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Fliegen in Brasilien – Das solltest du beachten!

Brasilien hat die Größe mancher Kontinente. Wer weite Strecken im Land zurück legen will, sollte statt dem Bus aufs Flugzeug umsteigen. Welche Airlines empfehlenswert sind und was besonders zu beachten ist, verrate ich hier:

FLUG-PREISE

Die Preise für Inlandsflüge sind in der Regel sehr günstig. Im Schnitt würde ich sagen zwischen 80-120 EUR wenn man nicht zu kurzfristig bucht. So gelangt man zum Beispiel schnell und günstig von den Iguazu Wasserfällen ins Regenwaldgebiet um Manaus. Eine Strecke die mit dem Bus zwar machbar ist, aber sicherlich wenig sinnvoll.IMG_6346

AIRLINES

Die wichtigsten Airlines in Brasilien sind sicherlich GOL, AZUL und TAM. Aber natürlich gibt es auch noch andere Fluglinien die genutzt werden können:

Avianca www.avianca.com
AZUL www.voeazul.com.br
GOL www.voegol.com.br
TAM www.tam.com.br
Trip www.voetrip.com.br
Webjet www.webjet.com.br

Flugbuchung

Airlines wie TAM. AZUL oder GOL fliegen die meisten brasilianischen Flughäfen an. In der Regel auch mehrmals täglich. Wer direkt bei diesen Airlines bucht, fliegt meistens günstiger als wenn Flugbuchportale benutzt werden. Die Websiten der Airlines gibt es häufig auch  in englisch, ganz optimal ist das aber noch nicht, so dass man immer wieder mit der Muttersprache „porutugiesisch“ konfrontiert wird. Mit Übersetzungsprogrammen kommt man hier aber gut ans Ziel. Kreditkartenzahlung hat bei mir immer reibungslos funktioniert. Sollte dies nicht der Fall sein geht man in ein Reisebüro.IMG_6341

ZWISCHENLANDUNGEN

Je nachdem wie exotisch das Flugziel ist, muss damit gerechnet werden, dass man Umwege aka Zwischenlandungen in Kauf nehmen muss. Für eine Strecke die im Grunde 3h Flugzeit entfernt ist, wird man über größere Drehkreuze geleitet und so kann es auch gut sein, dass man 17h unterwegs ist. IMG_6366

SICHERHEITSKONTROLLE

Sicherheitskontrollen sind im Ausland oft etwas lascher als in Europa. So habe ich es auch in Brasilien gerade bei Inlandsflügen empfunden. So musste ich das Laptop nicht extra auspacken und eine kleine Flasche Wasser im Handgepäck wurde auch nicht moniert. Verlassen würde ich mich darauf aber nicht.

VERPFLEGUNG IM FLUGZEUG & KOMFORT

TAM ist die wohl beste Airline in Brasilien fliegt aber in der Regel nur die großen Flughäfen im Land an. AZUL bietet etwas mehr Zusatzleistungen als GOL. Zum Beispiel bekommt man den Kaffee gratis und nicht nur Öko-Kekse und Wasser wie bei GOL. Großartige Preisunterschiede gibt es dennoch nicht. Hier sollte man genau abwägen, wie Flugzeiten, Preis und Verpflegung den eigenen Vorstellungen entsprechen.

KLIMAANLAGE

Die Flugzeuge sind klimatisiert. Der Südamerikaner mag es in der Regel eher frisch und deshalb wird oft stark runter gekühlt. Decken gibt es in der Regel keine im Flieger, daher sollte man sich entsprechend kleiden oder eine Decke dabei haben.

FLUGHÄFEN

FLUGSTEIG-WECHSEL

GANZ WICHTIG beim Fliegen in Brasilien ist, dass sich die Flugsteige gerade auf den großen Flughäfen wie Sao Paulo, Belem, Belo Horizonte oder Brasilia häufig kurzfristig ändern oder oft gar nicht mehr ausgeschrieben sind. Besonders wenn es zu Verspätungen der Flüge kommt, solltest du besonders ein Auge auf die sich wechselnden Anzeigen haben und ggf. beim Flughafenpersonal nachfragen. Englischsprachige Durchsagen sind eher die Seltenheit. Man sollte also etwas auf Zack sein und sich nicht drauf verlassen, dass alles so gut durchorganisiert ist, wie in Deutschland.IMG_6350

