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Walsaison in Südafrika – die besten Spots & Insider-Tipps

Wann ist eigentlich Walsaison in Südafrika? Lohnt sich eine Reise dahin? Welche Wale kann man beobachten und wie viele? Welche sind die besten Spots für Beobachtungen? Hat die Corona-Pandemie Auswirkungen auf das Whale Watching? Auf alle diese Fragen findest du Antworten in meinem Beitrag! Aber zunächst lade ich dich zu einer visuellen Reise zu den Walen ein:

Wann ist Walsaison in Südafrika?

Erstmal die gute Nachricht, mit viel Glück kann man in Südafrika das ganze Jahr auf Wale stoßen, aber nur der südafrikanische Winter bedeutet wirklich auch Walsaison. Zwischen Juli und Dezember zieht es Buckelwale (Humpback), Brydewale und Southern Right Whales (Südkaper/Glattwale) in die Gewässer am Kapland, um sich zu vermehren. Die Ankunft der Wale lockt dann nicht nur die Touristen an die Küste, auch den Südafrikanern gibt es etwas, auf das sie sich in den tristen Wintermonaten freuen können. Und so sind die ersten bedeutenden Sichtungen immer etwas ganz besonderes und genießen eine große mediale Aufmerksamkeit.

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Warum kommen die Wale nach Südafrika?

Die Wale wandern in und aus antarktischen Gewässern nach Südafrika, um sich hier zu paaren und zu gebären. Das Wasser ist ein paar Grad wärmer und daher für den Nachwuchs besser geeignet, der noch keine dicke Fettschicht hat. In den südafrikanischen Sommermonaten dann, ziehen die Wale weiter in die kälteren, aber nahrungsreicheren Gewässer des Südens.

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Wie viele Walen sind in der Saison zu beobachten?

Es gibt keine genaue Aussage, wann der Peak erreicht ist, wann die meisten Wale in den Gewässern der False und Walker Bay zu beobachten sind. Und auch Höchstzahl der Wale sorgt immer wieder für eine hitzige Diskussion, da sie von Jahr zu Jahr schwankt. Aktuelle, weltweite Studien zeigen aber, dass die Population der Glattwale bei etwa 20.000 liegt. Diese Zahl verteilt sich jedoch ziemlich gleichmäßig auf Südafrika, Australien, Neuseeland und Südamerika. Allerdings wandern nicht alle Wale jedes Jahr. Die Chancen stehen also sehr gut, sich den Traum zu erfüllen und Wale zu beobachten.

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Gibt es Wale nur zwischen Juli und Dezember?

Im Westkap sind das ganze Jahr über Glattwale beobachtet worden, was viele zu der Annahme veranlasst hat, dass es in diesen Gewässern, fest ansässige Tiere gibt. Leider ist wenig darüber bekannt, ob diese Tiere wirklich hier heimisch sind oder nicht. Die Wale, die das ganze Jahr über da sind, dauten aber darauf hin, dass sie eine konstante Nahrungsquelle gefunden haben und daher keine Notwendigkeit haben, zu wandern.

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Was gibt es noch zu beobachten?

Die Gewässer des Westkaps werden aber nicht nur von Southern Right Whales, Buckelwalen und Brydewalen besucht. Als ich noch in Kapstadt lebte, war ich ein Wochenende in DeKelders. Vom Balkon des Gästehauses konnten wir Orcas in der Bucht beobachten und sogar springen sehen. Das war ein phantastisches Erlebnis. Quasi Wildlife-Abenteuer vom Frühstückstisch aus.

Ich habe selbst meine erste Whale Watching Tour von Gansbaai aus unternommen und hatte damals das riesige Glück beim Sardine Run dabei zu sein. Neben Walen und Haien haben wir auch tausende Delfine zu Gesicht bekommen. Ein irres Erlebnis. Hier sei euch für Whalewatching-Touren das Unternehmen Marinedynamics mit gutem Gewissen empfohlen.

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Zudem ist die Walker Bay der Hot Spot für das Tauchen mit weißen Haien. Das Käfigtauchen muss man wollen, mir hat es völlig ausgereicht, es vom Whalewatchingboat aus zu beobachten. Diese Tiere haben eine beeindruckende Größe und ich erinnere mich an die Gänsehaut-Momente, als die Haie unser Boot und den Käfig umkreisten. Der Thrill hat meinem zarten Gemüt völlig ausgereicht.

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Die besten Spots für Walbeobachtungen in Südafrika

Natürlich gibt es Wale in der ganzen Kapregion und hoch bis nach Namibia zu beobachten. Walbegeisterten empehle ich jedoch, in dieser Zeit an die Hotspots der Walker Bay (Hermanus, Gansbaai, DeKelders) oder an die False Bay (Simons Town, Kalk Bay) zu reisen, um die Meeresriesen beobachten zu können.

Hermanus ist zur Hauptstadt der Kap-Wal-Küste gekrönt worden. Im Jahr 2019 wurde dieser Ort zu Recht zum besten Walbeobachtungsplatz der Welt gekürt. Und Reisende können sich hier nicht nur auf Walsichtungen freuen, denn Hermanus ist zudem auch eine UNESCO-Stadt der Gastronomie und lockt mit erstklassiger Küche und dem weltberühmten Wein-Valley „Hemel-en-Aarde„.

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Whalewatching & Corona

Im Jahr 2020 wird die Walsaison leider anders durchgeführt werden müssen, als in den vergangenen Jahren. Das Whalewatching wird vorerst unter Alarmstufe 3 vom Land aus erfolgen müssen. Gerade für Hermanus kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass das gar kein Problem ist. Man setzt sich mit einem Fernglas an die Bank am Meer und kann die Tiere in unmittelbarer Kliff-Nähe beobachten. Ein Wahnsinnserlebnis und (um es positiv zu sehen) vom Land aus erspart man sich schon die Seekrankheit, die so manchen auf den Whalewatchingbooten schon ereilt hat. Mich inklusive;)

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Am 7. Juli 20202 wurde von den Klippen von Hermanus aus ein atemberaubendes Video einer Walmutter und ihrem Kalb  gefilmt. Schau dir auch mal das Filmmaterial dazu an, es macht definitiv Lust auf Whalewatching:

Interessante Fakten über den Southern Right Whales / Glattwale:

    • Ein erwachsener Südlicher Glattwal hat die Größe von 10 Elefanten
    • Südliche Glattwale sind Bartenwale, d.h. sie haben keine Zähne
    • Anstelle von Zähnen haben diese Meeressäuger 450-500 Bartenplatten im Maul
    • Bei der Nahrungsaufnahme zieht eine südliche Rechte ein großes Wasservolumen zusammen mit Krill in ihr Maul, das Wasser wird dann durch die Bartenplatten gepresst und fängt den Krill ein, der dann geschluckt wird

Gästehaus mit Wal-Blick gefällig?

Die meisten Whalewatching-Touren starten von Gansbai in die Walker Bay, daher empfehle ich dir auch ein Gästehaus in dieser Region. Da die Touren meist sehr früh starten, sparst du dir morgens die lange Anreise von Hermanus aus. In Gansbai oder DeKelders hast du zudem die besten Chancen ein Gästehaus an der Buch zu finden und die Wale direkt vom Bett oder Balkon aus beobachten zu können. Ich habe mehrfach Urlaub in der Sea Star Lodge gemacht und kann diese mit bestem Gewissen empfehlen. Übrigens habe ich von da aus damals auch die Orcas beobachtet.

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Wale sind für dich das Größte?

Wußtest du, dass ich 2018 die offizielle „Walflüsterin“ war? Nein? Dann folge doch mal dem LINK, um mehr darüber zu erfahren und vielleicht selbst mal Walflüsterer zu sein!

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Hinweis: Die im Beitrag genannten und verlinkten Gästehäuser und Unternehmen empfehle ich aus persönlicher Motivation und ohne einen geldwerten Vorteil. Ich möchte damit meine guten Erfahrungen teilen und anderen Reisenden einen Mehrwert bieten.

 

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Volunteering mit Löwen & das Millionen Dollar Business mit der Naivität von Freiwilligen

Freiwilligenarbeit mit Löwen und anderen Tieren in Afrika klingt so romantisch und wertvoll, aber den meisten Volunteers ist gar nicht klar, welchen Schaden sie damit anrichten und welches BigBusiness sie durch ihr vermeintliches Engagment unterstützen.

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Ein flauschiges Löwenbaby im Arm halten, mit der Flasche aufziehen und ein Foto für die Nachwelt auf Instagram posten. Dieses Bild haben viele Volunteers aus der ganzen Welt im Kopf. In ihrem Drang Gutes zu tun und das auch zu zeigen, blenden sie die Schattenseiten absolut aus. Deshalb möchte ich meine Geschichte mit dir teilen und ein Bewußtsein dafür schaffen, was wirklich mit den Löwen passiert.

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Freiwilligenarbeit mit Löwen in Afrika – meine Erfahrung

Ich bin in Simbabwe unterwegs. Wir besuchen den „Antelope Park“ als Teil unseres gebuchten Pakets. Über dieses Ausflugsziel weiß ich nichts weiter, als das es ein Stopover am Rand der Strecke ist. Als wir dort ankommen parkt der Truck neben Löwenzwingern und wir erfahren, dass alle Tiere hier gerettet wurden. Das sie im Park eine neue Heimat gefunden und liebevoll aufgezogen werden. „Liebevoll?“ „Heimat?“ seht ihr etwas Anderes als ich?

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Ich springe vom Truck und laufe das Gatter ab. Meine Hauskatzen haben in meiner Wohnung mehr Platz, als dieser Löwe hier im Zwinger. Das Gelände des Parks ist riesig, warum also, wird das Tier im Mini-Gatter gehalten und das in praller Sonne, ohne einen schattenspendenden Baum oder Unterstand? Mir fällt ein weiterer viel zu kleiner Löwenzwinger auf, hier sind zudem drei Tiere untergebracht. An ihren Trampelpfaden entlang des Zaunes und ihrem Verhalten kann auch der Leihe erahnen, dass die Löwen eine Verhaltensstörung aufweisen. Kommt nur mir das komisch vor, frage ich in die Runde?

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Löwe & Freiwilligenarbeit – die Gelddruckmaschinen

Eine Mitreisende weigert sich vehemend den Truck zu verlassen und klärt mich über Lion-Parks, wie diesen, auf. Die Tiere werden im Alter von 6 Wochen von ihren Müttern getrennt, um dann durch die Hände von zahlenden Volunteers mit Flasche aufgezogen zu werden. Bis sie soweit sind, dass sie mit wiederum zahlenden Touristen so genannte „Lion Walks“ machen können. Diese kosten so um die 90 Dollar. Werden sie auch für diese Spaziergänge zu groß und zu einer Gefahr für die Touristen, werden sie weiterverkauft.

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Trophäenjäger zahlen zwischen 50.000 und 150.000 Dollar für den Abschuss eines ausgewachsenen Löwen. Dazu werden die Tiere in Käfige gesteckt und aus sicherer Distanz vom „Jäger“ erschossen, der sich dann mit dem toten Tier in Heldenpose ablichten lässt. Es ist gelinde gesprochen eine Hinrichtung. Mit echter Jagd hat dieses Canned Hunting (Gatterjagd) nichts zu tun.

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Das ist dann aber immer noch nicht das Ende der Geldmaschine „Löwe“. Eine weitere lukrative Einnahmequelle der Löwenzucht bietet der asiatische Markt, wo die Knochen der Löwen zur begehrten traditionellen Medizin verarbeitet werden. Die Kadaver werden also auch noch gewinnbringend ausgeschlachtet. Allein die Knochen und der Schädel bringen weitere 3.000 Dollar.

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„Der Tot ist ein riesen Geschäft, allerdings fängt dieses bei Löwen schon mit ihrer Geburt an.“

Dabei beschreiben Websitenbetreiber der Löwenparks ihre Angebote mit wohlklingenden Worten wie „Öko-Tourismus“, „Nachhaltigkeit“, „Erhalt von vom Aussterben bedrohter Arten“. Sie suggerieren dem Leser, dass er mit seinem Einsatz hier, tatsächlich etwas Gutes für die Tierwelt Afrikas tun könnte.

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Löwenbabys, Freiwilligenarbeit und die richtigen Fragen an die Betreiber

Ich bin geschockt von dem, was ich hier erfahre und will es nicht so recht glauben. Während eine Gruppe englischer Touristen gerade eine Führung bekommt, klinke ich mich in das Gespräch ein und stelle die richtigen Fragen mit dem Background den ich jetzt habe. Der Guide redet sich raus. Fotos sind übrigens ab dem Zeitpunkt nicht mehr erwünscht.

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Dafür berichtet er großmütig, die Babys seien verstoßen worden, man wollte sie retten und sie werden wieder ausgewildert. Ich hake erneut nach. Wieviele Tiere sind in den letzten 20ig Jahren wieder in die Freiheit entlassen worden, frage ich. Er druckst rum und gibt zu, dass noch kein einziger Löwe jemals wieder in die Wildnis zurück geführt wurde. Angeblich, weil sie so an die Menschen gewohnt waren und deshalb nicht ausgewildert werden konnten. Verständlich, wenn man sie mit der Flasche von Hand groß zieht, mit ihnen spazieren geht und sie wie ein Haustier behandelt.

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Löwenbabys in Massen verwaist?

Fachleute schätzen, dass es zwischen 20.000 und 39.000 wild lebende Löwen auf dem gesamten, riesigen, afrikanischem Kontinent gibt. Wir sprechen hier über 30,2 Millionen km² von zum Teil unberührter Wildnis und Wüsten. Es sind immer nur seltene Einzelfälle, in denen Löwenmütter ihre Babys nicht annehmen und diese auch nicht von Mitgliedern des Rudels aufgezogen werden. Man stelle sich vor, wie viele Löwenwaisen es dann tatsächlich gibt, die wiederum mutterseelenallein durch die Weiten Afrikas stolpern, zufällig gefunden und dann von emsigen Helfern gerettet werden.

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Wenn man mal versucht hat, Löwen in freier Wildbahn zu finden und zu fotografieren, dann weiß man, dass dies gar nicht so einfach ist. Ich habe 10 Jahre lang überhaupt kein Löwenbaby gesehen und ich habe schon an die 70ig Safaris gemacht und war tagelang im Busch. Man kann sich also recht leicht ausmalen, dass ein verweister Nachwuchs nicht in den Stunden vor dem Verhungern/ Verdursten überhaupt gefunden wird. Würde man sie zudem dann nicht lokal in den einzelnen Ländern/Regionen aufziehen? Wie also kommt es zu der Masse an bedürftigen Löwenbabys die Freiwillige brauchen, die sie von Haund aufziehen und noch dazu in eher touristisch erschlossenen Gegenden?

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Ein Blick den ich nie vergessen werde

Ich stehe am Gitter, wo der Löwe seit nun mehr einer Stunde im Kreis läuft. Er stoppt vor mir und sieht mich direkt an. Sein Blick geht mir durch Mark und Bein. Als wolle er mir sagen: „Sieh genau hin, was sie hier mit mir machen.“ Im gleichen Moment schießen mir die Tränen in die Augen. Wie kann man ein so stolzes Tier nur so verachtungswürdig halten und sich dann noch als „Retter“ betiteln. Ich muss an meine Katerchen daheim denken, werde wütent, aufgebracht und will Antworten.

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Volunteers und der Preis der Freiwilligenarbeit

Hinter der zentralen Lodge finde ich einen Pool mit jungen Frauen, die herumplanschen, lesen und das schöne Wetter genießen. Ich spreche sie an, zeige mich interessiert an ihrem Engagment und erfahre so mehr über ihr Alter, ihre Herkunft und dem, was sie hier machen.

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Die Mädchen kommen aus Europa oder den Staaten, haben gerade die Schule oder das Studium beendet und „engagieren“ sich in Afrika für Löwen. Stolz erzählen sie, wie sie sich in Schichten, um so ein armes, kleines Löwenbaby kümmern. „Das klingt verlockend, so ein flauschiges Katzenbaby mit der Flasche aufzuziehen, es zu streicheln und zu knuddeln.“ gebe ich vor und frage im nächsten Atemzug nach, was das denn koste. Ich würde das ja auch zu gerne machen.

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Die Preisangaben gehen auseinander. Im Schnitt sprechen die Mädchen von 4.500 Dollar bis 6.000 Dollar für den Aufenthalt hier inkl. Flughafentransfer, eine basic Unterkunft und einfachstes Essen für zwei Wochen Volunteereinsatz. Gehen wir mal nur von zwei Mädchen aus, die für die Fürsorge eines Löwenbabys zuständig sind, dann sind das satte 120.000‬ Dollar in 6 Monaten (2x ca. 5.000 Dollar für 2 Wo). Ich sehe hier aber rund 15 Mädchen und nicht alle haben gerade frei und amüsieren sich im Pool.

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Rechnet man dann noch mal weiter, was der Junglöwe pro Lion Walk, für das Trophy Hunting (120.000 Dollar) und das Ausschlachten bringt, dann stehen wir hier vor einem Millionen Dollar Business. Allein in Südafrika geht man von 1.500 extra gezüchteten Tieren aus, was einem Gesamtwert von 375.000.000 Dollar entspricht, wenn man von „nur“ 250.000 Dollar je Tier ausgeht. Ich bin sprachlos.

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Keinen Cent fürs Morden der Löwen

Inzwischen kocht es in mir und ich will nur noch weg. Ich möchte nicht an einem Ort sein, der Profit aus diesen armen Geschöpfen schlägt und ich möchte, dass jeder junge Menschen sich bewußt wird, dass es hier nicht darum geht, etwas Gutes zu tun. Lion Parks wie dieser, sind für die Inhaber eine Gelddruckmaschine. Sie nutzen naive junge Menschen aus, betreiben skupellose Tierhaltung und geben die Löwen anschließend noch fürs kaltblütige Käfigabschlachten weiter. Was für ein krankes Business.

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Meine Bitte

Ich hoffe meine Geschichte war ein „Eye opener“ und das tragische Schicksal dieser Tiere kommt ins Bewußtsein aller Reisenden und Helfer. Bitte, bitte unterstützt solche Projekte nicht mit eurem Geld oder eurer Zeit. Nehmt nicht an Steichel- oder Spazierausflügen teil und verzwichtet zudem auf Selfies. Übernehmt Verantwortung zum Wohl der Tiere. Wenn wir ein Bewußtsein dafür schaffen und diese Projekte ächten, dann wird es sie in Zukunft nicht mehr geben.

Wenn du ein Engagment, als Freiwilliger im Bereich Tierschutz und Wildlife in Betracht ziehst, solltest du die Veranstalter und angebotenen Projekte immer genau prüfen, kritisch hinterfragen – und auf keinen Fall zu gutgläubig sein.

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Freiwilligenarbeit – So erkennst du sinnvolle und artgerechte Wildlife-Projekte:

  1. Engagiere dich nur in zertifizierten WildlifeProjekten! Sie tragen zum Artenschutz bei, indem sie den natürlichen Lebensraum der Tiere schützen und ihnen so ein Leben in freier Wildbahn ermöglichen, anstatt Löwen und andere Wildtiere in Gefangenschaft zu züchten. Zudem kannst du die Wildtiere in ihrem natürlichen Verhalten beobachten und eine Menge lernen.
  2. Wildtiere sind keine Haus- oder gar Streicheltiere. Der Kontakt mit Menschen ist nicht natürlich und in keinem Fall normal. Nur im Ausnahmefall sollten Wildtiere mit Menschen in Kontakt kommen. Also bei Krankheiten, Verletzungen oder den Folgen von Wilderei. Sei dir sicher, dass es bisher nicht ein Auswilderungsprogramm gibt, die in Gefangenschaft gezüchtete Löwen erfolgreich in die Wildnis entlassen haben.
  3. Halte dich auch als Reisender von „Streichelzoo“-Projekten und Lions Walks fern. Ein Schnappschuss oder Spaziergang mit einem niedlichen Löwennachwuchs ist nicht gerechtfertigt! Die Tatsache, dass dieses Tier für dein Foto viel zu früh von seiner Mutter getrennt wird und in Gefangenschaft aufwachsen muss, sollte dir bewußt sein.
  4. Informiere dich sorgfältig über diese Thematik und schärfe dein Bewusstsein für sinnvolle Wildlifeprojekte. Vergiss nie, dass es bei einem Tierschutzprojekt nicht um Instagramaufnahmen, sondern rein um das Tierwohl geht.
  5. Bitte sieh dir dazu auch den vielbeachteten Film „Blood Lions“ an:

Hinweis zum Bildmaterial:

Die Fotos der Löwen sind aus meiner Sammlung von dieser und weiterer Reisen in Afrika. Nur die Bilder mit den Zäunen um die Tiere, sind tatsächlich aus dem Antelope Park, zu dem diese Geschichte gehört. Da ich aber aufzeigen möchte, was für wunderbare, schützenwerte Geschöpfe Löwen sind, habe ich auch meine anderen Fotos mit einfließen lassen. Entschuldigt, wenn die Bilder manchmal nicht kristallscharf sind. Da ich finde, dass ein Blick oft mehr als tausend Worte sagt, habe ich mich mich für die Bildaussage statt Schärfe entschieden und ich hoffe das richtig eingefangen und wiedergegeben zu haben.

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Ich würde mich von Herzen über ein Feedback im Kommentarfeld zu dem Artikel freuen. Einfach, weil es mir ein Anliegen war, darüber zu schreiben. Selbstverständlich bin ich immer auch für Fragen zu erreichen – via Formular, Social Media oder Skype. Dankeschön.

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Nomad Adventure Tours – Was packen für deinen Overlandtruck-Tour durch Afrika?

Du planst eine Overlandtrucktour durch Afrika, wie ihn zB. Nomad Adventure Tours anbietet und bist dir unsicher, was du einpacken sollst? Ich bin viel im südlichen Teil des Kontinents unterwegs und habe auch schon einen Überlandtrip von Tansania, über Malawi, Sambia bis zu den Victoria Falls in Simbabwe gemacht.

Meine Tipps für das richtige Gepäckstück, die praktikabelste Kleidung und Dinge, die dir in jedem Fall nützlich sein werden findest du hier. Ich bin überhaupt kein Packlisten-Typ, aber ich glaube mein Erfahrungsschatz kann dir helfen, um gut vorbereitet in dein Abenteuer zu starten.

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Reisetasche statt Koffer

Zunächst ist es wichtig zu wissen, dass du in den meisten Overlandtrucks keinen Koffer verstauen kannst und wahrscheinlich auch keine Tasche mit Gestänge. Diese passen schlicht nicht, in die schmalen Packfächer. Am besten beraten bist du mit sogenannten Dufflebags*, also Taschen die absolut flexibel sind. Ähnlich deiner Sporttasche zum Fitness. Allerdings würde ich ein Modell aus robusterem Planenstoff wählen, da normale Stoffe einfach viel zu schnell reißen.

Taschen aus robusten Materialien sind zudem wasserabweisend, können über den Boden geschleift werden und trotzen auch mal einer Dorne. Durch ihre Flexibilität kannst du sie perfekt in eines der Fächer quetschen oder über dem Sitz in der Ablage verstauen. Ich empfehle dir zudem solche, bei denen du das Volumen erweitern und sie auch als Rucksack verwenden kannst. Das macht dich auch für zukünftige Reisen flexibel.

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Schlafutensilien – Besser schlafen, erholter urlauben

Ich gebe es zu, ich bin eine kleine Prinzessin, wenn es um mein Bett geht. Auf normalen Isomatten mache ich kein Auge zu. Sie sind mir zu hart und man kühlt von unten zu sehr aus. Das führte in der Vergangenheit dazu, dass ich am nächsten Tag zerknirscht, müde und unkonzentriert war. Nach drei Tagen ohne Schlaf hab ich sogar mal einen Campingtrip abgebrochen und bin in ein Hotel gegangen. Das wollte ich auf so einem langen Trip nicht riskieren.

Zwar haben Nomad & andere Anbieter etwa 5cm hohe Matratzen für ihre Zelte, trotzdem habe ich mich dazu entschlossen, meine eigene Matratze mitzunehmen. Und für mich war das auch genau die richtige Entscheidung. Ich hab einfach richtig gut darauf geschlafen, weil sie hoch genug war, den nötigen Komfort bot und ich vom Boden her nicht ausgekühlt wurde. Wichtig war mir zudem, dass sie sich leicht wieder einrollen läßt und wenig wiegt. Meine Empfehlung sind daher die Thermarest-Matratzen* die du in verschiedenen Modellen bei www.outdoorsupply.de bekommst.

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Ein guter Schlafsack gehört natürlich ebenso zu den Sachen die du mitnehmen musst und hier empfehle ich einen der auch für Temperaturen um die 5 Grad ausgelegt ist. Unterschätze bitte die kalten Nächte in Afrika nicht. Gerade in den Wüsten, im südafrikanischen Winter, an der namibianischen Küste oder den Hochgebirgen wird es nachts bitterkalt.

Auch empfehle ich dir, ein einfaches Bettlaken mitzunehmen, wenn du den Schlafsack in warmen Nächten lieber als Decke benutzt. Pragmatiker rollen sich ihre Fleecejacke als Polster für den Kopf. Wer ein Kopfkissen* zum Schlafen braucht, sollte sich eines dieser aufblasbaren Reisekissen zulegen.

Kleidung – Understatement, praktikabel und warm

In Afrika bist du immer gut beraten mit „Understatement“ also Kleidung, die nicht teuer aussieht. Markennamen suggerieren Geld und damit machst du dich zum möglichen Opfer. Setz auf Kleidung ohne erkennbaren Brand und spar dir Schmuck und Uhren.

Auch die Farbwahl ist wichtig. Du wirst viel auf Game Drive (Safari) sein? Dann wähle die typischen Naturfarben (sand, grün, braun), auch wenn du kein Fan davon bist. Sie haben ihre Berechtigung, weil die Kleidung damit weniger schmutzempfindlich ist. Zudem kannst du dich mit diesen Farben besser tarnen, wirst von den Tieren nicht als Bedrohung wahrgenommen und kannst sie so viel besser beobachten. Es macht also durchaus Sinn nicht in knalligem Gelb oder auffälligem Rot durch den Busch zu marschieren.

Deine Kleidung sollte leicht zu waschen und zu trocknen sein und ohne Bügeln auskommen. Bei einem 3-wöchigen Trip wirst du ganz bestimmt auch in die Verlegenheit kommen, mal ein paar Sachen selbst auszuwaschen und das sollte zeitsparend von sich gehen. Kleidung die viel Kunststoffanteil besitzt, stinkt bei Hitze schnell nach Schweiß und der Duft lässt sich nur schwer bei Handwäsche entfernen. Damit tust du dir also keinen Gefallen.

Wäschwaschen

Wie bereits erwähnt, kann es in Afrika bitterkalt werden. Mit Zwiebel-Look bist du gut beraten. Eine Softshelljacke* ein Fleeceshirt und ein Longshirt sind eine gute Kombi, um warm zu bleiben.

Mückenschutz ist natürlich auch unabdingbar, weshalb du mit Zip-Off-Kleidung sehr flexibel bist, weil sich die Arm- oder Beinlänge anpassen lassen. Das spart dir zudem Platz im Gepäck, weil du mit einem Kleidungsstück quasi zwei dabei hast.

Wenn die Mittagssonne vom Himmel knallt, ist neben einer Sonnenbrille auch ein Hut ein perfekter Begleiter, um Sonnenbrand oder einen Hitzestich zu vermeiden. Safari-Hüte* sind nicht jedermanns Sache, wenn man sich aber dafür entscheidet, ist darauf zu achten, dass man ihn am Kopf „festbinden“ kann. Beim Game Drive gibt der Fahrer schon mal Gas und mit etwas Wind ist deine Kopfbedeckung schnell Geschichte. In Nationalparks ist es oft nicht erlaubt das Fahrzeug zu verlassen und damit wäre dein Stohhut oder Basecap unwiederbringlich verloren.

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Ein Sarong (Wickeltuch) ist auch nicht unpraktisch auf dem Weg zum Duschen oder nach dem Schwimmengehen. So du noch keinen hast, würde ich ihn aber in Afrika kaufen, dann hast du gleich noch ein typisches Andenken an den Trip.

Badehose, Bikini, Tankini, Badeanzug– worin auch immer du dich wohl fühlst, pack es ein! Wichtig ist nur, dass es auch bei Action- und Schnorcheltouren gut sitzen sollte und je nach Land vielleicht nicht zu aufreizend ist. Man muss Aufmerksamkeit ja nicht provozieren.

Sonstige Kleidung: T-Shirts, Shorts, Kleider/Röcke packst du nach Empfinden & Platz in der Tasche. Allerdings kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass man längst nicht so viel braucht, wie im Büroalltag. Ein Shirt wird on Tour auch gerne mal zwei Tage getragen und auch wenn die Shorts schon etwas staubig ist, stört das in der Regel Niemanden.

Socken brauchst du meinem Empfinden nach nur 2 Paar, da du sie abwechselnd anziehen und waschen kannst. Da du zudem im Warmen reist, wirst du sie ohnehin nur für Wanderungen bzw. während der Flüge tragen. Also reduziere dich aufs Nötigste und du wirst sehen, dass es sich mit kleinem Gepäck viel leichter reist.

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Schuhe – Zum Wandern, duschen und als Cityslipper

Schuhe brauchen Platz im Gepäck, wenn du dir das sparen willst, dann macht es wie ich. Ich empfehle, nur 2 Paar mitzunehmen. Mit knöchelhohen Palladiums* bist du richtig gut beraten. Die Schuhe sind früher von den Fremdenlegionären getragen worden und das zu Recht.

