Anreise mit dem Flieger nach Sankt Petersburg – so funktioniert’s!

Alles was ihr über die Einreise nach Russland wissen müsst und was euch bei der Planung für eure Anreise nach Sankt Petersburg weiterhilft, habe ich aus meinen Erfahrungen für euch zusammengefasst und ich hoffe, das hilft, diese faszinierende Stadt für sich zu entdecken!

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Sankt Petersburg ist eine der Metropolen in der Welt, die man einfach gesehen haben muss. Die Stadt ist voller großer Geschichte und steht doch modernen Metropolen in nichts nach. Allerdings scheuen viele Urlauber  nach Russland zu reisen. Zu viele Ängsten wurden von den Medien geschürt und der Sprachbarriere schreckt ab.

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Dabei sind das alles keine Hürden! Viele Urlauber entdecken Sankt Petersburg während einer Kreuzfahrt mit vereinfachtem Visa. Damit wird es Urlaubern besonders einfach gemacht, die Stadt für sich zu entdecken. Wer gerne individuell für sich Sankt Petersburg entdecken möchte, der wird wohl so wie ich, mit dem Flugzeug anreisen Damit auch das ganz enfach gelingt, hier ein paar Tipps zur Vorbereitung:

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Einreise nur mit Visa

Die meisten Länder dieser Welt dürfen wir als Deutsche ganz einfach mit „Visa on arrival“ einreisen. Was vereinfacht bedeutet, dass wir bei Ankunft einen meist 90-Tage-Visa-Stempel in den Reisepass bekommen und auch keine Gebühren zahlen müssen. Anders ist das in Russland. Hier muss man sich vorab um ein Visum bemühen und ausreichend Zeit vor Beginn der Reise mit einplanen. Meine Empfehlung: Gute sechs Wochen vor eurem geplanten Trip, beantragt das Visa online, habt das Paß-Foto als digitale Version parat und scheut euch nicht, den Prozess durchzuspielen. Das ist gar nicht so schwer, wie einem vorab vermittelt wird. Wenn ich das geschafft habe, dann packt ihr das auch.

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Wichtig zu wissen ist, dass ihr eine Unterkunft bei Freunden/ Familie oder einem Hotel/ Hostel angeben müsst. Auch seid ihr verpflichtet eine Auslandskrankenversicherung abgeschlossen zu haben. Das Visa ist kostenpflichtig. Aktuelle Preise checkt bitte über die offizielle Botschaftsseite. Wer sich scheut den Visa-Prozess alleine durchzuspielen, dem sei die eine Visa-Agentur zur Abwicklung empfohlen. Das kostet natürlich etwas mehr, aber gibt euch die Sicherheit, alles richtig zu machen. Den Paß mit Visa bekommt ihr dann entweder zugesendet, wenn ihr den Prozess über eine Visa-Agentur beauftragt habt oder ihr müßt ihn direkt beim Visa-Center/ Botschaft/ Konsulat abholen.

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Fliegen nach Sankt Petersburg

Ihr habt es geschafft, eure Papiere klar zu bekommen? Prima, dann kann es ja nun an die Flugbuchung gehen. Ich bin ein großer Fan von Direktflügen und möchte euch diese auch ans Herz legen. Bei nur einer Strecke kann einfach schon weniger schief gehen, als bei Anschlussflügen. Gerade bei der relativ kurzen Flugzeit von zwei bis drei Stunden würde ich also darauf achten, den direkten Weg zu wählen. So habt ihr mehr Zeit vor Ort und erspart euch unnötigen Stress, wenn es doch mal zu Verspätungen im Flugverkehr kommen sollte.

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Ich bin mit der „Germania“ direkt von Dresden nach Sank Petersburg geflogen. Zur Anreise nach Dresden habe ich Rail & Fly genutzt. Empfehlen kann ich die Airline nicht nur, weil sie mein Arbeitgeber ist, sondern weil ich gerade als Reiseblogger vom Konzept überzeugt bin. Bei Billigfliegern reist man in der Regel nur mit Handgepäck oder wird ordentlich zur Kasse gebeten, wenn man Koffer mitnehmen möchte. Da allein meine Technik schon 8 kg wiegt, bin ich nur Handgepäck überhaupt kein Fan. Bei Germania darf ich mit 20 kg Aufgabegepäck reisen und muss auch nichts extra für einen Snack oder Softdrinks zahlen. Für mich ein riesen Vorteil, den ich hier aus Überzeugung empfehle. Gerade weil das Wetter in Sankt Petersburg sehr wechselhaft ist, braucht man schon einiges an Kleidung und Stauraum im Koffer.

