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Arica y Parinacota im Norden Chiles

Raod Trip in Arica y Parinacota im Norden Chiles – Gottverlassen schön!

Ganz im Norden Chiles und dicht an der Grenze zu Bolivien liegt „Arica y Parinacota“ – eine Gegend, welche die meisten Reisenden wohl eher nicht auf ihrer „10 Dinge, die du in Chile gesehen haben must“ – Liste haben. Dabei strahlt sie einen Reiz aus, den wohl nur versteht, wer die Reise hierher angetreten hat. Ich nehme dich mit zu meinem Trip und verrate dir, warum sich ein Ausflug hierher so viel mehr lohnt, als auf ausgetretenen Pfaden zu wandeln.

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Chile, Peru, Bolivien hatten wir uns für 2 Monate vorgenommen und nachdem wir für einen Monat mit Bussen in Peru unterwegs waren, stand fest für den Norden Chiles muss es ein 4×4 geländetauglicher Wagen sein, mit dem wir die Gegend entdecken wollen. Im Unterschied zu Peru, sind weite Teile dieses Gebietes nicht so einfach mit öffentlichen Bussen zu erreichen. Ich würde sogar behaupten, dass die spannendsten Regionen so abgeschieden sind, dass man ganz sicher selbst mobil sein muss, um sie entdecken zu können. Zuweilen ist diese Gegend so gottverlassen, dass man den ganzen Tag keinen einzigen Menschen trifft! Entspechend selten, kommt auch mal ein Bus vorbei, der einen absetzen könnte.

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An der Grenze hinter Tacna verließen wir Peru und schlugen uns mit privaten Fahrern nach Arica in Chile durch. Hier bekamen wir unseren Mietwagen – einen robusten, roten 4×4 Pickup Truck. Wir haben uns bewusst für so einen Wagen entschieden, denn er hat genügend Power auf Schotterpisten auch mal Bergkämme zu ersteigen.

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Er ist hoch genug gebaut, um auch mal Bäche zu durchqueren und bleibt sicher auf der Fahrbahn, wenn der Untergrund mal rutschig wird. Mit ihm machten wir uns zunächst auf in Richtung „Lauca Nationalpark“, dem nördlichsten aller Nationalparks Chiles. Hier ging es in die Region um den Vulkan „Parinacota“ und den gleichnamigen Ort, wo wir unser nächtliches Lager aufschlagen wollten.

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Noch in der Anfahrt wurde klar, dass ist keine Region für normale Touristen. Hierher muss man wollen! Das klingt jetzt erstmal drastisch, aber gleichzeitig liegt genau darin die Reiz. Auf unserem Weg in Richtung Bolivien begleiteten uns nur wenige Fahrzeuge. Die Straßen waren einsam und in der Regel waren nur Trucks unterwegs. Sie karren die Waren, die vom Schiff in Chile anlanden, ins Nachbarland Bolivien. Die Fahrer sind harte Kerle, die gelernt haben mit der rauen Gegend zu dealen.

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Mich faszinierte dieser Landstrich, den man am Besten damit beschreibt, dass die Vegetation kark, die Berge hoch und die Seen eiskalt und klar sind. Keine Gegend für Selfie-Jünger die unter Palmen posten. Vermißt habe ich diese Art Urlauber nicht. Ich war wegen der sagenhaften Natur hier und die ist so eindrücklich schön, dass es auf Fotos nur schwer wiederzugeben ist, wie absolut herausragend diese ist.

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Am liebsten wäre ich alle hundert Meter aus dem Wagen gesprungen, hätte sie fotografiert und in mich aufgesaugt. Stellt euch vor, man steht am Straßenrand vor einer Kulisse aus Bergen, schätzungsweise so 300m hoch und dahinter erst, beginnen die richtigen Berge. Und diese ragen bis zu 5.000m hoch hinauf in den Himmel. Da kommen einem die Erhebungen im Vordergrund vor, wie kleine Sandhügel!

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Dabei spricht man bei uns schon von Bergen, während sie hier eher Winzlinge sind. Dieses Panorama ist so eindrücklich, so bewegend, so faszinierend, dass man ab jetzt genau weiß, warum man hier ist. Und so ging es auch mir. So simpel diese Region auf den ersten Blick erscheinen mag, so vereinnahmend ist sie, wenn man sich darin befindet. Diese Weite des Landes, die Einsamkeit, die schneebedeckten Vulkane, die still liegenden Bergseen und die Tiere auf die man immer wieder trifft – das macht die Faszination von Arica y Parinacota für mich aus.

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Noch ein Grund, warum sich hierher nur wenige Touristen verirren, sind ganz klar die harrschen Wetterbedingungen. Auch bei uns war es so, dass sich von einem auf den anderen Moment der Himmel verdüsterte, es in den Bergen donnerte und die Temperaturen eisig wurden. Wind und peitschender Regen setzten ein und die Sicht verringerte sich auf wenige Meter.

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Als das Schauspiel vorüber war, der Himmel sich wieder klarte, waren die eben noch karg, braunen Bergkuppen, mit einer weißen Schneeschicht bedeckt. Kaum zu glauben, dass nur wenige Minuten zuvor noch pinkfarbene Flamingos durchs Wasser wateten! Glücklich wer da noch rechtzeitig einen schützenden Unterschlupf, ein warmes Feuer und einen heißen Tee gefunden hat.

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Wir hatten Glück und kamen in dem 29ig (!)Seelendorf Parinacota unter, welches auf einem Hochplateau und auf sagenhaften 4.000hm liegt. Hier gibt es eine einfache Unterkunft für Gäste. Die Bewohner dieses Ortes und den Vermieter, mussten wir allerdings erstmal eine Weile suchen, so verschlafen ist das kleine Dorf zuweilen. Dafür hat es einen ganz besonderen Charme, der gleichzeitig so typisch ist für diese Region, dass man das Bild davon wohl nie vergißt.

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Weiß gekalkte Mauern, die den Ort begrenzen, strohbedeckte und flach gebaute Häuser mit blauer Verzierung und eine zentrale Kirche prägen die Szenerie dieses Dorfes, welches symbolisch für viele Ortschaften dieser Region steht. Die Erbauung des Gotteshauses geht auf das 17. Jahrhundert zurück und ist in Form eines Schiffes mit seitlichen Kapellen angelegt. Alles simpel, robust und den klimatischen Bedingungen angepasst errichtet. Fast so als wolle sich die Kulisse sträuben gegen das Harsche, was da zuweilen niederprasselt.

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Kaum vorstellbar, dass hier noch Menschen leben. Doch das tun sie und nur durch fröhliche Musik und eine Rauchsäule wurden wir auch auf sie aufmerksam. Warum man bei dieser Eiseskälte draußen grillt, beisammensitzt und den Feierabend im Freien genießt, wird mir als notorische Frostbeule auf ewig verschlossen bleiben. Doch sie taten es und hatten sichtlich Spaß daran.

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Nachdem wir unseren Schlüssel bekommen hatten, unser einfaches Zimmerchen bezogen und den Kamin für die Nacht vorgeheizt hatten, zog es uns trotzdem noch mal raus, um den Ort und die nähere Umgebung zu erkunden. Nur wenige Minuten von der Siedlung entfernt erwartete uns eine grüne Wiese vollgepackt mit grasenden Alpacas.