Sie haben eine griffige Sohle zum Wandern, einen robusten Stoff als Schutz vor Dornen, Skorpionen oder Sand und sind trotzdem so atmungsaktiv, so dass man in ihnen keine Schweißfüße bekommt. Die Knöchelhöhe kann man nach Modell variieren und den Schuh durch umklappen zum Halbschuh machen. Das finde ich super praktisch. In der Wüste oder beim Wandern trägt man ihn knöchelhoch und in der Stadt einfach als Slipper. Das spart Platz in der Tasche, gibt aber gleichzeitig viel Spielraum beim Einsatz.

Ansonsten gehören natürlich auch Sandalen ins Gepäck. Hier empfehle ich keinen Lederschuh, da dieser von Wildtieren gerne mal weggetragen wird und er zum Duschen nicht geeignet ist. Billige Flip Flops* sind hier ideale Begleiter. Diese kannst du, um auf der Rückreise Gewicht zu sparen, auch vor Ort weiter verschenken.

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Drogerie-Artikel & Waschutensilien – bleib sauber

Du wirst dich wundern, was Drogerie-Artikel in Afrika kosten. Da diese Sachen meist nie vor Ort hergestellt werden, verteuert der Transport die Ware enorm. Bring also unbedingt mit, was du brauchst. Auch hier empfehle ich, sich auf das Nötigste zu reduzieren. Mit Shampoo kann man auch den Körper einseifen, ein Deo, Rasierutensilien und Zahnpasta sind eigentlich schon alles, was man wirklich braucht, neben Sonnecreme und Mückenschutz*.

Insektensticke bleiben unter Umständen nicht aus, bei mir hat sich ein elektronischer Stichheiler* bewährt. Ganz ohne Chemie nur mit Hitze wirkt er gegen das Jucken. Übrigens auch ein super Tipp für Leute, die unter Lippenherpes leiden. Spart euch die Cremes und packt einfach den kleinen Stick ein.

Ein Handtuch* solltest du in keinem Fall vergessen. Gut beraten bist du auch hier mit Mikrofaser, welches federleicht, ultra saugstark und schnelltrocknend ist.

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Da nicht alle sanitären Anlagen einen Spiegel oder eine Ablage haben und auch nicht immer super sauber sind, empfehle ich eine Waschtasche*, die du aufhängen kannst, welche aus leichtem Material ist, einen Spiegel hat und am besten dunkel ist.

Wer sich im Urlaub gerne verliebt oder ein kleines Abenteuer plant, dem rate ich natürlich auch zu Kondomen. Je nach Region sind 10 bis 20 Prozent der Bevölkerung Afrikas von HIV-Infektionen betroffen, das sollte Warnung genug sein.

Für Frauen: Slipeinlagen reduziern eventuell den Umfang der Unterwäsche. Gerade, wenn man tagsüber vielleicht nen String trägt, dann kann man sich bei der Nachtunterwäsche damit behelfen.

Daypack, Schloss, Taschenlampe & Powerbank – die Must haves

Ein Tagesrucksack gehört natürlich auch ins Gepäck. Ich würde ihn als Handgepäck mit in den Flieger nehmen, dann nimmt er im Hauptgepäck keinen Platz weg. Achte drauf, dass er innenliegende Fächer für deine Wertsachen hat. Richtig gut beraten ist man auf Reisen immer mit einem Packsafe Rucksack*, weil er Sicherheitsfeatures bietet, die den schnellen Zugriff Fremder verhindern.

Was unbedingt in dein Gepäck muss sind zwei Schlösser*. Eines für dein Gepäckfach im Bus und das Zweite, um dein Zelt zu sichern. Manche Campingplätze sind direkt am öffentlich zugänglichen Strand. Selbst wenn du keine Wertsachen im Zelt lässt, kann sich im Grunde jeder an deinen Sachen bedienen. Ein einfaches Schloss kann schnellen Zugriff verhindern. Wenn du dich als Frau allein im Zelt unwohl fühlst, dann kannst du natürlich das Schloss nachts auch von innen anbringen. Ich fand Zahlenschlösser praktisch, da man Schlüssel ja leicht mal verliert.

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Absolut wichtig ist auch eine Stirnleuchte* und als Backup eine kleine Leuchte. Ich habe so oft im Zelt etwas gesucht und wenn man dann schon eine Hand braucht, um die Lampe zu halten, wird man schier wahnsinnig im Rucksack was zu finden. Mit der Stirnleuchte kannst du zudem auf Nachtsafari gehen oder du findest den Weg besser zu den Waschräumen. Da Akkus nicht immer halten wie gewünscht, empfehle ich außerdem als Backup eine zweite Lampe. Da reicht dann aber auch eine einfache Taschenlampe.

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Die meisten Overlandtrucks sind so eingerichtet, dass man eine Ladestation fürs Handy am Sitz hat. Aber, auch die geht vielleicht mal nicht oder du brauchst nachts zusätzlich Strom die Stirnleuchte oder dein Handy zu laden, dann ist eine Powerbank* deine Rettung. Achte drauf die höchstmögliche Leistung zu nehmen, die du noch im Handgepäck befördern darfst. Im Koffer sind sie nicht erlaubt und die ganz billigen Geräte machen schnell schlapp.

Wenn noch Platz im Koffer ist

Praktisch für solche Reisen ist auch eine Wäscheleine & Klammern*, damit kannst du auch im Busch deine Sachen aufhängen. Waschpulver würde ich wiederum vor Ort im Supermarkt kaufen.

Eine Regencape* wird immer wieder empfohlen. Hier würde ich schauen, wo genau du hinreist. An den Victoria Fällen macht es unter Umständen Sinn einen Schutz dabei zu haben. Ich denke eine Softshelljacke reicht sonst auch völlig aus.

Travel Safe

Wer sich Gedanken um seine Wertsachen macht, dem kann ich auch einen mobilen Safe* ans Herz legen. Diesen kann man mit zum Strand nehmen oder am Gestänge des Zeltes festmachen.

Trillerpfeifen sind eine gute Möglichkeit auf sich aufmerksam zu machen. Sei es, nachts im Zelt oder bei Notfällen während einer Wanderung. Sie sind ein kleines Accessoire, aber durchaus nützlich.

Für Boots- oder Actiontouren finde ich eine wasserdichte Handyhülle sehr nützlich.

Schlusswort

Ich hoffe meine Tipps helfen dir weiter einen aufregend schönen, aber auch komfortablen Trip durch Afrika zu genießen. Bei Fragen kannst du mich immer gerne kontaktieren. Du findest mich auf allen Social Media Kanälen oder schreibst mir via Kontaktformular über den Blog. Ich helfe immer gerne mit Ideen und Tipps.

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Fotoparadiese – Around the World von Afrika bis Asien

Meine Fotoparadiese und Geschichten sollen dich zum Reisen, Erleben und Entdecken verführen! Auf die Idee dazu gebracht hat mich auch in diesem Halbjahr Michael von Erkunde-die-welt.de. Mit seiner Fotoparade zum Thema Welche sind meine Fotohighlights aus dem zweiten Halbjahr 2017? hat er mich wiederholt angestiftet über meine Fotos und Reisen nachzudenken. Wie immer kein leichtes Unterfangen, zumal ein extrem spannendes Halbjahr hinter mir liegt, in dem für mich ein paar riesige Reiseträume wahr geworden sind. Auch in diesem Halbjahr hat Michael ein paar Kategorien vorgeschlagen, zu denen ich meine Reisegeschichten mit euch teilen möchte. Also auf geht`s von Asien bis nach Afrika!

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Landschaft – Königreich der Berge

Die für mich beeindruckendste Landschaft in diesem Jahr waren die Berge des Himalayas und das nicht etwa in Tibet oder Nepal! Weit gefehlt. Ich bin in der Region Sikkim in Nordosten Indiens unterwegs gewesen und dort auf eine einzigartige Kultur und faszinierende Landschaften gestoßen. Eingefaßt von Gebetsfahnen haben die schneebedeckten Berge für mich den perfekten Rahmen gefunden. Neben dem mit 8586 m dritthöchsten Berg der Erde, dem Kangchendzönga, beherbergt Sikkim auch Gletscher, türkisblaue Bergseen, tosende Wasserfälle und tausende Arten von Wildblumen. Eine phantastische Landschaft und ein riesen Abenteuerspielplatz für Outdoor-Enthusiasten.

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Licht – Symphonie der Magie

Wer schon mal unter der Sonne Afrikas unterwegs war, der weiß, dass dieses Licht zur Goldenen Stunde einfach eine unsagbare Magie verströmt, der man einfach erliegt. So ist es mir auf Lake Kariba in Simbabwe ergangen. Einst eine ganz normale Landschaft, dann wurde die Region geflutet und bildet jetzt einen der größten Stauseen der Welt. Als stumme Zeugen der Geschichte ragen abgestorbene Baumstümpfe aus dem Wasser und zaubern aus der Landschaft eine wahrhaft magische Kulisse.

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Schwarz-Weiß – Homage an das Alter

Ich liebe es, Menschen zu portraitieren und wenn sie Charakter haben besonders. Ich mag faltige Gesichter, die Geschichten erzählen, tausend mal lieber als ein glatt gebügeltes Modelface. Diese Dame habe ich auf einem Markt in Nhatrang entdeckt. Jeden Tag von 04:00 bis 18:00 Uhr bieten hier lokale Handwerker, Landwirte und Fischer eine große Auswahl an handgefertigten Kleidern, Schmuck, Meeresfrüchten und frischen Produkten aus der Region an. Wer geschäftige Märkte, regen Handel und tolle Motive sucht, wird hier ganz sicher fündig.

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Tiere – Im Reich des Löwen

Dem König der Löwen bin ich in im Mana Pools Nationalpark begegnet. Hier streckt er zuckersüß die Zunge raus, aber nur Sekunden später hat er seine Zähne gezeigt. Ganz so wie es sich für einen Herrscher des Tierreichs gehört. Mana Pools Nationalpark liegt im Norden Simbabwes. Der 1975 ins Leben gerufene Mana Pools Nationalpark ist bereits seit 1984 Weltkulturerbe der UNESCO und Lebensraum für Elefanten, Zebras, Wasserböcke, Kudus und Impalas. Wegen seiner spektakulären Landschaft mit Lagunen des Sambesi, seiner atemberaubenden Tierwelt und nahezu unberührter Wildnis gilt er als einer der schönsten Wildlifeparks ganz Afrikas.

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Natur – Der schönste Arbeitgeber der Welt

Ohne Frage Feldarbeit ist keine leichte Aufgabe, aber mit Sicherheit ist dieser Arbeitsplatz in den Reisfeldern des Himalaya-Gebirges einer der schönsten. Umgeben von majestätischen Bergen und im Blickfeld der Sonne ein wahrer Seelenschmeichler im Vergleich zu unseren tristen Büros. Die Region im Nordosten Indiens ist geprägt von Reis und Teefeldern, welche diese stimmungsvolle Idylle zaubern und somit ein perfektes Reiseziel für Naturliebhaber und Wanderfreunde sind.

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Nahaufnahme – Im entfernteren Sinne

Bei Nahaufnahme ist wahrscheinlich etwas Anderes gemeint, da ich damit gerade nicht dienen kann, lege ich es mal so aus: Nachdem ich eine Aufnahme der Kids in Simbabwe gemacht habe, sind sie mir ganz schön nah gekommen, um ihr Bild zu sehen:) Die Aufnahme entstand übrigens in einem kleinen abgelegenen Fischerdorf am Lake Kariba. An diesen Ort kommen nicht viele Touristen vorbei und so waren wir mit unseren Kameras die Hauptsehenswürdigkeit.

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Stadtbild – Gleich Sinnbild

Die Aufnahme habe ich in Bulawyo bei einer Townshiptour gemacht und irgendwie steht es für mich als Sinnbild, das Style nichts mit Reichtum zu tun hat. Der Hut gibt ihr Grazie und Anmut trotz der Armut, die sie umgibt und das ist bewundernswert. Über Townshiptouren gibt es strittige Meinungen und auch meine Erfahrungen waren oft keine Guten. Trotzdem sind sie (richtig durchgeführt) sehr wertvoll. Warum das so ist, kannst du im LINK nachlesen.

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Farbkontrast – Die Natur, der Meister der Perfektion

Oh wie liebe ich die Farben dieses außergewöhnlichen Vogels. Hier hat die Natur wieder eine Meisterleistung vollbracht und einen perfekten Farbkontrast geschaffen. Leider, leider gehöre ich (noch) nicht zu den Experten im Bird watching und kann euch sagen, welche Spezies hier gezeigt wird. Was ich aber verraten kann ist seine Heimat. Er teilt sich den Hwange Nationalpark mit 107 Tier- und über 420 Vogelarten als sein Zuhause. Der Nationalpark gilt damit übrigens als das artenreichste Schutzgebiet Simbabwes.

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Essen – Schräger Fisch

Ein etwas schräger Fisch ist mir in Vietnam begegnet. Ich mag ohnehin keinen Fisch, aber diesen hier hätte ich im Leben nicht angerührt. Den fand ich schon schaurig wie er so aufgestellt präsentiert wurde. Als würde er gleich vom Teller hüpfen und einem an die Kehle springen. Ziemlich gruselig die Vorstellung. Dafür hab ich mich in diesem Jahr an Mopane-Würmer getraut. Die sehen zwar auch nicht grad lecker aus, aber verursachen wenigstens keine Alpträume wie dieser Fisch hier.

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Aussicht – Mit Einsicht

Der Buddha Park of Ravangla war für mich die schönste Aussicht auf meiner Reise durch Sikkim. Das Himalaya Panorama im Hintergrund, die 40m hohe Buddha-Figur perfekt eingebettet in die üppig grüne Anlage. Der Park wurde 2006 anlässlich des 2550. Geburtstages von seiner Heiligkeit Gautama Buddha erbaut. Die Figur ist weithin sichtbar in alle Richtungen von Südwest Sikkim bis in manche Gegenden des westlichen Landesteiles.

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Lächeln – Die ehrlichste Sprache der Welt

So oft sehe ich Menschen, die ganz sicher nicht einem Schönheitsideal entsprechen und trotzdem auf ihre einzigartige Art wundervoll sind. Sie haben Falten, es fehlen Zähne oder Haare – na und? Der Blick, das Lächeln und die Gesten dieser Menschen machen sie anziehend und für mich tausendmal attraktiver als irgendein gehyptes Modesternchen. So ging es mir auch bei dieser Dame, deren hinreißendes Lächeln und strahlenden Blick ich aus dem vorbeifahrenden Auto entdeckt hatte. Durch das markante Zeichen auf ihrer Stirn könnt ihr euch sicherlich denken, dass das Foto in Indien entstanden ist.

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Schutzpatron – Und Herr über das brodelnde Feuer

Die Statur des Guru Rinpoche (Guru Padmasambhava) am Samdruptse Hügel im Süden Sikkims war für mich auch ein Highlight auf meinem Indien-Trip. Diese epische Anhöhe ist mit dieser riesigen Statue geschmückt. Sie zeigt den Schutzpatron von Sikkim, der seit mehr als 1200 Jahren seinen Segen von dort aus spendet. Die Statur ist 45 m hoch, vergoldet und den ganzen Ort überblickend. Es wird vermutet, dass der Hügel ein schlafender Vulkan ist und nur durch Gebete davon abgehalten werden wird auszubrechen, weshalb die Mönche ihm hier ihre Ehrerbietung und Hingabe erweisen.

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Berührt – Durch den Blick eines Kindes

Diesen beiden bin ich auch in Vietnam auf dem Markt begegnet und durfte sie auch fotografieren. Wenn man höflich fragt, sind die Vietnamesen sehr aufgeschlossen Fotos gegenüber. Es wird als Ehre empfunden und nicht als Belästigung, wie in manchen anderen Ländern. Ich mag diesen süßen kleinen Spatz einfach und kann mich gar nicht satt sehen an seinem perfekten, unschuldigen und hinreißenden Gesichtlein.

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Farbexplosion – Ein Traum aus lila Blüten

Wer im September nach Simbabwe reist, der kann sich auf eine wahre Farbexplosion entlang des Weges freuen. Denn dann stehen die Jacaranda Bäume hier in ihrer vollen violetten Blüte und säumen Straßen, Parks, Alleen oder wie in meinem Foto auch schon mal eine Teeplantage. Von den Hochebenen Argentiniens aus hat der Palisanderbaum, wie er auch genannt wird, die ganze Welt erobert. Seine bis zu 5 cm großen Glockenblüten verströmen einen honigähnlichen, zarten Duft der dann zum Innehalten und Genießen verführt.

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Hautpflege – Wie ein Riese in einem Meer versinkt

Lake Kariba ist einer der größten von Menschenhand angelegten Seen der Welt und markiert die Grenze zwischen Sambia und Simbabwe. Mit seinen extremen Ausmaßen mit einer Länge von 280 km und einer durchschnittlichen Breite von 18 km hat er phasenweise die Anmutung eines Meeres. Zu meinem größten Erstaunen bin ich hier morgens neben badenden Elefanten aufgewacht, die sich anschließend zur Hautpflege noch ein ausgiebiges Schlammbad gegönnt haben.

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Arbeitssam – Die fleißigen Bienchen

Kaum zu glauben, dass in einem Land im südlichen Afrika Teeplantagen zu finden sind. In Simbabwe an der Grenze zu Mosambique zeichnen sie die Landschaft. Üppig grüne Terrassen voller duftenden Pflanzen erwarten den Besucher. Die Blätter werden geerntet und in Teefabriken weiter verarbeitet. Dort habe ich diese zwei fleißigen Bienchen entdeckt. Sind sie nicht eine Augenweide?

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Sambesi – Ins Wasser gefallen

Mein Ausflug zu den Victoria Fällen ist in doppelter Weise ins Wasser gefallen. Am Morgen bin ich beim Raften auf dem Sambesi fast ertrunken und am Nachmittag hab ich die Fotos vermasselt, weil ich mich auf zu viele Sachen gleichzeitig konzentriert habe. Die Landschaft bestaunen, dazu mit GoPro und Kamera filmen und ganz nebenbei noch Fotografieren war einfach zu viel. So ziemlich alle meine Fotos der tosenden Wassermassen des Sambesi sind unscharf geworden, weil die Kamera auf die Scheibe fokussiert war. Dumm gelaufen und nun muss ich halt noch mal dahin, dann aber vielleicht von Sambia aus und ohne Nyami Nyami zu begegnen.

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Lieblingsbild

Auch junge Mönche lieben es zu spielen und herum zu tollen. Ihn hier habe ich abseits des Enchy-Klosters in einem kleinen Wäldchen entdeckt, während er dort mit einem Kameraden herumtollte. Für eine Sekunde hielt er inne, als er mich entdeckte. Diese reichte mir, für mein Foto. Ich sehe darin Wärme, Natur und Spiritualität – Dinge die auch mir wichtig sind.

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Lust auf mehr Reiseinspiration & Fotos bekommen? Dann schau mal hier:

  • Alle Beiträge (inklusive seinem eigenen) findest du bei Michael auf Erkunde die Welt
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Feedback willkommen

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Das Letzte…

… Bild ist wie immer eines von mir und zur Abwechslung habe ich mal einen Fotografen gefunden, der die Kamera halten kann und weiß was er tut. Ihr kennt das ja vielleicht, dass wenn man alleine reist und Fremden die Kamera in die Hand drückt, oft nicht viel Gutes dabei rum kommt. Selbst wenn man einen vermeintlichen Fotografen darum bittet. Füße abgeschnitten, unscharf oder aus dem Kopf wachsen Laternenstrangen. Auf diesem Bild auf einem Yak am Lake Tsomgo mag ich mich und könnte den Fotografen jetzt noch knutschen für diese schöne Erinnerung.

Marlene beim Reiten auf einem Yak im Himalaya

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Wenn du mehr Momentaufnahmen aus verschiedensten Regionen sehen willst, dann schau dir gerne meine Bilder auf meiner Flickr Seite an. Du bist sehr willkommen.

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Was ist eigentlich Glamping

Was ist eigentlich Glamping? Für wen lohnt sich der Trend & warum sollte man Luxuscamping eine Chance geben?

Überall geistert das Wort „Glamping“ durch die Medien, doch vielen ist gar nicht klar, was es zu bedeuten hat. Ich bin für euch auf Spurensuche nach Erklärungen gegangen und habe auch geschaut, für wen sich der Trend so richtig lohnt!

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Was ist Glamling?

Glamping ist einen Ableitung aus den englischen Worten für „glamorous“ und „Camping“ und wohl gerade der angesagte Trend im Tourismus. Glamping war, vereinfacht ausgedrückt ein Zelt in wilder Umgebung, das allerdings so hochwertig und luxuriös ausgestattet ist, dass es an Komfort und Annehmlichkeiten einem Hotel in nichts nachsteht.

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Angeblich entstand das Wort in den 2000er Jahren in den USA und England. Ich bin da jedoch ganz anderer Auffassung. Denn wenn man mal genauer hinschaut, dann fällt auf, dass es diese Form von luxuriösem Camping schon seit Jahrzehnten in Afrika gibt. Aber erst jetzt haben ein paar clevere Vermarkter ein schickes Wort dazu erfunden, salonfähig gemacht und auf andere naturnahe Unterkunfsarten übergestülpt.

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Glamping der gehypte Trend

Seit Glamping so gehyped und der neue Trend im Tourismus ist, werden auch andere „campingnahe“ Unterkünfte wie etwa „Mobilhomes“ also kleine fahrbare Wagen oder Finnhütten dieser Unterkunftsart zugerechnet. Dem eigentlichen Ursprung der Sache entspricht das zwar nicht, aber wenn es sich verkaufen lässt, dann bedient man sich als Vermarkter doch gerne an aktuellen Wortschöpfungen.

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Wie siehts mit der Ausstattung aus?

Früher mußte man mühsam allen Krempel zum Camping mitschleppen. Jetzt reicht eine Tasche mit Kleidung, um in der Natur aufzuwachen. So war man damals auch gezwungen sein Zeit selbst aufzuschlagen und einzurichten. Bei Glamping ist das ganz Anders. Sie sind bezugsfertige kleine Oasen in der Natur.

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In der Regel haben sie richtige Betten, ein eigenes Bad, ne Miniküche, eine eigene Terrasse und sehr oft auch einen eigenen Pool. Sie sind voll ausgestattet, so dass der Gast sich weder um Aufbau seines Zeltes noch um dessen Ausstattung sorgen muss. Es ist einfach alles da, was einen wohlfühlen lässt.

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Sehr genail finde ich auch die Außenbäder die man in manchen afrikanischen Glampingzelten findet. Erstmal hört sich das für uns befremdlich an, ein Bad draußen zu haben, aber in der Natur am Morgen zu duschen oder unter Sternen in der Badewanne zu liegen ist schon ein ein ganz besonderes Erlebnis.

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Meiner Erfahrung nach gehört zu solchen Glamping-Camps in Afrika auch immer ein großer sozialer Bereich. Quasi das Wohnzimmer der Anlage. Hier wird gegessen, ein Bier an der Bar getrunken oder man kann in Kontakt mit anderen Reisenden kommen.

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Wo sind sie am weitesten verbreitet?

Überall in den Wildreservaten in Afrika findet man diese Luxuszelte. Seit Glamping der gehypte Marketingtrend ist, findet man unter dieser Bezeichnung aber auch Unterkünfte weltweit. Von Dschungelcamps in Costa Rica bis zu Finhütten in den Nordländern Europas. Selbst in Deutschland kann man diese naturnahen Unterkünfte inzwischen finden.

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Was kostet Glamping?

Ich kann hier (bisher) nur von meinen Erfahrungen aus Afrika sprechen. Dort sind diese Luxuszelte der Standard in den Wildgebieten. Ein sehr imposanter – zugegeben- und dieser hat seinen Preis. Von Simbabwe bis Südafrika kann man im Schnitt von 300 bis 800 EUR pro Person und Nacht ausgehen. Selbst für recht einfach ausgestattete Zelte. Die Preisskala ist allerdings auch nach oben noch weit offen. Auch Preise jenseits der 1.000 EUR sind keine Seltenheit. Pro Person und Nacht, versteht sich.

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Und ja, da wird es einem erstmal schwindelig! Denn Camping kennen wir als günstige Art zu urlauben. Allerdings inkludiert das Glamping in Afrika auch vollen Service von Essen, Getränken bis zu den Pirschfahrten (In Afrika nicht Safaris sondern Game Drive genannt). Und eben dieses Essen ist dann gerne auch mal auf Sterne-Niveau, womit man mitten im Busch ja auch nicht rechnet.

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Für uns Europäer ist es oft befremdlich, solche Unterkunftspreise präsentiert zu bekommen. Wo man doch überall vom armen Afrika ausgeht. Aber wir sind auch verwöhnt durch tolle Hotels und günstige Preise. Wenn man aber mal genauer hinschaut, dass so eine abgelegene Zeltlodge alles einfliegen lassen muss und das zum Teil sogar aus Europa, dann relativiert sich auch der Preis schnell wieder. Jedes Möbelstück, jegliche Energie, jeder Eiswürfel, jedes Salatblatt, ja sogar das Wasser für die Dusche muss seinen Weg zur Lodge finden.

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Meine Erfahrungen

Ich jedenfalls liebe Glamping, schon allein weil ich so gerne in der Wildnis Afrikas unterwegs bin. Und nach einem aufregenden Tag in der Savanne mit Löwen, Elefanten, Giraffen und Co. freue ich mich dann auch auf gehobenen Standard. War ja schließlich genug staubig während des Game Drives. Sich dann in einen sauberen, wohlriechenden und kuschligen Schlafplatz zu betten ist einfach ein Genuss.

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Besonders wenn man nicht erst auf dem Boden robben muss, um seine Matratze zu erreichen und anschließend mit der Zeltwand kuschelt. Auch muss man sich das Bad nicht mit anderen Menschen teilen oder gar nachts alleine seinen Weg über den Platz zu den sanitären Anlagen finden. Ich lobe mir den hohen Komfort den Glamping mir bietet.

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Meine erste Erfahrung mit solchen Luxuszelten konnte ich bereits 2010 machen als ich für drei Tage das Sanbona Wildlife Reservat besucht habe. Ich hatte eine Reise nach Südafrika gewonnen und war völlig geflashed von unserer Unterkunft. Ich kannte so einen Luxus in der Wildnis ja noch nicht.
Unsere kleine Luxusunterkunft war fest gemauert und hatte aber ein Zeltdach.

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Dazu wie beschrieben jeder erdenkliche Luxus. Ein Traum von einem kuschligen Bett, eine Badewanne von der aus man die Wildnis beobachten konnte und natürlich auch eine Terrasse mit schickem Whirlpool. Im Hauptgebäude der Lodge gab es die exzellente Speisen und wir hatten einen eigenen Fahrer für unsere Pirschfahrten. Luxus pur.

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Über die Jahre war ich recht häufig in Afrika unterwegs und in vielen Lodges mit wunderbaren Zeltunterkünften. Zuletzt konnte ich Glampingerfahrung in Simbabwe sammeln. Dort war ich in verschiedensten Parks und Zelten untergebracht. Von ganz einfachen Zeltunterkünften bis hin zum super Luxus.

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Glamping-Highlights

Mein absolutes Glamping-Highlight war allerdings das Somalisa Camp im Hwange Nationalpark. Trotz meiner Erfahrungen sprengte der Lifestyle der mich hier erwartete jeden Rahmen. Nur die feinste Auswahl an Interieur, edle Stoffe und ausgewählte Designelemente kombiniert mit kolonialem Schick machten das Somalisa für mich zu perfekten Sinnbild von „Glamping„. Leider, leider hab ich nur ein paar Nachtaufnahmen, da ich nur sehr kurz im Camp war und von abends spät bis morgens früh auf Pirschfahrt war.

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Gerade für Wildlife-Liebhaber ist das Somalisa das Non-Plus-Ultra-Camp. Was auf seine exponierte Lage direkt im Hwange Nationalpark und am Wasserloch, von dem aus man exzellente Tiersichtungen hat, zurück zuführen ist. Mit Cocktail in der Hand kann man von der Poolliege aus den Elefanten beim Baden und den Löwen beim Jagen zuschauen kann. Ein phantastisches Erlebnis.

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Für wen lohnt sich Glamping?

Glamping lohnt sich für alle, die gerne in der Natur aufwachen, aber auf Komfort nicht verzichten möchten. Es richtet sich an alle, die direkt am Morgen zu großen und kleinen Abenteuern abseits der Großstädte starten möchten. Willkommen sind alle, die sich streuben in einem normalen Zelt zu nächtigen und am nächsten Morgen verkatert aufzuwachen. So wird Glamping eine echte Alternative sogar für Zeltmuffel. Hier muss man auf den Luxus eines Hotels nicht verzichten und kann erholt in einen aktiven Tag im Grünen starten.

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FAZIT

Für mich ist Glamping kein neuer Trend, sondern ein lieb gewonnener Standard auf meinen Afrikareisen. Und auch wenn es ein teures Vergnügen ist, es lohnt sich so sehr. Wer sich aufmacht und diesen Kontinent für sich entdecken möchte, dem lege ich dringend ans Herz wenigstens ein paar Nächte auch dem Luxuscamping zu fröhnen und sich in einer der Lodges in der Wildnis verwöhnen zu lassen. Es gehört einfach dazu.

