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Alleinreisende Frau – Alles Wichtige zu deiner Sicherheit hier!

Sind wir mal ehrlich: Als Frau ist man anderen Gefahren ausgesetzt als ein Mann, gerade wenn man sich nicht in der angestammten Umgebung bewegt. Ob man das nun gerne hört oder nicht. Deshalb gilt es gerade als Alleinreisende ein paar wesentliche Dinge zu beachten. Von der Auswahl des Reiselandes, der Unterkunftsart bis hin zu persönlichen Kontakten – verrate ich dir hier alles, was mich sicher um die Welt gebracht hat.

Diaz LeniAuf meinen allerersten Solo-Reisen war ich auch blauäugig, naiv und leichtsinnig in punkto Sicherheit. Mehr als einmal hätte das übel enden können und nur einem Haufen Schutzengeln habe ich es wohl zu verdanken, dass ich immer unbeschadet blieb. Darauf bin ich ganz sicher nicht stolz und ärgere mich selbst heute noch über so viel Gedankenlosigkeit.

Inzwischen bin ich viel herum gekommen. In der Gruppe, mit Partner aber auch alleine. Ich habe viel gelernt über Sicherheit auf Reisen und wie wichtig diese ist. Sei es in finanziellen Dingen, in puncto Gesundheitsvorsorge oder wenn es um Leib und Leben geht. Dieses Wissen und meine Erfahrungen teile ich gerne, speziell mit Frauen die planen alleine zu reisen und unterwegs zu sein.

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Die richtige Wahl des Reiseziels

Eine sichere und unbeschwerte Reise fängt für mich schon mit der Wahl des Urlaubslandes an. Es gibt immer noch Länder in denen Frauen nichts wert sind, wo ihre Rechte mit Füßen getreten werden und Missbrauch an der Tagesordnung ist. Wenn ich mich also frei bewegen möchte, ist so ein Land wahrscheinlich keine gute Wahl für einen Solo-Trip. Hier würde ich, wenn überhaupt die Sicherheit einer Gruppe oder des Partners vorziehen.

Allerdings sollte man dabei auch ganz genau prüfen wo Gewalt gegen Frauen stattfindet – ist es häusliche Gewalt oder findet sie auf der Straße statt? Oder auch, inwieweit Einschränkungen für Frauen gelten. Entsprechend den Rechercheergebnissen würde ich mich dann in diesem Land frei bewegen und gegebenfalls nur in touristischen Hochburgen bleiben. Wußtest du zum Beispiel, dass es auch Länder gibt, in denen Frauen nicht Autofahren dürfen? Wenn du ein Road Trip – Fan bist, dann ist dieses Land vielleicht nicht das richtige für dich. Oder du musst dir einen zuverlässigen Fahrer organisieren. Dinge also, über die man sich unbedingt vor Reiseantritt Gedanken machen muss.

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Selbstbewusstes Auftreten

Wie oft beobachte ich Frauen, deren Körperhaltung schon von Angst, Eingeschüchtertheit und Unsicherheit spricht. Hier ist die Aussage ganz klar: „Ich kann dir nichts entgegensetzen, du wirst leichtes Spiel bei mir haben“ und das macht sie bei potentiellen Tätern zu leichten Opfern. Wer stolz und stark auftritt, an den wagt man sich nicht so einfach heran. Deshalb ist schon ein selbstbewusstes Auftreten ein wichtiger Punkt.

In meiner Anfangszeit in Südafrika (ich habe dort gelebt) habe ich diese Haltung selbst an mir beobachtet und mit einem Selbstverteidigungskurs darauf reagiert. Es war beachtlich was sich allein durch mein neues, selbstbewusstes Auftreten verändert hat. Deshalb möchte ich es anderen Frauen unbedingt ans Herz legen stark aufzutreten und gegebenenfalls vorher an ihrer Körpersprache zu arbeiten.

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Kontrolle behalten

Wer die Kontrolle über sich verliert, wie zum Beispiel durch Drogen oder Alkohol macht sich ebenso zu einem leichten Opfer. Wer in Bars oder Diskotheken völlig betrunken und unzurechnungsfähig rumhängt, ist ein leichtes Ziel für Täter, da mit keinerlei Gegenwehr zu rechnen ist. Deshalb sage ich ganz klar, dass man wenn man allein unterwegs ist, nie die Kontrolle über sich verlieren sollte. Sich mit Alkohol abschießen kann man, wenn man vertraute Personen dabei hat, die zur Not die Verantwortung übernehmen, wenn man es selbst nicht mehr kann.

Ich achte außerdem drauf, dass mir niemand Drogen ins Glas tut und habe Wertsachen immer am Körper. Deswegen habe ich aber nicht weniger Spaß. Im Gegenteil. Ich habe so sichergestellt, dass ich die nächsten Tage auch sorgenfrei und unbeschadet meinen Urlaub genießen kann.

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Pfefferspray & Co.

Ich bin kein Fan von Waffen und Co. Auch an Pfefferspray in der Tasche scheiden sich die Geister, da es oft auch gegen die Frau selbst eingesetzt wird. Ich hatte auf Reisen bisher noch keines dabei. In manchen Ländern ist es sogar verboten. Außerdem kann es schwierig werden, dieses im Flieger zu transportieren, da es im Handgepäck nicht erlaubt ist und es selbst im Koffer Probleme geben kann.

Hier möchte ich nicht in die ein oder andere Richtung einen Ratschlag geben. Wenn es das Sicherheitsgefühl stärkt und du dich damit wohl fühlt, dann ist es sicherlich völlig ok. Klär nur vorab in welchen Ländern es verboten ist, wie die Airline es transportiert und wo du es ggf. im Ausland kaufen kannst.

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Selbstverteidigungskurs

Mindestens einen Kurs zur Selbstverteidung sollte jede Frau mal belegt haben. Einfach weil sie wirklich nützlich sind und sei es, dass man sich über seine eigene Stärke bewußt wird. Es gibt viel Sicherheit, wenn man mit ein paar Handgriffen einen Täter abwehren kann.

Aber mir ist auch völlig klar das man, wenn man nicht im ständigen Training ist, das Gelernte wahrscheinlich nicht mehr reflexartig anwenden kann. Ich halte Selbstverteidigungskurse als Reisevorbereitung also in der Hauptsache für sinnvollm um das eigene Auftreten und die Selbstsicherheit zu stärken. Und dafür sind sie wirklich gut.

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Zwischen Flexibiliät und Planung

Ich liebe es selbstbestimmt und frei unterwegs zu sein. Trotzdem ist mir Sicherheit wichtig und ich versuche auch dem gerecht zu werden. So vermeide ich es zum Beispiel nachts irgendwo anzukommen. Lässt sich eine nächtliche Anreise nicht vermeiden, dann habe ich eine Unterkunft vor gebucht. Oft kann man nicht einschätzen wie sicher es auf dem Weg von der Haltestelle bis zum Quartier ist. Um dort auch wohlbehalten anzukommen nehme deren Shuttle in Anspruch oder ich rufe mir ein Taxi.

Das kostet gegebenenfalls etwas mehr, gibt mir aber die nötige Sicherheit. Das plane ich einfach schon bei der Unterkunftssuche mit ein. Buchungswebsiten machen es einem leicht nach Shuttle vom Flughafen und Entfernung zum Ankunftsort zu suchen. Macht man sich diese Tools zu nutze, kann man so die Kosten für den Transport minimieren. Gegebenenfalls reist man bei Tageslicht weiter zur Wunschunterkunft.

