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Busfahren in Buenos Aires. So funktionierts!

Der beste Weg Buenos Aires kostengünstig und selbstbestimmt zu entdecken ist zu Fuß oder mit dem Bus. Doch Busfahren in einer fremden Stadt und dann vielleicht sogar noch ohne Sprachkenntnisse, kann leicht zur Hürde werden. Deshalb hier von mir ein paar gesammelte Erfahrungswerte, damit du diese wunderbare Metropole für dich kostengünstig entdecken kannst!IMG_3944
Buenos Aires hat ein hervorragendes Bussystem das bis in nahezu jeden Winkel der Stadt hervorragend funktioniert. Das macht es leicht diese Metropole für sich zu entdecken. Damit man die Busse benutzen kann, braucht man das Wissen rund um das so geannte Sube-System.IMG_3570
Im Bus bezahlt man nämlich nicht mit Geld sondern mit einer Guthabenkarte oder Coints (damit ist kein Kleingeld gemeldet). Wobei letztere eigentlich veraltet sind und oft auch gar keine funktionsfähigen Automaten mehr in den Bussen zu finden sind.IMG_3424
Du brauchst also in erster Linie eine Sube-Karte. Diese bekommst du an Bahnhöfen oder Kiosken (Kiosko genannt). In der Regel haben die entsprechenden Verkaufststellen das Sube-Logo erkennbar an der Außenfront.IMG_3765
Rechne dir aus, dass du am Tag wahrscheinlich mindestens 2 Fahrten brauchst, also 7 Peso. Dann mal der Anzahl der Tage plus ewas Puffer und du weißt, was du in etwa an Guthaben draufladen solltest. Beachte, dass es Sonntags schwer sein wird einen offenen Kiosk zum Wiederaufladen der Karte zu finden.IMG_3953
Ist deine Karte leer stehst du eventuell nachts in einem Virtel und kommst nicht weiter. Also immer etwas Puffer vorm Sonntag haben. Zur Not zu einem der Bahnhöfe laufen, die Verkaufsstellen da, haben am ehesten noch auf.IMG_4289
Bushaltestellen sind nicht immer als solche zu erkennen. Ganz wichtig ist hier, dass du auf die angeschriebene Nummer am Bushäuschen schaust. Ist deine Linie dort nicht angeschrieben, dann schau dir die Umgebung an.IMG_3436
Oft sind die anderen Haltestellen nur durch die Nummer an einem Pfahl markiert und ganze Buslängen vom eigentlichen Bushäuschen entfernt. Nur wo die entsprechende Nummer dran steht hält der Bus auch. IMG_3959Steht man an der falschen Stelle fährt er vorbei. Wer möchte das der Bus stoppt, der hebt die Hand als Signal für den Fahrer.IMG_3764
Beim Einstieg sagt man dem Faherer wohin man möchte. Als Tourist ist das oft nicht ganz so einfach, weil einem ja Stadtzentrum als Oberbegriff schon reicht. Dem Busfahrer aber nicht. Hier hat es mir geholfen grob den Finger auf eine Karte zu setzen und der Fahrer hat den Preis berechnet. Nachdem er also die entsprechende Eingabe an seinem Display gemacht hat, hälst du die Karte ans Lesegerät.IMG_3428Eine Fahrt kostet im Schnitt 3.50 Peso. Steigst du in einen anderen Bus um, so muss neu gezahlt werden, auch wenn du die Fahrt ins gleiche Virtel fortsetzt.IMG_3767
Willst du aussteigen, dann drück den Halteknopf oder stell dich so hin, dass der Fahrer dich sieht. Wenn du dir unsicher bist, frag höflich den Busfahrer. Außerhalb der Rush Hour und gerade nachts wird er dir ganz sicher immer helfen können.
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Busse fahren rund um die Uhr und mehr als 5 minuten mußte ich auch noch nie irgendwo auf einen Bus warten.IMG_3434
Übrigens kannst du deine Sube Karte auch im Zug zum Tigre-Delta und der Untergrundbahn verwenden.

Buenos Aires – Stadtrundfahrt aber günstig bitte!

