Stopp in Nigeria wieder ans Meer. Endstation: Accra, Ghana.

Immer wieder schaue ich auf den Bildschirm vor mir, bis wir endlich angekommen sind. Angekommen in einem Land, von dem ich so gut wie nichts weiß. Das was ich weiß ist, dass ich die nächsten vier Monate hier verbringen werde und an einer staatlichen Schule arbeiten werde. Und ich weiß, dass das Leben im westafrikanischen Ghana ganz anders sein wird als das, das ich gewohnt bin. Vorzuweisen habe ich praktisch nichts. Ich habe noch keinen Uniabschluß, habe bisher kaum etwas in meinem Leben geleistet und praktisch keine Ahnung von dem Land und seinen Menschen. Dafür habe ich etwas anderes, dass ich mit auf die Reise nehme: Empathie, Motivation und das Gefühl, etwas Gutes tun zu können.

Wie genau es zu der Entscheidung kam weiß ich allerdings nicht mehr. Anfangs war es eine Idee, die mir kurz im Kopf herum geisterte, nur um genau so schnell wieder zu verschwinden, wie sie gekommen war. Dann plötzlich sah ich mich im Reisebüro sitzen und einen Flug nach Accra buchen. Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass mich die nette Mitarbeiterin erst nach Agrar in Indien schicken wollte, weil sie von Accra bis dato noch nichts gehört hatte. Ein paar Wochen später startete dann die Reise ins Unbekannte am Frankfurter Flughafen.

Und nun bin ich angekommen. Früher habe ich mich immer gefragt, weshalb alle immer von dieser anderen Welt sprechen. War ich doch immer der Meinung, dass wir letztendlich doch alle im gleichen Boot sitzen, egal wo auf der Welt wir leben. Schon als ich den Fuß zum ersten Mal auf ghanaischen Boden setze weiß ich, dass genau hier diese andere Welt ist. Mir wird aber auch bewusst, dass ich genau jetzt genau hier richtig bin.

Es ist schon spät am Abend, dennoch schlägt mir tropische Hitze entgegen. Es riecht nach Afrika. Ein Gemisch aus roter Erde, dem Salz des Meeres, getrocknetem Fisch, Schweiß und anderen Gerüchen, die ich noch nicht benennen kann. Wir fahren einmal quer durch die Hauptstadt um zu dem Haus zu gelangen, in dem ich die nächsten vier Monate wohnen werden. Schon alleine die Fahrt dorthin ist ein einziges Abenteuer für alle Sinne. Ich weiß weder, wo ich hinschauen soll, noch, wie ich all diese Eindrücke, die da auf mich herunterprasseln, in einen sinnvollen Zusammenhang bringen soll. Trotzdem bin ich restlos begeistert und fasziniert von den Straßenständen, an denen allerlei Bekanntes und Unbekanntes feil geboten wird und der Atmosphäre, die Accra bei Nach ausstrahlt.

Die nächsten vier Monate sind ein Wechselbad der Gefühle. Ich lerne die ghanaische Kultur und die Menschen Ghanas kennen. Lerne, dass Beerdigungen in Ghana mehrere Tage lang gefeiert werden und die Menschen mit dem Tod ganz anders umgehen, als wir es machen. Wo wir egoistisch und traurig sind, dass wir einen geliebten Menschen verloren haben, so sind die Ghanaer auch traurig, aber sie sind auch dankbar, dass die verstorbene Person nun bei Gott und den Ahnen der Familie ist.

Ich lerne, dass es für bestimmte Anlässe einen bestimmten Stoff in einer bestimmten Farbe gibt, aus dem die Schneiderinnen die tollsten Kleider zaubern. Ich lerne eine mir vorher völlig fremde Kultur kennen und während mir das Land so viel gibt und ich eigentlich nur meine Zeit zurück geben kann, die ich den Kindern während der Schulzeit schenke, lerne ich auch viel über mich. Ghana ist ein Land, das dir vieles geben und zeigen kann und dich Dinge lehren kann, von denen du bisher nichts wusstest. Wenn du bereit bist, dich darauf einzulassen. So darf ich mit dem Land und den Menschen, die während der Reise meinen Weg ein Stückchen begleiteten, etliche schöne, aber auch einige schwierige Momente teilen.

Ehe ich mich versehe ist bereits der Abflugtag gekommen. Am liebsten würde ich erst gar nicht in das Flugzeug steigen, das mich zurück nach Deutschland bringt. Schweren Herzens sage ich Ghana auf unbestimmte Zeit auf Wiedersehen. Dass ich eines Tages zurückkommen werde steht außer Frage, denn das hatte ich wenige Tage vor dem Abflug versprochen, aber dass ich so schnell wieder einen Flug buchen würde konnte ich zu dem Zeitpunkt noch nicht erahnen.Photo Credits by Wibke H. Sonnenstrahlenmomente

Sechs Monate später.

