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Fliegen in Brasilien – Das solltest du beachten!

Brasilien hat die Größe mancher Kontinente. Wer weite Strecken im Land zurück legen will, sollte statt dem Bus aufs Flugzeug umsteigen. Welche Airlines empfehlenswert sind und was besonders zu beachten ist, verrate ich hier:

FLUG-PREISE

Die Preise für Inlandsflüge sind in der Regel sehr günstig. Im Schnitt würde ich sagen zwischen 80-120 EUR wenn man nicht zu kurzfristig bucht. So gelangt man zum Beispiel schnell und günstig von den Iguazu Wasserfällen ins Regenwaldgebiet um Manaus. Eine Strecke die mit dem Bus zwar machbar ist, aber sicherlich wenig sinnvoll.IMG_6346

AIRLINES

Die wichtigsten Airlines in Brasilien sind sicherlich GOL, AZUL und TAM. Aber natürlich gibt es auch noch andere Fluglinien die genutzt werden können:

Avianca www.avianca.com
AZUL www.voeazul.com.br
GOL www.voegol.com.br
TAM www.tam.com.br
Trip www.voetrip.com.br
Webjet www.webjet.com.br

Flugbuchung

Airlines wie TAM. AZUL oder GOL fliegen die meisten brasilianischen Flughäfen an. In der Regel auch mehrmals täglich. Wer direkt bei diesen Airlines bucht, fliegt meistens günstiger als wenn Flugbuchportale benutzt werden. Die Websiten der Airlines gibt es häufig auch  in englisch, ganz optimal ist das aber noch nicht, so dass man immer wieder mit der Muttersprache „porutugiesisch“ konfrontiert wird. Mit Übersetzungsprogrammen kommt man hier aber gut ans Ziel. Kreditkartenzahlung hat bei mir immer reibungslos funktioniert. Sollte dies nicht der Fall sein geht man in ein Reisebüro.IMG_6341

ZWISCHENLANDUNGEN

Je nachdem wie exotisch das Flugziel ist, muss damit gerechnet werden, dass man Umwege aka Zwischenlandungen in Kauf nehmen muss. Für eine Strecke die im Grunde 3h Flugzeit entfernt ist, wird man über größere Drehkreuze geleitet und so kann es auch gut sein, dass man 17h unterwegs ist. IMG_6366

SICHERHEITSKONTROLLE

Sicherheitskontrollen sind im Ausland oft etwas lascher als in Europa. So habe ich es auch in Brasilien gerade bei Inlandsflügen empfunden. So musste ich das Laptop nicht extra auspacken und eine kleine Flasche Wasser im Handgepäck wurde auch nicht moniert. Verlassen würde ich mich darauf aber nicht.

VERPFLEGUNG IM FLUGZEUG & KOMFORT

TAM ist die wohl beste Airline in Brasilien fliegt aber in der Regel nur die großen Flughäfen im Land an. AZUL bietet etwas mehr Zusatzleistungen als GOL. Zum Beispiel bekommt man den Kaffee gratis und nicht nur Öko-Kekse und Wasser wie bei GOL. Großartige Preisunterschiede gibt es dennoch nicht. Hier sollte man genau abwägen, wie Flugzeiten, Preis und Verpflegung den eigenen Vorstellungen entsprechen.

KLIMAANLAGE

Die Flugzeuge sind klimatisiert. Der Südamerikaner mag es in der Regel eher frisch und deshalb wird oft stark runter gekühlt. Decken gibt es in der Regel keine im Flieger, daher sollte man sich entsprechend kleiden oder eine Decke dabei haben.

FLUGHÄFEN

FLUGSTEIG-WECHSEL

GANZ WICHTIG beim Fliegen in Brasilien ist, dass sich die Flugsteige gerade auf den großen Flughäfen wie Sao Paulo, Belem, Belo Horizonte oder Brasilia häufig kurzfristig ändern oder oft gar nicht mehr ausgeschrieben sind. Besonders wenn es zu Verspätungen der Flüge kommt, solltest du besonders ein Auge auf die sich wechselnden Anzeigen haben und ggf. beim Flughafenpersonal nachfragen. Englischsprachige Durchsagen sind eher die Seltenheit. Man sollte also etwas auf Zack sein und sich nicht drauf verlassen, dass alles so gut durchorganisiert ist, wie in Deutschland.IMG_6350

SPRACH-BARRIERE

Trotzdem es sich um internationalen Flughäfen handelt, wirst du eher selten jemanden finden, der englisch spricht und dir bei Fragen weiterhelfen kann. Das gilt selbst für Stewardessen oder Mitarbeiter des Service-Telefons. Dieses ist zwar in englisch angeschrieben, uns ist es aber schon mehrfach passiert, dass aufgehängt wurde, weil man nur in portugiesisch kommunizieren wollte. In Brasilia gibt es extra einen Schalter für international Fliegende und bei Problemen sollte man sich dahin wenden. Oft hilft es andere Reisende (in der Hauptsache Businessleute oder Studenten) anzusprechen, da hier die Chancen gut stehen, dass sie als Übersetzer fungieren können.

WLAN

Wlan funktioniert meiner Erfahrung nach ganz gut auf den Flughäfen in Brasilien. Nicht unbedingt in der Schalterhalle, aber in der Regel in den Wartehallen.

VERPFLEGUNG IM FLUGHAFEN

Meiner Erfahrung nach ist die Verpflegung, gerade auf den kleineren Flughäfen, in den Schalterhallen oft besser als in den Wartehallen. Da gibt es oft nur 1-2 Verkaufsstände mit immer den gleichen „Backwaren“. Wer viel Umsteigezeit hat, sollte die Wartehalle verlassen und sich in den Schalterhallen nach etwas mehr Angeboten umschauen und danach wieder durch die Sicherheitskontrolle zurück zum Abflugsteig kehren.

FAZIT:

Wer weiß, wo er welchen Flug günstig und mit guten Service bekommt, der wird sich leicht tun sich in Brasilien per Flugzeug zu bewegen. Wer noch dazu die Hinweise für die Flughäfen beachtet, der wird auch drumherum ein positives Erlebnis haben.

 

 

 

Brasilien Ι Fortaleza – Zwischen Fußball, Frauen, Traumstränden und Problemvierteln

