Wimmelbilder – Heitere Geschichten rund um skurille Fotos!

Wimmel was? Dachte ich, als ich im Zug nach Frankfurt saß und das Kundenmagazin der Bahn durchblätterte. Vorgestellt wird darin der Fotograf Lars van den Brink und seine Fotos auf denen es nur so wimmelt – von Menschen zum Beispiel. Eine klasse Idee, dachte ich mir und so entstand der Gedanke das Thema hier im Blog aufzugreifen.

Wenn ich an „wimmeln“ denke, dann fällt mir sofort ein Ameisenhaufen ein, auf dem emsige Ameisen scheinbar unkontrolliert umher wuseln. Wenn ich diesen Gedanken weiterspinne und auf andere Bereiche und gerade das Reisen übertage, dann fallen mir noch viele tolle Bilder und Geschichten ein.

Es gibt Momente, da ist „wimmeln“ das Schönste, was Dir passieren kann, wenn es um das unverhoffte Auftauchen von Tieren geht zum Beispiel. Andererseits können Massen einem aber auch den letzten Nerv rauben, dann wenn zum Beispiel tausende Touristen mit ihren Selfisticks die Sicht vermasseln! Ein paar meiner Erlebnisse habe ich hier zusammengeschrieben und auch andere Blogger nach ihren Wimmelbildern und Geschichten gefragt. Hier also unsere Geschichten!

Auftauchen

August 2014 – Ich bin in Gansbai in Südafrika und habe eine Whalewatchingtour gebucht. Da die Walesaison eigentlich schon rum ist und es nur noch vereinzelte Sichtungen gibt, gehe ich mit keinen zu großen Erwartungen an Bord. Wir sind lange unterwegs, doch die erhofften Wale bleiben aus, als plötzlich die Crew hektisch umher rennt, Ferngläser tauscht und das Boot seine Richtung wechselt. Ich kann nichts Aufregendes erkennen, außer ein paar Seevögeln über dem Meer. Aber genau das ist der Trick, erfahre ich von der Meeresbiologin, die unsere Tour begleitet. Wo Vögel sind, sind auch Fische und meist sogar noch größere Meeressäuger. Und sie sollte Recht behalten. Als wir die ausgespähte Stelle im Meer erreichen, umkreisen uns nicht nur ein paar Seevögel. Um uns wimmelt es! Nicht zehn, nicht Hunderte, sondern tausende Delfine schwimmen hier im Wasser um unser Boot.

Pfeilschnell gleiten sie durchs Wasser, tauchen auf und verschwinden wieder in den Wogen des Meeres. Und als wäre dieses Spektakel nicht schon aufregend genug, tauchen in der Masse der Delfine auch immer noch Wale auf. Mir fehlen die Worte und ich weiß gar nicht, in welche Richtung ich zuerst schauen soll. Anscheinend befinden wir uns im sogenannten Sardine Run – einem Spektakel welches weit über die Grenzen Südafrikas bekannt ist. Sardinenjäger wie Delfine, Haie, Wale (Buckelwal, Brydewal, Orca, Minkwal und Glattwal), Raubfische, Pelzrobben und Seevögel sind dann auf der Jagd nach ganzen Schwärmen dieser schmackhaften Fische. Ihr Auftauchen sorgt bei mir für Glücksgefühle und das Bild dieses Spektakels wird für immer in meinem Kopf sein! Mein erstes Wimmelbild daher der Sardine Run in Südafrika!

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Energie

Januar 2016 – Für mich sollte sich heute ein Traum erfüllen. Wir sind in Peru und es geht hinauf in die sagenumwobene Inkastadt „Machu Picchu„. Leider ist der Besuch für mich eine ziemliche Ernüchterung, denn die heilige Stätte ist inzwischen mehr ein Tummelplatz für Selfijünger sowie Selbstdarsteller und somit für mich definitiv kein Platz mehr. Die Frage „Fühlst du die Energie?“ kann ich zwar noch bejahen, aber für mich ist damit eher der negative Vibe gemeint anstatt heiliger Spirit. Rund 2500 Menschen am Tag besuchen die Ruinen und diese müssen natürlich ihren Platz finden. So kann man nicht mehr überall frei rumlaufen, sondern muss festen Routen und Richtungen folgen. Wird abgedrängt oder zum Weitergehen aufgefordert. Innehalten fehl am Platz. Für mich war der Ausflug der Flop des Jahres! Ein teurer noch dazu, aber dafür bietet Machu Picchu die ideale Vorlage für Wimmelbilder.

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Eingeflogen

Mein zweites wunderbares Naturerlebnis hatte ich 2013 auch völlig unerwartet in Südafrika. Ich war mit Freunden an der Westküste des Landes unterwegs. Eine beschauliche Bootstour sollte es werden, als wir den Anker lichten und in die Saldanha Bay starten. Eine Weile schipperten wir schon bei schönsten Sonnenschein an der Küste entlang, als sich der Himmel plötzlich verdunktelte und eine düstere Wolke auf uns zusteuerte. Wir stoppten den Motor und saßen regungslos auf dem Boot, als neben uns tausende von Kormoranen einflogen und wasserten. Ununterbrochen über 30 min. ging das so – Wildes geflatter um uns! Immer mehr und mehr Tiere flogen ein. Zum Schluss war die ganze Bucht gesäumt von schwarzem Gefieder. Ein wahnsinniges Schauspiel und mein Wimmelbild Nummer zwei aus Südafrika.Kormorane

Okkupiert

März 2016 wir sind auf unserem Südamerika-Trip in Bolivien angekommen und ich freue mich wie irre auf einen Ausflug in die Salar de Uyuni – dem weltweit größten Salzsee und einem für mich lange ersehnten Reiseziel. Bevor es aber in die Salar geht, führt uns die gebuchte Tour zum „Cementry of the trains“ – einem alten Zugfriedhof am Rande der Stadt. Ein wahnsinnig tolles Fotomotiv, denn die ausrangierten Züge sind vom hohen Salzgehalt in der Luft völlig verrostet. Doch zu meinem Entsetzen muss ich feststellen, dass sämtliche Touren hier starten. Auf gerade mal zwei kurzen Güterwagen tummeln sich rund 300 Touristen! Jede Nische ist belegt, jedes Dach okkupiert und in jeder Tür steht ein Tourist. Nach Tagen in der Einsamkeit der Chilenischen Wildnis, ist das hier mein persönlicher Albtraum! Ich war auf tolle Motive eingestellt und nicht ständig fremde Menschen in meinen Fotos. Nach wenigen Minuten packe ich meine Kamera weg und trotte kopfschüttelnd zurück zum Auto. Immerhin hat dieser kurze Besuch dieses schöne Wimmelbild hervor gebracht und ich war einfach nach Ablauf der Rush Hour noch mal da und habe meine Wunschmotive festgehalten.

Titelbild, Wimmelbild, Cementry of the trains, Zugfriedhof

Soweit meine Geschichten! Aber jetzt schauen wir mal, was die Reisenden und Blogger dieser Welt noch so ausfindig machen konnten!

Meilenstein

Markus von „Wanderdu“ schreibt über sein Wimmelbild:

Eine unüberschaubare Menge von Menschen sind hier zu jeder Tages- und Nachtzeit unterwegs. Wer kennt diesen Ort nicht: Time Square? Hier bin ich mit Anna zusammen nach einem 80.000 km langen, 1,5 Jahre dauernden Road Trip angekommen, der von Neufundland nach Alaska und über Los Angeles und Key West nach New York City führte. Nach einer so langen Anreise wurde New York City zum absoluten Meilenstein für uns.

®MarkusFriese von Wanderdu

Farbtupfer

Johanna von „Work and Travel“ hat dieses tolle Wimmelbild beigesteuert:

So sieht es im Skigebiet Valdesqui in Spanien aus, wenn eine Gruppe von Skifahrern zum Mittagessen geht. Das Foto habe ich von der Sonnenterrasse des Restaurants aufgenommen, das sich mitten auf der Piste befindet, daher die tolle Vogelperspektive. Valdesqui ist ganz in der Nähe von Spaniens Hauptstadt Madrid und eignet sich im Winter super für einen Tagesausflug zum Skifahren oder Snowboarden. Während ich diesen Text schreibe, hat es hier in Madrid gerade 38°C und ich sehne mir den Winter mehr wieder her denn je, damit ich spontan mein Snowboard schnappen und am Wochenende einfach mal zum Snowboarden in die schneeweißen Berge von Madrid fahren kann.

Jana workntravel Wimmelbild

®Johanna von Work and Travel

Pulsierend

Carina & Christian von „Travelography“ haben mir ihr Lieblingsbild aus Asien mitgebracht!

Mitternacht und nichts mehr los? Weit gefehlt in Hongkongs Innenstadt. Egal, ob in Kowloon oder sonst wo – die Adern der Stadt sind am Pulsieren. In Nudelshops, auf Straßenmärkten oder im Verkehr, überall herrscht Hochbetrieb. Das Klima in Hongkongs Innenstadt ist jedoch drückend. Hohe Luftfeuchtigkeit und Temperaturen um die 30°C. Erst am Abend kühlt die Luft etwas ab. Vielleicht ist das der Grund, wieso das Leben der Stadt auch abends nicht zur Ruhe kommt? Wir wissen es nicht. Fest steht allerdings, dass uns Hongkong in sehr bunter und „wimmeliger“ Erinnerung geblieben ist. Die Stadt und ein Bild davon ist also ein ausgezeichneter Kandidat für eine Sammlung von Wimmelbildern.

Travelography

®Carina und Christian von Travelography

Abgetaucht

Ines vom „Reisejungkie-Magazin“ taucht mit uns ab:

Diesen Wimmel-Schnappschuss habe ich im Februar 2004 während meiner Weltreise auf der MS Astor geknipst. Die Astor lag auf Reede vor der Südseeinsel Moorea. Mit dem Tenderboot gings an Land. Ich stand auf dem Holzsteg, an dem das Boot angelegt hatte und war hin und weg von den kleinen bunten Fischen, die sich als Begrüßungskommittee eingefunden hatten. Das Wasser war so klar, dass die Kleinen zu schweben scheinen. Ein wunderschöner Moment als Auftakt für einen herrlichen Tag in Moorea.

®Ines vom "Reisejungkie-Magazin"

®Ines vom Reisejungkie-Magazin

Unermüdlich

Christine & Ronny von „Cash’n’Travel“ haben ein mir ihr Pinguin-Wimmelbild geschickt:
Bei unserer ersten Reise nach Südafrika haben es uns die südafrikanischen Pinguine wirklich angetan. Nach Whalewatching in Hermanus machten wir uns auf den Weg in Richtung Kapstadt. Stefan, der Besitzer unserer Lodge, gab uns den Tipp nach Stony Point in Betty Bay anstatt zu Boulders Beach bei Kapstadt zu fahren. So machten wir Halt im Penguin Nature Reserve. Auf gut ausgebauten Holzstegen läuft man mitten durch die Kolonie, ist nah dran und stört die Tiere dennoch nicht bei der Aufzucht ihrer Jungen. Diese sind im Gegenteil sehr zutraulich und so mancher der putzigen Vögel kam auf den Holzsteg gehopst und zeigte sich ganz nah. Neben Pinguinen gibt es in dieser Kolonie auch viele Kormorane, die hier ihre Jungen großziehen und unermüdlich Futter und Baumaterial herbeischleppen. Sobald man sich an den aufdringlichen Fischgeruch gewöhnt hat, kann man hier einige Zeit das Treiben beobachten. Überall um uns herum gingen die Tiere ihrem Tagwerk nach oder sonnten sich träge auf den Steinen – findest du alle Pinguine auf dem Foto?

®Christine & Ronny Cash´n Travel

Kunterbunt

Liane von „Die Reise Eule“ hat mir ihren Blick auf den Hafen von Melbourn mitgebracht:

Bei meiner ersten Reise nach Australien landete ich am Heiligen Abend, von Tasmanien kommend in Melbourne. Mein Hotel lag etwas außerhalb in St. Kilda, einem aufstrebenden, multikulturellen Stadtteil direkt an der Port-Phillip-Bucht. Bis ich am Abend meine Unterkunft gefunden hatte, dämmerte es schon und ich verschob meine Erkundungstour auf den ersten Weihnachtsfeiertag. Am Morgen desselben schlenderte ich am St. Kilda Beach entlang, amüsierte mich über die Australier, die mit Nikolausmützen und Rentierhörnern in Badekleidung am Strand ausgelassen feierten. Doch das war mir zu wuselig, sodass ich beschloss, in Richtung der Pier zu gehen. Dort stand ich staunend, ob der vielen, kleinen, bunten Segelschiffe vor der Skyline Melbournes. Eine Gruppe Standup-Paddler bewegte sich zwischen den Booten, konzentriert darauf, dass Gleichgewicht zu halten. Mich selbst haben die intensiven Farben der Boote gegen das Azurblau des Meeres und der, auf die Entfernung grau erscheinenden Hochhausfassaden gefangen genommen.

®Liane von ReiseEule

Rund & gesund

Kerstin & Klaus von „Willkommenfernweh“ haben mir ihr Bild aus Amerika geschickt:

Eigentlich war es uns am Fisherman’s Wharf viel zu touristisch, es ist in unseren Augen nur eine weitere Strandpromenade mit viel Touri-Gedöns. Etwas hat uns aber doch nachhaltig beeindruckt: Dass sich ausgerechnet hier wilde Seelöwen in großer Zahl auf den Holzpontons von Pier 39 angesiedelt haben! Unzählig viele liegen dort dick und fett aneinander gekuschelt in der Sonne, schlafen und lassen sich dabei von mindestens ebenso vielen dicht gedrängt beinander stehenden Touristen fotografieren. Könnten Seelöwen fotografieren, könnten sie aus ihrer Perspektive ebenfalls ein schönes Wimmelbild machen.

®Kerstin & Klaus von Willkommenfernweh

®Kerstin & Klaus von Willkommenfernweh

Rauchschwaden

Michaela von „Vivamundo Reisen“ nimmt uns mit ins orientalische Marokko:

Bei „Wimmelbild“ kommt mir als erstes der Djema el Fna in Marokko in den Sinn. Wenn der Platz sich gegen Abend füllt, die Zahnzieher und Märchenerzähler den Essensständen mit ihren Rauchschwaden und Düften weichen, dann ‚wimmelt‘ es wirklich auf dem Platz. Ich liebe diese ganz besondere Atmosphäre und freue mich jedesmal wieder, dort zu sein.

®Michaela von Vivamundo Reisen

®Michaela von Vivamundo Reisen

Dufte

Sonja von „Sunniest Way“ nimmt uns mit auf meinen Lieblingskontinent!

Auf meiner Reise durch Afrika durfte eine Safari im Ngornongoro Krater in Tansania natürlich nicht fehlen. Der Krater ist ein spektakulärer Pott voller Tiere. Wir fuhren mit dem Jeep durch den Krater und sahen von weitem schon einen großen Tümpel. Als wir näher kamen konnten wir sie sehen. Mindestens 50 Nilpferde tummelten sich im Tümpel und genossen ihr Schlammbad. Nach ein paar Minuten mussten wir allerdings den Aussichtsplatz verlassen, da der Gestank einfach unerträglich war. Nilpferde verlassen nämlich das Gewässer nicht wenn sie ihr Geschäft erledigen. Es wird einfach an Ort und Stelle verrichtet. Ihr könnt euch nicht vorstellen was das bei der Anzahl der Tiere für ein Gestank war. 🙂 Ein Erlebnis der besonderen Art.

®Sonja von Sunniest Way

Dreibeingemeinde

Miriam von „North Star Chronicles“ hat auch ein herrliches Wimmelbildbeispiel gefunden:

Island ist ja bekannt für seine Einsamkeit. An manchen Orten aber kann es vorkommen, dass man eben nicht alleine ist. Obwohl wir hier in Dyrholaey ganz im Süden Islands sind, was abseits des Golden Circle liegt den jeder Tourist einmal abfährt, war der Parkplatz bereits voller Autos und Busse als wir ankamen. Wir gingen also runter zum Strand, und ganze Busladungen Menschen kamen uns entgegen. Sie stiegen in ihre Busse und fuhren wieder davon. Perfekt, wir hatten den Ort für uns alleine. Nach einer halben Stunde hörten wir erneut Stimmen und eine Gruppe Menschen, die offensichtlich eine Fotoreise gebucht hatten, kamen zum Strand, reihten sich in einer Linie vor uns auf, platzierten ihre Stative und Kameras und los ging´s! Gott sei Dank konnten wir die Zeit an diesem tollen Ort in Ruhe alleine genießen und statt uns über die neuen Menschenansammlungen zu ärgern, fanden wir die Foto-Exkursionsgruppe eher lustig!

@Miriam von North Star Chronicles

@Miriam von North Star Chronicles

Kunterbunt

Wibke von „Sonnenstrahlenmomente“ liebt Wimmelbilder seit der Kindheit. Hier ihr Beitrag:

Bei all meinen Reisen nach Ghana ist ein Besuch des Städtchens Cape Coast ein Muss. Ich kann gar nicht wirklich erklären warum, aber eine Reise in das Land ohne Cape Coast geht einfach nicht. Jedes Mal, wenn ich dort bin, sehe ich ein fast identisches Bild. Vielleicht ist das der Grund, weshalb es mich immer wieder dorthin zieht. Die kunterbunten Fischerboote, mit denen die Fischer hinaus aufs Meer schippern, sind hier einfach immer zu sehen, egal wann man kommt. Mich faszinieren diese von den Fischern selbst gebauten und bemalten Boote mit ihren leuchtenden Farben, den Sprüchen darauf und den Fahnen und Fähnchen, die im Wind flackern. Da immer ein ganzer Haufen auf einem Fleck zu sehen ist und übrigens auch alle zur gleichen Zeit hinaus aufs Meer fahren, kam mir das Bild für die Wimmelbilder direkt in den Sinn.

®Wiebke von sonnenstrahlenmomente.blogspot

®Wiebke von sonnenstrahlenmomente.blogspot

Froschperspektive

Anna von „Die Gradwanderung nimmt uns mit ins wuselige New York, aber auf eine besondere Art:

New York ist ja schon so sehr beeindruckend und atemberaubend, besonders dann, wenn man durch die Hochhausschluchten streift und immer wieder in den Himmel schauen muss, weil die Höhe der Häuser einfach so surreal ist – was einen, nebenbei bemerkt, ganz eindeutig als Touristen kennzeichnet. Die Stadt und eben jene Häuserschluchten dann aber von oben zu sehen, war noch beeindruckender als das Ganze aus der Froschperspektive zu betrachten. Und dass das Gewimmel aus Stein, Belüftungen, Glas und Stahl so perfekt miteinander harmoniert, hätte ich von unten gar nicht gedacht.

®Anna von diegradwanderung

®Anna von diegradwanderung

Schnabulieren

 Stefanie von „Blauäugig“ hat einen Schwarm wimmliger Nemo-Fische entdeckt:

Während meines letzten Urlaubs auf den Malediven haben wir beim Schnorcheln viele schöne Fische, Muränen, Schildkröten, Seesterne u.v.m. gesehen. Doch besonders „wimmelig“ ging es an dieser Koralle zu. Hier war ein ganzer Schwarm Doktorfische (bekannt auch als Dorie aus „Findet Nemo“) und zudem noch ein paar Papageienfische am schnabulieren. Das war ein ganz wunderbares Taucherlebnis.

@Stefanie von Blauäugig

@Stefanie von Blauäugig

Berauschend

Gundel von „Thoringi“ nimmt uns mit in schwindelerregende Höhen:

Es ist letzten August in Norwegen entstanden. Auf dem Bild sieht man den berühmten Preikestolen, der zu Deutsch Predigerstuhl heißt. Diese beeindruckende Felsformation ragt über das Norwegische Fjordland. Hier oben ist es unglaublich windig, mehrmals hatte ich Angst einfach wegzufliegen. Trotzdem tummeln sich die Touristen zu Scharen auf dem Felsen. Einige verrückte lassen sogar ihre Beine über dem 600 Meter tiefen Abgrund baumeln. Ok, ich gebe zu: Nach anfänglicher Scheu habe ich das auch getan. Es war ein berauschendes Gefühl. Überraschenderweise ist überigens noch nie ein Mensch hier herunter gefallen.

 

®Gundel von Thoringi

®Gundel von Thoringi

Leibwache

 Christine von „Die bunte Christine“ nimmt uns mit nach London!

Bei meinen London-Aufenthalten versuche ich immer, einige der tollen Museen abzuklappern. Ich bin kein Kunstexperte und mit vielen Exponaten kann ich ehrlicherweise auch nichts anfangen, doch die Museen in London, die ich bisher besucht habe, gefielen mir fast alle ausgesprochen gut. Im Oktober 2014 habe ich die National Gallery und das Tate of Modern Art an einem Tag angeschaut, das tollste Kunstobjekt entdeckte ich allerdings spät am Abend mitten auf dem Leicester Square. Ich verließ gerade – völlig müde von einem anstrengenden Tag voller neuer Eindrücke – den M&M’s Store, den ich eigentlich nur aufgesucht hatte, um einem kleinen Regenschauer zu entgehen. Da erblickte ich ihn: den roten Bus mit den vielen bunten Guards. Manchmal muss man eben nicht ins Museum, um tolle Kunst zu entdecken. Später erfuhr ich, dass noch 59 andere Skulpturen im Rahmen der Ausstellung Bus Art in ganz London zu entdecken waren. Ich habe nur dieses eine Objekt gesehen, aber ich bin mir sicher, dass es das schönste Ausstellungsstück von allen war.

® Christine von "Die bunte Christine"

® Christine von „Die bunte Christine“

Traditionell

Lu von „Lu-morgenstern“ hat mir ihr wimmeliges Bild aus dem Oman mitgebracht:

Mein Foto ist in Oman entstanden, genauer gesagt auf dem Ziegenmarkt in Nizwa. Dort haben wir ein einziges Gewusel aus Tieren und Menschen vorgefunden und es war eine gute Gelegenheit, so viele Männer in ihren traditionellen Gewändern (dishdasha genannt) gleichzeitig vor die Linse zu bekommen. Für uns eine schöne Episode aus Tausendundeiner Nacht und definitiv ein Highlight unserer Reise.

®Lu Morgenstern von www.lu-morgenstern.de

®Lu Morgenstern von www.lu-morgenstern.de

Lichtmomente

Stefanie von Comfortzoneless nimmt uns mit ins wimmlige NY, wenn dort mal alles still steht:

Und noch ein Bild von New York. Bereits das dritte in dieser Aktion. Das zeigt doch aber nur, dass es auf Manhattan’s Straßen nur so wimmelt vor Menschen. Mein Foto zeigt die Manhattanhenge. Geht die Sonne unter, strahlt das Licht geradlinig die Ost-West-Straßen entlang. Das ist ein Phänomen, das sich zweimal im Jahr hier ereignet und nicht nur Begeisterung auf sich zieht, sondern den Verkehr für eine Weile stilllegt. Schließlich hat man auf der Straßenmitte die beste Perspektive für ein gutes Foto.

®Stefanie von comfortzoneless

®Stefanie von comfortzoneless

Verbundenheit

Anna von „immer-unterwegs“ zeigt uns ihr Wimmelbild vom eigentlich ruhigen Teneriffa:

Mein Wimmelbild enstand auf Teneriffa, genauer gesagt in Puerto de la Cruz, am Playa Jardin. Die eigentliche Bedeutung dieser kleinen Steintürme oder Steinmännchen ist eine große Verbundenheit zu diesem Ort zu zeigen. Hunderte dieser Türmchen gibt es auf dem Steinfeld in Puerto de la Cruz. Ich kann die Menschen total verstehen, dort zu stehen – im Rücken diese wunderbare Stadt, im Gesicht eine frische Brise und das Meer zu den Füßen – ist ein Gefühl von Glück und Vollkommenheit. Solche kleinen Steintürmchen gibt es aber überall auf der Welt, sie haben oftmals einen praktischen oder religiösen Hintergrund. Sie dienten zum Beispiel als Wegweiser oder in Skandinavien zur Abschreckung von Trollen. Mehr zu den Steintürmchen gibt es hier zu lesen. Für mich sind Steine Zeitzeugen der Geschichte. Sie haben gute und schlechte Zeiten erlebt und sind mitunter von ihnen gezeichnet worden.

®Anna Franzen von www.immer-unterwegs.com

®Anna Franzen von www.immer-unterwegs.com

Öffentliches Badezimmer

Andreas von Travel Bloke (www.travelbloke.de) nimmt uns mit nach Indien

Beim Thema Wimmelbilder musste ich sofort an Indien denken. Im Fundus meiner Indien Fotos wimmelt es nur so von Wimmelbildern: Menschenmengen in bunter Kleidung, heilige Kühe auf der Autobahn, Marktszenen in den Dörfern, Straßenszenen in den Metropolen… Der indische Subkontinent ist im Grunde ein einziges, großes Wimmelbild. Für Deine Fotoaktion habe ich ein Bild aus Udaipur in Rajasthan herausgesucht. Während unserer Bootstour über den Pichola See fahren wir auch entlang der Ghats: Die Treppen, am Ufer des Sees sind der soziale Treffpunkt der Stadt und gleichzeitig öffentliches Badezimmer, Waschküche und Marktplatz. Wir hatten besonderes Glück, denn unsere Bootstour fand während des Mewar Festes statt, an welchem die Einwohner von Udaipur den Frühling begrüßen. Die Frauen kleiden sich dann besonders festlich in fröhlichen, bunten Farben und versammeln sich in der Abenddämmerung an den Ghats entlang des Pichola Sees. Ein unvergessliches Erlebnis.

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® Andreas von Travel Bloke (www.travelbloke.de)

#infoDu hast auch tolle Wimmelbilder und würdest gerne hier mitmachen? Dann los! Schick mir deine Zeilen und Wimmelbild (Original) an „info(at)couchabenteurer.de“ und ich nehme es gerne mit auf! Beiträge könnt ihr zeitlich unbegrenzt einreichen! Ich ergänze einfach immer wieder und halte den Text damit lebendig und die Bilder und Geschichten somit auch!

Alleinreisende Frau – Alles Wichtige zu deiner Sicherheit hier!

Sind wir mal ehrlich: Als Frau ist man anderen Gefahren ausgesetzt als ein Mann, gerade wenn man sich nicht in der angestammten Umgebung bewegt. Ob man das nun gerne hört oder nicht. Deshalb gilt es gerade als Alleinreisende ein paar wesentliche Dinge zu beachten. Von der Auswahl des Reiselandes, der Unterkunftsart bis hin zu persönlichen Kontakten – verrate ich dir hier alles, was mich sicher um die Welt gebracht hat.

Diaz LeniAuf meinen allerersten Solo-Reisen war ich auch blauäugig, naiv und leichtsinnig in punkto Sicherheit. Mehr als einmal hätte das übel enden können und nur einem Haufen Schutzengeln habe ich es wohl zu verdanken, dass ich immer unbeschadet blieb. Darauf bin ich ganz sicher nicht stolz und ärgere mich selbst heute noch über so viel Gedankenlosigkeit.

Inzwischen bin ich viel herum gekommen. In der Gruppe, mit Partner aber auch alleine. Ich habe viel gelernt über Sicherheit auf Reisen und wie wichtig diese ist. Sei es in finanziellen Dingen, in puncto Gesundheitsvorsorge oder wenn es um Leib und Leben geht. Dieses Wissen und meine Erfahrungen teile ich gerne, speziell mit Frauen die planen alleine zu reisen und unterwegs zu sein.

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Die richtige Wahl des Reiseziels

Eine sichere und unbeschwerte Reise fängt für mich schon mit der Wahl des Urlaubslandes an. Es gibt immer noch Länder in denen Frauen nichts wert sind, wo ihre Rechte mit Füßen getreten werden und Missbrauch an der Tagesordnung ist. Wenn ich mich also frei bewegen möchte, ist so ein Land wahrscheinlich keine gute Wahl für einen Solo-Trip. Hier würde ich, wenn überhaupt die Sicherheit einer Gruppe oder des Partners vorziehen.

Allerdings sollte man dabei auch ganz genau prüfen wo Gewalt gegen Frauen stattfindet – ist es häusliche Gewalt oder findet sie auf der Straße statt? Oder auch, inwieweit Einschränkungen für Frauen gelten. Entsprechend den Rechercheergebnissen würde ich mich dann in diesem Land frei bewegen und gegebenfalls nur in touristischen Hochburgen bleiben. Wußtest du zum Beispiel, dass es auch Länder gibt, in denen Frauen nicht Autofahren dürfen? Wenn du ein Road Trip – Fan bist, dann ist dieses Land vielleicht nicht das richtige für dich. Oder du musst dir einen zuverlässigen Fahrer organisieren. Dinge also, über die man sich unbedingt vor Reiseantritt Gedanken machen muss.

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Selbstbewusstes Auftreten

Wie oft beobachte ich Frauen, deren Körperhaltung schon von Angst, Eingeschüchtertheit und Unsicherheit spricht. Hier ist die Aussage ganz klar: „Ich kann dir nichts entgegensetzen, du wirst leichtes Spiel bei mir haben“ und das macht sie bei potentiellen Tätern zu leichten Opfern. Wer stolz und stark auftritt, an den wagt man sich nicht so einfach heran. Deshalb ist schon ein selbstbewusstes Auftreten ein wichtiger Punkt.

In meiner Anfangszeit in Südafrika (ich habe dort gelebt) habe ich diese Haltung selbst an mir beobachtet und mit einem Selbstverteidigungskurs darauf reagiert. Es war beachtlich was sich allein durch mein neues, selbstbewusstes Auftreten verändert hat. Deshalb möchte ich es anderen Frauen unbedingt ans Herz legen stark aufzutreten und gegebenenfalls vorher an ihrer Körpersprache zu arbeiten.

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Kontrolle behalten

Wer die Kontrolle über sich verliert, wie zum Beispiel durch Drogen oder Alkohol macht sich ebenso zu einem leichten Opfer. Wer in Bars oder Diskotheken völlig betrunken und unzurechnungsfähig rumhängt, ist ein leichtes Ziel für Täter, da mit keinerlei Gegenwehr zu rechnen ist. Deshalb sage ich ganz klar, dass man wenn man allein unterwegs ist, nie die Kontrolle über sich verlieren sollte. Sich mit Alkohol abschießen kann man, wenn man vertraute Personen dabei hat, die zur Not die Verantwortung übernehmen, wenn man es selbst nicht mehr kann.

Ich achte außerdem drauf, dass mir niemand Drogen ins Glas tut und habe Wertsachen immer am Körper. Deswegen habe ich aber nicht weniger Spaß. Im Gegenteil. Ich habe so sichergestellt, dass ich die nächsten Tage auch sorgenfrei und unbeschadet meinen Urlaub genießen kann.

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Pfefferspray & Co.

Ich bin kein Fan von Waffen und Co. Auch an Pfefferspray in der Tasche scheiden sich die Geister, da es oft auch gegen die Frau selbst eingesetzt wird. Ich hatte auf Reisen bisher noch keines dabei. In manchen Ländern ist es sogar verboten. Außerdem kann es schwierig werden, dieses im Flieger zu transportieren, da es im Handgepäck nicht erlaubt ist und es selbst im Koffer Probleme geben kann.