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Ihnen schien die Kälte hier nichts auszumachen, munter sprangen und tobten die Jungtiere umher, während die Älteren sich scheinbar fröhlich am frischen Grün zu schaffen machten. Ein Bild für die Götter bot sich uns hier und ich erinnere mich gerne an den Augenblick zurück! Zu dem Moment, als eine Alpaca Mum ihr Junges säugte, sich eigentlich abgewandt zu uns befand aber so geschickt den Kopf drehte, dass sie uns ganz genau beäugen konnte.

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Nicht die einzige Tierbegegnung, die wir an diesem Tag hatten. Vor uns auf der Schotterpiste schliefen breit ausgebreitet noch ein paar Viscachas (hasenähnliche Geschöpfe ). Von unserem anrollenden Fahrzeug ließen sie sich überhaupt nicht stören. Friedlich dösten sie auf dem Rücken, was zum Schreien komisch aussah. Weil sie sich mitten auf der Fahrbahn auf den Rücken gerollt sonnten und sich eben so gar nicht aus der Ruhe bringen ließen.

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Erst in dem Moment, als ich den Wagen mit der Kamera in der Hand verließ, wurden sie scheu, nahmen die Beine in die Hand und sprangen davon. Wobei ich schon wieder fett grinsen mußte, weil auch das unheimlich putzig aussah. Für mich sind diese Tierchen ganz sicher auch eines der Hightlights dieser Region und man sollte sich gewiss auch etwas Zeit nehmen, ihrem Treiben zuzusehen.

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Ganz so liebreizend waren die Lamas, die ic auch noch entdeckte, allerdings nicht. Als ich mich ihnen vorsichtig und mit ausreichend Abstand näherte, fühlten sie sich sofort gestört und stürmten los. Selbst 100m Abstand zwischen uns, waren ihnen wohl nicht genug.

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Zu meinem Pech nahmen sie aber nicht vor mir Reißaus, sondern kamen auf mich zu gerannt. Wir reden hier von stattlichen, großen Tieren die mich locker hätten umwalzen können! Also nahm ich genauso die Beine in die Hand und stürmte zum Auto zurück, hechtete hinein und erntete schallendes Gelächter meines Freundes. Trotzdem eine denkwürdige Begegnung. Meine ersten Lamas in freier Wildbahn!

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Zurück in unserer Unterkunft legten wir erstmal noch ein paar Scheitel Holz im Ofen nach, setzten Teewasser an und begutachteten das Gästebuch. Zu unserem nicht allzu großen Erstaunen lag der letzte Besuch von Touristen schon einige Monate zurück.

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Wen wunderts, denn diese Gegend hat keine großen Attraktionen die Herrscharen von Touristen anlocken, die Trucker schlafen meist in ihren LKWs und auch sonst verirrt sich kaum jemand hierher. In all unserer warmen Kleidung und dick eingepackt unter Schlafsack und Decken schliefen wir an diesem Abend ein.  Schon am nächsten Tag sollte unser Road Trip weitergehen in Richtung Las Vicuñas National Reserve und zur Salar de Surire. Aber das ist eine andere Geschichte auf die ihr gespannt sein dürft!

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PS: Wer hierher reist, der sollte sich in jedem Fall warm anziehen. Einen Mietwagen nehmen, ausreichend Benzin (Kanister), Schlafsack, Notvorräte und Holz dabei haben. Desweiteren gut funktionierende Navigation, ausreichend Bargeld und jede Menge Abenteuergeist. Bei Fragen bitte gerne melden!

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Gruppenreise, Solo-Trip oder besser mit dem Partner urlauben?

Ich hatte sie alle! Also die Gruppenreise, den Solo-Trip und den Urlaub mit Partner und soll ich dir etwas sagen? Das ist auch gut so, denn ich finde man sollte sich nicht auf das Ein oder Andere festlegen, denn alle haben ihre jeweiligen Vorzüge.image-2015-11-24(1)Alleine reisen, zu zweit oder als Gruppe?“ – diese Frage stellt auch Robin von Travel Forever und Melanie von „Good morning world“ in ihren Blogparaden. Doch was ist denn nun der ultimative Weg zum Reiseglück? Hier liest du, wie ich darüber denke:image-2015-12-05(6)

Urlaub in der Gruppe:

Im Urlaub hat jeder so seine Bedürfnisse, Befindlichkeiten und Wünsche. Da kann Reisen in der Gruppe leicht zur Anstrengung werden. Aber wenn man mal erfahren hat, welch eine Dynamik eine Gruppenreise mit sich bringt, welche Bereicherung verschiedene Menschen sein können und wie wunderbar der Austausch funktionieren kann, dann ist man kein grundsätzlicher Gegner mehr dieser Reiseform.

Jeder der mal eine Nomad-Safari durch Afrika oder einen Boat´n Bike-Trip in Kroatien mitgemacht hat, wird mir hier beipflichten. Man hilft sich beim Zeltaufbau oder bei Pannen. Man kocht gemeinsam und geht zusammen auf Entdeckungsreise. Das kann eine großartige Erfahrung sein, wenn alle an einem Strang ziehen und miteinander klar kommen.

Gruppenreisen nutze ich für Touren bei denen ich gerne einen erfahrenen und ortskundigen Guide dabei habe. Hier teilt man sich als Gemeinschaft die Kosten für diese Begleitung und hat gleichzeitig den Vorteil, einen erfahrenen Führer dabei zu haben. So lernt man einfach mehr über das Reiseziel und verpasst garantiert kein Hightlight des Reiselandes.

Vorteil:

  • Gegenseitige Bereicherung und Unterstützung
  • günstiger Tourguide
  • Sicherheit
  • Neue Freunde

Nachteil:

  • Unflexibel
  • Ständige Rücksichtnahme

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Nicht anders ist es bei einem Reise-Partner. Er kann ein Segen sein, aber auch ein Fluch, wenn man zum Beispiel den falschen Freund mitgenommen hat und sich herausstellt, dass jeder so seine ganz eigenen Vorstellungen von Urlaub und Erholung hat. Wenn´s dann plötzlich kracht auf Reisen und man sich am Ende gar nichts mehr zu sagen hat. Ja, auch das ist mir schon passiert.

Aber grundsätzlich reise ich gerne zu zweit, weil man dann die schönen Momente gemeinsam erlebt, nicht allein am Tisch sitzt und keine Selfies machen muss. Weil man sich sicherer fühlt und weil Jemand im Notfall für einen da ist. Wenn man krank ist, einen Unfall hatte oder plötzlich die Kreditkarte gesperrt ist und der beste Freund aushilft. Abere natürlich auch, weil man die Kosten für Unterkünfte, Mietwagen und Sprit halbiert.

Ein Reisepartner ist definitiv eine Bereicherung meiner Reisen. Mit Partner bin ich gerne auf Road Trips unterwegs. Sie sind meine liebste Art zu Reisen und hier muss es dann auch zu 100% mit der Begleitung passen. Wenn die Chemie stimmt, dann sind diese Trips einfach nur Highlights, weil man die Bedürfnisse des anderen kennt, gemeinsam lacht, entdeckt und füreinander da ist.

Vorteil:

  • Gegenseitige Bereicherung und Unterstützung
  • Gemeinsames Erleben
  • Sicherheit
  • Verläßlichkeit
  • Rücksicht
  • Ersparnis

Nachteil:

  • Keine 100%ige Flexibilität
  • Rücksichtnahme

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Selbst als Frau und Parterin bin ich gerne mal auch solo unterwegs. Diese Reisen sind dann ganz speziell, weil es da rein um mich geht und in der Regel genieße ich sie auch ganz besonders. Einfach weil man mal keine Rücksicht auf Befindlichkeiten nehmen muss, sondern nur das macht, was einen selbst glücklich macht.