Wieder sitze ich im Flugzeug Richtung Accra und wieder arbeite ich an einer staatlichen Schule. Das Land ließ mich nicht mehr los und so lag es auf der Hand, wieder zurück zu kommen. Der einzige Unterschied- diesmal bin ich völlig auf mich alleine gestellt, denn in lebe nicht mit anderen Deutschen bzw. Österreichern oder Schweizern zusammen, mit denen ich mich am Ende des Tages über das Erlebte austauschen kann, sondern bei ghanaischen Freuden. Auch bleibe ich nur wenige Wochen. Diese paar Wochen reichen jedoch aus, um Ghana wieder ein Stückchen mehr zur Heimat werden zu lassen, mehr und mehr die ghanaische Kultur kennenzulernen und mich einzufügen. Ganz bewusst lasse ich ein paar Kleidungsstücke im Haus meiner Freunde zurück, denn jemand sagte mir einmal, dass man dort, wo man etwas zum Anziehen gelassen hat, immer wieder hinkommt. So kommt es, dass ich die nächsten vier Jahre jedes Jahr zurück nach Ghana fliege. Zurück in das westafrikanische Land, das früher einmal den schönen Namen Goldküste trug und das nun zu meiner zweiten Heimat geworden ist.

Vier Jahre später.

Bei einer Ghana-Reise im Jahr zuvor lerne ich meinen Verlobten kennen. In diesem Jahr reise ich zwei Mal nach Ghana. Einmal für längere Zeit, einmal nur für drei Wochen. Und nun, Ende April 2013, finde ich mich im Wirrwarr Accras wieder. All die früheren Reisen und die Erlebnisse, die mit ihnen einhergehen, haben mich geprägt und zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin. Ich habe Dinge gesehen, die ich lieber nicht gesehen hätte, habe gesehen, wie Kinder während des Unterrichts geschlagen wurden, nur weil sie die richtige Antwort nicht wussten und habe die schönsten Momente mit den Menschen dort geteilt. So kommt es, dass in unseren Köpfen immer mehr die Idee reift, den Kindern Ghanas nachhaltig etwas zurück zu geben und ihnen die Chance auf ein selbst bestimmtes, vielleicht auch ein klein wenig besseres, Leben zu ermöglichen.

Mein Verlobter und ich stammen beide aus Familien, in denen Hilfsbereitschaft groß geschrieben wird und in denen Familienmitglieder über die Jahre hinweg ehrenamtlich gearbeitet haben und es auch heute noch tun. Dass unsere Familien uns das mit auf den Lebensweg gegeben haben macht mich glücklich, denn das bestärkt uns in dem Vorhaben, eine eigene Hilfsorganisation zu gründen.

Durch ein Erlebnis, das ich wohl mein ganzes Leben lang nicht vergessen werde, wurde der Entschluss, dass wir dem Land, dem ich so viel zu verdanken habe, etwas zurückgeben möchten, nur noch mehr gestärkt. In die Schule, in der ich hier arbeite, geht ein kleines Mädchen. Wir verstehen uns ohne große Worte, denn sie spricht nur Twi, eine der vielen Landessprachen, die in Ghana gesprochen werden, und normalerweise begrüßt sie mich immer mit einem Lächeln auf den Lippen und mit leuchtenden Augen. An diesem Tag ist alles anders.

Sie weint die meiste Zeit und ich merke, dass sie hohes Fieber hat. Auf meine Frage, ob denn nicht jemand mit dem Kind ins nächste Krankenhaus fahren sollte, bekomme ich als Antwort, für so etwas wäre man nicht zuständig. Eine Stunde später kann ich es nicht mehr mit ansehen, steige mit dem kleinen Mädchen in ein Taxi und fahre ins nächste Krankenhaus. Eigentlich darf ich das nicht und es ist verboten, in dem Moment ist mein einziger Gedanke aber nur, dass das Kind einen Arzt braucht. Die Konsequenzen, die es mit sich ziehen würde, wenn auf der Fahrt irgendetwas passieren würde, versuche ich, so gut es geht auszublenden.

Da auf Accras Straßen alle fahren, wie sie gerade Lust haben, wird die Fahrt zur Zerreißprobe für mich. Endlich im Krankenhaus angekommen muss ich sämtliche Fragen beantworten, die ich eigentlich nicht beantworten kann, denn ich weiß weder, wie die Kleine mit Nachnamen heißt, noch, wer ihre Eltern sind und ich muss mindestens zehn Mal die Frage beantworten, ob ich nicht wirklich ihre Mutter bin. Mir platzt der Kragen und ich versichere, dass ich die Behandlung sofort zahlen kann, auch wenn die Kleine nicht krankenversichert ist, wenn sie nur endlich einmal untersucht wird.