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Orientierung

Wisse wohin dein Weg dich führt und vor allem wie du wieder zurück findest. Ich lasse mich auch gerne treiben, tauche ein in eine neue Stadt und laufe ziellos herum. ABER ich weiß dann auch, welche Stadtvirtel ich besser zu meiden habe. Wo man sich nachts nicht bewegt und vor allem wie ich wieder nach Hause finde.

Ich hab die Adresse der Unterkunft dabei und speichere mir diese vorab im Navi ab. Daheim im Wlan funktioniert das besser als im Reiseland selbst.

Außerdem drucke ich mir eine Umgebungskarte aus. Diese kann man dann Bus- und Taxifahrern oder Locals zeigen und irgendwer hilft einem dann meistens, den Weg zur Unterkunft zu finden.

Gerade wenn ich die Sprache nicht beherrsche, dann kann ich auf der Karte zeigen, wohin ich will. Besonders dann, wenn das Smartphone mit Navi längsst keinen Akku mehr hat nach einem langen Tag.

Auch hilft es, wenn du vorab die Verbindungen checkst und die Rufnummer das Taxiunternehmen hast. Sei flüssig um dieses dann auch zahlen zu können.

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Unterkunft

Wer aufs Geld schauen muss, der entscheidet sich oft gegen Hotels. Hostels, Airbnb und Couchsurfing machen es einem heutzutage leicht, günstig zu reisen. Aber auch hier gibt es Gefahren, die man kennen sollte und für sich minimieren kann. Daher hier mein Rat:

Airbinb/ Couchsurfing – Such dir eine Frau als Host oder eine Gastfamilie. Schau dir deine Gastgeber vorab gut an. Vertraue auf verzifizierte Hosts. Tritt vorab in Kontakt via Mail oder Skype. Lies die Kommentare anderer Reisender und wäg dann ab ob du die Unterkunft bzw den Gastgeber wählst.

Hostel – Wenn du dich nachts im Zimmer mit freumden Menschen nicht wohl fühlst, dann buch ein Einzelzimmer. Hast du Bedenken mit Männern im Schlafsaal, dann ist ein reines Frauenzimmer die richtige Wahl für dich.

Wer ganz ängstlich ist, der sollte sich vielleicht spezielle Frauenhäuser oder Reiseanbieter suchen, die sich darauf spezialisiert haben. Hier gibt es eine Fülle an Angeboten.

Oder wie wäre es im Wohnmobil unterwegs zu sein? Auch hier gibt es taffe Frauen die so die Welt für sich entdecken.

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Taxifahrten

Viele Frauen wissen gar nicht, dass auch Taxis ein Risiko sind. Noch immer gibt es viele Länder wo diese nicht stattlich registriert und kontrolliert sind. Auch das sollte man sich bewusst machen und ggf. vorher in Erfahrung bringen. In Rio de Janeiro zum Beispiel wird jedem Reisenden ans Herz gelegt, nur stattlich zugelassene Taxis zu nehmen. Für Frauen gelten diese „Regeln“ doppelt!

Auch kann man direkt beim Taxiunternehmen nach einer Frau als Fahrer fragen, wenn man sich mit einem Mann unwohl fühlt. In jedem Fall sollte man immer auf sein Bauchgefühl hören, wenn man in ein Taxi steigt. Ist einem der Fahrer suspekt, dann lieber abwinken und das Nächste nehmen. Stell sicher, dass du immer genügend Geld dabei hast. Sollte der Fall eintreten, dass nachts mal keine Busse mehr fahren, dann muss das Geld noch fürs Taxi reichen.

Achtung wenn du bisher auf der Beifahrerseite eingestiegen bist. Auch das wird in manchen Ländern als „Aufforderung“ verstanden. Setzt dich lieber nach hinten.

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Angemessene Kleidung im Urlaub

Ja, wir sind Frauen und stolz darauf schön, sexy und kurvenreich zu sein. In Ländern wie Brasilien darf man das sicherlich auch gerne und reichlich zeigen. Ganz anders sieht es in muslimischen Ländern aus. Und auch in den meisten Gotteshäusern dieser Welt ist angemessene Kleidung ein Muß. Kein tiefer Ausschnitt, keine freien Schultern, keine kurzen Röcke und manchmal sind sogar ein Tuch oder Mantel vorgeschrieben.

Mir ist klar, dass viele Frauen sich dagegen streuben, weil es für sie nicht mehr ins heutige Weltbild paßt. Trotzdem: Wem das missfällt, der sollte sich von vorn herein ein Reiseland aussuchen in dem es lockerer gesehen wird. Anstatt zu provozieren und in diesen Ländern Gefahr zu laufen mit Strafen oder gar Gefängnis bedacht zu werden.

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Schmuck und teure Kleidung

Natürlich sieht man als Frau gerne adrett aus und schmückt sich auch gerne mal. Dagegen ist auch nichts einzuwenden, wenn man sich in sicherem Terrain wie etwa der Hotelanlage bewegt. Wer aber backpack die Welt erkundet, der sollte ich gut überlegen, wieviel er aufträgt. Jeder Wert den man mit sich herum trägt macht einem zum potentiellen Ziel für Diebe.

„Wer nichts hat, dem kann auch nichts genommen werden.“ so halte ich es. Einfache Kleidung, kein Bling Bling und erst Recht kein teurer Schmuck. Überdenk einfach vorab, wo und wie du dich bewegst und ob auf der Strecke Gefahren lauern. Vielleicht ist weniger Schmuck dann einfach mehr Sicherheit?

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Handtasche

In Deutschland oder auch in Europa sind wir es gewohnt unsere Handtasche über die Stuhllehne zu hängen oder auch offen mit uns herum zutragen. Das mache ich auf Reisen nicht. Meine Tasche hat immer Körperkontakt zu mir und ich sichere sogar den Reißverschluss ab. Bin ich in einer Bar, dann ist die Tasche zwischen meinen Beinen. Laufe ich herum ist sie geschlossen und und der Reißverschluss gesichert durch einen Karabinerhaken. Das macht es selbst gewieften Handtaschendieben schwer sich zu bedienen.

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Handy

Je nach Reiseland empfiehlt sich auch auch im Umgang mit dem Handy etwas mehr Umsicht. Handys sind wertvoll – gerade in armen Ländern können sie das Überleben einer ganzen Familie für lange Zeit sichern. Deshalb hält man sich besser bedeckt und zeigt seinen Wohlstand nicht. Ich laufe also nicht mit Smartphone in der Hand durch die Gegend. Muss ich etwas nachlesen, dann im Schutze der Handtasche. Will ich telefonieren, dann suche ich mir vermeidlich sichere Orte dazu. Manchmal verzichte ich auch ganz aufs teure Smartphone und bin mit einem Billighandy unterwegs. Daran hat Niemand ein Interesse und ich laufe nicht Gefahr Opfer eines Überfalls zu werden.

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Frau im Nachtleben

Für viele gehört auch nächtliches Ausgehen zum Urlaub dazu. Grundsätzlich zu sagen, dass man das in manchen Ländern gar nicht tun sollte halte ich für Quatsch. Natürlich passiert nachts mehr, es gibt dunkle Ecken und komsiche Gestalten auf der Straße. Das gibt es in Frankfurt genauso wie in Sao Paulo, Kapstadt oder New York, vielleicht sogar in der direkten Nachbarschaft. Wichtig ist einzig das ihr wißt, wie ihr euch richtig und vor allem sicher ins Nachtleben stürzt. Informiert euch einfach, welche Locations gut geeignet sind und wie ihr unbeschadet dahin und zurück kommt.

