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San Pedro Sula die tödlichste Stadt der Welt & die unbegründete Angst vor Honduras

Schwer schlucke ich als ich mich durch die Liste der tödlichsten Städte der Welt klicke und auf Platz 1 San Pedro Sula entdecke. Der Ort an dem unsere Honduras Reise beginnen soll.image-2015-09-25(95)159 Morde auf 100.000 Einwohner sind eine ziemliche Hausnummer. Anders ausgedrückt heißt das auch 3 Tote pro Tag in der Stadt. Denen möchte ich weder begegnen, noch möchte ich eine von ihnen sein.image-2015-09-25(94)Ich bin nicht naiv, was Reisen betrifft und auch nicht unerfahren mit Konfliktländern. Auch ist mir klar, dass es für Honduras eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes gibt. image-2015-09-25(87)Das hat mich bisher alles nur wenig beeindruckt, aber dieses Todesliste und das Bild dazu machen mich wirklich nachdenklich. Was, wenn es dort wirklich lebensgefährlich für uns ist? image-2015-09-25(93)Wenn ich etwas riskiere, dann ist das mein Problem. Wenn ich meinen Partner mit in so ein Land schleppe, dann sehe ich mich in der Verantwortung auf seine Sicherheit zu achten. image-2015-09-25(88)Wieder und wieder blättere ich durch die Statistik, vergleiche die Städte die ich kenne mit den Zahlen von San Pedro Sula. Mache ich mir Gedanken um Juarez in Mexiko, die Stadt die ich bisher für am gefährlichsten hielt und deshalb gemieden habe.Utila HondurasAndererseits war ich auch alleine und gegen jede Warnung in El Salvador. Ich bin dort als Frau mit dem Rucksack durchs Land gereist und hatte eine der besten Reisen überhaupt. image-2015-09-25(90)Ich hab mich nicht unsicher oder komisch beäugt gefühlt und schon gar nicht hab ich irgendeine Gefahr ausmachen können. Die Menschen waren herzlich, haben mich willkommen geheißen und mich zu sich nach Hause eingeladen. Ich bin auf der Pritsche von LKWs gereist und war selbst nachts mit dem Taxi unterwegs. Gracias HondurasVor El Salvador hat das Auswärtige Amt auch massiv gewarnt. Also fange ich an mich zu belesen. Honduras Copan RuinasUm welche Art von Gewalt handelt es sich in Honduras? Welche Orte sind betroffen? Wann finden Verbrechen statt? In wieweit betrifft es Touristen? Ich netzwerke mit Bloggern, frage bei mir bekannten Lateinamerikanern nach und entschließe mich letztlich diese Reise anzutreten. image-2015-09-25(91)Nicht des Risikowillens und auch nicht aus Trotz. Sondern aus Neugier auf ein Land, was ich anders kennen lernen möchte als aus der Statistik. Genau wie ich El Salvador die Chance gegeben hatte mich zu begeistern, so möchte ich nun auch Honduras von seiner liebenswerten Seite entdecken.image-2015-09-25(89)Als wir am Flughafen in San Pedro Sula gelandet sind, steigen wir in unseren Mietwagen und unsere Route führt ins Stadtzentrum. Ich gebe zu, dass ich ein mulmiges Gefühl habe. Alles ist neu und fremd. Da kann man sich nicht sicher fühlen und schon gar nicht mit dem Wissen um diese Stadt.Doch ich sehe keine Leichen an der Straße. Keine maskierten Männer am Straßenrand und auch keine Waffen in den Händen der Menschen. Ich erlebe eine völlig normale lateinamerikanische Stadt, wie ich sie schon häufiger gesehen habe.

