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Mit dem Bus durch Paraguay – Diese Infos bringen dich weiter!

Fortbewegungsmittel Nummer eins in Südamerika und im Speziellen in Paraguay ist immer noch der Bus. Was für Reisende und Backpacker wissenswert ist, habe ich hier zusammen gefasst.image-2015-12-16(3)Grundsätzlich unterscheidet man zwischen lokalen Bussen und Langstreckenbussen. Der Unterschied ist ganz klar der Komfort aber auch die Anzahl der Stopps. Wer in Paraguay reist und große Strecken hinter sich bringen möchte der ist gut damit beraten keinen lokalen Bus zu wählen und sich so durchs Land zu hangeln. Da diese Busse in der Tat an jeder Milchkanne halten und sich die Fahrtzeit so schnell verdoppelt.

Lokale Busse in Paraguay

Lokale Busse sind zu empfehlen wenn man einen Ort und die Umgebung entdecken möchte. Bis maximal 80 km würde ich so einen Bus wählen. Entsprechend ist die Reisezeit zu kalkulieren. Ich habe für 60 km 2.5 Stunden in der Rush hour gebraucht. Der Vorteil diese Bus ist ganz klar, dass man einen wunderbaren Eindruck von den Menschen, den Gepflogenheiten und auch von der Umgebung bekommt. Sie fahren weniger schnell, halten oft und so kann man auch während der Fahrt Blicke erhaschen oder den ein oder anderen Schnappschuss aus dem Bus heraus fotografieren.image-2015-12-19(5)

Wichtig ist bei diesen Bussen zu wissen, dass es es nicht unbedingt eine feste Route (eigentlich schon, aber manchmal weicht die auch ab;) gibt und schon gar keine angeschriebenen Fahrplan. Grob kann man sagen, dass die Busse so ab 6 Uhr starten. Zumeist stellt man sich auf die Straße und macht durch Winken dem Fahrer bemerkbar, das man mitgenommen werden möchte. Oder man schaut sich um, wo auf der Straße bereits Leute stehen und reiht sich in die Masse der Wartenden ein. Eine Busfahrt in Asunción hat mich 2.5 Mil (2500 G) gekostet. Ins 60 km entfernte Areguá oder Caacupé 5 Mil (5000 G). Das Ticket kauft man direkt beim Fahrer oder der Begleitperson.image-2015-12-19(3)Die Zielorte sind zumeist im oberen Teil der Fenster oder an einem Schild an der Frontschutzscheibe angeschrieben. Wer sicher gehen möchte im richtigen Ort anzukommen der sollte nachfragen bevor er einsteigt.image-2015-12-19(4)Typisch für diese Busse ist außerdem, dass sie regelmäßig von Heerscharen von fliegenden Händlern bevölkert werden. Von Getränken über die typischen Brötchen, bis hin zu Zahnpasta wird so ziemlich alles angeboten. Selbst Livemusik im Bus ist keine Seltenheit, um die eigene CD zu promoten. Dieser Handel gehört einfach zu Paraguay dazu und man sollte sich einfach freuen unterwegs mit allem Nötigen versorgt zu werden.image-2015-12-16Lokale Busse haben keine Klimaanlagen, hin und wieder zugige Fenster und manchmal auch nur Hartschalensitze. Auch ist es hier noch üblich, dass man alten oder behinderten Menschen, Frauen und Kindern seinen Sitzplatz anbietet, wenn der Bus voll ist.image-2015-12-18(29)Grundsätzlich sollte man sich sehr gut festhalten wenn man sich im Bus bewegt oder steht, da sie ordentlich schaukeln, ruckartig anfahren oder die Fahrer kräftig bremsen.image-2015-12-17(2)Wer aussteigen möchte, der zieht an der an der Decke gespannten Schnur, damit löst man ein für den Fahrer hörbares Signal aus. Beim Ein-, und Aussteigen sollte man schnell und vorsichtig sein, da die Busse oft anrollen und man schon fast in der Fahrt auf und abspringt.image-2015-12-19(6)Wer nicht stranden möchte wenn er sich in ländliche Gebiete aufgemacht hat sollte vorab klären, wann der letzte Bus fährt. Zuweilen ist das bereits gegen 18/19 Uhr.