Viel hatte ich mir versprochen von Fortaleza, der Stadt von der so viele Brasilianer schwärmen. Mit 75.000 Besuchern pro Jahr ist sie eine der am meisten besuchten Städte des Landes. Sie lockt mit feinsandigen Traumstränden, ihrer Liebe zu Fußball, kokusnusspalmengesäumten Strandbars & natürlich mit Frauen in ultraknappen Bikinis. Doch die Stadt hat auch eine andere Seite.image-2015-11-19(51)Wir landen am späten Abend & fahren die 14 km vom City-Flughafen mit dem Mietwagen in Richtung Hotel. Der erste Eindruck ist so ganz anders, als die Bilder der Stadt, die sich als moderne Metropole im Internet, für mich dargestellt hatte. image-2015-11-19(24)Das Bild hier ist geprägt von herruntergekommenen Häusern die mit hässlichen Grafitti-Schmierereien besprüht sind. In dunklen Gassen, finden sich zwielichtige Gestalten und auf den Straßen liegt jede Menge Müll. So wie ich es eigentlich auch aus Canaá dos Carajas schon kenne, der brasilianischen Stadt in der wir seit April 2015 leben. image-2015-11-19(27)Kein vertrauenerweckender Eindruck und schon gar nicht schön. Wir verriegeln das Auto, überfahren rote Ampeln und hoffen nicht stoppen zu müssen. Und nur auf den letzten 2 Kilometern unserer Strecke wandelt sich das Bild. Denn dort am Meer ist die Skyline-Metropole zu finden, sieht es aufgeräumter aus und auch die Menschen auf der Straße machen einen vertrauenserweckenderen Eindruck.image-2015-11-19(20)Unser Hotel ist in der ersten Reihe direkt an der Strandpromenade und seinem umtriebigen Markt. Es ist 23 Uhr und die Straßenstände sind sehr gut besucht. Es herrscht reger Handel, es wird gejoggt, musiziert, getanzt, getrunken & gefeilscht. An Ruhezeiten denkt hier Niemand. Man will Spaß und Unterhaltung und so kehrt erst in den frühen Morgenstunden Ruhe ein.image-2015-11-23(1)-1Als ich am neuen Morgen wieder aus dem Fenster schaue, erkenne ich den Bazar von letzter Nacht nicht wieder. Die Szenerie erinnert jetzt eher an einen Containerhafen als an einen Markt mit hunderten Besuchern und vollgepackten Ständen. FortalezaWir starten zu unserer Entdeckungstour durch die Stadt und ich hoffe mit dem neuen Tag endlich das Brasilien zu finden, was in meinem Kopf ist. Was ich aus Hochglanzmagazinen kenne -das schöne, das bunte, das lebensfrohe Land.  image-2015-11-19(34)Wir starten am Meer und hier sieht erstmal alles ganz gut aus. Kein Plastemüll am Strand, eine saubere Promenade und auch keine verunstalteten Grafittiwände. image-2015-11-19(32)Doch das Bild der Stadt änderst sich schnell. Während man am Meer die neu gebauten Wolkenkratzer findet, sind es in Richtung Innenstadt die historischen Gebäude. Die entweder herausgeputzt sind oder völlig dem Verfall überlassen werden. image-2015-11-19(33)Und je weiter man sich davon entfernt, umso krasser werden die Gegensätze zwischen den Luxusapartments mit Meerblick und den einfachen blechdachgedeckten Häusern.image-2015-11-19(25)Eigentlich hatten wir nicht vor, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Doch ein englischsprachiger Tourguide war für Samstags nicht aufzutreiben. Zig Touranbieter haben uns abgewunken und so starteten wir unsere eigene Entdeckungstour. Begrüßt von türkisblaumen Meer, sind wir in die Innentstadt rund um die „Rua Monsignore Tito Guedes“ mit ihrer gotisch-römischen Kathedrale gestartet. image-2015-11-19(45)Die Catedral Metropolitana de Fortaleza ist die drittgrößte Kirche Brasiliens und sie soll nachts eine wahre Schönheit sein, wenn sie bunt angestrahlt wird. image-2015-11-19(28)Und in der Tat ist sie mit Platz für 5.000 Gläubige ein recht imposantes Bauwerk. Im Gegensatz zu opulenten Gotteshäusern wie man sie etwa in Rom findet ist sie allerdings sehr schlicht gehalten. Sehr frustriert hat mich allerdings der Anblick ihrer Frontseite. Bewacht, von bis an die Zähne bewaffneten Polizisten, verunstaltet mit Grafitti und von Plastikmüll umweht, bot sich eine reichlich erbärmliche Ansicht, die wohl auf keinen Besucher einladend wirkt. Catedral Metropolitana de Fortaleza, Ceará, BrasilienIm Umkreis der Kathedrale herrscht reger Handel. Gerade an Samstagen ist das eine bunte Mischung aus Menschen, Musik und Essensständen. image-2015-11-19(40)Ich werfe mich gerne in das Getümmel der Menschen und beobachte sie bei der Arbeit. So auch an diesem Tag.image-2015-11-19(37)Wer sich hier allerdings eine schicke Shoppingstraße erhofft hat, ist hier falsch am Platz. Dazu sollte man den Weg in einer der Malls (Mercado Central) finden oder sich besser im Stadtteil Meireles umsehen. image-2015-11-19(43)Hier herrscht das ganz normale brasiliansiche Leben der Straße mit seinen geschäftigen Händlern und mit Einkaufstüten behangenen Frauen. Wir schlendern Ziellos durch die Gegend und schauen dem Treiben zu.image-2015-11-19(41)Und es fällt auf, dass überall rund um die Kathedrale wunderschöne restaurierte Häuse findet aber auch Gebäude die dringend saniert werden müssen, damit die Stadt ihren usprünglichen Charme nicht ganz verliert. image-2015-11-19(29)Es ist schon regelrecht bedrückend, wenn man sieht welche ehrwürdigen Gemäuer hier ihrem Verfall preisgegeben sind und ich kann mir sehr lebendig vorstellen wie schön die Stadt einst war. Man ist fast geneigt hier Hand anzulegen um zum Erhalt beizutragen.image-2015-11-19(30)Zumal sie durch Grafitti besprüht nur noch trauriges Bild einer großen Geschichte abliefern. Ich bin wirklich ein Fan von Street Art, aber bloße Kritzeleien sind für mich Vandalismus. image-2015-11-19(31)Aber man findet auch die wahren Künstler er Szene in der Stadt. An den richtigen Stellen eingesetzt sind die Wandbilder dann wirklich eine Verschönerung der Kulisse. In Fortaleza sind sie sehr oft auch mit sozialkritischem Hintergrund zu finden und man sollte es sich nicht nehmen lassen mal genauer hinzusehen.image-2015-11-19(46)Nach einer guten Stunde haben wir genug gesehen von der Innenstadt. Uns zieht es zurück ans Meer zur schönen Seite Brasiliens. Denn Strände können die Brailianer;) image-2015-11-19(21)Wieder führt der Weg vorbei an unzähligen Wolkenkratzern die hier wie Pilze aus dem Boden gewachsen sind und das moderne Fortaleza verkörpern. image-2015-11-19(47)Trotzdem findet man immer auch noch traditionelle Stätten, Gotteshäuser oder Statuen zwischen den Hochhäusern oder direkt am Meer. image-2015-11-19(26)Die bekanntesten Stadtstrände sind Praia Meireles, Praia Mucuripe, Praia de Iracema – doch eher wenige Badegäste sind hier zu finden. Das Wasser ist hochgradig belastet und so weicht man zum Baden auf die Strände weiter außerhalb aus. image-2015-11-21(6)Dieser alte Turm hat uns sehr beeindruckt. Rundum ist er mit einem Gesicht geschmückt und statt einer alten Ruine erblickt man nun eben ein Kunstwerk. Sehr gelungen, wie wir fanden.image-2015-11-19(19)Es ist schön auch mal Zeit zu haben, um ein paar anderen Seiten Brasiliens entdecken zu können. Und so schauen wir den Fischern auf ihren bunten Booten zu und beobachten, das Leben am Strand.Fuball Typisch für dieses Land ist natürlich Fußball. Das Spielfeld wandert dann auch schon mal ins Wasser. Dann kann man sich gleich abkühlen, wenn es heiß hergeht. Ich bin gerne unter Locals und Brasilianern beim Fußball zu zuschauen ist immer eine riesen Freude.image-2015-11-23(1)Was wir auch häufig beobachten konnten und was nicht minder beliebt ist, sind Quadbike-Touren über den Strand oder durch die Dünen. Für mich stören sie hier allerdings die Erholungssuchenden.Fortaleza, Beach, kiteAber auch andere Sportler wie Kiter kommen an der Küste von Fortaleza voll auf ihre Kosten. Zumal der Wind hier gut steht, das Wasser Badewannenwarm ist und sich die Kiter nicht gerade drängen wie in anderen Kitehochburgen. Wir haben uns ein schattiges Plätzchen gesucht und schauen dem Treiben am Meer zu. Wie die Kiter mit dem Wind über den Ozean jagen, wie sie über Wellen springen und den tosenden Wassermassen trotzden.image-2015-11-23(1)Wer für Kiten noch nicht groß genug ist, der übt eben so lange mit einem kleinen Drachen, wie dieser Junge mit seinem selbstgebauten Spielzeug, der uns auch ins Auge gefallen ist.BeachDie Strände etwas außerhalb Fortalezas sind unter der Woche geradezu menschenleer. Wir laufen am Meer entlang, schauen den Fischern zu, spielen mit den Wellen und lassen die Seele baumeln. Und hier ist Brasilien für mich dann endlich auch mal paradiesisch.MüllAllerdings sieht es direkt hinterm Traumbeach wieder aus wie auf einer Müllkippe. Dreck und Armut kann man hier nicht ausblenden. Sie gehören untrennbar mit Brasilien zusammen.image-2015-11-19(22)Und wer diese Bilder nicht erträgt, der ist in diesem Land schlicht und einfach fehlt am Platz.image-2015-11-19(23)Ich empfehle sich den Film Trash anzusehen, denn er zeichnet das Bild Brasiliens sehr gut auf, was auch ich kennenlernen durfte und was weit weg ist von Copa Cabana Schönheiten, erolgreichen Fußballern & Skyline Metropolen. Er zeigt die harte Realität der Menschen hier. image-2015-11-23(2)So auch das der indigen Bevölkerungsschicht. Einst waren diese Ureinwohner Brasiliens ein stolzes Volk was im Einklang mit der Natur lebte. Auf Grund der Profitsucht von Rohstoffkonzernen und deren Brandrohdung, verlieren sie immer mehr ihres natürlichen Lebensraumes. nativeAnstatt in ihrer Heimat im Regenwald zu leben, verkaufen sie nun Touristennap am Strand. Ich fand man sah die Wut darüber sehr deutlich in ihren Augen und ihrer Körpersprache. Ich habe mich nicht sehr wohl gefühlt dabei,  ihnen hier weitab ihrer eigentlichen Heimat, zu begegnen. Und auch am Foto mit blauem Hintergrund statt grünem, erkennt man, dass hier etwas nicht stimmt.image-2015-11-19(17)Aber man findet in Fortaleza auch eine junge vermögende Schicht, die es sich nicht nehmen läßt mit Champangner in den Beach-Bars zu feiern. In den angesagten Locations kostet eine Flasche Champagner dann auch schon mal 200 EUR. image-2015-11-23(5)Und hier haben wir sie dann auch gefunden, die schönen Frauen Brasiliens in ihren knappen Bikinis.
image-2015-11-19(36)Mein Fazit: Fortaleza ist eine ganz typische brasilianische Stadt. Mit all ihren Problemen, Konflikten aber auch mit traumhaften Stränden, türkisblauem Meer und schönen Frauen. Allerdings würde ich nie nur wegen der Strände hierher reisen. Ich muß mich im Urlaub auch abseits des Strandes wohl fühlen und hier scheidet die Stadt ganz klar für mich aus.image-2015-11-19(18)Mein Tipp:

