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Namibia Ι Road Trip → TAG 2 von Windhoek in den Etosha NP & ins Halali Camp

Mit Namibia verbinden wir Weite, Freiheit und einzigartige Natur. Diese zu Entdecken war das Ziel unseres Road Trips durch Namibia. Am Tag 2 geht die wilde Fahrt durch Namibia nun endlich richtig los! CampingTAG 2: Unser Road Trip startet in Windhoek und führt uns zunächst in den Norden Namibias. Auf gut ausgebauten, schier endlos geraden Straßen steuern wir in Richtung Etosha National Park. Zum Ende der Trockenzeit ist das Land merklich ausgedörrt, staubig und die meisten Flüsse sind versiegt. image-2015-10-20(5)Überall am Straßenrand stoßen wir auf Warzenschweine auf der Nahrungssuche, die wild flüchten, wenn wir uns ihnen nähern. Auch für sie sind die Zeiten durch die anhaltende Dürre härter geworden und sie suchen sich ihre Nahrung nun am Wegrand. Für uns sind sie der erste Kontakt zur Tierwelt des Landes von der wir uns neben landschaftlicher Schönheit die meisten Eindrücke erwarten. image-2015-10-20(4)Schon auf der Fahrt bin ich fasziniert davon, wie Facettenreich sich Trockenheit darstellen kann. Trotz extremer Hitzeperioden und Dürre sind die Landstriche abwechslungsreich und stellen sich immer wieder neu dar. Alle Stufen von Rot-, Orange- und Brauntönen fährt die Natur hier auf und in der warmen afrikanischen Sonne scheinen diese zu leuchten.CampingVon Windhoek fahren wir auf der B1 über Otiwarongo, Otavi und Tsumeb in Richtung Weststor des Etosha. Über das Namutoni Tor erreichen wir den Nationalpark gegen 16 Uhr. (Info zu Eintritt & Papieren am Ende des Artikels)image-2015-10-20(8)Weitere knapp 70 km Fahrt auf Sandpiste in Richtung Halali Camp liegen noch vor uns und damit begleiten uns die Bedenken nicht rechtzeitig vor Einbruch der Dunkelheit anzukommen. Mehrfach sind wir gewarnt worden, nicht nachts zu fahren, da die Staßenbeschaffenheit dazu nicht ideal ist und viele Tiere nachtaktiv sind und urplötzlich auf der Fahrbahn erscheinen. Im Park sind maximal 60 km/h erlaubt und damit ist an eine zügige Anfahrt nicht zu denken. Noch dazu wollen wir unser Zelt nicht erst bei Dunkelheit aufschlagen, denn uns fehlt noch die nötige Übung darin.CampingEtosha macht es einem aber nicht leicht, zielgesteuert voran zu kommen. Nach nur wenigen Kilometern steht direkt am Wegrand die erste „grasende“ Giraffe vor uns. Durch nichts – auch nicht durch unsere klickenden Kameras – lässt sie sich bei der Nahrungsaufnahme stören. Gemächlich und mit langer Zunge angelt sie sich ein trockenes Blatt nach dem Anderen. Griaffe Etosha Nach ein paar hastigen Schnappschüssen fahren wir weiter, doch weit rollen wir nicht, denn ein majestätischer Elefant betritt die Bühne des Etosha Parks und daran kommt man eben nicht so einfach vorbei. image-2015-10-20(10)Auch nicht an den 5 folgenden Elefanten, den unzähligen Springböcken, Giraffen und einer sehr seltenen Flecken-Hyäne. image-2015-10-20(11)Da jedes Tier beachtenswert ist und auch porträtiert werden muss kommen wir erst kurz vor Sonnenuntergang aber gerade noch rechtzeitig im Halali Camp an.image-2015-10-20(12)Das Zelt lässt sich einfach aufbauen und die Eindrücke des Tages verarbeiten wir bei unserem ersten Braai und einem gut gekühlten Cider unter dem sagenhaften namibianischen Sternenhimmel.Camping Car Halali EtoshaNachts werden wir dann plötzlich durch das lautstarke zu Boden donnern unserer Mülltonne geweckt. Aufgeschreckt betrachten wir das Treiben vor unserem Fahrzeug. Ein etwa 1 Meter langer Honigdachs macht sich über die Reste unseres Grillguts her, die wir doch eigentlich gut verpackt entsorgt hatten. Mit seiner feinen Nase hat er sie trotzdem aufgestöbert. Mit seinen Krallen zerfetzt er nun die Tüten auf der Suche nach Nahrung. Wir beaobachten sein Treiben gespannt und schlafen nach seinem Verschwinden wieder friedlich ein.