Hier möchte ich nicht in die ein oder andere Richtung einen Ratschlag geben. Wenn es das Sicherheitsgefühl stärkt und du dich damit wohl fühlt, dann ist es sicherlich völlig ok. Klär nur vorab in welchen Ländern es verboten ist, wie die Airline es transportiert und wo du es ggf. im Ausland kaufen kannst.

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Selbstverteidigungskurs

Mindestens einen Kurs zur Selbstverteidung sollte jede Frau mal belegt haben. Einfach weil sie wirklich nützlich sind und sei es, dass man sich über seine eigene Stärke bewußt wird. Es gibt viel Sicherheit, wenn man mit ein paar Handgriffen einen Täter abwehren kann.

Aber mir ist auch völlig klar das man, wenn man nicht im ständigen Training ist, das Gelernte wahrscheinlich nicht mehr reflexartig anwenden kann. Ich halte Selbstverteidigungskurse als Reisevorbereitung also in der Hauptsache für sinnvollm um das eigene Auftreten und die Selbstsicherheit zu stärken. Und dafür sind sie wirklich gut.

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Zwischen Flexibiliät und Planung

Ich liebe es selbstbestimmt und frei unterwegs zu sein. Trotzdem ist mir Sicherheit wichtig und ich versuche auch dem gerecht zu werden. So vermeide ich es zum Beispiel nachts irgendwo anzukommen. Lässt sich eine nächtliche Anreise nicht vermeiden, dann habe ich eine Unterkunft vor gebucht. Oft kann man nicht einschätzen wie sicher es auf dem Weg von der Haltestelle bis zum Quartier ist. Um dort auch wohlbehalten anzukommen nehme deren Shuttle in Anspruch oder ich rufe mir ein Taxi.

Das kostet gegebenenfalls etwas mehr, gibt mir aber die nötige Sicherheit. Das plane ich einfach schon bei der Unterkunftssuche mit ein. Buchungswebsiten machen es einem leicht nach Shuttle vom Flughafen und Entfernung zum Ankunftsort zu suchen. Macht man sich diese Tools zu nutze, kann man so die Kosten für den Transport minimieren. Gegebenenfalls reist man bei Tageslicht weiter zur Wunschunterkunft.

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Orientierung

Wisse wohin dein Weg dich führt und vor allem wie du wieder zurück findest. Ich lasse mich auch gerne treiben, tauche ein in eine neue Stadt und laufe ziellos herum. ABER ich weiß dann auch, welche Stadtvirtel ich besser zu meiden habe. Wo man sich nachts nicht bewegt und vor allem wie ich wieder nach Hause finde.

Ich hab die Adresse der Unterkunft dabei und speichere mir diese vorab im Navi ab. Daheim im Wlan funktioniert das besser als im Reiseland selbst.

Außerdem drucke ich mir eine Umgebungskarte aus. Diese kann man dann Bus- und Taxifahrern oder Locals zeigen und irgendwer hilft einem dann meistens, den Weg zur Unterkunft zu finden.

Gerade wenn ich die Sprache nicht beherrsche, dann kann ich auf der Karte zeigen, wohin ich will. Besonders dann, wenn das Smartphone mit Navi längsst keinen Akku mehr hat nach einem langen Tag.

Auch hilft es, wenn du vorab die Verbindungen checkst und die Rufnummer das Taxiunternehmen hast. Sei flüssig um dieses dann auch zahlen zu können.

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Unterkunft

Wer aufs Geld schauen muss, der entscheidet sich oft gegen Hotels. Hostels, Airbnb und Couchsurfing machen es einem heutzutage leicht, günstig zu reisen. Aber auch hier gibt es Gefahren, die man kennen sollte und für sich minimieren kann. Daher hier mein Rat:

Airbinb/ Couchsurfing – Such dir eine Frau als Host oder eine Gastfamilie. Schau dir deine Gastgeber vorab gut an. Vertraue auf verzifizierte Hosts. Tritt vorab in Kontakt via Mail oder Skype. Lies die Kommentare anderer Reisender und wäg dann ab ob du die Unterkunft bzw den Gastgeber wählst.

Hostel – Wenn du dich nachts im Zimmer mit freumden Menschen nicht wohl fühlst, dann buch ein Einzelzimmer. Hast du Bedenken mit Männern im Schlafsaal, dann ist ein reines Frauenzimmer die richtige Wahl für dich.

Wer ganz ängstlich ist, der sollte sich vielleicht spezielle Frauenhäuser oder Reiseanbieter suchen, die sich darauf spezialisiert haben. Hier gibt es eine Fülle an Angeboten.

Oder wie wäre es im Wohnmobil unterwegs zu sein? Auch hier gibt es taffe Frauen die so die Welt für sich entdecken.

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Taxifahrten

Viele Frauen wissen gar nicht, dass auch Taxis ein Risiko sind. Noch immer gibt es viele Länder wo diese nicht stattlich registriert und kontrolliert sind. Auch das sollte man sich bewusst machen und ggf. vorher in Erfahrung bringen. In Rio de Janeiro zum Beispiel wird jedem Reisenden ans Herz gelegt, nur stattlich zugelassene Taxis zu nehmen. Für Frauen gelten diese „Regeln“ doppelt!

Auch kann man direkt beim Taxiunternehmen nach einer Frau als Fahrer fragen, wenn man sich mit einem Mann unwohl fühlt. In jedem Fall sollte man immer auf sein Bauchgefühl hören, wenn man in ein Taxi steigt. Ist einem der Fahrer suspekt, dann lieber abwinken und das Nächste nehmen. Stell sicher, dass du immer genügend Geld dabei hast. Sollte der Fall eintreten, dass nachts mal keine Busse mehr fahren, dann muss das Geld noch fürs Taxi reichen.

Achtung wenn du bisher auf der Beifahrerseite eingestiegen bist. Auch das wird in manchen Ländern als „Aufforderung“ verstanden. Setzt dich lieber nach hinten.

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Angemessene Kleidung im Urlaub

Ja, wir sind Frauen und stolz darauf schön, sexy und kurvenreich zu sein. In Ländern wie Brasilien darf man das sicherlich auch gerne und reichlich zeigen. Ganz anders sieht es in muslimischen Ländern aus. Und auch in den meisten Gotteshäusern dieser Welt ist angemessene Kleidung ein Muß. Kein tiefer Ausschnitt, keine freien Schultern, keine kurzen Röcke und manchmal sind sogar ein Tuch oder Mantel vorgeschrieben.

Mir ist klar, dass viele Frauen sich dagegen streuben, weil es für sie nicht mehr ins heutige Weltbild paßt. Trotzdem: Wem das missfällt, der sollte sich von vorn herein ein Reiseland aussuchen in dem es lockerer gesehen wird. Anstatt zu provozieren und in diesen Ländern Gefahr zu laufen mit Strafen oder gar Gefängnis bedacht zu werden.

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Schmuck und teure Kleidung

Natürlich sieht man als Frau gerne adrett aus und schmückt sich auch gerne mal. Dagegen ist auch nichts einzuwenden, wenn man sich in sicherem Terrain wie etwa der Hotelanlage bewegt. Wer aber backpack die Welt erkundet, der sollte ich gut überlegen, wieviel er aufträgt. Jeder Wert den man mit sich herum trägt macht einem zum potentiellen Ziel für Diebe.

„Wer nichts hat, dem kann auch nichts genommen werden.“ so halte ich es. Einfache Kleidung, kein Bling Bling und erst Recht kein teurer Schmuck. Überdenk einfach vorab, wo und wie du dich bewegst und ob auf der Strecke Gefahren lauern. Vielleicht ist weniger Schmuck dann einfach mehr Sicherheit?

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Handtasche

In Deutschland oder auch in Europa sind wir es gewohnt unsere Handtasche über die Stuhllehne zu hängen oder auch offen mit uns herum zutragen. Das mache ich auf Reisen nicht. Meine Tasche hat immer Körperkontakt zu mir und ich sichere sogar den Reißverschluss ab. Bin ich in einer Bar, dann ist die Tasche zwischen meinen Beinen. Laufe ich herum ist sie geschlossen und und der Reißverschluss gesichert durch einen Karabinerhaken. Das macht es selbst gewieften Handtaschendieben schwer sich zu bedienen.

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Handy

Je nach Reiseland empfiehlt sich auch auch im Umgang mit dem Handy etwas mehr Umsicht. Handys sind wertvoll – gerade in armen Ländern können sie das Überleben einer ganzen Familie für lange Zeit sichern. Deshalb hält man sich besser bedeckt und zeigt seinen Wohlstand nicht. Ich laufe also nicht mit Smartphone in der Hand durch die Gegend. Muss ich etwas nachlesen, dann im Schutze der Handtasche. Will ich telefonieren, dann suche ich mir vermeidlich sichere Orte dazu. Manchmal verzichte ich auch ganz aufs teure Smartphone und bin mit einem Billighandy unterwegs. Daran hat Niemand ein Interesse und ich laufe nicht Gefahr Opfer eines Überfalls zu werden.

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Frau im Nachtleben

Für viele gehört auch nächtliches Ausgehen zum Urlaub dazu. Grundsätzlich zu sagen, dass man das in manchen Ländern gar nicht tun sollte halte ich für Quatsch. Natürlich passiert nachts mehr, es gibt dunkle Ecken und komsiche Gestalten auf der Straße. Das gibt es in Frankfurt genauso wie in Sao Paulo, Kapstadt oder New York, vielleicht sogar in der direkten Nachbarschaft. Wichtig ist einzig das ihr wißt, wie ihr euch richtig und vor allem sicher ins Nachtleben stürzt. Informiert euch einfach, welche Locations gut geeignet sind und wie ihr unbeschadet dahin und zurück kommt.

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Neue Kontakte

Als Alleinreisende kommt man auch viel mit Menschen in Kontakt. Das liebe ich besonders. Natürlich birgt das auch Gefahren, wenn man allzu leicht vertraut. So gern ich die Menschen gewonnen habe, ich treffe mich die ersten Male auf neutralem Boden mit ihnen und teste ein wenig aus, wie vertrauenswürdig sie sind und was mein Bauchgefühl dazu sagt. Erst dann lasse ich mich zu ihnen nach Hause einladen.

Noch spezieller ist es, wenn der neue Kontakt ein Mann ist. Mädels seid hier wirklich doppelt vorsichtig und geht nicht zu leichtfertig irgendwo mit hin. Liebesgesäusel hin oder her. Wie viele Frauen wurden schon Opfer ihrer Leichtgläubigkeit und haben es bitter bereut. Teste ihn, googel ihn und komm mit seinem Umfeld in Kontakt bevor du dich auf irgendwas einlasst, was du später bereuen könntest. Öffentliche Plätze, Bars & Cafés bieten eine Sicherheit die seine Wohnung nicht hat. Erst wenn du dir absolut sicher bist, dass er es ernst meint und du dir auch mehr vorstellen kannst, dann lass dich drauf ein.

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Liebe, Sex und Leidenschaft

Verliebt sein im Urlaub und viel körperliche Nähe sind toll. Spontaner Sex für viele sicherlich auch. Ungeschützter Sex aber ganz sicher nicht. Auch wenn du dazu gedrängt wirst, lass es! Kennst du die HIV-Rate im Reiseland? Weißt du mit wie viel verschiedenen Partnern das Ziel deiner Begierde schon im Bett war? Welche Krankheiten sie vielleicht haben? Kennst du dich aus, was noch so alles übertragen werden kann? Willst du deinem Kind irgendwann mal erklären, dass du den Namen des Vaters nicht kennst, weil es flüchtig war? Gefühle und Lust sind das Eine. Verantwortung dir und deinem Körper gegenüber das Andere. Also Kopf an und Kondome in die Tasche – dann ist auch gegen Sex auf Reisen nichts zu sagen.

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Notfall

Ist doch etwas passiert – du wurdest überfallen, ausgeraubt oder mißbraucht – dann kenne die Anlaufstellen. Sei es die Rufnummer der Polizei, das nächste Krankenhaus oder die deutsche Botschaft die dir helfen kann. Speicher einen Notfall Kontakt in deinem Handy ab. Weltweit gilt der Standard ICE. Er bedeutet „In case of emergency„. Die entsprechenden Nummern auf dem Handy als „ICE“ gespeichert, erleichtert im Notfall die Verständigung von Angehörigen und die Identifikation von Verunfallten.
Kapstadt Street Art Woodstock
Fazit

Mir ist natürlich völlig klar, dass man nie ausschließen kann, das etwas passiert. Aber ich sage ganz klar, dass wir mit Bedacht und richtigem Handeln das Risiko minimieren können.

Daher ist für mich die wichtigste Regel, sich stets besonnen zu verhalten. Sich den Punkt „Sicherheit“ auch unterwegs immer wieder vor Augen zu führen und danach zu handeln.

Sei es das Pfefferspray in der Tasche oder das Selbstbewusste auftreten. Auch sollte man wissen, welche Plätze man, zu meiden hat oder wo man im Notfall schnell Hilfe bekommt.

Entgegen aller Angstmache oder jeglicher Konventionen sollten wir Frauen uns durch nichts davon abbringen lassen die Welt für uns zu entdecken. Wir sollten nur sicher stellen, dass auch gefahrlos zu tun.

In diesem Sinne: #get up & stay safe!

#infoWer mehr über Sicherheit auf Reisen erfahren möchte, der klicke sich am Besten durch meine gesammelten Infos. Vom Umgang mit Geld und Papieren bis hin zur Sicherung deiner Urlaubsfotos findest du im Reiter #Mehrwert oder im LINK alles, was dir weiterhilft!

 

Honduras Ι Copán Ruinas & das Geheimnis der Maya-Ruinenstadt

Noch immer habe ich die Augen geschlossen und versuche zu verstehen, was dieser Ort mit mir macht. Ich atme tief, gerade so als könnte ich ich die Magie und alles Zauberhafte, was mich umgibt in mich aufsaugen. Jedes Knarzen der Riesenbäume, jeden Ruf der Aras und jeden Windstoß versuche ich bewußt wahr zu nehmen. Was ist es, was einen hier so fesselt?image-2015-09-16(25)Wir sind nach Honduras gereist und besuchen die weltberühmten Ruinen von Copán. Sie sind Zeitzeugen der weit über 1.000 Jahre alten Maya-Dynastie und Sinnbild einer untergeganenen Kultur. Direkt am Eingang begegnen wir dem heiligsten Vogel der Maya, dem Ara. Wiederangesiedelt im archäologischen Park hat er hier eine alte, neue Heimat gefunden. Und mit diesen Vögeln wirkt es fast so, als sei ein Teil der Vergangenheit zurück gekehrt und hat der versteinerten Geschichte neues Leben eingehaucht. Überall auf den Ruinen findet man ihr Abbild, in Fels gehauen und als Skulpturen an den Tempeln für alle Zeit verewigt und nun zurück. Lebendig, laut und farbenfroh.image-2015-09-16(31)Wir stehen in der Schatzkammer von Honduras, inmitten einer grünen Oase umringt von meterhohen Stelen, steinernden Pyramiden und knarzigen Riesebäumen. Nein, ich hatte keine Vorstellung was mich hier erwarten würde und noch immer weiß ich nicht, was dieser Ort mit mir macht. Es ist nicht die erste Mayastätte die ich besuche und ich habe mich auch nie besonders für die Geschichte dieses Volkes interessiert. Wohl sind sie untrennbar mit der Kultur und Historie Lateinamerikas verbunden, aber emotional bewegt hat mich das nie.image-2015-09-16(8)Doch hier ist es anders. Dieser Platz hat eine Ausstrahlung, die sich mit Worten kaum beschreiben läßt. Wieder schließe ich meine Augen, drifte ab und ertappe mich dabei mir vorzustellen wie es hier rund 200 Jahre nach Christi ausgesehen haben mag. Ich erinnere mich an die Erzählungen um das Wissen der Maya, ihr Interesse an Sternen, Kunst und Architektur. Fast lebendig werden die Bilder in meinem Kopf beflügelt durch die Mystik, die diesem Ort beiwohnt.image-2015-09-16(26)Langsam steige ich die Treppen zur Akropolis hinauf und erst jetzt erschließt sich mir das Gesamtbild der Anlage. Vor mir der Große Platz, mit Ballspielplatz und Hieroglyphentreppe. Hinter mir die zwei Plaza´s mit Altar und Palast. Und über allem thronen majestätisch diese Riesenbäume. Mit ehrwürdigem Staunen bewundere ich ihren Überlebenswillen. Auf den kargen Steinmauern haben sie jede Niesche genutzt um Wurzeln zu schlagen. image-2015-09-16(27)Inzwischen sind es sehr mächtige Wurzeln und sie geben diesem Ort die Anmutung eines Märchenwaldes. Hatte ich mir nicht genau so als Kind einen Fabelwelt vorgestellt? Müßten diese Bäume nicht gleich erwachen, mir mit ihren Ästen die Hand entgegen strecken, um mich dann in ihr Reich zu entführen? Ja, genau diese Anmutung hat es hier. Ich fühle mich als schlafwandle ich durch einen Traum, erschaffen aus der Gedankenwelt eines kleinen Mädchens. image-2015-09-16Doch dieser Platz ist real. Ich kann ihn fühlen. Die durch die Sonne erhitzen Steinmauern, die schroffe Rinde der Bäume und die raue Oberfläche der Skulpturen. Ich bin von mir selbst überrascht, wie gefesselt ich von den Tempelanlagen bin und wie sehr mich die Geschichte der Menschen, die hier einst lebten, nun interessiert. Sie waren spirituell, sie hatten Opferplätze und heilige Vögel – wußten sie mehr als wir jetzt wissen? Warum sind sie um 900 n.Chr. so plötzlich verschwunden?image-2015-09-16(16)Mein Blick schweift über die dichten Wälder, das satte Grün und diese wildwüchsige Natur und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass lange Dürreperioden die Ursache des Untergang der Maya gewesen sein sollen. Nicht in dieser Gegend des Überflußes. Zumal der Mensch ja auch von jeher weiter zieht, wenn ihn das Land nicht mehr ausreichend ernährt. An die 21.000 Einwohner können ja nicht einfach verschwinden ohne Spuren zu hinterlassen, die man verfolgen kann.image-2015-09-16(33)Oder gab es doch ganz andere Ursachen die zum Untergang dieses Imperiums geführt haben? Dinge die unspirituelle Menschen nicht begreifen können? Geheimnisse, die nur die Mayas kannten? Haben sie uns in den Hieroglyohen ihrer Steintreppe vielleicht doch noch geheime Botschaften hinterlassen, die es zu entschlüssel gilt? Noch immer arbeiten Forscher und Archäologen an der Lüftung ihrer Geheimnisse.image-2015-09-16(35)Zu gerne würde ich verstehen was auf den Steinblöcken verewigt ist, zu neugierig machen mich die riesenhaften Skulpturen ihrer Herrscher und zu interessiert bin ich an den Relikten ihrer Zeit. Sehr lebendig kann ich mir daher vorstellen, wie sich Wissenschaftler mit allergrößter Hingabe um die Lüftung der Maya-Geheimnisse bemühen, wie sie alte Inschriften vergleichen und versuchen Puzzelteil für Puzzelteil zu einem Gesamtbild zusammen zu fügen.image-2015-09-16(36)Doch plötzlich kommt mir der Gedanke, dass ich es gar nicht mehr wissen will. Was, wenn die Lösung wirklich eine ganz simple ist? Verliert dann dieser Ort seine Magie? Muß dann Vorstellung nüchterner, belegbarer Fakten weichen? Für mich, jetzt und hier und heute steht fest, dass ich keine Erklärung mehr möchte. Zu schön, zu gedankenintensiv, zu abschweifend, zu phantasievoll waren meine eigenen Überlegungen und diese gönne ich auch Jedem der sich wie ich der Magie von Copán Ruinas hingibt.image-2015-09-16(34)Wer nach dieser Geschichte doch neugierig geworden ist, welche Historie sich hinter den Mauern, Stelen und Skulpturen verbirgt und welche sagenhaften Bilder noch verborgen blieben, dem sei mein Folgeartikel im Link empfohlen!

 

Pinterest-Copan-Geheimnis

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Fotoparadiese-Reise-besonderen-Orten

Fotoparadiese – Reise mit mir zu besonderen Orten

Meine Fotoparadiese und Geschichten sollen dich zum Reisen inspirieren! Auf die Idee dazu gebracht hat mich Michael von Erkunde-die-welt.de. Mit seiner Fotoparade zum Thema „Was waren deine schönsten Bilder?“ macht er regelmäßig Lust zu schauen, was das letzte halbe Jahr so erlebnisreich gemacht hat. Michael hat wie immer ein paar Themen vorgegeben, zu denen es galt Fotos und Geschichten zu finden. Folgende Kategorien sind diesmal gefragt: ungewöhnlich / entspannt / fern / beleuchtet / alt / schönstes Foto. Weil aber diese Rubriken nicht alles abdecken, adde ich wie immer noch ein paar Schnappschüsse, die mir am Herzen liegen und dir Lust machen sollen, auch an diese wunderbaren Orte zu reisen! Also dann mal los:

Ungewöhnlich schön

Kaum waren im Frühjahr die ersten Sonnenstrahlen zu erblicken, zog es mich ans Meer. Und weil das Gute so nahe liegt, bin ich nach Den Haag an die holländische See gefahren. Im Stadtteil „Scheveningen“ findet man das Museum Beelden aan Zee mit ganz einzigartigen Skulpturen. Das „Frauengesicht“ von Igor Mitoraj, ist direkt in die Dünem am Meer eingebettet und ein echter Hingucker. Mehr Fotos und Impressionen findest du auf meiner Flickr-Seite.

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Entspannter Seelenort

Das Millinger Theetuin ist ein kleines Teehaus mit tropischem Garten, eine einzigartige Oase und einer meiner Seelenorte. Als Garten für Erholungssuchende angelegt, ist diese kleine Oase ein wahres Paradies und der wohl entspannteste Ort, den ich bisher in den Niederlanden gefunden habe. Eingebettet in die fast schon unscheinbare Landschaft des Naturschutzgebiet Millingerwaards, erwartet hier wohl niemand eine so außergewöhnliche Anlage. Erschaffen von einem Pärchen das gerne reiste, besticht diese Ort durch eine Sammlung von „Urlaubsmitbringseln“. Seien es die Pflanzen aus exotischen Gebieten, die Fliesen aus Marocko oder die Tees aus aller Welt. Wer hier nicht Ruhe, Entspannung und Ausgeglichenheit finden, dem ist wohl wirklich nicht mehr zu helfen. *zwinker* Probiers doch einfach mal aus! Mehr Fotos, die dir einen Eindruck dieser besonderen Location geben sollten, findest du auf meiner Flickr-Seite.

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Fern-betrachtet

Aus der Ferne betrachtet habe ich diesen März mein geliebtes Kapstadt. Für eine Woche bin ich nach Südafrika geflogen, habe meine alte Heimat besucht und all meine lieben Freunde dort. Für Sightseeing blieb eigentlich schon fast keine Zeit, weil ich im Schnitt drei Wiedersehensverabredungen am Tag hatte. Ein kleiner Ausflug in die Luft musste dann aber doch drin sein. Mit der Maschine eines Bekannten ging es über Blouberg, Robben Island bis über den Strand von Nordhook und zurück über Chapmans Peak Drive, Camps Bay und Sea Point. Ein Wahnsinnserlebnis! Sollte euer Weg mal nach Kapstadt führen, dann bucht euch in jedem Fall auch einen Rundflug, denn es lohnt sich so sehr. Neugierig geworden? Ganz viele Fotos und Videos findest du im LINK.

Kapstadt-Luftaufnahme

Beleuchtet, verkannt, benutzt

Diesen Schnappschuss habe ich auch aus Kapstadt mitgebracht. Er zeigt eine Skulptur, überdimensional großer Ray Ban Sonnengläser, die zu Ehren Nelson Mandelas an der Sea Point Promenade aufgestellt wurde. Was diesen herausragenden Menschen mit einer amerikanischen Sonnenbrillenmarke verbindet, ist und bleibt mir ein Rätsel. Aber Kunst muss man ja auch nicht verstehen. Und weil sie auch so richtig niemand als solches sieht, wird sie gerne als Kletterplatz und Fotomotiv genutzt. Das geht natürlich am Besten zum Sonnenuntergang, wenn das Licht in Kapstadt so richtig magisch wird und selbst diesem blechernden Ungetüm noch einen gewissen Charme abgewinnt. Wenn du noch mehr von Kapstadt und meinem City-Trip sehen möchstes, dann schau im Flickr-Album nach.

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Alt, Altertum, altertümlich

Meine Schlösserreise durch Sachsen führte mich auch zur Burg Mildenstein. Durch die fast 1000-jährige Geschichte gibt es hier richtig viel zu entdecken. Ich konnte Rittersäle, Schatzgewölbe, Dachstühle und Folterkammern erkunden und das sogar unter Führung dieser wunderbaren Dame, die extra für uns ins Mittelalterkostüm geschlüpft ist. Und weil sie darin so wunderbar authentisch aussieht, ist sie mein Foto unter dem Motto „alt“. Falls du es mir gleich tuen möchtest und in diese Epoche der Zeit abtauchen möchtest, im LINK findest du noch mehr Impressionen.

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Liebstes Foto

Ach, ich kann mich ja nie entscheiden, welches das schönste Foto ist. Aber diesen Schnappschuss von Scheveningen mag ich unheimlich gerne. Ich liebe diese alten Ferngläser und spiele gerne mit ihnen auf Fotos. Im Hintergrund dieses Bildes sieht man das alte Kurhaus des Seebades. Ein mondänes Gebäude, was einem schon enigermaßen Staunen abgewinnt, besonders wenn es so schön ausgeleuchtet ist, wie hier zum Sonnenuntergang. Viele weitere Motive gibts auch hier in meiner Bilder-Sammlung auf Flickr.

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Street Art

Die letzten Jahre entwickle ich einen immer größer werdenden Faible für Street Art. Damit sind nicht Schmierereien auf frisch renovierten Hauswänden gemeint, sondern Werke die häßliche, heruntergekommende Gebäude, Fassaden oder Brücken zieren und Geschichten erzählen. Bei diesem Bild von Gollum auf Malta fühlte ich mich erstmal nur von seinen Augen angezogen und es brauchte einen Moment bis ich die Aussage verstand. Gollum hat einen Euro in der Hand. Seinen Schatz, wie im Film. Bezieht man diese Szene auf das verlassene und heruntergekommene Hotelgebäude, ergibt sich folgende Sinnhaftigkeit für mich: Hier hat jemand schnell Geld verdienen wollen, aber ist mit der Immobilie auf lange Sicht nicht glücklich geworden. Jetzt ist der „Schatz“ nur mehr ein Schandfleck in der Landschaft, der einzig durch dieses Bild noch zum Hingucker wird. Meine noch recht übersichtliche Sammlung an Street Art Aufnahmen findest du im LINK.

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Sommerjung

Eines meiner genialsten Erlebnisse in diesem ersten Halbjahr 2017 war der Besuch eines Ferienlagers für Erwachsene. Ganz in der Nähe von Bremen haben ein paar ambitionierte Leute einen Abenteuerspielplatz geschaffen, der mich nicht nur in die Kindheit zurück katapultiert hat, sondern mir auch gezeigt hat, wie wertvoll es ist sich kindliches zu erhalten. Sich wieder frei zu machen von Konventionen, von Social Media, Technik und all unseren beschränkenden Gedanken. Ich hatte danach Bauchmuskelkater vom Gröhlen, blaue Flecken vom Wasserseifenrutschen & Bogenschießen, Stimme weg vom Anfeuern, sandige Füße vom Barfußlaufen, schwere Beine vom Auf & Abhüpfen auf der Tanzfläche, Sand in der Kleidung vom Nacktbaden um 4 Uhr in der Früh, rote Augen von zu wenig Schlaf, Ruß am Oberarm vom Feuermachen während des Surviveltrainings, sonnengelbe Farbe auf der Schulter von der Teamchallange, Mückenstich am Fuß vom Milchstraße bestaunen, Sonnenbrand vom Chillen am Strand, Blase an der Zehe vom Rennen bei der Schatzsuche, zerstörte Frisur nach exzessivem Headbangen, Lachfalten im Gesicht von schmutzigen Songtexten bei der Talentshow, das Gleichgewicht eingebüßt beim Kung Fu, ´nen Krampf im Po vom Klettern auf die Badeinsel, Zeitgefühl verloren vom Leben ohne Uhr, Angstschreie im Ohr von der Nachtwanderung und war herzgebrochen von wunderbaren Menschen beim Abschied. Das Wochenende im Ferienlager war schmerzhaft, aber eines der genialsten überhaupt! Ein Video gibts auf YouTube!

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Filmkulisse

Geliebt und gehasst wird Popeye Village eine Kulissenstadt auf Malta. Der Ort befindet sich etwa zwei Kilometer westlich der Stadt Mellieħa, im Nordwesten der Insel am Ufer der Anchor Bay. Er wurde für extra für den Film Popeye – Der Seemann mit dem harten Schlag erbaut und ist nun ein Freizeitpark, von dem viele nicht begeistert sind. Trotzdem ist er ein wunderbares Fotomotiv, so eingebettet in seine Kulisse aus Felsen und türkisblauem Meer. Ich war jedenfalls fasziniert, aber ich war ja auch nicht drin *lach*. Inspiration für Malta gewünscht? Dann folge dem LINK.

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Luftikus

Auch dieses Jahr hat es mich wieder an die Nordsee gelockt zum Drachenfest. Zur Abwechslung aber nach Büsum. Leider war das Wetter hundsmiserabel an diesem Wochenende im Juni und es blieb nur ein kurzer Slot, um mit Sonne zu fotografieren. 20 min Schönwetter reichten dann zumindest für ein paar Schnappschüsse der vielen fröhlichen Drachen. Wer Freude an diesen windigen Figuren hat, der sollte eines der vielen Drachenfeste im Sommer an den deutschen Küsten besuchen. Hier mal der LINK zu den Bildern aus dem letzten Jahr in Sankt Peter Ording bei perfektem Sommerwetter.

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Mondän

Der Speisesaal auf Schloss Moritzburg in Sachsen ist noch so ein Ort, der mich auf meinen Reisen unglaublich fasziniert hat. Dieser Raum ist riesig und lichtdurchflutet und selbst wenn man keine Tiertrophäen mag wie ich, dann zieht einen dieser Saal doch in seinen Bann. Überhaupt ist Schloss Moritzburg eine phantastische Fotokulisse – innen wie außen! Fotos zur Schlösserlandsachsen-Reise sind auch auf Flickr zu finden.

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Das Letzte…

… Bild ist aus Innsbruck in Österreich und zur Abwechslung bin ich auch mal selbst zu sehen. Schön oder gelungen ist das Foto nicht, aber was soll man machen, wenn man immer alleine unterwegs und der Fotograf ist? Na vielleicht schaffe ich es ja in der zweiten Jahreshälfte, dass ich mal das Motiv bin, dass es würdevoll in diese Sammlung schafft. *lach*

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Fotoparadiese

Ich hoffe dich hat meine kleine Bilderreise inspiriert rauszugehen und die schönen Seiten der Welt zu erleben. Wenn du Fragen zu einzelnen Locations hast, melde dich bei mir. Ich helfe immer gerne weiter. Wer seine Meinung direkt hier lassen möchte, darf sich gerne in den Kommentaren austoben und mir eine Botschaft hinterlassen. Ich freue mich drauf. Danke für deine Aufmerksamkeit!