Es stellt sich heraus, dass sie schon lange Malaria hat. Nachdem ich die Rechnung für die Untersuchung, die Medikamente und den Obruni-Zuschlag (Obruni ist Twi und bedeutet weißer Mensch) gezahlt habe, lässt mich der Arzt noch wissen, dass das kleine Mädchen, das ich nun auf dem Arm habe, die Krankheit nicht überlebt hätte, wenn ich es nicht ins Krankenhaus gebracht hätte. Am nächsten Tag bekomme ich von der Mutter als Dankeschön eine Ananas geschenkt.

Photo Credits by Wibke H. Sonnenstrahlenmomente

Photo Credits by Wibke H. Sonnenstrahlenmomente

Eine für unsere Verhältnisse vielleicht kleine Geste, aber diese Ananas ist weitaus mehr, als sich die Mutter eigentlich leisten kann. Solche Erlebnisse prägen und sie prägen auch die Arbeit, die wir mit Amebii Ghana e.V vor Ort leisten. Amebii ist Ga, eine weitere Landessprache, und bedeutet übersetzt Kinder, denn die sind es, die uns am Herzen liegen.

Kinder sind unsere Zukunft, egal, auf welchem Fleckchen Erde sie leben und sie alle haben ein Recht auf eine behütete Kindheit, in der sie nicht schon Waren auf der Straße feil bieten müssen oder den ganzen Tag auf dem Feld arbeiten müssen, statt zur Schule zu gehen, zu spielen und einfach nur Kind zu sein. Sie haben das Recht auf eine solide schulische Grundausbildung, auf Zugang zu sauberem Trinkwasser und medizinischer Grundversorgung und darauf, den Beruf zu erlernen, den sie später einmal ausüben möchten.

Mit unserer Hilfsorganisation reichen wir den Kindern Ghanas die Hand, die sie dringend brauchen und geben ihnen durch Zugang zu Bildung die Möglichkeit, zu eigenständigen, selbst denkenden Erwachsenen heranzuwachsen. Zudem arbeiten wir mit dem Menschen auf Augenhöhe und leisten so Hilfe zur Selbsthilfe. Ein Ansatz, den wir von Anfang an eingeführt haben und den wir auch beibehalten möchten ist, dass die Menschen, die in dem Dorf, in dem wir ein Projekt realisieren, leben, alle dieses Projekt auch wirklich wollen müssen und bei der Realisierung behilflich sind.

So werden die Menschen in den Entstehungsprozess eingebunden und tragen ebenfalls einen Teil zum Gelingen bei. Außerdem gehen wir nicht in ein Dorf und sagen, dass zum Beispiel unbedingt eine Schule hier gebaut werden muss. Es bringt absolut nichts, wenn wir einfach irgendwo etwas bauen, die Menschen es aber überhaupt nicht wollen und dann nicht nutzen. Vielmehr ist das Prinzip so, dass der Chief des Dorfes auf uns zukommt, wenn ein Projekt realisiert werden soll.
Durch die Unterstützung vieler Menschen, die sich von unserer Arbeit vor Ort und den Projekten anstecken lassen haben, haben wir es geschafft, bereits im ersten Jahr der Vereinsgründung einen Kindergarten und eine Schule wiederaufzubauen. Ein toller Start für unsere kleine Hilfsorganisation.

Ein Jahr später. Zum ersten Geburtstag von Amebii Ghana e.V startet ein zweites Projekt, das von uns ins Leben gerufen wird. Kronkorken helfen. Die Gesundheitsversorgung der Kinder ist uns ein großes Anliegen und so wird die Idee geboren, Kronkorken zu sammeln und diese in Krankenversicherungen für die Kinder in Ghana umzuwandeln. In dem westafrikanischen Land wird man nur behandelt, wenn man krankenversichert ist oder aber, wenn man die Behandlung zahlen kann. Kann man nicht zahlen passiert es nicht selten, dass man nach einem mehrstündigen Fußweg zum Krankenhaus und stundenlangem Warten unbehandelt nach Hause geschickt wird. Das ist schon bei einem gebrochenen Arm unzumutbar, bei Krankheiten wie Malaria ist das Ganze aber sehr fatal. Die Kronkorken, die für uns Müll sind, sorgen also dafür, dass die Kinder versichert werden und sie die Behandlung bekommen, die sie benötigen.

