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Viva Wyndham V Samana Las-Terrenas GNTM Germanys Next Topmodel

Viva Wyndham V Samaná – Resort in tropischer Oase, Modelstrand & place to be

Du bist auf der Suche nach dem perfekten Spot für eine Auszeit mit deinem Liebsten, für romantische Ferien am Valentinstag oder sogar euren Honeymoon? Oder möchtest du einfach nur für dich einen wunderbar, entspannten Flecken zum Relaxen unter Palmen? Ich hab den perfekten Spot gefunden und erzähle dir, warum ich das Viva Wyndham V Samaná in der Karibik empfehle.

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Kennt ihr das, manchmal wünscht man sich einfach eine kleine Flucht für sich selbst oder mit seinem Liebsten. Sei es weil man, der Hektik des Büros entfliehen möchte, frisch verliebt ist und sich nach Romantik sehnt oder man endlich mal wieder Zweisamkeit in der Beziehung wünscht, weil der Alltag kaum Zeit dazu lässt. Meine Reise in die Dominikanische Republik hat mich einen Platz finden lassen, wo ich mir das genau so für dich vorstellen kann.

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Viva Wyndham V Samaná

Ich bin auf der Halbinsel Samaná unterwegs und habe mein Domizil im „Viva Wyndham V Samaná“ Las Terrenas, bezogen. Was ungefähr eine Stunde Fahrtzeit vom Flughafen in Samaná entfernt ist und durch seine exponierte Lage und hervorragende Erreichbarkeit, der perfekte Spot ist, um schnell mal eben die Karibik zu genießen und völlig abzuschalten.

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Die Lage

Die Halbinsel Samaná ist eine der attraktivsten Regionen des Landes, mit immer noch unberührten Landstrichen, glasklaren Wasserfällen, üppiger Natur und kilometerlangen, abgelegenen Traumstränden. Ganz so, wie wir sie uns in der Karibik vorstellen. Feinsandig, türkisblau schillerndes Meer und von Palmen gesäumt. Und genau in dieser malerischen Kulisse hat das Viva Wyndham V Samaná seinen Platz gefunden.

Die Anlage des Viva Wyndham V Samaná

Das Beachfrontresort passt perfekt in diesen karibischen Traum. Seine weitläufige Anlage und sein unaufdringliches Setting sind die Krone einer eigentlich schon perfekten Szenerie. Herzstück des Resorts ist sein Pool. Türkis schimmert sein blau, gerahmt wird er durch Palmen und Pavillions dessen Tuch vom karibischen Wind umworben wird. Schnell wird klar, hier weht der Hauch von Luxus, Eleganz und modernem Ambiente.

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Und so sind auch Lobby, Bars, Restaurants und die Räumlichkeiten selbst gestaltet. Die Rezeption ist eine offene Empfangshalle, mit natürlichen Materialien die sich perfekt der Umgebung anpassen und kein schnöder Empfangstresen.

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Was sie eher zu einer Eingangspforte ins Paradies macht, als zu einem Schalter, wo man den Schlüssel zu seiner Unterkunft bekommt. Ihr angeschlossen, finden sich im Hauptkomplex noch ein á-la-cart-Restaurant, der Buffetbereich, ein paar Shops mit Souvenirs und Zigarillos, Mietwagenschalter und der Club für Abendveranstaltungen.

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Die Zimmer des Viva Wyndham V Samaná

Die Zimmer selbst sind in zwei schlichten, unaufdringlich gestalteten Gebäudekomplexen seitlich der Empfangshalle angegliedert. Sie sind reduziert auf natürliche Materialen und das Wesentliche. Und genau das macht sie so angenehm. Schnörkelloser, geradliniger Stil der trotzdem Wertigkeit vermittelt und damit dem Konzept der Anlage gerecht wird.

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An Ausstattung fehlt es an nichts. Ein komfortables Boxspringbett, WiFi. In-Room-Entertainmment mit Flachbildschirm, Minibar, Schreibtisch, Schränke, Safe und Ablagen – alles so wie in Hotelzimmern dieser Klasse üblich. Das Bad ist übersichtlich groß, mit Waschtisch, WC und Dusche mit Glasfront. Auch hier wurde auf natürliche Materialien wie Stein und Holz gesetzt, um dem Stil des Apartments treu zu bleiben.

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Wer es noch etwas romantischer und exklusiver mag, der bucht sich die „Vibe Rooms“. Sie offerieren statt einem Balkon eine Terrasse mit Pärchenliege und eigenem Pool zum „Dippen“ nach dem Sonnen. Perfekt also, wenn man mit dem Liebsten reist und es doch etwas intimer mag. Auch gibt es eine Espresso-Maschine für den Café danach *zwinker*

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Das Konzept des Viva Wyndham V Samaná

Das Resort ist allein Erwachsenen vorenthalten. Ein Konzept, dass ich gerade sehr genieße. Als vollzeitarbeitende Freelancerin und straffem Alltag brauche ich in meiner Freizeit einfach einen Rückzugsraum mit Ruhe, Ausgeglichenheit und Stille. Ein Resort mit fröhlich planschenden Kindern, lustiger Animation und Partymusik hat sicherlich seine Berechtigung, aber es ist nicht das, was ich mir in den Ferien wünsche. Deshalb ist für mich auch die Wahl auf das V Samaná gefallen.

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Das Entertainmentprogramm

Selbstverständlich gibt es Entertainment, aber eben erwachsenengerechtes und auf die Bedürfnisse derer ausgelegt, die einen Ausgleich zum stressigen Alltag suchen. Statt bummender Partymucke sind es dann leise Töne, statt kreischender Animation der Privattrainer den man buchen kann oder Yoga-sessions am Strand, die angeboten werden. Einfach einzigartige, persönliche Erfahrungen statt Teil einer Masse zu sein und darauf lege ich wert.

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Festpreisgarantie des Viva Wyndham V Samaná

Vergesst auch alles, was ihr über All-Inclusive-Resorts so in den Köpfen habt. Hier heißt es nicht Schlacht ums Buffet, Liegen oder Handtücher. Hier heißt es einzigartige und vor allem persönliche Erfahrungen genießen, ohne ständig das Urlaubsbudget im Kopf haben zu müssen. Man kann einfach die á-la-carte-Restaurants und die Drinks an der Bar genießen, ohne dass die Kreditkartenabrechnung ins astronomische rauscht. Wer in dieses Resort kommt, der weiß einfach was er will und auch, was er dafür ausgeben möchte.