Und nun:

#get up & rock!

 

Bist du bei Pinterst?

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Malta-erleben-Highlights -Tipps-Inseltrip

Malta erleben – meine Highlights & Tipps für deinen Inseltrip!

Malta, das ist ein kleiner Inselstaat im südöstlichen Mittelmeer und in ca. 3h Flugzeit von Deutschland aus zu erreichen. Er ist ein Archipel bestehend aus den drei bewohnten Inseln Malta, Gozo und Comino sowie aus den unbewohnten Kleinstinseln Cominotto, Filfla, St. Paul’s Islands und Fungus Rock. Doch Malta spaltet die Geister, wenn es um seine Schönheit geht. So geht es auch mir und ich frage mich: „Ach, Malta was ist das nur mit uns?“

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Zu Recht

Ja, die Kritiker haben völlig Recht, wenn sie über Malta schreiben die Insel sei verbaut, die glühende Sommerhitze raubt den Verstand und dieser schrecklich zähe Verkehr sei eine Zumutung. Aber dann wieder ist die Insel so ganz anders, besticht dich mit Abgeschiedenheit, mit ihrem türkisblauen Meer, mit bunten Fischen die um deine Beine schwimmen, mit schaukelnden Booten in malerischen Häfen und barocken Prachtbauten, die dir den Atem rauben. So ist das in Malta und entweder man liebt es oder kehrt nie wieder dahin zurück.

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Malta my love

Ich wollte nicht wiederkommen. Zwar fand ich alles ganz reizend auf Malta, aber die Welt ist groß und zu schön für Wiederholungen. Deshalb war für mich nach dem ersten Malta Aufenthalt klar, dass es eine einmalige Sache bleiben würde. Wäre da nicht die Sache mit der Liebe gewesen (siehe LINK), die mich zurück brachte. Und diesmal wendete sich das Blatt und es war nicht ein Mann der mich bezauberte, sondern es war Malta selbst, was mich in seinen Bann zog. Was mich letztlich doch an der Insel unheimlich fasziniert hat, möchte ich hier mit dir teilen und hoffe mein Beitrag macht Lust, dem kleinen Archipel eine Chance zugeben. Also dann mal los! Ich nehme dich mit zu einer Malta Umrundung:

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Der Hafen von Marsaskala

Es ist 7 Uhr in der Früh und der kleine beschauliche Fischerbootshafen von Marsaskala wird gerade von der Sonne wach geküßt. Genau jetzt, ist für mich die beste Zeit für einen Besuch hier. Ruhig schaukeln die ankernden Boote in der Bucht, langsam erwacht das Leben, öffnen die ersten Shops und gleiten die ersten Fischer hinaus aufs Meer. Die Häuserfront spiegelt sich im Hafenbecken, der Kirchturm weckt die noch schlafenden Bewohner mit seinem besonderen Glockenspiel und die ersten Frühaufsteher wie mich, zieht es ans Meer. Genau diese ruhige und entspannte Atmosphäre macht den Hafencharme von Marsaskala so besonders. Natürlich ist er zu jeder Zeit schön anzusehen, aber seinen vollen Charme genieße ich am liebsten beim Erwachen eines neuen Tages. Ich schlendere am Hafenbecken entlang, grüße freundlich die Spaziergänger und genieße einen duftenden Kaffee einer der Bars. Es ist wunderbar, hier so einem neuen Tag zu begegnen und ganz entspannt zu starten.

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Carmelo Abela & Titti – Maltas Berühmtheiten

Wer in Marsaskala am frühen Morgen die Augen offen hält, wird Carmelo Abela & Titti, seinem Jack Russel beim Morgenspaziergang begegnen. Die Beiden sind eine Berühmtheit auf Malta. Bekannt sind sie für ihre synchronen Klippensprünge in der nahegelegene Bucht von St. Peters Pool. Die Beiden sind unzertrennlich und ihr Element ist das Wasser. Wann immer Carmelo frei hat, verbringen er und sein Hund die Nachmittage in der Bucht und begeistern ihre Fans mit wagemutigen Sprüngen von den weißen Klippen. Inzwischen pilgern Fernsehteams aus der ganzen Welt nach Malta, um die Beiden zu filmen. Schau mal im LINK was sie so drauf haben!

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Faszination Street Art

Leuchtend blaue Augen schauen mich an, von einer Wand eines ehemaligem Hotelkomplex, welcher jetzt nur mehr eine schäbige Ruine ist. Als ich weiter auf diese Augen zulaufe, die mich magisch anziehen, erkenne ich Gollum! Die Figur aus der „Herr der Ringe“ Saga. Bei noch genauerem Hinschauen fällt mir die Euromünze in seiner Hand auf. Übertragen auf den Film, wohl sein Schatz. Auf die Position und das verrotete Gebäude bezogen, hat hier auch jemand versucht einen Schatz in Form eines Hotels zu haben und das schnelle Geld zu machen. Davon ist jetzt nur dieses erbärmlich heruntergekommende Gebäude übrig. Diese und andere Gedanken sind für mich der Geniestreich hinter Street Art. Diese Kunstform ist oft sozialkritisch und es obliegt dem Betrachter zu interpretieren. Zwar ist Malta kein Mekka der Street Art, aber dieses Gebäude am Rande zu St. Thomas Bay, solltest du dir unbedingt mal anschauen.

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St. Thomas Bay mein Liebling

Hier leuchtet das Meer in seinen schönsten Farben, denke ich mir als ich das erste Mal an der St. Thomas Bay stehe. Mit großen Augen bestaune ich die weißen Klippen, das Blau des Ozeans und das Idyll dieses kleinen Paradieses. Die Bucht hat viele Facetten mit Klippen, Sandstrand, Hafen und zum Teil ärmlich anmutenden Hütten am Hafen. Doch in erster Linie hat sie Charme und man muss sich auf sie einlassen. Hier treffen sich die Locals nach Feierabend und am Wochenende. Hier ist nix schicky micky, sondern hier kann man noch man selbst sein und das genieße ich besonders in St. Thomas Bay. Wer etwas abseits lauschige Plätzchen sucht, der sollte sich nicht scheuen einen kurzen Spaziergang im angeschlossenen Naturreservat zu machen. Von dort gibt es Pfade zu den Felsen am Meer, die herrliche private Badeplätze versprechen. Probiers aus!

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Die bunten Boote von Marsaxlokk

Luzzus nennt man die bunten Boote auf Malta, aber nicht in jedem Hafen findet man sie noch. Ganz sicher aber wirst du in Marsaxlokk fündig. Hier ankern so viele dieser traditionellen Fischerboote, dass jeder sein ach so typisches Malta-Boots-Motiv finden wird. Auch in diesem Hafen findet man noch diese Ursprünglichkeit der Insel mit ihren Fischern, deren Netzen und der Zeit, die hier geradezu stehen geblieben zu scheint. Ich komme gerne her, wenn die Sonne die goldene Stunde am Nachmittag einleutet. Wenn alles in mildes Licht getaucht wird und die Wärme förmlich zurück gespiegelt wird. Man kehrt in eine der Bars ein, ordert ein kühles Glas Wein und lässt den Blick über den Hafen schweifen. Man beobachtet schlafende Rentner auf den Bänken, Luzzus die sanft im Wasser schaukeln und natürlich auch die herumstreunernden Touristen mit ihren Kameras. Mein Tipp zum Fotografieren der Luzzu´s findest du auf YouTube!

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Traumbucht St.Peter’s Pool

Leuchtend, türkisblaues Meer in dessen Wellen bunte Fische zu tanzen scheinen, dazu eine Bucht wie man sie sich schöner nicht ausmalen kann, das ist St. Peter´s Pool ganz in der Umgebung von Marsaxlokk. Vor noch gar nicht so langer Zeit war dieser himmlische Flecken Erde ein Geheimtipp. Inzwischen pilgern die Touristen in Strömen hier her, springen wagemutig von den Klippen, schnorcheln im glasklaren Wasser und sonnen sich auf den Sandsteinklippen. Wer es belebt mag, wer auf wagemutige Klippensprünger steht und vielleicht auch selbst gerne zeigt, was er so drauf hat, der ist hier genau richtig. Meine Zeit allerdings ist hier, wenn noch keine Badefreudigen die Bucht säumen. Morgens vor 10 Uhr und am Besten unter der Woche, hat man die kleine Bucht noch für sich alleine. Dann breite ich hier in Ruhe mein Handtuch aus, gleite neben den kleinen Fischen ins Meer und lass mich dann in aller Ruhe treiben. Genau zu dieser Zeit ist St. Peter´s Pool für mich immer noch der Insider, der er mal war. Unentdeckt, wildromantisch und ein Ort an dem die Seele auflebt. Lust auf einen Videoschwenk? Schau auf mal auf meinem YouTube Kanal.

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Blue Grotto – die blaue Grotte von Malta

Ein Bootsausflug zu den blauen Grotten ist schon fast ein Muss, bei einem Ausflug auf der Insel. Entsprechend gefragt sind diese Touren auch bei Touristen. Entweder man ist gleich ganz früh am Morgen da und genießt zudem den besonderen Lichteinfall oder man stellt sich brav in die Reihe der wartenden Ausflügler, die dann später hier eintreffen. Ich hatte Glück und war zur Nebensaison hier, der Ansturm hielt sich in Grenzen und ich konnte den kleinen Ausflug in den typischen Booten genießen. Ganz besonders beeindruckt war ich aber nicht etwa von den Grotten selbst, sondern von den Meerestieren, die man unterwegs beobachten konnte. Zumindest bei meinem Besuch konnte ich etliche wunderschöne, im Meer schwebende Quallen aufstöbbern, die sich auch von uns Touristenbooten nicht stören ließen.

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Entlang des Weges

Runter von der Hauptstraße, rauf auf die kleinen Gassen, das liebe ich und gerade auf Malta entdeckt man immer wieder Highlights entlang des Weges. Zwar erfordern die engen Straßen etwas fahrerisches Können und die Bereitschaft auch mal den Rückwärtsgang einzulegen. Dafür entdeckt man aber auch schon mal so hübsche Perlen, wie diese kleine Kapelle ganz in der Nähe von Dingli. Sei also mutig und geh auch mal andere Wege, um die Insel für dich zu entdecken. Sicher ist Malta allemal – auch für Frauen.

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Die Badestelle Ghar Lapsi

Wenn die Malteser aus den Dörfern zwischen Dingli & Blue Grotto nach Feierabend noch Freunde und Familie treffen wollen und es sie trotzdem an den Strand zieht, dann trefen sie sich gerne auch in Ghar Lapsi. Hier verabreden sich die Einheimischen zum Essen, Reden und Badengehen. Wer also so richtig in das Leben der Malteser eintauchen will, der ist hier ab dem späten Nachmittag genau richtig. Wer dieses Plätzchen für sich haben möchte, dem empfehle ich, einfach morgens ganz früh da zu sein. IMG_7761

Dingli Cliffs – Klippen mit Weitsicht

Bis zu 250 Meter über dem Meer fallen bei Dingli Cliffs die Steilwände ins Meer und bilden somit ein imposantes Bild welches besonders Naturliebhaber und Wanderer anzieht. Das beliebte Ausflugsziel verlockt aber auch, sich einfach mit einem Picknickkorb niederzulassen und einfach nur die Aussicht zu genießen. Aktivurlaubern würde ich in der Nebensaison, wenn es nicht ganz so brennend heiß ist auf Malta, sogar eine Radtour zu Dingli empfehlen. Der Verkehr hält sich hier in Grenzen und so ist eine Fahrt entlang der malerischen Küste ganz sicher auch ein Highlight.

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Mdina – Perle Maltas

Malet (Zufluchtsort) nannten Phönizier die Stadt mit dem Wall bereits um 1000 v.Chr. Heute ist Mdina im Zentrum der Insel einer der beliebtesten Ausflugsziele und gerade an den Tagen an denen Kreuzfahrtschiffe anlegen sehr gut besucht. Das sollte einen aber in keinen Fall davon abhalten, dieses Juwel zu besuchen. Ich habe es geliebt zwischen den historischen Häusern in den malerischen Gassen zu wandeln, die kleinen Galerien zu besuchen und die Gastronomie der Stadt voll auszukosten. Übrigens lohnt sich neben Mdina auch der Besuch der Schwesterstädte Rabat und Mosta. Empfehlen würde ich dir, in den Sommermontaten, einen Besuch in den Abendstunden, wenn sich die Ausflügler der Schiffe wieder zum Hafen bewegen. Auch soll Mdina nachts eine grandiose Fotokulisse bieten, dass habe ich allerdings noch nicht ausprobiert.

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Il-Gnejna

Ġnejna Bay (Maltesisch Aussprache: [dʒˈnɛjna] ) ist ein beliebtes Ziel und befindet sich ca. 1 km von der Ortschaft Mġarr an der westlichen Küste Maltas. Der Strand hier ist überwiegend sandig, bietet aber auch unzählige Sandsteinplattformen auf denen man sich ausgiebig Sonnenbaden kann. Kinder lieben diese Bademöglichkeit, weil sie hier wunderbar toben und von den Felsen in die ruhige Bucht springen können. Zwar ist der Strand bei Touristen beliebt, aber ich habe zum Sonnenuntergang hier fast nur Einheimische getroffen. Fast ungestört ist man in der Nebensaison in den Vormittagsstunden, wo hingegen es hier in der Hochsaison und am Wochenende schon mal ordentlich trubelig zugeht.

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Popeye Village

Das Filmdorf welches als Kulisse für die Verfilmung des Comics „Popeye“ diente, ist eine der meist besuchten Touristenattraktionen der Insel und auch an dieser Sehenswürdigkeit scheiden sich die Geister. Heute ist Popeye Village ein Freizeitpark den man wollen muss. Ich habe mich mit Fotos der Kulisse begnügt, weil ich kein Fan solcher Touristenbespaßung bin. Ich kann aber durchaus verstehen, dass es für Familien ein lohnendes Ziel sein kann. Fotografen empfehle ich, auf die Lichtverhältnisse zu achten, denn nicht immer sieht die Bucht so malerisch türkis aus.

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Gozo & die Reste des Azur Windows

Kein Malta Besuch ohne einen Auflug auf die Insel Gozo, die bei vielen sogar noch beliebter ist als die Hauptinsel, einfach weil sie mit ländlicher Idylle die eher ruhesuchenden Reisenden lockt, für die Natureindrücke wichtiger sind, als ein abendliches Unterhaltungsprogramm. Hier bestimmen grüne Wiesen, Felder und Weingärten mit Steinmäuerchen das Landschaftsbild. Noch bis Anfang März war das Azur Window, ein aus aus der Dwerja Bay ragender Feldsen, die Sehenswürdigkeit schlecht hin auf Gozo. Rauer Wellengang und ein heftiger Sturm brachten das steinige Meisterwerk vor den Augen der Touristen zum Einsturz. Ich war genau einen Monat zu spät da und mir blieb nur die Bewunderung der Steilküste ohne seine Naturschönheit. Ein Ausflug lohnt sich in meinen Augen aber trotzdem noch. Mutige gehen hier in den natürlichen Pools, mit ihrem türkisblauen Meerwasser, baden und nutzen die Kulisse für Selfies.

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Mellieha Bay – Maltas längster Sandstrand

Das Wasser auf Malta läßt sich immer abwechselnd mit „kristallklar“, „türkis“ oder „tiefblau“ beschreiben und hingegen aller Vorurteile findet man auf der Insel auch jede Menge Sandstrände. Der längste und wohl auch beliebteste Strand ist Mellieha Bay. Ich muss zugeben, dass ich ihn nur aus der Ferne beobachtet habe, weil ich auf Abgeschiedenheit und kleine Buchten wert lege. Mellieha Bay ist aber, dank seines flachen Wassers sowie der kaum vorhandenen Strömung, ein sehr beliebtes Ausflugszeil für Familien und Wassersportler.

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Parish Church of Mellieha – das Fotomotiv

Das Gotteshaus liegt in einer schönen Aussichtsposition über der Stadt und der Bucht, was es bei Fotografen so beliebt macht. Ich bin auf die gegenüberliegende Seite gefahren, weil man hier wunderbar die Serpentinenstraße und das saftige Grün der Parkanlagen mit einfangen kann. Die Kirche von Mellieħa ist der ganze Stolz dieses Ortes im Norden Maltas. Das eindrucksvolle Gotteshaus spielte eine wichtige Rolle in der Geschichte von Mellieħa, welche stark mit der Piraterie verknüpft ist. Wer sich für Seemansgarn interessiert, dürfte hier ganz bestimmt fündig werden.

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Selmun Chapel & Selmun Palace Hotel

Auf dem Weg zum beliebten Hotel „Selmun Palace“ passiert man automatisch die kleine Kirche Selmun Chapel, die am Wegesrand liegt. Durch ihre exponierte Lage bietet sie ein hervorragendes Fotomotiv und einen exzellenten Ausblick auf die St. Paul´s Bucht. Du solltest also nicht nur Augen für das berühmte Hotel haben, sondern auch an dieser Stelle mal anhalten und dich umsehen.

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Fort Campbell als Aussichtspunkt

Fort Campbell ist zugegebenermaßen ein ziemlicher Schandfleck in der wunderschönen Landschaft der Selmun Halbinsel. Das alte Militärgelände ist heute nur mehr eine Ruine, allerdings muss man auch zugeben, dass es durch seine strategische Lage einen hervorragenden Rundumblick bietet. So zum Beispiel zu St. Paul´s Bay und der kleinen Nachbarinsel St. Pauls Island, die du auf dem Foto siehst. Nur wenige Touristen verirren sich hier her, so dass man die Abgeschiedenheit dieser Region und ihre Naturschönheit in vollen Zügen genießen kann. An weniger heißen Tagen bietet sich auch eine Wanderung entlang der Küste an.

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Café del Mar Malta – Platz der Schönen & …

Das Café del Mar Malta liegt in direkter Nachbarschaft zum Aquarium und ist der Spot für alle die gesehen werden wollen. Die schicke Anlage läßt sich den Eintritt allerdings vergolden und nur mal eben zum Essen dahin gehen, geht leider auch nicht. So kommt es, dass der eigentliche Spirit eines Café del Mar hier gänzlich nicht existiert, weil nicht die hippen Leute da sind, sondern die mit dicker Geldbörse. Unerwähnt wollte ich den Club dennoch nicht lassen, denn eine Augenweide ist er allemal.

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Malta National Aquarium – Die schlechtwetter Alternative

Malta bietet 300 Sonnentage im Jahr, sollte man hier dennoch mal einen verregneten Tag erwischen, dann empfiehlt sich ein Ausflug ins Malta National Aquarium. In dem an der Qawra Seafront gelegenen Gebäude können Besucher in 26 Aquarien 130 verschiedene Fischarten bewundern. Besonders für Familien, die ihren Kindern mehr über die Lebewesen des Mittelmeers vermitteln wollen, ist die Ausstellung sicher eine sehr gute Anlaufstelle.

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Silema – die junge Seite Maltas

Für mich ist Silema das Mekka der jungen Leute Maltas. Der Altersdurchschnitt ist hier deutlich unter dem anderen Gemeinden und den anderen Lifestyle sieht man auch ganz deutlich. Wer eintauchen will, dem empfehle ich zum Sonnenuntergang das Paradise Exiles. Die Bar ist ziemlich simpel, aber hier trifft man sich und genießt den Abend. Aber auch andere Bars und Restaurants an der Beachpromenade können sich durchaus sehen lassen.

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Grand Harbor – der große, wunderbare Hafen

Der große Hafen von Valletta ist für mich einer der schönsten Plätze auf Malta. Ich könnte stundenlang auf Mäuerchen sitzen und dem Treiben hier zuschauen. An seinen Ufern bewegtes Treiben von fotografierenden Touristen und vorbei trabenden Kutschen. Im Becken selbst wechseln sich majästetische Segelboote, bunte Luzzus, Expeditionsschiffe und Kreuzfahrtriesen ab. Mein Tipp: Zum Sonnenuntergang zum Fuß von Fort St. Angelo pilgern. Die Badestelle ist der ideale Sundowner-Platz und ein super romantischer Picknick-Spot.

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Valletta, Floriana und andere wunderbare Stadtteile

Sei es Valetta, Floriana, Senglea, Cospicua oder Vittoriosa, irgendwie sind in Malta die großen Stadtteile alle komplett miteinander verschmolzen. Und alle haben diesen wunderbaren, mediterranen Chame, hinreißende Gassen, diese besonderen Erker und es fällt schwer die Grenzen zwischen den Virteln auszumachen. Es ist herrlich hier den Tag zu verbringen und diese lebensfrohe und lebensnahe Stadt zu erleben. Ich empfehle sich Zeit zu nehmen für ausgiebige Spaziergänge, Fotostops und natürlich auch für die exzellente Küche hier. Zur Abkühlung solltest du dir ein Eis bei Amorino in Valletta gönnen. Schöner geformtes Eis habe ich noch nirgends auf der Welt entdeckt und lecker ist es noch dazu. Vertrau mir, ich bin Eis-Experte!

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St. Pauls Ships Wreck Church

Etwas versteckt im Herzen von Valletta liegt St. Pauls Ship Wreck Church. Wer den Andrang in den anderen Kirchen scheut, wird hier noch eine kleine Stätte der Ruhe finden, denn diese Kirche ist etwas versteckt, dafür aber ist sie ein kleines Juwel und Ort für Einkehr und Rückzug, wenn es draußen hektisch hergeht. Überhaupt solle man sich Zeit nehmen, die ein oder andere Kirche auf Malta zu besuchen. Nicht nur, weil der Inselstaat auch eine Wiege des Christentums ist, sondern weil Kirchen immer auch ein Teil der Geschichte einer Region sind und gerade diese hier eine große Rolle gespielt hat.

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Feuerwerk – Malta feiert das Leben

Die Malteser lieben einfach Feuerwerke. Und neben den täglichen Gunshots von den Terassen in Valletta aus, wird dir auf der Insel so Einiges an „Ballerei“ begegnen. Gerade im April, wo in jeder Gemeinde die Europäische Untion gefeiert wird, kannst du dir schon fast sicher sein, mindestens einmal Gast eines solchen Spektakels zu sein. Mir hat das Feuerwerk über dem Grand Harbor in Valletta am Besten gefallen. Googel einfach mal ein bischen für die aktuellen Termine, stell dich aber gleichzeitig auf viel Verkehr ein und nimm besser den Bus ins Zentrum.

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Wundervolle Menschen

Für mich ist der Kontakt zu Einheimischen die Würze einer jeden Reise. Ich lasse keine Gelegenheit aus, mit ihnen ins Gespräch zu kommen und auf Malta, wird das sehr begrüßt. Als ehemalige britische Kolonie, spricht jeder englisch auf der Insel und das macht es einfach, sich hier zu verständigen. In noch keinem Urlaubsland davor, bin ich so oft zu Kaffee, Wasser, Bier und einem Plausch eingeladen worden wie hier. Und ich liebe es, mich zu den alten Fischern an den Hafen zu setzen, in Cafés zu plauschen oder beim Stöbern mit den Marktfrauen zu ratschen. Diesen netten Herren habe ich am Straßenrand in Marsaxlokk getroffen. Er fragte mich beim Vorbeilaufen, ob ich ihm nicht Gesellschaft leisten wolle. Über eine Stunden saßen wir zusammen und philosophierten über das Leben. Einfacher kann man nicht in Kultur und Lebensweisen eintauchen als so, finde ich.

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Danke für deine Begleitung!

Ich hoffe meine kleine Malta-Rundreise hat dir gefallen und dich inspiriert selbst das schöne Insel-Archipel zu besuchen. Danke für deine Aufmerksamkeit. Wenn du noch Fragen zu meine Tipps hast, dann nimm gerne mit mir Kontakt auf. Kommentiere hier, skype mich an oder schreib mir via Facebook – ich bin für dich erreichbar.

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In diesem Sinne:

#get up & experience Malta!


Du planst dir in Malta ein Auto zu mieten? Ich hab das auch schon gemacht und möchte dir Tipps mitgeben, wie du das am Besten machst. Zwar gehört Malta zur EU und es sollte leicht sein hier Autozufahren, aber mit Linksverkehr, engen Gassen und verstopften Straßen wirst du mir bestimmt noch dankbar sein, für ein paar Hinweise von mir. Schau gleich im LINK. Oder möchtest du dir lieber frischen Wind beim Rollerfahren um die Nase wehen lassen? Auch hier habe ich grandiose Tipps für dich, die es dir leicht machen, die Insel auf dem Zweirad zu entdecken. Alle Infos im LINK.

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Dir haben meine Tipps gefallen? Teile sie mit Anderen auf Pinterest.

Afrika Burn – Was geht beim verrücktesten Festival Afrikas?

Afrika Burn – ist das abgefahrendste Festival unter der Sonne Afrikas und wird am liebsten mit „mind blowing“ beschrieben. Denn es gibt kaum etwas Vergleichbares auf diesem Planeten und es wird dich für immer verändern!

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Zwar wird es gerne als kleiner, afrikanischer Ableger von Burning Man beschrieben, diesem Vergleich wird Afrika Burn aber nicht gerecht. Nicht weil es es nicht könnte! Weil es nicht will! Es hat einen Vergleich gar nicht nötig, weil es um Community und nicht Competition geht! Es ist keine Party zu der man feiern geht und sich danach wortlos verabschiedet.

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Ende April, Anfang Mai rollt die Karawande der Festivaljünger in den Tankwa Karoo NP, der nur wenige Stunden nördöstlich von Kapstadt (Südafrika) entfernt liegt. Ein eigentlich lebensfeindlicher Ort, der wenig bietet und einem mit seinen harrschen Bedingungen auch einiges abverlangt.

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Fast einer Fata Morgana kommt es dann gleich, wenn sich hier eine Zeltstadt mit Kunstpark in den unendlichen Weiten des Nichts bildet.

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Wenn plötzlich Skulpturen in den Himmel ragen, Phantasiekreationen lebendig werden und künstlerische Statements nachts in Flammen aufgehen.

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Die ausgedörrte Savanne erwacht in dieser Zeit zum Leben, wenn zehntausend Menschen in opulenten Kostümen, mit verrückten Mad Max Fahrzeugen, auf bunt geschmücken Fahrrädern oder zu Fuß hier das Regiment übernehmen.

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Wie ein riesiger Zirkus mit farbenfrohen Zelten und aberwitziger Dekoration wirkt „Tankwa Town“ dann. Und alles was auf diesem Rummelplatz dann passiert, geht von den Menschen aus, die ihn bevölkern.

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Ihre Kreativität, ihr Selbstausdruck, ihr künstlerisches Schaffen, ihr Miteinander und ihre Gesten. Hier wird nicht nur konsumiert, hier wird ausgetauscht, auf Höflichkeit Wert gelegt, tolleriert und akzeptiert.

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Das ist der Spirit den Afrika Burn allen voraus hat. Es ist ein Gemeinschaftsprojekt, eine Non-Profit-Organisation und eben keine Bespaßungsparty ohne Interaktion. Man ist selbst das, was hier passiert. Und es passiert Einiges!

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Fahrzeuge in Form einer Schnecke, einer Fledermaus oder eines Nashorns rattern an einem vorbei. Eine fahrende Discokugel, ein Regenbogen auf Rädern, ein Alien-Bus oder ein rostiger Dinosaurier. Alles was man hier findet wurde von den Teilnehmern geschaffen und in diese Einöde verfrachtet, um dieses Event einmalig werden zu lassen.

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Ein Heimkino aufgebaut, eine DJ-Anlage installiert, eine Yoga-Schule eröffnet oder eine Bar zum laufen gebracht. Hier erschafft man sich seine Träume oder ist, wer man schon immer mal sein wollte. Ohne soziale Zwänge, ohne politische Vorgaben, ohne den ganzen Kommerzscheiß. Alles lebt einzig vom Geben und Nehmen. Und das Beste ist, es funktioniert.

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Man fühlt sich angenommen, man genießt die wahre Freiheit, spürt endlich wieder worum es wirklich im Leben geht und genau das macht Afrika Burn so besonders, dass es jeden der sich darauf einlässt für immer verändern wird!

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Was spielt sich ab bei Afrika Burn?

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Die Kunstinstallationen

Riesige Körper die aus dem Sand ragen, für die ihre Macher tausende von Kilometern Anreise mit schweren LKWs auf sich genommen haben. Die bereits Wochen vor dem Festival hier waren und sie in sengender Sonne und in Handarbeit erschaffen haben.

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Die Teilnahme

Hier erwartet man, dass sich jeder ins Festival einbringt. Sei es künstlerisch, musikalisch oder auf die Art und Weise wie man sich kleidet.

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Die nächtlichen Feuer

Wenn die Kälte der Nacht in die Zeltstadt kriecht, zieht es die Menschen wie seit Jahrhunderten zu wärmenden Feuern. Kunstwerke werden dann in Flammen gesetzt und ihr Niedergang wird zelebriert. Weil ihre Kraft nicht verloren ist, sondern die Herzen der Gemeinde wärmt.

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Erfahrung Natur

Er ist ein erbarmungsloses Stück Erde zu dem man sich begiebt. Man kann es schon eine Survivalerfahrung nennen, hier den menschenfeindlichen Bedingungen voll ausgesetzt zu sein. Tagsüber brennt die Sonne gnadenlos, am Abend peitscht einem der Sandsturm ins Gesicht und nachts läßt die Eiseskälte den Atem zu Rauch werden. Man wird schwitzen und nach Luft jächzen und nur Stunden später bitterlich frieren. An einem wird der Sand kleben, die Frisur wird zerfallen und man wird sich selbst nicht mehr riechen können. Aber das alles wird egal sein, weil du da bist.

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Campinggemeinschaft

Campen ist nicht jedermanns Ding, aber wie sehr sind Tolleranz, Rücksichtnahme & Miteinander gefragt, wenn an die 10.000 Menschen nebeneinander campieren? Hier lernst du es! Und auch wieder, dass man von der Gemeinschaft profitieren kann, wenn man auch selbst bereit ist, etwas zu geben.

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Musik

Nachts ist Afrika Burn dann doch wieder ein riesiges Musikfestival, mit unzähligen DJ-Bühnen, Tanzflächen und Zelten in denen ausgiebig gefeiert wird. Von feinster Housemusik bis zu handgemachten Gitarrensound. Erst mit aufgehender Sonne zieht es die meisten in ihre Zelte um etwas Schlaf zu erhaschen. Da aber gehen die Frühaufsteher tanzen…

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Mutantenfahrzeug

Mach aus deinem Fahrrad ein Kunstobjekt, aus deiner Rostlaube eine coole Mad Max Karre oder bau den Schulbus zum DJ Pult um. Es gibt keinen TÜV, keine Straßen und keine Richtung die dir vorgegeben wird und deine Kreativität einengt. Nimm Menschen mit, lass sie aufspringen, lerne sie kennen und entlass sie wieder in die Freiheit. Alles ist deine freie Entscheidung!

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Organisation

Wenn du nicht verhungern willst, dann solltest du hier gut selbstorganisiert sein. Wieviel Liter Wasser braucht ein Mensch am Tag zum Trinken, Kochen, Waschen oder Duschen? Reicht der Sprit, werde ich ein oder zwei Ersatzreifen brauchen? Habe ich genügend Holzkohle dabei? Ich erinnere dich, es gibt nichts, aber auch gar nichts zu kaufen, in den nächsten hundert Kilometern.

