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Food-Insidertipp für Montevideo „La Fonda“ – Auch für Vegetarier

Mercado del Puerto ist allen als Food-Market in Montevideo bekannt. Wer abseits des beliebten Marktes, der häufig auch sehr überfüllt ist, eine Alternative sucht der wird wenige Meter weiter im „La Fonda“ fündig. Was dich dort erwartet, verrate ich dir hier:IMG_5356
Beliebter Treffpunkt in Montevideo der Hauptstadt von Uruguay ist dessen Markt am Hafen. Der so genannte Mercado del Puerto ist dann häufig auch das erste Ziel der hier anlanden Kreuzfahrtgäste. Heerschaaren von Menschen bevölkern dann die alten Hallen und halten das Personal auf Trapp.IMG_5366Wer dem entgehen möchte und auf der Suche nach einer kleinen familiären Oase ist, der sollte sich ein paar Meter weiter bewegen. Nur ein paar hundert Meter sind es vom beliebten Markt die Straße hinauf.IMG_5346Auf der Einkaufsmeile entlang kannst du das La Fonda gar nicht übersehen. Ich habe den Tipp von meinen Bekannten hier in Montevideo bekommen und folge ihrem Rat.IMG_5196
Man kann im La Fonda zum Mittagstisch gehen oder ab 20 Uhr gibts Dinner. Enweder man nimmt vor dem Restaurant auf der Straße platz oder sucht sich einen gemütlichen Tisch im Inneren. Alles ist mit Liebe zum Detail dekoriert und hat eine einladende Ausstrahlung.
IMG_5308Das kleine Lokal wird familiär geführt und schon bei der Begrüßung wirst du spüren, dass man sich hier mit seinem Lokal identifiziert. Diese Willkommenskultur war auch für mich der erste Pluspunkt. Der Chef nimmt sich Zeit für mich, erklärt mir das es keine Menükarte gibt sondern nur die Tagesgerichte auf der Kreidetafel. Keine riesige Auswahl also, aber für mich völlig passend.IMG_5309Da die Gerichte in Spanisch angeschrieben sind, übersetzt er mir auch gleich noch, was die Küche zu bieten hat. Das Angebot wechselt täglich und ist daher immer frisch. Ein weiterer Pluspunkt.IMG_5329Die Küche ist organisch und auch für Veganer gibt es eine Auswahl. Nicht üblich, wenn man weiß, dass in Uruguay der pro Kopf Verbrauch von Fleisch bei 120 kg liegt und somit im weltweiten Vergleich ganz weit vorne ist. Hier kommen auf jeden Bürger 3 Kühe und quasi jedes Essen dreht sich um Fleisch. Um so erfreulicher, dass es auch einen Trend in die andere Richtung gibt. Wieder ein Punkt auf der „I like“ Liste.IMG_5327
Das Essen wird im Beisein der Gäste in der offenen Küche zubereitet. Dem Kenner bleibt also nicht verborgen, wie gut hier gearbeitet wird und vor allem mit welcher Liebe. Besonders positiv ist mir dabei auch die gute Laune des Teams aufgefallen. Trotz Streß singt, tanzt oder unterhält man sich locker. Eine angenehme Atmosphäre die so auch der Gast spürt. IMG_5321Zum Essen wird Brot gereicht, was nicht extra in Rechnung gestellt wird, wie oft sonst sehr üblich in touristischen Gegenden. Dazu gibt es einen Brotaufstrich. Ich hab mir frische Limonade bestellt bzw. am Abend eine Art Secco. Beides sehr lecker und erfrischend. IMG_5143Da ich nicht zu den Vegetariern gehöre gibts für mich Couscous mit Hühnchen und Pesto oder Pasta mit Lamm und Soße des Hauses. Ein Traum und meine Geschmacksnerven tanzen! Ich bin wirklich kein Foodblogger und darauf spezialisiert Essen zu beurteilen. Da ich aber oft außer Haus esse vermag ich sehr wohl zu sagen, wann man gute Küche schmeckt. Und das ist im „La Fonda“ definitiv der Fall. Volle Punktzahl also auch hier.IMG_5332Und weil es mir hier so gut geschmeckt hat, gibt es beim zweiten Besuch auch noch ein Dessert. Eiscreme mit kandierten Früchten. Ich bin vollends begeistert, denn auch hier paßt die Kombi und die Soße.IMG_5182Und auch die Rechnung tut nicht weh. Für ein Essen auf Sterne-Niveau zahlt man im Schnitt 370 Peso (derzeit 12 EUR umgerechnet). Völlig fair und auch für das Budget von Langzeitreisenden geeignet.IMG_5136

