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Namibia Reise in Corona-Zeiten. Erfahrungsbericht mit allen Infos zu Einreise, Masken, Test & Flügen

Lohnt es sich in Corona-Zeiten nach Namibia zu reisen? Wie sicher ist es? Was braucht es zur Einreise? Muss ich Maske tragen und welche Airline fliegt überhaupt nach Namibia? All diese Fragen möchte ich dir mit diesem Blogbeitrag beantworten! Dazu habe ich ein Interview mit Olli von Buschmann-Safaris in Namibia geführt. Er ist Local, Insider und Touristiker.

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Olli Carstens und ich, wir haben uns über unsere gemeinsame Leidenschaft für Afrika in der Facebookgruppe „BuschmannSafaris“ kennengelernt. Olli hat ein Reiseunternehmen in Namibia und teilt seit Beginn der Corona-Krise seine Erfahrungen. Interessierten gibt er so Einblicke in die aktuelle Lage im Land, aber auch zum Tourismus und den Folgen der weltweiten Reiserestriktionen gibt er Einblicke.

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Jetzt hab ich Olli gebeten, mir ein wenig über die Situation für Touristen in Coronazeiten zu berichten, um Reisende auf die örtlichen Gegebenheiten vorzubereiten. Seinen Erfahrungsschatz als lokaler Anbieter und mit Urlaubern aus der ganzen Welt möchte ich gerne mit dir teilen.

 

Hier unser Interview:

Hallo Olli, erzähl mir ein bisschen, wie ihr 2020 mit Corona in Namibia erlebt habt. Wie war die Situation für die Tourismusindustrie? Wie erging es den Hotels, den Restaurants, den Guides aber auch der lokalen Bevölkerung?

Wir waren für das Jahr 2020 sehr stark gebucht. Es gab nur noch wenige freie Plätze auf sog. Zubuchertouren, also Angeboten die wir mit fixierten Terminen auf www.buschmann-safaris.de bewerben. Zusätzlich hatten wir noch viele individuelle Buchungen, auch spezielle Touren mit Fotografen und zwei große Safaris nach Angola. Alle Termine konnten mit unseren Gästen einvernehmlich verschoben werden. Niemand wollte es wahr haben, daß Reisen langfristig durch Restriktionen und neue Bestimmungen so rigoros erschwert werden.

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Als sich dann im Laufe des Jahres 2020 zeigte, daß sich die Pandemie noch weit ins nächste Jahr hineinziehen würde, mußten wir uns darüber klar werden, wie wir diese Zeit ohne Umsatz, ohne Profit und Einkommen und bei bleibenden Fixkosten existenziell überleben können. Es war uns als relativ kleines Unternehmen von vorne herein klar, daß wir niemanden entlassen werden. Wir sind ein Familienunternehmen, und unsere Arbeitnehmer sind fester Teil unserer „Familie“.

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Besonders schlimm hat es die freischaffenden Reiseleiter in Namibia getroffen! Diese Guides leiden nun sehr darunter, daß sie keinerlei Einkommen haben und in der Vergangenheit meistens auch keine Rücklagen bilden konnten.

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Gab es Schließungen im Gastgewerbe, so dass es jetzt weniger Unterkünfte oder Restaurants gibt?

Hotels und Restaurants sind fast in der gleichen Lage wie wir. Wer Kredite bei der Bank hat, der muß weiterzahlen, ansonsten geht der Besitz verloren. Wer Rücklagen gebildet hatte und schuldenfrei ist, der kann eine Zeitlang mit „gerupften Federn“ überleben. Aber sehr lange darf diese Situation auch nicht mehr andauern. Viele Tourismusbetriebe gibt es schon nicht mehr, …sie mußten bereits schließen.

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Gab es überhaupt noch Reisende?

In der ersten Zeit des harten „Lock Downs“ gab es hier in Namibia keine Reisenden mehr. Wir hatten noch ein paar Gäste im Lande, die wir dann in Zusammenarbeit mit der Deutschen Botschaft hier in Windhuk mit den Repatriierungsflügen zurück nach Deutschland haben ausfliegen lassen.

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Wie ist die Lage aktuell? Ist Namibia wieder zu bereisen für Touristen?

Natürlich ist Namibia bereit für seine Touristen! Die Bundesrepublik Deutschland hat Namibia von der Liste der HOCHrisikoländer bereits vor Monaten gestrichen. Damit sind Reisen aus Deutschland nach Namibia gesetzlich erlaubt! Jedoch ist in Deutschland das Reisen nun gesellschaftlich allgemein geächtet. „Man reist jetzt nicht!“, so ist die allgemeine Auffassung dort.

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Damit bleiben effiziente Buchungszahlen aus. Wer jetzt wieder zaghaft kommt, der ist entweder Selbständiger, bezieht eine Rente oder hat einen verständnisvollen Arbeitgeber. Viele Arbeitgeber genehmigen in Deutschland derzeit keinen Urlaub, wenn man zur Rückkehr in Quarantäne muß. Aus diesem Grunde ist die Lage des Tourismus in Namibia sehr prekär: Wir haben Leerlauf!

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Wie hat sich die Situation auf die Preise ausgewirkt?

Viele Lodges, Hotels und Gästehäuser bieten nun „Specials“ an. Die Preise sind nicht mehr so hoch wie vor der Krise. Auch bei Mietfahrzeugen und Safarianbietern hat sich diesbezüglich etwas getan, jedoch haben Firmen mit großem technischem Risiko bei hohem mechanischem Einsatz, dazu rechne ich auch Safariunternehmen, nicht so viel Spielraum in der Kalkulation.

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Welche Airlines fliegen nach Namibia?

Die Fluglinie unserer Wahl ist z.Zt. Eurowings. Sie fliegt momentan als einzige Fluggesellschaft direkt von Frankfurt nach Windhuk und bietet zuverlässigen Service. Es sind aber noch weitere Fluglinien im Gespräch die in Zukunft Windhuk anfliegen wollen, z.B. Condor. Ansonsten bieten sich viele Flugverbindungen über Johannesburg an. Alle Grenzen und Verbindungen nach Südafrika sind offen. Beachtenswert ist, dass Air Namibia Insolvenz anmelden mußte und nun leider nicht mehr fliegt.

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Braucht man einen Corona-Test zur Einreise?

Das ist eine diffizile Frage! Neulich wurde Einreisenden einmal kein Nachweis abverlangt. Jedoch können sich die Einreisebestimmungen von einem Tag zum anderen ändern. Um auf der absolut sicheren Seite zu sein, rate ich meinen Gästen dazu auf jeden Fall 48 Stunden vor Einreise einen PCR-Test zu machen und das Ergebnis auf Papier gedruckt bei Einreise in Windhuk parat zu haben.

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Muss man in Quarantäne?

Nein! Es ist nicht nötig sich in Quarantäne zu begeben. Zudem fällt Social Distancing in Namibia ohnehin leicht, bei den riesigen Weiten.

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Dürfen Bürger aus Risikoländern einfliegen?

Ja! Es ist kein Problem, auch aus einem Risikoland wie Deutschland, Österreich oder der Schweiz einzureisen.

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Braucht man am Flughafen länger für die Abfertigung?

Nein, man muss nicht extra Zeit einplanen. Es läuft alles reibungslos wie zuvor auch schon.

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Aus welchen Ländern der Welt kommen aktuell die meisten Touristen?

Im Januar hatte ich meine letzte Safari mit nur einem (-!-) Gast individuell durchgeführt. Dabei sind mir im Lande einige wenige Selbstfahrergruppen aufgefallen. Hierbei handelte es sich um Polen, Russen und Franzosen. Einzelfahrende Touristen hingegen kamen überwiegend aus dem deutschsprachigen Raum. Geführte Reisegruppen mit namibischen Reiseunternehmen habe ich keine gesehen.

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Gibt es eingeschränkte Öffnungszeiten der Mietwagenfirmen?

Nein! Es ist alles wie gehabt. Man ist gerne für die Touristen da.

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Sind die Geschäfte/ Restaurants offen?

Ja! Auch das berühmte Joe´s Beerhouse und alle anderen Restaurants, Bars & Malls sind geöffnet. Überall freut man sich über Besucher und heißt sie sehr willkommen. Jeder Einkauf bzw. Restaurantbesuch sichert Existenzen. Er ermöglicht es Familien zu überleben und ihre Kinder zur Schule zu schicken. Das sollte man nie vergessen.

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Darf Alkohol gekauft/ konsumiert werden oder ist das eingeschränkt wie zum Teil in Südafrika?

Alkohol kann Montag bis Freitag sowie Samstag bis 12:00 h in lizensierten Läden und Supermärkten eingekauft werden. Das war schon immer so, auch vor der Krise.

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Kann man aktuell auf Safari gehen?

Ja! Unsere nächste Tour ist bereits angebucht. Wir suchen noch dringend Mitreisende für den Termin vom 28.03. – 12.04.2021 durch Namibia.
Siehe LINK. Auch andere Anbieter haben Safaris im Programm.

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Gibt es aktuell kulturelle Angebote?

In den Städten sind mir keine öffentlichen Veranstaltungen bekannt. In Fußballstadien und unserem einzigen Theater in Windhuk finden meiner Kenntnis nach keine Veranstaltungen statt. In das Kino kann man aber gehen. Aber ich denke, unsere reiche Wildnis tröstet ganz gut darüber hinweg. Einen Abend am Wasserloch bei der Tierbeobachtung, werden Reisenden ganz sicher nie vergessen.

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Sind Angebote wie Rafting, Paragliding, Horse riding oder auch das so beliebte Ballonfahren möglich?

In diesem Fall sollte sich jeder Interessent individuell an das entsprechende Unternehmen wenden. Zu gering sind die Zahlen der Touristen in Namibia um hier eine sichere Auskunft zu geben. Ich weiß z.B. aus erster Hand, daß Tommy´s Tours in Swakopmund die Fahrten in die Dünen auf der Suche nach den „Little Big 5“ durchführt, ebenso wie in Walvisbay Bootstouren von den Veranstaltern angeboten werden.

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Was sollte ich zur Vorsorge selbst mitbringen, wenn ich in Namibia reisen möchte?

Das ist eine sehr pauschale Frage. Auch hier muß jeder Reisende seine eigene Recherche durchführen und das an „Vorsorge“ durchführen und mitbringen was seiner Einstellung und individuellen Empfindlichkeit gemäß entspricht. Viele Reisende nehmen pauschal Malariaprophylaxe bei einer Reise durch Namibia ein. Ich rate dazu nur bei einer Fahrt in den Norden.

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Hier werden viele Ratschläge übertrieben. Ansonsten sollte man eine Auslandskrankenversicherung abschließen die eine Behandlung in Namibia deckt. Ich rate meinen Gästen dazu Namibia angstfrei zu bereisen. Man ist hier gesundheitlich nicht mehr gefährdet als in Deutschland! Die Krankenversorgung innerhalb Namibias steht für zahlende bzw. versicherte Patienten der Versorgung in Deutschland in nichts nach.

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Sind Masken verpflichtend? Wenn ja, wie wird kontrolliert / geahndet?

In den Städten und in öffentlichen Verkehrsmitteln ist das Tragen von Masken vorgeschrieben. Es wird jedoch nicht so restriktiv verfolgt wie in Deutschland. Auch darf man sich hierzulande mit anderen auf eine Bank setzen. So etwas wie ein „Verweilverbot“ gibt es bei uns nicht! Wer ein Geschäft betritt, der wird am Eingang aufgefordert eine Maske zu tragen wenn er das nicht schon macht. Das ist vorgeschrieben. Jedoch ist das Tragen einer Maske in der Wildnis oder unterwegs im Busch unnütz und wird daher auch nicht verlangt. Ich habe aber auch schon Touristen beobachtet, die alleine im Mietwagen fahrend, im Kaokoland eine Maske trugen.

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Welche Maßnahmen zur Sicherheit von Reisenden gibt es im Tourismus?

Hier hat sich nichts verändert! Namibia ist weiterhin sicher zu bereisen! In den wenigen Städten unseres Landes muß man natürlich als Tourist weiterhin aufpassen. Vollgepackte Reisefahrzeuge parkt man nicht in der Stadt. Als Tourist läuft man nicht mit sichtbaren Wertgegenständen in unverschlossenen Taschen. Am Bargeldautomaten nimmt man keine Hilfe von Dritten an! Solche und andere Vorbeugungen und Sicherheitsmaßnahmen bleiben natürlich weiterhin gültig. Ein Anstieg der Kriminalität ist in keinem Fall zu verzeichnen.

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Mit welchen Einschränkungen muss man eventuell rechnen?

In Namibia gibt es bezgl. des Reisens z.Zt. keine gesetzlichen Einschränkungen! Im Gegenteil: Alle Unterkünfte und Reiseunternehmer suchen dringend Kundschaft. Daher kann man als Gast heutzutage, so wie es vor 25 Jahren der Fall war, spontan und ohne Buchung Namibia frei bereisen, …für Touristen eine tolle Situation!

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Sind die Grenzen in die Nachbarländer auf, so dass man z.B. Zu den Victoria Fällen oder ins Okavango Delta oder nach Kapstadt weiter reisen kann? Bzw. ist es umgekehrt möglich, nach Namibia zu reisen?

Momentan „betreue“ ich einen selbstfahrenden Gast mit eigenem Fahrzeug (deutsche Zulassung) auf seiner Reise durch das südliche Afrika. Die Aus- und Einreisen nach Sambia, Botswana und Südafrika hatten keine Probleme bereitet. Er mußte eben immer einen aktuellen PCR-Test vorweisen.

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Und DAS ist das Problem einer länderübergreifenden Reise heutzutage! Niemand kann garantieren, daß man in der Nähe der Grenze termingerecht (-!-) einen PCR-Test machen kann und das Ergebnis schnell genug zum Grenzübertritt in Händen hält. Aus diesem Grunde rate ich momentan noch von grenzüberschreitenden Safaris innerhalb des südlichen Afrika ab.

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In manchen Afrikanischen Ländern soll es seit der Krise unsicherer geworden sein, zu reisen. Wie ist hat sich in Namibia entwickelt?