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Ich bin auch fest davon überzeugt, das „alte“ Camperfreunde dem Charme von Glamping erliegen werden. Einfach das was sie lieben, nämlich in der Natur zu sein, sich wunderbar mit Annehmlichkeiten verbindet. Und auch wenn ich nicht viel auf Trends gebe, freue ich mich, dass Glamping jetzt überschwappt auf andere Regionen dieser Welt! Denn naturnahe Unterkünfte sollte man (so sie nachhaltig geführt sind) in jedem Fall unterstützen und bevorzugt als Reiseziel wählen. Schon allein weil sie einem selbst so viel mehr geben. Probierts mal aus!

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Hast du schon Erfahrungen mit Glamping machen können und wenn ja, wie sahen diese aus? Würdest du es auch anderen Reisenden empfehlen? Bist du vielleicht erst durch diesen Beitrag darauf aufmerksam geworden und möchtest mir dein Feedback geben? Nutz gerne die Kommentarfunktion und lass mir deine Meinung zu Glamping hier. Ich freue mich auf Nachricht.

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Township-Touren -ja-oder-nein

Township-Tour – ja oder nein? Der schmale Grat zwischen Touristenbespaßung & Verständnis der Kulturen

Immer wieder werde ich gefragt: „Hey Marlene Du hast doch in Südafrika gewohnt, würdest du mir dort eine Township-Tour empfehlen – ja oder nein?“ Ich bin bei dieser Frage immer hin und her gerissen, denn die Erfahrung die ich machen musste, war absolut keine Gute. Aber so muss es ja nicht immer laufen und es gibt durchaus Touren, bei denen sich die Anbieter ihrer Verantwortung bewusst sind und diese auch Ernst nehmen. Und genau deshalb möchte ich dir heute meine Geschichte erzählen aber auch ein vorbildliches Beispiel zeigen. Ich möchte, dass du nach dem Lesen selbst weißt, worauf du bei der Buchung achten solltest und dich in die Lage versetzen, dich richtig, sicher und respektvoll bei einer Townshiptour zu bewegen – so du dich dafür entscheidest.

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Meine Erfahrung

Meine erste Township-Tour habe ich in Johannesburg gemacht, zwei Jahre nachdem ich Südafrika nach meiner Auswanderung schon wieder verlassen hatte. Ich kannte also das Land und seine Probleme. Doch bisher hatte ich immer Bedenken, so eine Art „Sighseeing“ zu machen. Ich fand es irgendwie moralisch verwerflich. In den Jahren zurück in Deutschland hatte ich dann viel darüber gelesen und auch wie wertvoll solche Touren zum gegenseitigen Verständnis sind. Jetzt war ich als Tourist zurück in Südafrika und fühlte mich bereit für eine Township-Tour und etwas dazu zu lernen.

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Johannesburg gilbt als das wirtschaftliches Zentrum ganz Afrikas und gleichzeitig als einer der härtesten sozialen Brennpunkte des Landes. Hier kämpfen die einen um Millionen und die Anderen, ums nackte Überleben und das bekam auch ich zu Gesicht.

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Meine Tour war als Sightseeingtour der ganzen Stadt geplant, um genau diese Unterschiede auch aufgezeigt zu bekommen. Meine Freundin Anke und ich hatten eine private Tour geplant mit einer farbigen Dame als Tourguide. Weil es uns wichtig war, die Stadt nicht aus einer „weißen“ Perspektive erklärt zu bekommen, sondern aus ihrer Sicht. Wir starteten in einer der wohlhabenden Gegenden Johannesburgs. Und dann stand ich zunächst vor den höchsten Zäunen, die ich um Wohnhäuser je gesehen hatte. Um genau zu sein, waren es gar keine Zäune, sondern Mauern aus Stein, die höher waren als die unserer Burgen, Schlösser oder Gefängnisse. Das allein schockierte mich schon. Wie reich mussten Menschen sein, um solche Mauern um ihre Paläste zu bauen?

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Doch meine Erschrockenheit ging noch weiter, als ich mich, keine zwei Kilometer weiter, dem schlimmsten Township gegenüber sah, den ich bis dato in Südafrika erlebt hatte. Und ich maße mir an, so Einiges in meinen anderthalb Jahren vor Ort, gesehen zu haben. Doch das Elend hier schien mir noch immens größer und erschütterte mich zutiefst. Immerhin hier stoppten wir nicht, sondern fuhren zu einer etwas besseren Gegend weiter. Hier waren es einfache Häuser die uns erwarteten und keine Blechhütten mehr. Wir stoppten vor einem bunten Haus, stiegen aus und folgten unserem Guide ins Innere des kleinen Hauses. Uns erwartete ein dunkles Zimmer, was extrem beengt wirkte und voll gestopft war mit Bett für die ganze Familie, Kühlschrank, Tisch und Regalen. Eine nette Frau mit Kindern neben sich und auf dem Arm erwartete uns. Wir wurden einander vorgestellt, es wurde uns schnell erklärt, wie die Lebensumstände der Familie sind und dann durften wir ihnen noch Geld in die Hände drücken und ein Erinnerungsfoto machen.

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Nach Verlassen des Hauses fühlte ich mich einfach hundsmiserabel. Ich stellte mir vor, wie es für diese Frau eben gewesen sein musste. Da kommt Jemand in ihr Heim, bestaunt die ärmlichen Umstände, drückt Geld gegen das Elend ab und geht wieder. Wie würde ich mich denn fühlen, wenn ich Besuch einer reichen Oligarchenfamilie bekäme? Wenn sie sich ein Bild über meine – in ihren Augen – schäbigen Wohnumstände machen und mir dann einen Almosen da lassen würden? Bisher hatte ich nur Gutes über Township-Touren gelesen, aber das was ich hier gerade erlebt hatte, fühlte sich einfach nur falsch an. Wie sollte dieses Treffen denn zum gegenseitigen Verständnis beitragen? Ich hatte eigentlich nur verstanden, wie unwohl sich Jemand bei so einer Schau fühlen musste. Mein Gedanken-Karussel drehte sich den Rest des Tages: Laufen Township-Touren immer nach diesem Schema ab oder hatten nur wir einen schlechten Guide erwischt? Sollten wir nicht eigentlich etwas lernen?

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Ein Erlebnis, was mich nicht losgelassen hat

Ich grübelte noch Jahre später und wollte dieses für mich negative Erlebnis, auch nicht so stehen lassen. Letztlich bin ich in meinem Bekannten-Netzwerk auf Joe gestoßen. Ein Deutscher der seit vielen Jahren in Südafrika lebt, ein Gästehaus betreibt und auch Township-Touren anbietet. Warum er sagt, dass Township-Touren wichtig und richtig sind; warum sie, richtig durchgeführt, einen Mehrwert für beide Seiten sind, verrate ich euch im Interview mit ihm:

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Im Interview mit Tourguide Joe

Lieber Joe, erzähl doch mal kurz von dir und deinem ersten Besuch in einem Township.

Was war deine Intension Township-Touren auch für deine Gäste anzubieten und seit wann machst du das?

Ich nenne es ungerne eine „Tour“, sondern eher eine Begegnung. Mit Menschen aus Kayamandi, dem zweitältesten Township von Südafrika, habe ich seit 3 Jahren Kontakt, der immer intensiver wird. In vielen Gesprächen habe ich erkannt, dass die Menschen nur materiell ärmer sind, aber häufig reicher an Lebensfreude. Ich habe viel gelernt von Vorurteilen. Denn in manchen Baracken wohnen wohlhabende Menschen zum Beispiel aus dem Estern Cape, die einfach nur kein Geld für ihre Unterkunft verschwenden und lieber so viel als möglich von ihrem Lohn nach Hause schicken, wo sie durchaus sehr schöne Häuser und neuwertige Autos haben.

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Ebenso habe ich verstanden, dass man sich auf Touristen freut und sich gerne austauscht, von Gästen lernen und erfahren möchte, wie diese leben. Manche Gegenstände, die man an der Waterfront findet, werden in einem Township hergestellt. Da kann man also direkt vom Künstler kaufen und bei ihr/ ihm bleibt mehr Geld übrig, denn sonst muss noch Kommissionen gezahlt werden an die Geschäfte. Vor allem aber freut man sich über den Respekt, den man ihnen mit einem Besuch zeigt. Viele fragen sich, warum auch die Touristen sie meiden. Seit einem Jahr organisiere ich nun solche Begegnungen regelmäßig.

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Was machst du anders als andere Anbieter? Worauf achtest du? Was ist dir wichtig bei deiner Organisation?

Zum Glück ist es für mich kein Lebensunterhalt. Ich verstehe bis zu einem gewissen Grad, dass professionelle Tour Anbieter kommerziell denken müssen. Bei mir gibt es keine gestellten Szenen, keine falsche Folklore, und ich bekomme nirgendwo Provisionen, wenn ich Gästen Geschäfte zeige oder Leistungen vermittle, wie z. B. ein Abendessen bei einer älteren Dame. Mir ist die Authentizität wichtig. Der Gast soll selbst spüren, dass hier nichts abgespult wird.

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Häufig bin ich mit einem Sozialarbeiter einer NGO (Nicht-Regierungs-Organisation) unterwegs. Die Route besprechen wir mit den Gästen. Was wollen die Gäste sehen, verstehen, erleben? Die Gäste müssen sich immer wohl und sicher fühlen. Wenn man sieht, dass die Eindrücke zu negativ sind, kann man spontan die Richtung wechseln und auch zeigen, dass in Townships richtig schicke Häuser stehen können und Anwälte, Ärzte usw. leben. Das Township ist ein Mikrokosmos!

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Worauf sollte man achten, bei der Buchung einer Township-Tour?

Die Teilnehmerzahl sollte so klein wie möglich sein. Ideal sind für mich bis 10 Personen. Was steht im Focus der Tour? NGO’s, Kindergärten und Schulen oder Geschäfte besuchen? Aufpassen, wenn die Tour zu einer „Kaffeefahrt mit Heizdeckenverkauf“ wird, will sagen, wenn man von Geschäft zu Geschäft gekarrt wird, um möglichst überall Geld zu lassen. Häufig bekommen die Veranstalter dann Provisionen.

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Was hälst du davon ein Township mit dem Rad oder gar Segway zu erkunden?

Mit dem 50-Sitzer-Bus durch ein Township ist schon eine Invasion, das geht für mich gar nicht. Mit dem Segway durch das Township? Um Himmels Willen, das ist an Respektlosigkeit nicht zu überbieten und niemand muss sich über Unmut wundern, wenn man so offenkundig den Reichtum zur Schau stellt. Selbst Fahrrad fahren kann grenzwertig sein. Viele Menschen können sich nicht einmal ein Fahrrad leisten. Zudem erinnern Fahrradfahrer symbolisch an Reiter, bzw. Krieger. Zudem sitzt man automatisch höher und „hebt sich ab“, ob man es nun so beabsichtigt oder nicht. Über solche Symbole machen sich leider wenige Menschen Gedanken. Für mich ist nur akzeptabel zu Fuß zu gehen und sich damit auf die gleiche Stufe zu stellen mit den Einwohnern, aus Respekt und Demut.

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Wie sollte man sich kleiden?

Niemand muss in Sack und Asche gehen, auch im Township kleidet man sich schön. Übliche Kleidung ist also völlig in Ordnung. Aber auf Schmuck und teure Uhren sowie Edel-Smartphones sollte man besser verzichten. Auch Nobel-Labels müssen nicht unbedingt sein. Man weiß ja, wohin man geht und muss nicht unnötig provozieren.

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Was hältst du von Mitbringsel für die Kinder? Süßigkeiten oder kleine Spielsachen etwa.

Auf jeden Fall, Vielleicht nicht unbedingt zu viele Süßigkeiten. Häufig steht es mit der Zahngesundheit ohnehin schon nicht so gut. Aber Mal- und Bastelsachen, Stifte, Hefte und Spielsachen sind immer willkommen. Jedoch würde ich vorab fragen, wo man die Sachen abgeben kann und nicht selbst verteilen. Es gibt genügend Einrichtungen, die sich um eine sorgfältige Verteilung kümmern. Es kränkt die Eltern, wenn man Kindern auf der Straße einfach etwas verteilt. Es bricht ihnen das Herz, wenn sich die Kinder wildfremden Menschen an den Hals werfen und die Eltern können sich solche Dinge nicht leisten. Außerdem will man Kinder dazu erziehen, nicht zu betteln, sondern die Schule zu besuchen und eine ordentliche Ausbildung zu machen. Mit der eigenen Spendenverteilung erzieht man die Kinder aber zu Bettlern.

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Sind Kameras erlaubt und was empfiehlst du im Umgang mit Fotografie von Personen?

Hier bitte ich die Gäste immer, auf große Kameras zu verzichten und lieber Kleinbildkameras oder das Handy zu verwenden. Sofern man Personen fotografiert, sollte man die Bilder niemals veröffentlichen, schon aus juristischen, aber auch aus Gründen des Respekts. Unabhängig davon sollte man immer vorher fragen, sei es den Tourguide oder die Personen selbst. Häufig wird man sogar dazu eingeladen, Fotos zu machen. Alles aber bitte mit Respekt und Zurückhaltung und nicht, wie man es von asiatischen Touristen kennt.

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Wie sicher ist eine Township-Tour?

Verantwortungsvolle Anbieter arbeiten immer mit Menschen vor Ort zusammen, die im Township bekannt und in der Regel auch akzeptiert sind. Dies erhöht die Sicherheit ungemein. Je kleiner ein Township, desto sicherer in der Regel. Einer der vielen Gründe, weshalb ich in Kayamandi die Begegnungen organisiere.

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Ab welchem Alter ist eine Township-Tour für Kinder bzw. Jugendliche empfehlenswert?

Das hängt sehr von dem Bildungshintergrund und Vorbereitung der Eltern ab. Es kann aber für Kinder unter 10 Jahren auch emotional belastend werden. Hier ist der Tour Anbieter gefragt, die Strecken so zu wählen, dass zwar nichts zu kurz kommt, aber die Extreme kann man auslassen, um so auch für kleinere Kinder das Erlebnis angenehm zu gestalten.

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Gibt man Geld und wenn ja, wem?
Sehr häufig gebe ich von meinem Tourpreis selbst Geld an die NGO’s weiter. Natürlich darf jeder gerne noch selbst Spenden geben. Auch hier empfiehlt es sich, dies den NGO’s zu geben, damit die ihre wertvolle Arbeit damit fortführen können. Einzelpersonen bitte niemals direkt Geld geben.

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Was möchtest du Interessierten noch ans Herz legen?

Wer unbedingt ein Bild mit einem schwarzen Kind auf dem Arm braucht, das vor Freude über ein Bonbon strahlt, wäre zumindest bei mir falsch. Die Kinder freuen sich ohnehin über unseren Besuch. Weder führen wir uns als Wohltäter auf, noch müssen wir Scham haben vor dem Elend, das man auch zu sehen bekommt. Unsere Urgroßeltern wohnten mitunter in ähnlichen Verhältnissen!

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Die Besuche im Township dienen dem Verständnis der Menschen füreinander, fördert den Respekt und die gegenseitige Anerkennung. Es ist ein klein wenig auch eine Völkerverständigung und Abbau von Vorurteilen auf beiden Seiten. Ein kleiner Schritt in Richtung Regenbogen-Nation. Kürzlich stand ein Mann mitten auf der Straße und sagte uns mit feuchten Augen, dass er sehr stolz darauf ist, dass wir das Township besuchen. Voller Stolz wiederholte er die drei Worte Deutsch, die er kannte und wünschte uns einen schönen Tag. Eine solche Begegnung wünsche ich jedem Tourist!

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Lieber Joe, ganz herzlichen Dank für deine Sicht, Tipps und Erfahrungswerte. Ich denke, dass hilft weiter keine so negative Erfahrung zu machen, wie ich sie erlebt habe.

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Fazit Township-Touren:

Township-Touren sind wichtig, denn sie tragen in der Tat zum Gegenseitigen Verständnis bei und sind damit ein wertvoller Schritt zur Überwindung von Mauern. Denen in unserem Kopf, aber auch den realen im Leben der Menschen. Wenn du dich dazu entschließt eine Tour zu „wagen“, dann hoffe ich, du erinnerst dich an unsere Tipps und nimmst dir zu Herzen, was man im gegenseitigen Umgang beachten sollte. Ich wünsche dir eine spannende Zeit und hoffe du siehst, dass es überall auf der Welt Menschen gibt die nur friedlich leben wollen.

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PS: Wer eine besondere Begegnung mit Joe in einem Township machen möchte oder einen zuverlässigen Partner für Spenden für die Kinder sucht, der kann gerne direkt über die Seite FB-Seite mit ihm Kontakt aufnehmen. Nutze dafür den LINK.

 

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Simbabwe – Highlights, Sehenswürdigkeiten & Lieblingsplätze

Unter Afrika-Liebhabern gilt Simbabwe als eines der schönsten und aufregendsten Länder des gesamten Kontinents und auch mein Herz hat dieses Land im Sturm erobert. Es überrascht mit einer enormen landschaftlichen Vielfalt, seiner atemberaubenden Tierwelt, uralten Kulturen und lebensfrohen Menschen. Welche Highlights ich entdeckt habe und dir unbedingt ans Herz legen möchte, kannst du hier nachlesen.

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Mana Pools – Heimat der Magie

Wer Tiere und die Weite Afrikas liebt, der kann sich einfach nur in den Mana Pools Nationalpark verlieben. Genau hier trifft man sie, die ehrwürdigen Elefanten, die schnaufenden Hippos, die sich sonnenden Krokodile, die lauernden Hyänen und die majestätischen Löwen. Mana Pools gilt als Weltkulturerbe, liegt im Norden und im Grenzgebiet zu Sambia. Begrenzt ist der Park durch den Fluß Sambesi, dem er auch seinen Namen zu verdanken hat. Mana bedeutet in der Sprache der Shona „vier“, aufgrund der vier großen, auch in der Trockenzeit mit Wasser gefüllten Wasserbecken des Flusses. Immer in der Regenzeit verwandelt sich die Flutebene des Sambesi in eine Seenlandschaft, die in der Trockenzeit dann wieder versandet.

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Magisch machen diesen Ort für mich die unbändige Wildnis, aufregende Tierbeobachtungen und die gänsehautverursachende Geräuschkulisse. Elefanten, Hippos, Löwen, Hyänen oder Pawiane braucht man hier nicht zu suchen. Sie laufen direkt durchs Camp, schwimmen neben deinem Kanu und begleiten dich mit ihren Rufen durch die Nacht. Mana Pools ist für mich als Safari-Junky wirklich die Krönung all meiner Afrika Reisen gewesen. Hierzulande ist Mana Pools am Bekanntesten für seinen alten Elefanten, der sich auf seinen Hinterbeinen stehend Früchte von den Bäumen angelt und im Licht der untergehenden Sonne, das wohl beliebteste Fotomotiv ist. Ich hab ihn leider nur auf vier Beinen gesehen;)

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Mein Tipp: Bucht euch in einem der Zeltcamps direkt am Sambesi ein, dann habt ihr nicht nur die Elefanten, Löwen oder Paviane um euch, sondern gleich noch die Hippos und Krokodile. Hört sich gefährlich an, ist aber einfach nur aufregend schön. Besonders, wenn man nachts den Rufen der Tiere lauschen kann. Außerdem ist der Sonnenuntergang am Fluß ein Traum.

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Lake Kariba – Kulisse der Träume

Ein ganzes Buch könnte ich mit Bildern und Geschichten des Lake Kariba Sees füllen. Er gilt als der größte, von Menschenhand angelegte Staudam der Welt und hat die unglaublichen Ausmaße von 223 Kilometer Länge und bis zu 40 Kilometern Breite, was ihn für mich wie ein Meer aussehen ließ. Schier unfassbar ist seine Weite und noch fesselnder seine Geschichte und die mit ihm verbundenen Sagen. Denn bei seinem Bau gab es mehrere Fluten, bei der ersten starben viele der Bauarbeiter und ihre Körper wurden erst nach Opfergaben an den Wassergott Nyami Nyami wieder freigegeben.

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Da diese Region geflutet wurde und mit ihr ganze Waldstücke, findet man jetzt aus dem Wasser ragende Stümpfe der abgestorbenen Bäume. Sie zeichnen das für mich so typische Bild des Lake Kariba, welches gerade zum Sonnenuntergang eine unglaublich, faszinierende Kulisse bildet. Zwischen den Baumresten tauchen wutstaubende Nilpferde auf, am Rand des Sees sonnen sich Krokodile und im knietiefen Wasser grasen Elefanten. Eine Szenerie wie aus dem Bilderbuch und besonders zu genießen, wenn man sich hier mit dem Boot bewegt.

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Mein Tipp: Mietet euch auf einem Hausboot ein. Hier habt ihr die Möglichkeit schon am Morgen vom Bett aus, Elefanten zu bestaunen und Nachts schläft man zu den ulkigen Rufen der Hippos ein. Ein faszinierendes Schauspiel für alle Naturliebhaber, ein tolles Motiv für Fotografen und ein unbedinges „Must-do“ auf jeder Simbabwe Reise.

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Hwange Nationalpark – Das Elefantenparadies

Der Park gehört zu den 10 größten Naturreservaten von ganz Afrika und mit 14.651 km² ist er auch der Größte und bedeutendste Park Simbabwes. Hwange liegt ganz im Westen und in den Ausläufern der Kalahari Wüste. Außerdem grenzt er an Botswana und liegt gute 200 km nordwestlich der Stadt Bulawayo.

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Auf seine Größe gerechnet und im Vergleich zu anderen Parks hat Hwenge eine fast schon geringe Zahl an Wildtierarten. 400 verschiedene Vögel, 170 Säugetiere – darunter Löwen, Giraffen, Geparden, Hyänen und Wildhunde. Herausragend und weltweit beachet, ist allerdings die Population an Elefanten. Hwange ist Heimat von sagenhaften 40.000 Tieren und genau deshalb ist dieser Park auch eines der weiteren Highlights für mich. Aber nicht nur das. Auch die Nachkommen des berühmten Löwen Cecil, der tragischerweise von einem Großwildjäger erschossen wurde, haben in Hwenge eine sichere Heimat gefunden.

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Mein Tipp: Gönnt euch einen Aufenthalt im Somalisa Main Camp, dann könnt ihr die Tiere direkt von der Lodge aus beobachten. Das Camp ist super luxurios und quasi der Inbegriff von Clamping. Zwar hat das Somalisa seinen Preis, aber hier ist es gut angelegtes Geld.

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Victoriafälle – Berauschendes Spektakel

Wild tosend stürzt sich der Sambesi an der Grenze zwischen Sambia und Simbabwe hier über die Klippen und läßt seine Besucher sprachlos zurück. Der Wasserfall, ist eines der top Sehenswürdigkeiten des Kontinents und auf der Liste der Afrika-Reisenden ganz oben angesiedelt. Und auch für mich ist dieser Wasserfall ein atemberaubender Magnet.

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Die Wassermassen des Sambesi ergießen sich hier auf einer Breite von 1708 m in eine quer zum Flusslauf liegende, 110 m tiefe und kaum mehr als 50 m weite Schlucht mit steilen Felswänden aus Basalt. Das macht die Victoriafälle zu dem breitesten durchgehenden Wasserfall der Erde. Bis zu 300m steigt der Sprühnebel auf, wenn bis zu 10.000 m³/s Wasser über den Nordrand der Schlucht in die Tiefe donnern und die Fälle zu einem berauschenden Spektakel werden lassen.

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Mein Tipp: Ich hab mir den Luxus gegönnt und die Victoriafälle bei einem Helikopter-Flug bestaunt und das solltest du auch! Denn ich bin der festen Überzeugung, dass man diese Kraft, Kulisse und dieses Schauspiel nur aus der Luft so richtig begreifen kann. Klick dich mal ins Video und flieg eine Runde mit mir.

Harare – Traum aus lila Blüten

Harare ist die Hauptstadt Simbabwes und strahlt trotz seiner rund eine Millionen Einwohner eine ruhige und entspannte Atmosphäre aus. Die Stadt liegt im Hochland bei etwa 1500m über dem Meeresspiegel und ihr Klima ist daher selbst im Hochsommer gut auszuhalten. Harare ist neben dem wichtigsten politischen auch das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum des Landes.

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Die Stadt bietet gute Einkaufsmöglichkeiten, ein vielseitiges Nachtleben und mit dem Queen Victoria Museum und der National Gallery Of Zimbabwe zwei sehenswerte Institutionen von Weltrang. Mein absolutes Highlight in der Stadt waren aber die zahllosen in lila getauchten Alleen. Ganze Straßenzüge sind gesäumt mit Jacaranda Bäumen, die mit Einsetzen der Regenzeit im Oktober ihr Farbspektakel geradezu explodieren lassen. Ich jedenfalls konnte mich nicht sattsehen an diesen gleichzeitig knarzig-mystischen sowie majestätischen Bäumen.

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Mein Tipp: Das Meikles Hotel ist ein wunderbarer Spot, um zu Entdeckungstouren in der Stadt zu starten und nebenbei bemerkt auch ein tolles Hotel. Von der Terasse aus hat man einen perfekten Blick auf den Park und seine blühenden Jacaranda Bäume. Im Meikles sollten man auch auf keinen Fall vergessen, ein Foto mit den mondänen Wandbildern zu machen. Ich fand sie allesamt fantastisch.

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Greater Zimbabwe  – Kulisse der Sagen und Mythen

Sagen und Mythen ragen um diesen einzigartiger Ruinenkomplex, der auch unter dem Namen „Groß-Simbabwe“ bekannt ist und nach dem Simbabwe letztlich auch benannt wurde. Im Südosten gelegen, in einer einst kargen und schwer zugänglichen Gegend, lag für Jahrhunderte sein Geheimnis verborgen. Einst bereisten Seefahrer und Händler aus aller Welt die Ostküste Afrikas und drangen in das Landesinnere des Kontinents ein. Sie waren es, die letztlich diese Königsstätte entdeckten und die Geschichten vom „Geheimnis von Simbabwe“ erzählten. In der lokalen Sprache der Shona heißt Greater Zimbabwe „dzimba dza mabwe“. Es läßt sich mit „große Häuser aus Stein“ übersetzen und beschreibt diesen Ort sehr gut.

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Der ganze Komplex besteht aus mehreren Ruinen: Dem Gebäude, welches dem König als Palast diente und das auf dem Berg thront, aber auch Bauwerke für seine Gemahlin, das Gefolge und die einfachen Bauern am Fuße der Erhebung. Faszinierend ist die architektonische Besonderheit, denn alle Gebäude und Mauern im Komplex sind aus gleichen Steinmonolithen erbaut. Alle haben eine ganz regelmäßige Form und sind ohne jegliches Bindemittel aufeinander gestapelt. Selbst nach 3.000 Jahren ohne Mörtel“ sind die Gemäuer noch erhalten geblieben. Mich hat ganz besonders der majestätische Blick vom Königspalast über die Ebene fasziniert. Es war ein Leichtes sich vorzustellen, welch erhabenes Gefühl es für einen Regenten gewesen sein muss, hier auf sein Land und Gefolge zu blicken.

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Mein Tipp: Macht euch ganz früh in den Morgenstunden auf Greater Zimbabwe für euch zu entdecken und startet mit der Bergtour. Mit aufsteigender Sonne nimmt auch die Hitze zu und der Aufstieg wird entsprechend anstrengender. Wer gleich um 7 Uhr auf den Beinen ist, hat noch die Frische der Nacht auf seiner Seite und tut sich beim Wandern einfach leichter. Die Mauern des Komplexes am Boden hingegen haben ein ausgeklügeltes System und die Gänge sind wie eine kleine Klimaanlage – wenn die Sonne also später stärker scheint, findest du hier Abkühlung.

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Bulawayo – Koloniales Erbe

Weite Alleen, lila blühende Parks, attraktive Museen und charmante Kolonialarchitektur machen Bulawayo („Blauaio“ ausgesprochen), Simbabwes zweitgrößte Stadt, attraktiv für Reisende. Das Stadtbild ist geprägt von den Resten viktorianischer Häuser, die den Kolonialstil wie kein anderer Architekturstil in Afrika prägten. In dieser historischen Atmosphäre kann man gut und gerne eine oder auch zwei Nächte verbringen. Besonders da die Stadt als ein Tor zum Matobo National Park und als ein idealer Ausgangspunkt für den Hwange National Park und die Vic Falls gilt.

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Bulawayo galt als politisches und administratives Zentrum sowie als wichtigster Wirtschafts- und Industriestandort des Südwestens. Seitdem Harare diesen Platz eingenommen hat, trägt Bulawayo die Bezeichnung Kulturhauptstadt. Zu empfehlen sind Besuche im naturhistorischen Museum, dem größten seiner Art in der südlichen Hemisphäre. Eisenbahnnostalgikern kann das außergewöhnlichen Railway Museum ans Herz gelegt werden, denn es ist ein mit auffällig viel Liebe zum Detail eingerichtetes Museum für Eisenbahngeschichte.

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Mein Tipp: Ich habe in Bulawayo eine Townshiptour gemacht und möchte hier meine Bilder mit dir teilen, einfach weil sie so sehr für die Lebensfreude der Menschen in Simbabwe stehen. Vielleicht schaust du bei so einem geführten Ausflug mal selbst, wie das Leben der Menschen dort ist?

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Eastern Higlands – Im Rausch des grünen Duftes

Völlig geflashed von der für mich nicht erwarteten grünen Seite Simbabwes war ich von den Eastern Highlands. An Simbabwes Ostgrenze zu Mosambik befindet sich diese, landschaftlich wunderschöne, etwa 300 km lange Gebirgskette. Saftiggrüne Teeplantagen, plätschernde Wasserfälle, in Nebel gehüllte Hügel und Waldgebiete, die an Regenwälder im Amazonasbecken erinnern. Die Berghänge und Täler sind bedeckt von frischem Grün und zeichnen ein so ganz anderes Bild von Simbabwe, als man sich das als Afrika-Reisender so vorstellt. Das alles macht die Eastern Highlands zu einem wahren Paradies für Bergwanderer, Angler, Golfer und Reiter.