Mein Fazit also:

Das „La Fonda“ liegt ideal im Casco Viejo dem Altstadtvirtel der Stadt. Man findet gesundes, leckeres Essen was frisch und in familiärer Atmosphäre zubereitet wird. Von Fleisch bis zu veganen Gerichten wird hier alles geboten und das für mich sogar auf Sterne-Niveau. Der Insidertipp meiner Freunde hat sich also bewährt. Anstatt sich also der Massenabfertigung im Hafen Markt anzuschließen sollte man die wenigen Meter bis ins La Fonda antreten. Es lohnt sich!

In diesem Sinne: #get up & eat lecker

#info

Weitere Infos findest du auf Facebook: https://www.facebook.com/lafondamori/

Mehr Impressionen zum Restaurant findest du im LINK.

Adresse: Perez Castellano 1442, Montevideo 11000, Uruguay
Telefon: +598 97 300 222
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4 Wochen. 4 Länder. 5 Stationen. Solo-Tour in Südamerika!

Ich habe wie eigentlich immer keine Lust auf Weihnachten, Familie und Geschenke. Ich will reisen, entdecken und unterwegs sein. Also Flüge gebucht und ab ins südliche Südamerika. Der Plan: 4 Wochen. 4 Länder. 5 Stationen. Ich möchte Backpack allein als Frau durch Brasilien, Paraguay, Argentinien & Uruguay reisen und einen Ex-Präsidenten treffen.

Meine Familie, mein Partner und meine Freunde sind „begeistert“. Wieder lasse ich mich Weihnachten nicht blicken und verkrümel mich lieber. Ich habe einfach keine Lust mehr auf  „Weihnachten“. Wie jedes Jahr geht der Terror-Kommerz direkt im September schon los. Man wird auf allen Kanälen bombardiert und zum Einkaufen genötigt, als sei das der einzige Sinn hinter diesem Fest. Nein, ich will nur noch weg sein zu dieser Zeit. Auch wenn das in meinem Umfeld eigentlich niemand so recht akzeptieren will. Sei es drum. Es ist gebucht und ich starte am 10.12.15 zu meinem Solo-Trip durch Südamerika!

Solo-Tour-Planung – so sieht sie derzeit aus:

SoloTour -INTEXTBILD-

BRASILIEN – Iguazú-Wasserfälle

Die erste Station meiner Weihnachtsreise sind die Iguazú-Wasserfälle in Brasilien und Argentinien. Hier werde ich in der Nacht zum 11.12.15 ankommen. Die Wasserfälle die ich hier besuchen möchte sind wesentlich breiter als die Victoria-Fälle, höher als die berühmten Niagara-Fälle und wohl auch wesentlich beeindruckender. Die Iguazú-Wasserfälle werden vom Flusses Iguaçu/Iguazú gespeist und verlaufen an der Grenze zwischen dem brasilianischen Bundesstaat Paraná und der argentinischen Provinz Misiones.

Iguazú in Zahlen:

Höhe: 195 m
Höhe: 82 m
Größte Stufe: 82 m
Anzahl der Stufen: 275
Durchfluss: 1.756 m³/s

Der Panoramablick macht schon mal Lust!