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Neue Kontakte

Als Alleinreisende kommt man auch viel mit Menschen in Kontakt. Das liebe ich besonders. Natürlich birgt das auch Gefahren, wenn man allzu leicht vertraut. So gern ich die Menschen gewonnen habe, ich treffe mich die ersten Male auf neutralem Boden mit ihnen und teste ein wenig aus, wie vertrauenswürdig sie sind und was mein Bauchgefühl dazu sagt. Erst dann lasse ich mich zu ihnen nach Hause einladen.

Noch spezieller ist es, wenn der neue Kontakt ein Mann ist. Mädels seid hier wirklich doppelt vorsichtig und geht nicht zu leichtfertig irgendwo mit hin. Liebesgesäusel hin oder her. Wie viele Frauen wurden schon Opfer ihrer Leichtgläubigkeit und haben es bitter bereut. Teste ihn, googel ihn und komm mit seinem Umfeld in Kontakt bevor du dich auf irgendwas einlasst, was du später bereuen könntest. Öffentliche Plätze, Bars & Cafés bieten eine Sicherheit die seine Wohnung nicht hat. Erst wenn du dir absolut sicher bist, dass er es ernst meint und du dir auch mehr vorstellen kannst, dann lass dich drauf ein.

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Liebe, Sex und Leidenschaft

Verliebt sein im Urlaub und viel körperliche Nähe sind toll. Spontaner Sex für viele sicherlich auch. Ungeschützter Sex aber ganz sicher nicht. Auch wenn du dazu gedrängt wirst, lass es! Kennst du die HIV-Rate im Reiseland? Weißt du mit wie viel verschiedenen Partnern das Ziel deiner Begierde schon im Bett war? Welche Krankheiten sie vielleicht haben? Kennst du dich aus, was noch so alles übertragen werden kann? Willst du deinem Kind irgendwann mal erklären, dass du den Namen des Vaters nicht kennst, weil es flüchtig war? Gefühle und Lust sind das Eine. Verantwortung dir und deinem Körper gegenüber das Andere. Also Kopf an und Kondome in die Tasche – dann ist auch gegen Sex auf Reisen nichts zu sagen.

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Notfall

Ist doch etwas passiert – du wurdest überfallen, ausgeraubt oder mißbraucht – dann kenne die Anlaufstellen. Sei es die Rufnummer der Polizei, das nächste Krankenhaus oder die deutsche Botschaft die dir helfen kann. Speicher einen Notfall Kontakt in deinem Handy ab. Weltweit gilt der Standard ICE. Er bedeutet „In case of emergency„. Die entsprechenden Nummern auf dem Handy als „ICE“ gespeichert, erleichtert im Notfall die Verständigung von Angehörigen und die Identifikation von Verunfallten.
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Fazit

Mir ist natürlich völlig klar, dass man nie ausschließen kann, das etwas passiert. Aber ich sage ganz klar, dass wir mit Bedacht und richtigem Handeln das Risiko minimieren können.

Daher ist für mich die wichtigste Regel, sich stets besonnen zu verhalten. Sich den Punkt „Sicherheit“ auch unterwegs immer wieder vor Augen zu führen und danach zu handeln.

Sei es das Pfefferspray in der Tasche oder das Selbstbewusste auftreten. Auch sollte man wissen, welche Plätze man, zu meiden hat oder wo man im Notfall schnell Hilfe bekommt.

Entgegen aller Angstmache oder jeglicher Konventionen sollten wir Frauen uns durch nichts davon abbringen lassen die Welt für uns zu entdecken. Wir sollten nur sicher stellen, dass auch gefahrlos zu tun.

In diesem Sinne: #get up & stay safe!

#infoWer mehr über Sicherheit auf Reisen erfahren möchte, der klicke sich am Besten durch meine gesammelten Infos. Vom Umgang mit Geld und Papieren bis hin zur Sicherung deiner Urlaubsfotos findest du im Reiter #Mehrwert oder im LINK alles, was dir weiterhilft!

 

Reise-Glück-Neider − Wie geht man mit ihnen um?

Du hast ewig auf deinen Urlaub gespart, dann steht er an und mit ihm die Reise-Neider. Die Leute, die nie extra jobben für Urlaub oder im Alltag sparen, aber plötzlich mißgönnerisch dumme Sprüche ablassen. Doch wie begegnet man solchen Leuten am Besten, ohne aus der Haut zu fahren? Ich verrate dir meine Strategie!image-2015-12-19(1)Immer wieder höre ich die Aussage „Oh ich beneide dich! Du gehst schon wieder in den Urlaub. Du musst ja Kohle ohne Ende haben. Ich könnte mir das nie leisten.“ Wenn ich das von manchen Leuten gesagt bekomme, dann macht sich Wut in meinem Bauch breit und ich möchte am Liebsten mit der Faust auf den Tisch hauen. PaternosterSeit ich auf Reisen gehe, war ich ganz sicher noch nicht reich und habe ebenso sicher kein Luxusleben geführt. Aber das blenden die Neider leider aus. Reisen leiste ich mir weil es mir wichtig ist. Wie ihnen ihre riesige Wohnung, ihr Apfel Handy, das teure Auto und die wöchentlichen Shopping-, und Nightlife-Touren.Fortaleza, Brasilien, Street Art

Neid ist keine Tugend. Neid ist Missgunst. Neid ist Eifersucht. Neid ist böser Wille.

Aber ich bin nicht schuld an ihrem Lebensstil und muss mir meinen nicht vorhalten lassen. Ich habe etwas getan um raus zukommen und die Welt zu sehen. Ich habe meine alte Existenz komplett aufgegeben. Meine 90 qm Wohnung, mein Auto, meine Möbel und alles was mein Leben komfortabel und luxuriös machte ist weg. Und das alles nur, um mir meinen Traum vom Reisen und Entdecken zu erfüllen. Um im Ausland leben zu können habe ich 5 Nebenjobs gleichzeitig gemacht. Ich habe Balkone abgeschliffen, Wäsche gebügelt, Wohnungen geputzt, Kataloge gestaltet, als Messenhostess gejobbt und nachts noch Houssittingaufgaben übernommen. Wer von den Neidern macht das, um sich seine Träume zu erfüllen?image-2015-12-14(9)Sie suhlen sich in Selbstmitleid und neiden anderen ihr Glück. Anstatt es selbst in die Hand zu nehmen. Es gibt so viele Wege reisen zu können und ebenso viele Geld zur Seite zu legen, um die Welt zu entdecken. Auch für die mit wenig Sparpotential und ohnehin schon 3 Nebenjobs.

Amsterdam FahrradDenn so viele haben es schon vorgemacht und ohne Geld die ganze Welt bereist. Sie trampen um Vorwärts zu kommen. Sie übernachten umsonst bei Couchsurfing-Gastgebern und schlagen sich mit Tellerwaschen durch, um eine warme Mahlzeit zu haben. Sie alle haben Willensstärke bewiesen und ihren Traum gelebt auch ohne großes Budget.Utlia Boot Tauchen Paradies garantiertDoch wie begegnet man nun diesen Neidern? Ich habe beschlossen mich nicht mehr zu rechtfertigen. Meine Strategie ist eine Andere! Ich kenne die Tricks zum Sparen im Alltag. Ich weiß was Verzicht heißt und auch was Willensstärke ist. Aber wie bringt man das diesen Menschen bei?

