Wildes Südafrika — Nationalparks im Blogger-Selbsttest

Ich nehme dich mit auf eine Entdeckungsreise ins wilde Südfrika und zu seinen spektakulären Nationalparks. Ich zeige dir wo die BigFive zu finden sind, wo sich Safaris lohnen und welche der Parks man unbedingt gesehen haben muss. Meine Erfahrungen aus langen Jahren des Reisens, Erlebens und Entdeckens im südlichen Afrika teile ich hier gerne mit dir. Damit du garantiert das Safari & Wildlife Erlebnis hast, was du dir wünschst! Übrigens heißt es in Südafrika „Game drive“ und nicht Safari:)

Krüger Nationalpark

Der Krüger NP ist der wohl größte und weltweit bekannteste Nationalpark Südafrikas und quasi der Inbegriff von „Safari“. Seine weiten Landschaften und die spektakuläre afrikanische Tierwelt sind Anziehungspunkt für Gäste aus allen Nationen und ein Highlight jedes Afrika Reisenden. Und hier findet man sie auch, die Big Five : Elefant, Löwe, Nashorn, Leopard und Büffel! Abenteuerhungrige können auf 20.000 Quadratkilometern über 500 Vogelgattungen, 100 verschiede Reptilien und an die 150 Säugetierarten für sich entdecken. Im Park kann man auf Pirschfahrt gehen, an Bushwalks und Fährtenkursen teilnehmen oder die Landschaft vom Heißluftballon aus entdecken. Der Krüger NP liegt im Nordwesten Südafrikas an der Grenze zu Mozambique und im Norden auch an Zimbabwe.

image-2015-12-05(8)Meine Erfahrung

Ich würde für den Krüger NP unbedingt einen mehrtägigen Aufenthalt empfehlen und keine Selbstfahrertour an nur einem Tag. Wer die Plätze der Tiere nicht kennt, läuft hier schnell Gefahr das Abenteuer „Krüger“ zu verpassen und nur sehr wenig Tiere zu Gesicht zu bekommen. Ein Ranger darf andere Wege fahren, kann Fährten lesen und weiß wo er Löwe, Nashorn & Co. üblicherweise findet. Deshalb im oder am Krüger unbedingt in einer Lodge schlafen und an geführten Touren teilnehmen, damit der Besuch sich auch wirklich richtig lohnt. Falls ihr doch selbst fahrt noch zwei Hinweise: Aussteigen ist absolut verboten und wenn ein Elefant vor euch auf der Straße die Ohren aufstellt, dann macht den Rückwertsgang rein und verschwindet!

image-2015-12-05(7)Augrabiesfälle Nationalpark

Die Augrabiesfälle werden auch „Ort des großen Lärms“ genannt und gerade April oder Mai, wenn der Oranje Fluss viel Wasser führt, machen sie ihrem Namen alle Ehre. 150 m breit sind die Fälle hier und aus fast 60 Meter stürzt das Wasser in die tiefe Granitschlucht, die sich stellenweise auch bis zu 200 m tief gegraben hat. Auf 220 km² erstreckt sich der Nationalpark, der auch ideal für Wanderausflüge ist. Die Augrabies liegen rund 120 Kilometer westlich von Upington, ganz im Norden von Südafrika und sie lassen sich wunderbar mit einem Ausflug zum Kgalagadi Transfrontier Park verbinden.

image-2015-12-05(2)Meine Erfahrung:

Wer die Augrabies besuchen möchte, der sollte sich in jedem Fall vorab informieren, ob es sich im angepeilten Zeitraum lohnt. Die Fälle können unglaublich gewaltig und atemberaubend sein, wenn sie durch den Oranje mit viel Wasser gespeist werden. Wenn hingegen Trockenzeit herrscht und der Fluss nur wenig Wasser führt, sind sie ein durchschnittlicher Wasserfall, für den alleine ich den langen Weg von Johannesburg aus nicht antreten würde. In Verbindung mit Wanderungen in der Gegend oder einem Ausflug in den Kgalagadi lohnt es sich schon eher.

image-2015-12-09(3)Kgalagadi Transfrontier Park

Das Wildreservat Kgalagadi Transfrontier Park liegt  in der Kalahari Region Südafrikas und Botswanas. Auf Grund seiner Ausmaße gehört er zu den größten Naturschutzgebieten der Welt. Der Kgalagadi bietet eine unendlich weit und majestätisch anmutende Wüstenlandschaft mit riesigen, wandernden Herden von Elands, Springböcken, Gnus und Oryx-Antilopen sowie einer Vielzahl von Raubtieren wie Löwen, Leoparden und Geparden.

Landi Mietwagen Kgalagadi Transfrontier Park
Meine Erfahrung:

Für den Kgalagadi sollte man Zeit mitbringen und eine gute Planung. Wie in jedem der Parks gilt, dass man wissen muss, zu welcher Zeit und wo die Tiere dann sind. Wer in der Trockenzeit seinen Weg hier her findet, mehr als einen Tag im Park verbringt & auch bis in den Norden hinauffährt, für den wird der Park sicherlich ein Highlight. Auf gut Glück und nur für einen Tag verspricht es längst nicht das Erlebnis zu werden, was es sein kann. Zum ausführlichen Bericht gelangst du durch klicken auf LINK.

Kgalagadi Transfrontier Park Springbok
West-Coast-Nationalpark

Der West Coast NP ist ein eher unscheinbarer Park, der mit viel Ruhe und einer seichten Lagune lockt. Ganz besonders geschätzt wird er für seinen Artenreichtum an Vögeln. Im Sommer beheimatet er etwa 750.000 Tiere. Durch seine begünstigte Lage am nahrungsreichen Benguela-Strom und den dadurch verbundenen Fischreichtum ist er Anziehungspunkt für riesige Vogelkolonien. Bis zu 70.000 Kaptölpel sind hier zu finden. Über die Landesgrenzen bekannt ist er für seine Flora, ganz besonders zur südafrikanischen Flowersaison. Heerscharen von Besuchern zieht dieses Spektakel jährlich an, wenn ganze Blütenmeere die Landschaft in ein duftendes Refugium verwandeln. Mehr zur West-Coast findest du im LINK.

Bildschirmfoto 2015-08-05 um 16.48.53Meine Erfahrung:

Ein kleiner aber feiner Park. Gerade wer nur kurz in Südafrika ist und auch nur um Kapstadt, der sollte sich diesen Park nicht entgehen lassen. Besonders zur Blütezeit im August/ September ist es Genuss pur den West Coast Park zu besuchen. Man kann die Landschaft in voller Blütenpracht bewundern und man gelangt in das Postberg Nature Reserve, welches nur zu dieser Zeit zugänglich ist. Siehe LINK. Ideal ist er auch zum Baden mit seiner sanften Lagune in der bei warmen Wassertemperaturen neben rosa Flamingos geschwommen werden kann.

Bildschirmfoto 2015-08-05 um 16.47.32Garden-Route-Nationalpark

Der Garden-Route-Nationalpark ist ein Zusammenschluss des Wilderness National Park, der Knysna Lake Area, des Tsitsikamma National Park und wurde erst am 6. März 2009 gegründet. Gerne wird er als das Kronjuwel der biologischen Vielfalt bezeichnet. Und neben dem Krüger Nationalpark gehört er zu den wichtigsten Schutzgebieten in Südafrika. Die Garden Route ist ganzjährig ein geschätztes Ziel tausender Reisender aus der ganzen Welt. Mit einer Gesamtfläche von 1.210 km² beheerbergt er zudem ca. 605 km² einheimischen Urwald. Er beginnt im Westen in der Wilderness Region und erstreckt sich über die Knysna Lake Area bis zum Cape St. Francis in der Ostkapprovinz.

image-2015-12-09(2)Meine Erfahrung:

Wer hier reist, der sollte sich vorab gut über die beste Jahreszeit und die Wetteraussichten informieren. Der Name „Garden“ verrät es eigentlich schon. Es ist eine sehr grüne Gegend und die muss „gegossen“ werden. Wer Pech hat, reist bei tagelang anhaltendem Starkregen. Die gesamte Region ist sehr schön, aber auch sehr touristisch. Gerade über die Weihnachtsfeiertage, wenn in ganz Südafrika Sommerferien sind, macht es keinen Spaß hier zu reisen. In dieser Zeit würde ich auf die Westküste ausweichen. Mein persönliches Highlight an der Garden Route ist der Knysna-Elephant Park, da man hier den Elefanten ganz nah sein kann.

Leni ElefantTsitsikamma-Nationalpark

Eigentlich ist der Tsitsikamma-Nationalpark seit 2009 Teil des Garden-Route-Nationalparks. Bis dahin erstreckte sich der 80 Kilometer lange Küstenstreifen zwischen Nature’s Valley und der Einmündung des Storms River. Sein Gebiet umfasste neben seinem dichten Urwald auch einen 5,5 Kilometer breiten Streifen des küstennahen Meeres. Er ist ein Magnet für Naturliebhaber und Wanderer, die hier auf ausgedehnten Wanderrouten ihr Paradies gefunden haben. Besonders beliebt ist der Ottertrail mit einer Länge von 48 km.

TstitsikamaMeine Erfahrung:

Gerade die Tsitsikama ist ein absoluter Abenteuerspielplatz und sollte unbedingt besucht werden. Wanderer, Outdoor-Enthusiasten und Naturliebhaber werden hier voll auf ihre Kosten kommen. Actionhelden sollten sich im Canyoning versuchen. Im Neoprenanzug geht es zunächst mit Kayaks den Flusslauf hinauf. Danach durchschwimmt und klettert man das Gelände. Sehr aufregend! Das Wetter kann wie überall an der Küste schnell umschwenken, deshalb sollte man immer auch Regenkleidung mitführen.

Leni rockGolden-Gate-Highlands-Nationalpark

Am Fuss der Maluti Berge liegt der Golden Gate Highlands National Park. Er lockt hauptsächlich mit massiven, rot leuchtenden Sandstein Formationen und Felsskulpturen. Die Landschaft des 11.600 Hektar umfassenden Naturreservat besteht zumeist aus ursprünglichem Grasland welches von Gnus, Eland Antilopen, Blessböcken, Springbok Antilopen und Bergzebras bevölkert wird. Auch Vogel-Liebhaber kommen hier voll auf ihre Kosten.

image-2015-12-09(4)Meine Erfahrung:

Der Park selbst war für mich eher eine Enttäuschung. In 30 min und auf einer geteerten Straße kann man ihn als Selbstfahrer durchqueeren. Gnus, Zebras und Gazellen wird man dabei sicherlich zu Gesicht bekommen, aber selbst dafür gibt es spannendere Parks. ABER die Landschaft gerade um den Park ist unfassbar schön. Wer sich also nicht auf den Park allein konzentriert, der wird herrliche Natur vorfinden und sich direkt verlieben. Ich denke im Park selbst muss noch viel Aufbauarbeit geleistet werden. Ein Abstecher zum Cultural Village (einem Museumsdorf) bringt einen ganz guten Eindruck in die Tradition und Kultur der Basotho – der Ureinwohner hier. Auch sollten Reifsafaris sehr empfehlenswert sein, da man abseits der Hauptstraße den Park erkunden kann.image-2015-12-05(1)Ich hoffe diese kleine Sammlung gibt euch eine gute Planungshilfe. Viel Spaß beim Entdecken.

In diesem Sinne: #get up & get wild!

 

4 Wochen. 4 Länder. 5 Stationen. Solo-Tour in Südamerika!

Ich habe wie eigentlich immer keine Lust auf Weihnachten, Familie und Geschenke. Ich will reisen, entdecken und unterwegs sein. Also Flüge gebucht und ab ins südliche Südamerika. Der Plan: 4 Wochen. 4 Länder. 5 Stationen. Ich möchte Backpack allein als Frau durch Brasilien, Paraguay, Argentinien & Uruguay reisen und einen Ex-Präsidenten treffen.

Meine Familie, mein Partner und meine Freunde sind „begeistert“. Wieder lasse ich mich Weihnachten nicht blicken und verkrümel mich lieber. Ich habe einfach keine Lust mehr auf  „Weihnachten“. Wie jedes Jahr geht der Terror-Kommerz direkt im September schon los. Man wird auf allen Kanälen bombardiert und zum Einkaufen genötigt, als sei das der einzige Sinn hinter diesem Fest. Nein, ich will nur noch weg sein zu dieser Zeit. Auch wenn das in meinem Umfeld eigentlich niemand so recht akzeptieren will. Sei es drum. Es ist gebucht und ich starte am 10.12.15 zu meinem Solo-Trip durch Südamerika!

Solo-Tour-Planung – so sieht sie derzeit aus:

SoloTour -INTEXTBILD-

BRASILIEN – Iguazú-Wasserfälle

Die erste Station meiner Weihnachtsreise sind die Iguazú-Wasserfälle in Brasilien und Argentinien. Hier werde ich in der Nacht zum 11.12.15 ankommen. Die Wasserfälle die ich hier besuchen möchte sind wesentlich breiter als die Victoria-Fälle, höher als die berühmten Niagara-Fälle und wohl auch wesentlich beeindruckender. Die Iguazú-Wasserfälle werden vom Flusses Iguaçu/Iguazú gespeist und verlaufen an der Grenze zwischen dem brasilianischen Bundesstaat Paraná und der argentinischen Provinz Misiones.

Iguazú in Zahlen:

Höhe: 195 m
Höhe: 82 m
Größte Stufe: 82 m
Anzahl der Stufen: 275
Durchfluss: 1.756 m³/s

Der Panoramablick macht schon mal Lust!

PARAGUAY

Nach 2 Tagen Erkundungstour der Fälle von Argentinien und Brasilien aus, geht es für mich mit dem Bus weiter in Richtung Asunción, der Hauptstadt von Paraguay. Die Stadt gilt auf Grund ihrer vielen Gärten und Parks als die grünste Stadt der Welt. Das Land besticht in der Hauptsache damit, dass man hier noch das authentische Südamerika findet, aber auch mit seinen Gegensätzen! Von hochtechnisiert bis absolut ländlich ist alles drin. Fest gebucht habe ich nur 2 Nächte im El Nomadá Hostel in der Hauptstadt. Danach lasse ich mich treiben und höre mich um, was andere Backpacker im Hostel empfehlen.

ARGENTINIEN

Hauptziel ist hier ganz klar Buenos Aires. Allerdings sind es von Asuncion bis in die Haupstadt Argentiniens auch 18h Busfahrt. Respekt habe ich vor so einer langen Fahrt. Besonders weil man in den Bussen schnell krank wird, da man auf Tiefkühlkost-Niveau runter gekühlt wird. Wahrscheinlich werde ich diese Fahrt splitten und irgendwo rund um Santa Fe noch einen Zwischenstop einlegen. Am 23.12.15 hoffe ich dann vor Ort zu sein und bei meiner Airbnb Gastgeberin einziehen. Eine ganz liebe Dame mit der ich übers Internet Kontakt hatte und die mich direkt eingeladen hat mit ihr und ihrer Familie Weihnachten und Silvester zu feiern. Die Tage in Buenos Aires möchte ich einfach mit der Kamera rumlaufen, in hübschen Cafés verbringen, mit Menschen in Kontakt kommen, Tango tanzen und die Stadt und ihr Flair in mich aufsaugen.

image-2015-12-03(4)URUGUAY

Wie ich am 1. Januar 2016 von Buenos Aires nach Montevideo kommen werde, weiß ich ehrlich gesagt noch nicht. Soweit ich es mitbekommen habe, steht das öffentliche Leben da still. Normal gibt es Busverbindungen oder Boote ins Nachbarland. Ich checke das, wenn ich vor Ort bin und frage meine Gast-Mama um Rat. Auch in Montevideo bin ich wieder in einem Hostel untergebracht und ich habe vor bis zum 04.01. zu bleiben.

Mein Traum wäre den ehemaligen Präsidenten des Landes zu treffen. José Mujica ist eine Inspiration für mich und mein Vorbild. Man nennt ihn auch den ärmsten Präsidenten der Welt, weil er 550.000 $ von seinem Gehalt gespendet hat. Wegen ihm kam ich überhaupt erst auf die Idee diese Reise anzutreten. Ich weiß, es klingt einfältig einen Präsidenten treffen zu wollen, aber hey ich hab noch Träume! Die Anfrage bei der Sekretärin läuft, aber man hat mich schon auf die Urlaubszeit hingewiesen. Ich vertraue hier einfach mal auf Gott, auf das Universum und mein Glück. Und danke allen, die mich bei diesem Vorhaben unterstützen!

Mir bleiben dann noch weiter 6 Tage in Uruguay. Ich will mich ans Meer durchschlagen und hoffe dort noch unberührte Natur und schöne Parks zu finden. Zu der Zeit ist allerdings Hochsaison in dem Land und jeder Winkel soll überbevölkert sein. Auch ist noch nicht klar, ob mich die Busse mitnehmen, denn auch diese werden gut ausgebucht sein.

BRASILIEN – PORTO ALLEGRE

Für den 10.01. habe ich mir wieder über Airbnb eine günstiges Zimmer in Porto Allegre gesucht. Ganz in der Nähe vom Flughafen, da am 12.10 mein Flieger ganz in der Früh startet und ich nicht lange durch die Stadt gurken will. Auch habe ich hier etwas Zeitpuffer eingebaut, falls es mit den Bussen aus Uruguay doch nicht so ideal klappt, wie erhofft. Das Flußufer hier soll sehr schön sein, also werde ich dort spazieren gehen und noch mal den Urlaub Revue passieren lassen.

IMG-20140306-WA0000Die emotionale Seite:

Ganz anders sieht die Gefühlswelt aus. Zwar habe ich keine Angst vor der Reise, aber großen Respekt ganz sicher. Immerhin ich bin alleine als Frau ohne große Sprachkenntnisse unterwegs. Ich roadtrippe nicht, sondern muss mich drauf verlassen, dass es mit den Bussen klappt und ich nach Ankunft die Unterkünfte immer finde. Besonders wenn ich nachts ankomme. Hier vertraue ich auf mein Nokia Handy, was Navigation ohne Internet schon integriert hat. Bisher hat mir das in fast allen Ländern (außer Honduras wo es keine Sateliten gibt) immer sicher ans Ziel geführt. Darauf hoffe ich auch diesmal.

Auch in ein Taxi steigt man nachts als Frau alleine nicht so gerne. Weibliche Taxifahrer sind rar und einem Mann so ausgeliefert sein, das vermeide ich so es geht. Aber ich vertraue darauf das auch hier alles gut geht. Ich bin ja nicht ganz unerfahren und hoffe das mir das zu Gute kommt.

Natürlich wird es komisch sein, wieder alleine unterwegs zu sein. Auch das bin ich nach ein paar Urlauben mit Partner nicht mehr gewohnt. Die Sicherheit die ein Reisepartner mitbringt hat man ganz einfach nicht, wenn man alleine reist.

Meine Erfahrung nach jeder Reise war eigentlich, dass man sich an die Regeln halten muss um sicher zu reisen. Das man nicht blauäugig sein sollte und sich für Notsituationen ein Backup schaffen sollte. Alle diese Vorkehrungen haben mir bisher geholfen sicher zu reisen und ich vertraue darauf, dass es auch diesmal wieder so ist.

Also: ANGST – NEIN! RESPEKT – JA!

Zur weiteren Vorbereitung:

Gepäck: Ich reise in der Hauptsache mit dem Bus, laufe dann zu den Unterkünften. Deshalb habe ich mich klassisch für einen Rucksack entschieden. Ich habe meinen bei Decathlon gefunden, weil ich eine günstige Variante speziell auf Frauen zugeschnitten gesucht habe. Hier sollte jeder für sich testen und anhand der Bedürfnisse und des Budgets für sich festlegen, was gut zu einem paßt.

Ich nehme nur die nötigsten Sachen mit, weil ich keine Lust habe einen viel zu schweren und vollgepackten Rucksack rumzuschleppen. Was daheim bleibt sind Schmuck, Make up, hübsche Schuhchen und sonstige „Luxusartikel„. Was mit darf ist das Netbook, die Kamera-Ausrüstung, 1x Flip Flops, 1x leichte Treckingschuhe, Handtuch, warme Kleidung für unterkühlte Busse und ein Hut als Sonnenschutz. Natürlich auch Medikamente, Sonnenschutz und Ungezieferabwehr.

Dokumente: Ich habe Kopien meiner Unterlagen dabei und sie zusätzlich auf meiner Cloud abgelegt. Im Notfall habe ich so Zugriff und kann mich schnell bei Polizei und Behörden ausweisen. Meine Flug und Unterkunftsbuchungen inkl. Anschriften, Wegbeschreibung & Rufnummern habe ich in einer Excell-Liste zusammengefaßt. Diese hilft mir, bei so einem langen Trip die Übersicht zu behalten. Parallel bekommt sie meine Familie, damit sie nachvollziehen können, wann ich wo sein werde. Siehe auch die Anleitung im LINK.image-2015-12-03(1)Geld: Ich habe brasilianische Real für die erste Station dabei und noch rund 100 Dollar für den Notfall. Nach den Grenzübertritten hole ich mir Bargeld am Automaten. Ich habe sowohl die Master als auch die Visa-Card dabei, weil auch hier die Erfahrung gezeigt hat, dass oft 1 Bezahlsystem nicht funktioniert.

Visa: Visas braucht man für keines dieser Länder. Wohl aber muß man die Einreisedokumente für jeden Grenzübertritt peinlichst genau ausfüllen und sich seinen Paß abstempeln lassen. Gerade bei IGUAZU fahren die Busser gerne am Grenzübergang vorbei und auf der Rückreise zahlt man Strafe. Siehe auch LINK.