Etwas, was wir im Alltag eigentlich viel zu selten machen. Wir hören nicht mehr darauf, was uns heute, hier uns jetzt glücklich machen würde. Auf so einem Trip habe ich Zeit dazu. Will ich wirklich nur faul in der Sonne liegen oder wäre eine Raftingtour nicht ein größeres Highlight? Ich bestimme und nur ich. Ich sage wohin es geht, wie lange ich bleibe und wie ich mir den Tag gestalte.

Außerdem ist man als Solo-Reisender offen für andere Menschen. Man wird eher angesprochen als zuweit und findet so schneller neue Leute.

Backpackingtrips mache ich gerne alleine. Sie sind ideal für selbstbestimmtes Reisen. Einfach losziehen und da bleiben, wo es einem gerade gefällt ohne auf irgendwen Rücksicht nehmen zu müssen. Das soll nicht egoistisch klingen, aber wer schon mal weiter musste, weil der Reisebegleitung irgendwas nicht passte, der wird wissen was ich hier meine. Es tut einfach gut mal auf seinen Bauch zu hören und das zu tun was sich die Seele wünscht.

Vorteil:

  • Absolute Flexibilität
  • Selbstbestimmung
  • Offener für neue Menschen

Nachteil:

  • Keine Sicherheit
  • Selfies
  • Volle Kosten für Hotel, Mietwagen, Guide usw.

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Fazit:

Jeder Mensch hat andere Ansprüche an seinen Urlaub, an seine Begleitung und das wozu ihm der Trip dienen soll und so gibt es kein generelles richtig oder falsch bei der Wahl der Reiseform. Ich denke aber sehr wohl, dass man sich etwas entgehen lässt, wenn man sich auf das Ein oder Andere grundsätzlich festlegt und es nicht wenigstens 1x probiert hat.Leni Wein Koffer grossUnd so ist mein persönlicher Tipp für dich:

Nutze die Vorzüge, welche die verschiedenen Reisetypen zu bieten haben. Geh auf Bildungsreise in der Gruppe, roadtrippe mit dem besten Kumpel die Küste entlang und backpacke auch mal alleine durch die Welt. Am Ende wirst du mir vielleicht Recht geben oder eben deinen ganz eigenen Stil gefunden haben.

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Das richtige Reisegepäck – Vom Blogger für dich empfohlen!

Koffer vs. Reisetasche vs. Rucksack – daran scheiden sich die Geister und für Manche ist es sogar eine regelrechte Glaubensfrage, welche die richtige Wahl des Gepäckstücks ist. Ich mache es ganz klar davon abhängig wohin die Reise führt und wie ich mich dort bewege, denn jedes Gepäckstück hat seine ganz eigenen Vorzüge. Ich erlaube mir den Luxus mehrere Taschen und Koffer zu haben und erkläre dir auch warum ich es genau so handhabe und hoffe dir damit die Entscheidung leichter zu machen.

Marlene_CouchabenteurerPauschal-Urlaub

Bei einem Pauschal-Urlaub reise ich mit Koffer, weil er mir den meisten Komfort bietet. Der Vorzug liegt ganz klar darin, dass man an einem festen Ort ist, sein Gepäck nicht großartig rumschleppen muss und im Koffer keine Falten in die Kleidung bekommt, alles aufgeräumt ist und auch gut geschützt verpackt ist. Na und außerdem kann man im Koffer auch schon mal den Lieblingswein aus Südafrika importieren und sich sicher sein, dass die Flasche auch heil ankommt;)

City & Weekend-Trips

Geht es nur übers Wochenende zu einem Städtetrip verzichte ich ganz auf Koffer und Co. und ziehe ein kleines Handgepäckstück vor. Hier habe ich eine Mischung aus Koffer & Reisetasche gefunden. Ich spare mir so die Zeit an der Gepäckausgabe und bin schneller aus dem Flughafen draußen, um die Gegend entdecken zu können.

Backpacker-Reise

Für meine Backpack-Trips durch Latein Amerika muss es ganz klar der Rucksack sein. Hier bewege ich mich viel zu Fuß, fahre mit dem Bus oder TukTuk, also versuche ich Gewicht zu sparen und ohne sperrigen Koffer auszukommen. Außerdem ist bei „Backpackern“ nicht viel zu holen und ich mache mich mit einem Rucksack weniger zum Ziel für Diebe.

Road-Trip

Auf Road Trips ist eine Reisetasche mein klarer Favorit. Sie ist nicht so starr und schwer wie ein Koffer und paßt deshalb besser auf die Rückbank oder in den Kofferraum. Trotzdem bietet sie mehr Komfort als ein Rucksack und ist deshalb hier mein mein Liebling.

Flug-Safaris / Overland-Touren

Auf Flug-Safaris ist eine Reisetasche oder optional auch ein Seesack ein Muss. Hier sind Koffer schlicht nicht erlaubt, weil sie zu schwer sind und auch weil auf das Gewicht geachtet werden muss. Wer mit Koffer anreist hat schlechte Karten mitgenommen zu werden. Genauso ist es bei Overland-Touren. Manche Veranstalter schreiben sogar eine flexible Tasche vor. Alle Informationen zu Flug-Safaris findest du im LINK.

FAZIT

So hat eben jedes Gepäckstück seine Vorzüge und deshalb lege ich mich nicht auf das Ein oder Andere fest, sondern passe es an meine Reisepläne und Bedürfnisse an und empfehle dir das auch. Du bist dir trotzdem unsicher, welcher Koffer zu dir paßt? Lennart von Kofferfuchs.de  hat zahlreiche Koffer verglichen. Falls du auf der Suche nach einem neuen Koffer bist, starte doch dort mal den Vergleich und finde das für Dich ideale Reisegepäck.

 

Das-richtige Reisegepäck-Vom-Blogger-für-dich-empfohlen

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Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit Kofferfuchs.de und enthält Werbung.