Wir fühlen uns sehr sicher hier und es hat sich auch nichts verändert.

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Welche Vorteile hat man jetzt nach Namibia zu reisen?

Namibia ist leer! Es gibt eben momentan keinen großen Tourismus. Die Preise sind teilweise gefallen. Als Tourist könnte man praktisch spontan und ohne irgendeine Buchung nach Namibia einreisen und mit einer Rundreise beginnen. Nirgendwo gibt es Buchungs- oder Kapazitätsprobleme. Im speziellen Fall hatte ich einen Freund, der diese Situation beim Schopfe nahm und im Januar und Februar kreuz und quer durch Namibia reiste ohne auch nur eine Vorbuchung durchzuführen.

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Er hatte es sehr genossen, …auch weil ihm auffiel, daß unser Land „kommunikativer“ und zwischenmenschlich „noch wärmer“ geworden ist. Noch nie hatte er sich so viel und so ausführlich mit so vielen Leuten im Land unterhalten können. Überall wurde er aus tiefstem Herzen willkommen geheißen. Auch die staatlichen Nationalparks (z.B. Etoscha, Sesriem / Sossusvlei) kann man ohne Buchung anfahren. Man bekommt als Camper oder als Hotelgast jederzeit Unterkunft. Wie bereits erwähnt, das war seit über 25 Jahren nicht mehr möglich.

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Verlangen Lodge-Anbieter Tests oder reichen die, die man ohnehin hatte?

Nein! Innerhalb des Landes wird nicht nach Covid-Tests gefragt, weder bei den Lodges noch in den Parks.

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Was ist durch Corona bei Safaris anders geworden?

Die buchungstechnische Reisefreiheit ist wieder da! Man kann wieder spontan überall hinfahren ohne eine Buchung in Händen zu halten. Zudem ist das Land leer! An den Wasserstellen im Etoscha Nationalpark kann man nun wieder alleine verweilen und die Tiere ungestört genießen. Die Straßen sind wieder in einem sehr guten Zustand! Die von hartem und tiefem Wellblech geprägten Fernverkehrsstraßen wie z.B. von Solitaire nach Swakopmund oder von Uis nach Twyfelfontein, …sie sind alle in einem einwandfreien Zustand.

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Warum im Speziellen empfiehlst du nach Namibia zu reisen anstatt z.B. nach Südafrika oder Kenia?

Namibia ist für mich landschaftlich unschlagbar das schönste Land. Die verschiedenen Wüstenregionen der Namib, die Randstufe mit ihren dramatischen Faltungen, die Einsamkeiten und Weiten des menschenleeren Nordwestens und dann der subtropisch bewaldete und feuchte Caprivizipfel, das und noch vieles mehr sind Sehenswürdigkeiten die es so innerhalb eines Landes nirgendwo anders gibt. Hier kann man Eindrücke sammeln und eigene Empfindungen erfahren die sonst nirgendwo in Afrika möglich sind.

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Auch sind es die Menschen hierzulande in ihren vielen Kulturen, die freundlich und offen auf den Reisenden zugehen. Zudem fühle ich in meiner Kultur von Namibia besonders angetan. Die deutsche Kultur ist in der multikulturellen Gesellschaft Namibias ein anerkannter und selbständiger Teil. Ein typisch namibisches Gericht ist z.B. die Schwarzwälder Kirschtorte bei Café Anton in Swakopmund. Darüber sind sich viele Touristen aus Europa gar nicht bewußt! Ich könnte noch viele weitere Gründe für eine Reise nach Namibia nennen, jedoch würde das den Rahmen dieses Artikels sprengen.

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Was sind deine Highlights, wenn man sich für eine dreiwöchige Reise nach Namibia entscheidet?

Man sollte hier differenzieren ob man Namibia zum ersten Mal oder als „Wiederholungstäter“ bereist. Eine typische Route für Einsteiger sollte die Dünen im Sossusvlei, die Küste des Atlantischen Ozeans bei Swakopmund, die Felsgravuren bei Twyfelfontein, den Etoscha Nationalpark und evtl. noch den Waterberg enthalten.

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Wenn man zum wiederholten Male Namibia bereisen möchte, dann kann man sich in das Damaraland oder gar weiter in das Kaokoland orientieren. Dort existiert das unerschlossene, ursprüngliche Namibia. Dort gibt es die zaunlose Wildnis zu erleben mit hautnahen Sichtungen von Wüstenelefanten, Giraffen, Springböcken, Oryx etc. pp.

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Auch landschaftlich existieren dort die Weiten durch die man tagelang fahren kann ohne einer Menschenseele zu begegnen. Der Reisende muß sich hierfür jedoch Kenntnisse aneignen und einige Fähigkeiten beherrschen. Ansonsten gibt es natürlich immer die Möglichkeit sorgendrei eine geführte Safari in diese Gebiete zu buchen. Auch der Süden Namibias ist absolut sehenswert. Dafür muß man aber lange Etappen zurücklegen, möchte man Köcherbaumwald, Fischflußcanyon, Lüderitzbucht mit Kolmanskuppe und die Tirasberge erleben.

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Um in die Heimatländer zurück reisen zu können, sind zum Teil Tests verpflichtend – seitens der Airline aber auch der jeweiligen Länder.

Richtig! Hier ist vor allem die Fluggesellschaft entscheidend! Sie nimmt nur Fluggäste mit, die alle erforderlichen Papiere zur Einreise in das Zielland vorschriftsmäßig zur Hand haben. Hier ändern sich die gesetzlichen Bestimmungen quasi von Woche zu Woche. Ich rate allen meinen Gästen zu einem PCR-Test vor dem Rückflug nach Deutschland durchzuführen. Es gibt hierzu in Windhuk (aber auch in anderen Städten Namibias!) entsprechende Laboratorien, die dazu befugt sind. Sie sind mittlerweile in der Lage Testergebnisse termingerecht zum Abflug auszuhändigen. Dafür muß man vorab einen Testtermin vereinbaren, am besten gleich nach Ankunft. Ein Test kostet zwischen 60,- und 90,- Euro und kann im Labor in bar (N$) oder mit Karte bezahlt werden.

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Was möchtest du gerade den deutschsprachigen Reisenden noch mitgeben?

Ich erkenne in Deutschland eine gewisse Resignation was das Reisen angeht. Man ist in Deutschland den täglichen Meldungen über Corona, über Inzidenzwerte, über neue Verbote und unbestimmte Verlängerungen des Lock Downs ausgesetzt. Jedermann hat momentan sehr viel um die Ohren, ist natürlich betroffen und gestreßt. „Reisen? Puh, nein, …jetzt lieber nicht, später wieder!“, solche Reaktionen erhalten wir von unserer früher so reisefreudigen Kundschaft. Ich kann nur appellieren sich möglichst einen Abstand zu schaffen von diesen schlechten Gedanken. Auch wenn dies sehr schwer ist sich darum Gedanken zu machen, aber es ist möglich zu reisen! Die Blockade existiert im Kopf jedes einzelnen.

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Wer über diesen Tellerrand der aktuellen dunklen Zeit schauen kann, der erkennt die reellen Möglichkeiten im Rahmen des geltenden Gesetzes eine Reise durchzuführen. Natürlich gibt es andere Hürden wie Gehaltseinbußen, Quarantäne bei Rückreise oder Vorbehalte des Arbeitgebers. Nicht jeder hat damit tatsächlich die Möglichkeit zu reisen. Es gibt aber genügend Reisefreunde die sich des von mir angesprochenen Tellerrandes nicht bewußt sind und keine weiteren Hürden zu einer Reise nach Namibia zu überwinden haben. Diesen Personen kann ich nur raten sich einen Ruck zu geben und sich für eine befreiende Reise nach Namibia zu entscheiden, gerade jetzt! Namibia war noch nie so schön wie im Moment!

Vielen Dank für deine wertvollen Einblicke!

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Ich hoffe, ich konnte den ein oder anderen ermutigen sich für eine Reise nach Namibia zu begeistern. Wenn du Fragen hast, nimm mit mir oder Olli direkt Kontakt auf. Wir freuen uns auf deine Rückmeldungen. Wenn du dich für Touren interessierst, dann schaue gerne auf seine Website: www.buschmann-safaris.de

Warum ich jetzt empfehle zu reisen? Das kannst du in diesem Blogbeitrag nachlesen:
https://www.couchabenteurer.de/sind-reisen-zu-corona-zeiten-ethisch-und-sozial-vertretbar

Kenntlichmachung: Ich habe keinerlei finanziellen Zuwendungen oder anderen Dienstleistungen für diesen Blogbeitrag erhalten, sondern ich möchte meinen Olli und den Tourismus in Namibia in dieser schwierigen Zeit unterstützen.

 

Insider Info Post_Corona_Reise_Tansania_Sansibar_Afrika

Post Corona Reise nach Tansania/ Sansibar – Was beachten in der aktuellen Lage?

Hamadi Ningaa ist ein Freund von mir aus Tansania. Wir haben uns über unsere gemeinsame Leidenschaft für Afrika auf Instagram kennengelernt. Als ich 2019 zu meinem Campingtrip durch das südliche Afrika starten wollte, entschlossen wir, uns nun auch im wahren Leben zu treffen. Und so haben wir uns am Fuße des Kilimanjaro, dann auch persönlich kennengelernt. Hamadi hat ein kleines, lokales Safariunternehmen namens „Faces of Africa Adventures“ und wir waren zusammen im Arusha Nationalpark. So hatten wir die Chance uns anzufreunden und unsere Leidenschaft für Tiere und Fotografie zu teilen.

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Jetzt hab ich ihn gebeten, mir ein wenig über die Situation für Touristen in/nach Coronazeiten zu berichten, um Reisende auf die örtlichen Gegebenheiten vorzubereiten. Seinen Erfahrungsschatz, also lokaler Anbieter und mit Urlaubern aus der ganzen Welt, möchte ich mit euch teilen. Hier unser Interview ins Deutsche übersetzt und ich hoffe, es gibt dir einen Eindruck über die Lage im Land und den Möglichkeiten für dich nach Tansania zu reisen.

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Hallo Hamadi, erzähl mir ein bisschen, wie ihr 2020 mit Corona in Tansania erlebt habt. Wie war die Situation für die Tourismusindustrie? Wie erging es den Hotels, den Restaurants, den Guides, aber auch der lokalen Bevölkerung?

Wie in anderen afrikanischen Ländern wurde die tansanische Tourismusindustrie so stark getroffen, dass Safariunternehmen, Restaurants und Unterkünfte geschlossen wurden, weil die Kunden ausblieben. Unsere Kunden kommen aus Europa, Amerika und Asien. Diese Bereiche gehörten zu den am meisten betroffenen Orten. Es gab also keine Möglichkeit nach Afrika bzw. nach Tansania zu reisen.

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Und das wurde vor allem durch die Einführung von Abriegelungen, Reisebeschränkungen und die Aussetzung internationaler Flüge beschleunigt. Reiseleiter und andere Leute in der Branche verloren ihre Jobs. Zum Glück zahlten ein paar Unternehmen ihren Mitarbeitern wenigstens so um die 20-40 % der Gehälter. Auch Einheimische waren von der Pandemie betroffen, vor allem diejenigen, die sich mit der Durchführung von kulturellen Exkursionen befassen, und diejenigen mit Souvenirläden usw.

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Gab es überhaupt noch Reisende?

Die Reisenden, die übrig blieben, waren diejenigen, die auf Safari waren und jene, die festsaßen, nachdem die Fluggesellschaften ihre Dienste eingestellt hatten. Aber später wurden einige der Reisenden zurück in ihre Länder gebracht, nachdem ihre Regierungen Sonderflüge für sie organisiert hatten.

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Wie ist die Lage aktuell? Ist Tansania bzw. auch Sansibar wieder zu bereisen für Touristen?

Tansania gehört zu den ganz wenigen Ländern, die es geschafft haben, COVID-19 zu bekämpfen. Die Krankenhäuser, die speziell für die Behandlung von Menschen mit Corona eingerichtet waren, wurden alle geschlossen und werden jetzt für Patienten mit anderen Krankheiten genutzt.

Tansania macht eine Pandemie nicht an Testpositiven fest, sondern wie „normal“ an Sterbezahlen. Bei den Tests gibt es immer Falschpositive. Wenn man nur 1 Mio Menschen testet, dann kommen immer 10.000 Falschpositive dabei raus. Der Hersteller gibt auf der Packung diese 1% Fehlerquote an. Wissenschaftler gehen von einer viel größeren Falschpositiv-Rate aus. Ab 5 % Toten gilt es international als eine Pandemie. Die durchschnittliche Infektionssterblichkeit liegt weltweit nur bei 0,23 Prozent, also 4,77% entfernt von einer Pandämie. Auch eine Übersterblichkeit gibt es in Tansania nicht, deshalb spricht die Regierung nicht von einer Pandemie.

Anmerkung von mir:
Was die WHO in ihrer Nutzanwendungsrichtlinie WHO Information Notice for IVD Users 2020/05 bestätigt, bedeutet nicht weniger, als dass ein Großteil der gegenwärtig mit „Neuinfektionen“ gleichgesetzten positiven PCR-Tests mutmaßlich gar keine Aussage über eine Corona-Infektion treffen kann –  weil eine zu hohe Zahl an Replikationszyklen beim Labortest (Ct-Wert), wie sie etwa in Deutschland bislang akzeptiert wird, kaum noch zum Nachweis einer echten Sars-CoV2-Infektion taugt. Je höher der Ct-Wert, desto geringer ist die Belastung der Probe mit dem Virus bzw. dessen genetischem Material. Und genau auf dieser Testungenauigkeit, gründet sich die Entscheidung der Regierung von Tansania, eine Pandemie nicht an Testpositiven festzumachen, sondern an der Sterblichkeit.

Die Menschen arbeiten wie in der Vergangenheit. Unterkünfte und Restaurants sind geöffnet, Fluggesellschaften wie Ethiopian Airline, KLM, Qatar etc. haben ihre Flüge nach Tansania wieder aufgenommen.

