Township-Tour – ja oder nein? Der schmale Grat zwischen Touristenbespaßung & Verständnis der Kulturen

Immer wieder werde ich gefragt: „Hey Marlene Du hast doch in Südafrika gewohnt, würdest du mir dort eine Township-Tour empfehlen – ja oder nein?“ Ich bin bei dieser Frage immer hin und her gerissen, denn die Erfahrung die ich machen musste, war absolut keine Gute. Aber so muss es ja nicht immer laufen und es gibt durchaus Touren, bei denen sich die Anbieter ihrer Verantwortung bewusst sind und diese auch Ernst nehmen. Und genau deshalb möchte ich dir heute meine Geschichte erzählen aber auch ein vorbildliches Beispiel zeigen. Ich möchte, dass du nach dem Lesen selbst weißt, worauf du bei der Buchung achten solltest und dich in die Lage versetzen, dich richtig, sicher und respektvoll bei einer Townshiptour zu bewegen – so du dich dafür entscheidest.

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Meine Erfahrung

Meine erste Township-Tour habe ich in Johannesburg gemacht, zwei Jahre nachdem ich Südafrika nach meiner Auswanderung schon wieder verlassen hatte. Ich kannte also das Land und seine Probleme. Doch bisher hatte ich immer Bedenken, so eine Art „Sighseeing“ zu machen. Ich fand es irgendwie moralisch verwerflich. In den Jahren zurück in Deutschland hatte ich dann viel darüber gelesen und auch wie wertvoll solche Touren zum gegenseitigen Verständnis sind. Jetzt war ich als Tourist zurück in Südafrika und fühlte mich bereit für eine Township-Tour und etwas dazu zu lernen.

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Johannesburg gilbt als das wirtschaftliches Zentrum ganz Afrikas und gleichzeitig als einer der härtesten sozialen Brennpunkte des Landes. Hier kämpfen die einen um Millionen und die Anderen, ums nackte Überleben und das bekam auch ich zu Gesicht.

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Meine Tour war als Sightseeingtour der ganzen Stadt geplant, um genau diese Unterschiede auch aufgezeigt zu bekommen. Meine Freundin Anke und ich hatten eine private Tour geplant mit einer farbigen Dame als Tourguide. Weil es uns wichtig war, die Stadt nicht aus einer „weißen“ Perspektive erklärt zu bekommen, sondern aus ihrer Sicht. Wir starteten in einer der wohlhabenden Gegenden Johannesburgs. Und dann stand ich zunächst vor den höchsten Zäunen, die ich um Wohnhäuser je gesehen hatte. Um genau zu sein, waren es gar keine Zäune, sondern Mauern aus Stein, die höher waren als die unserer Burgen, Schlösser oder Gefängnisse. Das allein schockierte mich schon. Wie reich mussten Menschen sein, um solche Mauern um ihre Paläste zu bauen?

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Doch meine Erschrockenheit ging noch weiter, als ich mich, keine zwei Kilometer weiter, dem schlimmsten Township gegenüber sah, den ich bis dato in Südafrika erlebt hatte. Und ich maße mir an, so Einiges in meinen anderthalb Jahren vor Ort, gesehen zu haben. Doch das Elend hier schien mir noch immens größer und erschütterte mich zutiefst. Immerhin hier stoppten wir nicht, sondern fuhren zu einer etwas besseren Gegend weiter. Hier waren es einfache Häuser die uns erwarteten und keine Blechhütten mehr. Wir stoppten vor einem bunten Haus, stiegen aus und folgten unserem Guide ins Innere des kleinen Hauses. Uns erwartete ein dunkles Zimmer, was extrem beengt wirkte und voll gestopft war mit Bett für die ganze Familie, Kühlschrank, Tisch und Regalen. Eine nette Frau mit Kindern neben sich und auf dem Arm erwartete uns. Wir wurden einander vorgestellt, es wurde uns schnell erklärt, wie die Lebensumstände der Familie sind und dann durften wir ihnen noch Geld in die Hände drücken und ein Erinnerungsfoto machen.