Namibia Ι Road Trip → TAG 2 von Windhoek in den Etosha NP & ins Halali Camp

Mit Namibia verbinden wir Weite, Freiheit und einzigartige Natur. Diese zu Entdecken war das Ziel unseres Road Trips durch Namibia. Am Tag 2 geht die wilde Fahrt durch Namibia nun endlich richtig los! CampingTAG 2: Unser Road Trip startet in Windhoek und führt uns zunächst in den Norden Namibias. Auf gut ausgebauten, schier endlos geraden Straßen steuern wir in Richtung Etosha National Park. Zum Ende der Trockenzeit ist das Land merklich ausgedörrt, staubig und die meisten Flüsse sind versiegt. image-2015-10-20(5)Überall am Straßenrand stoßen wir auf Warzenschweine auf der Nahrungssuche, die wild flüchten, wenn wir uns ihnen nähern. Auch für sie sind die Zeiten durch die anhaltende Dürre härter geworden und sie suchen sich ihre Nahrung nun am Wegrand. Für uns sind sie der erste Kontakt zur Tierwelt des Landes von der wir uns neben landschaftlicher Schönheit die meisten Eindrücke erwarten. image-2015-10-20(4)Schon auf der Fahrt bin ich fasziniert davon, wie Facettenreich sich Trockenheit darstellen kann. Trotz extremer Hitzeperioden und Dürre sind die Landstriche abwechslungsreich und stellen sich immer wieder neu dar. Alle Stufen von Rot-, Orange- und Brauntönen fährt die Natur hier auf und in der warmen afrikanischen Sonne scheinen diese zu leuchten.CampingVon Windhoek fahren wir auf der B1 über Otiwarongo, Otavi und Tsumeb in Richtung Weststor des Etosha. Über das Namutoni Tor erreichen wir den Nationalpark gegen 16 Uhr. (Info zu Eintritt & Papieren am Ende des Artikels)image-2015-10-20(8)Weitere knapp 70 km Fahrt auf Sandpiste in Richtung Halali Camp liegen noch vor uns und damit begleiten uns die Bedenken nicht rechtzeitig vor Einbruch der Dunkelheit anzukommen. Mehrfach sind wir gewarnt worden, nicht nachts zu fahren, da die Staßenbeschaffenheit dazu nicht ideal ist und viele Tiere nachtaktiv sind und urplötzlich auf der Fahrbahn erscheinen. Im Park sind maximal 60 km/h erlaubt und damit ist an eine zügige Anfahrt nicht zu denken. Noch dazu wollen wir unser Zelt nicht erst bei Dunkelheit aufschlagen, denn uns fehlt noch die nötige Übung darin.CampingEtosha macht es einem aber nicht leicht, zielgesteuert voran zu kommen. Nach nur wenigen Kilometern steht direkt am Wegrand die erste „grasende“ Giraffe vor uns. Durch nichts – auch nicht durch unsere klickenden Kameras – lässt sie sich bei der Nahrungsaufnahme stören. Gemächlich und mit langer Zunge angelt sie sich ein trockenes Blatt nach dem Anderen. Griaffe Etosha Nach ein paar hastigen Schnappschüssen fahren wir weiter, doch weit rollen wir nicht, denn ein majestätischer Elefant betritt die Bühne des Etosha Parks und daran kommt man eben nicht so einfach vorbei. image-2015-10-20(10)Auch nicht an den 5 folgenden Elefanten, den unzähligen Springböcken, Giraffen und einer sehr seltenen Flecken-Hyäne. image-2015-10-20(11)Da jedes Tier beachtenswert ist und auch porträtiert werden muss kommen wir erst kurz vor Sonnenuntergang aber gerade noch rechtzeitig im Halali Camp an.image-2015-10-20(12)Das Zelt lässt sich einfach aufbauen und die Eindrücke des Tages verarbeiten wir bei unserem ersten Braai und einem gut gekühlten Cider unter dem sagenhaften namibianischen Sternenhimmel.Camping Car Halali EtoshaNachts werden wir dann plötzlich durch das lautstarke zu Boden donnern unserer Mülltonne geweckt. Aufgeschreckt betrachten wir das Treiben vor unserem Fahrzeug. Ein etwa 1 Meter langer Honigdachs macht sich über die Reste unseres Grillguts her, die wir doch eigentlich gut verpackt entsorgt hatten. Mit seiner feinen Nase hat er sie trotzdem aufgestöbert. Mit seinen Krallen zerfetzt er nun die Tüten auf der Suche nach Nahrung. Wir beaobachten sein Treiben gespannt und schlafen nach seinem Verschwinden wieder friedlich ein.

Weiter gehts zu Tag 3 mit Klicken auf den LINK.

#infoGate & Eintritt:

Am Parkeingang zum Etosha füllt man ein Formular aus und erhält ein Papier/ pro Forma Rechnung. Bezahlt wird nicht an diesem Punkt sondern in einem der Camps. ACHTUNG, wer das vor dem Verlassen vergißt, muß die gesamte Strecke zurück fahren um zu bezahlen. Ein unnötiger Umweg bei dem schnell 160 km auf den Tacho kommen können und für den wertvolle Stunden drauf gehen!

Camps & Übernachtung

Das Camp haben wir vorgebucht, da im September/ Oktober Hauptreisezeit für Namibia ist. Allerdings hatten wir mit der Buchung so unsere Sorgen, da es über die zentrale NRW-Buchungsseite überhaupt nicht funktioniert hat. Weshalb unser Wunschcamp nach 4 Wochen „Theater“ dann auch ausgebucht war. Wir sind dann nach Halali ausgewichen, was sich allerdings als Glücksfall bei der Tierbeobachtung für uns erwiesen hat. Daher empfehle ich den direkten E-Mail-Kontakt zur Buchung: Ct.bookings@nwr.com.na oder einen zuverlässigen Agenten.

Namibia Ι Road Trip → TAG 1 von Sao Paulo nach Windhoek

Ein Road Trip verbindet auf idealste Weise einen erholsamen Urlaub mit einer Entdeckungsreise. Für unsere Zeit in Namibia haben wir uns für eine solche Selbstfahrertour entschieden und ein wundervolles Land erlebt welches durch seine einmaligen Landschaften, atemberaubendes Wildlife und liebenswürdige Menschen besticht.

Begleite uns Tag für Tag auf einer aufregenden Reise durch das Land im südlichen Afrika und erlebe mit uns große und kleine Abenteuer! Und so startet unser Urlaub:image-2015-10-20(6)TAG 1: Wir starten vom Flughafen Caracas in Brasilien, fliegen mit SAA über Sao Paulo mit Zwischenstop in Johannesburg weiter nach Windoek. Wo wir letztlich am 29.09.2015 gegen Mittag landen. image-2015-10-20(7)Die Einreise nach Namibia ist einfach mit europäischem Paß. Ein extra VISA ist nicht nötig und es muss nur das übliche Einreiseformular ausgefüllt werden. Die Abfertigung geht schnell und auch das Geldabheben am Flughafen funktioniert einwandfrei. image-2015-10-20Der Hosea Kutako International Airport liegt ca 41 km vor der Stadt und so freuen wir uns über die Abholung durch unseren Autovermieter, Pegasus Car & Camping Hire direkt am Flughafen.image-2015-10-20(1)Auch kommen wir in den Genuss einer kleiner Stadtrundfahrt vorbei an dem im Osten der Stadt gelegenen Regierungssitz. Erbaut wurde dieser Präsidentenpalast für 125 Mio Euro von der nordkorianischen Regierung, die sich damit wohl Hoffnungen auf Investitionen im Land machen.CampingBeim Autovermieter angekommen erhalten wir eine auführliche Einweisung zur Bedienung unseres Allradfahrzeugs und der Handhabe der Campingausstattung. Es gibt viele nützliche Informationen rund um Namibia, Sicherheit und Straßenverkehr. CampingZugegeben ich bin kein großer Fan von Camping, aber für unsere Namibia-Reise habe ich mit einem 4×4 Toyota Kombi mit Dachzelt und Vollausstattung genau die richtige Wahl getroffen, um unseren Road Trip mit Zelt auch für mich angenehm zu gestalten. Das Fahrzeug ist voll ausgestattet mit allem was fürs Camping benötigt wird. Auf Wunsch haben wir noch eine Verbandskasten, eine extra Kühlbox und einen Potije kostenlos dazu bekommen.CampingAn diesem Tag gehen wir nur noch einkaufen, gemütlich Essen und früh ins Bett. Die erste Nacht verbringen wir zur Erholung nach der langen Anreise noch im Discovery Guest House. Die Übernachtung hat insgesamt 53 EUR mit Frühstück gekostet. Mit der Unterkunft waren wir sehr zufrieden.Discovery GuesthouseNoch kein wahnsinnig aufregender Tag, aber nach 2 Tagen Anreise ist erstmal Erholung nötig. Aufregend wirds dann am Tag 2 als wir uns nun endlich, endlich auf die Straße begeben. Klicke auf den LINK und folge uns!