San Pedro Sula

San Pedro Sula

Sehr amerikanisch ist San Pedro Sula, das fällt mir auf. Die üblichen Fast-Food-Riesen, wie ich sie aus Florida kenne, finden sich an den Einfallsstraßen. Ebenso wie Megastores & Einkaufsmalls, ein schickes Hilton und die üblichen Tankstellenketten.image-2015-09-25(92)Nichts Besonderes, denke ich mir. Wir sind tagsüber unterwegs und ich erinnere mich an das was ich über Honduras herausgefunden habe.image-2015-09-25(83)Die Stadt hat ein Gewaltproblem zwischen rivalisierenden Banden und das wird meist auch erst nachts sichtbar. Touristen werden daher eher selten zum Opfer oder werden dies gar nicht migbekommen. Und genau so sieht es hier für mich aus. Wir lassen die Stadt hinter uns, ohne auch nur um Ansatz etwas Schlimmes oder Angstmachendes gesehen zu haben. Viel zu spät und bereits im Dunkeln erreichen wir La Ceiba.image-2015-09-25(84)Auch eine Stadt über die ich nicht viel Gutes gehört habe. Ich fühle mich sichtlich unwohl hier durch die Straßen zu fahren und das vorher gebuchte Hotel zu suchen. Navigation funktioniert in Honduras nicht.Gracias HondurasDer mitgebrachte ausgedruckte Google Übersichtsplan hat mit der Realität nicht viel zu tun. So irren wir umher durch dunkle Gassen und komische Gegenden. Nein, im Dunkeln werde ich sicherlich keine Ausflüge mehr machen das steht für mich fest, nachdem wir unser Hotel erreicht haben.image-2015-09-25(85)Es ist nichts passiert und wir haben auch nichts Schlimmes gesehen. Ich fühle mich nachts einfach nicht wohl und mein Bauchgefühl sagt mir, dass es besser ist, nur tagsüber unterwegs zu sein und daran halten wir uns ab sofort.image-2015-09-25(87)Unsere Road Trip durchs Honduras setzt sich fort. Wir fahren nur im Hellen und erleben ein wunderbares Land, welches all eine landschaftliche Schönheit offenbart. Welches mit geschichtlichen und kulturellen Highlights lockt und mit einer traumhafte Karibikküste aufwartet.Utila HondurasWir halten uns an die Sicherheitswarnungen, meiden Konfliktzonen und Nachtfahrten. Wir begegnen den angekündigten Straßenkontrollen, die in Honduras mehr als üblich sind und an festen Kontrollpunkten stattfinden.image-2015-09-25(86)Verstärkt findet man sie in Richtung La Moskita, denn das Gebiet gilt als Drogenanbauregion schlecht hin. Hier soll der „War against drugs“ der US-Armee sich einen direkten Kampf mit den Drogenbaronen liefern. image-2015-09-25(80)Da das Gebiet ohnehin nicht wirklich mit dem Mietwagen bereisbar ist und auch unter Einheimischen als gefährlich gilt, haben wir diese Gegend völlig aus unserer Planung ausgeklammert. Man muss es ja nicht provozieren.image-2015-09-25(96)Die Beamten an den Kontrollpunkten winken uns in der Regel freundlich durch, da sie sehen, dass wir Touristen sind. In der ganzen 16 tägigen Reise sind wir nur 1x kontrolliert worden und auch hier hat man uns respektvoll, freundlich und völlig fair behandelt. Honduras Copan RuinasWir fühlten uns dadurch nicht etwa bedroht. Im Gegenteil! Es gab uns ein Gefühl von Sicherheit und genau so sollte man diese Kontrollen auch sehen. Dani tauchenAm Ende unserer Honduras Reise steht fest: Wir haben uns zu keiner Zeit bedroht gefühlt, wir mussten keine Angst haben und Touristen bekommen in der Tat nichts mit von dem Kriminalitätsproblem des Landes.Honduras Copan Ruinas AraIch würde Jedem „Entdecker“ zu einer Reise nach Honduras raten und ihm ganz einfach ans Herz legen sich an die Warnungen und Sicherheitshinweise zu halten. Es ist kein Land für sicherheitsdenkene Pauschalurlauber, die ihre Zeit in abgeschotteten Anlagen verbringen. Dazu muß man nicht um die halbe Welt fliegen. Wer aber den Spirit, die sagenhaften Maya-Ruinen, die kleinen Geheimnisse und das Unterwasserparadies entdecken möchte, der ist hier genau richtig. Und der läßt sich hoffenltich durch all die schönen Bilder & Geschichten in diesem Artikel und meinem Blog zu einer Reise nach Honduras verführen.image-2015-09-25(97)Keine Nachtfahrten, Brennpunkte meiden und darauf hören, was die Locals empfehlen. Dann wird Jeder ein Land erleben, was sich als lohnendes Ziel darstellt und mit seiner Schönheit bezaubert.image-2015-09-25(98)Und hier meine ich auch explizit die Menschen, denn wir haben die Hondurianer als sehr freundlich, aufgeschlossen und hilfsbereit empfunden.Gracias HondurasWer dennoch Bedenken hat, dem empfehle ich den Austausch mit Menschen die das Land kennen. Schreibt mich oder andere Blogger an, nutzt das Internet zum Austausch mit Locals und dann hört man einfach auf sein Bauchgefühl. Danach entscheidet man sich für oder gegen eine Reise nach Honduras.Honduras Aguas Termales "El Presidente"Wer sich durch mich bestärkt sieht, dem empfehle ich meine einzelnen Artikel zur Inspiration und hoffe damit die Neugier auf dieses bezaubernde Land weiter zu wecken.image-2015-09-25(100)In diesem Sinne:

#Get up & enjoy

Pinterest_SanPedro_Honduras

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El Salvador? Bist du lebensmüde? Nein, nur weltoffen!

