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Simons Town Hafen entdecken

Dein Guide das malerische Simon’s Town in Südafrika zu entdecken

Simon’s Town ist ein malerscher, verschlafener Stadtteil Kapstadts und einer der ältesten Orte des Landes. Was es hier zu entdecken gibt und warum ich diesen Flecken Erde so liebe, verrate ich dir hier in meinem kleinen Guide!

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Der Simon’s Town liegt etwa 35km vom Stadtkern Kapstadts entfernt. Der Ort liegt an der so genannten False Bay, einer Bucht an der Kaphalbinsel die auf Grund ihrer windgeschützen Lage zur Gründung der Siedlung beitrug.

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Das Wasser schimmert herrlich in allen Tönen von türkisblau und die Felsen im Meer geben dem Ort an manchen Stellen schon fast einen Seychellen-Touch. Diese Küste ist ein wundervoller Seelenschmeichler und manchmal entdeckt man hier sogar Meerjungfrauen.

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Wahrscheinlich wegen der frischen Wassertemperatur und der herrlichen Aussichten hat sich genau hier eine Kolonie Brillenpinguine angesiedelt, die den Ort zum Besuchermagnet machen lassen. Tausende von Touristen pilgern jedes Jahr an den beliebten Strandabschnitt „Boulders Beach“, um die Tiere hier erleben zu können. Aber neben den putzigen Tierchen hat der Ort noch viel mehr zu bieten. So besticht er mit pitoresken Bauten, im viktorianischen Stil, hervorragendem Essen und jeder Menge Vintage-Läden.

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Anreise

Seine Anreise nach Simon´s Town sollte man vielleicht sogar mit dem Zug von Kapstadt aus organisieren. Die Gleise sind in unmittelbarer Nähe zur Küste erbaut und die Anfahrt mit Blick auf die False Bay gestaltet sich deshalb zur reinsten Genussfahrt. Natürlich kann man auch mit dem Auto anreisen. Bewachte Parkmöglichkeiten gibt es auf der Hauptstraße, am Hafen und auch am Pinguinstrand ausreichend.

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Die Geschichte

Im Jahre 1687 veranlasste die Dutch East Indian Company, an dieser Stelle einen Hafen einzurichten. Begünstigt durch seine windgeschütze Lage bot es sich an, hier anzulanden, denn im Hafen von Kapstadt war es besonders im Winter, bei den starken Winden des „Nordeaster“ schwer zu ankern.

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Benannt wurde der neue Ort nach dem früheren Gouverneur Simon van der Stel. Die Siedlung, die um den Hafen entstanden war, war die dritte europäische Stadt des Landes. Im Jahre 1795 landeten die Briten in „Simonstad“ und starteten von hier ihren Übernahmefeldzug. Die britischen Einflüsse sieht man noch heute sehr deutlich in der kleinen Stadt.

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Aktivitäten Guide in Simon`s Town

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Für einen aktiven Start in den Tag gehört für mich immer auch ein gutes Frühstück und das in meinen Augen leckerste, gibts direkt an der Hauptstraße im „The Meeting Place“. Während unten ein Dekoladen tolle Interior-Ideen verkauft und super leckeren Kuchen anbietet, findet man oben im Restaurant bei schönem Wetter einen herrlichen Platz auf dem Balkon. Von hier aus kann man auf das Treiben im Hafen blicken, während man sein Frühstück genießt. An kalten Wintertagen wird übrigens auch der Kamin angeschmissen und man kann lauschig seinen Chai Latte, im wohlig Warmen schlürfen.

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Berühmtes Denkmal

Nur wenige Schritte vom „The Meetings Place“ entfernt findet ihr den Jubilee Square und auf ihm die Skulptur einer deutschen Dogge, welcher bei der Royal Navy formell als Vollmatrose geführt wurde. Damit war er der einzige Hund, der jemals eine solche Position bei der Royal Navy einnahm. Lest mal auf den Schildern nach, warum er diesen Status erhielt und wie sein Schicksal war! Hinweise dazu gibt es auch am Schild vorm Simon’s Town Museum and an seiner Grabstätte beim „Red Hill“. Eine echt rührende Geschichte. 

