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Weltreise – nein danke! Warum ich etappenweise Reisen empfehle

„Eine Weltreise“ werden viele Menschen wohl antworten, wenn sie gefragt werden, was denn ihr größter Traum sei. Eigentlich war das auch immer meine Antwort. Die meisten meinen damit, mal ein Jahr auszusteigen und durch die Weltgeschichte zu tingeln. Inzwischen denke ich anders über diesen Traum und erkläre dir auch anhand meiner Beispiele warum.Weltenbummler, Leni, Beitragsbild

Reisen kann schön sein. Muss es aber nicht.

Eigentlich fand ich den Gedanken einer Weltreise auch immer sehr reizvoll, bis ich 4 Monate nonstop in Südamerika war. Backpack mit Bus, Boot und Zug. Im Schnitt alle zwei Tage an einem anderen Ort, in einer anderen Unterkunft, mit anderen Menschen, anderen hygienischen Missständen und anderen durchgelegenen Betten, manchmal nicht mal das. Gar nicht so selten war der Platz im Bus die einzige Schlafgelegenheit. Und ob man Schlaf bekam hing ohnehin von den äußeren Umständen ab. Quengelnde und schreiende Kinder im Bus, partymachende Backpacker im Hostel oder eine lärmende Hauptstraße vor der Tür.Fliegen JetIrgendwann empfand ich das Reisen nur noch als anstrengend, sehnte mich nach Sauberkeit, Ruhe, einem Rückzugsort und meinem eigenen sauberen, kuscheligen Bett. Ich war es so leid, mich immer wieder auf neue Umstände einrichten zu müssen oder Plätze gleich wieder zu verlassen, obwohl es mir gerade richtig gut gefiel.image-2015-09-25(84)

Was beim Reisen wirklich zählt.

Für mich ist Reisen mehr als nur die Sehenswürdigkeiten abzuhaken, ein Foto zu schießen und weiter zu rauschen. Aber ist ein Einjahres-Welttrip nicht genau das? Schnell, schnell zu allen Highlights, die man in so eine Reise packen kann? Ich will die wahre Seele eines Landes erkunden, die Plätze, die am Rande liegen und die Menschen, die diese Orte durch ihre Kultur und Lebensweise prägen anstatt nur vorbei zu rauschen.Hole in the wall, kinder, Wild CoastIch möchte Zeit haben am Marktplatz mit den Blumenverkäufern zu plauschen, den Fischern am Hafen zuschauen und über Stunden gedankenversunken durch die Gassen der Stadt laufen, und das alles, ohne auch nur eine Sekunde über Zeitdruck und das nächste Etappenziel nachdenken zu müssen.Honduras Copan Ruinas

Heimweh, Verpflichtungen und Freunde.

Bei aller Euphorie so verspüren viele Reisende schnell Heimweh, vermissen ihre Freunde und die Familie. Wenn dann wichtige Feiern, Krankheiten oder sogar Abschiede dazu kommen, dann kann das zu einem jähen Ende des Trips führen. Auch das alles läßt sich leichter handeln, wenn in kürzeren Abschnitten gereist wird. Wichtig sind auch Verpflichtungen dem Staat gegenüber, wie etwa die Steuererklärung aber auch ärztliche Untersuchungen können einen zwingen einen Langzeittrip in Frage zu stellen.

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Meine Schlussfolgerung.

Für mich ist nach all den langen Monaten in Südamerika klar geworden, dass ich nicht Urlaub aufsparen und nur auf diesen 1-Jahres-Welttrip hinarbeiten möchte. Wozu auch. Nach dem Jahr geht das Leben weiter und wenn man schon alles gesehen und erlebt hat, was bleiben einem denn dann noch für Ziele? Ich erspare mir das tiefe Loch, was nach nem Welttrip droht. Ich möchte den Kontakt zu meinen Lieben regelmäßig pflegen und auch zwischendrin Daheim sein um neue Kraft zu schöpfen und Erlebtes zu verarbeiten.Kap der guten HoffnungIch habe mir vorgenommen, die Welt nur noch in Etappen zu entdecken. Kontinent für Kontinent. Land für Land. Gerne immer auch mal eine längere Auszeit, wenn es machbar ist. Das bietet mir ausreichend Zeit, alles richtig zu entdecken und zu erleben.image-2015-10-06

Das Budget – auch nicht zu verachten.

Der nächste wichtige Punkt gegen eine Weltreise ist das Budget. Setzen wir mal „nur“ 20 EUR pro Tag auf der Weltreise an, dann sind das 7.300 EUR Kosten in einem Jahr. Man ist gezwungen sich während der ganzen Reise in diesem Rahmen zu bewegen, da der Trip sonst viel schneller zu Ende ist, als ursprünglich geplant.Camps BayReise ich in Etappen und spare immer wieder für eine größere Reise, gehe ich anders mit Geld um, da ich weiß, dass ich bis zum nächsten längeren Ausflug ja wieder „frisches“ Geld verdienen kann. Also bin ich freier im Umgang und muss mich nicht so geißeln unterwegs. Ein wichtiger Punkt, wie ich finde. Ist ein Hostel mal „ranzig“, dann kann ich mir auch gut und gerne eine bessere Unterkunft leisten, denn das Budget spielt keine übergeordnete Rolle mehr.Alkohol Beachbar Bar

Dustdumping und warum ich im Müll fischen nicht brauche.

Auch sind mir auf meinen Reisen immer wieder Backpacker begegnet die völlig abgebrannt waren, das Geld zum Weiterkommen, für Lebensmittel oder eine medizinische Versorgung nicht hatten. Sie bettelten um Wasser und durchforsteten Mülleimer um durchzukommen. Kann man alles machen für den Traum der Weltreise. ABER mal ehrlich, traumhaft finde ich das ganz und gar nicht. Und so möchte ich meinen großen Trip auch nie gestalten.DelaireAus diesem Grunde finde ich den Gedanken reizvoll, alle paar Jahre wieder ein neues, großes Ziel zu haben, anstatt nur einmal den Traum zu leben.

Deshalb sage ich ganz klar:

Reist in Etappen! Alle paar Jahre wieder ein Kontinent oder ein paar Länder als Ziel zu haben, erhält dir Träume, für die es sich lohnt. Das steigert deine Motivation auf Arbeit und den Willen, auch immer wieder für den nächsten Trip zu sparen.image-2016-06-07

Mein Tipp für dich.

Mit den Jahren bekommst du ein Gefühl, wie viel Reisebudget und Komfort dir wichtig sind. Du kannst entsprechend Geld weglegen und musst dir beim kommenden Trip dann keine Gedanken um das Tagesbudget mehr machen oder dich gar großartig einschränken. Reise nicht zu schnell und nimm dir Zeit an den Plätzen oder bei den Menschen zu bleiben, die dich unterwegs beeindruckt haben. Du wirst merken, wie sehr es dir gut tut, auf diese Weise die Welt für dich zu entdecken.Beach Utila

Lebe den Traum ein Leben lang.

Ich habe jetzt jedenfalls viele feste Ziele für den Rest meines Lebens und nicht nur einen großen Traum, der dann schnell vorbei ist. Ich möchte mit diesem Artikel aber Niemandem seinen größten Wunsch absprechen, sondern nur zum Überdenken anregen. Geschenkt würde ich so eine Reise auch in jedem Fall antreten, da darf man sich sehr sicher sein. Meine Ansätze beziehen sich auf die Leute die 10 Jahre für einen solchen Trip sparen, sich rein gar nichts mehr gönnen und in diesem einen Jahr versuchen alles nachzuholen und dann vielleicht enttäuscht sind.Lake SkutariWie findest du meinen Gedanken die Welt Stück für Stück zu entdecken? Sind meine Beweggründe schlüssig und haben dich zum Nachdenken gebracht? Deine Meinung interessiert mich und ich freue mich über deine Zeilen dazu im Kommentarfeld.

 

 

 

Reisegewinnspiele – So gewinnst du richtig!

Reisegewinne sind etwas Großartiges und ich bin schon mehrfach in den Genuss gekommen wahre Traumreisen gewonnen zu haben. Ich war 2x in Südafrika, zu einer Boat & Bike Reise in Kroatien und auf einem Road Trip durch Florida. Deshalb glaube ich, dass es durchaus Reisegewinnspiele gibt die funktionieren. Allerdings ist nicht jede Gratis-Reise ein Gewinn. Es gibt ein paar entscheidende Dinge, die du beachten solltst damit dein Reisegewinn nicht doch zur teuren Überraschung wird oder du nur zur Adressvermarktung ausgenutzt wirst. Worauf du achten solltest, um nicht Opfer der schwarzen Schafe in der Branche zu werden, verrate ich dir hier!

"Afrika ist mein Lebenstraum"

Heizdecke statt Urlaubsglück

Es muss dein Glückstag sein, du hast bei gar keinem Gewinnspiel teilgenommen und trotzdem hast du Post bekommen in der man dir mitteilt, dass du der Hauptgewinner bist und deine Reise schon bald starten kann. Anmerkung: Man habe leider niemanden vorgefunden und der Gewinn muß abgeholt werden. Wenn du nicht vorher schon gestutzt hast, dann tue es bitte jetzt. Niemand hat einfach so etwas zu verschenken, deshalb sollten hier deine Alarmglocken klingeln und erst Recht, wenn du den Gewinn irgendwo abholen mußt, denn wahrscheinlich wartet eine Verkaufsveranstaltung auf dich, in der du dann eine Heizdecke für deine Oma oder Timesharing-Ferienwohnungen angedreht bekommst. Solche Nachrichten gehören also direkt in den Müll! Im Ernst, sei wirklich vorsichtig im Ungang mit Gewinnspielen. Es gibt jede Menge trickreicher Betrüger. Sobald du aufgefordert wirst, irgendwas zu unterschreiben oder irgendeine Vorabzahlung zu leisten, dann kannst du davon ausgehen, dass man dich betrügt! Ich habe viel gewonnen in meinem Leben, unterschreiben musste ich nie etwas! Prüfe immer ganz genau das Unternehmen, den Gewinn und die damit verbundenen AGBs. Ein klassisches Beispiel, was dich aber nicht abschrecken soll an wirklich, fairen Auslosungen teilzunehmen!

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Die besseren Gewinnspiele

Wenn du dich entschließt dein Glück bei einer klassischen Ausschreibung zu versuchen, dann solltest du aber auch dort aufmerksam sein. Du solltest eine gewisse Grundskepsis, einen gesunden Menschenverstand an den Tag legen und vor allem aber auch die AGBs und Teilnahmebedingungen lesen. Bevor ich mich von einer Traumreise locken lasse, schaue ich mir also genauestens an, von wem kommt das Gewinnspiel.

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Adresse oder Image

Bei Gewinnspielen geht es Unternehmen natürlich neben ihrer Imagepflege auch um eure Daten. Diese werden später für Newsletteraussendungen oder ähnliches verwendet. Was ja völlig legitim ist, denn einen Nutzen will das Unternehmen ja auch haben, wenn es eine teure Reise verschenkt. Normalerweise geben vertrauenswürdige Unternehmen diese Daten auch nicht an Dritte weiter oder verkaufen diese. Anders sieht es aus, wenn Gewinnspiele von Marketingagenturen oder auch von Zeitungsverlagen selbst betrieben werden. Hier lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Dazu möchte ich dir ein Beispiel aufzeigen und dir peu a peu erklären, wo die Unterschiede sind.

Beispielhaft

Auf Facebook habe ich diesen Beitrag gefunden, der mich neugierig gemacht hat. Eine Traumreise ins warme Thailand im Gesamtwert von 2.500 EUR wird hier verlost. Das klingt ja schon mal großartig! Bildschirmfoto 2016-10-13 um 11.07.47

Also draufgeklickt und … Bildschirmfoto 2016-10-13 um 11.12.04…alle Unterseiten gecheckt. Alle Reisen auf dieser Seite haben keine Buchungsbutton, was für ein Unternehmen das mit Logo „Mein Traumurlaub“ wirbt, ungewöhnlich ist. Ich stutze und gehe weiter zu den AGBs.
Bildschirmfoto 2016-10-13 um 11.02.38Und auch hier kein Hinweis auf ein Touristikunternehmen, dafür aber die Website einer Medienagentur, die für ihre Kunden E-Mail Marketing betreibt. Ach guck!

Bildschirmfoto 2016-10-13 um 11.03.45Hier lohnt sich jetzt ein genauerer Blick in die AGBs des Gewinnspiels. Wer bekommt meine Daten? Wer darf mir Werbung senden oder mich ggf. auch anrufen?

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Ich möchte dem Unternehmen nicht unterstellen, diese Reise nicht zu verlosen! ABER wenn ich an so einem Gewinnspiel teilnehme, dann muss mir sofort klar sein, dass es hier zu einem hohen Maße um das Sammeln zielgruppenspezifischer Adressen geht. Natürlich kann man kann hier mitmachen, ohne Frage. Ich allerdings fahre eine andere Strategie und erspare mir Werbepost und Anrufe. Bei diesem Gewinnspiel würde ich meine Erlaubnis sogar für Telefonate geben und das möchte ich nicht. Hier muss allerdings jeder seine eigene Hemmschwelle festlegen und Chancen gegen Datenschutz abwegen.

Deshalb ein vergleichbares Reisegewinnspiel:

Wieder finde ich in meinem Facebook-Newsfeed eine Gewinnspielanzeige.

Bildschirmfoto 2016-10-13 um 12.58.11Diesmal kenne ich das Unternehmen. Ich weiß, dass es Reisen verkauft und ein vertrauensvoller Partner ist. Eine Grundskepsis ist natürlich trotzdem immer ratsam, also auch hier der Datenckeck. Das Impressum verrät, es handelt sich wirklich um TUI Cruise, das Reiseunternehmen:

Bildschirmfoto 2016-10-13 um 13.08.13Und aus den AGBs geht hervor, dass meine Daten nicht an Dritte weitergeben werden und nach Beendigung des Gewinnspiels gelöscht werden. Auch wird mich niemand anrufen und genau das ist es, worauf ich bei Gewinnspielen einen gesteigerten Wert lege.

Bildschirmfoto 2016-10-13 um 13.08.57Eine Auslosung also, die für mich vertrauenswürdig aussieht und bei der ich gerne teilnehme:
Tui

Sympathie wecken

Jetzt kommt es natürlich darauf an, ein wirklich sympatisches Bild von dir hochzuladen und einen netten Text zu schreiben, wenn das gefordert ist. Nur wer etwas kreativ wird, wird hier auch weiterkommen. Wer nur schreibt, ich will gewinnen, weil mich das Leben benachteiligt hat, wird selten gewinnen.

Bildschirmfoto 2016-10-13 um 15.04.53Deine Daten

Wichtig ist bei deinen personenbezogenen Daten noch, dass du am Besten nur das angiebst, was unbeding erforderlich ist. Meist ist das mit einem Sternchen gekennzeichnet. Alles Andere wird zwar abgefragt, aber das heißt noch lange nicht, dass du diese Daten auf dem Tablett liefern mußt. Auch bei den Zustimmungen zu Newslettern und Datenschutz solltest du genau lesen und den Haken wirklich nur bei den „Must haves“ setzen. Bei Facebookgewinnspielen müssen Apps oft Rechte eingerichtet werden, dass kann man machen, aber auch hier sollte man nur das nötigste an Datenübertragung erlauben. Mit Ablauf des Gewinnspiels empfehle ich, auch diese Apps wieder zu löschen und ihnen den Zugriff auf eure Daten zu verweigern.