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Während meiner Simbabwe Reise hatte ich auch die Chance, hier eine Teefabrik zu besuchen. Neben all dem Interessanten was es zu erfahren und erleben gab, war der Geruch der fermantierten Teeblätter das eindringlichste Bukett, das sich je in meine Erinnerung gegraben hat. Der aromatische Geruch, war mit Abstand der verlockendste und intensivste, den ich je wahrgenommen habe.

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Mein Tipp: Wer in die Eastern Highlands reist, der kommt, um im hier und jetzt zu sein. Einfach die Natur, die Abgeschiedenheit, die Ruhe und das Menschsein genießen. Runter kommen, abschalten und sich wieder in seine Balance bringen – dafür sollte man sich genau an diesem Ort die Zeit nehmen.

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Nyanga National Park

Der Nyanga National Park ist der älteste Nationalpark des Landes und befindet sich in einer der schönsten Gegenden den Estern Highlands von Simbabwe. Sanfte, grüne Hügel und rauschende Flüsse durchziehen und formen den Park. Mit seiner bezaubernden Aussicht auf die Berge, zahlreichen Wasserfällen, einer einzigartigen Flora und Fauna lockt dieser Park besonders Wanderer und Naturliebhaber. Hier kann man sich auf einsamen Pfaden bewegen, den Lauten der Natur lauschen und die Seele baumeln lassen. Für mich waren definitiv die Wassserfälle eines der Hihglights Nyangas.

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Für Wanderer empfielt sich der Inyangani oder Mount Nyangani genannt, der mit 2593 Metern höchste Berg Zimbabwes. Da die Landschaft hier nicht so schroff und die Hänge nicht ganz so steil und felsig sind, ist der Gipfel leicht und ohne sehr große Herausforderung zu erreichen. Unterwegs zum Parkplatz am Fuß des Berges sind oft Eland-Antilopen zu beobachten, die Mittags im dichten Msasa-Wald Schatten suchen. Aber auch Zebras, Bushbocks, Impalas, Baboons und anderen Tieren kann man im Nyanga NP begegnen.

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Mein Tipp: Wäre ich nicht in der Gruppe unterwegs gewesen, hätte ich die Wanderschuhe und meine Kleidung abgestreift und wäre wie die Natur mich schuf unter einem der Wasserfälle abgetaucht und genau das solltest du auch.

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Worlds View – Erhabene Schönheit

World’s View liegt auf dem Troutbeck-Massiv  auf rund 2.000 Höhennmetern und bietet einen weiten Blick auf den Norden Simbabwes, so es das Wetter dies zuläßt. Wir hatten leider wenig Glück, denn es war sehr diesig. Bei schönem Wetter kann der Blick aber ganz sicher auch mit Gods Window, welches es in Südafrika zu Weltrum gebracht hat, mithalten. Eine Galerie mit lokalen Künstlern, ein bezaubernder Garten, ein Aussichtssturm und ein Museeum, was die lokale Geschichte erzählt, kann man hier ebenfalls entdecken.

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Mein Tipp: Für mich ist Worlds View ein idealer Picknickspot. Der blühende Garten, die schöne Aussicht und ein paar schattige Plätzchen laden ein, hier sein Pausenbrot auszupacken und zu snacken.

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Sky Walk & Zipline – Atemberaubender Thrill

Ganz neu und wohl noch ein absoluter Insider Tipp sind der Sky Walk und die Zipline über den Mutarazi Wasserfall in den Eastern Highlands. Als privates Projekt in sieben langen Jahren erschaffen und gerade im Oktober 2017 eröffnet, sollen diese zwei Highlights ein neues Magnet für Reisende in diese Region werden. Bisher waren die Mutarazi Falls für Fußgänger gar nicht zu bestaunen, da sie zu versteckt in der dicht bewachsenen Gegend liegen. Jetzt mit den zwei neu erschaffenen Hängebrücken, die sich Sky Walk nennen, sind die Wasserfälle leicht zu erkunden. Eine Besucherplattform entsteht, man hat die Möglichkeit hier sogar über die Fälle zu Ziplinen und neu angelegte Wanderwege ebnen den Weg. IMG_4145

Mit irre viel Aufwand wurde dieses Projekt privat initiiert und finanziert und ich zolle allen Menschen, die das an dieser Stelle gemacht haben, allerhöchsten Respekt. So eine Infrastruktur mit einfachsten Mitteln aber auf höchstem Standard in der Wildnis zu schaffen ist eine Meisterleistung. Die Zipline stand zu meinem Besuch noch kurz vor der Öffnung, deshalb hatte ich leider noch keine Chance hier über den Canyon zu rauschen. Ich konnte mir aber schon ein Bild machen und freue mich für alle, die hier Mut finden und die Chance nutzen an diesem außergewöhnlichen Spot auch Ziplinen zu gehen.

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Mein Tipp: Ich hab mich selbst mit Höhenangst auf die Brücke getraut und das solltest du auch. Es ist ein erhabenes Gefühl, dort hoch über dem Wasserfall zu laufen, in die Schlucht und über die dahinterliegende Ebene zu schauen. Nur Mut, es lohnt sich und zu deiner Beruhigung möchte ich noch sagen, dass du durch eine seperate Leine gesichert bist und es einfach nur genießen kannst.

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Antelope Park

Immer wieder wird auch der Antelope Park als eines der Highlights in Simbabwe genannt. Zwar ist er ein schöner Spot zum Picknicken, aber die Philosophie der Anlage unterstütze ich nicht.

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Mein Tipp: Lauft nicht mit Löwen, es ist gegen ihre Natur und unterstützt auch nicht die Aufzucht der Jungtiere mit Flasche, während sie ihren Eltern weggenommen wurden. Macht stattdesssen die Parkverwaltung darauf aufmerksam. Sicherlich genießen kann man einen Spaziergang am Fluß.

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Lower Zambezi Nationalpark

Im Grenzgebiet zwischen Simbabwe und Sambia befindet der Lower Zambezi Nationalpark. Für Vogelfreunde ist dies ein wahres Paradies, denn er ist Heimat von  über 350 verschiedenen Vogelarten und deshalb ein beliebtes Ziel für Birdwatcher (Vogelbeobachter) aus der ganzen Welt. Aber auch sein Großwild wird dich begeistern.

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Gegenüber des Mana Pools Nationalparks am Ufer des Sambesi zwischen der Kariba-Talsperre und der Mündung des Luangwa, liegt das 4.092 km² umfassende Gebiet. Auch der Cabora-Bassa-See befindet sich in unmittelbarer Umgebung. Durch seine exponierte Lage zwischen dem bis zu 1.500 Metern hohen Sambesi-Escarpments-Hochland und dem Sambesi, kommt es im Tal mit einer Höhe von unter 400 m.ü.M. in den Sommermonaten zu extremen Temperaturen. 40 °C und mehr sind hier keine Seltenheit.

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Mein Tipp: Auch wenn du dich vorher nicht zu den Vogelliebhabern gezählt hast, hier wirst du es. Pack also das Fernglas ein und lass dich einfach mal darauf ein. Birdwatching kann richtig thrilling sein.

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Sambesi – Fluß des Schlangengottes

Für mich ist der Sambesi nicht nur ein Grenzfluß oder der Strom, der die Victoriafälle nährt. Der Sambesi ist für mich Magie, er ist Afrika und Sinnbild. Er ist Heimat der Tiere, die Lebensader der Region und ein Ort, den Fluß des Lebens zu begreifen.

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Der Sambesi legt von seiner Quelle in Sambia bis zur Mündung in Mosambik eine Strecke von 2774 km zurück. Er ist nach Nil, Kongo und Niger der viertlängste Fluss in Afrika und der größte afrikanische Strom, der in den Indischen Ozean fließt. Bedeutende Zuflüsse des Sambesi sind der Kafue und der Luangwa. Auf Höhe der Städte Livingstone (Sambia) und Victoria Falls (Simbabwe) ergießt er sich zu dem mächtigsten Wasserfall Afrikas, dem Viktoriafall.

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Mein Tipp: Im Lower Zambezi Nationalpark findet man sicherlich den idealen Spot diesem Fluß und seiner Magie auf die Spur zu kommen. Geht auf eine Sonnenuntergangstour – mit Boot oder Kajak und genießt einfach in Ruhe die Schönheit der Natur. Nur schwimmen solltet ihr in den meisten Abschnitten des Sambesi nicht, wegen der Krokodile und Hippos. Aber auch dem Mythos Nyami Nyami solltest du auf den Grund gehen, denn seine Sage wird dir hier garantiert begegnen, ob du willst oder nicht.

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Mein persönliches Fazit:

In Simbabwe spürt man noch die authentische Seite des Kontinents, atmet die Freiheit der Weite und erfährt die einzigartige und unbändige Wildnis Afrikas. Atemberauende Tierbeobachtungen, duftende Teeplantagen und ein Fluß voller Magie und Sagen, haben dieses Land für mich so herausragend gemacht. Zu gerne würde ich direkt wieder in den Flieger steigen, mit Elefanten frühstücken, neben Hippos paddeln und zum Ruf der Wildnis einschlafen…

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PS: Du hast auch Sehnsucht bekommen, Afrika und insbesondere Simbabwe für dich zu entdecken, hast aber noch irre viele Fragen? Dann sprich mich gerne für Tipps und Empfehlungen an: via Skype, hier im Kommentarfeld oder über meine Social Media Kanäle.

Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Untestützung von Vivamundo-Reisen.

In diesem Sinne:

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Flyinsafari Buschsafari Flugsafari

Fly-In-Safari in Afrika – Was ist das & lohnt sich das?

Fly-In-Safari, Flugsafari oder Buschsafari beschreiben alle das Gleiche, nämlich vereinfacht ausgedrückt, die Anreise zu Wildlife-Gebieten oder Naturreservaten beziehungsweise deren Safari-Lodges per Flugzeug. Und weil der Gast bequem von Camp zu Camp einfliegt, entstandt eben der Begriff „Fly-In-Safari“  was aus dem englischen kommt und „Flieg-ein-Safari“ heißt.

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Flugsafaris sind meist Teil einer Kleingruppen- oder Individual-Safari und die Gäste werden in der Regel per Propeller-Kleinflugzeug transportiert. Ein typischer und sehr beliebter „Buschflieger“ ist die Cessna 206. Sie hat nur zwischen sechs und fünfzehn Sitzen, was der Anreise noch mal eine ganz besonders persönliche Note gibt.

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Der Reisende kann schnell und nach seinen Bedürfnissen das Wunschziel erreichen und spart sich so Stunden der Anreise in schaukeligen Jeeps und auf holprigen Schotterpisten. Das ist zeiteffizient und zudem gelangt man auf diesem Weg auch in die abgelegensten Regionen, die anders gar nicht erreichbar wären.

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Das Erlebnis Fly-In-Safari

Die Erde aus der Luft zu sehen, ist schon ein riesengroßes Erlebnis, aber zudem noch einzigartige Tiermomente aus der Vogelperspektive zu erleben, ist für mich das absolut Größte. Fly-In-Safaris sind eben nicht nur eine schnelle Anreisemöglichkeit, sondern einfach ein fantastisches Naturerlebnis. Da diese Flüge in einer relativ geringen Höhe von nur wenigen hundert Höhenmetern durchgeführt werden, kann man diesen faszinierenden Kontinent in all seinen Facetten und auf besondere Weise wahrnehmen. Und nicht nur das, denn es gelingen oft auch Sichtungen von Elefanten, Nilpferden, Giraffen und anderen Tieren.

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Wer sich zudem einen Flug über das Okavango-Delta in Botswana gönnt, der hat außerdem gleich noch einen fantastischen Überblick über das weitverzweigte Kanalsystem und den Wasserreichtum dieses ganz besonderen Flussdeltas.

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Die perfekte Ergänzung

Ich sehe eine Flugsafari als perfekte Ergänzung zu einem Game drive, einer Horseback- oder Walking-Safari. Bei diesen Ausflügen ist man den Tieren zwar ganz nah, aber nur von einem Flugzeug aus bekommt man auch einen umfassen Blick für ihren Lebensraum. In Kombination sind sie das Dreamteam für einen erlebnisreichen Safari-Urlaub.

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Das sollte man wissen vor einer Fly-In-Safari

Gepäckbegrenzungen

Bei der Planung einer Flugsafari ist allerdings unbedingt die sehr strikte Gepäckbegrenzung zu beachten. Es empfielt sich daher, sich vorab gründlich darüber zu informieren, um nicht mit dem Koffer stehengelassen zu werden. So sind zum Beispiel nur bestimmte (sehr kleine) Maße erlaubt, keine Hartschalenkoffer oder Reisetaschen mit Gestänge. Es empfiehlt sich dringend, dies rechtzeitig zu klären, um sich ggf. enstsprechende Gepäckstücke kaufen zu können. Manche Lodges bieten übrigens inzwischen die Möglichkeit sich das eigentliche Reisegepäck zeitversetzt nachliefern zu lassen. So fliegt man nur mit kleinem Handgepäck und muss aber später auch auf nichts verzichten. Auch hier rate ich dazu, dies mit dem Veranstalter weit im Voraus zu klären. In Afrika ticken die Uhren bekanntlich anders und die Kommuniktation kann sich etwas hinziehen.

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Zwischenstopps

Es ist möglich, dass die Flüge bis zu dreimal stoppen, um andere Passagiere abzuholen oder abzusetzen. Wer Starts und Landungen genießt, wird hier voll auf seine Kosten kommen.

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Piloten

Viele der Buschpiloten kommen aus aller Welt, haben eine hervorragende Ausbildung genossen und sammeln hier als Teil ihrer beruflichen Karriere weitere Erfahrungen. Um große Verkehrsmaschinen steuern zu dürfen, ist praktische Routine in kleineren Fluggeräten eine unbedingte Voraussetzung.

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Navigation

Buschpiloten kennen sich mit der Navigation in abgeschiedenen Gegenden bestens aus, denn der Luftraum in Afrika unterliegt anderen Regeln als in Europa, Nordamerika oder Asien. Die Piloten wählen abhängig vom Wind eine Flughöhe, die sicherstellt, dass das Flugzeug so wenig wie möglich schaukelt. Außerdem wissen sie um die unterschiedlichen Anforderungen für Start und Landung auf Pisten im Busch.

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Sicherheit

Natürlich steht die Sicherheit der Fluggäste an oberster Stelle, deshalb werden die Maschinen regelmäßigen Wartungen unterzogen die sich strikt an internationale Standards und Vorschriften halten. Hierzu möchte ich auch erwähnen, dass meiner Meinung nach gerade diese kleinen Firmen besonderen Wert auf ihre Maschinen und Piloten legen, da sie ihr Kapital, ihr Einkommen und ihre Altersvorsorge sind. Entsprechend gut wird darauf geachtet, ausgebildet und gepflegt, was man den Maschinen auch ansieht.

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Kosten einer Fly-In-Safari

Bei einer Safari einzufliegen ist natürlich absoluter Luxus. Eine kleine wartungsintensive Maschine, ein extra Pilot, Instandhaltung der Pisten, Spritbeschaffung in Afrika – das alles hat seinen Preis und das auch zu Recht. Ganz pauschal würde ich sagen, dass man pro Person und Flug mit 350 bis 900 Dollar dabei ist. Das kommt natürlich ganz auf die Region, die Auslastung sowie die Entfernungen an. Wer so einen Flug als „Once in a lifetime“ Erlebnis sieht, dem würde ich trotz der Kosten unbedingt zu einer solchen Fly-In-Safari raten.

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Der Flug

Da es sich um kleinere Maschinen handelt und diese auch nur mit geringer Höhe fliegen, ist so ein Flug nicht mit einer Verkehrsmaschine vergleichbar. Entsprechend ist auch das Gefühl während des Fluges ein Anderes, da die Maschinen ganz anderen Winden und Kräften ausgetzt sind. Um allzugroße Schwankungen zu vermeiden, wird meist in den frühen Morgen oder späten Abendstunden geflogen. Totzdem kann der ein oder andere Flug, gerade wenn er über Berge führt, schon mal durch starke Winde oder die Thermik beeinflußt sein. Darauf sollte man sich einfach einstellen und den Flug als riesengroßes Abenteuer erleben.

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Anreise

Meiner Erfahrung nach wird die Anreise zum Rollfeld von der Lodge bzw. dem Reiseveranstalter aus organisiert. Sollte dies nicht der Fall sein, empfehle ich, die Unterkunft anzuschreiben und nach einem lokalen Anbieter zu fragen.

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Das Rollfeld

Meistens sind die Rollfelder auf einer Lichtung inmitten des afrikanischen Busches und in der Regel sind diese Pisten auch nicht asphaltiert. Ensprechend gehen Starts und Landungen etwas bewegter zu als auf geteerten Flugfeldern. Herzklopfen sollte das aber Niemandem machen, im Gegenteil. Ich empfinde es als riesengroßen Spaß, wenn es mal etwas holpriger zugeht.

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Kleidung

Natürlich kann man in seiner ganz normalen, lässigen Kleidung in den Flieger steigen. Ein Weitertransport zur Lodge erfolgt aber in der Regel im offenen Jeep und ist auch gleich eine kleine Safari. Daher empfehle ich direkt praktische, robuste Kleidung und entsprechendes, trittfestes Schuhwerk. Außerdem rate ich auch zu Hut und Sonnenbrille.

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Fragt doch Euren Piloten mal, ob er nicht besonders niedrig fliegen oder eine extra Kurve drehen kann, um noch spektakulärere Blicke auf Flora und Fauna erhaschen zu können. Wenn Wetter, Sprit und die Umstände es zulassen ist der Pilot für diese Idee ganz sicher auch zu haben, denn auch er genießt die Freiheit die ihm sein Job als Buschflieger bietet. Außerdem lohnt es sich auch zu fragen, ob man ganz vorne auf dem Platz des Co-Piloten sitzen darf. Hier hat man eine noch bessere Rundumsicht und bekommt auch gleich noch die Chance die Arbeit im Cockpit zu beobachten. Für mich ist das dann die absolute Krönung einer Flugsafari.

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Fazit Fly-In-Safari:

Wenn man  die Chance hat, seine Anreise zur Wildlife-Lodge komfortabel zu gestalten und das Fliegen liebt, dann sollte der Buschflieger die erste Wahl bei einer Afrikareise sein. Denn diesen Kontinent mit seinen faszinierenden Landschaften und seiner atemberaubenden Tierwelt aus der Luft zu erleben, ist ein ganz besonderes und einmaliges Erlebnis, welches man sich nicht entgehen lassen sollte.

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Abseilen vom Tafelberg – Und die Erfahrung was Mut wirklich bedeutet

Abseilen vom 1.085 m hohen Tafelberg war für mich ein riesen Erlebnis, eine wahrhafte Mutprobe und ein Thrill dem ich eigentlich gar nicht gewachsen war und bin. Meine Geschichte und der Grund, warum ich finde, dass Überwindung nicht die höchste Form von Mut ist, kannst du hier nachlesen:

 

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„Verdammte Scheiße, was mach ich hier? Mein Blut pocht in den Adern meiner Schläfen, ich ringe mit den Tränen und mir ist gleichzeitig kotzübel und das alles wofür? Um nicht als Feigling dazustehen? Ich bin lieber feige, als jetzt hier an diesem gottverdammten Seil zu verrecken. Noch dazu an einem Strick, dessen Haken ich nicht selbst in der Wand festgemacht habe. Ob ich Vertrauen habe, fragt der Typ vom Abseil Africa noch. Wonach sieht die Farbe in meinem Gesicht denn grad aus, verflixt?“

Ja genau so schrie es in mir, als ich mich in Todesangst in der Wand des Tafelbergs wiederfand.
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Actionhelden und ihre Grenzen

Eigentlich liebe ich mich in der Rolle als Actionheldin, Abenteurerin und mutigen Frau, aber es gibt Grenzen und diese durfte ich das erste Mal auf meiner Südafrika Reise kennenlernen. Wir schreiben das Jahr 2010 und ich hatte eine Traumreise ans Kap gewonnen, freute mich geradezu euphorisch auf das Land und all die Ausflüge und Aktivitäten die uns auf diesem Trip erwarten sollten. Ein Highlight war Abseilen vom Tafelberg. Dazu muss man wissen, dass unsere Reisegruppe in zwei Teams aufgeteilt war und wir uns während der ganzen Zeit in verschiedensten Challenges gegeneinander messen sollten und alles von einem Kamera-Team und einem Fotografen begleitet wurde. Eine dieser Herausforderungen die an uns gestellt war, war „Abseilen vom Tafelberg“.

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Übermut tut selten gut

Ich war völlig aufgedreht und übermütig an dem Morgen als wir vom Hotel zur Seilbahn, die uns auf Kapstadts Wahrzeichen hinaufbringen sollte, starteten. Ich hatte extra trainiert für dieses „Battle“ und fühlte mich reif für diese Mutprobe. Das dieses „Training“ an einem kleinen Felsen am Rande des Schwarzwaldes stattfand der gerade mal 8m hoch war, sei hier noch kurz erwähnt. Als wir die obere Station erreichten, zeigte sich der Tafelberg erst mal von seiner ungemütlichen Seite. Dichter Nebel und eiskalte Luft umgaben Kapstadts Hausberg. An Abseilen war jedenfalls nicht zu denken. Wir holten uns Tee, verkrochen uns nach innen und warteten auf Sonnenschein. Und siehe da, es klarte auf, der Nebel verzog sich und gab das ganze umwerfende Panorama dieser Stadt preis. Ich freute mich umso mehr, dass es nun endlich losging.

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Das Abseilen

Wir bekamen zunächst eine Sicherheitseinweisung, dann unser Abseilgeschirr und waren dann gefordert über die Mauer und ein paar Felsen zum Startpunkt zu klettern. Immer noch alles „easy peasy“ für mich und weil ich so euphorisch war, wollte ich natürlich auch gleich als Erste starten. Mein Reisebuddy Tom musste natürlich auch mit und so fanden wir zwei uns nebeneinander am Felsen angeseilt wieder, während der Rest der Gruppe aus sicherem Abstand zuschaute.

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Auch das Fernsehteam hatte Stellung bezogen auf einem der Felsen in unmittelbarer Nachbarschaft. Der Fotograf hatte sich neben uns in Position gebracht und alle warteten darauf, dass wir die ersten Schritte nach unten machen. Wieder erklärte uns der Guide was zu tun ist, wo man sich festhält, wie man in Rücklage geht und wie man das Seil lockert, um sich nach unten zu bewegen. Noch war ich in heiterer Vorfreude.

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Abrutschen und versagen

Ich schaute in die Tiefe, auf den Felsen, das Seil und den Haken in der Wand der mich halten sollte. Langsam machte ich ein paar Schritte an die Kante, versuchte mein Gewicht nach hinten zu verlagern und rutschte genau hier ab, landete auf den Knien und hatte fortan blanke Panik. Mein Herz schlug nicht nur wie wild, es raste geradezu und ich hatte das Gefühl keine Luft zu bekommen. „Ich glaube, ich kann das nicht“ hörte ich mich sagen. „Ach was du kannst das“ ermutigte mich die Gruppe. „Einfach nur auf die Füße schauen und langsam die Wand entlang gehen“.

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Wie Angst den Körper lähmt

Mein ganzer Körper streikte, mir war von einer auf die nächste Minute brechübel und mein Gesicht verlohr jede Farbe. Aber abbrechen und nicht abseilen ging auch irgendwie nicht. Da war die große Klappe zuvor, das Team was meinen Beitrag erwartete und dann war da noch dieses Filmteam, was die Kamera gerade auf mich richtete. Ich konnte unmöglich einknicken und es nicht tun. Weiterhin „quatschten“ alle auf mich ein, ermutigten mich und forderten mich auf abzuseilen. Meine Hände umklammerten panisch das Seil, meine Angst steuerte meine Gedanken und meine Beine zitterten. Trotzdem schaffte ich es irgendwie in diese die Rücklage. Im 90 Grad Winkel zum Berg.

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Einen Scheiß werde ich

Den Blick auf den in meinen Augen mickrigen Haken an dem jetzt mein Leben hing und den nicht ich in den Berg geschlagen hatte. „Was wenn die nicht richtig gearbeitet haben? Was wenn das Seil sich löst und ich in die Tiefe stürze?“ Meine Horrorszenarien wurden jäh unterbrochen, als ich aufgefordert wurde in dieser Position für den Fotografen zu posen. „Lass das Seil los, wir halten dich. Mach die Hände in die Luft das sieht toll aus. „Einen Scheiß werde ich“ – schrie es in mir.

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Todesangst & ich

Aussprechen konnte ich das natürlich nicht. Alle drängten auf ein Foto und nur zögerlich lies ich das Seil los. „So und jetzt noch lächeln!“. Ich konnte nicht lächeln in diesem Moment, ich hatte Todesangst! Blanke Panik, blankes Entsetzen, blanker Angstzustand. Zähne zeigen, dass ging. Schön, wenn es auf die Anderen wie Lächeln wirkte. In dem Moment war mir alles egal. Ich musste mich jetzt zusammen reißen. Funktionieren fürs Foto und die Challenge. Wieder umklammerte ich das Seil, hörte die aufmunternden Rufe meiner Mitreisenden und begann langsam Schritt für Schritt den Berg hinunter zu laufen, den Blick fest auf meine Füße und den Felsen gerichtet. „Du machst das super! Einfach immer nur auf die Füße gucken“.

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Überhang & das Ende des Geduldfadens

Was die Saubande mir nicht gesagt hatte, war, dass der Berg nach 80 Metern einen Überhang hat. Das heißt, dass an dieser Stelle der Berg aufhört und man frei abseilen muss. Also nichts da, auf die Füße gucken. Als ich das realisierte, war endgültig Schluß mit lustig. „Nichts da, ich kann nicht mehr! Zieht mich verdammt noch mal wieder hoch!“ schrie ich! Allerdings wieder nur innerlich. Wieder war da die Angst vor der Gruppe das Gesicht zu verlieren.

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Helm vs. Boden

Genau an dieser Stelle wartete dann auch mein Buddy „Tom“ auf mich. Wahrscheinlich hatte er meine Angst gerochen und hier dann extra gewartet. „Bleib ganz ruhig., Du schaffst das schon., Ich bin da., Mach einfach weiter so.“ waren die Floskeln, mit denen er versuchte, mich den Berg runter zu quatschen. Langsam und nur zögerlich löste ich das Seil und lies mich Stück für Stück den Felsen hinab. Nach unten schauen konnte ich dabei nicht. Das Einzige was ich in dem Moment noch konnte, war, auf meine Hände zu starren, die mit aller Kraft das Seil umfaßten. Sie schmerzten vor Anstrengung und Anspannung. Genau wie jeder Muskel in meinen Armen. Ich umklammerte dieses Tau, als sei es der Faden an dem mein Leben hing. Irgendwie war er das ja auch, zumindest in der Gedankenwelt, in der ich mich gerade befand.

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„Geh weiter, du stehst auf meinem Helm“ – hörte ich Tom dann sagen. „Ich gehe nirgendwo mehr in, ich habe Boden unter den Füßen“, erwiderte ich. Ich war mir sicher, wieder festen Grund und Boden unter mir zu haben. Gleichzeitig war ich nicht mutig genug, an mir herunter zu schauen. „Marlene geh weiter, das ist nicht der Boden, das ist mein Kopf!“. Musste er mich jetzt auch noch „Marlene“ nennen? Sonst ist es sanft ausgesprochen „Marleeen“ oder liebevoll „Leni“, aber wenn jemand auch noch das „e“ am Ende betont, dann meint er es nie gut mit mir. Widerwillig machte ich einen Schritt und verharre danach direkt wieder in Angststarre.

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Nenn mich nicht Marleneeeeee

„Marlene, geh weiter, das ist meine Schulter.“ rief mir Tom jetzt doch etwas erzürnt zu. Ich wollte einfach nur weinen. Ich hatte so erbärmliche Angst. Das Gefühl Boden unter den Füßen zu haben, war toll und das sollte ich jetzt wieder aufgeben? Ich war so ein elendes Häufchen, da an dem Seil hängend in der Wand und jede Minute kam mir wie eine Unendlichkeit vor. Nach unten schauen konnte ich nicht und für mich bedeutete diese Position gerade sicheren Halt. Ich war starr vor Angst. „Bleib ruhig, ich bin ja da.“ Ich löste das Seil und baumelte jetzt neben Tom in der Luft. Ich war kreidebleich, mir war brechübel und jedes Molekühl in meinem Körper fuhr Achterbahn. Schön war das nicht. „Lächel mal, ich mache ein Foto.“ „Lächeln? Ist der bescheuert?“ Mit wütendem Blick und knirschenden Zähnen fauche ich ihn an „Du Arsch!“ Genau in dieser Sekunde klickt es und Tom hatte seinen Schnappschuss. Ich sage selten Jemandem etwas derart biestiges ins Gesicht und schon gar nicht Menschen die ich mag, aber in dem Moment war es genau das was ich fühlte und loswerden musste.

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Nichts da schön

Weit war es jetzt nicht mehr bis zum Boden, aber es fühlte sich noch immer nicht gut, nicht richtig und schon gar nicht vertrauenerweckend an, an einem Seil in einer Steilwand am Tafelberg zu hängen. Nach unten schauen ging weiterhin nicht, ich hätte mich im selben Moment übergeben müssen. Dafür konnte ich in die Ferne schauen. Das Panaroma war sicherlich traumhaft wie immer, aber ich hatte keine Augen dafür. Man hätte „Adam Levine“  (der Sänger von Maroon5) neben mir abseilen können und ich hätte selbst an meinem Traummann nichts Schönes finden können, in dieser Situtation. Ich fand alles nur ungfassbar schrecklich und angsteinflößend.