Wir haben begonnen, Kunden aus verschiedenen Teilen der Welt zu empfangen, aber nicht in so großer Zahl wie in der Vergangenheit. Das liegt daran, dass es in einigen Ländern immer noch Probleme gibt, die Situation zu kontrollieren, dass es immer noch lokale Einschränkungen und Ängste unter den Reisenden gibt, die das Wachstum der Tourismusindustrie in Tansania behindern. Aber wir sind glücklich darüber, wie es jetzt ist – zumindest sehen wir das Licht, das die Dunkelheit durchdringt.

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Gab es Schließungen im Gastgewerbe, sodass es jetzt weniger Unterkünfte oder Restaurants gibt?

Natürlich waren viele Unterkünfte in den Nationalparks und in den Städten und auf Sansibar geschlossen, aber jetzt sind sie nach erfolgreicher Bekämpfung der Pandemie wieder geöffnet.

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Wie hat sich die Situation auf die Preise ausgewirkt?

Das Geschäft ist zu wettbewerbsintensiv geworden, jeder Reiseveranstalter bemüht sich, einen möglichst günstigen Preis zu bieten, um überhaupt überleben zu können, denn Kunden sind rar. Dies hat auch Unterkünfte gezwungen, ihre Angebotspreise zu senken, nur um mit der Realität fertig zu werden. Jeder sagt sich dass „etwas“ besser ist als nichts.

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Welche Airlines fliegen nach Tansania?

Äthiopische Fluggesellschaft, KLM; Qatar, Turkish Airlines, Kenya Airways.

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Braucht man einen Corona-Test zur Einreise?

Von Touristikern aus Deutschland habe ich die Info bekommen, dass kein PCR Test benötigt wird.
Sie beziehen sich auf ein Dokument vom August 2020, welches hier nachzulesen ist:
https://de.tzembassy.go.tz

Die Botschaft bestätigt dies:

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Wichtig zu wissen ist aber, dass manche Airlines diesen Test von Reisenden fordern. Die Niederländische KLM verlangt ihn sogar bei ihren Stop-Over-Flügen über Amsterdam und fordert zudem noch einen Schnelltest 4 Stunden vor Abflug. An Flughäfen kann man diese Tests in der Regel machen. Beachtenswert ist hier, dass man die entsprechende Wartezeit auf das Ergebnis mit einplanen muss und ggf. über eine Übernachtung am Flughafen nachdenken sollte.

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Muss man in Quarantäne und wie ist die aktuelle Situation?

Es gibt keine Quarantäne, die ankommenden Reisenden zeigen nur ihre Zertifikate und ein erweitertes Screening, danach dürfen sie mit ihren Plänen fortfahren. Aber ein Reisender muss sicherstellen, dass er/sie eine Maske trägt und Handdesinfektionsmittel hat. Häufiges Händewaschen wird ebenfalls empfohlen, nur um sich selbst zu schützen.

Tansania hat keine aktiven Corona-Fälle. Was sich auch daraus ableiten lässt:

  • Das Durchschnittsalter liegt bei 18,3 Jahren, in Deutsschland liegt es bei 45,8 Jahren. Das heißt der Anteil an Risikopatienten in der Bevölkerung ist viel geringer als in Deutschland.
  • Der Altersmedian der Corona-Verstorbenen in Deutschland liegt bei 82 Jahren. Das heißt die Hälfte der Verstorbenen ist älter als 82 Jahre. In Tansiania ist diese Bevölkerungsgruppe viel kleiner.
  • Das Leben findet in großen Teilen außen statt, die Temperaturen und die Luftfeuchtigkeit sind sehr hoch bzw. höher als in Deutschland. Erwiesenermaßen tötet UV-Licht das Virus und es verbreitet sich an der frischen Luft schlechter.
  • Es wird gemunkelt, dass bereits im Januar/ Februar die erste Welle übers Land zog, was zu diesem Zeitpunkt jedoch keiner gewusst hat. Dies bestätigen auch Auswertungen von Ärzten aus Nairobi. Da bedingt durch die junge Bevölkerung die meisten Corona gar nicht mitbekommen, scheint man in Tansania einer Herdenimonisierung bereits viel näher zu sein.
  • Auch hat Tansania einen andere Umgang mit BigPharma, was sich aus deren Erfahrungen in der Vergangenheit ableiten lässt (siehe Beispielhaft der Film „Der ewige Gärtner„)

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Dürfen Bürger aus Risikoländern einfliegen?

Tansania steht jeder Person aus jedem Land offen und ist aktuell eines der beliebtesten Reiseländer überhaupt. Viele Reisende schätzen, die Freiheiten die sie hier haben. „Ein Leben wie vor Corona“ oder „frei Atmen“ und „endlich wieder soziale Kontakte“ werden ganz oft genannt.

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Braucht man am Flughafen länger für die Abfertigung?

Nein, es sei denn, der Gast hat andere Probleme, deren Lösung Zeit erfordert.

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Aus welchen Ländern der Welt kommen aktuell die meisten Touristen?

Generell kommen die meisten Touristen derzeit aus europäischen Ländern, aber sogar auch aus Russland!

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Ist es aktuell möglich auf Safari/ Game Drive zu gehen?

Hundert Prozent JA! Und dadurch, dass es keinen Ansturm gibt, ist es einmal mehr ein riesen Erlebnis.

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Fahren die Fähren nach Sansibar?

Die Fährverbindung nach Sansibar geht ganz normal. Genauso gut kann man auch einen lokalen Flug auf die Insel nehmen.
Zu beachten ist, dass auch hier die Gelbfieberimfpung überprüft und Fieber gemessen wird. Aber das war auch schon vor Corona so.

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Sind Trackingtouren auf den Kilimanjaro möglich?

Absolut zu Hundertprozent möglich. Wir organisieren diese Ausflüge auch und arbeiten mit ausgebildeten & zertifizierten Guides zusammen.

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Was sollte ich mitbringen, wenn ich in Tansania reisen möchte?

Das Packen für einen Tansania-Urlaub hängt ganz davon ab, zu welcher Jahreszeit, welcher Art der Reise oder für was für eine Safari man sich entscheidet. Man kann seinen Reiseveranstalter während des Gesprächs freundlich fragen und er wird sicherlich helfen, indem er die Reisezeit und die Art der Aktivitäten, die der Kunde buchen möchte, berücksichtigt. Danach richtet sich dann die Packliste. Die unten stehenden Tipps habe ich dir und deinen Lesern mal zusammengestellt:

Reisedokumente

  • Gültiger Reisepass
  • Gelbfieber-Impfnachweis/ Zertifikat (wird am Flughafen, sowie auf der Fähre nach Sansibar überprüft)
  • Visum für Tansania, erhältlich bei den Botschafte in Deutschland oder am Flughafen bei der Ankunft
  • Kopie der Flugunterlagen
  • Kopie der Reise- und/ oder medizinischen Evakuierungsversicherung
  • Kranken-/ Zahnversichersbescheinigungen
  • Kreditkarte (Visa und MasterCard werden am häufigsten akzeptiert)

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Kleidung

Bei der Auswahl der Safari-Garderobe sollte man sich von grellen Farben fernhalten – Kaki und andere neutrale Farben eignen sich am besten.
Sinnvoll ist es, wenn man sich in Schichten kleidet, da es kalt, aber auch sehr heiß werden kann.
  • Pullover oder Fleece-Pullover zum Warmhalten
  • Feste Stiefel oder Sandalen
  • Sonnenhut
  • Sonnenbrille
  • T-Shirts oder Poloshirts (2-5, je nachdem, wie oft Sie sich umziehen möchten)
  • Langärmelige Hemden (leichtes Gewicht)
  • Kurze Hosen
  • Lange Hosen
  • Unterwäsche
  • Socken
  • Nachtwäsche
  • Reisehandtuch
  • Thermounterwäsche, Handschuhe und warme Mütze (während Mai – Sept.)
  • Regenjacke und Regenhose (während der Regenzeit März – Mai und Oktober – Dezember)

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Sehr empfehlenswert

  • Kamera und Speicherkarten
  • Fernglas
  • Sonnenschutzmittel
  • Handdesinfektionsmittel und Feuchttücher
  • Insektenschutzmittel
  • Persönliche Toilettenartikel (Seife, Shampoo, Zahnbürste, Augentropfen etc.)
  • Mückenschutzmittel
  • Grundlegende Erste-Hilfe-Ausrüstung und verschreibungspflichtige Medikamente
  • Taschenlampe oder Stirnlampe
  • Ladegeräte und Ersatzbatterien für Ihre Kamera, Ihr Telefon usw.
  • Stromadapter für britische Steckdosen

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Andere Tipps

  • Nimm ein weiches Gepäckstück wie einen Seesack, ein Duffelbag, einen Wanderrucksack oder eine Sporttasche mit. Diese sind ideal, um sie in ein Safarifahrzeug zu packen. Harte Koffer lassen sich oft nur schwer in die Fahrzeuge einpacken und werden zB. bei Fly-in-Safaris gar nicht akzeptiert.
  • Bringee einen Tagesrucksack mit, in dem Sie all die wichtigen Dinge wie Reisedokumente, Geld, Kamera, Medikamente usw. verstauen können. Diesen Rucksack sollte man immer bei sich haben.
  • Luxusgegenstände sowie Haartrockner/ Glätteisen, teuren Schmuck, Make-up und sperrige Toilettenartikel am Besten auf ein absolutes Minimum beschränkt.
  • Bargeld teilt man am besten auf verschiedene Bereiche des Handgepäcks, der Brieftasche und dem Geldgürtel auf, für den Fall, dass einem dieser Gegenstände etwas zustößt.
  • Etwas Platz im Gepäck zu lassen macht auch Sinn, wenn man sich Souvenirs mit nach Hause nehmen möchte. Es gibt Orte, an denen man Pakete über DHL etc. nach Hause schicken kann, allerdings kann dies eine recht teure Option sein.

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Sind Masken verpflichtend? Gibt es Bußgelder?

Masken werden zur Sicherheit und zur Sicherheit anderer an belebten Plätzen dringend empfohlen. Ein Bußgeld gibt es bei uns dafür nicht.

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Welche Maßnahmen zur Sicherheit von Reisenden gibt es im Tourismus?

Um die Sicherheit der Reisenden und anderer Personen in ihrer Umgebung zu gewährleisten, wurden bisher verschiedene Maßnahmen ergriffen, darunter das Tragen von Masken für Reisende und Personen, die Dienstleistungen anbieten, die Förderung der Distanzierung, Desinfektionsmittel, Handwaschseifen und zusätzliche Masken in allen Unterkünften und in Safari-Fahrzeugen. Tägliche Temperaturkontrollen und Begasung an Sammelplätzen und anderen ausgewählten Orten wurden eingeführt.

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Mit welchen Einschränkungen muss man eventuell rechnen?

Man muss nur den Coronavirus-Test machen und dafür das Zertifikat haben, nicht mehr.

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In Südafrika soll es unsicherer geworden sein, zu reisen. Wie ist das in Tansania?

Tansania ist ein sehr sicheres Reiseland, wir sind von der Welttourismusorganisation anerkannt und haben den SAFE TRAVEL STAMP erhalten.

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Welche Vorteile hat man jetzt nach Tansania zu reisen?

Zuallererst ist Tansania politisch sicher und hat die erstaunlichsten Reiseziele in Afrika und auf der ganzen Welt. Eine andere Sache ist, dass Tansania ein COVID-19 freies Land ist. Trotzdem sind die Preise für Safaris und Ausflüge günstiger als zB. in Botswana.

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Gibt es aktuell günstigere Preise?

Natürlich sind die Preise günstiger geworden und oft auch verhandelbar. Jeder kämpft ums Überleben und das wirkt sich natürlich auch auf

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Sind weniger Touristen in den Parks? Für mich wäre das ein riesen Vorteil, genau jetzt zu reisen!

Ja, es gibt immer noch wenige Besucher, und die Zahl steigt nur langsam. Aber dadurch hat man die Möglichkeit, länger bei den Tieren zu bleiben und zu beobachten. Eigentlich ist jetzt sogar die beste Zeit für eine Safari. Früher standen die Fahrzeuge oft in langen Schlangen hintereinander. Das hat sich geändert.

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Was ist durch Corona bei euren Safaris anders geworden?

Aufgrund von Corona haben wir die Art und Weise, wie wir unseren Kunden unsere Dienstleistungen anbieten, geändert. Jetzt haben wir mehr Maßnahmen hinzugefügt, die unsere Kunden und uns selbst vor der Verbreitung des Covid-19 schützen. Bei jeder Safari stellen wir sicher, dass das Gepäck desinfiziert wird, jeder eine Maske trägt, die Hände oft desinfiziert werden und die Temperatur jedes Safari-Teilnehmers aufgezeichnet wird. Zu guter Letzt halten wir auch die Abstände zueinander ein. Eine weitere Änderung, die wir vorgenommen haben, ist die Senkung unserer Safaripreise. Dies ist ein Vorteil für jeden Reisebegeisterten, aber für uns ist es eine der Möglichkeiten, unsere Tourismusindustrie anzukurbeln.

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Warum im Speziellen empfiehlst du nach Tansania zu reisen anstatt z. B. nach Südafrika oder Kenia?

Wie ich schon gesagt habe, ist Tansania politisch sicher und hat die erstaunlichsten Reiseziele in Afrika und auf der ganzen Welt. Eine andere Sache ist, dass Tansania ein COVID-19 freies Land ist. Trotzdem sind die Preise für Safaris und Ausflüge billiger als früher.

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Was sind deine Highlights, wenn man sich für eine Reise nach Tansania entscheidet?

Während dieser Zeit würde ich es vorziehen, den südlichen und westlichen Rundkurs zu besuchen, dazu gehören das Selous Wildreservat, der Nyerere Nationalpark, der Ruaha Nationalpark, der Gombe Stream Nationalpark, der Mahale Nationalpark, Katavi und vielleicht der Mikumi Nationalpark. Dies sind weniger überlaufene Ziele, aber mit vielen Attraktionen und Aktivitäten, denen man sich hingeben kann.