Navigation: Meine Erfahrung der letzten Jahre hat gezeigt, dass Internetverbindungen auf Reisen und besonders in abgelegenen Gebieten nicht funktioniert. Deshalb habe ich ein Handy was offline Navigation ermöglicht. Ich habe vorab alle Karten runtergeladen und alle Adressen eingespeichert, die ich ansteuern will. Im W-Lan funktioniert eine Unterkunfssuche besser, als unterwegs auf der Straße nur mit der Adresse.

Mobilfunk: Ich habe zwei Handys dabei. Ein billiges, was ich „abgebe“ wenn ich ausgeraubt werde und mein normales Handy, was ich auch zur Navigation nutze. Ich werde mir in Argentinien eine SimCard holen um auch im Land selbst telefonieren zu können. Hier bin ich die meiste Zeit und deshalb macht es da besonderen Sinn.

Reiseführer: Mein Lonely Planet Südamerika ist meine Reise-Bibel. Als Pauschaltourist habe ich „LP“ nie verstanden. Wenn man auf Insiderwissen wie Busverbindungen, Tipps & Sicherheitsanweisungen aber angewiesen ist, dann ist er gold wert. Er wird trotz seines Gewichts mein Begleiter sein. Mein eBookReader nehme ich diesmal als Reiseführer nicht mit. Die Suche im digitalen Nachschlagewerk hat mich in Namibia schier irre gemacht. 1000 Suchergebnisse für eine Anfrage. Da blätter ich lieber wieder.

Weihnachten anders, aber nicht ohne Spirit!

Ja, bei mir läuft Weihachten anders, aber warum es nicht ohne Spirit läuft und was sich noch hinter dieser Reise verbirgt verrate ich hier im LINK.

Kompromiss? Aber natürlich!

Mein Freund und ich reisen nach meinem Solo-Trip auch noch gemeinsam durch Bolivien, Chile und Peru. Diese Lösung war ein Kompromiss, weil er gerne mit Familie feiern wollte und ich gerne flüchte. Im Januar beginnt unser gemeinsamer Backpacktrip!


Ich hoffe du begleitest mich auf meiner Solo-Tour durch Südamerika – auf Instagram, Facebook, Twitter oder eben hier!

In diesem Sinne: #get up & travel!

 

Urlaubs-Feeling erhalten aber wie? Tipps hier!

Am Liebsten würde man seine Urlaubs-Erinnerungen konservieren, eintüten, festhalten, einfrieren und nie, nie wieder los lassen, so wichtig erscheinen sie einem. Doch die Wirklichkeit sieht meist ganz anders aus. Man ist zurück, der Alltag hat einen wieder und die Erinnerungen an diese traumhafte Zeit verblassen so langsam. Ich weiß sehr genau wie sich das anfühlt und schön ist das nicht.

Deshalb hier meine Tipps wie man sich sein Urlaubs-Feeling am Besten erhält:

image-2015-10-06(16)Playlist erstellen

Welche Songs liefen im Radio als du beim Road Trip durch die USA mit deinem besten Kumpel unterwegs warst? Welche Samba Rhythmen haben dich in Rio begleitet? Zu welchen Apré Ski-Hits hast du auf der Hüttn in Österreich mitgesungen? Welcher Song ist dir immer wieder begegnet als du mit InterRail in Europa unterwegs warst? Such dir die Musik die dich begleitet hat und mach dir eine spezielle Playlist mit allen Songs die dir das Urlaubsfeeling zurück bringen. Und wann immer dir nach einem Flashback ist, mach dir deine Musik ins Ohr! Im Auto auf dem Weg zur Arbeit, in der S-Bahn in die Stadt oder beim Putzen daheim.

image-2015-09-25(83)Alltagsgegenstände, Kleidung & Schmuck statt Souvenirs fürs Regal

Die meisten schleppen Unmengen an Souvenirs aus dem Urlaub mit nach Hause, die dann unbeachtet im vollgestopften Regal stehen und irgendwann mal auf dem Flohmarkt landen. Kauf Alltagsgegenstände, Kleidung oder Schmuck. Diese benutzt du regelmäßig und wirst so bei jedem Verwendung auch eine wunderbare Erinnerung haben. Ist es nicht ein tolles Gefühl sich morgens die Ohrringe die du aus Hawai mitgebracht hast anzulegen, in die Flip Flops aus Brasilien zu schlüpfen oder das Müsli mit dem Holzlöffel aus Afrika zu genießen? All diese Dinge werden dir im Alltag ein Lächeln ins Gesicht zaubern weil du mit ihnen eine großartige Zeit verbindest.

Sandboarden Leni Atlantis KapstadtFotos, Fotos, Fotos

Warum sollen deine Bilder vom Traumstrand, den atemberaubenden Wasserfällen und den antiken Stätten auf deiner Festplatte versauern? Mach was draus! Es gibt tausend Möglichkeiten. Plätze die du sonst nur mit Arbeit verbindest, kannst du jetzt mit Reiseerinnerungen pimpen! Digitaler Bilderrahmen auf dem Schreibtisch im Büro, ein ausgedrucktes Foto am Küchenschrank oder der Werkbank. Die kleinen Gedankenreisen zu denen dich deine Bilder motivieren, werden dir außerdem helfen den Alltag leichter zu meistern. Und wenn du ganz viel Zeit hast, dann gestalte dir ein Fotobuch, leg dir eine digitale Galerie an oder bring dein Lieblingsmotiv auf Leinwand. Ganz hervorragend finde ich auch Foto-Tassen. Sie sind dein Alltagsbegeleiter und werden dir schon morgens beim ersten Kaffee ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

image-2015-11-05(6)Reiseblog aka Tagebuch

Wer seine Erinnerungen schon direkt auf der Reise im Tagebuch oder als Blog festhält, der kann sich immer wieder schnell mal zwischendrin auf die Reise zurück begeben. Mal eben so auf dem Sofa durch geblättertoder in der Mittagspause rüber surft, werden die Erinnerungen ganz schnell wieder ganz lebendig.

image-2015-10-26(51)Videos statt Diashow

Inzwischen gibt es hervorragende Programme die aus deinen Fotos ein Profi-Video mit Ton und Musik machen. Statt gähnend langweiliger Diashow kannst du deine Freunde mit lustigen, aberwitzigen oder spannenden Filmen begeistern. Und dich wird es noch beim Videoschnitt zurück bringen auf deine große Reise. 1x bei YouTube oder Vimeo abgespeichert hast du von überall Zugriff, kannst dich zurück träumen oder es über Social Media teilen. Vielleicht lädtst du ja schon während der Reise lustige Vlogs hoch und bist ein YouTube Star nach deiner Rückkehr?

Parade Titelbild SAReise und Abenteuerfilme

Wer für so viel Eigeninitiative keine Zeit hat, der sollte sich ein paar Reise und Abenteuerfilme zulegen. Klasse wenn der Streifen genau da spielt, wo man selbst gerade erst lang gekommen ist. Mit Popcorn, Reise-Buddy und Road Movie bist du ganz schnell wieder im Urlaubsfeeling. Und vielleicht entsteht daraus dann gleich wieder eine neue Reise-Idee?

Honduras Copan RuinasDine & Wine

Essen und Trinken sind auch hervorragende Wege sich den Urlaub ein Stück weit zurück zu holen. Bei einem Glas gutem südafrikanischen Wein zusammen sitzen, das im Urlaub entdeckte neue Leibgericht nach kochen oder mit der alten Reisegruppe beim Inder treffen. Ich genieße diese kulinarischen Ausflüge und vielleicht sind sie ja auch etwas für dich?

Delaire WeinIch hoffe meine Ideen haben dir gefallen und inspirieren dich zum Nachahmen. Falls du noch Tipps hast, die ich hier noch nicht aufgezählt habe, dann kommentiere doch diesen Beitrag und hilf Anderen sich auch diese kleinen Gedankenfluchten zu schaffen zu. Ich freue mich!

In diesem Sinne:

#get up & beam dich zurück!

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Urlaubsfeeling-erhalten-wie-tipps

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Die naive Reise eines Couch Potato – Oder wie bei mir alles begann!

„Jeder fängt mal an.“ so kann man diesen Text hier hervorragend begründen. Aber er war der Grundstein zu meinem jetzigen Weg. Meine erste Fernreise, mein erster Langstreckenflug und das erste Mal auch alleine unterwegs. Meine Eindrücke habe ich damals als Reisebericht festgehalten. Wenn ich diesen Text heute lese, dann sitze ich kopfschüttelnd und lächelnd da.

Aber ich finde der Text zeigt sehr gut wie es ist, wenn man sich das erste Mal auf eine richtig große Reise begiebt. Wie es ist, wenn man das erste Mal auf Armut trifft, aus seiner heilen Welt ausbricht und ein Land ganz anders entdeckt, als mit der All Inclusive Brille. Denn obwohl ich in einem der damals üblichen Touristenbunker untergebracht war, ein richtiger Pauschalurlauber war ich wohl nie. Wer also Lust hat, eine heitere Zeitreise zu meinem ersten „Blogeintrag“ zu machen, der ist hier genau richtig. Auch wenn ich mich damit ziemlich „nackig“ mache und mir einige Passagen inzwischen richtig peinlich sind – im Archiv versauern sollte er nicht!image-2015-11-26(18)

Flashback ins Jahr 2005 und zu einer All-Inclusive Reise in die Dominikanische Republik

Letztes Jahr im Herbst als es anfing in Deutschland so richtig trist, regnerisch und ungemütlich zu werden, beschloß ich, dem Ganzen zu entfliehen und in der Sonne Urlaub zu machen. Nur ist als junger Mensch der Geldbeutel nicht gerade prall voll und ich suchte eine günstigste Möglichkeit, raus zu kommen. Und was ist im November/ Dezember so richtig passend? Wo scheint so richtig schön die Sonne bei mindestens 27°C? Und wo ist im besten Fall schon alles „All Inclusiv“?image-2015-11-26(12)

Ganz klar in der Dominikanischen Republik!

Und weil ich 3 Wochen Urlaub hatte und die dritte Woche gerade mal nen Hunni mehr kostete als 2 Wochen flog ich also für 3 Wochen der Sonne entgegen. Schicke Clubanlage, vier Sterne und All Inclusive zu einem traumhaften Preis! Da es mein erster großer Urlaub war und ich auch als kleine, hellhäutige, blonde Frau alleine unterwegs war, wollte ich wenigstens wissen, was auf mich zukommt. Dank Internet ist man heute ja schnell und umfassend informiert. DomRepDa waren die Aussichten dann nicht mehr ganz so rosig. Am Besten die Anlage nicht verlassen, Sicherheitsdienst mir Maschinengewehren, nur geführte Touren über die Reiseleitung buchen, für allein reisende Frauen nicht sicher…. und und und. Na Prima. Ich bin bestimmt kein Typ der 3 Wochen in einer Anlage hockt, sich bruzeln läßt und den Bauch vollschlägt.image-2015-11-26(24)Etwas eingeschüchtert kam ich dann in meiner Anlage an. Das mit dem bewaffneten Sicherheitsdienst am Ausgang der Anlage stimmte schon mal. Und was man so von deutschen Touris hörte, wäre es besser wenn ich nicht alleine „rausgehe“. Am ersten Tag war das dann auch ok, aber dann will man doch was sehen! Also war ich mutig und ließ die Heile-Welt-Anlage hinter mir und machte mich auf, meinen Urlaubsort „Sosua“ zu erkunden. Und gleichzeitig war ich auf der Suche nach einem Tourenveranstalter vor Ort (die sind preiswerter & es kommt den Locals zu Gute).image-2015-11-26(13)Adresse hatte ich, sollte also kein Problem sein. War es dann aber. Nach 2 h kannte ich fast jede Straße, die Sonne brannte erbarmungslos und die Füße schmerzten. Entnervt fragte ich bei einem dominikanischen Motogonzo-Fahrer nach dem Weg. Das sind quasi Taxifahrer auf Mopeds. Uns Touries riet man aus sicherheitstechnischen Gründen dringend davon ab bei „denen“ mitzufahren. Zwar billig, aber viel zu gefährlich!image-2015-11-26(15)Der Typ war jedenfalls sehr hilfsbereit, kannte den Tourenveranstalter und bot sich an mich zu fahren. Klapprig sah seine Mühle ja schon aus, aber ich war es Leid zu laufen und er versprach ganz, ganz vorsichtig zu fahren. Also ließ ich mich drauf ein! Er fuhr dann auch wirklich sicher und gut. Wir suchten und suchten, bis uns jmd. sagte, der Veranstalter sei in den Nachbarort „Cabarete“ umgezogen. Nun gut, im Urlaubsort rumzufahren, wo man jederzeit absteigen kann ist das Eine. Aber als kleine, hellhäutige, blonde Frau mit nem wilfremden Mann in einem gefährlichen Land auf einem rostigen Moped in der als Gegend rumzufahren, war dann doch was Anderes.image-2015-11-26(7)Mir schien er nett zu sein und so machten wir uns auf nach Cabarete! Es waren ein paar Kilometer über eine löchrige Landstaße auf der jeder fuhr, wie gerade Platz war. Mir standen förmlich die Haare zu Berge. Zu Hause auf der B3 regte ich mich schon auf, wenn ein Auto mich und meinen Roller bei durchgezogener Fahrbahnlinie überholte, aber was dort abging! Naja, Augen zu und durch.image-2015-11-26(8)In Caberete angekommen fanden wir natürlich keinen Tourenveranstalter, aber mein Fahrer bot sich an mir noch den Ort zu zeigen. Ein wirklich hipper Ort. In der Karibik bekannt als Surf und Kite Paradies. Knackige Jungs mit Boards unterm Arm, coole Strandbars und jede Menge Geschäfte zum Shoppen.Wir spazierten so ne Stunde rum. Mein Fahrer fragte, ob ich heim wolle oder ich Interesse hätte mir eine Lagune anzusehen.image-2015-11-26(5)Lagune? KLAR, will ich das sehen! Klingt nach Leonardo DiCaprio:) Es sollte dann auch gar nicht weit weg sein. Also wieder rauf aufs Moped und ab gings. Wieder auf die Hauptstraße, durch Schlaglöcher und dann von der Hauptstraße runter in einen kleinen Ort mit kleinen Hütten, armen Leuten und auf einen Sandweg direkt in den Mangrovenwald. Shit. So hatte ich mir das jetzt nicht vorgestellt. Ich dachte das wäre ein touristisches Ziel mit Straßen, Cafés und ein paar Menschen. Wo würde der Typ mich hinbringen? Wahrscheinlich würde er mich berauben, mich umbringen und dann im Wald verscharren.image-2015-11-26(42)Nie würde Jemand erfahren was mit mir passiert ist! Ich malte mir die schlimmsten Sachen aus, während unsere Fahrt immer weiter in unwegsames Gelände führte. Doch dann kamen wir an der Lagune an und tätsächlich gab es hier Menschen! Ich war so gut wie gerettet! Natürlich hatte ich völlig zu Unrecht Panik geschoben. Der Typ zeigte mir einen richtig schönen Flecken Erde und es war einfach genial dort! Und weils mir so gut gefallen hat, fragt er, ob ich noch mehr sehen wöllte.image-2015-11-26(16)KLAR, will ich! Wenn er mich hier nicht umgebracht hat, dann wird’s schon glatt gehen! Wir bogen ab und fuhren direkt durch das Armenvirtel. Eine Blechhütte an der Anderen. Da ich sowas noch nie gesehen hatte, versetzte mir das schon einen kleinen Schock. Wir fuhren weiter bis zu einen Fluß. Am Ende einer Brücke hielt er. Hier war ein Holzverschlag unter dem 3 Männer saßen, Bierchen tranken, Radio hörten und Domino spielten. Er drückte mir ein Bier in die Hand, wies mir einen Platz zu und ging! Er wollte kurz nach Hause, um sich umzuziehen.image-2015-11-26(17)Ich sollte warten und mit den Jungs Domino spielen! Äh HALLO! Die sprechen kein Englisch und ich kein Spanisch und außerdem kann man mich doch nicht einfach alleine lassen! Und das noch irgendwo in den „Slums“. Er tat es. Also stoßten die Jungs und ich an und wir spielten Domino, irgendwo in der Pampa der Dominikanischen Republik. Eine kleine, hellhäutige, blonde Touristin und 3 Dominikaner! 4 wildfremde Menschen. Wir spielten eine längere Zeit und es machte riesig Spaß. Ich stellte fest, dass man sich auch ohne Worte gut verstehen kann! Egal welcher Kulturkreis, welche Sprachbarriere oder was sonst noch dazwischen liegt.image-2015-11-26(22)Mein Fahrer tauchte auch wieder auf. Wir schnappten uns das Bier und gingen am Fluß spazieren. Wieder unwegsames Gelände und ich völlig unpassend gekleidet. Weiße Hose, weiße Schuhe und pampige Wege. Egal, inzwischen machte ich alles mit! Wir hockten uns auf einen alten Baumstamm am Fluß und quatschten so gut es ging. Wir waren auch nicht lange alleine. Ein paar Kinder aus dem Dorf kamen zum baden an den Fluß. Die zogen ihr Shirt aus, spangen in den Fluß und planschten wild umher. Und hey, wo gibt’s das in Deutschland noch, dass Kinder ohne Luftmatratze, Taucherbrille, Schnorchel oder sonsigen Kram so unbekümmert spielen? Und dann noch in nem Fluß? Ich fand es klasse! Sie hatten auch keinen Berührungsängste und wir haben uns gleich angefreundet.image-2015-11-26(35)Nach dem Erlebnis brachte mein Fahrer mich dann wieder wohlbehalten zu meinr Tourianlage zurück. Da wurde mir dann erst so richtig klar, wie arm man doch als Tourist ist. Man mag zwar in der Anlage allen Komfort haben, aber eine solche ehrliche und hinreißende Lebensfreude, wie an diesem Nachmittag hatte ich lange nicht gesehen!image-2015-11-26(20)Die Menschen in der DomRep sind vielleicht arm an Mitteln, aber reich an Leben!image-2015-11-26(37)Natürlich hielten mich alle in der Anlage für völlig übergeschnappt, als ich beim Essen von meinem Tag berichtet. Wieder etwas eingeschüchtert buchte ich also danach eine geführte Tour. Es sollte mit einem Jeep zu einem Fluß gehen, von wo aus man zu Fuß zu Wasserfällen laufen konnte. Bei den Wasserfällen bestand die Möglichkeit zu baden. Im Anschluß war Mittagessen bei „Einheimischen“ geplant. Dann sollte es noch zu ner Tabakfarm gehen und man wollte uns einen Hahnenkampf zeigen. Wasserfälle klang schon mal wildromantisch, also war ich dabei. Am Fluß angekommen, statte man uns mit Helm und Schwimmweste aus. Fürs Baden? Na gut, wenn sie meinen. Wir liefen eine halbe Stunde querfeld ein durch den Wald und durch zahlreiche steinige Bäche.image-2015-11-26(26)Dann kamen wir an den Wasserfällen an. Nun stellte sich heraus, dass das mehr eine Canyoningtour war, als beschauliches Planschen unter Wasserfällen. Supi. Ich hatte mir fest vorgenommen sowas nur in Österreich zu machen, wo sie Hubschrauber und gescheite Krankenhäuser hatten. Aber doch nicht hier? Dritteweltland, mitten im unwegsamen Wald und keine Hubschrauberlandemöglichkeit. Aber was solls. Bezahlt war die Tour, also nicht rumzicken Mädchen! Augen zu und durch.image-2015-11-26(25)Hab ich schon erwähnt, dass es vorher 4 Tage durchweg wie aus Kübeln geregnet hat? Sollte ich an dieser Stelle mal erwähnen. Es war also richtig viel Wasser unterwegs in diesem „Bachlauf“. Wir kletterten die sich aneinander reihenden Wasserfälle rauf. Nicht so mit Leitern. Nein, nein. Ein Strick an einem dürren Baum war die einzigste Hilfe, meterhohe Felswände zu erklimmen. Es war rutschig und es war verdammt viel eisig kaltes Wasser unterwegs. Das Wasserstrom war so stark, das selbst unser Guide Probleme hatte dagegen anzukämpfen. Man wurde mitgerissen, mit aller Wucht gegen Felswände geschleudert oder sogar unter Wasser gesogen. Witzig fand das von unserer Gruppe dann keiner mehr. Besonders nicht, als es die ersten Verletzungen gab. Nach 7 Wasserfällen brach unser Guide ab und wir kehrten um. Was nicht besonders viel mehr Spaß machte, denn wir mußten den gleichen Weg zurück.image-2015-11-26(38)Da ich nicht gerade ein Actionheld bin und auf Sicherheit wert lege, könnt ihr euch vorstellen wie´s mir gefallen hat! Ich bin fast ertrunken! Ohne rettende Schwimmweste wäre ich das bestimmt! Ohne Blessuren blieb auch für mich die Tour nicht. Ich hatte Felswandkontakt! Und ratet wer stärker war! Mein ganzer Körper schien geprellt, war blau und grün und mein Ellenbogen blutete. Genau das was man im Urlaub will. Die ganze Gruppe war ziemlich angenervt als wir wieder am Jeep ankamen. Für mich und meinen Ellenbogen gabs Rum. Das Wundermittel der Dominikaner. Erst einen kräfigen Schuß über die Wunde und vor lauter Schmerzen einen kräftigen Schluck für mich! Ich hatte genug von dem Tag, das kann ich euch sagen! Den Rest der Tour schenkte ich mir. Essen kann ich in der Anlage, rauchen tue ich eh nicht und Hahnenkämpfe sind scheiße.image-2015-11-26(23)Zurück in der Hotelanlage angkommen ließ ich mich dann von einem Bekannten zum Bananenbootfahren überreden. Ich hatte das noch nie gemacht und es sah immer so gemütlich, lustig und einfach aus. Das war natürlich nur Einbildung! Ich sags Euch, macht nie einen Banananbootfahrt nach einen Canyoningtour! Ich hatte keinerlei Kraft mehr im Körper. Das eiskalte Wasser, die anstrengende Kletterei hatten mir jedliche Power genommen. Allein auf das gelbe Ding drauf zu kommen ist Horror! Im tiefen Wasser kann man ja nicht eben mal draufhüpfen! Also zerrten man mich mehr oder weniger auf die Banane. Und ich dachte, hey, wenn ich nachher auf offenem Meer hier runter falle komme ich nie mehr drauf!image-2015-11-26(6)Zurück schwimmen ist auch nicht drin, ich habe ja keine Kraft mehr! Also hieß es festhalten und unter gar keinen Umständen loslassen! Ich klammerte mich also an das Seil der Banane und würde dieses erst wieder loslassen, wenn wir zurück sind. Was mir auch nicht so ganz bewußt war, ist die Tatsache, dass Bananenbootfahren um so schwieriger ist, wenn man rur zu zweit damit fährt. Im Gegenteil, ich ging davon aus, es wäre leichter. Pustekuchen. image-2015-11-26(43)Der Typ vorne dran in seinem Speedboot raste mit uns durch die Bucht von Sosua. Wir sprangen über riesige Wellen, es warf uns nach rechs und nach links. Unsere Beine hingen schon über unseren Köpfen und ich klammerte immer noch an dem Seil! Nein, abwerfen würde der mich nicht! Ich bin ein lausiger Schwimmer, ich habe keine Kraft und auf die Banane komme ich nicht noch ein Mal. Ich schrie ihm zu: Slowy! Go back! Please go back! Doch er wollte mich nicht hören und gab noch mal für extra Gas!image-2015-11-26(4)Leute, an dem Tag sah ich mein Leben das zweite Mal an mir vorbeirauschen! Ich schwörs! Endlich in Strandnähe angekommen, ließ ich mich von der Banane rutschen und von den Wellen an den Strand spülen. Dort blieb ich dann erstmal liegen. Völlig entkräftet, aber überglücklich den Bananenbootman besiegt zu haben und nicht abgeworfen worden zu sein! Den Rest des Tages verbrachte ich wie alle anderen Pauschaltouristen: Essend und schlafend am Strand!image-2015-11-26(11)Nach ein paar beschaulicheren Tagen mit Sonne, Meer, Strand und Cocktails machte ich mich abermals auf das Land zu entdecken. Während des Urlaubs hatte ich schon einige Ausfüge in die Umgebung gemacht. Kannte die Geflogenheiten, wußte worauf ich zu achten hatte und war Profi im GuaGua fahren. GuaGuas sind die einheimsichen Busse. Kleine fahrende Rostlauben mit 4 Sitzreihen und Platz für ca. 12 Personen. Das nehmen die aber dort aber nicht so genau. Ich bin mal auf insgesamt 24 Mitfahrer gekommen. Wobei 4 Personen außen hingen.image-2015-11-26(9)Ich wollte nach Puerto Plata einer großen Stadt im Norden der DomRep. Von dort aus mit der Seilbahn auf den Hausberg „Isabell de Torres“. Natürlich hatte ich keinen Plan, wo die Talstation war. Ich kritzelte den Namen des Berges auf den Zettel. Der GuaGua-Fahrer kannte sich aus und bot sich an, mich für ein paar extra Dollar dort hin zu fahren. Aber gerne doch! Er verließ also seine normale Busroute und fuhr mit mich hin. Ich drückte ihm die Scheine entgegen und er war schneller verschwunden als mir es mir Recht war!
image-2015-11-26(29)An der Station der Seilbahn waren nur einheimische Männer. Und ihr wißt ja: Ich bin eine kleine, hellhäutige, blonde Frau mit zugegebenermaßen üppiger Oberweite. Für jeden Dominikaner also eine Augenweide! Ich fühlte ich also auf Anhieb wohl dort! (Urrrg nein! Ich hatte eine Scheißangst) Einer der etwas jüngeren Männer kam gleich auf mich zu und erklärte mir, dass die Seilbahn gerade repariert wird. Prima. Der GuaGua-Fahrer war natürlich schon weg und ich alleine weit auserhalb von PuertoPlata. image-2015-11-26(28)Man beäugte mich weiterhin sehr aufmerksam. Der junge Typ bot sich an, mir den Weg auf den Berg zu zeigen und schwärmte gleich für die tolle Sicht von da oben. Zumindest verstand ich das so, besonders viel Englisch konnte er nämlich nicht. Aber immerhin schien er mir Vertrauensvoll. Also willigte ich ein. Ohne zu Wissen, worauf ich mich da einließ. (DA rauf gings in Schläppchen!)image-2015-11-26(32)Der Weg war nämlich kein Weg! Mehr ein matschiger Trampfelpfad quer durch den Wald, über den Bach vorbei an 20cm langen, daumendicken schwarzen, ekligen Tausendfüßlern. Und das kerzengerade, steil den Berg hoch! Hab ich schon erwähnt, dass ich wieder mal völlig falsch gedressed war? Ich lief da im rosa Touri-Outfit, mit Birkenstock –Schläppchen und weißer Handtasche durch den „Dschungel“. Natürlich hatte ich auch die Fotoausrüstung dabei! Digitale Spiegelreflexkamera, Objektive und Zubehör im Wert von mind. 1000 EUR. Jetzt fragt Ihr euch sicher, warum ich das auf so´ne r Tour mitschleppe?image-2015-11-26(27)Ja, konnte ich das denn wissen? Ich dachte ich fahre gemütlich Seilbahn und mache auf dem Berg ein paar hübsche Fotos! Gut meine Freunde hätten behauptet, dass so ne Tour mal wieder zu mir paßt: Alleine mit einem unbekannten Mann durch den Wald und mal wieder hoffnungslos naiv! Gott weiß, Sie haben Recht. Zurück konnte ich jetzt trotzdem nicht mehr. Auf halber Bergstrecke mußte wir dann trotdem einsehen, dass man mit Sandalen keinen Berg rauf kommt.image-2015-11-26(30)Ha, ha. Runter nämlich auch nicht! Den gleich Weg konnte wir unmöglich zurück nehmen, ich hätte mir sämtliche Hacksen gebrochen. Also nen anderen Weg. Der führt dann aber wirlich über Stock und Stein! Ja sogar über einen Zaun mit Maschendraht mußte ich klettern! Mein „Guide“ lachte nur und sagte, das wäre die „dominikanische Art„! Aha. Aber nicht die Art wie ich zu wandern pflege. Wir rutschten also gemeinsam den Berg wieder runter. Inzwischen war ich bis zum Arsch mit Pampe befleckt, meine Sandalen waren als solche nicht mehr zu erkennen, aber ich war glücklich ohne Blessuren davon gekommen zu sein.image-2015-11-26(36)Mal abgesehen davon, dass ich mal wieder mit einem Wildfremden alleine im Wald war! Wir sind in den Slums von Puerto Plata rausgekommen. Er verabschiedete sich von mir und erklärte mir den Weg zurück in die Stadt. Sicherlich könnte ihr euch vorstellen, was das für ein herziges Bild war. image-2015-11-26(33)Kleine, hellhäutige, blonde Frau (ich wiederhole mich, weil es echt unüblich war) umringt von Einheimischen, für die ich wohl aussah wie E.T. Und von den materiellen Werten, ich mit mir rumschleppte, hätte sich dort einer ein schönes Leben machen können. Aber es gab trotzdem keinen Grund ängstlich zu sein. Die Leute waren nur neugierig!image-2015-11-26(34)Und ein Lächeln bricht so manches Eis, das könnt ihr mir glauben! Man lud mich ein, mir die Häuser anzusehen, zeigte mir die Kinder und ließ sich fotografieren. Darüber freuten die Menschen sich so sehr. Weil man sie als Menschen wahr nahm und sie es wert waren fotografiert zu werden. Es war ergreifend. Mehr noch! Eine bettelarme, alte Frau saß auf der Straße und aß aus einem Blechnapf ihren Reis mit Bohnen und bat mir, einen wohlgenährten Europäerin, von ihrem Essen an! Ich war tiefbewegt.image-2015-11-26(14)Ich kann nur jedem hier empfehlen, egal wie arm ein Land ist, seht euch auch diesen Teil an. Verschließt nicht die Augen, geht auf die Menschen zu! Ihr werdet so viel mehr mitmehem als es ein Durchschnittstouri dies tut.