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Lasst mich einfach in Ruhe

Also löste ich den Blick von Kapstadts Kulisse, fasste mir ein Herz und lockterte wieder die Sicherheitsklammer, um weiter am Seil nach unten zu rutschen und die letzten Meter hinter mich zu bringen. Am Boden wurde ich dann mit beruhigen und lobenden Worten von einem Crewmitglied „entgegen“ genommen. Ich fühlte mich, wie ein ein Kartoffelsack, der über eine Seilwinde transportiert wurde. In meinem Körper war keine Kraft mehr. Diese Überwindung, das Krampfen vor Angst, das Herzrasen & Pulspochen hatten mir jede Energie geraubt. Ich wäre am liebsten an Ort und Stelle zusammen gesackt. Ich schleppte mich zum nächsten Felsen und wollte erst mal nur in Ruhe gelassen werden. Keinen Glückwunsch, kein Schulerklopfen, kein in den Arm nehmen.

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Geschafft aber nicht glücklich

Ich war fertig mit der Welt und ärgerte mich über mich selbst. Warum war ich so feige? Ja, ich war abseilen am Tafelberg. Juhu! Aber wahre Größe wäre doch gewesen, sich einzugestehen, dass man etwas auch mal nicht kann. Ich hab es lieber unter größten Qualen durchgestanden, als zu meinen Gefühlen zu stehen.

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Mein Kreislauf, meine Gefühlswelt, meine Gedanken – alles war aus dem Gleichgewicht gekommen und quälte mich gerade. Stumm beobachtete ich den Rest der Gruppe, wie sie in zweier Paarungen abseilten. Wie sie mit Freude am Felsen sprangen, wie sie strahlend am Boden ankamen und sich beklatschten, es geschafft zu haben. Warum konnte ich das nicht genießen? Warum hatte mich die Angst so gefangen genommen? Warum hab ich oben am Berg nicht den Mut gehabt, einzugestehen, dass ich das einfach nicht kann? Ich war sauer auf mich selbst. Und im gleichen Moment schwor ich mir, ich werde wieder abseilen gehen, aber dann ganz alleine. Ohne Team, ohne Challenge, ohne Kamera-Mann. Ich alleine wollte mich noch mal meiner Angst stellen.

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Abseilen die zweite & eigentliche Lektion

Und das tat ich auch! Im März 2017 war ich wieder in Kapstadt, besuchte meine Freunde und natürlich auch „meinen“ Berg, wie ich den Tafelberg liebevoll nenne. Mit der Bergbahn bin ich rauf gefahren, um sein Panorama zu genießen und fand mich plötzlich an der Stelle wieder, wo ich Jahre zuvor mit Todesangst kämpfte. „Willst du auch mal?“ sprach mich ein Crewmitglied von Absteil Afrika an. „Danke, ich hab das schon gemacht und bin bald gestorben vor Angst.“ Ich mußte selbst ein wenig lachen, als ich mich das sagen hörte. Im nächsten Moment schoß es mir durch den Kopf, das das heute eigentlich ein perfekter Tag war, sich erneut der Angst zu stellen und mir mein eigenes Versprechen einzulösen und noch mal abseilen zu gehen. „Why not? Let´s do it“ hörte ich mich sagen, zahlte und fand mich wenig später an dem Punkt wieder, mit dem ich meine allergrößte Angst und einen der schlimmsten Tage in meinem Leben verband.

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Erstarktes Selbstvertrauen

Vor mir war noch eine Gruppe junger Mädchen und ich redete ihnen ermutigend zu. Erklärte in Ruhe, dass es etwas Überwindung kostet in Rücklage zu gehen, aber ab da würde es dann gehen. Ich hätte direkt anheuern können als Crewmember, so gut aufmunternt wirkte ich auf die jungen Damen. Ich war richtig gehend stolz auf mich, das Ganze so locker und easy erklären zu können. Trotzdem war ein Mädchen dabei, was aufgab und ihren Abseil abbrach. Sie schaffte es nicht in Rücklage und den nötigen 90 Grad Winkel zum Berg zu gehen. Sie tat mir leid. Ihre Freundinnen hatten sich ihrer Angst gestellt, aber sie gab auf.

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Nicht schon wieder

Nun war ich dran. Die Sicherheitshaken klickten und das Prozedere begann. Wieder die Sache mit der Rücklage, die ich gerade so überzeugend erklärt hatte. Und was soll ich sagen, wieder übermannte mich die Angst. Zwar war ich diesmal souveräner und wusste ja auch, was mich erwartet und trotzdem war da dieses Gefühl. Wieder brach Panik in mir aus, aber ich hielt dran fest, es schaffen zu wollen. NUR für mich.

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Ich musste jetzt Niemandem etwas beweisen. Nicht dem Team, dem Kamera-Mann und auch nicht meinem Kumpel. Ich wollte es schaffen, ganz allein für mich. Das sagte ich mir bei jedem Schritt. Das machte sie aber nicht leichter. Wieder fühlte es sich wie eine Ewigkeit an. Wieder konnte ich nicht nach unten schauen, pochte mein Herz wie wild und blanke Panik fesselte jeden meiner Gedanken. Trotzdem ging ich weiter. Schritt für Schritt den Berg hinab.

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Auf ganzer Linie versagt

Juhu! – hätte ich am Boden schreien können, denn ich hatte es zum zweiten Mal geschafft. Aber das tat ich nicht, denn wieder fühlte ich mich nur hundeelend. Und genauso wie beim erten Mal saß ich dann auf dem Felsen und meine Gedanken kreisten. Warum fühlte es sich jetzt wieder nicht gut an? Warum war da wieder diese Angst und diese schrecklichen Gefühle? Und erst langsam dämmerte es mir, dass die eigentliche Challenge an mich nicht war, „es“ zu tun, sondern sich einzugehen, dass es eben nicht geht.

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Mut auf den zweiten Blick

So wie das Mädchen oben am Berg. Sie hatte den Mut auf sich zu hören und auch vor ihren Freundinnen zu sagen, dass sie das nicht kann. Ich hatte es mir nicht mal selbst eingestehen können. Vorhin tat sie mir noch Leid. Jetzt bewunderte ich ihre Stärke. Auch wenn viele dieses Zurückstecken wohl eher als Schwäche erachten. Mich hat es gelehrt, dass es sehr wohl eine Stärke ist, wenn man sich eingeseht vor etwas Angst oder Respekt zu haben. Wenn man den Mut aufbringt auch Anderen zu sagen, dass man etwas nicht kann. Dazu gehört viel mehr Courage, als sich an ein Seil zu hängen, abseilen zu gehen und es einfach zu ertragen.

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Meine härteste Lektion am Berg

Jeder Mensch hat Grenzen und das ist auch gut so. Natürlich soll man sich auch diesen mal stellen, vielleicht auch mal über sich hinauswachsen, ohne Frage. Aber ich erachte es auch als Stärke, seine eigenen Grenzen zu kennen, zu akzeptieren und auch gegen andere zu verteidigen. Und so war Abseilen am Tafelberg nicht nur eine Mutprobe für mich, sondern eine Lektion über Grenzen. Eine, die ich gleich doppelt lernen durfte. Inzwischen bin ich mir jetzt auch ganz sicher, dass ich nie wieder an einem Seil den Berg hinunter hangeln will und diese Meinung auch gegen alle Widerestände verteidigenen würde.

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Geh Abseilen – trau dich!

Meine Zeilen sollen Niemanden davon abhalten, abseilen zu gehen. Auf gar keine Fall! Im Gegenteil! Probier es aus, stell dich der Mutprobe. Sei couragiert, sei tapfer und furchtlos. Wer sich nie etwas wagt, verpasst definitiv etwas im Leben. Nur weil ich Angst hatte, heißt das ja nicht, dass es dir genauso gehen muss. Vielleicht kannst du es als riesen Spaß empfinden, über dich hinaus wachsen und nachher mega stolz auf dich sein. Wichtig ist nur, dass du dabei in dich fühlst und auf dich achtest. Macht das ganze mehr Spaß oder mehr Angst? Tut mir das Gut oder breche ich hier ab. Wichtig ist einzig, was du daraus machst.

In diesem Sinne:

#get up & challenge dich!

PS: Falls du dich für meine gewonnene Traumreise interessierst, dann klicke auf LINK.

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Abseilen-Tafelberg-Erfahrung

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Frau auf Jeep in Afrika

Wie sicher ist es nach Afrika zu reisen?

Afrika gehört ganz sicher zu den aufregendsten, atemberaubendsten und abwechslungsreichsten Reisezielen der Welt und gilt gerade auch deshalb als der schönste Kontinent unseres Planeten. Trotzdem scheuen sich viele Urlauber diesen Kontinent zu bereisen. Ich räume mit Vorurteilen und Ängsten auf und mache dir Mut für dein großes Afrika-Abenteuer!

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Der Kontinent der Superlative

Afrika – das ist für viele leider immer noch das große unbekannte und oft auch angstmachende Land. Dabei ist es gar kein Land, sondern ein facettenreicher und riesiger Kontinent – der Niemanden pauschal verängstigen sollte. Hier warten einzigartige Landschaften  mit faszinierenden Regenwäldern, rotgetünchten Wüsten, ausgedehnten Savannen, malerischen Traumstränden und einer Unterwasserwelt die ihres Gleichen sucht.

Auch gilt Afrikas artenreiche Tierwelt in seiner Form als einzigartig: Mehr als 1.100 Säugetiere und 2.400 Vogelarten leben in den zahlreichen Wildschutzgebieten und in den weiten Steppen des Kontinents. Von majestätischen Elefanten über putzige Pinguine oder riesige Meeressäuger – in Afrika kannst du ihnen begegnen.

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Fakten über Afrika

Der Kontinent erstreckt sich auf ca. 30,3 Millionen km² und über 54 anerkannte Staaten. Es leben über eine Milliarde Menschen dort und mit ihnen so viele verschiedene, lebendige Kulturen. Jede dieser Lebensformen hat seinen ganz eigenen, individuellen und vor allem interessanten Charakter und genau das macht Afrika als Reiseziel so spannend.

Mit meinen Zeilen möchte ich allen Mut machen, diesem Kontinent eine Chance zu geben und das Vielseitige was Afrika zu bieten hat, für sich zu entdecken und sich in keinem Fall durch Meinungsmache abschrecken zu lassen.

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Der Kampf mit den Vorurteilen

Wenn man eine Reise nach Afrika plant, wird man oft überhäuft mit Vorurteilen und wilden Spekulationen von Bekannten. Dabei haben genau diese Menschen ihr Wissen nur irgendwo aufgeschnappt, aber sind nie selbst auf diesem großartigen Kontinent gereist.

Ich habe unzählige Reisen ins nördliche wie südliche Afrika unternommen und habe sogar dort gelebt. Zu lebendig sind mir genau diese Ratschläge von Anderen, über die ich jetzt nur schmunzeln kann.

Selbst mein kleiner Bruder hat lange geglaubt, ich wohne hinterm Busch in einer Lehmhütte, während ich im modernen Kapstadt lebte.Durch solche Aussagen wird mir immer wieder klar, wie verfestigt sich das Bild über „das Afrika“ in den Köpfen der Menschen festgesetzt hat. Natürlich findet man Lehmhütten und Schotterstraßen in Afrika, aber das ist nur eine winzige Facette. Ebenso findet man moderne Metropolen, durchweg geteerte Straßen, Großkonzerne und luxuriöse Shoppingcenter dort, die uns in nichts nachstehen. Doch dieses Bild ist oft noch nicht angekommen.

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Sicherheit in Afrika

Ebenso sieht es in den Köpfen der Menschen aus, wenn es um die Frage nach Sicherheit in Afrika geht. Doch auch hier kann und vor allem darf nicht pauschalisiert werden. Zur Erinnerung, wir  reden hier über einen riesigen Kontinent mit über 50 Ländern, verschiedenster Ethnien und Lebensweisen.

Gerne wird als Argument gegen das Reisen in Afrika, die Aidsrate, angeführt. Hier in Deutschland gibt es auch 70.000 Menschen, die mit Aids oder HIV infiziert sind und ebenso werden die Viren nur über Blut oder anderen Flüssigkeiten übertragen. Und im normalen Umgang miteinander kommen wir doch nie in Kontakt mit ihnen. Warum sollte es dann in Afrika anderes sein? Für mich kein haltbares Argument.

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Verhältnismäßigkeit

Das Beispiel Ebola-Virus: Dieses betraf plötzlich den ganzen Kontinent und nicht mehr nur in der Hauptsache die Länder Guinea, Liberia und Sierra Leone. Ein fataler Fehler! Übertragen wir das mal gedanklich auf Deutschland und die Tierhaltung.

Man stelle sich vor, in einem Hühnerstall in Bayern bricht die Vogelgrippe aus und ganz Europa wird unter Quarantäne gesetzt. In welcher Verhältnismäßigkeit steht das? Genauso verhält es sich mit Afrika. Man muss sehr genau differenzieren, wo tritt das Problem auf und nicht pauschal einen ganzen Kontinent abstrafen.

Wer sich um die Gesundheit in einigen Ländern Gedanken macht, der sollte sich zunächst über die Seiten des Robert-Koch-Instituts informieren. Je nach Empfehlung des Portals würde ich dann noch den Rat eines Tropenmediziners ersuchen, wenn ich mir unsicher bin.

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Beispielhaft möchte ich von meiner Botswana-Reise erzählen. Jeder in meinem Umfeld meinte es gut und empfahl mir durchweg eine Malarie-Prophylaxe einzunehmen, weil Botswana ja so gefährlich sei. Ich besprach mich in Deutschland mit Ärzten, die mir die Tabletten nur als Standby-Medikament empfahlen. Das bedeutet, dass man die Medizin nur einnimmt, wenn man Symptome zeigt. Da ich immer noch verunsichert war, bin ich auch in Botswana zum Arzt gegangen und habe mich vor Ort beraten lassen. Mit dem gleichen Ergebnis! Die Panikmache meines Umfeldes gründete sich nicht auf Fakten und Erfahrungen, sondern aus medialem Halbwissen. Daraus gelernt habe ich, dass ich mich fortan richtig belese und mich von  Fachleuten beraten lasse, wenn ich vorhabe in ein Land zu reisen, für das eine Medikamentation angeraten wird.

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Kriminalität auf dem afrikanischen Kontinent

Genauso verhält es sich im Bereich Kriminalität. Auch hier rate ich dringend ab, ein pauschales Urteil zu fällen. Jedes Land ist anders – begründet auf seiner Historie, den kulturellen Gegebenheiten und der Mentalität der Menschen. Selbst innerhalb eines Staates kann es Unterschiede zwischen risikoreich bis sicher geben. Das ist in Frankfurt, Hamburg, Berlin nicht anders als in Regionen Afrikas.

Auch hier empfehle ich sehr objektiv die einzelnen Länder, Landstriche und Schwerpunkte anzuschauen. Findet Kriminalität zum Beispiel nur in einem bestimmten Mileu statt? Ist es politisch motiviert und kommen Touristen überhaupt nicht in Kontakt damit? Ihr werdet euch im Gegenteil zu der jetzt vielleicht vorhandenen Angst vor Afrika, später in manchen Gegenden so sicher und wohl fühlen, wie ihr es nie zuvor erlebt habt.

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Fragen über Fragen

Erste Anlaufstelle sollte hier das Auswärtige Amt sein, um sich einen Überblick zu verschaffen. Wer sich dann noch unsicher ist, der sollte das Internet zur Recherche heranziehen. Besonders möchte ich dir da spezielle Facebook-Gruppen ans Herz legen. Die Community wird dir Fragen beantworten und du kannst auch ihre Posts und Tipps nutzen, dich optimal vorzubereiten. Damit habe ich sehr gut Erfahrungen gemacht. Oft bekomme ich so Rückmeldung von Reisenden, die gerade da waren oder auch von Einheimischen, die mir Sicherheits-Tipps geben. Und bisher war ich so immer sicher – auch allein als Frau – in Afrika unterwegs. Sei es im muslimischen Tunesien, in das man angeblich als blonde Frau nicht alleine reisen sollte oder aber auch in Südafrika was ohnehin als Land mit hoher Kriminalität gilt. Ich bin immer sicher gereist!

Ich habe mich als Frau alleine dort bewegt und möchte euch die Bedenken davor nehmen. Als Reisender in Afrika ist es in erster Linie wichtig, dass man seinen Wohlstand nicht zeigt, nicht naiv ist und auf die ungeschriebenen Gesetze befolgt. Damit meine ich, das man auf den Rat der Einheimischen hören sollte: Wenn mir davor abgeraten wird nachts zu fahren, sei es wegen Wildwechsel oder Kriminalität, dann halte ich mich daran.

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Meine Tipps, wie du sicher in Afrika reisen kannst:

·      Trag deinen Wohlstand nicht zur Schau
·      Sei wachsam
·      Halte das Fahrzeug geschlossen, wenn dir dein Bauchgefühl ein Warnsignal gibt
·      Vermeide nach Möglichkeit Nachtfahrten – besonders auch wegen Wildwechsel
·      Meide große Menschenansammlungen, z.B. bei Demonstrationen
·      Lass keine Wertsachen offen im Fahrzeug liegen

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Zum Einstieg

Mit diesen Strategien bin ich bisher immer sicher gereist und kann dich nur ermutigen, deine Angst vor Afrika abzulegen und diesem Kontinent eine Chance zu geben.
Wenn du ein noch unerfahrener Reisender bist, empfehle ich dir eine organisierte Tour in Afrika. Hier genießet du den bestmöglichen Schutz der Gruppe und des Organisators. Gerade für Singles ist eine so genannte „Join in“ Reise ideal.

Diese Länder Afrikas gelten, wenn auch mit Einschränkungen, sicher für Touristen:

·      Swasiland
·      Ghana
·      Uganda
·      Tunesien
·      Marokko
·      Namibia
·      Gambia
·      Tansania
·      Togo
·      Liberia
·      Südafrika
·      Ägypten
·      Lesotho

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Einstigshilfe

Wenn du noch ein Afrika-Einsteiger bist und nicht weißt, welches Reiseland für dich das Idealste ist, dann lies doch mal meine Artikel zu verschiedenen Ländern in Afrika oder sprich mich direkt an! Ich bin immer für Rückfragen zu erreichen. Via Mail oder auch via Skype.

Weiterführende Informationen findest du auch hier:

·      Auswärtiges Amt (Reise- und Sicherheitshinweise)
·      Robert-Koch-Institut (Informationen zu Impfungen und gesundheitlichen Gefahren)
·      Deutsche im Ausland e.V. (Kontaktdaten aller deutschen Botschaften in Afrika)
·      Bundeszentrale für politische Bildung (Hintergrundinformationen zu den Konflikten auf dem afrikanischen Kontinent)

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Fazit:

Ich hoffe ich konnte dir deine Bedenken nehmen und dich ermutigen Afrika mit anderen Augen zu sehen und endlich deine Traumreise dahin zu planen. Eine „Warnung“ möchte ich dann aber doch noch aussprechen und das ist die vor dem „Afrika-Virus“. Aber keine Sorge der ist völlig harmlos. Das Einzigste was er auslöst ist das brennende Gefühl immer wieder nach Afrika reisen zu müssen. Die meisten, wie auch ich, sind stolz ihn in sich zu tragen. Meint es doch nur, dass man die Liebe für diesen großartigen und faszinierenden Kontinent für sich entdeckt hat und die Sehnsucht nach Afrika immer wieder aufflammt. In diesem Sinne: „Hakuna Matata – Sichere Reise“

Ein persönliches Nachwort: Natürlich gibt es ganz viele Motive die für Afrika stehen – für das Grüne ebenso wie das Tropische. Ich habe mich in dem Artikel ausschließlich aus meinem Namibia-Bildarchiv bedient, weil ich mir eine einheitliche Bildsprache gewünscht habe. Außerdem habe ich bewußt auf Menschenbilder oder einfache Hütten verzichtet, weil ich nicht mit Vorurteilen spielen und einzig die landschaftliche Schönheit zeigen wollte.

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Warum du tanzen solltest, wenn du glücklich bist

Da stehe ich nun in der Landschaft, hoch auf einem Mäuerchen an einer kleinen maltesischen Bucht und ich tanze, tanze, tanze. Einfach so, weil ich glücklich bin und diesen Gefühl rauslassen muss. Ob mir das denn gar nicht peinlich ist? Na sicher nicht. Warum auch? Ich fühle mich genau danach. Ich lasse zu, was mir gut tut und du solltest das auch tun, wenn du glücklich werden willst!

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Die Sonne scheint, das Meer leuchtet türkisblau und ich habe mein schönstes Strahlen im Gesicht, denn ich bin glücklich hier. Glücklich genau an diesem Ort zu sein und den Moment so tief genießen zu können. Ich liebe Musik, Tanzen, Reisen, schönes Wetter und das Rauschen des Meeres. Warum also sollte ich dieses Glücksgefühl hier nicht auch ausleben? Eigentlich wollte ich weiter die Insel entdecken, aber diese kleine Mauer vor dieser fabelhaften Bucht hat es mir einfach angetan. Ich klettere mit etwas Mühe hinauf, streife die Schuhe ab und sofort bewegt sich meine Hüfte zum Sound der Musik die aus meinem Autoradio tönt.

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Ich schließe die Augen, hebe die Arme in die Luft, mein Kopf kreist und die Wellen der Musik durchströmen meinen ganzen Körper. Der Beat gibt die Moves vor. Die Füßchen wippen zum Takt und jede Zelle meines Körpers tanzt jetzt mit mir. Die Mauer ist jetzt meine Bühne und meine Tanzfläche und ich blende völlig das, was um mich herum geschieht. Ist sowieso niemand hier. Okay ein paar Fischer, hin und wieder passiert ein Auto und auf der einfachen Hütte hinter mir ein Handwerker – aber niemand interessiert sich für mich und darum geht es auch gar nicht. Dieser Moment gehört mir. Ich tanze für Niemanden, außer mich.

Glück ist ein Insidejob

Etwas was man nur durch seine innere Einstellung erreicht. Klar, können andere einem eine Freude bereiten. Kann ein Partner auch Glück bedeuten. Aber dieses tiefe, innere Gefühl entsteht indem du siehst, was dich erfüllt, dir Freude bereitet und dein Herz zum Schwingen bringt. Wer schöne Momente erkennt und genau dann auch Gefühle zulässt, wird Glück empfinden, da bin ich fest überzeugt. In diesen Augenblicken möchte ich dann einfach nur tanzen und genau dieses Empfingen zum Ausdruck bringen.

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Für mich sind Glücksmomente oft Momente in der Natur, wenn ich Tieren begegne, an erstaunlichen Orten bin oder außergewöhnliche Beobachtungen mache. Wenn ich mit wertvollen Menschen zusammen bin, einen Seelenort gefunden habe oder etwas beobachte was mein Herz erfüllt. Das kann ein Spatz beim Bad in der Pfütze sein, ein Kinderlächeln aber auch die Aura von mystischen Stätten wie Copan Ruinas.

Authentizität rockt

Bist du jetzt etwa verwundert, dass es keine teuren Geschenke sind? Die finde ich natürlich auch toll, ohne Frage, aber tief bewegt haben sie mich nie. Das schaffen nur Erlebnisse. Etwas Authentisches, Reales, Fühlbares. Dann steigt diese Wolke aus Glück in mir auf, zaubert mir ein Lächeln ins Gesicht und lässt meine Augen strahlen. Kommt dann Musik dazu, dann muss ich einfach tanzen. Egal wo ich gerade bin und wer mir gerade dabei zusieht.

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Aber das war nicht immer so! Früher war ich viel zu kopfbestimmt und hab mich von Stimmen leiten lassen, die sagten „Das kannst du aber jetzt nicht bringen. Hier tanzt man nicht!“ Pahhh! Warum denn nicht? Weil es nicht in unsere freudlose Welt passt? Weil ihr euch nicht traut? Weil es nicht alle tun?

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Ich bin nicht alle. Ich bin ich und ich tanze, wenn ich glücklich bin und du solltest das auch! Egal wie es aussieht und was Andere über dich denken könnten. Du allein kannst dich glücklich machen. Du solltest das für dich tun, weil es dich erfüllen wird. Weil das Tanzen ein Glücksbooster ist. Weil diese Liebe zu dir, dich in jeder Zelle durchströmen wird, wenn du deine Gefühle einfach mal zulässt und tanzt.

Feel the groove

Musik muss man fühlen, sich danach bewegen und daraus entsteht dann Tanz. Wer dabei „denkt“, hat verloren. Seine Gefühle in Bewegungen zu transformieren macht einen „guten“ Tänzer aus, weil man ihm ansieht, was ihn so empfinden lässt. Dabei sind es nicht besondere Moves oder einstudierte Schritte, sondern genau diese Symbiose aus Sound, Bewegungen und tiefen Gefühlen. Und gut ist sowieso relativ, denn nur du allein musst dich gut fühlen. Schau mal ins Video, da sieht man genau was ich meine! Er hat sein Glück auch am Meer gefnden, ist glücklich und tanzt einfach…

Im Jahr 2010 hatte ich eine Traumreise nach Kapstadt gewonnen. Damit erfüllte sich für mich einer der größten Wünsche überhaupt. Der Trip hatte alles und ich war überglücklich so viel Großartiges erleben zu dürfen. In einer ruhigen Stunde unseres Trips ging ich raus auf die Promenade am Meer. Ich hatte Musik in meinen Ohren und war berauscht von dem Moment. Ich stand da am Ozean von dem ich so lange geträumt hatte. In den letzten Tagen hatte ich wundervolle Menschen um mich und durfte einzigartige Erfahrungen machen. Ich war tief dankbar für das Erlebte. Und dann war es da, dieses Glück! Ich lachte und weinte gleichzeitig, weil mich die Emotionen überwältigten. In diesem Moment tanzte ich das erste Mal in der Öffentlichkeit, abseits einer Tanzfläche.

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Vor mir war die Weite des Ozeans, in mir dieser beeindruckende Frieden und alles Andere drum herum hatte ich ausgeblendet. Ich strahlte, ich tanzte, ich sprühte vor Energie und Leben. Als ich dann doch mal wieder meine Augen öffnete, war da nicht etwa eine zu erwartende Abneigung mir gegenüber. Ich wurde weder schief angeschaut, noch beleidigt oder blöd angemacht worden. Das Gegenteil war der Fall.

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Die Lebensfreude übertrug sich auf die Menschen in meiner Umgebung und das was ich ausgestrahlt habe, kam zu mir zurück. Ich wurde ebenso angelächelt, erhielt ein paar Daumenhoch oder sogar noch aufmunternde Worte. Es sollte nicht das einzige Mal auf dieser Reise sein, das ich tanzte. Das ich einfach das machte, was mich glücklich macht.

Bauch über Kopf

Nur mein bester Freund und Reisebegleiter verstand das nicht. Während die Mitmenschen auf mich durchweg positiv reagierten, war ich ihm zumeist peinlich. Ich begann ihm zu erklären, dass es reine Kopfsache ist. Das wir konditioniert sind, das zu tun was Andere tun, aber nicht mehr das, was uns glücklich macht. Ich ermunterte ihn es auch zu versuchen und irgendwie tat er das dann auch, aber wohl nur mir zu liebe.

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Seit diesem Tag am Meer in Kapstadt tanzte ich häufiger. Morgens, mittags, abends und überall dort wo meine Seelenorte waren. Und immer wenn ich das tat, war es nicht nur ein Glücksverstärker für mich. Ich steckte Menschen mit meiner guten Laune an, brachte sie dazu zu lächeln und einen Moment die eigenen Sorgen zu vergessen. Und nicht nur das. Ich brachte sie sogar dazu selbst zu tanzen.

We will be dancing

Wir schreiben das Jahr 2017. Wieder war ich in Kapstadt meiner Lieblingsstadt, am Chapmans Peak Drive meinem Herzensort. Die Sonne war gerade unter gegangen und ich tanze alleine hoch auf einer Mauer über den Felsen. Nach ein paar Minuten die ich da so herumtänzelte, tauchte neben mir eine Gruppe junger Leute auf, die in der Umgebung gepicknickt hatten. Wie sie hatte ich mein Auto an der Parkbucht abgestellt, nur schallte aus meinem Radio die neueste DJ-Mucke. Kurz zuckte ich zusammen bei ihrem Auftauchen. Wieder war ganz kurz der Gedanke da, ob ich das grad hier bringen kann. Aber ich tanze weiter. Zu schön war der Moment. Und dann geschah es! Die Gruppe näherte sich mir und fing an, einfach mitzutanzen! Und wenig später stießen wir mit ein paar Drinks sogar noch auf das Leben und diesen Augenblick an! Perfekt nicht wahr?

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Und jetzt bin ich hier in Malta. Neben mir hält ein Auto mit einem Mann der vorhin schon an mir vorbei gefahren ist. „Er schimpft mich bestimmt gleich“ denke ich mir, als er sein Fenster runterschraubt. „Mädchen, du musst doch total ausgetrocknet sein vom Tanzen in der Sonne! Hier, ich hab ein paar Erdbeeren für dich. Nimm sie und lass es dir schmecken.“ höre ich ihn sagen. Ich bin platt! Ich hab ja viel erwartet, aber von einem bestimmt 90ig Jährigen, aber so eine Geste, haut mich nun doch völlig um und ich bin sichtlich gerührt.