Ich erinnere mich noch sehr lebendig, es war 4 Uhr in der Nacht irgendwann im Januar 2014, als ich meinen Flug nach El Salvador buchte. Es war eine dieser Nächte in denen ich nicht schlafen konnte, mich umherwarf und letztlich doch zum Smartphone griff und auf Facebook surfte. Plötzlich tauchte da diese Meldung auf „Error Fares bei Iberia. Flüge für 350 EUR nach Lateinamerika“. Um ganz ehrlich zu sein, ich hatte keine Ahnung, was diese Region zu bieten hatte. Bisher war Zentralamerika für mich ein dunkler Fleck auf der Landkarte. Aber die Aussicht, so günstig so weit weg zu kommen, erschien mir sehr, sehr reizvoll.image-2015-08-27(8)Schnell also durchforstete ich das Netz nach Bildern, der Länder die angeboten waren, um einen Eindruck zu bekommen. Bei diesen Preisfehlern im Internet sollte man schnell sein, das wußte ich. Außerdem hatte ich noch Resturlaub den ich verbraten musste und konnte mir also ungezwungen einen Flug sichern.image-2015-08-27(9)Ok, El Salvador klingt doch spannend, die Stände sehen hübsch aus und die Terminvorgaben passen. Also, die Kreditkarte gezückt und gebucht! Mitten in der Nacht und ohne eine Ahnung, was genau mich da genau erwarten würde. Schnell noch einen Post auf Facebook hinterlassen, dass ich in 8 Wochen fliegen werde und dann, mit äußerster Zufriedenheit ein Schnäppchen gemacht zu haben, eingeschlafen.image-2015-08-27(1)Dafür das böse Erwachen dann am nächsten Morgen. Kommentare auf meiner FB Wall: „Sag mal spinnst Du? Du kannst doch nicht so einfach ohne Kenntnis nach El Salvador fliegen. Noch dazu alleine!“ oder „Wusstest du, dass das Land eine der höchsten Mordraten der Welt hat?“ Oder auch: „Du wieder! Dich kann man auch nicht alleine lassen! Informiere Dich mal beim Auswärtigen Amt über die Reisewarnungen, dann willst du da bestimmt nicht mehr hin.“image-2015-08-27(6)Mir ist schlagartig schlecht und Farbe habe ich auch keine mehr im Gesicht. Wieder starte ich Google und frage nach Sicherheit, Reisewarnungen und Gewalt in El Salvador. Prompt werde ich noch blasser. Ich hätte vielleicht nicht auf Bilder klicken sollen. Nicht schön, was man da sieht. Auch nicht, was das auswärtige Amt da von sich gibt. Es vergehen Stunden der Recherche, meine Gefühle fahren Achterbahn, meine Gedanken kreisen und in meinem Kopf dreht sich alles. image-2015-08-27(4)Inzwischen auch die ersten besorgten Anrufe meiner Facebookfreunde. Jeder will mir dieses Land ausreden. „Hast Du eine Reiserücktrittsversicherung?“ „Mach das bloß nicht“ „Ich könnte es ja verstehen, wenn Du nicht als Frau alleine reisen würdest, Hast Du denn niemanden der mit dir fliegen würde?“ NEIN, verdammt! Ich bin Single und es hat auch Niemand Bock mit mir in so ein Land zu fliegen. Mit so viel besorgten Freunden hatte ich nicht gerechnet. Ist ja wunderbar, aber führt bei mir zu Trotzreaktionen. image-2015-08-27(2)Ich bin kein kleines Kind mehr! Ich bin alleine nach Südafrika gegangen und habe dort gelebt. Das Land hat auch ein Gewaltproblem und ich bin unbeschadet zurück gekommen. Auch erinnere ich mich an das Gezeter vor meiner DomRep Reise. „Geh bloß nicht aus der Anlage! Da gibt es überall schwer bewaffnete Menschen und streunende Hunde“ Letztlich war ich nur außerhalb der Pauschalurlaubermauern aka der Hotelanlage und es war sehr, sehr toll! Also beschließe ich, auch nach El Salvador zu fliegen. Ich habe Afrika überlebt, dann schaff ich auch das. Ich werde mich gut vorbereiten, achtsam sein und mich an die Regeln halten.image-2015-08-27(5)Und das habe ich auch und nicht nur das! Ich habe ein ganz anderes El Salvador kennenlernen dürfen, als das was mir an Horrorgeschichten im Netz begegnet ist. Ich bin allerorts mir offenen Armen empfangen worden, habe neue Freund gefunden und so viel an Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft erfahren dürfen, wie noch in keinem Land davor. Die Herzlichkeit und Gastfreundschaft haben meine Reise ganz speziell gemacht und mir gezeigt, dass Statistiken nicht unbedingt etwas mit dem Leben und dem Alltag der Menschen in einem Land zu tuen haben.