BusLangstreckenbusse in Paraguay

Wie der Name schon sagt legen sie lange Strecken innerhalb des Landes zurück und in der Regel sind das auch Doppeldeckerbusse die hier zum Einsatz kommen. Busfahrten zwischen 6-12 Stunden sind keine Seltenheit in Paraguay. Damit man angenehm reist sind diese Busse mit bequemen Sitzen ausgestattet. In der Regel befindet sich an der Rückenlehne auch eine Beinklappe, so das sich der Komfortsitz zu einer Liege erweitern lässt. Je nach Busunternehmen gibt es auch hier Unterschiede in der Qualität. Meine Erfahrung ist, dass NSA den höchsten Komfort bot.image-2015-12-18(24)Im Gegensatz zu lokalen Bussen muss man ihr Ticket zwingend vorher an einem Schalter kaufen. Wer auf den Preis achten muss, der sollte die verschiedenen Busunternehmen vor Ort abklappern und die unterschiedlichen Tarife vergleichen. Erfragt hier immer auch die Fahrtzeit, denn auch hier kann es Unterschiede auf Grund der Anzahl der Stopps geben, was Zeit und Nerven kosten kann.image-2015-12-17(1)Diese Busse haben feste Fahrtzeiten und Routen. Es gibt zwar Websiten auf denen man Verbindungen checken kann, aber ausgereift sind die noch lange nicht. Sie geben eher einen Hinweis welches Unternehmen auf welcher Strecke unterwegs ist.Auch werden Nachtfahrten angeboten, die gerade bei Backpackern sehr beliebt und schnell ausgebucht sind. Sicherheitstechnisch muss man sich während der Fahrt keine Sorgen machen. Wichtiger ist es, die An-, und Abfahrt zum Busterminal zu organisieren. Zubringerbusse fahren um Mitternacht nicht mehr und man muss auf ein Taxi ausweichen. Gleiches gilt wenn man in den Nachtstunden irgendwo ankommt und in die Unterkunft möchte. Das Ticket würde ich am Tag vorher besorgen, um sicher zu gehen auch mitgenommen zu werden. Vorteil ist ganz klar, dass man sich eine Unterkunft spart und den Tag nutzen kann und ihn nicht im Bus vertrödelt.image-2015-12-18(23)Zumeist muss man sich mit dem Passnummer für eine Fahrt anmelden. Je nach Ausstattung der Busse wird man gefragt, ob man einen privaten Sitz haben möchte, am Fenster sitzen möchte oder im oberen Bereich. Wer kein Spanisch spricht sollte sich diese Punkte vielleicht vorab auf einem Zettel notieren. Auf dem Ticket welches man auch Tage vor Abfahrt schon kaufen kann ist dann vermerkt wohin die Fahrt führt, wenn Abfahrt ist und auf welcher „Platform“ (Haltebucht) der jeweilige Bus zu finden ist.PassWer Gepäck mit sich führt, gibt dieses ab. Es wird eindeutig markiert und man erhält eine Art Abholschein oder einen Aufkleber. So ist sichergestellt, dass Niemand das falsche Gepäckstück mitnehmen kann.image-2015-12-17(2)Außerdem ist auf eurem Ticket auch die Sitzplatznummer (Asiento No) angegeben. Selbst wenn der Bus zu Beginn der Fahrt fast leer ist, sollte man sich daran halten, da es sonst später mit weiteren Zustiegen zu Verwirrung kommt.

