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El Salvador? Bist du lebensmüde? Nein, nur weltoffen!

Ich erinnere mich noch sehr lebendig, es war 4 Uhr in der Nacht irgendwann im Januar 2014, als ich meinen Flug nach El Salvador buchte. Es war eine dieser Nächte in denen ich nicht schlafen konnte, mich umherwarf und letztlich doch zum Smartphone griff und auf Facebook surfte. Plötzlich tauchte da diese Meldung auf „Error Fares bei Iberia. Flüge für 350 EUR nach Lateinamerika“. Um ganz ehrlich zu sein, ich hatte keine Ahnung, was diese Region zu bieten hatte. Bisher war Zentralamerika für mich ein dunkler Fleck auf der Landkarte. Aber die Aussicht, so günstig so weit weg zu kommen, erschien mir sehr, sehr reizvoll.image-2015-08-27(8)Schnell also durchforstete ich das Netz nach Bildern, der Länder die angeboten waren, um einen Eindruck zu bekommen. Bei diesen Preisfehlern im Internet sollte man schnell sein, das wußte ich. Außerdem hatte ich noch Resturlaub den ich verbraten musste und konnte mir also ungezwungen einen Flug sichern.image-2015-08-27(9)Ok, El Salvador klingt doch spannend, die Stände sehen hübsch aus und die Terminvorgaben passen. Also, die Kreditkarte gezückt und gebucht! Mitten in der Nacht und ohne eine Ahnung, was genau mich da genau erwarten würde. Schnell noch einen Post auf Facebook hinterlassen, dass ich in 8 Wochen fliegen werde und dann, mit äußerster Zufriedenheit ein Schnäppchen gemacht zu haben, eingeschlafen.image-2015-08-27(1)Dafür das böse Erwachen dann am nächsten Morgen. Kommentare auf meiner FB Wall: „Sag mal spinnst Du? Du kannst doch nicht so einfach ohne Kenntnis nach El Salvador fliegen. Noch dazu alleine!“ oder „Wusstest du, dass das Land eine der höchsten Mordraten der Welt hat?“ Oder auch: „Du wieder! Dich kann man auch nicht alleine lassen! Informiere Dich mal beim Auswärtigen Amt über die Reisewarnungen, dann willst du da bestimmt nicht mehr hin.“image-2015-08-27(6)Mir ist schlagartig schlecht und Farbe habe ich auch keine mehr im Gesicht. Wieder starte ich Google und frage nach Sicherheit, Reisewarnungen und Gewalt in El Salvador. Prompt werde ich noch blasser. Ich hätte vielleicht nicht auf Bilder klicken sollen. Nicht schön, was man da sieht. Auch nicht, was das auswärtige Amt da von sich gibt. Es vergehen Stunden der Recherche, meine Gefühle fahren Achterbahn, meine Gedanken kreisen und in meinem Kopf dreht sich alles. image-2015-08-27(4)Inzwischen auch die ersten besorgten Anrufe meiner Facebookfreunde. Jeder will mir dieses Land ausreden. „Hast Du eine Reiserücktrittsversicherung?“ „Mach das bloß nicht“ „Ich könnte es ja verstehen, wenn Du nicht als Frau alleine reisen würdest, Hast Du denn niemanden der mit dir fliegen würde?“ NEIN, verdammt! Ich bin Single und es hat auch Niemand Bock mit mir in so ein Land zu fliegen. Mit so viel besorgten Freunden hatte ich nicht gerechnet. Ist ja wunderbar, aber führt bei mir zu Trotzreaktionen. image-2015-08-27(2)Ich bin kein kleines Kind mehr! Ich bin alleine nach Südafrika gegangen und habe dort gelebt. Das Land hat auch ein Gewaltproblem und ich bin unbeschadet zurück gekommen. Auch erinnere ich mich an das Gezeter vor meiner DomRep Reise. „Geh bloß nicht aus der Anlage! Da gibt es überall schwer bewaffnete Menschen und streunende Hunde“ Letztlich war ich nur außerhalb der Pauschalurlaubermauern aka der Hotelanlage und es war sehr, sehr toll! Also beschließe ich, auch nach El Salvador zu fliegen. Ich habe Afrika überlebt, dann schaff ich auch das. Ich werde mich gut vorbereiten, achtsam sein und mich an die Regeln halten.image-2015-08-27(5)Und das habe ich auch und nicht nur das! Ich habe ein ganz anderes El Salvador kennenlernen dürfen, als das was mir an Horrorgeschichten im Netz begegnet ist. Ich bin allerorts mir offenen Armen empfangen worden, habe neue Freund gefunden und so viel an Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft erfahren dürfen, wie noch in keinem Land davor. Die Herzlichkeit und Gastfreundschaft haben meine Reise ganz speziell gemacht und mir gezeigt, dass Statistiken nicht unbedingt etwas mit dem Leben und dem Alltag der Menschen in einem Land zu tuen haben.

