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Empfehlung: Gracias – Herrlich bunt, freundlich & typisch Honduras

Gracias kann man gut und gerne als eines der Schmuckstücke unter den Städten in Honduras bezeichnen und wer durchs Land reist, sollte ganz sicher auch einen Abstecher in dieses beschauliche Städtchen machen.image-2015-09-25(22)Die kolonialstadt Gracia im Verwaltungsgebiet Lempira liegt im Westen von Honduras und ist eine der ältesten Städte des Landes.image-2015-09-25(21)Gegründet wurde sie im Jahre 1536 vom spanischen Kapitän Juan de Chavez und ging ursprünglich aus dem Ort Opoa hervor. An den heute nur mehr eine Lehmmauer erinnert.image-2015-09-25(29)Der ursprüngliche Name der Stadt lautete „Gracias a dios“ was so viel bedeutet wie „Dank sei Gott“.image-2015-09-25(18)Im 16 Jahrhundert war Gracias sogar die Hauptstadt des gesamten durch die Spanier eroberten Zentralamerikas und das umfasste Gebiete des südlichen Mexikos ebenso wie Nicaragua.image-2015-09-25(20)Koloniale Prachtbauten zeugen noch heute vom Glanz der einstigen Metropole. Gerade in der Architektur seiner Kirchen sieht man welchen Einfluss Gracias einst hatte. Kirchliche Führer waren es, die der Stadt soziale Strukturen gaben und ihre Architektur maßgeblich prägten.image-2015-09-25(19)In der gesamten Region rund um Gracias findet man Zeitzeugen des kirchlich kolonialen Baustils. Kirchen in La Campa, San Manuel Colohete und Belén Gualcho gehören zu den schönsten Bauwerken des Landes und sollten unbedingt besucht werden.image-2015-09-25(23)„Antigua“ in Guatemala und Comayagua stellten die Bedeutung von Gracia schließlich in den Schatten.image-2015-09-25(34)An den Ausläufern der Celaque Mountains, den höchsten in Honduras, liegt das Städtchen welches als letzte Bastion des indigen Lenca-Volkes galt und seinem berühmtesten Führer „Chief Lempira“ hier ein Denkmal gesetzt hat. Gracias HondurasNoch heute erinnert sein Statur am zentralen Marktplatz an seinen Freiheitskampf gegen die spanischen Besatzer.image-2015-09-25(27)Noch ist die Stadt hauptsächlich auf Handelsreisende eingestellt und nur wenig auf durchreisende Touristen. Budgethotels sind daher nicht besonders einladend. Hingegen wir sehr hübsche und geschmackvoll eingerichtete Hotels fanden.image-2015-09-25(33)Ausgeschmückt mit kolonialen Überbleibseln, bunten Wänden und dem so typischen begrünten Innenhof sind sie eine wahre Augenweide.image-2015-09-25(37)Wer wie wir auf „Gut Glück“ anreist, läuft Gefahr ein paar Klinken putzen zu müssen bis er eine Herberge findet, die noch freie Zimmer hat. Trotzdem kommt einem diese Stadt nicht überlaufen vor.image-2015-09-25(39)Um genau zu sein haben wir das Gefühl die einzigen ausländischen Touristen hier zu sein. Dabei ist die Stadt unheimlich malerisch mit ihren bunten Häusern, schmalen Gassen, dem Kopfsteinpflaster und seinen Menschen.image-2015-09-25(41)Die Lenca, so nennt man das Volk in dieser Region gelten als zurückhaltend und scheu. Doch wir erleben das ganz anders. Freundliche Begrüßungen auf der Straße, willkommen heißende Blicke und Gesten gespickt mit ein wenig Neugier an uns als Besuchern. image-2015-09-25(40)Englisch spricht hier wie in fast ganz Honduras kaum Jemand. Auch nicht im Gastgewerbe, aber das hatten wir auch nicht erwartet. Und so verständigen wir uns mit ein paar Brocken Spanisch, um all die Fragen zu unserer Reise und unserem Herkunftsland zu beantworten.image-2015-09-25(35)Für Gracias haben wir einen Tag eingerechnet und füllen diesen mit Fotospaziergängen durch den Ort, mit Gesprächen in den Geschäften, beim Besichtigen der Kirchen oder bei einem Kaffee am Marktplatz. Die Stadt hat keine Sehenswürdigkeiten, sie ist die Sehenswürdigkeit.image-2015-09-25(24)Ich verliebe mich in die Architektur der Kirchen, genieße die freundliche Atmosphäre und die interessierten Blicke der Männer auf der Straße. Als blonde Frau falle ich hier auch ohne Modelmaße auf. Gracias HondurasUnd im Gegensatz zu manch anderen Ländern gibt es hier keine gierigen Blicke oder eine unangenehme Anmache. Man wird eher bewundert & geachtet wie eine Prinzessin und das darf Frau auch ruhig mal genießen. Sogar mit Genehmigung des eigenen Partners.image-2015-09-25(48)Wir verbringen einige Stunden in dem pittoresk Örtchen und erst als uns gegen Nachmittag die Füße schmerzen beschließen wir einem anderen Highlight von Gracia einen Besuch abzustatten. Uns zieht es in die Thermalquellen und was wir dort erlebt haben lest ihr im Link.


