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Südafrika Ι West Coast – Ein Schmeichler für die Seele

Auch nur ein Tag an der Westküste ist Augenpflege, Gaumenverwöhner und Seelenschmeichler pur. Denn wer hier her kommt, der findet keine Touristenmassen sondern beschauliche malerische Landschaften, Uhren die anders ticken, duftende Wildblüten, beschauliche Fischerdörfer und Sonnenuntergänge zum Träumen schön.image-2015-11-05(4)Parallel zum Meer führt die Straße von Kapstadt hinauf in Richtung Langebaan. Schon am Wegrand begegnet man den ersten Giraffen, Zebras und Elands. Die Landschaft ist leicht hügelich und bedeckt mit Fynbos Vegetation, die so typisch für die Kapregion ist. image-2015-11-05(10)Die erste Station ist der West Coast National Park. Jedes Jahr zum Ende des südafrikanischen Winters locken hier ganze Blütenmeere die Menschen in diesen Park, aber nicht nur zur Wildblütezeit ist er ein lohnendes Ausflugsziel. Bildschirmfoto 2015-08-05 um 16.49.48Sanft eingebettet in die Landschaft erstreckt sich in ihm eine Lagune in dessen warmen Wasser Flamingos stolzieren, auf seinen Wiesen grasen Antilopen und an der Küste überwintern tausende Zugvögel, lassen sich Wale und Delfine beobachten.image-2015-11-05(11)Die Langebaan Lagune ist mit ihrer paradiesischen Lage, mit azurblauem, warmen Wasser Verlockung pur. Wer hier verweilt kann nicht nur die zahlreichen Vögel beobachten, nein er findet auch ideale Vorraussetzungen zum Schwimmen, Paddeln und für Bootsausflüge. Ja sogar Hausboote bieten sich an, hier die Tage zu verbringen, abzuschalten und um all die Schönheit dieses Flecken Erde entdecken zu können.image-2015-11-05(15)Langebaan selbst ist ein ruhiger Ferienort, dessen Charme und Anziehung untrennbar mit seiner Lagune verbunden ist. Hier werden Segel gesetzt, Angelrouten ausgeworfen, Sandburgen gebaut. Hier tummeln sich im flachen Wasser die Kiter und Surfer, hier startet man auf die vorgelagerten Inseln zur Vogelbeobachtung.ParadeUnd in Langebaan genießt man über Stunden was das Meer zu bieten hat. Man trifft sich am Ortsrand im „Strandlooper“ Seafoodrestaurant mit seinen Lieben, trinkt Wein, lauscht den Wellen, schaut den Köchen zu, speist appetitlich und läßt die Gedanken driften in einer Umgebung wie sie schöner und phantasieanregender gar nicht sein kann.image-2015-11-05(13)Wer griechischen Touch und kleine Häfen mag, der kommt im Club Mykonos auf seine Kosten. Eine Ferienanlage die den Charme Griechenlands nach Südafrika getragen hat, mit Windmühlen, Eseln und den ach so schönen weißen Gebäuden. Der Club und seine Annehmlichkeiten ist auch für Tagesgäste zugänglich, die hier gerne in den Pool springen, das von wild tosendem Wasser umspülte Gebäude im Bild festhalten, mit Jetski´s starten oder den zauberhaften kleinen Hafen erkunden.image-2015-11-05(14)Geschäftiger geht es da schon am Hafen von Saldhana Bay zu. Er ist Südafrikas größter natürlicher Ankerplatz und Hafen mit dem tiefsten Wasser nordwestlich von Kapstadt. Große Schiffe, bärtige Männer und Fischernetze sind hier zu bestaunen. Schiff, HafenUnd dann ist da noch die Perle unter den Ortschaften an der Westküste. Der kleine Ort „Paternoster“ ist ein verträumtes Fischerdörfchen und der wohl perfekteste Ort um die Vorzüge der Westküste so richtig auskosten zu können. Er ist authentisch und das macht ihn so beliebt. PaternosterMalerische weiße Häuschen, eine herrliche Bucht die zu Strandspaziergängen einlädt und dazu Fischerdorf-Idylle, himmlische Ruhe und tiefenentspannte Menschen. Paternoster HausPaternoster ist ein beliebtes Ausflugsziel betuchter Kapstäder, die es am Wochenende hier raus zieht um Abgeschiedenheit, Ruhe und Erholung zu finden. Paternoster RestaurantIn seiner Freizeit schaut man hier den Fischern beim Einbringen der Netze zu, vertritt sich die Füße am kilometerlangen, weißen Sandstrand, bummelt durch unzählige Galerien, schlemmt in einem der Restaurants am Meer oder läßt sich durch allerlei Seemannsgarn unterhalten. PaternosterVerwöhnt wird man eigentlich überall an der Westküste mit fangfrischem Fisch, dem beliebten West Coast Lobster (Hummer) und Meeresfrüchten. Bis rauf nach Lamberts Bay findet man immer wieder herrliche Plätze zum Schlemmen. Eines meiner Lieblinge ist das Muisbosskerm Restaurant an der R365 vor den Toren der Stadt.Lobster, Fischer, PaternosterUnd auch Cape-Columbine-Leuchtturm ist einen Besuch wert. Als einer der letzten in dieser Art gebauten Leuchttürme ist er noch heute in Betrieb und das erste südafrikanische Leuchtfeuer das Schiffe aus Europa sehen. Er steht für Besichtigungen offen und man kann sogar hier übernachten. LeuchtturmWer es wild romantisch mag, der findet seinen Platz an einem der unzählingen Campingplätze entlang der Küste. Campingausflüge sind sehr beliebt in Südafrika und man hat hier beste Chancen mit Einheimischen in Kontakt zu kommen, gemeinsam zu braaien und den Sonnenuntergang zu genießen.Camping Und so hoffe ich dich mit meinen Bildern und Geschichten auch an die Westküste zu locken und glaub mir, das ist noch längst nicht alles was sie zu bieten hat. Auch solltest du gleich noch einen Abstecher in die Cederberge machen, denn auch hier findest du wieder eine ganz neue Seite Südafrikas. Neugierig geworden? Dann klicke auf den LINK.