Gewinnspieladresse

Leg dir für die Teilname eine extra E-Mailadresse an. Damit verhinderst du, dass dein normaler Account mit Newslettern und Werbung zugespammt wird. Mein Tipp für eine solche Mailadresse sieht so aus: Heißt du zum Beispiel Udo, dann nimm Udomaps@gmail.com. MAPS heißt rückwärtsgelesen SPAM und so weißt du immer gleich, dass dies deine Mailadresse ist, in die auch Spam einlaufen kann. Andererseits ist es für dein Gegenüber nicht gleich als Spam erkennbar.

Beachtenswert

Zu einem seriösen Gewinnspiel gehören auch die Teilnahmebedingungen. Hier sollte der genaue Ablauf und der Auslosungstermin des Gewinnspiels exakt beschrieben sein. Auch diese solltest du dir gründlich durchlesen. Erfüllst du alle Vorraussetzungen? Alter, Wohnsitz oder Staatsangehörigkeit? Passt der Reisertermin überhaupt für dich? Bist du damit einverstanden, dass über deinen Urlaub berichtet wird? Was wird bei der Reise alles geboten? Was mußt du eventuell selbst bezahlen? Gibt es versteckte Kosten? Alles Dinge über die du dir vorab Gedanken machen solltest. Und Finger weg, wenn sich irgendwas komisch liest und bei dir unbehagen weckt!

Alles bedacht und Lust bekommen

Nachdem du jetzt weißt, worauf du bei einem Gewinnspiel achten mußt, fragst du dich sicherlich, wo findet man solche Gewinnspiele? Mein Tipp, schau im Supermarkt auf die Produkte, denn da findest du große Unternehmen und oft auch passende Verlosungen. Außerdem kannst du bei Twitter unter dem Hashtag #Gewinnspiel suchen oder dich auf Facebookseiten von Unternehmen umschauen. Es gibt auch viele Gewinnspielseiten im Netz, aber hier sei bitte doppelt vorsichtig bei der Überprüfung der Anbieter. Wo sich viele Anbieter tummeln, sind auch mehr schwarze Schaafe zu finden.

 

Eurowings Gewinnbenachrichtigung

Viel Glück

Zu aller Vorsicht und Kreativität solltest du allerdings nie außer Acht lassen, dass auch Glück bei Gewinnspielen dazu zählt. Sei also nicht enttäuscht, wenn es nicht gleich auf Anhieb klappt, bleib dran und vor allem glaube auch daran, dass du alles Glück dieser Welt verdient hast!

#infoDeine erste Chance etwas zu gewinnen hast du jetzt hier! Ich verlose zwar keine ganze Reise, aber immerhin ein Reisetagebuch! Und was für eins. In Zusammenarbiet mit JourneyBooks gibt es ein wunderbares Afrika – Reisetagebuch zu gewinnen.

JourneyBook

Gerade als Blogger bin ich viel unterwegs und meist sind die Tage dann lang, die Wochen aufregend und kräftezährend. Oft fehlt mir unterwegs die Zeit alles gleich aufzuschreiben. Wieder Zuhause in Deutschland angekommen, weiß ich dann schon nicht mehr, wann ich wo war. So ging es mir auf unserer Peru-Reise. Bis jetzt ärgere ich mich, nicht mitgeschrieben zu haben, welche Stationen wir besucht haben. Was wir dort alles erlebt haben und welche Besonderheiten es gibt. Nach dieser Erfahrung hatte ich mir geschworen, dass passiert mir nicht mehr und war auf der Suche nach einem schönen Reisetagebuch, was mir hilft, bereits unterwegs alles zu notieren.

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Zwar hab ich immer das Netbook dabei, aber das klappt man halt zwischendrin nicht immer auf. Besonders nicht an Orten, wo Sicherheit eine Rolle spielt. Mit einem technischen Gerät wird man schnell zum Ziel von Dieben und Betrügern. Deshalb war ab jetzt für mich klar, ich brauche ein leichtes Büchlein, was unscheinbar aber trotzdem schön ist. Und voila ich bin fündig geworden. Die JourneyBooks haben wenig Gewicht, sind nicht zu auffällig aber dafür wunderbar und mit sehr viel Liebe gestaltet. Und weil mich genau diese Details im Inneren so überzeugt haben, möchte ich eine Afrika-Version an euch verlosen.

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Die Verlosung findet unter allen statt, die mir hier auf dieser Seite einen Kommentar hinterlassen. Ich wünsche mir eine kurze Nachricht und eine Begründung warum genau du das Journeybook gewinnen solltest. Also werde kreativ! Das Gewinnspiel endet am 30. November 2016 um 23:59 Uhr. Alle bis dahin abgegebenen Kommentare werden bei der Verlosung berücksichtigt. Zur Auslosung werde ich alle Namen auf Zettel schreiben, in einen Lostopf stecken und daraus den Gewinner ermitteln. Diese Auslosung werde ich via Live-Stream auf Facebook im Zeitraum 01.-06.12.2016 übertragen, damit sich jeder von der Fairness des Vorgangs überzeugen kann. Mitspielen kann, wer mindestens 18 Jahre ist und seinen Wohnsitz in Deutschland hat. Den genauen Verlosungstermin werde ich am 05.12.2016 bekanntgeben. Übrigens gibt es diese tollen Reisebücher nicht nur für Afrika!

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Also jetzt schnell einen Kommentar hier lassen und mit etwas Glück schon bald als Gewinner dastehen!

In diesem Sinne: #get up & win!

 

PS: Ich verdiene an der Kooperation mit JourneyBooks nichts. Ich mag die Bücher und habe dieses Exemplar kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen.

 

 

 

 

 

Von Bloggern lernen: So überlebt deine Beziehung den Urlaub!

Die schönste Zeit des Jahres kann leicht auch zur Pärchenfalle werden, dann nämlich, wenn hohe Erwartungen, nicht ausgefochtene Konflikte, zu viel Zweisamkeit und verschiedene Urlaubsbedürfnisse aufeinanderprallen. Ich habe Blogger-Pärchen nach ihren Strategien für einen harmonischen Partnerurlaub gefragt, denn sie sind die Experten! Blogger reisen oft über Monate mit dem Lebensgefährten. Tag und Nacht wird die Zeit zusammen verbracht und auf eine harte Zerreisprobe gestellt. Wenn sie keinen Rat wissen, wer sonst?

Ihr kennt sie vielleicht auch, die Paare, die kein Wort mehr am Tisch miteinander wechseln, die lieblos aneinander vorbei schauen, sich angiften und selbst unverblümt in der Hotel-Lobby ihren Streit ausfechten. Nach dem gemeinsamen Urlaub trennt sich ein Drittel aller unglücklichen Paare – die Zwangsnähe und Streitigkeiten halten sie nicht aus.

Westküste, West Coast, Südafrika, Paternoster, Strandspaziergang, Couple SpaziergangAuch gehen oft die Erwartungen an die Ferien weit auseinander. Während sich der Eine Ruhe und Erholung am Pool wünscht stirbt der Andere an Langeweile. Der Zoff ist also vorprogrammiert. Und auch die ersehnte Unbeschwertheit ist oft gestört, weil Paare ihre Streitigkeiten mit in den Urlaub nehmen. Im Alltag werden diese oft nicht ausgefochten weil die Zeit oder Nerven fehlen.

In den Ferien findet sich endlich der richtige Augenblick zum Reden. Nur endet der dann meist im Streit. Laut einer Umfrage der Gesellschaft für Rationelle Psychologie, ist die Streitdauer im Urlaub um glatte 50 Prozent erhöht. In 20% der Fälle wird derart heftig gestritten, dass die Beziehung in Frage gestellt und nach dem Urlaub sogar beendet wird.image-2016-05-13(3)

Dabei kann Harmonie in den Ferien so einfach sein!

Hier sind meine Tipps für euren krisenfesten Traumurlaub:

Erwartungen

Klärt, welche Erwartungen ihr an die gemeinsamen Ferien habt. Welches Reiseziel euer beider Bedürfnisse abdeckt. Hinterfragt wer Action oder Party will oder ob stattdessen Ruhe und Erholung auf der Tagesordnung stehen sollen. Wie viele Ausflüge, sportliche Aktivitäten oder Wellness plant ihr ein? Wer will ausschlafen und wer früh auf Entdeckungstour gehen? Wie viel Romantik verträgt die Beziehung?

Freiraum

Besprecht, wie viel Freiraum jeder von euch braucht. Ob auch eigene Ausflüge und Unternehmungen okay sind oder ob jeder Abend miteinander verbracht werden soll?image-2016-05-13(10)

Probleme vorab lösen

Sie mault wegen seinem Kleidungsstil rum. Er nörgelt wenn sie zu lange im Bad braucht. Was euch im Alltag begleitet, wird auch im Urlaub dabei sein, wenn ihr nicht vorsorgt. Packt die Streitigkeiten nicht ins Reisegepäck, sondern klärt vorab, was euch im Alltag stört und ihr auf keinen Fall noch in den Ferien erleben möchtet.

Klare Regeln

Legt fest, wann wer die Entscheidungen für beide trifft, wenn Stress-Situationen am Flughafen, Bahnhof oder im Verkehr auftreten. Wechselt euch tageweise damit ab. Vereinbart feste Zeiten für Unternehmungen, Wiedersehen oder Erholungspausen. Besprecht vorher wie eure Kommunikation bei Meinungsverschiedenheiten ausgetragen werden soll.image-2016-05-13(8)

Toleranz

Wie so oft im Leben braucht es viel Toleranz im Umgang mit Menschen, so auch im Urlaub oder in der Beziehung. Taktvolle Rücksichtnahme kann der Schlüssel zum Glück mit dem Partner sein, seid euch dessen bewusst und handelt danach.

Respekt

Respektiert die Grenzen des Anderen, sei es bei waghalsigen Klettertouren, freizügigen Unternehmungen oder auch bei Streitigkeiten.

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Umfrage

Aber nicht nur meine Meinung ist interessant! Ich habe Blogger gefragt, wie sie für Harmonie auf ihren oftmals langen Reisen sorgen und dabei sind ganz schön viele Tipps zusammen gekommen:

Carina und Christian von Travelography

Bis jetzt verliefen unsere Reise immer sehr harmonisch. Woran das liegt? Wir versuchen uns mal auf Spurensuche zu begeben. Schon bei der Wahl des Reiseziels können die Meinungen weit auseinander gehen. Das ist manchmal auch bei uns so. Aber zum Glück verreisen wir nicht nur einmal pro Jahr. So darf jeder Mal entscheiden, wo es hingeht. Sollte mal einer von uns gar nicht mit einem Reiseziel einverstanden sein, wird das auch wieder verworfen. Rücksichtnahme ist da das Zauberwort und wahrscheinlich auch ein Grund, weshalb wir gut auf Reisen miteinander auskommen. Aber die Rücksichtnahme endet bei uns nicht bei der Wahl des Reiseziels. Rücksichtnahme heißt für uns auch während der Reise kompromissbereit zu sein. Wenn der jeweils andere nicht gerne im Zelt übernachtet, bucht man Unterkünfte. So einfach ist das manchmal 😉 Konfliktpotenzial birgt manchmal Christians Drang nach dem perfekten Bild auf Reisen. Er will Sonnenauf- und untergänge fotografieren und auch mal Mitten in der Nacht die Milchstraße. Wir versuchen uns dabei auch gewisse Freiräume zu geben oder es zu einem kleinen Event zu machen. Auf Sylt sind wir beispielsweise abends an den Strand geradelt, hatten ein kleines Fläschchen Wein dabei und haben den Abend zu zweit am Strand genossen (…und Christian kam zu seinen Sonnenuntergangsbildern). Aus unserer Sicht sind Kompromissbereitschaft und Rücksichtnahme die Schlüssel für einen harmonischen Urlaub (und auch für eine harmonische Partnerschaft ;))

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Lynn von Lieschenradieschen Reist

Ich habe das große Glück, das mein Partner mir weitestgehend die Urlaubs Planung überlässt und mir dabei auch vertraut. Bevor ich auf Reisen gehe informiere ich mich über Sachen, die ich mir gerne anschauen möchte. Da ich meistens so begeistert bin, von dem was ich gefunden habe, teile ich das meinem Partner auch sofort mit. Er kann dann entweder sofort sagen, ob ihm das auch gefällt, oder ob er dazu gar keine Lust hat. Meistens finden wir aber immer einen Kompromiss. Ich denke es gibt genau zwei Strategien, die zu einem harmonischen Urlaub beitragen. Zum Einen sollte man über alles reden. Es hilft nichts, wenn der Eine den Frust in sich hineinfrisst, weil er bestimmte Sachen vielleicht gar nicht machen will, oder sich übergangen fühlt. Und die zweite Strategie heißt trennen. Natürlich nicht die Beziehung beenden, aber es hilft sich manchmal für ein paar Stunden oder einen Tag zu trennen. So kann jeder das machen, worauf er Lust hat und am Ende hat man auch noch Neues zu erzählen. Win Win oder?

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Sabine von Ferngeweht

Seit fast 13 Jahren reise ich mit meinem Lebenspartner in jeder freien Minute um die Welt. Zwischen zwei und vier Wochen sind wir meist unterwegs, und in der Regel sind wir – anders als zu Hause – während dieser Zeit selten getrennt. Rund um die Uhr mit dem Partner zusammensein – kann das gutgehen? Geht es! Unser Erfolgsgeheimnis? Es passt einfach. Genauso wenig wie wir uns zu Hause streiten, geraten wir uns auf Reisen in die Haare. Wir haben dieselben Interessen: viel Natur, wenig Stadt, Komfort brauchen wir beide nicht, und wenn mal was nicht klappt, suchen wir zusammen nach Alternativen. (Mein Partner nickt, als ich ihm das vorlese – während er im Reiseführer für unsere nächste gemeinsame Reise blättert …)Kunstgalerie, Paternoster, Westküste, Südafrika, West Coast,Julie

Tami von thefantasticworldofmine

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass mein Mann und ich „besser“ in Erkundungsurlauben sind. Wir bereisen gerne Städte und erkunden Neuland. Ein Strand- und Poolurlaub führt bei uns öfter zu Reibereien. Wir brauchen Abwechslung vom Alltag und das finden wir gemeinsam in uns unbekannten Orten. Beim „faulen“ Rumliegen bin ich oft schnell genervt, da er immer Beschäftigung sucht, ich aber lieber lesen möchte. Bei Städtereisen hingegen harmonieren wir bis ins kleinste Detail miteinander.

Heiko & Manu Jamesontour

Zuhause hocken wir ( 23 Jahre verheiratet) nicht aufeinander. Da ist es schon eine Umstellung, monatelang im Campingbus auf engstem Raum zu leben – noch dazu unter zeitweise extremen Bedingungen ( Krankheit, Hitze, Hunger…..) Es bleibt nur Eines: Tief durchatmen und so manchen Kommentar einfach runterschlucken. Erst dann, wenn man z. B. einen tollen Übernachtungsplatz gefunden hat, ein leckeres genießbares Essen auf dem Kocher brutzelt……dann sollte man aussprechen, was einem total nervt, daß man sich total Scheiße fühlt, oder was auch immer. Das Witzige: Nach der Rückkehr fühle ich mich schon total einsam, wenn mein Mann sich in einem anderen Zimmer aufhält. Das pendelt sich mit der Zeit aber wieder ein. Wir fahren nächste Woche Richtung GB, hoffentlich regnet es nicht so oft – denn das ist auch ein Stressfaktor, vor allem weil ich Raucher bin. (Darüber könnte man noch einen Extrabericht machen. Paare Raucher-Nichtraucher 🙂

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Ines von Reisejunkie

Ich denke, dass es die Beziehung – und überhaupt die Wertschätzung füreinander -fördert, wenn man auch auf Reisen eine gute Balance zwischen Nähe und Distanz findet. Mein Schatz will unbedingt einen Adventure-Trip à la „Ziplining im Dschungel“ – ich will lieber die DelfinTour am Morgen mitmachen und danach am Strand liegen? Kein Problem. Ich habe eh’Höhenangst. Wir lassen uns die Freiheit, unsere Lieblings-Aktivitäten auch alleine wahrzunehmen. Am Abend treffen wir uns dann zum romantischen Dinner und haben uns jede Menge zu erzählen von den Abenteuern des Tages. Danach haben wir wieder richtig Lust, etwas zusammen zu unternehmen und einigen uns auf einen gemeinsamen Ausflug. Das schweißt uns zusammen und lässt uns gleichzeitig das Gefühl von Freiheit erleben.