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Service

Teil des Konzepts ist auch ein unfaufdringlicher aber tadelloser Service. Es geht nicht darum, dem Gast noch teure Cocktails aufzuschwatzen, den nächsten Ausflug zu verkaufen oder Zusatzleistungen anzudrehen. Es geht darauf hier einen angenehmen und makellosen Aufenthalt zu bieten, der keine Wünsche offen lässt. Natürlich gehört zu Personal in der Karibik die typische gute Laune, die sich auch wunderbar auf den Gast überträgt. Alles in Allem eine enspannte Athmospähre auch hier.

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Das Spa des Viva Wyndham V Samaná

Für mich heißt das auch, dass ein Spa angeschlossen ist, was ich nutzen kann. Auch das bietet das V Samaná. Zwar nicht inklusive, aber zu durchaus angemessenen, fairen Preisen. Dafür erwartet einen hier auch eine kleine Oase, geschaffen die Welt drumherum zu vergessen. Egal ob Partnermassage oder Relaxingraum für Einzelgäste, das Wyndham ist auf Beides eingestellt. Also kommen Verliebte hier ebenso auf ihre Kosten, wie ich als Alleinreisende.

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Die Damen sind bestens ausgebildet, das Angebot ist umfangreich und das Ambiente passt sich perfekt dem entspannungsuchendem Gast an. Kleine, runde Cottages vermitteln eine ruhige Atmosphäre, die sanft umspielt wird von Meditationsmusik. Auch hier finden sich wieder natürliche Materialien und Stoffe, die erden sollen und der Erholung dienen.

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Die Damen sind vom Fach und meine gebuchte Ganzkörpermassage ist Genuss pur. Die perfekte Mischung aus Muskelbearbeitung und sanfter Massage – ganz so wie ich es mag. Nicht zu lasch an der Wirkung vorbei, sondern richtig dosiert im Sinne des Kunden.

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Fitnessstudio & Personal Trainer

Wer es sportlicher mag oder seine Freizeit auch nutzen möchte seinen Körper wieder in Schuss zu bringen, dem bietet das Viva Wyndham V Samaná zudem ein kleines, aber hervorragend ausgestattetes Fitnessstudio mit ausgebildeten Trainern an. Stepper, Spinner, Laufband, Gewichte oder Rückengeräte, nach fachmännischer Anleitung kann man sich hier sportlich verausgaben und an seiner Traumfigur arbeiten. Das die Trainer vom Fach sind, sieht man ihren gestählten und makellosen Körpern an.

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Outdoor – Sport

Wer gerne draußen sportelt und das Meer dazu nutzt, der kann auf das Equipment der Anlage zurück greifen. Bunte Kayaks fordern heraus mit den Wellen zu kämpfen oder wie wäre es mit Kite-Stunden oder einer Katamaranfahrt? Auch kein Problem, denn für alle Bedürfnisse gibt es die richtige Ausstattung und ggf. zubuchbare Trainingsstunden.

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Beachlife

Die meisten im Resort, das beobachte ich, wollen allerdings einfach nur mal wieder entspannt unter Palmen am Meer liegen und in Ruhe ein Buch lesen, dazu einen Cocktail schlürfen und sich den Wind um die Nase wehen lassen. Auch dazu ist das Viva Wyndham der perfekte Spot. Eine saftig grüne Wiese zwischen den schattenspendenen Palmen, dazu hochwertige Liegen, Lounger oder Hängematten und vor einem der feinsandige Strand und das türkisblaue, karibische Meer. Davon träumen viele und hier findet man genau den Ort, wohin die Gedanken an geplagten Bürotagen flüchten.

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Perfekter Drehort für Germany´s next Topmodel

Aufgrund der spektakulären Kulisse ist das Viva Wyndham V Samaná der perfekte Drehort. Wer es noch nicht wusste: Die ersten drei Folgen der aktuellen Staffel von „Germanys next Topmodel“ mit Heidi Klum wurden dort gedreht! Im Fokus stehen hierbei die atemberaubende Strände Playa Cosón (Team Michael) und Playa Bonita (Team Thomas). Wer neugierig geworden ist, dem empfehle ich, sich die Folgen auf Pro7 bzw. in der Media-Thek noch mal anzuschauen, um auch einen umfangreichen visuellen Eindruck zu bekommen. Nach so viel Inspiration bekommst du vielleicht auch gleich noch Lust auf dein eigenes, karibisches Fotoshooting unter Palmen.

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Der perfekte Tag im Viva Wyndham

Natürlich möchte ich euch auch erzählen, wie mein perfekter Tag aussah. Das Resort gibt einem zwar jeden Raum lange auszuschlafen und spät zu frühstücken, ich aber bin im Urlaub immer eher der Frühaufsteher, um ja nichts zu verpassen und alles nutzen zu können, was mir geboten wird.

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Früh ist meinem dem Fall diesmal gegen 7 Uhr. Ich rolle mich in meinem perfekten Prinzessinenbett zwischen den Kissen hin und her, plausche mit Freunden am Telefon in Deutschland und scrolle durch meine Social Media Kanäle.

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Ich lese Reiseblogs und füttere meinen Instagram Account. Ich lieb es einfach, das alles morgens und in Ruhe vom Bett aus machen zu können. Genauso wie vor dem Frühstück noch eine Runde schwimmen zu gehen. Besonders in einem Pool der mein persönliches Highlight der ganzen Reise ist. Riesengroß und damit ausreichend Spielraum sich darin auszutoben bzw. seine Morgenrunden zu drehen. Dazu genieße ich den Blick auf die Palmen, das Meer und diese großartige Anlage.

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Gegen vor 10 Uhr schaffe ich es dann noch zum Frühstück. Ich genieße es, mal nicht selbst alles anrichten zu müssen und einfach zugreifen zu können, wonach mir der Sinn seht. Vergnüglich bestelle ich mir einen frischen Kaffée, Saft und das Frühstücksei, ganz so wie ich es mag.

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Während ich den restlichen Vormittag entweder hinter meiner Kamera verschwinde oder mit netten Reisebekanntschaften an der Bar plausche, beobachte ich Andere beim Beachvolleyball oder auf dem Weg zum Spa. Nach gefühlten 200 Palmen-Sandstrandfotos ziehe ich mich auf einen der Lounger zurück, genieße eine Pina-Colada, surfe auf meinem Smartphone rum und lass mir die Sonne ins Geschicht scheinen. Zwischendrin hüpfe ich zur Abkühlung in die Wellen oder lausche meinem Hörbuch.

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Zum Mittagstisch geht es dann gegen 14 Uhr für eine leichte Auswahl an Salaten mit Putenstreifen und Käse. Ich kann einfach nicht so viel Essen in tropischer Wärme.Obwohl das Buffet natürlich wieder verlockend ist.