IguazuGanz einfach! Ich stelle Fragen um dem Neid zu begegnen!

Ist es dein absoluter Traum so wie ich zu leben und zu reisen? Meist bekomme ich ein unbedingtes „JA!“ entgegen geschmettert. Also frage ich weiter. Würdest du dafür mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren? Würdest du in eine kleinere Wohnung ziehen? Würdest du der Nachbarin bei den Einkäufen helfen oder kellnern gehen? Würdest du den Fernseher abschaffen? Würdest du wieder Filterkaffe trinken statt Coffee-to-go bei Starbucks? Würdest du im Überlandbus reisen und dein Zimmer im Hostel teilen? Würdest du es so machen wollen wie ich, nur um reisen zu können? Diesmal ist die Antwort eine beklemmende Stille.little Lions Head BeachDann zwinkere ich immer zuckersüß und hauche „Aber hey es muss ja nicht so „Hardcore“ sein wie bei mir. Und dann verrate ich meine ganzen Tricks, wie man auch ohne zu großen Verzicht und mit ein paar Kniffen zum Traumurlaub kommt.KrügerUnd weißt du was? Das so über die Fragen zu machen, klappt viel besser als mit der Faust auf den Tisch zu hauen. Vielleicht trickst du deine Neider mit diesen oder ähnlichen Fragen auch einfach aus und bringst sie so zum Nachdenken? Oder hast du sogar noch bessere Strategien? Dann schreib mir – auch ich lerne noch gerne dazu!

#infoDu bist zwar schon ein Fuchs beim Sparen fürs Reisen, aber du interessierst dich trotzdem noch dafür wie Andere das machen? Meine Urlaubs-Spar-Tipps findest du durch Klicken auf LINK.

Lesotho – Und die Lektion das man Glück nicht kaufen kann

Wohl kaum Jemandem ist das Wort „Lesotho“ ein Begriff und wohl die wenigsten wissen, dass es ein eigenständiges Land inmitten Südafrikas ist. Und auch mir war es nicht geläufig, bis ich den höchsten Pub Afrikas besuchen wollte und über die Sanipassroute unweigerlich auch nach Lesotho kam.image-2015-09-05Diese kleine Enklave inmitten von Südafrika, ist ein eigenständiger Staat und wird als parlamentarische Monarchie geführt. Politisch haben diese beiden Länder jedoch nie zusammen gehört. Mit gerade mal einer Fläche von 30.355 km² ist das Land ein Winzling unter den afrikanischen Staaten. Lesotho hat 1.930.493 Einwohner, das macht in etwa nur 64 Menschen pro km². Zum Vergleich bei uns in Deutschland sind es 227 Einwohner je Quadratkilometer.image-2015-09-05(3)Lesotho liegt zum großen Teil auf einem Hochplateau der Drakensberge. Es ist das einzige unabhangige Land dieser Welt, dessen gesamtes Staatsgebiet über 1.000 Meter liegt und deshalb auch „The Kingdom in the Sky“ – „Das Königreich im Himmel“ genannt wird. Nur die Flache Ebene gilt als fruchtbar ansonsten ist das Land sehr kark und fast baumlos. Außer Wasser hat das Land keine nennenswerten Ressourcen.image-2015-09-05(1)Die Bevölkerung des Landes stammt zu 99% vom Bantuvolk der Basotho ab. Es beherbergt aber auch Minderheiten wie Zulu, Xhosa, Europäer und auch Asiaten. Die Basotho sind ein stolzes Volk mit langer Tradition, gelebter Kultur und eigenständiger Identität. Muttersprache von 99 % der Landesbevölkerung ist Sesotho, trotzdem ist bedingt, durch die britische Besetzung während der Kolonialzeit, auch englisch eine der Landessprachen.image-2015-09-05(7)Lesotho gilt, mit einer Arbeitslosenquote von 45%, als eines der ärmsten Länder dieser Welt. Begründet wird dies durch die geografischen Gegebenheiten, den geschichtlichen Wandel, die Wanderarbeit zur Zeit der Minen in Südafrika und das schlechte Bildungssystem. Allein die Analphabetenrate unter Frauen mit fast 75% spricht Bände. Dennoch habe ich Lesotho als ein Land kennengelernt, was einen unschätzbaren Reichtum hat.image-2015-09-05(4)

Als Gast in einem typischen Basotho Dorf inmitten karger Landschaft und umringt von Schafen lernte ich, worin der eigentliche Besitz dieses Volkes liegt. Unser südafrikanischer Guide kommt seit seiner frühen Kindheit immer wieder in dieses Land, pflegt gute Kontakte und enge Freundschaften und genau das möchte er auch seinen Gästen vermitteln. Er erzählt uns eine Geschichte, die mich bis heute nicht loslässt.image-2015-09-05(6)Er hat nämlich so einen so einfachen Schaafhirten mal gefragt, wie viel Geld er denn besäße und wie viel er auf dem Konto habe. Daraufhin erwiderte der Mann, dass er kein Konto habe, keine Scheine unter dem Kissen horte und auch nur 5 Rand in seiner Tasche habe. Die Schlussfolgerung daraus wäre, dass der Hirte bitterarm ist. Doch er gibt an, 1.000 Schafe, ein Haus und eine große Familie zu haben und sich gar nicht arm zu fühlen. Berechnet man ein Tier mit 20 EUR, dann stimmt das auch, denn dann besitzt er satte 20.000 EUR! Aber um diesen Wert geht es gar nicht, sondern um das was er dem hinzufügt!image-2015-09-05(2)Denn der einfache Hirte bemerkt, dass Touristen in sein Dorf kommen, die sich allesamt gestresst, ausgebrannt und depressiv vorkommen. Er sagt, diese Menschen haben durch ihren Lebensstil vergessen was Glück bedeutet. Wie wertvoll das Leben und die Hilfe im Verband sind und wie viel die Liebe der Familie wert ist. Er sagte zu unserem Guide: „Ich bin nicht reich an Geld, aber an Werten, die Ihr Euch wünscht. Die Ihr aber mit all Eurem Geld nie kaufen könnt.“ Als ich diese Geschichte höre, muss ich schlucken. Und so wie mir geht es allen in meiner Gruppe. Wir alle haben schon erfahren, wie groß der Druck in der Gesellschaft ist, wie sehr unser Handeln vom Konsum geprägt ist und wieweit wir uns von den Menschen entfremdet haben die wir lieben.image-2015-09-05(8)Noch heute denke ich oft an den Besuch im Basutho Dorf nach und die Lektion die ich dort gelernt habe. Das aller Statistik zum Trotz der Wohlstand eines Land nicht an materiellen Werten zu messen ist, sondern dass es vielmehr auf die Lebensfreude, das Miteinander und die Fürsorge im Verband ankommt. Regelrecht erbärmlich kommt mir dagegen dann unser Wertesystem vor.image-2015-09-05(5)Der kurze Ausflug nach Lesotho wurde für mich also zur unschätzbar wertvollen Lektion und ich bin dankbar dafür erlebt zu haben wie man noch im Einklang mit der Natur und den Tieren leben kann. Wie Hilfsbereitschaft, Nächstenliebe und der Zusammenhalt in der Gemeinde gelebt werden und Geld kein Index für Glück ist.

Danke Lesotho, dass ich dein Gast sein durfte und dich anders kennengelernt habe, als durch nüchterne Zahlen. Danke das du mich gelehrt hast, was Glück und Wohlstand wirklich bedeuten.