#info

Speziell für Latainamerika läßt sich sagen, dass sich Kriminalität oft im Drogenmileu oder in Bandenkriegen finden lässt, mit denen der einfache Reisende eigentlich nie in Kontakt kommt. 

Wer also eine Reise in ein Land plant, der sollte sich ganz genau informieren und hier meine ich nicht nur die Seiten des auswärtigen Amtes, die geben zwar einen Einblick, wo die Probleme liegen, aber in keinem Fall zeigen sie auf, in wieweit mal als Reisender betroffen ist.

Meine Erfahrung zeigt, dass Reiseblogs die beste Möglichkeit sind, zu erfahren, wie es in einem Land wirklich aussieht. Dort bist du sehr schnell informiert, ob man sich sicher und wohl fühlen kann. Außerdem es gibt einen direkten Kontakt, bei dem Du nachfragen kannst, wenn Du dennoch unsicher bist. Meine Entscheidungen in ein Land zu reisen oder es zu meiden, hängen inzwischen nicht mehr an Preisschnäppchen, sondern an genau diesen Informationen. Wenn Einheimische oder Backpacker ganz klar sagen, dass es zu gefährlich ist, dann halte ich mich daran und reise nicht. Mit diesem Weg fahre ich sehr gut und bisher immer auch sehr sicher.

Top 10 Blogger Tipps für deine perfekte Reise

Reisen hat so viele Facetten und ich werde oft gefragt, was denn so am Wichtigsten ist. Ist es das Reiseland? Die Mitreisenden? Das Urlaubsbudget? Für mich sind es folgende Dinge, die ich dir gerne mit auf deine Reise geben möchte.

1. Informiere dich vor der Reise

Jedes Land hat seine Eigenheiten von der Sprache über die Kultur oder Gesundheit bis hin zur Sicherheit. Informiere dich vorab was im jeweiligen Reiseland zu beachten ist, wo es Risiken gibt (Malaria, Sicherheit) und was du besser vermeiden solltest. Wie zum Beispiel NoGo-Areas oder falsche Kleidung. Ein wenig Umsichtigkeit und der Austausch mit Locals werden dir helfen gut und sicher zu reisen. Das Internet macht es dir leicht, dich vorher zu informieren. Von Botschaftsseiten, über das Auswärtige Amt bis hin zum Kontakt mit Bloggern hast du alle Möglichkeiten dich schlau zu machen und vorbereitet zu sein.Camps Bay2. Gesundheit & Vorsorge sind das A&O

Eine Reise ist ruiniert, wenn man krank ist. Sei es weil man die Lebensmittel nicht vertragen hat, man sich im Flieger unterkühlt hat oder sich auf einem Actiontour verletzt hat. Bereite dich darauf vor und vermeide Risiken. Nötige Schutzimpungen, eine gute Krankenversicherung sowie Notfallmedizin und das nötige Geld auf der Kreditkarte sollten vorhanden sein. Ärzte werden im Ausland immer erst von dir bezaht. Du gehst in Auslage und bekommst das Geld zurück. Aber du mußt es eben erstmal haben, um eventuell lebenswichtige Behandlungen bezahlen zu können. Sei dir dessen bewußt. Gerade im Urlaub fängt man sich schneller Krankheiten ein, weil man die Hygiene nicht gewohnt ist oder die Nahrung nicht verträgt. Achte deshalb ganz besonders auch auf deine Vorsorge. Schau mal, ob dir der LINK hilft. Von sauberen Händen bis gereinigtem Trinkwasser! ABER vor allem: Geh rechtzeigig zum Arzt wenn du dich krank fühlst. Gerade bei einer Magen-Darm Geschichte dehydriert man sehr schnell und ist dann nicht mehr in der Lage alleine das Bett zu verlassen und sich in ein Krankenhaus zu begeben. Schau mal, ob dir der LINK hilft dich umfangreicher zu informieren. El Salvador3. Sicher dich finanziell ab

Auf Reisen wie daheim braucht man Geld zum Leben. Unterwegs kann es oft schwer sein an Bargeld heran zu kommen oder man wird beraubt und hat plötzlich keine Mittel mehr. In allen Fällen solltest du ein Backub haben, dass dich davor schützt mittellos dazustehen. Sei es durch Geld was du irgendwo sicher bei deinen Sachen versteckt hast oder eine zweite Kreditkarte. Das alles kann dich davor beschützen irgendwo zu stranden und auf Hilfe zu warten. Mehr Tipps wie das anstellen kannst hab ich dir im Link zusammengefaßt.Mietwagen Notrufnummer4. Hab ein Backup deiner Unterlagen & kenne die Sperrnummern