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Um 15 Uhr ist dann auch mein Spa-Termin und wie schon beschrieben, habe ich diese Stunde Verwöhnprogramm absolut genossen. Allerdings bin ich von soviel „nichtstun“ jetzt auch verdammt müde.

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Ich ziehe mich auf die Liege meiner Terasse zurück und dämmer weg. Bevor ich mich zur goldenen Stunde zu einem Spaziergang am Strand aufmache, gibt’s erstmal noch einen Kaffee. Ich kenne mich ja, ich könnte ja über Stunden am Meer entlang laufen, aber dazu muss ich erstmal aus meinem relaxten Dämmerschlaf erwachen.

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Der Spaziergang tut dann auch richtig gut. Wieder den Sand und das Wasser unter den Füßen spüren, den Wind und die salzige Luft auf der Haut spüren und das warme Licht der Sonne genießen. Gerade wenn man aus dem europäischen Winter kommt und über Monate nur Grau in Grau gesehen hat, ist das der perfekte Seelenschmeichler.

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Zum Sundowner finde ich mich wieder unter den Liegen am Meer ein, habe wieder einen leckeren Cocktail in der Hand und genieße es einfach nur hier zu sein. Am Abend lockt das á-la-cart-Restaurant mit allerlei Leckereien und ich finde es auch angenehm, hier einfach ohne Reservierung vorbei schauen zu können. In vielen Hotelanlagen geht das nur nach Terminvereinbarung. Aber Verbindlichkeiten sind das, was ich gerade am wenigsten brauche. Im Urlaub möchte ich mich treiben lassen ohne auf die Uhr schauen zu müssen.

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Nach dem Abendessen suche ich mir eine Platz im Foyer, lausche der Livemusik und schaue den Tänzern zu bevor es mich dann doch wieder hinter die Kamera lockt. Die nächtliche Kulisse der Anlage ist einfach zu verlockend für eine Fotografin und so sichere ich mir ein paar Nachtschnappschüsse. Nach getaner „Arbeit“ zieht es mich noch mal raus ans Meer zum Sternegucken und meinem krönenden Abschluss eines perfekten Tages.

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Mein Fazit nach 2 Tagen im Viva Wyndham

Für mich ist das Resort die perfekte Location für eine entspannte Auszeit – egal ob zu Zweit oder auch als Alleinreisende. Wer Erholung unter Palmen sucht, der wird hier sein Paradies finden. Es warten Ruhe, Entspannung und Genuss zum Festpreis sowie das ganze Jahr durchweg Sonnenschein. Ich habe meinen Aufenthalt sehr genossen und kann das Resort uneingeschränkt weiterempfehlen.

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Info:

Ich würde vom Hotel für eine Nacht eingeladen, dies beeinflußt aber nicht meine objektive Beurteilung der Anlage. Wer gerne mehr sehen will, um einen noch besseren Eindruck zu bekommen, der schaut sich gerne dazu mein Flickr-Album an. Im LINK gehts zu hunderten weiteren Impressionen dieser großartigen Anlage.

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Mit Vietnam Airlines nach Asien & zurück – Erfahrungsbericht

Letzte Woche bin ich geschäftlich nach Vietnam geflogen und hatte das erste Mal die Chance in einem Dreamliner von Boeing zu reisen und das sogar noch in der Premium Economy Klasse. Was dieses Flugzeug auszeichnet? Was mir beim Fliegen aufgefallen ist und wie es um Essen, Sauberkeit und Komfort steht, verrate ich hier.

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Mein Flug im Dreamliner (Boeing 787-8)

Hinflug: Frankfurt -> Saigon/ Ho-Chi-Minh-Stadt, Rückflug: Hanoi -> Frankfurt

Mein Flug wurde über das Reisebüro gebucht, ich bekam die Unterlagen via Mail und konnte damit direkt zum Check-In-Schalter in Frankfurt. Dank mitgebuchtem Rail & Fly-Ticket kam ich in den Genuss eine entspannte Anreise zu haben – ohne Drängeln auf der Autobahn, Stau und Parkplatzsuche. Ganz zu schweigen davon, dass mir auch noch die teuren Parkgebühren am Frankfurter Flughafen erspart geblieben sind.

Check-in in Frankfurt Main Flughafen

Der Schalter

Der Counter vor Vietnam Airlines befindet sich in Frankfurt am Schalter 886-895 im Terminal 2, Bereich D, Ebene 2 – Zwar sind die Wege am Flughafen recht lang, dafür ist aber alles gut ausgeschrieben und gut auffindbar. Da mir ein Zeitpuffer vor Abflug enorm wichitg ist, war ich 3h vor Start der Maschine bereits vor Ort.

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Check-in Prozedere und Gepäck

Glücklicherweise war mein Flug mit Premium Economy gebucht und so wurde ich auch am Check-In-Schalter direkt bedient. Gewichtsprobleme beim Gepäck, wie bei Billigairlines, hat man bei Vietnam Airlines nicht, denn die Fluglinie erlaubt 30 kg für das Hauptgepäckstück. Sollte man trotzdem mal drüber liegen, hat man die Möglichkeit dieses noch als Fracht aufzugeben oder eben Übergepäck zu bezahlen. Für Handgepäck sind 7kg angesetzt, was gerade für mich als Fotografin sehr wichtig ist, da ich meine Technik ausschließlich so befördere. Laptop, Kameras und Objektive sind für mich Wertgegenstände und diese gehören in meinen Augen nicht ins Aufgabegepäck. Allerdings wiegen sie enorm viel und so komme ich bei vielen Airlines schnell an die Grenzen des Erlaubten. Ich fiel unter alle Normen und musste mir darüber glücklicherweise bei diesem Flug keine Gedanken machen.

Ich bekomme am Schalter meine Flugticket, mein Gepäckbändchen und die Informationen zum Abfluggate. Der Sicherheitscheck in Frankfurt verlief wie immer: alles Auspacken und Ablegen. Dafür ging es diesmal sehr zügig, was in Frankfurt ja eher die Ausnahme ist.

Business-Lounge

Noch bevor die Reise startete, durfte ich als Premium Economy Flieger auch noch die Business Lounge nutzen (8 Zuzahlung). Hier kam mir dann mein Zeitvorteil wieder zu Gute. Erstens weil ich nicht gehetzt zum Boardsteig musste und zweitens weil ich hier noch entspannt snacken und etwas trinken konnte. Alle Speisen und Getränke waren inklusive. Zutritt erhielt ich durch die Boardkarte.IMG_6348

Der Flug im Deamliner

Boarding und Highlights

In meiner gebuchten Klasse wurde ich auch beim Boarding bevorzugt und durfte als eine der ersten den Flieger betreten. Ganz aufgeregt war ich diesmal, denn der Dreamliner war eine ganz neue Maschine für mich und ich war gespannt, was dieser so zu bieten hat. Als Erstes fiel auf, dass die Fenster für einen Flieger riesig sind! Mit ihren Abmessungen von 48 Zentimetern mal 28 Zentimetern sind sie größer als in jedem anderen Flugzeug dieser Klasse. Noch dazu lassen sie sich individuell elektronisch abdunkeln, ein Feature was nicht jedes Flugzeug bietet. Und weil ich fliegen und rausgucken ja fantastisch finde, ist das für mich ein absoluter Pluspunkt gewesen.