Wen es trotzdem nach Fortaleza zieht, gerade wegen der Strände, dem würde ich empfehlen sein Quartier in der Nähe der Strände Futoro 1 & Futoro 2 zu suchen und nicht in der Innenstadt.

image-2015-11-19(35)Außerdem lohnt sich die Anmietung eines Fahrzeuges direkt am Flughafen. Damit ist man flexibel und kann die Stadt verlassen um die wirklich schönen Plätze am Meer zu entdecken. image-2015-11-19(44)Wer Ruhe sucht sollte sich auf keinen Fall in der Innenstadt am Meer niederlassen, da ist es bis in die frühen Morgenstunden eigentlich immer belebt und laut. Auch sollte man Geruchstechnisch auf Einiges eingestellt sein. Ich habe noch nie eine Stadt erlebt, wo es derartig schlimm nach Pisse stinkt. Besonders rund um den beliebten Markt und seine Flaniermeile.image-2015-11-23(6)

Roatán – eine Insel, ein Privatjet und ein Wanne-be-Pilot

Nein, eigentlich wollten wir nicht nach Roatan, der größten der karibischen Inseln der Bay Islands. Zu befremdlich erschien uns der Gedanke hier auf amerikanische Touristenmassen zu treffen. Aber irgendwie sind wir dann doch da gelandet und gelandet kann man hier wörtlich nehmen!image-2015-09-25(89)In unserer Unterkunft in Trujillo haben wir nämlich Larry kennengelernt. Er betreibt mit seinem Sohn, einem Piloten, den kleinen Flughafen der Stadt und bietet Rundflüge an. Als er und seine Frau sich auf Fernreise zum Flughafen nach Roatan fliegen ließen bot es sich für uns an, die Beiden zu begleiten und in den Genuss eines mehr oder weniger Privatjets zu kommen. image-2015-09-26(9)Ich liebe fliegen und war deshalb gleich Feuer und Flamme bei der Idee nach Roatan überzusetzen. Der Flughafen alleine ist unter Aviationliebhabern ein Highlight, da er direkt am Meer liegt und man einen traumhaften Blick auf das Atoll im An- und Abflug genießen kann.
image-2015-09-26(1)Meine Begeisterung kennt keine Grenzen wenn es ums Fliegen geht und so bin ich früh auf den Beinen, weil ich den Abflug kaum erwarten kann. Als wir gegen 10 Uhr das kleine Flugzeug besteigen strahlen meine Augen vor Freude, mein Herz pochert wild und ich grinse wie das sagenumwogene Honigkuchenpferd.image-2015-09-26(7)Die Maschine rollt auf die Startbahn, die eigens für unseren Flug von Passanten geräumt wird. Denn Trujillos Flughafen ist gleichzeitig der Anfahrtsweg zu Hotels und Unterkünften. Ein Rollfeld mit Mehrfachnutzen sozusagen.image-2015-09-26(20)Der Pilot startet die Maschine, spricht mit dem Tower und holt Starterlaubnis ein. Das Gefährt nimmt an Geschwindigkeit zu, drückt sich vom Boden ab und startet zu seiner Berufung. Ich klebe derweil mit der Nase am Fenster fest, lausche den Geräusche der Maschine und beobachte den Piloten bei seiner Arbeit. image-2015-09-26(3)Einen kurzen Schwenk über den Küstenstreifen und wir befinden uns auf dem Meer zwischen Trujillo und Roatán. Die wenigen Kilometer legt die Maschine in 20 min. zurück und ich starre weiterhin aus meinem Fenster. image-2015-09-26(4)Dieses Hochgefühl durch die Lüfte zu schweben, die Welt von oben zu sehen und den Wolken zum Anfassen nah zu sein lässt sich kaum mit Worten beschreiben. Ehe ich mich versehe befinden wir uns schon im Landeanflug auf Roatan und dieser gestaltet sich in der Tat als Highlight.image-2015-09-26(5)In türkisblaues Wasser gebettet erhebt sich die Insel aus dem Meer, Palmen säumen den Küstenstreifen und die Landebahn hat eine geradezu majestätische Anmutung.image-2015-09-26(21)Wieder verfolge ich die Kommunikation des Piloten mit dem Tower, beobachte sein Tun im Cockpit und die Reaktionen des Fliegers. Die Maschine wird gedrosselt, wir verlieren an Höhe, das Fahrwerk fährt aus und setzt butterweich zur Landung auf. image-2015-09-26(11)Ein leichtes Seufzen durchfährt mich „Schade, schon wieder vorbei“ höre ich mich sagen. image-2015-09-26(15)Und obwohl Roatán einen internationalen Flughafen hat und von großen Fliegern aus Houston, Atlanta, Miami, New York oder Toronto angeflogen wird, ist das Terminal verhältnismäßig klein und mit nur wenigen Schalten auch sehr überschaulich. image-2015-09-25(90)Nach einem Tag mit Endteckungstour geht es gegen 17 Uhr für uns zurück aufs Festland. Als Privatreisender genießen wir bevorzugte Abfertigung und wir können entspannt übers Rollfeld zur Maschine laufen. Wo gibt’s noch so was? Ich bewundere und fotografiere die geparkten Maschinen und freue mich, das auch ds hier möglich ist. In manchen Ländern steht sogar das Fotografieren auf dem Rollfeld auf Strafe.Privatjet Flugzeut FliegenNachdem uns Larry auf dem Rückflug nicht begleitet und seinem Sohn assistiert ist der Platz neben dem Piloten frei geworden und meine Stunde hat geschlagen. Ich darf beim Piloten vorne sitzen. image-2015-09-26(8)Viel Platz ist in so einem Privatjet nicht gerade und man muss sich schon einiger Maßen durchkämpfen um ins Cockpit zu gelangen. Aber nichts in der Welt könnte mich jetzt mehr davon abhalten in der allerersten Reihe auf dem Co-Piloten Platz zu sitzen.image-2015-09-26(22)Standesgemäß bekomme ich die Kopfhörer auf, eine Sicherheitseinweisung und das Mikrofon wird gecheckt. Daumenhoch und startklar. Diesmal lausche ich nicht nur dem Piloten, sondern auch den Anweisungen des Towers. Spannend ist das!image-2015-09-26(12)Genau wie all die Knöpfe im Cockpit. Am liebsten würde ich alle selbst ausprobieren. Auf Rücksicht auf die Mitreisenden lass ich das aber lieber bleiben:)image-2015-09-26(6)Wir rollen auf die Startbahn, die mir jetzt noch schöner erscheint. Wieder werden die Turbinen gestartet, wird Fahrt aufgenommen und setzen wir zum Abheben an. Die volle Power der kleinen Maschine wird spürbar, als sie vom Boden abhebt und sich ihren Weg in die Lüfte bahnt. „Wow ist das toll!