SPRACH-BARRIERE

Trotzdem es sich um internationalen Flughäfen handelt, wirst du eher selten jemanden finden, der englisch spricht und dir bei Fragen weiterhelfen kann. Das gilt selbst für Stewardessen oder Mitarbeiter des Service-Telefons. Dieses ist zwar in englisch angeschrieben, uns ist es aber schon mehrfach passiert, dass aufgehängt wurde, weil man nur in portugiesisch kommunizieren wollte. In Brasilia gibt es extra einen Schalter für international Fliegende und bei Problemen sollte man sich dahin wenden. Oft hilft es andere Reisende (in der Hauptsache Businessleute oder Studenten) anzusprechen, da hier die Chancen gut stehen, dass sie als Übersetzer fungieren können.

WLAN

Wlan funktioniert meiner Erfahrung nach ganz gut auf den Flughäfen in Brasilien. Nicht unbedingt in der Schalterhalle, aber in der Regel in den Wartehallen.

VERPFLEGUNG IM FLUGHAFEN

Meiner Erfahrung nach ist die Verpflegung, gerade auf den kleineren Flughäfen, in den Schalterhallen oft besser als in den Wartehallen. Da gibt es oft nur 1-2 Verkaufsstände mit immer den gleichen „Backwaren“. Wer viel Umsteigezeit hat, sollte die Wartehalle verlassen und sich in den Schalterhallen nach etwas mehr Angeboten umschauen und danach wieder durch die Sicherheitskontrolle zurück zum Abflugsteig kehren.

FAZIT:

Wer weiß, wo er welchen Flug günstig und mit guten Service bekommt, der wird sich leicht tun sich in Brasilien per Flugzeug zu bewegen. Wer noch dazu die Hinweise für die Flughäfen beachtet, der wird auch drumherum ein positives Erlebnis haben.

 

 

 