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Pulkovo Airport

Wer direkt nach Sankt Petersburg fliegt, der landet am neuen Flughafen. Pulkovo Airport (IATA Code LED) liegt etwa 17 Kilometer vor den Toren der Stadt, hält absolut mit internationalen Standards mit und ist mit U-Bahn in Kombination mit Bus leicht zu erreichen. Der Flughafen ist super modern gestaltet und auf dem neuesten Stand der Technik.

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So findet ihr die üblichen internationalen Restaurantketten, Dutyfreeshops ebenso wie kostenloses WiFi. Ganz wichtig für Reisende ist, dass alles neben dem Russischen mit seinen kyrillischen Buchstaben auch zusätzlich in Englisch beschriftet ist. Es ist also überhaupt kein Problem, sich hier zurecht zu finden. Alles ist hervorragend beschildert und leicht auffindbar. Auch werdet ihr immer Personal am Flughafen finden, das englisch spricht und gerne weiterhilft. Mir ist es auch des öfteren passiert, dass mir auf Deutsch geholfen wurde.

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Sicherheits-Check bei der Einreise

Bem Sicherheits-Check gilt wie überall auf der Welt: Habt eure Papiere inklusive Visa ready, führt nichts Illegales ein und benehmt euch bei der Sicherheitskontrolle. Nur weil es Russland ist, erwartet euch hier nichts Außergewöhnliches. An der Paß-Kontrolle erhaltet ihr einen Einreisezettel, den ihr gut aufbewahren und in Hotels und Hostels vorzeigen müsst. Ihr solltet ihn auch für die Ausreise wieder parat haben.

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Kofferausgabe

Für die Kofferausgabe folgt der entsprechenden Beschilderung „baggage reclaim“.  Ihr kommt dann in eine große Halle und auf den Monitoren findet ihr die Hinweise auf eurer Ausgabeband. Also ganz normal, wie auf anderen Flughäfen auch.

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Übernachtung am Flughafen

Wer nachts in Sankt Petersburg landet, dem empfehle ich, sich direkt am Flughafen einzuquartieren und erstmal in Ruhe anzukommen. Ich hatte mir eine Übernachtung im „Park Inn by Radisson Pulkovo Airport“ gebucht und musste wirklich nur mit meinem Köfferchen über die Straße. Das Hotel kann man gar nicht verfehlen.

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Das „Park inn“ ist super modern und ebenfalls auf dem neuesten Stand. Der Check-In klappte selbst um 2 Uhr nachs reibungslos, die Zimmer sind sehr sauber und vom Flugverkehr habe ich überhaupt nichts mitbekommen.

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Vom Flughafen in die Stadt

Selbstverständlich könnt ihr euch ein Taxi vom Flughafen zu eurem Hotel nehmen, wesentlich günstiger geht das allerdings mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder Ueber.

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Bus zur U-Bahn

Leider ist der Pulkovo Airport noch nicht ans S- oder U-Bahn-Netz angeschlossen. Problem ist das aber keines. Direkt vor dem Flughafen hält der Bus, der euch mit der nächsten U-Bahn Station verbindet. Euer Busticket erhaltet ihr von der netten Person, die während der Fahrt durch den Bus läuft. Mit Tasche kostet das Ticket in etwa 40 Rubel. Die U-Bahn-Station könnt ihr fast nicht verfehlen, weil so ziemlich alle dort aussteigen.

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U-Bahn in die Stadt

Die U-Bahn in Sankt Petersburg ist ein Erlebnis für sich, das man sich in keinem Fall entgehen lassen sollte. Hier findet man die wohl längsten Rolltreppen der Welt. Diese sind so lang, dass man beim Aufsteigen das Ende nicht sieht!

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Das macht es angenehm hier zu reisen. Tickets bekommt man an diversen Schaltern oder Automaten. Letztere haben auch eine Menüführung auf deutsch oder Englisch. Ihr könnt euch Einzel-Tickets, Tages- oder Mehrtages-Tickets kaufen und auch mit Kreditkarte bezahlen. Hier bekommt man eine Chipkarte und hält diese später an der Kontrolle nur an das entsprechende Gerät.

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Diese Karten gelten auch in den öffentlichen Bussen und auch dort müsst ihr die Karte nur an das Terminal halten. Da die Hauptattraktionen in Sankt Petersburg alle sehr zentral und fußläufig beieinander liegen, würde ich zu Einzel-Tickets raten. Die U-Bahn-Stationen sind ebenso in russisch/englisch beschriftet, was eine Orientierung einfach macht. Gleiches gilt in den Zügen. Auch hier findet ihr im Laufband die aktuellen Stationen in lateinischen Buchstaben.