July

Laurens von Mightytraveliers

Corinne und ich verreisen nun schon seit mehr als 8 Jahren zusammen. Und ich muss sagen: Wir haben uns anfangs oft und viel gestritten. Ganz besonders auf Reisen! Das ist heute absolut gar nicht mehr der Fall. Und der Grund für diese Veränderung lässt sich ganz einfach erklären: Wir kennen uns heute einfach viel besser und wissen genau, was dem Anderen wichtig ist. Kurz: Wir haben Verständnis für den Partner. Corinne kann ewig Fotos machen – so lange, dass wir für einen 4-Stunden-Hike in der Regel 6 brauchen. So lange, dass sogar die faulen Löwen in der Savanne kein Bock mehr auf das Posieren haben. So lange, bis der schlafende Obdachlose in San Francisco uns trotz absoluter Diskretion am Ende doch bemerkt. Ich selbst habe aber natürlich auch so meine Macken. Als Teamleiter in einem großen Start-up gehe ich stark in meiner Arbeit auf. So stark, dass ich jedes Feedbackgespräch, jedes Interview und jede Hetzrede gegen den Wettbewerb wortgetreu wiedergeben kann – und das beim Wandern in Ostanatolien oder beim Sonnenuntergang auf der Panoramaterrasse des Marina Bay Sands in Singapur. Aber auch das stört Corinne nicht. Behauptet sie zumindest. Bzw. ich frage lieber nicht.image-2016-05-13(4)

Thomas von Reisen-Fotografie

Meine Güte, Melanie und ich sind mittlerweile seit 27 Jahren ein Paar und haben schon so manche Reise zusammen gemacht. In jungen Jahren, also damals, war das nicht immer ohne Probleme. Plötzlich den ganzen Tag zusammen, am Strand oder Pool, 24 Stunden Dauerpartnerschaft. Da kam es schon mal zu Reibungen, nie was Ernstes. Aber man merkte schon, dass es was Anderes ist ob man sich nach der Arbeit sieht oder plötzlich den ganzen Tag miteinander verbringt – und das über zwei oder drei Wochen. Im Laufe der Jahre wurde das aber immer besser. Man lernte, nicht nur im Urlaub, mit den Ecken und Kanten des Anderen zu leben. So wie die Beziehung immer fester zusammen wuchs, so wurden auch die Reisen entspannter. Zumal wir irgendwann merkten, es ist gar nicht das Zusammensein, es ist die Art zu Reisen, die uns teilweise ein wenig anspannte. Dieses 14 Tage im Hotel, am Strand, am Pool – irgendwie war das nicht unsere Welt. Wir machten dann unseren ersten Roadtrip, durch Spanien, mit dem eigenen Auto. Und komischerweise, kein Stress mehr. Wir hatten unsere Art zu Reisen entdeckt, die somit auch die Stimmung zwischen uns im Urlaub deutlich angehoben hat. Heute reisen wir nur noch auf diese Art und Weise. Selbst im Wohnmobil, wo man sich ja wirklich kaum aus dem Weg gehen kann, alles kein Problem. Somit können wir sagen, wenn man die für beide perfekte Art zu Reisen gefunden hat und die Weisheit des Alters dazu kommt, dann kann ein Paar nichts erschüttern. Eine Langzeitreise haben wir noch nicht gemacht, kommt aber bestimmt noch. Aber auch diesem Abenteuer sehen wir, aus Sicht eines Paares, sehr gelassen entgegen. Es wird uns noch näher zusammen bringen, das Erlebt wird uns noch mehr verbinden.image-2016-06-07(1)

Jenny von Weltenwunderer

Über zu viel Zweisamkeit können wir als Eltern von drei Kindern nicht klagen – im Gegenteil. Auf Reisen steht unsere Partnerschaft doppelt unter Belastung, denn so toll das Reisen in Familie auch ist, so anstrengend ist es. Ich persönlich muss mich immer sehr bemühen, im Reisestress nicht in die ,Mecker-Falle‘ zu tappen, denn schlechte Laune potenziert sich sehr schnell, wenn man zu fünft ist. Unsere oberste Devise: „Smile!“ Die Laune folgt den Mundwinkeln automatisch nach oben. Und wenn wir unseren Reisetag einigermaßen gut gelaunt geschafft haben, bleiben oft nur ein paar erschöpfte Minuten für Qualitätszeit zu zweit. Die ist aber ungemein wichtig für uns, sonst gehen wir uns schon nach ein paar Tagen richtig auf den Wecker, weil wir nur noch irgendwie funktionieren. Unser Trick: Wir haben uns gleich drei Kinder angeschafft, die sich inzwischen hervorragend untereinander bespaßen. So klappt es auch mit der sehr nötigen täglichen 30-Minuten-Auszeit für uns Eltern, notfalls mit Unterstützung durch Mr. TV 😉image-2016-05-13(5)

Christina von Triptotheplanet

Grundsätzlich reise ich am liebsten alleine. Wenn man dann aber doch mal mit jemandem zusammen unterwegs ist, versuche ich natürlich Kompromisse bei Tagesplanung, Restaurantwahl etc. einzugehen und meine Vorlieben auch mal hinten anzustellen. Rücksicht ist mir ganz wichtig. Obwohl ich am liebsten selbst das Heft in die Hand nehme, sollte natürlich jeder seine Wünsche äußern dürfen und auch mal „durchsetzen“ können. Auch, wenn man dann selbst mal zurückstecken muss. Ich probiere dann zwar immer mal wieder, von „meiner“ Wahl oder Planung zu überzeugen, wenn das andere Personen dann aber trotzdem so gar nicht anspricht, muss man eben auch mal den Kürzeren ziehen. Insgeheim freue ich mich in solchen Situationen, wenn ich eben nicht hingehen kann, wo ich gerne möchte, aber auch schon wieder auf die nächste Reise alleine. Absprechen und Kompromisse eingehen ist wichtig, um die Harmonie auf Reisen nicht zu gefährden, aber eben auch einer der Gründe, weshalb ich gerne alleine reise.

Nele & Jalil von CamperStyle

Auch wir werden häufig gefragt, wie wir es auf unseren Langzeitreisen miteinander „aushalten“. Bei uns war das – nach einer kleinen Eingewöhnungszeit am Anfang – eigentlich recht easy, da wir ohnehin zu den Paaren gehören, die gerne viel Zeit miteinander verbringen und die das gemeinsame Reisen als große Bereicherung empfinden. Damit auch auf Dauer keine größeren Konflikte entstehen, sind folgende Punkte aus unserer Sicht von entscheidender Bedeutung:
Kommunikation: Die Partner sollten viel wie möglich miteinander sprechen, um Ärgernisse oder Missverständnisse im Keim zu ersticken. Ganz unabhängig von Konflikten sind intensive Gespräche mit viel Zeit und ohne Ablenkung wichtig für eine Beziehung. So manch einer sollte das auch mal zuhause ausprobieren… 🙂
Rückzugsräume: Auch wenn man gerne zusammen ist – 24 Stunden am Tag über Monate hinweg können schon mal anstrengend werden. Deshalb sollten sich beide Partner auch einen gewissen Freiraum schaffen (z.B. eine Freizeitaktivität), den der andere dann jeweils zu respektieren hat.
Ordnung und Organisation: Nichts nervt mehr als totales Chaos auf kleinem Raum. Wir haben daher ein relativ striktes Ordnungssystem geschaffen, in dem jeder Gegenstand seinen festen Platz hat. Außerdem sind die täglichen Arbeitsabläufe so eingeteilt, dass jeder von uns beiden seine Aufgaben hat und wir uns nicht gegenseitig auf die Füße treten.

image-2016-05-13(6)Stefanie von Familyescapes

Die Beziehung im 24/24 Stunden Modus auf Reisen glücklich halten? Die Frage hat bei uns seit wir Kinder haben eine ganz neue Dimension bekommen, sagen wir mal eine für Fortgeschrittene. Unsere ersten Reisen zusammen mit Kind 1 waren gelinde gesagt geprägt von Diskussionen. Diskussion darüber, wer jetzt mal eine halbe Stunde auf die Liege darf und ein Buch lesen. Diskussionen, wer morgens mit dem Kiddy aufsteht und spielt. Wer die endlosen Runden mit dem Kinderwagen dreht, weil das Geschrei IMMER gerade in dem Moment losgeht, wenn das Essen im Restaurant kommt …

Wir haben tatsächlich ein paar Reisen gebraucht, um uns als Eltern zu finden und als Paar nicht komplett zu verlieren. Heute sind die Kiddys zwar etwas größer und die Schreirunden im Restaurant haben wir hinter uns. Aber dennoch: Es ist immer noch eine Herausforderung, sich dann abends, wenn die Kids schlafen, nicht einfach aufs Sofa zu hauen. Die Herausforderung haben wir natürlich zuhause auch. Aber gerade auf Reisen haben wir ja den Anspruch, auch endlich mal ein bisschen Zeit zu zweit abzuzwacken. Das geht. Unser Rezept dafür ist die entsprechende Unterkunft entweder mit schöner Terrasse oder nahe gelegener Bar, so dass wir den Abend zu zweit noch genießen können. Fürs Glücklichsein auf Reisen passen wir auch auf, dass jeder mal seinen Bedürfnissen nachgehen kann und der andere dann die Kids hütet. Ich bummle verzückt auch mal ein Stündchen alleine durch die Gassen, der liebe Mann joggt dafür am liebsten durch die Natur. Auch das ist für uns das Geheimnis einer glücklichen Beziehung im 24/24-Modus als Familie. Dass jeder auch mal Momente hat, um ganz bei sich zu sein. Die sind bekanntlich mit (kleineren) Kids eine Rarität. Und solchen geschenkten Stunden geben wieder Kraft, sich um die Partnerschaft zu kümmern.

Elisa von take an adVANture

Die schönsten Reisen? Das sind die Reisen mit meinem Freund. Ich genieße es, ihn 24h um mich herum zu haben, mit ihm Abenteuer zu erleben und nach dem Trip in den Erinnerungen zu schwelgen. Und ich muss sagen – es funktioniert ziemlich gut. Kein Stress, kaum Ärger, meistens perfekte Harmonie. Ein Geheimnis dafür gibt es nicht, wir beide liegen einfach auf einer Wellenlänge. Was aber trotzdem bedeutet, das wir gegenseitig Kompromisse eingehen müssen. Ich glaube, der Fehler bei einigen Paaren besteht an die zu hohen Erwartungen an den Urlaub. Man erwartet einen perfekten Trip, mit perfektem Wetter. Mit Unterhaltungen und klärenden, inspirierenden Gesprächen. Die besten Erwartungen sind aber keine Erwartungen. Denn meistens kommt es anders, als man denkt. Mein Freund und ich reden viel. Ich glaube einfach, es ist wichtig, dass man gewisse Sachen bespricht und nicht einfach aussetzt. Oder rumzickt und sich beleidigt anschweigt. Ich bin der Teil in unserer Beziehung, der immer zu viel möchte. Ich möchte alles sehen, alles ausprobieren und das am liebsten sofort. Egal ob ich bereits mit einer Grippe im Bett liege und eigentlich schon fix und alle bin. Mein Freund ist der Ruhepol, holt mich in solchen Momenten runter und lässt mich den Trip ohne Hektik wieder genießen. Außerdem macht er geduldig jede der vielen Fotostopps mit. Dafür streiche ich für ihn einige To-Do’s auf der langen Liste und sitze auch mal entspannt im Café. Was ich auch gerne mal einigen Paaren raten möchte: Man muss nicht immer alles zusammen machen! Schaft euch gegenseitige Freiräume, spaziert mal alleine durch die Straßen oder setzt euch alleine mit einem Buch an den Strand. Redet darüber, was euch gerade stört und sagt, wenn ihr etwas unbedingt machen möchtet. Euer Lieblingsmensch kann schließlich keine Gedanken lesen!

Julie, Partner, reisen

Wiebke von Sonnenstrahlenmomente

Auf Reisen hast du die unterschiedlichsten Möglichkeiten. Ich liebe es, alleine zu reisen, aber auch die Reisen mit meinem Mann sind immer wieder schön und bringen tolle Erinnerungen mit sich. Damit während der Reise und auch danach kein Stress oder Unstimmigkeiten aufkommen und wir den gemeinsamen Urlaub in vollen Zügen genießen können, haben wir mittlerweile einen für uns ganz guten Weg gefunden, wie wir eine wirklich tolle Zeit verbringen können. Auch wenn wir zusammen verreisen sind wir nicht 24/7 zusammen. Wir machen vieles einfach alleine. Sei es ein Spaziergang durch die Stadt, in der wir gerade sind, der Besuch eines Museums, das den Partner so gar nicht interessiert oder einfach ein paar Stunden alleine in einem Park mit einem guten Buch zu verbringen, macht es für uns aus. So sind wir zwar zusammen auf einer Reise, aber dennoch kann jeder von uns auch das machen, worauf er gerade Lust hat. Das Gute daran ist nämlich, dass man sich am Ende des Tages die verschiedensten Geschichten zu erzählen hat und man berichten kann, was man erlebt und gemacht hat. Natürlich unternehmen wir im Urlaub auch viel gemeinsam, aber ich gehe gerne auch einmal alleine auf einen Safari Walk, während es sich mein Mann in der Lodge gut gehen lässt und umgekehrt macht er mal eine Stadttour und sieht sich alle denkbaren Sehenswürdigkeiten an, während ich es mir in einem kleinen Café gemütlich mache, die Menschen beobachte und in den Ort eintauche. Somit haben wir die für uns perfekte Mischung aus gemeinsamen Unternehmungen und den Dingen, die wir alleine machen, gefunden und können den Urlaub ohne Streitereien, weil der eine jetzt unbedingt dieses oder jenes sehen möchte und der andere viel lieber etwas anderes machen will, in vollen Zügen genießen.

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Sabine & Uli von travel the world with us!

Wir reisen ebenfalls seit 2 Jahren als Paar um die Welt – nach wie vor krisen-, und naturbeding auch weitgehend konfliktfrei. Vor allem zu Beginn einer Reise braucht es natürlich etwas Eingewöhnung, wenn man davor mehr oder weniger nur die Freizeit miteinander verbracht hat und dann plötzlich 24/7 zusammen ist. Dafür wächst aber auch ungemein das gegenseitige Verständnis, Vertrauen und man kennt sich noch viel inniger als zuvor. Wir sehen vieles ähnlich wie Nele & Jalil – Kommunikation, Rückzugsräume, Verständnis für die Bedürfnisse des Partners und die eigenen und eine gewisse Ordnung erleichtern das Reisen als Paar auf kleinstem Raum ungemein.

Pärchen, Breslau, CoupleIch hoffe all diese wertvollen Tipps helfen Dir, entspannt mit deinem Partner zu Urlauben! Wenn Dir der Artikel gefallen hat, Du noch Anregungen hast oder einfach Deine Meinung loswerden willst, dann nutze das Kommentarfeld und schreib mir.