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Shopping

Wenn ihr schon auf dem Jubiläumsplatz seit, dann schaut euch hier die Handwerksarbeiten und Souvenirs an. Hier findet man Urlaubsandenken oft bedeutend günstiger als auf dem Green Market in Kapstadt. Verhandeln lohnt sich trotzdem immer. Wem die Auswahl hier nicht ausreicht, der findet direkt ums Eck noch einen kleinen Shop mit weiteren Souveniers.

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Entlang der wirklich hinreißenden Hauptstraße findet man eine ganze Reihe an Vintage-, Second-Hand-und Charity-Läden. Wer hier die Augen offen hält, der wird die ein oder ander Kuriosität finden und mit etwas Glück sogar noch zum Schnäppchenpreis. Nur bitte bedenkt, dass alles verschiffbar sein muss, wenn ihr hier eine Vitrine oder gleich ein ganzes Wochnzimmer ersteigert. Ich mag den alten Trödel und ganz besonders die Mode und den Schmuck von damals. Wer sich für Mineralien interessiert sollte die Zentrale von Scratch Patch besuchen. Für jeden Freund von Rosenquarz, Opal, Amethysten oder Quarze und Halbedelsteine fast schon ein Muss! Nehmt euch also etwas Zeit zum Bummeln. Der Partner darf sich derweil den Marinehafen von Simon´s Town ansehen, in der Hoffnung das gerade ein U-Boot der südafrikanischen Flotte anlandet. Übrigens ist Simon´s Town auch der größte Militärhafen Südafrikas.

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Audio-Guide-Tour

Wer mehr über die maritime Geschichte und die Traditionen von Simon´s Town erfahren möchte, dem empfehle ich einen Rundgang mit Audio-Guide. Via App aufs Handy geladen, könnt ihr der Stimme von „Local“ Maureen Miller folgen und erfahrt alles Wissenswerte über den Ort. Die Tour ist etwa 2km lang und dauert gemütliche 30min. Hier gehts zum Audio-Guide.

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Kirche und Mueeen

Ein Besuch im Admiralty House, das ursprünglich ein Privathaus war und aus dem Jahr 1814 stammt, ist ebenso einen Besuch wert wie die anderen Museen, so zum Beispiel das  „Simon’s Town Museum“ und das „South African Naval Museum“, welches Modelle von Schiffen zeigt sowie das Heritage Museum welches die Aspekte der muslimischen Gemeinschaft beleuchtet. Und auch die Kirche von Simon´s Town ist eine kleine Augenweide. Zwar innen sehr schlicht, aber von Außen ein echtes Juwel. Du findest sie, wenn du der Hauptstraße weiter folgst in Richtung Kap.

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Boulders Beach, der Pinguinstrand

Ganz ohne Frage ist Boulders Beach die Attraktion in Simon`s Town. Jährlich lockt dieser Strand, auf dem sich eine Kolonie von Brillenpinguinen niedergelassen hat, Menschen aus der ganzen Welt. Im abgesicherten Bereich kann man sich auf Holzwegen den Tieren nähern und sie beim Anlanden am Strand beobachten.

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Wer es etwas persönlicher mag und den Eintritt scheut, dem empfehle ich an der Haupstraße der Beschilderung „Golfplatz“ zu folgen und davor in Richtung Meer abzubiegen. Ganz am Ende dieser Gasse befindet sich auf der linken Seite ein kleiner Parkplatz und auf der rechten Seite ein unscheinbares Holzschiebetor. Früher war dieser Teil des Boulders Beach noch völlig frei zugänglich. Jetzt sind die Tiere auch hier etwas besser geschützt. In den Höhlen unter den Büschen könnt ihr sie beim Brüten beobachten. Aber bitte mit Respekt und Abstand.