“ In dem Moment bin ich der glücklichste Mensch auf Erden oder besser in der Luft.image-2015-09-26(14)Mein Strahlen bleibt nicht unbemerkt. Daniel der Pilot sieht mir meine Begeisterung an und bittet mich unter einem Vorwand doch mal eben das Flugzeug zu steuern. Fest umklammere ich den Steuerknüppel. Ehrlicherweise muss man da nicht viel tun und dennoch ist es ein erhabenes Gefühl zu wissen, dass man gerade ein Flugzeug steuert.image-2015-09-26(16)Wenn ich vorhin schon so glücklich war, was bin ich dann jetzt? Ich genieße den Moment, das Dahingleiten, das Vorankommen, das Fliegen. Meine Mundwinkel bilden ein Dauergrinsen, mein Herz hüpft und meine Augen strahlen nur so vor Glück. Für mich gibt es definitiv nichts Schöneres als Fliegen.image-2015-09-26(17)Daniel übernimmt wieder das Steuer, wir drehen eine extra Runde über Trujillo, das Resort seiner Eltern und steuern dann den kleinen Flughafen an. Der gerade wieder von Leuten bevölkert ist, die quasi im letzten Moment registrieren, dass über ihnen gerade eine Maschine zur Landung ansetzt.image-2015-09-26(13)Und das ist jetzt kein Märchen! Das Paar, was sich vor uns auf dem Rollfeld befindet duckt sich, als sie die heranschwebende Maschine bemerken. Wann und wo erlebt man mal so was? Als die Maschine aufsetzt bin ich glücklich und traurig zu gleich. image-2015-09-26(16)Am liebsten hätte ich noch den Atlantik überquert, so begeistert bin ich von diesem Erlebnis aber jedes Abenteuer findet eben ein Ende und so verlasse ich etwas wehmütig den Jet. Mein Freund schließt mich liebevoll in den Arm, er weiß zu gut wie ich mich gerade fühle.image-2015-09-26(19)Noch am Abend im Bett träume ich mich zurück ins Cockpit und in den Himmel über dem Meer. Froh und dankbar für dieses wunderbare Erlebnis.

Namibia Ι Reisevorbereitung – Papiere, Geld & Kreditkarten

Papiere

Gültige Reisepapiere sind ein unabdingbares Muss für jeden Auslandsbesuch. Eine Visumspflicht besteht für Namibia nicht. Bei Einreise ins Land erhält man eine Aufenthaltsgenehmigung von bis zu 90 Tagen. Der Pass muss noch mindestens 6 Monate über den geplanten Ausreisetag gültig sein und es muss noch mindestens eine Doppelseite für die Ein – und Ausreisestempel enthalten. Am Flughafen ist das übliche Einreisepapier auszufüllen. image-2015-09-09(2)Außerdem ist bei Mietwagentouren das Mitführen Führerscheins und des internationalen Führerscheins ein absolutes Muss. Siehe hierzu mein Artikel in Link.

Der Mietwagenvoucher muss in der Regel ausgedruckt vorgelegt werden. Der Vermieter behält sich das Recht vor, sonst den Schlüssel einzubehalten. Genau wie vom Flugticket sollte man auch hier Original und Kopien bei sich führen.

Krankenversicherung

Auch eine Reisekrankenversicherung am besten mit Rücktransport, halte ich wie immer für sinnvoll. Wie schnell verstimmt man sich den Magen, hat sich im Flieger eine Ohrenentzündung oder in der Wüste eine Augeninfektion zugezogen. Selbst bei solchen vermeintlichen Kleinigkeiten kann ein Arztbesuch schnell teuer werden und die Reisekasse belasten. Daher ist es immer ratsam sich sinnvoll abzusichern.

Geld

In Namibia sind der Namibia Dollar und der Südafrikanische Rand gleichwertige Zahlungsmittel. Touristen dürfen unbegrenzt Namibia Dollar einführen und auch ausländische Währungen unterliegen keiner Beschränkung. Bei besonders hohen Beträgen muß allerdings der Nachweis erbracht werden, woher das Geld stammt. Auch reise ich immer mit einer Hand voll US-Dollar und habe damit gute Erfahrungen gemacht. Wer an eine Weiterreise nach Zimbabwe oder Zambia denkt, sollte ohnehin ein paar Dollarscheine in der Tasche haben.

Am Flughafen von Windhoek gibt es 2 Schalter, an denen es oft zu langen Warteschlangen kommt. Auch habe ich es im Ausland schon erlebt, das die Automaten am Flughafen wegen der erhöhten Nachfrage gar kein Bargeld mehr hatten. Daher empfiehlt es sich das Geld noch vor der Abreise bei der Hausbank zu bestellen. Auch hier ist es ratsam dies rechtzeitig vorab zu tun, da kleinere Banken ausländische Devisen fast nie vor Ort haben. Wer über Johannesburg fliegt, kann sich auch da mit südafrikanischen Rand eindecken. Geld_RandBargeld sollte immer nur in ausreichender Menge mitgeführt werden. Ich rechne immer so, dass ich mindestens 2 Tage überbrücken kann. Also Geld für 2 Unterkünfte, Sprit, Essen und für Eintrittsgelder. Im Schnitt plane ich mit 200-400 EUR und bin in der Vergangenheit mit dieser Praxis sehr gut gefahren.

Kreditkarte

Meine Kreditkarte ist neben der Kamera das wichtigste Utensil auf Reisen. Sie wird weltweit akzeptiert und auch in Namibia ist es sie das sicherste, schnellste und neben Bargeld, das am meisten akzeptierte Zahlungsmittel. Bezahlungen mit Kreditkarte sind in Namibia sowie im restlichen Afrika normal und werden daher in fast allen Hotels und Geschäften akzeptiert. Für kleinere Privatunterkünfte oder Farmshops rechnen sie sich oft nicht, hier sollte Bargeld in ausreichender Menge mitgeführt werden. Master Card & Visa werden sind am gängigsten. Diner und American Express werden weniger gerne gesehen, da sie für die Betreiber oft mit hohen Gebühren belegt sind.

