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Empfehlung Honduras: Parque Nacional Celaque – Der beeindruckendste Nationalpark & warum sich ein Besuch für dich lohnt!

Wer von Gracia spricht, spricht auch über den Parque Nacional Montana de Celaque, so heißt es. In der Einheimischensprache „Lenca“ bedeutet das so viel wie „Wasser Schachtel“ und der Name kommt nicht von irgendwo her. Dem Park entspringen außerdem mehrere Flüsse, es gibt einen majestätischen Wasserfall aber in der Hauptsache gilt er wegen seinem Nebelwald als Wasserspeicher.image-2015-09-25(30)Die gesamte Bergregion ist bedeckt von Bäumen und damit auch Heimat einer Vielzahl an Pflanzen und Tieren. Sein wohl bekanntester und gleichzeitig geheimnisvollster Einwohner ist der Quetzal. Schon der Name hinterlässt keinerlei Hinweis darauf um was für ein Tier es sich handelt. Dabei kommt der Vogel in fast jedem Reiseführer zur Sprache. image-2015-09-25(36)Hier im Park soll er seine Heimat haben und nur mit viel Glück von Wanderern zu entdecken sein. Aber er ist nicht der einzige Einwohner. Neben ihm findet sich eine bemerkenswerte Zahl an Wildtieren im Park: von bunten Schmetterlingen über Eichhörnchen Affen, Reptilien, Pumas oder Ozelote.image-2015-09-25(15)Im Park gibt es verschiedene Trails die bewandert werden können. Auch direkt auf die Spitze des 2849m hohen „El Cerro de las Minas“ – dem höchsten Berg von Honduras. Wer sich dieser Herausforderung stellen will, dem wird ein 2-Tages-Trip angeraten, sowie ein entsprechende physische Kondition.

Der Park liegt in etwa 7 km außerhalb der Stadt und ist gut beschildert. Wir hatten allerdings eine schweißtreibende und nervenaufreibende Anfahrt, selbst mit motorstarkem 4×4 Fahrzeug und fahrerischen Kenntnissen. Die neue Straße zum Eingang des Parks befindet sich derzeit in ihrer Entstehung und so mussten wir die Ausweichroute wählen.image-2015-09-25(17)Der Umweg führt über die vom Verkehr und Regenfluten zum Teil schwer zerschundene Schotterpiste hinauf zum Parkeingang. Riesige Regenrinnen und Felsbrocken haben die Anreise zusätzlich erschwert. Mit Kleinwagen rate ich dringend von einer eigenen Anfahrt ab, so lange die neue Straße nicht in Betrieb ist. Such dir lieber einen Taxifahrer oder buche gleich einen Guide, der dich hinauf bringt.image-2015-09-25(16)

Als wir nach 50 Minuten Anfahrt unser Ziel erreicht hatten, war der Parkeingang verschlossen und keine Menschenseele vor Ort. Auch keine Rufnummer zur Kontaktaufnahme. Ohne Karte, Guide oder Eintrittsticket endete unser Ausflug hier.


Bitte daher dringend vorab eine Tour organisieren oder sicherstellen, dass zum Anreisetag Jemand vor Ort ist, wenn du den Park besuchen möchtest. Wir sind unverrichteter Dinge wieder den Berg hinab gefahren und haben uns dafür für die Besichtigung von Gracias mehr Zeit genommen. Mehr dazu im Link.

Für mehr Informationen wird die Kontaktaufnahme mit Marco Aurelio Rodrigues, einem Guide empfohlen. Rufnummer: (504) 9870 8821 oder über Mapance in Gracias über die Telefonnummer: (504) 2656 04060/ E-Mail: turismo.calaque@gmail.com oder über die Touristeninformation in Gracias. Eintritt: 50 HNL

Honduras? Was zur Hölle wollt ihr da?

„Honduras? Was zur Hölle wollt ihr da? Das Land ist extrem gefährlich, die Kriminalitätsraten sollen noch schlimmer, als die von Ciudad Juárez in Mexiko, sein. Regenwald und Touristenattraktionen sind unter der Kontrolle von terrorisierenden Banden wie der „Mara Salvatrucha 13“ − so schallt es aus dem Freundeskreis und auch das Auswärtige Amt warnt: „Honduras ist das Land mit der weltweit höchsten Mordrate.“

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Also was will ich da? Vielleicht der Welt zeigen, dass es ein phantastisches Land ist, mit freundlichen Menschen, faszinierenden Landschaften und einer Geschichte, die bis zu den Mayas zurück geht. Ich lass mich von solchen Warnungen nicht bremsen, obgleich sie mir natürlich zu denken geben und mich achtsam sein lassen. Aber ich habe in Südafrika gelebt, welches die höchste Vergewaltigungsrate hat und ich war als Backpacker in El Salvador, was ebenfalls hoch gelistet ist, in der Gewaltstatistik. Beides alleine als Frau. Und das alles war überhaupt kein Problem. Denn wenn man sich mit dem Konflikten eines Landes auseinandersetzt, dann merkt man auch schnell, dass es Touristen oft gar nicht betrifft.Honduras Goucho So auch in Honduras. Ja, es gibt Banden & Drogenkriege im Land, aber wir haben uns nicht in die Brennpunkte begeben, wir haben Nachtfahrten vermieden und genauso Orte, vor denen uns Einheimische gewarnt haben. Uns sind die regelmäßigen Straßenkontrollen der Polizei aufgefallen, aber das hat uns eher Sicherheit vermittelt und als Tourist wurden wir ohnehin immer freundlich durchgewunken. Und um es noch mal ganz deutlich zu sagen: Wir haben uns zu keiner Zeit unsicher gefühlt. Man muss auch nicht ständig wachsam sein oder Sorge haben, beraubt zu werden. Das ist hier alles kein Thema. Touristen bekommen wirklich überhaupt nichts mit, von den im Vorfeld diskutierten Themen.

IMG_5045Honduras hat sich für uns von einer Perspektive gezeigt, die allen Vorurteilen und Statistiken trotzt. Das Land hat unglaublich offene, hilfsbereite und lebensfrohe Menschen, die Vielfältigkeit und Schönheit der Landschaft ist von so überwältigende Schönheit, dass es schwer fällt, sich nicht zu verlieben.IMG_4166

Verlieben in märchenhafte Ruinenstätten, karibische Traumstrände, farbenfrohe Häuser, verwunschene Nebelwälder oder in die bunte Unterwasserwelt des Belize Barrier Reef. Ich glaube, wenn ein Taucher, ein Architekt, ein Ornithologe, ein It-Girl und ein Archäologe zusammen hier Urlaub machen würden, wäre es trotzdem für alle perfekt. Und so geht es auch mir. Bis heute lässt mich dieses Land nicht los und ich träume mich zurück in die Zeit in Honduras.

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Neugierig geworden? Begleitet mich in meinem Blog zu den einzelnen Stationen und erfahrt mehr über das faszinierende Land in Zentral-Amerika.