Heute. Mittlerweile haben wir mehrere Projekte realisiert. Gerade ist der Schulbau mit einem integrierten Kindergarten in Talawanda/Bongo im Norden Ghanas in der Finanzierungsphase. Dieses Projekt ist dringend notwendig, da die Schule momentan nur aus einem Wellblechdach besteht und der Unterricht gerade während der Regenzeit aufgrund der Bedingungen, unter denen die Schule stattfindet, immer ausfallen muss. Ein Grundstück ist bereits gefunden, die Baupläne sind fertig und sobald genug Spendengelder vorhanden sind, können wir mit dem Bau starten. Außerdem planen wir, auf dem Grundstück einen Brunnen zu bauen, durch den wir zwei Dörfer nachhaltig und dauerhaft mit sauberem Trinkwasser versorgen können.
Auch unsere „Kronkorken-Helfen-Aktion“ läuft super. Mittlerweile haben wir insgesamt schon über 10 Tonnen der kleinen Flaschenverschlüsse gesammelt und konnten so schon über 300 Kinder krankenversichern.#infoFür mehr Informationen zu beiden Projekten schaue gerne unter www.amebii-ghana.com und auf unserer Facebookseite www.facebook.com/AmebiiGhana bzw. www.kronkorken-helfen.com und der dazugehörigen Facebookseite www.facebook.com/Kronkorkenhelfen vorbei. Wir freuen uns über jede Art von Interesse und Unterstützung, denn gemeinsam können wir die Welt zwar nicht komplett verändern, aber wir können sie für die Kinder in Ghana ein kleines bisschen besser machen#dankeDanke an Wiebke für die schönen Zeilen, die mich sehr bewegt haben. Ich hoffe wir erreichen noch viel mit unserem Engagement für Afrika und ganz besonders möchte ich Dir für Deinen persönlichen Einsatz danken. Der geht soweit über das normale Maß hinaus und zeigt, wie sehr Du Dich dem Land und den Menschen verbunden fühlst. Von Herzen Danke im Namen aller, denen Du geholfen hast und die Du inspirierst!

Wer mehr über Wiebke wissen möchte dem sei ihr Blog www.sonnenstrahlenmomente.blogspot.de empfohlen.

Lesotho – Und die Lektion das man Glück nicht kaufen kann

Wohl kaum Jemandem ist das Wort „Lesotho“ ein Begriff und wohl die wenigsten wissen, dass es ein eigenständiges Land inmitten Südafrikas ist. Und auch mir war es nicht geläufig, bis ich den höchsten Pub Afrikas besuchen wollte und über die Sanipassroute unweigerlich auch nach Lesotho kam.image-2015-09-05Diese kleine Enklave inmitten von Südafrika, ist ein eigenständiger Staat und wird als parlamentarische Monarchie geführt. Politisch haben diese beiden Länder jedoch nie zusammen gehört. Mit gerade mal einer Fläche von 30.355 km² ist das Land ein Winzling unter den afrikanischen Staaten. Lesotho hat 1.930.493 Einwohner, das macht in etwa nur 64 Menschen pro km². Zum Vergleich bei uns in Deutschland sind es 227 Einwohner je Quadratkilometer.image-2015-09-05(3)Lesotho liegt zum großen Teil auf einem Hochplateau der Drakensberge. Es ist das einzige unabhangige Land dieser Welt, dessen gesamtes Staatsgebiet über 1.000 Meter liegt und deshalb auch „The Kingdom in the Sky“ – „Das Königreich im Himmel“ genannt wird. Nur die Flache Ebene gilt als fruchtbar ansonsten ist das Land sehr kark und fast baumlos. Außer Wasser hat das Land keine nennenswerten Ressourcen.image-2015-09-05(1)Die Bevölkerung des Landes stammt zu 99% vom Bantuvolk der Basotho ab. Es beherbergt aber auch Minderheiten wie Zulu, Xhosa, Europäer und auch Asiaten. Die Basotho sind ein stolzes Volk mit langer Tradition, gelebter Kultur und eigenständiger Identität. Muttersprache von 99 % der Landesbevölkerung ist Sesotho, trotzdem ist bedingt, durch die britische Besetzung während der Kolonialzeit, auch englisch eine der Landessprachen.image-2015-09-05(7)Lesotho gilt, mit einer Arbeitslosenquote von 45%, als eines der ärmsten Länder dieser Welt. Begründet wird dies durch die geografischen Gegebenheiten, den geschichtlichen Wandel, die Wanderarbeit zur Zeit der Minen in Südafrika und das schlechte Bildungssystem. Allein die Analphabetenrate unter Frauen mit fast 75% spricht Bände. Dennoch habe ich Lesotho als ein Land kennengelernt, was einen unschätzbaren Reichtum hat.image-2015-09-05(4)