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Offline

Handyempfang, WLan, mobiles Internet, Navigation? Ach vergiss es! Nichts davon wirst du hier finden. Komm klar damit eine Woche nicht erreichbar zu sein, dich an Verabredungen zu halten, über eine Karte den Anfahrtsweg zu finden und auch einfach mal mit den Leuten zu reden.

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Respekt

Vertrauen & Respekt – auch darum geht es bei Afrika Burn. Lass den Menschen wie er ist und sein will. Bewundere die Vielfahlt und erfreue dich an ihr, anstatt zu kategorisieren und zu kritisieren. Mach dich einfach mal locker und lös dich von altem Kastendenken. Jeder Mensch hat den gleichen Wert.

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Sternenhimmel

Wer den afrikanischen Sternenhimmel noch nie erleben durfte, wird sich nach dieser Erfahrung hier fragen, ob wir alle überhaupt unter dem gleichen Kosmos leben. So spektakulär, so sehenswert und so bezaubernd ist der Nachthimmel über Afrika Burn. Ihn still am Rand zu erleben, gehört auch zu einer der Erfahrungen, die man hier gemacht haben muss.

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Bevor du gehst:

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Tickets:

Folge der Facebookseite von Afrika Burn, um dich über alle Entwicklungen zu informieren. Lege dir eine Burner Bio auf www.afrikaburn.com an und bewirb dich um die Tickets. Sei nicht enttäuscht, wenn es nicht im ersten Anlauf klappt. Hoffe auf die Warteliste oder eine neue Chance. Es gibt keinen Schwarzmarkt vor Ort. Die Tickets müssen offiziell überschrieben werden.

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Anreise:

Der nächstgelegene Flughafen ist Kapstadt. Buch dein Fahrzeug rechtzeitig, da Campingfahrzeuge in der Zeit rar sind. Nimm dir zwei Erstatzreifen mit, denn wenigstens einen Platten hat auf der Strecke jeder. Versichere Glas, Unterboden und Reifen ordentlich, du wirst es brauchen. Fahr rechtzeitig los! Ein Großteil der Strecke ist Schotterpiste und eine angepaßte Fahrweise ist essentiell, um nicht auf dem Dach liegenzubleiben. Der Sand läßt dich schlimmer driften als Schnee es tut.

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Überleben:

Bring alles mit, was du zum Überleben in der Halbwüste brauchen wirst. Mindestens 6 Liter Wasser sind angemessen pro Tag. Mach dir eine Packliste und informier dich über die offizielle Seite was alles empfohlen wird. Bedenke auch, dass es keine medizinische Einrichtung gibt und du dich unter Umständen auch mit Medikamenten und Verbandszeug selbst versorgen mußt.

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Gemeinschaftswert:

Mach dir Monate vor dem Festival Gedanken, welchen Beitrag du leisten willst. Es ist keine Party! Man kauft auch sein Kostüm nicht. Bereite dich drauf vor, so wie andere es auch für dich tun.

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Kleidung:

Es ist heiß, es ist kalt. Trag nichts, trag alles!

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Volunteer:

Auch Afrika Burn kommt nicht ohne Helfer aus. Informiere dich über die Homepage, wie du dich noch stärker einbringen kannst.

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Presse & Foto:

Du willst als Fotograf, Vlogger oder Reporter zu Afrika Burn? Dann akkreditiere dich, ansonsten ist eine Vermarktung der Bilder und Geschichten nicht erlaubt!

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Regeln:

Halt dich an den Geist des Miteinanders und vorallem hinterlasse keinen Müll!

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Das Wichtigste:

Vergiß deinen ganz eigenen Spirit nicht!

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Ich hoffe mein Beitrag hat Lust gemacht auf dieses einzigartige Festival! Hast du noch Fragen, die ich dir beantworten kann? Dann schreib mir im Kommentarfeld oder über die Kontaktseite.

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Heiß auf Afrika Burn? Dann lies gleich im LINK weiter wie ich es erlebt habe! Inklusive Videomaterial!!!

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In diesem Sinne: #Get up & keep the spirit alive!

#infoWenn du dich für alle meine Fotos interessierst, dann schaue gerne auf meiner FLICKR Seite vorbei und lass dich mitnehmen in eine verrückte Welt!
Sollte dir mein Artikel gefallen haben, dann teile ihn gerne mit deinen Freunden oder lass mir noch einen Kommentar hier! Vielen lieben Dank.

Weltreise – nein danke! Warum ich etappenweise Reisen empfehle

„Eine Weltreise“ werden viele Menschen wohl antworten, wenn sie gefragt werden, was denn ihr größter Traum sei. Eigentlich war das auch immer meine Antwort. Die meisten meinen damit, mal ein Jahr auszusteigen und durch die Weltgeschichte zu tingeln. Inzwischen denke ich anders über diesen Traum und erkläre dir auch anhand meiner Beispiele warum.Weltenbummler, Leni, Beitragsbild

Reisen kann schön sein. Muss es aber nicht.

Eigentlich fand ich den Gedanken einer Weltreise auch immer sehr reizvoll, bis ich 4 Monate nonstop in Südamerika war. Backpack mit Bus, Boot und Zug. Im Schnitt alle zwei Tage an einem anderen Ort, in einer anderen Unterkunft, mit anderen Menschen, anderen hygienischen Missständen und anderen durchgelegenen Betten, manchmal nicht mal das. Gar nicht so selten war der Platz im Bus die einzige Schlafgelegenheit. Und ob man Schlaf bekam hing ohnehin von den äußeren Umständen ab. Quengelnde und schreiende Kinder im Bus, partymachende Backpacker im Hostel oder eine lärmende Hauptstraße vor der Tür.Fliegen JetIrgendwann empfand ich das Reisen nur noch als anstrengend, sehnte mich nach Sauberkeit, Ruhe, einem Rückzugsort und meinem eigenen sauberen, kuscheligen Bett. Ich war es so leid, mich immer wieder auf neue Umstände einrichten zu müssen oder Plätze gleich wieder zu verlassen, obwohl es mir gerade richtig gut gefiel.image-2015-09-25(84)

Was beim Reisen wirklich zählt.

Für mich ist Reisen mehr als nur die Sehenswürdigkeiten abzuhaken, ein Foto zu schießen und weiter zu rauschen. Aber ist ein Einjahres-Welttrip nicht genau das? Schnell, schnell zu allen Highlights, die man in so eine Reise packen kann? Ich will die wahre Seele eines Landes erkunden, die Plätze, die am Rande liegen und die Menschen, die diese Orte durch ihre Kultur und Lebensweise prägen anstatt nur vorbei zu rauschen.Hole in the wall, kinder, Wild CoastIch möchte Zeit haben am Marktplatz mit den Blumenverkäufern zu plauschen, den Fischern am Hafen zuschauen und über Stunden gedankenversunken durch die Gassen der Stadt laufen, und das alles, ohne auch nur eine Sekunde über Zeitdruck und das nächste Etappenziel nachdenken zu müssen.Honduras Copan Ruinas

Heimweh, Verpflichtungen und Freunde.

Bei aller Euphorie so verspüren viele Reisende schnell Heimweh, vermissen ihre Freunde und die Familie. Wenn dann wichtige Feiern, Krankheiten oder sogar Abschiede dazu kommen, dann kann das zu einem jähen Ende des Trips führen. Auch das alles läßt sich leichter handeln, wenn in kürzeren Abschnitten gereist wird. Wichtig sind auch Verpflichtungen dem Staat gegenüber, wie etwa die Steuererklärung aber auch ärztliche Untersuchungen können einen zwingen einen Langzeittrip in Frage zu stellen.

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Meine Schlussfolgerung.

Für mich ist nach all den langen Monaten in Südamerika klar geworden, dass ich nicht Urlaub aufsparen und nur auf diesen 1-Jahres-Welttrip hinarbeiten möchte. Wozu auch. Nach dem Jahr geht das Leben weiter und wenn man schon alles gesehen und erlebt hat, was bleiben einem denn dann noch für Ziele? Ich erspare mir das tiefe Loch, was nach nem Welttrip droht. Ich möchte den Kontakt zu meinen Lieben regelmäßig pflegen und auch zwischendrin Daheim sein um neue Kraft zu schöpfen und Erlebtes zu verarbeiten.Kap der guten HoffnungIch habe mir vorgenommen, die Welt nur noch in Etappen zu entdecken. Kontinent für Kontinent. Land für Land. Gerne immer auch mal eine längere Auszeit, wenn es machbar ist. Das bietet mir ausreichend Zeit, alles richtig zu entdecken und zu erleben.image-2015-10-06

Das Budget – auch nicht zu verachten.

Der nächste wichtige Punkt gegen eine Weltreise ist das Budget. Setzen wir mal „nur“ 20 EUR pro Tag auf der Weltreise an, dann sind das 7.300 EUR Kosten in einem Jahr. Man ist gezwungen sich während der ganzen Reise in diesem Rahmen zu bewegen, da der Trip sonst viel schneller zu Ende ist, als ursprünglich geplant.Camps BayReise ich in Etappen und spare immer wieder für eine größere Reise, gehe ich anders mit Geld um, da ich weiß, dass ich bis zum nächsten längeren Ausflug ja wieder „frisches“ Geld verdienen kann. Also bin ich freier im Umgang und muss mich nicht so geißeln unterwegs. Ein wichtiger Punkt, wie ich finde. Ist ein Hostel mal „ranzig“, dann kann ich mir auch gut und gerne eine bessere Unterkunft leisten, denn das Budget spielt keine übergeordnete Rolle mehr.Alkohol Beachbar Bar

Dustdumping und warum ich im Müll fischen nicht brauche.

Auch sind mir auf meinen Reisen immer wieder Backpacker begegnet die völlig abgebrannt waren, das Geld zum Weiterkommen, für Lebensmittel oder eine medizinische Versorgung nicht hatten. Sie bettelten um Wasser und durchforsteten Mülleimer um durchzukommen. Kann man alles machen für den Traum der Weltreise. ABER mal ehrlich, traumhaft finde ich das ganz und gar nicht. Und so möchte ich meinen großen Trip auch nie gestalten.DelaireAus diesem Grunde finde ich den Gedanken reizvoll, alle paar Jahre wieder ein neues, großes Ziel zu haben, anstatt nur einmal den Traum zu leben.

Deshalb sage ich ganz klar:

Reist in Etappen! Alle paar Jahre wieder ein Kontinent oder ein paar Länder als Ziel zu haben, erhält dir Träume, für die es sich lohnt. Das steigert deine Motivation auf Arbeit und den Willen, auch immer wieder für den nächsten Trip zu sparen.image-2016-06-07

Mein Tipp für dich.

Mit den Jahren bekommst du ein Gefühl, wie viel Reisebudget und Komfort dir wichtig sind. Du kannst entsprechend Geld weglegen und musst dir beim kommenden Trip dann keine Gedanken um das Tagesbudget mehr machen oder dich gar großartig einschränken. Reise nicht zu schnell und nimm dir Zeit an den Plätzen oder bei den Menschen zu bleiben, die dich unterwegs beeindruckt haben. Du wirst merken, wie sehr es dir gut tut, auf diese Weise die Welt für dich zu entdecken.Beach Utila

Lebe den Traum ein Leben lang.

Ich habe jetzt jedenfalls viele feste Ziele für den Rest meines Lebens und nicht nur einen großen Traum, der dann schnell vorbei ist. Ich möchte mit diesem Artikel aber Niemandem seinen größten Wunsch absprechen, sondern nur zum Überdenken anregen. Geschenkt würde ich so eine Reise auch in jedem Fall antreten, da darf man sich sehr sicher sein. Meine Ansätze beziehen sich auf die Leute die 10 Jahre für einen solchen Trip sparen, sich rein gar nichts mehr gönnen und in diesem einen Jahr versuchen alles nachzuholen und dann vielleicht enttäuscht sind.Lake SkutariWie findest du meinen Gedanken die Welt Stück für Stück zu entdecken? Sind meine Beweggründe schlüssig und haben dich zum Nachdenken gebracht? Deine Meinung interessiert mich und ich freue mich über deine Zeilen dazu im Kommentarfeld.

 

 

 

Reisegewinnspiele – So gewinnst du richtig!

Reisegewinne sind etwas Großartiges und ich bin schon mehrfach in den Genuss gekommen wahre Traumreisen gewonnen zu haben. Ich war 3x in Südafrika, zu einer Boat & Bike Reise in Kroatien, zum Schlittenhundefahren in Schweden, durfte Portugal entdecken und auf einem Road Trip durch Florida cruisen und wurde Walflüsterin 2018 beim Tourism Board der Dominikanischen Republik. Insgesamt habe ich schon Reisen für über 26.000 EUR gewonnen. Das sollte beeindrucken. Deshalb sage ich, dass es durchaus Reisegewinnspiele gibt die funktionieren. Allerdings ist nicht jede Gratis-Reise ein Gewinn. Es gibt ein paar entscheidende Dinge, die du beachten solltst damit dein Reisegewinn nicht doch zur teuren Überraschung wird oder du nur zur Adressvermarktung ausgenutzt wirst. Worauf du achten solltest, um nicht Opfer der schwarzen Schafe in der Branche zu werden, verrate ich dir hier!

"Afrika ist mein Lebenstraum"

Heizdecke statt Urlaubsglück

Es muss dein Glückstag sein, du hast bei gar keinem Gewinnspiel teilgenommen und trotzdem hast du Post bekommen in der man dir mitteilt, dass du der Hauptgewinner bist und deine Reise schon bald starten kann. Anmerkung: Man habe leider niemanden vorgefunden und der Gewinn muß abgeholt werden. Wenn du nicht vorher schon gestutzt hast, dann tue es bitte jetzt. Niemand hat einfach so etwas zu verschenken, deshalb sollten hier deine Alarmglocken klingeln und erst Recht, wenn du den Gewinn irgendwo abholen mußt, denn wahrscheinlich wartet eine Verkaufsveranstaltung auf dich, in der du dann eine Heizdecke für deine Oma oder Timesharing-Ferienwohnungen angedreht bekommst. Solche Nachrichten gehören also direkt in den Müll! Im Ernst, sei wirklich vorsichtig im Ungang mit Gewinnspielen. Es gibt jede Menge trickreicher Betrüger. Sobald du aufgefordert wirst, irgendwas zu unterschreiben oder irgendeine Vorabzahlung zu leisten, dann kannst du davon ausgehen, dass man dich betrügt! Ich habe viel gewonnen in meinem Leben, unterschreiben musste ich nie etwas! Prüfe immer ganz genau das Unternehmen, den Gewinn und die damit verbundenen AGBs. Ein klassisches Beispiel, was dich aber nicht abschrecken soll an wirklich, fairen Auslosungen teilzunehmen!

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Die besseren Gewinnspiele

Wenn du dich entschließt dein Glück bei einer klassischen Ausschreibung zu versuchen, dann solltest du aber auch dort aufmerksam sein. Du solltest eine gewisse Grundskepsis, einen gesunden Menschenverstand an den Tag legen und vor allem aber auch die AGBs und Teilnahmebedingungen lesen. Bevor ich mich von einer Traumreise locken lasse, schaue ich mir also genauestens an, von wem kommt das Gewinnspiel.

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Adresse oder Image

Bei Gewinnspielen geht es Unternehmen natürlich neben ihrer Imagepflege auch um eure Daten. Diese werden später für Newsletteraussendungen oder ähnliches verwendet. Was ja völlig legitim ist, denn einen Nutzen will das Unternehmen ja auch haben, wenn es eine teure Reise verschenkt. Normalerweise geben vertrauenswürdige Unternehmen diese Daten auch nicht an Dritte weiter oder verkaufen diese. Anders sieht es aus, wenn Gewinnspiele von Marketingagenturen oder auch von Zeitungsverlagen selbst betrieben werden. Hier lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Dazu möchte ich dir ein Beispiel aufzeigen und dir peu a peu erklären, wo die Unterschiede sind.

Beispielhaft

Auf Facebook habe ich diesen Beitrag gefunden, der mich neugierig gemacht hat. Eine Traumreise ins warme Thailand im Gesamtwert von 2.500 EUR wird hier verlost. Das klingt ja schon mal großartig! Bildschirmfoto 2016-10-13 um 11.07.47

Also draufgeklickt und … Bildschirmfoto 2016-10-13 um 11.12.04…alle Unterseiten gecheckt. Alle Reisen auf dieser Seite haben keine Buchungsbutton, was für ein Unternehmen das mit Logo „Mein Traumurlaub“ wirbt, ungewöhnlich ist. Ich stutze und gehe weiter zu den AGBs.
Bildschirmfoto 2016-10-13 um 11.02.38Und auch hier kein Hinweis auf ein Touristikunternehmen, dafür aber die Website einer Medienagentur, die für ihre Kunden E-Mail Marketing betreibt. Ach guck!

Bildschirmfoto 2016-10-13 um 11.03.45Hier lohnt sich jetzt ein genauerer Blick in die AGBs des Gewinnspiels. Wer bekommt meine Daten? Wer darf mir Werbung senden oder mich ggf. auch anrufen?

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Ich möchte dem Unternehmen nicht unterstellen, diese Reise nicht zu verlosen! ABER wenn ich an so einem Gewinnspiel teilnehme, dann muss mir sofort klar sein, dass es hier zu einem hohen Maße um das Sammeln zielgruppenspezifischer Adressen geht. Natürlich kann man kann hier mitmachen, ohne Frage. Ich allerdings fahre eine andere Strategie und erspare mir Werbepost und Anrufe. Bei diesem Gewinnspiel würde ich meine Erlaubnis sogar für Telefonate geben und das möchte ich nicht. Hier muss allerdings jeder seine eigene Hemmschwelle festlegen und Chancen gegen Datenschutz abwegen.

Deshalb ein vergleichbares Reisegewinnspiel:

Wieder finde ich in meinem Facebook-Newsfeed eine Gewinnspielanzeige.

Bildschirmfoto 2016-10-13 um 12.58.11Diesmal kenne ich das Unternehmen. Ich weiß, dass es Reisen verkauft und ein vertrauensvoller Partner ist. Eine Grundskepsis ist natürlich trotzdem immer ratsam, also auch hier der Datenckeck. Das Impressum verrät, es handelt sich wirklich um TUI Cruise, das Reiseunternehmen:

Bildschirmfoto 2016-10-13 um 13.08.13Und aus den AGBs geht hervor, dass meine Daten nicht an Dritte weitergeben werden und nach Beendigung des Gewinnspiels gelöscht werden. Auch wird mich niemand anrufen und genau das ist es, worauf ich bei Gewinnspielen einen gesteigerten Wert lege.

Bildschirmfoto 2016-10-13 um 13.08.57Eine Auslosung also, die für mich vertrauenswürdig aussieht und bei der ich gerne teilnehme:
Tui

Sympathie wecken

Jetzt kommt es natürlich darauf an, ein wirklich sympatisches Bild von dir hochzuladen und einen netten Text zu schreiben, wenn das gefordert ist. Nur wer etwas kreativ wird, wird hier auch weiterkommen. Wer nur schreibt, ich will gewinnen, weil mich das Leben benachteiligt hat, wird selten gewinnen.

Bildschirmfoto 2016-10-13 um 15.04.53Deine Daten

Wichtig ist bei deinen personenbezogenen Daten noch, dass du am Besten nur das angiebst, was unbeding erforderlich ist. Meist ist das mit einem Sternchen gekennzeichnet. Alles Andere wird zwar abgefragt, aber das heißt noch lange nicht, dass du diese Daten auf dem Tablett liefern mußt. Auch bei den Zustimmungen zu Newslettern und Datenschutz solltest du genau lesen und den Haken wirklich nur bei den „Must haves“ setzen. Bei Facebookgewinnspielen müssen Apps oft Rechte eingerichtet werden, dass kann man machen, aber auch hier sollte man nur das nötigste an Datenübertragung erlauben. Mit Ablauf des Gewinnspiels empfehle ich, auch diese Apps wieder zu löschen und ihnen den Zugriff auf eure Daten zu verweigern.

Gewinnspieladresse

Leg dir für die Teilname eine extra E-Mailadresse an. Damit verhinderst du, dass dein normaler Account mit Newslettern und Werbung zugespammt wird. Mein Tipp für eine solche Mailadresse sieht so aus: Heißt du zum Beispiel Udo, dann nimm Udomaps@gmail.com. MAPS heißt rückwärtsgelesen SPAM und so weißt du immer gleich, dass dies deine Mailadresse ist, in die auch Spam einlaufen kann. Andererseits ist es für dein Gegenüber nicht gleich als Spam erkennbar.

Beachtenswert

Zu einem seriösen Gewinnspiel gehören auch die Teilnahmebedingungen. Hier sollte der genaue Ablauf und der Auslosungstermin des Gewinnspiels exakt beschrieben sein. Auch diese solltest du dir gründlich durchlesen. Erfüllst du alle Vorraussetzungen? Alter, Wohnsitz oder Staatsangehörigkeit? Passt der Reisertermin überhaupt für dich? Bist du damit einverstanden, dass über deinen Urlaub berichtet wird? Was wird bei der Reise alles geboten? Was mußt du eventuell selbst bezahlen? Gibt es versteckte Kosten? Alles Dinge über die du dir vorab Gedanken machen solltest. Und Finger weg, wenn sich irgendwas komisch liest und bei dir unbehagen weckt!

Alles bedacht und Lust bekommen

Nachdem du jetzt weißt, worauf du bei einem Gewinnspiel achten mußt, fragst du dich sicherlich, wo findet man solche Gewinnspiele? Mein Tipp, schau im Supermarkt auf die Produkte, denn da findest du große Unternehmen und oft auch passende Verlosungen. Außerdem kannst du bei Twitter unter dem Hashtag #Gewinnspiel suchen oder dich auf Facebookseiten von Unternehmen umschauen. Es gibt auch viele Gewinnspielseiten im Netz, aber hier sei bitte doppelt vorsichtig bei der Überprüfung der Anbieter. Wo sich viele Anbieter tummeln, sind auch mehr schwarze Schaafe zu finden.

 

Eurowings Gewinnbenachrichtigung

Viel Glück

Zu aller Vorsicht und Kreativität solltest du allerdings nie außer Acht lassen, dass auch Glück bei Gewinnspielen dazu zählt. Sei also nicht enttäuscht, wenn es nicht gleich auf Anhieb klappt, bleib dran und vor allem glaube auch daran, dass du alles Glück dieser Welt verdient hast!

 

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Fotoparadiese – Europas schönste Ecken entdecken!

Meine Fotoparadiese und Geschichten sollen dich zum Reisen, Erleben und Entdecken verführen! Auf die Idee dazu gebracht hat mich Michael von Erkunde-die-welt.de. Mit seiner Fotoparade zum Thema „Welche sind meine Fotohighlights aus dem zweiten Halbjahr 2016?“ hat er mich wiederholt angestiftet über meine Fotos und Reisen nachzudenken. Doch das war diesmal gar nicht so einfach! Besonders nicht mit diesen Themenrahmen: Tierisch, Berühmt, Gewachsen, Nachts, Gebäude und schönstes Foto.IMG_3599

Europas schönste Ecken

2016 war ein aufregendes Reisejahr für mich. Meine Trips führten mich zu Vulkanfeldern in Chile, in die Lüfte über den Nasca-Linien in Peru, in den Dschungel Boliviens, an die Füße Cristo Redentor´s in Brasilien und in den Käfig zu Krokodilen in Südafrika. Solche Reisen sind natürlich außergewöhnlich und auch bei mir nicht ständig drin. Nach so viel Fernreise-Highlights sollte man auch als Reiseblogger eigentlich sparsam daheim sitzen. Das funktioniert nur leider nicht, wenn einen das Fernweh ständig packt. So habe ich jede Gelegenheit genutzt, einfach mal zwischendrin schnell weg zu sein und nirgends geht das so schnell, günstig und abwechslungsreich wie bei uns in Europa.

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Tierisch beeindruckend – die Sandskulpturen in Søndervig, Dänemark

Mein Sommerurlaub führte mich in den Norden. Zuerst besuchte ich Freunde im Dithmarschen und dann führte mich mein kleiner Road Trip bis an die nördlichste Stadt Dänemarks nach Skagen. Auf meiner Strecke immer am Meer entlang entdeckte ich so einige zauberhafte und herrlich verschlafene Fischerdörfer und genoss die Gelassenheit unseres Nachbarlandes. Schon die Musik im Radio war herrlich entspannt, ebenso wie die äußerst angenehme Fahrweise der Dänen. Ich genoss es mich treiben zu lassen und einfach da zu bleiben, wo es mir gefiel. So entdeckte ich auch völlig ungeplant das Sandskulturenfestival in Søndervig in Dänemark, was dieses Mal unter dem Motto „Afrika“ stand. Eine beeindruckende Wand mit filigransten Sandschnitzereien überraschte mich hier und hielt mich über Stunden in seinem Bann. Die gesamte Tierwelt Afrikas fand sich hier wieder – von majestätischem Löwen bis zu filigraner Antilope. Zum Teil waren die Abbildungen so lebendig, dass man näher herantreten mußte, um zu erkennen ob die Augen tatsächlich aus Sand waren oder doch eine Glaskugel eingesetzt wurde. Mein liebstes Motiv war allerdings ein futuristisches Nashorn, weil seine Flächen wirklich gearbeitet waren, wie glatt geschliffene Metallplatten. Wahre Kunstwerke!

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Berühmtes Lächeln – Mainzelmännchen in Sankt Peter Ording, Deutschland

Den Mainzelmännchen, Anton, Berti, Conni, Det, Edi und Fritzchen bin ich am Strand in Sankt Peter Ording begegnet. Sie wurden entwickelt, um der staatsvertraglichen Verpflichtung zur Trennung von Werbung und Programm gerecht zu werden und sind heute in der sendereigenen ZDF Werbefernsehen-GmbH zuhause. Sie hatten wohl auch gerade Ferien als wir uns am Strand begegneten und sie fröhlich in der Luft tanzten. Diese Riesendrachen kosten seine Besitzer schnell mal stolze 2.000 EUR und sind ihr ganzer Stolz, wenn sie im Sommer bei Drachenfestivals an Deutschlands Küsten in den Himmel steigen dürfen.

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Minimalistisch gewachsenKlimahaus Bremerhaven 8° Ost, Deutschland

Ein dunkler Raum und erdückende Hitze die einem den Atem raubt – so begrüßt einen die Afrika Sektion im Klimahaus in Bremerhaven. Sehr eindrucksvoll wird hier erlebbar, wie unbarmherzig die glühende Sonne sein kann. Wie ausgedörrt man sich fühlt und wie sehr man nach Wasser durstet, wenn man sich auch nur wenige Minuten in diesem Raum aufhält. Wie hart muss es da erst für die Tiere und Pflanzen sein, in dieser unwirtlichen Gegend zu überleben? Dieses Gewächs hier verkörpert diesen Überlebenskampf. Pro 15 Minuten fällt ein kleiner Tropfen Wasser zu Boden und nährt diesen Strauch. Kaum vorzustellen, dass so wenig Flüssigkeit doch so viel Leben schenken kann. Mich hat das Klimahaus 8° Ost unglaublich fasziniert, aber dieses Exponat hat mich gefesselt.

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Im Rausch der Nacht – Langzeitfotografie in Bremerhaven, Deutschland

Auf meinem Trip nach Bremerhaven konnte ich nicht wiederstehen und habe mich nachts noch rausgeschlichen, um diese beeindruckende Kulisse mit Klimahaus und Hafen fotografisch festzuhalten. Es war schon Ende Oktober und gegen Mitternacht, als ich mich mit Kamera und Stativ gewappnet in die Kälte und Dunkelheit hinaus begab, um mein Wunschmotiv einzufangen. Der Wind lag ruhig und so schlug auch das Wasser nur wenige Wellen und reflektierte in wunderbarer Weise die Lichtszenerie. Für mich hatte sich das Frieren mit diesem Schnappschuss jedenfalls gelohnt und jedem der wie ich Langzeitfotografie mag, dem kann ich einen Ausflug nach Bremerhaven nur ans Herz legen.

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Nur ein Gebäude – aber mit was für einer Kulisse, Løkken, Dänemark

Auf dem Road Trip durch Dänemark strandete ich irgendwann in Løkken, einem zauberhaften kleinen Ort an der dänischen Küste. Ich parkte am Ortsrand, lief an den Dünen entlang in Richtung Strand, als ich dieses Haus auf den Klippen fand. Ein Motiv wie aus einem kitschigen Ölbild und doch so pferfekt, dass man sich direkt zur Schlüsselübergabe anmelden möchte. Denn so ein Haus an der Steilküste am Meer, ist schon ein Traum, besonders wenn man vom Festland kommt. Allein die Vorstellung dort morgens aufzuwachen und den Blick über die Schaumkronen der Wellen schweifen zu lassen, den Spaziergängern am Strand zu zuschauen und die Möwen kreischen zu hören, ist wunderbar. Für mich eine geradezu paradiesische Vorstellung und wann immer ich Sehnsucht und Fernweh versprühre, träume ich mich zurück zu diesem Haus und der Vorstellung darin zu wohnen. Alle Bilder aus Løcken findest du im LINK.

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Schönstes Foto am schönsten Strand in Portugal

Keine Ahnung ob das mein fotografisch schönstes Foto in diesem zweiten Halbjahr 2016 ist, aber mit Sicherheit hält es einen der schönsten Strände fest. Praia do Amado heißt dieser wunderbare Flecken Erde an der portugiesischen Küste. Er ist einer der beliebtesten Strände des Landes, auch weil das Meer hier ideale Wellen bricht und ein Mekka für Surfer ist. Mich haben die Farben zum Sonnenuntergang gefesselt. Diese kräftigen Rot und Orangtöne im Kontrast zum türkisblauen Meer, sind einfach ein absoluter Hingucker. Wer mehr Inspiration sucht wird im LINK fündig.

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Catch the wind – eingefangen am Leuchtturm, Dänemark

Wie fängt man den Wind ein, wenn er einen Ort so besonders prägt? Diese fotografische Aufgabe hatte ich mir am Rubjerg Knude Fyr Leuchtturm in Dänemark gestellt, denn an diesem Flecken Erde ist Wind das alles bestimmende Element. Die Rubjerg Knude ist eine Wanderdüne zwischen Lønstrup und Løkken und ihr Aussehen wird maßgeblich durch ihn bestimmt. Ich habe also ein wenig Experimentiert und mein Tuch durch die Lüfte wehen lassen, mit einem ganz schönen Effekt, wie ich finde. Mehr Impressionen vom Leuchtturm und den Paraglidern, die hier auch die Aufwinde nutzen, findest du im LINK.

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Kleine Fluchten in Barcelona, Spanien

Seit ich ganz ruhige Orte wie die namibianische Wüste, bolivianische Salzseen oder die Zentralanden in Chile besucht habe, fällt es mir schwer mich an Orten mit vielen Menschen noch wohl zu fühlen, das ist mir im Hochsommer in Barcelona bewußt geworden. Zu überlaufen von Touristen waren alle Sehenswürdigkeiten und selbst im Park Güell bot sich keine kleine Rückzugsnische mehr. So flüchtete ich mich irgendwann auf den Tibidabo einen der Berge der Stadt und hier fand ich dann endlich einen Platz zum Durchatmen und mit Weitblick. Nachdem der Tag sich bereits dem Ende näherte, war selbst der angeschlossene Vergnügungsparkt nicht mehr bevölkert und das kunterbunte Riesenrad wurde zu meinem Lieblingsmotiv aus der Bercelona.