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Zum Beispiel Schimpansen-Trekking und Bootsfahrten in Gombe und Mahale, Wildbeobachtungsfahrten, Naturwanderungen und Bootsfahrten im Selous Wildreservat, Ruaha Nationalpark und Nyerere Nationalpark. Die Landschaften dieser Ziele sind ebenfalls atemberaubend und faszinierend. Die restlichen Orte die ich bevorzugen würde, sind der Kilimanjaro und Sansibar. Es ist nicht so, dass die anderen Orte, einschließlich des Serengeti Nationalparks, nicht schön wären, nein! Aber wenn Sie auf der Suche nach wirklich Privatsphäre sind, sind die oben genannten Orte in dieser Zeit zu sein.

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Wie würdest du eine 3 -wöchige Reise planen?

Natürlich hängt die Organisation von Reisen von den Interessen und Erwartungen einer Person ab, die eine Reise plant. Und eine 3-Wochen-Reise kann eine Menge an Aktivitäten enthalten: So zum Beispiel Berg-Trekking am Kilimanjaro Berg oder Mount Meru, Safaris/ Game Drives in verschiedenen Nationalparks in nördlichen oder südlichen Region.

Aber auch Natur- und Kulturausflüge, Boots- oder Kanufahrten, Strandurlaub in Sansibar, Ballonsafari und viele andere unglaubliche Aktivitäten, je nach Interesse des Gastes. Deshalb ist es für uns wichtig, die einzigartigen Bedürfnisse unserer Kunden zuerst zu verstehen, danach sind wir in der Lage, die beste Reiseroute für ihn maß zu schneidern. Wir schenken jeder Information große Aufmerksamkeit, beraten und schenken dann unvergessliche Erlebnisse.

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Deutsche brauchen zur Wiedereinreise einen PCR Test, wo kann man den machen lassen?

An allen Flughäfen hat man die Möglichkeit zu diesen Tests, auch auf Sansibar. Dazu muss man sich online registrieren: Pimacovid.moh.go.tz! In Sansibar bekommt man die Tests auch im Mnazi Mmoja Hospital.

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Was möchtest du gerade den deutschsprachigen Reisenden noch mitgeben?

Wir versichern unseren Gästen die besten und ultimativen Dienstleistungen. Wir haben das beste Team von deutschsprachigen Reiseleitern, die es sich zum Ziel gesetzt haben, die Erwartungen und besonders die Herzenswünsche zu erfüllen. Unsere Preise sind sehr erschwinglich und die Reiserouten sind auf die Bedürfnisse der Kunden, auch derer mit Kindern, zugeschnitten.

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Vielen Dank für deine wertvollen Einblicke!

Thank you too, and you are most welcome, Regards Hamadi

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Warum ich jetzt empfehle zu reisen? Das kannst du in diesem Blogbeitrag nachlesen:
https://www.couchabenteurer.de/sind-reisen-zu-corona-zeiten-ethisch-und-sozial-vertretbar

Wer sich für eine Reise nach Tansania und mit Faces of Africa Adventures interessiert, der darf Hamadi gerne kontaktieren. Seine Website findet ihr unter: www.faceafricaadventures.com
Fragt mit dem Code „Couchabenteurer“ nach einem Discount für eure Reise und genießt exklusive Freundschaftsvorteile.

Ich hoffe, ich konnte den ein oder anderen ermutigen, sich für eine Reise nach Tansania zu begeistern. Wenn du Fragen hast, nimm mit mir oder Hamadi direkt Kontakt auf. Wir freuen uns auf deine Rückmeldungen. Und denk dran: Nur wer rausgeht, kann die Welt erleben und sich selbst eine eigene, objektive Meinung aneignen.

Das Fotomaterial stammt von meiner Nomad-Adventure-Reise aus dem Jahr 2019.

Kenntlichmachung: Ich habe keinerlei finanziellen Zuwendungen oder anderen Dienstleistungen für diesen Blogbeitrag erhalten, sondern ich möchte meinen Freund Hamadi und den Tourismus in Tansania in dieser schwierigen Zeit unterstützen.

 

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Wie Corona das Mountainbiken auf Mallorca verändert hat – ein Interview mit Roxybike

Meine Freundin Roxy betreibt eine Mountainbike Station auf Mallorca. Seit Corona hat sich der Tourismus auf der Insel dramatisch verändert und damit auch ihr Leben. Ich spreche mit ihr, über die Situtation vor Ort, die Auswirkungen auf das Leben der Locals und die Veränderungen, die für alle anstehen und wie sie sich transformiert.

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Roxy und ich, wir haben uns im Mountainbike Club Karlsruhe kennengelernt und ihr verdanke ich immer noch die besten Techniken, auf dem Bike die Kurven zu bekommen, Hindernissen ausweichen zu können und sicher auf dem Rad unterwegs zu sein. Seit sie Deutschland verlassen hat, begleite ich sie auf ihrem Weg als Mountainbike Guide auf Mallorca und habe sie dort in ihrer eigenen Bikestation auch schon besucht. “Damals” vor Corona, als Hundertausende auf die spanische Insel flogen und viele von ihnen auch “bikend” ihren Urlaub verbrachten.

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Mich hat immer begeistert, mit welchem Enthusiasmus und Ehrgeiz Roxy ihren Weg verfolgt hat und mit wie viel Leidenschaft sie ihre Liebe zum Biken auch mit Anderen geteilt hat. Durch Corona hat sich vieles verändert und darüber möchte ich mit ihr reden. Über die Dramen genauso wie die Neuausrichtung.

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Liebe Roxy, magst du dich kurz selbst vorstellen?

Hi Marlene, ja es hat sich wirklich sehr viel getan! Ja ich bin noch auf Mallorca… Hm, wo soll ich anfangen? Es hat sich SO viel getan!!

Aber ich stelle mich erst einmal vor: Ich heiße eigentlich Rafaella und komme aus dem türkischen Teil von Zypern – lebe aber seit 2009 auf Mallorca. Deutsch kann ich, weil meine Mutter Deutsche ist 😀

Ich betreibe seit 2011 hier die Bikestation CAMI-Bike und die Fahrtechnikschule Roxybike und neuerdings auch die erste deutsche e-Learning Plattform für MTB-Fahrtechnik.

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Also gleich geblieben ist: Mallorca ist nach wie vor meine Trauminsel und die Insel wird immer attraktiver zum Mountainbiken – die Infrastruktur wird immer mehr erweitert. So kommt es, dass ich in den letzten Jahren meine Flotte auch immer weiter ausgebaut habe und mittlerweile in der Hauptsaison in meiner Bikestation bis zu 7 Festangestellte Guides habe und über die Jahre Tausende von Bikern kennenlernen, guiden und coachen durfte!

Deswegen habe ich vor 4 Jahren meine Bikestation in CAMI-Bike umgetauft, damit ich sie immer mehr abgeben kann (ich suche aktuell sogar einen Käufer, um das tägliche Geschäft, also geführte Touren, Verleih und die Bikestation abzugeben) und mich noch mehr dem widmen kann, was sich über die letzten Jahre als meine absolute Passion herauskristallisiert hat – nämlich das Mountainbike- und Mental-Coaching.

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Ich habe die letzten Jahre fast alle im deutschen und europäischen Raum möglichen Fortbildungen im MTB-Bereich besucht und bin dann in die USA und nach Kanada geflogen, um dort internationale Fortbildungen im MTB-Bereich zu besuchen. Immerhin kommt das Mountainbiken von dort! Und dort hat mich Ex-Red-Bull-Athlet Shaums March gefragt, ob ich in sein Lehrteam möchte. Und seit 2 Jahren bin ich internationale Ausbilderin für Trainer und Guides beim Bike Instructor Certification Program (BICP) – das ist die Institution, die international die Ausbildungen für die IMBA durchführt.

Und so kommt es, dass wir nun dank der Coronakrise (und des strengen Hausarrests, den wir in Spanien hatten) ein Projekt verwirklichen konnten, an dem wir seit über 3 Jahren arbeiten – nämlich die erste deutsche e-Learning Plattform für Mountainbike Fahrtechnik.

Wow, was für eine Entwicklung und ich finde es toll, dass du den Lockdown genutzt hast. Ich kenne nicht viele Menschen, die sich so zentriert einem neuen Ziel gewidmet haben und in der Krise etwas Neues entstehen lassen haben. Meinen Respekt.

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Aus deinen Facebookbeiträgen habe ich gelesen, dass die Coronakrise Mallorca sehr hart getroffen hat. Kannst du mir ein wenig davon erzählen, wie du es erlebt hast?

Die Coronakrise hat Mallorca extrem hart getroffen. Der Tourismus ist die Haupteinnahmequelle für die Meisten hier. Es gab auch kein richtiges „Auffangnetz“ – vor allem Selbstständige und kleine Firmen leiden sehr – es haben bereits 20% aller Kleinunternehmen im Dienstleistungssektor Bankrott angemeldet! Das ist jedes 5. Kleinunternehmen im Service-Sektor.

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Darüber hinaus gibt es kaum finanzielle Hilfen für Saisonkräfte, die zum Anfang der Krise keinen Vertrag hatten (die meisten Leute hier bekommen Arbeitsverträge nur von April bis Oktober) – diese Leute können sich noch nicht einmal mehr Lebensmittel leisten. Mehr als 1 Million Leute in Spanien fallen wegen Corona unter der Armutsgrenze.

Sozialhilfe gibt es hier, aber es sind ca. 320 € pro Person. Es ist nicht wie in Deutschland, wo es dann noch Mietzuschüsse gibt. Es sind 320 € und dabei bleibt es. Davon kann man weder Miete, noch Essen bezahlen.

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Dazu möchte ich eine wahre und sehr traurige Geschichte erzählen:

„Hier, ich schenke Dir einen großen Korb frisches Gemüse für deine 5 Kinder, die bestimmt Hunger haben“ sage ich und schaue der kleinen Frau, deren gegerbtes Gesicht eine wahre Geschichte erzählt, in ihre klaren und dennoch traurig wirkenden Augen. „Hm ja … danke dir … Gott segne dich. Aber ich kann das nicht nehmen“ druckst sie herum.
„Aber, weshalb nicht? Das ist gutes, frisches Gemüse. Das meiste ist Bio. Magst Du kein Gemüse? Essen deine Kinder kein Gemüse?“ frage ich und wundere mich, ob meine Schenkung nicht schön genug aussieht.
„Doch. Doch. Aber ich kann nicht“.
Ich schaue ihr auffordernd in die Augen.
.. sie druckst noch eine Weile herum und sagt dann:
„Hast Du vielleicht auch Dosen…?“
Ich wundere mich. Dosen?? Wenn es doch frisches Gemüse gibt….
Sie merkt meine Verwunderung und sagt leise und schüchtern:
„Ich kann mir das Gas momentan nicht leisten, um das Gemüse zu kochen. Dosengemüse essen meine Kinder auch kalt“.

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Das ist die nackte Wahrheit – die kleine Frau in der Geschichte heißt Naima und bekommt ihr Essen von der „Hope Mallorca Stiftung“.

Ich kenne viele, die ihre Kinder nicht mehr ernähren können, weil beide Elternteile im Tourismus arbeiten und jetzt ohne Job dastehen. Ich kenne viele, die Ihre Miete nicht mehr bezahlen können – das Problem wandert also nach oben – denn wenn die Mieten nicht mehr bezahlt werden, werden bald Hypotheken und Gehälter nicht mehr bezahlt und, und, und….

Die Insel ist momentan so leer wie wahrscheinlich zuletzt 1970. Nur damals gab es noch Landwirtschaft und die Mieten waren wahrscheinlich auch günstiger.

Wo das hinführt… das werden wir sehen…

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Wie steht es allgemein um den Tourismus?

Es gibt momentan keinen mehr. Ich habe NOCH NIE erlebt, dass in Cala Millor (das ist die zweitgrößte Tourismusmetropole nach Palma de Mallorca) KEIN EINZIGES Hotel mehr geöffnet hat. Keines… Viele Hotels machen bereits pleite… Viele Restaurants…

Wie geht die Bikebranche damit um? Mußten schon Stationen schließen?

Wir zum Glück noch nicht 😉 Da die meisten anderen MTB-Station one-man-shows sind, gehe ich davon aus, dass sie es irgendwie überleben, da sich die laufenden Kosten für sie in Grenzen halten… Aber auch das wird sich noch herausstellen.

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Jetzt muss ich aber doch noch mal den Verkauf Deiner Station aufgreifen – Du willst echt „Dein Baby“ verkaufen?

Ja, richtig, ich möchte meine Bikestation einem passionierten Nachfolger übergeben. Ich habe lange gehadert und überlegt – aber ich möchte meinen langjährigen Stammkunden weiterhin den Premiumservice bieten, den sie gewohnt sind. Und das geht nicht, wenn ich mich weiter entwickle und wachse. Da ich mich nicht zerteilen kann – habe ich entschieden, jemandem, der seinen Traum leben und auf Mallorca eine gut laufende Bikestation übernehmen will, dies zu ermöglichen und mein Baby in gute Hände abzugeben. Infos zum Verkauf hier: https://www.camibike.com/unternehmensnachfolge-bikestation-kaufen-mallorca/

Natürlich führe ich die Station mit der alten Leidenschaft weiter, bis ein nahtloser Übergang möglich ist!

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Krasser Schritt! Und in welche Richtung willst Du Dich entwickeln, was machst Du dann?

Ich werde mich noch mehr auf das Coaching spezialisieren und auf Ausbildungen und Fortbildungen für Guides und Trainer. Zum Beispiel mit der ersten deutschen e-Learning Plattform für MTB-Fahrtechnik, die wir am 6.6.2020 gelauncht haben. www.roxybike.online

Außerdem werde ich immer noch Roxybike Camps und Events (auf Mallorca, in Deutschland und Österreich und an weiteren Locations) und Privatguiding anbieten und möchte mich auch selbst immer noch weiter entwickeln – für mich ist ehrlich gesagt Stillstand = Rückschritt 🙂

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Und wie kann ich mir diese Online Coaching Plattform vorstellen, ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass das für einen Sport wie das Mountainbiken funktioniert…?