#infoWer sich für die ausführliche Geschichte und vor allem für die spannende Anfahrt über den Sanipass interessiert, der klicke bitte auf LINK.

Südafrika – Sicherheit ist das A & O

So sehr ich Südafrika liebe, ich weiß dass das Land sehr große Probleme hat und man das neben all der Schönheit dieser Region nicht außer Acht lassen darf. Vergewaltigungen, bewaffnete Überfälle, Diebstähle & Einbrüche gehören zum Alltag der Südafrikaner. Siehe hierzu die Kriminalstatistik im LINK.

Auf meiner ersten Reise nach Kapstadt und in die Weinregion hatte ich mich in das Land verliebt und habe von alledem nichts mitbekommen. Wie viele Touristen reiste ich in einer Gruppe und war Dank der Fürsorge der Veranstalter rund um die Uhr gut behütet. Anders sieht es aus, wenn man selbst in Südafrika unterwegs ist. Sei es im Mietwagen, auf einem Road Trip oder als Backpacker mit dem Bus.image-2015-09-03(6)Jeder kennt die bewegte Geschichte des Landes und die Armut Afrikas. Dass sich für viele Menschen seit dem Ende der Apartheid nicht viel geändert hat, sieht man direkt, wenn man in Kapstadt am Flughafen landet. Townships gehören zum Stadtbild ebenso dazu, wie der Tafelberg und die luxuriöse Waterfront-Shoppingmeile. Die Stadt hat 4 Millionen Einwohner, davon leben 3 Millionen in den Elendsvierteln.

Geblendet vom noblen Clifton oder Camps Bay kann man diese Realität schnell ausblenden und vergessen welche eklatante Schneise es zwischen Arm und Reich in Südafrika gibt. Ich halte das für den größten Fehler sich blenden zu lassen, wenn man das Land sicher bereisen will und ich erkläre dir auch warum.Camps BayMir ging es ebenso, dass ich alles „total“ toll fand bis ich in dem Land gelebt habe und mit der harten Realität konfrontiert wurde. All zu gerne würde ich auch jetzt nur die schönen Seiten sehen, aber um dieses Land sicher zu bereisen, muss man sich wirklich an Regeln halten, sonst kann es in der Tat lebensgefährlich werden.

Leider ist für viele Südafrikaner blankes Überleben der Alltag und auch ein Menschenleben nicht viel wert, wenn es um die Beschaffung von Geld geht. Wir Europäer reisen mit unserem Goldschmuck, unserer Markenkleidung sowie teuren technischen Geräten und vergessen völlig, dass wir uns aber genau damit zum Ziel machen und uns in Gefahr bringen.

Das Durchschnittseinkommen in Südafrika liegt bei 580 Dollar im Monat, da leuchtet es schnell ein, dass ein 800 EUR teures Apfelhandy das Überleben für einen ganzes Monat sichert und damit ein lohnenswertes Ziel ist. Zumal das Durchschnittseinkommen an der Realität der Ärmsten vorbei schrammt und für sie das Einkommen des ganzen Jahres durch ein geklautes Handy abgedeckt wäre.

SlumDeshalb sollte die erste Regel bei Reisen in Südafrika sein:

Zeig deinen Wohlstand nicht! Trage keine teuren Marken zur Schau, lauf nicht mit Smartphone in der Hand durch die Gegend, halte deine Kamera bedeckt. Es ist naiv zu glauben, dass der Wohlstand nicht geneidet wird. Selbst auf der bei Touristen beliebten Flaniermeile „Long Street“ läuft man Gefahr, sein Handy abgenommen zu bekommen. Mit viel Glück vielleicht auch ohne Messer am Hals.

Zweite Regel:

Sei immer und überall wachsam. Etwas was ich so erst lernen musste und im Vergleich zu Europa schon fast einem Verfolgungswahn gleich kommt. Aber nur diese stetige Achtsamkeit hat mich davor beschützt zum Opfer zu werden. Hier wechselt man die Straßenseite, wenn einem hintendran Jemand zu nahe kommt oder an der nächsten Hausecke eine seltsame Person steht. Hier fährt man die nächste Polizeistation an, wenn man das Gefühl hat, dass man verfolgt wird. Hier vermeidet man es bei Dunkelheit rumzulaufen – auch wenn das Restaurant quasi ums Eck ist. Gerade im Nachtleben wenn auch noch Alkohol im Spiel ist, ist man ein leichtes Opfer. Kein Deutscher würde sich ein Taxi nehmen, um ans Ende der Straße in die Bar zu fahren. Hier ist es normal.image-2015-09-03(3)Dritte wichtige Regel:

Vermeide nächtliche Autofahrten/ Aktivitäten. (Taxifahrten zum Restaurant mal ausgenommen) Ja, es ist verlockend noch nach Sundowner am Meer zu sitzen, aber wenn du dafür nachts an Townships vorbei musst, kann der Spaß schnell zu Ende sein. Als Tourist bekommt man in der Regel nicht mit, was alles im Land passiert, wo die Brennpunkte sind und wo wirkliche Gefahren lauern. Ich weiß es, ich habe da gelebt. Und Geschichten von Straßenblockaden, gefakeden Unfällen und Steinewerfern sind bittere Realität. Also vertrau mir wenn ich sage, dass du nicht nachts unterwegs sein solltest.

Bei Unfällen/Pannen, die du beobachtest gilt Folgendes: In sicherem Abstand die Lage checken und die Polizei um Hilfe rufen. NIEMALS vorschnell aussteigen und helfen wollen! Ich würde nie aus dem Auto springen, wenn ich den Unfallhergang nicht selbst beobachtet hätte. So hart es klingt, aber viele Unfälle sind initiiert und Helfer werden nach Stoppen ihres Fahrzeuges zu den eigentlichen Opfern.

Wird dein Fahrzeug gerammt oder deine Reifen beschädigt halte nicht an! Fahr zur Not auf den Felgen zur nächsten Polizeistation oder Tankstelle. Felgen lassen sich ersetzen, dein Leben nicht. Ob du es glaubst oder nicht, selbst auf der hoch frequentiere Autobahn zwischen der Kapstädter Innenstadt und dem Flughafen sind solchen Überfälle keine Ausnahme. Nachts steigst du da nicht aus dem Fahrzeug sondern bringst dich erst in Sicherheit.

Viere Regel:

Bevor du aus dem Haus gehst überprüfe, ob du wirklich alles mitschleppen musst. Brauchst du die Kreditkarte beim Bar-Besuch, brauchst du das Handy am Strand, kann der Pass auch im Hotelsafe bleiben? Frag dich immer, ob all das nötig ist. Tut es vielleicht auch eine handvoll Scheine statt der dicke Geldbeutel? Ein guter Tipp ist auch, zwei Geldbeutel mitzuführen. Wird man überfallen gibt man den einen ab und hat noch einen zweiten für den Notfall.

Fünfte Regel:

Nichts ist so wertvoll wie dein Leben. Wirst du trotz aller Vorsichtsmaßnahmen zum Opfer, dann gib alles Geforderte bereitwillig ab. Man kann alles ersetzen, nur dich nicht. Nur Täter die unter Druck geraten, werden zum Äußersten schreiten und dich verletzten oder gar töten. Deshalb bleib ruhig, besonnen und kooperativ.