Beworben werden die meisten Busse damit, dass sie Wlan und TV bieten. Die Realität sah dann eher anders aus. Gar keine Internetverbindung schien mir üblicher zu sein. Hier solltet ihr euch eine lokale SimCard besorgen und mobiles Internet dazu buchen, wenn ihr unterwegs online gehen wollt. Monitore gab es ebenfalls im Bus aber auch hier ist meinen Erfahrung, dass sie ausblieben. Man sollte also schlafen oder selbst für Entertainment sorgen.image-2015-12-18(26)Auch in den Langstreckenbussen gibt es fliegende Händler. Je nach Busunternehmen schwankt die Häufigkeit der „Versorgung“. Während ich auf der Strecke von Ciudat del Este nach Asunción mit NSA genau 1x Essen und Getränke angeboten bekam, war es von Asunción nach Encarnation mit Paycasu unzählige Male und begann schon etwas an zu nerven.image-2015-12-19(7)Die Busse sind klimatisiert und das heißt in Südamerika zumeist, dass man auf Tiefkühlkostniveau runter gekühlt wird. Hier gilt es sich entsprechend anzuziehen und ggf. auch eine Decke oder ein Handtuch als Wärmeschutz mitzunehmen.

Langstreckenbusse sind mit einer sanitären Einheit ausgestattet. Wer also auf die Toilette muss, der muss nicht aussteigen oder auf den nächsten Stopp warten. Die Hygiene ist hier mit Flugzeugen zu vergleichen. Am Anfang topp und mit zunehmender Benutzung leidet die Sauberkeit. Wer empfindlich ist, sollte sich Desinfektionsspray mitnehmen. Toilettenpapier habe ich immer mit mir geführt, aber ich kam nie in die Verlegenheit mein eigenes benutzen zu müssen. Sicherheitshalber würde ich aber empfehlen immer ein paar Blatt mit sich zu führen.image-2015-12-18(25)Damit man ein Gefühl für die Preise bekommt: Ciudat del Este nach Asunción hat mich ca. 14 EUR gekostet und die Stecke von Asuncón nach Encarnatión in etwa 10 EUR. Jeweils um die 500 km und 6 Stunden Fahrtzeit. Sonntags fahren weniger Busse als unter der Woche. Reisen sollte man daher besser an den anderen Tagen, da die Anbindungen, auch ans lokale Netz, dann einfach besser sind.

Wer von den Nachbarländern kommend oder dahin weiter reist, der fährt günstiger damit die Fahrt zu splitten. Busse welche die Grenze passieren sind einfach teurer. Ggf. einfach bis an die Grenze fahren, dann rüber laufen oder einen lokalen Bus nehmen und von dort dann den nächsten Langstreckenbus.

image-2015-12-19(8)GANZ WICHTIG:

Ihr müßt zur Paßkontrolle aus dem Bus und in der Regel warten diese nicht, sondern ihr nehmt den darauffolgenden Bus zur Weiterfahrt. Gerade im Grenzgebiet bei Iguazu solltet ihr darauf achten auch wirklich an der Grenze auszusteigen und euch den Stempel zu holen, sonst gibt es später Probleme bei der Wiedereinreise. Denkt an euer Gepäck, denn das muss mit euch den Bus verlassen!PassBeachtenswert sind auch die Zeitunterschiede zwischen den einzelnen Ländern. Wer Grenzüberschreitend reist, sollte wissen wie die Uhren im Nachbarland ticken um nicht unnötig zu warten oder den Bus zu verpassen. Beispiel Foz do Iguzu (Brasilien) und Ciudat del Este in Urugay zum Beispiel haben 1 Stunde Zeitverschiebung.

Die Busse in Paraguay besonders auf Langstrecken ordne ich als sicher ein. Auch am Fahrstil gab es auf keiner Strecke Grund zu Beanstandungen.

Paraguay – Was „Locals“ empfehlen. Mit Insiderin Kira

Paraguay ist ein zumeist übersehenes Land in Südamerika, dabei hat es sehr viel zu bieten. Bevor ich auf Reisen auf eine Entdeckungstour starte informiere ich mich gerne bei Locals und frage sie nach ihren Erfahrungen, Anregungen sowie Verhaltensregeln.

Im Hostel in Paraguay habe ich Kira kennengelernt und sie mal ausgefragt. Sie lebt seit 6 Monaten in Paraguay und hat mir viele schöne Tipps gegeben, die ich gerne auch hier teilen möchte. image-2015-12-171.) Was macht dich zum Paraguay-Experten?