Eine Stadtrundfahrt ist eine super Sache um einen ersten Eindruck von der zu entdeckenden Metropole zu bekommen. In manchen Städten ist dies allerings ein teures Vergnügen. So auch in Buenos Aires. Deshalb hier meine Tipps, wie du es schaffst günstig zu allen Sehenswürdigkeiten zu gelangen ohne dabei ausgenommen zu werden.IMG_3491
Wie in fast jeder großen, touristischen Stadt gibt es auch in Buenos Aires „Hop on. Hop off. Busse“ allerdings finde ich diese unverschämt teuer. Das Ticket gilt für 24 Stunden und hat zwei Preise. Den für Argentinier (260 Peso) und den für Ausländer. Diesses Ticket kostet dann gleich mal 390 Peso. Mit einem derzeigigen Umrechnungskurs also ca. 26 EUR bzw. 39 EUR. Im internationalen Vergleich wären 26 EUR ja noch ein „vertretbarer“ Preis. 39 EUR ist in meinen Augen für das Angebot aber eine Unverschämtheit.

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Denn die Touren bieten keinen Luxus der sie von anderen Städten abheben würde. Statt einem Tourguide bekommst du genauso nur einen Kopfhörer auf und erhälst vorher eingesprochene Informationen. An den jeweiligen Sehenswürdigkeiten kannst du aussteigen und diesse auf eigene Faust entdecken. Da es sich an den meisten angesteuerten Stationen ohnehin um Gebäude oder Parks handelt für die kein Eintritt fällig wird, ist auch hier der Preis nicht gerechtfertigt.
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Buenos Aires zu entdecken geht einfacher und wesentlich billiger mit den lokalen Bussen.

Eine Fahrt kostet hier im Schnitt 3.50 Peso. (35 Cent) Sprich für 39 EUR was eine Tour kostet könntest du satte 111 Mal den Bus benutzen und das nicht nur in 24h. Es rechnet sich also schlicht weg nicht.IMG_3434
Stadtpläne mit den Sehenswürdigkeiten die angesteuert werden erhälst du bei der Touristeninformation und kannst dich damit gut orientieren. Auch werden Audioguides dort angeboten. Wer sich auch dafür das Geld sparen möchte, der zieht den mitgebrachten Reiseführer zu Rate oder lädt sich ebenfalls kostenlos die Buenos Aires Guide App herunter. Die gibt es für Apple, Android und sogar für Windows Geräte im jeweiligen Appshop.

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So ausgerüstet fehlt dir nur noch die Buskarte, die du für Entdeckungstouren in der Stadt brauchen wirst. 1x mit Guthaben aufgeladen bringt sie dich mit Bussen und Straßenbahnen durch das gesamte städtische Verkehrsnetz.
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Wie du mit welchem Bus zu den jeweiligen Sehenswürdigkeiten gelangst verrate ich dir auch. Buenos Aires hat dazu eine hervorragende WEBSITE. Hier kannst du dir ganz einfach anzeigen lassen, welcher Bus wohin fährt. Das funktioniert über die eingabe der Adresse oder durch einfaches Punktesetzen auf der Karte. Sofort werden dir die veschiedensten Möglichkeiten angeboten die dich zu deinem Wunschziel bringen.IMG_3428
Optional gibt es an den großen Verkaufsstellen auch ein kleines Buch, in dem alle Straßen und die entsprechenden Busse verzeichnet sind. Außerdem sind die Busfahrer unglaublich freundlich und hilfsbereit. Finger auf die Sehenswürdigkeit und sie sagen dir, wo es langgeht. Probiers aus!IMG_3764
Solltest du dich doch für eine „organisierte“ Sightseeingtour interessieren findest du alle Informationen im LINK.#infoAlle Infos zum lokalen Busnetzt – von Buskarte, Verkaufsstellen & Gepflogenheiten – habe ich in einem gesonderten Blogpost zusammengesellt. Zum Artikel gelangst du durch klicken auf LINK.