Roatán – eine Insel, ein Privatjet und ein Wanne-be-Pilot

Nein, eigentlich wollten wir nicht nach Roatan, der größten der karibischen Inseln der Bay Islands. Zu befremdlich erschien uns der Gedanke hier auf amerikanische Touristenmassen zu treffen. Aber irgendwie sind wir dann doch da gelandet und gelandet kann man hier wörtlich nehmen!image-2015-09-25(89)In unserer Unterkunft in Trujillo haben wir nämlich Larry kennengelernt. Er betreibt mit seinem Sohn, einem Piloten, den kleinen Flughafen der Stadt und bietet Rundflüge an. Als er und seine Frau sich auf Fernreise zum Flughafen nach Roatan fliegen ließen bot es sich für uns an, die Beiden zu begleiten und in den Genuss eines mehr oder weniger Privatjets zu kommen. image-2015-09-26(9)Ich liebe fliegen und war deshalb gleich Feuer und Flamme bei der Idee nach Roatan überzusetzen. Der Flughafen alleine ist unter Aviationliebhabern ein Highlight, da er direkt am Meer liegt und man einen traumhaften Blick auf das Atoll im An- und Abflug genießen kann.
image-2015-09-26(1)Meine Begeisterung kennt keine Grenzen wenn es ums Fliegen geht und so bin ich früh auf den Beinen, weil ich den Abflug kaum erwarten kann. Als wir gegen 10 Uhr das kleine Flugzeug besteigen strahlen meine Augen vor Freude, mein Herz pochert wild und ich grinse wie das sagenumwogene Honigkuchenpferd.image-2015-09-26(7)Die Maschine rollt auf die Startbahn, die eigens für unseren Flug von Passanten geräumt wird. Denn Trujillos Flughafen ist gleichzeitig der Anfahrtsweg zu Hotels und Unterkünften. Ein Rollfeld mit Mehrfachnutzen sozusagen.image-2015-09-26(20)Der Pilot startet die Maschine, spricht mit dem Tower und holt Starterlaubnis ein. Das Gefährt nimmt an Geschwindigkeit zu, drückt sich vom Boden ab und startet zu seiner Berufung. Ich klebe derweil mit der Nase am Fenster fest, lausche den Geräusche der Maschine und beobachte den Piloten bei seiner Arbeit. image-2015-09-26(3)Einen kurzen Schwenk über den Küstenstreifen und wir befinden uns auf dem Meer zwischen Trujillo und Roatán. Die wenigen Kilometer legt die Maschine in 20 min. zurück und ich starre weiterhin aus meinem Fenster. image-2015-09-26(4)Dieses Hochgefühl durch die Lüfte zu schweben, die Welt von oben zu sehen und den Wolken zum Anfassen nah zu sein lässt sich kaum mit Worten beschreiben. Ehe ich mich versehe befinden wir uns schon im Landeanflug auf Roatan und dieser gestaltet sich in der Tat als Highlight.image-2015-09-26(5)In türkisblaues Wasser gebettet erhebt sich die Insel aus dem Meer, Palmen säumen den Küstenstreifen und die Landebahn hat eine geradezu majestätische Anmutung.image-2015-09-26(21)Wieder verfolge ich die Kommunikation des Piloten mit dem Tower, beobachte sein Tun im Cockpit und die Reaktionen des Fliegers. Die Maschine wird gedrosselt, wir verlieren an Höhe, das Fahrwerk fährt aus und setzt butterweich zur Landung auf. image-2015-09-26(11)Ein leichtes Seufzen durchfährt mich „Schade, schon wieder vorbei“ höre ich mich sagen. image-2015-09-26(15)Und obwohl Roatán einen internationalen Flughafen hat und von großen Fliegern aus Houston, Atlanta, Miami, New York oder Toronto angeflogen wird, ist das Terminal verhältnismäßig klein und mit nur wenigen Schalten auch sehr überschaulich. image-2015-09-25(90)Nach einem Tag mit Endteckungstour geht es gegen 17 Uhr für uns zurück aufs Festland. Als Privatreisender genießen wir bevorzugte Abfertigung und wir können entspannt übers Rollfeld zur Maschine laufen. Wo gibt’s noch so was? Ich bewundere und fotografiere die geparkten Maschinen und freue mich, das auch ds hier möglich ist. In manchen Ländern steht sogar das Fotografieren auf dem Rollfeld auf Strafe.Privatjet Flugzeut FliegenNachdem uns Larry auf dem Rückflug nicht begleitet und seinem Sohn assistiert ist der Platz neben dem Piloten frei geworden und meine Stunde hat geschlagen. Ich darf beim Piloten vorne sitzen. image-2015-09-26(8)Viel Platz ist in so einem Privatjet nicht gerade und man muss sich schon einiger Maßen durchkämpfen um ins Cockpit zu gelangen. Aber nichts in der Welt könnte mich jetzt mehr davon abhalten in der allerersten Reihe auf dem Co-Piloten Platz zu sitzen.image-2015-09-26(22)Standesgemäß bekomme ich die Kopfhörer auf, eine Sicherheitseinweisung und das Mikrofon wird gecheckt. Daumenhoch und startklar. Diesmal lausche ich nicht nur dem Piloten, sondern auch den Anweisungen des Towers. Spannend ist das!image-2015-09-26(12)Genau wie all die Knöpfe im Cockpit. Am liebsten würde ich alle selbst ausprobieren. Auf Rücksicht auf die Mitreisenden lass ich das aber lieber bleiben:)image-2015-09-26(6)Wir rollen auf die Startbahn, die mir jetzt noch schöner erscheint. Wieder werden die Turbinen gestartet, wird Fahrt aufgenommen und setzen wir zum Abheben an. Die volle Power der kleinen Maschine wird spürbar, als sie vom Boden abhebt und sich ihren Weg in die Lüfte bahnt. „Wow ist das toll!“ In dem Moment bin ich der glücklichste Mensch auf Erden oder besser in der Luft.image-2015-09-26(14)Mein Strahlen bleibt nicht unbemerkt. Daniel der Pilot sieht mir meine Begeisterung an und bittet mich unter einem Vorwand doch mal eben das Flugzeug zu steuern. Fest umklammere ich den Steuerknüppel. Ehrlicherweise muss man da nicht viel tun und dennoch ist es ein erhabenes Gefühl zu wissen, dass man gerade ein Flugzeug steuert.image-2015-09-26(16)Wenn ich vorhin schon so glücklich war, was bin ich dann jetzt? Ich genieße den Moment, das Dahingleiten, das Vorankommen, das Fliegen. Meine Mundwinkel bilden ein Dauergrinsen, mein Herz hüpft und meine Augen strahlen nur so vor Glück. Für mich gibt es definitiv nichts Schöneres als Fliegen.image-2015-09-26(17)Daniel übernimmt wieder das Steuer, wir drehen eine extra Runde über Trujillo, das Resort seiner Eltern und steuern dann den kleinen Flughafen an. Der gerade wieder von Leuten bevölkert ist, die quasi im letzten Moment registrieren, dass über ihnen gerade eine Maschine zur Landung ansetzt.image-2015-09-26(13)Und das ist jetzt kein Märchen! Das Paar, was sich vor uns auf dem Rollfeld befindet duckt sich, als sie die heranschwebende Maschine bemerken. Wann und wo erlebt man mal so was? Als die Maschine aufsetzt bin ich glücklich und traurig zu gleich. image-2015-09-26(16)Am liebsten hätte ich noch den Atlantik überquert, so begeistert bin ich von diesem Erlebnis aber jedes Abenteuer findet eben ein Ende und so verlasse ich etwas wehmütig den Jet. Mein Freund schließt mich liebevoll in den Arm, er weiß zu gut wie ich mich gerade fühle.image-2015-09-26(19)Noch am Abend im Bett träume ich mich zurück ins Cockpit und in den Himmel über dem Meer. Froh und dankbar für dieses wunderbare Erlebnis.