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#infoGate & Eintritt:

Am Parkeingang zum Etosha füllt man ein Formular aus und erhält ein Papier/ pro Forma Rechnung. Bezahlt wird nicht an diesem Punkt sondern in einem der Camps. ACHTUNG, wer das vor dem Verlassen vergißt, muß die gesamte Strecke zurück fahren um zu bezahlen. Ein unnötiger Umweg bei dem schnell 160 km auf den Tacho kommen können und für den wertvolle Stunden drauf gehen!

Camps & Übernachtung

Das Camp haben wir vorgebucht, da im September/ Oktober Hauptreisezeit für Namibia ist. Allerdings hatten wir mit der Buchung so unsere Sorgen, da es über die zentrale NRW-Buchungsseite überhaupt nicht funktioniert hat. Weshalb unser Wunschcamp nach 4 Wochen „Theater“ dann auch ausgebucht war. Wir sind dann nach Halali ausgewichen, was sich allerdings als Glücksfall bei der Tierbeobachtung für uns erwiesen hat. Daher empfehle ich den direkten E-Mail-Kontakt zur Buchung: Ct.bookings@nwr.com.na oder einen zuverlässigen Agenten.

Pirschfahrt mal Anders – Reitsafari durch die Savanne Namibia´s

Auf den Pfaden wilder Tiere durch den afrikanischen Busch reiten und dabei die Ruhe & Stille genießen macht eine Reit-Safari zu einem ganz besonderen Erlebnis. Doch warum genau ist das so? Was macht es so speziell und wie gut muß man vorbereitet sein?image-2015-10-17(58)Der Morgen dämmert, die Sonne streckt sanft ihre Fühler aus und von der afrikanischen Hitze in der Kalahari ist noch nichts zu spüren. Gerade erst erwacht der Tag zu neuem Leben und genau wie ich, scheint auch mein Pferd noch müde zu sein. Sanft streichle ich ihm über die Stirn, suche den Augenkontakt mit dem Tier und versuche Vertrauen zu schaffen. image-2015-10-17(45)1Wohl auch, um mich selbst zu beruhigen, denn eigentlich habe ich großen Respekt vor Pferden und auch jedes Mal gehörig Angst beim Reiten. Doch die Aussicht, eine Safari mal ganz anders zu gestalten und die Neugier auf das neue Erlebnis sind stärker als meine Befürchtungen abgeworfen zu werden.image-2015-10-17(38)So steige ich also voller wildem Herzklopfen in den Sattel meines Pferdes und schon nach den ersten Schritten bereue ich meinen Übermut. Ich fühle mich nicht wohl und es fällt mir schwer die Kontrolle an das Tier abzugeben. Zwar bin ich schon 2x geritten, aber wie man ein Pferd richtig führt habe ich nicht gelernt. An diesem Morgen bin ich die einzige Teilnehmerin der Reit-Safari und mit dem Guide alleine unterwegs. image-2015-10-17(41)Da die Tour auch für Anfänger ausgeschrieben ist, verlasse ich mich darauf, diesmal eine Einweisung zu bekommen. Doch das Englisch meines Guides und seine schüchterne Kommunikation sind nicht gerade eine Hilfe um zu erfahren, wie man so ein Pferd richtigerweise reitet und lenkt. Ich beruhige mich damit, dass das Tier diese Touren kennt, schon weiß was es tut und wohin es traben soll. Aber wohl fühle ich mich nicht.image-2015-10-17(40)Schon gar nicht, als mein Guide das Tempo erhöht und auch mein Pferd nun schneller trabt. Ich hüpfe auf dem Sattel herum und bekomme Angst herunter zu fallen.Verkrampft klammere ich mich fest und versuche nicht aus dem Sattel zu fallen. „Slowly, slowly, please“ rufe ich nach vorne und ziehe die Zügel zu mir. Mein Pferd verlangsamt sofort sein Tempo und wir traben in gemächlichem Schritt weiter. Ich bin erleichtert, dass ich es geschafft habe, das Pferd abzubremsen. Mein Herzschlag beruhigt sich, meine Haltung entspannt sich und ich fasse Vertrauen zu dem Tier.image-2015-10-17(53)Und dann ist da auch der Moment in dem ich mich einfinde in der Umgebung und einen Blick dafür bekomme, welche Schönheit sich mir hier abseits der Pisten offenbart. Die Sonne taucht die Landschaft in warmes Licht und lässt die roten Dünen erglühen, während das kniehohe gelbe Gras und die grünen Büsche den Kontrast dazu bilden und dieses so Kalahari typische Bild prägen, welches ich so liebe. Das ist das pure Afrika für mich. Keine Grenzen, keine Zeichen von Zivilisation, nur Weite so weit das Auge blicken kann und dazu alles perfekt gerahmt durch diese wunderbare und einzigartige Landschaft und ihre Stille.image-2015-10-17(55)Jetzt in diesem Moment in dem ich die Angst überwunden habe und die Landschaft genieße, weiß ich, dass es die