Südafrika Ι Johannesburg – Vom sozialen Brennpunkt zur urbanen Metropole

„Joburg“ oder „Jozi“ wie Johannesburg gerne genannt wird ist zurück auf der Landkarte der Reisenden. Die Stadt hat ihre Regenerierungsphase überwunden und spielt wieder mit im globalen Poker um Besucher & Business.image-2015-10-16Johannesburg gilt als die Metropole des afrikanischen Handels und Finanzmarkts und setzt gleichzeitig Trends in Design, Mode, Kunst und Architektur. Überall in der Stadt sind kreative „Hubs“ entstanden und es lohnt sich, diese genauer zu betrachten.image-2015-10-16(2)Wenn man über südafrikanische Attraktionen spricht, dann haben die Meisten sofort Kapstadt, das Weingebiet und den Krügerpark auf ihrer Agenda. Dabei ist Johannesburg die am Meisten besuchte Stadt des gesamten afrikanischen Kontinents. Mit 4,3 Mio Übernachtungsgästen pro Jahr liegt Jozi damit weit vor Kapstadt mit „nur“ 1,6 Mio Besuchern.image-2015-10-16(11)Johannesburg hatte eine lange Phase der Regeneration und hat es vielen herausragenden Stadtinitiativen zu verdanken, dass der Wandel vom Brennpunkt hin zu einer modernen Weltstadt gelungen ist. Die Förderung von Kreativität war dabei der Schlüssel zum Erfolg. Inzwischen gilt die Stadt sogar als die „Most inspiring city in the world“.image-2015-10-16(6)Joburg hat sich die Aufmerksamkeit der Welt durch verschiedenste Projekte gesichert. In Stadtteilen die einst als Problemvirtel galten wurde Pionierarbeit in Design & Kreativität geleistet und diese Arbeit hat zu einer neuen Identität und einem Gesunden der ganzen Stadt beigetragen. image-2015-10-16(5)Denn das urbane Umfeld, die gesetzten Trends und das künstlerische Aufstreben hat weltweit für Beachtung gesorgt. Mit diesem Erfolg kam auch wirtschaftlicher Aufschwung und mit ihm bildete sich eine neue selbstbewusste Mittelschicht.image-2015-10-16(3)Der afrikanische Touch, die Eigenwilligkeit und Unvoreingenommenheit waren die Wegbereiter für Jungdesigner, Modemacher, Regisseure, Künstler, Musiker & Architekten die jetzt ihre Stadt einzigartig, originell und anziehend für ein Weltpublikum gemacht haben.image-2015-10-16(12)Alte Industriekomplexe und Gebäude wurden zu Werkstätten der Kreativität und aus ihnen sind nicht nur erfolgreiche und ausgezeichnete Labels entstanden, sondern sie sind auch Treffpunkt einer immer größer werdenden Community geworden. image-2015-10-16(4)Der Einsatz einiger Gruppen von Visionären hat die ganze Stadt inspiriert und aus Brennpunkten beliebte Virtel gemacht. Von ihnen sollen in der Zukunft alle profitieren und der Trend soll sich in allen Virteln fortsetzen. Zwar sieht man ihn noch nicht überall, aber man merkt, dass Jozi den Wandel will und ich bin fest davon überzeugt, dass sich dieser positive Trend auch fortsetzen wird.image-2015-10-16(1)Ich habe das neue Johannesburg als aufstrebend erlebt, aber auch seine Problemfelder gesehen. Ich weiß, dass es noch ein langer Weg ist, aber ich sehe auch die Erfolge und bewundere den Pioniergeist der so deutlich spürbar ist. image-2015-10-16(9)Ich habe es genossen, durch die Galerien, Shops & Bars zu streifen. Ich habe das Spielfeld gesehen auf dem sich Jozi bewegt. Den Spirit in mich aufgesogen von dem es umgeben ist und neue Inspiration erfahren vor der Johannesburg so erfüllt ist.image-2015-10-16(7)Hippe & urbane Stadtteile die besucht werden sollten sind Milpark (www.44stanley.co.za) mit seinen Design-Hubs, Bramfontain mit Nachbarschaftsmärkten (www.neighbourgoodsmarket.co.za/johannesburg) oder Maboneng Precinct (www. MabonengPrecinct.com) mit dem Zuhause des „Museeum of African Design“ und auch mit ein paar der besten städtischen Galerien.image-2015-10-16(8)Wer das neue Johannesburg entdecken möchte und noch keine Südafrika Erfahrung hat, dem rate ich zu einer geführten Tour. Hier bekommt man erstklassige Insiderinformationen, kommt ganz sicher an die besten Plätze und kann sich entspannt inspirieren lassen.