Handgepäckfach

Mein doch recht großes Handgepäck verstaute ich im Gepäckfach über mir und auch dieses war bedeutend größer als ich es gewohnt war. Es ist kein starres Fach, sondern kommt einem geradezu entgegen. Was es kleinen Personen wie mir bedeutend einfacher macht, auf die Sachen darin zuzugreifen oder sie zu verstauen.

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Sitzplatz

Mein Sitz war ein Traum! Richtig viel Platz, gemütlich und mit einer ausklappbaren Fußstütze, so dass es fast schon die Anmutung einer Liege hatte. Nur wo war das Entertainmentsystem und die erhofften USB-Anschlüsse, um mein Akku vom Handy wieder aufzuladen? Ratlos blickte ich in die Runde, bis ich erkannte, dass alles in der Armlehne versteckt ist. Dort befand sich der ausklappbare Monitor der sonst an der Rücklehne des Vordermanns befestigt ist. Eigentlich ganz clever, weil man so Mitreisende nicht belästigt. Ich erinnerte mich an einen Flug, bei dem die Dame hinter mir, wie eine Irre auf dem Display rumhämmerte, während sie irgendein Computerspiel dattelte. Das für mich da an Schlafen nicht zu denken war und sie auch wenig Einsicht zeigte, war eine Folge. Hier also hatte Jemand mitgedacht! Und an diesem Monitor war er dann auch, mein heiß ersehnter USB-Anschluß zum Wiederaufladen elektronischer Geräte.

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Abbildung zeigt den Beinabstand im Dreamliner in der Premium Eco Class

Annehmlichkeiten

Und auch sonst war alles da, was Frau sich für einen angenehmen Flug so wünschte. Decke, Kissen, Hausschuhe (!) und ein kleines Päckchen mit Schlafbrille und Zahnbürste.

Beleuchtung

Und noch etwas fiel auf! Für die Kabinenbeleuchtung werden Leuchtdioden verwendet – diese lassen sich in ihrer Helligkeit regeln und farblich variieren. Auch Tagesabläufe sowie ein Nachthimmel mit Sternen ließen sich in dem Jet damit simulieren und das direkt von der Fernbedienung am Sitz. So bestens equipped und ausgeleuchtet freute ich mich auf den Start der Maschine. 

Erlebnis Flug

Flugsicherheit

Durch Umfang und Masse des Flugzeugs hatte ich den Eindruck, dass dieser Anflug besonders sanft von Statten ging. Wie ich erst während des Fluges erfahren habe, hat der Dreamliner Sensoren und eine intelligente Elektronik, welche den Flug der Maschine bei Turbulenzen ruhiger machen, weil sie in jedem Moment automatisch gegengesteuern. Das macht das Fliegen angenehmer, besonders für empfindsame Personen, wie mich, die unter Reisekrankheiten leiden. Vielleicht ist es nur subjektives Empfinden, aber mir kam der Flug insgesamt ruhiger vor, als mit anderen Maschinen. Ich erinnerte mich an wackelige Zeiten in Brasilien in Propellermaschinen von Azur. Bei diesen Flügen habe ich jedesmal ununterbrochen die Tragflächen beobachtet vor lauter Unwohlsein auf Grund der Thermik.

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Spritsparend

Und noch etwas erfuhr ich an Board des Dreamliners. Er fliegt sprittsparender als andere Flugzeuge. 25% Einsparung bei Kerosin nenne ich ein Wort. Und gerade in Zeiten in denen man sich fürs Vielfliegen rechtfertigen muss, finde ich das ein wichtiges Argument sich für eine Boeing 787-8 zu entscheiden.

Sauberkeit

Auch Sauberkeit ist mir gerade auf Langstrecke besonders wichtig und auch hier kann ich Vietnam Airlines nur lobend erwähnen. Selbst nach einer langen Nacht war alles top sauber und ich konnte am nächsten Morgen ruhigen Gewissens Zähneputzen gehen. Zudem gab es hochwertige Reinigungs und Pfegeprodukte, die mir mehr als willkommen waren, um mich für einen neuen Tag frisch zu machen. Für mich sind es solche Details, die eine Flug zum Top oder Flop machen. Wenn ich mich vor den sanitären Anlagen streube oder mir einen Mundschutz zur Benutzung wünsche, dann läuft was falsch und dann reißt auch jede Freundlichkeit des Personals das nicht mehr raus. Deshalb möchte ich die vorbildliche Hygiene an Board auch unbedingt erwähnen und das noch vor Personal und Essen!

IMG_6376Abbildung zeigt den Airbus A321 –  auf einem Inlandsflug der Vietnam Airline

Die Crew

Die Stewardessen waren, wie von einer asiatischen Airline zu erwarten, sehr höflich und zurücknehmend. Das schätze ich sehr. Es gab schon genug Flüge, bei denen ich von Stewards angestubst aus dem Schlaf gerissen wurde, damit mir das Dutyfree-Angebot präsentiert werden konnte. Bei Vietnam Airlines gag es so etwas Unangenehmes nicht. Hier wurde ich nur im Wachzustand angsprochen und gefragt, ob ich Getränke oder anderen Service wünsche. Selbst an, in der Nacht aufgegebene, Frühstückswünsche erinnerte man sich noch am nächsten Morgen und etwaige Störungen gab es nicht.

Essen & Getränke

Bei Verköstigung an Board gehen die Meinungen erfahrungsgemäß weit auseinander, deshalb gebe ich hier ganz klar meine persönliche Meinung wieder. Ich hatte das „Chicken-Menü“ geordert und wurde nicht enttäuscht. Eine ausreichend große Portion, geschmackvoll angerichtet und dazu ein leckerer Kuchen. Für meine Wünsche und Bedürfnisse völlig in Ordnung. Und auch die Getränkeauswahl ließ keine Wünsche für mich offen. Also ein rundum glücklicher Fluggast in Bezug auf die Verköstigung.