Tankstellen in Südafrika akzeptieren fast ausnahmslos die Kreditkartenzahlung, anders in Namibia. Hier kann erst seit 2012 an ausgewählten Tankstellen bargeldlos bezahlt werden. Man findet sie zumeist an den touristischen Strecken und man sollte sich vorab erkundigen, welche Bezahlart akzeptiert wird. Meine Erfahrung war allerdings die, dass wir immer bar zahlen mußten. Es empfielt sich also auch hier genügend Cash einstecken zu haben.

Bankkarte

Bankkarten werden im Ausland nur noch sehr selten akzeptiert. Zwar kann man sie in Namibia an Geldautomaten (ATM´s) nutzen, aber es sollte unbedingt auf das Maestro oder Cirrus-Symbol auf der Karte geachtet werden. Die V-Pay Karte von Volksbanken wird in der Regel nur in Europa akzeptiert.

Hausbank im Heimatland

Die Hausbank sollte in jedem Fall über die Reise informiert sein. Gerade Bankkarten funktionieren oft erst nach einer Freischaltung für das jeweilige Reiseland. Meine Bank verwies explizit darauf, dass Maestro-Karten gerade in Afrika sehr oft mißbraucht würden und riet mir von deren Einsatz ab.

Kreditkarten werden oft vorsorglich gesperrt, da man der Annahme ist, ein Einsatz im Ausland passt nicht zum normalen Einsatz. Oder sie ist freigeschalten, aber nur nach telefonischer Rücksprache mit dem Kreditkartenunternehmen lassen sich höhere Summen bezahlen. Bei einem längeren Hotelaufenthalt kommt man so schnell in die Verlegenheit die Bank kontaktieren zu müssen. Schlecht, wenn man auschecken will und im Heimatland bereits Feierabend oder Wochenende ist.

Banken in Namibia

Der Umtausch von Währungen oder das Abheben von Bargeld funktioniert in der Regel problemlos. An den PIN für die Karten sollte gedacht werden. Manche Unternehmen verlangen diesen auch für die Kreditkarte. Die Geldausgabe sollte direkt am Schalter geprüft und ggf. reklamiert werden.

Geldautomaten

Weltweit nimmt der Betrug an Geldautomaten dramatisch zu, daher ist es ratsam sich Geldautomaten zu suchen, die an Banken angeschlossen sind und durch Kameras überwacht werden. NIEMALS ist es ratsam irgendwo an einem Außenschalter in der Nacht Geld zu ziehen. Skeptisch sollte man sein, wenn der Automat mit Folie überklebt ist oder sonst irgendwie suspekt aussieht. Die weltweit gültige Banksperrnummer 0049-116116 oder 0049-30-40504050 sollte im Notfall direkt gewählt werden damit ein finanzieller Schaden abgewendet werden kann.

#tippIch führe auf Reisen immer Kopien aller wichtigen Papiere (inkl. der vom Flugticket) und Karten bei mir und habe diese auch digital in einer Cloud abgelegt. Im Notfall kann ich so schnell meine Identität nachweisen und bekomme die nötige Hilfe.

Ich habe immer zwei verschiedene Kreditkarten dabei. Eine Maser und eine Visa-Karte. Wird ein System nicht akzeptiert oder funktioniert temporär nicht, dann kann ich mir das Andere zu Nutze machen.

Meine Karten halte ich immer getrennt voneinander. Bei Verlust kann ich so immer noch auf die zweite Karte zurückgreifen. Genauso halte ich es auch mit Originaldokumenten und deren Kopien.

Müssen Karten gesperrt werden, dann ist es zwingend notwendig die Angaben auf der Karte zu kennen. Sprich Kontonummer, IBAN, Bankzugehörigkeit. Auch diese Daten sollte man irgendwo parat haben, wenn man sie nicht im Kopf hat.

Auch ist es ratsam die Telefonnummer und den Ansprechpartner der Hausbank mit sich zu führen und diese im Notfall parallel zu informieren.

Beten kann Leben retten – die erste Taxifahrt in Brasilien

„Alter, ich will heute nicht sterben. Ich bin doch grad erst hier angekommen“ So schreit es in mir, bei unser Fahrt vom Flughafen in unsere neue brasilianische Bleibe in Canaã dos Carajás. Das Taxifahrer, wenn sie nicht grad nach Taxometer bezahlt werden, es immer eilig haben ist ein weltweites Phänomen. Ich kenne auch die Helldriver aus Afrika, aber das hier ist noch mal eine Hausnummer krasser. Dann nämlich, wenn zu einem, nennen wir es gewagten Fahrstil, auch noch schlechte Straßen und Gegenverkehr dazu kommen. image-2015-08-28(2)Aber von vorne: Es ist der 08.April 2015 wir sind gerade auf dem Flughafen von Parauapebas gelandet. Die Sonne lacht durch die Wolken, es ist unglaublich schwül und unser Taxifahrer Frederico begrüßt uns überschwänglich. Er arbeitet für die Firma meines Freundes und sie kennen sich bereits. Für mich ist alles neu. Wir laden die schweren Koffer ins Auto und starten. Ich sitze auf der Rückbank und bestaune mit großen Augen meine neue „Homebase“. Für die nächsten Monate ist Brasilien nämlich meine neue Heimat. Aufgeregt war ich bis zum Landeanflug eigentlich gar nicht. Aber jetzt bin ich es, seit wir „das große Grüne“ ganz nah überflogen haben.image-2015-08-28Und jetzt sitze ich hier im Auto und sehe das erste Mal den Regenwald des Amazonas. Die Straße vom Flughafen nach Parauapebas ist gut ausgebaut und schlängelt sich durch den dichten Wald, vorbei an Baumriesen, Lianen und allerlei Gestrüpp. Weit schauen kann man allerdings nicht, zu verworren ist das wilde Dickicht. Ich vermisse direkt die Artenvielfalt die ich mit dem Amazonas Gebiet verbinde. Keine Affen, die sich von Baum zu Baum hangeln, keine bunten Vögel und keine riesigen Würgeschlangen, die auf Ästen sitzen und genüßlich vor sich herzüngeln. „Die wollen wahrscheinlich auch nicht an der Straße wohnen“ kommentiere ich selbst meine Gedanken. Immerhin das Wetter hat sich dem Klischee angepaßt, es gießt nun wie aus Eimern.image-2015-08-28(1)Wir sind inzwischen am Grenzposten angekommen. Grenzposten? Ja, denn die Ein & Austrittskontrolle die VALE hier installiert hat, hat wirklich die Anmutung einer Grenzanlage. Anscheinend befinden sich der Flughafen und wir uns auf Firmengrund des Bergbauriesen und zur „Ausreise“ müssen die Papiere gezeigt werden. Die Firma, für die auch mein Freund im Subunternehmen arbeitet, scheint hier Einfluß zu haben. Es geht weiter durch Parauapebas, einer Stadt welche die Anmutung einer abgerockten Industriestadt hat. Und was Anders ist sie ja auch nicht, als der Lebensmittelpunkt derer, die hier in der Region Arbeit gefunden haben.image-2015-08-28(6)Wir biegen auf die Verbindungsstraße nach Canaã ab und ich werde jäh aus meiner Verträumtheit gerissen. Frederico nimmt nämlich jetzt an Fahrt auf. Er tritt das Gaspedal des Taxis durch und beginnt zu rasen. Grundsätzlich mag ich es ja auch, wenn man schnell voran kommt, aber da spreche ich von deutschen Autobahnen, zweispurig und ohne Gegenverkehr. image-2015-08-28(5)Hier ist die Ausgangslage eine ganz Andere! Die Landstraße, so man sie denn als solche bezeichnen darf, ist eigentlich mehr eine Piste. Keine Randbefestigung, keine Leitpfosten und aufgebrochener Asphalt mit Löchern so groß, dass man ein Auto darin parken könnte. Die Menge & Tiefe der Schlaglöcher führt unausweichlich dazu, dass man auf der Straße einen kreativen Fahrstil an den Tag legen muß. Denn wenn man sich die Stoßdämpfer und Reifen nicht ruinieren will, dann umfährt man diese riesigen Trümmerfelder am Besten. image-2015-08-28(7)Außerdem weicht man gleich noch auf den Sandstreifen neben der Fahrbahn aus oder benutzt einfach die Gegenfahrbahn mit. Und genau hier liegt das Problem! Auf der Gegenfahrbahn sind nämlich auch Fahrzeuge. Eine Autofahrt gestaltet sich daher als Schlängelpartie zwischen entgegenkommenden PKWs, Schlaglöchern und chaotischen Mopedfahrern, die überall durch und drüber heitzen.image-2015-08-28(3)Von einer kleinen Kuppe die wir gerade hinaufgefahren sind, können wir hinab auf den Straßenverlauf schauen und noch im gleichen Moment stellen sich mir von den Füßen aufwärts alle Haare zu Berge! Himmel hilf! Rechts und links wird überholt, auf die Gegenfahrbahn wird ausgewichen, die LKWs preschen an einem vorbei als seien sie allem Gegenüber erhaben und dazu wirbelt der Staub durch die Luft. Selbst ein vernünftiger Fahrstil ist hier ein Risiko! Ich will mir gar nicht ausmalen, was passiert wenn hier mal einer kein Glück hat, grad noch irgendwo dran vorbei geschrammt zu sein.image-2015-08-28(4)Ich bekomme Beklemmung, denn Frederico scheint nicht zu ahnen, was sein Fahrstil und diese chaotische Straße bei mir auslöst. Mein Herz pochert wie wild und meine Gedankenn kreisen. Er rast! Verdammt er rast diese besch*** Straße entlang. Auch wenn er sich auskennt, er kann schlicht nicht allen Schlaglöchern ausweichen, er bedenkt nicht, dass der LKW den er grad überholt plötzlich auch ausweicht uns abdrängt. Alles im Auto vibriert, klappert und ich klammere mich an den Griff über mir. Jeder Schlag tut nicht nur den Stoßdämpfern weh, sondern auch ich nehme den Schmerz im Rücken persönlich. Ich hab jetzt nicht nur Beklemmung, ich habe noch dazu auch Wutpochern in meinem Kopf.