Namibia Ι Reisevorbereitung – Papiere, Geld & Kreditkarten

Jeder Reise benötigt ein gewisses Maß an Vorbereitung. Dabei ist es hilfreich ein paar Informationen aus dem Urlaubsland zu haben. Ich habe dir meinen Erfahrungsschatz aus Nambia aufgeschrieben und gebe dir auch noch ganz persönliche Tipps, die dir helfen sollen, deine Traumreise nach Nambia zu planen!

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Papiere

Gültige Reisepapiere sind ein unabdingbares Muss für jeden Auslandsbesuch. Eine Visumspflicht besteht für Namibia nicht. Bei Einreise ins Land erhält man eine Aufenthaltsgenehmigung von bis zu 90 Tagen. Der Pass muss noch mindestens 6 Monate über den geplanten Ausreisetag gültig sein und es muss noch mindestens eine Doppelseite für die Ein – und Ausreisestempel enthalten. Am Flughafen ist das übliche Einreisepapier auszufüllen.

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Mietwagen & Internationaler Führerschein

Außerdem ist bei Mietwagentouren das Mitführen Führerscheins und des internationalen Führerscheins ein absolutes Muss. Da gibt es auch keine Diskussionen, dass man den ja bisher noch nie irgendwo vorlegen musste. Im Schadensfall hat man ohne ihn keine gültigen Papiere dabei und verliert den Versicherungsschutz. Siehe hierzu mein Artikel in Link. Der Mietwagenvoucher muss in der Regel ausgedruckt vorgelegt werden. Der Vermieter behält sich das Recht vor, sonst den Schlüssel einzubehalten. Genau wie vom Flugticket sollte man auch hier Original und Kopien bei sich führen.

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Krankenversicherung

Auch eine Reisekrankenversicherung am besten mit Rücktransport, halte ich wie immer für sinnvoll. Wie schnell verstimmt man sich den Magen, hat sich im Flieger eine Ohrenentzündung oder in der Wüste eine Augeninfektion zugezogen. Selbst bei solchen vermeintlichen Kleinigkeiten kann ein Arztbesuch schnell teuer werden und die Reisekasse belasten. Daher ist es immer ratsam sich sinnvoll abzusichern.

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Geld

In Namibia sind der Namibia Dollar und der Südafrikanische Rand gleichwertige Zahlungsmittel. Touristen dürfen unbegrenzt Namibia Dollar einführen und auch ausländische Währungen unterliegen keiner Beschränkung. Bei besonders hohen Beträgen muß allerdings der Nachweis erbracht werden, woher das Geld stammt. Auch reise ich immer mit einer Hand voll US-Dollar und habe damit gute Erfahrungen gemacht. Wer an eine Weiterreise nach Zimbabwe oder Zambia denkt, sollte ohnehin ein paar Dollarscheine in der Tasche haben.