Sechste Regel:

Sei selbstbewusst! Nichts macht dich mehr zum Opfer als deine Opferhaltung. Meine ersten Wochen in Südafrika bin ich umher geschritten wie ein eingeschüchtertes Mädchen, aber genau das macht einen zur leichten Angriffsfläche. Ich habe dann Selbstverteidigungstraining genommen und dort gelernt, dass ein selbstbewusstes Auftreten schon die meisten Täter abschreckt. Und genau das kann ich auch bestätigen.

Siebte Regel:

Wenn dich Einheimische warnen, dann halt dich dran! Das gilt wohl für alle Reiseländer dieser Welt. Die Locals wissen, was man darf und was leicht zur Gefahr wird, deshalb ist ihre Warnung absolut Ernst zu nehmen. Wenn sie dir sagen, dass man bestimmte Plätze zu meiden hat, dann halt dich dran. Informier dich also bei der Unterkunft, was erlaubt ist und was man besser lässt.

Achte Regel:

Hör auf dein Bauchgefühl. Nicht immer kann man sich vorab über die Lage informieren, kommt dir irgendwas komisch vor, dann hau ab! Wir sind Kopfmenschen und sehen alles rational, aber der Bauch fühlt eine Gefahr oft vor dem Kopf. Also hör auf deine innere Stimme und wann immer dir eine Situation nicht geheuer ist, verlasse sie!

Neunte Regel:

Meide unsichere Gegenden. Seien es Industriegebiete, dunkle Ecken oder scheinbar einsame Gegenden. Oft sind aber auch Townships noch ein Brennpunkt und „Weiße“ nicht gerne gesehen. Ein sicheres Zeichen, dass ein Township vor einem liegt, sind Fußgänger auf der Straße. Wenn möglich weiche auf Hauptstraßen oder andere Wege aus. Ich möchte Townships nicht verteufeln. Ich habe sie selbst besucht. ABER ich weiß auch, dass  man dort oft nicht gerne gesehen ist als Weißer oder als Tourist. Das man in Schießereien verwickelt werden kann und das selbst, wenn man „nur“ im Taxi sitzt. Freunden von mir ist genau das schon passiert und auch ich habe schon einen Stinkefinger bekommen, weil ich aus Versehen in fremdes „Revier“ abgebogen bin. Einfach so, weil ich Jemandem nicht passte. Es wird sich nicht jedes Armutsviertel umfahren lassen, aber so es möglich ist, vermeidet es. Anders sieht es bei organisierten Townshiptouren aus. Hier bringt man meist Geld ins Viertel und ist willkommen.

Eine 100%ige Sicherheit vor der Kriminalität sind sie dennoch nicht.

image-2015-09-03(5)Zehnte Regel:

Halte deine Sachen bei dir. Gerade Männer in Bars legen ihren Geldbeutel und das Handy gerne neben sich und Frauen hängen ihre Handtasche über die Rückenlehne. Ein unachtsamer Moment und die Wertsachen sind Geschichte. Es ist leider so, dass in Südafrika eine „Grab-it-Mentalität“ herrscht und wo eine Gelegenheit besteht, wird man dich auch bestehlen. Deshalb sind deine Sachen am Körper und eine Handtasche in der Bar zwischen den Füßen die sicherere Angelegenheit. Und genauso sieht es auch mit anderen Plätzen aus.

Elfte Regel:

Lass nichts sichtbar im Auto liegen und sei es nur das Ladegerät deines Handys. Was für uns ein Billigartikel sein mag, hat trotzdem einen Wert zumal auch solche Artikel in Südafrika zuweilen das Doppelte kosten. Lass also keinerlei Sachen im Innenraum des Fahrzeugs liegen. Eine eingeschlagene Scheibe wegen Unachtsamkeit kommt dich sonst teurer zu stehen als der Kleinkram der geraubt wurde.image-2015-09-03(4)

Zwölfte Regel:

Keine Bankbesuche in der Dunkelheit und erst Recht nicht an offenen Automaten an der Straße. Diese solltest du wenn möglich generell meiden. Sicherer bist du im kameraüberwachten Bereich einer Bank oder in einer Einkaufsmall.

Dreizehnte Regel:

Kein ungeschützer Sexualverkehr! Südafrika hat auch ein HIV Problem und das über alle sozialen Schichten. So aufregend es klingt mit einer dunklen Schönheit oder einen strammen Burchen aus Afrika Sex gehabt zu haben, denkt an Condome. Meine Freundin ist Ärztin in Kapstadt. Ich hab sie mal gefragt, wie es denn um HIV im Land steht. Sie sagte mir, dass jeder FÜNFTE in ihrer Praxis infiziert ist. Geh also mit Bedacht an die Sache und schütze dich! Die offizielle Statistik findest du im Link.
LoveSicherheit ist wichtig, trotzdem:

Das Lachen der Menschen, die Freundlichkeit und die schönen Plätze lenken sehr schnell davon ab, sich unsicher zu fühlen, aber es kann sich alles von einer auf die nächste Minute zum Alptraum wandeln, wenn man nicht achtsam ist.

Allen Statistiken & Warnungen zum Trotz sollte man trotzdem nach Südafrika reisen und dem Land eine Chance geben. Ich möchte dich in keinem Fall davon abhalten dieses Land zu bereisen, sondern dich einfach nur sensibilisieren sehr achtsam zu sein und dich ausnahmslos an die Regeln zu halten.

Ich habe 1.5 Jahre in Kapstadt gelebt und wurde nie Opfer, weil ich mir im Klaren darüber war und mich geschützt habe. Genau das wünsche ich mir auch für dich. Sei dir einfach bewusst, dass das Land ein Problem hat und du dich eben nicht so frei und unbeschwert bewegen kannst, wie du es vielleicht gewohnt bist. Wenn du Vorsorge triffst, dich an Locals hälst und dich an meine Hinweise erinnerst, dann wirst du ganz sicher eine traumhafte und unvergessene Zeit in Südafrika haben.

Wenn dir jetzt nach den schönen Seiten Südafrikas ist, dann klicke auf den Link.

Solltest du noch immer unsicher sein und Fragen zu speziellen Regionen haben, dann schreib mir. Ich habe da gelebt und habe noch viele gute Freunde in Südafrika.

Namibia Ι Reisevorbereitung – Papiere, Geld & Kreditkarten

Papiere

Gültige Reisepapiere sind ein unabdingbares Muss für jeden Auslandsbesuch. Eine Visumspflicht besteht für Namibia nicht. Bei Einreise ins Land erhält man eine Aufenthaltsgenehmigung von bis zu 90 Tagen. Der Pass muss noch mindestens 6 Monate über den geplanten Ausreisetag gültig sein und es muss noch mindestens eine Doppelseite für die Ein – und Ausreisestempel enthalten. Am Flughafen ist das übliche Einreisepapier auszufüllen. image-2015-09-09(2)Außerdem ist bei Mietwagentouren das Mitführen Führerscheins und des internationalen Führerscheins ein absolutes Muss. Siehe hierzu mein Artikel in Link.

Der Mietwagenvoucher muss in der Regel ausgedruckt vorgelegt werden. Der Vermieter behält sich das Recht vor, sonst den Schlüssel einzubehalten. Genau wie vom Flugticket sollte man auch hier Original und Kopien bei sich führen.

Krankenversicherung

Auch eine Reisekrankenversicherung am besten mit Rücktransport, halte ich wie immer für sinnvoll. Wie schnell verstimmt man sich den Magen, hat sich im Flieger eine Ohrenentzündung oder in der Wüste eine Augeninfektion zugezogen. Selbst bei solchen vermeintlichen Kleinigkeiten kann ein Arztbesuch schnell teuer werden und die Reisekasse belasten. Daher ist es immer ratsam sich sinnvoll abzusichern.