Ich habe eine Freundin hier besucht und mich dann ins Land verliebt und bin dann einfach geblieben. Die Zeit hier nutze ich zum Sprache lernen und um Land und Leute kennenzulernen. Inzwischen habe ich schon viele Eindrücke gesammelt um mitreden zu können.image-2015-12-16(7)2.) Was hat dich am Land am meisten beeindruckt?

Ganz besonders die „Andersartigkeit“ zu anderen südamerikanischen Ländern.image-2015-12-16(2)3.) Welche sind deine Lieblingsplätze abseits der Touristenströme?

Ich mag die kleinen Cafés und Restaurants. Besonders die, die auf den ersten Blick etwas runtergerockt aussehen. Denn sie haben meist das beste Essen.image-2015-12-16(8)4.) Wie sicher ist es für mich als Frau alleine „Backpack“ durch Paraguay zu reisen?

Überhaupt kein Problem wenn man nicht zu Männern ins Auto steigt, die einem schöne Augen machen oder nachts an dunklen Ecken noch unterwegs ist. image-2015-12-16(6)5.) Welches ist das typische paraguaynische Leibgericht und wo findet man es?

Mbeju – das ist eine Art Fladen mit Käse und man findet ihn eigentlich an jeder Ecke. Das leckerste gibt es im Café de Aca.Oder auch ganz lecker ist Chipa. Eine Art Brötchen mit Käse eingebacken.image-2015-12-166.) Was sollte man in Asunción gesehen oder erlebt haben und warum lohnt es sich auch für Reisende wie mich?

Die typischen Einheimischenbusse auch „Colectivo“ genannt. Sie verkörpern für mich Paraguy, weil hier alles zusammen kommt. Die Menschen, das Essen was verteilt wird und natürlich auch der Blick auf die Stadt.

Und dann ist da noch der Markt der Stadt, der Mercado Quadro – der ist schon richtig speziell. Es gibt alles, es ist verrückt und vollgestopft … ach vielzu abgedreht.image-2015-12-16(1)7.) Wie gut kommt man mit Einheimischen in Kontakt? Sind sie offen für Besucher oder eher verschlossen und zurückhaltend?

Am Anfang sind sie eher distanziert, wenn sie dich abgecheckt habe wirst du aber auch schnell ins Herz geschlossen. Und außerdem sind sie alle super hilfsbereit. Das schätze ich sehr. image-2015-12-16(4)8.) Wie stehts mit Hygiene und Trinkwasser?

Das Wasser aus dem Hahn ist absolut trinkbar und auch wenn die Straßen es nicht vermuten lassen, ist es sehr hygienisch hier. Ich hatte noch nie Probleme in Paraguay.image-2015-12-16(3)9.) Wie gut funktioniert das Bussystem in Paraguay?

Großartig und gar nicht. Es gibt zwar keinen Fahrplan, keinen Zeitplan aber es funktioniert trotzdem. Man muss einfach mehr Zeit mit einplanen. image-2015-12-16(5)10.) Welche Tipps & Erfahrungswerte würdest du mir mit auf die Reise geben?

Fahr unbedingt mit den Einheimischebussen, so lange es sie noch gibt. Die sind echt ein Highlight und der beste Weg Paraguay für sich zu entdecken.

#dankeDanke Kira, dass du dir Zeit genommen hast und mir all mit so vielen Infos und Tipps weitergeholfen hast. Einfach großartig! Ich bin schon echt gespannt auf deine „Derzeitheimat“.

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4 Wochen. 4 Länder. 5 Stationen. Solo-Tour in Südamerika!

Ich habe wie eigentlich immer keine Lust auf Weihnachten, Familie und Geschenke. Ich will reisen, entdecken und unterwegs sein. Also Flüge gebucht und ab ins südliche Südamerika. Der Plan: 4 Wochen. 4 Länder. 5 Stationen. Ich möchte Backpack allein als Frau durch Brasilien, Paraguay, Argentinien & Uruguay reisen und einen Ex-Präsidenten treffen.