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Nach Verlassen des Hauses fühlte ich mich einfach hundsmiserabel. Ich stellte mir vor, wie es für diese Frau eben gewesen sein musste. Da kommt Jemand in ihr Heim, bestaunt die ärmlichen Umstände, drückt Geld gegen das Elend ab und geht wieder. Wie würde ich mich denn fühlen, wenn ich Besuch einer reichen Oligarchenfamilie bekäme? Wenn sie sich ein Bild über meine – in ihren Augen – schäbigen Wohnumstände machen und mir dann einen Almosen da lassen würden? Bisher hatte ich nur Gutes über Township-Touren gelesen, aber das was ich hier gerade erlebt hatte, fühlte sich einfach nur falsch an. Wie sollte dieses Treffen denn zum gegenseitigen Verständnis beitragen? Ich hatte eigentlich nur verstanden, wie unwohl sich Jemand bei so einer Schau fühlen musste. Mein Gedanken-Karussel drehte sich den Rest des Tages: Laufen Township-Touren immer nach diesem Schema ab oder hatten nur wir einen schlechten Guide erwischt? Sollten wir nicht eigentlich etwas lernen?

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Ein Erlebnis, was mich nicht losgelassen hat

Ich grübelte noch Jahre später und wollte dieses für mich negative Erlebnis, auch nicht so stehen lassen. Letztlich bin ich in meinem Bekannten-Netzwerk auf Joe gestoßen. Ein Deutscher der seit vielen Jahren in Südafrika lebt, ein Gästehaus betreibt und auch Township-Touren anbietet. Warum er sagt, dass Township-Touren wichtig und richtig sind; warum sie, richtig durchgeführt, einen Mehrwert für beide Seiten sind, verrate ich euch im Interview mit ihm:

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Im Interview mit Tourguide Joe

Lieber Joe, erzähl doch mal kurz von dir und deinem ersten Besuch in einem Township.

Was war deine Intension Township-Touren auch für deine Gäste anzubieten und seit wann machst du das?

Ich nenne es ungerne eine „Tour“, sondern eher eine Begegnung. Mit Menschen aus Kayamandi, dem zweitältesten Township von Südafrika, habe ich seit 3 Jahren Kontakt, der immer intensiver wird. In vielen Gesprächen habe ich erkannt, dass die Menschen nur materiell ärmer sind, aber häufig reicher an Lebensfreude. Ich habe viel gelernt von Vorurteilen. Denn in manchen Baracken wohnen wohlhabende Menschen zum Beispiel aus dem Estern Cape, die einfach nur kein Geld für ihre Unterkunft verschwenden und lieber so viel als möglich von ihrem Lohn nach Hause schicken, wo sie durchaus sehr schöne Häuser und neuwertige Autos haben.

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Ebenso habe ich verstanden, dass man sich auf Touristen freut und sich gerne austauscht, von Gästen lernen und erfahren möchte, wie diese leben. Manche Gegenstände, die man an der Waterfront findet, werden in einem Township hergestellt. Da kann man also direkt vom Künstler kaufen und bei ihr/ ihm bleibt mehr Geld übrig, denn sonst muss noch Kommissionen gezahlt werden an die Geschäfte. Vor allem aber freut man sich über den Respekt, den man ihnen mit einem Besuch zeigt. Viele fragen sich, warum auch die Touristen sie meiden. Seit einem Jahr organisiere ich nun solche Begegnungen regelmäßig.

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Was machst du anders als andere Anbieter? Worauf achtest du? Was ist dir wichtig bei deiner Organisation?

Zum Glück ist es für mich kein Lebensunterhalt. Ich verstehe bis zu einem gewissen Grad, dass professionelle Tour Anbieter kommerziell denken müssen. Bei mir gibt es keine gestellten Szenen, keine falsche Folklore, und ich bekomme nirgendwo Provisionen, wenn ich Gästen Geschäfte zeige oder Leistungen vermittle, wie z. B. ein Abendessen bei einer älteren Dame. Mir ist die Authentizität wichtig. Der Gast soll selbst spüren, dass hier nichts abgespult wird.

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Häufig bin ich mit einem Sozialarbeiter einer NGO (Nicht-Regierungs-Organisation) unterwegs. Die Route besprechen wir mit den Gästen. Was wollen die Gäste sehen, verstehen, erleben? Die Gäste müssen sich immer wohl und sicher fühlen. Wenn man sieht, dass die Eindrücke zu negativ sind, kann man spontan die Richtung wechseln und auch zeigen, dass in Townships richtig schicke Häuser stehen können und Anwälte, Ärzte usw. leben. Das Township ist ein Mikrokosmos!

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Worauf sollte man achten, bei der Buchung einer Township-Tour?

Die Teilnehmerzahl sollte so klein wie möglich sein. Ideal sind für mich bis 10 Personen. Was steht im Focus der Tour? NGO’s, Kindergärten und Schulen oder Geschäfte besuchen? Aufpassen, wenn die Tour zu einer „Kaffeefahrt mit Heizdeckenverkauf“ wird, will sagen, wenn man von Geschäft zu Geschäft gekarrt wird, um möglichst überall Geld zu lassen. Häufig bekommen die Veranstalter dann Provisionen.