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Urlaub mit Hund – Reise-Tipps für Zug, Auto & Flugzeug

Ein Hund ist für viele ein Familienmitglied und so darf er natürlich auch in der schönsten Zeit des Jahres nicht fehlen. Doch damit das Tier den Urlaub nicht als Strapaze empfindet, gilt es Einiges zu beachten und eine gute Planung kann dabei helfen.gluecksmomente7

Freifliegendes Tier – Hundsmäßig daneben:

Winselnd und zitternd sitzt die kleine Hündin „Jackie“ auf der Rückbank im Auto und stirbt tausend Tode wenn das Fahrzeug in Bewegung ist. Bei jedem Bremsvorgang landet sie unsanft im Fußraum und kämpft sich anschließend mühevoll zurück auf den Sitz. Als dann auch noch die Verkehrspolizisten auf dem Rastplatz bemerken, dass das Tier alleine bei 30 Grad im Auto zurückgelassen wurde ist Schluss mit lustig. Nachdem der Halter nicht auffindbar ist, wird die Scheibe eingeschlagen, Jackie in die Obhut von Tierschützern gegeben und dem Halter ein saftiges Bußgeld auferlegt. Zu Recht!

Cleveres Herrchen – Glücklicher Wauwau:

Viele Halter sind sich überhaupt nicht bewusst, dass es Dinge gibt, die sie beachten müssen, wenn sie mit ihrem vierbeinigen Liebling in die Ferien starten. Dabei geht es in erster Linie um die Sicherheit des Tieres, die an gesetzliche Regelungen geknüpft ist. Halter sollten sich vor ihrer Urlaubsbuchung schon überlegen, was sie ihrem Tier zumuten können und wie der Hund ordnungsgemäß transportiert werden kann.

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Bahnreise mit Hund – es kann so einfach sein:

Zwar müssen Hunde bei einer Reise mit der Bahn einen Maulkorb tragen, aber dies gilt zu beider Seiten Sicherheit und sollte positiv bewertet werden. Bei der Bahn gilt ein Tier bis zur Größe einer Hauskatze als Gepäckstück und darf in der Regel gratis mitreisen. Vorrausgesetzt der Hund gilt als ungefährlich und wird in einer geschlossenen, wasserdichten Transportbox mitgeführt. Anders verhält es sich bei größeren Tieren, die nicht im Transportbehälter und als Handgepäck transportiert werden können. Hier muss der halbe Fahrpreis kalkuliert werden. Bei speziellen Preisangeboten und Nachtzügen gibt es Ausnahmeregelungen zum Transport von Tieren. Hier informiert man sich am besten direkt bei der Bahn. Dies empfiehlt sich auch, wenn eine Grenze passiert wird. Denn die Auflagen für Tiere können bei der Bahngesellschaft des Ziellandes schon wieder ganz anders sein.

Der Vierbeiner im Auto – Tierisch beachtenswert:

Schwieriger wird es im Straßenverkehr. Hier gibt es ganz klare Regeln zum Transport von Tieren. Wer sich daran nicht hält, kann bis mit bis zu drei Punkten und einem Bußgeld bis 50 EUR bestraft werden. Wer also mit Hund zum Urlaubsdomizil fährt, dem muss klar sein, das sein Tier nicht im Auto rumklettern darf. Kleinere Vierbeiner reisen am besten in einer geeigneten Transportbox, die auf dem Beifahrer- oder Rücksitz sicher befestigt werden muss. Für größere Tiere gibt es spezielle Hundesicherheitsgurte, die sich gerade auf langen Fahrten bewährt haben. Bei Kombis und Vans empfiehlt sich ein solides Trenngitter oder Sicherheitsnetz zur Abtrennung zwischen Fahrerbereich und Ladefläche. Bei Pickups mit separatem Laderaum ist zudem auf ein geöffnetes Fenster zu achten. Dieses sollte in eigenem Interesse so gesichert sein, dass der Hund es nicht aufschieben und aus dem Fahrzeug springen kann.gluecksmomente11

Wie Du mir – So ich Tier:

Dem Tier zuliebe sollte auf Autofahrten bei großer Hitze verzichtet werden. Hier ist zu überlegen, ob man nicht besser nachts oder in den frühen Morgenstunden fährst. Selbstverständlich ist auf langen Fahrten besonders auf Frischluft, regelmäßige Pausen, ausreichend Flüssigkeit und Ausgang zu achten. Ist ja für uns Menschen auch nicht anders!

Stillstand ist der Tod – Der Hund kommt mit:

Es sollte vermieden werden, dass das Tier alleine im Auto zurückbleibt. Ganz besonders gilt das an warmen Tagen, denn hier wird das Fahrzeug für ihren Hund innerhalb von Minuten zur Todesfalle. In kürzester Zeit kann sich ein Auto auf über 70° Celsius Innentemperatur aufheizen, was sich auch mit einem leicht geöffneten Fenster nicht regulieren lässt.  Hunde haben nur wenige Schweißdrüsen und versuchen ihre Körpertemperatur durch Hecheln zu regulieren. Was sie unter solchen extremen Bedingungen im Wagen nicht mehr schaffen. Sie erleiden irreparable Organschäden oder sogar einen Herzstillstand. Selbst Tiere die Rettung aus einer solchen Situation erfahren haben, sind später qualvoll an den Folgen der Hitze gestorben. Diese Gefahr droht bereits bei „nur“ 20 Grad Außentemperatur!gluecksmomente4

Up in the Air – Mit Pfiffi im Flieger:

Wird das Urlaubsziel mit dem Flugzeug angesteuert steht dem Tier so richtig Stress bevor. Gänzlich fremde Geräusche, der Druck der Höhe und zum Teil auch noch die Kälte des Frachtraums. Nur kleine Hunde dürfen bei Airlines in einer geeigneten Transportbox im Handgepäck transportiert werden. In der Regel gilt dies bis zu einem Gewicht des Tieres von bis zu 5 kg – in Abhängigkeit mit den Regularien der Fluggesellschaft. Große Hunde müssen als Übergepäck im Frachtraum fliegen. Hier gilt es vorab mit der Airline die genauen Bedingungen für den Transport abzuklären und sicherzustellen, dass es das Tier warm genug hat.

Bitte recht freundlich – Der Ausweis für den Hund:

Ganz wichtig und verpflichtend für alle Reiseziele auch innerhalb der Europäischen Union ist der EU-Heimtierausweis. In diesem Dokument muss der gültige Impfschutz gegen Tollwut vom Tierarzt dokumentiert sein. Mit Ausstellung des Passes wird dem Hund ein Mikrochip als Erkennungsmerkmal implantiert. Auch ist es sinnvoll sich vor Reiseantritt beraten zu lassen, welche eventuellen Krankheitsrisiken es für den Hund im Zielort gibt. Ein Tierarzt kann zudem über etwaige Einfuhr- und Quarantänevorschriften informieren und wertvolle Tipps für eine zweckmäßige Hunde-Reiseapotheke geben.

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Kuscheldecke & Co. – Zufriedenheit zahlt sich aus:

Neben all diesen wichtigen und notwendigen Kriterien, gilt es natürlich auch das Wohl des Hundes im Auge zu behalten. Tiere die zu Panik neigen sollten an den Transport in den Urlaub gewöhnt werden. Dazu gehört, dass ihnen die Reisebox nicht unbekannt ist, dass sie ans Autofahren gewöhnt werden oder auch schon mal auf kurzen Bahnstrecken mitgenommen werden.

Ein Tier mit Angst lässt sich, am besten durch Dinge beruhigen die es von daheim schon kennt. Das kann seine Decke, sein Kuschelkissen oder sogar das Hundebett sein, was man mit in die Transportbox legt.

Lässt sich der Hund immer noch nicht beruhigen, kann über die Zugabe von homöopathischen Tropfen nachgedacht werden. Speziell ausgebildete Tierärzte können hier weiterhelfen.gluecksmomente6

Grenzgänger – Mit Hund ins Ausland

Alle wichtigen Informationen, was man vor Reisen mit Hund ins Ausland beachten muss und ob vielleicht der Hund gar nicht mitdarf, erfährst du im LINK.

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Feedback & Tipps

Ich hoffe, all meine Tipps helfen, dass Herrchen und Frauchen sowie das Tier entspannt im Urlaub ankommen und eine unbeschwerte Zeit genießen können. Gerne freue ich mich über dein Feedback zu diesem Artikel oder auch Tipps die du noch hast, um anderen Hundehaltern zu helfen. Nutze dazu einfach das Kommentarfeld und lass mir deine Nachricht da. Dankeschön!

#infoDas Bildmaterial hat mir freundlicherweise Rona Neff von Glücksmomente Fotografie zur Verfügung gestellt. Wer sich für ihre Arbeit interessiert wird über ihre Website, ihren Facebook-Account oder über ihr Instagramprofil fündig.

El Salvador? Bist du lebensmüde? Nein, nur weltoffen!

Ich erinnere mich noch sehr lebendig, es war 4 Uhr in der Nacht irgendwann im Januar 2014, als ich meinen Flug nach El Salvador buchte. Es war eine dieser Nächte in denen ich nicht schlafen konnte, mich umherwarf und letztlich doch zum Smartphone griff und auf Facebook surfte. Plötzlich tauchte da diese Meldung auf „Error Fares bei Iberia. Flüge für 350 EUR nach Lateinamerika“. Um ganz ehrlich zu sein, ich hatte keine Ahnung, was diese Region zu bieten hatte. Bisher war Zentralamerika für mich ein dunkler Fleck auf der Landkarte. Aber die Aussicht, so günstig so weit weg zu kommen, erschien mir sehr, sehr reizvoll.image-2015-08-27(8)Schnell also durchforstete ich das Netz nach Bildern, der Länder die angeboten waren, um einen Eindruck zu bekommen. Bei diesen Preisfehlern im Internet sollte man schnell sein, das wußte ich. Außerdem hatte ich noch Resturlaub den ich verbraten musste und konnte mir also ungezwungen einen Flug sichern.image-2015-08-27(9)Ok, El Salvador klingt doch spannend, die Stände sehen hübsch aus und die Terminvorgaben passen. Also, die Kreditkarte gezückt und gebucht! Mitten in der Nacht und ohne eine Ahnung, was genau mich da genau erwarten würde. Schnell noch einen Post auf Facebook hinterlassen, dass ich in 8 Wochen fliegen werde und dann, mit äußerster Zufriedenheit ein Schnäppchen gemacht zu haben, eingeschlafen.image-2015-08-27(1)Dafür das böse Erwachen dann am nächsten Morgen. Kommentare auf meiner FB Wall: „Sag mal spinnst Du? Du kannst doch nicht so einfach ohne Kenntnis nach El Salvador fliegen. Noch dazu alleine!“ oder „Wusstest du, dass das Land eine der höchsten Mordraten der Welt hat?“ Oder auch: „Du wieder! Dich kann man auch nicht alleine lassen! Informiere Dich mal beim Auswärtigen Amt über die Reisewarnungen, dann willst du da bestimmt nicht mehr hin.“image-2015-08-27(6)Mir ist schlagartig schlecht und Farbe habe ich auch keine mehr im Gesicht. Wieder starte ich Google und frage nach Sicherheit, Reisewarnungen und Gewalt in El Salvador. Prompt werde ich noch blasser. Ich hätte vielleicht nicht auf Bilder klicken sollen. Nicht schön, was man da sieht. Auch nicht, was das auswärtige Amt da von sich gibt. Es vergehen Stunden der Recherche, meine Gefühle fahren Achterbahn, meine Gedanken kreisen und in meinem Kopf dreht sich alles. image-2015-08-27(4)Inzwischen auch die ersten besorgten Anrufe meiner Facebookfreunde. Jeder will mir dieses Land ausreden. „Hast Du eine Reiserücktrittsversicherung?“ „Mach das bloß nicht“ „Ich könnte es ja verstehen, wenn Du nicht als Frau alleine reisen würdest, Hast Du denn niemanden der mit dir fliegen würde?“ NEIN, verdammt! Ich bin Single und es hat auch Niemand Bock mit mir in so ein Land zu fliegen. Mit so viel besorgten Freunden hatte ich nicht gerechnet. Ist ja wunderbar, aber führt bei mir zu Trotzreaktionen. image-2015-08-27(2)Ich bin kein kleines Kind mehr! Ich bin alleine nach Südafrika gegangen und habe dort gelebt. Das Land hat auch ein Gewaltproblem und ich bin unbeschadet zurück gekommen. Auch erinnere ich mich an das Gezeter vor meiner DomRep Reise. „Geh bloß nicht aus der Anlage! Da gibt es überall schwer bewaffnete Menschen und streunende Hunde“ Letztlich war ich nur außerhalb der Pauschalurlaubermauern aka der Hotelanlage und es war sehr, sehr toll! Also beschließe ich, auch nach El Salvador zu fliegen. Ich habe Afrika überlebt, dann schaff ich auch das. Ich werde mich gut vorbereiten, achtsam sein und mich an die Regeln halten.image-2015-08-27(5)Und das habe ich auch und nicht nur das! Ich habe ein ganz anderes El Salvador kennenlernen dürfen, als das was mir an Horrorgeschichten im Netz begegnet ist. Ich bin allerorts mir offenen Armen empfangen worden, habe neue Freund gefunden und so viel an Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft erfahren dürfen, wie noch in keinem Land davor. Die Herzlichkeit und Gastfreundschaft haben meine Reise ganz speziell gemacht und mir gezeigt, dass Statistiken nicht unbedingt etwas mit dem Leben und dem Alltag der Menschen in einem Land zu tuen haben.

#info

Speziell für Latainamerika läßt sich sagen, dass sich Kriminalität oft im Drogenmileu oder in Bandenkriegen finden lässt, mit denen der einfache Reisende eigentlich nie in Kontakt kommt. 

Wer also eine Reise in ein Land plant, der sollte sich ganz genau informieren und hier meine ich nicht nur die Seiten des auswärtigen Amtes, die geben zwar einen Einblick, wo die Probleme liegen, aber in keinem Fall zeigen sie auf, in wieweit mal als Reisender betroffen ist.

Meine Erfahrung zeigt, dass Reiseblogs die beste Möglichkeit sind, zu erfahren, wie es in einem Land wirklich aussieht. Dort bist du sehr schnell informiert, ob man sich sicher und wohl fühlen kann. Außerdem es gibt einen direkten Kontakt, bei dem Du nachfragen kannst, wenn Du dennoch unsicher bist. Meine Entscheidungen in ein Land zu reisen oder es zu meiden, hängen inzwischen nicht mehr an Preisschnäppchen, sondern an genau diesen Informationen. Wenn Einheimische oder Backpacker ganz klar sagen, dass es zu gefährlich ist, dann halte ich mich daran und reise nicht. Mit diesem Weg fahre ich sehr gut und bisher immer auch sehr sicher.

5 Sonnenziele – Vom Blogger empfohlen!

Sonnenziele – Wer sehnt sich nicht nach ihnen, wenn in Deutschland das schöne Wetter auf sich warten läßt? Wer hat nicht Lust auf Traumstrände statt Freibad und Meerbrise statt Durchzug in der Wohnung?Palme, Strand, MeerAn den Strand zum Beispiel – dahin wo wir uns besonders gerne sehen. Hier sind meine 5 Sonnenziele für dich. Von Klassiker bis Außergewöhnlich. Von Luxus bis Backpack. Und alle garantiert erprobt und für gut befunden!

Sonnenziel Südafrika!

Kapstadt, Tafelberg, SüdafrikaEin Klassiker unter den Sonnenzielen ist ganz klar Südafrika, denn hierhin kann man das ganze Jahr reisen! Egal ob Westküste mit dem wunderschönen Fischerdorf Paternoster oder entlang der Garden Route bis Jeffreys Bay oder zu Safari im Krüger. Südafrika hat einfach immer die beste Jahreszeit für große und kleine Fluchten zu Sonne, Strand und Meer. Guck mal hier: LINK

Sonnenziel Dominikanische Republik!