Meine Familie, mein Partner und meine Freunde sind „begeistert“. Wieder lasse ich mich Weihnachten nicht blicken und verkrümel mich lieber. Ich habe einfach keine Lust mehr auf  „Weihnachten“. Wie jedes Jahr geht der Terror-Kommerz direkt im September schon los. Man wird auf allen Kanälen bombardiert und zum Einkaufen genötigt, als sei das der einzige Sinn hinter diesem Fest. Nein, ich will nur noch weg sein zu dieser Zeit. Auch wenn das in meinem Umfeld eigentlich niemand so recht akzeptieren will. Sei es drum. Es ist gebucht und ich starte am 10.12.15 zu meinem Solo-Trip durch Südamerika!

Solo-Tour-Planung – so sieht sie derzeit aus:

SoloTour -INTEXTBILD-

BRASILIEN – Iguazú-Wasserfälle

Die erste Station meiner Weihnachtsreise sind die Iguazú-Wasserfälle in Brasilien und Argentinien. Hier werde ich in der Nacht zum 11.12.15 ankommen. Die Wasserfälle die ich hier besuchen möchte sind wesentlich breiter als die Victoria-Fälle, höher als die berühmten Niagara-Fälle und wohl auch wesentlich beeindruckender. Die Iguazú-Wasserfälle werden vom Flusses Iguaçu/Iguazú gespeist und verlaufen an der Grenze zwischen dem brasilianischen Bundesstaat Paraná und der argentinischen Provinz Misiones.

Iguazú in Zahlen:

Höhe: 195 m
Höhe: 82 m
Größte Stufe: 82 m
Anzahl der Stufen: 275
Durchfluss: 1.756 m³/s

Der Panoramablick macht schon mal Lust!

PARAGUAY

Nach 2 Tagen Erkundungstour der Fälle von Argentinien und Brasilien aus, geht es für mich mit dem Bus weiter in Richtung Asunción, der Hauptstadt von Paraguay. Die Stadt gilt auf Grund ihrer vielen Gärten und Parks als die grünste Stadt der Welt. Das Land besticht in der Hauptsache damit, dass man hier noch das authentische Südamerika findet, aber auch mit seinen Gegensätzen! Von hochtechnisiert bis absolut ländlich ist alles drin. Fest gebucht habe ich nur 2 Nächte im El Nomadá Hostel in der Hauptstadt. Danach lasse ich mich treiben und höre mich um, was andere Backpacker im Hostel empfehlen.

ARGENTINIEN

Hauptziel ist hier ganz klar Buenos Aires. Allerdings sind es von Asuncion bis in die Haupstadt Argentiniens auch 18h Busfahrt. Respekt habe ich vor so einer langen Fahrt. Besonders weil man in den Bussen schnell krank wird, da man auf Tiefkühlkost-Niveau runter gekühlt wird. Wahrscheinlich werde ich diese Fahrt splitten und irgendwo rund um Santa Fe noch einen Zwischenstop einlegen. Am 23.12.15 hoffe ich dann vor Ort zu sein und bei meiner Airbnb Gastgeberin einziehen. Eine ganz liebe Dame mit der ich übers Internet Kontakt hatte und die mich direkt eingeladen hat mit ihr und ihrer Familie Weihnachten und Silvester zu feiern. Die Tage in Buenos Aires möchte ich einfach mit der Kamera rumlaufen, in hübschen Cafés verbringen, mit Menschen in Kontakt kommen, Tango tanzen und die Stadt und ihr Flair in mich aufsaugen.

image-2015-12-03(4)URUGUAY

Wie ich am 1. Januar 2016 von Buenos Aires nach Montevideo kommen werde, weiß ich ehrlich gesagt noch nicht. Soweit ich es mitbekommen habe, steht das öffentliche Leben da still. Normal gibt es Busverbindungen oder Boote ins Nachbarland. Ich checke das, wenn ich vor Ort bin und frage meine Gast-Mama um Rat. Auch in Montevideo bin ich wieder in einem Hostel untergebracht und ich habe vor bis zum 04.01. zu bleiben.