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Wer total Pinguin-verrückt ist, der sollte sich allerdings nicht scheuen, den Eintritt für das kleine Schutzgebiet zu zahlen und damit gleich noch einen Beitrag zur Erhaltung der Art beitragen. Die drolligen Pinguine könnten nämlich ganz bald komplett aus Afrika verschwunden sein. Ihr Bestand ist laut neuesten Studien nämlich dramatisch eingebrochen. So gibt es inzwischen nur noch 10 000 Vögel von einst Millionen von Pinguinen.

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Wer sich nicht gescheut hat, einen kleinen Obulus an Eintritt zu zahlen, der sollte sich nach dem kleinen Strandabschnitt erkundigen, von wo aus man mit den Tieren sogar schwimmen gehen kann. So ein lustiger Frackträger taucht dann nämlich schon mal neben dir im Wasser auf.

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Kajaken mit Pinguinen

Ein bleibendes Erlebnis ist es auch, sich in Simon´s Town ein Kajak zu mieten und die malerischen Buchten vom Boot aus zu erkunden. Mit viel Glück taucht neben dir dann auch ein Pinguin auf oder ihr macht beide am gleichen Felsen rast und er sonnt sich neben dir. Kajaks gibt es direkt am kleinen Hafen zum Ausleihen. Unerfahrenen Paddlern, rate ich bei stärkerem Wind und Wellengang allerdings von dieser Tour ab. Seekajakfahren sollte doch vorher etwas gehübt sein. Wer mutig ist und sich ins eiskalte Wasser traut, der kann sich aber gleich noch die Schnorchelsachen mitnehmen und in die Kelpwälder abtauchen.

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Wasserspaß

Ja, der Atlantik ist bitterkalt, ich weiß. Aber wenn selbst ich es schon geschafft habe, hier in die Fluten zu tauchen, dann schafft es jeder! Zumal die Wassertemperaturen an der False Bay in den Sommermonaten ca. 2 bis 3 Grad höher sind als die in Kapstadt selbst. Badestellen gibt es in fast jeder Bucht in Simon`s Town. Mein Tipp, geht doch hier mal bei Vollmond schwimmen. Ein ganz besonders, prickelndes Erlebnis, wenn man nicht sieht, was so noch neben einem im Wasser schwimmt.

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Frischer Fisch

Südafrika ist natürlich auch das ultimative Land des Genusses und besonders für Gegenden am Meer heißt das ja auch immer, dass fangfrischer, leckerer Fisch serviert wird. Frischer als am Hafen direkt geht dann eigentlich schon gar nicht mehr. Mein Tipp ist daher das Restaurant Berthas“ direkt am kleinen Hafen von Simon´s Town.

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Ich liebe es hier auf die keinen Boote zu schauen, hin und wieder eine verirrte Robbe zu entdecken oder einfach nur mein Essen zu genießen. Von hieraus starten auch die Boots und Kajaktouren, falls du den Seemann in dir erwecken willst! Wer also nach einer Stärkung Mut gefaßt hat, kann direkt loslegen Simon´s Town auch vom Meer zu entdecken. Übrigens gibts bei Berthas“ auch Leckereien für Vegetarier oder Pastaliebhaber wie mich. Die Nudeln in Curry mit Chicken sind hier mein Lieblingsgericht. Mittags kann es hier auf der Terasse recht voll werden, also komm lieber etwas früher oder reservier dir einen Tisch unter: +27 21 786 2138.

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Schattenplätze

Wer nach einem üppigen Mahl lieber etwas ausrühen möchte, dem empfehle ich die schattigen Bäume unterhalb des Golfplatzes. Hier an den ramantischen Buchten läßt es sich herrlich chillen und entspannt den Nachmittag genießen. Aber pack dir auch unbedingt ein paar Cider (alkolische Apfelschorle) zur Abkühlung ein!