DomRepJa, du hast richtig gelesen, ich empfehle dir die DomRep! Und weißt du auch warum? Das Land hat sein Image vom Billigtourismus abgelegt und den Wandel vollzogen. Es entstehen nur noch 5 Sterne Luxus-Resorts und die solltest du dir neben den immer noch traumhaften Stränden sicher nicht entgehen lassen. Frag im Reisebüro explizit nach den neuen Häusern – du wirst überrascht sein! Wer noch skeptisch ist, der lese mal im LINK.

Sonnenziel Honduras!

Indura Beach Resort HondurasVöllig unterschätzt auf der Karte der Reisenden ist Honduras fast noch Geheim-Tipp. Das Land in Zentralamerika hat nicht nur mit Maya-Tempeln aufzuwarten. Es hat auch eine geradezu himmlische Karibikküste, jede Menge Inseln für Robinson-Crusoe-Feeling und mit dem zweitgrößten Riff der Welt auch ein absolutes Tauch-Eldorado! Backpacker lieben die Insel Utilá. Einfacher erreichbar und nicht weniger spannend, ist die große Schwesterinsel Roatan. Mein Tipp ist das „INDURA“ 5 Sterne Resort – eine großartige Anlage, mit Spa, Golfplatz, Privatstrand und jeder Menge Luxus! Alle Honduras-Tipps hier im LINK!

Sonnenziel Brasilien!

Beach , Traumurlaub, Fortaleza, BrasilienKeine Frage, Brasiliens Strände können echt was! Kilometerlange, feinsandige Strände, türkisblaues Meer und Frauen in ultraknappen Bikinis. Wer also genau das genießen will, der sollte die Suchmaschinen rauschen lassen. Flüge nach Rio de Janeiro sind in zB. der Wintersaison unglaublich günstig zu bekommen und auch sonst oft im Angebot. Schaut direkt nach den Angeboten der Airlines – von Condor, über IBERIA bis LAN. Ich habe schon Angebote für 250 EUR gesehen. Hotels in Rio sind nicht gerade ein Schnäppchen. Schaut bei Airbnb nach günstigen Angeboten oder weicht auf Reciefe, Belize oder Fortaleza aus. Wenn es doch Rio wird, dann bucht euch nicht an der Copacabana ein sondern an die viel schönere & hippere Ipanema-Bucht.

Sonnenziel El Salvador!

El SalvadorEl Salvador ist sicherlich auch kein Land was jeder auf der Agenda hat, aber genau das macht es so interessant! Von Vulkanen, exzellenten Wellen für Sürfer bis hin zu Maya-Stätten ist es ein riesengroßer Abenteuerspielplatz. Und genau weil es so wenige kennen, mußt du dir den Strand auch nicht mit hunderten von Leuten teilen. Backpackerfeeling, günstige Unterkünfte direkt am Meer und die besten Wellen versprechen einen grandiosen Urlaub. Nach Latainamerika gibt es immer wieder Schnäppchenpreise. Auch hier solltest du mal ganz genau bei IBERIA oder in den Flugsuchmaschinen schauen. Warum ich El Salvador besonders schätze erfährst du durch klicken auf LINK.Sonnenziele Winterparadiese Zitat Quotes, InspirationIn diesem Sinne: #get up & sun burned!

 

5-Sonnenziele-im-Winter

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Boat´n Bike – Inselhüpfen in Kroatien

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Tag 1

Eine gewisse Ungeduld & Aufgeregtheit begleitet mich in der Anfahrt auf Opatija (Kroatien). Über Serpentinen schlängelt sich die Straße hinab, vorbei an typischen Steinmäuerchen, Olivenheinen und den ersten Häusern der Stadt. Und dann ist der Blick plötzlich frei. Frei für eine schier unglaubliche –Panorama-Aussicht auf die Kvarter Bucht und das leuchtende Blau der Adria. Mir kullern die Tränen, so ergriffen bin ich von der Schönheit dieses Anblicks.

Ich kann es kaum mehr erwarten, den Hafen und unser Schiff zu erreichen. Aber zunächst bin ich überwältigt von der mondänen Schönheit dieser Stadt. Prächtige Villen, süße Straßenkaffes und gut gelaunte Touristen zeichnen das Stadtbild. Ich hab mich sofort verliebt. Überall viel Grün, kleine Parks mit Schattenspendenden Zypressen und Palmen. Man kann Opatija gut und gerne als eine der Perlen der Adria bezeichnen.

Leider bleibt mir keine Zeit alle Schönheiten zu entdecken. Auf mich wartet ja ein Schiff im Hafen. Sagt ich eins? Drei wunderschöne Motorsegler der Katariner Line haben geankert und zwei nette Damen nehmen mich auch direkt in Empfang. Staunend stehe ich vor der „Dalmatinka“ und freue mich gleich aufs Schiff zu kommen. Doch zunächst lerne ich meine Mitreisenden kennen. Eine bunte Mischung aus Österreichern, Schweizern und Deutschen. Alle sehr nett, stelle ich fest. Jetzt geht’s endlich auf´s Schiff und in unsere Kabine mit eigenem Bad und Blick aufs Meer.

Für einen kleinen Moment zweifel ich an meiner Wahrnehmung, denn erst jetzt merke ich, dass das Schiff schaukelt und mein Gleichgewichtssinn sich erst darauf einstellen muss. In jedem Fall aber eine sehr interessante Erfahrung. Die Entdeckungstour geht weiter: Neugierig schlendere ich übers Schiff, finde das Reich vom Koch, riskiere einen Blick in das Innere in dem sich der Motorraum befindet, entere das Steuerhäuschen des Kapitäns und genieße später den Blick übers Meer vom Sonnendeck aus. Sehr reizend unser Schiff und die Atmosphäre kann man sehr schnell als familiär beschreiben. Als die Räder und das Gepäck verstaut sind legt unser Schiff ab und wir gleiten sanft übers Meer.

Ich stehe an der Reling. Unter mir hunderte kleiner Fische, die sich scheinbar schwerelos fortbewegen. Noch nie habe ich vergleichbar, klares Wasser gesehen. Bis mind. 10 m lässt das Meer auf seine Bewohner schauen. Als nächstes treffen wir unter Deck, hier lernen wir die Crew & unseren Guide „Appi“ kennen. Nach kurzer Sicherheitseinweisung, ein paar Informationen zum Schiff und der Tour gibt’s erstmal einen leckeren Welcome Drink. Indes trifft man sich auf dem Sonnendeck zum Plauschen, um sich kennenlernen und natürlich um die Aussicht zu genießen.

Der Blick schweift entlang der Steilküste, vorbei an kleinen romantischen Buchten, Fischerbooten zurück nach Opatija, welches sich zunehmend in der Ferne verliert. Wir haben Kurs auf die Insel Krk genommen. Unser Schiff “ parkt“ in der dritten Reihe und ich frage mich, wie wir von dort aus an Land gehen sollen. Als Landei hat man ja keinerlei Vorstellung von Seefahrt. Doch die Lösung ist simpel: Die Schiffe werden kurzerhand miteinander vertaut und mit einem Bootssteg verbunden. Man durchläuft einfach alle Schiffe um ans Peer zu gelangen. Wir starten unsere erste Entdeckungstour an Land.

Wir sind in Omnijal, eines dieser kleinen reizenden Dörfchen mit engen Gassen, bezaubernden Blumenbeeten und faul in der Sonne liegenden Katzen. Ich bin erstaunt, wie unterschiedlich hier die Temperaturen auf uns wirken. Bei Anfang 20° C, stöhnen wir schon vor Hitze. Mit kühlen Getränken lassen wir uns am Straßenrand nieder und beobachten wie die Menschen hier leben. Alles geht sehr viel ruhiger von Statten, als wir es in unserem hektischen Alltag gewohnt sind.

Wir schnaufen tief ein, so als könne man mit der Luft auch den Lebensstil adaptieren. Am Abend treffen sich alle wieder in der Konobar, was übersetzt so viel heißt wie Kellerbar. Unterm Sternenhimmel sitzend werden einheimische Spezialitäten gereicht, Kroatischer Wein probiert und als Dessert gibt es, auch ganz typisch, Palatschinken (vergleichbar mit Crêpes). Lustig wird es, als der Kellner begreift, dass nicht Einer für Alle zahlt und er alles einzeln kassieren muss. Er ist sichtlich angespannt. Anscheinend ist es hier Gang & Gäbe, dass die Rechnungen nicht aufgeschlüsselt werden. Tja, wieder was gelernt. Vorbei am Marktplatz, der Kirche und durch enge Häuserschluchten kehren wir zum Schiff zurück.

Und jeder fragt sich, wie sich die Nacht auf der schaukelnden „Dalmatinka“ gestalten wird. Aber die See liegt ruhig und somit wir auch. Es darf also süß geträumt werden. Zum Beispiel, wie es in den nächsten Tagen weiter geht, wie sich die Mountainbike-Touren gestalten werden, wie die umliegenden Inseln ausschauen und ob und die Sonne uns weiterhin begleiten wird.422428_243719925708510_2067599745_n

Tag 2

Krk, Omisalj Cres

In der Nacht wurden wir wunderbar in den Schlaf geschaukelt und können so erholt in den 2´ten Tag unserer Reise starten. Leider lässt der Blick aus dem Bullauge nichts Gutes erahnen und dem ernsten Gesichtsausdruck unseres Kapitäns nach, auch nicht. Appi, unser Guide, erklärt uns auch genau warum. Angesagt sind Starkregen, schwerer Sturm und Turbolenzen auf dem Meer. Wir müssen also unsere Route ändern und schwenken auf die Südtour um.

Wir verlassen den Hafen von Omisalj und steuern die Insel Cres an. Das Schiff ringt mit den ersten Ausläufer des Unwetters, gegen Wind, hohe Wellen und die Gischt, die gegen das Deck donnert. Ich wanke zum Bug des Schiffs, klammer mich an die Reling und verfolge gespannt den Kampf mit den Naturgewalten. Unser Kapitän steuert in ruhigere Gewässer und im Hafen von Cres können wir ankern und endlich aufs Mountainbike umsteigen.

Also die Meisten, ich suche noch immer den Schlüssel vom Fahrradschloss. Dank Panzerkette ist mein Bike untrennbar mit dem Boot vereint. Ich werde panisch & sehe den gesamten Urlaub in Gefahr. Die Gruppe ist derweil ganz relaxed & freut sich mit mir, als nach dem 3´ten Kofferausschütten der Schlüssel endlich auftaucht.

Wir starten zu unserer ersten Tour über die Insel. Die Straße schlängelt sich entlang der Küste, umsäumt von endlosen Olivenhängen, vorbei an grasenden Schafen, führt unser Weg immer bergauf in Richtung Predoscica. Die Gegend ist einfach wunderschön. Sehr karg aber mit dem Charme mediterraner Landschaften. Und beim Blick über die Bucht gerät man leicht ins Träumen.

Gedämpft wird dieses Hochgefühl allerdings durch die ersten Regentropfen auf unserer Haut. Als wir den Ort erreichen, regnet es in Strömen. Gruppendynamisch entscheiden wir, zurück zum Hafen zu fahren. Und wir haben Glück, der Regen setzt kurz aus und wir können es sogar noch abseits der Straße auf einem kleinen Wirtschaftsweg ordentlich rollen lassen. Umsäumt von diesen typischen Steinmäuerchen und schattenspendenden Bäumen führt uns der Trail in rasantem Tempo über allerlei Stöckchen & Steine.

Das Mountainbiker-Herz fängt fröhlich an zu pochen. Jedem aus der Gruppe ist anzusehen, dass er gerade mörder viel Spaß hatte, als wir wieder in Cres ankommen. Für eine Einsteigertour waren es heute leichte 24 km, bei 400 Höhenmetern und guten 2h Fahrtzeit. Hungrig aber glücklich suchen wir uns ein kleines Lokal & genießen den Nachmittag in der Altstadt. Den Abend verbringen wir auf dem Schiff, tauschen alte Mountainbiker-Weisheiten aus und planen gemeinsam den nächsten Tag.
image-2015-08-21(7)Tag 3

Der 3 Tag startet mit dem Unwort „Bora“. Unwort deshalb, weil es sich hier um den stärksten Wind in Kroatien handelt und mit 50 Knoten die Anfahrt auf unsere nächste Station in Mali Losinj verhindert. Wir müssen also einen weiteren Tag in Cres bleiben. Einfallsreichtum ist gefragt. Und wenn einer verdammt gut improvisieren kann, dann unser Guide „Appi“. Nach kurzem Blick in den Himmel beschließt er, dass es heute nicht regnet und wir direkt starten können.

Also „er“ beschließt… 30 min später geht es auf der alten Uferstraße in Richtung Valun. Obgleich „Straße“ es nicht so ganz trifft. Den Weg als Eseltrail zu bezeichnen wäre eine viel bessere Beschreibung. Auf rotem Sand & Schotterpiste geht’s knackig bergauf. Zur Belohnung für diese Strapazen gibt es einen atemberaubenden Blick hinüber zum Hafen, wo unser Schiff ankert. Doch viel Zeit zum Verschnaufen ist nicht, weiter geht’s entlang des Höhenwegs oberhalb der Steilküste. Für mich „Flachlandtiroler“ gestaltet sich die Etappe zum persönlichen Alpe d´Hueze. Appi ist so reizend mich darüber aufzuklären, dass das allenfalls Hügel sind. Meine Lunge sagt etwas Anderes.

Dafür liebe ich die Abfahrten. Kopf aus, Sattel zwischen die Beine und dann ordentlich Stoff. Und alles was ich bei den Anstiegen an Boden auf die Gruppe verloren habe, hol ich damit locker wieder auf. Funktionierte leider nur so lange, bis meine Kette im Anstieg gerissen ist und ich auf weiter Flur alleine war. Glücklicherweise schaut unser Appi regelmäßig, ob all seine Schäfchen mit der Herde mithalten. Selbstverständlich könnte ich die Kette auch alleine nuten, aber hey, ich bin eine Frau und lass mich gerne retten;) Appi kann das eh viel besser und in Windeseile. Die Kette ist nach 5 min. repariert und wir heizen dem Rest der Gruppe nach.

Im Affenzahn geht es die Berge ähhh Hügel hinauf und wieder runter, bis wir endlich wieder bei unserer Truppe sind. Weiter geht’s nun wieder gemeinsam. Auf kleinen, einsamen Wirschaftswegen radeln wir„Podol“ entgegen, der wohl kleinste Ort in dem ich je war. 2 Häuser und ein paar Stallungen, mehr gibt’s nicht. Dafür sind die Bewohner umso reizender. Wir fragen nach Wasser & scheitern bei dem Versuch, dieses auch zu bezahlen. Das ist Gastfreundschaft & man würde beleidigt sein, wenn wir diese ausschlagen würden. Wir nehmen also dankend an & ziehen weiter. Vorbei an idyllischen Olivenhainen, aufgeregt flüchtenden Schafsherden und Eseln mit ihren typischen „iahhh“ – Rufen.

Inzwischen haben alle schrecklichen Hunger & treten noch mal ordentlich in die Pedale um schnell am Mittagstisch zu sitzen. Nachdem alle Mägen gefüllt sind geht’s retour zum Hafen von Cres. Diesmal nehmen wir die Hauptstraße. Die Steigungen werden dadurch nicht minder anstrengend für mich, zumal der Wind aufgefrischt ist und wir nun mit kräftigem Gegenwind kämpfen. Aber wie es sich für ein gutes Team gehört, wird Windschatten gefahren und alle kommen abgekämpft, aber glücklich wieder am Schiff an.

