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Südamerika Tour – Devil’s Throat & Iguazú Wasserfälle

Für meinen Ausflug auf die argentinische Seite der Iguazú Wasserfälle habe ich mir einen Tour gebucht. Ich hatte einfach keine Lust auf lange Wartezeiten oder komplizierte Abläufe an der Grenze. Über mein Hostel auf der brasilianischen Seite habe ich mir den Ausflug organisiert. Der Start ist auf 9 Uhr angesetzt und gegen späten Nachmittag sollten wir wieder zurück sein.image-2015-12-18(9)Ich starte gerne gemütlich in den Tag, also habe ich mir den Wecker auf 7:30 Uhr gestellt. Zudem bin ich „deutsch“ und dazu gehört eben auch Pünktlichkeit wenn man an gemeinschaftlichen Ausflügen teilnimmt. Ich habe also genügend Zeit eingeplant die Sachen für den Tag zu packen, sich zurecht zu machen und auch noch in aller Ruhe zu frühstücken. Kurz vor 8 dann plötzlich der Schreck. Die Hostelmanagerin reißt die Tür auf und fragt wo ich sei, der Tourguide wartet. Ich stotter, dass ich ja noch jede Menge Zeit habe, da es doch gerade erst 8 Uhr ist und 9 Uhr ausgemacht war. Mit 9 Uhr habe ich völlig Recht. Nur nicht damit das es erst 8 Uhr ist! Die Uhr auf meinem Handy hat sich übers Wlan neu gestellt muss ich mit entsetzen feststellen. Immerhin geduscht bin ich und so werfe ich noch schnell meine Sachen in den Rucksack und starte ohne Frühstück und in völliger Hektik in den Tag.image-2015-12-18(8)Im Bus entschuldige ich mich für das Missgeschick bei den 4 Damen die ebenfalls die Tour gebucht haben. Wie sich raus stellt alles sind wir heute eine rein deutsche Gruppe mal abgesehen von unserem Guide. Wir tauschen Namen, Reise-Intension und Erfahrungsberichte. An der Grenze angekommen kümmert sich der Guide um die Formalien. Wir müssen nur den Pass abgeben. Für so Tagestrips mit Touranbieter gelten anscheinend eigene Regeln. Man will uns nicht sehen, es werden keine Formulare von uns ausgefüllt und Stempel gibt es auch keinen. Uns ist es Recht denn die Zeit nutze wir lieber intensiv zur Entdeckunstour an den Fällen.image-2015-12-18(12)Der Parkeingang auf der argentinischen Seite ist wesentlich schlichter gehalten. Unser Eintritt ist schon bezahlt und so geht es direkt auf den Trail (Trampelpfad) durch den Park. Nachdem ich gestern schon die brasilianische Seite besucht habe, kann ich mir kaum vorstellen, dass die argentinische so viel anders sein soll. Es sind ja die gleichen Fälle. Doch weit gefehlt.image-2015-12-18Mit erreichen des ersten Aussichtspunkts stockt mir der Atem. Hier auf der argentinischen Seite ist man viel näher dran an den Fällen, man begreift ihre Mächtigkeit und ihre beeindruckende Stärke viel intensiver. Der Rio Iguazu der Grenzfluss der sich hier ergießt hat derzeit durch starken Regen einen sehr hohen Wasserstand, was dazu führt, dass das Wasser sehr aufgewühlt und braun gefärbt ist. Ich hatte das ja am Vortag schon beobachtet. image-2015-12-18(6)Hier auf der argentinischen Seite wo man sich auf Stegen entlang der Fälle bewegt