Namibia Ι Überlebenskampf in der Trockenheit – Das tierische Schauspiel am Wasserloch

Wasser ist Leben und gerade in Afrika wird einem dies sehr deutlich vor Augen geführt. Ausgetrocknete Flussläufe, magere Tiere, staubige Straßen und laublose Bäume sind Symbole von Trockenheit und Dürre. Ein feuchtigkeitsspendendes Wasserloch ist dann nicht nur eine Oase des Lebens, sondern wird auch zum Pilgerort & Stelldichein von wilden Tieren und somit ein Highlight für Beobachter und Fotografen.image-2015-10-18(6)Wir sind gegen Ende der Trockenzeit nach Namibia gereist und erleben ein Land, was unter Dürre leidet und auf erlösenden Regen hofft. Gleichzeitig bietet sich uns aber auch die Möglichkeit genau dadurch dem ganzen Spektrum des Artenreichtums des Landes zu begegnen. Nämlich genau da wo sich nun alles trifft: An den wenig verbliebenen Wasserlöchern hoffen wir auf wunderbare Tierbegegnungen und einzigartige Fotomotive.image-2015-10-18(2)Nicht immer sind diese Wasserlöcher natürlichen Ursprungs, oft hilft der Mensch nach und hat diese Quellen künstlich geschaffen, um etwa den Bewohnern eines Parks das Überleben zu sichern und Beobachtungspunkte für die zahlreichen Touristen zu schaffen. Wie etwa im Etosha National Park, der wie das gesamte Land nach Regen ächzt und auf erfrischende Abkühlung hofft.image-2015-10-18Doch keine Wolke lässt sich von uns am makellos blauen Himmel ausmachen und die Hitze lässt die Landschaft flimmern und die Tiere weiter leiden. Träge trotten sie durch die ausgedörrte Landschaft, durch die endlos scheinende Salzpfanne und durch die staubigen Überreste der Wasserläufe. image-2015-10-18(11)Kein Fluss führt hier mehr Wasser und auch was uns in der Ferne wie ein Ozean vorkommt, ist nur mehr eine optische Täuschung. Lebensspendende Feuchtigkeit gibt es nur noch an entlegenen, vereinzelten Plätzen und ihr Aufsuchen ist ein Risiko für die Tiere. Denn auch die Jäger der Savanne finden sich dort zum Trinken und Jagen ein.image-2015-10-18(8)In langsamem Schritttempo nähert sich unser Fahrzeug dem Wasserloch. Aussteigen ist strengstens verboten in Nationalparks und so reihen wir uns in die Schlange der Beobachter ein, die vom Fahrzeug aus mit Ferngläsern und Teleobjektiven auf die Sichtung von Großwild warten. image-2015-10-18(7)Aber warten muss hier eigentlich Niemand. Einem Pilgerort gleich ist der Aufmarsch der Tiere, die hier auf ihre Chance hoffen, ihren brennenden Durst zu stillen.