#infoIch möchte noch mal ausdrücklich darauf hinweisen, dass der Bericht aus dem Jahr 2005 ist. Zu einer Zeit, als die „DomRep“ noch ein Billigreiseland war und mit All Inclusive Angeboten lockte. Zu einer Zeit als ich noch nichts gesehen hatte von der Welt, ein ausgesprochenes Couch Potato und reichlich unerfahren war! Das betraf übrigens auch die Handhabe meiner ersten Spiegelreflexkamera, wie man recht anschaulich sieht. Verzeiht!

Wie die neue Dominikanische Republik sich darstellt, lest ihr im LINK.

Einen Lieben Dank an dieser Stelle auch an meine ehemalige Kollegin Steffi von Printus, der ich diesen Beitrag überhaupt zu verdanken habe. Sie war es die mir damals riet, meine Erlebnisse aufzuschreiben und festzuhalten. Heute bin ich sehr froh diese Erinnerung noch zu haben, denn die Erinnerung verblasst so langsam.

Jetzt meine Frage an euch!

Wohin ging eure erste Reise? Hat es vielleicht auch euer ganzes Leben beeinflußt? Ich freue mich immer über Feedback und Rückmeldung im Kommentarfeld!

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DomRep-naive-Reise-Couchpotato

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5 Sonnenziele – Vom Blogger empfohlen!

Sonnenziele – Wer sehnt sich nicht nach ihnen, wenn in Deutschland das schöne Wetter auf sich warten läßt? Wer hat nicht Lust auf Traumstrände statt Freibad und Meerbrise statt Durchzug in der Wohnung?Palme, Strand, MeerAn den Strand zum Beispiel – dahin wo wir uns besonders gerne sehen. Hier sind meine 5 Sonnenziele für dich. Von Klassiker bis Außergewöhnlich. Von Luxus bis Backpack. Und alle garantiert erprobt und für gut befunden!

Sonnenziel Südafrika!

Kapstadt, Tafelberg, SüdafrikaEin Klassiker unter den Sonnenzielen ist ganz klar Südafrika, denn hierhin kann man das ganze Jahr reisen! Egal ob Westküste mit dem wunderschönen Fischerdorf Paternoster oder entlang der Garden Route bis Jeffreys Bay oder zu Safari im Krüger. Südafrika hat einfach immer die beste Jahreszeit für große und kleine Fluchten zu Sonne, Strand und Meer. Guck mal hier: LINK

Sonnenziel Dominikanische Republik!

DomRepJa, du hast richtig gelesen, ich empfehle dir die DomRep! Und weißt du auch warum? Das Land hat sein Image vom Billigtourismus abgelegt und den Wandel vollzogen. Es entstehen nur noch 5 Sterne Luxus-Resorts und die solltest du dir neben den immer noch traumhaften Stränden sicher nicht entgehen lassen. Frag im Reisebüro explizit nach den neuen Häusern – du wirst überrascht sein! Wer noch skeptisch ist, der lese mal im LINK.

Sonnenziel Honduras!

Indura Beach Resort HondurasVöllig unterschätzt auf der Karte der Reisenden ist Honduras fast noch Geheim-Tipp. Das Land in Zentralamerika hat nicht nur mit Maya-Tempeln aufzuwarten. Es hat auch eine geradezu himmlische Karibikküste, jede Menge Inseln für Robinson-Crusoe-Feeling und mit dem zweitgrößten Riff der Welt auch ein absolutes Tauch-Eldorado! Backpacker lieben die Insel Utilá. Einfacher erreichbar und nicht weniger spannend, ist die große Schwesterinsel Roatan. Mein Tipp ist das „INDURA“ 5 Sterne Resort – eine großartige Anlage, mit Spa, Golfplatz, Privatstrand und jeder Menge Luxus! Alle Honduras-Tipps hier im LINK!

Sonnenziel Brasilien!

Beach , Traumurlaub, Fortaleza, BrasilienKeine Frage, Brasiliens Strände können echt was! Kilometerlange, feinsandige Strände, türkisblaues Meer und Frauen in ultraknappen Bikinis. Wer also genau das genießen will, der sollte die Suchmaschinen rauschen lassen. Flüge nach Rio de Janeiro sind in zB. der Wintersaison unglaublich günstig zu bekommen und auch sonst oft im Angebot. Schaut direkt nach den Angeboten der Airlines – von Condor, über IBERIA bis LAN. Ich habe schon Angebote für 250 EUR gesehen. Hotels in Rio sind nicht gerade ein Schnäppchen. Schaut bei Airbnb nach günstigen Angeboten oder weicht auf Reciefe, Belize oder Fortaleza aus. Wenn es doch Rio wird, dann bucht euch nicht an der Copacabana ein sondern an die viel schönere & hippere Ipanema-Bucht.

Sonnenziel El Salvador!

El SalvadorEl Salvador ist sicherlich auch kein Land was jeder auf der Agenda hat, aber genau das macht es so interessant! Von Vulkanen, exzellenten Wellen für Sürfer bis hin zu Maya-Stätten ist es ein riesengroßer Abenteuerspielplatz. Und genau weil es so wenige kennen, mußt du dir den Strand auch nicht mit hunderten von Leuten teilen. Backpackerfeeling, günstige Unterkünfte direkt am Meer und die besten Wellen versprechen einen grandiosen Urlaub. Nach Latainamerika gibt es immer wieder Schnäppchenpreise. Auch hier solltest du mal ganz genau bei IBERIA oder in den Flugsuchmaschinen schauen. Warum ich El Salvador besonders schätze erfährst du durch klicken auf LINK.Sonnenziele Winterparadiese Zitat Quotes, InspirationIn diesem Sinne: #get up & sun burned!

 

5-Sonnenziele-im-Winter

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Gruppenreise, Solo-Trip oder besser mit dem Partner urlauben?

Ich hatte sie alle! Also die Gruppenreise, den Solo-Trip und den Urlaub mit Partner und soll ich dir etwas sagen? Das ist auch gut so, denn ich finde man sollte sich nicht auf das Ein oder Andere festlegen, denn alle haben ihre jeweiligen Vorzüge.image-2015-11-24(1)Alleine reisen, zu zweit oder als Gruppe?“ – diese Frage stellt auch Robin von Travel Forever und Melanie von „Good morning world“ in ihren Blogparaden. Doch was ist denn nun der ultimative Weg zum Reiseglück? Hier liest du, wie ich darüber denke:image-2015-12-05(6)

Urlaub in der Gruppe:

Im Urlaub hat jeder so seine Bedürfnisse, Befindlichkeiten und Wünsche. Da kann Reisen in der Gruppe leicht zur Anstrengung werden. Aber wenn man mal erfahren hat, welch eine Dynamik eine Gruppenreise mit sich bringt, welche Bereicherung verschiedene Menschen sein können und wie wunderbar der Austausch funktionieren kann, dann ist man kein grundsätzlicher Gegner mehr dieser Reiseform.

Jeder der mal eine Nomad-Safari durch Afrika oder einen Boat´n Bike-Trip in Kroatien mitgemacht hat, wird mir hier beipflichten. Man hilft sich beim Zeltaufbau oder bei Pannen. Man kocht gemeinsam und geht zusammen auf Entdeckungsreise. Das kann eine großartige Erfahrung sein, wenn alle an einem Strang ziehen und miteinander klar kommen.

Gruppenreisen nutze ich für Touren bei denen ich gerne einen erfahrenen und ortskundigen Guide dabei habe. Hier teilt man sich als Gemeinschaft die Kosten für diese Begleitung und hat gleichzeitig den Vorteil, einen erfahrenen Führer dabei zu haben. So lernt man einfach mehr über das Reiseziel und verpasst garantiert kein Hightlight des Reiselandes.

Vorteil:

  • Gegenseitige Bereicherung und Unterstützung
  • günstiger Tourguide
  • Sicherheit
  • Neue Freunde

Nachteil:

  • Unflexibel
  • Ständige Rücksichtnahme

Camping Danie Leni Road TripUrlaub mit dem Reise-Partner

Nicht anders ist es bei einem Reise-Partner. Er kann ein Segen sein, aber auch ein Fluch, wenn man zum Beispiel den falschen Freund mitgenommen hat und sich herausstellt, dass jeder so seine ganz eigenen Vorstellungen von Urlaub und Erholung hat. Wenn´s dann plötzlich kracht auf Reisen und man sich am Ende gar nichts mehr zu sagen hat. Ja, auch das ist mir schon passiert.

Aber grundsätzlich reise ich gerne zu zweit, weil man dann die schönen Momente gemeinsam erlebt, nicht allein am Tisch sitzt und keine Selfies machen muss. Weil man sich sicherer fühlt und weil Jemand im Notfall für einen da ist. Wenn man krank ist, einen Unfall hatte oder plötzlich die Kreditkarte gesperrt ist und der beste Freund aushilft. Abere natürlich auch, weil man die Kosten für Unterkünfte, Mietwagen und Sprit halbiert.

Ein Reisepartner ist definitiv eine Bereicherung meiner Reisen. Mit Partner bin ich gerne auf Road Trips unterwegs. Sie sind meine liebste Art zu Reisen und hier muss es dann auch zu 100% mit der Begleitung passen. Wenn die Chemie stimmt, dann sind diese Trips einfach nur Highlights, weil man die Bedürfnisse des anderen kennt, gemeinsam lacht, entdeckt und füreinander da ist.

Vorteil:

  • Gegenseitige Bereicherung und Unterstützung
  • Gemeinsames Erleben
  • Sicherheit
  • Verläßlichkeit
  • Rücksicht
  • Ersparnis

Nachteil:

  • Keine 100%ige Flexibilität
  • Rücksichtnahme

Diaz Cape Point Kap LeniUrlaub als Solo-Reisender

Selbst als Frau und Parterin bin ich gerne mal auch solo unterwegs. Diese Reisen sind dann ganz speziell, weil es da rein um mich geht und in der Regel genieße ich sie auch ganz besonders. Einfach weil man mal keine Rücksicht auf Befindlichkeiten nehmen muss, sondern nur das macht, was einen selbst glücklich macht.

Etwas, was wir im Alltag eigentlich viel zu selten machen. Wir hören nicht mehr darauf, was uns heute, hier uns jetzt glücklich machen würde. Auf so einem Trip habe ich Zeit dazu. Will ich wirklich nur faul in der Sonne liegen oder wäre eine Raftingtour nicht ein größeres Highlight? Ich bestimme und nur ich. Ich sage wohin es geht, wie lange ich bleibe und wie ich mir den Tag gestalte.

Außerdem ist man als Solo-Reisender offen für andere Menschen. Man wird eher angesprochen als zuweit und findet so schneller neue Leute.

Backpackingtrips mache ich gerne alleine. Sie sind ideal für selbstbestimmtes Reisen. Einfach losziehen und da bleiben, wo es einem gerade gefällt ohne auf irgendwen Rücksicht nehmen zu müssen. Das soll nicht egoistisch klingen, aber wer schon mal weiter musste, weil der Reisebegleitung irgendwas nicht passte, der wird wissen was ich hier meine. Es tut einfach gut mal auf seinen Bauch zu hören und das zu tun was sich die Seele wünscht.

Vorteil:

  • Absolute Flexibilität
  • Selbstbestimmung
  • Offener für neue Menschen

Nachteil:

  • Keine Sicherheit
  • Selfies
  • Volle Kosten für Hotel, Mietwagen, Guide usw.

image-2015-11-24(2)

Fazit:

Jeder Mensch hat andere Ansprüche an seinen Urlaub, an seine Begleitung und das wozu ihm der Trip dienen soll und so gibt es kein generelles richtig oder falsch bei der Wahl der Reiseform. Ich denke aber sehr wohl, dass man sich etwas entgehen lässt, wenn man sich auf das Ein oder Andere grundsätzlich festlegt und es nicht wenigstens 1x probiert hat.Leni Wein Koffer grossUnd so ist mein persönlicher Tipp für dich:

Nutze die Vorzüge, welche die verschiedenen Reisetypen zu bieten haben. Geh auf Bildungsreise in der Gruppe, roadtrippe mit dem besten Kumpel die Küste entlang und backpacke auch mal alleine durch die Welt. Am Ende wirst du mir vielleicht Recht geben oder eben deinen ganz eigenen Stil gefunden haben.

Gruppenreise-Partner-Solo

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Wie sieht eine Traumreise aus?

Die Traumziele dieser Welt liegen für jeden woanders. Der eine träumt von einer Alpenüberqueerung und für den nächsten ist die Copacabana in Rio ein Wunschziel. Seit es einfach geworden ist, die Welt zu bereisen und die entferntesten Winkel zu entdecken, glaube ich haben sich auch die Reiseziele verändert. Träumte man früher nur vom Meer in Italien, so sieht man sich heute auf den Malediven tauchen, den Everest besteigen oder im Eismeer auf Kreuzfahrt. Und das ist auch gut so, denn wer aufhört zu träumen, hört auf zu leben.

image-2015-11-24(7)Wie sieht deine Traumreise aus?