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Natur pur im Spreewald, Deuschland

Abenteuer beginnen immer erstmal vor der eigenen Haustür. Und da ich finde, dass Deutschland immer an Reisegehalt unterschätzt wird, mache ich mich gerne so oft es geht auch auf, hier unterwegs zu sein. Anfang Juli hatte es mich in den Spreewald verschlagen. Weil mir eine klassische Kahnfahrt zu passiv war, habe ich mir kurzerhand ein Kajak ausgeliehen und bin selbst die Kanäle entlang gepaddelt. Natürlich durfte dabei auch die Kamera nicht fehlen, für all die Schönheiten und Tiere an der Strecke. So kam mir dann schließlich auch diese Libelle vor die Linse. Was es sonst zu festzuhalten gab, kannst du im LINK nachschauen.

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Piraten ahoi – unterwegs an der Algarve in Portugal

Im November verschlug es mich dank eines Fluggutschein-Gewinns an die Algarve nach Portugal. Wie schon so oft in diesem Jahr, setzte ich mich einfach ins Mietauto und ließ mich treiben entlang der malerischen Küste. Als ich auf dem Meer ein altes Holzboot mit Piratenflagge entdeckte stand mein Entschluss fest. Ich wollte statt Räubertochter mal Piratenbraut sein und für ein paar Stunden mit diesem Schiff die Küste vom Meer aus entdecken. Gesagt. Getan. Bereits am nächsten Tag schipperte ich mit der Santa Bernarda über das türkisblaue Meer, entlang der beeindruckenden Steilküste. Und dank Beiboot konnten wir auch die zahlreichen Grotten besuchen.

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Und genau diese Grotten wie etwa die „Benagil Cave“ waren auch perfekte Fotomotive. Vorrausgesetzt man hatte bei dem deutlich schankenden Boot seinen Magen und die Kamera fest im Griff. Noch mehr Piratenfeeling gibts im LINK.

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Kopfschütteln im Dithmarschen, Deuschland

Da reist man um die ganze Welt, geht im Etosha auf Tuchfühlung mit Nashörnern oder kämpft sich über das stürmische Meer in Peru zu den Pinguinen um die aufregendsten Tierfotos zu machen. Und dann ist das beliebteste Motiv auf meinem Instagram Account ein simples Reh im Dithmarschen an der deutschen Nordseeküste. Ja, so kann es einem gehen, wenn Großwild in Afrika „normal“ und ein deutsches Reh ein Hit beim internationelen Publikum ist. Bei mir löst das Bild immer noch ein verständnisloses Kopfschütteln aus, denn mein bestes Foto ist es ganz sicher nicht, auch wenn das Motiv ja ganz reizend ist.

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Reiseführermotiv in Carvoeiro, Portugal

Durch den Tipp eines Einheimsichen führte mich mein spontaner Road Trip durch Portugal nach Carvoeiro. Ich hatte nach einem malerischen Ort gefragt, der so ganz anders ist, als die Bettenburgen die man sonst so an der Algarve findet. Der kleine Ort mit dem Charme eines Fischerdorfes war dann auch wirklich den Ausflug wert. Und ganz nebenbei habe ich dieses Bild festgehalten, was ich später in fast gleicher Inszinierung mit der Mauer als Titelbild des Reiseführers wiederfand.

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Perspektivwechsel im Kraichgau, Deutschland

Fotografisch nicht der Hit ist dieses Foto mit der GoPro aus einem fahrenden Heißluftballon über dem Kraichgau. Allerdings hat mich das Motiv in diesem Jahr doch sehr beeindruckt, denn nie zuvor bin ich Baumwipfeln so nah gekommen, beziehungsweise habe ich sie je so wahr genommen. Aus der Vogelperspektive bekommt der Wald eine ganz andere Dimension und genau dieser Perspektivwechsel hat mich doch unheimlich beeindruckt. Noch dazu kam natürlich das Erlebnis an sich. Da ich alles liebe, was mit Fliegen in der Luft zu tun hat, war auch die Ballonfahrt für mich ein großartiges und unvergeßliches Erlebnis.

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Abklatsch in Tarragona, Spanien

Diese kleine Omi stoppte mich auf meiner Sightseeingtour durch Tarragona in Spanien. Minutenlang erzählte sie ohne Unterlass die Geschichte dieser Skultpur, gar nicht registrierend, dass mein Spanisch viel zu schlecht war, ihr zu folgen. Trotzdem bedankte ich mich höflich am Ende ihres Monologs und da sie es offensichtlich eilig hatte, konnte ich ihr gar nicht erklären, dass ich eigentlich nichts verstanden hatte. Doch so schnell wie sie geschnattert hatte, lief sie auch direkt weiter. Und als hätte sie eine Vereinbarung mit dem Mann der diese Skultpur verkörperte, lief sie anschließend an ihm vorbei und klatschte seine Hand ab. Gerade so, als hätten sie ausgemacht, das sie mir seine Geschichte erzählt. Zwar habe ich das Bild nicht perfekt getroffen, aber gerade noch konnte ich diese Szene im letzten Moment einfangen und so bleibt mir neben einem angeschnittenen Bild noch die Erinnerung an diese reizende Begebenheit.

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Traurigstes Motiv – Tod durch Plastik in Helgoland, Deutschland

Mammi, Mammi. Ist der Vogel da tod?“ schallt es aus der Masse der Touristen, die mit mir die berühmte Basstölpel-Kolonie an der Steilküste auf Helgoland bestaunen. Ich starre auf das erbärmliche Nest aus alten Fischernetzen und entdecke das niedergestreckte Jungtier. Es folgt ein langes Schweigen und als ob der Vogel das kleine Mädchen verstanden hat, berappelt er sich und richtet sich auf. Die Erlösung der Mutter ist fast schon spürbar. „Nein, der hat sich nur ausgeruht.“ anwortet sie mit sanfter und hörbar erleichterter Stimme. Doch uns allen ist bei diesem Anblick bewußt geworden, wie sehr die Tiere unter der Vermüllung der Meere leiden. Gerade auf Reisen fällt mir auf, wie sehr die Welt inzwischen vermüllt ist und das auch hier in Deutschland. Über 10 Millionen Tonnen Plastikmüll landen jedes Jahr in unseren Meeren und dem Menschen scheint das unendliche Leid der Tiere gar nicht bewußt zu sein. Seehunde verheddern sich an Bierdosennetzen, Schildkröten ersticken an Einkaufstüten und Basstölpelnachkommen verenden an Deckeln von Plastikflaschen in ihren Mägen. Helgoland ist Deutschlands einzigster Brutplatz für Hochseevögel und wir gehen so damit um. Mir drängen sich die Fragen auf, ob wir unseren Kindern wirklich so eine Welt hinterlassen und solche Fragen beantworten wollen. Ich für meinen Teil jedenfalls nicht und deshalb möchte ich dieses Foto auch mahnend in die Welt tragen und hoffe, den einen oder anderen damit zu berühren und auch mit der Geschichte, die ich damit verbinde. Wer sich am Kampf gegen Plastikmüll beteiligen möchte, dem empfehle ich zudem meinen Artikel „Müllkippe statt Traumstrand – unsere tägliche Tüte Plastik gib uns heut´ „.

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Rückkehr zur Märchenbrücke, Deutschland

Um die Rakotzbrücke in Sachsen ist in den letzten Jahren ein regelrechter Hype ausgebrochen, dem auch ich mich nicht entziehen konnte. Allerdings hatte ich mir es in diesem Jahr zur Aufgabe gemacht, mehrmals nach Kromlau zu reisen und die Brücke zu verschiedenen Jahreszeiten festzuhalten. So ganz haben ich das nicht geschafft, aber immerhin bis in den beginnenden Herbst hinein war ich immer wieder dort und habe das Motiv auch für mich aus ganz neuen Blickwinkeln festhalten können. Meine Tipps für deine Fotoreise zur Rakotzbrücke habe ich dir im BLOG niedergeschrieben.

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Abgesang in Armação de Pêra, Portugal

Weil jede Reise mal ein Ende hat, findet mein Artikel mit diesem Bild ein Ende. Aufgenommen an der Algarve im November, wo mir diese Möwe Motiv stand. Ich hoffe dir hat meine kleine Reise durch Europa und Deuschland gefallen und sie hat dich inspiriert, auch hier nach tollen Motiven Ausschau zu halten. Gerne lass mir deinen Kommentar zu meinen Bildern und Geschichten da. Ich freue mich.

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Wein Guide Clarissa Hagemann

Südafrika für Genießer – Interview mit Wein-Guide Clarissa Hagemann

Clarissa Hagemann ist Wein-Expertin und überdies noch ausgebildeter Tour-Guide in Südafrika. Ihre Leidenschaft für das Land am Kap und seine hervorragenden Weine hat sie sich zur Lebensaufgabe gemacht. Ihre Begeisterung teilt sie mit Reisenden aus der ganzen Welt. Ich habe sie interviewt, um mehr über ihre Passion und herausragenden südafrikanischen Wein zu erfahren. Welche Wein-Estates sie empfiehlt, welches die besten Übernachtunsmöglichkeiten sind, wo man am besten Essen kann und natürlich auch, was den Reiz an Südafrikanischen Weingütern ausmacht.
Clarissa Hagemann Wein-Guide

Hallo Clarissa, wie lange lebst du denn schon in Südafrika und was hat dich bewogen, auf die andere Seite des Erdballs zu ziehen?

Ich lebe seit 6 Jahren hier und habe meine Entscheidung, runter nach Kapstadt zu gehen, noch keinen einzigen Tag bereut. Ich war über 10 Jahre in der Pharmaindustrie tätig und wusste, es muss was Anderes im Leben kommen, aber was? Ein Job am Schreibtisch ging für mich gar nicht und die Sehnsucht auf den afrikanischen Kontinent, schon seit meiner Studentenzeit, flackerte wieder auf. Freunde von mir waren schon 10 Jahre zuvor ausgewandert, besitzen ein Hotel in Kapstadt und ich beschloss, mal 3 Monate eine Auszeit zu nehmen und dort zu arbeiten. Das war es dann…….

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Ich habe mich in dieser Zeit so in dieses Land und diese Stadt verliebt, habe innerhalb kürzester Zeit hier Leute kennengelernt, die heute meine engsten Freunde sind und habe am Flughafen so geheult und mich gefragt: „Warum fliegst Du eigentlich zurück? Wer wartet auf dich? Hier hast du doch alles?“ Zurück in München haben mich all meine Freunde gefragt: „Was hat dich am meisten beeindruckt und dir am meisten gefallen?“ Sofort kam meine Antwort: „Die unendliche Weite des Landes, das Gefühl durchatmen zu können, das Gefühl angekommen zu sein.“

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Immer wenn ich meine Geschichte erzähle und an die Anfänge denke vor meinem ersten Abflug wieder zurück nach München – der letzte Sonnenuntergang mit Blick auf den Tafelberg, auf dem Weingut Seidelberg – heute Spice Route – kommen mir wieder die Tränen und dann weiss ich, da ist mein Herz und meine Sehnsucht berührt.

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Und wie kam dann der Sprung ins Wein-Business?

Zum Einen habe ich mein Tourguide Zertifikat absolviert, da meine eine Leidenschaft ist, immer mit Menschen in Kontakt zu sein und Menschen für etwas zu begeistern. Meine Schwester war dann der Auslöser für das Weinbusiness. Sie meinte, man solle doch das im Leben tun, was einem am meisten Spass macht, wenn man die Möglichkeit dazu hat. Sie sagte: „Immer wenn ich mit dir spreche und dich höre, schwärmst du von den Winelands und liebst die Ausflüge dorthin“.

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War das meine Leidenschaft? Ja, zum Einen habe ich schon die letzten Jahre immer Weinlektüren gelesen und auch Bücher über die hiesigen Winelands gekauft. Schon immer haben die verschiedenartigen, prachtvollen Weingüter Südafrikas, die wunderschönen Weinberge sowie die Geschichte der Südafrikanischen Weine eine besondere Faszination auf mich ausgeübt. Es stimmt, immer wenn ich Zeit hatte, bin ich in die Winelands gefahren, habe neue Weingüter erkundet und deren Weine getestet.

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Und welche Form der Weiterbildung hast du gewählt, um dein Wissen bezüglich Wein zu vertiefen?

Ich habe dann sofort voller Enthusiasmus über die Idee im Weinsektor tätig zu werden, um mein Hobby zum Beruf machen zu können, 2 Langzeitkurse bei der hiesigen Cape Wine Academy besucht. Ich wusste bis dato nur, welche Rebsorten es gibt und dass ich lieber Rotwein als Weisswein trinke. Für mich waren die Kurse so interessant und beeindruckend, wieviel über Wein, Brandy, Süssweine, Sparkling Weine erzählt und gelernt werden kann. Die Idee, all das tiefgehende Wissen, welches vermittelt wurde, in Form von Weinseminaren & Weinvorträgen weitergeben zu wollen, kam erst im Kurs auf.

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Gab es auch einen Abschlusstest?

Ja, ich habe das Zertifikat einer Wein-Expertin erhalten. Das Examen bestand aus 2 Teilen, einem theoretischen und einer praktischen Prüfung, bei der man Weine getestet hat, ohne zu wissen, um welche Rebsorte und welchen Wein es sich handelte.

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Was beeinhaltet ein Wein-Vortrag?

Mein Vortrag dauert ca. 1,5-2 h und handelt sowohl die Südafrikanische Weingeschichte, Weinproduktion, deren Besonderheiten, Weintipps im Allgemeinen, die wichtigsten Südafrikanischen (franz.) Rebsorten als auch Wein und Essen (was passt, was harmoniert gar nicht) ab. Der praktische Teil beeinhaltet eine Blindverkostung (Spezialverkostung, bei der man die Rebsorte raten muss) von 8 Weinen. Alle Weine können selbstverständlich weiter den Abend hindurch genossen werden. Danach gibt es ein Abendessen, welches individuell vorher abgesprochen wird.

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Kannst du deinen Vortrag überall durchführen?

Natürlich. Das gesamte Equipment wie Gläser, Seminarunterlagen etc. habe ich, so dass ich jederzeit und überall meinen Vortrag und die Spezialverkostung durchführen kann. Am meisten Spass macht es, wenn man eine Gruppe ab 6 Personen zusammen hat. Da wird dann untereinander geraten, sich ausgetauscht, um welche Rebsorte es sich wohl handeln mag, welches Aroma dominiert etc.

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Wie führst du deine Wein-Touren durch?

Durch meine jahrelangen Freizeittripps in die Winelands kenne ich natürlich zahlreiche Weingüter, deren Besonderheiten, ihre ganz eigene Geschichte, die Hintergründe und natürlich auch alle ihre Flagshipweine.
Um die perfekte Route zu konzipieren, spreche ich zunächst mit meinen Kunden, um zu erfahren wo ihre Wünsche liegen. Je nach Schwerpunkt wähle ich in Rücksprache die entsprechenden Weingüter aus und plane die gesamte Tour. Ganz egal, ob jemand nur einen Tagesausflug machen möchte oder gleich eine ganze Woche im Weingebiet unterwegs sein will – bei mir bleibt kein Wunsch offen.

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Was sind die Kriterien der Auswahl?

Jedes Weingut hat sein Individuelles, seine Identität. Die Atmosphäre, das Ambiente, das Interior, der Stil, egal ob es sich um ein traditionelles, kapholländisches Weingut handelt oder um das Moderne, mit sehr viel upmarket Style, jedes ist so einzigartig.

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Was sind deine Erfahrungen mit den vielen verschiedenen Weingütern?

Jedes Weingut legt auch andere Schwerpunkte. Das eine mag nicht so besondere Weine haben, dafür ist sein Lunchangebot aussergewöhnlich gut und das Ambiente wunderschön. Andere kleine, unscheinbare Weingüter haben exzellente Spitzenweine, aber einen ganz simplen Tastingroom. Die Einen bieten ein breites Weinsortiment an von MCC´s (das ist Sekt bzw. Sparkling Wine aber auf Champagner-Niveau. Sie dürfen allerdings nicht Champagner genannt werden, da nur die Weine mit Flaschengärung aus der Champagne in Frankreich so genannt werden dürfen) über alle wichtigsten Rebsorten bis hin zu Süssweinen und Port. Andere Weingüter hingegen legen ihren Schwerpunkt dann mehr nur auf Rotweine oder Weissweine und damit auch ihre Flagshipweine (Bestseller).IMG_4015

Gibt es etwas, was du bei den Weingütern verändert würdest oder etwas, was dir nicht gefällt?

Leider, leider schliessen die meisten Güter schon um 16.30/ 17.00 Uhr abends, machen dafür sehr früh auf. Das würde ich verändern. Es hängt wahrscheinlich mit den Transportzeiten für die Angestellten der Weingüter zusammen. Viele Gäste mögen jedoch gerade im Sommer einen Sundowner-Drink auf einem Weingut einnehmen, bevor sie dann entweder nach Kapstadt zurück fahren. Die Öffnungszeiten sollten variabel angepasst werden – später auf (kein Mensch macht um 8.30 Uhr morgens ein Tasting…) und später zu. Mittlerweile gibt es eine handvoll, die erkannt haben, dass gerade am Abend noch ein guter Umsatz durch längere Öffnung generiert werden kann – Peter Falke (der Strumpf Falke) hat mit seinem Weingut den Anfang gemacht.

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Nun will ich es aber genauer wissen – welches Weingut ist für dich das Schönste und das Aussergewöhnlichste?

Hmm, sehr schwer zu sagen, da wie gesagt, ja alle so individuell schön sind. Ich habe ein paar Favoriten, die ich immer wieder gern auf meinen Touren zeige, da sie mit in einen Querschnitt von Verschiedenartigkeit fallen – die folgenden sind allerdings hauptsächtlich in und um die Gegend von Kapstadt gelegen: (sprich Constantia, Paarl, Stellenbosch, Franschhoek)

  • Delaire Graff, Cavalli, Leeu Estate, La Grande Provence, Maison, Antonij Rupert, Steenberg – für mich die Upmarket Stylishen.
  • Boschendal, Vergenoegd, Uitkyk, Zorgvliet, Groot Constantia, Plaisir de Merle, Webersburg, Muratie als die Traditionell Kapholländischen
  • Bartinney, Thelema, Kanonkop, Stellenrust, Stellenzicht, Stark-Condé, Oldenburg, Uva Mira, Ridgeback, Le Riche, Lanzerac, Ken Forrester, de Morgenzon, Mulderbosch stehen für hervorragende Weine.
  • Jordan, Guardian Peak, HiddenValley, Rust en Vrede, Delheim, La Motte, Moreson, Mont Rochelle dort kann man wunderbar seinen Lunch geniessen
  • MCC´s probiert man am besten bei Simonsig, Haute Cabrière, Le Lude, Moreson, Graham Beck
  • Hervorragendes Olivenöl, oft mit einem Tasting verbunden, bekommt man bei Morgenster, Tokara, La Bourgogne, Vergenoegd

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Immer mehr Wine Estates bieten zusätzlich Fahrten in ihre Vineyards (Weinberge) an, quasi als kleine Safari, oft haben sie auch Wildtiere auf ihrem Grund. Andere Weingüter haben Blendings in ihrem Programm. So kann man seinen eigenen Wein, Kaffee, Olivenöl oder auch Tee kreieren. Viele Estates beantworten gern auch bei einer Runde durch ihre Keller jede Frage zum Thema Wein und dessen Produktion. Das sind natürlich bei Weitem nicht alle Favorisierten, wer nicht genannt wurde, möge es mir verzeihen, es war nur aus dem Stehgreif und Bauch heraus.

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Was macht man denn mit Kindern – kann ich auch als Familie die Winelands geniessen?

Natürlich. Immer mehr Weingüter sind sich der Tatsache bewusst geworden, dass man ein attraktives Angebot auch für Kinder erstellen muss. Zum einen wurden richtige Abenteuerspielplätze gebaut, zum anderen gibt es auf einigen Estates Ponyreiten oder auch Streichelgehege. Teilweise Nannys vor Ort, die auch die Kleinsten beschäftigen.

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Gibt es denn noch andere Gegenden, die auch guten Wein produzieren?

Durbanville, Swartland, Elgin, West Coast, Hemel-en-Aarde-Valley (bei Hermanus), Robertson, Tulbagh, auch Worcester verliert sein Image als nur Bulk (Masse) Produzent und generiert inzwischen auch hervorragende Flaschenweine. Auch hier hat man wieder je nach Klima, Boden, Lage, Niederschlagsmenge (wird als Terroir bezeichnet) Rebsorten, die dann je nach Region für den Anbau favorisiert werden.

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Wo kann man denn in den Winelands deiner Meinung nach am Besten essen?

Du stellst immer so schwierige Fragen….(lach). In und um Kapstadt muss man sich ja allgemein sehr anstrengen, schlecht zu essen. Auch in den Winelands gibt es zum einen Spitzen-Restaurants mit Fine Dining Lunch und Dinner wie:

  • Jordan, Hidden Valley (Overture) , Rust en Vrede, Waterkloof, La Grande Provence, Beau Constantia, Kleine Zalze, Maison, Cavalli
  • Super Lunch ebenso: Delheim, La Motte, Moreson, Mont Rochelle, Le Lude, Blaauwklippen, Steenberg, Dornier, Boschendal, Guardian Peak, La Petite Ferme, Haute Cabrière
  • Spitzenholzofenpizza: Under Oaks, Rhebokskloof, Mulderbosch

Die meisten Weingüter bieten, sollten sie nicht über ein Lunchangebot (Mittagessen) verfügen, Cheese Platter und auch Charcuterie Platter an, damit man für die Tastings ein bisschen „Unterlage“ hat.

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Wenn man in den Weinbergen übernachten will, was würdest du empfehlen?

Ehrlich gesagt, gibt es auch hier wieder unzählige Unterkünfte, unterschiedlicher Preiskategorien. Da ich ja das Alte, sehr Traditionelle liebe, würde ich Webersburg, Weltevreden, Lyngrove, Zorgvliet, Plaisir de Merle oder La Petite Ferme wählen. Aber es gibt auch noch viele kleine, schnuckelige B & B Estates wie z.B. La Provence Vineyards oder auch Self Catering Cottages.

Top top schick stylish Sterne Status hat: La Providence, La Grande Provence, Leeu Estates (brandneu von einem Inder namens Singh, der halb Franschhoek aufgekauft hat), Delaire Graff. Clouds Estate, Babylonstoren, Mont Rochelle (Richard Branson), Majeka House, La Petite Dauphine. Allerdings muss man dafür dann auch den entsprechenden Preis bezahlen! Du siehst schon, wieder eine schwierige Frage…..(lach)

Ich würde empfehlen, auf die Tourismus-Info-Webseite der entsprechenden Region zu gehen und dort unter „Accomodation“ zu schauen, wie zum Beispiel die von Stellenbosch, Franschhoek oder Paarl. Auf diesen Seiten findet man ebenfalls sehr viel Interessantes und Wissenswertes, aktuelle Events oder auch Angebote der Weingüter werden dort platziert.

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Wenn Jemand ein großer Wein-Liebhaber ist und noch nie in Südafrika war, wie würdest du ihn locken?

Man muss es erlebt haben, man kann es kaum in Worte fassen. Die wunderschönen Weingüter im kapholländischen Stil oder aber auch die extrem stylischen Upper- Class-Weingüter in dieser außergewöhnlichen Lage – diese Mischung bietet nur Südafrika. Ebenso die Weine selbst, alles französische Rebsorten, die beste klimatische Voraussetzungen mit sich bringen, um extravagante Weine hervorzubringen. Was die Weine auszeichnet, ist ihre fruchtige Eleganz bei den Weißweinen und die gehaltvollen Rotweine, die schon in jungen Jahren mit einer angenehmen Trinkreife beeindrucken und das Ganze zu erschwinglichen Preisen.

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Und dann hat Südafrika ja noch seine eigene Rebsorte kreiert. Den Pinotage, der selbst schon in der Neuen Welt wie Australien und Neuseeland angebaut wird und seine Fans findet. Südafrikas Weine gehören mittlerweile zu den Besten der Welt. Das Land blickt auf eine über 350 Jahre alte Weingeschichte zurück, die auch heute noch gelebt wird und die dem interessierten Besucher offen steht. Und unter uns: Bekanntlich sind ja Weintinker immer auch Genussmenschen und oft auch Feinschmecker. Gourmets kommen auf den Weingütern Südafrikas ganz sicher auf ihre Kosten! Erstklassige Restaurants und Sterneküche findet man hier.

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Vielen Dank für das Interview, damit hast du uns einen grossen Einblick in deine Passion und in das Thema Südafrikanischer Wein gewährt. Ich freue mich über deine Empfehlungen, die vielen meiner Leser sicher hilfreich sein werden.

Wer sich für ganz individuelle Wein-Touren oder Vorträge der Expertin interessiert, tritt am Besten über ihre Website, Facebookseite oder via Mail mit Clarissa Hagemann direkt mit ihr in Kontakt. Clarissa spricht fließend Englisch und natürlich auch ihre Muttersprache Deutsch.

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Von Bloggern lernen: So überlebt deine Beziehung den Urlaub!

Die schönste Zeit des Jahres kann leicht auch zur Pärchenfalle werden, dann nämlich, wenn hohe Erwartungen, nicht ausgefochtene Konflikte, zu viel Zweisamkeit und verschiedene Urlaubsbedürfnisse aufeinanderprallen. Ich habe Blogger-Pärchen nach ihren Strategien für einen harmonischen Partnerurlaub gefragt, denn sie sind die Experten! Blogger reisen oft über Monate mit dem Lebensgefährten. Tag und Nacht wird die Zeit zusammen verbracht und auf eine harte Zerreisprobe gestellt. Wenn sie keinen Rat wissen, wer sonst?

Ihr kennt sie vielleicht auch, die Paare, die kein Wort mehr am Tisch miteinander wechseln, die lieblos aneinander vorbei schauen, sich angiften und selbst unverblümt in der Hotel-Lobby ihren Streit ausfechten. Nach dem gemeinsamen Urlaub trennt sich ein Drittel aller unglücklichen Paare – die Zwangsnähe und Streitigkeiten halten sie nicht aus.

Westküste, West Coast, Südafrika, Paternoster, Strandspaziergang, Couple SpaziergangAuch gehen oft die Erwartungen an die Ferien weit auseinander. Während sich der Eine Ruhe und Erholung am Pool wünscht stirbt der Andere an Langeweile. Der Zoff ist also vorprogrammiert. Und auch die ersehnte Unbeschwertheit ist oft gestört, weil Paare ihre Streitigkeiten mit in den Urlaub nehmen. Im Alltag werden diese oft nicht ausgefochten weil die Zeit oder Nerven fehlen.

In den Ferien findet sich endlich der richtige Augenblick zum Reden. Nur endet der dann meist im Streit. Laut einer Umfrage der Gesellschaft für Rationelle Psychologie, ist die Streitdauer im Urlaub um glatte 50 Prozent erhöht. In 20% der Fälle wird derart heftig gestritten, dass die Beziehung in Frage gestellt und nach dem Urlaub sogar beendet wird.image-2016-05-13(3)

Dabei kann Harmonie in den Ferien so einfach sein!

Hier sind meine Tipps für euren krisenfesten Traumurlaub:

Erwartungen

Klärt, welche Erwartungen ihr an die gemeinsamen Ferien habt. Welches Reiseziel euer beider Bedürfnisse abdeckt. Hinterfragt wer Action oder Party will oder ob stattdessen Ruhe und Erholung auf der Tagesordnung stehen sollen. Wie viele Ausflüge, sportliche Aktivitäten oder Wellness plant ihr ein? Wer will ausschlafen und wer früh auf Entdeckungstour gehen? Wie viel Romantik verträgt die Beziehung?

Freiraum

Besprecht, wie viel Freiraum jeder von euch braucht. Ob auch eigene Ausflüge und Unternehmungen okay sind oder ob jeder Abend miteinander verbracht werden soll?image-2016-05-13(10)

Probleme vorab lösen

Sie mault wegen seinem Kleidungsstil rum. Er nörgelt wenn sie zu lange im Bad braucht. Was euch im Alltag begleitet, wird auch im Urlaub dabei sein, wenn ihr nicht vorsorgt. Packt die Streitigkeiten nicht ins Reisegepäck, sondern klärt vorab, was euch im Alltag stört und ihr auf keinen Fall noch in den Ferien erleben möchtet.

Klare Regeln

Legt fest, wann wer die Entscheidungen für beide trifft, wenn Stress-Situationen am Flughafen, Bahnhof oder im Verkehr auftreten. Wechselt euch tageweise damit ab. Vereinbart feste Zeiten für Unternehmungen, Wiedersehen oder Erholungspausen. Besprecht vorher wie eure Kommunikation bei Meinungsverschiedenheiten ausgetragen werden soll.image-2016-05-13(8)

Toleranz

Wie so oft im Leben braucht es viel Toleranz im Umgang mit Menschen, so auch im Urlaub oder in der Beziehung. Taktvolle Rücksichtnahme kann der Schlüssel zum Glück mit dem Partner sein, seid euch dessen bewusst und handelt danach.

Respekt

Respektiert die Grenzen des Anderen, sei es bei waghalsigen Klettertouren, freizügigen Unternehmungen oder auch bei Streitigkeiten.

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Umfrage

Aber nicht nur meine Meinung ist interessant! Ich habe Blogger gefragt, wie sie für Harmonie auf ihren oftmals langen Reisen sorgen und dabei sind ganz schön viele Tipps zusammen gekommen:

Carina und Christian von Travelography

Bis jetzt verliefen unsere Reise immer sehr harmonisch. Woran das liegt? Wir versuchen uns mal auf Spurensuche zu begeben. Schon bei der Wahl des Reiseziels können die Meinungen weit auseinander gehen. Das ist manchmal auch bei uns so. Aber zum Glück verreisen wir nicht nur einmal pro Jahr. So darf jeder Mal entscheiden, wo es hingeht. Sollte mal einer von uns gar nicht mit einem Reiseziel einverstanden sein, wird das auch wieder verworfen. Rücksichtnahme ist da das Zauberwort und wahrscheinlich auch ein Grund, weshalb wir gut auf Reisen miteinander auskommen. Aber die Rücksichtnahme endet bei uns nicht bei der Wahl des Reiseziels. Rücksichtnahme heißt für uns auch während der Reise kompromissbereit zu sein. Wenn der jeweils andere nicht gerne im Zelt übernachtet, bucht man Unterkünfte. So einfach ist das manchmal 😉 Konfliktpotenzial birgt manchmal Christians Drang nach dem perfekten Bild auf Reisen. Er will Sonnenauf- und untergänge fotografieren und auch mal Mitten in der Nacht die Milchstraße. Wir versuchen uns dabei auch gewisse Freiräume zu geben oder es zu einem kleinen Event zu machen. Auf Sylt sind wir beispielsweise abends an den Strand geradelt, hatten ein kleines Fläschchen Wein dabei und haben den Abend zu zweit am Strand genossen (…und Christian kam zu seinen Sonnenuntergangsbildern). Aus unserer Sicht sind Kompromissbereitschaft und Rücksichtnahme die Schlüssel für einen harmonischen Urlaub (und auch für eine harmonische Partnerschaft ;))

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Lynn von Lieschenradieschen Reist

Ich habe das große Glück, das mein Partner mir weitestgehend die Urlaubs Planung überlässt und mir dabei auch vertraut. Bevor ich auf Reisen gehe informiere ich mich über Sachen, die ich mir gerne anschauen möchte. Da ich meistens so begeistert bin, von dem was ich gefunden habe, teile ich das meinem Partner auch sofort mit. Er kann dann entweder sofort sagen, ob ihm das auch gefällt, oder ob er dazu gar keine Lust hat. Meistens finden wir aber immer einen Kompromiss. Ich denke es gibt genau zwei Strategien, die zu einem harmonischen Urlaub beitragen. Zum Einen sollte man über alles reden. Es hilft nichts, wenn der Eine den Frust in sich hineinfrisst, weil er bestimmte Sachen vielleicht gar nicht machen will, oder sich übergangen fühlt. Und die zweite Strategie heißt trennen. Natürlich nicht die Beziehung beenden, aber es hilft sich manchmal für ein paar Stunden oder einen Tag zu trennen. So kann jeder das machen, worauf er Lust hat und am Ende hat man auch noch Neues zu erzählen. Win Win oder?