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Geldabheben am Flughafen

Am Flughafen von Windhoek gibt es 2 Schalter, an denen es oft zu langen Warteschlangen kommt. Auch gibt der Automat dort nur einen limitierten Betrag aus. Auch habe ich es im Ausland schon erlebt, das die Automaten am Flughafen wegen der erhöhten Nachfrage gar kein Bargeld mehr hatten. Daher empfiehlt es sich das Geld noch vor der Abreise bei der Hausbank zu bestellen. Auch hier ist es ratsam dies rechtzeitig vorab zu tun, da kleinere Banken ausländische Devisen fast nie vor Ort haben. Wer über Johannesburg fliegt, kann sich auch da mit südafrikanischen Rand eindecken.

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Bargeld

Bargeld sollte immer nur in ausreichender Menge mitgeführt werden. Ich rechne immer so, dass ich mindestens 2 Tage überbrücken kann. Also Geld für 2 Unterkünfte, Sprit, Essen und für Eintrittsgelder. Im Schnitt plane ich mit 200-400 EUR und bin in der Vergangenheit mit dieser Praxis sehr gut gefahren.

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Kreditkarte

Meine Kreditkarte ist neben der Kamera das wichtigste Utensil auf Reisen. Sie wird weltweit akzeptiert und auch in Namibia ist es sie das sicherste, schnellste und neben Bargeld, das am meisten akzeptierte Zahlungsmittel. Bezahlungen mit Kreditkarte sind in Namibia sowie im restlichen Afrika normal und werden daher in fast allen Hotels und Geschäften akzeptiert. Für kleinere Privatunterkünfte oder Farmshops rechnen sie sich oft nicht, hier sollte Bargeld in ausreichender Menge mitgeführt werden. Master Card & Visa werden sind am gängigsten. Diner und American Express werden weniger gerne gesehen, da sie für die Betreiber oft mit hohen Gebühren belegt sind.

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Tankstellenbezahlung

Tankstellen in Südafrika akzeptieren fast ausnahmslos die Kreditkartenzahlung, anders in Namibia. Hier kann erst seit 2012 an ausgewählten Tankstellen bargeldlos bezahlt werden. Man findet sie zumeist an den touristischen Strecken und man sollte sich vorab erkundigen, welche Bezahlart akzeptiert wird. Meine Erfahrung war allerdings die, dass wir immer bar zahlen mußten. Es empfielt sich also auch hier genügend Cash einstecken zu haben. UPTATE 2017: Ein Bekannter hat mir erzählt, er konnte überall problemlos mit Karte zahlen.

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Bankkarte

Bankkarten werden im Ausland nur noch sehr selten akzeptiert. Zwar kann man sie in Namibia an Geldautomaten (ATM´s) nutzen, aber es sollte unbedingt auf das Maestro oder Cirrus-Symbol auf der Karte geachtet werden. Die V-Pay Karte von Volksbanken wird in der Regel nur in Europa akzeptiert.

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Hausbank im Heimatland

Die Hausbank sollte in jedem Fall über die Reise informiert sein. Gerade Bankkarten funktionieren oft erst nach einer Freischaltung für das jeweilige Reiseland. Meine Bank verwies explizit darauf, dass Maestro-Karten gerade in Afrika sehr oft mißbraucht würden und riet mir von deren Einsatz ab.

Kreditkarten werden oft vorsorglich gesperrt, da man der Annahme ist, ein Einsatz im Ausland passt nicht zum normalen Einsatz. Oder sie ist freigeschalten, aber nur nach telefonischer Rücksprache mit dem Kreditkartenunternehmen lassen sich höhere Summen bezahlen. Bei einem längeren Hotelaufenthalt kommt man so schnell in die Verlegenheit die Bank kontaktieren zu müssen. Schlecht, wenn man auschecken will und im Heimatland bereits Feierabend oder Wochenende ist.

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Banken in Namibia

Der Umtausch von Währungen oder das Abheben von Bargeld funktioniert in der Regel problemlos. An den PIN für die Karten sollte gedacht werden. Manche Unternehmen verlangen diesen auch für die Kreditkarte. Die Geldausgabe sollte direkt am Schalter geprüft und ggf. reklamiert werden.

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Geldautomaten

Weltweit nimmt der Betrug an Geldautomaten dramatisch zu, daher ist es ratsam sich Geldautomaten zu suchen, die an Banken angeschlossen sind und durch Kameras überwacht werden. NIEMALS ist es ratsam irgendwo an einem Außenschalter in der Nacht Geld zu ziehen. Skeptisch sollte man sein, wenn der Automat mit Folie überklebt ist oder sonst irgendwie suspekt aussieht. Die weltweit gültige Banksperrnummer 0049-116116 oder 0049-30-40504050 sollte im Notfall direkt gewählt werden damit ein finanzieller Schaden abgewendet werden kann.