PARAGUAY

Nach 2 Tagen Erkundungstour der Fälle von Argentinien und Brasilien aus, geht es für mich mit dem Bus weiter in Richtung Asunción, der Hauptstadt von Paraguay. Die Stadt gilt auf Grund ihrer vielen Gärten und Parks als die grünste Stadt der Welt. Das Land besticht in der Hauptsache damit, dass man hier noch das authentische Südamerika findet, aber auch mit seinen Gegensätzen! Von hochtechnisiert bis absolut ländlich ist alles drin. Fest gebucht habe ich nur 2 Nächte im El Nomadá Hostel in der Hauptstadt. Danach lasse ich mich treiben und höre mich um, was andere Backpacker im Hostel empfehlen.

ARGENTINIEN

Hauptziel ist hier ganz klar Buenos Aires. Allerdings sind es von Asuncion bis in die Haupstadt Argentiniens auch 18h Busfahrt. Respekt habe ich vor so einer langen Fahrt. Besonders weil man in den Bussen schnell krank wird, da man auf Tiefkühlkost-Niveau runter gekühlt wird. Wahrscheinlich werde ich diese Fahrt splitten und irgendwo rund um Santa Fe noch einen Zwischenstop einlegen. Am 23.12.15 hoffe ich dann vor Ort zu sein und bei meiner Airbnb Gastgeberin einziehen. Eine ganz liebe Dame mit der ich übers Internet Kontakt hatte und die mich direkt eingeladen hat mit ihr und ihrer Familie Weihnachten und Silvester zu feiern. Die Tage in Buenos Aires möchte ich einfach mit der Kamera rumlaufen, in hübschen Cafés verbringen, mit Menschen in Kontakt kommen, Tango tanzen und die Stadt und ihr Flair in mich aufsaugen.

image-2015-12-03(4)URUGUAY

Wie ich am 1. Januar 2016 von Buenos Aires nach Montevideo kommen werde, weiß ich ehrlich gesagt noch nicht. Soweit ich es mitbekommen habe, steht das öffentliche Leben da still. Normal gibt es Busverbindungen oder Boote ins Nachbarland. Ich checke das, wenn ich vor Ort bin und frage meine Gast-Mama um Rat. Auch in Montevideo bin ich wieder in einem Hostel untergebracht und ich habe vor bis zum 04.01. zu bleiben.

Mein Traum wäre den ehemaligen Präsidenten des Landes zu treffen. José Mujica ist eine Inspiration für mich und mein Vorbild. Man nennt ihn auch den ärmsten Präsidenten der Welt, weil er 550.000 $ von seinem Gehalt gespendet hat. Wegen ihm kam ich überhaupt erst auf die Idee diese Reise anzutreten. Ich weiß, es klingt einfältig einen Präsidenten treffen zu wollen, aber hey ich hab noch Träume! Die Anfrage bei der Sekretärin läuft, aber man hat mich schon auf die Urlaubszeit hingewiesen. Ich vertraue hier einfach mal auf Gott, auf das Universum und mein Glück. Und danke allen, die mich bei diesem Vorhaben unterstützen!

Mir bleiben dann noch weiter 6 Tage in Uruguay. Ich will mich ans Meer durchschlagen und hoffe dort noch unberührte Natur und schöne Parks zu finden. Zu der Zeit ist allerdings Hochsaison in dem Land und jeder Winkel soll überbevölkert sein. Auch ist noch nicht klar, ob mich die Busse mitnehmen, denn auch diese werden gut ausgebucht sein.

BRASILIEN – PORTO ALLEGRE

Für den 10.01. habe ich mir wieder über Airbnb eine günstiges Zimmer in Porto Allegre gesucht. Ganz in der Nähe vom Flughafen, da am 12.10 mein Flieger ganz in der Früh startet und ich nicht lange durch die Stadt gurken will. Auch habe ich hier etwas Zeitpuffer eingebaut, falls es mit den Bussen aus Uruguay doch nicht so ideal klappt, wie erhofft. Das Flußufer hier soll sehr schön sein, also werde ich dort spazieren gehen und noch mal den Urlaub Revue passieren lassen.