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Entertainment

Für viele ist auch das Entertainmentprogramm ein wichtiger Faktor bei der Bewertung ihres Fluges. Für mich ist das eher Zweitranging, da ich entweder gerne aus dem Fenster schaue oder schlafe, um dann entspannt anzukommen. So einen Film pro Flug gönne ich mir dann aber schon und hier ist klar zu sagen, dass es ein riesiges Angebot gab. Ganz wichtig auch, die Streifen waren in „deutsch“ verfügbar. Wie oft mußte ich es schon erleben, dass man zwar Top-Filme zur Auswahl hatte, diese dann aber nur in Fremdsprache angeboten wurden. Da ich mich im Flieger entspannen und nicht nachdenken will, schätze ich ein Programmangebot in meiner Landessprache, auch wenn ich natürlich des englischen mächtig bin.

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Flugzeit

Von Frankfurt ist man dank Direktflug zwischen zehn und zwölf Stunden Flugzeit in Vietnam (je nach Flugrichtung). Mir war der Flug ehrlicherweise etwas zu kurz. Da wir am Nachmittag gestartet sind und ich da einfach noch nicht müde war und nachts die Zeitverschiebung dazu kam, hätte für mich der Flug gerne noch etwas länger gehen können und ich hätte die Zeit zum Schlafen genutzt. Aber auch das ist absolut subjektives Empfinden und eigentlich sind die meisten Menschen auch echt froh, Langestreckenflüge schnell hinter sich zu bringen. Ich liebe halt das Fliegen und kann nie genug davon bekommen.

Raumklima

Noch ein Punkt der mir eigentlich erst nach Landung positiv aufgefallen ist, war das angenehme Raumklima des Dreamliners. Normalerweise leiden meine Schleimhäute auf Grund von Klimaanlagen immer sehr stark. So ein Flug führt dann bei mir sehr leicht dazu, dass ich mir eine Erklältung zuziehe und den Urlaub nicht richtig genießen kann. Im Dreamliner hatte ich damit auf überhaupt keine Probleme.

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Ankunft in Saigon/Ho-Chi-Minh-Stadt

Paßkontrolle & Visa

In Saigon/ Ho-Chi-Minh-Stadt sind wir absolut pünktlich angekommen und dann hieß es erstmal sich der Paßkontrolle und den Visa-Formalitäten zu stellen. Aber auch das war kein Problem. Wer nur 15 Tage in dieses asiatische Land reist, bekommt am Schalter sein kostenloses Visa. So bekam ich also schnell meinen Stempel in den Pass und konnte meine Reise ohne unnötige Verzögerung fortsetzen.

Gepäckabholung

Der Flughafen in Saigon ist hell, gut beschildert und sehr übersichtlich. Es war ein Leichtes sich hier zurecht zu finden. Wir waren kaum am Gepäckband, da wurden unsere Koffer und Taschen auch schon ausgeliefert. Alle der Gepäckstücke unserer Gruppe kamen gut an und waren unversehren und so konnten wir direkt in einen entdeckungsreichen Tag starten.

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Rückreise von Hanoi

Check-In

Der Flughafen in Hanoi ist ganz übersichtlich gestaltet und die Schalter von Vietnam Airlines gut zu finden. Dank Premium Eco Buchung wurden wir auch hier bevorzugt behandelt und konnten direkt einchecken und unser Gepäck aufgeben. Die nette Dame sprach ein gut verständliches Englisch und so war die Kommunikation einfach. Wir bekamen züging unsere Unterlagen und konnten direkt zur Sicherheitskontrolle weitergehen.

Sicherheitscheck

Wie auf allen Flughäfen dieser Welt, legt man seine Sachen in Transportboxen und packt sein Laptop aus. Anders war nur, dass wir gebeten wurden, auch die Schuhe auszuziehen.

Lounge

Auch auf dem Rückflug kam ich auch wieder in den Genuss die Lounge aufsuchen zu können ((30$ Zuzahlung). Ein paar Snacks, warmes Buffet und Getränke wurden hier angeboten. Zur Kurzweil gab es Monitore und ein umfangreiches Zeitungsangebot. Bequeme Sofas halfen zudem die Zeit bis zum Start so angenehm wie möglich zu gestalten. Auch gab es ausreichend Steckdosen, um etwa Laptops oder Handys laden zu können.

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Boarding

Dank des vorgezogenen Boardings als Premium Economy Flieger, war ich wieder eine der Ersten im Flieger und konnte in Ruhe meinen Platz beziehen.

Annehmlichkeiten und Verpflegung

Wie schon auf dem Hinflug erwarteten mich allerhand Annehmlichkeiten, ein exzellenter Service und eine hervorragende Verpflegung. Auch auf dem Rückflug gab es nichts zu ergänzen. Außer, dass der Flug bedingt durch die Rückstrecke eben diesmal 12 Stunden dauerte, ich dazu kam, zwei Filme zu sehen und trotzdem noch ausreichend Schlaf in meinem gemütlichen Sessel mit Fußlehne fand. Und wieder fiel mir auch der Komfort und die Sauberkeit positiv auf.

Ankunft in Frankfurt

In Frankfurt landen wir absolut pünktlich. Wieder kam das gesamte Gepäck der Gruppe züging und unbeschädigt aufs Kofferband und konnte schnell abgeholt werden.

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Fazit

Mein Flug gestaltete sich sehr enspannt und angenehm, was sicherlich auch dem extra Komfort der Premium Eco Klasse zuträglich war. Ganz besonders geschätzt habe ich die Sauberkeit an Bord und den unaufdringlichen, aber freundlichen Service der Crew. Für mich ist auch in Zukunft „Vietnam Airlines“ die erste Wahl bei Flügen in Richtung Asien. Preis, Leistung und Annehmlichkeiten stimmen einfach. Und was gibt es Schöneres als angenehm in den Urlaub zu reisen und auch entspannt wieder zurück zu kehren?

Insider-Tipp:

Wer auch Inlandsflüge in Vietnam plant, sollte diese direkt beim Langstreckenflug mitbuchen, denn dann bekommt man den Flug super günstig und darf auch auf der Strecke innerhalb des Landes 30kg Aufgabegepäck mitnehmen. Ansonsten sind es nur 20kg die als Freigepäckgrenze gelten.

Ich habe diesen Flug im Rahmen meiner beruflichen Tätigkeit als Fam-Trip gemacht. Hierzu fliegen Touristiker in Zielgebiete und inspizieren Hotels oder Resorts, besichtigen Sehenswürdigkeiten, testen Ausflüge und Restaurantangebote.

Meine Fotos sind zum Teil auf Inlandsflügen entstranden, da es auf Grund von Beschränkungen am Frankfurter Flughafen bzw. Dunkelheit nicht anders möglich war zu fotografieren. Gerade die Außenaufnahmen sind daher Stimmungsmotive und bilden nicht den Dreamliner ab, sondern einen Airbus A321.