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Sabine von Ferngeweht

Seit fast 13 Jahren reise ich mit meinem Lebenspartner in jeder freien Minute um die Welt. Zwischen zwei und vier Wochen sind wir meist unterwegs, und in der Regel sind wir – anders als zu Hause – während dieser Zeit selten getrennt. Rund um die Uhr mit dem Partner zusammensein – kann das gutgehen? Geht es! Unser Erfolgsgeheimnis? Es passt einfach. Genauso wenig wie wir uns zu Hause streiten, geraten wir uns auf Reisen in die Haare. Wir haben dieselben Interessen: viel Natur, wenig Stadt, Komfort brauchen wir beide nicht, und wenn mal was nicht klappt, suchen wir zusammen nach Alternativen. (Mein Partner nickt, als ich ihm das vorlese – während er im Reiseführer für unsere nächste gemeinsame Reise blättert …)Kunstgalerie, Paternoster, Westküste, Südafrika, West Coast,Julie

Tami von thefantasticworldofmine

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass mein Mann und ich „besser“ in Erkundungsurlauben sind. Wir bereisen gerne Städte und erkunden Neuland. Ein Strand- und Poolurlaub führt bei uns öfter zu Reibereien. Wir brauchen Abwechslung vom Alltag und das finden wir gemeinsam in uns unbekannten Orten. Beim „faulen“ Rumliegen bin ich oft schnell genervt, da er immer Beschäftigung sucht, ich aber lieber lesen möchte. Bei Städtereisen hingegen harmonieren wir bis ins kleinste Detail miteinander.

Heiko & Manu Jamesontour

Zuhause hocken wir ( 23 Jahre verheiratet) nicht aufeinander. Da ist es schon eine Umstellung, monatelang im Campingbus auf engstem Raum zu leben – noch dazu unter zeitweise extremen Bedingungen ( Krankheit, Hitze, Hunger…..) Es bleibt nur Eines: Tief durchatmen und so manchen Kommentar einfach runterschlucken. Erst dann, wenn man z. B. einen tollen Übernachtungsplatz gefunden hat, ein leckeres genießbares Essen auf dem Kocher brutzelt……dann sollte man aussprechen, was einem total nervt, daß man sich total Scheiße fühlt, oder was auch immer. Das Witzige: Nach der Rückkehr fühle ich mich schon total einsam, wenn mein Mann sich in einem anderen Zimmer aufhält. Das pendelt sich mit der Zeit aber wieder ein. Wir fahren nächste Woche Richtung GB, hoffentlich regnet es nicht so oft – denn das ist auch ein Stressfaktor, vor allem weil ich Raucher bin. (Darüber könnte man noch einen Extrabericht machen. Paare Raucher-Nichtraucher 🙂

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Ines von Reisejunkie

Ich denke, dass es die Beziehung – und überhaupt die Wertschätzung füreinander -fördert, wenn man auch auf Reisen eine gute Balance zwischen Nähe und Distanz findet. Mein Schatz will unbedingt einen Adventure-Trip à la „Ziplining im Dschungel“ – ich will lieber die DelfinTour am Morgen mitmachen und danach am Strand liegen? Kein Problem. Ich habe eh’Höhenangst. Wir lassen uns die Freiheit, unsere Lieblings-Aktivitäten auch alleine wahrzunehmen. Am Abend treffen wir uns dann zum romantischen Dinner und haben uns jede Menge zu erzählen von den Abenteuern des Tages. Danach haben wir wieder richtig Lust, etwas zusammen zu unternehmen und einigen uns auf einen gemeinsamen Ausflug. Das schweißt uns zusammen und lässt uns gleichzeitig das Gefühl von Freiheit erleben.

July

Laurens von Mightytraveliers

Corinne und ich verreisen nun schon seit mehr als 8 Jahren zusammen. Und ich muss sagen: Wir haben uns anfangs oft und viel gestritten. Ganz besonders auf Reisen! Das ist heute absolut gar nicht mehr der Fall. Und der Grund für diese Veränderung lässt sich ganz einfach erklären: Wir kennen uns heute einfach viel besser und wissen genau, was dem Anderen wichtig ist. Kurz: Wir haben Verständnis für den Partner. Corinne kann ewig Fotos machen – so lange, dass wir für einen 4-Stunden-Hike in der Regel 6 brauchen. So lange, dass sogar die faulen Löwen in der Savanne kein Bock mehr auf das Posieren haben. So lange, bis der schlafende Obdachlose in San Francisco uns trotz absoluter Diskretion am Ende doch bemerkt. Ich selbst habe aber natürlich auch so meine Macken. Als Teamleiter in einem großen Start-up gehe ich stark in meiner Arbeit auf. So stark, dass ich jedes Feedbackgespräch, jedes Interview und jede Hetzrede gegen den Wettbewerb wortgetreu wiedergeben kann – und das beim Wandern in Ostanatolien oder beim Sonnenuntergang auf der Panoramaterrasse des Marina Bay Sands in Singapur. Aber auch das stört Corinne nicht. Behauptet sie zumindest. Bzw. ich frage lieber nicht.image-2016-05-13(4)

Thomas von Reisen-Fotografie

Meine Güte, Melanie und ich sind mittlerweile seit 27 Jahren ein Paar und haben schon so manche Reise zusammen gemacht. In jungen Jahren, also damals, war das nicht immer ohne Probleme. Plötzlich den ganzen Tag zusammen, am Strand oder Pool, 24 Stunden Dauerpartnerschaft. Da kam es schon mal zu Reibungen, nie was Ernstes. Aber man merkte schon, dass es was Anderes ist ob man sich nach der Arbeit sieht oder plötzlich den ganzen Tag miteinander verbringt – und das über zwei oder drei Wochen. Im Laufe der Jahre wurde das aber immer besser. Man lernte, nicht nur im Urlaub, mit den Ecken und Kanten des Anderen zu leben. So wie die Beziehung immer fester zusammen wuchs, so wurden auch die Reisen entspannter. Zumal wir irgendwann merkten, es ist gar nicht das Zusammensein, es ist die Art zu Reisen, die uns teilweise ein wenig anspannte. Dieses 14 Tage im Hotel, am Strand, am Pool – irgendwie war das nicht unsere Welt. Wir machten dann unseren ersten Roadtrip, durch Spanien, mit dem eigenen Auto. Und komischerweise, kein Stress mehr. Wir hatten unsere Art zu Reisen entdeckt, die somit auch die Stimmung zwischen uns im Urlaub deutlich angehoben hat. Heute reisen wir nur noch auf diese Art und Weise. Selbst im Wohnmobil, wo man sich ja wirklich kaum aus dem Weg gehen kann, alles kein Problem. Somit können wir sagen, wenn man die für beide perfekte Art zu Reisen gefunden hat und die Weisheit des Alters dazu kommt, dann kann ein Paar nichts erschüttern. Eine Langzeitreise haben wir noch nicht gemacht, kommt aber bestimmt noch. Aber auch diesem Abenteuer sehen wir, aus Sicht eines Paares, sehr gelassen entgegen. Es wird uns noch näher zusammen bringen, das Erlebt wird uns noch mehr verbinden.image-2016-06-07(1)

Jenny von Weltenwunderer

Über zu viel Zweisamkeit können wir als Eltern von drei Kindern nicht klagen – im Gegenteil. Auf Reisen steht unsere Partnerschaft doppelt unter Belastung, denn so toll das Reisen in Familie auch ist, so anstrengend ist es. Ich persönlich muss mich immer sehr bemühen, im Reisestress nicht in die ,Mecker-Falle‘ zu tappen, denn schlechte Laune potenziert sich sehr schnell, wenn man zu fünft ist. Unsere oberste Devise: „Smile!“ Die Laune folgt den Mundwinkeln automatisch nach oben. Und wenn wir unseren Reisetag einigermaßen gut gelaunt geschafft haben, bleiben oft nur ein paar erschöpfte Minuten für Qualitätszeit zu zweit. Die ist aber ungemein wichtig für uns, sonst gehen wir uns schon nach ein paar Tagen richtig auf den Wecker, weil wir nur noch irgendwie funktionieren. Unser Trick: Wir haben uns gleich drei Kinder angeschafft, die sich inzwischen hervorragend untereinander bespaßen. So klappt es auch mit der sehr nötigen täglichen 30-Minuten-Auszeit für uns Eltern, notfalls mit Unterstützung durch Mr. TV 😉image-2016-05-13(5)

Christina von Triptotheplanet

Grundsätzlich reise ich am liebsten alleine. Wenn man dann aber doch mal mit jemandem zusammen unterwegs ist, versuche ich natürlich Kompromisse bei Tagesplanung, Restaurantwahl etc. einzugehen und meine Vorlieben auch mal hinten anzustellen. Rücksicht ist mir ganz wichtig. Obwohl ich am liebsten selbst das Heft in die Hand nehme, sollte natürlich jeder seine Wünsche äußern dürfen und auch mal „durchsetzen“ können. Auch, wenn man dann selbst mal zurückstecken muss. Ich probiere dann zwar immer mal wieder, von „meiner“ Wahl oder Planung zu überzeugen, wenn das andere Personen dann aber trotzdem so gar nicht anspricht, muss man eben auch mal den Kürzeren ziehen. Insgeheim freue ich mich in solchen Situationen, wenn ich eben nicht hingehen kann, wo ich gerne möchte, aber auch schon wieder auf die nächste Reise alleine. Absprechen und Kompromisse eingehen ist wichtig, um die Harmonie auf Reisen nicht zu gefährden, aber eben auch einer der Gründe, weshalb ich gerne alleine reise.

Nele & Jalil von CamperStyle

Auch wir werden häufig gefragt, wie wir es auf unseren Langzeitreisen miteinander „aushalten“. Bei uns war das – nach einer kleinen Eingewöhnungszeit am Anfang – eigentlich recht easy, da wir ohnehin zu den Paaren gehören, die gerne viel Zeit miteinander verbringen und die das gemeinsame Reisen als große Bereicherung empfinden. Damit auch auf Dauer keine größeren Konflikte entstehen, sind folgende Punkte aus unserer Sicht von entscheidender Bedeutung:
Kommunikation: Die Partner sollten viel wie möglich miteinander sprechen, um Ärgernisse oder Missverständnisse im Keim zu ersticken. Ganz unabhängig von Konflikten sind intensive Gespräche mit viel Zeit und ohne Ablenkung wichtig für eine Beziehung. So manch einer sollte das auch mal zuhause ausprobieren… 🙂
Rückzugsräume: Auch wenn man gerne zusammen ist – 24 Stunden am Tag über Monate hinweg können schon mal anstrengend werden. Deshalb sollten sich beide Partner auch einen gewissen Freiraum schaffen (z.B. eine Freizeitaktivität), den der andere dann jeweils zu respektieren hat.
Ordnung und Organisation: Nichts nervt mehr als totales Chaos auf kleinem Raum. Wir haben daher ein relativ striktes Ordnungssystem geschaffen, in dem jeder Gegenstand seinen festen Platz hat. Außerdem sind die täglichen Arbeitsabläufe so eingeteilt, dass jeder von uns beiden seine Aufgaben hat und wir uns nicht gegenseitig auf die Füße treten.

image-2016-05-13(6)Stefanie von Familyescapes

Die Beziehung im 24/24 Stunden Modus auf Reisen glücklich halten? Die Frage hat bei uns seit wir Kinder haben eine ganz neue Dimension bekommen, sagen wir mal eine für Fortgeschrittene. Unsere ersten Reisen zusammen mit Kind 1 waren gelinde gesagt geprägt von Diskussionen. Diskussion darüber, wer jetzt mal eine halbe Stunde auf die Liege darf und ein Buch lesen. Diskussionen, wer morgens mit dem Kiddy aufsteht und spielt. Wer die endlosen Runden mit dem Kinderwagen dreht, weil das Geschrei IMMER gerade in dem Moment losgeht, wenn das Essen im Restaurant kommt …

Wir haben tatsächlich ein paar Reisen gebraucht, um uns als Eltern zu finden und als Paar nicht komplett zu verlieren. Heute sind die Kiddys zwar etwas größer und die Schreirunden im Restaurant haben wir hinter uns. Aber dennoch: Es ist immer noch eine Herausforderung, sich dann abends, wenn die Kids schlafen, nicht einfach aufs Sofa zu hauen. Die Herausforderung haben wir natürlich zuhause auch. Aber gerade auf Reisen haben wir ja den Anspruch, auch endlich mal ein bisschen Zeit zu zweit abzuzwacken. Das geht. Unser Rezept dafür ist die entsprechende Unterkunft entweder mit schöner Terrasse oder nahe gelegener Bar, so dass wir den Abend zu zweit noch genießen können. Fürs Glücklichsein auf Reisen passen wir auch auf, dass jeder mal seinen Bedürfnissen nachgehen kann und der andere dann die Kids hütet. Ich bummle verzückt auch mal ein Stündchen alleine durch die Gassen, der liebe Mann joggt dafür am liebsten durch die Natur. Auch das ist für uns das Geheimnis einer glücklichen Beziehung im 24/24-Modus als Familie. Dass jeder auch mal Momente hat, um ganz bei sich zu sein. Die sind bekanntlich mit (kleineren) Kids eine Rarität. Und solchen geschenkten Stunden geben wieder Kraft, sich um die Partnerschaft zu kümmern.

Elisa von take an adVANture

Die schönsten Reisen? Das sind die Reisen mit meinem Freund. Ich genieße es, ihn 24h um mich herum zu haben, mit ihm Abenteuer zu erleben und nach dem Trip in den Erinnerungen zu schwelgen. Und ich muss sagen – es funktioniert ziemlich gut. Kein Stress, kaum Ärger, meistens perfekte Harmonie. Ein Geheimnis dafür gibt es nicht, wir beide liegen einfach auf einer Wellenlänge. Was aber trotzdem bedeutet, das wir gegenseitig Kompromisse eingehen müssen. Ich glaube, der Fehler bei einigen Paaren besteht an die zu hohen Erwartungen an den Urlaub. Man erwartet einen perfekten Trip, mit perfektem Wetter. Mit Unterhaltungen und klärenden, inspirierenden Gesprächen. Die besten Erwartungen sind aber keine Erwartungen. Denn meistens kommt es anders, als man denkt. Mein Freund und ich reden viel. Ich glaube einfach, es ist wichtig, dass man gewisse Sachen bespricht und nicht einfach aussetzt. Oder rumzickt und sich beleidigt anschweigt. Ich bin der Teil in unserer Beziehung, der immer zu viel möchte. Ich möchte alles sehen, alles ausprobieren und das am liebsten sofort. Egal ob ich bereits mit einer Grippe im Bett liege und eigentlich schon fix und alle bin. Mein Freund ist der Ruhepol, holt mich in solchen Momenten runter und lässt mich den Trip ohne Hektik wieder genießen. Außerdem macht er geduldig jede der vielen Fotostopps mit. Dafür streiche ich für ihn einige To-Do’s auf der langen Liste und sitze auch mal entspannt im Café. Was ich auch gerne mal einigen Paaren raten möchte: Man muss nicht immer alles zusammen machen! Schaft euch gegenseitige Freiräume, spaziert mal alleine durch die Straßen oder setzt euch alleine mit einem Buch an den Strand. Redet darüber, was euch gerade stört und sagt, wenn ihr etwas unbedingt machen möchtet. Euer Lieblingsmensch kann schließlich keine Gedanken lesen!

Julie, Partner, reisen

Wiebke von Sonnenstrahlenmomente

Auf Reisen hast du die unterschiedlichsten Möglichkeiten. Ich liebe es, alleine zu reisen, aber auch die Reisen mit meinem Mann sind immer wieder schön und bringen tolle Erinnerungen mit sich. Damit während der Reise und auch danach kein Stress oder Unstimmigkeiten aufkommen und wir den gemeinsamen Urlaub in vollen Zügen genießen können, haben wir mittlerweile einen für uns ganz guten Weg gefunden, wie wir eine wirklich tolle Zeit verbringen können. Auch wenn wir zusammen verreisen sind wir nicht 24/7 zusammen. Wir machen vieles einfach alleine. Sei es ein Spaziergang durch die Stadt, in der wir gerade sind, der Besuch eines Museums, das den Partner so gar nicht interessiert oder einfach ein paar Stunden alleine in einem Park mit einem guten Buch zu verbringen, macht es für uns aus. So sind wir zwar zusammen auf einer Reise, aber dennoch kann jeder von uns auch das machen, worauf er gerade Lust hat. Das Gute daran ist nämlich, dass man sich am Ende des Tages die verschiedensten Geschichten zu erzählen hat und man berichten kann, was man erlebt und gemacht hat. Natürlich unternehmen wir im Urlaub auch viel gemeinsam, aber ich gehe gerne auch einmal alleine auf einen Safari Walk, während es sich mein Mann in der Lodge gut gehen lässt und umgekehrt macht er mal eine Stadttour und sieht sich alle denkbaren Sehenswürdigkeiten an, während ich es mir in einem kleinen Café gemütlich mache, die Menschen beobachte und in den Ort eintauche. Somit haben wir die für uns perfekte Mischung aus gemeinsamen Unternehmungen und den Dingen, die wir alleine machen, gefunden und können den Urlaub ohne Streitereien, weil der eine jetzt unbedingt dieses oder jenes sehen möchte und der andere viel lieber etwas anderes machen will, in vollen Zügen genießen.

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Sabine & Uli von travel the world with us!

Wir reisen ebenfalls seit 2 Jahren als Paar um die Welt – nach wie vor krisen-, und naturbeding auch weitgehend konfliktfrei. Vor allem zu Beginn einer Reise braucht es natürlich etwas Eingewöhnung, wenn man davor mehr oder weniger nur die Freizeit miteinander verbracht hat und dann plötzlich 24/7 zusammen ist. Dafür wächst aber auch ungemein das gegenseitige Verständnis, Vertrauen und man kennt sich noch viel inniger als zuvor. Wir sehen vieles ähnlich wie Nele & Jalil – Kommunikation, Rückzugsräume, Verständnis für die Bedürfnisse des Partners und die eigenen und eine gewisse Ordnung erleichtern das Reisen als Paar auf kleinstem Raum ungemein.

Pärchen, Breslau, CoupleIch hoffe all diese wertvollen Tipps helfen Dir, entspannt mit deinem Partner zu Urlauben! Wenn Dir der Artikel gefallen hat, Du noch Anregungen hast oder einfach Deine Meinung loswerden willst, dann nutze das Kommentarfeld und schreib mir.

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Essen gegen Fernweh – Wie du dir Urlaubsfeeling erschlemmst!

Verbinden wir nicht alle Pizza mit Italien, den Café-to-go mit Amerika und Reis mit Asien? Warum sollten wir dann nicht auch kulinarische Ausflüge nutzen, um uns ein wenig Urlaubsfeeling in den Alltag zu holen?

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Reisen ist eine großartige Möglichkeit zu lernen und zu wachsen. Denn es bringt uns eine Menge Dinge über das Leben, die Kultur und die Menschen bei. Ich finde es spannend zu beobachten, wie Lebensmittel die Bräuche, Geschichte und auch die Werte einer Gesellschaft beeinflußt haben. Die Lebensweise der Menschen und auch ihr ethnischer Hintergrund haben die Küche eines Landes geprägt in deren Genuss wir während unserer Urlaube kommen. Genau diese Kulinarik gibt Reisen die Würze und mcht sie so noch spannender.

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Leider kann man keine 365 Tage im Jahr umher reisen und sich durch die Küchen dieser Welt schlemmen. Wenn mich die Sehnsucht nach exotischer Küche oder internationalen Gaumenfreuden packt, dann habe ich ein paar Strategien entwickelt, die mir helfen die Distanz zwischen Alltag und Urlaub zu meistern. Meine Tipps sich schlemmend gegen Fernweh zu stemmen, findest du hier und vielleicht auch gleich noch ein paar Ideen soziale Kontakte zu pflegen.

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Kick-Starter

Gute Laune durch Düfte und Verwöhnaroma – mit einem Besuch in der nächsten Kaffee- oder Teebar startest du frisch und motiviert in den Tag. Sei es beim hippen amerikanischen „Coffee-to-go“, beim Barista aus Ecuador oder in einem dieser asiatischen Teegenuss-Tempel. Du wirst feststellen, dass außergewöhnliche Gewürze, das Aroma feinster Bohnen und der sinnliche Duft von Fruchtmischungen, dich verführen und deine Gedanken schon am Morgen in die Welt hinaus tragen werden.

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Küche zur Welt

Der einfachste Weg wie du dir Urlaubsfeeling erschlemmen kannst, ist natürlich ins entsprechende Restaurant zu gehen! Eine Vielzahl von Apps machen es dir heute möglich, auf schnellstem Weg an die leckerste und exotischste Küche zu kommen. Einfach die Geschmacksrichtung eingeben, Umkreissuche starten und im nächsten Moment sitzt du schon vor einem leckeren Mangolassi, kubanischem Grillhuhn, hausgemachten, polnischen Piroggen oder einem südafrikanischem Bobotie.

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Ein Topf voller Glück

Warum immer das kochen, was man schon kennt? Warum nicht einfach mal das ausprobieren, was man im Urlaub so geliebt hat? Nur Mut! Das Netz ist voller Ideen und Rezepten die dir ganz entspannt beibrigen, wie man das Lieblingsgericht aus dem letzten Urlaub nachkochen kann. Und wenns mal schwieriger wird, dann schau doch einfach nach Anleitungen in YouTube Videos. Step by step und praxisnah bekommst du hier eine Anleitung, wie du aus deiner heimischen Küche eine internationale machst!

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Charmantes Umfeld

Du kannst gar nicht kochen? Auch kein Problem. Wie wäre es mal im Freundes oder Bekanntenkreis nachzufragen? Wir haben doch alle inzwischen ein multikulturelles Umfeld. Du wirst staunen, wie gut die Resonanz ist, wenn du dich auch für die Küche deiner Mitmenschen interessierst. Was denkst du, wie stolz dein italienischer Nachbar ist, mal für dich nach Muttis Rezept zu kochen? Oder wie sehr sich die polnische Studienkollegin freut, wenn du dich für ihre Kochqualitäten interessierst. Mit etwas Charme und einem netten Entgegenkommen wird ein gemeinsames Essen, auch gleich noch ein kulinarischer Exkurs in ferne Länder.

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Du kannst das

Was man selbst nicht kann, dass kann man ja auch immer noch lernen. Beleg doch einfach mal einen Kochkurs und lass dir dort bringen, wie man indisch, markokkanisch oder spanisch kocht. Schulen und VHS-Kurse dafür gibt es wie Sand am Meer, da solltest du schnell fündig werden und neue Kontakte zum gemeinsamen Schlemmen gibts gleich noch dazu!

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Er kann es

Okay, okay du hast vielleicht wie ich, kein Talent für die Küche, willst aber doch am liebsten daheim genießen? Dann gönn dir doch mal was und buch dir einen Koch! Ja auch das gibt es. Und warum soll man sich nicht auch mal selbst belohnen und sich verwöhnen lassen? Einen Anlass braucht es dafür nicht. Etwas Sehnsucht nach fremdländischer Küche reicht vollkommen aus und dein kochlöffelschwingender Küchenchef wird dir jeden Wunsch erfüllen.

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Basar der Köstlichkeiten

Hast du schon mal dran gedacht, dass auch ein Markt ein perfekter Ort sein kann, um sich um die Welt zu schlemmen? Basare sind seit Jahrhunderten der zentrale Treffpunkt und Umschlagsplatz für Lebensmittel aus der ganzen Welt. Hier findest du das Gewürz aus Indien, den Tee aus Bali und die Kakaofrucht aus Brasilien. Oder gleich den perfekten Stand, an dem dir dein Lieblingsgericht aus Thailand frisch zubereitet wird.

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Ums Eck

Hast du schon mal dran gedacht, dass auch der Getränkehändler ums Eck deinen Durst nach Fernweh stillen kann? Ein Cider aus Namibia, ein Wein aus Chile und das Bier aus Irland können schon eine jede Menge Weltenschmerz stillen. Dazu genießt du einfach eine Doku aus deinem Lieblingsreiseland und träumst dich zurück zu unbeschwerten Zeiten.

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Tricky

Kennst du schon den Hoteltrick? Mann muss nicht eingecheckt sein, um in einer Hotelbar leckere Cocktails mit heißen Brasilianerinnen, unterkühlten Asiaten oder lustigen Finnen zu trinken. Und so ein Mixgetränk hat gleich noch den Vorteil, dass es dich wieder an den Strand und damit zur letzten Beachparty zurück beamt!

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Branchentreff

Auch auf Messen kann man international Essen. Schon mal dran gedacht auf einer Reise- oder Foodmesse vorbei zu schauen und dort so richtig zu schlemmen? Nein? Dann solltest du das unbedingt mal ausprobieren, denn gerade hier lässt man sich nicht lumpen und bringt die besten Köche und Spezialitäten mit. Einfach im Netzt nach entsprechenden Fachmessen suchen und gleich noch Ideen für die nächste Reise mitnehmen!

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Ideenreich

Du hast noch mehr Ideen wie man sich schlemmend gegen das Fernweh stemmt? Dann her damit! Ich freue mich immer über Anregungen oder Feedback. Schreib mir einfach im Kommentarfeld und lass mich wissen welche Strategien dir helfen.

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Urlaub mit Hund – Reise-Tipps für Zug, Auto & Flugzeug

Ein Hund ist für viele ein Familienmitglied und so darf er natürlich auch in der schönsten Zeit des Jahres nicht fehlen. Doch damit das Tier den Urlaub nicht als Strapaze empfindet, gilt es Einiges zu beachten und eine gute Planung kann dabei helfen.gluecksmomente7

Freifliegendes Tier – Hundsmäßig daneben:

Winselnd und zitternd sitzt die kleine Hündin „Jackie“ auf der Rückbank im Auto und stirbt tausend Tode wenn das Fahrzeug in Bewegung ist. Bei jedem Bremsvorgang landet sie unsanft im Fußraum und kämpft sich anschließend mühevoll zurück auf den Sitz. Als dann auch noch die Verkehrspolizisten auf dem Rastplatz bemerken, dass das Tier alleine bei 30 Grad im Auto zurückgelassen wurde ist Schluss mit lustig. Nachdem der Halter nicht auffindbar ist, wird die Scheibe eingeschlagen, Jackie in die Obhut von Tierschützern gegeben und dem Halter ein saftiges Bußgeld auferlegt. Zu Recht!

Cleveres Herrchen – Glücklicher Wauwau:

Viele Halter sind sich überhaupt nicht bewusst, dass es Dinge gibt, die sie beachten müssen, wenn sie mit ihrem vierbeinigen Liebling in die Ferien starten. Dabei geht es in erster Linie um die Sicherheit des Tieres, die an gesetzliche Regelungen geknüpft ist. Halter sollten sich vor ihrer Urlaubsbuchung schon überlegen, was sie ihrem Tier zumuten können und wie der Hund ordnungsgemäß transportiert werden kann.

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Bahnreise mit Hund – es kann so einfach sein:

Zwar müssen Hunde bei einer Reise mit der Bahn einen Maulkorb tragen, aber dies gilt zu beider Seiten Sicherheit und sollte positiv bewertet werden. Bei der Bahn gilt ein Tier bis zur Größe einer Hauskatze als Gepäckstück und darf in der Regel gratis mitreisen. Vorrausgesetzt der Hund gilt als ungefährlich und wird in einer geschlossenen, wasserdichten Transportbox mitgeführt. Anders verhält es sich bei größeren Tieren, die nicht im Transportbehälter und als Handgepäck transportiert werden können. Hier muss der halbe Fahrpreis kalkuliert werden. Bei speziellen Preisangeboten und Nachtzügen gibt es Ausnahmeregelungen zum Transport von Tieren. Hier informiert man sich am besten direkt bei der Bahn. Dies empfiehlt sich auch, wenn eine Grenze passiert wird. Denn die Auflagen für Tiere können bei der Bahngesellschaft des Ziellandes schon wieder ganz anders sein.

Der Vierbeiner im Auto – Tierisch beachtenswert:

Schwieriger wird es im Straßenverkehr. Hier gibt es ganz klare Regeln zum Transport von Tieren. Wer sich daran nicht hält, kann bis mit bis zu drei Punkten und einem Bußgeld bis 50 EUR bestraft werden. Wer also mit Hund zum Urlaubsdomizil fährt, dem muss klar sein, das sein Tier nicht im Auto rumklettern darf. Kleinere Vierbeiner reisen am besten in einer geeigneten Transportbox, die auf dem Beifahrer- oder Rücksitz sicher befestigt werden muss. Für größere Tiere gibt es spezielle Hundesicherheitsgurte, die sich gerade auf langen Fahrten bewährt haben. Bei Kombis und Vans empfiehlt sich ein solides Trenngitter oder Sicherheitsnetz zur Abtrennung zwischen Fahrerbereich und Ladefläche. Bei Pickups mit separatem Laderaum ist zudem auf ein geöffnetes Fenster zu achten. Dieses sollte in eigenem Interesse so gesichert sein, dass der Hund es nicht aufschieben und aus dem Fahrzeug springen kann.gluecksmomente11

Wie Du mir – So ich Tier:

Dem Tier zuliebe sollte auf Autofahrten bei großer Hitze verzichtet werden. Hier ist zu überlegen, ob man nicht besser nachts oder in den frühen Morgenstunden fährst. Selbstverständlich ist auf langen Fahrten besonders auf Frischluft, regelmäßige Pausen, ausreichend Flüssigkeit und Ausgang zu achten. Ist ja für uns Menschen auch nicht anders!