Dieser Frage gehen auch Janina und Katharina von SOS-Fernweh  und die-bunte-Christine in ihrer Blogparade und ich muss zugeben, dass ich mich nicht leicht tue diese zu beantworten. Auch wurde das Thema in der Twitter #RN8 behandelt und wieder habe ich festgestellt, dass es für mich nicht mehr diese eine Traumreise gibt. Wie auch, wenn man noch die ganze Welt sehen will? Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich meine Traumreise schon hatte und diese zu toppen ist wahrscheinlich nicht so einfach möglich. Aber wenn wir schon im Reich der Träume sind, warum nicht zurück träumen?Camps BayUnd genau das ist dann auch meine Antwort! Meine Traumreise wäre also eine Zeitreise zurück und zu meinen wohl glücklichsten Moment. Zu einem Zeitpunkt als ein gewonnener Urlaub mein Leben veränderte! image-2015-11-24(1)Ja, du hörst richtig. Ich habe eine Traumreise bei T-Online & South African Tourism gewonnen und bin am 23.9.2010 in Kapstadt gelandet. Mit einem Team aus weiteren Gewinnern, der Reiseleitung, einer Filmcrew und meiner Reisebegleitung.image-2015-11-24(17)Wir haben im besten Haus mit Meerblick in Sea Point gewohnt, in ausgezeichneten Restaurants gespeist, bekamen jeden Tag ein spannendes Entdeckungsprogramm und der Gewinn beinhaltete auch den Aufenthalt auf einer Luxus-Safari-Lodge!image-2015-11-24(9)Nach Afrika zu reisen war schon lange ein riesen Traum von mir. 1 Jahr zuvor musste ich diesen jedoch jäh begraben, als meine alte Firma uns auf Teilzeit setzte und plötzlich das Geld für den Urlaub nicht mehr reichte.image-2015-11-24(18)Als die Nachricht über den Gewinn kam, stand ich in Tränen, konnte nicht reden, meine Gefühle fuhren Achterbahn und jedes meiner Molekühle überschlug sich. Als es dann endlich soweit war und wir afrikanischen Boden unter den Füßen hatten, strahlte ich wie ein Honigkuchenpferd und das blieb auch so bis zur Abreise. Zu schön war alles was wir in Kapstadt und Umgebung erleben durften.image-2015-11-24

Wir waren auf den weißen Dünen von Atlantis zum Sandboarden.image-2015-11-24(21)Wir hatten die Gelegenheit uns beim Quadbiken auszutoben.image-2015-11-24(4)Wir sind mit Scootern auf Big-City-Safari entlang von Traumstraßen unterwegs gewesen…image-2015-11-24(3)…und haben uns die Pausen auf Foodmärkten versüßt.image-2015-11-24(14)Wir wurden von begnadeten alten Herren in ihren Oldtimern durchs Kapland chauffiert.image-2015-11-24(5)Wir waren Gäste auf den besten Weingütern und durften jeder Verlockung erliegen die sich bot.Leni AbseilenWir waren Abseilen auf dem Tafelberg – dem höchsten kommerziellen Abseil der Welt!image-2015-11-24(13)Haben Cocktails in den hippsten Bars der Stadt geschlürft!image-2015-11-24(6)Und hatten sogar ein eigenes Foto & Fernsehteam dabei!image-2015-11-24(8)Doch die Krönung waren 3 Tage Safari in der Luxus-Safari-Lodge „Sanbona. In der Lodge kostet eine Nacht 750 EUR pro Person. Wir waren in einem der Luxuszelte untergebracht mit eigenem Whirlpool, haben königlich gespeist und genau das Wildlife erlebt, was ich mir so sehr gewünscht hatte.

Rundum also ein perfekter Traumurlaub.

image-2015-11-24(19)Das führte dann schließlich auch dazu, das ich am Ende der Reise nicht mehr weg wollte und nur noch ein Häufchen Elend war. In Sanbona war nämlich etwas passiert was mein Leben ändern sollte!Bildschirmfoto 2015-11-24 um 16.04.29Am letzten Tag war ich mit dem Ranger allein unterwegs. Ich hatte ihn gebeten mich an einen einsamen Platz auf einem Berg mit Weitsicht zu bringen, damit ich die Welt von oben sehen konnte und die Weite des Landes spüre. Als ich da so saß verspürte ich das tiefe Empfinden, dass ich hier angekommen bin. Hier in Afrika fühlte ich mich zuhause, frei und am Ziel meiner Träume. Dieses Gefühl war so intensiv, dass mir klar wurde, dass mich dieser Kontinent nie wieder loslassen würde.Leni SafariGenau 1 Jahr später am 23.9.2011 bekam ich die Zusage für einen Job in Kapstadt. Ich löste meine Wohnung auf, verkaufte meine Sachen, verabschiedete mich von meinen Freunde und verließ Deutschland, um in Südafrika zu leben. Und so hat mich mein Glück nicht nur zu einer meine Traumreise gebracht, sondern sie hat mein Leben komplett auf den Kopf gestellt.image-2015-11-24(16)Inzwischen habe ich auf 3 Kontinenten gelebt und entdecke jetzt intensiv die Welt. Reisen, Schreiben und Fotografieren sind zu meinem Lebensinhalt geworden. Südafrika habe ich in der Zwischenzeit wegen fehlender joblicher Perspektiven wieder verlassen. Doch egal wo ich gerade auf diesem Planeten bin, mein Herz gehört immer noch Afrika. Regelmäßig fliege ich wieder hin und eines Tages, das ist sicher, werde ich für immer bleiben.Diaz LeniIch bin noch heute voller tiefer Dankbarkeit für diesen Reisegewinn bei South African Tourism. Er hat mein Leben für immer verändert und mich letztlich auch auf meine ganz eigene Reise gebracht. Ich glaube an Wünsche und Träume und daran, dass diese auch in Erfüllung gehen können. Deshalb ermute ich gerne Menschen, in meinem Umfeld, auch an sich und ihr Glück zu glauben.Bildschirmfoto 2015-11-24 um 16.09.48„Wenn wir aufhören zu träumen, dann hören wir auf zu leben“ und an dieser Weisheit ist wirklich was dran.

Verrätst du mir wovon du träumst? Was deine Ziele sind? Schreib mir, auch wenn es nur eine Reise zu dir ist. Ich freu mich und vielleicht hilft dir meine Geschichte auch an deine Träume zu glauben?

INFO:

Das Bildmaterial wurde mir von South African Tourism sowie M&M Solutions und deren Fotograf zur Verfügung gestellt. Außerdem gehören auch private Schnappschüsse noch zu dieser Sammlung.

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Brasilien Ι Fortaleza – Zwischen Fußball, Frauen, Traumstränden und Problemvierteln

Viel hatte ich mir versprochen von Fortaleza, der Stadt von der so viele Brasilianer schwärmen. Mit 75.000 Besuchern pro Jahr ist sie eine der am meisten besuchten Städte des Landes. Sie lockt mit feinsandigen Traumstränden, ihrer Liebe zu Fußball, kokusnusspalmengesäumten Strandbars & natürlich mit Frauen in ultraknappen Bikinis. Doch die Stadt hat auch eine andere Seite.image-2015-11-19(51)Wir landen am späten Abend & fahren die 14 km vom City-Flughafen mit dem Mietwagen in Richtung Hotel. Der erste Eindruck ist so ganz anders, als die Bilder der Stadt, die sich als moderne Metropole im Internet, für mich dargestellt hatte. image-2015-11-19(24)Das Bild hier ist geprägt von herruntergekommenen Häusern die mit hässlichen Grafitti-Schmierereien besprüht sind. In dunklen Gassen, finden sich zwielichtige Gestalten und auf den Straßen liegt jede Menge Müll. So wie ich es eigentlich auch aus Canaá dos Carajas schon kenne, der brasilianischen Stadt in der wir seit April 2015 leben. image-2015-11-19(27)Kein vertrauenerweckender Eindruck und schon gar nicht schön. Wir verriegeln das Auto, überfahren rote Ampeln und hoffen nicht stoppen zu müssen. Und nur auf den letzten 2 Kilometern unserer Strecke wandelt sich das Bild. Denn dort am Meer ist die Skyline-Metropole zu finden, sieht es aufgeräumter aus und auch die Menschen auf der Straße machen einen vertrauenserweckenderen Eindruck.image-2015-11-19(20)Unser Hotel ist in der ersten Reihe direkt an der Strandpromenade und seinem umtriebigen Markt. Es ist 23 Uhr und die Straßenstände sind sehr gut besucht. Es herrscht reger Handel, es wird gejoggt, musiziert, getanzt, getrunken & gefeilscht. An Ruhezeiten denkt hier Niemand. Man will Spaß und Unterhaltung und so kehrt erst in den frühen Morgenstunden Ruhe ein.image-2015-11-23(1)-1Als ich am neuen Morgen wieder aus dem Fenster schaue, erkenne ich den Bazar von letzter Nacht nicht wieder. Die Szenerie erinnert jetzt eher an einen Containerhafen als an einen Markt mit hunderten Besuchern und vollgepackten Ständen. FortalezaWir starten zu unserer Entdeckungstour durch die Stadt und ich hoffe mit dem neuen Tag endlich das Brasilien zu finden, was in meinem Kopf ist. Was ich aus Hochglanzmagazinen kenne -das schöne, das bunte, das lebensfrohe Land.  image-2015-11-19(34)Wir starten am Meer und hier sieht erstmal alles ganz gut aus. Kein Plastemüll am Strand, eine saubere Promenade und auch keine verunstalteten Grafittiwände. image-2015-11-19(32)Doch das Bild der Stadt änderst sich schnell. Während man am Meer die neu gebauten Wolkenkratzer findet, sind es in Richtung Innenstadt die historischen Gebäude. Die entweder herausgeputzt sind oder völlig dem Verfall überlassen werden. image-2015-11-19(33)Und je weiter man sich davon entfernt, umso krasser werden die Gegensätze zwischen den Luxusapartments mit Meerblick und den einfachen blechdachgedeckten Häusern.image-2015-11-19(25)Eigentlich hatten wir nicht vor, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Doch ein englischsprachiger Tourguide war für Samstags nicht aufzutreiben. Zig Touranbieter haben uns abgewunken und so starteten wir unsere eigene Entdeckungstour. Begrüßt von türkisblaumen Meer, sind wir in die Innentstadt rund um die „Rua Monsignore Tito Guedes“ mit ihrer gotisch-römischen Kathedrale gestartet. image-2015-11-19(45)Die Catedral Metropolitana de Fortaleza ist die drittgrößte Kirche Brasiliens und sie soll nachts eine wahre Schönheit sein, wenn sie bunt angestrahlt wird. image-2015-11-19(28)Und in der Tat ist sie mit Platz für 5.000 Gläubige ein recht imposantes Bauwerk. Im Gegensatz zu opulenten Gotteshäusern wie man sie etwa in Rom findet ist sie allerdings sehr schlicht gehalten. Sehr frustriert hat mich allerdings der Anblick ihrer Frontseite. Bewacht, von bis an die Zähne bewaffneten Polizisten, verunstaltet mit Grafitti und von Plastikmüll umweht, bot sich eine reichlich erbärmliche Ansicht, die wohl auf keinen Besucher einladend wirkt. Catedral Metropolitana de Fortaleza, Ceará, BrasilienIm Umkreis der Kathedrale herrscht reger Handel. Gerade an Samstagen ist das eine bunte Mischung aus Menschen, Musik und Essensständen. image-2015-11-19(40)Ich werfe mich gerne in das Getümmel der Menschen und beobachte sie bei der Arbeit. So auch an diesem Tag.image-2015-11-19(37)Wer sich hier allerdings eine schicke Shoppingstraße erhofft hat, ist hier falsch am Platz. Dazu sollte man den Weg in einer der Malls (Mercado Central) finden oder sich besser im Stadtteil Meireles umsehen. image-2015-11-19(43)Hier herrscht das ganz normale brasiliansiche Leben der Straße mit seinen geschäftigen Händlern und mit Einkaufstüten behangenen Frauen. Wir schlendern Ziellos durch die Gegend und schauen dem Treiben zu.image-2015-11-19(41)Und es fällt auf, dass überall rund um die Kathedrale wunderschöne restaurierte Häuse findet aber auch Gebäude die dringend saniert werden müssen, damit die Stadt ihren usprünglichen Charme nicht ganz verliert. image-2015-11-19(29)Es ist schon regelrecht bedrückend, wenn man sieht welche ehrwürdigen Gemäuer hier ihrem Verfall preisgegeben sind und ich kann mir sehr lebendig vorstellen wie schön die Stadt einst war. Man ist fast geneigt hier Hand anzulegen um zum Erhalt beizutragen.image-2015-11-19(30)Zumal sie durch Grafitti besprüht nur noch trauriges Bild einer großen Geschichte abliefern. Ich bin wirklich ein Fan von Street Art, aber bloße Kritzeleien sind für mich Vandalismus. image-2015-11-19(31)Aber man findet auch die wahren Künstler er Szene in der Stadt. An den richtigen Stellen eingesetzt sind die Wandbilder dann wirklich eine Verschönerung der Kulisse. In Fortaleza sind sie sehr oft auch mit sozialkritischem Hintergrund zu finden und man sollte es sich nicht nehmen lassen mal genauer hinzusehen.image-2015-11-19(46)Nach einer guten Stunde haben wir genug gesehen von der Innenstadt. Uns zieht es zurück ans Meer zur schönen Seite Brasiliens. Denn Strände können die Brailianer;) image-2015-11-19(21)Wieder führt der Weg vorbei an unzähligen Wolkenkratzern die hier wie Pilze aus dem Boden gewachsen sind und das moderne Fortaleza verkörpern. image-2015-11-19(47)Trotzdem findet man immer auch noch traditionelle Stätten, Gotteshäuser oder Statuen zwischen den Hochhäusern oder direkt am Meer. image-2015-11-19(26)Die bekanntesten Stadtstrände sind Praia Meireles, Praia Mucuripe, Praia de Iracema – doch eher wenige Badegäste sind hier zu finden. Das Wasser ist hochgradig belastet und so weicht man zum Baden auf die Strände weiter außerhalb aus. image-2015-11-21(6)Dieser alte Turm hat uns sehr beeindruckt. Rundum ist er mit einem Gesicht geschmückt und statt einer alten Ruine erblickt man nun eben ein Kunstwerk. Sehr gelungen, wie wir fanden.image-2015-11-19(19)Es ist schön auch mal Zeit zu haben, um ein paar anderen Seiten Brasiliens entdecken zu können. Und so schauen wir den Fischern auf ihren bunten Booten zu und beobachten, das Leben am Strand.Fuball Typisch für dieses Land ist natürlich Fußball. Das Spielfeld wandert dann auch schon mal ins Wasser. Dann kann man sich gleich abkühlen, wenn es heiß hergeht. Ich bin gerne unter Locals und Brasilianern beim Fußball zu zuschauen ist immer eine riesen Freude.image-2015-11-23(1)Was wir auch häufig beobachten konnten und was nicht minder beliebt ist, sind Quadbike-Touren über den Strand oder durch die Dünen. Für mich stören sie hier allerdings die Erholungssuchenden.Fortaleza, Beach, kiteAber auch andere Sportler wie Kiter kommen an der Küste von Fortaleza voll auf ihre Kosten. Zumal der Wind hier gut steht, das Wasser Badewannenwarm ist und sich die Kiter nicht gerade drängen wie in anderen Kitehochburgen. Wir haben uns ein schattiges Plätzchen gesucht und schauen dem Treiben am Meer zu. Wie die Kiter mit dem Wind über den Ozean jagen, wie sie über Wellen springen und den tosenden Wassermassen trotzden.image-2015-11-23(1)Wer für Kiten noch nicht groß genug ist, der übt eben so lange mit einem kleinen Drachen, wie dieser Junge mit seinem selbstgebauten Spielzeug, der uns auch ins Auge gefallen ist.BeachDie Strände etwas außerhalb Fortalezas sind unter der Woche geradezu menschenleer. Wir laufen am Meer entlang, schauen den Fischern zu, spielen mit den Wellen und lassen die Seele baumeln. Und hier ist Brasilien für mich dann endlich auch mal paradiesisch.MüllAllerdings sieht es direkt hinterm Traumbeach wieder aus wie auf einer Müllkippe. Dreck und Armut kann man hier nicht ausblenden. Sie gehören untrennbar mit Brasilien zusammen.image-2015-11-19(22)Und wer diese Bilder nicht erträgt, der ist in diesem Land schlicht und einfach fehlt am Platz.image-2015-11-19(23)Ich empfehle sich den Film Trash anzusehen, denn er zeichnet das Bild Brasiliens sehr gut auf, was auch ich kennenlernen durfte und was weit weg ist von Copa Cabana Schönheiten, erolgreichen Fußballern & Skyline Metropolen. Er zeigt die harte Realität der Menschen hier. image-2015-11-23(2)So auch das der indigen Bevölkerungsschicht. Einst waren diese Ureinwohner Brasiliens ein stolzes Volk was im Einklang mit der Natur lebte. Auf Grund der Profitsucht von Rohstoffkonzernen und deren Brandrohdung, verlieren sie immer mehr ihres natürlichen Lebensraumes. nativeAnstatt in ihrer Heimat im Regenwald zu leben, verkaufen sie nun Touristennap am Strand. Ich fand man sah die Wut darüber sehr deutlich in ihren Augen und ihrer Körpersprache. Ich habe mich nicht sehr wohl gefühlt dabei,  ihnen hier weitab ihrer eigentlichen Heimat, zu begegnen. Und auch am Foto mit blauem Hintergrund statt grünem, erkennt man, dass hier etwas nicht stimmt.image-2015-11-19(17)Aber man findet in Fortaleza auch eine junge vermögende Schicht, die es sich nicht nehmen läßt mit Champangner in den Beach-Bars zu feiern. In den angesagten Locations kostet eine Flasche Champagner dann auch schon mal 200 EUR. image-2015-11-23(5)Und hier haben wir sie dann auch gefunden, die schönen Frauen Brasiliens in ihren knappen Bikinis.
image-2015-11-19(36)Mein Fazit: Fortaleza ist eine ganz typische brasilianische Stadt. Mit all ihren Problemen, Konflikten aber auch mit traumhaften Stränden, türkisblauem Meer und schönen Frauen. Allerdings würde ich nie nur wegen der Strände hierher reisen. Ich muß mich im Urlaub auch abseits des Strandes wohl fühlen und hier scheidet die Stadt ganz klar für mich aus.image-2015-11-19(18)Mein Tipp:

Wen es trotzdem nach Fortaleza zieht, gerade wegen der Strände, dem würde ich empfehlen sein Quartier in der Nähe der Strände Futoro 1 & Futoro 2 zu suchen und nicht in der Innenstadt.

image-2015-11-19(35)Außerdem lohnt sich die Anmietung eines Fahrzeuges direkt am Flughafen. Damit ist man flexibel und kann die Stadt verlassen um die wirklich schönen Plätze am Meer zu entdecken. image-2015-11-19(44)Wer Ruhe sucht sollte sich auf keinen Fall in der Innenstadt am Meer niederlassen, da ist es bis in die frühen Morgenstunden eigentlich immer belebt und laut. Auch sollte man Geruchstechnisch auf Einiges eingestellt sein. Ich habe noch nie eine Stadt erlebt, wo es derartig schlimm nach Pisse stinkt. Besonders rund um den beliebten Markt und seine Flaniermeile.image-2015-11-23(6)

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Wie entscheidet man wohin die nächste Reise geht?

Wie so viele träume auch ich davon die ganze Welt zu erkunden, aufregende Länder zu bereisen, großen Kulturen zu begegnen und die Wildnis zu spüren. Ich möchte die schönsten Plätze des Planeten bereisen, aber auch wie die großen Abenteurer ganz unentdeckte Flecken dieser Erde erforschen. Doch wie macht man das am Besten? Was inspiriert zum Reisen? Wie stöbert man die faszinierendsten Gegenden auf? Mit welchen Tricks lüftet man die am besten gehüteten Geheimnisse und kommt an die Orte die sonst nur Insider kennen? Und was ist letztlich ausschlaggebend wohin das nächste Abenteuer führen soll?image-2015-11-18Die Frage „Wie entscheide ich wohin die nächste Reise geht? “ stellt auch Neni von Travel and Lipstick in ihrer Blogparade. Und auch die Diskussion auf der Twitter #RN8 hat mich zu dem Thema gebracht wo ich Inspiration für meine Reisen finde und was letztlich ausschlaggebend ist. Vielleicht sind meine Strategien, die ich dir hier gerne mitteile ja auch genau das Richtige für dich?

Tafelberg Lieblingsbild Table Mountain KapstadtAusgangsort & Angebotspreis

Wohin ich als nächstes reise hängt für mich ganz stark davon ab, wo ich gerade lebe. Wenn ich, wie im Moment in Brasilien bin dann bereise ich Lateinamerika. Als ich in Südafrika gelebt habe, habe ich versucht dieses Land bis in den letzten Winkel zu erkunden. Und in Deutschland mache ich es von Schnäppchen-Preisen abhängig. Denn nirgends ist es günstiger hinaus in die Welt zu starten als von Europa aus. Gibt es gute Angebote die sich mit meinem Budget decken, dann bin ich flexibel und dann entscheidet auch schon mal der Angebotspreis wohin es geht.