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Ich tanze weiter, denn auch dieses Erlebnis hat mich noch glücklicher werden lassen, als ich es ohnehin gerade bin. Über Stunden bin ich hier und gebe mich meinen Gefühlen hin. Feiere das Leben, den Moment und das positive Feedback was ich gerade bekomme. Denn der alte Herr ist nicht der Einzige, der mir sein Wohlwollen zeigt. Nun muss man auch wissen, dass ich keine Shakira bin mit perfekten Hüften, sondern eher so eine Adele nur ohne Stimme. Um so erstaunlicher finde ich es auch immer, dass ich trotzdem so angenommen werde, wie ich bin und so viel Positives erfahre.

Nix da Botoxdrossel

Wer sich also vom Tanzen abhalten lässt, weil er denkt nicht perfekt zu sein, dem sei gesagt: Alles Bullshit! Glück ist einfach das Schönste was man tragen kann und wenn man schon mal so ne Botoxdrossel lachen sehen hat, weiß man wovon ich spreche. *zwinker*

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Mich hält inzwischen nichts mehr davon ab glücklich zu sein und das auch zu zeigen. Egal ob unter der Dusche daheim, auf dem Supermarktparkplatz oder im Stadtpark – ich tanze und lebe wann immer ich Lust darauf habe. Das Leben ist zu schön und zu kurz, um sich Gedanken darüber zu machen, wie Andere in ihrer beschränkten Welt darüber denken. Glück entsteht, wenn wir es zulassen. Wenn uns glücklich machen. Wenn wir aufhören nach den Regeln und Ansagen der Anderen zu leben und genau deshalb solltest auch du tanzen, wenn du dich danach fühlst!

Tanze, basta!

Wann immer ich jetzt weit weg bin und tanze, schicke ich meinem besten Freund eine Nachricht: „Ich tanze wieder“ Und wisst ihr was? Auch er hat seine Meinung dazu geändert: „Ich verstehe nun, warum du tanzt und freue mich mit dir!“ Ist das nicht schön? Selbst meinen größten Kritiker konnte ich also doch noch vom „Tanzen wegen Glücklichkeit“ überzeugen und vielleicht probierst du es ja auch mal aus?

In diesem Sinne:

#getup&dance

Afrika Burn – Was geht beim verrücktesten Festival Afrikas?

Afrika Burn – ist das abgefahrendste Festival unter der Sonne Afrikas und wird am liebsten mit „mind blowing“ beschrieben. Denn es gibt kaum etwas Vergleichbares auf diesem Planeten und es wird dich für immer verändern!

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Zwar wird es gerne als kleiner, afrikanischer Ableger von Burning Man beschrieben, diesem Vergleich wird Afrika Burn aber nicht gerecht. Nicht weil es es nicht könnte! Weil es nicht will! Es hat einen Vergleich gar nicht nötig, weil es um Community und nicht Competition geht! Es ist keine Party zu der man feiern geht und sich danach wortlos verabschiedet.

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Ende April, Anfang Mai rollt die Karawande der Festivaljünger in den Tankwa Karoo NP, der nur wenige Stunden nördöstlich von Kapstadt (Südafrika) entfernt liegt. Ein eigentlich lebensfeindlicher Ort, der wenig bietet und einem mit seinen harrschen Bedingungen auch einiges abverlangt.

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Fast einer Fata Morgana kommt es dann gleich, wenn sich hier eine Zeltstadt mit Kunstpark in den unendlichen Weiten des Nichts bildet.

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Wenn plötzlich Skulpturen in den Himmel ragen, Phantasiekreationen lebendig werden und künstlerische Statements nachts in Flammen aufgehen.

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Die ausgedörrte Savanne erwacht in dieser Zeit zum Leben, wenn zehntausend Menschen in opulenten Kostümen, mit verrückten Mad Max Fahrzeugen, auf bunt geschmücken Fahrrädern oder zu Fuß hier das Regiment übernehmen.

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Wie ein riesiger Zirkus mit farbenfrohen Zelten und aberwitziger Dekoration wirkt „Tankwa Town“ dann. Und alles was auf diesem Rummelplatz dann passiert, geht von den Menschen aus, die ihn bevölkern.

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Ihre Kreativität, ihr Selbstausdruck, ihr künstlerisches Schaffen, ihr Miteinander und ihre Gesten. Hier wird nicht nur konsumiert, hier wird ausgetauscht, auf Höflichkeit Wert gelegt, tolleriert und akzeptiert.

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Das ist der Spirit den Afrika Burn allen voraus hat. Es ist ein Gemeinschaftsprojekt, eine Non-Profit-Organisation und eben keine Bespaßungsparty ohne Interaktion. Man ist selbst das, was hier passiert. Und es passiert Einiges!

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Fahrzeuge in Form einer Schnecke, einer Fledermaus oder eines Nashorns rattern an einem vorbei. Eine fahrende Discokugel, ein Regenbogen auf Rädern, ein Alien-Bus oder ein rostiger Dinosaurier. Alles was man hier findet wurde von den Teilnehmern geschaffen und in diese Einöde verfrachtet, um dieses Event einmalig werden zu lassen.

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Ein Heimkino aufgebaut, eine DJ-Anlage installiert, eine Yoga-Schule eröffnet oder eine Bar zum laufen gebracht. Hier erschafft man sich seine Träume oder ist, wer man schon immer mal sein wollte. Ohne soziale Zwänge, ohne politische Vorgaben, ohne den ganzen Kommerzscheiß. Alles lebt einzig vom Geben und Nehmen. Und das Beste ist, es funktioniert.

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Man fühlt sich angenommen, man genießt die wahre Freiheit, spürt endlich wieder worum es wirklich im Leben geht und genau das macht Afrika Burn so besonders, dass es jeden der sich darauf einlässt für immer verändern wird!

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Was spielt sich ab bei Afrika Burn?

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Die Kunstinstallationen

Riesige Körper die aus dem Sand ragen, für die ihre Macher tausende von Kilometern Anreise mit schweren LKWs auf sich genommen haben. Die bereits Wochen vor dem Festival hier waren und sie in sengender Sonne und in Handarbeit erschaffen haben.

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Die Teilnahme

Hier erwartet man, dass sich jeder ins Festival einbringt. Sei es künstlerisch, musikalisch oder auf die Art und Weise wie man sich kleidet.

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Die nächtlichen Feuer

Wenn die Kälte der Nacht in die Zeltstadt kriecht, zieht es die Menschen wie seit Jahrhunderten zu wärmenden Feuern. Kunstwerke werden dann in Flammen gesetzt und ihr Niedergang wird zelebriert. Weil ihre Kraft nicht verloren ist, sondern die Herzen der Gemeinde wärmt.

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Erfahrung Natur

Er ist ein erbarmungsloses Stück Erde zu dem man sich begiebt. Man kann es schon eine Survivalerfahrung nennen, hier den menschenfeindlichen Bedingungen voll ausgesetzt zu sein. Tagsüber brennt die Sonne gnadenlos, am Abend peitscht einem der Sandsturm ins Gesicht und nachts läßt die Eiseskälte den Atem zu Rauch werden. Man wird schwitzen und nach Luft jächzen und nur Stunden später bitterlich frieren. An einem wird der Sand kleben, die Frisur wird zerfallen und man wird sich selbst nicht mehr riechen können. Aber das alles wird egal sein, weil du da bist.

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Campinggemeinschaft

Campen ist nicht jedermanns Ding, aber wie sehr sind Tolleranz, Rücksichtnahme & Miteinander gefragt, wenn an die 10.000 Menschen nebeneinander campieren? Hier lernst du es! Und auch wieder, dass man von der Gemeinschaft profitieren kann, wenn man auch selbst bereit ist, etwas zu geben.

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Musik

Nachts ist Afrika Burn dann doch wieder ein riesiges Musikfestival, mit unzähligen DJ-Bühnen, Tanzflächen und Zelten in denen ausgiebig gefeiert wird. Von feinster Housemusik bis zu handgemachten Gitarrensound. Erst mit aufgehender Sonne zieht es die meisten in ihre Zelte um etwas Schlaf zu erhaschen. Da aber gehen die Frühaufsteher tanzen…

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Mutantenfahrzeug

Mach aus deinem Fahrrad ein Kunstobjekt, aus deiner Rostlaube eine coole Mad Max Karre oder bau den Schulbus zum DJ Pult um. Es gibt keinen TÜV, keine Straßen und keine Richtung die dir vorgegeben wird und deine Kreativität einengt. Nimm Menschen mit, lass sie aufspringen, lerne sie kennen und entlass sie wieder in die Freiheit. Alles ist deine freie Entscheidung!

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Organisation

Wenn du nicht verhungern willst, dann solltest du hier gut selbstorganisiert sein. Wieviel Liter Wasser braucht ein Mensch am Tag zum Trinken, Kochen, Waschen oder Duschen? Reicht der Sprit, werde ich ein oder zwei Ersatzreifen brauchen? Habe ich genügend Holzkohle dabei? Ich erinnere dich, es gibt nichts, aber auch gar nichts zu kaufen, in den nächsten hundert Kilometern.

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Offline

Handyempfang, WLan, mobiles Internet, Navigation? Ach vergiss es! Nichts davon wirst du hier finden. Komm klar damit eine Woche nicht erreichbar zu sein, dich an Verabredungen zu halten, über eine Karte den Anfahrtsweg zu finden und auch einfach mal mit den Leuten zu reden.

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Respekt

Vertrauen & Respekt – auch darum geht es bei Afrika Burn. Lass den Menschen wie er ist und sein will. Bewundere die Vielfahlt und erfreue dich an ihr, anstatt zu kategorisieren und zu kritisieren. Mach dich einfach mal locker und lös dich von altem Kastendenken. Jeder Mensch hat den gleichen Wert.

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Sternenhimmel

Wer den afrikanischen Sternenhimmel noch nie erleben durfte, wird sich nach dieser Erfahrung hier fragen, ob wir alle überhaupt unter dem gleichen Kosmos leben. So spektakulär, so sehenswert und so bezaubernd ist der Nachthimmel über Afrika Burn. Ihn still am Rand zu erleben, gehört auch zu einer der Erfahrungen, die man hier gemacht haben muss.

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Bevor du gehst:

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Tickets:

Folge der Facebookseite von Afrika Burn, um dich über alle Entwicklungen zu informieren. Lege dir eine Burner Bio auf www.afrikaburn.com an und bewirb dich um die Tickets. Sei nicht enttäuscht, wenn es nicht im ersten Anlauf klappt. Hoffe auf die Warteliste oder eine neue Chance. Es gibt keinen Schwarzmarkt vor Ort. Die Tickets müssen offiziell überschrieben werden.

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Anreise:

Der nächstgelegene Flughafen ist Kapstadt. Buch dein Fahrzeug rechtzeitig, da Campingfahrzeuge in der Zeit rar sind. Nimm dir zwei Erstatzreifen mit, denn wenigstens einen Platten hat auf der Strecke jeder. Versichere Glas, Unterboden und Reifen ordentlich, du wirst es brauchen. Fahr rechtzeitig los! Ein Großteil der Strecke ist Schotterpiste und eine angepaßte Fahrweise ist essentiell, um nicht auf dem Dach liegenzubleiben. Der Sand läßt dich schlimmer driften als Schnee es tut.

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Überleben:

Bring alles mit, was du zum Überleben in der Halbwüste brauchen wirst. Mindestens 6 Liter Wasser sind angemessen pro Tag. Mach dir eine Packliste und informier dich über die offizielle Seite was alles empfohlen wird. Bedenke auch, dass es keine medizinische Einrichtung gibt und du dich unter Umständen auch mit Medikamenten und Verbandszeug selbst versorgen mußt.

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Gemeinschaftswert:

Mach dir Monate vor dem Festival Gedanken, welchen Beitrag du leisten willst. Es ist keine Party! Man kauft auch sein Kostüm nicht. Bereite dich drauf vor, so wie andere es auch für dich tun.

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Kleidung:

Es ist heiß, es ist kalt. Trag nichts, trag alles!

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Volunteer:

Auch Afrika Burn kommt nicht ohne Helfer aus. Informiere dich über die Homepage, wie du dich noch stärker einbringen kannst.

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Presse & Foto:

Du willst als Fotograf, Vlogger oder Reporter zu Afrika Burn? Dann akkreditiere dich, ansonsten ist eine Vermarktung der Bilder und Geschichten nicht erlaubt!

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Regeln:

Halt dich an den Geist des Miteinanders und vorallem hinterlasse keinen Müll!

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Das Wichtigste:

Vergiß deinen ganz eigenen Spirit nicht!

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Ich hoffe mein Beitrag hat Lust gemacht auf dieses einzigartige Festival! Hast du noch Fragen, die ich dir beantworten kann? Dann schreib mir im Kommentarfeld oder über die Kontaktseite.

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Heiß auf Afrika Burn? Dann lies gleich im LINK weiter wie ich es erlebt habe! Inklusive Videomaterial!!!

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In diesem Sinne: #Get up & keep the spirit alive!

#infoWenn du dich für alle meine Fotos interessierst, dann schaue gerne auf meiner FLICKR Seite vorbei und lass dich mitnehmen in eine verrückte Welt!
Sollte dir mein Artikel gefallen haben, dann teile ihn gerne mit deinen Freunden oder lass mir noch einen Kommentar hier! Vielen lieben Dank.

Rollertour Kapstadt

Rollertour in Kapstadt – Alles was du wissen mußt!

Eine Rollertour ist für mich Freiheit auf zwei Räden und ganz besonders spürbar ist diese in Kapstadt. Hier ist man auf Traumstraßen am Meer unterwegs, kann Pinguinen begegnen und an den schönsten Punkten für Fotos stoppen. Aber wer sich sicher in Kapstadt mit dem „Scooter“ (wie er auf englisch heißt) unterwegs sein will, muss einiges beachten. Was genau verrate ich dir hier!

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Das erste Mal Rollertour in Kapstadt:

Bei meinem ersten Besuch in Kapstadt war ich in der Gruppe unterwegs und alles war für uns organisiert. Unter Anderem auch eine Schnitzeljagd per Roller durch die Stadt. Ein riesiges Erlebnis, denn ich liebe Rollerfahren. Von Sea Point aus ging es zunächst nach Camps Bay und dann entlang der malerischen Küstenstraße nach Hout Bay und von dort über die Winelands zum „The Old Biscuit Mill Market“ – einen der so typischen Nachbarschaftsmärkte in Südafrika. Danach noch durch das „BoKap“ und hinauf bis zu „Signal Hill“.

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Auf unser Rollertour war das Schöne, dass wir fast überall für ein paar Schnappschüsse stoppen konnten. Im Gegensatz zu einer Autotour, wo man immer erst einen Parkplatz suchen muss, fährt man mit dem Roller ein wenig an den Rand und stört damit Niemanden. Man zieht die Kamera aus der Tasche und kann die Lieblingsmotive direkt im Bild festhalten. Zudem ist es ein Genuss, den Wind zu spüren, das Salz des Meeres auf der Zunge zu schmecken und von der herrlichen südafrikanischen Sonne gewärmt zu werden.

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Leider haben wir erst nach unserer Rollertour erfahren, dass wir diese Roller gar nicht hätten fahren dürfen. Zwar darf man mit einem Autoführerschein in Deutschland einen Roller fahren, aber eben nur einen 50ccm. Unsere geliehenen Roller waren aber viel stärker motorisiert und somit hatten unsere Papiere hier keine Gültigkeit. Wir hatten Glück, denn unsere Tour blieb unfallfrei. Wäre auf der Ausfahrt etwas passiert, hätten wir keinen Versicherungsanspruch gehabt, denn ohne gültigen Führerschein erlischt auch jeder Anspruch.

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Unseren Rollervermieter interessierte das herzlich wenig, denn er hatte uns vorab versichert, dass alles gar kein Problem sei und wir ja schließlich in Afrika sind, wo man alles lockerer sieht. Das mag schon sein, aber im Schadenfall, sieht es niemand mehr locker. Kommen dann noch Personen zu schaden und man muss privat haften, dann hat der Spaß gänzlich ein Ende. Hier kann die Schadensummer mehrere Hunderttausend bis Millionen Euro erreichen und das für eine kleine Unachtsamkeit mit den Papieren.

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Aus dieser Geschichte habe ich ein paar Dinge gelernt und für die nächste Rollertour beachtet. Dieses Wissen möchte ich jetzt auch mit dir teilen, deshalb hier meine Tipps für deine Tour in Kapstadt.

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Bitte beachte bei einer Roller-Tour:

  • Es gibt wegen der starken Steigungen keine 50iger Roller in Kapstadt. Deshalb kannst du dir mit normalem Autoführerschein nicht wie bei uns einen Roller ausleihen und rumfahren. Tust du es doch bist du im Schadensfall nicht versichert, auch wenn dir der Verleiher erstmal etwas Anderes einredet.
  • Der Wind in Kapstadt ist gerade in den Sommermonaten ein echter Risikofaktor für Rollerfahrer. Oftmals ist er so stark, dass sich wildfremde Menschen an die Hände nehmen und gemeinsam die Straße passieren, damit sie sich gegenseitig Halt geben können. Starke Böhen haben auch schon so manchen Zweiradfahrer von seinem Gefährt geholt. Bei starkem Wind rate ich unbedingt davon ab, sich einen Roller auszuleihen. Bitte check vorab ob sich eine Anmietung lohnt. Hierzu empfehle ich die Website „Windguru“.
  • In Kapstadt herrscht Linksverkehr, das macht es für viele schwierig sich sicher auf den Straßen zu bewegen. Einige Strecken sind Stadtautobahnen die du nur schlecht umgehen kannst. Multivan-Taxifahrer in Kapstadt gelten als absolut rücksichtslos und als eine Gefahr für den gesamten Verkehr. Oft ziehen sie ohne zu schauen einfach in die nächste Spur und das gleich über mehrere Fahrstreifen. Diesem chaotischen Verkehr muss man bereit sein sich stellen, wenn man mit dem Roller in Kapstadt unterwegs sein möchte. Natürlich gibt es ruhige Strecken, aber Touristen können oftmals nicht einschätzen, wo es beschaulicher zugeht.
  • Zu brauchst also einen Motorradführerschein und dazu auch den Internationalen Führerschein, ohne dieses Papier ist dein deutscher Führerschein schlicht nicht gültig. Zwar wird das von Verleihern und bei der Polizei bei Standartkontrollen nie hinterfragt, im Schadenfall mußt du aber gültige Papiere vorweisen, sonst erlischt der Versicherungsschutz. Seinen normalen und den internationaler Führerschien mit sich zu führen ist also Pflicht, wenn du sicher unterwegs sein möchtest. Mehr dazu kannst du im Link nachlesen.
  • Prüfe das Fahrzeug vorab auf Schäden, auslaufendes Öl und abgefahrene Reifen, ähnlich wie bei einem Mietwagen. Versichere das Gefährt bestmöglich, selbst wenn du ein guter Fahrer bist. Manche Verkehrsteilnehmer sind unberechenbar und oft nicht versichert. Wenn sie einen Unfall bauen bleibst du trotzdem auf dem Schaden sitzen. Deshalb sorge vor.
  • Fahre auch mit dem Roller nicht unbedingt nachts rum. Solltest du dich an einer Ampel unwohl oder gar bedroht fühlen, dann darfst du nach Einbruch der Dunkelheit auch (mit Vorsicht) über eine rote Ampel fahren. Das gilbt im Besonderen für Frauen und ab 22 Uhr. Es wird dich in Südafrika nie Jemand vor Gericht stellen, wenn du bei Rot gefahren bist, wiel du dich bedroht gefühlt hast. Bitte nutze das nur nicht aus.
  • Bei längeren Touren bedenke immer, dass du einen relativ kleinen Tank hast und weiter entfernte Ziele vielleicht auf dem Weg keine Tankstelle bieten. Nimm einen kleinen Kanister mit oder plane vorab die Route entlang von Tankstops.
  • Speichere dir für Notfälle die Telefonnummer des Verleihers aber auch die der örtlichen Polizei.
  • Trag schon um deiner Sicherheit wegen den Helm. Der ist in Südafrika genauso Pflicht wie bei uns in Deutschland.
  • Parke in den gekennzeichneten Bereichen oder pass dich anderen Motorradfahrern an. Bei Wind such dir einen geschützten Platz den Roller abzustellen, damit er nicht von einer Böhe umgerissen wird.

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Tipp für längere Aufenthalte

Bist du längere Zeit in Kapstadt, etwa wegen eines Praktikums und möchtest einen Roller leihen, hast aber keinen Motorradführerschein? Meine Empfehlung ist, den Führerschein dann einfach in Kapstadt zu machen. Dieser ist dann zwar in Deutschland nicht anerkannt, aber für die Zeit in Kapstadt kannst du ihn wunderbar nutzen. Ich habe meine Learners-Lisence im Jahr 2011 für weniger als 20 EUR gemacht. Die so genannte Learners Lisence erlaubt es dir, 2 Jahre ohne eine Praktische Prüfung abzulegen, nur mit dem Bestehen der Theorie, rumzufahren. Du kannst natürlich auch den praktischen Test machen, ein Muss ist es jedoch in dieser Zeit nicht.

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Fazit:

Ich finde einen Roller in Kapstadt ideal, weil er einem vor dem oftmals zähen Staus bewahrt, man flexibel überall halten kann und schnell überall hinkommt. Ein klein wenig Mut sollte man aufbringen und stets sehr wachsam unterwegs sein, aber wer sich das zutraut, der wird viel Freude an seiner Rollertour in Kapstadt haben. Versprochen!

 

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Simons Town Hafen entdecken

Dein Guide das malerische Simon’s Town in Südafrika zu entdecken

Simon’s Town ist ein malerscher, verschlafener Stadtteil Kapstadts und einer der ältesten Orte des Landes. Was es hier zu entdecken gibt und warum ich diesen Flecken Erde so liebe, verrate ich dir hier in meinem kleinen Guide!

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Der Simon’s Town liegt etwa 35km vom Stadtkern Kapstadts entfernt. Der Ort liegt an der so genannten False Bay, einer Bucht an der Kaphalbinsel die auf Grund ihrer windgeschützen Lage zur Gründung der Siedlung beitrug.

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Das Wasser schimmert herrlich in allen Tönen von türkisblau und die Felsen im Meer geben dem Ort an manchen Stellen schon fast einen Seychellen-Touch. Diese Küste ist ein wundervoller Seelenschmeichler und manchmal entdeckt man hier sogar Meerjungfrauen.

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Wahrscheinlich wegen der frischen Wassertemperatur und der herrlichen Aussichten hat sich genau hier eine Kolonie Brillenpinguine angesiedelt, die den Ort zum Besuchermagnet machen lassen. Tausende von Touristen pilgern jedes Jahr an den beliebten Strandabschnitt „Boulders Beach“, um die Tiere hier erleben zu können. Aber neben den putzigen Tierchen hat der Ort noch viel mehr zu bieten. So besticht er mit pitoresken Bauten, im viktorianischen Stil, hervorragendem Essen und jeder Menge Vintage-Läden.

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Anreise

Seine Anreise nach Simon´s Town sollte man vielleicht sogar mit dem Zug von Kapstadt aus organisieren. Die Gleise sind in unmittelbarer Nähe zur Küste erbaut und die Anfahrt mit Blick auf die False Bay gestaltet sich deshalb zur reinsten Genussfahrt. Natürlich kann man auch mit dem Auto anreisen. Bewachte Parkmöglichkeiten gibt es auf der Hauptstraße, am Hafen und auch am Pinguinstrand ausreichend.

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Die Geschichte

Im Jahre 1687 veranlasste die Dutch East Indian Company, an dieser Stelle einen Hafen einzurichten. Begünstigt durch seine windgeschütze Lage bot es sich an, hier anzulanden, denn im Hafen von Kapstadt war es besonders im Winter, bei den starken Winden des „Nordeaster“ schwer zu ankern.

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Benannt wurde der neue Ort nach dem früheren Gouverneur Simon van der Stel. Die Siedlung, die um den Hafen entstanden war, war die dritte europäische Stadt des Landes. Im Jahre 1795 landeten die Briten in „Simonstad“ und starteten von hier ihren Übernahmefeldzug. Die britischen Einflüsse sieht man noch heute sehr deutlich in der kleinen Stadt.

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Aktivitäten Guide in Simon`s Town

Kickstarter

Für einen aktiven Start in den Tag gehört für mich immer auch ein gutes Frühstück und das in meinen Augen leckerste, gibts direkt an der Hauptstraße im „The Meeting Place“. Während unten ein Dekoladen tolle Interior-Ideen verkauft und super leckeren Kuchen anbietet, findet man oben im Restaurant bei schönem Wetter einen herrlichen Platz auf dem Balkon. Von hier aus kann man auf das Treiben im Hafen blicken, während man sein Frühstück genießt. An kalten Wintertagen wird übrigens auch der Kamin angeschmissen und man kann lauschig seinen Chai Latte, im wohlig Warmen schlürfen.

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Berühmtes Denkmal

Nur wenige Schritte vom „The Meetings Place“ entfernt findet ihr den Jubilee Square und auf ihm die Skulptur einer deutschen Dogge, welcher bei der Royal Navy formell als Vollmatrose geführt wurde. Damit war er der einzige Hund, der jemals eine solche Position bei der Royal Navy einnahm. Lest mal auf den Schildern nach, warum er diesen Status erhielt und wie sein Schicksal war! Hinweise dazu gibt es auch am Schild vorm Simon’s Town Museum and an seiner Grabstätte beim „Red Hill“. Eine echt rührende Geschichte. 

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Shopping

Wenn ihr schon auf dem Jubiläumsplatz seit, dann schaut euch hier die Handwerksarbeiten und Souvenirs an. Hier findet man Urlaubsandenken oft bedeutend günstiger als auf dem Green Market in Kapstadt. Verhandeln lohnt sich trotzdem immer. Wem die Auswahl hier nicht ausreicht, der findet direkt ums Eck noch einen kleinen Shop mit weiteren Souveniers.

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Entlang der wirklich hinreißenden Hauptstraße findet man eine ganze Reihe an Vintage-, Second-Hand-und Charity-Läden. Wer hier die Augen offen hält, der wird die ein oder ander Kuriosität finden und mit etwas Glück sogar noch zum Schnäppchenpreis. Nur bitte bedenkt, dass alles verschiffbar sein muss, wenn ihr hier eine Vitrine oder gleich ein ganzes Wochnzimmer ersteigert. Ich mag den alten Trödel und ganz besonders die Mode und den Schmuck von damals. Wer sich für Mineralien interessiert sollte die Zentrale von Scratch Patch besuchen. Für jeden Freund von Rosenquarz, Opal, Amethysten oder Quarze und Halbedelsteine fast schon ein Muss! Nehmt euch also etwas Zeit zum Bummeln. Der Partner darf sich derweil den Marinehafen von Simon´s Town ansehen, in der Hoffnung das gerade ein U-Boot der südafrikanischen Flotte anlandet. Übrigens ist Simon´s Town auch der größte Militärhafen Südafrikas.

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Audio-Guide-Tour

Wer mehr über die maritime Geschichte und die Traditionen von Simon´s Town erfahren möchte, dem empfehle ich einen Rundgang mit Audio-Guide. Via App aufs Handy geladen, könnt ihr der Stimme von „Local“ Maureen Miller folgen und erfahrt alles Wissenswerte über den Ort. Die Tour ist etwa 2km lang und dauert gemütliche 30min. Hier gehts zum Audio-Guide.

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Kirche und Mueeen

Ein Besuch im Admiralty House, das ursprünglich ein Privathaus war und aus dem Jahr 1814 stammt, ist ebenso einen Besuch wert wie die anderen Museen, so zum Beispiel das  „Simon’s Town Museum“ und das „South African Naval Museum“, welches Modelle von Schiffen zeigt sowie das Heritage Museum welches die Aspekte der muslimischen Gemeinschaft beleuchtet. Und auch die Kirche von Simon´s Town ist eine kleine Augenweide. Zwar innen sehr schlicht, aber von Außen ein echtes Juwel. Du findest sie, wenn du der Hauptstraße weiter folgst in Richtung Kap.

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Boulders Beach, der Pinguinstrand

Ganz ohne Frage ist Boulders Beach die Attraktion in Simon`s Town. Jährlich lockt dieser Strand, auf dem sich eine Kolonie von Brillenpinguinen niedergelassen hat, Menschen aus der ganzen Welt. Im abgesicherten Bereich kann man sich auf Holzwegen den Tieren nähern und sie beim Anlanden am Strand beobachten.

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Wer es etwas persönlicher mag und den Eintritt scheut, dem empfehle ich an der Haupstraße der Beschilderung „Golfplatz“ zu folgen und davor in Richtung Meer abzubiegen. Ganz am Ende dieser Gasse befindet sich auf der linken Seite ein kleiner Parkplatz und auf der rechten Seite ein unscheinbares Holzschiebetor. Früher war dieser Teil des Boulders Beach noch völlig frei zugänglich. Jetzt sind die Tiere auch hier etwas besser geschützt. In den Höhlen unter den Büschen könnt ihr sie beim Brüten beobachten. Aber bitte mit Respekt und Abstand.

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Wer total Pinguin-verrückt ist, der sollte sich allerdings nicht scheuen, den Eintritt für das kleine Schutzgebiet zu zahlen und damit gleich noch einen Beitrag zur Erhaltung der Art beitragen. Die drolligen Pinguine könnten nämlich ganz bald komplett aus Afrika verschwunden sein. Ihr Bestand ist laut neuesten Studien nämlich dramatisch eingebrochen. So gibt es inzwischen nur noch 10 000 Vögel von einst Millionen von Pinguinen.