Stillstand ist der Tod – Der Hund kommt mit:

Es sollte vermieden werden, dass das Tier alleine im Auto zurückbleibt. Ganz besonders gilt das an warmen Tagen, denn hier wird das Fahrzeug für ihren Hund innerhalb von Minuten zur Todesfalle. In kürzester Zeit kann sich ein Auto auf über 70° Celsius Innentemperatur aufheizen, was sich auch mit einem leicht geöffneten Fenster nicht regulieren lässt.  Hunde haben nur wenige Schweißdrüsen und versuchen ihre Körpertemperatur durch Hecheln zu regulieren. Was sie unter solchen extremen Bedingungen im Wagen nicht mehr schaffen. Sie erleiden irreparable Organschäden oder sogar einen Herzstillstand. Selbst Tiere die Rettung aus einer solchen Situation erfahren haben, sind später qualvoll an den Folgen der Hitze gestorben. Diese Gefahr droht bereits bei „nur“ 20 Grad Außentemperatur!gluecksmomente4

Up in the Air – Mit Pfiffi im Flieger:

Wird das Urlaubsziel mit dem Flugzeug angesteuert steht dem Tier so richtig Stress bevor. Gänzlich fremde Geräusche, der Druck der Höhe und zum Teil auch noch die Kälte des Frachtraums. Nur kleine Hunde dürfen bei Airlines in einer geeigneten Transportbox im Handgepäck transportiert werden. In der Regel gilt dies bis zu einem Gewicht des Tieres von bis zu 5 kg – in Abhängigkeit mit den Regularien der Fluggesellschaft. Große Hunde müssen als Übergepäck im Frachtraum fliegen. Hier gilt es vorab mit der Airline die genauen Bedingungen für den Transport abzuklären und sicherzustellen, dass es das Tier warm genug hat.

Bitte recht freundlich – Der Ausweis für den Hund:

Ganz wichtig und verpflichtend für alle Reiseziele auch innerhalb der Europäischen Union ist der EU-Heimtierausweis. In diesem Dokument muss der gültige Impfschutz gegen Tollwut vom Tierarzt dokumentiert sein. Mit Ausstellung des Passes wird dem Hund ein Mikrochip als Erkennungsmerkmal implantiert. Auch ist es sinnvoll sich vor Reiseantritt beraten zu lassen, welche eventuellen Krankheitsrisiken es für den Hund im Zielort gibt. Ein Tierarzt kann zudem über etwaige Einfuhr- und Quarantänevorschriften informieren und wertvolle Tipps für eine zweckmäßige Hunde-Reiseapotheke geben.

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Kuscheldecke & Co. – Zufriedenheit zahlt sich aus:

Neben all diesen wichtigen und notwendigen Kriterien, gilt es natürlich auch das Wohl des Hundes im Auge zu behalten. Tiere die zu Panik neigen sollten an den Transport in den Urlaub gewöhnt werden. Dazu gehört, dass ihnen die Reisebox nicht unbekannt ist, dass sie ans Autofahren gewöhnt werden oder auch schon mal auf kurzen Bahnstrecken mitgenommen werden.

Ein Tier mit Angst lässt sich, am besten durch Dinge beruhigen die es von daheim schon kennt. Das kann seine Decke, sein Kuschelkissen oder sogar das Hundebett sein, was man mit in die Transportbox legt.

Lässt sich der Hund immer noch nicht beruhigen, kann über die Zugabe von homöopathischen Tropfen nachgedacht werden. Speziell ausgebildete Tierärzte können hier weiterhelfen.gluecksmomente6

Grenzgänger – Mit Hund ins Ausland

Alle wichtigen Informationen, was man vor Reisen mit Hund ins Ausland beachten muss und ob vielleicht der Hund gar nicht mitdarf, erfährst du im LINK.

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Feedback & Tipps

Ich hoffe, all meine Tipps helfen, dass Herrchen und Frauchen sowie das Tier entspannt im Urlaub ankommen und eine unbeschwerte Zeit genießen können. Gerne freue ich mich über dein Feedback zu diesem Artikel oder auch Tipps die du noch hast, um anderen Hundehaltern zu helfen. Nutze dazu einfach das Kommentarfeld und lass mir deine Nachricht da. Dankeschön!

#infoDas Bildmaterial hat mir freundlicherweise Rona Neff von Glücksmomente Fotografie zur Verfügung gestellt. Wer sich für ihre Arbeit interessiert wird über ihre Website, ihren Facebook-Account oder über ihr Instagramprofil fündig.

Busfahrt des Grauens – Unterwegs in Bolivien

Ja man hat uns betrogen. Statt in schnieken Ledersitzen & einem passablen Bus sitzen wir in einer runtergekommenen Schabracke*.
Komfortabel und modern sah der Bus auf dem Verkaufsschild aus. Wegen der bequemen Schlafsessel haben wir ihn dann gebucht. Mit Lederbezug und Fußklappe sollten diese sein, damit wir eine erholsame Nacht haben, wenn die Fahrt schon die ganze Nacht lange dauert.

Dieses Gefährt hat rein gar nix mit dem zu tun, was uns vorgegaukelt wurde. Der Bus ist runtergerockt ohne Ende. Alles klappert, die Stoffpolster sind versifft, die Gardinen zerschlissen, die Fenster verschmiert, der Boden erzählt die Essensgeschichten ganzer Generationen von Busgästen und eine Toilette gibts natürlich auch keine und das im Überlandbus!

Bei 12h Fahrt könnte das einigermaßen Schweißperlenauf auf der Stirn & Druck auf der Blase bedeuten. Immerhin die Heizung geht, wobei 50 Grad warme Füße auch kein Wohlbehagen wecken. Und auch löblich ist, dass sich die Fenster aufschieben lassen. Von Frischluft ist aber keine Spur, dafür stinkt die Schabracke viel zu stark. Abwechselnd nach Abgasen und Kupplung oder Bremse.

Bus, Bolivien

„Pfiiiiieeeeef“  macht jedes Bremsgeräusch was deutlich hörbar ist. Je nach Kurve auch schon mal Pfiiiiiiiiiiiiiiieeeeeeeeeffffffiiiiiiieeeeefff“. Ach und totes Tier rieche ich auch von draußen. Dafür kann aber die Schabracke nichts. Den Geruch kenne ich von brasilianischen Straßen. Untrüglich ist dieser widerlich süssliche Gestank, der bei mir sofortigen Würgereiz auslöst. Die Kupplung aka Bremse kommt mir nun zur Hilfe und löst den Tiergeruch ab.

Langsam glaub ich meine Socken brennen. Die Heizungshitze ist schier unerträglich. Eine Nachfrage nach Abschalten nutzt aber rein gar nichts. Das Ding heizt eh weiter. So gut kenne ich Busse in Südamerika nun schon. Die Strecke scheint derweil nur aus Bremsvorgängen zu bestehen. „Pfiiiiieeeeef“, „Pfiiiiieeeeef“, „Pfiiiiieeeeef“ am laufenden Band. Schlafen kann ich so definitiv nicht. Zwar ist es stockdunkel im Bus, so dass man nicht mal seine eigene Füsse sieht, aber dieses ständige“Pfiiiiieeeeef“ macht mich kirre.

Derweil hat der Vordermann jetzt seinen Sitz nach hinten umgelegt & liegt mir schier auf dem Schoss. Mein Aktionsradius hat sich damit um 80% verkleinert. Die Füße wissen nun auch nicht mehr wohin. Ob ich ihm den Kopf kraule damit er schläft & endlich Ruhe gibt? Besser nicht wenn man die allgemeine Hygiene im Land kennt. Ideal wäre die Position schon.

Ich fange derweil an „36 Grad und mir wird noch heißer“von 2raumwohnung zu summen. Ganz leise natürlich. Nur zu meiner eigenen Ablenkung. Beim Jacke ausziehen muss ich aufpassen, dass sich mein Sitznachbar keine fängt. Sehen kann ich ihn ja nicht. Immerhin das hat schon mal unfallfrei geklappt. Ich versuche nun noch aus den Schuhen zu kommen, aber keine Chance sich vorzubeugen & die Bändchen zu lösen.

Unterdessen meldet sich mein Magen, aber nicht weil er Hunger hat, sondern das Gegenteil ist der Fall. Er denkt an Entladung. Die Vibrationen, Schaukeleien & schauderhaften Gerüche sind einfach nicht seins. Noch könnte ich eine Tablette einnehmen um einem eventuellem Auswurf entgegen zu wirken. Aber die machen so müde und falls die Schabracke doch verunglückt möchte ich bei vollem Verstand sein & mich aus dem Wrack retten können.

Schwere Minuten der Entscheidungsfindung. Banges Wanken zwischen Übelkeit & Überlebenswillen. Noch dazu muss die Tablette mit Wasser eingenommen werden, was das Clo-Problem forciert. Doch dann bringt ein weiteres totes Tier an der Strecke die zwingend notwendige Entscheidung. Die Tablette gewinnt. Die Bedrohung durch Magenentleerung ist akuter als eine eventuelle Rettung aus einem Bus äh Schabrackenwrack.Bus, Bolivien, MasterMit Füßen & Knien schiebe ich den Rucksack nach oben, presse meinen Kopf zwischen Scheibe & Sitz des Vordermanns und weiche geschickt noch seiner Hand aus, die er über seinem Haupt abgelegt hat. Letztlich bekomme ich den Rucksack zu fassen, wühle die Tabletten hervor &  greife beherzt auch die Wasserflasche. Die Schabracke knackt derweil bedrohlich unter mir. Darüber nachdenken mag ich nicht. Zu dringlich ist der Wunsch des Magens sein Leiden zu beenden. Ich gebe ihm was er braucht. 2 Tabletten & ein knapp bemessener Schluck Wasser gehen die Kehle hinunter. Allein der Gedanke an baldige Hilfe scheint ihn ein wenig zu besänftigen. Immerhin muss ich grad mal nicht an eine Brechtüte oder die Fensteroption denken.

Nach 1.5h geht plötzlich das Licht an & der Bus stoppt. Offensichtlich eine Pinkelpause. Schön das, dies eine Person all zu wörtlich nimmt und unter mir an den nebenstehenden Bus uriniert. Hätte ich die Tabletten jetzt nicht intus, hätte ich mich bei ihm besonders ergiebig bedankt. Immerhin bringt diese Zwangspause auch Beinfreiheit & Abkühlung. Nach 10 min. lässt der Fahrer den Motor an und die Passagiere kehren zu ihren Plätzen zurück. Ok nicht alle. Dazu muss er erst loszuckeln. Das scheint so ein Ritual zu sein. Man steigt erst in der allerletzten Minute ein. Dann wenn der Fahrer nicht nur angerollt ist, den Motor hat mehrfach aufheulen lassen, sondern auch noch zornig „Vamos“, „Vamos“ schreit. Ach und hupen. Hupen muss er auch noch, damit der Letzte sich zum Platz zurück bequemt.

Ich frag mich derweil: „Zieh ich die Schuhe jetzt noch schnell aus? Aber dann versenke ich mir womöglich wirklich die Socken an der Heizung. Ich mache es andersrum! Socken aus, Schuhe anlassen. So geht’s. Nun rollt auch die Schabracke wieder an und es sind keine 50m gefahren, da…genau da „Pfiiiiieeeeeft“, heizt und stinkt es wieder. Wann genau setzt die volle Wirkung der Tabletten ein? Ich meine die „Scheißegal-Laune“ & tödliche Müdigkeit? Schlecht ist mir ja nun nicht mehr, da sollten auch die Nebenwirkungen einsetzen. Da braucht man sie mal und dann nix! Kann man den Pharmariesen wegen fehlender Nebenwirkungen verklagen? Immerhin sind sie fester Bestandteil von Ani-Übelkeismedikamenten. Ich nehme sie ohnehin eher als Schlafmittel auf langen Flügen anstatt zu ihrer eigentlichen Bestimmung. Lieber Gott bitte beam mich weg. Heute ist es wirklich dringlich. Weitere 10h ertrage ich das nicht. Pfiiiiieeeeef, Pfiiiiieeeeef, Pfiiiiieeeeef – dringt es weiter durch die Nacht.

Unterdessen meldet sich meine Blase. War ja klar. Kein Anzeichen von Druck während der Pause aber nun direkt nach Abfahrt. Irgendwie kann ich sie aber auch verstehen. Zu viele entsetzliche Anblicke öffentlicher Bus-Stop-Toiletten musste sie schon ertragen. Inzwischen ist der Gedanke an einen Busch schon direkt sexy und an derartige Orte zur Erleichterung war früher nicht mal im Ansatz zudenken. Eine Lady… Egal. Ich muss dieses Gefühl jetzt wegmeditieren, ausschwitzen oder durch die richtige Atemtechnik wegbekommen. Doch dazu braucht es Ruhe & Konzentration. Wo wir wieder bei Vibrationen & Klappern wären. Verdammt das verstärkt den Drang noch. Noch mal beten. Vielleicht schlaf ich ein & werde es so los? Bitte ich will doch nur schlafen, Herr im Himmel. Statt Schäfchenzählen konzentriere ich mich jetzt auf Mond & Sterne. Dabei komme ich allerdings nur auf eine Gesamtsumme von zwei. Also starte ich den Überprüfungsvorgang. Wieder nur 1 Mond & 1 Stern. Verdammig will heute gar nichts klappen? Da braucht man mal Sterne und nix da!

Die Schabracke klappert derweil weiter vor sich hin, der Motor grollt, es pfeift & stinkt beim Bremsen. Ich muss mich jetzt auf Schlafen konzentrieren die Zählerei lenkt nur ab. Wieder meldet der heizungsnahe Fuss: Überhitzung. Ich dreh noch durch! Kennt ihr das Gefühl in einer misslichen Lage fest zu sitzen und verzweifelt nach einem Ausweg zu suchen. Ja? Denn genau so fühle ich mich grad. Festgezwengt im Bussitz, drückende Blase, Hitzewallungen & ein flauer Magen.  „Ich will hier raus!“- nur wenn ich das denke bleibt die Schabracke vielleicht wieder liegen. Manche Wünsche erfüllt das Universum nämilich promt!

Das hat in Peru schon mal geklappt, da kam dann eine weniger abgewrackte Schabracke mit mehr Beinfreiheit. Nur hatten wir da auch die Bodyguards des Präsidenten an Bord & das Busunternehmen war schwer bemüht. Die Lage hier ist anders. Es ist nachts, uns fehlen Promis & niemand wird nen neuen Bus schicken. Wir müssten die Nacht ohnehin in der Schabracke verbringen. Da kann sie eigentlich auch weiter rollen oder sollte ich pfiiiiieeeeefen sagen?

Oh man ich werde einfach nicht müde. Wahrscheinlich zu viel Adrenalin. Kein Wunder. Im Schein des Busses lässt sich der Straßenzustand erkennen. An der Stelle gerade muss es definitiv einen Erdrutsch gegeben haben. Kein Witz! Die Straße neben uns liegt unter einer 20 cm Schlammschicht. Ich bremse mit dem linken Fuss mit. Der rechte ist ja mit schwitzen beschäftigt. Wie zur Hölle soll man da Ruhe finden? Ich schiebe die Gardine zur Seite, um mehr Luft von außen zu bekommen. Bekanntlich macht die ja müde. Im Mondschein kann ich nun ein Flussbett direkt neben uns erkennen und glücklicherweise auch eine Leitplanke. Das ist schon was Besonderes & ich freue mich über ein wenig Sicherheit am Wegrand.

Derweil fängt der Hintermann schwer an zu grunzen. Ich beschönige sein Schnarchen jetzt mal nicht, denn über das Level ist er weit hinaus. Ob ich Papierkügelchen in seinen Rachen werfen sollte. Mei, was Schlafentzug & eine missliche Lage doch für fiese Gedanken hervorrufen. Aber jeder Schnarchgeplagte wird mir beipflichten, dass er schon mal diese oder ähnliche bösartige Gedanken hatte, nur um dem Lärm ein Ende zu machen. Mein Stresslevel erträgt jetzt einfach keine weiteren Faktoren.

Wieder stoppt der Bus & ich starre aus dem Fenster. Eine Straßensperre! Davor hatte man uns für Bolivien schon gewarnt. Mein Blick wandert auf die Fahrerseite und ich erspähe ein Häuschen – scheint also nichts Illegales sondern eine Polizeikontrolle zu sein. Ich bin erleichtert als wir wieder anrollen. Aber ich bin immer noch nicht müde. Weiterhin pippi, qualmende Füße und „Pfiiiiieeeeef“ im Ohr – so mein unsäglicher Zustand. Ich weiß nicht wohin mit den Beinen und zappel im Sekundentakt. Immerhin die Augenlider werden jetzt schwer, also ist Schlaf in Aussicht!

Eine Esel-bedingte-Vollbremsung macht diesen Fortschritt allerdings direkt wieder zu Nichte. Neuer Adrenalinschub! Der Grunzer hinter mir setzt inzwischen auch zur  dritten Arie an. Ich überlege ihm den Mund mit der Fliesjacke zu stopfen. Und auch mein rechter Fuß meldet den Ausnahmezustand an. Ich streife nun doch den Schuh ab und stelle mit allergrößtem Erstaunen fest, das sie Haut aufgequollen & runzlig ist. Geradezu als hätte ich 2 Stunden in einer heißen Badewanne gesessen. Der Busfahrer hat nen Knall uns so zu dünsten! Ok, den hätte ich vielleicht auch beim ständigen „Pfiiiiieeeeef“ & geknatter der Schabracke.

Die Müdigkeit kehrt zurück. Jetzt zur Unterstützung ein Hörbuch rein & dann träum ich sicher bald wie ein Baby. So der Plan, die Realität sieht dann so aus, dass ich zapplige Beine bekomme weil ich so sehr die Blase drückt. Eine weitere Stunde bringe ich rum bis ich es definitiv nicht länger aushalte. Ich kämpfe mich durch den stockdunklen, ruckelnden Bus zum Fahrer vor. Wild gestikulierend mache ich ihm klar, dass ich jetzt sofort dringend muss oder sterbe. An der nächsten Kurve darf ich rausspringen um mich zu erleichtern. Mitten auf der Schotterstrasse zwischen Felsen & Abgrund versteht sich und ohne Sichtschutz. Zwar ist es dunkle Nacht draußen aber im Mondschein bin ich sicherlich noch vom Bus aus erkennbar. Ich bete das alle schlafen, keiner guckt und der Fahrer auch sicher auf mich wartet. So ganz sicher bin ich mir da nicht, als ich so hinter dem Busch sitze. Was, wenn die einfach weiterfahren und mich hier mutterseelenallein in der düsteren Wildnis stehen lassen? Ich bekomme doch etwas Angst und sehe zu, dass ich zurück in den Bus komme. Und dort gehts mir dann entlich auch wieder etwas besser. Keine Spur mehr von Übelkeit, Druck und auch die frische Luft tut gut.

Ich beobachte wie schon die Stunden davor unsere wilde Fahrt. Buchstäblich am Abgrund hangelt sich die Schabracke bergrauf und wieder runter. Neben mir ist entweder eine Steinwand oder ein tiefes Tal. Ich rechne aus auf wieviel Umdrehungen ein Bus käme, der da hinabstürzt. Verdränge den Gedanken aber schnell, weil die aktuelle Schieflage der Schabracke meine volle Aufmerksamkeit braucht. Der Bus ruckelt abwechselnd vor und zurück. Steckt kurz im Sandbett des Flusses fest, welchen wir grad durchqueren und kann sich doch noch mit einem kräftigen Ruck selbst befreien.Bus, BolivienMein Sitznachbar ist durch den bedrohlichen Winkel zwischen Bus & Straße ebenso beunruhigt wie ich. Unsere fragenden Blicke treffen sich. Mit einem dumpfen Ächzen kämpft sich die Schabracke durch den lockeren Sand zurück auf die befestigte Straße & meine Erleichterung ist groß, nicht aus einem umgekippten Bus krabbeln zu müssen. Weiter geht die wilde Fahrt die Serpentinen entlang. Leitplanken sind hier Fehlanzeige. Erwähnte ich das schon? Bei der Geschwindigkeit wären sie ohnehin nur Makulatur, denke ich mir und starre in die Tiefe.

Gerade schon beruhigend wirkt das abwechselnde Ächzen und Pfiiiiieeeeef inzwischen auf mich, deutet es doch an, das der Fahrer noch wach ist und ordnungsgemäß seiner Arbeit nachgeht. Froh bin ich auch, dass man entgegenkommende Fahrzeuge durch den Schein ihrer Lichter wahrnimmt. So bleibt wenigstens ein Frontalzusammenstoss relativ unwahrscheinlich. Wobei die ich die Überholmanöver auf der engen Serpentinenstraße schon für Harakiri halte. Aber mein Körper ist inzwischen so erschöpft, dass er kein Adrenalin mehr produzieren oder sich aufregen mag. Und auch der Kopf resigniert. Scheiß drauf, dann sterben wir halt in der nächsten Kurve. Immerhin kein Herzinfarkt bei der Arbeit, dann haben die Trauernden auf meiner Beerdigung wenigstens was zu erzählen. Ich finde den Gedanken tröstlich und schlafe endlich ein.

Aber nur kurz, dann stoppt der Bus erneut & die Leute stürzen sich hinaus zur Toilettenpause. Ohne Toilette versteht sich. Mitten vor einem Wohnhaus und rund um den Bus erleichtern sich die rund 40 Passagiere. Ich darf gar nicht weiter drüber nachdenken, sonst lauf ich schreiend weg! Diese Fahrt muss ein Alptraum sein. Ganz bestimmt träume ich das nur. Ich dreh den Kopf weg & zwing mich zu schlafen.

Als 2h später wieder das Licht angeht sind wir in Cochabamba angekommen. Völlig benommen taumel ich aus der Schabracke zum Terminal hinüber. Als mir plötzlich eine Ticketverkäuferin ins Ohr lärmt: Santa Cruz, Santa Cruz, Santa Cruuuuuzz. Abwechselnd dazu die Konkurrenz mit Rufen nach „Sucre, Sucre, Sucreäää“. Die zwei scheinen sich über meinen Kopf weg einen Schreikkampf zu leisten. Keine Hamburger Marktfrau legt eine derart agressive Verkaufsstrategie an den Tag, wie die Busticketverkäuferinnen hier. „No, Signiora.“ Wieder plärrt die Alte in mein Ohr: Santa Cruz, Santa Cruz, Santa Cruuuuuzz. Mein Trommelfell hat definitiv Schaden genommen. „No Signiora“ presse ich wütend hinaus.

Interessiert sie aber nicht: Santa Cruz, Santa Cruz, Santa Cruuuuuzz. Jetzt bin ich sauer. Wenn die Schnalle mich noch mal so anplärrt bekommt sie eine geballert. Ich hab keinen Nerv mehr auf Diskussionen. Herrgott es ist 5 Uhr in der Früh & ich hab eine traumatische Busfahrt hinter mir. Muss man mich da noch derartig anbrüllen? Und warum will sie nicht kapieren das wir grad erst angekommen sind & ganz sicher jetzt keine Busfahrt mehr brauchen? Ich trotte weiter zum Ausgang und hoffe so den Drückerinnen schnellstmöglich zu entrinnen. Mein Kopf dröhnt als ich das Terminal verlasse & erst jetzt realisiere ich: Wir haben die Busfahrt überlebt!

*Info:Ich benutze das Wort Scha·b·rạcke umgangssprachlich abwertend für einen alten, abgenutzten Gegenstand. Vielen ist der Begriff nicht geläufig

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Wildlife-Fotografie in Afrika. Tipps die dich zum Profi machen!

Wildlife Fotografie ist schon eine höhere Kunst, aber wenn man eine gute Ausrüstung hat, dann kann man auch als Amateur aufregende Aufnahmem machen. Wie du am Besten zu tollen Ergebnissen kommst und auch deine Aufnahmen begeistern zeige ich dir hier!IMG_0154
Der Schlüssel zu fesselnden Tieraufnahmen ist in erster Linie die richtige Ausrüstung, das Wissen um die besten Spots und natürlich das Glück des Moments. Denn Wildnis heißt auch, dass man sich nicht im Zoo befindet und die Motive platziert vor einem liegen. Wildnis heißt Geduld, Gespür und Fortuna auf deiner Seite. IMG_8038
Als Erstes möchte ich dir mit auf den Weg geben, dass auch du ein entscheidender Punkt bist. Denn auf Game Drive (so nennt man Safari´s eigentlich) kommt es auch auf deine Kleidung, dein Verhalten und deine Intuition an.
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Bunt angezogen fällst du auf und verschreckst die Tiere. Deshalb solltest du schon so gekleidet sein, dass du dich der Umgebung anpaßt und gedeckte Farben trägst. Das hilft dir später für die Tiere nicht als Gefahr wahrgenommen zu werden. Wenn sie sich nicht gestört fühlen, werden sie dich auch an ihrem Leben teilhaben lassen und diese Eindrücke allein sind unbezahlbar.
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Deine Unruhe und Geräusche übertragen sich auch auf deine Umwelt und entsprechend wird sich auch dein Motiv verhalten. Tiere haben einen hohen Instinkt. Spüren sie die Unruhe in der Umgebung werden sie schnell flüchten und dir entgeht die Chance. Deshalb verhalte dich immer ruhig und mit Bedacht.IMG_8191
Damit du in den Genuss von einzigartigen Tierbeobachtungen kommst, sind natürlich auch dein Ausgangsort, die Uhrzeit der Beobachtung und die Lichtverhältnisse entscheidend. Wer weiß, wo die Tiere sich wann aufhalten, hat gute Chancen ihnen auch zu begegnen. Die beste Zeit für Game Drives ist immer zum Sonnenauf- und -untergang. Auch kommt dir dann das warme Licht der „goldenen Stunde“ zugute, was deine Fotos besonders machen wird. Schieß das Foto mit der Sonne hinter dir, außer du möchtest einen speziellen Silhouetten-Effekt.IMG_8112
Als nächster Punkt zählt natürlich dein Equipment. Mit einem normalen Objektiv kommt man auf Game Drive schnell an seine Grenzen und wird enttäuscht sein vom Ergebnis. Eine Linse von mindestens 300 mm halte ich für angemessen. Richtig gut ausgestattet ist man allerdings erst mit einem 500er Objektiv. Gerne auch mit mehr. Denn nur so hat man die Möglichkeit auch nah genug an entfernte Motive zu gelangen.IMG_7997
Sei auf jeder Ausfahrt gut vorbereitet. Checke vor Abfahrt den Akkustand der Kamera, die Sauberkeit der Linse und stell sicher, dass auch die Speicherkarte noch ausreichend Platz hat. Führe Ersatzkarten und Batterien mit dir, sowie ein Mikrofasertuch. Auch unterwegs kann es staubig werden. Schütze deine Kamera während des Game Drives in dem du die Jacke, ein Tuch oder eine Decke darüber tust.
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Halte die Kamera von Anfang an parat, denn du weißt nie, wie schnell du den ersten Tieren begegnest. Wenn du erst noch in der Tasche kramerst oder womöglich noch das Objektiv umschrauben mußt, ist die Löwin längst wieder hinter einem Busch verschwunden. Du würdest es dir nie verzeihen! Zudem nutze jeden Augenblick mit deiner Kamera. Manche Momente sind für immer verloren, wenn du sie nicht direkt ablichtest.IMG_0035
Jedes Equipment ist nur so gut wie sein Nutzer – heißt es in der Regel. Auf manuelle Einstellungen und Feinheiten kann man bei der Schnelligkeit der Tiere oft nicht adäquat reagieren, deshalb ist es bei einem Game Drive auch völlig in Ordnung die Automatik der Kamera zu benutzen.IMG_4333
Wenn du aus dem fahrenden Jeep fotografierst und die Lichtverhältnisse nicht optimal sind, würde ich dir sogar den Sportmodus empfehlen. Er löst schneller aus als die normale Automatik. Entsprechend werden deine Bilder weniger verwackelt sein. Hier werden mir auch renomierte Wildlife Fotografen zustimmen, denn besser man hat einen Automatik-Schnappschuss als gar keinen.
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Wenn das Fahrzeug steht, dann nutze ruhig ein Einbeinstativ oder eine Art „Sitzsack“ zur Stabilisierung der Kamera. Das hilft dir, die oft schwere Linse lange und vor allem, ruhig zu halten. Schalte auch unbedingt den Bildstabilisator an deiner Linse ein, um gestochen scharfe Bilder zu erhalten. IMG_8126
Sei konzentriert und geduldig. Zur Erinnerung, du bist in keinem Zoo. Hier ist dein Instinkt und deine Beobachtungsgabe gefragt. Wer aufmerksam beobachtet, der wird auch immer irgendwas entdecken. Konzentriere dich nicht nur auf Großwild – es gibt auch genug kleine Motive mit dem Fotografen „groß“ wurden.IMG_4919
Nimm Rücksicht auf die Tiere. Es gibt Situationen in denen du dich ihnen gut nähern kannst, aber es gibt auch immer Zeiten, in denen Distanz anzuraten ist. So zum Beispiel wenn Jungtiere in der Herde sind. Hier ist unbedingt ein respektvoller Abstand zu wahren.IMG_7771

Absolut essentiell ist, dass du während du in der Wildnis oder in einem der Parks bist, niemals aus dem Fahrzeug aussteigst. Das kann lebensgefährlich sein. Noch dazu steht es in den meisten Reservaten unter Strafe. Dazu gehört auch das auf dem Fensterrahmen sitzen oder aus der Dachluke klettern. Die Tiere nehmen das Fahrzeug als Ganzes wahr und sind durch die Größe abgeschreckt. Wenn unwissende Touristen dann dennoch aus dem Auto steigen oder sich zu weit herauslehnen, werden sie als Beute erkannt. Oft mit tödlichen Folgen. Leider wird nach Angriffen auf Menschen immer auch das Tier getötet und das obwohl es nur seinem Instinkt gefolgt ist. Handle also bitte Bedacht, auch wenn es noch so verlockend ist.IMG_9767_ret
Ich hoffe der Artikel hilft dir einzigartige Tiermomente im Bild festzuhalten. Wenn du noch weitere Anregungen hast oder mir Feedback geben willst, dann freue ich mich über deinen Kommentar! Ansonsten schau dir doch mal diesen Artikel zu den Nationalparks in Südafrika an. Vielleicht ist dein nächstes Ziel für einen Game Dive und eine erfolgreiche Fotosafarie ja dort schon dabei? Viel Erfolg wünscht Marlene

In diesem Sinne: get up & go wild!