Den späten Nachmittag verbringen alle auf Ihre Art. Die Einen gehen Shoppen, Jörg ist noch nicht ausgepowert & schwingt sich in sein Paddelboot, die anderen Sorgen sich um Ihren Mineralien-Haushalt und gleichen diesen bei einem kühlen Bier im malerischen Hafen aus. Ich schnapp mir meine Kamera und gehe auf Entdeckungstour durch die Altstadt. Kleine Gassen, bezaubernde Cafés und alte steinerne Kirchen gehören ebenso zum Stadtbild wie die vielen, bunten Fischerboote. Bei untergehender Sonne sitzen wir später alle beim Essen zusammen und planen den nächsten Tag. Soweit das möglich ist bei „Bora“. Geschafft haben wir heute 60 km und 1000 hm. Nicht schlecht, wie ich finde. Es bleibt also spannend!image-2015-08-21(2)

Tag 4

Wir begrüßen den Tag mit herrlichem Sonnenschein und der Kapitän hat auch gute Nachrichten für uns. Das Meer hat sich beruhigt und wir können endlich einen neuen Hafen ansteuern. Male Losinj heißt heute unser Etappenziel. Ein paar Leute der Gruppe entscheiden sich dafür den Vormittag auf dem Schiff und in der Sonne zu verbringen. Wir nehmen das Rad und verabschieden uns mit einem wehmütigen Blick über Cres und seine bezaubernde Altstadt. Es liegen knackige 60 km Weg vor uns & wir wollen unbedingt vor dem Schiff ankommen.

Diesmal geht es Größtenteils auf asphaltierten Straßen entlang der Adria-Küste. Und diese zeigt sich heute von ihrer schönsten Seite. Die Sonne lächelt uns an und das türkisblaue Meer leuchtet in all seinen Facetten. Außerdem haben wir wieder ganz wunderbare Begleiter. Es sind Schmetterlinge in vielen bunten Farben. Und während sie mit leichtem Flügelschlag durch die Lüfte gleiten, müssen wir schon ganz kräftig in die Pedale treten, um alle Anstiege zu meistern. Pausiert wird heute auf einem Hochplateau mit Panoramablick über die umliegenden Inseln. Und zu unserer Überraschung entdecken wir auch unser Schiff in der Ferne. Das spornt natürlich an, als Erste in Male Losinj zu sein, zumal Boris unser Kapitän erst noch die Insel umschiffen muss, um zum Hafen zu gelangen.

Wir können den direkten Weg nehmen, aber auch da liegen noch 30 km vor uns. Weiter geht es also durch die malerische Landschaft, mit ihren ach so typischen Steinmauern. Wobei ich mich heute ernsthaft gefragt habe, wie viele Steine das wohl sein mögen und wie lange die Menschen daran wohl gebaut haben. Stein für Stein so aufzutürmen, muss Jahrzehnte gedauert haben – es sind schon wahrlich kleine Meisterwerke. Dem Menschen nutzen sie als Zaun fürs Vieh – der Natur als Erosionsschutz. Überall dazwischen wachsen Olivenbäumchen, grasen Schafe, Ziegen oder Esel und all das ergibt dieses ganz typische Landschaftsbild. Und wenn man ganz genau hinschaut, lassen sich in den Nischen auch kleine Eidechsen entdecken, die faul in der Sonne liegen, aber flugs verschwunden sind, wenn man ihnen zu nahe kommt.

Wir radeln weiter und gönnen uns einen weiteren Zwischenstopp in einem dieser malerischen Dörfchen in denen die Welt still zu stehen scheint. Keine hektischer Verkehr, keine hastenden Menschen, nur das Meer ist in Bewegung. Der rechte Platz also um ein wenig zu verschnaufen und zu genießen. Hier treffen sich die Menschen in der Mittagszeit auf dem Marktplatz, um bei einem Kaffee gemütlich zu plauschen. Wir setzen indes unseren Weg fort. Entlang der Küste lassen sich immer wieder kleine Fischerboote in den Buchten ausmachen, es kreisen Möven über uns oder wir werden von Schafen angeblögt. Diese scheinen sich regelrecht zu freuen, wenn man ihnen mit einem „Mööööhh“ antwortet.

Auf den letzten Kilometern geben noch mal alle richtig Gas und tatsächlich, wir kommen vor der „Dalmatinka“ in Mali Lošinj an. Sogar eine Stunde früher, als ursprünglich geplant. Ich schätze, dass der Bärenhunger, den wir auf der Strecke entwickelt haben, hier die größte Motivation war. Und wir haben Glück, unser Koch hat bereits vorgesorgt und uns ein leckeres Mittagessen gezaubert. Zum Nachtisch gibt’s Pudding und es wird eifrig gefeilscht ob nicht jemand auf seine Portion verzichten mag. Ich tausche erfolgreich Schoko gegen Vanillepudding.

Am Nachmittag steigen diejenigen auf´s Rad, die bisher die Sonne vom Deck aus genossen haben. Es geht auf eine gemütliche Tour nach Veli Losinj, einem Nachbarort mit altem, historischem Stadtkern. Jörg schaut sich von seinem roten Kajak aus die Schifferboote & Motorjachten aus nächster Nähe an. Appi sitzt unter Deck und schneidet für uns die Filme zusammen, die er über Tag bei der Tour gedreht hat. Sarah & Christian bruzeln sich in der Sonne, während ich die Stadt zu Fuß erkunde. So verbringt jeder auf seine ganz eigene angenehme Art den Tag. Nach dem gemeinsamen Abendbrot gibt’s zur Belohnung für alle Biker noch ein leckeres Eis. Immerhin waren es 60 km in drei Stunden und bei 750 Höhenmetern.TeamTag 5

Es ist wieder Zeit den Anker zu lichten und weiter zu ziehen. Von der herrlich scheinenden Sonne angelockt sitzen alle an Deck und die Abfahrt wird zum Happening. So langsam verliert sich Mali Losinj am Horizont. Wir verlassen die Bucht mit einem letzten romantischen Blick auf den Leuchtturm. Wir nehmen Fahrt auf. Es geht vorbei an all den großen und kleinen Inseln und es fällt schwer auszumachen, was Festland ist und was nicht. Wir haben kaum mehr Wellengang und kommen gut voran. Es liegen fünf Stunden Fahrt vor uns.

Den Vormittag verbringt wieder jeder auf seine Art. Die Einen holen Schlaf nach, Anderen Lesen, Appi studiert die Karten und der Rest sitz einfach nur im Liegestuhl und genießt die Schönheit der Adria. Als wir den Hafen von Bozava erreichen ist es 13 Uhr und Drago, unser Koch, verwöhnt uns wieder mit einem leckeren Mittagessen. Auf den Strudel zum Nachtisch hätte ich mal besser verzichtet, das fällt mir allerdings erst auf, als ich auf dem Bike sitze und mich mit vollem Magen die erste Anhöhe hochschleppe. Heute ist eine gemütliche, kleine Tour geplant und fast alle sind mit den Rad unterwegs. Nur Sarah & Christian bleiben auf dem Schiff zurück und wollen den Tag lieber mit Schwimmen & Fotografieren verbringen.

Wir haben inzwischen ein paar Kilometer hinter uns gebracht und den Inselkamm erreicht. Die Insel Dugi Otok ist so schmal, dass das Meer nach jeder Kurve abwechselnd auf der rechten oder linken Seite ist. Und so bietet sich entweder der Blick auf die Inseln oder die Weite des Meeres. Das Landschaftsbild ist gezeichnet von vielen Kiefern, bunten Blumen und sehr viel Grün. In einer der Buchten lassen sich große Runde Bassins ausmachen und alle Fragen sich, welchen Nutzen sie haben. Jörg hat die Antwort parat. Sie dienen der Fischzucht. Außerdem liegen einige Steinbrüche an unserem Weg. Hier wurde Marmor abgebaut.

Wir haben einen sehr heißen Tag heute und der Fahrradtacho zeigt 33° C an. Bei 8% Steigung tue ich mich sichtlich schwer, als ich plötzlich von einer älteren Dame überholt werde, die anscheinend mühelose und mit leichtem Schritt den Berg hinauf fährt. Ich bin doch etwas schockiert & zweifle an meiner Kondition. Am liebsten würd ich das Bike jetzt die Böschung hinunter werfen und mich nur noch vom Schiff bewegen lassen. Gerade noch rechtzeitig entdecke ich den Motor an dem Rad der Dame. Sie benutzt ein Pedelec, das sind elektrisch, betriebene Räder. Damit käme ich natürlich auch spielend leicht jeden Anstieg hinauf und könnte noch milde die anderen Radler anlächeln.

Ich fahre also erhobenen Hauptes weiter und empfinde einen großen Stolz, als ich den “Gipfel“ aus eigener Kraft erreicht habe. Die Abfahrt nach Sali genießen noch mal alle in vollen Zügen. Fahrtwind & die Aussicht auf ein kühles Bier sind die beste Motivation. Unser Schiff hat zwar schon angelegt, aber als erstes zieht es uns in eine der typischen Konobars. Am Nachmittag sind die meisten am oder im Meer zu finden. Bei frischen 16° C Wassertemperatur überlasse ich das Schwimmen den Mutigen. Ich beobachte viel lieber die vielen kleinen Fischchen, das von der Meeresströmung schwingende Seegras und die vielen bunten Muscheln. Sogar einen Seestern finden wir.

Mit tiefer stehender Sonne starte ich zu einer Tour in Jörgs knall rotem Kajak. Ich erkunde den kleinen Hafen und fahre ein Stück entlang der Küste. Es ist herrlich sich von dem Meer treiben und den Wellen wiegen zu lassen. Ich genieße jede Minute. Zurück am Schiff merke ich, die Müdigkeit und beschließe, dass der Abend für mich hier endet. So ausgepowert sind nicht alle. Die meisten zieht es noch in ein Café im Ort. Appi, Jörg & Christian kennen anscheinend keine Müdigkeit. Die Drei planen eine Vollmondfahrt zu einem Salzsee. Es ist inzwischen 21 Uhr und mit Stirnlampen gewappnet treten sie in die Pedale.

Als ich um Mitternacht wach werde, kehren sie gerade von ihrem Abenteuer zurück. Ein kleines Stück des Weges hatten sie zu Fuß zurück gelegt, als sie in der Dunkelheit der Nacht plötzlich Schritte hinter sich hörten. Christian ist es ziemlich in die Knochen gefahren, angespannt suchte er sein Taschenmesser, während Abbi sein Zittern mit einem „Hey, ist das cool“ überspiele. Alle drei wurden von einem kleinen schwarzen Baby-Esel mitten in der finsteren Nacht überrascht. Ich find die Story klasse und ärger mich, dass ich nicht noch mit auf´s Bike gesprungen bin. Aber wir haben ja noch ein paar Tage für Abenteuer vor uns…
image-2015-08-21(3)Tag 6

…ist leider, leider über die Jahre verloren gegangen.

Tag 7

Sanft tuckernd starten wir in einen neuen Tag. Der Himmel ist blau und wolkenlos, die Sonne lächelt uns verheißungsvoll an und das Meer schimmert türkisblau. Und während alle das vom Sonnendeck aus genießen, haben Appi & ich uns unter Deck verkrochen um zu arbeiten. Ich freu mich auf den Tag, an dem es entspiegelte Monitore gibt, die es erlauben Blogs auch in der Sonne zu schreiben. Wir haben vier Stunden Fahrt vor uns und auch für uns wird noch Zeit sein, faul in der Sonne zu liegen.

Abbi arbeitet unterdes weiter am Video, als wir Beide durch donnernden Flugzeuglärm hochschrecken. Wir trauen unseren Augen nicht, als neben uns ein riesiges, gelbes Wasserflugzeug über die Meeresoberfläche donnert, dreht und nun auf der anderen Schiffsseite erneut an Fahrt aufnimmt und anschließend durchstartet. Ein atemberaubendes Schauspiel. Ich fühle mich an Indiana Jones Filme erinnert & schaue dem Flieger sehnsüchtig nach, als er sich über den Inseln im Himmel verliert. Die Crew klärt uns auf, dass das die örtliche Feuererwehr auf Probeeinsatz ist. Wenn es auf einer der Insel brennt, muss schnelle Hilfe kommen und das am besten aus der Luft. Damit diese Einsätze im Notfall reibungslos funktionieren, muss das Aufnehmen von Wasser regelmäßig trainiert werden. Ich beschließe im nächsten Leben Feuerwehrmann in Kroatien zu werden.

Oder Urlauber…. denn endlich hab auch ich es mal geschafft mich in den Liegestuhl zu legen und einfach nix zu tun. Herrlich. Plötzlich wieder Unruhe. Delfine! Ich flitze in die Kabine und schnapp mir die Kamera. Allerdings war das eine sehr blöde Idee, denn als ich an Deck zurück bin, ist nichts mehr zu sehen. Ich ärgere mich fürchterlich. So lange hab ich mir schon gewünscht mal Delfine zu sehen und jetzt vermassel ich mir diese Gelegenheit. Wenigstens sehe ich meinen Fehler ein und so bekomm ich kurz darauf noch eine zweite Chance. Ca. 500 m vor uns springen 3 bis 5 Delfine. Und noch besser. Zwei schwimmen auf uns zu. Tauchen auf und ab, stecken ihre Nasen in die Luft. Und dann sind sie genau unterm Bug. Weniger als 2 m unter mir. Ich halte mich mit fotografieren zurück und genieße einfach nur. Elegant gleiten sie durchs Wasser, tauchen unter dem Schiff durch und lächeln uns von der anderen Seite wieder an. Ich glaube wirklich, sie haben so richtig Spaß dabei, sich uns zu seigen. Meine Augen strahlen vor Glück. Leider ist das Schauspiel viel zu schnell wieder vorbei. Aber im Herzen bleibt es gespeichert für die Ewigkeit. Und ich glaube, so ging es allen an Board.

Am Nachmittag führt uns unsere Radtour von Mandre aus nach Tovonale. Die Landschaft zeigt sich heute in einem ganz anderen Bild. Karge Berge, dafür Täler mit Feldern, viel Grün und sogar Schilf. Ich muss lächeln, als ich 5 Schafe zwischen die Halme gekuschelt sehe. Ein ulkiges Bild. Man erkennt nur ein paar Wollknäule, aber nicht wirklich ein Schafe. In Lun wartet eine weitere Besonderheit auf uns. Hier gibt es über 2000 Jahre alte Olivenbäume. Ich frage nach, weil ich das Alter für kaum möglich halte. Die Stämme sind riesenhaft und die Wurzeln mit den Felsen verwachsen. So viele „Lebensjahre“ verlangen einem schon einemns gewissen Respekt ab.

Unsere heutige Etappe war kurz, nur 35 km, denn wir wollen mit dem Schiff noch weiter nach Rab. Und allein die Anfahrt versetzt uns in Staunen. Wie eine Festung, hoch auf den Felsen thront sie, die Altstadt von Rab. Vorbei an einer kleinen vorgelagerten Insel mit Leuchtturm fahren wir in den Hafen ein & ankern. Sofort wollen alle an Land und die Stadt besichtigen. Ich habe vor allem Hunger & bin auf der Suche nach etwas Leckerem. Leider komme ich nicht sehr weit. Rab ist so malerisch schön, dass ich an jeder Gasse, jeder Kirche und fast jedem Haus stehen bleibe und fotografiere.