#infoAlle Informationen zum Fahrzeug, der Campingausrüstung  und den Kosten habe ich im Blog „Allrad-Campingfahrzeug mit Dachzeit – Infos, Kosten, Anbieter“ zusammengestellt. Zum Artikel gelangst du durch klicken auf LINK.

Amerika Road Trip – Unterwegs im Land der Vorurteile

Unseren Amerika Road Trip kann man gerne unter dem Motto führen: „Sie waren jung und wussten nicht was sie tun“. Aber genau deshalb war es auch der ultimative Trip durch ein Land, wie es nicht skuriller, außergewöhnlicher und abgedrehter nicht sein kann!image-2015-09-01(3)Ich hatte Flüge nach Orlando gewonnen, meinen besten Freund im Gepäck und wir waren nahezu ohne Vorbereitung nach Amerika gestartet. Kurz hatten wir uns mal zusammengesetzt und 3 Punkte festgelegt, die wir ansteuern wollten. Wir haben die Motelpreise an unserer ersten Station gecheckt und den Mietwagen gebucht. Klar war auch: keine Vergnügungsparks.image-2015-09-01(33)Und da standen wir nun im großen Amerika was wir Beide nur aus dem Fernsehen kannten. Keine Vorstellung hatten wir, was uns hier wirklich erwarten würde. Ich ging davon aus, dass die Läden 7 Tage in der Woche für 24 Stunden geöffnet haben, das Klamotten spottbillig sind, alle sexy Victoria Secret Unterwäsche trugen, es überall diese coolen American Diner im Stil der 50iger gibt und an jedem Stadtrand ein Open Air Kino. Die Realität war eine völlig Andere.image-2015-09-01(10)Schon am ersten Tag den wir spät ankamen scheiterten wir daran etwas zu Essen zu bekommen. Supermärkte geschlossen & American Diner ab 22 Uhr im Feierabend. Am nächsten Morgen dann sollten sich zumindest unsere Shoppingträume erfüllen. Wir fuhren die nächste Mall an. „Nicht mehr als 300 EUR, hörst Du?“ – ich bat Tom auf mich aufzupassen, falls ich dem Shoppingrausch total erliegen sollte. Erste Station der Victoria Secret Store, der für mich der Inbegriff von sexy Unterwäsche, Männerträumen und schöner Frauen war. image-2015-09-01(2)Voller Vorfreude stoppte ich am ersten Auslagetisch, griff nach einem „Höschen“ und dachte, ich muss im falschen Film sein. Statt winzigem Stringtanga hielt ich einen monströsen beigen Schlübba in der Hand, der die Dimensionen hatte, auf einen Elefantenhintern zu passen! Der Alptraum an geschmackloser Unterwäsche setzte sich fort. Völlig verstört verließ ich den Laden. Anscheinend ist die Verkaufsware eine auf die Amerikanerin angepasste und nicht die, die auf dem Laufsteg gezeigt wurde. Genau 18 Dollar hab ich nach einem Tag in der Mall ausgegeben, denn spottbillig wie gedacht, war es dort nicht. Tom gings ähnlich und damit war das Thema Shoppen & Victoria Secret in Amerika für uns gestorben.image-2015-09-01(31)Wir rollten raus aus der Stadt und unser Ziel war die Westküste. An jeder Ampel bestaunten wir den Verkehr, die riesigen Autos, typische Schulbusse und überdimensional große US-Flaggen. Ich kam mir vor wie in einem Road Movie! „Guck mal, die sitzen auf der Ladefläche des Pickups!“ Selbst so eine Kleinigkeit hatte einen „Wow-Effekt“. Wir kannten es ja nicht und hielten es für die große Freiheit.image-2015-09-02(1)Die Highways waren breit, die Lastwagen riesig, die Sonne schien, wir hatten die Musik laut aufgedreht und unsere Highlights waren nicht Museen, Schlösser oder Plätze, sondern der ganz normale amerikanische Alltag.image-2015-09-02(8)Wir liebten es durch die Supermärkte zu schlendern und all diese überdimensional, großen Verpackungen aus den Regalen zu ziehen. XXXXL Gatorade, XXXXL Baguette, XXXXL Chipstüte – alles schien hier größer zu sein als im Rest der Welt und wir hatten einen Heidenspaß daran, diese neue Welt für uns zu entdecken.image-2015-09-01(6)Unser erstes geplantes Etappenziel führte uns nach Caladesi Island, denn ich wollte im glasklaren und wunderbar warmen Wasser des Golf von Mexico paddeln gehen. Gesagt getan! Wieder große Augen beim Anblick der ersten Pelikane und zwei im Wasser turtelnden Rochen. War das schön hier! Ich hatte noch nicht viel gesehen außerhalb von Europa und war von allem schwer beeindruckt.image-2015-09-01(18)Am Ende eines wunderbaren Tages galt es ein Motel für die Nacht zu finden. Wir kannten die Preise von Orlando, nicht aber die von der Westküste und so wurde unsere Suche bald zum Spießrutenlauf. Zu teuer, zu laut, zu dreckig… Kakerlaken die quer über die Wand liefen. Darauf war ich auch nicht eingestellt. Nach Stunden beschlossen wir, uns stattdessen in einem Hotel einzubuchen und uns von dem Schreck erstmal zu erholen.image-2015-09-02