Als Gast in einem typischen Basotho Dorf inmitten karger Landschaft und umringt von Schafen lernte ich, worin der eigentliche Besitz dieses Volkes liegt. Unser südafrikanischer Guide kommt seit seiner frühen Kindheit immer wieder in dieses Land, pflegt gute Kontakte und enge Freundschaften und genau das möchte er auch seinen Gästen vermitteln. Er erzählt uns eine Geschichte, die mich bis heute nicht loslässt.image-2015-09-05(6)Er hat nämlich so einen so einfachen Schaafhirten mal gefragt, wie viel Geld er denn besäße und wie viel er auf dem Konto habe. Daraufhin erwiderte der Mann, dass er kein Konto habe, keine Scheine unter dem Kissen horte und auch nur 5 Rand in seiner Tasche habe. Die Schlussfolgerung daraus wäre, dass der Hirte bitterarm ist. Doch er gibt an, 1.000 Schafe, ein Haus und eine große Familie zu haben und sich gar nicht arm zu fühlen. Berechnet man ein Tier mit 20 EUR, dann stimmt das auch, denn dann besitzt er satte 20.000 EUR! Aber um diesen Wert geht es gar nicht, sondern um das was er dem hinzufügt!image-2015-09-05(2)Denn der einfache Hirte bemerkt, dass Touristen in sein Dorf kommen, die sich allesamt gestresst, ausgebrannt und depressiv vorkommen. Er sagt, diese Menschen haben durch ihren Lebensstil vergessen was Glück bedeutet. Wie wertvoll das Leben und die Hilfe im Verband sind und wie viel die Liebe der Familie wert ist. Er sagte zu unserem Guide: „Ich bin nicht reich an Geld, aber an Werten, die Ihr Euch wünscht. Die Ihr aber mit all Eurem Geld nie kaufen könnt.“ Als ich diese Geschichte höre, muss ich schlucken. Und so wie mir geht es allen in meiner Gruppe. Wir alle haben schon erfahren, wie groß der Druck in der Gesellschaft ist, wie sehr unser Handeln vom Konsum geprägt ist und wieweit wir uns von den Menschen entfremdet haben die wir lieben.image-2015-09-05(8)Noch heute denke ich oft an den Besuch im Basutho Dorf nach und die Lektion die ich dort gelernt habe. Das aller Statistik zum Trotz der Wohlstand eines Land nicht an materiellen Werten zu messen ist, sondern dass es vielmehr auf die Lebensfreude, das Miteinander und die Fürsorge im Verband ankommt. Regelrecht erbärmlich kommt mir dagegen dann unser Wertesystem vor.image-2015-09-05(5)Der kurze Ausflug nach Lesotho wurde für mich also zur unschätzbar wertvollen Lektion und ich bin dankbar dafür erlebt zu haben wie man noch im Einklang mit der Natur und den Tieren leben kann. Wie Hilfsbereitschaft, Nächstenliebe und der Zusammenhalt in der Gemeinde gelebt werden und Geld kein Index für Glück ist.

Danke Lesotho, dass ich dein Gast sein durfte und dich anders kennengelernt habe, als durch nüchterne Zahlen. Danke das du mich gelehrt hast, was Glück und Wohlstand wirklich bedeuten.

Wer sich für die ausführliche Geschichte und vor allem für die spannende Anfahrt über den Sanipass interessiert, der klicke bitte auf LINK.

Lesotho_Glueck

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Namibia – Die richtige Kleidung & Schutzausrüstung

Frieren im warmen Afrika? Kaum vorstellbar für uns Europäer. Aber das Land unterliegt starken Temperaturschwankungen und so ist es absolut angebracht auch dicke Winterjacken und warme Socken mit einzupacken.

Auch im südlichen Afrika gibt es so etwas wie Jahreszeiten und Wintertemperaturen um die 0 Grand sind keine Seltenheit. Nun stelle man sich vor, dass es weder isolierte Häuser, noch Doppelverglasung oder gar eine Heizung im Haus gibt. Einzige Wärmequelle sind Kamine und die gibt es meist nur in den Gemeinschaftsräumen.

Deshalb gehört warme Kleidung zu jeder Namibia Reise dazu. Für empfindliche Frostbeulen wie mich, haben sich Wärmflaschen bewährt. Die gibt es für wenig Geld in Südafrika oder Namibia in jedem Drogeriemarkt.

 

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Neben der Winterjacke sollte auch der Badeanzug mit ins Gepäck. Selbst wenn der durch den Bengualstrom 12 Grad kalte Ozean keine Option zum Schwimmen oder Planschen ist. Die meisten Unterkünfte haben herrliche Pools und es wäre zu schade diese ungenutzt zu lassen.

Wer sich für die Campingvariante entscheidet, sollte vielleicht auch an einen etwas dickeren Schlafanzug und einen zusätzlichen Fleecepulli denken. Generell kann man wärmende Sachen auch überall in Namibia kaufen, wenn man doch in die Verlegenheit kommt, nicht die passende Kleidung dabei zu haben.

Ansonsten gilt wie im restlichen Afrika auch: Leichte, bequeme und atmungsaktive Kleidung ist die richtige Wahl. Baumwolle ist hier allemal die bessere Wahl als Synthetik, allein weil dieser Stoff beim Schwitzen leicht zu unangenehmer Geruchsbildung neigt.IMG_9761
Für Wanderungen eignen sich am Besten knöchelhohe Schuhe. Ich schwöre hier auf Palladiums, da sie robust sind, die Füße atmen lassen und ein ordentliches Profil haben. Außerdem sind Treckingsandalen ein idealer und vielseitiger Begleiter. Und natürlich dürfen auch Sandalen oder Flip Flops mit in den Koffer.

Die afrikanische Sonne kann unbarmherzig sein, daher ist auch ein Hut ein guter Begleiter. Ob es ein breitkrempiges Model mit Moskitonetz sein muss, entscheidet jeder für sich.