Deine Sicherheit ist neben Gesundheit das Wichtigste auf Reisen. Solltest du ausgeraubt werden und deines Geldes oder der Papiere beraubt worden sein, dann hilft dir eine Sicherungskopie. Leg von Reisepass über Buchungsdaten bis hin zu Kontodaten alles digital auf einer Cloud ab, damit du weltweit darauf Zugriff hast und dich im Notfall ausweisen kannst und schneller an neue Papiere kommst. Kenne die Sperrnummern für Kreditkarten und hab den Ansprechpartner deiner Bank parat. Kirche Honduras5. Packe leicht und belaste dich nicht

Es gibt fast nichts, was es nicht irgendwo auf der Welt zu kaufen gibt, warum also allen Kram mitschleppen? Weil es Komfort verspricht? Aber glaub mir es ist wesentlich praktischer mit Weniger zu reisen und wenn doch mal was Wichtiges fehlt, dann kauft man es sich. Reist du mit weniger, dann ist da nichts das dich belastet weil du es rumschleppen mußt. Nichts warauf du achten mußt, weil es wertvoll ist. Nichts was dich in deiner Bewegungsfreiheit einengt. Hast du mal wirklich drauf geachtet, wie viel man wirklich zum Leben braucht? Ist all das nötig, was du da auf deinem Rücken rumschleppen wirst? Ich habe dieses Prinzip inzwischen sogar auf mein Leben angepaßt. Was ich nicht in einen Rucksack für eine Weltreise packen würde, das brauche ich nicht. Dinge belasten! Diese Weisheit habe ich auf Reisen gelernt und nicht jeder versteht es gleich, aber wer die Wahrheit dahinter erkennt erleichtert sein Leben und das Reisen enorm.Utila Honduras Strand6. Achte auf Komfort bei Kleidung, Schuhen & Gepäck

Die richtige Wahl der Kleidung und vorallem des Schuhwerks kann für den Erfolg eines Trips maßgeblich verantwortlich sein. Schmerzende und zerschundene Füße tragen dich nirgendwo hin. Aber auch ein belastender Rucksack kann zur Qual werden. Teste deine Ausrüstung schon vor dem Urlaub auf kleineren Touren, lauf die Schuhe ein und pass die Kleidung auf das Klima des Reiselandes an.Mostar7. Reise langsam

Wir alle neigen dazu immer schneller durch unser Leben zu gehen und verpassen dadurch die Dinge die eigentlich wichtig ist. Genauso ist es beim Reisen. Es kommt nicht auf die Masse der Länder an oder die besichtigten Highlights, sondern auf das Erlebte. Das was ein Land, seine Kultur und die Menschen darin mit dir machen. Sich dafür Zeit zu nehmen macht Reisen ganz speziell. Also reise langsam und nimm dir Zeit für persönliche Erlebnisse.image-2015-10-068. Plan deine grobe Route aber verplane dich nicht

Das Schönste am Reisen ist es doch die Freiheit zu haben da bleiben zu können, wo es einem gerade gefällt. Wenn du Ziele auf deinem Trip hast, dann ist das gut und richtig, aber takte nicht alles allzustreng durch. Buch nicht alles vor und klammer dich nicht an einen strikten Zeitplan. Laß dich treiben, lass dich fesseln und inspirieren von dem was dich umgibt. Bleib länger wenn du es magst. Reise ab wenn es nicht deine Vorstellungen entspricht.Honduras Copan Ruinas9. Lass dich nicht ausnehmen

Es gibt viele kleine und große Gangster da draußen die es nur darauf anlegen dir das Geld abzunehmen. Besonders gilt das an touristischen Knotenpunkten wie Bahnhöfen, Flughäfen und Sehenswürdigkeiten. Hier kostet Transport für Neulinge oft mehr als das Doppelte, man verkauft dir Touren überteuert oder zieht dich ab bei Essen. Sei an diesen Punkten einfach immer besonnen. Transport zur Unterkunft kannst du vorab organisieren und auch Ausflugsanbieter lassen sich vorab ermitteln und vergleichen. Und auch das teure Essen an Eckpunkten kannst du umgehen! Pack dir nen Snack ein der dir hilft die Zeit zu überbrücken bis du in weniger touristischen Gegenden bist. Ein Hotdog am Eifelturm kostet schnell mal 8 EUR – ein paar Straßenecken weiter bekommst du für das Geld eine vollwertige Mahlzeit mit Getränk. image-2015-10-06(4)10. Vertraue nicht blind