Wieder setzt Frederico zum Überholvorgang an und ich frag mich, ob er des Wahnsinns ist! 4 Personen mit 8 schweren Reisegepäckstücken befördert er, da kann man nicht vor der Bergkuppe einen langen LKW überholen. Wir sind viel zu träge und der Wagen ist kein SUV mit unendlich Horsepower! Im Gegenteil! Gedanklich schreie ich ihn an: „Alter bist Du irre?!“ Ich will hier jetzt ganz sicher nicht sterben! Ich bin grad erst angekommen.“ Ich atme tief durch und ringe nach Fassung: „Könntest du ihm bitte sagen, dass er nicht so schnell und vernünftig fahren soll?“ – hauche ich meinen Freund in zuckersüßem Ton zu.


Frederico bremst kurz darauf ab. Der Verkehr bleibt trotzdem chaotisch, das Gewirr auf der Straße gleicht einem Ameisenhaufen! Es ist absolut chaotisch, aber irgendwie scheinen die Schutzengel hier einen verdammt guten Job zu machen. Zumindest sieht man keine verunfallten Fahrzeuge. Das wäre bei dem starken Verkehrsaufkommen wahrscheinlich gleich eine Massenkarambolage!

Und es bleibt auch dabei, bei jedem Überholmanöver steigt mein Herzinfarksrisiko und nach jedem geglückten Ausweichmanöver durchzieht mich ein kaltwarmer Schauer. Irgendwie muss ich diese Stunde Autofahrt überstehen. Ich zwinge mich dazu, nicht mehr auf die Straße zu sehen. Eine Hand umklammert den Sitz, die andere tippelt nervös auf dem Smartphone rum. Immer wieder spüre ich die Schlaglöcher im Rücken, höre Reifenquitschen oder die dumpfen Töne der Stoßdämpfer. Nicht nur die von unserem Taxi!image-2015-08-28(8)„Lieber Gott, wenn Du da draußen bist und mich hörst, bitte bring uns heil an. Der ganze Aufwand mit Jobkündigen, Wohnungauflösen & Umziehen  wären sonst ja völlig umsonst gewesen, das kann nicht in deinem Sinne sein.“ Beten hilft, da bin ich mir sicher. Besonders in solchen Situationen. Eine weitere halbe Stunde leide ich stumm vor mich hin, bis wir endlich in Canaã ankommen. Körperlich unversehrt, aber vergessen werde ich diese Taxifahrt wohl mein ganzes Leben nicht!

#infoIch möchte hier noch sagen, dass Frederico ein echt netter Kerl ist und er wahrscheinlich nur einen schlechten Tag hatte. Ich habe ihn in den letzten Monaten sehr gern gewonnen, wir hatten einfach nur einen „holprigen“ Start. Die Straße von Canaã dos Carajás nach Parauapebas befindet sich derzeit in Reperatur und sollte demnächst sicher befahrbar sein. Stand 28.08.2014

Die Bilder und Videos sind im Nachgang und mit unserem Auto aufgenommen worden, nur das Regenwaldbild aus dem Flieger und das von Frederico am Steuer sind Zeitzeugen. Nur so ließ sich am Besten bebildern, wie es auf der Strecke oder auf den Straßen hier so aussieht. Die Videos sind an einem Sonntag entstanden, wo nur in etwa 1/3 des normalen Verkehrs unterwegs ist. Ihr könnt euch sicherlich vorstellen, wie chaotisch es abläuft, wenn wochentags die Straßen voll sind.

Mietwagen – Höhere Kosten am Flughafen

Wie praktisch ist es doch, ein Mietwagen am Flughafen des Urlaubsortes direkt entgegen zu nehmen. Man kommt an, steigt ins Auto und schon beginnt die schönste Zeit des Jahres.

Aber wußtest Du auch, dass dich dieser Luxus bedeutend mehr kosten kann? Frankfurt Flughafen NEU

Nicht nur, dass man am Schalter am Airport oft mit langen Wartezeiten zu rechnen hat, was einen kostbare Urlaubszeit kostet. Nein, die Stationen am Flughafen verlagen oft auch bedeutend mehr!Umfragen und Studien haben gezeigt, dass die Kosten so bis zu 25% höher sind! Wenn du also in einer Gegend ankommst, in der es mehrere Mietwagenstationen weiter entfernt vom Flughafen gibt, dann solltest du dir die Preise da anschauen.

Ein Leihwagenanbieter hat am Flughafen natürlich höhere Kosten, da die Mietpreise enorm sind und auch die Fläche für die parkenden Fahrzeuge mit berechnet werden muß. Ein ganzes Parkhaus voller Mietwagen hat seinen Preis und der wird an die Kunden weitergegeben.

Oft ist es also günstiger einen Bus, ein Taxi oder Shuttle zur nächstgelegenen Mietwagenstation zu benutzen, als diese Mehrkosten zu tragen. Prüf hier genau, welche Einsparmöglichkeiten du hast, wenn du auf flughafennahe Stationen ausweichst.

Fliegen ist wie Busfahren, nur weiter oben – richtig?