Die Altstadt hat unheimlich viel Flair & ich habe in ganz Kroatien keine reizendere gesehen. Den Eindruck bestätigen auch die Anderen, als wir uns am Abend zum gemeinsamen Essen treffen. Für die Meisten gibts frischen Fisch oder Meeresfrüchte. Und zum Absacker noch ein paar Drinks in der Bar neben an. Ich bin todmüde und falle ganz früh in mein Bettchen. Noch einmal fällt mein Blick auf den Leuchtturm, dann schlafe ich sanft ein und freu mich auf den nächsten Tag.image-2015-08-21(4)Tag 8

Wir verlassen Rab und dabei wäre ich so gerne noch geblieben. Ein bisschen bummeln, fotografieren und an jeder zweiten Eisdiehle stehen bleiben. Ich bin schwer wehmütig. Überhaupt ist mir heute so gar nicht nach biken. Einfach nur das herrliche Wetter genießen, auf dem Schiff bleiben und nix tun, so stelle ich mir den Tag vor. Ich finde zum Abschluss hab ich mir einen faulen Tag verdient. Ich hab mich die letzten Tage so tapfer jede Steigung hochgekämpft, dass ich jetzt einfach schlapp bin. Das sieht Abbi, unser Guide, allerdings ganz Anders. Er schaut mir tief in die Augen und sagt: „Du musst einfach dabei sein, dass wird toll heute“. Och menno! Ich kann so schlecht „nein“ sagen. 20 min. später sitz ich auf meinem Bike und strampel den den Berg hoch.

Aber und das muss man ihm schon lassen, es ist toll. Wir sind wieder auf einem dieser Schafstrails unterwegs und es macht einfach riesig Spaß hier zu biken. Ich liebe einfach diese Abfahrten. Zum Mittag gibts zur Belohnung „Palatschinken“ und nach ner richtig langen Pause gehts weiter vorbei an kleinen Dörfchen, wild flüchtenden Schafen und malerischer Landschaft. Als Highlight hat Abbi noch die Besichtigung einer Höhle eingebaut. Wir lassen also unsere Bikes stehen und begeben uns unter die Erde. Ich genieße die Kühle in der Tiefe. Bei 30° C Außentemperatur sind die 16° C unter Tage eine willkommene Abkühlung.

Durch die Höhle werden wir von einer netten jungen Dame geführt. Sie erklärt uns auch die unterschiedlichen Tropfsteine. Stalaktiten heißen die, die von der Decke hängen. Das Gegenstück ist der vom Boden emporwachsende Stalagmit. Nach so viel Erdkunde gibts für die „Jungs“ erstmal ein Mittagsschläfchen auf der Bank. Ich schleiche mich davon und versuche endlich mal ein gescheites Foto von einem Schaf zu bekommen. Sie gehören einfach zum Landschaftsbild dazu und ich kann Kroatien nicht ohne ein Foto von ihnen verlassen. Bisher haben immer alle erfolgreich die Füße in die Hand genommen und sind geflüchtet, wenn ich sie ablichten wollte. Auch diesmal ergeht es mir nicht besser.

Nach 20 min. „Verfolgungsjagd“ gebe ich auf und begnüge mich mit der Rückansicht von Mama Schaf und ihrem Lämmchen. Ich habe es übrigens „Timmi“ getauft. Als wir am späten Nachmittag das Schiff erreichen, werden wir stürmisch begrüßt. Alle sind gut angekommen und haben Achtung vor der Leistung der letzten Tage und das wird gewürdigt. Immerhin fast 4000 Höhenmeter haben wir gepackt. Ich bin ziemlich stolz auf mich und auch darauf, an allen Tagen mitgefahren zu sein. Und wie das so ist, mit den verborgenen Kräften… ich gehe noch Kajak fahren, weil es einfach zu schön hier ist und ich mir das nicht entgehen lassen möchte. Eine letzte Runde paddel ich über das glasklare Meer, lass mich in der Sonne treiben und von den Wellen schaukeln.

Und anscheinend haben auch unsere Männer noch zu viel Energie und Unsinn im Kopf. Von der Reling aus werden alle verrückten Arten ausprobiert, sich ins Wasser zu hechten. Ob Bauchklatscher oder Kopfsprung – wir stehen bewundernd daneben und schauen dem Treiben zu. Besonders lustig wird es, als Abbi sich mit dem vom Masten hängenden Seil vom Schiff schwingt. Der Mann kennt einfach keine Angst und hat einen Haufen Schalk im Nacken. Etwas besinnlicher geht es dann schon am Abend zu. Boris, hat zum Kapitäns-Dinner geladen und spätestens nach dem 4´ten Gang bin ich soweit, dass man mich vom Schiff rollen könnte. Aber lecker wars! Den Abend verbringen wir in lustiger Runde zusammen, lassen den Urlaub Revue passieren und erzählen uns die ein oder andere Anekdote der letzten Tage. So schnell ging die Woche rum und ich mag überhaupt nicht ins Bett!image-2015-08-21(5)

Und hier noch das urkomische Video zu unserer Tour! Danke an Appi.at der das so toll für uns aufbereitet hat:

Mit diesen Spar-Tricks schaffst auch du es in den Traumurlaub!

„Sag mal wie finanzierst Du das?“ werde ich immer auf Facebook gefragt, wenn ich wieder Urlaubsfotos gepostet habe. Und außerdem noch der Spruch „Ich könnte das nicht, ich komm so schon kaum um die Runden“. Ich sage dann immer Urlaubskasse ist Willensstärke.

Für mich ist Reisen und die Welt erleben das absolut Größte. Und natürlich kostet es Geld an die schönsten Plätze zu reisen. Um das finanzieren zu können habe ich Strategien entwickelt und meinen Lebensstil verändert!

Wie einfach es ist, viel Geld für Reisen zu sparen, zeige ich dir hier:Holiday Sandburg Sardinien

Fahre Fahrrad, Straßenbahn, Roller oder lass dein Auto öfter mal stehen

Wieviel kostet dich der Luxus ein Auto zu haben im Monat? Hast du es mal realistisch betrachtet? Von den Anschaffungskosten, der Versicherung, der Steuer, dem Benzin, bis hin zu den Reinigungskosten, was fällt da genau an? Sagen wir im günstigsten Fall 150 EUR? Was kostet im Vergleich dein Rad? Die Monatskarte? Oder die Mitfahrgelegenheit? Ein Auto bietet enorme Einsparmöglichkeiten. Entweder, weil man es sich ganz spart oder öfter mal drauf verzichtet, auf Carsharing zurück greift oder auf ein kostengünstigeres Modell umsteigt. Selbst wenn du „nur“ 50 EUR am Auto einsparen würdest, dann sind das im Jahr satte 600 EUR, davon gehts dann schon 2 Wochen Roadtrip quer durch Europa.Bildschirmfoto 2015-08-17 um 14.44.26

Kleine Wohnung – großer Ersparnis

Meine alte Wohnung kostete mich mit Nebenkosten 750 EUR Miete. Meine letzte Wohnung gerade mal 410 EUR. Ersparnis satte 340 EUR jeden Monat. Das heißt, es ist jeden Monat mindestens eine Flugreise übers Wochenende drin! Im Jahr wären das sogar 4080 EUR. Hammer viel Geld, das dann sogar für eine richtig große Reise reicht!

Teile deinen Internetanschluß

Seinen Anschluß zum Internet kann man dank WLan hervorragend mit Nachbarn teilen. Eine Flat gibt es für 20 EUR und die reicht sehr gut für mindestens 2 Leute. Halbiert allerdings deine Kosten. Macht im Jahr 120 EUR. Ein Wochenendtrip ist damit drin.Bildschirmfoto 2015-08-06 um 11.38.54

Schaff deinen Fernseher ab

Das hört sich vielleicht grauenhaft an, aber man lebt sehr gut ohne. Zudem gibt es TV auch übers Internet. Kabelgebühr von 19 EUR jeden Monat gespart. Macht 228 EUR. Für einen Kurz- oder Campingtrip alle mal genug Geld. Wer noch zusätzlich für Pay-TV zahlt, kann noch mehr sparen! Fußball kann man auch in der Bar um die Ecke oder bei Freunden schauen. Ist zudem auch noch viel geselliger.

Prepaid statt Handyvertrag

Ja, du mußt vielleicht alle 2 Jahre mal 300 EUR cash auf den Tisch legen für ein neues Gerät, aber rechne mal nach, was dich ein Handy mit Vertrag kostet! Ich schätze so 5 EUR mehr im Monat? Macht 120 EUR bei einem 2 Jahresvertag. Immerhin eine schicke Hotelübernachtung.Bildschirmfoto 2015-07-20 um 08.31.36

Kündige unnütze Versicherungen

Mal ehrlich, sind wir nicht hoffnungslos überversichert? Sogar für die Handyversicherung zahlen wir 5 EUR im Monat! Dabei springen die eh nicht ein, wenn wir es „unsachgemäß“ behandelt haben. Lebensversicherung als Single, wofür? Geldanlage fürs Alter? Dann besser unters Kissen damit. Hinterfrage deine ganzen Versicherungen kritisch. Meine Hausratversicherung hab ich mein ganzes Leben noch nicht gebraucht. Gekostet hat sie mich in 20 Jahren satte 2740 EUR. Ich habe inzwischen alles gekündigt, bis auf die Haftpflicht, da ich die wirklich für sinnvoll halte, falls ich Anderen einen Schaden zufüge.

Entschulde dich

Dein Auto, dein Handy, deine Wohnungseinrichtung sind alle auf pump gekauft? Was zahlst du dafür ab? 80 EUR allein an Zinsem im Monat? Krass, dass sind 960 EUR im Jahr, da kannst du es in Thailand aber schon ganz schön krachen lassen.image-2015-08-20(8)

Wechsel die Bank

Du zahlst Kontoführungsgebühren dafür, dass deine Bank mit deinem Geld Geschäfte macht? Dann schau dich mal um, ob du es nicht zu deinen Gunsten besser anlegen kannst. 6 EUR kannst du im Schnitt jeden Monat sparen. 72 EUR sind das dann auch im Jahr. In einer Kleinstadt bekommt man da schon hübsche Hotelunterkünfte und du wärst wieder ein Wochenende on Tour.

Überdenk dein Ausgehverhalten

Ich liebe Cocktails, ohne Frage. Schön süß, schön bunt – schön teuer allerdings auch. In einer durchschnittlichen deutschen Stadt kostet der Cocktail zwischen 8-15 EUR. Wenn ich ausgegangen bin, dann waren es locker 3 Cocktails, weils ja so lecker geschmeckt hat. Als ich aber mal umgerechnet habe, wie lange ich dafür arbeiten muß, ist mir der Appetit darauf vergangen. Im Nebenjob bekommt man im Schnitt 10 EUR die Stunde. Für 3 popelige Drinks bin ich also 3 Stunden putzen gegangen. Ich trinke jetzt keine 3 Cocktails mehr wenn ich weggehe oder ich achte darauf, die Happy Hour einzuhalten. Dann ist es immer noch kein billiges Vergnügen, aber es tut nicht ganz so doll weh. Und so kann man vieles in seinem Freizeitverhalten hinterfragen und auch viel Geld dabei einsparen.Bildschirmfoto 2015-08-13 um 12.27.47

Vermiete deine Wohnung unter

Websiten wie Tempoflat.com oder UMS Untermietservice in der Schweiz haben sich auf Kurzzeituntervermietung spezialisiert. Auf deren Website findest du nützliche Tipps, Checklisten & Vorlagen wie du das richtig anstellst. Denn dein Vermieter muss einer Untermiete zustimmen und das macht er natürlich nur sehr ungern. Tempoflat geht da einen sehr professionellen Weg, bietet dir Unterstützung an und tritt sogar selbst mit dem Vermieter in Kontakt. So steigern sich deine Chancen, die Zustimmung zur Untermiete zu erhalten.

Als ich damals nach Afrika gegangen bin, hat mir so eine Unterstützung gefehlt und ich bin kläglich am „Nein“ meines Vermieters gescheitert. Heute wäre ich klüger! Das Geld was du an Miete sparst, kannst du also ganz leicht in deinen Urlaub investieren. Je nach Miete sind das auch zwischen 400 und über 1.000 EUR.

Verdiene Geld nebenbei

Meine Auszeit in Südafrika habe ich mir damit ermöglicht, dass ich Nebenjobs hatte. Du kannst putzen, bügeln, kellnern, gärtnern, Autos waschen, Zeitungen austragen, Zäune streichen, Websiten oder Flyer gestalten, Einkäufe erledigen, Kinder betreuen, Blut spenden – ach es gibt tausend Möglichkeiten sich nebenher noch etwas dazu zu verdienen und für Urlaube weg zulegen.

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Ändere dein Konsumverhalten

Gott, wie habe ich meine wöchentlichen Shoppingtouren geliebt. Nicht, dass ich große Summen ausgegeben habe, aber so 50 EUR jede Woche waren schon ziemlich normal. Hier mal eine neue Handyhülle, da ein neues Oberteil und zwischendrin noch bissl Deko für die Wohnung. Macht im Monat im Schnitt 200 EUR. Wenn Saisonwechsel anstand und neue Schuhe oder warme Wintersachen angeschafft werden mußten, dann waren es auch schon mal 500 EUR.

Mein Schrank ist also brechend voll und das letzte Mal schoppen war ich vor 6 Monaten und auch nur weil ich mußte. Ich spare also minimum 200 EUR pro Monat, das macht im Jahr 2.400 EUR, wenn ich jetzt nicht mehr wöchentlich einkaufe. Genug für eine aufregende Safari in Afrika. Mit Flug und Unterkunft. Meine Devise zur Reduzierung des Shoppingwahns ist ganz easy: Was nicht in einen Rucksack für eine Weltreise wandern würde, brauche ich nicht! Schwups hab ich mir viel Geld gespart.

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Kaufe Nische statt Marke

Wenn ich etwas neu kaufen muss, dann überlege ich mir gründlich, ob es das teure Markenprodukt sein muß oder ob es nicht auch ein günstiges Mitbewerberprodukt sein kann. Was kann ein Apfeltelefon mehr als normale Handys? Telefonieren, Whatsapp, navigieren, Musik abspielen, Facebook, Snapchat… Die meisten Dinge die wir so überlicherweise nutzen, kann auch ein bis zu 70% günstigeres Handy. Ersparnis zwischen 200 – 500 EUR und somit locker wieder eine Woche irgendwo chillen!

Und das kannst Du ganz leicht auch auf Putzmitteln, Lebensmitteln oder Kleidung übertragen, denn auch da ist eine Menge Einsparpotential drin. Und da hinter vielen Produkten der gleiche Hersteller steht, mußt du auch nicht auf Qualität verzichten.

Secondhand statt Neukauf

Brauche ich wirklich ein niegelnagelneues Bügeleisen, bloß weil meins den Geist aufgegeben hat? Wer im Freundeskreis hat vielleicht noch eines übrig oder vielleicht gibts auch günstig was auf dem Flohmarkt? 90 – 100 % Ersparnis sind hier meistens drin!Bildschirmfoto 2015-08-13 um 17.16.47

Kaffee-Kapseln abschaffen und zu Filterkaffe zurück kehren

Meine Nestlé-Kapsel-Kaffeemaschine habe ich verkauft. Aus dem Umweltgedanken heraus und weil das Pfund Kaffe satte 30 EUR kostet anstatt Filterkaffee der mit 4-10 EUR zu buche schlägt. Man kann also auch am Kaffee sparen ohne ganz drauf verzichten zu müssen. 1 Pfund im Monat macht eine Einsparung von 312 EUR im Jahr. Das reicht für eine Woche Camping.