Ich bin ein Menschenfreund und schließe gerne und oft neue Freundschaften auf Reisen. Naivität darf man sich hier allerdings nicht leisten. Besonders nicht als Frau. Sei also achtsam mit neuen Bekanntschaften und prüfe erstmal ob sie bestandhalten oder es Jemand darauf anlegt dich auszunutzen. Achte auf deine Drinks und darauf das dir niemand Drogen hinein tut oder dich abfüllt bis zur Besinnungslosigkeit! Gerade als Frau ist das sehr wichtig. Behalte stets die Kontrolle. Triff dich zunächst an öffentlichen & belebten Plätzen. Erst wenn sich jemand als zuverlässiger Begleiter herausstellt, dann nimm private Ausflüge und Einladungen an. Ich meine nicht, dass du paranoid sein sollst, einfach nur achtsam.Alkohol Beachbar BarFazit

Wenn man auf Reisen ein paar Vorkehrungen trifft, sich des Risikos bewußt ist und nicht naiv handelt, dann ist die Gefahr relativ gering zum Opfer zu werden oder im Notfall hilflos dazustehen. Deshalb sei einfach gut vorbereitet und dir wird auch die ein oder andere Unwegsamkeit nicht gleich den ganzen Urlaub vermasseln. Leben ist Risiko das ist klar, aber du kannst es minimieren und mit der richtigen Einstellung aus jeder schwierigen Situation leichter herauskommen. Nutze dazu meine Tipps und mach sie dir zunutze!

Ich wünsche dir allzeit gute und sichere Reise.

 

 

 

Pass vs. Visa – Wo brauche ich was?

Du hast einen deutschen Reisepass? Herzlichen Glückwunsch, denn damit steht dir die Welt quasi offen. Denn mit deinem Dokument genießt du in 173 Ländern die Visumsfreiheit. Das spart dir Zeit, Nerven und jede Menge Bearbeitungsgebühren.

Ein Visum ist im Grunde einen Bestätigung eines Landes, ob du willkommen bist oder eben nicht. Es besagt, ob du ein- oder durchreisen darfst oder ob dir sogar ein Aufenthalt erlaubt ist. Jeder Einreisestaat bestimmt in der Regel selbst wie er Staatsangehörige anderer Länder der Visumpflicht unterwirft oder sie davon befreit.

Der deutsche Paß ist neben Großbrittanien auf Platz eins der Rangliste der Pässe, die den wenigsten Visa-Beschränkungen unterliegen. In der Regel hängt es von den diplomatischen Beziehungen ab, wie die Formalitäten zur Einreise aussehen.

Sprich, es git die sogenannte Reziprozität und grob bedeutet das „So wie du mich behandelst, behandle auch ich dich.“ Dieses Prinzip zur Einreisevereinfachung haben sich viele Staaten zu Nutze gemacht und Bürokratiehürden abgebaut. Wir vertrauen anderen Nationen und andere Länder vertrauen uns, damit fallen Einschränkungen oft ganz weg.

image-2015-09-09(2)Aber wie erfährt man denn nun, ob man nur seinen Pass oder ein Visa braucht?

In der Regel wird dich das Reisebüro gut beraten können, in dem du deine Reise gebucht hast. Ein Online-Anbieter wird Dir wahrscheinlich eher weniger  eine Hilfe sein oder Du findest die Angaben dann im Kleingedruckten.

Ein nettes Tool mit dem du ein gutes Gefühl bekommst, wieviel dir dein deutscher Paß nutzt und wohin du überall damit reisen kannst, ist die Website „visamapper.com“. Allerdings wird dir dort keine 100% Sicherheit auf die Aktualität der Daten gewährt.

Grundsätzlich erhälst du auf den Seiten des Auswärtigen Amtes oder bei Botschaften des Reiselandes bzw. deren Konsulaten eine verlässliche Auskunft darüber, ob du ein Visum benötigst oder nicht. Auch erfährst du, wie lange du dieses vorab beantragen mußt und ob du neben dem Visa auch bestimmte Impfungen oder Gesundheitsnachweise benötigst. Die „Visa-Verlaufsfrist“ ist besonders wichtig, wenn du Reisen über mehrere Länder planst. Hier empfielt sich unter Umständen die Anschaffung eines zweiten Reisepasses.

Wie du nun gerade erfahren hast, brauchst du für die meisten Länder dieser Welt ohnehin kein Visa und für den Rest hoffe ich, sind dir die aufgeführten Möglichkeiten eine Hilfe. Ich wünsche dir allzeit eine gute und sichere Reise!

So und nun: #get up & travel!

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Honduras? Was zur Hölle wollt ihr da?