sieht man sehr genau, dass der Wasserpegel deutlich über normal steht. Die Bäume und Pflanzen stehen in vielen Teilen im Wasser und werden von dem reißenden Fluß umspült. Wir laufen durch den Nationalpark und immer wieder gibt der dichte Dschungel einen atemberaubenden Blick auf die Fälle frei. Bis zu 270 Wasserfälle gehören zu den Iguazu Fällen. Sie tragen Namen wie Zwillingsfälle, Adam, Eva oder El Diabolo (der Teufel).image-2015-12-18(11)Zum Teil stehe wir direkt über dem Abgrund und unter uns ergießt sich das Wasser in die Tiefe. Die Szenerie erinnert mich an den Pixar Streifen „Oben“, in dem auch Fälle in Südamerika gezeigt werden. Aber das hier ist kein Zeichentrickt, das ist real und so viel gewaltiger und großartiger als ich es mir ausgemalt hatte. Ich war nie ein riesen Wasserfall Jünger und fand bisher immer alle nur „ganz nett“, aber Iguazu verlangt mir Respekt ab.image-2015-12-18(20)Die Stege sind aus stabilem Gitternetz angelegt und man sieht das Wasser unter einem vorbei rauschen. Ich habe so meine Zweifel über die Konstruktion zu laufen. Wenn man sieht mit welcher unbändigen Kraft die Natur hier ihre Gewalt freisetzt und auch noch über das reißende Wasser läuft, dann ist es schwer an die Stabilität von Brücken zu glauben. image-2015-12-18(5)Zumal unser Guide auch noch erzählt, dass eine Brückenkonstruktion mal weggerissen wurde. Ich überlege mir in welche Richtung ich flüchten würde. Der kürzere Weg auf die Insel oder die lange Strecke bis ans Land? Kein schöner Gedanke. Ich versuche darauf zu vertrauen das der neue Steg stabiler konstruiert wurde.image-2015-12-18(1)Staunend stehen wir wieder alle an der Kante der Fälle. Keinen in der Gruppe lässt die Szenerie hier unberührt. Immerhin rauschen an uns gerade 7000 Liter Wasser in der Minute vorbei, stürzen sich bis zu 80 m in die Tiefe und gehen in einer Wolke feinster Wasserperlen auf. Die Gischt wird uns immer wieder auch um die Ohren gefegt.IguazuUnser Guide mahnt zur Eile als ich ihn nach einer Frühstückspause an einem der Shops frage. Mein hungriger Magen knurrt, da aber der untere Trail auf Grund der Wassermassen kurz vor der Schließung steht, bittet er mich noch etwas mit dem Essen zu warten. Wir steigen also hinab und stehen dann auch schon vor einer riesigen Wand aus Wasser. IguazuOhne Regencape ist man hier innerhalb von einer Minute komplett geduscht. Ich traue mich bis vor an die Kante und hier nutzt auch das Cape nicht mehr viel. Meine Schuhe laufen voll Wasser, die Kaputze weht es nach hinten und die Dusche ist perfekt. Es ist warm und so macht mir diese Abkühlung nicht viel aus. Der Rest der Gruppe wartet in sicherem Abstand und bestaunt aus der Ferne, was ich ganz nah erlebe.image-2015-12-18(10)Hier ganz in der ersten Reihe direkt unterhalb der Fälle ist die pure Kraft dieses Ortes spürbar. Hier erlebt man die Ureinergie die unseren Planeten formte und bis heute zeichnet. Das Donnern des Wassers ist so laut, dass man nichts anderes mehr wahr nimmt.Iguazu