IMG-20140306-WA0000Die emotionale Seite:

Ganz anders sieht die Gefühlswelt aus. Zwar habe ich keine Angst vor der Reise, aber großen Respekt ganz sicher. Immerhin ich bin alleine als Frau ohne große Sprachkenntnisse unterwegs. Ich roadtrippe nicht, sondern muss mich drauf verlassen, dass es mit den Bussen klappt und ich nach Ankunft die Unterkünfte immer finde. Besonders wenn ich nachts ankomme. Hier vertraue ich auf mein Nokia Handy, was Navigation ohne Internet schon integriert hat. Bisher hat mir das in fast allen Ländern (außer Honduras wo es keine Sateliten gibt) immer sicher ans Ziel geführt. Darauf hoffe ich auch diesmal.

Auch in ein Taxi steigt man nachts als Frau alleine nicht so gerne. Weibliche Taxifahrer sind rar und einem Mann so ausgeliefert sein, das vermeide ich so es geht. Aber ich vertraue darauf das auch hier alles gut geht. Ich bin ja nicht ganz unerfahren und hoffe das mir das zu Gute kommt.

Natürlich wird es komisch sein, wieder alleine unterwegs zu sein. Auch das bin ich nach ein paar Urlauben mit Partner nicht mehr gewohnt. Die Sicherheit die ein Reisepartner mitbringt hat man ganz einfach nicht, wenn man alleine reist.

Meine Erfahrung nach jeder Reise war eigentlich, dass man sich an die Regeln halten muss um sicher zu reisen. Das man nicht blauäugig sein sollte und sich für Notsituationen ein Backup schaffen sollte. Alle diese Vorkehrungen haben mir bisher geholfen sicher zu reisen und ich vertraue darauf, dass es auch diesmal wieder so ist.

Also: ANGST – NEIN! RESPEKT – JA!

Zur weiteren Vorbereitung:

Gepäck: Ich reise in der Hauptsache mit dem Bus, laufe dann zu den Unterkünften. Deshalb habe ich mich klassisch für einen Rucksack entschieden. Ich habe meinen bei Decathlon gefunden, weil ich eine günstige Variante speziell auf Frauen zugeschnitten gesucht habe. Hier sollte jeder für sich testen und anhand der Bedürfnisse und des Budgets für sich festlegen, was gut zu einem paßt.

Ich nehme nur die nötigsten Sachen mit, weil ich keine Lust habe einen viel zu schweren und vollgepackten Rucksack rumzuschleppen. Was daheim bleibt sind Schmuck, Make up, hübsche Schuhchen und sonstige „Luxusartikel„. Was mit darf ist das Netbook, die Kamera-Ausrüstung, 1x Flip Flops, 1x leichte Treckingschuhe, Handtuch, warme Kleidung für unterkühlte Busse und ein Hut als Sonnenschutz. Natürlich auch Medikamente, Sonnenschutz und Ungezieferabwehr.

Dokumente: Ich habe Kopien meiner Unterlagen dabei und sie zusätzlich auf meiner Cloud abgelegt. Im Notfall habe ich so Zugriff und kann mich schnell bei Polizei und Behörden ausweisen. Meine Flug und Unterkunftsbuchungen inkl. Anschriften, Wegbeschreibung & Rufnummern habe ich in einer Excell-Liste zusammengefaßt. Diese hilft mir, bei so einem langen Trip die Übersicht zu behalten. Parallel bekommt sie meine Familie, damit sie nachvollziehen können, wann ich wo sein werde. Siehe auch die Anleitung im LINK.image-2015-12-03(1)Geld: Ich habe brasilianische Real für die erste Station dabei und noch rund 100 Dollar für den Notfall. Nach den Grenzübertritten hole ich mir Bargeld am Automaten. Ich habe sowohl die Master als auch die Visa-Card dabei, weil auch hier die Erfahrung gezeigt hat, dass oft 1 Bezahlsystem nicht funktioniert.