richtige Entscheidung war, eine Reit-Safari zu machen. Kein knatternder Motor eines Jeeps und keine schnatternden Touristen sondern nur das sanfte Schnaufen meines Pferdes begleiten mich. Genau das macht es so speziell auf dem Rücken eines Pferdes die Landschaft zu entdecken.image-2015-10-17(43)Man bewegt sich abseits der Touristenpfade und auf den Fährten der Tiere. Es ist einfach ihren Spuren zu folgen und sich ihnen ganz ungestört zu nähern. Und genauso erlebe ich es auch. Direkt neben mir grasen Spingböcke. Ein kurzer prüfender Blick und sie knabbern weiter an den Grashalmen. Sie nehmen das Pferd und mich nicht als Bedrohung wahr und so lassen sich diese Tiere aus nächster Nähe betrachten. Ich stoppe also mein Pferd und schaue mir diese so wunderbar von der Natur gezeichneten Antilopen an. Erst als sie sich zu sehr beobachtet vorkommen, nehmen sie reiß aus.image-2015-10-17(50)In ruhigem Tempo traben wir weiter und wieder schweift mein Blick über die Weite der Savanne in der Hoffnung weitere Tiere zu erspähen. Doch noch bevor ich etwas entdecke, zeigt mir mein Guide ein großes Erdloch im Boden und erklärt mir, dass hier ein Ameisenbär wohnt, wie dieser lebt und jagt.image-2015-10-17(58) Wie ein Schwamm sauge ich dieses Wissen auf und bin wieder froh in keiner großen Gruppe gestartet zu sein. So habe ich die Möglichkeit in Ruhe Fragen zu stellen und mir alles ganz genau anzusehen. image-2015-10-17(47)Inzwischen fühle ich mich auch im Sattel wohl. Die meiste Zeit trabt das Pferd brav dem Guide nach und stoppt, wenn das andere Pferd zum Stehen kommt. Ich kann es ein Stück weit führen und wenn es mir zu schnell geht, ziehe ich die Zügel und verlangsame unser Vorankommen. Das gibt mir die Möglichkeit entspannt den Erklärungen des Guide zu lauschen, die Landschaft zu genießen und die Tiere beobachten.image-2015-10-17(42)In sicherem Abstand entdecke ich eine grasende Oryx-Antilope und bin stolz sie noch vor dem Guide entdeckt zu haben. Es ist nicht meine erste Safari und inzwischen habe ich einen sehr geübten Blick dafür die gut getarnten Tiere zu erspähen. Wieder stören wir nicht mit unserer Anwesenheit und ich habe fast das Gefühl ein Teil seines Lebensraumes zu sein. Genau das hatte ich mir gewünscht, als ich zur Reit-Safari aufgebrochen bin.image-2015-10-17(48)Über unzähligen roten Dünen führt unser Weg und folgen wir den Spuren im Sand. Die Sonne steht inzwischen hoch am Horizont, Hitze steigt empor und lässt die Umgebung flimmern. Ich bin froh, dass wir an einem erhöhten Punkt rasten und es eine kühlende Erfrischung gibt. Auch bleibt Zeit für ein paar Landschaftsschnappschüsse. image-2015-10-17(54)Ich genieße den Blick auf die Szenerie und streichle mein Pferd zum Dank. Als ich mich nach der Pause wieder im Sattel befinde ist da kein Unwohlfühlen mehr und ich erlaube auch ein gesteigertes Tempo. Zügig geht es jetzt die Dünen hinauf und wieder herunter während wir uns dem Camp nähern.image-2015-10-17(39)Bei unserem heutigen Ausritt begegneten uns zwar keinen Giraffen oder Zebras, aber das ist mir auch nicht so wichtig gewesen. Ich bin nicht im Zoo unterwegs, sondern in der Wildnis und weiß, dass die Natur nicht alle ihre Geheimnisse auf einmal Preis gibt.image-2015-10-17(51)Ich genieße jedes kleine Wunder was hier seinen Lebensraum gefunden hat. Ich lerne viel über die Bewohner der Savanne, ihr Zusammenspiel und ihren täglichen Überlebenskampf und ich genieße es als Reiterin Teil ihres Refugiums geworden zu sein.image-2015-10-17(57)Und ich bin froh, doch den Mut für diesen Ausritt gefunden zu haben und dankbar dafür, dass alles so gut und sicher funktioniert hat. Für mich war es ein besonderes Erlebnis und ich bin mir sehr sicher, dass ich zu gegebener Zeit wieder in den Sattel steigen werde um die Natur vom Pferd aus zu entdecken.

#infoIch habe meine Reitsafari auf der Bagatelle Kalahari Game Ranch in der gemacht. Der Vorteil ist hier, dass man auch als Tagesausflügler teilnehmen kann. Bagatelle hat allerdings auch eine wunderbare Lage um dort in den Cottages zu wohnen oder auf dem Campingplatz zu rasten.

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Reitsafarie-Pirschfahrt-Afrika-Namibia

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