Kurz schließe ich die Augen um die Gefühle die dieser Ort auslöst zu intensivieren. Um alles ganz bewusst wahr zu nehmen. Von dem Wind und der aufgewirbelten Feuchtigkeit die mir um die Nase pfeifen, über das ohrenbetäubende Niederdonnern des Wassers bis hin eben zu der Kraft dieses Ortes. Ein sagenhafter Ort und ich kann mir sehr gut vorstellen welche Ehrfurcht die Menschen seit Generationen vor diesen Fällen haben. Nicht umsonst heißen sie „großes Wasser“.

image-2015-12-18(17)Nach meinem kurzen Moment als Teil des Schauspiels zieht es mich ins Trockene zurück und wir steigen wieder hinauf zum Restplatz mit den Restaurants. Hier werden wir von einer Familie von Waschbären überrascht. Wie schon am Vortag begeistern mich die Jungtiere. Sie rumtollen zu sehen erweicht einfach jedes Herz.image-2015-12-18(13)Als nächstes steht für uns die Zugfahrt durch den Park zum sagenumwogenen Fall „Devil’s Throat“ an. Die Teufelsschlucht soll das Highlight der Fälle sein. Ich genieße aber erstmal die Bummelbahn. Unser Guide kommt seit 15 Jahren hier her und ist inzwischen ein Fuchs im Wissen um die besten Aussichtspunkte oder Sitzplätze in der Bahn. Auf dem Hinweg hinten und auf dem Rückweg vorne, so ist man den anderen Touristen immer einen Schritt voraus.image-2015-12-18(18)Die Bahn schlängelt sich am Fluss entlang und in dem Tempo in dem sie sich bewegt könnte man gut und gerne nebenher joggen. Aber genau das macht auch das Erlebnis aus. Und so genießt jede Einzelne von uns diese kurze Fahrt. Zumal wir auch froh sind mal nicht im Laufschritt durch den Park zu hechten, nach dem Mittag einen Pause zu haben und hier etwas Erholung zu finden.image-2015-12-18(19)Nach der Zugfahrt geht es über Laufstege wieder über den Fluss. Wieder steht man direkt über den reißenden Wassermassen, begreift man die ungezähmte Natur und ihre wilde Schönheit. Am Ende des Stegs ist eine Art Insel angelegt und erst als wir diese Plattform betreten stockt uns gemeinschaftlich der Atem.IguazuWie in einem riesigen Schlund (deshalb auch Devil’s Throat) scheint der sich ergießende Wasserfall hier im Nichts zu verschwinden. Die Fälle sind hier so gewaltig, dass das Wasser zu explodieren scheint und sich riesige, einer Staubwolke ähnliche Luftwassergemische bilden. IguazuImmer wieder steigen diese nach oben und peitschen uns als kalter Regen entgegen. Ein gewaltiges Schauspiel. Gefesselt stehe ich am Abgrund und versuche zu erfassen, welche Naturgewalten hier freigesetzt werden. Die Natur ist hier so intensiv, so spektakulär und so unbeugsam, dass mir schlagartig wieder bewusst wird, wie nichtig ein Mensch doch dagegen ist.image-2015-12-18(21)Niemand der hier aus welchem Grund auch immer und auf welche Art auch immer im Wasser schwamm konnte sich je retten, erklärt unser Guide. Anders als bei den Niagarafällen war auch noch niemand so irre sich hier in einem Holzfass in die Tiere zu stürzen. Ich kann mir nur allzu gut ausmalen, dass man hier keine Überlebenschance hätte. Der Name El Diabolo kommt nicht von irgendwo her. Wieder kostet es mich Überwindung über den Steg zurück zu laufen. Ganz besonders wenn man die Reste des alten Stegs sieht und eben noch diese Urgewalt erlebt hat.


Aber alles geht gut und auf der Rückfahrt mit der Bummelbahn ist jede von uns Mädels geradezu geflashed und wir sind uns einig, dass die argentinische Seite definitiv die Spektakulärere ist. So schön der Panoramablick von Brasilien aus war, diese Vorführung hier ist nicht zu toppen.image-2015-12-18(22)Todmüde geht es zurück ins Hostel und ich finde auch mich bestätigt in der Aussage der Hostelmanagerin, dass die Fälle müde machen. Als ich um 8 Uhr schon wieder im Bett liege, brauche ich mich über das Kopfschütteln meiner Zimmermitbewohnerin echt nicht wundern. Mir ist´s egal. Ich muss dieses Erlebnis erst mal sacken lassen, so beeindruckend war es. Noch dazu nutze ich lieber die Tage zum Entdecken als mir die Nacht in Bars um die Ohren zu schlagen.

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4 Wochen. 4 Länder. 5 Stationen. Solo-Tour in Südamerika!

Ich habe wie eigentlich immer keine Lust auf Weihnachten, Familie und Geschenke. Ich will reisen, entdecken und unterwegs sein. Also Flüge gebucht und ab ins südliche Südamerika. Der Plan: 4 Wochen. 4 Länder. 5 Stationen. Ich möchte Backpack allein als Frau durch Brasilien, Paraguay, Argentinien & Uruguay reisen und einen Ex-Präsidenten treffen.