Visa: Visas braucht man für keines dieser Länder. Wohl aber muß man die Einreisedokumente für jeden Grenzübertritt peinlichst genau ausfüllen und sich seinen Paß abstempeln lassen. Gerade bei IGUAZU fahren die Busser gerne am Grenzübergang vorbei und auf der Rückreise zahlt man Strafe. Siehe auch LINK.

Navigation: Meine Erfahrung der letzten Jahre hat gezeigt, dass Internetverbindungen auf Reisen und besonders in abgelegenen Gebieten nicht funktioniert. Deshalb habe ich ein Handy was offline Navigation ermöglicht. Ich habe vorab alle Karten runtergeladen und alle Adressen eingespeichert, die ich ansteuern will. Im W-Lan funktioniert eine Unterkunfssuche besser, als unterwegs auf der Straße nur mit der Adresse.

Mobilfunk: Ich habe zwei Handys dabei. Ein billiges, was ich „abgebe“ wenn ich ausgeraubt werde und mein normales Handy, was ich auch zur Navigation nutze. Ich werde mir in Argentinien eine SimCard holen um auch im Land selbst telefonieren zu können. Hier bin ich die meiste Zeit und deshalb macht es da besonderen Sinn.

Reiseführer: Mein Lonely Planet Südamerika ist meine Reise-Bibel. Als Pauschaltourist habe ich „LP“ nie verstanden. Wenn man auf Insiderwissen wie Busverbindungen, Tipps & Sicherheitsanweisungen aber angewiesen ist, dann ist er gold wert. Er wird trotz seines Gewichts mein Begleiter sein. Mein eBookReader nehme ich diesmal als Reiseführer nicht mit. Die Suche im digitalen Nachschlagewerk hat mich in Namibia schier irre gemacht. 1000 Suchergebnisse für eine Anfrage. Da blätter ich lieber wieder.

Weihnachten anders, aber nicht ohne Spirit!

Ja, bei mir läuft Weihachten anders, aber warum es nicht ohne Spirit läuft und was sich noch hinter dieser Reise verbirgt verrate ich hier im LINK.

Kompromiss? Aber natürlich!

Mein Freund und ich reisen nach meinem Solo-Trip auch noch gemeinsam durch Bolivien, Chile und Peru. Diese Lösung war ein Kompromiss, weil er gerne mit Familie feiern wollte und ich gerne flüchte. Im Januar beginnt unser gemeinsamer Backpacktrip!


Ich hoffe du begleitest mich auf meiner Solo-Tour durch Südamerika – auf Instagram, Facebook, Twitter oder eben hier!

In diesem Sinne: #get up & travel!

 

Uruguay – Was „Locals & Blogger“ empfehlen. Mit Insider Martin von „Uruguay-erleben“

Meine Weihnachtsreise 2015 führt mich auch nach Uruguay. Bevor ich auf Reisen gehe informiere ich mich gerne bei Locals, Freunden oder auch schon mal bei anderen Bloggern und frage sie nach ihren Erfahrungen.

Hier meine Fragen an Martin Schmitt, ein einstiger unsteter Globetrotter, der seit 1999 ununterbrochen auf dem Erdball unterwegs war, aber seit 12 Jahren in Uruguay seine zweite Heimat gefunden hat. Martin bloggt auf www.lateinamerika-reisemagazin.com und betreibt das Reiseportal „www.uruguay-erleben.de

@MartinSchmitt www.uruguay-erleben.de1.) Was macht dich zum Uruguay-Experten?