Parade Titelbild SAMagazine

Ich habe eine große Reise-to-do-Liste auf der sich Länder befinden die ich unbedingt noch erkunden möchte. Inspiration für diese Liste finde ich immer noch gerne in Reise-Zeitschriften wie dem Lonely Planet Traveller, in Airline Magazinen oder in Journalen des Urlaubslandes selbst. Es ist wunderbar in den Heften zu blättern, sich Anregung zu holen und sich wegzuträumen. Ich mag die Geschichten die erzählt werden, die atemberaubenden Aufnahmen und die vielen nützlichen Tipps darin.

Honduras Copan RuinasInstagram

Ich stöbere quasi täglich auf Instagram nach fesselnden Plätzen, Naturschönheiten und einzigartigen Zielen. Die besten Bilder like ich und teile sie auf Twitter, damit auch Andere der Verlockung erliegen und dahin reisen wollen. Außerdem mache ich mir einen Screenshot und adde diese Orte zu meiner Reise-Liste. Wenn ich schon weiß, dass es in eine spezielle Region geht, dann suche ich explizit mit Hashtag danach. Das bringt mich dann oft zu Plätzen die nur Locals kennen. 

image-2015-09-12(3)Abenteuergeist

Es missfällt mir dahin zu gehen, wo alle hinreisen. Ich suche mir gerne besonders exotische Orte aus, die sonst kaum Jemand auf seiner Wunschliste hat. Wenn alle Welt nach Asien reist, dann fliege ich nach Honduras oder Lesotho. Ich mag es Orte zu entdecken die noch nicht jeder auf seiner Timeline gepostet hat.

West Coast NP Langebaan LaguneLocals & Insider

„Frag Locals & andere Blogger“ – ist ein weiteres Prinzip von mir geworden. Gerade in Sicherheitsfragen informiere ich mich auf diesem Weg gerne über ein Land und entscheide dann, ob ich dahin reise oder es für den Moment sein lasse. So sind Kollegen, Freunde oder Reisebekanntschaften eine hervorragende Quelle für mich geworden. Gerne schreibe ich auch andere Reiseblogger an und frage nach ihren Erfahrungen. Das hilft mir sicher zu reisen und den Lieblingsplätzen der Insider auf die Spur zu kommen.

SALTInteressen & Vorlieben

Reiseentscheidend sind auch Interesse & Vorlieben. Ich liebe Sternegucken, Fotografie, Games Drives und Outdooraktivitäten und so spielt auch das eine entscheidende Rolle. Was hat das Land zu bieten, was zum Beispiel das Nachbarland nicht hat? Gibt es eine Sternwarte oder einen besonders klaren Himmel? Wo sind Safaris am vielversprechendsten? Welches Ziel bietet nicht nur einen schönen Stand sondern auch Action-Touren drum herum? Und welcher Ort bietet besonders pittoreske Motive?

Fischer RaggaeFreunde & Bekannte

Auf Reisen oder wenn man im Ausland lebt dann sammelt man auch Menschen die einem ans Herz gewachsen sind oder zu Freunden wurden. Und obwohl ich ungern immer wieder im gleichen Land urlaube muss ich gestehen, dass ich inzwischen regelmäßig nach Kapstadt fliege, um meine Lieben dort zu sehen. Allerdings plane ich dann so, dass ich neben den Treffen immer auch an mir unbekannte Flecken des Landes reise. Das macht mich inzwischen fast zum Südafrika-Experten selbst für meine lokalen Freunde.

Etosha NashornReise & Abenteuerfilme

Wer hat nicht schon davon geträumt, wie Julia Roberts in „Eat, Pray, Love“ nach Bali zu reisen, große Abenteuer wie Indiana Jones zu erleben oder „The Beach“ mit Leonardo DiCaprio zu teilen? Filme sind und waren schon immer eine hervorragende Traumschmiede und noch heute locken ihre Drehorte die Menschen in die Welt hinaus. Ich für meinen Teil lasse mich gerne durch Filme zum Reisen begeistern und die Schauplätze vieler Serien und Filme haben schon oft meine Neugier geweckt. Auch diese Leidenschaft findet Platz im Blog und Erwähnung in Social Media. Wann immer ich einen spannenden Streifen entdecke teile ich ihn, damit auch Andere dadurch ermutigt werden und sich auf machen einzigartige Orte, faszinierende Landstriche oder besondere Menschen zu finden.

Bildschirmfoto 2015-06-10 um 14.48.24Ethik auf Reisen

Es widerstrebt mir in Länder zu reisen die Frauen oder Menschenrechte mit Füßen treten, wo Delfine abgeschlachtet werden oder die Umwelt massiv zerstört wird. Manchmal lässt es sich aus beruflichen Gründen nicht vermeiden, aber dann lasse ich es mir auch nicht nehmen in meinem Blog über die Missstände zu berichten, wie gerade in Brasilien. Andersherum hat mich José Mujica, der ehemalige Präsident von Uruguay, dazu inspiriert sein Land näher zu erkunden. Im Dezember 2015 war ich in Uruguay und habe mir vor Ort angeschaut, wie seine Politik und Weisheit das Land geprägt haben. Mehr dazu unter im LINK.image-2015-10-06(16)

Fazit

Das alles hilft mir auf Entdeckungsreise zu gehen und ich hoffe, dass meine Tipps auch für dich nützlich waren. Hinterlass mir doch einen Kommentar dazu und schreib mir was dich zum Reisen inspiriert. Ich freue mich.

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Südafrika I Paternoster – Die Perle der Westküste

Unbeachtet von Touristenströmen aus aller Welt schlummert an der Westküste Südafrikas eine wahre Perle. Der kleine, traditionelle Ort Paternoster liegt 90 min. Fahrtzeit von Kapstadt entfernt. Er gilt als der wohl romantischste und friedvollste Ort an der malerischen Küstenlinie.image-2015-11-10(5)Und ist gerade deswegen ein beliebter Ferienort für die Kapstädter, die hier versuchen dem Hamsterrad zu entkommen und kleine Fluchten, Abgeschiedenheit und Ruhe zu finden. Außerdem wird Paternoster bei Kennern für seine Gourmetküche geschätzt.  image-2015-11-05(6)1790 wurde dieser Teil der Küste von dem Kapitän eines Schiffes der Holländisch-Ostasiatischen Kompanie entdeckt. Paternoster ist bis heute ein ganz beschauliches und authentisches Fischerdorf. Seine rund 1.300 Einwohner gehen wie schon seit den Anfängen hier ihrer Hauptätigkeit dem Fangen und Verarbeiten von Fisch und Lobster nach.image-2015-11-10(4)Besonders typisch für Paternoster sind die schönen, weiß verputzten Cottages mit ihren blauen Türen. Oft sind diese kleinen Häuser mit Reet gedeckt und es ist eine Freude die blühendem Vorgärten mit ihrer maritimen Deko zu bestaunen. In Paternoster trifft man sich morgens auf der Straße und nachmittags schaut man den Fischern beim Einbringen ihrer Netze zu.Paternoster HausWann immer ich in Kapstadt bin zieht es mich an die Westküste, an die Langebaan Lagune und ihren Nationalpark bis hinauf nach Paternoster. Man kann hier Tage, ein Wochenende oder auch einen Monat zu bringen, ein Buch lesen oder sogar ein eigenes schreiben. Selbst ein Tagesausflug lohnt sich hier. Doch wer Zeit hat, der sollte sie sich auch nehmen und in einem der Häuser am Strand übernachten oder sein Zelt am Meer aufschlagen.   image-2015-11-10(13)Die malerische Bucht an der der Hauptteil des Ortes liegt ist ein idealer Ort für Strandspaziergänge. An ihrem Rand liegen große Felsen, auf ihrem Sand bunte Fischerboote und über Kilometer kann man sich hier die Füße vertreten und die Seele baumeln lassen. Und das ist auch schon die Hauptbeschäftigung der meisten Gäste hier. Zwar gibt es Aktivitäten wie Kajak– oder Quadfahren, Wale, Delfine, Robben- und Vogelbeobachtung, aber die Meisten genießen einfach nur die Aussicht. image-2015-11-10(8)Wer sich hier die Füße vertritt nimmt sich Zeit zum Leben. Der atmet bewusst die Meeresluft in die Lungen, der läßt die Gedanken mit den Wolken ziehen und die Blicke übers Meer schweifen. Paternoster strahlt eine besondere Atmosphäre aus und jeder der sich darauf einlässt, wird die Ruhe und Abgeschiedenheit hier als wahres Geschenk empfinden.image-2015-11-10(12)Und neben der Hauptbucht kann man auch um den Ort noch herrlich spazieren gehen. Wer sich links entlang der Küste hält findet eine zweite ebenso pittoreske Bucht und etwas weiter entfernt auch das Cape Columbine Nature Reserve mit seinem markanten Leuchtturm.PaternosterDer Cape Columbine Leuchtturm ist das Wahrzeichen des kleinen Schutzgebietes und wurde 1936 auf dem Castle Rock errichtet. Er ist der letzte bemannte Leuchtturm in Südafrika und das erste Leuchtfeuer, welches europäische Schiffe zu Gesicht bekommen, wenn sie die Häfen in Südafrika ansteuern. Seine Bauart macht diesen Turm so prägnant und er ist das letzte noch in Nutzung befindliche Bauwerk seiner Art. Interessierte Besucher können an Führungen teilnehmen oder hier übernachten.image-2015-11-05(17)Auch befinden sich der Campingplatz und das sehr beliebte The Beach Camp im Naturreservat. In zeltähnlichen Kabinen kann man hier direkt am Meer nächtigen. Ein echtes Highlight! Es lohnt sich auch in das dazu gehörige Strandrestaurant einzukehren. Seine maritime Deko, wie alte Netze und Fischerboote bieten das perfekte Panorama, hier entspannt südafrikanischen Wein und den Blick aufs Meer so richtig auszukosten. Oder wie wäre es mit der lokalen Köstlichkeit dem Sanddünenspinat?image-2015-11-10(16)Wunderbar eingebettet zwischen den Felsen ist auch der Campingplatz ein beliebtes Ziel der Südafrikaner und ihrer Gäste. Hier kann man sein Zelt direkt am Meer und den tosenden Wellen aufschlagen. Auf dieser Seite des Ortes ist die See rauer und die Wellen schäumender. Angler werfen hier ihre Routen aus und genießen ihr ganz eigenes Paradies, während die Kinder Muscheln sammeln und die Frauen die Sonne genießen.image-2015-11-10(19)Wer im Ort selbst bleibt wandelt durch die kleinen Gassen, entdeckt hübsche Häuschen, schaut schlummernden Katzen zu, bummelt zwischen Kunsthandwerk oder bestaunt in einer der Galerien die zahlreichen Skulpturen und Malereien.image-2015-11-10(2)Das ist dann aber auch schon das Aufregendste was man hier im Ort selbst unternehmen kann. Aber genau das ist es, was Paternoster ausmacht. Hierher kommt nicht, wer Action, Lifestyle und Entertainment sucht. Der darf getrost in Kapstadt bleiben, denn damit könnte der kleine Ort ohnehin nicht konkurrieren. Sicher gibt es kulturelle Angebote, aber wenn finden sie in ganz kleinem Rahmen statt.image-2015-11-10(1)Und selbst die Wassersportler zieht es an der Westküste eher nach Langebaan und in die Lagune. Dort gibt es ein großes Angebot an Möglichkeiten: vom Segeln, über Jetski bis hin zu Kite-Kursen. Zum Abschalten, Erholen und genießen bleibt allerdings Paternoster der richtige Ort.image-2015-11-10(9)Genuss ist neben Entspannung die zweit wichtigste Tätigkeit hier. Egal ob man seinen Platz im Restaurant gefunden hat oder auf dem Campingplatz seinen Grill aufgestellt hat, hier kommen in erster Linie frische Meeresfrüchte und Fisch übers Feuer. Ganz besonders beliebt ist der Hummer, der hier West Coast Lobster genannt wird.image-2015-11-10Schon bei der Einfahrt in den Ort begegnen einem zahlreiche Straßenhändler die hier ihren Fang feil bieten. Doch Vorsicht, diese Verkäufe sind zumeist aus illegalem Fang und man sollte das nicht unterstützen. Nur für eine Woche im Jahr ist der Verkauf legal (zumeist um Ostern) Wer Paternoster mit diesen Einkäufen wieder verlässt, läuft Gefahr von der Polizei gestoppt und zu Strafzahlungen aufgefordert zu werden. Gerade an Sonntagen werden diese Kontrollen regelmäßig durchgeführt, wenn die Capetowniens die Rückreise in ihre Stadt antreten.Lobster, Fischer, PaternosterIn den zahlreichen Fischrestaurants entlang der Hauptstraße und auch direkt am Meer kann man sich und seinen Gaumen also so richtig verwöhnen lassen. Auch wer keinen Fisch mag bleibt hier nicht hungrig. Oft wird auf Sterneniveau gekocht und es empfiehlt sich, sich ein wenig umzuhören, welches Restaurant gerade besonders beliebt ist und wo es sich lohnt einen Tisch zu reservieren.image-2015-11-10(11)Am Abend sind die Gasthäuser (gerade am Wochenende) sehr gut gefüllt, denn zur Entspannung zählt auch, nicht kochen zu müssen. Jetzt werden die Kerzen und Feuer angezündet, die guten Flaschen Wein geöffnet und man trifft sich und plauscht bis weit in die Nacht.image-2015-11-10(18)Wie überall in der Abgeschiedenheit Südafrikas erwartet einen auch hier ein sagenhafter Sternenhimmel mit Blick auf die Milchstraße. Für wen Paternoster die zweite Station nach Kapstadt ist, für den wird die erste Nacht unter den Sternen der Südhalbkugel ganz sicher zu einem weiteren Highlight dieses Ortes.ZeltMit frischer Meeresbrise in der Nase, sanftem Wellenrauschen im Ohr und gesättigtem Magen kann man hier dann ganz entspannt seine Nachtruhe finden und sich noch einmal in den Tag und an den Strand zurück träumen. Wer früh wieder wach ist, der sollte wie ich die Zeit nutzen, sich die Kamera schnappen und den Fischern im Hafen zuschauen.image-2015-11-10(22)Wenn der Tag erwacht, die ersten Sonnenstrahlen die Nase kitzeln und alles noch ganz frisch ist, hat Patanoster auch noch mal seinen ganz eigenen, besonderen Charme. Überhaupt wird man in dem Ort viele schöne Motive für die Kamera finden. Allein das Panorama mit der Bucht und ihren zahlreichen, bunten Booten ist ein hinreißendes Bild, was es festzuhalten gilt.image-2015-11-10(20)Für mich ist die beste Besuchszeit für Paternoster die Nebensaison und unter der Woche, denn dann ist der Ort noch authentischer und ruhiger als er ohnehin schon ist. Auch bekommt man dann oft bessere Preise als in der Hauptsaison über Weihnachten. Hier empfiehlt es sich wirklich rechtzeitig im Voraus zu buchen oder dann doch sein Zelt am Meer aufzuschlagen. Campingvermieter findet man zahlreiche und auch sehr gute in Kapstadt.image-2015-11-10(21)Wer die Westküste hinauf reist dem empfehle ich auch den Weg in die Cederberge fortzusetzen. Erst die Westküste hinauf bis Lamberts Bay zu fahren und dann in Richtung Clanwilliam seine Tour durch diese einmalige Landschaft von Nord nach West zu starten. Auch die Cederberge sind ein wahrer Seelenschmeichler für Naturliebhaber, Wanderer und Ruhesuchende. Klicke auf LINK um zu den Impressionen zu gelangen.image-2015-11-10(23)PaternosterIch hoffe ich habe dir Lust auf diesen malerischen Ort an Meer machen können. Sag mir doch deine Meinung dazu & nutze das Kommentarfeld. Auch kannst du mir gerne schreiben, wenn du noch Fragen hast oder weitere Tipps brauchst. Ich feue mich!

Und hier noch ein Video Schwenk über die Bucht von Paternoster:

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Top 10 Blogger Tipps für deine perfekte Reise

Reisen hat so viele Facetten und ich werde oft gefragt, was denn so am Wichtigsten ist. Ist es das Reiseland? Die Mitreisenden? Das Urlaubsbudget? Für mich sind es folgende Dinge, die ich dir gerne mit auf deine Reise geben möchte.

1. Informiere dich vor der Reise

Jedes Land hat seine Eigenheiten von der Sprache über die Kultur oder Gesundheit bis hin zur Sicherheit. Informiere dich vorab was im jeweiligen Reiseland zu beachten ist, wo es Risiken gibt (Malaria, Sicherheit) und was du besser vermeiden solltest. Wie zum Beispiel NoGo-Areas oder falsche Kleidung. Ein wenig Umsichtigkeit und der Austausch mit Locals werden dir helfen gut und sicher zu reisen. Das Internet macht es dir leicht, dich vorher zu informieren. Von Botschaftsseiten, über das Auswärtige Amt bis hin zum Kontakt mit Bloggern hast du alle Möglichkeiten dich schlau zu machen und vorbereitet zu sein.Camps Bay

2. Gesundheit & Vorsorge sind das A&O

Eine Reise ist ruiniert, wenn man krank ist. Sei es weil man die Lebensmittel nicht vertragen hat, man sich im Flieger unterkühlt hat oder sich auf einem Actiontour verletzt hat. Bereite dich darauf vor und vermeide Risiken. Nötige Schutzimpungen, eine gute Krankenversicherung sowie Notfallmedizin und das nötige Geld auf der Kreditkarte sollten vorhanden sein. Ärzte werden im Ausland immer erst von dir bezaht. Du gehst in Auslage und bekommst das Geld zurück. Aber du mußt es eben erstmal haben, um eventuell lebenswichtige Behandlungen bezahlen zu können. Sei dir dessen bewußt. Gerade im Urlaub fängt man sich schneller Krankheiten ein, weil man die Hygiene nicht gewohnt ist oder die Nahrung nicht verträgt. Achte deshalb ganz besonders auch auf deine Vorsorge. Schau mal, ob dir der LINK hilft. Von sauberen Händen bis gereinigtem Trinkwasser! ABER vor allem: Geh rechtzeigig zum Arzt wenn du dich krank fühlst. Gerade bei einer Magen-Darm Geschichte dehydriert man sehr schnell und ist dann nicht mehr in der Lage alleine das Bett zu verlassen und sich in ein Krankenhaus zu begeben. Schau mal, ob dir der LINK hilft dich umfangreicher zu informieren. El Salvador

3. Sicher dich finanziell ab

Auf Reisen wie daheim braucht man Geld zum Leben. Unterwegs kann es oft schwer sein an Bargeld heran zu kommen oder man wird beraubt und hat plötzlich keine Mittel mehr. In allen Fällen solltest du ein Backub haben, dass dich davor schützt mittellos dazustehen. Sei es durch Geld was du irgendwo sicher bei deinen Sachen versteckt hast oder eine zweite Kreditkarte. Das alles kann dich davor beschützen irgendwo zu stranden und auf Hilfe zu warten. Mehr Tipps wie das anstellen kannst hab ich dir im Link zusammengefaßt.

Mietwagen Notrufnummer

4. Hab ein Backup deiner Unterlagen & kenne die Sperrnummern

Deine Sicherheit ist neben Gesundheit das Wichtigste auf Reisen. Solltest du ausgeraubt werden und deines Geldes oder der Papiere beraubt worden sein, dann hilft dir eine Sicherungskopie. Leg von Reisepass über Buchungsdaten bis hin zu Kontodaten alles digital auf einer Cloud ab, damit du weltweit darauf Zugriff hast und dich im Notfall ausweisen kannst und schneller an neue Papiere kommst. Kenne die Sperrnummern für Kreditkarten und hab den Ansprechpartner deiner Bank parat.

Kirche Honduras

5. Packe leicht und belaste dich nicht

Es gibt fast nichts, was es nicht irgendwo auf der Welt zu kaufen gibt, warum also allen Kram mitschleppen? Weil es Komfort verspricht? Aber glaub mir es ist wesentlich praktischer mit Weniger zu reisen und wenn doch mal was Wichtiges fehlt, dann kauft man es sich. Reist du mit weniger, dann ist da nichts das dich belastet weil du es rumschleppen mußt. Nichts warauf du achten mußt, weil es wertvoll ist. Nichts was dich in deiner Bewegungsfreiheit einengt. Hast du mal wirklich drauf geachtet, wie viel man wirklich zum Leben braucht? Ist all das nötig, was du da auf deinem Rücken rumschleppen wirst? Ich habe dieses Prinzip inzwischen sogar auf mein Leben angepaßt. Was ich nicht in einen Rucksack für eine Weltreise packen würde, das brauche ich nicht. Dinge belasten! Diese Weisheit habe ich auf Reisen gelernt und nicht jeder versteht es gleich, aber wer die Wahrheit dahinter erkennt erleichtert sein Leben und das Reisen enorm.

Utila Honduras Strand

6. Achte auf Komfort bei Kleidung, Schuhen & Gepäck

Die richtige Wahl der Kleidung und vor allem des Schuhwerks kann für den Erfolg eines Trips maßgeblich verantwortlich sein. Schmerzende und zerschundene Füße tragen dich nirgendwo hin. Aber auch ein belastender Rucksack kann zur Qual werden. Teste deine Ausrüstung schon vor dem Urlaub auf kleineren Touren, lauf die Schuhe ein und pass die Kleidung auf das Klima des Reiselandes an.