Ja, das kann ich verstehen. Habe ich tatsächlich auch am Anfang nicht gekonnt. Berni, mein Freund ist vor etwas über 3 Jahren mit der Idee angekommen und dann haben wir eher so lapidar angefangen zu planen. Dann haben wir aber selbst auch einige Fortbildungen online absolviert, die nur zum Teil aus Präsenzseminaren bestanden. Ich habe einige Kommunikations- und Psychologieseminare besucht und dann haben wir zum Beispiel die Fortbildung zum „Diplom Sport-Mentaltrainer“ abgeschlossen. Und dadurch haben wir gemerkt, dass digitale Möglichkeiten sogar VIELE Vorteile haben! Und so kam es, dass wir vor ca. 2,5 Jahren angefangen haben, uns ernsthafter mit dem Thema auseinanderzusetzen und es konkret vorzubereiten.

Dann – wie das Schicksal so spielt – hat mich Ryan Leech Anfang 2020 zu sich ins Team eingeladen. Ryan Leech hat die weltweit erfolgreichste Online-Coaching Plattform auf Englisch. Da ich dort nun seit einigen Monaten als Online-Coach tätig bin, erlebe ich täglich, wie EFFEKTIV online Coaching ist. Ich behaupte mittlerweile sogar, dass kein „echter“ (also live) Fahrtechnikkurs Dir für dasselbe Geld den gleichen Lernerfolg bieten kann, wie ein Online Kurs!

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Was?? Ernsthaft? Du sagt Online Coaching ist BESSER als live Fahrtechnikkurse?

Nein, ich sage nicht besser 🙂 Ich sage nur, dass es ein besseres Preis-Lern-Verhältnis hat. Wenn ich zum Beispiel von der Roxybike.Online Plattform das Bundle „Neumacher + Festiger“ mit regulären Kursen vergleiche, kommt folgendes bei heraus:

In diesem Bundle bekommst Du über 50 Lektionen mit modernsten Inhalten, die Dich Schritt für Schritt zu mehr Sicherheit auf dem Bike – also an das solide Fundament der MTB-Fahrtechnik heranführen. Dazu bekommst Du 6 Monate Feedback von ausschließlich hauptberuflich arbeitenden Coaches, die sich jährlich weltweit fortbilden – und zwar INDIVIDUELLES Feedback, wann Du es willst. Du kannst selbstbestimmt lernen und kannst die Inhalte so oft anschauen, wie Du willst! Anfangs hört sich der Preis von 399 € zwar viel an – aber wenn Du vergleichst, was ein Wochenendkurs kostet oder ein Privatcoaching – ist das quasi nichts.

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Denn sagen wir mal, Du willst diese Inhalte, die Du auf der Online-Plattform immer wieder anschauen kannst, in einem Privatcoaching oder im Rahmen von Gruppenkursen bekommen – dann brauchst Du mindestens 8 Gruppenkurse (durchschnittlich kostet ein Kurs 99 €) oder mindestens 5 Privatcoachings mit je 2-3- Stunden – dieses kostet bei den meisten Veranstaltern so um die 200 – 400 € Da kommst Du also insgesamt auf ca. 780 € oder gar über 1200 €!

Und ganz ehrlich – ich habe als Ausbilderin die Erfahrung, dass viele Veranstalter Trainer engagieren, die 4-5 Kurse im Jahr geben und hauptberuflich etwas ganz anderes machen! Ich sage nicht, dass diese Trainer das nicht gut machen, aber sie werden sicherlich nicht die Erfahrung, das Auge und das Repertoire mitbringen, wie jemand, der das seit über 10 Jahren hauptberuflich macht und sich regelmäßig fortbildet…

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Ja okay, für diese Inhalte mag das ja richtig sein – aber was ist mit Bunnyhop und Co.?

So ein 3-Stundenkurs bekomme ich für schon für 199 € – warum soll ich da bei Euch 279 € zahlen??

Auch da kann ich Deine Skepsis komplett nachvollziehen. Auf den ersten Blick würde ich sicherlich auch so reagieren 🙂 Vor allem bei komplexen Moves wie dem Bunny Hop sind ZEIT, schrittweiser AUFBAU und SELBSTBESTIMMTHEIT jedoch drei der essentiellen Faktoren, die den Erfolg bestimmen.

Was meine ich mit Zeit? Der Körper braucht ZEIT, um Bewegungen zu lernen. Unser Gehirn ist oft sehr schnell, aber sag das mal Deinem Körper 🙂 Und in einem Dreistundenkurs ist es schlicht und einfach unmöglich, die Muscle-Memory aufzubauen. Das braucht Wiederholung, oft auch Muskelaufbau und Regeneration – das geht teils über Wochen oder gar Monate!

Zudem ist die menschliche Aufnahmekapazität begrenzt – es ist bewiesen, dass wir nach ca. 30-45 Minuten eine stark reduzierte Konzentrationsfähigkeit haben.

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Nun komme ich zu dem 2. Faktor: AUFBAU. Bei komplexen Bewegungsabläufen führt Schritt A – zu B – zu C – zu D usw. Wenn Du A kannst und D auch, Dir aber von B und C Teile fehlen, hast Du keinen Erfolg – und bist frustriert… Da kann ein erfahrener Coach helfen – indem er Dir ganz klare Korrektur geben kann und durch sein Auge und die Erfahrung erkennt, was die Ursache für den Fehler ist. Oft korrigieren unerfahrene Trainer den Folgefehler – finden/sehen aber die Ursache nicht… Das sind oft Kleinigkeiten, die sehr große Auswirkungen haben!

Faktor 3: SELBSTBESTIMMTHEIT – der Mensch ist keine Maschine. Jeder Mensch hat eine unterschiedliche Lernkurve. Und wir sind erst dann maximal motiviert, wenn wir selbst entscheiden können, was wir wann machen. Wenn ich Dir beim Lesen sage, „putz Deine Küche“, hast Du wahrscheinlich keine große Lust. Wenn Du aber selbst entscheidest, dass Deine Küche schmutzig ist und Du gerade Zeit hast, hast Du gleich viel mehr Motivation, sie zu putzen 😉

Und das Tolle ist – alle diese drei Faktoren sind beim Online-Coaching gegeben – in Gruppenkursen nur sehr begrenzt.

Daher bekommst Du beim Online Coaching nicht nur zielführendere „Rahmenbedingungen“ sondern auch 6 Monate professionelle Coachbetreuung. Alleine das ist den Preis mehr als Wert – denn wenn Du diesen Kurs 6 Monate durchziehst, sind wir überzeugt, dass Du denn Bunny Hop beherrschen wirst. Wenn Du jedoch für denselben Preis Bunnyhopkurse „live“ buchst, kann ich diese Erfolgsquote aus Erfahrung leider nicht berichten…
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Trotzdem ist das viel Geld für ein Online-Produkt…

Ja mit Sicherheit – aber bevor Du Dir ein 8000 € Bike kaufst, um Deine Technik „aufzuwerten“, kaufe Dir lieber ein 6000 € Bike, 3 Kurse und spare immer noch 1000 € 😉

Ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis heißt – dass eine gute Leistung auch einen angemessenen Preis hat.

Wir wollen kein Massenprodukt auf den Markt hauen und dann mit dem individuellen Feedback nicht nachkommen. Wir möchten einen Kundentyp anziehen, der Premium-Inhalte sucht und schätzt, der bereit ist, Zeit zu investieren, um Erfolge zu verzeichnen und dabei auf hochwertige Betreuung setzt. Natürlich wird es immer Leute geben, die sagen, warum ein Apfel-Handy kaufen, wenn es andere Smartphones bereits ab 100 € gibt – naja – weil der Apfel funktioniert.

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Wir wissen, dass wir unseren Bikern wirklich hochwertige und modernste Inhalte vermitteln und uns persönlich und ausführlich Zeit für sie nehmen – wir möchten unseren Kunden auch wirklich bieten, was sie bezahlen. Was bringt es wenn ich billig billig verkaufe, Du aber als Kunde nicht profitierst, weil ich keine Zeit für Dich habe?

Immerhin kaufst Du mit dem Produkt ganze 6 Monate individuelle persönliche und professionelle Betreuung. 6 Monate – das ist länger als viele Beziehungen heutzutage andauern 😉

Aber was unterscheidet Deiner Meinung nach Eure Kurse von YouTube? Da gibt es Hunderte Bunnyhop- & Co.-kurse!

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Ja da hast Du Recht, es gibt Abermillionen Kurse. Aber woher weißt Du, welcher der Kurse Dir etwas bringt?

Und außerdem sind wir da wieder beim Thema „Schrittweise Lernen“ und beim „Aufdröseln“ von Bewegungen – viel sehr gute Biker, vor allem Rennfahrer die „schon immer“ biken, WISSEN gar nicht, was sie da genau machen. Sie können es einfach intuitiv – „einfach so“. Das wird Dir aber beim Lernen wenig helfen 🙂

Bei unseren Kursen hingegen bekommst Du schrittweise Anleitungen – in erprobten und gehirngerechten Häppchen mit klaren Bewegungsanweisungen. Und zu jeder Zeit steht Dir wieder für Korrektur das professionelle Coach-Feedback zur Verfügung, um noch mehr Details zu bieten und individuelle Lösungen für Dich zu finden.

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Und was unterscheidet Eure Plattform von bestehenden Plattformen?

Ich bin seit einigen Monaten Online Coach bei Ryan Leech Connection – eine wirklich mega coole Plattform mit einer genialen Community. Ich kenne ehrlich gesagt keine weiteren e-Learning Plattformen wirklich gut, die einzige die ich im Detail kenne ist RLC.

Der Hauptunterschied ist (abgesehen davon, dass unsere Plattform auf Deutsch ist und seine auf Englisch), dass wir das Konzept auf die deutschsprachige Kultur angepasst haben.

Die Amerikaner sind viel stärkere Community-Menschen. Sie teilen Ihren Weg gerne und lachen miteinander über Fails. Die Deutschen sind da oft eher etwas „verhalten“ – teilen also gerne ihre Erfolge, aber ungerne den Weg dorthin. Daher machen wir es so, dass das Feedback und die Korrektur immer im 1-zu-1 Setting stattfindet, also nichts öffentlich ist. Bei RLC ist es zum Beispiel so, dass alle Feedbackanfragen öffentlich für andere Mitglieder sichtbar sind. Ich persönlich finde das mega cool – weil man aus dem Fortschritt und den „Fehlern“ anderer lernen kann, ich glaube aber, dass das im deutschen Raum nicht so gut angenommen werden würde.

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Dann ist der Unterschied noch – dass wir nicht „analysieren“ und komplexe Fehleranalysen geben, sondern, dass das INDIVIDUUM bei uns zählt. Deswegen sagen wir auch COACHING und nicht TRAINING – weil wir unsere Aufgabe darin sehen, mit unserem Klienten zusammen ganzheitliche Lösungen zu suchen, die für diesen Klienten funktionieren und SINN ergeben – damit er sich selbst TRAINIEREN kann. Wir geben also keine stumpfen Bewegungsanweisungen, sondern erarbeiten gemeinsam Ziele und dann die Methoden, wie wir dahin kommen. Und dann formulieren wir individuelle und klare Anleitungen, um die Bewegungen einfacher und ergonomischer ausführen zu können.

Jeder Mensch bringt nun mal unterschiedliche Voraussetzungen mit – hat daher individuelle Möglichkeiten und Ziele – um diesen Rechnung zu tragen, bieten wir den persönlichen Kontakt via Messenger, Videochat und natürlich auch E-Mail.

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Wer sind „wir“ also wer sind die Coaches?

Wir sind Berni und ich. Berni ist eigentlich Ingenieur und vor 6 Jahren nach Mallorca gekommen, um ein Praktikum in meiner Bikestation zu machen und eine Saison als Bikeguide zu arbeiten, bevor er in den „Ernst des Lebens“ einsteigt. Naja, nun ja, ähm, sagen wir es mal so – die Chefin war sehr zufrieden mit seiner Arbeit 🙂 Wir sind nun seit 6 Jahren ein Paar und bisher war er immer Angestellter. Dieses Projekt machen wir nun aber als gleichberechtigte Partner – da er die Plattform extrem bereichert, wir sie komplett gemeinsam geplant und entworfen haben und wir uns ideal ergänzen.

Da wir auch zufällig Männlein und Weiblein sind, können wir auch ideal auf die unterschiedlichen Voraussetzungen eingehen, die unsere Klienten geschlechterspezifisch mitbringen und auch auf Vor- und Nachteile des Groß- und Kleinseins – so dass wir auf Biker aller Größen und Altersklassen eingehen können.

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Warum habt ihr das überhaupt gemacht? Warum gibt es Eurer Meinung nach einen Markt dafür und was sind die Vorteile von Online Coaching? Und wie kann es Leuten während der Coronazeit helfen?

Wir haben seit Jahren viele Stammkunden und vor allem auch Kunden, die regelmäßig Kurse besuchen – sowohl bei uns als auch bei anderen Bikeschulen. Oft ist uns aufgefallen, dass die Erfolge vieler Biker eher mäßig sind – weil der wirkliche Fortschritt ehrlich gesagt nur einsetzt, wenn man regelmäßig übt! Und da viele Biker nach einem Kurs oft nicht mehr wissen, was sie genau wie und wo üben sollen/können sind wir vor Jahren bereits auf die Idee gekommen, unseren Klienten Übungskataloge zu geben.

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Während der Corona-Zeit ermöglicht es den Menschen (die nun mal soziale Wesen sind) auch über das Netz vernetzt zu bleiben und vor allem ermöglicht es ihnen, auch während des Lockdowns STRATEGISCH und mithilfe eines Personal Coach an ihrer MTB-Fahrtechnik zu feilen.

Bisher haben wir Online-Coaching immer persönlich gemacht – also sowohl in Persona, als auch im Einzel-Video-Coaching, das mache ich bereits seit Jahren und es ist sehr erfolgreich. Aber natürlich auch sehr aufwändig.