Leitungswasser statt Wasserflasche

Ja, da ist eine Gewissensfrage. Aber wenn man sich mal anschaut, wo Nestlé (der größte Wasserlieferant) sein Wasser her nimmt, dann kann man auch gleich Leitungswasser trinken. Der Wasserriese zapft auch nur die Leitungen an, verpackt es hübsch und verkauft es dir dann teuer. Es mag nur eine Ersparnis von 1 EUR pro Tag sein, aber das macht auch 365 EUR im Jahr. Dafür fliegt man auch schon mal nach Malle und macht Party mit seinen Freunden dort.Bildschirmfoto 2015-07-24 um 15.33.17

Verkaufe auf Flohmärkten

Mein Hausstand war mal riesig. Massenhaft Deko-Artikel, ein voller Kleiderschrank, tausende Schuhe & Taschen. Das Meiste davon habe ich irgendwann mal auf Flohmärkten verkauft. Oft sind auch Kollegen und Freude froh, wenn sie ihren Krempel los werden und schenken dir Dinge, die du gewinnbringend verkaufen kannst. So kannst aus alten Sachen ganz leicht bares Geld machen. Ich erinnere mich, dass ich auf einem Flohmarkt mal die Wahnsinnssumme von 700 EUR eingenommen habe. Sucht euch gut gehende Märkte, wählt den Standplatz clever aus, dekoriert euren Verkaufstresen und seit obermotiviert. Nehmt noch gute Freunde, Musik & gute Laune mit und die Sachen verkaufen sich fast ganz von alleine.

Mach Housesitting, Volunteering, Work´nTravel oder arbeite als AuPair

Es gibt jede Menge Möglichkeiten ein Land „günstiger“ kennezulernen und manchmal hilft dir auch Arbeit im Reiseland selbst dabei. Nämlich dann, wenn du in einem Volunteerprogramm teilnimmst, dich zum Housesitting verpflichtest oder als Erntehelfer anheuerst. Du bekommst die Unterkunft gestellt und oft auch das Essen bezahlt. Ein riesen Haufen Kohle, den du auf diese Art sparst. Wichtig ist hier, dich vorher genauestens über die angebotenen Projekte zu informieren. Wenn du den direkten Kontakt zu den Projekten findest, spart dich das jede Menge Kohle die sonst Vermittlungsagenturen einstecken. Als AuPairs sind diese aus Sicherheitgründen aber wohl unabdingbar.

Ich habe in Kapstadt damals für Amazon.de gearbeitet und hatte dadurch die Gelegenheit Südafrika wirklich hautnah zu entdecken. Um Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis mußte ich mir dadurch keine Gedanken machen. Und statt Geld für Urlaub auszugeben, habe ich sogar noch Geld verdient.

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Spiel Gewinnspiele

Unglaublich aber wahr ich hab schon 4 Traumreisen und unzählige Sachpreise gewonnen! 2x Südafrika, 1x Florida und eine Boat´n Bike Tour in Kroatien.  2x Einkaufsgutscheine von 500 & 1000 EUR, ein Smartphone, ein Mountainbike und jede Menge Kleinkram. Sachpreise kann man super zu Geld machen. Statt fernzusehen mache ich bei Gewinnspielen mit.

Beachtet hier nur, dass ihr euch eine Spam-eMail-Adresse zulegen solltet und nur bei vertrauenswürdigen Anbietern mitspielt. Ihr findet regelmäßig solche Gewinnspiele auf meiner Facebookseite. (Wer skeptisch ist, ob ich wirklich schon gewonnen habe, der sollte mal schauen, ob er mich im Video wiederfindet)Bildschirmfoto 2015-07-27 um 11.55.29

Fazit:

Wo ein Wille ist, da ist bekanntlich auch ein Weg. Leider fehlt den Meisten genau dieser Elan zur Umsetzung ihrer Pläne. Aber schau dir meine Fotos hier an. Sie sind alle in den letzten 5 Jahren entanden! Nicht weil ich reich bin und viel verdiene, sondern weil ich etwas getan habe, um meine Träume zu leben! Und mit ein paar kleinen Veränderung kannst du auch bald so viel unterwegs sein wie ich und deine Reiseträumen wahr werden lassen.

So und nun: #get up & safe money!

 

Teure Mietwagenfallen – so bleibst du davon verschont!

Teure Mietwagenfallen sind gar nicht so selten wie man denkt. Aber mit ein paar Tricks kann man sie wunderbar vermeiden. Hier mein Erfahrungsbericht aus hunderten Selbstversuchen:

Da stand ich nun. Wie ein hilfloses kleines Mädchen fühlte ich mich, am Schalter der Mietwagenstation in London. Gerade hatte man mir mitgeteilt, dass ich das von mir gemietete und für knapp eine Woche bezahlte Fahrzeug nicht bekomme. Also fiel mein Trip nach Loughborough flach, genauso wie die Überlandfahrt und der Ausflug meiner englischen Freundin. Auch wurde mir schlagartig klar, dass ich keine Ahnung hatte, wie ich jetzt zu ihr kommen soll. Ich saß gestrandet am Flughafen anstatt im Mietwagen in Richtung zu unserem Treffpunkt.Mietwagen LeniGrund für die Nichtherausgabe des Leihautos war, dass meine Kreditkarte nicht genügend Deckung hatte. Bei Mietwagenfirmen ist es üblich, dass eine Kaution verlangt wird. Die Summe dafür wird auf der Kreditkarte „reserviert“ und nur bei Schaden auch tatsächlich abgebucht. Trotzdem muß man den Betrag verfügbar haben. Und je nach Leihfirma schwankt diese Summe immens. Glücklich bei wem es nur 500 EUR sind. Ich hatte Pech und es waren 4.000 EUR.Bildschirmfoto 2015-08-17 um 14.33.25Da ich aus Sicherheitsgründen diese Kreditkarte & das Konto speziell zum Reisen benutze, hatte ich zwar das Budget für den Trip und eine angemessene Summe für die Kaution verfügbar, nicht aber diesen hohen Betrag. Ich bot an, das Geld am Bankautomaten mit einer anderen Karte zu ziehen und es in bar zu hinterlegen. Keine Chance. Mietwagenfirmen akzeptieren keine Barzahlung. Bildschirmfoto 2015-08-17 um 15.53.56Also telefonierte ich mit meiner Bank und bat um Überweisung auf mein Reisekonto. Dort klärte man mich dann auf, dass das zwar ginge, aber mir im Moment nicht helfe. Freitagabend angewiesen wäre das Geld nicht vor Montag, aber wohl eher erst am Dienstag verfügbar. Das half mir in der Tat nichts, denn Donnerstag sollte schon meine Rückreise sein. Also blieb mir nichts Anderes übrig, als auf das Auto zu verzichten und den Bus zu nehmen. Ich war sauber auf mich selbst. Ich hätte die Kautionssumme bei der Onlinebuchung nachlesen müssen, dann hätte ich dieses Problem nicht gehabt. So ärgerlich diese Geschichte war, ich hatte meinen Lektion gelernt.Bildschirmfoto 2015-08-13 um 17.31.11Ob ihr nun einen Kleinwagen auf Mallorca mietet oder einen Camper in Namibia, informiert euch vorab genauestens über die Kautionssumme und checkt euer Kreditlimit bei der Bank.

Achtet auf das Mindestalter (zB. 25 Jahre) zur Anmietung. Wer hier online zu schnell klickt, bekommt womöglich das Auto nicht, weil er zu jung ist

Mietet euer Fahrzeug nicht immer beim günstigesten Anbieter sondern beim Zuverlässigsten & dem mit den besten Versicherungskonditinen. Ist der Billigheimer pleite, dann ist auch euer Geld weg. Ist er nicht zuverlässig, ruiniet es euch womöglich den Urlaub.Mietwagen Honduras

Außerhalb der EU benötigt ihr einen Auslandsführerschein. Diesen erhaltet ihr bei der Führerscheinstelle. 15 EUR und 2 biometrische Paßbilder solltet ihr zur Beantragung dabei haben. Außerdem ist dieser nur 3 Jahre gültig. Schaut euch die Laufzeit vor Urlaubsantritt noch mal rechtzeitig an.

Habt immer den Auslandsfühererschein und euren original Führerschein dabei. Der Auslandsführerschein ist nur eine Übersetzung eurer eigentlichen Fahrlizens, deshalb muss immer Beides mitgeführt werden. Ohne das Original ist der Internationale schlicht ungültig. Ihr werdet das bezahlte Fahrzeug von der Mietwagenfirma nicht bekommen, wenn die Papiere nicht vollständig sind.
Bildschirmfoto 2015-08-17 um 14.44.26Zweite und noch bittere Lektion die ich im Umgang mit Mietwagenfirmen lernen mußte: Die Kaution ist weg, wenn Kratzer im Auto sind. Was auch völlig normal und nachvollziehbar ist. Nicht aber, wenn ich unschuldig an dem Schaden bin und der Vormieter der Verursacher war.

Ich hatte in der Hektik am Schalter das Formular mit den Beschädigungen gegengezeichnet im festen Glauben und Vertrauen, dass alles darin vermerkt sein würde. Bei Rückgabe dann das böse Erwachen. Schäden am Fahrzeug für die ich gerade stehen durfte, obwohl ich mir keinen Fahrfehler geleistet hatte. Bildschirmfoto 2015-08-17 um 17.12.52Seither unterschreibe ich den Schadensbericht nicht am Schalter, sondern erst nach „Bestandsaufnahme“ am Fahrzeug direkt. Das hat schon zu einigen hitzigen Diskussionen geführt, mir aber letztlich jedes Mal die Kaution gerettet.

In wirklich jedem Fall in dem ich ein Fahrzeug in den letzten 6 Jahren gemietet hatte, fand ich Beanstandungen, die nicht aufgelistet waren, wie Dellen, Kratzer, Beulen, Steinschläge oder fehlende Fußmatten im Innenraum. Für all diese Schäden oder Verluste hätte ich aufkommen müssen. Ich bin also sehr gründlich geworden, wenn es um die Begutachtung eines Fahrzeugszustandes bei der Anmietung geht. Und ich rede hier von ungefähr 20 Mietwagen. Bildschirmfoto 2015-07-30 um 12.41.03So checkt ihr das Auto richtig:

1.) Begutachet es Stück für Stück von oben nach unten. Laßt jede noch so kleine Beschädigung ins Protokoll eintragen. Ändert den Blickwinkel auf das Fahrzeug. Je nach Spiegelung werden noch Beulen sichtbar, die ihr davor nicht wahr genommen habt.

2.) Vergeßt dabei auch nicht die Felgen. Vom Parken zerkratzte Felgen werden euch in Rechnung gestellt, wenn ihr nicht nachweisen könnt, dass diese Beschädigungen nicht schon vor eurer Anmietung vorhanden waren.

3.) Überprüft bei der Gelegenheit gleich noch das Reifenprofil. Ein Polizist der euch wegen abgefahrenen Reifen anhält, interessiert es herzlich wenig, ob der Wagen gemietet ist. Ihr seit Fahrzeugführer, ihr müßt sicherstellen, dass es fahrtüchtig ist. Reklamiert das direkt vor Ort.

4.) Laßt Euch den Kofferraum öffnen. Gerade bei Mietwägen sind die Schwellen oft durch Koffer erheblich zerkratzt. Auch das wird von Mietern oft vergessen und später von der Leihfirma beanstandet.

5.) Befindet sich der Ersatzreifen, der Erste-Hilfe-Kasten und die Warnweste wie landestypisch vorgeschrieben im PKW? Nicht nur, dass ihr wieder Gefahr lauft, dass euch eine polizeiliche Anzeige droht, es kann euch auch im Nachgang als fehlend in Rechnung gestellt werden.

6.) Schaut aufs Dach! Hört sich unglaublich an, aber auch da gibt es Beulen von herabfallendem Obst, Ästen oder Hagelschlag.

7.) Vergeßt die Windschutzscheibe nicht. Auch wenn das Auto nicht gründlich gereinigt ist, solltet ihr genauestens auf Steinschläge achten. Setzt euch gegebenenfalls ins Auto für eine objektivere Begutachtung oder besteht auf Reinung des Fahrzeuges. Das ist euer gutes Recht!

8.) Werft einen Blick unters Fahrzeug. Ist ein Ölfleck auf dem Asphalt? Hängt der Auspuff komisch runter?

9.) Vergesst den Innenraum nicht. Fehlt der Zigarettenanzünder? Sind alle Fußmatten da? Gibt es Brandflecken von heißer Asche? Ist der Knopf am Radio abgebrochen? Alles Dinge die bei der Rückgabe auf euch zurück fallen.

10.) Dreht den Schlüssel rum und schaut euch die Benzinanzeige an. Wie voll ist der Tank wirklich und was ist im Protokoll angegeben?

11.) Macht, wenn es euch beruhigt, ruhig auch ein paar Fots vom Zustand des Wagens. Im Streitfall seid ihr damit auf der sicheren Seite.Bildschirmfoto 2015-08-12 um 16.47.59Laßt euch alles ins Protokoll schreiben. Jetzt mag die Vermietfirma noch beschwichtigen und es als Bagatelle hinstellen. Der Herr bei der Rückgabe sieht es vielleicht ganz anders und ihr seid eure Kaution los. Unterschreibt nur nach vollständiger Eintragung der Schäden in das Übergabeprotokoll! Laßt Euch auf keinen Fall am Schalter dazu drängen.

Ich weiß, es wird versucht einem die Unterschrift abzuringen. Und es ist Jedem erstmal unangenehm, auf die Bestandsaufnahme zu bestehen, aber 500-4.000 EUR an Kaution zu verlieren für einen Schaden, der nicht auf euer Konto geht, tut bedeutend mehr weh. Es ist euer gutes Recht, das Fahrzeug vor der Fahrt abnehmen zu lassen und darauf solltet ihr eisern pochen.

Gleiches gilt für die Rückgabe. Laßt das Fahrzeug kontrollieren und unterschreibt erst dann. Nur so seid ihr auf der sicheren Seite.

Mietwagen

Bevor ihr startet lasst euch alle Schalter zeigen und alles Nötige zum Fahrzeugtyp und der Anmietung erklären:

1.) Wo ist die Kofferaumklappe?

2.) Wie geht der Tankdeckel auf und was muss ich überhaupt tanken?

3.) Darf ich selbst mit dem Fahrzeug in eine Werkstatt oder gibt es von der Mietwagenfirma vorgeschriebene Werkstätten?

4.) Wo finde ich die Rufnummer & Papiere für Notfälle?

5.) Muss ein Unfall polizeilich aufgenommen werden, selbst wenn der Unfallverursacher mir schriftlich erkärt, dass er für den Schaden aufkommt?

6.) Fahrt ihr mit dem Fahrzeug über die Grenze? Uns sei es nur für einen kurzen Ausflug, dann stellt sicher, dass es versichert ist und ihr entsprechende Papiere (zB. grüner Schein) bei euch führt. Ihr könntet sonst jäh an der Grenze scheitern.10506950_563136353808728_8598983919379286442_oNoch eine Bitte: Wenn ihr auf eurer Tour feststellt, dass der Wagen dauerhaft nach links zieht, er komisch röhrt oder das Licht nicht richtig eingestellt ist, dann sagt das auch bei der Abgabe. Das hilft euch zwar nichts mehr, kann aber unter Umständen lebensrettend für den Nachmieter sein.

Uns ging es selbst schon so, dass wir eine Nachtfahrt hatten und unterwegs feststellen mußten, dass das Licht nur mit angezogenem Hebel funktionierte. Das war Niemandem vorher aufgefallen. 4 Stunden Nachtfahrt mit Hand am angezogenem Lichthebel oder komplett dunkel fahren macht definitiv keinen Spaß.IMG_8140In Urlaubslaune macht man sich meist wenig Gedanken um diese ganzen Kleinigkeiten. An der Tankstelle, bei einem Unfall oder bei Rückgabe kann es einen dann aber eiskalt erwischen. Nicht so, wenn man sich vorher die Zeit nimmt und alles prüft, abnimmt und protokolliert. 15 min. Zeit, die man für die Kontrolle investiert, sind aber allemal günstiger als tausende Euro, die ihr im Schadensfall auf den Tisch blättern müßt.

Druckt euch meine Checkliste aus, macht ein Häkchen dran und ihr habt gute Chancen auf eine angenehme, sicherere und schadensfreie Mietwagenreise. Hier gehts zur Checkliste!

In diesem Sinne: #get up & check!