Mein Traum wäre den ehemaligen Präsidenten des Landes zu treffen. José Mujica ist eine Inspiration für mich und mein Vorbild. Man nennt ihn auch den ärmsten Präsidenten der Welt, weil er 550.000 $ von seinem Gehalt gespendet hat. Wegen ihm kam ich überhaupt erst auf die Idee diese Reise anzutreten. Ich weiß, es klingt einfältig einen Präsidenten treffen zu wollen, aber hey ich hab noch Träume! Die Anfrage bei der Sekretärin läuft, aber man hat mich schon auf die Urlaubszeit hingewiesen. Ich vertraue hier einfach mal auf Gott, auf das Universum und mein Glück. Und danke allen, die mich bei diesem Vorhaben unterstützen!

Mir bleiben dann noch weiter 6 Tage in Uruguay. Ich will mich ans Meer durchschlagen und hoffe dort noch unberührte Natur und schöne Parks zu finden. Zu der Zeit ist allerdings Hochsaison in dem Land und jeder Winkel soll überbevölkert sein. Auch ist noch nicht klar, ob mich die Busse mitnehmen, denn auch diese werden gut ausgebucht sein.

BRASILIEN – PORTO ALLEGRE

Für den 10.01. habe ich mir wieder über Airbnb eine günstiges Zimmer in Porto Allegre gesucht. Ganz in der Nähe vom Flughafen, da am 12.10 mein Flieger ganz in der Früh startet und ich nicht lange durch die Stadt gurken will. Auch habe ich hier etwas Zeitpuffer eingebaut, falls es mit den Bussen aus Uruguay doch nicht so ideal klappt, wie erhofft. Das Flußufer hier soll sehr schön sein, also werde ich dort spazieren gehen und noch mal den Urlaub Revue passieren lassen.

IMG-20140306-WA0000Die emotionale Seite:

Ganz anders sieht die Gefühlswelt aus. Zwar habe ich keine Angst vor der Reise, aber großen Respekt ganz sicher. Immerhin ich bin alleine als Frau ohne große Sprachkenntnisse unterwegs. Ich roadtrippe nicht, sondern muss mich drauf verlassen, dass es mit den Bussen klappt und ich nach Ankunft die Unterkünfte immer finde. Besonders wenn ich nachts ankomme. Hier vertraue ich auf mein Nokia Handy, was Navigation ohne Internet schon integriert hat. Bisher hat mir das in fast allen Ländern (außer Honduras wo es keine Sateliten gibt) immer sicher ans Ziel geführt. Darauf hoffe ich auch diesmal.

Auch in ein Taxi steigt man nachts als Frau alleine nicht so gerne. Weibliche Taxifahrer sind rar und einem Mann so ausgeliefert sein, das vermeide ich so es geht. Aber ich vertraue darauf das auch hier alles gut geht. Ich bin ja nicht ganz unerfahren und hoffe das mir das zu Gute kommt.

Natürlich wird es komisch sein, wieder alleine unterwegs zu sein. Auch das bin ich nach ein paar Urlauben mit Partner nicht mehr gewohnt. Die Sicherheit die ein Reisepartner mitbringt hat man ganz einfach nicht, wenn man alleine reist.

Meine Erfahrung nach jeder Reise war eigentlich, dass man sich an die Regeln halten muss um sicher zu reisen. Das man nicht blauäugig sein sollte und sich für Notsituationen ein Backup schaffen sollte. Alle diese Vorkehrungen haben mir bisher geholfen sicher zu reisen und ich vertraue darauf, dass es auch diesmal wieder so ist.

Also: ANGST – NEIN! RESPEKT – JA!

Zur weiteren Vorbereitung:

Gepäck: Ich reise in der Hauptsache mit dem Bus, laufe dann zu den Unterkünften. Deshalb habe ich mich klassisch für einen Rucksack entschieden. Ich habe meinen bei Decathlon gefunden, weil ich eine günstige Variante speziell auf Frauen zugeschnitten gesucht habe. Hier sollte jeder für sich testen und anhand der Bedürfnisse und des Budgets für sich festlegen, was gut zu einem paßt.