Mostar

7. Reise langsam

Wir alle neigen dazu immer schneller durch unser Leben zu gehen und verpassen dadurch die Dinge die eigentlich wichtig ist. Genauso ist es beim Reisen. Es kommt nicht auf die Masse der Länder an oder die besichtigten Highlights, sondern auf das Erlebte. Das was ein Land, seine Kultur und die Menschen darin mit dir machen. Sich dafür Zeit zu nehmen macht Reisen ganz speziell. Also reise langsam und nimm dir Zeit für persönliche Erlebnisse.

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8. Plan deine grobe Route aber verplane dich nicht

Das Schönste am Reisen ist es doch die Freiheit zu haben da bleiben zu können, wo es einem gerade gefällt. Wenn du Ziele auf deinem Trip hast, dann ist das gut und richtig, aber takte nicht alles allzustreng durch. Buch nicht alles vor und klammer dich nicht an einen strikten Zeitplan. Laß dich treiben, lass dich fesseln und inspirieren von dem was dich umgibt. Bleib länger wenn du es magst. Reise ab wenn es nicht deine Vorstellungen entspricht.

Honduras Copan Ruinas

9. Lass dich nicht ausnehmen

Es gibt viele kleine und große Gangster da draußen die es nur darauf anlegen dir das Geld abzunehmen. Besonders gilt das an touristischen Knotenpunkten wie Bahnhöfen, Flughäfen und Sehenswürdigkeiten. Hier kostet Transport für Neulinge oft mehr als das Doppelte, man verkauft dir Touren überteuert oder zieht dich ab bei Essen. Sei an diesen Punkten einfach immer besonnen. Transport zur Unterkunft kannst du vorab organisieren und auch Ausflugsanbieter lassen sich vorab ermitteln und vergleichen. Und auch das teure Essen an Eckpunkten kannst du umgehen! Pack dir nen Snack ein der dir hilft die Zeit zu überbrücken bis du in weniger touristischen Gegenden bist. Ein Hotdog am Eifelturm kostet schnell mal 8 EUR – ein paar Straßenecken weiter bekommst du für das Geld eine vollwertige Mahlzeit mit Getränk. image-2015-10-06(4)

10. Vertraue nicht blind

Ich bin ein Menschenfreund und schließe gerne und oft neue Freundschaften auf Reisen. Naivität darf man sich hier allerdings nicht leisten. Besonders nicht als Frau. Sei also achtsam mit neuen Bekanntschaften und prüfe erstmal ob sie bestandhalten oder es Jemand darauf anlegt dich auszunutzen. Achte auf deine Drinks und darauf das dir niemand Drogen hinein tut oder dich abfüllt bis zur Besinnungslosigkeit! Gerade als Frau ist das sehr wichtig. Behalte stets die Kontrolle. Triff dich zunächst an öffentlichen & belebten Plätzen. Erst wenn sich jemand als zuverlässiger Begleiter herausstellt, dann nimm private Ausflüge und Einladungen an. Ich meine nicht, dass du paranoid sein sollst, einfach nur achtsam.

Alkohol Beachbar BarFazit

Wenn man auf Reisen ein paar Vorkehrungen trifft, sich des Risikos bewußt ist und nicht naiv handelt, dann ist die Gefahr relativ gering zum Opfer zu werden oder im Notfall hilflos dazustehen. Deshalb sei einfach gut vorbereitet und dir wird auch die ein oder andere Unwegsamkeit nicht gleich den ganzen Urlaub vermasseln. Leben ist Risiko das ist klar, aber du kannst es minimieren und mit der richtigen Einstellung aus jeder schwierigen Situation leichter herauskommen. Nutze dazu meine Tipps und mach sie dir zunutze! Ich wünsche dir allzeit eine gute und sichere Reise.

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Pirschfahrt mal Anders – Reitsafari durch die Savanne Namibia´s

Auf den Pfaden wilder Tiere durch den afrikanischen Busch reiten und dabei die Ruhe & Stille genießen macht eine Reit-Safari zu einem ganz besonderen Erlebnis. Doch warum genau ist das so? Was macht es so speziell und wie gut muß man vorbereitet sein?image-2015-10-17(58)Der Morgen dämmert, die Sonne streckt sanft ihre Fühler aus und von der afrikanischen Hitze in der Kalahari ist noch nichts zu spüren. Gerade erst erwacht der Tag zu neuem Leben und genau wie ich, scheint auch mein Pferd noch müde zu sein. Sanft streichle ich ihm über die Stirn, suche den Augenkontakt mit dem Tier und versuche Vertrauen zu schaffen. image-2015-10-17(45)1Wohl auch, um mich selbst zu beruhigen, denn eigentlich habe ich großen Respekt vor Pferden und auch jedes Mal gehörig Angst beim Reiten. Doch die Aussicht, eine Safari mal ganz anders zu gestalten und die Neugier auf das neue Erlebnis sind stärker als meine Befürchtungen abgeworfen zu werden.image-2015-10-17(38)So steige ich also voller wildem Herzklopfen in den Sattel meines Pferdes und schon nach den ersten Schritten bereue ich meinen Übermut. Ich fühle mich nicht wohl und es fällt mir schwer die Kontrolle an das Tier abzugeben. Zwar bin ich schon 2x geritten, aber wie man ein Pferd richtig führt habe ich nicht gelernt. An diesem Morgen bin ich die einzige Teilnehmerin der Reit-Safari und mit dem Guide alleine unterwegs. image-2015-10-17(41)Da die Tour auch für Anfänger ausgeschrieben ist, verlasse ich mich darauf, diesmal eine Einweisung zu bekommen. Doch das Englisch meines Guides und seine schüchterne Kommunikation sind nicht gerade eine Hilfe um zu erfahren, wie man so ein Pferd richtigerweise reitet und lenkt. Ich beruhige mich damit, dass das Tier diese Touren kennt, schon weiß was es tut und wohin es traben soll. Aber wohl fühle ich mich nicht.image-2015-10-17(40)Schon gar nicht, als mein Guide das Tempo erhöht und auch mein Pferd nun schneller trabt. Ich hüpfe auf dem Sattel herum und bekomme Angst herunter zu fallen.Verkrampft klammere ich mich fest und versuche nicht aus dem Sattel zu fallen. „Slowly, slowly, please“ rufe ich nach vorne und ziehe die Zügel zu mir. Mein Pferd verlangsamt sofort sein Tempo und wir traben in gemächlichem Schritt weiter. Ich bin erleichtert, dass ich es geschafft habe, das Pferd abzubremsen. Mein Herzschlag beruhigt sich, meine Haltung entspannt sich und ich fasse Vertrauen zu dem Tier.image-2015-10-17(53)Und dann ist da auch der Moment in dem ich mich einfinde in der Umgebung und einen Blick dafür bekomme, welche Schönheit sich mir hier abseits der Pisten offenbart. Die Sonne taucht die Landschaft in warmes Licht und lässt die roten Dünen erglühen, während das kniehohe gelbe Gras und die grünen Büsche den Kontrast dazu bilden und dieses so Kalahari typische Bild prägen, welches ich so liebe. Das ist das pure Afrika für mich. Keine Grenzen, keine Zeichen von Zivilisation, nur Weite so weit das Auge blicken kann und dazu alles perfekt gerahmt durch diese wunderbare und einzigartige Landschaft und ihre Stille.image-2015-10-17(55)Jetzt in diesem Moment in dem ich die Angst überwunden habe und die Landschaft genieße, weiß ich, dass es die richtige Entscheidung war, eine Reit-Safari zu machen. Kein knatternder Motor eines Jeeps und keine schnatternden Touristen sondern nur das sanfte Schnaufen meines Pferdes begleiten mich. Genau das macht es so speziell auf dem Rücken eines Pferdes die Landschaft zu entdecken.image-2015-10-17(43)Man bewegt sich abseits der Touristenpfade und auf den Fährten der Tiere. Es ist einfach ihren Spuren zu folgen und sich ihnen ganz ungestört zu nähern. Und genauso erlebe ich es auch. Direkt neben mir grasen Spingböcke. Ein kurzer prüfender Blick und sie knabbern weiter an den Grashalmen. Sie nehmen das Pferd und mich nicht als Bedrohung wahr und so lassen sich diese Tiere aus nächster Nähe betrachten. Ich stoppe also mein Pferd und schaue mir diese so wunderbar von der Natur gezeichneten Antilopen an. Erst als sie sich zu sehr beobachtet vorkommen, nehmen sie reiß aus.image-2015-10-17(50)In ruhigem Tempo traben wir weiter und wieder schweift mein Blick über die Weite der Savanne in der Hoffnung weitere Tiere zu erspähen. Doch noch bevor ich etwas entdecke, zeigt mir mein Guide ein großes Erdloch im Boden und erklärt mir, dass hier ein Ameisenbär wohnt, wie dieser lebt und jagt.image-2015-10-17(58) Wie ein Schwamm sauge ich dieses Wissen auf und bin wieder froh in keiner großen Gruppe gestartet zu sein. So habe ich die Möglichkeit in Ruhe Fragen zu stellen und mir alles ganz genau anzusehen. image-2015-10-17(47)Inzwischen fühle ich mich auch im Sattel wohl. Die meiste Zeit trabt das Pferd brav dem Guide nach und stoppt, wenn das andere Pferd zum Stehen kommt. Ich kann es ein Stück weit führen und wenn es mir zu schnell geht, ziehe ich die Zügel und verlangsame unser Vorankommen. Das gibt mir die Möglichkeit entspannt den Erklärungen des Guide zu lauschen, die Landschaft zu genießen und die Tiere beobachten.image-2015-10-17(42)In sicherem Abstand entdecke ich eine grasende Oryx-Antilope und bin stolz sie noch vor dem Guide entdeckt zu haben. Es ist nicht meine erste Safari und inzwischen habe ich einen sehr geübten Blick dafür die gut getarnten Tiere zu erspähen. Wieder stören wir nicht mit unserer Anwesenheit und ich habe fast das Gefühl ein Teil seines Lebensraumes zu sein. Genau das hatte ich mir gewünscht, als ich zur Reit-Safari aufgebrochen bin.image-2015-10-17(48)Über unzähligen roten Dünen führt unser Weg und folgen wir den Spuren im Sand. Die Sonne steht inzwischen hoch am Horizont, Hitze steigt empor und lässt die Umgebung flimmern. Ich bin froh, dass wir an einem erhöhten Punkt rasten und es eine kühlende Erfrischung gibt. Auch bleibt Zeit für ein paar Landschaftsschnappschüsse. image-2015-10-17(54)Ich genieße den Blick auf die Szenerie und streichle mein Pferd zum Dank. Als ich mich nach der Pause wieder im Sattel befinde ist da kein Unwohlfühlen mehr und ich erlaube auch ein gesteigertes Tempo. Zügig geht es jetzt die Dünen hinauf und wieder herunter während wir uns dem Camp nähern.image-2015-10-17(39)Bei unserem heutigen Ausritt begegneten uns zwar keinen Giraffen oder Zebras, aber das ist mir auch nicht so wichtig gewesen. Ich bin nicht im Zoo unterwegs, sondern in der Wildnis und weiß, dass die Natur nicht alle ihre Geheimnisse auf einmal Preis gibt.image-2015-10-17(51)Ich genieße jedes kleine Wunder was hier seinen Lebensraum gefunden hat. Ich lerne viel über die Bewohner der Savanne, ihr Zusammenspiel und ihren täglichen Überlebenskampf und ich genieße es als Reiterin Teil ihres Refugiums geworden zu sein.image-2015-10-17(57)Und ich bin froh, doch den Mut für diesen Ausritt gefunden zu haben und dankbar dafür, dass alles so gut und sicher funktioniert hat. Für mich war es ein besonderes Erlebnis und ich bin mir sehr sicher, dass ich zu gegebener Zeit wieder in den Sattel steigen werde um die Natur vom Pferd aus zu entdecken.

#infoIch habe meine Reitsafari auf der Bagatelle Kalahari Game Ranch in der gemacht. Der Vorteil ist hier, dass man auch als Tagesausflügler teilnehmen kann. Bagatelle hat allerdings auch eine wunderbare Lage um dort in den Cottages zu wohnen oder auf dem Campingplatz zu rasten.

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Honduras Ι Aguas Termales „El Presidente“ – Tauch ein ins kleine Paradies

Honduras hat so einige kleine Geheimnisse die unscheinbar am Rande liegen. Sich aufzumachen sie für sich zu entdecken das war unser Ziel während unserem Road Trip durch das Latein Amerikanische Land.

Nachdem wir das mystische Copán Ruinas besucht hatten und auch im malerischen Graciás durch die herrlich bunten Gassen gewandelt sind, sehnt es uns nach etwas Entspannung, nach Seele baumeln lassen und abtauchen.GraciasWie praktisch, dass es mitten im Wald und unweit der Stadt eine kleine Oase gibt, die mit heißen Quellen lockt. Von Graciás aus entlang der Hauptverkehrsstraße führt uns unser Weg etwa ca 5km hinaus, bevor es einen gut ausgeschilderten Abzweig in Richtung dem Freizeitspaß entgegen geht. Noch mal 1 km Schotterstraße und wir sind am Ziel angekommen.Honduras Aguas Termales "El Presidente"Wirklich mitten im Wald und sehr idyllisch gelegen liegt Aguas Termales „El Presidente“ bei Einheimischen auch bekannt als „Arcilaca public pools“. Wir sind unter der Woche hier, die Sonne geht bald unter und es sind nur wenige Gäste im Bad. Der perfekte Zeitpunkt also, denn am Wochenende und an Feiertagen soll es hier richtig voll werden.Honduras Aguas Termales "El Presidente"Die Anlage ist nicht mit Wellnesstempeln in Europa vergleichbar und doch hat sie ihren ganz eigenen Charme. Wie fast überall in Honduras ist alles sehr basic, doch die Menschen füllen die Lücke. Denn der wahre Luxus liegt nicht im Komfort der Anlage, sondern in der Freude seiner Gäste. Und hier herrscht definitiv Lebensfreude. Familien sind mit Picknickkorb, Grillgut und fröhlicher Musik angereist. Kinder tollen zwischen und in den Becken. Über uns rascheln die Blätter, als wir eintauchen in das warme wohlige Wasser der Quellen.imageHonduras Aguas Termales "El Presidente"-2015-09-23„Ohhhh! Wunderbar!“ – höre ich mich sagen. Der Körper wird herrlich leicht und jeder Muskel entspannt sich. Ich schließe die Augen und genieße. Jedes der Becken hat eine andere Temperatur. Kühler für die Schwimmer und heißer für die Entspannungssuchenden. Während ich mich aufmache um ein paar Runden zu paddeln, relaxedt mein Freund am Beckenrand der heißesten Quelle. Er hat sichtlich Freude dem munteren Treiben zuzusehen.

Und auch ich fühle mich wohl. Natürlich sieht man uns an, dass wir Reisende sind. Neugierig werden wir bestaunt und man sucht das Gespräch. Ein paar Brocken Spanisch sind da gar nicht so schlecht, obwohl es beim Planschen mit den Kindern gar keiner Worte bedarf.

Inzwischen geht schon der Mond auf und blinzelt uns durch das dichte Geäst zu. Ich bin tiefenentspannt und hab auch keine Eile diesen Ort wieder zu verlassen. Warum auch? Es gibt ein Restaurant für Hungrige, es ist mollig warm und man wird herrlich unterhalten. Erst als wir so richtig runzlige Finger haben, packen wir und verlassen Aguas Termales wieder.

Übrigens gibt es in Gracias auch einen der schönsten Nationalparks des Landes. Schau doch mal im Link.


Öffnungszeiten: Täglisch von 6-23 Uhr  ⁄  Eintrittspreis: 25 HNL

Fotografie auf Reisen. So holst du das Beste aus deinen Fotos raus!

Fotografie auf Reisen ist so ein spezielles Thema. Oft sehe ich Urlaubsfotos von unfassbar schönen Orten und bin doch von den Bildern enttäuscht. Denn der Fotograf hat es nicht verstanden, das Motiv richtig in Szene zu setzen. Dabei ist es so einfach ein Bild interessant zu gestalten oder mit Kreativität aufzupeppen. Vielen fehlen einfach ein paar Kniffe, um aus einem hübschen Foto ein „Wow-Bild“ zu machen. Deshalb sind hier ein paar einfache Tipps, mit denen du garantiert das Beste aus deinen Fotos raus holst:

Foto Anleitung TafelbergBeweg dich

Der größte Fehler beim Fotografieren ist es, sich nicht zu bewegen! Ändere deinen Winkel oder deine Position zum Motiv und es entsteht sofort eine ganz andere Bildaussage. Geh einen Schritt nach rechts, beug dich nach vorne, heb die Kamera über den Kopf, fotografiere aus der Hüfte! Es gibt so viele Möglichkeiten ein Bild zu verändern nur allein damit das man sich selbst bewegt.

Foto AnleitungGeh zum Beispiel mal in die Knie! Damit erreichst du, dass dein Gegenüber im blauen Himmel statt vor der Berg- oder Häuserfront steht! Der Unterschied ist enorm!Foto AnleitungPorträtiere Menschen besser nicht von unten, denn niemand möchte sich mit einem Doppelkinn auf einem Foto sehen. Fotografiere von oben und dein Model ist garantiert happy.Foto AnleitungVergiss auch ganz schnell Fotos aus dem Auto, wenn du interessante Bilder haben möchtest. Der Fensterrahmen engt dich ein, gibt dir einen Rahmen vor und nimmt dir dadurch jede Gestaltungsmöglichkeit. Steig aus und bestimme selbst wie du den Bildaufbau haben möchtest. Das gilt für alle Aufnahmen. Deine Position und dein Winkel machen den Unterschied zwischen einem faden Foto und einem tollen Bild, mit dem selbst die langweiligste Landschaft interessant aussehen kann.

image-2015-09-18(18)Vermeide Störungen

Fotografiere gleich so, dass keine Störeffekte in deinen Fotos sind und nichts im Nachgang retuschiert werden muß. Achte auf Pfeiler die Menschen aus dem Kopf wachsen, Müll der rumliegt oder häßliche Plastikstühle welche die Sicht verderben. Räum auf oder ändere deine Position zum Motiv.

image-2015-09-18(1)Nutze das Licht

Warmes Licht gibt einem Foto diesen besonderen Touch und kann selbst dem simpelsten Motiv einen Wow-Effekt verleihen! Mach dir dieses Wissen zu nutze und fotografiere deshalb am Besten zu Sonnenauf- und Untergang. Vielleicht musst du dazu früher aufstehen, aber das Ergebnis wird dir Recht geben.

image-2015-09-18(9)Werde kreativ

Nichts ist langweiliger als ein abgegriffenes Motiv zum 1.000 Mal zu sehen. Wir alle kennen den Tafelberg und er haut uns nicht mehr wirklich vom Hocker. Interessant wird er wieder, wenn du einen Kopfstand im Vordergrund machst oder deine Hand flach auf ihn legst. Mit ein paar Ideen bekommt selbst das bekannteste Motiv einen individuellen Touch und ist gleich wieder interessant.

Foto AnleitungDenk an den Goldenen Schnitt

Wir alle haben im Kunstunterricht gelernt, was der Goldene Schnitt ist und wie man ihn richtig einsetzt. Erinnere dich daran und positioniere dein Motiv nicht in der Mitte des Fotos sondern setze es bewußt auf diese „unsichbaren“ Schnittlinien.

image-2015-09-18(5)Bring Tiefe in deine Bilder

Versuche Tiefe in deine Bilder zu bekommen, denn damit erzeugst du Spannung. Das erreichst du, indem du neben deinem eigentlichen Motiv ein zweites in den Vordergund setzt. Äste sind perfekt dazu geeignet.

image-2015-09-18(17)Aber das kann genauso gut ein Baum, ein Kran, eine Säule oder eine Mauer sein. Mit dem zweiten Element wird das Bild einfach interessanter für den Betrachter.

image-2015-09-18(6)Nutze Fluchten

Fluchten kann man hervorragend nutzen um das Auge zum eigentlichen Motiv zu führen und es spannender aussehen zu lassen. Jetzt wo du davon weißt, kannst du ja dieses stilistische Mittel ja mal einsetzen. Ich bin mir sicher, du wirst den Dreh schnell raushaben und die Ergebnisse werden dir Recht geben.

Foto AnleitungSei geduldig

Fotografie braucht Geduld. Natürlich sind gerade an touristischen Plätzen immer auch viele Menschen, die du vielleicht nicht mit abbilden willst. Warte einen Moment, es gibt immer diese eine Sekunde, bei der dir keiner durchs Bild läuft. Und natürlich darf man einen Fremden auch schon mal bitten kurz aus dem Bild zu treten. In der Regel macht das ja Niemand bewusst um dich zu ärgern.

image-2015-09-18(19)Ändere das Format

Mach immer zwei Fotos! Zum einen im Hoch und zum Anderen im Querformat. Trotz gleichem Motiv wirst du überrascht sein, welch unterschiedliche Bilder dabei herauskommen. Zu Hause am Rechner kannst du dann immer noch entscheiden, welches das schönere Bild geworden ist.

image-2015-09-18(11)Interagiere

Sprich doch mal die Menschen an, die du fotografieren möchtest. „Bekomm ich ein Lächeln von dir?“ „Können Sie bitte kurz innehalten? Es sieht gerade so schön aus, das würde ich gerne als Erinnerung festhalten.“ Ein paar nette Sätze und dein Gegenüber liegt dir zu Füßen und modelt vielleicht sogar für dich. Und du glaubst gar nicht, wie oft das schon zu neuen Freundschaften geführt hat!

image-2015-09-18(12)Informiere dich

Kleines Beispiel: Du willst unbedingt ein tolles Bild von einer berühmten Brücke, weil du schon so viel Schönes von ihr gesehen hast. Die Adresse der Brücke ist bekannt, aber nicht die, vom besten Punkt sie zu fotografieren. In einer verworrenen Stadt kann die Suche danach schnell zu einer Odyssee werden. Recherchiere schon vorher, wo genau das Bild aufgenommen wurde. Instagram ist da eine tolle Hilfe! Such dir dein Lieblingsmotiv und frag den Fotografen nach Tipps. Auch die Locals kennen die besten Fotostopps und zeigen dir gerne ihre Plätze. Beachte auch hier wieder die beste Fotozeit für dein Motiv. Abhängig vom Sonnstand kann eine Brücke, durch hohe Berge, längst im Schatten liegen, obwohl die Sonne noch gar nicht untergegangen ist.

