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Südafrika I Paternoster – Die Perle der Westküste

Unbeachtet von Touristenströmen aus aller Welt schlummert an der Westküste Südafrikas eine wahre Perle. Der kleine, traditionelle Ort Paternoster liegt 90 min. Fahrtzeit von Kapstadt entfernt. Er gilt als der wohl romantischste und friedvollste Ort an der malerischen Küstenlinie.image-2015-11-10(5)Und ist gerade deswegen ein beliebter Ferienort für die Kapstädter, die hier versuchen dem Hamsterrad zu entkommen und kleine Fluchten, Abgeschiedenheit und Ruhe zu finden. Außerdem wird Paternoster bei Kennern für seine Gourmetküche geschätzt.  image-2015-11-05(6)1790 wurde dieser Teil der Küste von dem Kapitän eines Schiffes der Holländisch-Ostasiatischen Kompanie entdeckt. Paternoster ist bis heute ein ganz beschauliches und authentisches Fischerdorf. Seine rund 1.300 Einwohner gehen wie schon seit den Anfängen hier ihrer Hauptätigkeit dem Fangen und Verarbeiten von Fisch und Lobster nach.image-2015-11-10(4)Besonders typisch für Paternoster sind die schönen, weiß verputzten Cottages mit ihren blauen Türen. Oft sind diese kleinen Häuser mit Reet gedeckt und es ist eine Freude die blühendem Vorgärten mit ihrer maritimen Deko zu bestaunen. In Paternoster trifft man sich morgens auf der Straße und nachmittags schaut man den Fischern beim Einbringen ihrer Netze zu.Paternoster HausWann immer ich in Kapstadt bin zieht es mich an die Westküste, an die Langebaan Lagune und ihren Nationalpark bis hinauf nach Paternoster. Man kann hier Tage, ein Wochenende oder auch einen Monat zu bringen, ein Buch lesen oder sogar ein eigenes schreiben. Selbst ein Tagesausflug lohnt sich hier. Doch wer Zeit hat, der sollte sie sich auch nehmen und in einem der Häuser am Strand übernachten oder sein Zelt am Meer aufschlagen.   image-2015-11-10(13)Die malerische Bucht an der der Hauptteil des Ortes liegt ist ein idealer Ort für Strandspaziergänge. An ihrem Rand liegen große Felsen, auf ihrem Sand bunte Fischerboote und über Kilometer kann man sich hier die Füße vertreten und die Seele baumeln lassen. Und das ist auch schon die Hauptbeschäftigung der meisten Gäste hier. Zwar gibt es Aktivitäten wie Kajak– oder Quadfahren, Wale, Delfine, Robben- und Vogelbeobachtung, aber die Meisten genießen einfach nur die Aussicht. image-2015-11-10(8)Wer sich hier die Füße vertritt nimmt sich Zeit zum Leben. Der atmet bewusst die Meeresluft in die Lungen, der läßt die Gedanken mit den Wolken ziehen und die Blicke übers Meer schweifen. Paternoster strahlt eine besondere Atmosphäre aus und jeder der sich darauf einlässt, wird die Ruhe und Abgeschiedenheit hier als wahres Geschenk empfinden.image-2015-11-10(12)Und neben der Hauptbucht kann man auch um den Ort noch herrlich spazieren gehen. Wer sich links entlang der Küste hält findet eine zweite ebenso pittoreske Bucht und etwas weiter entfernt auch das Cape Columbine Nature Reserve mit seinem markanten Leuchtturm.PaternosterDer Cape Columbine Leuchtturm ist das Wahrzeichen des kleinen Schutzgebietes und wurde 1936 auf dem Castle Rock errichtet. Er ist der letzte bemannte Leuchtturm in Südafrika und das erste Leuchtfeuer, welches europäische Schiffe zu Gesicht bekommen, wenn sie die Häfen in Südafrika ansteuern. Seine Bauart macht diesen Turm so prägnant und er ist das letzte noch in Nutzung befindliche Bauwerk seiner Art. Interessierte Besucher können an Führungen teilnehmen oder hier übernachten.image-2015-11-05(17)Auch befinden sich der Campingplatz und das sehr beliebte The Beach Camp im Naturreservat. In zeltähnlichen Kabinen kann man hier direkt am Meer nächtigen. Ein echtes Highlight! Es lohnt sich auch in das dazu gehörige Strandrestaurant einzukehren. Seine maritime Deko, wie alte Netze und Fischerboote bieten das perfekte Panorama, hier entspannt südafrikanischen Wein und den Blick aufs Meer so richtig auszukosten. Oder wie wäre es mit der lokalen Köstlichkeit dem Sanddünenspinat?image-2015-11-10(16)Wunderbar eingebettet zwischen den Felsen ist auch der Campingplatz ein beliebtes Ziel der Südafrikaner und ihrer Gäste. Hier kann man sein Zelt direkt am Meer und den tosenden Wellen aufschlagen. Auf dieser Seite des Ortes ist die See rauer und die Wellen schäumender. Angler werfen hier ihre Routen aus und genießen ihr ganz eigenes Paradies, während die Kinder Muscheln sammeln und die Frauen die Sonne genießen.image-2015-11-10(19)Wer im Ort selbst bleibt wandelt durch die kleinen Gassen, entdeckt hübsche Häuschen, schaut schlummernden Katzen zu, bummelt zwischen Kunsthandwerk oder