Ich greife zur Kamera und verfolge die Wanderung durch meine Linse. Zebras, Kudus, Elands, Gnus & Strauße durchschreiten meinen Blickwinkel. Angespannt ist dabei ihre Körperhaltung. Immer wieder drehen sich die Tiere um, spähen die Umgebung aus und selbst beim Trinken scheinen sie sich nicht zu entspannen.image-2015-10-18(1)Auch ich suche die Gegend nach Löwen, Leoparden und Hyänen ab, kann aber keine Bedrohung für die Tiere ausmachen. Das Stelldichein geht derweil munter weiter. Ein Tier nach dem Anderen findet sich an der Quelle ein, bückt sich, trinkt, horcht auf, beobachtet und trinkt erneut bevor es den Rückzug antritt. Alles geht sehr geordnet und ohne Rangeleien von Statten, fast so als gäbe es einen festen Trinkplan. Aber das ist nicht überall so.image-2015-10-18(9)Denn als wir am Abend das Wasserloch am Halali Camp aufsuchen werden wir Zeuge von einer wilden Auseinandersetzung von sonst so trägen Nashörnern. Tagsüber hatten wir sie noch friedlich schlummernd unterm schattenspendenden Baum erlebt und jetzt rennen diese Tiere wutschnaubend aufeinander zu und rammen sich ihre Hörner entgegen. image-2015-10-18(10)Die Sonne ist längst untergegangen und selbst jetzt wird noch erbittert weiter gekämpft.Gewinner ist das dritte Tier im Bunde, was abseits der Auseinandersetzung seine Chance nutzt und sich im Wasserloch Abkühlung verschafft. Was für ein Schauspiel! Streiten sich Zwei, freut sich der Dritte – das gilt wohl auch in der Natur.

Und so erleben wir den täglichen Kampf ums Überleben aus ganz verschiedenen Sichtwinkeln und Perspektiven. Auch uns durstet es uns nun nach Abkühlung als wir am späten Abend die Quelle verlassen um uns ganz ohne Angst oder Revierkämpfe unser Wasser auf dem Zeltplatz zu genießen.image-2015-10-18(4)

Zebras, Sprinboecke, Elands und man selbst mittendrin!

Bildschirmfoto 2015-08-03 um 15.03.32Getrieben von Neugier saß ich auf dem Rad in Richtung Melkbosstrand. Mein Kumpel hatte mir einen Tipp gegeben, dass es hier direkt in Kapstadt, Zebras, Springböcke und anderes Großwild zu beobachten gibt. Ich hatte mich also auf den Weg zur Koeberg Power Station und dem angeschlossenem Naturreservat gemacht, in der Hoffnung all die Tiere zu sehen, wegen denen ich nach Afrika gekommen war.
Bildschirmfoto 2015-08-03 um 14.59.44Von Blouberg aus, ging es am Meer entlang bis zum Koeberg Power Station. Nachdem ich die Sicherheitskontrolle passiert hatte (sehr spannend bei einem Atomkraftwerk!) war ich doch reichlich gespannt, was ich erleben werde. Ich bin also erstmal drauf los geradelt, um dann direkt an einem großen Feld stehen zu bleiben. Grasende Springböcke, herumtobende Zebras und eine große Herde Elands. Die ich auf Grund fehlender Kenntnis zunächst für Kudus hielt.Bildschirmfoto 2015-08-03 um 14.58.59Ich parke also mein Rad, schnapp mir meine Kamera und pirsche mich an.

Allerdings habe ich auch da noch keine Erfahrungswerte und werde direkt erspäht und mißtrauisch beobachtet. Ich lasse meinen Rücksack liegen und laufe vorsichtig weiter. Die Elands werden nervös. Bauen sich in 5er Reihe auf. Hörner in Angriffsposition. In mir entwickelt sich der Gedanke lieber etwas mehr Abstand zu halten – die Tiere haben eine beeindruckende Größe und Stärke.