11 Tage waren wir in Florida unterwegs und das Moteldilemma setzte sich fort. Jeden Tag waren wir über Stunden damit beschäftigt eine bezahlbare & saubere Unterkunft zu finden, die uns Beiden passte. Eigentlich verschenkte Urlaubszeit, aber irgendwie gehörte es zum Erlebnis „Amerika“ auch schon wieder dazu.image-2015-09-01(26)Wir fuhren die Westküste runter in Richtung Everglades, spielten Volleyball mit Einheimischen am Strand von Clearwater, aßen Riesenburger in Fort Myers und schlotzten das leckerste Eis „ever“ in Naples. Der Weg war das Ziel und Freiheit unser Begleiter, so rollten wir den Krokodilen entgegen, auf die ich schon sehnsüchtig wartete.image-2015-09-01(9)In den Everglades angekommen überredete man uns zu einer Sonnenuntergangstour, bei der man mit etwas Glück sogar Delfine springen sehen konnte. Ich war Feuer & Flamme. Nach 2 Stunden, die die Fahrt gedauert hatte, habe ich zwar einen tollen Sundowner gesehen, aber keinen Delfin und erst Recht kein einziges Krokodil! Ich ging davon aus, dass die Everglades das Mutterland dieser urzeitlichen Tiere sind. Das sie hier fast schon gestapelt an den Stränden zwischen den Mangroven rumlungern würden. Aber nichts! Nicht ein Krokodil zeigte sich.image-2015-09-01(19)Dafür Trilliarden von Mücken, als wir wieder unser Auto erreichen. Ich werde nie die schwarze Wolke an der Tankstellenleuchte vergessen und auch nicht die 10 Meter lange Theke voll von Insektiziden. „Nein, hier bleiben wir keine einzige Nacht!“ Nächstes Etappenziel waren die Key Islands. Doch noch stand uns eine lange Fahrt durch die Dunkelheit und auf schnurgerader Straße bevor.image-2015-09-01(32)An der Ostküste angekommen und eigentlich hundemüde fiel mir ein Casino auf. Das hatten wir bisher auch vermisst. Ein wenig quengeln und umziehen auf dem Parkplatz war schon nötig, um Tom zu einem Besuch zu überreden. ABER Amerika war auch das Land des Glücksspiels und das durfte ich mir natürlich in keinem Fall entgehen lassen. Wie toll muss das sein, in prunkvollen Sälen zu wandeln, all die reichen & schönen Menschen zu bewundern und dann gleich noch aus 50 Dollar die Wahnsinnsumme von 5.000 Dollar zu erspielen. Ja, ich war voller Erwartung als sich die Türen öffneten.image-2015-09-01(29)Doch noch im gleichen Moment überkam mich Ernüchterung. Stumm und mit großen Augen wandelten wir durch einen riesigen geschmacklosen Saal, vollgestopft mit Menschen und Maschinen. Ein Spielautomat neben dem Anderen. Davor lauter verkrachte Existenzen. Der Bauerbeiter in seiner Arbeitskleidung, die Oma in ihrem Kittelchen oder die Hausfrau gleich im Schlafanzug. Die Menschen hingen an den Automaten als seien sie ihre letzte und einzigste Hoffnung. „Bring mich hier raus“ flehte ich Tom an. Aus der großen Quengelbacke war ein eingeschüchteres Mädchen geworden, so enttäuscht war ich von diesem Anblick. Auch dieses Casinos war so fernab der Hollywoodromantik die ich seit Oceans Eleven damit verband.image-2015-09-01(24)Dafür waren die nächsten Tage um so schöner, denn es ging auf die Florida Keys. Umgeben von türkisblauem Meer hüpften wir von Insel zu Insel, bestaunten schicke Yachten, schnelle Motorboote und Jetskys.image-2015-09-02(2)In Key West angekommen fanden wir eine schöne Bleibe und freuten uns schon auf den Abend mit Dosenbier und Chill-Out-Mucke am Meer. Nachdem wir das hippe Key West für uns erkundet hatten und zurück in unserem Motel waren, dann allerdings die Ernüchterung. Es herrschte Ebbe, also saßen wir statt am rauschenden Meer nun am schlammigen Tümpel. image-2015-09-01(22)Aber es spielte keine Rolle, denn wir hatten uns. Und wir wären nicht wir gewesen, wenn nicht auch ein staubiger Randstein oder ein Platz an einer matschigen Pfütze nicht cool gewesen wären. Es war schlicht egal, was um uns war. Gute Freunde machen sich ihre Welt eben schön und so lachten wir über das fehlende Meer.image-2015-09-02Unsere Tour näherte sich dem Ende und unser Flieger sollte von Miami aus starten. Nachdem wir von Shopping & Großstädten schon am ersten Tag geheilt waren planten wir keine große Tour mehr durch die Stadt. Aber zunächst mal galt es, das angepeilte Motel finden.image-2015-09-02(4)Die Straße hatten wir sehr schnell gefunden, die Hausnummer war uns entfallen. „Wie lang kann eine Straße schon sein? Da findet man seine Unterkunft bestimmt ganz leicht.“ Weit gefehlt. Auch Straßen haben hier eine andere Dimension und so fanden wir uns in einem Stadtteil wieder, welchen man gut und gerne als „dodgy“ (schmuddelig) bezeichnen könnte. „Hier muss es doch sein.“ „Warte ich schau doch noch mal in den Unterlagen“ – also hielten wir.image-2015-09-02(3)Allerdings nur unter der Prämisse „Du gibtst Gas ohne zu fragen warum, wenn ich Dir das Signal dazu gebe!“ Mir war die Gegend absolut suspekt & ich wollte nicht in eine Schießerei verwickelt werden. Wie aus einem schlechten Hip Hop Video sah es hier aus. Aufgemotze Karren, runtergekommene Häuser, gepimte Tussis und Typen mit Goldkettchen.image-2015-09-02(6)Und während wir da so am Straßenrand standen tauchte plötzlich und unvermittelt eben so ein „Hip Hopper“ an meinem Fenster auf. Rabenschwarz, viel zu große Klamotten, über und über mit schweren Goldketten und Anhängern behängt und grinste mich an. Mit breit geöffnetem Mund in dem auch alles golden glänzte! Ich werde dieses Bild nie vergessen. „So Tom, jetzt gibt doch bitte Gas!“ Besagter Moment war gekommen und ich sah wieder ein Vorurteil als bestätigt an. Bis heute schmunzle ich über diese Szene und meine Dorfkinddenke.image-2015-09-02(5)Den Abend verbrachten wir im angesagten Art Deco Virtel und kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Nur lauter schöne & hippe Menschen. Frauen mit XXL Brüsten, fahrende Beatboxen, Party an jeder Bar und nur gut gelauntes Partyvolk. Miami erfüllte mein Klischee der Stadt und wurde zum krönenden Abschluss einer Reise die so nie geplant war. Die aber genau deshalb so wunderbar war.image-2015-09-01(7)Sich treiben lassen, in den Tag hinein leben, unterwegs sein und entdecken, erleben und bestaunen – so lässt es sich wohl am Besten beschreiben. Der wichtigste Faktor bei einem Road Trip und das habe ich gelernt, ist der Mensch mit dem man reist. Denn der Urlaub findet im Auto statt. Die Chemie muss also stimmen, der Way of life muss passen und am besten auch der Musikgeschmack.image-2015-09-02(7)Wir haben gelernt, dass Vorurteile oft überhaupt nichts mit der Realität zu tun haben und dann aber wieder auch zu 200% passen. Wir haben herausgefunden, das die Amerikaner unglaublich nette Menschen sind und wir haben uns verliebt in die Weite und Freiheit dieses Landes.

#danke

Ich möchte an dieser Stelle noch Tom danken für diesen wirklich außergewöhnlichen Trip, den ich sicherlich nie vergessen werde. Es war eine tolle Zeit und du hast sie so speziell gemacht! Danke auch für einen Teil des Bildmaterials!

image-2015-09-01(11)Und so sieht unser Trip auf der Karte aus!
#infoMit diesem Text nehme ich an der Blogparade von Oliver von Sinograph teil. Er fragt in die Runde: Vorurteilen: Was sind deine Aha-Momente?
Und auch andere Blogger haben sich Gedanken zu dem Thema gemacht. Schaut doch mal bei Ulrike vorbei und lest im LINK, welche Gedanken sie sich zu China macht.

 

Mietwagen Ι 2´ter Fahrer höhere Kosten – so sparst du dir das!

Wie praktisch ist es doch, wenn man sich auf der Mietwagentour abwechseln kann. Ist ein Fahrer müde oder hat keine Lust mehr, weiter zu fahren, dann wechselt man einfach die Plätze und spart sich die Ruhepause.

Aber weißt Du auch, dass das enorme Kosten verursachen kann, weil die Mietwagenfirma sich den zweiten Fahrer „vergolden“ läßt?

Wenn Du einen Wagen anmieten willst und neben Dir noch weitere Personen das Fahrzeug steuern soll, muss diese Person als Zusatzfahrer eingetragen werden. Die meisten Autovermieter verlangen in diesem Fall eine Zusatzgebühr, die sich je nach Station, Fahrzeug und Zeitraum unterscheidet. Diese Person muss die gleichen Voraussetzungen wie du erfüllen (Alter, Führerscheinbesitz etc), sonst ist es unter Umständen gar nicht möglich.