Eine Sonnenbrille und Sonnencreme fallen zwar nicht unter Bekleidung, sollte selbstverständlich aber immer getragen werden. Zu starke Licheinstrahlung kann zu Verbrennungen auf der Netzhaut führen. Eine äußerst schmerzhafte Erfahrung, die sich jeder Reisende erspraren sollte.

Ein hoher Lichtschutzfaktor bei der Sonnencreme ist inzwischen keine Frage mehr, allerdings vergisst man gerne die Ohren und Lippen einzucremen. Wer schon mal einen Sonnenbrand auf dem Mund hatte, der verzichtet nie wieder auf Schutz auch an dieser Stelle. Blutige, aufgerissene und geschwollene Lippen verderben nämlich den Appetit auf jegliche Leckereien. Spezielle Sonneschutz-Sticks können auch in Namibia nachgekauft werden und sollten unbedingt ein ständiger Begleiter sein.

EXTRA-TIPP:

Barfußlaufen in der Wüste und sei es nur vom Zelt zum Auto ist ein absolutes NoGo! Dornen, scharfkantige Steine und besonders im Sand vergrabene Skorpione sind eine Gefahr für die Füße und Gesundheit. Also immer mindestens in die Sandalen schlüpfen.

Namibia-Reisevorbereitung

Reiseplanung Namibia – Das sollte man bedenken!

Afrika ist quasi der Inbegriff von Freiheit, von Weite und Grenzenlosigkeit. Dieser Kontinent vermittelt das Gefühl eine riesige Spielwiese für Abenteurer und Entdecker zu sein. Regeln und Zeit spielen nur eine untergeordnete Rolle. Jeder weiß, dass die Uhren auf diesem Kontinent anders ticken, im Business mag das ein Problem sein, aber gerade Reisende empfinden dies als größtes Geschenk.

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Unser Leben ist streng durchgetaktet, unsere Arbeitsabläufe voll automatisiert und selbst in unserer Freizeit lassen wir uns nicht treiben, sondern verlieren uns in Terminen, Verabredungen und Verbindlichkeiten. Wer also eine Reise nach Afrika plant, sollte sich zuerst mal frei machen von starren Zeitplänen.

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Deshalb haben wir uns für unsere Reise nach Namibia ganz bewusst für die Road-Trip-Variante mit Campingausrüstung entschieden. Wir wollen genau diese Freiheit ganz intensiv erleben, uns treiben lassen und so lange an den schönsten Plätzen bleiben, so lange sie uns in ihrem Bann gefesselt halten. Für uns werden Sonnenauf- und Untergang die wichtigsten Faktoren zur Etappenplanung sein.

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Unser Flieger erreicht Windhoek am 29.09.2015 gegen Mittag, dann werden wir unser 4×4 Campingfahrzeug übernehmen, die Vorräte einkaufen und den Rest des Tages entspannt in den Urlaubsmodus hinüber gleiten. Die erste Nacht nach der langen Anreise haben wir uns zur Entspannung in einem Hotel eingebucht. Das halten wir für sinnvoll, weil wir am nächsten Morgen ganz früh und ausgeruht in unser großes Abenteuer starten wollen.

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Ende September/ Anfang Oktober ist eine sehr beliebte Reisezeit für das Land im südlichen Afrika. Das gilt es vor allem bei der Unterkunftsplanung für Bungalows im Etosha und den Campingplätzen im Sesriem zu beachten. Deshalb haben wir uns entschlossen zu allererstes die Etosha Pfanne zu besuchen und fix für 2 Nächte zu buchen. Danach möchten wir absolut flexibel sein.

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Tieraufnahmen im Etosha haben auf unserer Reise den höchsten Stellenwert, es wäre zu schade, hier keine passende Unterkunft zu bekommen und die besten Motive zu verpassen.Tagesetappen in Afrika/ Namibia werden anders geplant als im Rest der Welt. Hier bedeutet es in erster Linie eine Streckenplanung bei Tageslicht, abhängig von Kilometerzahl, der Beschaffenheit der Straßen und natürlich persönlichen Vorlieben sowie dem Angebot an Sehenswürdigkeiten.

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In Namibia gilt in allererster Linie: Der Weg ist das Ziel. Hier hakt man nicht ein Highlight nach dem Anderen ab, sondern begreift die Strecke und die Landschaft als die eigentliche Attraktion.Das sind wir als durchorganisierte Europäer so nicht gewöhnt und gerade Nachtfahrten gehören zu unserem Alltag. Hier aber bedeuten sie ein erhöhtes Risiko zu verunfallen. Viele Tiere sind nachtaktiv und stehen wie aus dem Nichts plötzlich auf der Straße. Immer wieder kommt es deshalb zu schweren Unfällen mit Touristen.

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Auch kann sich die Beschaffenheit der Straße wie aus dem Nichts ändern. Eine weitere Gefahr, die es nicht zu unterschätzen gilt.Namibia ist ein Rundreiseland, wer sich unsicher ist bei der Planung kann sich Hilfe beim Namibia Tourism Board, dem Reiseveranstalter oder auch der Mietwagenfirma holen. Fast alle Touren beginnen und enden in Windhoek und auch wir landen und starten hier.

