Amsterdam “Trip” − Auch Kiffen will gelernt sein

Bildschirmfoto 2015-07-23 um 11.50.23“Kiffen in Amsterdam, Beten in Rom und Hangover in Vegas” − steht es auf meiner Reise-to-do-Liste. Die etwas abgewandelte Form von “Eat, Pray, Love” also. Wobei ich den Anspruch habe, meine eigene, spannende Reise zu initiieren und kein Abklatsch zu sein. Ich habe also nun meine 3, 4, 5 Köfferchen ins Auto gepackt und bin nach Amsterdam gedüst. Weiterlesen

Parachuting in Kroatien – Die Perspektive ändert den Blick

Kroatien ist auch ein Paradies für Outdoor-Enthusiasten & Parachuting gehört definitiv dazu. Erfahre hier wie sich anfühlt über der Welt zu schweben und einen ganz anderen Blickwinkel zu haben.

So wie bei einer 6-jährigen Quengelbacke schreit es “Ich will auch! Ich will auch!“ – allerdings in meinem Kopf. Da kurz über der Bucht erspähe ich ein Motorboot und dahinter einen riesigen, sonnengelben Gleitschirm. Sofort verfestigt sich mein Wille, das auch unbedingt machen zu wollen. Fliegen ist für mich der Inbegriff von Freiheit. Bildschirmfoto 2015-06-16 um 16.20.01Nichts ist Schöner, als vom Wind getragen zu werden, den Kontakt zum Boden zu verlieren und die Welt von oben zu sehen. Das Gefühl, dass es keine Grenzen mehr gibt, die einen zurück halten. Das man jedes Ziel spielend erreichen kann und das nichts und niemand dazwischen steht. Ich liebe den Perspektivwechsel, den Blick über das große Ganze. Das Begreifen von Entfernungen und vor allem der Schönheit der Welt. Das macht den Reiz am Fliegen für mich aus. Und dabei spielt es kaum eine Rolle wie ich abhebe. Wobei ich Paragliden bevorzuge. Nicht der Thrill des freien Falls, sondern das Gleiten und das Erleben stehen im Vordergrund. Gedacht. Getan. Ich befinde mich auf einem kleinen Motorboot.Bildschirmfoto 2015-07-23 um 13.43.10Unter mir das glasklare Wasser, über mir das blau des Himmels und ich bald dazwischen. Die Freude steigt. Gekleidet in eine sexy orangene Schwimmweste, gezwängt in ein Gurt-System und in den Schirm geklingt stehe ich auf der Plattform des Bootes. Wir nehmen Geschwindigkeit auf. Rasen mit Speed über die Wellen. Das Wasser spritzt, als der Schirm gelöst wird. Kurze Atempause, vor freudiger Anspannung – in Erwartung dieses einen Moments. Die Sekunde, als der Schirm greift, mich nach oben zieht und meine Beine den Kontakt zum Grund verlieren. Ich fliege, ich fliege. Mein Herz springt, meine Moleküle applaudieren, die Hormone tanzen und ich bin glücklich. Überglücklich mit jedem Meter, der die Leine, die mich mit dem Boot verbindet, länger werden läßt. Über mir der knallgelbe Schirm, eingebettet in Himmelblau und Schäfchenwolkenweiß.Leni Parashuting

Unter mir die glitzernden Wellen des Mittelmeers. Ich schließe die Augen, breite die Arme aus, lasse der Phantasie freien Lauf: Wie ein Vogel gleite ich durch die Luft und werde vom Wind getragen. Ein erhabenes Gefühl, doch mit einem heftigen Ruck reißt es mich jäh aus meiner Vogelperspektiventraumwelt. Das Boot hat beschleunigt, schlägt Haken und mein Flugverhalten passt sich den Kurvenfahrten an. Das scheint Teil der Touristenbespaßung zu sein. Ich nehme es sportlich, winke dem Fotografen und mache den Ulk mit. Abkoppeln und weiterfliegen ist ja leider keine beachtenswerte Option. Bildschirmfoto 2015-06-16 um 16.15.15Wieder bewundere ich die Welt unter mir: die schroffe Steinküste, die malerischen Buchten, die vorgelagerten Inseln. Alles schon gesehen, aber nicht aus diesem Winkel. Die Perspektive ändert den Blick, heißt es. Und das nicht nur beim Fliegen. Ich sinniere über Weite, Größe und Entfernung bis weit hinter den Horizont. Unendlich weit scheint mir dieser entfernt. Kaum begreifbar, dass das Meer nicht endet, an seiner Kante. Dafür endet mein Flug. Die Leine, an der ich hänge, wird eingezogen. Meine Füße landen wieder auf dem Boden. Mein Herz schmerzt, meine Flügel hängen lahm. Wieder schließe ich die Augen, träume mich in dieses Gefühl zurück und spüre diesen Frieden in mir. Und das nehme ich mit von Bord. Das Gefühl, dass die Gedanken frei sind und fliegen können.