Wlan gibts übrigens am zentralen Marktplatz in der Stadt für alle die Kontakthalten wollen.






Empfehlung Honduras: Parque Nacional Celaque – Der beeindruckendste Nationalpark & warum sich ein Besuch für dich lohnt!

Wer von Gracia spricht, spricht auch über den Parque Nacional Montana de Celaque, so heißt es. In der Einheimischensprache „Lenca“ bedeutet das so viel wie „Wasser Schachtel“ und der Name kommt nicht von irgendwo her. Dem Park entspringen außerdem mehrere Flüsse, es gibt einen majestätischen Wasserfall aber in der Hauptsache gilt er wegen seinem Nebelwald als Wasserspeicher.image-2015-09-25(30)Die gesamte Bergregion ist bedeckt von Bäumen und damit auch Heimat einer Vielzahl an Pflanzen und Tieren. Sein wohl bekanntester und gleichzeitig geheimnisvollster Einwohner ist der Quetzal. Schon der Name hinterlässt keinerlei Hinweis darauf um was für ein Tier es sich handelt. Dabei kommt der Vogel in fast jedem Reiseführer zur Sprache. image-2015-09-25(36)Hier im Park soll er seine Heimat haben und nur mit viel Glück von Wanderern zu entdecken sein. Aber er ist nicht der einzige Einwohner. Neben ihm findet sich eine bemerkenswerte Zahl an Wildtieren im Park: von bunten Schmetterlingen über Eichhörnchen Affen, Reptilien, Pumas oder Ozelote.image-2015-09-25(15)Im Park gibt es verschiedene Trails die bewandert werden können. Auch direkt auf die Spitze des 2849m hohen „El Cerro de las Minas“ – dem höchsten Berg von Honduras. Wer sich dieser Herausforderung stellen will, dem wird ein 2-Tages-Trip angeraten, sowie ein entsprechende physische Kondition.

Der Park liegt in etwa 7 km außerhalb der Stadt und ist gut beschildert. Wir hatten allerdings eine schweißtreibende und nervenaufreibende Anfahrt, selbst mit motorstarkem 4×4 Fahrzeug und fahrerischen Kenntnissen. Die neue Straße zum Eingang des Parks befindet sich derzeit in ihrer Entstehung und so mussten wir die Ausweichroute wählen.image-2015-09-25(17)Der Umweg führt über die vom Verkehr und Regenfluten zum Teil schwer zerschundene Schotterpiste hinauf zum Parkeingang. Riesige Regenrinnen und Felsbrocken haben die Anreise zusätzlich erschwert. Mit Kleinwagen rate ich dringend von einer eigenen Anfahrt ab, so lange die neue Straße nicht in Betrieb ist. Such dir lieber einen Taxifahrer oder buche gleich einen Guide, der dich hinauf bringt.image-2015-09-25(16)

Als wir nach 50 Minuten Anfahrt unser Ziel erreicht hatten, war der Parkeingang verschlossen und keine Menschenseele vor Ort. Auch keine Rufnummer zur Kontaktaufnahme. Ohne Karte, Guide oder Eintrittsticket endete unser Ausflug hier.


Bitte daher dringend vorab eine Tour organisieren oder sicherstellen, dass zum Anreisetag Jemand vor Ort ist, wenn du den Park besuchen möchtest. Wir sind unverrichteter Dinge wieder den Berg hinab gefahren und haben uns dafür für die Besichtigung von Gracias mehr Zeit genommen. Mehr dazu im Link.

Für mehr Informationen wird die Kontaktaufnahme mit Marco Aurelio Rodrigues, einem Guide empfohlen. Rufnummer: (504) 9870 8821 oder über Mapance in Gracias über die Telefonnummer: (504) 2656 04060/ E-Mail: turismo.calaque@gmail.com oder über die Touristeninformation in Gracias. Eintritt: 50 HNL