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Abseilen vom Tafelberg – Und die Erfahrung was Mut wirklich bedeutet

Abseilen vom 1.085 m hohen Tafelberg war für mich ein riesen Erlebnis, eine wahrhafte Mutprobe und ein Thrill dem ich eigentlich gar nicht gewachsen war und bin. Meine Geschichte und der Grund, warum ich finde, dass Überwindung nicht die höchste Form von Mut ist, kannst du hier nachlesen:

 

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„Verdammte Scheiße, was mach ich hier? Mein Blut pocht in den Adern meiner Schläfen, ich ringe mit den Tränen und mir ist gleichzeitig kotzübel und das alles wofür? Um nicht als Feigling dazustehen? Ich bin lieber feige, als jetzt hier an diesem gottverdammten Seil zu verrecken. Noch dazu an einem Strick, dessen Haken ich nicht selbst in der Wand festgemacht habe. Ob ich Vertrauen habe, fragt der Typ vom Abseil Africa noch. Wonach sieht die Farbe in meinem Gesicht denn grad aus, verflixt?“

Ja genau so schrie es in mir, als ich mich in Todesangst in der Wand des Tafelbergs wiederfand.
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Actionhelden und ihre Grenzen

Eigentlich liebe ich mich in der Rolle als Actionheldin, Abenteurerin und mutigen Frau, aber es gibt Grenzen und diese durfte ich das erste Mal auf meiner Südafrika Reise kennenlernen. Wir schreiben das Jahr 2010 und ich hatte eine Traumreise ans Kap gewonnen, freute mich geradezu euphorisch auf das Land und all die Ausflüge und Aktivitäten die uns auf diesem Trip erwarten sollten. Ein Highlight war Abseilen vom Tafelberg. Dazu muss man wissen, dass unsere Reisegruppe in zwei Teams aufgeteilt war und wir uns während der ganzen Zeit in verschiedensten Challenges gegeneinander messen sollten und alles von einem Kamera-Team und einem Fotografen begleitet wurde. Eine dieser Herausforderungen die an uns gestellt war, war „Abseilen vom Tafelberg“.

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Übermut tut selten gut

Ich war völlig aufgedreht und übermütig an dem Morgen als wir vom Hotel zur Seilbahn, die uns auf Kapstadts Wahrzeichen hinaufbringen sollte, starteten. Ich hatte extra trainiert für dieses „Battle“ und fühlte mich reif für diese Mutprobe. Das dieses „Training“ an einem kleinen Felsen am Rande des Schwarzwaldes stattfand der gerade mal 8m hoch war, sei hier noch kurz erwähnt. Als wir die obere Station erreichten, zeigte sich der Tafelberg erst mal von seiner ungemütlichen Seite. Dichter Nebel und eiskalte Luft umgaben Kapstadts Hausberg. An Abseilen war jedenfalls nicht zu denken. Wir holten uns Tee, verkrochen uns nach innen und warteten auf Sonnenschein. Und siehe da, es klarte auf, der Nebel verzog sich und gab das ganze umwerfende Panorama dieser Stadt preis. Ich freute mich umso mehr, dass es nun endlich losging.

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Das Abseilen

Wir bekamen zunächst eine Sicherheitseinweisung, dann unser Abseilgeschirr und waren dann gefordert über die Mauer und ein paar Felsen zum Startpunkt zu klettern. Immer noch alles „easy peasy“ für mich und weil ich so euphorisch war, wollte ich natürlich auch gleich als Erste starten. Mein Reisebuddy Tom musste natürlich auch mit und so fanden wir zwei uns nebeneinander am Felsen angeseilt wieder, während der Rest der Gruppe aus sicherem Abstand zuschaute.

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Auch das Fernsehteam hatte Stellung bezogen auf einem der Felsen in unmittelbarer Nachbarschaft. Der Fotograf hatte sich neben uns in Position gebracht und alle warteten darauf, dass wir die ersten Schritte nach unten machen. Wieder erklärte uns der Guide was zu tun ist, wo man sich festhält, wie man in Rücklage geht und wie man das Seil lockert, um sich nach unten zu bewegen. Noch war ich in heiterer Vorfreude.

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Abrutschen und versagen

Ich schaute in die Tiefe, auf den Felsen, das Seil und den Haken in der Wand der mich halten sollte. Langsam machte ich ein paar Schritte an die Kante, versuchte mein Gewicht nach hinten zu verlagern und rutschte genau hier ab, landete auf den Knien und hatte fortan blanke Panik. Mein Herz schlug nicht nur wie wild, es raste geradezu und ich hatte das Gefühl keine Luft zu bekommen. „Ich glaube, ich kann das nicht“ hörte ich mich sagen. „Ach was du kannst das“ ermutigte mich die Gruppe. „Einfach nur auf die Füße schauen und langsam die Wand entlang gehen“.

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Wie Angst den Körper lähmt

Mein ganzer Körper streikte, mir war von einer auf die nächste Minute brechübel und mein Gesicht verlohr jede Farbe. Aber abbrechen und nicht abseilen ging auch irgendwie nicht. Da war die große Klappe zuvor, das Team was meinen Beitrag erwartete und dann war da noch dieses Filmteam, was die Kamera gerade auf mich richtete. Ich konnte unmöglich einknicken und es nicht tun. Weiterhin „quatschten“ alle auf mich ein, ermutigten mich und forderten mich auf abzuseilen. Meine Hände umklammerten panisch das Seil, meine Angst steuerte meine Gedanken und meine Beine zitterten. Trotzdem schaffte ich es irgendwie in diese die Rücklage. Im 90 Grad Winkel zum Berg.

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Einen Scheiß werde ich

Den Blick auf den in meinen Augen mickrigen Haken an dem jetzt mein Leben hing und den nicht ich in den Berg geschlagen hatte. „Was wenn die nicht richtig gearbeitet haben? Was wenn das Seil sich löst und ich in die Tiefe stürze?“ Meine Horrorszenarien wurden jäh unterbrochen, als ich aufgefordert wurde in dieser Position für den Fotografen zu posen. „Lass das Seil los, wir halten dich. Mach die Hände in die Luft das sieht toll aus. „Einen Scheiß werde ich“ – schrie es in mir.