Foto AnleitungKenne deine Kamera

Es spielt keine Rolle, ob du eine teure Kamera hast oder nicht. Dein Auge entscheidet über das richtige Motiv und das Wissen um die Technik über das Ergebnis des Fotos. Auch mit billigen Kameras kann man mit einfachen Änderungen der Einstellung hervorragende Ergebnisse bekommen. Wenn du zum Beispiel mit Unschärfen arbeiten willst, solltest du wissen, wie du deine Kamera dazu einstellen musst. Und das geht in der Regel auch mit der billigsten Kamera im manuellen Modus.

image-2015-09-18(10)So und nun hoffe ich, meine Tipps haben dir geholfen und du machst ab sofort auch hinreißend schöne Bilder!

Also dann: #get up & get better

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Flugbuchung – Mit Profitricks zum Schnäppchenpreis

Mit ein paar kleinen Tricks, die ich dir hier gerne verrate kannst du eine Menge Geld bei deiner nächsten Flugbuchung sparen und zum echten Schnäppchenpreis in die Welt hinaus fliegen – garantiert! Mit welchen Travel Hacks ich arbeite & wie du diese genauso anwenden kannst, zeige ich dir hier:

Privates Surfen

Wenn du Flüge (oder auch Hotels) online buchst, dann schalte das private Surfen ein. Damit verhinderst du, dass deine Anfrage gespeichert wird und du bei der nächsten Suche mehr zahlen mußt. Die Buchungsseite geht nämlich davon aus, dass du dich beim ersten Mal informiert hast und beim zweiten Mal verbindlich buchst.SecureHöhere Preise für Apple-User

Wenn du von deinem teuren Apple Gerät aus Flüge buchst, werden dir angeblich auch teurere Flüge angezeigt, da man davon ausgeht, dass du es dir ja auch leisten kannst. Probier aus, ob es auf Windows oder Android für dich günstiger ist.

Buchungstag

Vergleiche die Flugpreise an verschiedenen Tagen. Angeblich ist die Buchung am Wochenende am Günstigsten. Bei Langstrecken meist nur 2% aber auf Kurzstrecken kann selbst der Buchungstag eine entscheidene Rolle bei der Preisgestaltung spielen. Mach dir dazu Screenshots, damit du nicht vergißt, wo es wann am günstigsten war.Frankfurt Flughafen NEUAusweichflughäfen

Wenn du mehrere Flughäfen in deiner Umgebung hast, dann vergleiche die Preise, denn auch hier entstehen durch die Flughafengebühren oft sehr große Unterschiede. Wohnst du im Grenzgebiet, dann prüfe ob Flüge vom nächstgelegenen Flughafen im Nachbarland günstiger sind. Gerade bei Langstreckenflügen kann es hier sehr interessant werden.

Abflugtag

Flüge sind in der Regel von Donnerstag bis Montag am Teuersten, da in diesem Zeitraum sehr viele Geschäftsreisende unterwegs sind. Wenn du deinen Abflugtermin also auf weniger frequentierte Tage wie Dienstag oder Mittwoch legst, wirst du schnell sehen, dass der Flug bedeutend billiger geworden ist. Spiel einfach ein wenig mit den verschiedenen Terminen und finde den für dich günstigsten Preis.image-2015-09-21Buchung übers Ausland

Es kann Sinn machen, einen Flug vom Ausland aus zu buchen (Domainnamen von .de auf zB. co.za ändern). Preisunterschiede bedingt durch den Marktwert der Währung oder der Kaufkraft der Einwohner sind keine Seltenheit.Waehrungstrick

Hin & Rückflüge splitten

Es macht Sinn sich Flugpreise nach der Richtung anzuschauen und die teuerste Richtung dann z.B. mit einer anderen Airline auszuprobieren und ggf. die Flugbuchung zu splitten. Das macht etwas mehr Mühe, ist aber oft auch finanziell den Aufwand wert.FliegenNutze die besten Buchungsporte

Bewertungsportale werden regelmäßig verglichen und bewertet. Mach dir diese Portale zu Nutze und finde deine günstigste Flugverbindung:

Fortgeschrittenen-Suchmaschine:

Gegencheck auf der Airline-Seite

Hast du einen interessanten Flug bei einer Airline gefunden, dann schau direkt auf der Buchungsseite der Fluggesellschaft vorbei und vergleiche, ob die identische Verbindung sogar noch günstiger ist.SchnäppchenpreisRabatte & Specials

Trag dich in die Newsletter der Airlines ein. Auch hier bekommst du regelmäßig Specials angeboten oder du kommst in den Genuss ihrer Rabattierungen. Durchforste das Netz nach vertrauensvollen Rabattaktionen und setz diese gezielt zu deiner Buchung ein.

Achte auf die Gebühren für die Zahlungsweise

Neuerdings berechnen Buchungsportale extrem hohe Kosten für die verschiedenen Zahlungsarten. Wenn wir solche Portale meiden, dann ist diese Unsitte auch bald wieder Geschichte.KreditkartengebuehrAls positives Vorbeild sei hier mal KAYAK genannt, denn dort kann man diese Kosten gleich mit einkalkulieren lassen und wird im Nachgang nicht von Mehrkosten überrascht.Kreditkartengebuehr_01UDATE: Ab 2018 sollen diese Gebühren in der EU verboten sein. Darauf achten sollet ihr aber trotzdem, besonders wenn ihr übers Ausland bucht!

Error Fare

Wenn du beim Ziel deiner Reise absolut flexibel bist dann suche unter #ErrorFare auf Twitter nach aktuellen Preisfehlern und ergatter dir mit Schnelligkeit & Cleverness einen Schnäppchenflug. Wie das geht erfährst Du im Link.ErrorFareGepäck

Nicht neu, aber immer wieder erwähnenswert: Brauchst du für einen Wochenendtrip wirklich den Reisekoffer oder reicht auch Handgepäck? Auch bei der Wahl des Gepäckstücks lässt sich Geld sparen. Gerade Billigflieger verlangen für normales Gepäck eine Gebühr. Wenn du nur mit Handgepäck reist, spart dir das zum Teil bis zu 30 EUR. Hier aber unbedingt die Handgepäckrichtlinien der Airline beachten, sonst wirds schnell richtig teuer. Diese findest du immer auf der Airline-Website.FliegenVorsicht

Vorsicht bei Zusatzangeboten – hier legst du ganz sicher drauf! Meist sind diese Angebote alles Andere als günstig! Noch viel schlimmer, du buchst Versicherungen oft auch im Abo! 5 EUR werden angeboten, aber dass du diese nun jeden Monat zahlst, findest du erst wenn du die AGBs des Versicherers genauestens liest. Bei nur einem Trip im Jahr rechnet sich so eine Versicherung, die dann mit insgesamt 60 EUR zu buche schlägt, nämlich überhaupt nicht! Außerdem verteuert es deine Flugbuchung enorm. Rechne hier mal nach! Siehe Servicepaket-> Pro Auftrag!

Buche auch nicht bei Portalen, die dir nur helfen, wenn du ein teures Servicepaket abgeschlossen hast! Service sollte jeder Anbieter leisten. Der Markt für solche Angebote bereinigt sich schnell wieder, wenn wir diese Anbieter konsequent boykottieren.Schnäppachenpreis, Flugbuchung


So nun hoffe ich, dir mit vielen Tricks und Kniffen geholfen zu haben. Etwas Zeit sollte man sich dafür schon nehmen, aber wie du an meinem Beispiel gesehen hast, kann man richtig viel Kohle sparen!

Schreib mir gerne, wenn du noch Fragen oder Anregungen hast. Ich werde den Artikel regelmäßig anpassen und aktuell halten.

Also jetzt: get up & book

Lesotho – Und die Lektion das man Glück nicht kaufen kann

Wohl kaum Jemandem ist das Wort „Lesotho“ ein Begriff und wohl die wenigsten wissen, dass es ein eigenständiges Land inmitten Südafrikas ist. Und auch mir war es nicht geläufig, bis ich den höchsten Pub Afrikas besuchen wollte und über die Sanipassroute unweigerlich auch nach Lesotho kam.image-2015-09-05Diese kleine Enklave inmitten von Südafrika, ist ein eigenständiger Staat und wird als parlamentarische Monarchie geführt. Politisch haben diese beiden Länder jedoch nie zusammen gehört. Mit gerade mal einer Fläche von 30.355 km² ist das Land ein Winzling unter den afrikanischen Staaten. Lesotho hat 1.930.493 Einwohner, das macht in etwa nur 64 Menschen pro km². Zum Vergleich bei uns in Deutschland sind es 227 Einwohner je Quadratkilometer.image-2015-09-05(3)Lesotho liegt zum großen Teil auf einem Hochplateau der Drakensberge. Es ist das einzige unabhangige Land dieser Welt, dessen gesamtes Staatsgebiet über 1.000 Meter liegt und deshalb auch „The Kingdom in the Sky“ – „Das Königreich im Himmel“ genannt wird. Nur die Flache Ebene gilt als fruchtbar ansonsten ist das Land sehr kark und fast baumlos. Außer Wasser hat das Land keine nennenswerten Ressourcen.image-2015-09-05(1)Die Bevölkerung des Landes stammt zu 99% vom Bantuvolk der Basotho ab. Es beherbergt aber auch Minderheiten wie Zulu, Xhosa, Europäer und auch Asiaten. Die Basotho sind ein stolzes Volk mit langer Tradition, gelebter Kultur und eigenständiger Identität. Muttersprache von 99 % der Landesbevölkerung ist Sesotho, trotzdem ist bedingt, durch die britische Besetzung während der Kolonialzeit, auch englisch eine der Landessprachen.image-2015-09-05(7)Lesotho gilt, mit einer Arbeitslosenquote von 45%, als eines der ärmsten Länder dieser Welt. Begründet wird dies durch die geografischen Gegebenheiten, den geschichtlichen Wandel, die Wanderarbeit zur Zeit der Minen in Südafrika und das schlechte Bildungssystem. Allein die Analphabetenrate unter Frauen mit fast 75% spricht Bände. Dennoch habe ich Lesotho als ein Land kennengelernt, was einen unschätzbaren Reichtum hat.image-2015-09-05(4)

Als Gast in einem typischen Basotho Dorf inmitten karger Landschaft und umringt von Schafen lernte ich, worin der eigentliche Besitz dieses Volkes liegt. Unser südafrikanischer Guide kommt seit seiner frühen Kindheit immer wieder in dieses Land, pflegt gute Kontakte und enge Freundschaften und genau das möchte er auch seinen Gästen vermitteln. Er erzählt uns eine Geschichte, die mich bis heute nicht loslässt.image-2015-09-05(6)Er hat nämlich so einen so einfachen Schaafhirten mal gefragt, wie viel Geld er denn besäße und wie viel er auf dem Konto habe. Daraufhin erwiderte der Mann, dass er kein Konto habe, keine Scheine unter dem Kissen horte und auch nur 5 Rand in seiner Tasche habe. Die Schlussfolgerung daraus wäre, dass der Hirte bitterarm ist. Doch er gibt an, 1.000 Schafe, ein Haus und eine große Familie zu haben und sich gar nicht arm zu fühlen. Berechnet man ein Tier mit 20 EUR, dann stimmt das auch, denn dann besitzt er satte 20.000 EUR! Aber um diesen Wert geht es gar nicht, sondern um das was er dem hinzufügt!image-2015-09-05(2)Denn der einfache Hirte bemerkt, dass Touristen in sein Dorf kommen, die sich allesamt gestresst, ausgebrannt und depressiv vorkommen. Er sagt, diese Menschen haben durch ihren Lebensstil vergessen was Glück bedeutet. Wie wertvoll das Leben und die Hilfe im Verband sind und wie viel die Liebe der Familie wert ist. Er sagte zu unserem Guide: „Ich bin nicht reich an Geld, aber an Werten, die Ihr Euch wünscht. Die Ihr aber mit all Eurem Geld nie kaufen könnt.“ Als ich diese Geschichte höre, muss ich schlucken. Und so wie mir geht es allen in meiner Gruppe. Wir alle haben schon erfahren, wie groß der Druck in der Gesellschaft ist, wie sehr unser Handeln vom Konsum geprägt ist und wieweit wir uns von den Menschen entfremdet haben die wir lieben.image-2015-09-05(8)Noch heute denke ich oft an den Besuch im Basutho Dorf nach und die Lektion die ich dort gelernt habe. Das aller Statistik zum Trotz der Wohlstand eines Land nicht an materiellen Werten zu messen ist, sondern dass es vielmehr auf die Lebensfreude, das Miteinander und die Fürsorge im Verband ankommt. Regelrecht erbärmlich kommt mir dagegen dann unser Wertesystem vor.image-2015-09-05(5)Der kurze Ausflug nach Lesotho wurde für mich also zur unschätzbar wertvollen Lektion und ich bin dankbar dafür erlebt zu haben wie man noch im Einklang mit der Natur und den Tieren leben kann. Wie Hilfsbereitschaft, Nächstenliebe und der Zusammenhalt in der Gemeinde gelebt werden und Geld kein Index für Glück ist.

Danke Lesotho, dass ich dein Gast sein durfte und dich anders kennengelernt habe, als durch nüchterne Zahlen. Danke das du mich gelehrt hast, was Glück und Wohlstand wirklich bedeuten.

Wer sich für die ausführliche Geschichte und vor allem für die spannende Anfahrt über den Sanipass interessiert, der klicke bitte auf LINK.

Lesotho_Glueck

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Welche ist die richtige Fotoausrüstung auf Reisen? Hier meine Tipps für dich!

Immer wieder werde ich gefragt, welche Ausrüstung mich auf meinen Reisen begleitet. Gerne stelle ich hier mein Equipment vor und hoffe, es ist eine Hilfe das für dich richtige Equipment zu finden:

Kamera:

Ich besitze eine Canon EOS 60D und habe auch schon mit Nikon fotografiert. Beides sind Profisysteme und es ist eine Glaubens bzw Preisfrage, für welche Marke man sich entscheidet. Ich bin bei Canon gelandet und wenn man die Objektive mal hat, dann wechselt man auch das System nicht mehr so einfach.

image-2015-09-02(38)GoPro Hero4 Silver Edition:

Ja ich habe mir eine GoPro geleistet. Einfach weil ich Actiontouren mag und eine sperrige Spiegelreflex mit hochempfindlicher Technik keine Option ist. Ich brauchte eine Kamera die klein, leicht, Wasser- und Staubfest ist und das Erlebte auch als Video festhält und da hat sich eine GoPro wie keine Andere angeboten. Sie ist tausendfach bewährt und für meine Ansprüche genau der richtige Begleiter.image-2015-09-02(45)Mini-Knipse:

Ja, ich habe sie noch, eine kleine Knipse die man schnell in der Hosentasche verschwinden lassen kann und auf keiner Reise fehlen darf. Auf belebten Märkten, bei Festivals & Konzerten oder in Situationen in denen teures Equipment einfach nicht angebracht ist, nutze ich diese Kamera und bin damit immer sicher gereist, ohne das mir durch den Verzicht auf die Spiegelreflexkamera Motive verloren gegangen sind.image-2015-09-02(66)Objektiv:

Ich bin ein großer Fan von sogenannten Reiseobjektiven und schwöre daher bei meinen Touren auf mein Tamron 16-300mm. Einfach weil man schnell und flexibel auf sich wechselnde Motive eingestellt ist. Ich erinnere mich mit Schrecken an meine erste Safari zurück, wo ich mit „umschrauben“ nicht hinterher kam und die besten Motive verpasst habe. Natürlich ist mir bewusst, dass sie nicht so Lichtstark sind, wie Festbrennweiten und ich hier Abstriche machen muß. Natürlich kann ein Handy mit entsprechend guter Kamera hier auch die Minicam ersetzen.image-2015-09-02(39)Zweiter für mich wichtiger Fakt an bei Objektiven ist, dass bei einem Wechsel immer auch Schmutz und Staub auf einen Sensor kommen kann und es macht wahrlich keinen Spaß den später mühselig raus retuschieren zu müssen. Deshalb auch hier der Punkt fürs Reiseobjektiv.

Auch lasse ich mein Equipment nie unbewacht und führe es stets bei mir. Also spielt das Gewicht eine weitere wichtige Rolle. Ich war es irgendwann leid, den schweren Fotorucksack mit 3 verschiedenen Objektivarten mitzuschleppen. Ich reise in der Hauptsache – die Fotografie ist das Hobby nebenbei. Wenn ich eine professionelle Fotoreise mache, hab ich einen anderen Anspruch und würde mich darauf konzentrieren und entsprechend mehr Ausrüstung bei mir führen. So aber ist es mir in erster Linie wichtig das Reisen und das Erlebte festzuhalten. Diesem Anspruch geschuldet habe ich mich bewusst für ein Reiseobjektiv entschieden und dies bisher auch nicht bereut.image-2015-09-02(52)Gehe ich auf Safari sieht die Sache ganz anders aus. Hier ist in meinen Augen eine 300er Brennweite viel zu gering. In den meisten Parks ist es schlicht verboten, auszusteigen und sich an sein Motiv anzupirschen. Ein schlafender Löwe kann schnell zur lebensbedrohlichen Gefahr werden. Hier muss ich also meinen „Nachteil“ über das passende Objektiv wegmachen. In dem Fall ist mindestens eine 500er Brennweite ein „Muß“, um nachher nicht von den Distanzfotos enttäuscht zu sein.image-2015-09-02(51)Stative & Halterungen:

Ich habe zwei Stative und diverse Halterungen für die GoPro

1.) Ein Reisestativ für Städtetripps, Nachtaufnahmen oder für Fotos bei Veranstaltungen. Es hat ein relativ geringes Gewicht, aber die nötige Stabilität die ich zum Fotografieren benötige. Ich habe mich für einen Kugelkopf entschieden, weil ich den sehr praktisch finde. Seit ich auch kleine Filme drehe, fehlt mir allerdings ein Videogriff. image-2015-09-02(48)2.) Außerdem habe ich ein so genanntes Gorillapad. Das nutze ich gerne, wenn ich mit dem Rucksack reise und Gewicht sparen muss. Es wiegt wenig und durch seine Flexibilität ist es leicht im Rucksack verstaubar. Der größte Vorteil ist aber, dass es so gelenkig ist, dass es überall einsetzbar ist. Ob Balkongeländer, Autodach oder auch mal um einen Ast am Baum gewickelt – für mich der perfekte Helfer.image-2015-09-02(47)3.) Die GoPro hab ich mit einer Autohalterung ausgestattet, da wir als Road Tripper damit die Landschaft einfangen. Zum Tauchen verwende ich einen Teleskopstab ähnlich eines Selfiesticks. Damit kann ich mich Fischen oder Korallen besser nähern ohne sie zu verschrecken oder sie mit meinen Flossen zu zerstören. Beim Mountainbiken oder beim Fliegen greife ich auf eine Kopfhalterung zurück, da ich die Hände frei haben will.image-2015-09-02(49)Speicherkarten:

Ich habe auf Reisen immer mehrere Speicherkarten dabei. Aus Gründen der Datensicherheit und auch, weil ich ja mindesten 3 Kameras bei mir führe. Meine größte Karte hat 64 GB. Inzwischen weiß ich aber, dass es völliger Unsinn war, so eine große Karte zu kaufen. Ist nur knapp die Hälfte des Datenvolumens belegt, führt das Ablegen der Fotos zu Fehlern beim Fotografieren. Also lieber mehrere Karten mit weniger Volumen. Im Schnitt fotografieren ich 2 GB am Tag. Das macht in 2 Wochen Reisezeit also 28 GB. Eine 32iger Karte reicht mir also in völlig aus. Da Karten gerne mal kaputt gehen, splitte ich lieber in mehrere Karten (2x 16GB) und sichere meine Daten auch regelmäßig.image-2015-09-02(67)Fernauslöser:

Der Fernauslöser kommt in der Regel nicht mit auf Reisen, da ich gerne an Gewicht spare. Um ein Verwackeln im Urlaub zu vermeiden, nutze ich meistens den Zeitmechanismus. Auf 2 sec. eingestellt verhindert er genauso ein Verwackeln während des Auslösens bei z.B. Langzeitaufnahmen.image-2015-09-02(43)Akkus:

Mindestens 1 Wechselakku ist ein MUSS! Aus meiner langjährigen Erfahrung kann ich aber sagen, dass es nicht immer der Originalakku sein muss und man auch sehr gut mit den günstigen Alternaiven reist.image-2015-09-02(46)Ladegeräte:

Ein notweniges Übel sind Ladegeräte. Jede Kamera hat da ihr eigenes System. Wenn zumindest das Stromkabel am Gerät das Gleiche ist, geht nur eines mit auf Reisen. Vorteil ist, ich spare Gewicht, Nachteil, ich kann zB. Spiegelreflex & Minikamera nicht gleichzeitig laden. Aber einen Tod muss man ja sterben. Auf Roadtrips oder beim Camping empfiehlt sich der Einsatz von mobilen Ladegeräten, die sich über den Zigarettenanzünder des Autos laden lassen.image-2015-09-02(44)Reinigung:

Ein Mikrofastertuch auf Reisen ist das Mindeste, was man seiner Kamera an Gutem tuen sollte. Ein fasriges Tempotaschentuch vermasselt einem jede Aufnahme. Wer nicht auf das Gewicht des Gepäcks achten muß, der ist auch mit Pinsel und Blasebalg gut beraten.image-2015-09-02(68)Plastiktüte, Schwimmsack & Co.