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Auch dafür haben wir uns bewusst entschieden. Viele Reisende fahren von Südafrika los und geben ihr Fahrzeug in Windhoek wieder ab oder besuchen noch Botswana und haben den Rückflug von dort gebucht. Wir haben „nur“ 15 Tage zur Verfügung, deshalb bleiben wir im Land & haben den gleichen Start und Endpunkt. Splittet man die Flüge auf zwei Abflughäfen, dann sind diese meist teuerer, da einer der Flughäfen oft weniger hoch frequentiert ist und dadurch die Flüge teurer sind.

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Auch bedeuten Einwegmieten von Fahrzeugen höhere Kosten. Hier ist genau abzuwägen, wo man seine Priorität setzt und inwieweit einem das ein höherer finanzieller oder auch zeitlicher Aufwand wert ist. Wer zum Beispiel die Vicoria Fälle noch besuchen will, der sollte gut rechnen, in welchem Verhältnis Grenzübertritte, Spritkosten und die lange Rückfahrt nach Windhoek zu diesen Kosten stehen.

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Da wir Afrika lieben und wiederkommen werden, haben wir auf dieser Reise den Caprivistreifen, das Okovango-Delta und die Vic Falls ausgeklammert, um ohne Zeitdruck die Highlights des Landes entdecken zu können.Auch möchten wir bei der Wahl der Unterkunftsart flexibel sein. Wenn es uns wichtig ist, in der Natur und ganz nah am „Wildlife“ zu sein, dann werden wir im Campingfahrzeug übernachten.

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Wenn uns nach etwas mehr Luxus, einer heißen Dusche und Spaß am Pool ist werden wir Lodges und Gästefarmen anfahren. Denn gerade sie haben in Namibia den Ruf, ein Highlight für sich zu sein. Neben den wunderschönen Unterkünften, bekommt man nämlich noch Tipps aus erster Hand, frische Farmkost und den Austausch mit Einheimischen. Das wollen wir uns natürlich nicht entgehen lassen.

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Namibia gilt generell als einfach zu bereisendes Land, da die Straßen gut ausgebaut und nummeriert sind, die mobile Navigation funktioniert und mit viel Glück wird man auch auf deutsch verstanden. Ansonsten kommt man gut mit englisch weiter. Auch hat es den Ruf, dass man sich leicht orientieren kann. Diese Faktoren machen Namibia zur ersten Adresse für Afrika Einsteiger.Wir haben uns für eine „Highlight-Route“ entschieden, die uns zunächst von Windhoek zum Etosha, dem Kaokoveld, der Skeleton Coast Park über Twyfelfontein nach Swakopmund führen wird. Ich möchten wir den Fish-River Canyon ansteuern und den Oranje River besuchen. Den Rest halten wir uns absolut offen.

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Soweit zu unseren Überlegungen. Was alles noch zu beachten ist von Bezahlung bis zu Campingfahrzeugmiete erfährst du durch klicken auf LINK.

 

Namibia-Reiseplanung

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Die miese Seite der Welt. Ethik auf Reisen