Kann man eigentlich ein echter Experte für ein Land sein? Die meisten, die in der Gegend rumreisen, kennen nicht mal ihr Heimatland. Ich reise halt viel in Uruguay rum, vor allem dort, wo es keine Touristen hinzieht. Dort wo sie sind, da wohne ich ja. Zumindest in einer Region davon. Dann war ich eine Zeit mit einer Einheimischen zusammen, da wirst du dann in die Familie eingegliedert und lernst dann mehr als nur das Land kennen. Das ist teilweise nicht ganz einfach zu verstehen, das Verhalten der Leute, meine ich.

2.) Was hat dich am Land am meisten beeindruckt?

Du meinst was mich immer noch am meisten beeindruckt? Vielleicht ist es nicht zu sehr das Land selbst, eher ist es meine Einstellung zu dem Land und den Leuten. Damit will ich sagen, dass ich mit offeneren Augen durch das Leben gehe. Die kleinen Schönheiten des Lebens und des Landes habe ich erst mit der Zeit besser zu schätzen gelernt. Man muss wohl schon etwas älter werden, um Dinge in einem anderen Licht zu sehen. Das ist wie Bücher schreiben. Mit 18 gute tiefsinnigen Bücher zu schreiben, das gelingt wohl nur den allerwenigsten, selbst mit viel Talent. Es fehlt die Erfahrung. Und die kann man sich weder anlesen, noch wie in unserem Fall des Reisens von anderen erzählt bekommen. Man muss selbst los. Vielleicht war Karl May da die Ausnahme.®MartinSchmitt

3.) Welche sind deine Lieblingsplätze abseits der Touristenströme?

Haha, das meinst du doch nicht ernst? Wenn ich die preisgebe, dann bin ich dort nicht mehr allein. Aber ich sag dir eins. Man muss sich quälen um hinzukommen. Ein Tipp. Miete dir ein Auto. Das lohnt einfach. Kann man ja mit 3 oder 4 Leuten zusammen machen. Kostet dann außerhalb der Saison 25 Euro. Und dann los. Voll in die Pampa (heißt in Uruguay Llanura) rein. Ab durch die Mitte, über die Feldwege und die Straßen, die andere nicht nehmen. Dort sind die schönsten Plätze. Die Sierras in Rocha über die Routa 109 ist ein lohnenswerter Trip. Sind 80 km Schotterpiste durch eine bizarre Felsenlandschaft. Ja und nach Cabo Polonio musst du. Auch wenn das kein Geheimtipp mehr ist. Aber so schön. Voll die geballte Natur.

4.) Wie sicher ist es für mich als Frau alleine „Backpack“ durch Uruguay zu reisen?

Da mach dir mal keine Sorgen. Sicherer als in Uruguay kannst als Frau in Südamerika nicht mehr reisen. Das dumme Macho-Gehabe gibt’s zwar hin und wieder noch, aber doch eher in den Regionen wo du eher nicht hinkommst. In den Favelas in Montevideo zum Beispiel, die dort Assentamientos heißen Angemacht wirst wohl auch daher nicht, weil der Einheimische an der Hautfarbe gar nicht erkennt, dass du ein ausländischer Traveler bist. Es gibt kaum Mulattinen und Farbige im Land. Sehen alle aus wie du und ich. An sich ist ja Uruguay mit Chile das sicherste Land in der Region, obwohl nicht alles Gold ist was glänzt. Aber in den Touristengebieten, an den Stränden im Sommer und in der Altstadt in Montevideo oder in Colonia de Sacramento wird schon aufgepasst, dass da nichts anbrennt.®MartinSchmitt

5.) Welches ist das typische uruguayische Leibgericht und wo findet man es?