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Todesangst & ich

Aussprechen konnte ich das natürlich nicht. Alle drängten auf ein Foto und nur zögerlich lies ich das Seil los. „So und jetzt noch lächeln!“. Ich konnte nicht lächeln in diesem Moment, ich hatte Todesangst! Blanke Panik, blankes Entsetzen, blanker Angstzustand. Zähne zeigen, dass ging. Schön, wenn es auf die Anderen wie Lächeln wirkte. In dem Moment war mir alles egal. Ich musste mich jetzt zusammen reißen. Funktionieren fürs Foto und die Challenge. Wieder umklammerte ich das Seil, hörte die aufmunternden Rufe meiner Mitreisenden und begann langsam Schritt für Schritt den Berg hinunter zu laufen, den Blick fest auf meine Füße und den Felsen gerichtet. „Du machst das super! Einfach immer nur auf die Füße gucken“.

Abseilen

Überhang & das Ende des Geduldfadens

Was die Saubande mir nicht gesagt hatte, war, dass der Berg nach 80 Metern einen Überhang hat. Das heißt, dass an dieser Stelle der Berg aufhört und man frei abseilen muss. Also nichts da, auf die Füße gucken. Als ich das realisierte, war endgültig Schluß mit lustig. „Nichts da, ich kann nicht mehr! Zieht mich verdammt noch mal wieder hoch!“ schrie ich! Allerdings wieder nur innerlich. Wieder war da die Angst vor der Gruppe das Gesicht zu verlieren.

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Helm vs. Boden

Genau an dieser Stelle wartete dann auch mein Buddy „Tom“ auf mich. Wahrscheinlich hatte er meine Angst gerochen und hier dann extra gewartet. „Bleib ganz ruhig., Du schaffst das schon., Ich bin da., Mach einfach weiter so.“ waren die Floskeln, mit denen er versuchte, mich den Berg runter zu quatschen. Langsam und nur zögerlich löste ich das Seil und lies mich Stück für Stück den Felsen hinab. Nach unten schauen konnte ich dabei nicht. Das Einzige was ich in dem Moment noch konnte, war, auf meine Hände zu starren, die mit aller Kraft das Seil umfaßten. Sie schmerzten vor Anstrengung und Anspannung. Genau wie jeder Muskel in meinen Armen. Ich umklammerte dieses Tau, als sei es der Faden an dem mein Leben hing. Irgendwie war er das ja auch, zumindest in der Gedankenwelt, in der ich mich gerade befand.

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„Geh weiter, du stehst auf meinem Helm“ – hörte ich Tom dann sagen. „Ich gehe nirgendwo mehr in, ich habe Boden unter den Füßen“, erwiderte ich. Ich war mir sicher, wieder festen Grund und Boden unter mir zu haben. Gleichzeitig war ich nicht mutig genug, an mir herunter zu schauen. „Marlene geh weiter, das ist nicht der Boden, das ist mein Kopf!“. Musste er mich jetzt auch noch „Marlene“ nennen? Sonst ist es sanft ausgesprochen „Marleeen“ oder liebevoll „Leni“, aber wenn jemand auch noch das „e“ am Ende betont, dann meint er es nie gut mit mir. Widerwillig machte ich einen Schritt und verharre danach direkt wieder in Angststarre.

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Nenn mich nicht Marleneeeeee

„Marlene, geh weiter, das ist meine Schulter.“ rief mir Tom jetzt doch etwas erzürnt zu. Ich wollte einfach nur weinen. Ich hatte so erbärmliche Angst. Das Gefühl Boden unter den Füßen zu haben, war toll und das sollte ich jetzt wieder aufgeben? Ich war so ein elendes Häufchen, da an dem Seil hängend in der Wand und jede Minute kam mir wie eine Unendlichkeit vor. Nach unten schauen konnte ich nicht und für mich bedeutete diese Position gerade sicheren Halt. Ich war starr vor Angst. „Bleib ruhig, ich bin ja da.“ Ich löste das Seil und baumelte jetzt neben Tom in der Luft. Ich war kreidebleich, mir war brechübel und jedes Molekühl in meinem Körper fuhr Achterbahn. Schön war das nicht. „Lächel mal, ich mache ein Foto.“ „Lächeln? Ist der bescheuert?“ Mit wütendem Blick und knirschenden Zähnen fauche ich ihn an „Du Arsch!“ Genau in dieser Sekunde klickt es und Tom hatte seinen Schnappschuss. Ich sage selten Jemandem etwas derart biestiges ins Gesicht und schon gar nicht Menschen die ich mag, aber in dem Moment war es genau das was ich fühlte und loswerden musste.

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Nichts da schön

Weit war es jetzt nicht mehr bis zum Boden, aber es fühlte sich noch immer nicht gut, nicht richtig und schon gar nicht vertrauenerweckend an, an einem Seil in einer Steilwand am Tafelberg zu hängen. Nach unten schauen ging weiterhin nicht, ich hätte mich im selben Moment übergeben müssen. Dafür konnte ich in die Ferne schauen. Das Panaroma war sicherlich traumhaft wie immer, aber ich hatte keine Augen dafür. Man hätte „Adam Levine“  (der Sänger von Maroon5) neben mir abseilen können und ich hätte selbst an meinem Traummann nichts Schönes finden können, in dieser Situtation. Ich fand alles nur ungfassbar schrecklich und angsteinflößend.

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Lasst mich einfach in Ruhe

Also löste ich den Blick von Kapstadts Kulisse, fasste mir ein Herz und lockterte wieder die Sicherheitsklammer, um weiter am Seil nach unten zu rutschen und die letzten Meter hinter mich zu bringen. Am Boden wurde ich dann mit beruhigen und lobenden Worten von einem Crewmitglied „entgegen“ genommen. Ich fühlte mich, wie ein ein Kartoffelsack, der über eine Seilwinde transportiert wurde. In meinem Körper war keine Kraft mehr. Diese Überwindung, das Krampfen vor Angst, das Herzrasen & Pulspochen hatten mir jede Energie geraubt. Ich wäre am liebsten an Ort und Stelle zusammen gesackt. Ich schleppte mich zum nächsten Felsen und wollte erst mal nur in Ruhe gelassen werden. Keinen Glückwunsch, kein Schulerklopfen, kein in den Arm nehmen.

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Geschafft aber nicht glücklich

Ich war fertig mit der Welt und ärgerte mich über mich selbst. Warum war ich so feige? Ja, ich war abseilen am Tafelberg. Juhu! Aber wahre Größe wäre doch gewesen, sich einzugestehen, dass man etwas auch mal nicht kann. Ich hab es lieber unter größten Qualen durchgestanden, als zu meinen Gefühlen zu stehen.