Empfehlung: Gracias – Herrlich bunt, freundlich & typisch Honduras

Gracias kann man gut und gerne als eines der Schmuckstücke unter den Städten in Honduras bezeichnen und wer durchs Land reist, sollte ganz sicher auch einen Abstecher in dieses beschauliche Städtchen machen.image-2015-09-25(22)Die kolonialstadt Gracia im Verwaltungsgebiet Lempira liegt im Westen von Honduras und ist eine der ältesten Städte des Landes.image-2015-09-25(21)Gegründet wurde sie im Jahre 1536 vom spanischen Kapitän Juan de Chavez und ging ursprünglich aus dem Ort Opoa hervor. An den heute nur mehr eine Lehmmauer erinnert.image-2015-09-25(29)Der ursprüngliche Name der Stadt lautete „Gracias a dios“ was so viel bedeutet wie „Dank sei Gott“.image-2015-09-25(18)Im 16 Jahrhundert war Gracias sogar die Hauptstadt des gesamten durch die Spanier eroberten Zentralamerikas und das umfasste Gebiete des südlichen Mexikos ebenso wie Nicaragua.image-2015-09-25(20)Koloniale Prachtbauten zeugen noch heute vom Glanz der einstigen Metropole. Gerade in der Architektur seiner Kirchen sieht man welchen Einfluss Gracias einst hatte. Kirchliche Führer waren es, die der Stadt soziale Strukturen gaben und ihre Architektur maßgeblich prägten.image-2015-09-25(19)In der gesamten Region rund um Gracias findet man Zeitzeugen des kirchlich kolonialen Baustils. Kirchen in La Campa, San Manuel Colohete und Belén Gualcho gehören zu den schönsten Bauwerken des Landes und sollten unbedingt besucht werden.image-2015-09-25(23)„Antigua“ in Guatemala und Comayagua stellten die Bedeutung von Gracia schließlich in den Schatten.image-2015-09-25(34)An den Ausläufern der Celaque Mountains, den höchsten in Honduras, liegt das Städtchen welches als letzte Bastion des indigen Lenca-Volkes galt und seinem berühmtesten Führer „Chief Lempira“ hier ein Denkmal gesetzt hat. Gracias HondurasNoch heute erinnert sein Statur am zentralen Marktplatz an seinen Freiheitskampf gegen die spanischen Besatzer.image-2015-09-25(27)Noch ist die Stadt hauptsächlich auf Handelsreisende eingestellt und nur wenig auf durchreisende Touristen. Budgethotels sind daher nicht besonders einladend. Hingegen wir sehr hübsche und geschmackvoll eingerichtete Hotels fanden.image-2015-09-25(33)Ausgeschmückt mit kolonialen Überbleibseln, bunten Wänden und dem so typischen begrünten Innenhof sind sie eine wahre Augenweide.image-2015-09-25(37)Wer wie wir auf „Gut Glück“ anreist, läuft Gefahr ein paar Klinken putzen zu müssen bis er eine Herberge findet, die noch freie Zimmer hat. Trotzdem kommt einem diese Stadt nicht überlaufen vor.image-2015-09-25(39)Um genau zu sein haben wir das Gefühl die einzigen ausländischen Touristen hier zu sein. Dabei ist die Stadt unheimlich malerisch mit ihren bunten Häusern, schmalen Gassen, dem Kopfsteinpflaster und seinen Menschen.image-2015-09-25(41)Die Lenca, so nennt man das Volk in dieser Region gelten als zurückhaltend und scheu. Doch wir erleben das ganz anders. Freundliche Begrüßungen auf der Straße, willkommen heißende Blicke und Gesten gespickt mit ein wenig Neugier an uns als Besuchern. image-2015-09-25(40)Englisch spricht hier wie in fast ganz Honduras kaum Jemand. Auch nicht im Gastgewerbe, aber das hatten wir auch nicht erwartet. Und so verständigen wir uns mit ein paar Brocken Spanisch, um all die Fragen zu unserer Reise und unserem Herkunftsland zu beantworten.image-2015-09-25(35)Für Gracias haben wir einen Tag eingerechnet und füllen diesen mit Fotospaziergängen durch den Ort, mit Gesprächen in den Geschäften, beim Besichtigen der Kirchen oder bei einem Kaffee am Marktplatz. Die Stadt hat keine Sehenswürdigkeiten, sie ist die Sehenswürdigkeit.image-2015-09-25(24)Ich verliebe mich in die Architektur der Kirchen, genieße die freundliche Atmosphäre und die interessierten Blicke der Männer auf der Straße. Als blonde Frau falle ich hier auch ohne Modelmaße auf. Gracias HondurasUnd im Gegensatz zu manch anderen Ländern gibt es hier keine gierigen Blicke oder eine unangenehme Anmache. Man wird eher bewundert & geachtet wie eine Prinzessin und das darf Frau auch ruhig mal genießen. Sogar mit Genehmigung des eigenen Partners.image-2015-09-25(48)Wir verbringen einige Stunden in dem pittoresk Örtchen und erst als uns gegen Nachmittag die Füße schmerzen beschließen wir einem anderen Highlight von Gracia einen Besuch abzustatten. Uns zieht es in die Thermalquellen und was wir dort erlebt haben lest ihr im Link.


Wlan gibts übrigens am zentralen Marktplatz in der Stadt für alle die Kontakthalten wollen.