bestaunt in einer der Galerien die zahlreichen Skulpturen und Malereien.image-2015-11-10(2)Das ist dann aber auch schon das Aufregendste was man hier im Ort selbst unternehmen kann. Aber genau das ist es, was Paternoster ausmacht. Hierher kommt nicht, wer Action, Lifestyle und Entertainment sucht. Der darf getrost in Kapstadt bleiben, denn damit könnte der kleine Ort ohnehin nicht konkurrieren. Sicher gibt es kulturelle Angebote, aber wenn finden sie in ganz kleinem Rahmen statt.image-2015-11-10(1)Und selbst die Wassersportler zieht es an der Westküste eher nach Langebaan und in die Lagune. Dort gibt es ein großes Angebot an Möglichkeiten: vom Segeln, über Jetski bis hin zu Kite-Kursen. Zum Abschalten, Erholen und genießen bleibt allerdings Paternoster der richtige Ort.image-2015-11-10(9)Genuss ist neben Entspannung die zweit wichtigste Tätigkeit hier. Egal ob man seinen Platz im Restaurant gefunden hat oder auf dem Campingplatz seinen Grill aufgestellt hat, hier kommen in erster Linie frische Meeresfrüchte und Fisch übers Feuer. Ganz besonders beliebt ist der Hummer, der hier West Coast Lobster genannt wird.image-2015-11-10Schon bei der Einfahrt in den Ort begegnen einem zahlreiche Straßenhändler die hier ihren Fang feil bieten. Doch Vorsicht, diese Verkäufe sind zumeist aus illegalem Fang und man sollte das nicht unterstützen. Nur für eine Woche im Jahr ist der Verkauf legal (zumeist um Ostern) Wer Paternoster mit diesen Einkäufen wieder verlässt, läuft Gefahr von der Polizei gestoppt und zu Strafzahlungen aufgefordert zu werden. Gerade an Sonntagen werden diese Kontrollen regelmäßig durchgeführt, wenn die Capetowniens die Rückreise in ihre Stadt antreten.Lobster, Fischer, PaternosterIn den zahlreichen Fischrestaurants entlang der Hauptstraße und auch direkt am Meer kann man sich und seinen Gaumen also so richtig verwöhnen lassen. Auch wer keinen Fisch mag bleibt hier nicht hungrig. Oft wird auf Sterneniveau gekocht und es empfiehlt sich, sich ein wenig umzuhören, welches Restaurant gerade besonders beliebt ist und wo es sich lohnt einen Tisch zu reservieren.image-2015-11-10(11)Am Abend sind die Gasthäuser (gerade am Wochenende) sehr gut gefüllt, denn zur Entspannung zählt auch, nicht kochen zu müssen. Jetzt werden die Kerzen und Feuer angezündet, die guten Flaschen Wein geöffnet und man trifft sich und plauscht bis weit in die Nacht.image-2015-11-10(18)Wie überall in der Abgeschiedenheit Südafrikas erwartet einen auch hier ein sagenhafter Sternenhimmel mit Blick auf die Milchstraße. Für wen Paternoster die zweite Station nach Kapstadt ist, für den wird die erste Nacht unter den Sternen der Südhalbkugel ganz sicher zu einem weiteren Highlight dieses Ortes.ZeltMit frischer Meeresbrise in der Nase, sanftem Wellenrauschen im Ohr und gesättigtem Magen kann man hier dann ganz entspannt seine Nachtruhe finden und sich noch einmal in den Tag und an den Strand zurück träumen. Wer früh wieder wach ist, der sollte wie ich die Zeit nutzen, sich die Kamera schnappen und den Fischern im Hafen zuschauen.image-2015-11-10(22)Wenn der Tag erwacht, die ersten Sonnenstrahlen die Nase kitzeln und alles noch ganz frisch ist, hat Patanoster auch noch mal seinen ganz eigenen, besonderen Charme. Überhaupt wird man in dem Ort viele schöne Motive für die Kamera finden. Allein das Panorama mit der Bucht und ihren zahlreichen, bunten Booten ist ein hinreißendes Bild, was es festzuhalten gilt.image-2015-11-10(20)Für mich ist die beste Besuchszeit für Paternoster die Nebensaison und unter der Woche, denn dann ist der Ort noch authentischer und ruhiger als er ohnehin schon ist. Auch bekommt man dann oft bessere Preise als in der Hauptsaison über Weihnachten. Hier empfiehlt es sich wirklich rechtzeitig im Voraus zu buchen oder dann doch sein Zelt am Meer aufzuschlagen. Campingvermieter findet man zahlreiche und auch sehr gute in Kapstadt.image-2015-11-10(21)Wer die Westküste hinauf reist dem empfehle ich auch den Weg in die Cederberge fortzusetzen. Erst die Westküste hinauf bis Lamberts Bay zu fahren und dann in Richtung Clanwilliam seine Tour durch diese einmalige Landschaft von Nord nach West zu starten. Auch die Cederberge sind ein wahrer Seelenschmeichler für Naturliebhaber, Wanderer und Ruhesuchende. Klicke auf LINK um zu den Impressionen zu gelangen.image-2015-11-10(23)PaternosterIch hoffe ich habe dir Lust auf diesen malerischen Ort an Meer machen können. Sag mir doch deine Meinung dazu & nutze das Kommentarfeld. Auch kannst du mir gerne schreiben, wenn du noch Fragen hast oder weitere Tipps brauchst. Ich feue mich!