Meine Familie, mein Partner und meine Freunde sind „begeistert“. Wieder lasse ich mich Weihnachten nicht blicken und verkrümel mich lieber. Ich habe einfach keine Lust mehr auf  „Weihnachten“. Wie jedes Jahr geht der Terror-Kommerz direkt im September schon los. Man wird auf allen Kanälen bombardiert und zum Einkaufen genötigt, als sei das der einzige Sinn hinter diesem Fest. Nein, ich will nur noch weg sein zu dieser Zeit. Auch wenn das in meinem Umfeld eigentlich niemand so recht akzeptieren will. Sei es drum. Es ist gebucht und ich starte am 10.12.15 zu meinem Solo-Trip durch Südamerika!

Solo-Tour-Planung – so sieht sie derzeit aus:

SoloTour -INTEXTBILD-

BRASILIEN – Iguazú-Wasserfälle

Die erste Station meiner Weihnachtsreise sind die Iguazú-Wasserfälle in Brasilien und Argentinien. Hier werde ich in der Nacht zum 11.12.15 ankommen. Die Wasserfälle die ich hier besuchen möchte sind wesentlich breiter als die Victoria-Fälle, höher als die berühmten Niagara-Fälle und wohl auch wesentlich beeindruckender. Die Iguazú-Wasserfälle werden vom Flusses Iguaçu/Iguazú gespeist und verlaufen an der Grenze zwischen dem brasilianischen Bundesstaat Paraná und der argentinischen Provinz Misiones.

Iguazú in Zahlen:

Höhe: 195 m
Höhe: 82 m
Größte Stufe: 82 m
Anzahl der Stufen: 275
Durchfluss: 1.756 m³/s

Der Panoramablick macht schon mal Lust!

PARAGUAY

Nach 2 Tagen Erkundungstour der Fälle von Argentinien und Brasilien aus, geht es für mich mit dem Bus weiter in Richtung Asunción, der Hauptstadt von Paraguay. Die Stadt gilt auf Grund ihrer vielen Gärten und Parks als die grünste Stadt der Welt. Das Land besticht in der Hauptsache damit, dass man hier noch das authentische Südamerika findet, aber auch mit seinen Gegensätzen! Von hochtechnisiert bis absolut ländlich ist alles drin. Fest gebucht habe ich nur 2 Nächte im El Nomadá Hostel in der Hauptstadt. Danach lasse ich mich treiben und höre mich um, was andere Backpacker im Hostel empfehlen.

ARGENTINIEN

Hauptziel ist hier ganz klar Buenos Aires. Allerdings sind es von Asuncion bis in die Haupstadt Argentiniens auch 18h Busfahrt. Respekt habe ich vor so einer langen Fahrt. Besonders weil man in den Bussen schnell krank wird, da man auf Tiefkühlkost-Niveau runter gekühlt wird. Wahrscheinlich werde ich diese Fahrt splitten und irgendwo rund um Santa Fe noch einen Zwischenstop einlegen. Am 23.12.15 hoffe ich dann vor Ort zu sein und bei meiner Airbnb Gastgeberin einziehen. Eine ganz liebe Dame mit der ich übers Internet Kontakt hatte und die mich direkt eingeladen hat mit ihr und ihrer Familie Weihnachten und Silvester zu feiern. Die Tage in Buenos Aires möchte ich einfach mit der Kamera rumlaufen, in hübschen Cafés verbringen, mit Menschen in Kontakt kommen, Tango tanzen und die Stadt und ihr Flair in mich aufsaugen.

image-2015-12-03(4)URUGUAY

Wie ich am 1. Januar 2016 von Buenos Aires nach Montevideo kommen werde, weiß ich ehrlich gesagt noch nicht. Soweit ich es mitbekommen habe, steht das öffentliche Leben da still. Normal gibt es Busverbindungen oder Boote ins Nachbarland. Ich checke das, wenn ich vor Ort bin und frage meine Gast-Mama um Rat. Auch in Montevideo bin ich wieder in einem Hostel untergebracht und ich habe vor bis zum 04.01. zu bleiben.