Road Signs die dich zum Schmunzeln bringen – Namibias einzigartige Straßenschilder

Auf unserem Road Trip durch Namibia sind uns so einige Straßenschilder begegnet die wir noch nie zuvor irgendwo gesehen hatten. Was wir so entdeckt haben und welche Geschichte sich dahinter verbirgt verrate ich hier:image-2015-10-21(7)Ganz klassisch hier das Hinweis-Schild auf einen Zebrastreifen. Oder verwechsel ich da was?image-2015-10-21(2)In jedem Fall finde ich, haben Zebras in Afrika Vorfahrt und es ist ein Genuss sie über die Straße schlendern zu sehen.image-2015-10-21(5)Natürlich gibt es in Afrika nicht nur Großwild was einem vor das Auto rennen kann. image-2015-10-21(6)Auch Eichhörnchen, Mangusten und Erdmännchen lieben es, noch schnell vorm Fahrzeug über die Straße zu rennen. Deshalb völlig zu Recht der Warnhinweis – wenn man quietschende Reifen oder plattgefahrene Nager vermeiden will.
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Wildpferde haben eine rund 100 jährige Tradition in Namibia, sie stehen unter besonderem Schutz und um sie ranken sich die wildesten Geschichten. image-2015-10-21(15)Die Tiere leben in der Hauptsache rund um Lüderitz und dort sollte man dann schon einen Gang runter schalten, um sich diese prachtvollen Tiere auch in Ruhe ansehen zu können, wenn sie entlang der Straße grasen.Camping Schild Strauß Road HouseDas Strauße ganz schön schnell rennen können ist vielen gar nicht klar und auch nicht, dass sie sich nicht immer an die Straßenverkehrsordung halten.Reiten Reitsafari Safari Landschaft Kalahari StraußMit 70 km/h kann so ein Straß locker auf Gravelroads mit dir mithalten. Auf der Motorhaube willst du ihn sicherlich trotzdem nicht haben, also Fuß vom Gas!
Road Sign StraßenschildJa und auch so ein Elefant taucht schon mal aus dem Nichts auf und rate wer stärker ist?image-2015-10-20(10)Und denk ja nicht, dass es Elefanten nur in Reservaten wie dem Etosha gibt. Weit gefehlt. Also Augen auf sonst räumt er dein Fahrzeug ganz schnell mal von der Straße.Schakal SchildIch vermute ja mit dem Schild sind Schakale oder Hyänen gemeint. Ganz sicher bin ich mir hier nicht. Im Zweifelsfall brems für Beide!image-2015-10-23(52)Der Schakal jagt gern im Schutz der Dunkelheit und er wird dir am ehesten Nachts oder zum Sonnenuntergang begegnen – also sei zu der Zeit auf der Hut.image-2015-10-20(11)Hyänen sind auch eher nachtaktiv und zudem sehr selten. Es wäre daher schade, wenn du sie durch Raserei noch mehr dezimierst.image-2015-10-21(8)Giraffe heißt das Tier auf dem Schild – vor dem hier gewarnt wird. Nur zur Info, falls das nicht klar ist.image-2015-10-26(51)Im Etosha hielt allen Ernstes ein Fahrzeug neben uns & wir wurden gefragt welches langhalsige Tier das denn sei. Wir waren von so viel Unwissenheit dermaßen geschockt, dass wir es jetzt lieber gleich vorab sagen;)
image-2015-10-21(12)Ja auch vor Sand muß man in Namibia warnen. Es soll schon Autos gegeben haben, die nach einem ausgewachsenen Sandsturm keinen Lack mehr hatten, weil er abgeschliffen war. Zumindest erzählen die Mietwagenfirmen diese Story gerne.image-2015-10-21(13)Und in der Tat hats ja auch viel Sand. Das Fenster sollte man dann sicherheitshalber auch schließen, wenn der Wind richtig bläst.image-2015-10-26(53) Bei dem Schild muss man achtsam sein, denn hier handelt es sich nicht etwa um die weitverbreiteten Oryx-Antilopen, sondern um Kudus. Der Unterschied liegt im Geweih. Achtet mal drauf – gedreht & nicht gedreht. image-2015-10-21(3)Wenn man sich dieses imposante Tier jetzt noch im Sprung vorstellt, dann kommt es hin. Auch die Warnung paßt.image-2015-10-26(55)Hier ist es jetzt ganz eindeutig eine Oryx-Antilope gemeint. Man achte auf die geraden Hörner.
image-2015-10-26(56)Oryxe werden auch Spießbock genannt. Wer ganz sicher nicht auf die Hörner genommen werden will, der sollte also ab dem Schild Achtsamkeit walten lassen.IMG_7736_retEs soll Leute gegeben haben die enttäuscht waren auf ihrer Reise, weil sie zig Warzenschwein-Warnschilder gesehen haben, aber nicht ein einziges Exemplar zu Gesicht bekamen.WarzenschweinDie Lösung ist ganz einfach! Richtiger Ort, falsche Jahreszeit! Die Tiere zieht es nur zur Trockenzeit in die Nähe der Straße, um dort nach Futter zu suchen. Und meist nehmen sie auch fix die Beine in die Hand wenn sich ein Auto nähert. Darauf ankommen lassen würde ich es aber trotzdem nicht. Das sind recht stattliche Keiler.image-2015-10-26(54)Für wen dieses Schild gilt hat sich mir nicht so Recht erschlossen ohne T-Kreuzung macht dieses Schild wenig Sinn. Da es aber schön aussah, durfte es mit in die Sammlung.image-2015-10-21(19)Genauso wie dieses Warnschild eines Spaßvogels! Und damit sind wir auch schon am Ende unseres heiteren Ausflugs auf den Straßen Namibias. Da aber am Rand auch Gefahren lauern hier noch eine Zugabe für dich!image-2015-10-21(20)In diesem Sinne #get up & stay safe!

 

Namibia-Straßenschilder

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Chapman´s Peak Drive – Panormastraße mit Suchtfaktor + Insidertipps

Chapmans Peak Drive – ist die wohl weltweit bekannteste Küstenstraße – mit den für mich – aufregendsten 114 Kurven dieses Planeten. Doch was macht seine Faszination aus?

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Auf der südafrikanischen Kaphalbinsel und etwas südlich der Innenstadt Kapstadts windet sich seine Strecke zwischen Hout Bay und Noordhoek an der Küste entlang.

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Sicherlich gibt es viele atemberaubende Straßen mit Blick auf das Meer doch diese eine Straße ist eine Legende und wer den Chapmans Peak Drive in seiner vollen Pracht erlebt hat, der wird mir sicherlich auch beipflichten.

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Doch um diese neun Kilometer Küstenstraße wirklich erlebt zu haben, reicht es nicht, sie nur entlang zu fahren. Nein. Man muss stoppen, ihn mehrfach befahren, zu Fuß entlang laufen und dabei sein, wenn die Sonne hier das Meer bei ihrem Untergang küsst.

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Erst dann wird man verstehen, warum diese Panoramastraße unter allen Natursehendwürdigkeiten, in ganz Afrika, als eine der Faszinierendsten gilt. Warum hier die größten Automarken der Welt schon Werbefilme gedreht haben und er sich so einer riesigen Fangemeinde erfreut.

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Hoch aufragend und majestätisch sind die Berge die ihn umgeben. Riesige Felsformationen aus rissigem Sandstein, dazu die so kaptypische Fynbos-Vegetation zeichnen sein Bild. Welches zum Sonnenuntergang in rotem Licht erglüht. Seine Küste fällt schroff und steil ab und die tosenden Wellen des Meeres prallen donnernd an die Klippen.

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Gänsehautmomente sind das, wenn man sich dieser Szenerie hingibt. Wenn man sich auf die Felsen setzt und dem Schauspiel beiwohnt. Die beste Zeit dafür ist definitiv zum Sonnenuntergang denn da entfaltet Chappie seine volle Pracht.

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Wer mutig ist stellt sein Auto ab, läuft ein paar Schritte, klettert auf freistehende Felsen und lässt hier die Natur auf sich wirken. Frei, ungezähmt und in ihrer natürlichen Wildheit.

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Doch Chappie kann man auch bei einer Wanderung erleben (es gibt sogar eine Höhle), vom Boot aus, mit dem Motorrad, beim Klettern oder man kämpft sich mit dem Rad den Weg hinauf. Autofrei erlebt man den Chapman´s Peak Drive, wenn man sich zum Cape Argus Radrennen oder dem Two Oceans Marathon anmeldet.

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Wer Picknicks mag der ist im ersten, sehr grünen Abschnitt der Strecke genau richtig. An der Bucht von Hout Bay gelegen hat man hier die Möglichkeit unter schattenspendenden Bäumen seine Decke auszubreiten. Kleiner Tipp: Wer nur zum Picknick kommt, kann den ersten Teil des Chappie´s auch ohne Gebühr befahren! Meldet euch nur an der Mautstelle entsprechend an.

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Ansonsten kostet der Chapmen´s Peak Drive eine Gebühr, die aber völlig gerechtfertig ist, denn diese Küstenstraße ist sehr wartungsintensiv. Immer wieder kommt es zu Felsabgängen und Steinschlägen oder Bränden der Vegetation oberhalb der Straße. Diese Umstände bedingen auch, dass der Chappie als gefährlich gilt.

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Dazu kommen auch noch Unfälle im Verkehr. Abgelenkt vom Panorama oder wegen Selbstüberschätzung sind immer wieder Opfer zu beklagen. Wegen all dieser Umstände und bei Starkwind ist der Chapman´s Peak Drive zeitweise auch gesperrt. Man informiert sich am Besten über die Website oder die Schilder vor Ort über eventuelle Einschränkungen bzw. auch über den derzeitigen Gebührenstand.

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Wer wirklich Kosten sparen muss, dem sei noch ein findiger Trick empfohlen. Derzeit gibt es nur von einer Seite eine Mautstation und diese befindet sich bei Hout Bay. Wer den Chappie von Nordhoek aus befährt zahlt nichts, wenn er rechtzeitig wieder umdreht und die Straße auf dem gleichen Weg wieder verlässt.

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Übrigens: Zu Fuß ist seine Benutzung eingeschränkt. Läufern ist es an Wochentagen zwischen 7-8 Uhr sowie 16:30 bis 18:00 Uhr sowie an Wochenenden und Feiertage zwischen 10:00 und 19:00 Uhr erlaubt hier aktiv zu sein. Nach Einbruch der Dunkelheit ist er für Fußgänger ganz gesperrt. Informiert euch im LINK.

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Man kann sich aber in den Haltebuchten auch nach Sonnenuntergang aufhalten und hier spektakuläre Nachtaufnahmen mit den so typischen Lichtlinien machen. In der Regel braucht man hier auch keine Angst vor Überfällen oder ähnlichem zu haben. Ich war allein als Frau schon in der Dunkelheit hier und habe keine Bedenken gehabt und auch nie schlechte Erfahrungen gemacht. Der Chappie ist ja zum Teil auch kameraüberwacht und das schreckt wohl ausreichend ab.

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Mein Fazit und Tipp:

Wenn ihr nach Kapstadt kommt, nehmt euch unbedingt auch Zeit für diese Straße. Seid etwa eine Stunde vor Sonnenuntergang da, denn genau dann kommen seine Farben am Besten zur Geltung und ihr werdet spektakuläre Aufnahmen machen können. Außerdem sichert ihr euch auch so die besten Aussichtsplätze, um den Sundowner bei einem kühlen Cider genießen zu können.

Switch dich in das Video und erlebe ihn!

Wichtig!

Wichtig wird für dich sein, ob es wetterbedingte Einschränkungen gibt, ob der Chappie generell befahrbar ist, wie hoch die Kosten sind und wie die derzeitigen Sichtverhältnisse sind. Also sei schlau und informiere dich vorab! Alle Informationen rund um den Chapman´s Peak Drive findest du im LINK.

Klicke hier für Infos und zur Anmeldung zu Cape Argus/ Cape Town Cycling Tour bzw. Two Oceans Marathon.

Wie ich Chappie zum ersten Mal erlebt habe kannst du im LINK nachlesen. Wie du deinen Tag am Kap am besten planst um bei Sonnenuntergang am Chappie zu sein, verrate ich dir im zweiten LINK. Und wer noch mehr Impressionen möchte, dem sei mein Flickr-Account mit allen Bildern empfohlen.

Wer noch weitere Tipps für mich hat, mir Feedback geben möchte oder sich einfach schon auf seinen Chappie Besuch freut, der darf mir gerne seinen Kommentar da lassen. Ich freue mich immer über regen Austausch!

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Südafrika_ChapmansPeakDrive_Suedafrika

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Quicktipp Reise Videos

Quicktipp Reise-Videos: Filmen mit Smartphone und GoPro

Quicktipp gefällig? Du bist auf Reisen und möchtest ein Motiv mal schnell im Video festhalten, weil ein Foto nie ausdrücken könnte, was es hier Spannendes zu sehen gibt? Wer nicht so oft die Videofunktion seines Smartphone nutzt oder das erste Mal die GoPro in der Hand hält, der sollte schnell an ein paar Kleinigkeiten denken, die helfen ansprechende Videos aufzunehmen. Hier meine Tipps für Dich:

Schritt 1: Linse frei

Bevor du mit Filmen loslegst, solltest Du erstmal kurz die Linse checken. Ist sie verdreckt oder hat Schlieren vor der Kamera? Mit einem schnellen Wisch, hast du nachher auch ein klares Bild.

Schritt 2: Wähle das richtige Format

Im Gegensatz zu Selfie-Fotos ist für Videoaufnahmen das Querformat wesentlich besser geeignet. Wenn du es nachher bei YouTube, Vimeo oder Facebook hochladen willst, dann wird es in dieser Ausrichtung optimal dargestellt. Wählst du hingegen das Hochformat, dann wird nach Upload an den Seitenrändern des Videos ein grauer Streifen eingeblendet. Was sehr unschön aussieht.

Quicktipp Reise Videos

Schritt 3: Modus checken

Bevor du dein Video startest, schau mal ob es für den richtigen Einsatz eingestellt ist. Passt Landschaftsaufnahme oder ist der Action-Modus hier sogar besser geeignet? Weitwinkel oder Portrait? Mit der richtigen Auswahl wirst du später auch das bessere Ergebnisse haben.

Schritt 4: Zweihandprinzip

Natürlich kann man mit einer Hand filmen und dazu nur den Daumen sowie den Zeigefinger benutzten. Aber ruhigere Aufnahmen machst du, wenn du dein Smartphone oder die GoPro mit beiden Händen hältst. Der Vorteil ist klar: Mehr Hände bieten mehr Stabilität und damit wird dein Video weniger verwackelt.

Schritt 5: Finger weg

Wie gerne hält man die Kamera und vergisst, dass man mit den Fingern die Linse überdeckt? Also auch hier eine kurze Selbstüberprüfung und es kann losgehen.

Schritt 6: Arme anwinkeln

Mach mal den Test, strecke die Arme aus und versuche einen Gegenstand über einen längeren Zeitraum ruhig zu halten. Du wirst schnell merken, wie Bewegung in die Sache kommt. Die Arme erschlaffen und sacken hinab. Das möchte man bei einem Video natürlich vermeiden. Besser ist es also, wenn du die Arme am Körper anwinkelst. Damit bekommen sie Stabilität und du die Sicherheit auch ruhig filmen zu können.

Schritt 7: Abstand halten

Am besten hältst Du die Kamera 30 cm vor dem Kopf, dann hast Du das Display optimal im Blick und hast die optimale Stabilität um ruhig zu filmen.

Schritt 8: In der Ruhe liegt die Kraft

Wenn du abgehetzt filmst, dann wird sich das auch in deinem Video bemerkbar machen. Das Schnaufen wird hörbar und das Adrenalin in Blut wird es dir schier unmöglich machen das Gerät still zu halten. Also erstmal zur Ruhe kommen und dann das Video starten.

Schritt 9: Standbilder

So ein Videoschwenk ist ja ganz interessant, aber noch spannender wird deine Aufnahme, wenn du zwischendrin mal bei einem Motiv verharrst. Probiere doch mal, eine Stelle für zirka 5 Sekunden festzuhalten, bevor du weiter schwenkst. So gibst du dem Beobachter die Chance, alles richtig erfassen zu können.

Schritt 10: Finger weg vom Zoom

Der Zoom von Smartphone-Kameras funktioniert digital. Das heißt, dass die Technik und nicht die Optik das Motiv ran holt und damit leidet die Qualität, weil das Bild ja nur „umgerechnet“ wird – um es vereinfacht auszudrücken. Diesen Qualitätsverlust wirst du später sehr deutlich im Video wahrnehmen. Wenn möglich geh einfach ruhigen Schrittes auf dein Motiv zu, um es näher abzubilden und das Niveau zu halten.

Alles beachtet? Dann viel Spaß bei Deinen ersten Schritten als Video-Filmer! Du hast noch Quicktipps, die hier nicht aufgeführt sind? Dann kommentiere meinen Beitrag und hilf Anderen auch schnell zu brauchbaren Ergebnissen zu kommen.

Quick-Tipp-Reise-Videos

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Nikolaifriedhof Görlitz – Eine Reise zum Park der Seelen & Mythen

Ein Friedhof wie ein Park. Bänke, die zum Verweilen einladen und Menschen, die gerne hierher kommen. Der Nikolaifriedhof in Görlitz ist alles andere als ein düsterer Ort der Trauer und des Abschieds.IMG_8564
Doch genau so sehen die meisten Menschen einen Friedhof sehr oft. Sie verbinden nichts Gutes mit ihm, machen einen Bogen drumherum und vermeiden Besuche. Was ich schade finde. Denn eigentlich sollten Grabstätten doch Plätze sein, die Trost schenken, die Erinnerungen an Verstorbene wach rufen und an denen man sich lieben Menschen wieder verbunden fühlt.IMG_8876
Ich habe als Kind meine Oma schon immer samstags mit zum Friedhof begleitet. Für mich war das die normalste Sache der Welt, sich um das Grab von Verstorbenen zu kümmern. Ich habe mich auch nicht daran gestört, dass meine Oma mit meinem toten Opa gesprochen hat. Wie sie sich Sorgen von der Seele redete und so tat, als säße er neben ihr und würde lauschen. Es schien ihr gut zu tun, also habe ich es nicht in Frage gestellt.IMG_9058Genauso unbefangen gehe ich auch heute noch zu letzten Ruhestätten. Ich begreife sie als einen Ort der Einkehr und der Erinnerung. Genau wie Kirchen strahlen sie Ruhe und Sicherheit aus. Wer sich nicht durch Mythen, Geschichten oder Aberglauben lenken lässt, der kann einen Friedhof mit ganz anderen Augen sehen. Als einen Park der toten Seelen zum Beispiel. Einen Ort, an dem geliebte Menschen ihre letzte Ruhestätte gefunden haben.IMG_8865
So sehen es wohl auch die Görlitzer. Ihren Nikolaifriedhof begreifen sie viel mehr als einen Park mit Gräbern. Mit viel Grün, mit viel Leben und mit viel Geschichte. Hierher geht nicht nur, wer muss, sondern weil es einen hierher zieht. Weil man Ruhe sucht, im Grünen sein möchte oder weil man sich nach Einkehr sehnt. Fernab von allen Sorgen, Nöten und den Ablenkungen unserer Zeit.IMG_9074
Und so habe auch ich meinen Weg hierher gefunden. Direkt hinter der gleichnamigen Kirche beginnt diese so besondere Ruhestätte. Der Nikolaifriedhof wurde bereits im 12. Jahrhundert angelegt und um 1305 erstmals urkundlich erwähnt.IMG_9155Bis im Jahr 1847 der städtische Friedhof eröffnet wurde, war er die größte und wichtigste Beerdigungsstätte von Görlitz. Danach fanden Bestattungen nur noch in Ausnahmefällen dort statt.
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So kam es, das der Gottesacker nach seiner Schließung weitgehend erhalten blieb. Die Grabmal- und Bausubstanz gilt noch heute als ein äußerst seltenes Zeugnis städtischer Sepulkralkultur.IMG_9165
Mehr als 800 Grabmäler und Grabinschriften (Epitathe) sind heute noch stumme Zeugen für die Entwicklung und den Fortgang der Religion und der Werte in Görlitz in den Jahren 1600 bis 1850 n.Chr. Die Trachten der Skulpturen und die Steinmetzkunst der Gräber sind Spiegel des stilistischen Wandels von Manierismus über den Barock bis hin zu Klassizismus, Romantik und Historismus.IMG_9060
Wie jeder Kirchhof ist auch der Nikolaifriedhof wie ein großes Urkundenbuch: Geburt, Hochzeit, Kinder, Lebensschicksale und Tod finden Erwähnung und erzählen die Geschichte der Stadt und seiner Bewohner.IMG_8924
Die Gräber, Grufthäuser und Epitathe dokumentieren zudem den Selbstdarstellungs- und Repräsentationswillen der wohlhabenden Görlitzer Bürgerschicht. Der Wunsch, auch nach dem Ableben unvergessen zu sein – Würde, Macht und Ansehen zu erhalten – findet gerade in den barocken Grab- und Gedenksteinen seinen Ausdruck.IMG_8927
In der Renaissance (ab 1617) und im Barock (bis 1704) wurden hier 21 Grufthäuser errichtet. Ihre Erbauung kostete oft so viel wie die eines Wohnhauses, denn sie waren besonderes prächtig und enthielten dekorative Ausmalungen an den Wänden. Auf Grund ihres Bestandes (aktuell 16) zählt der Nikolaifriedhof noch heute zu den herausragendsten Friedhofsdenkmalen.IMG_9142
Für besonders sehenswert erachtet werden das Grufthaus der Familie Fröhlich (1744) an der östlichen Mauer des Friedhofes und das der Familie Emmerich an der Nordseite der Nikolaikirche. Auch findet man das Grab von Jakob Böhme einem deutschen Mystiker und Philosophen hier.IMG_9186
Im Jahr 1633 wurde der Friedhof im Westen erweitert, um hier die Toten einer Pestepidemie beerdigen zu können. Diesen Bereich nennt man heute den Pestacker, erinnert doch nur eine grüne Wiese an diese dunkle Zeit.IMG_9162
Wer seinen Rundgang wie ich am Eingang neben der Nikolaikirche startet, der trifft direkt auf die wohl berühmteste Sage des Friedhofs. Die Geschichte um die genannte „Moller-Linde“. Der Pfarrer Martin Moller predigte zu Ende des 16. Jahrhunderts in Görlitz das Wort Gottes und hat sich dabei nicht nur Freunde gemacht. Er wurde sogar des heimlichen Calvinismus verdächtigt und musste deshalb viel Missgunst und Ungemach ertragen.IMG_8559_sw
Als der Pfarrer alt, erblindet war und kurz vor seinem Ableben stand, sagte er zu den Seinen: „Wenn ich werde gestorben sein, so pflanzt auf meinem Grabe eine junge Linde mit den Zweigen in die Erde. So gewiss diese Linde wachsen wird, so gewiss habe ich auch Gottes Wort rein und lauter gelehrt und gepredigt. „Diese Linde wächst noch heute an seinem Grab und ist zur Legende geworden.IMG_8970
Nicht die einzige Sage, die mich auf meinem Rundgang begleitet. Auch soll Gregor Gobius, der ehemalige Bürgermeister und ein Alchimist, hier herumgeistern. Eine schallende Ohrfeige fing sich ein Knabe ein, der den Geist Gobius lautstark herausgefordert hatte. Über den Ring an dem Tor zu seiner Gruft sagt man sich, dass kein Schmied ihn so fest daran machen konnte, dass er nicht die nächste Nacht abspränge.IMG_8930
Ich habe nicht vor den Frieden des Mannes zu stören und doch bleibe ich andächtig an seiner Gruft stehen. Lange Jahre kursierten auch Gerüchte, er habe seine Frau einbalsamiert und diese bewahrheiteten sich, als es zu einer Sargöffnung kam und der Torso der Dame wohlbehalten und mumifiziert vorgefunden wurde.IMG_8920
Neben Sagen und Mythen faszinieren mich vor allem die Skulpturen auf meinem Rundgang. Kleine trauernde, engelsgleiche Buben auf Stehlen, zeugen so tiefgründig von Schmerz und Verzweiflung des Abschiednehmens, das es fast schmerzt.IMG_9117
Aber es gibt auch Skulpturen, die durch ihre Körperhaltung die Hoffnung auf ein Weiterleben im Jenseits machen und Trost spenden. Das alles eingebettet in Wildblumen, duftende Linden und begleitet zur Musik der Singvögel.IMG_9032

„Den Nikolaifriedhof empfinde ich als die perfekte Symbiose aus der Flüchtigkeit des Lebens und der Vergänglichkeit alles Irdischen.“

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Mit all seinem lebendigen Grün, seinen majestätischen Bäumen, herumspringenden Eichhörnchen und Hasen, summenden Bienen und zwitschernden Vögeln sowie den mahnenden Ruhesteinen aus der Vergangenheit.IMG_9189Über Stunden gehe ich hier spazieren, lese Inschriften, fotografiere Skulpturen oder beobachte die Besucher. Hierher kommen nicht nur alte Menschen, die Grabpflege betreiben. Der Schuljunge auf dem Heimweg, die Malerin auf der Decke, die Arbeitskollegen bei der Mittagspause, Touristen und Spaziergänger sind in der weitläufigen Anlage auszumachen.IMG_9064Und egal mit wem ich mich hier austausche, für alle ist es kein normaler Friedhof. Der Nikolaifriedhof ist vielmehr eine Parkanlage, das grüne Herz der Stadt und eine Oase der Ruhe. Es ist schön zu erleben, wie die Görlitzer diesen Kirchhof empfinden und sich in ihm bewegen. Als wäre es das Normalste der Welt hier spazierenzugehen. Und eigentlich ist es das ja auch.
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Wer sich selbst vom Charme dieser Friedhofsanlage bezaubern lassen will, der sollte sich Zeit nehmen und nicht nur im vorderen Teil auf Entdeckungsreise gehen, die Nebenwege suchen und auch mal auf einer der vielen Bänke Platz nehmen.IMG_9017Auch kann ich die Führung „Vom Pestacker zum Sündenfall“ empfehlen. Bei dieser etwas anderen Besichtigung über den barocken Nikolaifriedhof erfahren die Teilnehmer, wie sehr die Stadtgeschichte mit Lebensgeschichten verknüpft ist und das lohnt sich allemal!IMG_9108
Mehr Bilder findest Du in meinen Flickr-Fotoalben! Klicke auf Schwarzweißaufnahmen oder zu farbigen Schnappschüssen.
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Nachtrag: Die Bilder sind vom Nikolai-Friedhof und dem neuen Friedhof. Die Grenze zwischen Beiden fließend und wird von Menschen ohne tiefer Ortskenntnis nicht wahrgenommen.
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#infoÖffnungszeiten:

April bis Oktober:
6:30 bis 21 Uhr
November bis März:
6:30 bis 18 Uhr
Allerheiligen, Allerseelen, Totensonntag:
6:30 bis 20 Uhr

Führungen

Führungen  finden „regulär“ nur an bestimmten Terminen und nach Voranmeldung sowie in den Abendstunden statt.
Ausnahmen sind möglich. Alle Infos im LINK.

Kontakt

Evangelische Kulturstiftung, Heilige-Grab-Straße 79, 02826 Görlitz
Telefon: +49 3581 315864
Fax: +49 3581 315865
E-Mail: va@kkvsol.net
oder: heiligesgrabgr@web.de

Adresse:

Grosse Wallstrasse, Görlitz, Sachsen, Deutschland

Anreise:

Von der Altstadt sind es nur wenige Gehminuten bis zum Nikolaifriedhof. Die Route ist ausgeschrieben.

Abreise:

Idealerweise geht man eine Runde auf dem Friedhof und hat das gleiche Start- und Endziel.

Für den Rückweg kann man aber auch den oberen Ausgang des „neuen Friedhofs“ wählen.
Hier befindet sich die Straßenbahnhaltestelle „Alexander-Bolze-Hof“.
Die Linien 2 & 3 bringen einen in wenigen Minuten zurück ins Stadtzentrum.
Verbundtickets haben auch hier ihre Gültigkeit.

Ein Taxi ruft man sich unter: +49 3581 400 800

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Nikolaifriedhof-Görlitz-Informationen

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Warum ich als Reiseblogger die Bahn empfehle

Nein, nicht was du denkst, das ist kein gesponserter Artikel – ich werde nicht von der Bahn dafür bezahlt. Ich schreibe diese Zeilen, weil ich gemerkt habe, wie gut mir das Unterwegssein mit dem Zug tut und weil ich anderen Reisenden damit einen Gedankenanstoß geben möchte.

Mal ganz davon abgesehen, dass ich gemeinschaftliches Reisen mit dem Zug schon vom Umweltgedanken her gut finde, möchte ich dir verraten, warum ich diese Art des Reisens vorziehe. Zumindest hier in Deutschland und Europa.

Mit Zügen ist es wie im Leben auch. Überall gibts mal Haltestellen & Verzögerungen – aber meistens läuft es

Ich bin gerne unterwegs, um neue Städte zu entdecken, meine Freunde überall im Land zu besuchen, auf Messen oder Veranstaltungen zu gehen oder weil mich mein nächstes Fotoprojekt umherbringt. Doch seit ich Ostern 2014 den wohl längsten Stau meines Lebens hinter mich gebracht habe, ist mir die Lust auf Autofahren und deutsche Autobahnen gründlich vergangen. Für eine Strecke für die ich normal 5-6 Stunden unterwegs bin, brauchte ich dank Blechkolonne geschlagene 14 Stunden.

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Lebenszeit, die ich viel lieber sinnvoll genutzt hätte. Zum Beispiel um mal wieder einem Hörbuch zu lauschen, alte Freunde anzurufen, an meinem Buch weiterzuschreiben oder ein Reisemagazin durchzublättern. So aber klammerte ich mich an das doofe Lenkrad, drückte abwechselnd Kupplung und Gas und tuckerte langsam die 600 km nach Hause. Völlig genervt, mit Rückenweh und ohne jegliche Erholung ging mein Wochenende also zu Ende. Als ich kurz nach diesem Erlebnis geschäftlich nach Dresden musste, beschloss ich, diese Strecke mit dem Zug zu fahren.

Mein Bahn-Erlebnis:

Und das war ein rundum perfektes Erlebnis! Die Bahn war pünktlich, ich hatte einen komfortablen Erste-Klasse-Sitzplatz mit Tisch zum Arbeiten und der Kaffe wurde mir auch noch am Platz gereicht. Die Stunden bis ans Ziel verbrachte ich abwechselnd mit meinem eReader, mit netten Plauschs oder ich schrieb Blogartikel. Die Zeit verging wie im Flug und wir erreichten das Ziel exakt zu der angegebenen Uhrzeit.IMG_2579

Und selbst eine Verzögerung von 30 min hätte mir nichts ausgemacht. Im Auto kommt man ja auch nie zu der vom Navi errechneten Zeit an. Außerdem war ich erstaunt, wie frisch und entspannt ich noch war. Keine der autofahrtypischen Nebenwirkungen, wie genervt oder verspannt sein lastete mir an. Vielleicht auch, weil ich zwischendrin mal die Augen zumachen konnte und meinen Kaffee in Ruhe genossen habe?

Fortan nutzte ich öfter die Bahn und inzwischen kenne ich mich auch ganz gut aus, wenn es um Sparpreise, regionale Vergünstigungen oder Sondertickets geht. Gerade war ich für 33 EUR in der Kulturhauptstadt Breslau in Polen. Das hätte ich mit Sprit und Parkplatzgebühren nie so günstig hinbekommen und auch das „Zug zum Flug“- Ticket nutze ich sehr gerne. Anstatt das Auto auf einem dunklen Parkplatz über Wochen in Ungewissheit zu wissen, steht es daheim sicher und aufgeräumt in der Garage, wenn ich in den Urlaub fliege.
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Für mich als Reiseblogger hat sich die Bahn inzwischen durchgesetzt. Einfach weil ich die Zeit unterwegs hervorragend nutzen kann, nette Menschen kennenlerne und erholt am Ziel ankomme. Außerdem ist es auch viel günstiger als mit dem Auto.

Wenn die Deutsche Bahn es jetzt noch schafft, flächendeckend WLAN anzubieten, damit ich Blogeinträge direkt online stellen kann, dann bin ich sogar wunschlos glücklich unterwegs;)

Wie sind deine Erfahrungen? Bist du lieber mit dem Auto unterwegs oder hast du Zugfahren auch schon schätzen gelernt? Wer ist pünktlicher da? Wer bietet mehr Komfort? Wie du am liebsten unterwegs bist, interessiert mich! Schreib mir im Kommentarfeld.