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Adrenalin pur

Du möchstest lieber noch etwas Action und den berühmten „Great-White-Shark“ also einen Hai sehen? In der Nähe der False Bay gibt es die Gelegenheit dazu und mit Firmen wie African Shark Eco Charters, Shark Explorers and Shark Expeditions Apex bist du gut beraten. Alle bieten eine Reihe von Hai-Tauch-Erlebnissen an, die vom Hafen in Simon’s Town starten. Ich bin persönlich kein Fan davon die Tiere anzufüttern und würde daher nicht in so einen Käfig steigen. Aber hier muss jeder für sich die Grenzen setzen. Besucht vorher also am Besten die Webseiten und macht euch selbst ein Bild, ob das was für euch ist: www.ultimate-animals.com | www.sharkexplorers.com | www.apexpredators.com

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Whale Watching

Ich erinnere mich, als wäre es gestern gewesen. Gleich auf meiner ersten Südafrika Reise im Oktober 2010 habe ich genau hier in Simon`s Town meine ersten Wale gesehen und war völlig aus dem Häuschen. Generell stehen zwischen Juli und November die Chancen gar nicht so schlecht, hier Meeressäuger zu Gesicht zu bekommen. Achte auf Fontänen, die aus dem Wasser schießen.

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Zimmer mit Meerblick

Ich empfehle jedem Kapstadtbesucher auch 1-2 Nächte auf dieser Seite der Stadt zu verbringen. Besonders wenn man kein Fan von hektischen Innenstädten ist, dann wird man die kleinen Vororte wie Kalk Bay oder St. Johns wirklich lieben. Wer sich in Simon´s Town ein Zimmer mietet, dem empfehle ich in jedem Fall auch Meerblick zu buchen. Wir haben die Nächte hier mit aufs Meer schauen verbracht und meine ersten Wale habe ich noch vorm Bett aus entdeckt. Es ist einfach traumhaft, hier aufzuwachen und direkt an einem der schönsten Flecken Kapstadts zu sein.

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Fazit

Simon’s Town mag auf den ersten Blick wie ein kleines Dorf anmuten, aber der Ort ist voller Geschichte und Charakter. Wer sich darauf einläßt, der wird hier ein kleines, glücklichmachendes Paradies finden. Auch abseits der Pinguine.

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Noch Fragen?

Hast du noch fragen oder hat dir hat mein kleiner Simon`s Town Ratgeber besonders gefallen? Dann lass mir doch bitte einen Kommentar da oder kontaktiere mich direkt, via Skype, FB Direktnachricht oder Kontakformular. Ich freue mich auf Nachricht von dir!

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Busfahren in Buenos Aires. So funktionierts!