#info

Speziell für Latainamerika läßt sich sagen, dass sich Kriminalität oft im Drogenmileu oder in Bandenkriegen finden lässt, mit denen der einfache Reisende eigentlich nie in Kontakt kommt. 

Wer also eine Reise in ein Land plant, der sollte sich ganz genau informieren und hier meine ich nicht nur die Seiten des auswärtigen Amtes, die geben zwar einen Einblick, wo die Probleme liegen, aber in keinem Fall zeigen sie auf, in wieweit mal als Reisender betroffen ist.

Meine Erfahrung zeigt, dass Reiseblogs die beste Möglichkeit sind, zu erfahren, wie es in einem Land wirklich aussieht. Dort bist du sehr schnell informiert, ob man sich sicher und wohl fühlen kann. Außerdem es gibt einen direkten Kontakt, bei dem Du nachfragen kannst, wenn Du dennoch unsicher bist. Meine Entscheidungen in ein Land zu reisen oder es zu meiden, hängen inzwischen nicht mehr an Preisschnäppchen, sondern an genau diesen Informationen. Wenn Einheimische oder Backpacker ganz klar sagen, dass es zu gefährlich ist, dann halte ich mich daran und reise nicht. Mit diesem Weg fahre ich sehr gut und bisher immer auch sehr sicher.

Brasilien Ι Fortaleza – Zwischen Fußball, Frauen, Traumstränden und Problemvierteln