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Was hälst du davon ein Township mit dem Rad oder gar Segway zu erkunden?

Mit dem 50-Sitzer-Bus durch ein Township ist schon eine Invasion, das geht für mich gar nicht. Mit dem Segway durch das Township? Um Himmels Willen, das ist an Respektlosigkeit nicht zu überbieten und niemand muss sich über Unmut wundern, wenn man so offenkundig den Reichtum zur Schau stellt. Selbst Fahrrad fahren kann grenzwertig sein. Viele Menschen können sich nicht einmal ein Fahrrad leisten. Zudem erinnern Fahrradfahrer symbolisch an Reiter, bzw. Krieger. Zudem sitzt man automatisch höher und „hebt sich ab“, ob man es nun so beabsichtigt oder nicht. Über solche Symbole machen sich leider wenige Menschen Gedanken. Für mich ist nur akzeptabel zu Fuß zu gehen und sich damit auf die gleiche Stufe zu stellen mit den Einwohnern, aus Respekt und Demut.

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Wie sollte man sich kleiden?

Niemand muss in Sack und Asche gehen, auch im Township kleidet man sich schön. Übliche Kleidung ist also völlig in Ordnung. Aber auf Schmuck und teure Uhren sowie Edel-Smartphones sollte man besser verzichten. Auch Nobel-Labels müssen nicht unbedingt sein. Man weiß ja, wohin man geht und muss nicht unnötig provozieren.

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Was hältst du von Mitbringsel für die Kinder? Süßigkeiten oder kleine Spielsachen etwa.

Auf jeden Fall, Vielleicht nicht unbedingt zu viele Süßigkeiten. Häufig steht es mit der Zahngesundheit ohnehin schon nicht so gut. Aber Mal- und Bastelsachen, Stifte, Hefte und Spielsachen sind immer willkommen. Jedoch würde ich vorab fragen, wo man die Sachen abgeben kann und nicht selbst verteilen. Es gibt genügend Einrichtungen, die sich um eine sorgfältige Verteilung kümmern. Es kränkt die Eltern, wenn man Kindern auf der Straße einfach etwas verteilt. Es bricht ihnen das Herz, wenn sich die Kinder wildfremden Menschen an den Hals werfen und die Eltern können sich solche Dinge nicht leisten. Außerdem will man Kinder dazu erziehen, nicht zu betteln, sondern die Schule zu besuchen und eine ordentliche Ausbildung zu machen. Mit der eigenen Spendenverteilung erzieht man die Kinder aber zu Bettlern.

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Sind Kameras erlaubt und was empfiehlst du im Umgang mit Fotografie von Personen?

Hier bitte ich die Gäste immer, auf große Kameras zu verzichten und lieber Kleinbildkameras oder das Handy zu verwenden. Sofern man Personen fotografiert, sollte man die Bilder niemals veröffentlichen, schon aus juristischen, aber auch aus Gründen des Respekts. Unabhängig davon sollte man immer vorher fragen, sei es den Tourguide oder die Personen selbst. Häufig wird man sogar dazu eingeladen, Fotos zu machen. Alles aber bitte mit Respekt und Zurückhaltung und nicht, wie man es von asiatischen Touristen kennt.

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Wie sicher ist eine Township-Tour?

Verantwortungsvolle Anbieter arbeiten immer mit Menschen vor Ort zusammen, die im Township bekannt und in der Regel auch akzeptiert sind. Dies erhöht die Sicherheit ungemein. Je kleiner ein Township, desto sicherer in der Regel. Einer der vielen Gründe, weshalb ich in Kayamandi die Begegnungen organisiere.

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Ab welchem Alter ist eine Township-Tour für Kinder bzw. Jugendliche empfehlenswert?

Das hängt sehr von dem Bildungshintergrund und Vorbereitung der Eltern ab. Es kann aber für Kinder unter 10 Jahren auch emotional belastend werden. Hier ist der Tour Anbieter gefragt, die Strecken so zu wählen, dass zwar nichts zu kurz kommt, aber die Extreme kann man auslassen, um so auch für kleinere Kinder das Erlebnis angenehm zu gestalten.

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Gibt man Geld und wenn ja, wem?
Sehr häufig gebe ich von meinem Tourpreis selbst Geld an die NGO’s weiter. Natürlich darf jeder gerne noch selbst Spenden geben. Auch hier empfiehlt es sich, dies den NGO’s zu geben, damit die ihre wertvolle Arbeit damit fortführen können. Einzelpersonen bitte niemals direkt Geld geben.