Der beste Weg Buenos Aires kostengünstig und selbstbestimmt zu entdecken ist zu Fuß oder mit dem Bus. Doch Busfahren in einer fremden Stadt und dann vielleicht sogar noch ohne Sprachkenntnisse, kann leicht zur Hürde werden. Deshalb hier von mir ein paar gesammelte Erfahrungswerte, damit du diese wunderbare Metropole für dich kostengünstig entdecken kannst!IMG_3944
Buenos Aires hat ein hervorragendes Bussystem das bis in nahezu jeden Winkel der Stadt hervorragend funktioniert. Das macht es leicht diese Metropole für sich zu entdecken. Damit man die Busse benutzen kann, braucht man das Wissen rund um das so geannte Sube-System.IMG_3570
Im Bus bezahlt man nämlich nicht mit Geld sondern mit einer Guthabenkarte oder Coints (damit ist kein Kleingeld gemeldet). Wobei letztere eigentlich veraltet sind und oft auch gar keine funktionsfähigen Automaten mehr in den Bussen zu finden sind.IMG_3424
Du brauchst also in erster Linie eine Sube-Karte. Diese bekommst du an Bahnhöfen oder Kiosken (Kiosko genannt). In der Regel haben die entsprechenden Verkaufststellen das Sube-Logo erkennbar an der Außenfront.IMG_3765
Rechne dir aus, dass du am Tag wahrscheinlich mindestens 2 Fahrten brauchst, also 7 Peso. Dann mal der Anzahl der Tage plus ewas Puffer und du weißt, was du in etwa an Guthaben draufladen solltest. Beachte, dass es Sonntags schwer sein wird einen offenen Kiosk zum Wiederaufladen der Karte zu finden.IMG_3953
Ist deine Karte leer stehst du eventuell nachts in einem Virtel und kommst nicht weiter. Also immer etwas Puffer vorm Sonntag haben. Zur Not zu einem der Bahnhöfe laufen, die Verkaufsstellen da, haben am ehesten noch auf.IMG_4289
Bushaltestellen sind nicht immer als solche zu erkennen. Ganz wichtig ist hier, dass du auf die angeschriebene Nummer am Bushäuschen schaust. Ist deine Linie dort nicht angeschrieben, dann schau dir die Umgebung an.IMG_3436
Oft sind die anderen Haltestellen nur durch die Nummer an einem Pfahl markiert und ganze Buslängen vom eigentlichen Bushäuschen entfernt. Nur wo die entsprechende Nummer dran steht hält der Bus auch. IMG_3959Steht man an der falschen Stelle fährt er vorbei. Wer möchte das der Bus stoppt, der hebt die Hand als Signal für den Fahrer.IMG_3764
Beim Einstieg sagt man dem Faherer wohin man möchte. Als Tourist ist das oft nicht ganz so einfach, weil einem ja Stadtzentrum als Oberbegriff schon reicht. Dem Busfahrer aber nicht. Hier hat es mir geholfen grob den Finger auf eine Karte zu setzen und der Fahrer hat den Preis berechnet. Nachdem er also die entsprechende Eingabe an seinem Display gemacht hat, hälst du die Karte ans Lesegerät.IMG_3428Eine Fahrt kostet im Schnitt 3.50 Peso. Steigst du in einen anderen Bus um, so muss neu gezahlt werden, auch wenn du die Fahrt ins gleiche Virtel fortsetzt.IMG_3767
Willst du aussteigen, dann drück den Halteknopf oder stell dich so hin, dass der Fahrer dich sieht. Wenn du dir unsicher bist, frag höflich den Busfahrer. Außerhalb der Rush Hour und gerade nachts wird er dir ganz sicher immer helfen können.
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Busse fahren rund um die Uhr und mehr als 5 minuten mußte ich auch noch nie irgendwo auf einen Bus warten.IMG_3434
Übrigens kannst du deine Sube Karte auch im Zug zum Tigre-Delta und der Untergrundbahn verwenden.

Buenos Aires – Stadtrundfahrt aber günstig bitte!

Eine Stadtrundfahrt ist eine super Sache um einen ersten Eindruck von der zu entdeckenden Metropole zu bekommen. In manchen Städten ist dies allerings ein teures Vergnügen. So auch in Buenos Aires. Deshalb hier meine Tipps, wie du es schaffst günstig zu allen Sehenswürdigkeiten zu gelangen ohne dabei ausgenommen zu werden.IMG_3491
Wie in fast jeder großen, touristischen Stadt gibt es auch in Buenos Aires „Hop on. Hop off. Busse“ allerdings finde ich diese unverschämt teuer. Das Ticket gilt für 24 Stunden und hat zwei Preise. Den für Argentinier (260 Peso) und den für Ausländer. Diesses Ticket kostet dann gleich mal 390 Peso. Mit einem derzeigigen Umrechnungskurs also ca. 26 EUR bzw. 39 EUR. Im internationalen Vergleich wären 26 EUR ja noch ein „vertretbarer“ Preis. 39 EUR ist in meinen Augen für das Angebot aber eine Unverschämtheit.