Ja, es gibt in der Tat Menschen die noch nie geflogen sind. Weil sie diese wunderbare Möglichkeit nicht haben oder sich fürchten. Ich werde dann immer gefragt: „Erzähl doch einfach mal wie ist es, zu fliegen?“ Bildschirmfoto 2015-08-10 um 15.50.10Meine Antwort: „Ach, weißt Du, Fliegen ist wie Busfahren – nur weiter oben.“Bildschirmfoto 2015-08-10 um 15.16.50Aber eigentlich ist es noch viel mehr als das: Für mich ist Fliegen das intensive Wahrnehmen von Naturkräften & nüchterner Physik. Eine einzigartige Möglichkeit, die Welt und ihre Schönheit von oben zu sehen. Aus einem anderen Winkel. Und dieser ändert machmal alles.Bildschirmfoto 2015-08-10 um 14.42.56Und so erlebe ich es: Es beginnt damit, dass ich es mir in meinem Sitz bequem gemacht habe und aus dem Fenster auf die Tragflächen schaue, die Propeller sehe und mir überlege, wie all diese Technik eigentlich funktioniert. Ob die Mechaniker ihre Arbeit richtig gemacht haben, ob keine Schraube lose ist und keine Klappe sich verklemmt hat.

Bildschirmfoto 2015-08-10 um 17.16.41Es folgen Sicherheitsanweisungen, ich checke wo die Notausgänge sind, schnalle mich an und lausche der Begrüßung des Kapitäns.Bildschirmfoto 2015-08-10 um 16.35.21Dann schließe die Augen, um jede Reaktion des Fliegers konzentriert zu erleben. Die Maschinen werden in Gang gesetzt. Ich spüre die Kraft unter meinen Füßen. Manchmal hat man gar das Gefühl, das Flugzeug strotzt vor Energie und es ist wie beim Menschen, wenn jeder Muskel angespannt ist. Und genauso gibt es Momente, in denen sich die Maschine vor Anspannung zu schütteln scheint. Bildschirmfoto 2015-08-10 um 21.58.33Im Schritttempo geht’s nun aufs Rollfeld. Das Flugzeug scheint nun gelassener zu sein. Dann werden die Triebwerke angeworfen. Ein dumpfes Grollen und wieder ist all die Kraft spürbar. Merkt man das Vibrieren und die erneute Anspannung. Der Pilot entkoppelt die Bremsen, wir rollen an, beschleunigen, legen schnell an Geschwindigkeit zu und rasen über die Startbahn. Die Schwerkraft drückt mich nach hinten in den Sitz und ich bin voller Erwartung auf diesen einen Moment.Bildschirmfoto 2015-08-10 um 21.53.43Der Moment, wenn die Räder sich vom Boden lösen. Wenn die Maschine den Kontakt zur Erde verliert. Wenn sie abhebt und wir endlich, endlich fliegen. Es ist einfach nur aufregend schön. Besonders genieße ich es, wenn ich diesen Moment teilen kann. Jemand neben mir sitzt, Finger eingehakelt oder die Hände gehalten werden. Nicht aus Angst, sondern weil man diesen besonderen Moment und alle dazugehörigen Gefühle miteinander teilt. Bildschirmfoto 2015-08-10 um 15.47.28Die Maschine befindet sich jetzt im Steigflug. Gegen den Wind drückt sich die Nase des Fliegers steil in den Himmel. Strebt sie hinauf in Richtung unendlich scheinender Weite. Die Menschen werden zu Ameisen, die Häuser zu Punkten. Wir kommen den Wolken immer näher. Wie abgeschnitten, sehen sie an ihrer Unterseite aus. Dann der Moment, wenn die Tragflächen sich ins Weiß der Wolken einzuschneiden scheinen. Es ist als würde ein Kuchemesser durch einen riesen Haufen Sahne gleiten.Bildschirmfoto 2015-08-10 um 17.35.49Wer Glück hat, erlebt Wolken, die wie Zuckerwatte anmuten und sich wie Badeschaum auftürmen. Die Fantasiefiguren formen und zwischendrin trotzdem noch den Blick auf die Welt darunter frei geben. Ich empfinde dann immer das tiefe Bedürfnis, von den Tragflächen aus, direkt in so eine Zuckerwattenwolke spingen zu wollen. Ich stelle es mir vor, wie in der Kindheit: Eine Badewanne voll fluffigem Schaum in den man wunderbar abtauchen konnte. Wo man sich fallen ließ und weich aufgefangen wurde.Bildschirmfoto 2015-08-10 um 15.25.02 Über den Wolken scheint natürlich auch immer die Sonne und nach all dem Rumtollen würde ich mich in ein so weiches Wolkenbett legen. Die Arme hinterm Kopf verschränken, ein Bein übers Knie legen und die Nase von den wärmenden Strahlen kitzeln lassen. Und dann einfach stundenlang in absolut himmlischer Stille dahin dösen. Ein äußerst attraktiver Gedanke!Bildschirmfoto 2015-08-10 um 17.49.12Die Maschine hat inzwischen ihre Flughöhe erreicht. Und wenn man sich nur auf die Tragfläche konzentriert, nur das Blau des Himmels dahinter sieht, dann nimmt man keinerlei Bewegung war. Man scheint in der Luft zu stehen. Doch das dumpfe Grollen der Triebwerke und die Vibrationen im Sitz, sind der sichere Indikator für ein Vorrankommen. Während wir an den Wolken vorbei ziehen, scheinen diese Stillzustehen, genau wie die Erde. Ihre Schatten treffen auf den Boden und ihre Konturen sind darauf 1:1 als dunkle Flecken wieder zu finden.Bildschirmfoto 2015-08-10 um 16.19.53Auf der Erde formen sich markant schroffe Berge, graben sich Flüsse durch Täler, durchziehen Straßen die Landschaft. Und jetzt ist es in der Tat so, als säßte man in einem Bus. Die Landschaft zieht vorbei. Ich drücke die Nase an die Scheibe, um ja nichts zu verpassen und genieße die Schönheit unseres Planeten. Bildschirmfoto 2015-08-10 um 15.37.36Ich packe die Kamera aus und knipse wie wild, um im nächsten Moment festzustellen: Nie sind die Flugzeugscheiben sauber und ich hab immer neblige Bilder. Einige Gedankensprünge weiter erinnere ich mich dran, das es wohl eine so neugierige Nase wie meine war, die die Scheibe verschmiert hat.Fliegen StewardessZum Essen und Entertainment im Flieger sag ich jetzt mal nichts. Da hat jeder so seine Meinung und Bedürfnisse. Aber ein paar Worte noch zum Trinken im Flieger. Ich neige dazu leicht zu dehydrieren und decke mich daher, immer mit reichlich Getränken ein. Auf einem Amerika-Flug, hatten wir also Cola, Wasser und zum Abschluss einer tollen Reise auch ein Schlückchen Rotwein geordert. Vor uns also vollgepackt das Tablett mit Salat, Abendessen, Dessert, Besteck, Servierten und drei Getränken, als plötzlich die Durchsage kam, das mit Turbulenzen zu rechnen sei.Bildschirmfoto 2015-08-10 um 17.48.55Meine Gedanken widmeten sich dem Szenario von Rotwein und Cola Flecken auf meiner Kleidung. Meine Hand schnellte nach Vorne und vor dem ersten Luftloch hatte ich in jeder Hand ein Getränk. Der Flieger schwankte ordentlich und wir mit ihm. Mein Banknachbar und ich gingen jede Bewegung mit den Armen nach, schwankten von Rechts nach Links und zurück. Wir hüpften auf und ab. Wir sahen aus, wie die Dirigenten eines Orchesters. Bildschirmfoto 2015-08-10 um 17.20.48Gelächter auf den Sitzreihen neben uns. Es muss ein Bild für die Götter gewesen sein. Vor lauter Lachen hatten wir Bauchweh und Wasser in den Augen. Und nicht mal das konnten wir trocknen, weil keine Hand frei war und wir weiter schwankend im Flieger saßen. Ungeniert kullerten uns also die Lachtränen über die Wangen. Unbezahlbarer Moment! Bildschirmfoto 2015-08-11 um 10.13.49Und seither freu ich mich geradezu auf Turbulenzen, weil sie mich an diese Geschichte erinnern.Natürlich muss jeder Flieger auch mal wieder runter und wohl jeder hofft auf eine sanfte Landung. Mancher hat Panick vor der Landung, aber man kann es aber auch ganz anders sehen! Und daran halte ich mich. Denn meistens bieten sich einem genau in diesem Zeitfenster die schönsten Ausblicke! Bildschirmfoto 2015-08-11 um 10.05.51Entweder weil man seine Heimat mal von oben sieht oder über Neuland fliegt. Und das ist der noch schönere Teil, denn man sieht seine Urlaubsdesitnation zum ersten Mal! Ich erinnere mich sehr lebendig, an meinen ersten Anflug auf Kapstadt, den ich wohl nie vergessen werde.Bildschirmfoto 2015-08-10 um 15.30.50Denn seit Monaten hatte ich mich auf diesen Urlaub gefreut und der Flug markierte den Start zu einer traumhaften Reise. Und traumhaft war auch die Landung. Der Pilot drehte eine extra Runde über die Stadt, sowie den Tafelberg und flog dann über das Meer bei Muizenberg ein. Nie zuvor hatte ich so weiße Strände und so türkisblaues Meer gesehen. Mein Herzschlag, die Vorfreude und Begeisterung stiegen mit jedem Meter, den wir uns dem Flughafen näherten. Ich konnte es gar nicht abwarten, dass alles zu entdecken, was wir gerade noch aus der Luft bewundert hatten. Bildschirmfoto 2015-08-10 um 15.11.57Ich mag es also, wenn man im Flieger sitz, wenn dieser zur Landung ansetzt. Wie das Starten, so ist auch das Landen – nur eben umgekehrt. Die Nase neigt sich nun nach unten, der Druck in den Ohren erhöht sich und die Landeklappen leiten das Abbremsen ein. Es ist der Moment, in dem man realisiert: Jetzt beginnt die Zeit des Entdeckens, Erlebens und Genießen. Ab diesem Zeitpunkt erhöht sich mein Puls, steigt der Adrenalinpegel und hüpfen die Glückshormone in meinem Körper. Bildschirmfoto 2015-08-10 um 17.56.24Man spürt die ganze Kraft der Technik. Man kann geradezu nachfühlen, wie stark so ein Flugzeug ist, wenn es den Winden trotzt und die Bremsung einleitet. Die Menschen in der Maschine sind ruhiger geworden, haben den Film gestoppt, ihr Tablett zur Seite gelegt und ihr Blick richtet sich jetzt auf die Fenster. Was wohl so in ihnen vorgeht?Bildschirmfoto 2015-08-11 um 18.01.26Mich drückt es wieder in den Sitz, als die Räder den Boden berühren, die Bremsen greifen und wir unser Ziel endlich erreicht haben. Alle scheinen jetzt aufzuatmen und sich zu entspannen. Auch der Flieger selbst scheint nun gelöster. Ob er auch froh ist, alle gut ans Ziel ihrer Träume gebracht zu haben? Wir rollen die Landebahn entlang, ich schaue fasziniert auf das Treiben am Flughafen und bedauere, dass mein Flug schon zu Ende ist. Bildschirmfoto 2015-08-10 um 14.43.08In meinem Leben hatte ich schon ein paar Mal die Chance, das Steuer zu übernehmen und selbst ein Flugzeug zu fliegen. Ein guter Freund von mir in Kapstadt hat sein eigenes Flugzeug und wann immer es möglich war, habe ich ihn begleitet.