Diese Zusatzgebührt hat damit zu tun, dass ein zweiter Fahrer natürlich auch ein höheres Risiko für den Vermieter ist. Der zweite Fahrer, muss genauso wie du, versichert werden und das kostet eben. Diese Versicherungsgebühr legen die Verleiher mit der „Zusatzfahrergebühr“ auf die Kunden um.Mietwagen Franschhoek ACHTUNG: Du kannst dir die Gebühr nicht einfach sparen und deinen Kumpel ans Steuer lassen, denn bei unangemeldeten Fahrern am Steuer erlischt der Versicherungsschutz und du müsst im Schadensfall sämtliche Kosten selbst tragen!

Die Kosten für den zusätzlichen Fahrer belaufen sich oft zwischen 5-9 EUR pro Tag. Bei einem geplanten Roadtrip kann das schnell ins Geld gehen.

Bei kurzen Ausflügen sollte man sich fragen, ob der zweite Fahrer wirklich nötig ist oder ob wie gewöhnlich der Partner sowieso fährt. Bei längeren Fragen stellt sich die Frage oft nicht, da muß der Zweitfahrer mit ans Steuer. Bei Road Trips unter Zeitdruck muß oft Strecke gemacht werden und die Fahrer wechseln sich ab.

Deshalb gilt es hier, die Angebote genauestens zu vergleichen. Ein vermeintlich günstiges Angebot kann mit Zweitfahrergebühr schnell zur Kostenfalle werden. Manche Buchungsportale bieten die Möglichkeit, die zweite Person gleich mit ein zu kalkulieren. Das hilft dir ein objektives und vergleichbares Angebot zu erhalten.

Wenn du also schon ganz sicher weißt, dass ihr zu Zweit fahrt, dann schau dich nach Vermietern um, die entweder gar nichts berechnen oder zu fairen Preisen. Oft gibt es auch eine Kostenobergrenze, also einen Pauschaltwert (zB. 60 EUR) ab einer gewissen Anmietzeit. Diese wiederum variiert je nach Vermieter. Auch hier lohnt sich der Blick in die Details.

#tippDer Führerschein dieser Person muss bei der Anmietung vorgelegt werden. Die Person muss zur Anmietung nicht mit vor Ort sein. Ihr könnt euch also auch am Hotel treffen. Wichtig ist nur, dass die Unterlagen mit zur Station gebracht werden.

Weitere nützliche Hinweise findest du im Link.

Teure Mietwagenfallen – so bleibst du davon verschont!

Teure Mietwagenfallen sind gar nicht so selten wie man denkt. Aber mit ein paar Tricks kann man sie wunderbar vermeiden. Hier mein Erfahrungsbericht aus hunderten Selbstversuchen:

Da stand ich nun. Wie ein hilfloses kleines Mädchen fühlte ich mich, am Schalter der Mietwagenstation in London. Gerade hatte man mir mitgeteilt, dass ich das von mir gemietete und für knapp eine Woche bezahlte Fahrzeug nicht bekomme. Also fiel mein Trip nach Loughborough flach, genauso wie die Überlandfahrt und der Ausflug meiner englischen Freundin. Auch wurde mir schlagartig klar, dass ich keine Ahnung hatte, wie ich jetzt zu ihr kommen soll. Ich saß gestrandet am Flughafen anstatt im Mietwagen in Richtung zu unserem Treffpunkt.Mietwagen LeniGrund für die Nichtherausgabe des Leihautos war, dass meine Kreditkarte nicht genügend Deckung hatte. Bei Mietwagenfirmen ist es üblich, dass eine Kaution verlangt wird. Die Summe dafür wird auf der Kreditkarte „reserviert“ und nur bei Schaden auch tatsächlich abgebucht. Trotzdem muß man den Betrag verfügbar haben. Und je nach Leihfirma schwankt diese Summe immens. Glücklich bei wem es nur 500 EUR sind. Ich hatte Pech und es waren 4.000 EUR.Bildschirmfoto 2015-08-17 um 14.33.25Da ich aus Sicherheitsgründen diese Kreditkarte & das Konto speziell zum Reisen benutze, hatte ich zwar das Budget für den Trip und eine angemessene Summe für die Kaution verfügbar, nicht aber diesen hohen Betrag. Ich bot an, das Geld am Bankautomaten mit einer anderen Karte zu ziehen und es in bar zu hinterlegen. Keine Chance. Mietwagenfirmen akzeptieren keine Barzahlung. Bildschirmfoto 2015-08-17 um 15.53.56Also telefonierte ich mit meiner Bank und bat um Überweisung auf mein Reisekonto. Dort klärte man mich dann auf, dass das zwar ginge, aber mir im Moment nicht helfe. Freitagabend angewiesen wäre das Geld nicht vor Montag, aber wohl eher erst am Dienstag verfügbar. Das half mir in der Tat nichts, denn Donnerstag sollte schon meine Rückreise sein. Also blieb mir nichts Anderes übrig, als auf das Auto zu verzichten und den Bus zu nehmen. Ich war sauber auf mich selbst. Ich hätte die Kautionssumme bei der Onlinebuchung nachlesen müssen, dann hätte ich dieses Problem nicht gehabt. So ärgerlich diese Geschichte war, ich hatte meinen Lektion gelernt.Bildschirmfoto 2015-08-13 um 17.31.11Ob ihr nun einen Kleinwagen auf Mallorca mietet oder einen Camper in Namibia, informiert euch vorab genauestens über die Kautionssumme und checkt euer Kreditlimit bei der Bank.

Achtet auf das Mindestalter (zB. 25 Jahre) zur Anmietung. Wer hier online zu schnell klickt, bekommt womöglich das Auto nicht, weil er zu jung ist

Mietet euer Fahrzeug nicht immer beim günstigesten Anbieter sondern beim Zuverlässigsten & dem mit den besten Versicherungskonditinen. Ist der Billigheimer pleite, dann ist auch euer Geld weg. Ist er nicht zuverlässig, ruiniet es euch womöglich den Urlaub.Mietwagen Honduras

Außerhalb der EU benötigt ihr einen Auslandsführerschein. Diesen erhaltet ihr bei der Führerscheinstelle. 15 EUR und 2 biometrische Paßbilder solltet ihr zur Beantragung dabei haben. Außerdem ist dieser nur 3 Jahre gültig. Schaut euch die Laufzeit vor Urlaubsantritt noch mal rechtzeitig an.

Habt immer den Auslandsfühererschein und euren original Führerschein dabei. Der Auslandsführerschein ist nur eine Übersetzung eurer eigentlichen Fahrlizens, deshalb muss immer Beides mitgeführt werden. Ohne das Original ist der Internationale schlicht ungültig. Ihr werdet das bezahlte Fahrzeug von der Mietwagenfirma nicht bekommen, wenn die Papiere nicht vollständig sind.
Bildschirmfoto 2015-08-17 um 14.44.26Zweite und noch bittere Lektion die ich im Umgang mit Mietwagenfirmen lernen mußte: Die Kaution ist weg, wenn Kratzer im Auto sind. Was auch völlig normal und nachvollziehbar ist. Nicht aber, wenn ich unschuldig an dem Schaden bin und der Vormieter der Verursacher war.