Ich nehme nur die nötigsten Sachen mit, weil ich keine Lust habe einen viel zu schweren und vollgepackten Rucksack rumzuschleppen. Was daheim bleibt sind Schmuck, Make up, hübsche Schuhchen und sonstige „Luxusartikel„. Was mit darf ist das Netbook, die Kamera-Ausrüstung, 1x Flip Flops, 1x leichte Treckingschuhe, Handtuch, warme Kleidung für unterkühlte Busse und ein Hut als Sonnenschutz. Natürlich auch Medikamente, Sonnenschutz und Ungezieferabwehr.

Dokumente: Ich habe Kopien meiner Unterlagen dabei und sie zusätzlich auf meiner Cloud abgelegt. Im Notfall habe ich so Zugriff und kann mich schnell bei Polizei und Behörden ausweisen. Meine Flug und Unterkunftsbuchungen inkl. Anschriften, Wegbeschreibung & Rufnummern habe ich in einer Excell-Liste zusammengefaßt. Diese hilft mir, bei so einem langen Trip die Übersicht zu behalten. Parallel bekommt sie meine Familie, damit sie nachvollziehen können, wann ich wo sein werde. Siehe auch die Anleitung im LINK.image-2015-12-03(1)Geld: Ich habe brasilianische Real für die erste Station dabei und noch rund 100 Dollar für den Notfall. Nach den Grenzübertritten hole ich mir Bargeld am Automaten. Ich habe sowohl die Master als auch die Visa-Card dabei, weil auch hier die Erfahrung gezeigt hat, dass oft 1 Bezahlsystem nicht funktioniert.

Visa: Visas braucht man für keines dieser Länder. Wohl aber muß man die Einreisedokumente für jeden Grenzübertritt peinlichst genau ausfüllen und sich seinen Paß abstempeln lassen. Gerade bei IGUAZU fahren die Busser gerne am Grenzübergang vorbei und auf der Rückreise zahlt man Strafe. Siehe auch LINK.

Navigation: Meine Erfahrung der letzten Jahre hat gezeigt, dass Internetverbindungen auf Reisen und besonders in abgelegenen Gebieten nicht funktioniert. Deshalb habe ich ein Handy was offline Navigation ermöglicht. Ich habe vorab alle Karten runtergeladen und alle Adressen eingespeichert, die ich ansteuern will. Im W-Lan funktioniert eine Unterkunfssuche besser, als unterwegs auf der Straße nur mit der Adresse.

Mobilfunk: Ich habe zwei Handys dabei. Ein billiges, was ich „abgebe“ wenn ich ausgeraubt werde und mein normales Handy, was ich auch zur Navigation nutze. Ich werde mir in Argentinien eine SimCard holen um auch im Land selbst telefonieren zu können. Hier bin ich die meiste Zeit und deshalb macht es da besonderen Sinn.

Reiseführer: Mein Lonely Planet Südamerika ist meine Reise-Bibel. Als Pauschaltourist habe ich „LP“ nie verstanden. Wenn man auf Insiderwissen wie Busverbindungen, Tipps & Sicherheitsanweisungen aber angewiesen ist, dann ist er gold wert. Er wird trotz seines Gewichts mein Begleiter sein. Mein eBookReader nehme ich diesmal als Reiseführer nicht mit. Die Suche im digitalen Nachschlagewerk hat mich in Namibia schier irre gemacht. 1000 Suchergebnisse für eine Anfrage. Da blätter ich lieber wieder.

Weihnachten anders, aber nicht ohne Spirit!

Ja, bei mir läuft Weihachten anders, aber warum es nicht ohne Spirit läuft und was sich noch hinter dieser Reise verbirgt verrate ich hier im LINK.

Kompromiss? Aber natürlich!

Mein Freund und ich reisen nach meinem Solo-Trip auch noch gemeinsam durch Bolivien, Chile und Peru. Diese Lösung war ein Kompromiss, weil er gerne mit Familie feiern wollte und ich gerne flüchte. Im Januar beginnt unser gemeinsamer Backpacktrip!


Ich hoffe du begleitest mich auf meiner Solo-Tour durch Südamerika – auf Instagram, Facebook, Twitter oder eben hier!

In diesem Sinne: #get up & travel!