Je nach Reiseland & Einsatzgebiet empfiehlt es sich sein teures Equipment besser zu schützen. An Stränden oder in Afrika wo es garantiert staubig ist, muss die Kamera & das Objektiv unbedingt in eine Schutzhülle oder wenigstens in eine Plastiktüte eingewickelt werden. Nach dem Einsatz unbedingt mit einem Pinsel, Blasebalg oder Tuch gründlich von Sandkörnern befreien. Ein Korn reicht aus, das Objektv zu schrotten, eure Linse zu zerkratzen oder den Sensor zu belegen und die Fotos zu ruinieren. Ich hatte eine Miniknipse mal genau einen Tag in Gebrauch am Strand, dann hatte ich sie ruiniert! Auch Aufschrauben, auspusten und gründlich reinigen, haben sie nicht mehr gerettet. Das Objektiv fuhr nicht mehr aus und nur weil ich das mit dem Staub nicht bedacht hatte.image-2015-09-02(70)Kameratragegurt:

Diesen führe ich hier mal extra an, denn diesen Fehler sehe ich fast immer auf Reisen! Man ist bemüht nicht durch teure Sachen & Schmuck aufzufallen und hat dann aber einen Kameragurt der jedem Dieb auf hundert Metern ins Auge fällt! Wenn da EOS oder NIKON draufsteht, dann hat die mitgeführte Technik eben ihren Wert und den kennen auch Räuber. Ich habe mir einen robusten und vor allem unscheinbaren Tragegurt besorgt um mich nicht gleich zum Ziel zu machen, wenn die Kamera schon dabei sein muss. Wer ganz sicher gehen will, dass der Gurt nicht zerschnitten und die Kamera geraubt wird, der sollte sich nach einem Modell umschauen, welches nicht durch trennbar ist! Es gibt sie mit speziellen Metalldrähten darin, die noch jeder Schere standgehalten haben.image-2015-09-02(40)Kamerarucksack:

Meinen Kamerarucksack hatte ich mal regelmäßig in Gebrauch und nutze ihn inzwischen nur noch für reine Fotoausflüge. Auf Reisen macht man sich auch damit zum Ziel. So ein Rucksack ist in der Regel leicht für Diebe erkennbar. Eine schlichte Umhängetasche hingegen kann ein typisches Frauenutensil mit allerlei „Unsinn“ darin sein. Das mache ich mir zu Nutze und verstaue meine Kamera darin.

image-2015-09-02(50)Netbook

Zur Fotoausrüstung auf Reisen zähle ich auch mein Netbook. Es dient mir als Zwischenspeicher, zum Aussortieren und Editieren des Bildmaterials. Ich habe mich bewusst für ein Netbook entschieden, weil es klein, leicht, relativ unauffällig ist und doch alles leistet, was ich unterwegs brauche.image-2015-09-02(41)Stirnleuchte

Wenn ich Nachtaufnahmen plane, ist auch die Stirnleuchte mein Begleiter, damit ich im Dunkeln das Stativ sicher aufstellen kann und auch die Kamera sich leichter bedienen läßt.

image-2015-09-02(42)Und ja, die ganze Ausrüstung hat ein gewisses Gewicht, was man quasi ständig mit sich rumschleppt. Hier muß jeder für sich entscheiden, wieviel Schlepperei schöne Fotos wert sind. Ich spare dann lieber an Schmuck, Schuhen und Make up auf Reisen.

#info
Wer weitere oder tiefergehende Fragen zur Ausrüstung hat der darf gerne mit mir in Kontakt treten.

Südafrika – Wenn die Natur ihre Wunder offenbart. Eine Bootsfahrt in der Langebaan Lagune

Ich bin unterwegs mit meinem guten Freund Craig, der mich übers Wochenende ins Haus seiner Eltern in Langebaan an der Westküste einladen hat. Zusammen mit seinem Dad starten wir zu einer Bootstour in der Lagune. Wir haben die Leinen gelöst und schippern gemütlich mit unserem kleinen Gefährt durch ruhiges Gewässer. Die Sonne kitzelt meine Nase, ich blinzle in den wolkenlosen Himmel und bin umgeben von türkisblauem Wunderwasser. Zumindest empfinde ich es so. Segelboot BootEs ist ein herrlicher Tag und die beste Gelegenheit die Seele baumeln und sich treiben zu lassen. Ich genieße die Gesellschaft der Beiden. Wir plaudern über die Unterschiede deutscher und südafrikanischer Kultur und Traditionen. Erzählen von unserem bisherigem Leben und lachen über alte Anekdoten. Ich liebe das! Den direkten Kontakt mit Menschen aus anderen Ländern. Ich könnte ihren Geschichten für Stunden lauschen ohne müde zu werden und ich empfinde es als Riesen Glück sie gefunden zu haben.CraigDer Tag könnte also gar nicht perfekter sein, als sich am Horizont plötzlich eine dunkle Wolke formt und ein riesiges schwarzes Ungetüm sich uns unbeirrt nähert. Es ist mit bloßem Auge nicht auszumachen was da vor sich geht. Erst als wir wirres Kreischen in der Ferne vernehmen, können wir mit Bestimmtheit sagen was es ist.KormoraneUns nähern sich tausende und abertausende von Kormoranen! Ein riesiger, schier endloser Schwarm fliegt über dem seichten Wasser ein. Uns stockt der Atem. Craigs Dad ist fassungslos. Seit seiner Jungend besucht und lebt er an der Lagune, aber so ein Schauspiel hat er noch nie zuvor erlebt. Ununterbrochen überfliegen oder wassern die Vögel um uns herum.KormoraneDas aufgeregte Treiben nimmt kein Ende. Immer mehr Vögel fliegen ein und ihr riesiger schwarzer Schleier hat sich wie ein Teppich über das Wasser gelegt. Ihre Zahl lässt sich nicht messen, nicht mit dem Auge erfassen und nicht mit Phantasie beziffern. Zu viele Tiere, zu viel Bewegung und Aufregung ist da vor uns im Wasser. Wir stehen wie angewurzelt auf dem Boot und betrachten was sich vor unseren Augen abspielt. Der Motor ist abgeschaltet und wir schweigen uns an. Keiner will diesen Moment zerstören, denn eins wissen wir ganz genau, so ein Naturschauspiel erlebt man nur einmal im Leben.KormoraneWir beobachten die aufgeregten Tiere. Sie flattern umher, landen auf dem Wasser, tauchen ab, schnattern herum und starten erneut. Überall um unser Boot das gleiche ausgelassene Treiben. Über 20 min. nimmt der Strom an Vögeln nicht ab und wir sind gefesselt von diesem Naturschauspiel. Dann verlässt uns der letzte Vogel. Bedächtig und kopfschüttelnd fragen wir uns, was das gerade war. Was hat all diese Vögel hier her gebracht? War ein Fischschwarm in der Lagune? Sammeln sie sich zum Weiterflug? Wir sind absolut ahnungs- und ratlos.KormoraneWir werfen den Motor wieder an und setzen unsere Fahrt fort. Doch diesmal ist es still, denn noch immer sind wir aufgewühlt und haben die Bilder dieser prächtigen Vögel im Kopf. Noch immer beschäftigt uns die Frage nach dem „Warum?“Mykonos HafenAls wir den Hafen erreichen, können wir es nicht abwarten allen Daheimgebliebenen von unserem Erlebnis zu erzählen. So wunderbar, so einzigartig, so unbeschreiblich und kaum in Worte zu fassen, war unsere Entdeckung. Wir sind einfach nur unglaublich dankbar, dass wir einem solchen Schauspiel beiwohnen durften. Perfekter und erinnerungswürdiger kann ein Tag fast gar nicht sein.

Das Video zum Schauspiel findest Du hier:

Special thanks to my South African friend Craig and his family for this remarkable weekend and the lovely boots tour. It will forever stay in my mind!

#infoMit diesem Artikel beteilige ich mich an der Reisespatz Blogparade zum Thema „Mein schönstes Naturerlebnis auf Reisen„.
Danke an Sabine für diese schöne Idee mit der ich mit diesem Artikel auch gerne teilnehme.

Hast du auch schon so wunderbare Erfahrungen in der Natur machen können? Was beeindruckte dich am Meisten? Erzähl mir von deinem speziellen Moment im Kommentarfeld und lass mich teilhaben!

El Salvador? Bist du lebensmüde? Nein, nur weltoffen!

Ich erinnere mich noch sehr lebendig, es war 4 Uhr in der Nacht irgendwann im Januar 2014, als ich meinen Flug nach El Salvador buchte. Es war eine dieser Nächte in denen ich nicht schlafen konnte, mich umherwarf und letztlich doch zum Smartphone griff und auf Facebook surfte. Plötzlich tauchte da diese Meldung auf „Error Fares bei Iberia. Flüge für 350 EUR nach Lateinamerika“. Um ganz ehrlich zu sein, ich hatte keine Ahnung, was diese Region zu bieten hatte. Bisher war Zentralamerika für mich ein dunkler Fleck auf der Landkarte. Aber die Aussicht, so günstig so weit weg zu kommen, erschien mir sehr, sehr reizvoll.image-2015-08-27(8)Schnell also durchforstete ich das Netz nach Bildern, der Länder die angeboten waren, um einen Eindruck zu bekommen. Bei diesen Preisfehlern im Internet sollte man schnell sein, das wußte ich. Außerdem hatte ich noch Resturlaub den ich verbraten musste und konnte mir also ungezwungen einen Flug sichern.image-2015-08-27(9)Ok, El Salvador klingt doch spannend, die Stände sehen hübsch aus und die Terminvorgaben passen. Also, die Kreditkarte gezückt und gebucht! Mitten in der Nacht und ohne eine Ahnung, was genau mich da genau erwarten würde. Schnell noch einen Post auf Facebook hinterlassen, dass ich in 8 Wochen fliegen werde und dann, mit äußerster Zufriedenheit ein Schnäppchen gemacht zu haben, eingeschlafen.image-2015-08-27(1)Dafür das böse Erwachen dann am nächsten Morgen. Kommentare auf meiner FB Wall: „Sag mal spinnst Du? Du kannst doch nicht so einfach ohne Kenntnis nach El Salvador fliegen. Noch dazu alleine!“ oder „Wusstest du, dass das Land eine der höchsten Mordraten der Welt hat?“ Oder auch: „Du wieder! Dich kann man auch nicht alleine lassen! Informiere Dich mal beim Auswärtigen Amt über die Reisewarnungen, dann willst du da bestimmt nicht mehr hin.“image-2015-08-27(6)Mir ist schlagartig schlecht und Farbe habe ich auch keine mehr im Gesicht. Wieder starte ich Google und frage nach Sicherheit, Reisewarnungen und Gewalt in El Salvador. Prompt werde ich noch blasser. Ich hätte vielleicht nicht auf Bilder klicken sollen. Nicht schön, was man da sieht. Auch nicht, was das auswärtige Amt da von sich gibt. Es vergehen Stunden der Recherche, meine Gefühle fahren Achterbahn, meine Gedanken kreisen und in meinem Kopf dreht sich alles. image-2015-08-27(4)Inzwischen auch die ersten besorgten Anrufe meiner Facebookfreunde. Jeder will mir dieses Land ausreden. „Hast Du eine Reiserücktrittsversicherung?“ „Mach das bloß nicht“ „Ich könnte es ja verstehen, wenn Du nicht als Frau alleine reisen würdest, Hast Du denn niemanden der mit dir fliegen würde?“ NEIN, verdammt! Ich bin Single und es hat auch Niemand Bock mit mir in so ein Land zu fliegen. Mit so viel besorgten Freunden hatte ich nicht gerechnet. Ist ja wunderbar, aber führt bei mir zu Trotzreaktionen. image-2015-08-27(2)Ich bin kein kleines Kind mehr! Ich bin alleine nach Südafrika gegangen und habe dort gelebt. Das Land hat auch ein Gewaltproblem und ich bin unbeschadet zurück gekommen. Auch erinnere ich mich an das Gezeter vor meiner DomRep Reise. „Geh bloß nicht aus der Anlage! Da gibt es überall schwer bewaffnete Menschen und streunende Hunde“ Letztlich war ich nur außerhalb der Pauschalurlaubermauern aka der Hotelanlage und es war sehr, sehr toll! Also beschließe ich, auch nach El Salvador zu fliegen. Ich habe Afrika überlebt, dann schaff ich auch das. Ich werde mich gut vorbereiten, achtsam sein und mich an die Regeln halten.image-2015-08-27(5)Und das habe ich auch und nicht nur das! Ich habe ein ganz anderes El Salvador kennenlernen dürfen, als das was mir an Horrorgeschichten im Netz begegnet ist. Ich bin allerorts mir offenen Armen empfangen worden, habe neue Freund gefunden und so viel an Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft erfahren dürfen, wie noch in keinem Land davor. Die Herzlichkeit und Gastfreundschaft haben meine Reise ganz speziell gemacht und mir gezeigt, dass Statistiken nicht unbedingt etwas mit dem Leben und dem Alltag der Menschen in einem Land zu tuen haben.

#info

Speziell für Latainamerika läßt sich sagen, dass sich Kriminalität oft im Drogenmileu oder in Bandenkriegen finden lässt, mit denen der einfache Reisende eigentlich nie in Kontakt kommt. 

Wer also eine Reise in ein Land plant, der sollte sich ganz genau informieren und hier meine ich nicht nur die Seiten des auswärtigen Amtes, die geben zwar einen Einblick, wo die Probleme liegen, aber in keinem Fall zeigen sie auf, in wieweit mal als Reisender betroffen ist.

Meine Erfahrung zeigt, dass Reiseblogs die beste Möglichkeit sind, zu erfahren, wie es in einem Land wirklich aussieht. Dort bist du sehr schnell informiert, ob man sich sicher und wohl fühlen kann. Außerdem es gibt einen direkten Kontakt, bei dem Du nachfragen kannst, wenn Du dennoch unsicher bist. Meine Entscheidungen in ein Land zu reisen oder es zu meiden, hängen inzwischen nicht mehr an Preisschnäppchen, sondern an genau diesen Informationen. Wenn Einheimische oder Backpacker ganz klar sagen, dass es zu gefährlich ist, dann halte ich mich daran und reise nicht. Mit diesem Weg fahre ich sehr gut und bisher immer auch sehr sicher.

Wie im frostigen Schweden Huskys das Herz erweichen. Vielleicht ja auch deins?

Da stehe ich nun, umgeben von einer Herde Huskies, die außer Rand und Band sind und wild um mich toben. Ich bin mir ganz sicher, dass mir das vor Jahren, mit absoluter Wahrscheinlichkeit Schweißperlen und Herzaussetzer bereitet hätte. Hunde waren so gar nicht meine Tiere, weil ich schlichtweg als Kind oft genug gebissen wurde und panische Angst vor ihnen hatte. Meine Jahre in Südafrika haben mir diese Angst genommen. In fast jedem Haushalt gibt es schon aus Sicherheitsgründen einen Hund. Mir blieb also nichts anderes übrig, als mich zu arrangieren und diese Tiere zu mögen. image-2015-08-26(1)Und hier umringt von all den freudig springenden Huskys zu sein und nicht zu kollabieren zeigt sehr gut, das meine „Therapie“ geklappt hat. Was für ein schönes Gefühl das doch ist, ihre Aufregung zu spüren, intensiv wahr zu nehmen wie pure Freude mich umgibt und wie ihre Euphorie sich auf mich überträgt. „Ja, mein Junge, ein ganz ein schöner bist du“ rede ich dem Tier neben mir zu und streichle ihm über den Kopf. Und bin wieder von mir überrascht. Mein ganzes Leben hatte ich geglaubt, Hunde sind bösartige Bestien, die nur darauf bedacht sind, ihre messerscharfen Zähne zu fletschen und mich zu zerfleischen.image-2015-08-26Und jetzt stehe ich hier umringt von Huskies und habe das tiefe Bedürfnis jeden von ihnen zu knuddeln. Zu verlockend aber auch, diese wuschelweichen Fellmonster. „Oh ich darf was? Ich darf ein Baby Husky in den Arm nehmen?“ Noch im gleichen Moment fängt mein Herz an schnell zu schlagen, meine Mundwinkel formen ein freudiges Strahlen und meine Augen glänzen. „Puppies“ heißen Hundebabys im englischen und diesen Begriff liebe ich. Er ist nicht so nüchtern wie unser deutsches Wort „Welpen“. Puppies klingt niedlich und umschreibt viel lebendiger was sie sind, nämlich zuckersüße Wonneproppen, die tolpatschig durch die Gegen stolpern und mit ihrem drolligen Wesen jedes Herz erweichen. Meine Begeisterung so einen putzigen Vierbeiner gleich im Arm zu halten, kennt also ab dem Moment keine Grenzen mehr. 

image-2015-08-26(1)Das so ein achtwöchiger Husky allerdings schon die Dimensionen eines ausgewachsenen Hundes hat, begriff ich erst, als ich das Riesenbaby in den Arm gedrückt bekam. „Wow ist der schon groß“ bestaune ich den Kleinen. Nur an seiner Unsicherheit bemerkt man, dass er noch ein scheues Kind ist. Nach ein paar sanften Streicheleinheiten hat er seine Scheu abgelegt und kuschelt sich an mich. Ich könnte heulen vor Freude, denn das ist es, was ich an Tieren mag. image-2015-08-26Sie zeigen dir direkt, ob sie dich mögen oder nicht. Keine falsche Freundlichkeit wie bei uns Menschen. Entweder Du bekommst die Pranke ins Gesicht oder eine Zunge die dich abschleckt. Und hier ist es ganz eindeutig so, dass ich gemocht werde. Und ich mag ihn auch, den kleinen Racker. Immer wieder reiben wir die Köpfe aneinander und zeigen uns so unsere Zuneigung, Ok, vielleicht hat er sich auch in meine Wintermütze verliebt, die hat ja auch die Anmutung eines Fells. Sogar die eines Huskyfells. Wobei ich anmerken möchte, dass ich keine echten Tierfelle trage! Aber ich kann mir sehr gut vorstellen, dass meine Kopfbedeckung auch ein Grund für die schnelle Vertrauensbasis zwischen uns war.image-2015-08-26(2)Da ich nicht die einzige in der Gruppe bin, muss ich mein gerade lieb gewonnenes Hundebaby in andere Arme abgeben. Sehr schwer fällt mir das, aber es hat auch den Vorteil, dass man das Gewicht ablegt und nun direkt zwei Hände frei hat, um die Streicheleinheiten zu intensivieren. Also, hält sich mein Abschiedsschmerz in Grenzen. 

Was haben diese Tiere doch für intensive Augen, fällt mir in dem Moment auf. Dieses strahlend helle blau was bestechend & eindringlich zu gleich ist. Mein Blick ist gefesselt vom Anmut dieser Tiere. Es gibt sicherlich viele faszinierende Hunderassen, aber Huskys sind ohne Frage, eine Klasse für sich. image-2015-08-26(3)Und wieder befinde ich mich in der aufgeregten Herde, springen die Tiere an mir hoch, wackeln sie aufgeregt mit den Schwänzen, jaulen sie vor Freude und ich beschließe gleich am nächsten Tag eine Huskytour zu machen, damit ich sie auch in Action erleben kann. Damit ich ich das Wesen dieser Hunde noch besser begreifen kann und natürlich auch noch mal die Chance habe, ein paar Stunden mit ihnen zu verbringen. Der Abschied an diesem Tag fällt mir daher nicht schwer, denn schon am nächsten Morgen werde ich wieder da sein!#infoWenn du Lust bekommen hast es mir gleich zu tun und mit Huskys auf Tuchfühlung oder gar eine Schlittenhundefahrt zu gehen, dann hier noch ein paar Tipps für dich:

Man muß keinen teuren Pauschalurlaub mit Schlittenhundefahrt buchen, sondern kann sich das auch ganz leicht allein zusammen stellen.
Ich bin von Stuttgart via Direktflug nach Arvidsjaur geflogen. Der Ort liegt im schwedischen Teil von Lappland und ist ideal für Wintersport in allen Formen. (Langlauf, Abfahrts-Ski, Schneeschuhwandern, Schneemobiltouren, Schlittenhundefahren, Autotouren auf Eis usw.) Ich war im Hotel Laponia untergebracht. Es gibt aber auch eine Menge weiterer empfehlenswerter Hotels und privater Unterkünfte. In der ganzen Umgebung gibt es verschiedene Husky-Camps die für Besucher offen stehen und bei denen Schlittenhundfahrten gebucht werden können. Wir haben für diese Fahrt 140 EUR bezahlt. Hier kommt es auch darauf an, ob man den Schlitten selbst fahren möchte oder auf einen erfahrenen Schlittenhundeführer zurück greift. Wie überall gibt es Unterschiede bei den Anbietern und man sollte sich ein wenig im Netz umschauen um den für sich richtigen Anbieter zu finden.

 

Frostigen-Schweden-Huskys-Herz-erweichen

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