So entstand eben die Idee einen Übungskatalog online zu machen, bei der die individuelle Betreuung aber nicht zu kurz kommt. Und so entstand unsere Mountainbike Master Class – Roxybike. Online.

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Die Vorteile sind ganz klar:

  • Lernen im eigenen Tempo = maximale Motivation im idealen Lernzustand!
  • Deutliche Kostenersparnis im Gegensatz zu mehreren Privatcoachings! Bei MEHR Fortschritt! (Siehe oben)
  • Lernen und üben; wann Du willst, wo Du willst!
  • Bei Roxybike: Kontinuierliche individuelle 1:1 Betreuung durch ausschließlich hauptberufliche, zertifizierte Trainer.
  • Lektionen in gehirnfreundlichen Häppchen = bleibender Erfolg ohne Unter- oder Überforderung – dabei kannst Du die Lektionen aber so oft schauen, wie Du willst und vergisst nichts.
  • Keine Anfahrtszeiten oder –wege mit dem Auto (die Natur freut sich) = Alle Urlaubstage und Wochenenden stehen Dir für Touren zur Verfügung!
  • Du übst im gewohnten Umfeld und auf Deinem eigenen Bike.
  • Abwechslungsreiches Übungsrepertoire = Selbstbestimmte Themenwahl möglich
  • Optimal ins Familienleben integrierbar
  • Üben ohne Leistungsdruck, keine negative Gruppendynamik möglich 😉
  • Modernste Inhalte, die stetig überarbeitet werden.

Und wenn ich eine Weile weiterüberlege fallen mir bestimmt noch ein paar weitere Vorteile ein 🙂

Ich denke, dass der Markt vor allem jetzt nach der Coronakrise dafür bereit ist – weil viele jetzt gemerkt haben, dass Online quasi die Zukunft ist. Und, dass man dann auch lernen und üben kann, wenn man nicht reisen darf/soll/will.

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Was brauche ich an Equipment um einen Kurs zu machen?

Ein funktionstüchtiges Bike, einen Helm, für optimale Erfolge Flatpedals, ein Smartphone oder eine andere Kamera, idealerweise ein kleines Stativ (es geht aber auch ohne – wobei wir ein mobiles auf der Plattform empfehlen) und vor allem: Motivation und Commitment. Einfach Bock darauf, Neues zu lernen und zu üben und schon sehr bald deutliche Verbesserungen zu spüren!

Das hört sich wirklich richtig spannend an. Jetzt möchte ich doch noch mal zurück kommen, auf die Zukunft des Mountainbikens in Mallorca. Glaubst du, es wird wieder möglich sein, wieder so einfach auf die Insel zu fliegen und dort biken zu gehen?

Das ist wirklich eine sehr gute Frage aber ich denke momentan JA! Wir haben es ja im Sommer gemerkt, als der Reisebann kurz aufgehoben war – die Insel war von einem Tag auf den anderen wieder voll. Die Leute WOLLEN ja reisen. Ich denke, dass der Tourismus sich hier sehr sehr schnell wieder erholen wird, sobald das Reisen wieder möglich ist.

Auf was muss sich die Bike-Community auf Mallorca einstellen in der kommenden Saison?

Das kommt natürlich ganz darauf an, wann es wieder losgeht… Da wir aber gerade im Austausch mit den mallorquinischen Behörden an einer ausgeschilderten MTB-Strecke feilen, wird der MTB-Tourismus so stark zurückkommen, wie noch nie. Und der Rennradtourismus mit Sicherheit sowieso 😉

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Wie denkst du allgemein, wird sich der Tourismus auf der Insel verändern?

Ich gehe fast davon aus, dass es noch weniger Party-Tourismus geben wird. Dieser hat die letzten Jahre sowieso abgenommen, aber ich denke, dass die Pandemie dies noch weiter eindämmen wird, da nun ein Bewusstsein entstanden ist, dass große, alkoholisierte Menschenansammlungen vielleicht nicht so toll sind 🙂

Und Mallorca hat einfach SO VIEL MEHR zu bieten als den Ballermann. Die Insel ist ein TRAUM zum Wandern, zum Geocachen, zum Biken und zum genießen. Und es gibt so viele urtümliche Landfincas, die jetzt wahrscheinlich alle renovieren und noch schöner zurückkommen 😉

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Wie müssen sich Hoteliers, Gastro und Entertainment transformieren, um nach der Krise gut aufgestellt zu sein?

Ich glaube, dass noch mehr Augenmerk auf alternativen Tourismus gelegt werden sollte und vor allem auf Ganzjahrestourismus. Und idealerweise auch auf zahlfreudigere Klientel. Ich denke, Mallorca wird schöner, hochwertiger und exklusiver zurückkommen. Es ist halt alles ein Wandel.

Mir geht deine Erlebnis vom Markt nicht aus dem Kopf. Gibt es eigentlich Hilfsorganisationen auf Mallorca, die man unterstützen kann? Hast du damit Erfahrungswerte?

Ja, das kann ich verstehen. Mir ging es danach auch tagelang so und ich spende seitdem auch regelmäßig.

Zum Glück gibt es Stiftungen wie Hope Mallorca und SI-Mallorca.org  die Essen verteilen – sie freuen sich über jede noch so kleine Spende!

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Danke Dir, Roxy für Deine Zeit und die Einblicke. Ich finde deine Transformation großartig. Sie ist ein tolles Beispiel, die Zeit nicht auf der Couch zu vertrödeln, sondern etwas zu tun. Und das ist ja auch genau mein Thema. Und da ich ehrlicherweise auch lange nicht auf einem Mountainbike saß, muss ich mich jetzt auch coachen lassen, damit wir bald mal wieder im echten Leben zusammen radeln gehen können.

Danke auch Dir, liebe Marlene! Ich bin gespannt, ob du demnächst auch den Bunnyhop kannst oder wir einfach nur gemütlich zum nächsten Strand biken 😉

Da Roxy meine Freundin ist unterstütze ich sie mit diesem Beitrag. Bild und Videomaterial sind aus ihrem Fundus. Wer sich für ihr Programm oder Touren auf Mallorca interessiert, nutze zur Kontaktaufnahme gerne ihre Website unter: roxybikemallorca.com

 

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Weltreise – nein danke! Warum ich etappenweise Reisen empfehle

„Eine Weltreise“ werden viele Menschen wohl antworten, wenn sie gefragt werden, was denn ihr größter Traum sei. Eigentlich war das auch immer meine Antwort. Die meisten meinen damit, mal ein Jahr auszusteigen und durch die Weltgeschichte zu tingeln. Inzwischen denke ich anders über diesen Traum und erkläre dir auch anhand meiner Beispiele warum.Weltenbummler, Leni, Beitragsbild

Reisen kann schön sein. Muss es aber nicht.

Eigentlich fand ich den Gedanken einer Weltreise auch immer sehr reizvoll, bis ich 4 Monate nonstop in Südamerika war. Backpack mit Bus, Boot und Zug. Im Schnitt alle zwei Tage an einem anderen Ort, in einer anderen Unterkunft, mit anderen Menschen, anderen hygienischen Missständen und anderen durchgelegenen Betten, manchmal nicht mal das. Gar nicht so selten war der Platz im Bus die einzige Schlafgelegenheit. Und ob man Schlaf bekam hing ohnehin von den äußeren Umständen ab. Quengelnde und schreiende Kinder im Bus, partymachende Backpacker im Hostel oder eine lärmende Hauptstraße vor der Tür.Fliegen JetIrgendwann empfand ich das Reisen nur noch als anstrengend, sehnte mich nach Sauberkeit, Ruhe, einem Rückzugsort und meinem eigenen sauberen, kuscheligen Bett. Ich war es so leid, mich immer wieder auf neue Umstände einrichten zu müssen oder Plätze gleich wieder zu verlassen, obwohl es mir gerade richtig gut gefiel.image-2015-09-25(84)

Was beim Reisen wirklich zählt.

Für mich ist Reisen mehr als nur die Sehenswürdigkeiten abzuhaken, ein Foto zu schießen und weiter zu rauschen. Aber ist ein Einjahres-Welttrip nicht genau das? Schnell, schnell zu allen Highlights, die man in so eine Reise packen kann? Ich will die wahre Seele eines Landes erkunden, die Plätze, die am Rande liegen und die Menschen, die diese Orte durch ihre Kultur und Lebensweise prägen anstatt nur vorbei zu rauschen.Hole in the wall, kinder, Wild CoastIch möchte Zeit haben am Marktplatz mit den Blumenverkäufern zu plauschen, den Fischern am Hafen zuschauen und über Stunden gedankenversunken durch die Gassen der Stadt laufen, und das alles, ohne auch nur eine Sekunde über Zeitdruck und das nächste Etappenziel nachdenken zu müssen.Honduras Copan Ruinas

Heimweh, Verpflichtungen und Freunde.

Bei aller Euphorie so verspüren viele Reisende schnell Heimweh, vermissen ihre Freunde und die Familie. Wenn dann wichtige Feiern, Krankheiten oder sogar Abschiede dazu kommen, dann kann das zu einem jähen Ende des Trips führen. Auch das alles läßt sich leichter handeln, wenn in kürzeren Abschnitten gereist wird. Wichtig sind auch Verpflichtungen dem Staat gegenüber, wie etwa die Steuererklärung aber auch ärztliche Untersuchungen können einen zwingen einen Langzeittrip in Frage zu stellen.

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Meine Schlussfolgerung.

Für mich ist nach all den langen Monaten in Südamerika klar geworden, dass ich nicht Urlaub aufsparen und nur auf diesen 1-Jahres-Welttrip hinarbeiten möchte. Wozu auch. Nach dem Jahr geht das Leben weiter und wenn man schon alles gesehen und erlebt hat, was bleiben einem denn dann noch für Ziele? Ich erspare mir das tiefe Loch, was nach nem Welttrip droht. Ich möchte den Kontakt zu meinen Lieben regelmäßig pflegen und auch zwischendrin Daheim sein um neue Kraft zu schöpfen und Erlebtes zu verarbeiten.Kap der guten HoffnungIch habe mir vorgenommen, die Welt nur noch in Etappen zu entdecken. Kontinent für Kontinent. Land für Land. Gerne immer auch mal eine längere Auszeit, wenn es machbar ist. Das bietet mir ausreichend Zeit, alles richtig zu entdecken und zu erleben.image-2015-10-06

Das Budget – auch nicht zu verachten.

Der nächste wichtige Punkt gegen eine Weltreise ist das Budget. Setzen wir mal „nur“ 20 EUR pro Tag auf der Weltreise an, dann sind das 7.300 EUR Kosten in einem Jahr. Man ist gezwungen sich während der ganzen Reise in diesem Rahmen zu bewegen, da der Trip sonst viel schneller zu Ende ist, als ursprünglich geplant.Camps BayReise ich in Etappen und spare immer wieder für eine größere Reise, gehe ich anders mit Geld um, da ich weiß, dass ich bis zum nächsten längeren Ausflug ja wieder „frisches“ Geld verdienen kann. Also bin ich freier im Umgang und muss mich nicht so geißeln unterwegs. Ein wichtiger Punkt, wie ich finde. Ist ein Hostel mal „ranzig“, dann kann ich mir auch gut und gerne eine bessere Unterkunft leisten, denn das Budget spielt keine übergeordnete Rolle mehr.Alkohol Beachbar Bar

Dustdumping und warum ich im Müll fischen nicht brauche.

Auch sind mir auf meinen Reisen immer wieder Backpacker begegnet die völlig abgebrannt waren, das Geld zum Weiterkommen, für Lebensmittel oder eine medizinische Versorgung nicht hatten. Sie bettelten um Wasser und durchforsteten Mülleimer um durchzukommen. Kann man alles machen für den Traum der Weltreise. ABER mal ehrlich, traumhaft finde ich das ganz und gar nicht. Und so möchte ich meinen großen Trip auch nie gestalten.DelaireAus diesem Grunde finde ich den Gedanken reizvoll, alle paar Jahre wieder ein neues, großes Ziel zu haben, anstatt nur einmal den Traum zu leben.

Deshalb sage ich ganz klar:

Reist in Etappen! Alle paar Jahre wieder ein Kontinent oder ein paar Länder als Ziel zu haben, erhält dir Träume, für die es sich lohnt. Das steigert deine Motivation auf Arbeit und den Willen, auch immer wieder für den nächsten Trip zu sparen.image-2016-06-07

Mein Tipp für dich.

Mit den Jahren bekommst du ein Gefühl, wie viel Reisebudget und Komfort dir wichtig sind. Du kannst entsprechend Geld weglegen und musst dir beim kommenden Trip dann keine Gedanken um das Tagesbudget mehr machen oder dich gar großartig einschränken. Reise nicht zu schnell und nimm dir Zeit an den Plätzen oder bei den Menschen zu bleiben, die dich unterwegs beeindruckt haben. Du wirst merken, wie sehr es dir gut tut, auf diese Weise die Welt für dich zu entdecken.Beach Utila

Lebe den Traum ein Leben lang.

Ich habe jetzt jedenfalls viele feste Ziele für den Rest meines Lebens und nicht nur einen großen Traum, der dann schnell vorbei ist. Ich möchte mit diesem Artikel aber Niemandem seinen größten Wunsch absprechen, sondern nur zum Überdenken anregen. Geschenkt würde ich so eine Reise auch in jedem Fall antreten, da darf man sich sehr sicher sein. Meine Ansätze beziehen sich auf die Leute die 10 Jahre für einen solchen Trip sparen, sich rein gar nichts mehr gönnen und in diesem einen Jahr versuchen alles nachzuholen und dann vielleicht enttäuscht sind.Lake SkutariWie findest du meinen Gedanken die Welt Stück für Stück zu entdecken? Sind meine Beweggründe schlüssig und haben dich zum Nachdenken gebracht? Deine Meinung interessiert mich und ich freue mich über deine Zeilen dazu im Kommentarfeld.

 

 

 

Reisegewinnspiele – So gewinnst du richtig!