Mein Traum wäre den ehemaligen Präsidenten des Landes zu treffen. José Mujica ist eine Inspiration für mich und mein Vorbild. Man nennt ihn auch den ärmsten Präsidenten der Welt, weil er 550.000 $ von seinem Gehalt gespendet hat. Wegen ihm kam ich überhaupt erst auf die Idee diese Reise anzutreten. Ich weiß, es klingt einfältig einen Präsidenten treffen zu wollen, aber hey ich hab noch Träume! Die Anfrage bei der Sekretärin läuft, aber man hat mich schon auf die Urlaubszeit hingewiesen. Ich vertraue hier einfach mal auf Gott, auf das Universum und mein Glück. Und danke allen, die mich bei diesem Vorhaben unterstützen!

Mir bleiben dann noch weiter 6 Tage in Uruguay. Ich will mich ans Meer durchschlagen und hoffe dort noch unberührte Natur und schöne Parks zu finden. Zu der Zeit ist allerdings Hochsaison in dem Land und jeder Winkel soll überbevölkert sein. Auch ist noch nicht klar, ob mich die Busse mitnehmen, denn auch diese werden gut ausgebucht sein.

BRASILIEN – PORTO ALLEGRE

Für den 10.01. habe ich mir wieder über Airbnb eine günstiges Zimmer in Porto Allegre gesucht. Ganz in der Nähe vom Flughafen, da am 12.10 mein Flieger ganz in der Früh startet und ich nicht lange durch die Stadt gurken will. Auch habe ich hier etwas Zeitpuffer eingebaut, falls es mit den Bussen aus Uruguay doch nicht so ideal klappt, wie erhofft. Das Flußufer hier soll sehr schön sein, also werde ich dort spazieren gehen und noch mal den Urlaub Revue passieren lassen.

IMG-20140306-WA0000Die emotionale Seite:

Ganz anders sieht die Gefühlswelt aus. Zwar habe ich keine Angst vor der Reise, aber großen Respekt ganz sicher. Immerhin ich bin alleine als Frau ohne große Sprachkenntnisse unterwegs. Ich roadtrippe nicht, sondern muss mich drauf verlassen, dass es mit den Bussen klappt und ich nach Ankunft die Unterkünfte immer finde. Besonders wenn ich nachts ankomme. Hier vertraue ich auf mein Nokia Handy, was Navigation ohne Internet schon integriert hat. Bisher hat mir das in fast allen Ländern (außer Honduras wo es keine Sateliten gibt) immer sicher ans Ziel geführt. Darauf hoffe ich auch diesmal.

Auch in ein Taxi steigt man nachts als Frau alleine nicht so gerne. Weibliche Taxifahrer sind rar und einem Mann so ausgeliefert sein, das vermeide ich so es geht. Aber ich vertraue darauf das auch hier alles gut geht. Ich bin ja nicht ganz unerfahren und hoffe das mir das zu Gute kommt.

Natürlich wird es komisch sein, wieder alleine unterwegs zu sein. Auch das bin ich nach ein paar Urlauben mit Partner nicht mehr gewohnt. Die Sicherheit die ein Reisepartner mitbringt hat man ganz einfach nicht, wenn man alleine reist.

Meine Erfahrung nach jeder Reise war eigentlich, dass man sich an die Regeln halten muss um sicher zu reisen. Das man nicht blauäugig sein sollte und sich für Notsituationen ein Backup schaffen sollte. Alle diese Vorkehrungen haben mir bisher geholfen sicher zu reisen und ich vertraue darauf, dass es auch diesmal wieder so ist.

Also: ANGST – NEIN! RESPEKT – JA!

Zur weiteren Vorbereitung:

Gepäck: Ich reise in der Hauptsache mit dem Bus, laufe dann zu den Unterkünften. Deshalb habe ich mich klassisch für einen Rucksack entschieden. Ich habe meinen bei Decathlon gefunden, weil ich eine günstige Variante speziell auf Frauen zugeschnitten gesucht habe. Hier sollte jeder für sich testen und anhand der Bedürfnisse und des Budgets für sich festlegen, was gut zu einem paßt.