Geld

In Namibia sind der Namibia Dollar und der Südafrikanische Rand gleichwertige Zahlungsmittel. Touristen dürfen unbegrenzt Namibia Dollar einführen und auch ausländische Währungen unterliegen keiner Beschränkung. Bei besonders hohen Beträgen muß allerdings der Nachweis erbracht werden, woher das Geld stammt. Auch reise ich immer mit einer Hand voll US-Dollar und habe damit gute Erfahrungen gemacht. Wer an eine Weiterreise nach Zimbabwe oder Zambia denkt, sollte ohnehin ein paar Dollarscheine in der Tasche haben.

Am Flughafen von Windhoek gibt es 2 Schalter, an denen es oft zu langen Warteschlangen kommt. Auch habe ich es im Ausland schon erlebt, das die Automaten am Flughafen wegen der erhöhten Nachfrage gar kein Bargeld mehr hatten. Daher empfiehlt es sich das Geld noch vor der Abreise bei der Hausbank zu bestellen. Auch hier ist es ratsam dies rechtzeitig vorab zu tun, da kleinere Banken ausländische Devisen fast nie vor Ort haben. Wer über Johannesburg fliegt, kann sich auch da mit südafrikanischen Rand eindecken. Geld_RandBargeld sollte immer nur in ausreichender Menge mitgeführt werden. Ich rechne immer so, dass ich mindestens 2 Tage überbrücken kann. Also Geld für 2 Unterkünfte, Sprit, Essen und für Eintrittsgelder. Im Schnitt plane ich mit 200-400 EUR und bin in der Vergangenheit mit dieser Praxis sehr gut gefahren.

Kreditkarte

Meine Kreditkarte ist neben der Kamera das wichtigste Utensil auf Reisen. Sie wird weltweit akzeptiert und auch in Namibia ist es sie das sicherste, schnellste und neben Bargeld, das am meisten akzeptierte Zahlungsmittel. Bezahlungen mit Kreditkarte sind in Namibia sowie im restlichen Afrika normal und werden daher in fast allen Hotels und Geschäften akzeptiert. Für kleinere Privatunterkünfte oder Farmshops rechnen sie sich oft nicht, hier sollte Bargeld in ausreichender Menge mitgeführt werden. Master Card & Visa werden sind am gängigsten. Diner und American Express werden weniger gerne gesehen, da sie für die Betreiber oft mit hohen Gebühren belegt sind.

Tankstellen in Südafrika akzeptieren fast ausnahmslos die Kreditkartenzahlung, anders in Namibia. Hier kann erst seit 2012 an ausgewählten Tankstellen bargeldlos bezahlt werden. Man findet sie zumeist an den touristischen Strecken und man sollte sich vorab erkundigen, welche Bezahlart akzeptiert wird. Meine Erfahrung war allerdings die, dass wir immer bar zahlen mußten. Es empfielt sich also auch hier genügend Cash einstecken zu haben.

Bankkarte

Bankkarten werden im Ausland nur noch sehr selten akzeptiert. Zwar kann man sie in Namibia an Geldautomaten (ATM´s) nutzen, aber es sollte unbedingt auf das Maestro oder Cirrus-Symbol auf der Karte geachtet werden. Die V-Pay Karte von Volksbanken wird in der Regel nur in Europa akzeptiert.

Hausbank im Heimatland

Die Hausbank sollte in jedem Fall über die Reise informiert sein. Gerade Bankkarten funktionieren oft erst nach einer Freischaltung für das jeweilige Reiseland. Meine Bank verwies explizit darauf, dass Maestro-Karten gerade in Afrika sehr oft mißbraucht würden und riet mir von deren Einsatz ab.

Kreditkarten werden oft vorsorglich gesperrt, da man der Annahme ist, ein Einsatz im Ausland passt nicht zum normalen Einsatz. Oder sie ist freigeschalten, aber nur nach telefonischer Rücksprache mit dem Kreditkartenunternehmen lassen sich höhere Summen bezahlen. Bei einem längeren Hotelaufenthalt kommt man so schnell in die Verlegenheit die Bank kontaktieren zu müssen. Schlecht, wenn man auschecken will und im Heimatland bereits Feierabend oder Wochenende ist.

Banken in Namibia

Der Umtausch von Währungen oder das Abheben von Bargeld funktioniert in der Regel problemlos. An den PIN für die Karten sollte gedacht werden. Manche Unternehmen verlangen diesen auch für die Kreditkarte. Die Geldausgabe sollte direkt am Schalter geprüft und ggf. reklamiert werden.

Geldautomaten

Weltweit nimmt der Betrug an Geldautomaten dramatisch zu, daher ist es ratsam sich Geldautomaten zu suchen, die an Banken angeschlossen sind und durch Kameras überwacht werden. NIEMALS ist es ratsam irgendwo an einem Außenschalter in der Nacht Geld zu ziehen. Skeptisch sollte man sein, wenn der Automat mit Folie überklebt ist oder sonst irgendwie suspekt aussieht. Die weltweit gültige Banksperrnummer 0049-116116 oder 0049-30-40504050 sollte im Notfall direkt gewählt werden damit ein finanzieller Schaden abgewendet werden kann.

#tippIch führe auf Reisen immer Kopien aller wichtigen Papiere (inkl. der vom Flugticket) und Karten bei mir und habe diese auch digital in einer Cloud abgelegt. Im Notfall kann ich so schnell meine Identität nachweisen und bekomme die nötige Hilfe.

Ich habe immer zwei verschiedene Kreditkarten dabei. Eine Maser und eine Visa-Karte. Wird ein System nicht akzeptiert oder funktioniert temporär nicht, dann kann ich mir das Andere zu Nutze machen.

Meine Karten halte ich immer getrennt voneinander. Bei Verlust kann ich so immer noch auf die zweite Karte zurückgreifen. Genauso halte ich es auch mit Originaldokumenten und deren Kopien.

Müssen Karten gesperrt werden, dann ist es zwingend notwendig die Angaben auf der Karte zu kennen. Sprich Kontonummer, IBAN, Bankzugehörigkeit. Auch diese Daten sollte man irgendwo parat haben, wenn man sie nicht im Kopf hat.

Auch ist es ratsam die Telefonnummer und den Ansprechpartner der Hausbank mit sich zu führen und diese im Notfall parallel zu informieren.

Geldnot auf Reisen – So schützt ihr euch!

Geld ist immer ein heikles Thema, besonders wenn man keins hat. Und das kann auf Reisen schneller passieren, als einem lieb ist.