Bildschirmfoto 2015-08-03 um 14.59.21In sicherem Abstand, aber trotzdem noch mit idealer Fotodistanz lasse ich mich im Gras nieder. Mein Fotografenherz hat nämlich Feuer gefangen und will unbedingt ein paar tolle Schnappschüsse. Weiterhin unter den kontrollierenden Augen aller versammelter Herden, versinke ich hinter der Kamera. Ich bin mir nicht sicher, obs am schwarz/weißen Helm lag oder ob Zebras einfach nur neugierig sind, aber die ganze Herde nähert sich mir. Bildschirmfoto 2015-08-03 um 14.58.36Mißtrauisch werde ich umkreist und beeugt. Bis auf 3m kommen die Tiere an mich heran. Ich bin so nervös und aufgeregt, dass ich es kaum schaffe den Fotoapperat zu halten. Einfach mal den Moment genießen. Auge in Auge mit einem Zebra. Ich könnte ausflippen vor Glück! Jetzt werden auch die Elands neugierig. Die gesamte Herde von ungefähr 30 Weibchen und einem Bullen setzt sich in Bewegung und zwar auf mich zu! Mir fällt wieder das youtube-Video „Kudu vs. Mountainbiker“ ein, worin der Radfahrer nieder gerannt wird.

Bildschirmfoto 2015-08-03 um 15.00.06 Ich überlege wegzulaufen. Traue mich aber nicht und sitze da wie versteinert. Weglaufen, heißt es immer in Naturdokus, ist ein Zeichen von Schwäche und man wird wohl erst Recht attaktiert. In der Gruppe bewegt sich auch der Bulle auf mich zu. Ein riesiger Bulle und man spürt seine Dominanz. Bis auf 15m kommen die Tiere an mich heran. Mein Herz flattert. Bildschirmfoto 2015-08-03 um 15.00.21Aber die Haltung der Elands entspannt sich zusehends und auch die Zebras trollen sich lustig vor meiner Nase rum. Auch ich entkrampfe langsam wieder und mache mutig ein paar Bilder. Völlig überwältigt von diesem Erlebnis. Das wollte ich in Africa erleben. In der Mitte einer Herde sitzen und fotografieren. Das ist es, warum ich nach Kapstadt gegangen bin. Das ist so unglaublich schön! Bildschirmfoto 2015-08-03 um 15.00.45Mein Wildnis-Erlebnis wird jäh unterbrochen, als ein Parkwächter sich mit seinem Wagen nähert und mich zurück pfeift. Er bittet mich höflich etwas mehr Abstand zu halten, da Elands „very, very dangerous“ sind. Das sie sich mir genähert haben, erwähne ich in diesem Gespräch lieger nicht. Ich laufe zu meinem Rücksack zurück, der gerade von einem Zebra beäugt wird. Ich frag mich, ob es wie bei Baboons vorkommt, dass die Tiere sich den schnappen und abhauen. Hab da schon die erstaunlichsten Geschichten gehört. Kurz davor, meinen Rücksack anzuknabbern, weicht das Zebra dann doch zurück, ich schnapp mir meine Sachen und trotte zum Rad zurück.

Bildschirmfoto 2015-08-03 um 15.01.29Was für ein tolles Erlebnis. Ich bin überwältigt! Und wenn ihr in Südafrika keine Zeit für eine Safari habt, aber auf Wildtiere nicht verzichten möchtet, dann ist das euer Place to be! Denn hier hat man die Chance, Zebras, Springböcken und Co. ganz nah zu sein.

Bildschirmfoto 2015-08-03 um 14.59.33Das Nature Reserve des Koeberg Nuclear Power Station ist ungefähr 30 km von Kapstadts Innenstadt entfernt. Es befindet sich an der Westküste noch hinter Melkbosstrand. Das Gelände ist etwa 3.000 ha groß und für die Öffentlichkeit zugänglich. Allerdings muss man sich ausweisen können. Fahrräder sind erlaubt. Man kann wunderbar Mountain Biken, Wandern (Dikkop Trail) oder die Tiere beobachten. Es gibt Spingböcke, Zebras, Elands, Strauße und hunderte Vögel. Achtsam sollte man sein und festes Schuhwerk tragen, da es auch Schlangen wie die Cape Cobra gibt. Weitere Infos im Link.

Bildschirmfoto 2015-08-03 um 15.01.06

 

Diaz Beach in Kapstadt − Einer der faszinierendsten Strände der Welt.

Diaz Beach hat es als einer der landschaftlich atemberaubendsten Strände Kapstadts zu Weltruhm geschafft. Und auch mich fasziniert er immer wieder auf´s Neue. Er ist dramatisch eingebettet in Felsen, umspült von wild tosendem Atlantik, dessen Wasser türkisblau erstrahlt und wirklich jeden in seinen Bann zieht. Weiterlesen