Es ist das Asado. Gegrilltes Rindfleisch in allen Varianten. Nichts für mich. Bin zwar kein Vegetarier aber auch kein Rot-Fleischesser. Der wohl bekannteste Anlaufpunkt, um mal zu sehen wie die Asadore (die Grillmeister) das Fleisch zubereiten, ist der Mercado del Puerto in Montevideo, direkt am Hafen. Da ist auch immer mächtig was los. Allerdings nur tagsüber. Nachts ist der geschlossen. Kannst du dir tonnenweise die Steaks reinhauen. Es wird aber auch Gemüse gegrillt und Fisch auch.

6.) Was sollte man in Montevideo gesehen oder erlebt haben und warum lohnt es sich auch für Reisende wie mich?

Hm. Ich weiß eigentlich gar nicht was überhaupt so doll an Montevideo ist. Für mich ist das die langweiligste Hauptstadt, die ich bisher gesehen habe. Was schön ist, sind die Strände. Fast 20 Kilometer Playa entlang der Rambla. Und sauber. Zum Baden geeignet. Ok, die Altstadt, die Ciudad Vieja, ist auch ganz nett. Aber halt viel Nepp und teuer. Obwohl die Einheimischen dort nachts auch ausgehen. Weiß nicht warum man 3 Tage dort verbringen sollte. Ein paar Museen gibt es schon, aber die die sich auf die einheimische Geschichte beziehen, sind fast nur in Spanisch. Wenn du dort wohnst ist das was Anderes. Da bekommst dann halt auch mit wo die Festivals etc sind.

7.) Wie gut kommt man mit Einheimischen in Kontakt? Sind sie offen für Besucher oder eher verschlossen und zurückhaltend?

Ja sind sie. Offen meine ich. Solltest halt ein bisschen Spanisch können. Aber das hat auch was mit der Altersklasse zu tun. Die jüngeren trauen sich schon mal eher eine andere Sprache, die sie gelernt haben, zu reden. Gibt ja deutsche, französische und englische Schulen hier. Auf dem Land sind die Leute etwas reservierter. Da ist es dann schon von Vorteil, wenn du jemanden kennst. Aber helfen tun sie dir alle.®MartinSchmitt

8.) Was ist an den Grenzen zu beachten?

Gibt es da was zu beachten??? Wüsste ich gar nicht. Außer du willst mehr als 10000 Dollar einführen. Ach ja. Kiffen kannst du im Land auch auf der Straße, aber bloß nix mit über die Grenze nehmen. Die Zöllner im nächsten Land wissen woher du kommst.

9.) Wird man in den Bussen tiefgekühlt wie sonst auch in Fernbussen?

Fernbusse, das ist geil. Die längste Strecke hat 700 km, da fährt aber kein Tourist hin. Ist nicht zu vergleichen mit Argentinien, wo du mal locker 20 Stunden im Bus sitzt, bis zum ersten Ziel. Es kann unangenehm werden, aber in der Regel brauchst ja keinen Übernacht-Bus zu nehmen. 20 Grad sehe ich immer eingeblendet. Das ist eklig, wenn es draußen 30 Grad sind.

10.) Welche Tipps & Erfahrungswerte würdest Du mir mit auf die Reise geben?

Lass dich treiben und setzt dir keine Ziele. Außer dem Rückflug, falls du den bekommen musst. Die Dinge, die du später nie vergessen wirst, sind die, die nicht auf deinem Reiseplan gestanden haben.

#dankeHallo Martin, danke für die vielen tollen Tipps! Kiffen werde ich sicherlich nicht, da hab ich meine Lektion schon in Amsterdam gelernt. Worauf ich mich aber freue ist der Austauch mit den Menschen. Du sagst ja, das sie sehr offen sind. Sehr erleichtert hat mich auch deine Info, dass Uruguay ein sehr sicheres Reiseland ist. Gerade als alleinreisende Frau ist mir Sicherheit sehr wichtig und für die Fernbusse pack ich einfach eine Decke ein;) Danke für deinen Input und vielleicht klappt es ja mit einem Treffen in deiner neuen Wahlheimat! Lieben Gruß Marlene

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