Viel hatte ich mir versprochen von Fortaleza, der Stadt von der so viele Brasilianer schwärmen. Mit 75.000 Besuchern pro Jahr ist sie eine der am meisten besuchten Städte des Landes. Sie lockt mit feinsandigen Traumstränden, ihrer Liebe zu Fußball, kokusnusspalmengesäumten Strandbars & natürlich mit Frauen in ultraknappen Bikinis. Doch die Stadt hat auch eine andere Seite.image-2015-11-19(51)Wir landen am späten Abend & fahren die 14 km vom City-Flughafen mit dem Mietwagen in Richtung Hotel. Der erste Eindruck ist so ganz anders, als die Bilder der Stadt, die sich als moderne Metropole im Internet, für mich dargestellt hatte. image-2015-11-19(24)Das Bild hier ist geprägt von herruntergekommenen Häusern die mit hässlichen Grafitti-Schmierereien besprüht sind. In dunklen Gassen, finden sich zwielichtige Gestalten und auf den Straßen liegt jede Menge Müll. So wie ich es eigentlich auch aus Canaá dos Carajas schon kenne, der brasilianischen Stadt in der wir seit April 2015 leben. image-2015-11-19(27)Kein vertrauenerweckender Eindruck und schon gar nicht schön. Wir verriegeln das Auto, überfahren rote Ampeln und hoffen nicht stoppen zu müssen. Und nur auf den letzten 2 Kilometern unserer Strecke wandelt sich das Bild. Denn dort am Meer ist die Skyline-Metropole zu finden, sieht es aufgeräumter aus und auch die Menschen auf der Straße machen einen vertrauenserweckenderen Eindruck.image-2015-11-19(20)Unser Hotel ist in der ersten Reihe direkt an der Strandpromenade und seinem umtriebigen Markt. Es ist 23 Uhr und die Straßenstände sind sehr gut besucht. Es herrscht reger Handel, es wird gejoggt, musiziert, getanzt, getrunken & gefeilscht. An Ruhezeiten denkt hier Niemand. Man will Spaß und Unterhaltung und so kehrt erst in den frühen Morgenstunden Ruhe ein.image-2015-11-23(1)-1Als ich am neuen Morgen wieder aus dem Fenster schaue, erkenne ich den Bazar von letzter Nacht nicht wieder. Die Szenerie erinnert jetzt eher an einen Containerhafen als an einen Markt mit hunderten Besuchern und vollgepackten Ständen. FortalezaWir starten zu unserer Entdeckungstour durch die Stadt und ich hoffe mit dem neuen Tag endlich das Brasilien zu finden, was in meinem Kopf ist. Was ich aus Hochglanzmagazinen kenne -das schöne, das bunte, das lebensfrohe Land.  image-2015-11-19(34)Wir starten am Meer und hier sieht erstmal alles ganz gut aus. Kein Plastemüll am Strand, eine saubere Promenade und auch keine verunstalteten Grafittiwände. image-2015-11-19(32)Doch das Bild der Stadt änderst sich schnell. Während man am Meer die neu gebauten Wolkenkratzer findet, sind es in Richtung Innenstadt die historischen Gebäude. Die entweder herausgeputzt sind oder völlig dem Verfall überlassen werden. image-2015-11-19(33)Und je weiter man sich davon entfernt, umso krasser werden die Gegensätze zwischen den Luxusapartments mit Meerblick und den einfachen blechdachgedeckten Häusern.image-2015-11-19(25)Eigentlich hatten wir nicht vor, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Doch ein englischsprachiger Tourguide war für Samstags nicht aufzutreiben. Zig Touranbieter haben uns abgewunken und so starteten wir unsere eigene Entdeckungstour. Begrüßt von türkisblaumen Meer, sind wir in die Innentstadt rund um die „Rua Monsignore Tito Guedes“ mit ihrer gotisch-römischen Kathedrale gestartet. image-2015-11-19(45)Die Catedral Metropolitana de Fortaleza ist die drittgrößte Kirche Brasiliens und sie soll nachts eine wahre Schönheit sein, wenn sie bunt angestrahlt wird. image-2015-11-19(28)Und in der Tat ist sie mit Platz für 5.000 Gläubige ein recht imposantes Bauwerk. Im Gegensatz zu opulenten Gotteshäusern wie man sie etwa in Rom findet ist sie allerdings sehr schlicht gehalten. Sehr frustriert hat mich allerdings der Anblick ihrer Frontseite. Bewacht, von bis an die Zähne bewaffneten Polizisten, verunstaltet mit Grafitti und von Plastikmüll umweht, bot sich eine reichlich erbärmliche Ansicht, die wohl auf keinen Besucher einladend wirkt. Catedral Metropolitana de Fortaleza, Ceará, BrasilienIm Umkreis der Kathedrale herrscht reger Handel. Gerade an Samstagen ist das eine bunte Mischung aus Menschen, Musik und Essensständen. image-2015-11-19(40)Ich werfe mich gerne in das Getümmel der Menschen und beobachte sie bei der Arbeit. So auch an diesem Tag.image-2015-11-19(37)Wer sich hier allerdings eine schicke Shoppingstraße erhofft hat, ist hier falsch am Platz. Dazu sollte man den Weg in einer der Malls (Mercado Central) finden oder sich besser im Stadtteil Meireles umsehen. image-2015-11-19(43)Hier herrscht das ganz normale brasiliansiche Leben der Straße mit seinen geschäftigen Händlern und mit Einkaufstüten behangenen Frauen. Wir schlendern Ziellos durch die Gegend und schauen dem Treiben zu.image-2015-11-19(41)Und es fällt auf, dass überall rund um die Kathedrale wunderschöne restaurierte Häuse findet aber auch Gebäude die dringend saniert werden müssen, damit die Stadt ihren usprünglichen Charme nicht ganz verliert. image-2015-11-19(29)Es ist schon regelrecht bedrückend, wenn man sieht welche ehrwürdigen Gemäuer hier ihrem Verfall preisgegeben sind und ich kann mir sehr lebendig vorstellen wie schön die Stadt einst