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Wer sich nicht gescheut hat, einen kleinen Obulus an Eintritt zu zahlen, der sollte sich nach dem kleinen Strandabschnitt erkundigen, von wo aus man mit den Tieren sogar schwimmen gehen kann. So ein lustiger Frackträger taucht dann nämlich schon mal neben dir im Wasser auf.

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Kajaken mit Pinguinen

Ein bleibendes Erlebnis ist es auch, sich in Simon´s Town ein Kajak zu mieten und die malerischen Buchten vom Boot aus zu erkunden. Mit viel Glück taucht neben dir dann auch ein Pinguin auf oder ihr macht beide am gleichen Felsen rast und er sonnt sich neben dir. Kajaks gibt es direkt am kleinen Hafen zum Ausleihen. Unerfahrenen Paddlern, rate ich bei stärkerem Wind und Wellengang allerdings von dieser Tour ab. Seekajakfahren sollte doch vorher etwas gehübt sein. Wer mutig ist und sich ins eiskalte Wasser traut, der kann sich aber gleich noch die Schnorchelsachen mitnehmen und in die Kelpwälder abtauchen.

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Wasserspaß

Ja, der Atlantik ist bitterkalt, ich weiß. Aber wenn selbst ich es schon geschafft habe, hier in die Fluten zu tauchen, dann schafft es jeder! Zumal die Wassertemperaturen an der False Bay in den Sommermonaten ca. 2 bis 3 Grad höher sind als die in Kapstadt selbst. Badestellen gibt es in fast jeder Bucht in Simon`s Town. Mein Tipp, geht doch hier mal bei Vollmond schwimmen. Ein ganz besonders, prickelndes Erlebnis, wenn man nicht sieht, was so noch neben einem im Wasser schwimmt.

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Frischer Fisch

Südafrika ist natürlich auch das ultimative Land des Genusses und besonders für Gegenden am Meer heißt das ja auch immer, dass fangfrischer, leckerer Fisch serviert wird. Frischer als am Hafen direkt geht dann eigentlich schon gar nicht mehr. Mein Tipp ist daher das Restaurant Berthas“ direkt am kleinen Hafen von Simon´s Town.

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Ich liebe es hier auf die keinen Boote zu schauen, hin und wieder eine verirrte Robbe zu entdecken oder einfach nur mein Essen zu genießen. Von hieraus starten auch die Boots und Kajaktouren, falls du den Seemann in dir erwecken willst! Wer also nach einer Stärkung Mut gefaßt hat, kann direkt loslegen Simon´s Town auch vom Meer zu entdecken. Übrigens gibts bei Berthas“ auch Leckereien für Vegetarier oder Pastaliebhaber wie mich. Die Nudeln in Curry mit Chicken sind hier mein Lieblingsgericht. Mittags kann es hier auf der Terasse recht voll werden, also komm lieber etwas früher oder reservier dir einen Tisch unter: +27 21 786 2138.

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Schattenplätze

Wer nach einem üppigen Mahl lieber etwas ausrühen möchte, dem empfehle ich die schattigen Bäume unterhalb des Golfplatzes. Hier an den ramantischen Buchten läßt es sich herrlich chillen und entspannt den Nachmittag genießen. Aber pack dir auch unbedingt ein paar Cider (alkolische Apfelschorle) zur Abkühlung ein!

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Adrenalin pur

Du möchstest lieber noch etwas Action und den berühmten „Great-White-Shark“ also einen Hai sehen? In der Nähe der False Bay gibt es die Gelegenheit dazu und mit Firmen wie African Shark Eco Charters, Shark Explorers and Shark Expeditions Apex bist du gut beraten. Alle bieten eine Reihe von Hai-Tauch-Erlebnissen an, die vom Hafen in Simon’s Town starten. Ich bin persönlich kein Fan davon die Tiere anzufüttern und würde daher nicht in so einen Käfig steigen. Aber hier muss jeder für sich die Grenzen setzen. Besucht vorher also am Besten die Webseiten und macht euch selbst ein Bild, ob das was für euch ist: www.ultimate-animals.com | www.sharkexplorers.com | www.apexpredators.com

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Whale Watching

Ich erinnere mich, als wäre es gestern gewesen. Gleich auf meiner ersten Südafrika Reise im Oktober 2010 habe ich genau hier in Simon`s Town meine ersten Wale gesehen und war völlig aus dem Häuschen. Generell stehen zwischen Juli und November die Chancen gar nicht so schlecht, hier Meeressäuger zu Gesicht zu bekommen. Achte auf Fontänen, die aus dem Wasser schießen.

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Zimmer mit Meerblick

Ich empfehle jedem Kapstadtbesucher auch 1-2 Nächte auf dieser Seite der Stadt zu verbringen. Besonders wenn man kein Fan von hektischen Innenstädten ist, dann wird man die kleinen Vororte wie Kalk Bay oder St. Johns wirklich lieben. Wer sich in Simon´s Town ein Zimmer mietet, dem empfehle ich in jedem Fall auch Meerblick zu buchen. Wir haben die Nächte hier mit aufs Meer schauen verbracht und meine ersten Wale habe ich noch vorm Bett aus entdeckt. Es ist einfach traumhaft, hier aufzuwachen und direkt an einem der schönsten Flecken Kapstadts zu sein.

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Fazit

Simon’s Town mag auf den ersten Blick wie ein kleines Dorf anmuten, aber der Ort ist voller Geschichte und Charakter. Wer sich darauf einläßt, der wird hier ein kleines, glücklichmachendes Paradies finden. Auch abseits der Pinguine.

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Noch Fragen?

Hast du noch fragen oder hat dir hat mein kleiner Simon`s Town Ratgeber besonders gefallen? Dann lass mir doch bitte einen Kommentar da oder kontaktiere mich direkt, via Skype, FB Direktnachricht oder Kontakformular. Ich freue mich auf Nachricht von dir!

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Wein Guide Clarissa Hagemann

Südafrika für Genießer – Interview mit Wein-Guide Clarissa Hagemann

Clarissa Hagemann ist Wein-Expertin und überdies noch ausgebildeter Tour-Guide in Südafrika. Ihre Leidenschaft für das Land am Kap und seine hervorragenden Weine hat sie sich zur Lebensaufgabe gemacht. Ihre Begeisterung teilt sie mit Reisenden aus der ganzen Welt. Ich habe sie interviewt, um mehr über ihre Passion und herausragenden südafrikanischen Wein zu erfahren. Welche Wein-Estates sie empfiehlt, welches die besten Übernachtunsmöglichkeiten sind, wo man am besten Essen kann und natürlich auch, was den Reiz an Südafrikanischen Weingütern ausmacht.
Clarissa Hagemann Wein-Guide

Hallo Clarissa, wie lange lebst du denn schon in Südafrika und was hat dich bewogen, auf die andere Seite des Erdballs zu ziehen?

Ich lebe seit 6 Jahren hier und habe meine Entscheidung, runter nach Kapstadt zu gehen, noch keinen einzigen Tag bereut. Ich war über 10 Jahre in der Pharmaindustrie tätig und wusste, es muss was Anderes im Leben kommen, aber was? Ein Job am Schreibtisch ging für mich gar nicht und die Sehnsucht auf den afrikanischen Kontinent, schon seit meiner Studentenzeit, flackerte wieder auf. Freunde von mir waren schon 10 Jahre zuvor ausgewandert, besitzen ein Hotel in Kapstadt und ich beschloss, mal 3 Monate eine Auszeit zu nehmen und dort zu arbeiten. Das war es dann…….

Weingebiet

Ich habe mich in dieser Zeit so in dieses Land und diese Stadt verliebt, habe innerhalb kürzester Zeit hier Leute kennengelernt, die heute meine engsten Freunde sind und habe am Flughafen so geheult und mich gefragt: „Warum fliegst Du eigentlich zurück? Wer wartet auf dich? Hier hast du doch alles?“ Zurück in München haben mich all meine Freunde gefragt: „Was hat dich am meisten beeindruckt und dir am meisten gefallen?“ Sofort kam meine Antwort: „Die unendliche Weite des Landes, das Gefühl durchatmen zu können, das Gefühl angekommen zu sein.“

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Immer wenn ich meine Geschichte erzähle und an die Anfänge denke vor meinem ersten Abflug wieder zurück nach München – der letzte Sonnenuntergang mit Blick auf den Tafelberg, auf dem Weingut Seidelberg – heute Spice Route – kommen mir wieder die Tränen und dann weiss ich, da ist mein Herz und meine Sehnsucht berührt.

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Und wie kam dann der Sprung ins Wein-Business?

Zum Einen habe ich mein Tourguide Zertifikat absolviert, da meine eine Leidenschaft ist, immer mit Menschen in Kontakt zu sein und Menschen für etwas zu begeistern. Meine Schwester war dann der Auslöser für das Weinbusiness. Sie meinte, man solle doch das im Leben tun, was einem am meisten Spass macht, wenn man die Möglichkeit dazu hat. Sie sagte: „Immer wenn ich mit dir spreche und dich höre, schwärmst du von den Winelands und liebst die Ausflüge dorthin“.

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War das meine Leidenschaft? Ja, zum Einen habe ich schon die letzten Jahre immer Weinlektüren gelesen und auch Bücher über die hiesigen Winelands gekauft. Schon immer haben die verschiedenartigen, prachtvollen Weingüter Südafrikas, die wunderschönen Weinberge sowie die Geschichte der Südafrikanischen Weine eine besondere Faszination auf mich ausgeübt. Es stimmt, immer wenn ich Zeit hatte, bin ich in die Winelands gefahren, habe neue Weingüter erkundet und deren Weine getestet.

Tasting

Und welche Form der Weiterbildung hast du gewählt, um dein Wissen bezüglich Wein zu vertiefen?

Ich habe dann sofort voller Enthusiasmus über die Idee im Weinsektor tätig zu werden, um mein Hobby zum Beruf machen zu können, 2 Langzeitkurse bei der hiesigen Cape Wine Academy besucht. Ich wusste bis dato nur, welche Rebsorten es gibt und dass ich lieber Rotwein als Weisswein trinke. Für mich waren die Kurse so interessant und beeindruckend, wieviel über Wein, Brandy, Süssweine, Sparkling Weine erzählt und gelernt werden kann. Die Idee, all das tiefgehende Wissen, welches vermittelt wurde, in Form von Weinseminaren & Weinvorträgen weitergeben zu wollen, kam erst im Kurs auf.

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Gab es auch einen Abschlusstest?

Ja, ich habe das Zertifikat einer Wein-Expertin erhalten. Das Examen bestand aus 2 Teilen, einem theoretischen und einer praktischen Prüfung, bei der man Weine getestet hat, ohne zu wissen, um welche Rebsorte und welchen Wein es sich handelte.

Weinkauf

Was beeinhaltet ein Wein-Vortrag?

Mein Vortrag dauert ca. 1,5-2 h und handelt sowohl die Südafrikanische Weingeschichte, Weinproduktion, deren Besonderheiten, Weintipps im Allgemeinen, die wichtigsten Südafrikanischen (franz.) Rebsorten als auch Wein und Essen (was passt, was harmoniert gar nicht) ab. Der praktische Teil beeinhaltet eine Blindverkostung (Spezialverkostung, bei der man die Rebsorte raten muss) von 8 Weinen. Alle Weine können selbstverständlich weiter den Abend hindurch genossen werden. Danach gibt es ein Abendessen, welches individuell vorher abgesprochen wird.

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Kannst du deinen Vortrag überall durchführen?

Natürlich. Das gesamte Equipment wie Gläser, Seminarunterlagen etc. habe ich, so dass ich jederzeit und überall meinen Vortrag und die Spezialverkostung durchführen kann. Am meisten Spass macht es, wenn man eine Gruppe ab 6 Personen zusammen hat. Da wird dann untereinander geraten, sich ausgetauscht, um welche Rebsorte es sich wohl handeln mag, welches Aroma dominiert etc.

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Wie führst du deine Wein-Touren durch?

Durch meine jahrelangen Freizeittripps in die Winelands kenne ich natürlich zahlreiche Weingüter, deren Besonderheiten, ihre ganz eigene Geschichte, die Hintergründe und natürlich auch alle ihre Flagshipweine.
Um die perfekte Route zu konzipieren, spreche ich zunächst mit meinen Kunden, um zu erfahren wo ihre Wünsche liegen. Je nach Schwerpunkt wähle ich in Rücksprache die entsprechenden Weingüter aus und plane die gesamte Tour. Ganz egal, ob jemand nur einen Tagesausflug machen möchte oder gleich eine ganze Woche im Weingebiet unterwegs sein will – bei mir bleibt kein Wunsch offen.

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Was sind die Kriterien der Auswahl?

Jedes Weingut hat sein Individuelles, seine Identität. Die Atmosphäre, das Ambiente, das Interior, der Stil, egal ob es sich um ein traditionelles, kapholländisches Weingut handelt oder um das Moderne, mit sehr viel upmarket Style, jedes ist so einzigartig.

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Was sind deine Erfahrungen mit den vielen verschiedenen Weingütern?

Jedes Weingut legt auch andere Schwerpunkte. Das eine mag nicht so besondere Weine haben, dafür ist sein Lunchangebot aussergewöhnlich gut und das Ambiente wunderschön. Andere kleine, unscheinbare Weingüter haben exzellente Spitzenweine, aber einen ganz simplen Tastingroom. Die Einen bieten ein breites Weinsortiment an von MCC´s (das ist Sekt bzw. Sparkling Wine aber auf Champagner-Niveau. Sie dürfen allerdings nicht Champagner genannt werden, da nur die Weine mit Flaschengärung aus der Champagne in Frankreich so genannt werden dürfen) über alle wichtigsten Rebsorten bis hin zu Süssweinen und Port. Andere Weingüter hingegen legen ihren Schwerpunkt dann mehr nur auf Rotweine oder Weissweine und damit auch ihre Flagshipweine (Bestseller).IMG_4015

Gibt es etwas, was du bei den Weingütern verändert würdest oder etwas, was dir nicht gefällt?

Leider, leider schliessen die meisten Güter schon um 16.30/ 17.00 Uhr abends, machen dafür sehr früh auf. Das würde ich verändern. Es hängt wahrscheinlich mit den Transportzeiten für die Angestellten der Weingüter zusammen. Viele Gäste mögen jedoch gerade im Sommer einen Sundowner-Drink auf einem Weingut einnehmen, bevor sie dann entweder nach Kapstadt zurück fahren. Die Öffnungszeiten sollten variabel angepasst werden – später auf (kein Mensch macht um 8.30 Uhr morgens ein Tasting…) und später zu. Mittlerweile gibt es eine handvoll, die erkannt haben, dass gerade am Abend noch ein guter Umsatz durch längere Öffnung generiert werden kann – Peter Falke (der Strumpf Falke) hat mit seinem Weingut den Anfang gemacht.

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Nun will ich es aber genauer wissen – welches Weingut ist für dich das Schönste und das Aussergewöhnlichste?

Hmm, sehr schwer zu sagen, da wie gesagt, ja alle so individuell schön sind. Ich habe ein paar Favoriten, die ich immer wieder gern auf meinen Touren zeige, da sie mit in einen Querschnitt von Verschiedenartigkeit fallen – die folgenden sind allerdings hauptsächtlich in und um die Gegend von Kapstadt gelegen: (sprich Constantia, Paarl, Stellenbosch, Franschhoek)

  • Delaire Graff, Cavalli, Leeu Estate, La Grande Provence, Maison, Antonij Rupert, Steenberg – für mich die Upmarket Stylishen.
  • Boschendal, Vergenoegd, Uitkyk, Zorgvliet, Groot Constantia, Plaisir de Merle, Webersburg, Muratie als die Traditionell Kapholländischen
  • Bartinney, Thelema, Kanonkop, Stellenrust, Stellenzicht, Stark-Condé, Oldenburg, Uva Mira, Ridgeback, Le Riche, Lanzerac, Ken Forrester, de Morgenzon, Mulderbosch stehen für hervorragende Weine.
  • Jordan, Guardian Peak, HiddenValley, Rust en Vrede, Delheim, La Motte, Moreson, Mont Rochelle dort kann man wunderbar seinen Lunch geniessen
  • MCC´s probiert man am besten bei Simonsig, Haute Cabrière, Le Lude, Moreson, Graham Beck
  • Hervorragendes Olivenöl, oft mit einem Tasting verbunden, bekommt man bei Morgenster, Tokara, La Bourgogne, Vergenoegd

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Immer mehr Wine Estates bieten zusätzlich Fahrten in ihre Vineyards (Weinberge) an, quasi als kleine Safari, oft haben sie auch Wildtiere auf ihrem Grund. Andere Weingüter haben Blendings in ihrem Programm. So kann man seinen eigenen Wein, Kaffee, Olivenöl oder auch Tee kreieren. Viele Estates beantworten gern auch bei einer Runde durch ihre Keller jede Frage zum Thema Wein und dessen Produktion. Das sind natürlich bei Weitem nicht alle Favorisierten, wer nicht genannt wurde, möge es mir verzeihen, es war nur aus dem Stehgreif und Bauch heraus.

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Was macht man denn mit Kindern – kann ich auch als Familie die Winelands geniessen?

Natürlich. Immer mehr Weingüter sind sich der Tatsache bewusst geworden, dass man ein attraktives Angebot auch für Kinder erstellen muss. Zum einen wurden richtige Abenteuerspielplätze gebaut, zum anderen gibt es auf einigen Estates Ponyreiten oder auch Streichelgehege. Teilweise Nannys vor Ort, die auch die Kleinsten beschäftigen.

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Gibt es denn noch andere Gegenden, die auch guten Wein produzieren?

Durbanville, Swartland, Elgin, West Coast, Hemel-en-Aarde-Valley (bei Hermanus), Robertson, Tulbagh, auch Worcester verliert sein Image als nur Bulk (Masse) Produzent und generiert inzwischen auch hervorragende Flaschenweine. Auch hier hat man wieder je nach Klima, Boden, Lage, Niederschlagsmenge (wird als Terroir bezeichnet) Rebsorten, die dann je nach Region für den Anbau favorisiert werden.

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Wo kann man denn in den Winelands deiner Meinung nach am Besten essen?

Du stellst immer so schwierige Fragen….(lach). In und um Kapstadt muss man sich ja allgemein sehr anstrengen, schlecht zu essen. Auch in den Winelands gibt es zum einen Spitzen-Restaurants mit Fine Dining Lunch und Dinner wie:

  • Jordan, Hidden Valley (Overture) , Rust en Vrede, Waterkloof, La Grande Provence, Beau Constantia, Kleine Zalze, Maison, Cavalli
  • Super Lunch ebenso: Delheim, La Motte, Moreson, Mont Rochelle, Le Lude, Blaauwklippen, Steenberg, Dornier, Boschendal, Guardian Peak, La Petite Ferme, Haute Cabrière
  • Spitzenholzofenpizza: Under Oaks, Rhebokskloof, Mulderbosch

Die meisten Weingüter bieten, sollten sie nicht über ein Lunchangebot (Mittagessen) verfügen, Cheese Platter und auch Charcuterie Platter an, damit man für die Tastings ein bisschen „Unterlage“ hat.

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Wenn man in den Weinbergen übernachten will, was würdest du empfehlen?

Ehrlich gesagt, gibt es auch hier wieder unzählige Unterkünfte, unterschiedlicher Preiskategorien. Da ich ja das Alte, sehr Traditionelle liebe, würde ich Webersburg, Weltevreden, Lyngrove, Zorgvliet, Plaisir de Merle oder La Petite Ferme wählen. Aber es gibt auch noch viele kleine, schnuckelige B & B Estates wie z.B. La Provence Vineyards oder auch Self Catering Cottages.

Top top schick stylish Sterne Status hat: La Providence, La Grande Provence, Leeu Estates (brandneu von einem Inder namens Singh, der halb Franschhoek aufgekauft hat), Delaire Graff. Clouds Estate, Babylonstoren, Mont Rochelle (Richard Branson), Majeka House, La Petite Dauphine. Allerdings muss man dafür dann auch den entsprechenden Preis bezahlen! Du siehst schon, wieder eine schwierige Frage…..(lach)

Ich würde empfehlen, auf die Tourismus-Info-Webseite der entsprechenden Region zu gehen und dort unter „Accomodation“ zu schauen, wie zum Beispiel die von Stellenbosch, Franschhoek oder Paarl. Auf diesen Seiten findet man ebenfalls sehr viel Interessantes und Wissenswertes, aktuelle Events oder auch Angebote der Weingüter werden dort platziert.

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Wenn Jemand ein großer Wein-Liebhaber ist und noch nie in Südafrika war, wie würdest du ihn locken?

Man muss es erlebt haben, man kann es kaum in Worte fassen. Die wunderschönen Weingüter im kapholländischen Stil oder aber auch die extrem stylischen Upper- Class-Weingüter in dieser außergewöhnlichen Lage – diese Mischung bietet nur Südafrika. Ebenso die Weine selbst, alles französische Rebsorten, die beste klimatische Voraussetzungen mit sich bringen, um extravagante Weine hervorzubringen. Was die Weine auszeichnet, ist ihre fruchtige Eleganz bei den Weißweinen und die gehaltvollen Rotweine, die schon in jungen Jahren mit einer angenehmen Trinkreife beeindrucken und das Ganze zu erschwinglichen Preisen.

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Und dann hat Südafrika ja noch seine eigene Rebsorte kreiert. Den Pinotage, der selbst schon in der Neuen Welt wie Australien und Neuseeland angebaut wird und seine Fans findet. Südafrikas Weine gehören mittlerweile zu den Besten der Welt. Das Land blickt auf eine über 350 Jahre alte Weingeschichte zurück, die auch heute noch gelebt wird und die dem interessierten Besucher offen steht. Und unter uns: Bekanntlich sind ja Weintinker immer auch Genussmenschen und oft auch Feinschmecker. Gourmets kommen auf den Weingütern Südafrikas ganz sicher auf ihre Kosten! Erstklassige Restaurants und Sterneküche findet man hier.

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Vielen Dank für das Interview, damit hast du uns einen grossen Einblick in deine Passion und in das Thema Südafrikanischer Wein gewährt. Ich freue mich über deine Empfehlungen, die vielen meiner Leser sicher hilfreich sein werden.

Wer sich für ganz individuelle Wein-Touren oder Vorträge der Expertin interessiert, tritt am Besten über ihre Website, Facebookseite oder via Mail mit Clarissa Hagemann direkt mit ihr in Kontakt. Clarissa spricht fließend Englisch und natürlich auch ihre Muttersprache Deutsch.

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Wildlife-Fotografie in Afrika. Tipps die dich zum Profi machen!

Wildlife Fotografie ist schon eine höhere Kunst, aber wenn man eine gute Ausrüstung hat, dann kann man auch als Amateur aufregende Aufnahmem machen. Wie du am Besten zu tollen Ergebnissen kommst und auch deine Aufnahmen begeistern zeige ich dir hier!IMG_0154
Der Schlüssel zu fesselnden Tieraufnahmen ist in erster Linie die richtige Ausrüstung, das Wissen um die besten Spots und natürlich das Glück des Moments. Denn Wildnis heißt auch, dass man sich nicht im Zoo befindet und die Motive platziert vor einem liegen. Wildnis heißt Geduld, Gespür und Fortuna auf deiner Seite. IMG_8038
Als Erstes möchte ich dir mit auf den Weg geben, dass auch du ein entscheidender Punkt bist. Denn auf Game Drive (so nennt man Safari´s eigentlich) kommt es auch auf deine Kleidung, dein Verhalten und deine Intuition an.
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Bunt angezogen fällst du auf und verschreckst die Tiere. Deshalb solltest du schon so gekleidet sein, dass du dich der Umgebung anpaßt und gedeckte Farben trägst. Das hilft dir später für die Tiere nicht als Gefahr wahrgenommen zu werden. Wenn sie sich nicht gestört fühlen, werden sie dich auch an ihrem Leben teilhaben lassen und diese Eindrücke allein sind unbezahlbar.
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Deine Unruhe und Geräusche übertragen sich auch auf deine Umwelt und entsprechend wird sich auch dein Motiv verhalten. Tiere haben einen hohen Instinkt. Spüren sie die Unruhe in der Umgebung werden sie schnell flüchten und dir entgeht die Chance. Deshalb verhalte dich immer ruhig und mit Bedacht.IMG_8191
Damit du in den Genuss von einzigartigen Tierbeobachtungen kommst, sind natürlich auch dein Ausgangsort, die Uhrzeit der Beobachtung und die Lichtverhältnisse entscheidend. Wer weiß, wo die Tiere sich wann aufhalten, hat gute Chancen ihnen auch zu begegnen. Die beste Zeit für Game Drives ist immer zum Sonnenauf- und -untergang. Auch kommt dir dann das warme Licht der „goldenen Stunde“ zugute, was deine Fotos besonders machen wird. Schieß das Foto mit der Sonne hinter dir, außer du möchtest einen speziellen Silhouetten-Effekt.IMG_8112
Als nächster Punkt zählt natürlich dein Equipment. Mit einem normalen Objektiv kommt man auf Game Drive schnell an seine Grenzen und wird enttäuscht sein vom Ergebnis. Eine Linse von mindestens 300 mm halte ich für angemessen. Richtig gut ausgestattet ist man allerdings erst mit einem 500er Objektiv. Gerne auch mit mehr. Denn nur so hat man die Möglichkeit auch nah genug an entfernte Motive zu gelangen.IMG_7997
Sei auf jeder Ausfahrt gut vorbereitet. Checke vor Abfahrt den Akkustand der Kamera, die Sauberkeit der Linse und stell sicher, dass auch die Speicherkarte noch ausreichend Platz hat. Führe Ersatzkarten und Batterien mit dir, sowie ein Mikrofasertuch. Auch unterwegs kann es staubig werden. Schütze deine Kamera während des Game Drives in dem du die Jacke, ein Tuch oder eine Decke darüber tust.
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Halte die Kamera von Anfang an parat, denn du weißt nie, wie schnell du den ersten Tieren begegnest. Wenn du erst noch in der Tasche kramerst oder womöglich noch das Objektiv umschrauben mußt, ist die Löwin längst wieder hinter einem Busch verschwunden. Du würdest es dir nie verzeihen! Zudem nutze jeden Augenblick mit deiner Kamera. Manche Momente sind für immer verloren, wenn du sie nicht direkt ablichtest.IMG_0035
Jedes Equipment ist nur so gut wie sein Nutzer – heißt es in der Regel. Auf manuelle Einstellungen und Feinheiten kann man bei der Schnelligkeit der Tiere oft nicht adäquat reagieren, deshalb ist es bei einem Game Drive auch völlig in Ordnung die Automatik der Kamera zu benutzen.IMG_4333
Wenn du aus dem fahrenden Jeep fotografierst und die Lichtverhältnisse nicht optimal sind, würde ich dir sogar den Sportmodus empfehlen. Er löst schneller aus als die normale Automatik. Entsprechend werden deine Bilder weniger verwackelt sein. Hier werden mir auch renomierte Wildlife Fotografen zustimmen, denn besser man hat einen Automatik-Schnappschuss als gar keinen.
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Wenn das Fahrzeug steht, dann nutze ruhig ein Einbeinstativ oder eine Art „Sitzsack“ zur Stabilisierung der Kamera. Das hilft dir, die oft schwere Linse lange und vor allem, ruhig zu halten. Schalte auch unbedingt den Bildstabilisator an deiner Linse ein, um gestochen scharfe Bilder zu erhalten. IMG_8126
Sei konzentriert und geduldig. Zur Erinnerung, du bist in keinem Zoo. Hier ist dein Instinkt und deine Beobachtungsgabe gefragt. Wer aufmerksam beobachtet, der wird auch immer irgendwas entdecken. Konzentriere dich nicht nur auf Großwild – es gibt auch genug kleine Motive mit dem Fotografen „groß“ wurden.IMG_4919
Nimm Rücksicht auf die Tiere. Es gibt Situationen in denen du dich ihnen gut nähern kannst, aber es gibt auch immer Zeiten, in denen Distanz anzuraten ist. So zum Beispiel wenn Jungtiere in der Herde sind. Hier ist unbedingt ein respektvoller Abstand zu wahren.IMG_7771

Absolut essentiell ist, dass du während du in der Wildnis oder in einem der Parks bist, niemals aus dem Fahrzeug aussteigst. Das kann lebensgefährlich sein. Noch dazu steht es in den meisten Reservaten unter Strafe. Dazu gehört auch das auf dem Fensterrahmen sitzen oder aus der Dachluke klettern. Die Tiere nehmen das Fahrzeug als Ganzes wahr und sind durch die Größe abgeschreckt. Wenn unwissende Touristen dann dennoch aus dem Auto steigen oder sich zu weit herauslehnen, werden sie als Beute erkannt. Oft mit tödlichen Folgen. Leider wird nach Angriffen auf Menschen immer auch das Tier getötet und das obwohl es nur seinem Instinkt gefolgt ist. Handle also bitte Bedacht, auch wenn es noch so verlockend ist.IMG_9767_ret
Ich hoffe der Artikel hilft dir einzigartige Tiermomente im Bild festzuhalten. Wenn du noch weitere Anregungen hast oder mir Feedback geben willst, dann freue ich mich über deinen Kommentar! Ansonsten schau dir doch mal diesen Artikel zu den Nationalparks in Südafrika an. Vielleicht ist dein nächstes Ziel für einen Game Dive und eine erfolgreiche Fotosafarie ja dort schon dabei? Viel Erfolg wünscht Marlene

In diesem Sinne: get up & go wild!