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Persönliche Tipps

Ich führe auf Reisen immer Kopien aller wichtigen Papiere (inkl. der vom Flugticket) und Karten bei mir und habe diese auch digital in einer Cloud abgelegt. Im Notfall kann ich so schnell meine Identität nachweisen und bekomme die nötige Hilfe.

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Ich habe immer zwei verschiedene Kreditkarten dabei. Eine Maser und eine Visa-Karte. Wird ein System nicht akzeptiert oder funktioniert temporär nicht, dann kann ich mir das Andere zu Nutze machen.

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Meine Karten halte ich immer getrennt voneinander. Bei Verlust kann ich so immer noch auf die zweite Karte zurückgreifen. Genauso halte ich es auch mit Originaldokumenten und deren Kopien.

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Müssen Karten gesperrt werden, dann ist es zwingend notwendig die Angaben auf der Karte zu kennen. Sprich Kontonummer, IBAN, Bankzugehörigkeit. Auch diese Daten sollte man irgendwo parat haben, wenn man sie nicht im Kopf hat. Auch ist es ratsam die Telefonnummer und den Ansprechpartner der Hausbank mit sich zu führen und diese im Notfall parallel zu informieren.

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Ich hoffe, dass all diese Tipps dir helfen sicher und komfortabel in Namibia zu reisen. Lass mich gerne im Kommentarfeld wissen, ob dir meine Sammlung an Informationen weitergeholfen hat. Dankeschön!

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Beten kann Leben retten – die erste Taxifahrt in Brasilien