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Denn die Touren bieten keinen Luxus der sie von anderen Städten abheben würde. Statt einem Tourguide bekommst du genauso nur einen Kopfhörer auf und erhälst vorher eingesprochene Informationen. An den jeweiligen Sehenswürdigkeiten kannst du aussteigen und diesse auf eigene Faust entdecken. Da es sich an den meisten angesteuerten Stationen ohnehin um Gebäude oder Parks handelt für die kein Eintritt fällig wird, ist auch hier der Preis nicht gerechtfertigt.
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Buenos Aires zu entdecken geht einfacher und wesentlich billiger mit den lokalen Bussen.

Eine Fahrt kostet hier im Schnitt 3.50 Peso. (35 Cent) Sprich für 39 EUR was eine Tour kostet könntest du satte 111 Mal den Bus benutzen und das nicht nur in 24h. Es rechnet sich also schlicht weg nicht.IMG_3434
Stadtpläne mit den Sehenswürdigkeiten die angesteuert werden erhälst du bei der Touristeninformation und kannst dich damit gut orientieren. Auch werden Audioguides dort angeboten. Wer sich auch dafür das Geld sparen möchte, der zieht den mitgebrachten Reiseführer zu Rate oder lädt sich ebenfalls kostenlos die Buenos Aires Guide App herunter. Die gibt es für Apple, Android und sogar für Windows Geräte im jeweiligen Appshop.

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So ausgerüstet fehlt dir nur noch die Buskarte, die du für Entdeckungstouren in der Stadt brauchen wirst. 1x mit Guthaben aufgeladen bringt sie dich mit Bussen und Straßenbahnen durch das gesamte städtische Verkehrsnetz.
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Wie du mit welchem Bus zu den jeweiligen Sehenswürdigkeiten gelangst verrate ich dir auch. Buenos Aires hat dazu eine hervorragende WEBSITE. Hier kannst du dir ganz einfach anzeigen lassen, welcher Bus wohin fährt. Das funktioniert über die eingabe der Adresse oder durch einfaches Punktesetzen auf der Karte. Sofort werden dir die veschiedensten Möglichkeiten angeboten die dich zu deinem Wunschziel bringen.IMG_3428
Optional gibt es an den großen Verkaufsstellen auch ein kleines Buch, in dem alle Straßen und die entsprechenden Busse verzeichnet sind. Außerdem sind die Busfahrer unglaublich freundlich und hilfsbereit. Finger auf die Sehenswürdigkeit und sie sagen dir, wo es langgeht. Probiers aus!IMG_3764
Solltest du dich doch für eine „organisierte“ Sightseeingtour interessieren findest du alle Informationen im LINK.#infoAlle Infos zum lokalen Busnetzt – von Buskarte, Verkaufsstellen & Gepflogenheiten – habe ich in einem gesonderten Blogpost zusammengesellt. Zum Artikel gelangst du durch klicken auf LINK.