„Honduras? Was zur Hölle wollt ihr da? Das Land ist extrem gefährlich, die Kriminalitätsraten sollen noch schlimmer, als die von Ciudad Juárez in Mexiko, sein. Regenwald und Touristenattraktionen sind unter der Kontrolle von terrorisierenden Banden wie der „Mara Salvatrucha 13“ − so schallt es aus dem Freundeskreis und auch das Auswärtige Amt warnt: „Honduras ist das Land mit der weltweit höchsten Mordrate.“

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Also was will ich da? Vielleicht der Welt zeigen, dass es ein phantastisches Land ist, mit freundlichen Menschen, faszinierenden Landschaften und einer Geschichte, die bis zu den Mayas zurück geht. Ich lass mich von solchen Warnungen nicht bremsen, obgleich sie mir natürlich zu denken geben und mich achtsam sein lassen. Aber ich habe in Südafrika gelebt, welches die höchste Vergewaltigungsrate hat und ich war als Backpacker in El Salvador, was ebenfalls hoch gelistet ist, in der Gewaltstatistik. Beides alleine als Frau. Und das alles war überhaupt kein Problem. Denn wenn man sich mit dem Konflikten eines Landes auseinandersetzt, dann merkt man auch schnell, dass es Touristen oft gar nicht betrifft.Honduras Goucho So auch in Honduras. Ja, es gibt Banden & Drogenkriege im Land, aber wir haben uns nicht in die Brennpunkte begeben, wir haben Nachtfahrten vermieden und genauso Orte, vor denen uns Einheimische gewarnt haben. Uns sind die regelmäßigen Straßenkontrollen der Polizei aufgefallen, aber das hat uns eher Sicherheit vermittelt und als Tourist wurden wir ohnehin immer freundlich durchgewunken. Und um es noch mal ganz deutlich zu sagen: Wir haben uns zu keiner Zeit unsicher gefühlt. Man muss auch nicht ständig wachsam sein oder Sorge haben, beraubt zu werden. Das ist hier alles kein Thema. Touristen bekommen wirklich überhaupt nichts mit, von den im Vorfeld diskutierten Themen.

IMG_5045Honduras hat sich für uns von einer Perspektive gezeigt, die allen Vorurteilen und Statistiken trotzt. Das Land hat unglaublich offene, hilfsbereite und lebensfrohe Menschen, die Vielfältigkeit und Schönheit der Landschaft ist von so überwältigende Schönheit, dass es schwer fällt, sich nicht zu verlieben.IMG_4166

Verlieben in märchenhafte Ruinenstätten, karibische Traumstrände, farbenfrohe Häuser, verwunschene Nebelwälder oder in die bunte Unterwasserwelt des Belize Barrier Reef. Ich glaube, wenn ein Taucher, ein Architekt, ein Ornithologe, ein It-Girl und ein Archäologe zusammen hier Urlaub machen würden, wäre es trotzdem für alle perfekt. Und so geht es auch mir. Bis heute lässt mich dieses Land nicht los und ich träume mich zurück in die Zeit in Honduras.

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Neugierig geworden? Begleitet mich in meinem Blog zu den einzelnen Stationen und erfahrt mehr über das faszinierende Land in Zentral-Amerika.