„Alter, ich will heute nicht sterben. Ich bin doch grad erst hier angekommen“ So schreit es in mir, bei unser Fahrt vom Flughafen in unsere neue brasilianische Bleibe in Canaã dos Carajás. Das Taxifahrer, wenn sie nicht grad nach Taxometer bezahlt werden, es immer eilig haben ist ein weltweites Phänomen. Ich kenne auch die Helldriver aus Afrika, aber das hier ist noch mal eine Hausnummer krasser. Dann nämlich, wenn zu einem, nennen wir es gewagten Fahrstil, auch noch schlechte Straßen und Gegenverkehr dazu kommen. image-2015-08-28(2)Aber von vorne: Es ist der 08.April 2015 wir sind gerade auf dem Flughafen von Parauapebas gelandet. Die Sonne lacht durch die Wolken, es ist unglaublich schwül und unser Taxifahrer Frederico begrüßt uns überschwänglich. Er arbeitet für die Firma meines Freundes und sie kennen sich bereits. Für mich ist alles neu. Wir laden die schweren Koffer ins Auto und starten. Ich sitze auf der Rückbank und bestaune mit großen Augen meine neue „Homebase“. Für die nächsten Monate ist Brasilien nämlich meine neue Heimat. Aufgeregt war ich bis zum Landeanflug eigentlich gar nicht. Aber jetzt bin ich es, seit wir „das große Grüne“ ganz nah überflogen haben.image-2015-08-28Und jetzt sitze ich hier im Auto und sehe das erste Mal den Regenwald des Amazonas. Die Straße vom Flughafen nach Parauapebas ist gut ausgebaut und schlängelt sich durch den dichten Wald, vorbei an Baumriesen, Lianen und allerlei Gestrüpp. Weit schauen kann man allerdings nicht, zu verworren ist das wilde Dickicht. Ich vermisse direkt die Artenvielfalt die ich mit dem Amazonas Gebiet verbinde. Keine Affen, die sich von Baum zu Baum hangeln, keine bunten Vögel und keine riesigen Würgeschlangen, die auf Ästen sitzen und genüßlich vor sich herzüngeln. „Die wollen wahrscheinlich auch nicht an der Straße wohnen“ kommentiere ich selbst meine Gedanken. Immerhin das Wetter hat sich dem Klischee angepaßt, es gießt nun wie aus Eimern.image-2015-08-28(1)Wir sind inzwischen am Grenzposten angekommen. Grenzposten? Ja, denn die Ein & Austrittskontrolle die VALE hier installiert hat, hat wirklich die Anmutung einer Grenzanlage. Anscheinend befinden sich der Flughafen und wir uns auf Firmengrund des Bergbauriesen und zur „Ausreise“ müssen die Papiere gezeigt werden. Die Firma, für die auch mein Freund im Subunternehmen arbeitet, scheint hier Einfluß zu haben. Es geht weiter durch Parauapebas, einer Stadt welche die Anmutung einer abgerockten Industriestadt hat. Und was Anders ist sie ja auch nicht, als der Lebensmittelpunkt derer, die hier in der Region Arbeit gefunden haben.image-2015-08-28(6)Wir biegen auf die Verbindungsstraße nach Canaã ab und ich werde jäh aus meiner Verträumtheit gerissen. Frederico nimmt nämlich jetzt an Fahrt auf. Er tritt das Gaspedal des Taxis durch und beginnt zu rasen. Grundsätzlich mag ich es ja auch, wenn man schnell voran kommt, aber da spreche ich von deutschen Autobahnen, zweispurig und ohne Gegenverkehr. image-2015-08-28(5)Hier ist die Ausgangslage eine ganz Andere! Die Landstraße, so man sie denn als solche bezeichnen darf, ist eigentlich mehr eine Piste. Keine Randbefestigung, keine Leitpfosten und aufgebrochener Asphalt mit Löchern so groß, dass man ein Auto darin parken könnte. Die Menge & Tiefe der Schlaglöcher führt unausweichlich dazu, dass man auf der Straße einen kreativen Fahrstil an den Tag legen muß. Denn wenn man sich die Stoßdämpfer und Reifen nicht ruinieren will, dann umfährt man diese riesigen Trümmerfelder am Besten. image-2015-08-28(7)Außerdem weicht man gleich noch auf den Sandstreifen neben der Fahrbahn aus oder benutzt einfach die Gegenfahrbahn mit. Und genau hier liegt das Problem! Auf der Gegenfahrbahn sind nämlich auch Fahrzeuge. Eine Autofahrt gestaltet sich daher als Schlängelpartie zwischen entgegenkommenden PKWs, Schlaglöchern und chaotischen Mopedfahrern, die überall durch und drüber heitzen.image-2015-08-28(3)Von einer kleinen Kuppe die wir gerade hinaufgefahren sind, können wir hinab auf den Straßenverlauf schauen und noch im gleichen Moment stellen sich mir von den Füßen aufwärts alle Haare zu Berge! Himmel hilf! Rechts und links wird überholt, auf die Gegenfahrbahn wird ausgewichen, die LKWs preschen an einem vorbei als seien sie allem Gegenüber erhaben und dazu wirbelt der Staub durch die Luft. Selbst ein vernünftiger Fahrstil ist hier ein Risiko! Ich will mir gar nicht ausmalen, was passiert wenn hier mal einer kein Glück hat, grad noch irgendwo dran vorbei geschrammt zu sein.image-2015-08-28(4)Ich bekomme Beklemmung, denn Frederico scheint nicht zu ahnen, was sein Fahrstil und diese chaotische Straße bei mir auslöst. Mein Herz pochert wie wild und meine Gedankenn kreisen. Er rast! Verdammt er rast diese besch*** Straße entlang. Auch wenn er sich auskennt, er kann schlicht nicht allen Schlaglöchern ausweichen, er bedenkt nicht, dass der LKW den er grad überholt plötzlich auch ausweicht uns abdrängt. Alles im Auto vibriert, klappert und ich klammere mich an den Griff über mir. Jeder Schlag tut nicht nur den Stoßdämpfern weh, sondern auch ich nehme den Schmerz im Rücken persönlich. Ich hab jetzt nicht nur Beklemmung, ich habe noch dazu auch Wutpochern in meinem Kopf.


Wieder setzt Frederico zum Überholvorgang an und ich frag mich, ob er des Wahnsinns ist! 4 Personen mit 8 schweren Reisegepäckstücken befördert er, da kann man nicht vor der Bergkuppe einen langen LKW überholen. Wir sind viel zu träge und der Wagen ist kein SUV mit unendlich Horsepower! Im Gegenteil! Gedanklich schreie ich ihn an: „Alter bist Du irre?!“ Ich will hier jetzt ganz sicher nicht sterben! Ich bin grad erst angekommen.“ Ich atme tief durch und ringe nach Fassung: „Könntest du ihm bitte sagen, dass er nicht so schnell und vernünftig fahren soll?“ – hauche ich meinen Freund in zuckersüßem Ton zu.