Road Signs die dich zum Schmunzeln bringen – Namibias einzigartige Straßenschilder

Auf unserem Road Trip durch Namibia sind uns so einige Straßenschilder begegnet die wir noch nie zuvor irgendwo gesehen hatten. Was wir so entdeckt haben und welche Geschichte sich dahinter verbirgt verrate ich hier:image-2015-10-21(7)Ganz klassisch hier das Hinweis-Schild auf einen Zebrastreifen. Oder verwechsel ich da was?image-2015-10-21(2)In jedem Fall finde ich, haben Zebras in Afrika Vorfahrt und es ist ein Genuss sie über die Straße schlendern zu sehen.image-2015-10-21(5)Natürlich gibt es in Afrika nicht nur Großwild was einem vor das Auto rennen kann. image-2015-10-21(6)Auch Eichhörnchen, Mangusten und Erdmännchen lieben es, noch schnell vorm Fahrzeug über die Straße zu rennen. Deshalb völlig zu Recht der Warnhinweis – wenn man quietschende Reifen oder plattgefahrene Nager vermeiden will.
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Wildpferde haben eine rund 100 jährige Tradition in Namibia, sie stehen unter besonderem Schutz und um sie ranken sich die wildesten Geschichten. image-2015-10-21(15)Die Tiere leben in der Hauptsache rund um Lüderitz und dort sollte man dann schon einen Gang runter schalten, um sich diese prachtvollen Tiere auch in Ruhe ansehen zu können, wenn sie entlang der Straße grasen.Camping Schild Strauß Road HouseDas Strauße ganz schön schnell rennen können ist vielen gar nicht klar und auch nicht, dass sie sich nicht immer an die Straßenverkehrsordung halten.Reiten Reitsafari Safari Landschaft Kalahari StraußMit 70 km/h kann so ein Straß locker auf Gravelroads mit dir mithalten. Auf der Motorhaube willst du ihn sicherlich trotzdem nicht haben, also Fuß vom Gas!
Road Sign StraßenschildJa und auch so ein Elefant taucht schon mal aus dem Nichts auf und rate wer stärker ist?image-2015-10-20(10)Und denk ja nicht, dass es Elefanten nur in Reservaten wie dem Etosha gibt. Weit gefehlt. Also Augen auf sonst räumt er dein Fahrzeug ganz schnell mal von der Straße.Schakal SchildIch vermute ja mit dem Schild sind Schakale oder Hyänen gemeint. Ganz sicher bin ich mir hier nicht. Im Zweifelsfall brems für Beide!image-2015-10-23(52)Der Schakal jagt gern im Schutz der Dunkelheit und er wird dir am ehesten Nachts oder zum Sonnenuntergang begegnen – also sei zu der Zeit auf der Hut.image-2015-10-20(11)Hyänen sind auch eher nachtaktiv und zudem sehr selten. Es wäre daher schade, wenn du sie durch Raserei noch mehr dezimierst.image-2015-10-21(8)Giraffe heißt das Tier auf dem Schild – vor dem hier gewarnt wird. Nur zur Info, falls das nicht klar ist.image-2015-10-26(51)Im Etosha hielt allen Ernstes ein Fahrzeug neben uns & wir wurden gefragt welches langhalsige Tier das denn sei. Wir waren von so viel Unwissenheit dermaßen geschockt, dass wir es jetzt lieber gleich vorab sagen;)
image-2015-10-21(12)Ja auch vor Sand muß man in Namibia warnen. Es soll schon Autos gegeben haben, die nach einem ausgewachsenen Sandsturm keinen Lack mehr hatten, weil er abgeschliffen war. Zumindest erzählen die Mietwagenfirmen diese Story gerne.image-2015-10-21(13)Und in der Tat hats ja auch viel Sand. Das Fenster sollte man dann sicherheitshalber auch schließen, wenn der Wind richtig bläst.image-2015-10-26(53) Bei dem Schild muss man achtsam sein, denn hier handelt es sich nicht etwa um die weitverbreiteten Oryx-Antilopen, sondern um Kudus. Der Unterschied liegt im Geweih. Achtet mal drauf – gedreht & nicht gedreht. image-2015-10-21(3)Wenn man sich dieses imposante Tier jetzt noch im Sprung vorstellt, dann kommt es hin. Auch die Warnung paßt.image-2015-10-26(55)Hier ist es jetzt ganz eindeutig eine Oryx-Antilope gemeint. Man achte auf die geraden Hörner.
image-2015-10-26(56)Oryxe werden auch Spießbock genannt. Wer ganz sicher nicht auf die Hörner genommen werden will, der sollte also ab dem Schild Achtsamkeit walten lassen.IMG_7736_retEs soll Leute gegeben haben die enttäuscht waren auf ihrer Reise, weil sie zig Warzenschwein-Warnschilder gesehen haben, aber nicht ein einziges Exemplar zu Gesicht bekamen.WarzenschweinDie Lösung ist ganz einfach! Richtiger Ort, falsche Jahreszeit! Die Tiere zieht es nur zur Trockenzeit in die Nähe der Straße, um dort nach Futter zu suchen. Und meist nehmen sie auch fix die Beine in die Hand wenn sich ein Auto nähert. Darauf ankommen lassen würde ich es aber trotzdem nicht. Das sind recht stattliche Keiler.image-2015-10-26(54)Für wen dieses Schild gilt hat sich mir nicht so Recht erschlossen ohne T-Kreuzung macht dieses Schild wenig Sinn. Da es aber schön aussah, durfte es mit in die Sammlung.image-2015-10-21(19)Genauso wie dieses Warnschild eines Spaßvogels! Und damit sind wir auch schon am Ende unseres heiteren Ausflugs auf den Straßen Namibias. Da aber am Rand auch Gefahren lauern hier noch eine Zugabe für dich!image-2015-10-21(20)In diesem Sinne #get up & stay safe!

 

Namibia-Straßenschilder

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Chapman´s Peak Drive – Panormastraße mit Suchtfaktor + Insidertipps

Chapmans Peak Drive – ist die wohl weltweit bekannteste Küstenstraße – mit den für mich – aufregendsten 114 Kurven dieses Planeten. Doch was macht seine Faszination aus?

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Auf der südafrikanischen Kaphalbinsel und etwas südlich der Innenstadt Kapstadts windet sich seine Strecke zwischen Hout Bay und Noordhoek an der Küste entlang.

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Sicherlich gibt es viele atemberaubende Straßen mit Blick auf das Meer doch diese eine Straße ist eine Legende und wer den Chapmans Peak Drive in seiner vollen Pracht erlebt hat, der wird mir sicherlich auch beipflichten.

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Doch um diese neun Kilometer Küstenstraße wirklich erlebt zu haben, reicht es nicht, sie nur entlang zu fahren. Nein. Man muss stoppen, ihn mehrfach befahren, zu Fuß entlang laufen und dabei sein, wenn die Sonne hier das Meer bei ihrem Untergang küsst.

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Erst dann wird man verstehen, warum diese Panoramastraße unter allen Natursehendwürdigkeiten, in ganz Afrika, als eine der Faszinierendsten gilt. Warum hier die größten Automarken der Welt schon Werbefilme gedreht haben und er sich so einer riesigen Fangemeinde erfreut.

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Hoch aufragend und majestätisch sind die Berge die ihn umgeben. Riesige Felsformationen aus rissigem Sandstein, dazu die so kaptypische Fynbos-Vegetation zeichnen sein Bild. Welches zum Sonnenuntergang in rotem Licht erglüht. Seine Küste fällt schroff und steil ab und die tosenden Wellen des Meeres prallen donnernd an die Klippen.

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Gänsehautmomente sind das, wenn man sich dieser Szenerie hingibt. Wenn man sich auf die Felsen setzt und dem Schauspiel beiwohnt. Die beste Zeit dafür ist definitiv zum Sonnenuntergang denn da entfaltet Chappie seine volle Pracht.

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Wer mutig ist stellt sein Auto ab, läuft ein paar Schritte, klettert auf freistehende Felsen und lässt hier die Natur auf sich wirken. Frei, ungezähmt und in ihrer natürlichen Wildheit.

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Doch Chappie kann man auch bei einer Wanderung erleben (es gibt sogar eine Höhle), vom Boot aus, mit dem Motorrad, beim Klettern oder man kämpft sich mit dem Rad den Weg hinauf. Autofrei erlebt man den Chapman´s Peak Drive, wenn man sich zum Cape Argus Radrennen oder dem Two Oceans Marathon anmeldet.

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Wer Picknicks mag der ist im ersten, sehr grünen Abschnitt der Strecke genau richtig. An der Bucht von Hout Bay gelegen hat man hier die Möglichkeit unter schattenspendenden Bäumen seine Decke auszubreiten. Kleiner Tipp: Wer nur zum Picknick kommt, kann den ersten Teil des Chappie´s auch ohne Gebühr befahren! Meldet euch nur an der Mautstelle entsprechend an.

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Ansonsten kostet der Chapmen´s Peak Drive eine Gebühr, die aber völlig gerechtfertig ist, denn diese Küstenstraße ist sehr wartungsintensiv. Immer wieder kommt es zu Felsabgängen und Steinschlägen oder Bränden der Vegetation oberhalb der Straße. Diese Umstände bedingen auch, dass der Chappie als gefährlich gilt.

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Dazu kommen auch noch Unfälle im Verkehr. Abgelenkt vom Panorama oder wegen Selbstüberschätzung sind immer wieder Opfer zu beklagen. Wegen all dieser Umstände und bei Starkwind ist der Chapman´s Peak Drive zeitweise auch gesperrt. Man informiert sich am Besten über die Website oder die Schilder vor Ort über eventuelle Einschränkungen bzw. auch über den derzeitigen Gebührenstand.

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Wer wirklich Kosten sparen muss, dem sei noch ein findiger Trick empfohlen. Derzeit gibt es nur von einer Seite eine Mautstation und diese befindet sich bei Hout Bay. Wer den Chappie von Nordhoek aus befährt zahlt nichts, wenn er rechtzeitig wieder umdreht und die Straße auf dem gleichen Weg wieder verlässt.

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Übrigens: Zu Fuß ist seine Benutzung eingeschränkt. Läufern ist es an Wochentagen zwischen 7-8 Uhr sowie 16:30 bis 18:00 Uhr sowie an Wochenenden und Feiertage zwischen 10:00 und 19:00 Uhr erlaubt hier aktiv zu sein. Nach Einbruch der Dunkelheit ist er für Fußgänger ganz gesperrt. Informiert euch im LINK.

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Man kann sich aber in den Haltebuchten auch nach Sonnenuntergang aufhalten und hier spektakuläre Nachtaufnahmen mit den so typischen Lichtlinien machen. In der Regel braucht man hier auch keine Angst vor Überfällen oder ähnlichem zu haben. Ich war allein als Frau schon in der Dunkelheit hier und habe keine Bedenken gehabt und auch nie schlechte Erfahrungen gemacht. Der Chappie ist ja zum Teil auch kameraüberwacht und das schreckt wohl ausreichend ab.

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Mein Fazit und Tipp:

Wenn ihr nach Kapstadt kommt, nehmt euch unbedingt auch Zeit für diese Straße. Seid etwa eine Stunde vor Sonnenuntergang da, denn genau dann kommen seine Farben am Besten zur Geltung und ihr werdet spektakuläre Aufnahmen machen können. Außerdem sichert ihr euch auch so die besten Aussichtsplätze, um den Sundowner bei einem kühlen Cider genießen zu können.

Switch dich in das Video und erlebe ihn!

Wichtig!

Wichtig wird für dich sein, ob es wetterbedingte Einschränkungen gibt, ob der Chappie generell befahrbar ist, wie hoch die Kosten sind und wie die derzeitigen Sichtverhältnisse sind. Also sei schlau und informiere dich vorab! Alle Informationen rund um den Chapman´s Peak Drive findest du im LINK.

Klicke hier für Infos und zur Anmeldung zu Cape Argus/ Cape Town Cycling Tour bzw. Two Oceans Marathon.

Wie ich Chappie zum ersten Mal erlebt habe kannst du im LINK nachlesen. Wie du deinen Tag am Kap am besten planst um bei Sonnenuntergang am Chappie zu sein, verrate ich dir im zweiten LINK. Und wer noch mehr Impressionen möchte, dem sei mein Flickr-Account mit allen Bildern empfohlen.

Wer noch weitere Tipps für mich hat, mir Feedback geben möchte oder sich einfach schon auf seinen Chappie Besuch freut, der darf mir gerne seinen Kommentar da lassen. Ich freue mich immer über regen Austausch!

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Südafrika Rundreise „Cape in Style“ – Erfahrungsbericht

Immer wieder werde ich gefragt: „Lohnt sich eine vorgebuchte Rundreise in Südafrika?“ Hier mein Feedback unserer „Cape in Style“ Tour und wie wir uns diese gestaltet haben:
Die DERTOUR Mietwagenrundreise führte von Kapstadt nach Port Elisabeth entlang der wunderschönen Garden Route, einem der beliebtesten Besucherregionen Südafrikas.

Das sagt der Veranstalter:

Exklusive Unterkünfte in der Kapregion garantieren Ihnen unvergessliche Urlaubstage in ausgewählten Hotels (2 Hotelkategorien zur Auswahl) mit angenehmer Atmosphäre und elegantem Flair. Erfahren Sie die Gartenroute auf luxuriöse Art und entdecken Sie in malariafreien Wildreservaten die faszinierende Tierwelt Südafrikas.IMG_3031

Reiseverlauf Cape in Style:

Cape in Style – ab Kapstadt/bis Port Elizabeth
Mietwagenreise 9 Tage/ 8 Nächte ab Kapstadt/ bis Port Elizabeth

Planung DERTOUR 1. Tag: Kapstadt

Nach Ankunft in Kapstadt Begrüßung durch einen Repräsentanten unseres Partners, Übergabe der Hotelgutscheine. Übernahme des separat gebuchten Mietwagens: Fahrt nach Kapstadt bzw. Constantia. Ihre Hotels liegen am Ozean bzw. in herrlichen Gartenanlagen. Der Nachmittag steht Ihnen zur freien Verfügung. 2 Übernachtungen im gebuchten Hotel. Ca. 25 km
Übernachtung Superior: Winchester Mansions (Modern Classic) 4 Sterne

Unser Erlebnis:

Wir landen pünktlich und bekommen direkt am Ausgang unsere Reiseunterlagen und auch die Übergabe des Mietwagens klappt hervorragend. Der Mietwagenschalter befindet sich gegenüber vom Terminal und das Fahrzeug ist modern, sauber und entspricht unserer Buchung.

Auch im Winchester Mansions sind wir willkommen und haben ein wundervolles Zimmer. Hier ist alles modern und auf hohe Ansprüche ausgelegt. Das Zimmer hat eine Badewanne, eine Dusche und ein großes Kingsize Bett. Ebenso wie Heißwasser, einen Haartrockner, saubere Handtücher und ausreichend warme Bettwäsche. Wir haben eine sicheren Parkplatz im Innenhof des Hotels. Der Pool ist sauber und auch unser Gepäck wird aufs Zimmer gebracht. Ein Foto vom Winchester Mansion findet sich im LINK.

Den Nachmittag nutzen wir für eine Stadtrundfahrt mit den beliebten Doppeldeckerbussen. Den Abend verbringen wir zum Sonnenuntergang auf der Blouberg Seite und genießen den Blick auf den Tafelberg.
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Planung DERTOUR 2. Tag: Kapstadt

Nehmen Sie sich heute einen ganzen Tag Zeit, die Schönheiten Kapstadts kennen zu lernen. Besuchen Sie den Botanischen Garten von Kirstenbosch (fakultativ), entdecken Sie die Innenstadt Kapstadts. Bummeln Sie an der Victoria & Alfred Waterfront. Runden Sie diesen schönen Tag mit einer Auffahrt auf den Tafelberg ab (wetterabhängig, Ticket nicht inklusive) und genießen Sie den Ausblick. Ca. 56 km

Unser Erlebnis:

Das Frühstück im Winchester Mansion ist hervorragend und lässt keine Wünsche offen. Wir nutzen den Tag für die beliebte Kap-Rundtour, besuchen Muizenberg, die Pinguine bei Boulders Beach und das Cape Point. Zum Sonnenuntergang sind wir am Chapmans Peak Drive. Ein ausführlicher Beitrag zu diesem Ausflug ist im Link nachlesbar.
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Planung DERTOUR 3. Tag: Kapstadt bzw. Constantia – Hermanus

Verbringen Sie einen Tag in der Weinregion der Kaphalbinsel. Besuchen Sie Stellenbosch – bekannt für seine Kapholländische Architektur und seine großen Weingüter sowie Franschoek – die „Gourmet Hauptstadt“ des Westkaps. Sie erreichen am späten Nachmittag Ihr Hotel in Hermanus. 2 Übernachtungen im gebuchten Hotel. Ca. 125 km
Übernachtung Superior: Francolinhof Guesthouse 4 Sterne

Unser Erlebnis:

Der Checkout im Winchester klappt tadellos. Die Rechnung stimmt und auch das Frühstück war wieder exzellent. Wir haben die Weinregion rund um Stellenbosch und Franschhoek besucht. Zuerst zu einem Wein-Tasting im Delaire Graff Estate und zum Mittagessen bei Ryan´s Kitchen in Franschhoek auf der Hauptstraße.

Über den Paß fahren wir in Richtung Gordons Bay, damit wir in Richtung Hermanus die Küstenstraßen nehmen können. Die Strecke ist atemberaubend und der kleine Schwenker ist lohnenswert, da man sich so am Meer bewegt und nicht über die Berge. Außerdem kann man auch in Bettys Bay noch eine Pinguin Kolonie besuchen. Zum Sundowner sind wir in Hermanus am Meer und checken danach im Guesthouse ein.

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Planung DERTOUR 4. Tag: Hermanus

Heute haben Sie den ganzen Tag Zeit, um das historische Fischerdorf Hermanus zur erkunden. Während der Walbeobachtungszeit von Juli-Nov. ruft ein „Walausrufer“ die ankommenden Wale aus. Einen Abstecher wert ist das nostalgische kleine Dorf Stanford, an der Straße nach Gansbaai, rund 10 km nordöstlich von Hermanus. Hier scheint die Zeit stehengeblieben zu sein. Liebevoll restaurierte Häuser im viktorianischen Stil und gemütliche kleine Restaurants. Rückkehr nach Hermanus. Übernachtung.
Übernachtung Superior:Francolinhof Guesthouse 4 Sterne

Unser Erlebnis:

Francolinhof Guesthouse ist am Berg gelegen und bietet einen herrlichen Blick über die Bucht und die Berge. Das Haus ist sehr gepflegt und das zeigt sich auch in den Zimmern und beim Frühstück. Wir sind rundum zufrieden. Das Bett ist groß und bequem; das Duschwasser heiß und die Handtücher sauber. Das Frühstück ist eine Mischung aus Buffet und persönlichen Wünschen. Der Empfang klappt reibungslos und die Gastgeber sind sehr herzlich.

Wir nutzen den Tag für einen Ausflug nach Gansbaai/ De Kelders. Hier machen wir einen Bootsausflug mit Dyer Island Tours zu den Robben und bekommen auch Haie zu sehen. Den Nachmittag verbringen wir im Stanford Hills Estate und genießen dort das leckere Essen und den hauseigenen Wein.

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Planung DERTOUR 5. Tag: Hermanus – Plettenberg Bay

Fahrt Richtung Osten entlang der Gartenroute, vorbei an Mossel Bay, George, Wilderness und Knysna nach Plettenberg Bay. 2 Übernachtungen im Hotel. Ca. 450 km
Übernachtung Superior: Laird’s Lodge Country Estate 4 Sterne

Unser Erlebnis:

Francolinhof Guesthouse verlassen wir am Morgen nach einem leckeren Frühstück. Der Check out klappt wie erwartet reibungslos. Wir fahren in Richtung Knysna und besuchen dort den Knysna Elephant Park. Ein riesiges Erlebnis dort Elefanten ganz nah zu begegnen. Das Guesthouse „Laird’s Lodge“ liegt von der Hauptstraße aus gesehen fast gegenüber des Parks. Bilder zur Unterkunft gibt es auf meiner Flickr Seite im LINK.

Die Unterkunft ist umwerfend! Die Laird’s Lodge hat einen exzellenten Service den man wirklich als herausragend bezeichnen kann. Das Essen in der Lodge ist auf Sterne-Niveau, ebenso das äußerst, zuvorkommende Personal. Die Räumlichkeiten sind großzügig gestaltet mit Wohnzimmer, Schlafzimmer und zwei Bädern mit Dusche.P1090670

Planung DERTOUR 6. Tag: Plettenberg Bay

Erkunden Sie heute Knysna und Plettenberg Bay. Besuchen Sie die Knysna Oyster Company, machen Sie einen Ausflug zu den „Knysna Heads“ oder unternehmen Sie eine Bootsfahrt in der Lagune von Knysna (fakultativ).

Unser Erlebnis:

Nach einem der besten Frühstücke unserer gesamten Reise führt uns der Tagesausflug in den Tsitsikama NP wo wir spazieren gehen und die Landschaft für uns entdecken. Am Nachmittag sind wir mutig und gehen Ziplinen bei „Ceres Zip Slide Adventure„. Ein riesen Erlebnis, da diese Zipline über den Canyon führt und ihn mehrfach überquert! Den Abend verbringen wir wieder in der Laird’s Lodge, da das Essen hier einfach großartig ist.
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Planung DERTOUR 7. Tag: Plettenberg Bay – Amakhala Priv. Game Reserve

Fahrt in Richtung Port Elizabeth in die Region um Addo. Nach Ankunft in Ihrer Lodge unternehmen Sie am frühen Nachmittag eine Wildbeobachtungsfahrt im offenen Safarifahrzeug. Rückkehr zum Abendessen. 2 Übernachtungen in der gebuchten Lodge. Ca. 300 km
Übernachtung Superior: Amakhala Safari Lodge 4 Sterne (inkl. 1 Wildbeobachtung pro Tag)

Unser Erlebnis:

Check out und Abrechnung in der Laird’s Lodge klappen hervorragend und auch das Frühstück ist wieder exzellent. Wir fahren über Prince Albert, den Swartbergpass und Outshorn in Richtung Amakhala. Wir nehmen uns Zeit die Ort trotz der langen Strecke ein Stück weit für uns zu entdecken. Es lohnt sich also deshalb an diesem Tag früh aufzustehen.
Amakhala ist gut zu finden, aber für die Nachmittagsausfahrt kommen wir (bewußt) zu spät an, da wir die Strecke genießen wollten.

In der Amakhala Safari Lodge bewohnen wir eines der Luxus Cottages, die diesen Namen auch verdient hat. Der Check In klappt reibungslos und es gibt ein Willkommensgetränk. Die großzügigen Räumlichkeiten sind im afrikanischen Stil eingerichtet. Ein Kingzisebett, eine Couch und eine eigene Außenterasse mit Whirlpool laden zum Verweilen ein. Das Bad hat eine Außendusche (Heißwasser) und eine Badewanne. Bettwäsche und Handtücher sind ausreichend vorhanden und sauber. Ebenso die Räumlichkeiten. Den Abend verbringen wir beim gemeinsamen Braai mit anderen Gästen der Lodge. Das Essen ist exzellent. Die Nacht im Cottage ist ruhig und erholsam.

Planung DERTOUR 8. Tag: Auf den Spuren der Big Five

Am Nachmittag erleben Sie die Höhepunkte der afrikanischen Wildnis während einer Wildbeobachtungsfahrt im offenen Safarifahrzeug. Am Abend kehren Sie zu Ihrer Unterkunft zurück zum Abendessen. (inkl. Wildbeobachtungen)

Unser Erlebnis:

Früh Morgens starten wir zum Game Drive mit einer Gruppe von noch 4 anderen Reisenden. Der Guide ist geschult und die Ausfahrt gestaltet sich spannend. Wir bekommen viele Tiere zu sehen und genießen unsere „Safari“. Gegen 10 Uhr gibt es das große Frühstücksbuffet und bis gegen 14 Uhr hat man Zeit zum Genießen in der Lodge. Egal ob am Gemeinschaftspool oder ganz privat in seinem Cottage. Das Mittagessen ist hervorragend und nach einer Pause geht es am Nachmittag bis gegen 20 Uhr wieder auf Safari mit ebenso schönen Erlebnisse wie am Morgen. Das Abendessen ist wieder ausgewählt und wirklich exzellent.
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Planung DERTOUR 9. Tag: Amakhala – Port Elizabeth

Morgens Wildbeobachtungen. Fahrt zum Flughafen Port Elizabeth. Rückgabe des Mietwagens und Ende der Mietwagenreise. Ca. 80 km

Unser Erlebnis:

Wie bereits am Tag davor stehen wir zeitig auf, genießen den Kaffe und gehen auf Tierbeobachtung. Auch hier sind wir wieder sehr zufrieden mit der Qualität und dem Guide. Nach einer Stärkung am Frühstücksbuffet checken wir aus. Zu unserer Überraschung sind alle Mahlzeiten und Getränke mit eingeschlossen.

Nach ca. einstündiger Fahrt erreichen wir den Flughafen in Port Elisabeth. Wir finden gleich die Tankstelle und die Mietwagenfirma. Die Rückgabe des Fahrzeugs klappt zu unserere vollsten Zufriedenheit.

FAZIT:

Wir waren überrascht wie hervorragend unsere vorgebuchte „Cape in Style“ Tour geklappt hat. Bisher war ich nur selbstorganisiert in Südafrika und hatte Bedenken, dass die Flexibilität leidet. ABER wir hatten genügend Freiraum zur eigenen Gestaltung und haben durch die Vorbuchungen der Zimmer sogar noch Zeit gespart. Alles war hervorragend ausgesucht und überzeugte – von der Übergabe der Unterlagen, über die Autovermietung bis hin zu den Unterkünfen. Auch hier waren wir rundum zufrieden und sehr überrascht über den hohen Service, das gute Essen und die schönen Räumlichkeiten. Wir würden diese Tour auch anderen Reisenden empfehlen.

 

 

Vegetarische Restaurants in Kapstadt – Dein Guide!

Viele Reisende die sich vegetarisch ernähren stehen unterwegs vor dem Problem, kein geeignetes Restaurant zu kennen. Meine Guide für deinen Trip nach Kapstadt soll dir helfen, eine Liste mit geeigneten Plätzen an der Hand zu haben:image-2016-05-13(7)

Vegetarische Restaurants in der Citybowl

Elixir Café, Bree Street

Adresse: 120 Bree Street, Cape Town
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 6:30 to 15:30, Samstag 8:00 to 15:30
Durschnittspreis: R30 bis R40
Website: Elixir Café on Facebook

Plant, Buiten Street

Adresse: 8 Buiten Street, Cape Town (corner Loop Street)
Öffnungszeiten: Montags 10:00 bis 17:00, Dienstag bis Freitag 10:00 to 22:00, Samstags 09:00 bis 15:00
Durschnittspreis: R45 bis R75
Website: plantcafe.co.za

Sexy Food, Bree Street

Address: 190 Bree Street, Cape Town
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 08:00 to 17:00, Samstags 09:00 bis 14:00
Website: sexyfood.co.za

Raw and Roxy, Woodstock

Adresse: 300 Albert Road, Woodstock
Öffnungszeiten: Montag to Freitag 10:00 to 17:00, Samstags 10:00 to 16:00
Durschnittspreis: R40 bis R100
Website: Raw and Roxy on Facebook

Scheckter’s RAW, Sea Point

Adresse: 98 Regent Road, Sea Point
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 7:00 bis16:00
Durschnittspreis: R40 bis R70
Website: Scheckter’s RAW on Facebook

Vegetarisches Essen

Vegetarische Restaurants in den südlichen Stadtteilen

Govinda’s Food Cafe, Rondebosch

Adresse: Hare Krishna Temple, 17 St Andrew’s Road, Rondebosch
Öffnungszeiten: Mittwoch bist Sonntag 12:00 bis 18:00
Durschnittspreis: R40
Website: iskconcape.org.za

Maharajah, Rondebosch

Address: Fountain Square, Main Road, Rondebosch
Öffnungszeiten: Montag bis Samstag 11:00 bis 21:00
Durschnittspreis: R30 bis R60
Website: vegetarianfoods.co.za

O’Ways Teacafé, Claremont

Address: Heritage House, 20 Dreyer Street, Claremont
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 07:30 bis 17:00, Samstags 09:00 bis 14:00
Durschnittspreis: R55 bis R75
Website: oways.co.za

Portobello Road, Kenilworth

Address: 313 Main Road, Kenilworth
Öffnungszeiten: Dienstag to Freitag 9:30 bis 17:00, Samstags 9:30 bis 15:00
Durschnittspreis: R40 bis R60
Website: Portobello Road on Facebook

Vegetarisches Essen

Vegetarische Restaurants auf der Kaphalbinsel

Yoffi Falafel, Muizenberg

Address: Surfers Corner, Muizenberg
Öffnungszeiten: Montag bis Sunday 10:00 bis 18:00
Durschnittspreis: R20 bis R40
Contact: Tel 0843648466

Tibetan Tea House, Simon’s Town

Address: Sophea Gallery, 2 Harrington Road, Seaforth, Simon’s Town
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sunday 10:00 bis 17:00
Durschnittspreis: R30 bis R60
Website: Tibetan Tea House on Facebook


Hinweis: Eine Vielzahl der Restaurants in Kapstadt hat außerdem auch immer vegetarische Speisen in ihrer Karte. Wenn du noch ein empfehlenswertes Restaurant kennst, was hier nicht in der Liste ist, dann schreib mir gerne und ich nehme es in die Liste auf!

 

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