Bildschirmfoto 2015-06-16 um 15.55.26Mein Parashut-Flug startete in Cavtat (bei Dubrovnik) am Hafen. Hier gibt es eine Touristeninformation und auch jede Menge Anbieter für allerlei Aktivitäten in und ums Wasser. Einfach ein bißchen rumlaufen, die Anbieter kann man gar nicht übersehen. Und meistens geht es auch ganz spontan oder zumindest am nächsten Tag.
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Bären, Kurven, Knattern – Unterwegs mit dem Schneemobil in Schweden

So eine Schneemobil-Tour kann einem schon ganz schön was abverlangen. Welcher Thrill es wirklich ist erfährst du hier:

“Oh, oh, der Radius wird immer größer. Verdammter Mist. Das ist eine Kurväääää. Ich will keine Stadionrunde drehen. Los jetzt. Zieh endlich rüber!“
Immer weiter drifte ich aus der Spur und damit weg von meiner Gruppe.

Photo Credits Eva P.

Von den Leuten, die sich eben noch mit ihren Schneemobilen wie in einer Perlenkette aufgereiht, mit mir durch die Nacht geschlagen haben. Und offensichtlich das Fahrverhalten so eines Schneemobils besser beherrschen als ich. „Fräulein, reiß dich zusammen, das kann doch wohl jetzt nicht so schwer sein. Du hast einen Motorradführerschein, fährst Jet Ski und Quadbike. Vielleicht hätte ich ein paar Übungsdrifts mehr machen sollen“ schießt es mir durch den Kopf, als ich endlich wieder in der Spur bin.Photo Credits Eva P.Photo Credits Eva P.

Wir haben den zugefrorenen See verlassen, auf dem wir gestartet sind und bewegen uns jetzt auf schmalen Waldwegen immer tiefer hinein, in die schwedische Wildnis, rund um Arvidsjaur. Ich umklammere den Griff, mein Daumen presst sich auf den Gashebel, ich versuche der Gruppe zu folgen und verdammt noch Mal in der Spur zu bleiben. „Wie war das noch? Dahin gucken, wohin man lenken möchte.“ Aber ich sehe nur verflixt, mächtige Bäume!Schneemobil SchwedenNa, das kann ja heiter werden. Allerdings ist das nicht mein einziges Problem. Denn im Moment wird es nicht nur heiter, sondern auch noch heißer. Die beheizten Griffe sind auf -30 Grad Außentemperatur optimiert. Wir haben aber nur -8 Grad, was dazu führt, dass mir das Leder der Handschuhe unter den Fingern weg schmilzt. Wie um Himmels Willen dreht man das runter? Oder gibt dem Guide Lichthupe, damit der das abschaltet? image-2015-09-12(4)Aber mir bleibt keine Zeit zum Sinnieren. Die Gruppe heizt voraus und ich versuche mitzuhalten. Das Adrenalin schießt mir durch den ganzen Körper, das Blut pocht in den Adern und mein Herz schlägt bis zum Anschlag. Nur nicht den Anschluss verlieren, bloß nicht aus der Kurve driften, ja nicht am Anstieg umkippen und schon gar nicht an einem Baum hängen bleiben.image-2015-09-12(9)Der schmale Weg windet sich durch den Wald, über uns leuchten die Sterne und angestrahlt vom Licht des Scheinwerfers funkeln die Eiskristalle des Schnees ….. Es könnte fast romantisch sein, wäre das jetzt eine Schlittenhundetour und nicht ich allein, auf einem lärmenden, 125 PS starken und 200 kg schweren Schneemobil. Schneemobil SchwedenWir „donnern“ also weiter durch die Nacht und dabei zeigt die Tachonadel gerade mal 40km/h an.  Mir reicht das schon vollkommen und ich frage mich, wie die Waldbewohner diese nächtliche Ruhestörung so finden. Ich würde ganz schön doof gucken, wenn ich als Bär aus meiner Schneekuhle aufgeschreckt werden würde und eine Horde Wildgewordener auf ihren Spaßmobilen an mir vorbei knattert.image-2015-09-12(5)Wir erreichen eine Lichtung. Wieder einer dieser tausend tiefgefrorenen Seen, dessen Ausmaße im kargen Licht des Mondes gar nicht auszumachen sind. „Tobt Euch aus, fahrt die Kisten aus, drückt mal ordentlich drauf“ – lautet die Aufforderung an uns. Und kaum ist diese ausgesprochen, sehe ich nur mehr die Rücklichter meiner Gefährten. Schneemobil SchwedenUnd nach zögerlichem „Rumcruisen“, will auch ich es nun endlich wissen. Das Ding ist durchzugsstark und bissig. Ich katapultiere mich auf 80 km/h, es drückt mir das Wasser aus den Augen und ich habe Schweißperlen auf der Stirn. Aber was soll ich sagen: Leider geil!image-2015-09-12(8)

Bären-Kurven-Knattern-unterwegs-Schneemobil-Schweden

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