Reisegewinne sind etwas Großartiges und ich bin schon mehrfach in den Genuss gekommen wahre Traumreisen gewonnen zu haben. Ich war 3x in Südafrika, zu einer Boat & Bike Reise in Kroatien, zum Schlittenhundefahren in Schweden, durfte Portugal entdecken und auf einem Road Trip durch Florida cruisen und wurde Walflüsterin 2018 beim Tourism Board der Dominikanischen Republik. Insgesamt habe ich schon Reisen für über 27.000 EUR gewonnen. Das sollte beeindrucken. Deshalb sage ich, dass es durchaus Reisegewinnspiele gibt die funktionieren. Allerdings ist nicht jede Gratis-Reise ein Gewinn. Es gibt ein paar entscheidende Dinge, die du beachten solltst damit dein Reisegewinn nicht doch zur teuren Überraschung wird oder du nur zur Adressvermarktung ausgenutzt wirst. Worauf du achten solltest, um nicht Opfer der schwarzen Schafe in der Branche zu werden, verrate ich dir hier!

"Afrika ist mein Lebenstraum"

Heizdecke statt Urlaubsglück

Es muss dein Glückstag sein, du hast bei gar keinem Gewinnspiel teilgenommen und trotzdem hast du Post bekommen in der man dir mitteilt, dass du der Hauptgewinner bist und deine Reise schon bald starten kann. Anmerkung: Man habe leider niemanden vorgefunden und der Gewinn muß abgeholt werden. Wenn du nicht vorher schon gestutzt hast, dann tue es bitte jetzt. Niemand hat einfach so etwas zu verschenken, deshalb sollten hier deine Alarmglocken klingeln und erst Recht, wenn du den Gewinn irgendwo abholen mußt, denn wahrscheinlich wartet eine Verkaufsveranstaltung auf dich, in der du dann eine Heizdecke für deine Oma oder Timesharing-Ferienwohnungen angedreht bekommst. Solche Nachrichten gehören also direkt in den Müll! Im Ernst, sei wirklich vorsichtig im Ungang mit Gewinnspielen. Es gibt jede Menge trickreicher Betrüger. Sobald du aufgefordert wirst, irgendwas zu unterschreiben oder irgendeine Vorabzahlung zu leisten, dann kannst du davon ausgehen, dass man dich betrügt! Ich habe viel gewonnen in meinem Leben, unterschreiben musste ich nie etwas! Prüfe immer ganz genau das Unternehmen, den Gewinn und die damit verbundenen AGBs. Ein klassisches Beispiel, was dich aber nicht abschrecken soll an wirklich, fairen Auslosungen teilzunehmen!

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Die besseren Gewinnspiele

Wenn du dich entschließt dein Glück bei einer klassischen Ausschreibung zu versuchen, dann solltest du aber auch dort aufmerksam sein. Du solltest eine gewisse Grundskepsis, einen gesunden Menschenverstand an den Tag legen und vor allem aber auch die AGBs und Teilnahmebedingungen lesen. Bevor ich mich von einer Traumreise locken lasse, schaue ich mir also genauestens an, von wem kommt das Gewinnspiel.

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Adresse oder Image

Bei Gewinnspielen geht es Unternehmen natürlich neben ihrer Imagepflege auch um eure Daten. Diese werden später für Newsletteraussendungen oder ähnliches verwendet. Was ja völlig legitim ist, denn einen Nutzen will das Unternehmen ja auch haben, wenn es eine teure Reise verschenkt. Normalerweise geben vertrauenswürdige Unternehmen diese Daten auch nicht an Dritte weiter oder verkaufen diese. Anders sieht es aus, wenn Gewinnspiele von Marketingagenturen oder auch von Zeitungsverlagen selbst betrieben werden. Hier lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Dazu möchte ich dir ein Beispiel aufzeigen und dir peu a peu erklären, wo die Unterschiede sind.

Beispielhaft

Auf Facebook habe ich diesen Beitrag gefunden, der mich neugierig gemacht hat. Eine Traumreise ins warme Thailand im Gesamtwert von 2.500 EUR wird hier verlost. Das klingt ja schon mal großartig! Bildschirmfoto 2016-10-13 um 11.07.47

Also draufgeklickt und … Bildschirmfoto 2016-10-13 um 11.12.04…alle Unterseiten gecheckt. Alle Reisen auf dieser Seite haben keine Buchungsbutton, was für ein Unternehmen das mit Logo „Mein Traumurlaub“ wirbt, ungewöhnlich ist. Ich stutze und gehe weiter zu den AGBs.
Bildschirmfoto 2016-10-13 um 11.02.38Und auch hier kein Hinweis auf ein Touristikunternehmen, dafür aber die Website einer Medienagentur, die für ihre Kunden E-Mail Marketing betreibt. Ach guck!

Bildschirmfoto 2016-10-13 um 11.03.45Hier lohnt sich jetzt ein genauerer Blick in die AGBs des Gewinnspiels. Wer bekommt meine Daten? Wer darf mir Werbung senden oder mich ggf. auch anrufen?

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Ich möchte dem Unternehmen nicht unterstellen, diese Reise nicht zu verlosen! ABER wenn ich an so einem Gewinnspiel teilnehme, dann muss mir sofort klar sein, dass es hier zu einem hohen Maße um das Sammeln zielgruppenspezifischer Adressen geht. Natürlich kann man kann hier mitmachen, ohne Frage. Ich allerdings fahre eine andere Strategie und erspare mir Werbepost und Anrufe. Bei diesem Gewinnspiel würde ich meine Erlaubnis sogar für Telefonate geben und das möchte ich nicht. Hier muss allerdings jeder seine eigene Hemmschwelle festlegen und Chancen gegen Datenschutz abwegen.

Deshalb ein vergleichbares Reisegewinnspiel:

Wieder finde ich in meinem Facebook-Newsfeed eine Gewinnspielanzeige.

Bildschirmfoto 2016-10-13 um 12.58.11Diesmal kenne ich das Unternehmen. Ich weiß, dass es Reisen verkauft und ein vertrauensvoller Partner ist. Eine Grundskepsis ist natürlich trotzdem immer ratsam, also auch hier der Datenckeck. Das Impressum verrät, es handelt sich wirklich um TUI Cruise, das Reiseunternehmen:

Bildschirmfoto 2016-10-13 um 13.08.13Und aus den AGBs geht hervor, dass meine Daten nicht an Dritte weitergeben werden und nach Beendigung des Gewinnspiels gelöscht werden. Auch wird mich niemand anrufen und genau das ist es, worauf ich bei Gewinnspielen einen gesteigerten Wert lege.

Bildschirmfoto 2016-10-13 um 13.08.57Eine Auslosung also, die für mich vertrauenswürdig aussieht und bei der ich gerne teilnehme:
Tui

Sympathie wecken

Jetzt kommt es natürlich darauf an, ein wirklich sympatisches Bild von dir hochzuladen und einen netten Text zu schreiben, wenn das gefordert ist. Nur wer etwas kreativ wird, wird hier auch weiterkommen. Wer nur schreibt, ich will gewinnen, weil mich das Leben benachteiligt hat, wird selten gewinnen.

Bildschirmfoto 2016-10-13 um 15.04.53Deine Daten

Wichtig ist bei deinen personenbezogenen Daten noch, dass du am Besten nur das angiebst, was unbeding erforderlich ist. Meist ist das mit einem Sternchen gekennzeichnet. Alles Andere wird zwar abgefragt, aber das heißt noch lange nicht, dass du diese Daten auf dem Tablett liefern mußt. Auch bei den Zustimmungen zu Newslettern und Datenschutz solltest du genau lesen und den Haken wirklich nur bei den „Must haves“ setzen. Bei Facebookgewinnspielen müssen Apps oft Rechte eingerichtet werden, dass kann man machen, aber auch hier sollte man nur das nötigste an Datenübertragung erlauben. Mit Ablauf des Gewinnspiels empfehle ich, auch diese Apps wieder zu löschen und ihnen den Zugriff auf eure Daten zu verweigern.

Gewinnspieladresse

Leg dir für die Teilname eine extra E-Mailadresse an. Damit verhinderst du, dass dein normaler Account mit Newslettern und Werbung zugespammt wird. Mein Tipp für eine solche Mailadresse sieht so aus: Heißt du zum Beispiel Udo, dann nimm Udomaps@gmail.com. MAPS heißt rückwärtsgelesen SPAM und so weißt du immer gleich, dass dies deine Mailadresse ist, in die auch Spam einlaufen kann. Andererseits ist es für dein Gegenüber nicht gleich als Spam erkennbar.

Beachtenswert

Zu einem seriösen Gewinnspiel gehören auch die Teilnahmebedingungen. Hier sollte der genaue Ablauf und der Auslosungstermin des Gewinnspiels exakt beschrieben sein. Auch diese solltest du dir gründlich durchlesen. Erfüllst du alle Vorraussetzungen? Alter, Wohnsitz oder Staatsangehörigkeit? Passt der Reisertermin überhaupt für dich? Bist du damit einverstanden, dass über deinen Urlaub berichtet wird? Was wird bei der Reise alles geboten? Was mußt du eventuell selbst bezahlen? Gibt es versteckte Kosten? Alles Dinge über die du dir vorab Gedanken machen solltest. Und Finger weg, wenn sich irgendwas komisch liest und bei dir unbehagen weckt!

Alles bedacht und Lust bekommen

Nachdem du jetzt weißt, worauf du bei einem Gewinnspiel achten mußt, fragst du dich sicherlich, wo findet man solche Gewinnspiele? Mein Tipp, schau im Supermarkt auf die Produkte, denn da findest du große Unternehmen und oft auch passende Verlosungen. Außerdem kannst du bei Twitter unter dem Hashtag #Gewinnspiel suchen oder dich auf Facebookseiten von Unternehmen umschauen. Es gibt auch viele Gewinnspielseiten im Netz, aber hier sei bitte doppelt vorsichtig bei der Überprüfung der Anbieter. Wo sich viele Anbieter tummeln, sind auch mehr schwarze Schaafe zu finden.

 

Eurowings Gewinnbenachrichtigung

Viel Glück

Zu aller Vorsicht und Kreativität solltest du allerdings nie außer Acht lassen, dass auch Glück bei Gewinnspielen dazu zählt. Sei also nicht enttäuscht, wenn es nicht gleich auf Anhieb klappt, bleib dran und vor allem glaube auch daran, dass du alles Glück dieser Welt verdient hast!

 

Von Bloggern lernen: So überlebt deine Beziehung den Urlaub!

Die schönste Zeit des Jahres kann leicht auch zur Pärchenfalle werden, dann nämlich, wenn hohe Erwartungen, nicht ausgefochtene Konflikte, zu viel Zweisamkeit und verschiedene Urlaubsbedürfnisse aufeinanderprallen. Ich habe Blogger-Pärchen nach ihren Strategien für einen harmonischen Partnerurlaub gefragt, denn sie sind die Experten! Blogger reisen oft über Monate mit dem Lebensgefährten. Tag und Nacht wird die Zeit zusammen verbracht und auf eine harte Zerreisprobe gestellt. Wenn sie keinen Rat wissen, wer sonst?

Ihr kennt sie vielleicht auch, die Paare, die kein Wort mehr am Tisch miteinander wechseln, die lieblos aneinander vorbei schauen, sich angiften und selbst unverblümt in der Hotel-Lobby ihren Streit ausfechten. Nach dem gemeinsamen Urlaub trennt sich ein Drittel aller unglücklichen Paare – die Zwangsnähe und Streitigkeiten halten sie nicht aus.

Westküste, West Coast, Südafrika, Paternoster, Strandspaziergang, Couple SpaziergangAuch gehen oft die Erwartungen an die Ferien weit auseinander. Während sich der Eine Ruhe und Erholung am Pool wünscht stirbt der Andere an Langeweile. Der Zoff ist also vorprogrammiert. Und auch die ersehnte Unbeschwertheit ist oft gestört, weil Paare ihre Streitigkeiten mit in den Urlaub nehmen. Im Alltag werden diese oft nicht ausgefochten weil die Zeit oder Nerven fehlen.

In den Ferien findet sich endlich der richtige Augenblick zum Reden. Nur endet der dann meist im Streit. Laut einer Umfrage der Gesellschaft für Rationelle Psychologie, ist die Streitdauer im Urlaub um glatte 50 Prozent erhöht. In 20% der Fälle wird derart heftig gestritten, dass die Beziehung in Frage gestellt und nach dem Urlaub sogar beendet wird.image-2016-05-13(3)

Dabei kann Harmonie in den Ferien so einfach sein!

Hier sind meine Tipps für euren krisenfesten Traumurlaub:

Erwartungen

Klärt, welche Erwartungen ihr an die gemeinsamen Ferien habt. Welches Reiseziel euer beider Bedürfnisse abdeckt. Hinterfragt wer Action oder Party will oder ob stattdessen Ruhe und Erholung auf der Tagesordnung stehen sollen. Wie viele Ausflüge, sportliche Aktivitäten oder Wellness plant ihr ein? Wer will ausschlafen und wer früh auf Entdeckungstour gehen? Wie viel Romantik verträgt die Beziehung?

Freiraum

Besprecht, wie viel Freiraum jeder von euch braucht. Ob auch eigene Ausflüge und Unternehmungen okay sind oder ob jeder Abend miteinander verbracht werden soll?image-2016-05-13(10)

Probleme vorab lösen

Sie mault wegen seinem Kleidungsstil rum. Er nörgelt wenn sie zu lange im Bad braucht. Was euch im Alltag begleitet, wird auch im Urlaub dabei sein, wenn ihr nicht vorsorgt. Packt die Streitigkeiten nicht ins Reisegepäck, sondern klärt vorab, was euch im Alltag stört und ihr auf keinen Fall noch in den Ferien erleben möchtet.

Klare Regeln

Legt fest, wann wer die Entscheidungen für beide trifft, wenn Stress-Situationen am Flughafen, Bahnhof oder im Verkehr auftreten. Wechselt euch tageweise damit ab. Vereinbart feste Zeiten für Unternehmungen, Wiedersehen oder Erholungspausen. Besprecht vorher wie eure Kommunikation bei Meinungsverschiedenheiten ausgetragen werden soll.image-2016-05-13(8)

Toleranz

Wie so oft im Leben braucht es viel Toleranz im Umgang mit Menschen, so auch im Urlaub oder in der Beziehung. Taktvolle Rücksichtnahme kann der Schlüssel zum Glück mit dem Partner sein, seid euch dessen bewusst und handelt danach.