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Mein Kreislauf, meine Gefühlswelt, meine Gedanken – alles war aus dem Gleichgewicht gekommen und quälte mich gerade. Stumm beobachtete ich den Rest der Gruppe, wie sie in zweier Paarungen abseilten. Wie sie mit Freude am Felsen sprangen, wie sie strahlend am Boden ankamen und sich beklatschten, es geschafft zu haben. Warum konnte ich das nicht genießen? Warum hatte mich die Angst so gefangen genommen? Warum hab ich oben am Berg nicht den Mut gehabt, einzugestehen, dass ich das einfach nicht kann? Ich war sauer auf mich selbst. Und im gleichen Moment schwor ich mir, ich werde wieder abseilen gehen, aber dann ganz alleine. Ohne Team, ohne Challenge, ohne Kamera-Mann. Ich alleine wollte mich noch mal meiner Angst stellen.

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Abseilen die zweite & eigentliche Lektion

Und das tat ich auch! Im März 2017 war ich wieder in Kapstadt, besuchte meine Freunde und natürlich auch „meinen“ Berg, wie ich den Tafelberg liebevoll nenne. Mit der Bergbahn bin ich rauf gefahren, um sein Panorama zu genießen und fand mich plötzlich an der Stelle wieder, wo ich Jahre zuvor mit Todesangst kämpfte. „Willst du auch mal?“ sprach mich ein Crewmitglied von Absteil Afrika an. „Danke, ich hab das schon gemacht und bin bald gestorben vor Angst.“ Ich mußte selbst ein wenig lachen, als ich mich das sagen hörte. Im nächsten Moment schoß es mir durch den Kopf, das das heute eigentlich ein perfekter Tag war, sich erneut der Angst zu stellen und mir mein eigenes Versprechen einzulösen und noch mal abseilen zu gehen. „Why not? Let´s do it“ hörte ich mich sagen, zahlte und fand mich wenig später an dem Punkt wieder, mit dem ich meine allergrößte Angst und einen der schlimmsten Tage in meinem Leben verband.

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Erstarktes Selbstvertrauen

Vor mir war noch eine Gruppe junger Mädchen und ich redete ihnen ermutigend zu. Erklärte in Ruhe, dass es etwas Überwindung kostet in Rücklage zu gehen, aber ab da würde es dann gehen. Ich hätte direkt anheuern können als Crewmember, so gut aufmunternt wirkte ich auf die jungen Damen. Ich war richtig gehend stolz auf mich, das Ganze so locker und easy erklären zu können. Trotzdem war ein Mädchen dabei, was aufgab und ihren Abseil abbrach. Sie schaffte es nicht in Rücklage und den nötigen 90 Grad Winkel zum Berg zu gehen. Sie tat mir leid. Ihre Freundinnen hatten sich ihrer Angst gestellt, aber sie gab auf.

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Nicht schon wieder

Nun war ich dran. Die Sicherheitshaken klickten und das Prozedere begann. Wieder die Sache mit der Rücklage, die ich gerade so überzeugend erklärt hatte. Und was soll ich sagen, wieder übermannte mich die Angst. Zwar war ich diesmal souveräner und wusste ja auch, was mich erwartet und trotzdem war da dieses Gefühl. Wieder brach Panik in mir aus, aber ich hielt dran fest, es schaffen zu wollen. NUR für mich.

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Ich musste jetzt Niemandem etwas beweisen. Nicht dem Team, dem Kamera-Mann und auch nicht meinem Kumpel. Ich wollte es schaffen, ganz allein für mich. Das sagte ich mir bei jedem Schritt. Das machte sie aber nicht leichter. Wieder fühlte es sich wie eine Ewigkeit an. Wieder konnte ich nicht nach unten schauen, pochte mein Herz wie wild und blanke Panik fesselte jeden meiner Gedanken. Trotzdem ging ich weiter. Schritt für Schritt den Berg hinab.

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Auf ganzer Linie versagt

Juhu! – hätte ich am Boden schreien können, denn ich hatte es zum zweiten Mal geschafft. Aber das tat ich nicht, denn wieder fühlte ich mich nur hundeelend. Und genauso wie beim erten Mal saß ich dann auf dem Felsen und meine Gedanken kreisten. Warum fühlte es sich jetzt wieder nicht gut an? Warum war da wieder diese Angst und diese schrecklichen Gefühle? Und erst langsam dämmerte es mir, dass die eigentliche Challenge an mich nicht war, „es“ zu tun, sondern sich einzugehen, dass es eben nicht geht.

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Mut auf den zweiten Blick

So wie das Mädchen oben am Berg. Sie hatte den Mut auf sich zu hören und auch vor ihren Freundinnen zu sagen, dass sie das nicht kann. Ich hatte es mir nicht mal selbst eingestehen können. Vorhin tat sie mir noch Leid. Jetzt bewunderte ich ihre Stärke. Auch wenn viele dieses Zurückstecken wohl eher als Schwäche erachten. Mich hat es gelehrt, dass es sehr wohl eine Stärke ist, wenn man sich eingeseht vor etwas Angst oder Respekt zu haben. Wenn man den Mut aufbringt auch Anderen zu sagen, dass man etwas nicht kann. Dazu gehört viel mehr Courage, als sich an ein Seil zu hängen, abseilen zu gehen und es einfach zu ertragen.

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Meine härteste Lektion am Berg

Jeder Mensch hat Grenzen und das ist auch gut so. Natürlich soll man sich auch diesen mal stellen, vielleicht auch mal über sich hinauswachsen, ohne Frage. Aber ich erachte es auch als Stärke, seine eigenen Grenzen zu kennen, zu akzeptieren und auch gegen andere zu verteidigen. Und so war Abseilen am Tafelberg nicht nur eine Mutprobe für mich, sondern eine Lektion über Grenzen. Eine, die ich gleich doppelt lernen durfte. Inzwischen bin ich mir jetzt auch ganz sicher, dass ich nie wieder an einem Seil den Berg hinunter hangeln will und diese Meinung auch gegen alle Widerestände verteidigenen würde.

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Geh Abseilen – trau dich!

Meine Zeilen sollen Niemanden davon abhalten, abseilen zu gehen. Auf gar keine Fall! Im Gegenteil! Probier es aus, stell dich der Mutprobe. Sei couragiert, sei tapfer und furchtlos. Wer sich nie etwas wagt, verpasst definitiv etwas im Leben. Nur weil ich Angst hatte, heißt das ja nicht, dass es dir genauso gehen muss. Vielleicht kannst du es als riesen Spaß empfinden, über dich hinaus wachsen und nachher mega stolz auf dich sein. Wichtig ist nur, dass du dabei in dich fühlst und auf dich achtest. Macht das ganze mehr Spaß oder mehr Angst? Tut mir das Gut oder breche ich hier ab. Wichtig ist einzig, was du daraus machst.

In diesem Sinne:

#get up & challenge dich!

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