war. Man ist fast geneigt hier Hand anzulegen um zum Erhalt beizutragen.image-2015-11-19(30)Zumal sie durch Grafitti besprüht nur noch trauriges Bild einer großen Geschichte abliefern. Ich bin wirklich ein Fan von Street Art, aber bloße Kritzeleien sind für mich Vandalismus. image-2015-11-19(31)Aber man findet auch die wahren Künstler er Szene in der Stadt. An den richtigen Stellen eingesetzt sind die Wandbilder dann wirklich eine Verschönerung der Kulisse. In Fortaleza sind sie sehr oft auch mit sozialkritischem Hintergrund zu finden und man sollte es sich nicht nehmen lassen mal genauer hinzusehen.image-2015-11-19(46)Nach einer guten Stunde haben wir genug gesehen von der Innenstadt. Uns zieht es zurück ans Meer zur schönen Seite Brasiliens. Denn Strände können die Brailianer;) image-2015-11-19(21)Wieder führt der Weg vorbei an unzähligen Wolkenkratzern die hier wie Pilze aus dem Boden gewachsen sind und das moderne Fortaleza verkörpern. image-2015-11-19(47)Trotzdem findet man immer auch noch traditionelle Stätten, Gotteshäuser oder Statuen zwischen den Hochhäusern oder direkt am Meer. image-2015-11-19(26)Die bekanntesten Stadtstrände sind Praia Meireles, Praia Mucuripe, Praia de Iracema – doch eher wenige Badegäste sind hier zu finden. Das Wasser ist hochgradig belastet und so weicht man zum Baden auf die Strände weiter außerhalb aus. image-2015-11-21(6)Dieser alte Turm hat uns sehr beeindruckt. Rundum ist er mit einem Gesicht geschmückt und statt einer alten Ruine erblickt man nun eben ein Kunstwerk. Sehr gelungen, wie wir fanden.image-2015-11-19(19)Es ist schön auch mal Zeit zu haben, um ein paar anderen Seiten Brasiliens entdecken zu können. Und so schauen wir den Fischern auf ihren bunten Booten zu und beobachten, das Leben am Strand.Fuball Typisch für dieses Land ist natürlich Fußball. Das Spielfeld wandert dann auch schon mal ins Wasser. Dann kann man sich gleich abkühlen, wenn es heiß hergeht. Ich bin gerne unter Locals und Brasilianern beim Fußball zu zuschauen ist immer eine riesen Freude.image-2015-11-23(1)Was wir auch häufig beobachten konnten und was nicht minder beliebt ist, sind Quadbike-Touren über den Strand oder durch die Dünen. Für mich stören sie hier allerdings die Erholungssuchenden.Fortaleza, Beach, kiteAber auch andere Sportler wie Kiter kommen an der Küste von Fortaleza voll auf ihre Kosten. Zumal der Wind hier gut steht, das Wasser Badewannenwarm ist und sich die Kiter nicht gerade drängen wie in anderen Kitehochburgen. Wir haben uns ein schattiges Plätzchen gesucht und schauen dem Treiben am Meer zu. Wie die Kiter mit dem Wind über den Ozean jagen, wie sie über Wellen springen und den tosenden Wassermassen trotzden.image-2015-11-23(1)Wer für Kiten noch nicht groß genug ist, der übt eben so lange mit einem kleinen Drachen, wie dieser Junge mit seinem selbstgebauten Spielzeug, der uns auch ins Auge gefallen ist.BeachDie Strände etwas außerhalb Fortalezas sind unter der Woche geradezu menschenleer. Wir laufen am Meer entlang, schauen den Fischern zu, spielen mit den Wellen und lassen die Seele baumeln. Und hier ist Brasilien für mich dann endlich auch mal paradiesisch.MüllAllerdings sieht es direkt hinterm Traumbeach wieder aus wie auf einer Müllkippe. Dreck und Armut kann man hier nicht ausblenden. Sie gehören untrennbar mit Brasilien zusammen.image-2015-11-19(22)Und wer diese Bilder nicht erträgt, der ist in diesem Land schlicht und einfach fehlt am Platz.image-2015-11-19(23)Ich empfehle sich den Film Trash anzusehen, denn er zeichnet das Bild Brasiliens sehr gut auf, was auch ich kennenlernen durfte und was weit weg ist von Copa Cabana Schönheiten, erolgreichen Fußballern & Skyline Metropolen. Er zeigt die harte Realität der Menschen hier. image-2015-11-23(2)So auch das der indigen Bevölkerungsschicht. Einst waren diese Ureinwohner Brasiliens ein stolzes Volk was im Einklang mit der Natur lebte. Auf Grund der Profitsucht von Rohstoffkonzernen und deren Brandrohdung, verlieren sie immer mehr ihres natürlichen Lebensraumes. nativeAnstatt in ihrer Heimat im Regenwald zu leben, verkaufen sie nun Touristennap am Strand. Ich fand man sah die Wut darüber sehr deutlich in ihren Augen und ihrer Körpersprache. Ich habe mich nicht sehr wohl gefühlt dabei,  ihnen hier weitab ihrer eigentlichen Heimat, zu begegnen. Und auch am Foto mit blauem Hintergrund statt grünem, erkennt man, dass hier etwas nicht stimmt.image-2015-11-19(17)Aber man findet in Fortaleza auch eine junge vermögende Schicht, die es sich nicht nehmen läßt mit Champangner in den Beach-Bars zu feiern. In den angesagten Locations kostet eine Flasche Champagner dann auch schon mal 200 EUR. image-2015-11-23(5)Und hier haben wir sie dann auch gefunden, die schönen Frauen Brasiliens in ihren knappen Bikinis.
image-2015-11-19(36)Mein Fazit: Fortaleza ist eine ganz typische brasilianische Stadt. Mit all ihren Problemen, Konflikten aber auch mit traumhaften Stränden, türkisblauem Meer und schönen Frauen. Allerdings würde ich nie nur wegen der Strände hierher reisen. Ich muß mich im Urlaub auch abseits des Strandes wohl fühlen und hier scheidet die Stadt ganz klar für mich aus.image-2015-11-19(18)Mein Tipp:

Wen es trotzdem nach Fortaleza zieht, gerade wegen der Strände, dem würde ich empfehlen sein Quartier in der Nähe der Strände Futoro 1 & Futoro 2 zu suchen und nicht in der Innenstadt.

image-2015-11-19(35)Außerdem lohnt sich die Anmietung eines Fahrzeuges direkt am Flughafen. Damit ist man flexibel und kann die Stadt verlassen um die wirklich schönen Plätze am Meer zu entdecken. image-2015-11-19(44)Wer Ruhe sucht sollte sich auf keinen Fall in der Innenstadt am Meer niederlassen, da ist es bis in die frühen Morgenstunden eigentlich immer belebt und laut. Auch sollte man Geruchstechnisch auf Einiges eingestellt sein. Ich habe noch nie eine Stadt erlebt, wo es derartig schlimm nach Pisse stinkt. Besonders rund um den beliebten Markt und seine Flaniermeile.image-2015-11-23(6)

Kapstadt-Beach-Spezial – Den Strand in Big Bay solltest du nicht verpassen!

Das schönste an Kapstadt überhaupt ist die Abwechslung die diese Stadt bietet und das gilt gerade auch für seine Strände. Einer schöner als der Andere: Vom weitläufigen Bloubergstrand über den traumhaften Camps Bay Beach bis hin zu den Modelstränden in Clifton findet ihr jeder seine persönliche Bade- oder Flanierbucht. Viele sind der Annahme, Kapsdtadt das sei nur die Citybowl- doch weit gefehlt! Denn Kapstadts Stadtteile erstrecken sich von Big Bay bis Müzenberg oder Simons Town und mit ihnen die Strandabschnitte, die einen so verschiedenen Charme haben, wie die „Subburbs“ selbst.image-2015-11-19(7)Ich habe lange in Kapstadt gelebt, kenne sie alle und möchte dir meine Lieblinge unter den Stränden gerne näher bringen. Welcher der schönste Beach ist maße ich mir nicht an zu sagen, aber ich kann dir die Vorzüge zeigen, damit du deinen persönlichen Traumstrand findest!

Heute stelle ich dir Big Bay vor & zeige dir das der Strand dort ein wahres Paradies für Wassersportler und Spaziergänger ist:

Tafelberg Lieblingsbild Table Mountain Kapstadt, Big BayBig Bay hat einen breiten, weißen Strand auf dem die Wellen sanft ausrollen. Besonders in den Morgen und Abenstunden ist er ein belieber Treff für Jogger & Spaziergänger. Wer in Richtung Melkos unterwegs ist, kann hier über Stunden herrlich den weitläufigen Strand, die Meerluft und die Aussicht genießen. Der Sand ist recht fest, man sackt nicht ein und das macht ihn so ideal für ausgiebige Spaziergänge. Zudem ist er sehr gepflegt. Es gibt keine Seeigel oder spitzen Steine und so kann man gut und gerne aufs Schuhwerk verzichten. In der Nebensaison ist es hier herrlich ruhig und nichts stört den majästätischen Blick auf den Tafelberg.Red Bull King of the air Kapstadt, Big BayAußerdem ist er auf Grund seiner Lage und den Windverhältnissen ideal für Surfer und Kitesurfer. Eben wegen dieser guten Voraussetzungen findet hier jedes Jahr auch der Red Bull King of the airKitekontest statt. Wer zu dieser Zeit in der Stadt ist, der sollte sich dieses Event auf gar keinen Fall entgehen lassen (Eintritt frei!). Die Kiter legen hier atemberaubende Sprünge ein und fliegen bis zu 200m weit!! (Siehe Link ganz am Ende)Red Bull King of the air, Kite, KitenDas lebendige Zentrum Big Bay´s ist die Eden on the Bay-Mall. Eine kleine Einkaufsmeile mit Supermarkt, Modegeschäften sowie Restaurants & Bars. Die Namen und Besitzer der Gastronomie wechseln häufig und in den Wintermonaten bleiben sie oft ganz geschlossen. Im Sommer und gerade an den Wochenenden geht es jedoch geschäftig zu. Im oberen Teil befinden sich Ferienwohnungen und außerhalb der Hochsaison bekommt man diese sehr gut ausgestatteten Räumlichkeiten oft schon sehr günstig über Gumtree.co.za oder Airbnb. Ein idealer Ausgangspunkt für Strandliebhaber und Wassersporler.Big Bay, Tafelberg, Blouberg, Südafrika, Kapstadt, Eden on the BayÜber die Weihnachtsferien ist die kleine Wiese zwischen Eden on the Bay und dem Strand hoffnungslos übervölkert und wer hier einen einsamen Strand sucht ist zu der Zeit definitiv fehl am Platz. Big Bay, Tafelberg, Blouberg, Südafrika, KapstadtUnd auch Sammler zieht es in Big Bay ans Meer, denn hier werden sehr oft Hai-Zähne angespühlt. Um sie zu entdecken sollte man aber schon früh aufstehen und ein gutes Auge haben.Big Bay, Tafelberg, Blouberg, Südafrika, KapstadtAm Wochenende ist Big Bay ein beliegtes Ziel für Familien, da neben dem Strand eben auch für das leibliche Wohl und Entertainment gesorgt wird. Man widmet seine Zeit dem Sandburgenbau, den ersten Surfversuchen oder trifft sich auf einen Plausch mit Freunden.Big Bay, Tafelberg, Blouberg, Südafrika, KapstadtAuch der örtliche Kanuverein hat hier sein Vereinsheim. Die angeschlossenen sanitären Anlagen dürfen von allen Besuchern genutzt werden oder man findet sie zusätzlich in der Mall. Auch das macht Big Bay zu einem beliebten Ziel für Groß und Klein.Red Bull King of the air, Kapstadt, Big BayJe nach Ebbe und Flut (Hightight & Lowtide) kann man an einer Stelle über die Sandbank auf eine kleine, vorgelagerte Insel spazieren. Das zurückkehrende Wasser sollte man aber im Auge behalten, da es hier schon unschöne Unfälle unachtsamer Spaziergänger gab.Big Bay, Tafelberg, Blouberg, Südafrika, KapstadtWo die Grenze zwischen BigBay und Blouberg ganz genau gezogen wird, darüber streiten sich die Geister. Deshalb seien hier noch zwei Lokalitäten erwähnt, die offiziell schon zu Blouberstrand gehören aber doch irgendwie mit Big Bay verbunden werden.Big Bay, Tafelberg, Blouberg, Südafrika, KapstadtZum Einen ist da das ganz besonders beliebte Hotel/ Restaurant Blue Peter. Nicht etwa weil die Pizza dort der Kracher ist, sondern weil es „der“ Sundowner Treffpunkt schlecht hin ist.

Blue Peter, Big Bay, Blouberg, Kapstadt, SüdafrikaAm Wochenende gibt es hier Live-Musik und auf der terassenartig abfallenden Treppe und dem Rasenvorplatz trifft man sich um den Blick auf den Berg und die untergehende Sonne zu genießen. Big Bay, Tafelberg, Blouberg, Südafrika, KapstadtUnd dann ist da noch das Ons Huisie Restaurant in der malerischen Bucht. Hier geht es gediegener zu als bei Blue Peter. Man genießt den Blick, das gute Essen oder einen der besonders leckeren Khalula-Dom Pedros.

Dom Pedro, Kapstadt, Big Bay, Ons Huisie RestaurantSauberkeit

Die Strände werden ständig gepflegt und in einem sehr sauberen Zustand gehalten. Auch das Gassigehen stellt kein Problem dar. Ich habe noch nie Hundekot am Strand beobachtet, da die Halter sehr gewissenhaft ihrer Pflicht nachgehen.

Red Bull King of the air, Kapstadt, Big BayÖffentliches Verkehrsnetz

Big Bay hat eine hervorragende Anbindung an das MyCity Stadtbus-Netz und Haltestellen befinden sich sowohl bei Eden on the Bay als auch direkt hinter Blue Peter. Wer mag kann auch bis Melkbos fahren und von dort in Richtung Big Bay laufen und sich anschließend mit einem kühlen Getränk belohnen.