Ich hatte in der Hektik am Schalter das Formular mit den Beschädigungen gegengezeichnet im festen Glauben und Vertrauen, dass alles darin vermerkt sein würde. Bei Rückgabe dann das böse Erwachen. Schäden am Fahrzeug für die ich gerade stehen durfte, obwohl ich mir keinen Fahrfehler geleistet hatte. Bildschirmfoto 2015-08-17 um 17.12.52Seither unterschreibe ich den Schadensbericht nicht am Schalter, sondern erst nach „Bestandsaufnahme“ am Fahrzeug direkt. Das hat schon zu einigen hitzigen Diskussionen geführt, mir aber letztlich jedes Mal die Kaution gerettet.

In wirklich jedem Fall in dem ich ein Fahrzeug in den letzten 6 Jahren gemietet hatte, fand ich Beanstandungen, die nicht aufgelistet waren, wie Dellen, Kratzer, Beulen, Steinschläge oder fehlende Fußmatten im Innenraum. Für all diese Schäden oder Verluste hätte ich aufkommen müssen. Ich bin also sehr gründlich geworden, wenn es um die Begutachtung eines Fahrzeugszustandes bei der Anmietung geht. Und ich rede hier von ungefähr 20 Mietwagen. Bildschirmfoto 2015-07-30 um 12.41.03So checkt ihr das Auto richtig:

1.) Begutachet es Stück für Stück von oben nach unten. Laßt jede noch so kleine Beschädigung ins Protokoll eintragen. Ändert den Blickwinkel auf das Fahrzeug. Je nach Spiegelung werden noch Beulen sichtbar, die ihr davor nicht wahr genommen habt.

2.) Vergeßt dabei auch nicht die Felgen. Vom Parken zerkratzte Felgen werden euch in Rechnung gestellt, wenn ihr nicht nachweisen könnt, dass diese Beschädigungen nicht schon vor eurer Anmietung vorhanden waren.

3.) Überprüft bei der Gelegenheit gleich noch das Reifenprofil. Ein Polizist der euch wegen abgefahrenen Reifen anhält, interessiert es herzlich wenig, ob der Wagen gemietet ist. Ihr seit Fahrzeugführer, ihr müßt sicherstellen, dass es fahrtüchtig ist. Reklamiert das direkt vor Ort.

4.) Laßt Euch den Kofferraum öffnen. Gerade bei Mietwägen sind die Schwellen oft durch Koffer erheblich zerkratzt. Auch das wird von Mietern oft vergessen und später von der Leihfirma beanstandet.

5.) Befindet sich der Ersatzreifen, der Erste-Hilfe-Kasten und die Warnweste wie landestypisch vorgeschrieben im PKW? Nicht nur, dass ihr wieder Gefahr lauft, dass euch eine polizeiliche Anzeige droht, es kann euch auch im Nachgang als fehlend in Rechnung gestellt werden.

6.) Schaut aufs Dach! Hört sich unglaublich an, aber auch da gibt es Beulen von herabfallendem Obst, Ästen oder Hagelschlag.

7.) Vergeßt die Windschutzscheibe nicht. Auch wenn das Auto nicht gründlich gereinigt ist, solltet ihr genauestens auf Steinschläge achten. Setzt euch gegebenenfalls ins Auto für eine objektivere Begutachtung oder besteht auf Reinung des Fahrzeuges. Das ist euer gutes Recht!

8.) Werft einen Blick unters Fahrzeug. Ist ein Ölfleck auf dem Asphalt? Hängt der Auspuff komisch runter?

9.) Vergesst den Innenraum nicht. Fehlt der Zigarettenanzünder? Sind alle Fußmatten da? Gibt es Brandflecken von heißer Asche? Ist der Knopf am Radio abgebrochen? Alles Dinge die bei der Rückgabe auf euch zurück fallen.

10.) Dreht den Schlüssel rum und schaut euch die Benzinanzeige an. Wie voll ist der Tank wirklich und was ist im Protokoll angegeben?

11.) Macht, wenn es euch beruhigt, ruhig auch ein paar Fots vom Zustand des Wagens. Im Streitfall seid ihr damit auf der sicheren Seite.Bildschirmfoto 2015-08-12 um 16.47.59Laßt euch alles ins Protokoll schreiben. Jetzt mag die Vermietfirma noch beschwichtigen und es als Bagatelle hinstellen. Der Herr bei der Rückgabe sieht es vielleicht ganz anders und ihr seid eure Kaution los. Unterschreibt nur nach vollständiger Eintragung der Schäden in das Übergabeprotokoll! Laßt Euch auf keinen Fall am Schalter dazu drängen.

Ich weiß, es wird versucht einem die Unterschrift abzuringen. Und es ist Jedem erstmal unangenehm, auf die Bestandsaufnahme zu bestehen, aber 500-4.000 EUR an Kaution zu verlieren für einen Schaden, der nicht auf euer Konto geht, tut bedeutend mehr weh. Es ist euer gutes Recht, das Fahrzeug vor der Fahrt abnehmen zu lassen und darauf solltet ihr eisern pochen.

Gleiches gilt für die Rückgabe. Laßt das Fahrzeug kontrollieren und unterschreibt erst dann. Nur so seid ihr auf der sicheren Seite.

Mietwagen

Bevor ihr startet lasst euch alle Schalter zeigen und alles Nötige zum Fahrzeugtyp und der Anmietung erklären:

1.) Wo ist die Kofferaumklappe?

2.) Wie geht der Tankdeckel auf und was muss ich überhaupt tanken?

3.) Darf ich selbst mit dem Fahrzeug in eine Werkstatt oder gibt es von der Mietwagenfirma vorgeschriebene Werkstätten?

4.) Wo finde ich die Rufnummer & Papiere für Notfälle?

5.) Muss ein Unfall polizeilich aufgenommen werden, selbst wenn der Unfallverursacher mir schriftlich erkärt, dass er für den Schaden aufkommt?

6.) Fahrt ihr mit dem Fahrzeug über die Grenze? Uns sei es nur für einen kurzen Ausflug, dann stellt sicher, dass es versichert ist und ihr entsprechende Papiere (zB. grüner Schein) bei euch führt. Ihr könntet sonst jäh an der Grenze scheitern.10506950_563136353808728_8598983919379286442_oNoch eine Bitte: Wenn ihr auf eurer Tour feststellt, dass der Wagen dauerhaft nach links zieht, er komisch röhrt oder das Licht nicht richtig eingestellt ist, dann sagt das auch bei der Abgabe. Das hilft euch zwar nichts mehr, kann aber unter Umständen lebensrettend für den Nachmieter sein.

Uns ging es selbst schon so, dass wir eine Nachtfahrt hatten und unterwegs feststellen mußten, dass das Licht nur mit angezogenem Hebel funktionierte. Das war Niemandem vorher aufgefallen. 4 Stunden Nachtfahrt mit Hand am angezogenem Lichthebel oder komplett dunkel fahren macht definitiv keinen Spaß.IMG_8140In Urlaubslaune macht man sich meist wenig Gedanken um diese ganzen Kleinigkeiten. An der Tankstelle, bei einem Unfall oder bei Rückgabe kann es einen dann aber eiskalt erwischen. Nicht so, wenn man sich vorher die Zeit nimmt und alles prüft, abnimmt und protokolliert. 15 min. Zeit, die man für die Kontrolle investiert, sind aber allemal günstiger als tausende Euro, die ihr im Schadensfall auf den Tisch blättern müßt.

Druckt euch meine Checkliste aus, macht ein Häkchen dran und ihr habt gute Chancen auf eine angenehme, sicherere und schadensfreie Mietwagenreise. Hier gehts zur Checkliste!

In diesem Sinne: #get up & check!