Ist es vertretbar in so ein Land zu reisen?” − diese Frage beschäftigt mich immer wieder. Wobei “so ein” immer recht breit gefasst ist. Mich schrecken Sicherheitswarnungen vom Auswärtigen Amt nicht davon ab, in Länder zu reisen, vor denen offiziell gewarnt wird. Ich wäre sonst nie in El Salvador gelandet. Hätte nie erfahren können, wie atemberaubend schön die Natur ist und wie unglaublich offen und lieb die Menschen dort sind. Was mich wirklich davon abhält in bestimmte Länder zu reisen, ist die Ethik mancher Staaten. Kind straßeIch reise nicht, um alle Länder dieser Welt gesehen zu haben. Ich möchte Nationen, Staaten & Kontinente entdecken, um ihre Kultur, ihre Werte und Menschen kennen zu lernen. Und natürlich die Flora & Fauna zu bestaunen. Aber in der Tat, ist mir der Kontakt zu Menschen auf Reisen sehr wichtig und es vergeht keine Reise, wo ich diesen nicht suche. Deshalb mache ich mir bei der Auswahl meiner Urlaubsziele auch Gedanken, um deren ethnische Aspekte.DomRep,So wollte ich lange nicht nach Indien reisen, wegen der Horrormeldungen über Vergewaltigungen. Dann habe ich recherchiert und rausgefunden, dass die Vergewaltigungsrate umgelegt auf die Einwohner, doch einiges relativiert. Und jetzt haltet Euch fest, denn demnach hat Deutschland eine doppelt so hohe Vergewaltigungsrate wie Indien. Diese Information hat mich fast umgehauen und ich denke, die wenigsten wissen das. Was dort passiert verurteile ich immer noch aufs Schärfste, aber ich würde jetzt nach Indien reisen. Auch habe ich mich mit Menschen ausgetauscht, die in Indien unterwegs waren oder dort gelebt haben. Und auch das hat mein Bild entscheidend verändert und dazu beigetragen, dass ich jetzt weiß, wie man sich dort verhalten sollte, um sicher zu reisen.Fortaleza, BrasilienAber es gibt natürlich noch unzählige Beispiele für Länder die meiner Wertewelt nicht standhalten. So lehne ich es zutiefst ab, wenn Frauen keinerlei Rechte haben, wenn Wale bestialisch abgeschlachtet oder Kinder gezielt ermordet werden.KindIch sehe das so: Als Reisender bringe ich Geld ins Land und unterstütze damit die Volkswirtschaft aka auch die Regierung. Und so lange die keinen Einfluss nimmt oder selbst ihr Handeln ändert, gibt es von mir kein Geld und auch keine mediale Unterstützung. Denn jede Reise wird heutzutage ja auch von SocialMedia begleitet und animiert vielleicht zum Nachreisen.FärörInselnIch erkenne sehr wohl an, dass es in vielen Ländern Probleme gibt, die sich so einfach nicht lösen lassen. Die religiöse, geschichtliche oder traditionelle Ursachen haben und deshalb begründet von vielen in Frage gestellt werden.image-2015-12-07(4)Meine geschätzte Mutter zum Beispiel reist in keine Länder, in denen es Slums gibt. Und das obwohl es Armensiedlungen überall auf der Welt und inzwischen sogar in Berlin gibt. Ich denke nicht, dass man sich vor Armut verschließen sollte. Denn gerade da, kann der Tourismus zum Wandel & gegenseitigen Verständnis beitragen. Was ich persönlich in Afrika oder Brasilien erlebt habe.Slum KapstadtFür mich dürfen es demnach sogar sehr gerne Länder sein, die in unserer Wertewelt als Drittland oder Schwellenland bezeichnet werden. Weil ich mit meiner Reise dann vielleicht die Lebensumstände der Menschen verbessern kann. Weil ich durch Social Media die Möglichkeit habe, mehr Menschen für ein Land zu begeistern, selbst wenn es arm ist und das ist eben mein Beitrag zu Ethik auf Reisen.image-2015-09-25(84)Andererseits haben mich auch schon Staaten auf Grund ihrer Werte so sehr fasziniert, dass ich sie bereisen möchte. Costa Rica zum Beispiel, denn dort legt man gesteigerten Wert auf den Tierschutz. So wurden zum Beispiel alle Zoos geschlossen und die Tiere in die Freiheit entlassen. Siehe Link.Vogel HondurasOder das Beispiel „Uruguay„: Der ehemalige Präsident des Landes ist mein Vorbild und wegen ihm habe ich das Land in Südamerika bereist. Seine Ansichten, Visionen und seine Lebenseinstellung faszinieren mich und ich wollte herausfinden, wie sich das auch in Uruguay selbst wiederspiegelt.


Ich akzeptiere, dass jeder seine eigenen moralischen und ethischen Werte festlegt. Jeder muss selbst wissen, was er vertreten kann. Bis wohin er noch in den Spiegel schauen kann und will. Ich wünsche mir einfach, dass man auch beim Reisen hinterfragt, ob es vertretbar ist. Natürlich kann man argumentieren, dass man ja nur ein kleiner Reisender ist, der an der politischen Lage nichts ändern wird. Aber vergleichen wir das doch mal mit einem Einkauf von Kleidung, die von Kinderhänden genäht wird. „Wenn ich diese Hose jetzt nicht kaufe, dann ändert sich für das Kind trotzdem nichts“. ABER Du vergißt, dass du eine(r) von VIELEN sein kannst. Wenn Millionen Menschen diese Hose boykottieren und den Hersteller zu besseren Arbeitsbedingungen drängen, dann ändert sich auch etwas für das Kind. Überdenke wie es wäre, wenn wir alle unseren Unmut über Menschenrechte und Tierquälerei kundtun. Wieviel könnten wir erreichen, wenn wir alle endlich für eine bessere Welt einstehen könnten, als nur egoistisch an uns zu denken?

Oder wie Ghandi sagen würde:

„Be the change you want to see in the world!“


Wie seht ihr das?
Reist ihr überall hin, weil ihr Lust darauf habt oder wählt ihr eure Ziele auch moralischen Grundsätzen aus, so wie ich?

#info*Quelle: http://www.theintelligence.de/index.php/gesellschaft/volksverdummung/5108-in-deutschland-werden-mehr-frauen-vergewaltigt-als-in-indien.html

Achtung, Statistiken ändern sich jedes Jahr. Was zu meiner Recherchezeit galt, muss heute nicht mehr gelten. Macht euch bitte selbst auf die Suche nach aktuellen Zahlen & vergleicht verschiedene Quellen.