Ich nehme nur die nötigsten Sachen mit, weil ich keine Lust habe einen viel zu schweren und vollgepackten Rucksack rumzuschleppen. Was daheim bleibt sind Schmuck, Make up, hübsche Schuhchen und sonstige „Luxusartikel„. Was mit darf ist das Netbook, die Kamera-Ausrüstung, 1x Flip Flops, 1x leichte Treckingschuhe, Handtuch, warme Kleidung für unterkühlte Busse und ein Hut als Sonnenschutz. Natürlich auch Medikamente, Sonnenschutz und Ungezieferabwehr.

Dokumente: Ich habe Kopien meiner Unterlagen dabei und sie zusätzlich auf meiner Cloud abgelegt. Im Notfall habe ich so Zugriff und kann mich schnell bei Polizei und Behörden ausweisen. Meine Flug und Unterkunftsbuchungen inkl. Anschriften, Wegbeschreibung & Rufnummern habe ich in einer Excell-Liste zusammengefaßt. Diese hilft mir, bei so einem langen Trip die Übersicht zu behalten. Parallel bekommt sie meine Familie, damit sie nachvollziehen können, wann ich wo sein werde. Siehe auch die Anleitung im LINK.image-2015-12-03(1)Geld: Ich habe brasilianische Real für die erste Station dabei und noch rund 100 Dollar für den Notfall. Nach den Grenzübertritten hole ich mir Bargeld am Automaten. Ich habe sowohl die Master als auch die Visa-Card dabei, weil auch hier die Erfahrung gezeigt hat, dass oft 1 Bezahlsystem nicht funktioniert.

Visa: Visas braucht man für keines dieser Länder. Wohl aber muß man die Einreisedokumente für jeden Grenzübertritt peinlichst genau ausfüllen und sich seinen Paß abstempeln lassen. Gerade bei IGUAZU fahren die Busser gerne am Grenzübergang vorbei und auf der Rückreise zahlt man Strafe. Siehe auch LINK.

Navigation: Meine Erfahrung der letzten Jahre hat gezeigt, dass Internetverbindungen auf Reisen und besonders in abgelegenen Gebieten nicht funktioniert. Deshalb habe ich ein Handy was offline Navigation ermöglicht. Ich habe vorab alle Karten runtergeladen und alle Adressen eingespeichert, die ich ansteuern will. Im W-Lan funktioniert eine Unterkunfssuche besser, als unterwegs auf der Straße nur mit der Adresse.

Mobilfunk: Ich habe zwei Handys dabei. Ein billiges, was ich „abgebe“ wenn ich ausgeraubt werde und mein normales Handy, was ich auch zur Navigation nutze. Ich werde mir in Argentinien eine SimCard holen um auch im Land selbst telefonieren zu können. Hier bin ich die meiste Zeit und deshalb macht es da besonderen Sinn.

Reiseführer: Mein Lonely Planet Südamerika ist meine Reise-Bibel. Als Pauschaltourist habe ich „LP“ nie verstanden. Wenn man auf Insiderwissen wie Busverbindungen, Tipps & Sicherheitsanweisungen aber angewiesen ist, dann ist er gold wert. Er wird trotz seines Gewichts mein Begleiter sein. Mein eBookReader nehme ich diesmal als Reiseführer nicht mit. Die Suche im digitalen Nachschlagewerk hat mich in Namibia schier irre gemacht. 1000 Suchergebnisse für eine Anfrage. Da blätter ich lieber wieder.

Weihnachten anders, aber nicht ohne Spirit!

Ja, bei mir läuft Weihachten anders, aber warum es nicht ohne Spirit läuft und was sich noch hinter dieser Reise verbirgt verrate ich hier im LINK.

Kompromiss? Aber natürlich!

Mein Freund und ich reisen nach meinem Solo-Trip auch noch gemeinsam durch Bolivien, Chile und Peru. Diese Lösung war ein Kompromiss, weil er gerne mit Familie feiern wollte und ich gerne flüchte. Im Januar beginnt unser gemeinsamer Backpacktrip!


Ich hoffe du begleitest mich auf meiner Solo-Tour durch Südamerika – auf Instagram, Facebook, Twitter oder eben hier!

In diesem Sinne: #get up & travel!