SüdamerikaTour – Asunción Entdeckungstour

Ich bin zugegeben faul heute und warte auf das Auftauchen von Kira einer anderen Reisenden die mich mit in die Stadt nehmen wollte.image-2015-12-18(27)Wir trödeln bis Mittag im Hostel rum bis wir uns aufmachen das Zentrum der Stadt zu erobern.image-2015-12-18(29)Mit den typischen südamerikanischen und ziemlich runter gerockten, aber charmenten Bussen geht es in die Stadt. Hier zwischen den Hochhäusern gibt es immer noch diese ganz einfachen Häuser. image-2015-12-18(30)Zum Teil aus der Kolonialzeit und wunderbar restauriert. Während Kira sich mit einer Freundin trifft bummel ich durch die Straßen, stoppe in hübschen Cafés oder Parks.Am späten Nachmittag erkunde ich das Viertel rund um unser Hostel. Wieder finde ich historische Gebäude, aber auch den Justizpalast und die Favelas.image-2015-12-18(31)Das Armenviertel der Stadt. Zwischen Altstadt und Fluss in einem Grünstreifen gelegen breitet sich dieser Slum auch immer weiter in städtische Parks aus.Und obwohl ich weiß, dass die Menschen sich die Armut nicht aussuchen, ich werde nie verstehen, warum sie im Müll leben. Das Bild was sich hier bietet ist wieder nur entsetzlich. image-2015-12-18(28)Kinder spielen auf ausgedienten alten Matratzen inmitten eines Müllhaufens. Man kann arm sein wie man will, aber man kann auch hier seinen Dreck entsorgen anstatt ihn nur vor die Tür zu werfen. Die Müllabfuhr kommt auch hier vorbei. Ich hab keine Lust hier den direkten Weg zum Fluss zu nehmen und umlaufe die Favelas um zur Promenade zu gelangen. image-2015-12-18(35)Auf der anderen Seite des Ufers ist schon Argentinien und ich schätze dass man den Fluss durchschwimmen könnte um dahin zu gelangen. Ich lege mich auf eine Bank und genieße die wärmen Sonnenstrahlen, bevor ich mich erneut aufmachen die Stadt für mich zu entdecken.image-2015-12-18(32)Wieder fällt auf, wie nah arm und reich hier nebeneinander liegen. Zwischen brach liegenden Wohnhäusern, protzen Bankgebäude hervor oder locken schicken Boutiquen. Die meisten Läden sind allerdings eher spärlich besucht. Das einzige was ich konsumiere ist mein Abendbrot und während ich so an meinem Salat kaue, fängt es draußen an fürchterlich zu regnen. image-2015-12-18(33)Ich warte eine halbe Stunde bis das schlimmste abgeklungen ist und mache mich auf den Heimweg. Inzwischen dunkelt es draußen schon, aber ich fühle mich trotzdem nicht unsicher. Allerdings habe ich das Wetter falsch eingeschätzt und der Regen prasselt jetzt wieder mit voller Kraft auf mich ein. Keine 2 min und ich bin pitschnass bis auf die Haut. image-2015-12-16(9)Immerhin an diesem Abend gibt es keine Mücken:)

Schnorcheln für Blinde – Wie ich die Unterwasserwelt für mich entdeckte!