Tafelberg, Big Bay, KapstadtFazit

Ich mag die Strände in Big Bay besonders gern, weil sie so schön weitläufig sind und man morgens schon aktiv in den Tag starten kann. Sei es bei einem Spaziergang oder beim Joggen in den auslaufenden Wellen. Ich schätze es, dass hier keine Models rumliegen und ihre perfekten Körper präsentieren, sondern Leute wie du und ich hier ihre Zeit entspannt verbringen. Zudem ist durch die Surfer und Kiter eigentlich immer was geboten und diese sagenhaften Sonnenuntergänge über dem Meer und den faszinierenden Tafelbergblick bietet nur diese Seite.

PS: Hier noch ein visuelles Schmankerl für dich! Das Video zum Red Bull King of the Air:

Südafrika Ι 6 Gründe warum du die Westküste der Garden Route vorziehen solltest!

Warum es sich lohnt die Westküste zu besuchen, anstatt wie die meisten Pauschal-Touristen an die Garden Route zu reisen, erkläre ich dir hier!image-2015-11-05(3)Die Westküste beginnt direkt hinter Kapstadt. Du brauchst keine 3 Wochen um sie zu bereisen, die Highlights zu entdecken und an die schönsten Plätze zu gelangen.image-2015-11-05(2)An der Westküste ist schon allein das Wetter besser. Ein Garten muss gegossen werden und so ist es klar, dass es an der Garden Route häufiger & intensiver regnet als an der Westküste. Eindeutiges Plus also für diese Seite, denn du willst deinen Urlaub ja in der Sonne genießen.West Coast NP Langebaan LaguneDu kannst im warmen, azurblauen und himmlisch warmen Wasser der Langebaan Lagune schwimmen, paddeln und Flamingos zusehen anstatt dir im kalten Atlantik die Füße abzufrieren und von Haien gefressen zu werden.image-2015-11-05(8)Kaum bekannt und wenig frequentiert ist die Westküste eine noch schmummernde Schönheit. Du kannst ihren Charme also ganz ungestört und ohne Touristenmassen begegnen, wenn du dich entschließt da zu urlauben. Und auch die Restaurants sind nicht übervölkert und ein Tisch mit Meerblick ist dir hier garantiert sicher.image-2015-11-05(9)Du kannst in einem Meer aus duftenden Wildblumen wandeln anstatt an jedem einzelnen Blümchen halten zu müssen. Denn im West Coast National Park gibt es jedes Jahr eine Fülle an bunten Blüten, die ganze Wiesen mit ihrer Farbenpracht und ihrem zauberhaften Bouquet erfüllen.Bildschirmfoto 2015-08-05 um 16.52.41Statt in riesenhaften Bunkern zu übernachten findest du an der Westküste idyllische, kleine, reetgedeckte Unterkünfte. Weiße Häuschen mit bunten Türen und blühendem Vorgarten erwarten dich. Und von deinem Wohnzimmer am Meer hast du einen fabelhaften Blick über die einsame Bucht.Paternoster HausAnstatt dir die schönsten Muscheln vor der Nase wegschnappen zu lassen, wandelst du morgens allein am Strand, gehst deinem Hobby nach und lässt dich von der Sonne wach küssen!image-2015-11-05(7)Du hast Lust auf die Westküste bekommen? Dann folge mir zu den schönsten Plätzen, den zauberhaften Orten und all dem, was die Westküste so besonders macht. Klicke auf LINK!