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Was möchtest du Interessierten noch ans Herz legen?

Wer unbedingt ein Bild mit einem schwarzen Kind auf dem Arm braucht, das vor Freude über ein Bonbon strahlt, wäre zumindest bei mir falsch. Die Kinder freuen sich ohnehin über unseren Besuch. Weder führen wir uns als Wohltäter auf, noch müssen wir Scham haben vor dem Elend, das man auch zu sehen bekommt. Unsere Urgroßeltern wohnten mitunter in ähnlichen Verhältnissen!

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Die Besuche im Township dienen dem Verständnis der Menschen füreinander, fördert den Respekt und die gegenseitige Anerkennung. Es ist ein klein wenig auch eine Völkerverständigung und Abbau von Vorurteilen auf beiden Seiten. Ein kleiner Schritt in Richtung Regenbogen-Nation. Kürzlich stand ein Mann mitten auf der Straße und sagte uns mit feuchten Augen, dass er sehr stolz darauf ist, dass wir das Township besuchen. Voller Stolz wiederholte er die drei Worte Deutsch, die er kannte und wünschte uns einen schönen Tag. Eine solche Begegnung wünsche ich jedem Tourist!

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Lieber Joe, ganz herzlichen Dank für deine Sicht, Tipps und Erfahrungswerte. Ich denke, dass hilft weiter keine so negative Erfahrung zu machen, wie ich sie erlebt habe.

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Fazit Township-Touren:

Township-Touren sind wichtig, denn sie tragen in der Tat zum Gegenseitigen Verständnis bei und sind damit ein wertvoller Schritt zur Überwindung von Mauern. Denen in unserem Kopf, aber auch den realen im Leben der Menschen. Wenn du dich dazu entschließt eine Tour zu „wagen“, dann hoffe ich, du erinnerst dich an unsere Tipps und nimmst dir zu Herzen, was man im gegenseitigen Umgang beachten sollte. Ich wünsche dir eine spannende Zeit und hoffe du siehst, dass es überall auf der Welt Menschen gibt die nur friedlich leben wollen.

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PS: Wer eine besondere Begegnung mit Joe in einem Township machen möchte oder einen zuverlässigen Partner für Spenden für die Kinder sucht, der kann gerne direkt über die Seite FB-Seite mit ihm Kontakt aufnehmen. Nutze dafür den LINK.

 

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10 Kommentare
  1. Sam
    Sam says:

    Ich finde super wie du deine erste Townshiptour beschreibst. Bei meiner aller ersten Townshiptour, als ich meine Frau die im Township Langa aufgewachsen ist, noch nicht kannte, hatte ich auch das selbe Gefühl und leider auch eine „sau“ schlechte Tour gebucht.. „Kaffefahrt“ bringt es auf den Punkt.

    Jetzt wo ich weis wie es wirklich ist im Township Langa zu leben, da ich seid 5 Jahren selber hier lebe, komm ich mir wie ein Clown vor, wenn ich daran zurück denke..

    Das Echte leben im Township ist oft mit viel Lebensfreude verbunden wie du es in deinem Artikel genau richtig ausdrückst.

    Wenn man solche Touren bucht wie du sie mit Joe gemacht hast, dann trägt man zu einer positiven Veränderung bei. Denn der Tourismus ist für ein Township eine grosse Chance, sofern der Tourismus richtig eingesetzt wird.

    Antworten
    • Marlene
      Marlene says:

      Hallo Sam,

      danke für Deine Nachricht hier. Ich finde es bewundernswert, dass du den Schritt gewagt und dein Leben mit deiner Frau in Langa teilst. Auch freut es mich das du mir deine Gedanken hier gelassen hast und ich mich darin auch wiedergefunden habe. Ich hoffe mein Beitrag ist ein kleiner Beitrag für einen Wandel.

      Ich wünsche euch von Herzen alles Gute!

      Eure Marlene

      Antworten
  2. Gabriele Mark
    Gabriele Mark says:

    Ganz toller Bericht! Ich war in Kapstadt im township Langa und Kaylitsha. War eine sehr gute Tour mit einem Bewohner von Langa. Wir waren nur zu dritt und haben viel erklärt bekommen. Im Kindergarten haben wir mit den Kinder gespielt und einem Geldbetrag der Kindergärtnerin gegeben. Habe auch ein typisches township Kunstwerk von einer Bewohnerin gekauft. In Kaylitsha waren wir im Philani Zentrum für Mütter. Dort werde Stoffe bedruckt und verarbeitet. Waren ganz tolle Sachen dabei und ich konnte mich mit Mitbringsel für zu Hause eindecken. Hat sich wirklich gelohnt.