Frederico bremst kurz darauf ab. Der Verkehr bleibt trotzdem chaotisch, das Gewirr auf der Straße gleicht einem Ameisenhaufen! Es ist absolut chaotisch, aber irgendwie scheinen die Schutzengel hier einen verdammt guten Job zu machen. Zumindest sieht man keine verunfallten Fahrzeuge. Das wäre bei dem starken Verkehrsaufkommen wahrscheinlich gleich eine Massenkarambolage!

Und es bleibt auch dabei, bei jedem Überholmanöver steigt mein Herzinfarksrisiko und nach jedem geglückten Ausweichmanöver durchzieht mich ein kaltwarmer Schauer. Irgendwie muss ich diese Stunde Autofahrt überstehen. Ich zwinge mich dazu, nicht mehr auf die Straße zu sehen. Eine Hand umklammert den Sitz, die andere tippelt nervös auf dem Smartphone rum. Immer wieder spüre ich die Schlaglöcher im Rücken, höre Reifenquitschen oder die dumpfen Töne der Stoßdämpfer. Nicht nur die von unserem Taxi!image-2015-08-28(8)„Lieber Gott, wenn Du da draußen bist und mich hörst, bitte bring uns heil an. Der ganze Aufwand mit Jobkündigen, Wohnungauflösen & Umziehen  wären sonst ja völlig umsonst gewesen, das kann nicht in deinem Sinne sein.“ Beten hilft, da bin ich mir sicher. Besonders in solchen Situationen. Eine weitere halbe Stunde leide ich stumm vor mich hin, bis wir endlich in Canaã ankommen. Körperlich unversehrt, aber vergessen werde ich diese Taxifahrt wohl mein ganzes Leben nicht!

#infoIch möchte hier noch sagen, dass Frederico ein echt netter Kerl ist und er wahrscheinlich nur einen schlechten Tag hatte. Ich habe ihn in den letzten Monaten sehr gern gewonnen, wir hatten einfach nur einen „holprigen“ Start. Die Straße von Canaã dos Carajás nach Parauapebas befindet sich derzeit in Reperatur und sollte demnächst sicher befahrbar sein. Stand 28.08.2014

Die Bilder und Videos sind im Nachgang und mit unserem Auto aufgenommen worden, nur das Regenwaldbild aus dem Flieger und das von Frederico am Steuer sind Zeitzeugen. Nur so ließ sich am Besten bebildern, wie es auf der Strecke oder auf den Straßen hier so aussieht. Die Videos sind an einem Sonntag entstanden, wo nur in etwa 1/3 des normalen Verkehrs unterwegs ist. Ihr könnt euch sicherlich vorstellen, wie chaotisch es abläuft, wenn wochentags die Straßen voll sind.

Mietwagen – Höhere Kosten am Flughafen

Wie praktisch ist es doch, ein Mietwagen am Flughafen des Urlaubsortes direkt entgegen zu nehmen. Man kommt an, steigt ins Auto und schon beginnt die schönste Zeit des Jahres.

Aber wußtest Du auch, dass dich dieser Luxus bedeutend mehr kosten kann? Frankfurt Flughafen NEU

Nicht nur, dass man am Schalter am Airport oft mit langen Wartezeiten zu rechnen hat, was einen kostbare Urlaubszeit kostet. Nein, die Stationen am Flughafen verlagen oft auch bedeutend mehr!Umfragen und Studien haben gezeigt, dass die Kosten so bis zu 25% höher sind! Wenn du also in einer Gegend ankommst, in der es mehrere Mietwagenstationen weiter entfernt vom Flughafen gibt, dann solltest du dir die Preise da anschauen.

Ein Leihwagenanbieter hat am Flughafen natürlich höhere Kosten, da die Mietpreise enorm sind und auch die Fläche für die parkenden Fahrzeuge mit berechnet werden muß. Ein ganzes Parkhaus voller Mietwagen hat seinen Preis und der wird an die Kunden weitergegeben.

Oft ist es also günstiger einen Bus, ein Taxi oder Shuttle zur nächstgelegenen Mietwagenstation zu benutzen, als diese Mehrkosten zu tragen. Prüf hier genau, welche Einsparmöglichkeiten du hast, wenn du auf flughafennahe Stationen ausweichst.