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Zudem sind die Stationen super gepflegt. Jede Stunde wird hier mit einer Reinigungsmaschine der Boden gesäubert. Von der Sauberkeit könnte sich die BVG in Berlin eine Scheibe abschneiden. Sicher habe ich mir hier auch als Frau alleine gefühlt. Auch hier muss man sich keine Sorgen machen, wie vielleicht in anderen Großstädten.

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Ueber-Taxis

Auch in Sankt Petersburg haben Ueber-Taxis Einzug gehalten und ihre Benutzung über die App ist super leicht. Beachtenswert ist natürlich, dass ihr eine aktive Internetverbindung benötigt, damit sie funktioniert. Hier könnt ihr natürlich das WLAN am Pulkovo Airport nutzen, das Datenpaket eures Mobilfunk-Anbieters (vorsicht Kostenfalle) oder ihr besorgt euch direkt eine lokale SIM-Karte. Oft sind auch die Fahrer bereit, über Thethering ihr Internet mit euch zu teilen, damit ihr bezahlen könnt. Ansonsten fand ich Ueber die einfachste Weise sich in Sankt Petersburg zu bewegen. Zudem sehr preiswert. Die wenigsten Fahrer sprechen zwar englisch, aber da Start und Zielpunkt ja direkt über die App bestimmt sind, ist das auch kein Hindernis.

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S-Bahnen

Zur Anreise mit Bus in Kombination mit S-Bahnen kann ich leider nichts sagen, da ich Letztere nicht genutzt habe. Ich kann mir aber vorstellen, dass es ähnlich einfach funktioniert. Diese Art anzureisen hat natürlich den Vorteil, dass man gleich viel mehr von der Stadt sieht, im Gegensatz zur U-Bahn die dafür schneller ist.

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Rückreise zum Flughafen

Wer sehr früh morgens fliegt, der kann zwar ab 5 Uhr die öffentlichen Verkehrsmittel nehmen, aber bequemer fand ich auch hier die Anreise via Ueber-Taxi. Diese hat mich zwölf Euro gekostet und ich habe so etwa 30 Minuten von der Innenstadt bis zum Flughafen gebraucht. Wohlgemerkt nicht in der Rush-Hour. Hier sollte man dann ausreichend Zeitpuffer einplanen.

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Check-In auf der Rückreise

Für die Rückreise plant die üblichen zwei Stunden am Flughafen ein, damit ihr ganz in Ruhe die Sicherheitskontrollen passieren, euch zurechtfinden und einchecken könnte. Meine Erfahrung mit dem Pulkovo-Airport in Sankt Petersburg war auch auf dem Rückweg durchweg positiv.

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Noch bevor man zum Check-In-Schalter geht, werden die Koffer und Taschen durchleuchtet. In dieser Reiehnfolge macht das für mich sogar mehr Sinn als bei uns, denn so gelangen gefährliche Dinge gar nicht erst ins Herz eines Flughafens. Die Sicherheitskontrolle von Koffern und Taschen hält mit den internationalen Standards mit und hat mir ein gutes Gefühl gegeben.

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Die Check-In-Schalter sind leicht zu finden und das Personal spricht selbstverständlich auch englisch. Nachdem ihr eure Koffer aufgegeben habt, geht es wieder zur Pass-/Visa-Kontrolle, wo von euch auch der Einreisezettel zurückgefordert wird. Nach dem üblichen Bodyscan könnt ihr dann ganz gelassen am Gate auf euren Flieger warten.

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Die Abflugsteige sind gut beschildert, die Wege kurz und die Toiletten sauber. Wer noch Zeit übrig hat, kann seine letzten Rubel in einem der Duty-Free-Shops lassen oder sich verköstigen lassen. Wem das Geld schon ausgegangen ist, dem sei gesagt, dass man in Sankt Petersburg überall ganz leicht mit Kreditkarte zahlen kann, so auch am Flughafen.

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Fazit

Entgegen meiner eigenen Befürchtungen war die Anreise nach Sankt Petersburg super leicht. Der Flughafen ist modern, es ist alles in englisch beschildert und alle sind hilfsbereit und unterstützen gerne. Und auch die Strecke zwischen Flughafen und Stadt ist kein Hindernis und gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu meistern – selbst wenn man, wie ich, kein russisch spricht.

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Ich habe in meiner Rolle als Online Marketing Managerin bei Germania den Erstflug von Dresden nach Sankt Petersburg begleitet. Meinen Aufenthalt, Transportmittel vor Ort und die Rückreise habe ich auf eigene Kosten selbst organisiert. Für meine Empfehlungen wurde ich nicht bezahlt, sondern ich tue das aus Überzeugung und um anderen Reisenden eine Orientierung für die Organisation ihrer Reise zu geben.

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