    Antworten
    • Marlene
      Marlene says:

      Hallo Gabriele,

      danke für dein Lob! Es bedeutet mir wirklich viel, wenn sich Jemand in Zeit nimmt, mir eine Rückmeldung zu geben. Ganz besonders, wenn diese so ausführlich und schön beschrieben ist, wie von dir! Es freut mich, dass du ein so wertvolles Erlebnis hattest und dir ein Township-Besuch wirklich war gebracht hat – und natürlich auch den Menschen vor Ort. Danke fürs Teilhabenlassen!

      Herzliche Grüße Marlene

      Antworten
  3. simone.stokklauser@googlemail.com
    simone.stokklauser@googlemail.com says:

    Super Beitrag! Ich hab es genau so erlebt. Vor 2 Jahren hatte ich eine Township tour gemacht und ich habe mich die ganze Zeit sehr unwohl dabei gefühlt, anzuschauen wie arm die Leute dort teilweise sind! Nun war ich vor kurzem wieder in Kapstadt und hatte ebenfalls mit Joe das Kayamandi. Diesmal war es etwas total anderes, den Menschen mit Respekt zu begegnen. Ich habe mich die ganze Zeit sehr wohl gefühlt! Das absolute Highlight war der Besuch in einem Musical dort, es gab leckeres Essen und die Stimmung war einfach unbeschreiblich!! Kann ich mit bestem Gewissen jedem weiterempfehlen!! 🙂

    Antworten
    • Marlene
      Marlene says:

      Hallo liebe Simone,

      vielen lieben Dank für Deine Nachricht! Toll das du sogar selbst schon so eine Tour mit Joe gemacht hast. Es freut mich dann um so mehr ein solches Feedback zu bekommen. Gerade weil es dir ja ähnlich ging wie mir. Das macht doch Mut, dass es eben doch auf die richtige Wahl des Guides drauf ankommt.

      Lieben Gruß Marlene

      Antworten
  4. Viermal Fernweh
    Viermal Fernweh says:

    Ein toller Beitrag, der so schnell nicht loslässt. Ich war mit meiner Familie vor zwei Jahren in Südafrika und habe mich gegen eine Townshiptour entschieden. Jetzt bin ich froh, dass ich auf mein Bauchgefühl gehört habe. Meine Kinder waren 6 und 10 und haben die Armut auch an vielen anderen Stellen gesehen. Liebe Grüße, Ines

    Antworten
    • Marlene
      Marlene says:

      Hallo Ines,

      vielen Dank auch Dir für deinen Kommentar hier. Ich weiß eben aus eigener Erfahrung, dass so ein Besuch nicht immer den Eindruck hinterläßt den er soll und wollte das mit diesen Zeilen auch vermitteln. Deine Entscheidung, damals den Besuch nicht zu machen, kann ich gut verstehen. Gerade mit Kindern hat man eine besondere Verantwortung. Wenn sie größer sind und das Erlebnis auch bewerten, verarbeiten und einordnen können, dann glaube ich schon, dass es auch für Kinder ein Mehrwert ist. Im übrigen finde ich es auch enorm wichtig auf sein Bauchgefühl zu hören. Alles richtig gemacht also!

      Lieben Gruß Marlene

      Antworten
  5. Magdalena
    Magdalena says:

    Liebe Marlene,

    vielen Dank für diesen ehrlichen Bericht – und auch für das ausführliche Interview, das ganz klar zeigt, dass sich niemand dafür schämen muss, wo er herkommt und wie er lebt, wenn man sich gegenseitig respektiert. Ganz wichtig finde ich den Hinweis, dass man seine wohlgemeinten Spenden nicht direkt verteilen soll. Sehr guter Einwand.

    Liebe Grüße
    Magdalena

    Antworten
    • Marlene
      Marlene says:

      Hallo Magdalena,

      vielen Dank das du dir die Zeit genommen und mir einen Kommentar geschrieben hast. Es freut mich, dass der Text anklang und vorallem auch Zustimmung findet. Ich weiß ja auch eigener Erfahrung, dass es ein schwieriges Thema ist. Ich hoffe und wünsche, dass die Zeilen Mut machen sich dieser Erfahrung zu stellen und Beide Seiten davon profitieren.

      Lieben Gruß Marlene

      Antworten

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