DCIM100GOPROIch habe es geliebt über die Weinberge der Kapregion zu fliegen oder aus der Luft die Waale im Meer zu beobachen. Ja, sogar zwischen Tafelberg & Lions Head hat uns sein Flugzeug schon getragen. Wirklich ein faszinierendes & unvergessliches Erlebnis, für das ich ihm heute noch dankbar bin!
Bildschirmfoto 2015-08-10 um 15.18.30Grün im Gesicht wurde ich allerdings immer, wenn er mit mir Pirouette geflogen ist. Da ist mein Magen einfach zu labil. Mit der nötigen „Antiübelkeitsmedikamentation“ gings dann irgendwie. DCIM100GOPROMein letzter Flug als Wanna-be-Pilot führte uns vom hondurianischen Festland auf die Insel Roatan und zurück. Wir hatten das Glück und konnten mit einer privaten Maschine mitfliegen. Der Flughafen liegt direkt am Meer und Starts & Landungen sind ein einziges Happening! Mein Herz sprang nur so vor Freude, als ich auf dem Rückflug beim Piloten vorne sitzen durfte und den Steuerknüppel in meiner Hand hielt. Hier geht zur ganzen Geschichte: http://couchabenteurer.de/roatan-privatjet-ich/Bildschirmfoto 2015-08-10 um 16.46.30Unbeschreiblich dieses Gefühl. Man betrachtet die Welt unter sich, die kleine Maschine, all die Gerätschaften und begreift das Wunder des Fliegens. So lange hatte der Mensch davon geträumt und unsere Generation kann diese Leidenschaft nun ausleben.Ich bin froh und dankbar dafür.Bildschirmfoto 2015-08-10 um 16.35.39Und mal ehrlich, als Abenteurer würde ich tausendmal lieber bei einem Flugzeugabsturz sterben, als an einem Herzinfarkt im Büro, einem Autounfall in der Nachbarschaft oder am Ende eines langen Leidensweges in einem Krankenhaus. Ich hoffe nur immer, das ein möglicher Absturz, nicht die Hinreise betrifft, sonst würde ich ja den Urlaub verpassen.Bildschirmfoto 2015-08-11 um 10.05.51Im Ernst, Flugzeuge sind eines der sichersten Transportmittel! Die Experten des Fluglinienverbands IATA haben ermittelt, dass ein Passagier, der täglich fliegt, etwa 6500 Jahre unterwegs sein müsste, bis er in einen tödlichen Unfall verwickelt wäre. Und so alt werde ich ganz sicher nicht.Bildschirmfoto 2015-08-10 um 17.17.27Also meine Lieben! Traut Euch einfach. Lasst Euch drauf ein. Seht es als riesigen Spaß. Als pures Vergnügen und genießt diese besondere Möglichkeit, denn nicht alle Menschen hatten oder haben je die Chance dazu.Bildschirmfoto 2015-08-10 um 16.35.59Und genau aus all diesen Gründen liebe ich fliegen und hätte ich gerne selbst einen Pilotenschein!  Wie ist ds bei dir? Bist du schon geflogen? Wie empfindest du das? Teile deine Erfahrungen mit mir und schreib mir im Kommentarfeld – ich bin gespannt!

#infoMit diesem Text beteilige ich mich an der Blogparade „Über den Wolken“ von Reiseblog.at teil.

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Lieben Dank auf diesem Weg an Günther in Kapstadt, der meine Begeisterung erkannt hat und mich so oft es ging mitgenommen hat. Der extra Touren mit mir gemacht hat und mir die Chance gab, zum ersten Mal zu fliegen! Danke auch an die gesamte Morningstart Crew, die mich immer so lieb bei sich aufgenommen hat.

Herzlichen Dank auch an die Crew von Tranquility Air / Aeos Airlines für den ermäßigten Flugpreis nach Roatan, die Chance beim Piloten zu sitzen und selbst das Flugzeug zu steuern.