Honduras 2015: Wir sind ohne Bargeld ins Land eingereist, weil es schlicht für uns nicht handelbar war, Lempira in Brasilien zu bekommen. Aber ist ja alles kein Problem am Flughafen gibt’s ja Geldautomaten. Gibt es auch, nur haben leider alle 3 Automaten nicht funktioniert und am Schalter bekommt man kein Bargeld. Ok, ruhig bleiben. Erstmal losfahren… Aber nur wie ohne Geld? Denn üblicherweise muss man den Bus oder das Taxi mit Bargeld zahlen. Glücklicherweise hatten wir einen Mietwagen. Nur leider muss man auch an der Parkschranke vorbei und am Maut-Schalter der Autobahn. Wieder schlecht ohne Bargeld. Immerhin man war uns wohl gesonnen & lies uns beide Male so durch. Nächster Tag, neues Glück. Oder auch nicht. Die Master Card tut nicht. Teures Telefonat mit der Bank. „Suchen Sie sich einen Automaten mit Maser-Card-Symbol“. Na logisch! Gibt’s nur in dem Ort nicht!!! Visa-Card gezückt & Fehlermeldung bekommen. Automat leer. Wieder kein Bargeld. Wieder kein Café & kein Frühstück. Nächste Stadt, neues Glück: Master-Card-Symbol-Check – done! Ready! Aber wieder geht die Karte nicht. Immerhin bei der Visa-Card spuckt er Bargeld aus. Aber nur 4.000 Lempira. Also grad mal 165 EUR. Damit kommt man Zuzweit nicht weit. Besonders wenn Backpackerunterkünfte, Transportmittel (Fähre Utila, Taxis) oder Touranbieter bar bezahlt werden wollen. Bildschirmfoto 2015-07-31 um 12.46.24Und der Trend setzt sich die komplette so Reisezeit fort! Entweder die Banken akzeptieren keinen MasterCard, haben kein Bargeld mehr, sind geschlossen oder es gibt nur 4.000 Lempira. Uns hat das Geldproblem ziemlich den Urlaub verhagelt, weil es nicht witzig ist, ohne Bargeld dazustehen und nicht weiter zu kommen. Angst haben zu müssen, dass man den Sprit nicht zahlen kann oder es in der nächsten Stadt wieder keinen funktionierenden Automaten hat. Wir mussten unsere Route umplanen, konnten bestimmte geführte Ausflüge nicht machen & haben viel Zeit verloren, den manchmal einzigen Automaten im Ort zu finden. Eine Erfahrung die wir so schnell nicht wieder machen möchten.

Ähnliche Erfahrungen habe ich in El Salvador gemacht und machen wir gerade in unserer „Homebase in Brasilien“. Hier in Canaá dos Carajas gibt es Bargeld nur am Anfang des Monats. Dann steht man 2h wartend am Automaten und bekommt dann auch nur wenig Geld. Ist der Automat alle, hat man Pech gehabt und muss 60 km weiter, in die nächst größere Stadt.Bildschirmfoto 2015-07-31 um 12.35.04Meine Tipps: Immer unbedingt vorher Geld besorgen. Von Deutschland aus, sollte das kein Problem sein. Eine Hand voll Dollar als Notreserve hilft gerade in allen lateinamerikanischen Ländern und wird dort auch gern gesehen. Nehmt mehr Bargeld mit als ihr das gewöhnlich im Alltag tut. Wir sind an Kartenbezahlung gewöhnt, aber nicht der Rest der Welt. Bankkarten könnt ihr zumeist völlig vergessen, genauso wie Travelerchecks. Die kosten euch nur eine Menge. Habt mindestens zwei verschiedene Kreditkarten dabei. Arbeitet das eine System nicht oder wird nicht akzeptiert, dann rettet euch das Andere. Meine Erfahrung ist, dass VISA am besten funktioniert hat für Afrika, Europa sowieso und besonders in Lateinamerika.Bildschirmfoto 2015-07-31 um 13.52.46Finger weg von Prepaid-Kredit-Karten, weil sie einfach viel zu teuer sind! Teuer selbst, wenn man sie wieder los werden will, da man dann eine Art Auflöse-Gebühr zahlen muss. Ich bin da mal bös abgezockt worden. Ich habe seit 2010 die DKB Visa Kreditkarte, weil sie für Reisende die kostengünstigste ist. Ich empfehle sie, weil ich von ihr überzeugt bin, nicht weil ich dafür bezahlt werde. Checkt selbst die Konditionen der veschiedenen Banken. Ich habe zumdem auch noch über eine Airline eine Master Card zur Sicherheit. Wenn man sich an Aktionen beteiligt, bekommt man auch solche Karten zuminest ohne Jahresgebühr.

ACHTUNG: Klärt vorher eurer Kreditlimit! Autovermieter nehmen Kaution und je nach Land, können das auch mal 4.000 Dollar sein, die auf eurer Karte geblockt werden. Rechnet das mit ein. Auch wenn ihr in ein Krankenhaus müsst, muss das erstmal bar bezahlt werden. Auch hier kann es schnell ins Geld gehen. Und meine Erfahrung zeigt auch da, dass man öfter in ein Hospital muss, als einem lieb ist.

Sagt Eurer Bank bescheid, dass ihr im Ausland seit & wo genau ihr reist. Es ist schon vorgekommen, dass Banken von gestohlenen Karten ausgegangen sind oder gleich alles im Ausland gesperrt hatten. Das läßt sich zwar telefonisch lösen, aber lieber vorab, anstatt für 3 EUR in der Minute in Deutschland jemanden auf ner Bank zu erreichen.Bildschirmfoto 2015-07-31 um 14.11.59Es wird einem immer empfohlen, nicht zuviel Bargeld dabei zu haben. Meine Erfahrung ist da eine Andere. Ich nehme inzwischen im Schnitt mindesten 200 EUR besser aber 400 EUR mit. Bekommt man in einem Ort kein Bargeld, muss aber noch tanken oder die Unterkunft zahlen, dann sind 200 EUR schnell aufgebraucht. Und auch in Krankenhäusern bzw. bei Ärzten in Brasilien & Honduras mussten wir bar zahlen. Wir haben nicht mal die Kanüle oder den Urinbecher dort so bekommen! Wenn es dann um eine lebensbedrohliche Krankheit geht und an so was scheitert – ihr könntet es Euch nicht verzeihen!

Ich habe meine zwei Karten nie beide am gleichen Ort! Haltet sie getrennt und versteckt mindestens eine Karte & einen Teil des Bargeldes an einem „sicheren“ Ort. Sicher definiert bitte jeder für sich. Schuhsohle, Geldgürtel, unter der Fußmatte des Autos… Wird euch die Geldbörse abgenommen, hättet ihr so wenigstens noch ein Backup.116116

Solltet ihr so einen Notfall haben und eurer Karten entledigt worden sein, dann habt immer die Banksperrnummer parat. Die Daten der Hausbank machen auch Sinn. Ich empfehle euch, diese Informationen auch digital auf einem Cloud Account abzulegen. Ihr werdet, um die Karten sperren zu können, nach Kontonummer, BLZ, Kreditinstituts usw. gefragt. Wer das nicht im Kopf hat, hat ein Problem. Wenn ihr Daten auf der Cloud ablegt, macht es bitte für Hacker nicht zu offensichtlich. Kleiner Tipp. Retuschiert die Daten ganz klein in ein Foto. So, das es beim Betrachten nicht offensichtlich ist. Wenn man das Foto aber groß zieht, alles lesen kann. Wer sich mit anderer Verschlüsselungstechnik auskennt, umso besser! Ich helfe mir so.

geld

Zusammenfassung:

– 2 Kreditkarten verschiedener Unternehmen (Visa, Master, American Express ect.) mitnehmen
– Ausreichend Bargeld der Landeswährung
– Dollar als Notreserve (je nach Land)
Sperrnummern kennen (0049 116 116 oder oo49 30 4050 4050)
– Kontodaten parat haben
– Cloud-Account als Datenbackup
– Bargeld & Karten aufteilen und verstecken
– Kreditlimit klären
– Bank über Auslandsaufenthalt informieren

So und nun hoffe Euch, meine Tipps helfen euch weiter und ihr seit immer sicher & flüssig auf Reisen!

In diesem Sinne: #get up & rock