Die schönsten, traurigsten, romantischsten und aufregendsten Momente im Leben eines Reise-Bloggers

Warum lieben wir Reisen so sehr? Weil sie uns einzigartige und unschätzbar wertvolle Erinnerungen schenken! Darum! Erinnerung an glückliche Zeiten, an romantische Stunden, an Zeit mit unseren Freunden und Familien. Aber nicht jede Reise ist perfekt und immer auch gibt es Momente die uns traurig gestimmt haben, die uns geprägt haben und vielleicht sogar unser Leben verändert haben. Was immer deine Geschichte ist, das hier ist meine. Sie erzählt von meinen  schönsten, traurigsten, romantischsten und aufregendsten Reisemomenten. Komm begleite mich zu ihnen und erzähl mir dann von dir!

Leni SafariMein ergreifendster Reisemoment:

September 2011 Südafrika. Ich war das erste Mal in Afrika. Ich hatte eine Reise gewonnen und war auf Safari mit meinem Ranger. Nachdem wir über Stunden schon jedes Lebewesen im Reserve beobachtet hatten sind wir auf einen Berg gefahren. Ganz weit weg von all den anderen Safari-Touristen. Ich hatte ihn darum gebeten mich an einen Platz zu bringen, wo ich die Weite und Freiheit Afrikas so richtig spüren könnte. Und da saß ich nun auf der Motorhaube des Toyota, mitten auf einem Berg und umgeben von nichts als Endlosigkeit, wilder Natur und atemberaubender Landschaft. Und dann war dieser Moment in dem ich ganz tief in mir spürte, dass ich mich hier angekommen fühle. Ich kann es bis heute nicht erkären, aber seither weiß ich, dass mein Herz für Afrika schlägt und mich dieser Kontinent nie wieder loslassen würde.image-2015-10-29(5)Mein schmerzlichster Reisemoment:

September 2011 Südafrika. Eigentlich ergibt er sich aus eben dieser gewonnenen Reise und der Erfahrung, dass ich mich in Afrika so angekommen fühlte wie nirgends sonst auf der Welt. Auf diesem Trip haben wir so viele tolle Sachen erlebt – wir haben die Pinguine am Strand besucht, waren Abseilen am Tafelberg, sind mit Oldtimern durchs Weingebiet gefahren, sind auf Pirschfahrt wilden Tieren gefolgt und haben unter Millionen von Sternen geschlafen. Klar, dass ich am Ende der Reise nicht mehr weg wollte. Aber es war mehr als ein „Ohje, der Urlaub endet“ – Gefühl. Wenn man sich so sehr irgendwo angekommen fühlt, dann kommt es einer Entwurzlung gleich, wenn man wieder gehen muss. Genauso habe ich mich gefühlt. Am Tag der Abreise war ich richtiggehend krank. Mir war übel, ich lief wie apathisch durch die Gegend und die Tränen kullerten. Leni England JulyMein fast romantischster Reisemoment.

Sommer 2013 Großbritanien. Ich war zu meiner Freundin July nach England gereist. Sie wohnte auf einem Hausboot und wir verbrachten unbeschwerte Tage in der Marina. Im angeschlossenen Hafenrestaurant liefen immer Swing-Klassiker und man schwelgte in Nostaglie. Besonders angetan hat es mir der Song „What the world needs now is love sweet love“ Dionne Warwick. Ich ludt ihn mir aufs Handy und hörte ihn wieder und wieder. Einen Partner hatte ich zu der Zeit nicht, aber ich träumte davon verliebt zu sein und romantisch auf dem Bootssteg zu diesem Song zu tanzen. Also nahm ich meinen imaginären Traummann in den Arm und tanzte! Es war schon dunkel und in der Marina war Nachtruhe eingekehrt. Ich fühlte mich unbeobachtet und schwebte zur Musik dieses Songs über die Holzbohlen des Stegs. Ich tanzte und war glücklich. Am nächsten Morgen erführ ich dann, dass meine nächtliche Tanzdarbietung nicht unbeobachtet gewesen war, aber alle fanden es total romantisch!CampingMein romantischster Reisemoment:

September 2015 Namibia. Ich bin zusammen mit meinem Freund ins südliche Afrika gereist. Wir haben ein Allradfahrzeug mit Dachzelt gemietet und entdecken dieses wundervolle Land für uns. Und obwohl ich eher weniger auf Camping stehe und Komfort mag, so war es doch die romantischste Zeit für mich. Das miteinander Reisen, das alltägliche Camp aufbauen, das gemeinsame Kochen und Erleben haben unser Gemeinschaftsgefühl gestärkt, aber das i-Tüfelchen war der sagenhafte Sternenhimmel unter dem wir bei offenem Zelt Arm in Arm eingeschlafen sind.Katze Mein schrecklichster Reisemoment:

Juli 2015 Brasilien. Unter unserem Appartment hatte ich eine kleine Katze erspäht, sie war in keinem guten Zustand. Ich wollte ihr helfen und hab die Fleischreste des Abendbrots gesammelt und runter getragen, wie schon am Abend davor. Ich freute mich darauf ihr wieder etwas Gutes zu tun und erspähte sie auch gleich wenige Meter neben dem Hauseingang. Sie lag da wie immer. Ich lief zu ihr und hielt ihr den Teller unter die Nase. Sie zuckte ganz komisch und ich verstand nicht, was los war. Geschockt mußte ich dann mit ansehen, wie sie krampfte und eine letzte Zuckung ihr Leben beendete. Fassungslos stand ich vor dem Tier und es zerriß mir das Herz bei dem Gedanken, dass ich mit dem Essen für sie vielleicht nur wenige Minuten zu spät war. Vielleicht hat ihr auch etwas anderes gefehlt. Ich werde es nie erfahren und bei jedem verstoßenen, abgemagerten Tier auf der Straße leide ich mit und erinnere mich an ihr Schicksal. Vielleicht verstehen viele nicht warum ich diese Tiere füttere. Die meisten sagen: „Wenn du abreist stirbt das Tier sowieso.“ Ich sehe es anders. „Jeder Tag ist ein Geschenk“ und wenn ich die Chance habe, Leben zu schenken dann mache ich das auch.image-2015-10-29(4)Mein angsteinflößendster Reisemoment:

September 2011 Südafrika. Auf unserer ersten Kapstadtreise stand auch Abseilen vom Tafelberg an und seit Wochen freute ich mich nur darauf. Ich liebe ja Abenteuer und war mir sicher, dass das mein Highlight werden würde. Um ganz ehrlich zu sein hatte ich auch ne ziemlich große Klappe im Vorfeld: „Ach, ich und nicht trauen!“ und dann hing ich da auf über 1.100m über der Stadt und hatte wirklich Todesangst. Ich war kreidebleich, mir war schlecht, mein Herz pocherte wie wild und mir war nur nach heulen und abbrechen zu Mute. Meine Gruppe sprach mir dann Mut zu, so dass ich es dann doch ganz langsam und Schritt für Schritt versucht habe. „Immer schön auf die Füße gucken, dann geht es“ sagten sie mir. Was sie mir verschwiegen hatten, dass irgendwann kein Felsen mehr da ist und man frei schwebt. Ich weiß nicht, was die Steigerung von Todesangst ist, aber ich hatte es! Mein Buddy hing ebenfalls wie ich im Seil und sprach mir Mut zu. Irgendwann stand ich mit einem Fuß auf seinem Helm. „Geh weiter, das ist mein Kopf.“ „Ich mach gar nichts. Ich hab Boden unter den Füßen“ – es brauchte eine Weile mich davon zu überzeugen, weiter abzuseilen. Wieder auf dem Boden war mir noch für Stunden schlecht, ich zitterte innerlich und war ein ganz ein kleines Mäuschen. Nein, das war definitiv kein schönes Erleben.Skorpion El SalvadorMein peinlichster Reisemoment:

Februar 2014 El Salvador. Ich hatte an einem tagesfüllenden Ausflug teilgenommen. Die Rückfahrt dauerte einige Stunden und als wir am ersten Drop-off anhielten eilte ich zu der am Hotelrestaurant angeschlossenen sanitären Einrichtung. Ich mußte wirklich so fürchterlich dringend auf die Toilette und hatte schon Schweißperlen auf der Stirn, weil ich es mir so lange verkniffen hatte. Als ich den halbdüsteren Raum betrat, hab ich noch etwas hinter dem WC verschwinden sehen. Ich vermutete ein kleines Insekt. Konnte ob der Dringlichkeit aber nicht länger warten um das genauer unter die Lupe zu nehmen. Kaum war die Hose unten schnellte das Tier allerings in Richtung meiner Beine! Und es war keine kleine Spinne. Irgendwas Skorpion ähnliches und gute 20 cm groß. Mit einem Todesschrei und in hohem Bogen sprang ich vom Clo, um mich vor dem Tier zu retten. Mein wirklich entsätzlicher Schrei blieb nicht ungehört. Alle im Restaurant befindlichen Personen eilten mir zur Hilfe. Mit hochrotem Kopf stand ich dann da und erklärte, dass ich von einem wiederlichen Insekt „angegriffen“ wurde. Man belächelte mich nur. Im Gegensatz zu den Einheimischen die an solche Tiere gewöhnt sind, war es für mich wirklich ein riesen Schreck. Leider hab ich in dem Moment keine Kamera dabei gehabt, deshalb gibts hier „nur“ ein Bild eines Skorpions der mich auch in El Salvador am Duschhandtuch überrascht hat. Was ich ebenfalls weniger prickelnd fand.Leni ElefantMein liebster Reisemoment:

September 2012 Südafrika. Ich liebe ja Elefanten und meine schönsten Reisemomente sind immer die, wenn ich ihnen begegne. Ich bewundere diese Tiere für ihre Intelligenz, ihr Sozialverhalten, ihren Stolz und Mut. Mit großen Augen bewundere ich ihr Auftauchen und hab vor lauter Ergriffenheit dann meist auch ziemlich schnell Tränen in den Augen. Ganz besonders ist daher immer ein Besuch im Knysna Elephant Park in Südafrika. Hier kann man Elefanten ganz nah sein. Mit ihnen spazieren gehen, die füttern und anfassen. Ich brauch euch wohl nicht sagen, dass ich dann im Himmel bin, mir die Sprache fehlt, die Augen sich mit Wasser füllen und mein Herz nur so hüpft.

#infoSo und jetzt bist du dran! Was waren deine schönsten, schlimmsten oder aufregendsten Momente auf Reisen? Kommentiere einfach diesen Beitrag und lass mich teilhaben.

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