Und hier noch ein Video Schwenk über die Bucht von Paternoster:

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Honduras I La Campa – Schönheit zwischen Porzellan, Gotteshäusern & Thrill

La Campa ist eine kleine Lenca Siedlung in den Bergen von Honduras. Durch ihre Tradition, ihre Handwerkskunst und dem neuen Action-Thrill, der Zipline, hat sie es zu Ruhm in ganz Zentralamerika gebracht.image-2015-09-25(70)Wer sich nach La Campa aufmacht, der findet schon auf dem Weg herrliche Landschaften sowie kleine verschlafene Ortschaften. Und allein dafür lohnt sich die holprige Anfahrt. La Campa liegt 16 km weit entfernt von Gracias und ist nur über eine Schotterstraße zu erreichen.image-2015-09-25(67)Fahrerische Kenntnis und auch ein 4×4 Fahrzeug halte ich für eine sichere Anreise für unabdingbar, da die Strecke im wahrsten Sinne des Wortes über Stock und Stein führt und in der Regensaison zur Gefahr für ungeübte Fahrer wird. Auch sind 16km nicht mit unserem Zeitmaßstab anzusetzen, da die Straße wirklich sehr schlecht ausgebaut ist und man phasenweise nur im Schritttempo vorankommt. image-2015-09-25(61)La Campa ist aber natürlich auch mit dem Bus von Gracias aus zu erreichen. Auch das in Honduras übliche Ladeklappe-Reisen habe ich beobachtet. Gut festhalten ist hier allerdings ein Muß!image-2015-09-25(64)Das traditionelle „La Campa“ ist wirklich ein winziges Nest, was von der Anziehungskraft seiner Kirche, dem Canopy Extremo und den Töpfereien lebt.image-2015-09-25(69)Genau für diese besondere Handwerkskunst war der Ort über alle Regionen hinweg bekannt und ist auch heute noch lohnendes Ziel für Kunstschatzliebhaber aus ganz Zentralamerika, die hier einkaufen oder die Töpfereien besuchen. Ebenso lockt der Ort Sammler und Kenner mit seinen außergewöhnlichen Lenca Textilien an. image-2015-09-25(62)Das zentrale Wahrzeichen des Ortes ist die Kirche St. Matías. Sie gilt als das schönste koloniale Gotteshaus in ganz Honduras und ist ein weiterer Magnet für Reisende. image-2015-09-25(65)Doch auch die zweite Kirche, etwas am Berghang gelegen ist ein sehenswertes Schmuckstück und sollte unbedingt besichtigt werden. Mir haben beide Kirchen sehr gut gefallen und ich würde schon allein deswegen wieder den Weg hinauf in diese malerische Ortschaft antreten.image-2015-09-25(61)La Campa punktet bei mir in erster Linie mit seiner Lage zu Fuße der hohen Berge und dramatischen Schluchten. Wer Natur und Einfachheit liebt, wird sich hier vollends wohl fühlen. Bei Wanderungen in den Schluchten oder zum Gipfel des Camapara kommen wiederum Outdoorliebhaber voll auf ihre Kosten.image-2015-09-25(63)Wer den ultimativen Thrill sucht & Action liebt, dem sei die Canopy Extremo – Zentralamerikas längste Zipline zum Überqueren des Canyon empfohlen. Sie ist gerade bei jungen Reisenden und Backpackern sehr beliebt und die neue Einnahmequelle für den Ort. image-2015-09-25(72)Wir haben La Campa nur als Durchreisende besucht, wer viel Zeit auf seiner Reise hat, sollte sich diese auch nehmen, die nähere Umgebung zu erkunden und die Landschaft zu genießen.image-2015-09-25(71)Infos zur Zipline findest du wie immer im Link.