29+1 Grund verliebt in Südafrika zu sein, weil…

1.) … es das Land der absoluten Freiheit ist.Bildschirmfoto 2015-08-13 um 13.56.462.) … ich das Bunte darin mag.Bildschirmfoto 2015-08-13 um 10.05.013.) … es die atemberaubendsten Strände hat.Bildschirmfoto 2015-08-13 um 12.03.174.) … die Weite einen so fesselt und in den Bann zieht.Bildschirmfoto 2015-08-13 um 14.36.375.) … die Menschen einen Sinn für Kreatives haben.Bildschirmfoto 2015-08-13 um 12.08.096.)… es ein riesen Abenteuerspielplatz ist.Bildschirmfoto 2015-08-13 um 14.13.457.) … Lebensfreude hier spürbar wird.Bildschirmfoto 2015-08-13 um 12.07.538.) … es die besten Weine der Welt gibt.Bildschirmfoto 2015-08-13 um 14.22.329.) … die Landschaft so faszinierend …Bildschirmfoto 2015-08-13 um 17.25.36… und abwechslungsreich ist. Bildschirmfoto 2015-08-13 um 17.16.4710.) … es für Sportliebhaber eine reine Spielwiese ist.Bildschirmfoto 2015-08-13 um 12.18.4611.) … Regeln & Gesetze einfach mal Auslegungssache sind.Bildschirmfoto 2015-08-13 um 13.10.4712.) … weil man mit Walen, Haien & Pinguinen schwimmen gehen kann…
Bildschirmfoto 2015-08-13 um 15.25.50…und die Big5 zum Landschaftsbild gehören.
Bildschirmfoto 2015-08-13 um 12.27.4713.) … die Menschen immer zu lächeln scheinen und das herrlich ansteckend ist.Bildschirmfoto 2015-08-13 um 17.20.0914.) … der Himmel voller Sterne hängt und der Milky Way greifbar ist.
Bildschirmfoto 2015-08-13 um 11.33.5515.) … es die schönste Stadt der Welt beherbergt.Bildschirmfoto 2015-08-13 um 12.24.0816.) … weil das Leben hier abwechslungsreich & aufregend ist.Bildschirmfoto 2015-08-13 um 13.24.4417.) … das warme Licht einen einfach umhaut.Bildschirmfoto 2015-08-13 um 12.32.4118.) … die abgefahrendsten Festivals hier stattfinden.Bildschirmfoto 2015-08-13 um 14.42.2019.)… das Essen so verdammt lecker ist & selbst jede Kleinigkeit ansehnlich serviert wird.Bildschirmfoto 2015-08-13 um 13.00.4120.) … der Tafelberg mehr als ein Weltwunder ist.Bildschirmfoto 2015-08-13 um 16.51.5121.)… Freundschaft & Hilfsbereitschaft noch groß geschrieben werden.Bildschirmfoto 2015-08-13 um 16.58.4322.) … es eine große Geschichte in der Menschheit hat.Bildschirmfoto 2015-08-13 um 11.41.1523.) … weils so schön staubt beim Autofahren.Bildschirmfoto 2015-08-13 um 11.41.5224.)… man es in jeder Lage versteht, sich das Leben so angenehm wie möglich zu machen.
Bildschirmfoto 2015-08-13 um 13.38.2725.) …es die spektakulärste Küstenstraße der Welt gib.Bildschirmfoto 2015-08-13 um 15.16.0226.)… weil Lifestyle hier ein Lebensmotto ist und kein Kleidungsstil.Bildschirmfoto 2015-08-13 um 15.20.3427.)… weil die besten Plätze des Landes trotzdem vor einem Kamin sind. (Das versteht nur, wer den südafrikanischen Winter überstanden hat)
Bildschirmfoto 2015-08-13 um 15.32.1228.)… weil es immer einen Grund zum Braaien gibt. (Africaans für Grillen, Barbecue oder Bruzeln;)Bildschirmfoto 2015-08-13 um 15.33.1829.)… weil sogar Kirche Spaß macht und gelebt wird.Bildschirmfoto 2015-08-13 um 15.43.58und finally… weil ich mich hier zu Hause fühle, wie in keinem anderen Land dieser Welt!
Bildschirmfoto 2015-08-13 um 17.31.11
PS: Das Bildmaterial ist aus meinem Archiv & über die Jahre gewachsen. Meine Liebe zu Südafrika erwachte als ich 2010 eine Traumreise ans Kap gewonnen hatte. 1 Jahr später habe ich meinen Job gekündigt, meine Wohnung aufgelöst, alles verkauft und bin mit einem Koffer und Rennrad nach Kapstadt umgezogen. 1.5 Jahre habe ich in der wohl schönsten Stadt der Welt gelebt und gearbeitet. Südafrika ist mir ans Herz gewachsen, wie kein anderes Land und ich bin über alles dankbar für diese Erfahrung. Meine Liebe zu den Menschen, der Natur und der südafrikanischen Kultur möchte ich euch in meinem Blog näher bringen. Wer Fragen zu Reisen, Aktivitäten oder Sicherheit hat, darf immer gerne mit mir Kontakt aufnehmen. Ich habe noch viele liebe Freunde am Kap und reise regelmäßig in meine alte Heimat.