Die miese Seite der Welt. Ethik auf Reisen

Ist es vertretbar in so ein Land zu reisen?” − diese Frage beschäftigt mich immer wieder. Wobei “so ein” immer recht breit gefasst ist. Mich schrecken Sicherheitswarnungen vom Auswärtigen Amt nicht davon ab, in Länder zu reisen, vor denen offiziell gewarnt wird. Ich wäre sonst nie in El Salvador gelandet. Hätte nie erfahren können, wie atemberaubend schön die Natur ist und wie unglaublich offen und lieb die Menschen dort sind. Was mich wirklich davon abhält in bestimmte Länder zu reisen, ist die Ethik mancher Staaten. Kind straßeIch reise nicht, um alle Länder dieser Welt gesehen zu haben. Ich möchte Nationen, Staaten & Kontinente entdecken, um ihre Kultur, ihre Werte und Menschen kennen zu lernen. Und natürlich die Flora & Fauna zu bestaunen. Aber in der Tat, ist mir der Kontakt zu Menschen auf Reisen sehr wichtig und es vergeht keine Reise, wo ich diesen nicht suche. Deshalb mache ich mir bei der Auswahl meiner Urlaubsziele auch Gedanken, um deren ethnische Aspekte.DomRep,So wollte ich lange nicht nach Indien reisen, wegen der Horrormeldungen über Vergewaltigungen. Dann habe ich recherchiert und rausgefunden, dass die Vergewaltigungsrate umgelegt auf die Einwohner, doch einiges relativiert. Und jetzt haltet Euch fest, denn demnach hat Deutschland eine doppelt so hohe Vergewaltigungsrate wie Indien. Diese Information hat mich fast umgehauen und ich denke, die wenigsten wissen das. Was dort passiert verurteile ich immer noch aufs Schärfste, aber ich würde jetzt nach Indien reisen. Auch habe ich mich mit Menschen ausgetauscht, die in Indien unterwegs waren oder dort gelebt haben. Und auch das hat mein Bild entscheidend verändert und dazu beigetragen, dass ich jetzt weiß, wie man sich dort verhalten sollte, um sicher zu reisen.Fortaleza, BrasilienAber es gibt natürlich noch unzählige Beispiele für Länder die meiner Wertewelt nicht standhalten. So lehne ich es zutiefst ab, wenn Frauen keinerlei Rechte haben, wenn Wale bestialisch abgeschlachtet oder Kinder gezielt ermordet werden.KindIch sehe das so: Als Reisender bringe ich Geld ins Land und unterstütze damit die Volkswirtschaft aka auch die Regierung. Und so lange die keinen Einfluss nimmt oder selbst ihr Handeln ändert, gibt es von mir kein Geld und auch keine mediale Unterstützung. Denn jede Reise wird heutzutage ja auch von SocialMedia begleitet und animiert vielleicht zum Nachreisen.FärörInselnIch erkenne sehr wohl an, dass es in vielen Ländern Probleme gibt, die sich so einfach nicht lösen lassen. Die religiöse, geschichtliche oder traditionelle Ursachen haben und deshalb begründet von vielen in Frage gestellt werden.image-2015-12-07(4)Meine geschätzte Mutter zum Beispiel reist in keine Länder, in denen es Slums gibt. Und das obwohl es Armensiedlungen überall auf der Welt und inzwischen sogar in Berlin gibt. Ich denke nicht, dass man sich vor Armut verschließen sollte. Denn gerade da, kann der Tourismus zum Wandel & gegenseitigen Verständnis beitragen. Was ich persönlich in Afrika oder Brasilien erlebt habe.Slum KapstadtFür mich dürfen es demnach sogar sehr gerne Länder sein, die in unserer Wertewelt als Drittland oder Schwellenland bezeichnet werden. Weil ich mit meiner Reise dann vielleicht die Lebensumstände der Menschen verbessern kann. Weil ich durch Social Media die Möglichkeit habe, mehr Menschen für ein Land zu begeistern, selbst wenn es arm ist und das ist eben mein Beitrag zu Ethik auf Reisen.image-2015-09-25(84)Andererseits haben mich auch schon Staaten auf Grund ihrer Werte so sehr fasziniert, dass ich sie bereisen möchte. Costa Rica zum Beispiel, denn dort legt man gesteigerten Wert auf den Tierschutz. So wurden zum Beispiel alle Zoos geschlossen und die Tiere in die Freiheit entlassen. Siehe Link.Vogel HondurasOder das Beispiel „Uruguay„: Der ehemalige Präsident des Landes ist mein Vorbild und wegen ihm habe ich das Land in Südamerika bereist. Seine Ansichten, Visionen und seine Lebenseinstellung faszinieren mich und ich wollte herausfinden, wie sich das auch in Uruguay selbst wiederspiegelt.


Ich akzeptiere, dass jeder seine eigenen moralischen und ethischen Werte festlegt. Jeder muss selbst wissen, was er vertreten kann. Bis wohin er noch in den Spiegel schauen kann und will. Ich wünsche mir einfach, dass man auch beim Reisen hinterfragt, ob es vertretbar ist. Natürlich kann man argumentieren, dass man ja nur ein kleiner Reisender ist, der an der politischen Lage nichts ändern wird. Aber vergleichen wir das doch mal mit einem Einkauf von Kleidung, die von Kinderhänden genäht wird. „Wenn ich diese Hose jetzt nicht kaufe, dann ändert sich für das Kind trotzdem nichts“. ABER Du vergißt, dass du eine(r) von VIELEN sein kannst. Wenn Millionen Menschen diese Hose boykottieren und den Hersteller zu besseren Arbeitsbedingungen drängen, dann ändert sich auch etwas für das Kind. Überdenke wie es wäre, wenn wir alle unseren Unmut über Menschenrechte und Tierquälerei kundtun. Wieviel könnten wir erreichen, wenn wir alle endlich für eine bessere Welt einstehen könnten, als nur egoistisch an uns zu denken?

Oder wie Ghandi sagen würde:

„Be the change you want to see in the world!“


Wie seht ihr das?
Reist ihr überall hin, weil ihr Lust darauf habt oder wählt ihr eure Ziele auch moralischen Grundsätzen aus, so wie ich?

#info*Quelle: http://www.theintelligence.de/index.php/gesellschaft/volksverdummung/5108-in-deutschland-werden-mehr-frauen-vergewaltigt-als-in-indien.html

Achtung, Statistiken ändern sich jedes Jahr. Was zu meiner Recherchezeit galt, muss heute nicht mehr gelten. Macht euch bitte selbst auf die Suche nach aktuellen Zahlen & vergleicht verschiedene Quellen.