Ich werd verrückt, ist das toll! Wie ein Blinder, der das erste Mal sieht, fühle ich mich in dem Moment, als ich, das erste Mal im Leben mit Taucherbrille und Schnorchel abtauche. Klar, hab ich schon Tauchvideos gesehen, aber das war am Bildschirm. Das die Unterwasserwelt direkt neben dem Bootssteg schon so aufregend sein kann, dass hätte ich mir nie, niemals träumen lassen. Und auch nicht, wie es ist, sich mit Flossen im Meer, umgeben von bunten Fischen zu bewegen!Dani_tauchenHeute morgen noch, habe ich verträumt auf die Wellen geschaut und bin mit Anlauf ins Wasser gesprungen, nichts ahnend, das unter mir eine kompette Welt existiert. Ich bin den Fischen ja geradezu auf den Kopf gesprungen! Und jetzt, bewege ich mich schwebend und völlig geflascht in ihrem Reich. Jeden noch so kleinen, unscheinbaren Fisch kommentiere ich mit aufgeregten Gesten in Richtung meines Freundes. Ich gebe ihm ein Zeichen und wir tauchen auf.danispringtSo schnell wie ich los plappern möchte, bekomme ich den Schnorchel gar nicht aus dem Mund: „Hast du das gesehen? Da ist alles voller bunter Fische und der Eine sah aus wie Nemo!“ Daniel grinst mich an. Ephorisch wie ich, ist er allerdings nicht. „Das ist ganz normal.“ Geh erstmal richtig tauchen, das wird dich umhauen“ „Ach was, das ist doch schon der Oberhammer“, erwidere ich. Geradezu beleidigt, dass meine Begeisterung nicht nachempfunden wurde, stopfe ich mir den Schnorchel wieder in den Mund und verschwinde im türkisblauen Meer.Leni_schnorchelnLuftanhalten und so tief wie möglich in diese Welt eintauchen – denke ich mir, während ich mit starken Flossenschlägen in mein neues Zauberreich vordringe. Allein dieses Schwebengefühl ist berauschend! Es ist wie fliegen. Man hat den Kontakt zur Erde verloren, spürt kein Gewicht mehr und bewegt sich scheinbar mühelos durch Raum und Zeit. Und erst diese göttliche Ruhe. Alle Sinne sind jetzt auf „Sehen“ ausgerichtet. Ich möchte fast weinen, so hinreißend, bezaubernd und märchenhaft finde ich das, was meine Augen unter Wasser erblicken.Bildschirmfoto 2015-07-21 um 16.30.07Und das sind nicht nur all die Fische – hier auf Utila ist das Belize Barrier Reef, das zweit größte Korallenriff der Welt. Das all diese fabelhaften Korallen nur 50 m von meinem Schlafplatz entfernt sind, hätte ich mir nie träumen lassen. Und schon gar nicht, dass ich darin herumschnorcheln könnte! Ich stoppe meine Forwärtsbewegungen und fange an zu beobachten. Jetzt erst nehme ich bewußt wahr, wie Wellen und Strömung auf das Riff wirken, wie die Korallen sich im Wasser wiegen, als wären sie ein Blatt im Wind. Ist das schön! Und all die Farben. Ich kann mich gar nicht satt daran sehen.Bildschirmfoto 2015-07-21 um 17.13.06Plötzlich und völlig unerwartet ist da unter mir ein riesiger blauer Fisch. Gebannt starre ich ihn an. Ob er Angst vor mir hat? Ob ich vor ihm Angst haben sollte? Ich weiß ja eigentlich gar nichts über die Unterwasserwelt hier. Aber ich habe keine Angst. Alles wirkt so friedlich, so ruhig, so anmutig. Ich verharre in meiner Starre und sinniere weiter. Ich glaube ich verstehe jetzt, warum Taucher in Tiefenrausch verfallen und ihr Leben riskieren. Mir ist in diesem Moment alles egal, es könnte ein gefährliches Tier sein und ich würde nicht flüchten. Ich will diesen Moment nicht verlieren. Ich will in dieser für mich neuen Welt verharren. Ich will weiter schweben und ein Teil davon werden.Bildschirmfoto 2015-07-21 um 16.04.05Und in der nächsten Sekunde denke ich an meine Kamera. Ich brauche jetzt sofort meine Kamera. Ich will das hier alles filmen. Ich möchte das für immer festhalten! Die nächste Stunde verbringe ich also warmen Wasser der Karibik, beobachte, filme, schwimme und schwebe – ein wunderbarer Zustand und hätte die Sonne nicht das Meer geküßt, wäre ich wohl nie wieder aufgetaucht!Bildschirmfoto 2015-07-21 um 15.58.06Utila ist die perfekte Insel um Schnorcheln zu gehen oder um mit Tauchen anzufangen. Es gibt unzählige Tauchschulen und weltweit sollen Tauschscheine hier am günstigsten sein. Am besten einfach googeln und das für Euch richtige Angebot finden. Wer clever ist, findet Tauchschulen mit kostenloser Unterkunft und manchmal auch kostenlosem Bier. Wenn Ihr ohne Vorbuchung auf der Insel ankommt, werdet Ihr direkt am Schiffsanleger überhäuft mit solchen „Sonderangeboten“ und macht sicherlich auch noch ein Schnäppchen. Bildschirmfoto 2015-07-24 um 08.18.54ACHTUNG ist allerdings in der Hochsaison geboten, wenn ganz Nordamerika auf den BayIslands einfällt, dann könnte alles ausgebucht sein. Also einfach ein wenig informieren und recherchieren. Wer nur eine Unterkunft sucht, für den gilt im Prinzip das Gleiche. Unterkünfte bekommt man vor Ort problemlos, außer es ist Hauptsaison. Es gibt gemütliche Backbacker-Hostels, aber auch sehr günstige Unterkünfte direkt am Strand. Ich habe zur Vorbereitung und Buchung airbnb & booking.com benutzt.  Good luck & happy dive!