Respekt

Respektiert die Grenzen des Anderen, sei es bei waghalsigen Klettertouren, freizügigen Unternehmungen oder auch bei Streitigkeiten.

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Umfrage

Aber nicht nur meine Meinung ist interessant! Ich habe Blogger gefragt, wie sie für Harmonie auf ihren oftmals langen Reisen sorgen und dabei sind ganz schön viele Tipps zusammen gekommen:

Carina und Christian von Travelography

Bis jetzt verliefen unsere Reise immer sehr harmonisch. Woran das liegt? Wir versuchen uns mal auf Spurensuche zu begeben. Schon bei der Wahl des Reiseziels können die Meinungen weit auseinander gehen. Das ist manchmal auch bei uns so. Aber zum Glück verreisen wir nicht nur einmal pro Jahr. So darf jeder Mal entscheiden, wo es hingeht. Sollte mal einer von uns gar nicht mit einem Reiseziel einverstanden sein, wird das auch wieder verworfen. Rücksichtnahme ist da das Zauberwort und wahrscheinlich auch ein Grund, weshalb wir gut auf Reisen miteinander auskommen. Aber die Rücksichtnahme endet bei uns nicht bei der Wahl des Reiseziels. Rücksichtnahme heißt für uns auch während der Reise kompromissbereit zu sein. Wenn der jeweils andere nicht gerne im Zelt übernachtet, bucht man Unterkünfte. So einfach ist das manchmal 😉 Konfliktpotenzial birgt manchmal Christians Drang nach dem perfekten Bild auf Reisen. Er will Sonnenauf- und untergänge fotografieren und auch mal Mitten in der Nacht die Milchstraße. Wir versuchen uns dabei auch gewisse Freiräume zu geben oder es zu einem kleinen Event zu machen. Auf Sylt sind wir beispielsweise abends an den Strand geradelt, hatten ein kleines Fläschchen Wein dabei und haben den Abend zu zweit am Strand genossen (…und Christian kam zu seinen Sonnenuntergangsbildern). Aus unserer Sicht sind Kompromissbereitschaft und Rücksichtnahme die Schlüssel für einen harmonischen Urlaub (und auch für eine harmonische Partnerschaft ;))

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Lynn von Lieschenradieschen Reist

Ich habe das große Glück, das mein Partner mir weitestgehend die Urlaubs Planung überlässt und mir dabei auch vertraut. Bevor ich auf Reisen gehe informiere ich mich über Sachen, die ich mir gerne anschauen möchte. Da ich meistens so begeistert bin, von dem was ich gefunden habe, teile ich das meinem Partner auch sofort mit. Er kann dann entweder sofort sagen, ob ihm das auch gefällt, oder ob er dazu gar keine Lust hat. Meistens finden wir aber immer einen Kompromiss. Ich denke es gibt genau zwei Strategien, die zu einem harmonischen Urlaub beitragen. Zum Einen sollte man über alles reden. Es hilft nichts, wenn der Eine den Frust in sich hineinfrisst, weil er bestimmte Sachen vielleicht gar nicht machen will, oder sich übergangen fühlt. Und die zweite Strategie heißt trennen. Natürlich nicht die Beziehung beenden, aber es hilft sich manchmal für ein paar Stunden oder einen Tag zu trennen. So kann jeder das machen, worauf er Lust hat und am Ende hat man auch noch Neues zu erzählen. Win Win oder?

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Sabine von Ferngeweht

Seit fast 13 Jahren reise ich mit meinem Lebenspartner in jeder freien Minute um die Welt. Zwischen zwei und vier Wochen sind wir meist unterwegs, und in der Regel sind wir – anders als zu Hause – während dieser Zeit selten getrennt. Rund um die Uhr mit dem Partner zusammensein – kann das gutgehen? Geht es! Unser Erfolgsgeheimnis? Es passt einfach. Genauso wenig wie wir uns zu Hause streiten, geraten wir uns auf Reisen in die Haare. Wir haben dieselben Interessen: viel Natur, wenig Stadt, Komfort brauchen wir beide nicht, und wenn mal was nicht klappt, suchen wir zusammen nach Alternativen. (Mein Partner nickt, als ich ihm das vorlese – während er im Reiseführer für unsere nächste gemeinsame Reise blättert …)Kunstgalerie, Paternoster, Westküste, Südafrika, West Coast,Julie

Tami von thefantasticworldofmine

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass mein Mann und ich „besser“ in Erkundungsurlauben sind. Wir bereisen gerne Städte und erkunden Neuland. Ein Strand- und Poolurlaub führt bei uns öfter zu Reibereien. Wir brauchen Abwechslung vom Alltag und das finden wir gemeinsam in uns unbekannten Orten. Beim „faulen“ Rumliegen bin ich oft schnell genervt, da er immer Beschäftigung sucht, ich aber lieber lesen möchte. Bei Städtereisen hingegen harmonieren wir bis ins kleinste Detail miteinander.

Heiko & Manu Jamesontour

Zuhause hocken wir ( 23 Jahre verheiratet) nicht aufeinander. Da ist es schon eine Umstellung, monatelang im Campingbus auf engstem Raum zu leben – noch dazu unter zeitweise extremen Bedingungen ( Krankheit, Hitze, Hunger…..) Es bleibt nur Eines: Tief durchatmen und so manchen Kommentar einfach runterschlucken. Erst dann, wenn man z. B. einen tollen Übernachtungsplatz gefunden hat, ein leckeres genießbares Essen auf dem Kocher brutzelt……dann sollte man aussprechen, was einem total nervt, daß man sich total Scheiße fühlt, oder was auch immer. Das Witzige: Nach der Rückkehr fühle ich mich schon total einsam, wenn mein Mann sich in einem anderen Zimmer aufhält. Das pendelt sich mit der Zeit aber wieder ein. Wir fahren nächste Woche Richtung GB, hoffentlich regnet es nicht so oft – denn das ist auch ein Stressfaktor, vor allem weil ich Raucher bin. (Darüber könnte man noch einen Extrabericht machen. Paare Raucher-Nichtraucher 🙂

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Ines von Reisejunkie

Ich denke, dass es die Beziehung – und überhaupt die Wertschätzung füreinander -fördert, wenn man auch auf Reisen eine gute Balance zwischen Nähe und Distanz findet. Mein Schatz will unbedingt einen Adventure-Trip à la „Ziplining im Dschungel“ – ich will lieber die DelfinTour am Morgen mitmachen und danach am Strand liegen? Kein Problem. Ich habe eh’Höhenangst. Wir lassen uns die Freiheit, unsere Lieblings-Aktivitäten auch alleine wahrzunehmen. Am Abend treffen wir uns dann zum romantischen Dinner und haben uns jede Menge zu erzählen von den Abenteuern des Tages. Danach haben wir wieder richtig Lust, etwas zusammen zu unternehmen und einigen uns auf einen gemeinsamen Ausflug. Das schweißt uns zusammen und lässt uns gleichzeitig das Gefühl von Freiheit erleben.

July

Laurens von Mightytraveliers

Corinne und ich verreisen nun schon seit mehr als 8 Jahren zusammen. Und ich muss sagen: Wir haben uns anfangs oft und viel gestritten. Ganz besonders auf Reisen! Das ist heute absolut gar nicht mehr der Fall. Und der Grund für diese Veränderung lässt sich ganz einfach erklären: Wir kennen uns heute einfach viel besser und wissen genau, was dem Anderen wichtig ist. Kurz: Wir haben Verständnis für den Partner. Corinne kann ewig Fotos machen – so lange, dass wir für einen 4-Stunden-Hike in der Regel 6 brauchen. So lange, dass sogar die faulen Löwen in der Savanne kein Bock mehr auf das Posieren haben. So lange, bis der schlafende Obdachlose in San Francisco uns trotz absoluter Diskretion am Ende doch bemerkt. Ich selbst habe aber natürlich auch so meine Macken. Als Teamleiter in einem großen Start-up gehe ich stark in meiner Arbeit auf. So stark, dass ich jedes Feedbackgespräch, jedes Interview und jede Hetzrede gegen den Wettbewerb wortgetreu wiedergeben kann – und das beim Wandern in Ostanatolien oder beim Sonnenuntergang auf der Panoramaterrasse des Marina Bay Sands in Singapur. Aber auch das stört Corinne nicht. Behauptet sie zumindest. Bzw. ich frage lieber nicht.image-2016-05-13(4)

Thomas von Reisen-Fotografie

Meine Güte, Melanie und ich sind mittlerweile seit 27 Jahren ein Paar und haben schon so manche Reise zusammen gemacht. In jungen Jahren, also damals, war das nicht immer ohne Probleme. Plötzlich den ganzen Tag zusammen, am Strand oder Pool, 24 Stunden Dauerpartnerschaft. Da kam es schon mal zu Reibungen, nie was Ernstes. Aber man merkte schon, dass es was Anderes ist ob man sich nach der Arbeit sieht oder plötzlich den ganzen Tag miteinander verbringt – und das über zwei oder drei Wochen. Im Laufe der Jahre wurde das aber immer besser. Man lernte, nicht nur im Urlaub, mit den Ecken und Kanten des Anderen zu leben. So wie die Beziehung immer fester zusammen wuchs, so wurden auch die Reisen entspannter. Zumal wir irgendwann merkten, es ist gar nicht das Zusammensein, es ist die Art zu Reisen, die uns teilweise ein wenig anspannte. Dieses 14 Tage im Hotel, am Strand, am Pool – irgendwie war das nicht unsere Welt. Wir machten dann unseren ersten Roadtrip, durch Spanien, mit dem eigenen Auto. Und komischerweise, kein Stress mehr. Wir hatten unsere Art zu Reisen entdeckt, die somit auch die Stimmung zwischen uns im Urlaub deutlich angehoben hat. Heute reisen wir nur noch auf diese Art und Weise. Selbst im Wohnmobil, wo man sich ja wirklich kaum aus dem Weg gehen kann, alles kein Problem. Somit können wir sagen, wenn man die für beide perfekte Art zu Reisen gefunden hat und die Weisheit des Alters dazu kommt, dann kann ein Paar nichts erschüttern. Eine Langzeitreise haben wir noch nicht gemacht, kommt aber bestimmt noch. Aber auch diesem Abenteuer sehen wir, aus Sicht eines Paares, sehr gelassen entgegen. Es wird uns noch näher zusammen bringen, das Erlebt wird uns noch mehr verbinden.image-2016-06-07(1)

Jenny von Weltenwunderer

Über zu viel Zweisamkeit können wir als Eltern von drei Kindern nicht klagen – im Gegenteil. Auf Reisen steht unsere Partnerschaft doppelt unter Belastung, denn so toll das Reisen in Familie auch ist, so anstrengend ist es. Ich persönlich muss mich immer sehr bemühen, im Reisestress nicht in die ,Mecker-Falle‘ zu tappen, denn schlechte Laune potenziert sich sehr schnell, wenn man zu fünft ist. Unsere oberste Devise: „Smile!“ Die Laune folgt den Mundwinkeln automatisch nach oben. Und wenn wir unseren Reisetag einigermaßen gut gelaunt geschafft haben, bleiben oft nur ein paar erschöpfte Minuten für Qualitätszeit zu zweit. Die ist aber ungemein wichtig für uns, sonst gehen wir uns schon nach ein paar Tagen richtig auf den Wecker, weil wir nur noch irgendwie funktionieren. Unser Trick: Wir haben uns gleich drei Kinder angeschafft, die sich inzwischen hervorragend untereinander bespaßen. So klappt es auch mit der sehr nötigen täglichen 30-Minuten-Auszeit für uns Eltern, notfalls mit Unterstützung durch Mr. TV 😉image-2016-05-13(5)

Christina von Triptotheplanet

Grundsätzlich reise ich am liebsten alleine. Wenn man dann aber doch mal mit jemandem zusammen unterwegs ist, versuche ich natürlich Kompromisse bei Tagesplanung, Restaurantwahl etc. einzugehen und meine Vorlieben auch mal hinten anzustellen. Rücksicht ist mir ganz wichtig. Obwohl ich am liebsten selbst das Heft in die Hand nehme, sollte natürlich jeder seine Wünsche äußern dürfen und auch mal „durchsetzen“ können. Auch, wenn man dann selbst mal zurückstecken muss. Ich probiere dann zwar immer mal wieder, von „meiner“ Wahl oder Planung zu überzeugen, wenn das andere Personen dann aber trotzdem so gar nicht anspricht, muss man eben auch mal den Kürzeren ziehen. Insgeheim freue ich mich in solchen Situationen, wenn ich eben nicht hingehen kann, wo ich gerne möchte, aber auch schon wieder auf die nächste Reise alleine. Absprechen und Kompromisse eingehen ist wichtig, um die Harmonie auf Reisen nicht zu gefährden, aber eben auch einer der Gründe, weshalb ich gerne alleine reise.

Nele & Jalil von CamperStyle

Auch wir werden häufig gefragt, wie wir es auf unseren Langzeitreisen miteinander „aushalten“. Bei uns war das – nach einer kleinen Eingewöhnungszeit am Anfang – eigentlich recht easy, da wir ohnehin zu den Paaren gehören, die gerne viel Zeit miteinander verbringen und die das gemeinsame Reisen als große Bereicherung empfinden. Damit auch auf Dauer keine größeren Konflikte entstehen, sind folgende Punkte aus unserer Sicht von entscheidender Bedeutung:
Kommunikation: Die Partner sollten viel wie möglich miteinander sprechen, um Ärgernisse oder Missverständnisse im Keim zu ersticken. Ganz unabhängig von Konflikten sind intensive Gespräche mit viel Zeit und ohne Ablenkung wichtig für eine Beziehung. So manch einer sollte das auch mal zuhause ausprobieren… 🙂
Rückzugsräume: Auch wenn man gerne zusammen ist – 24 Stunden am Tag über Monate hinweg können schon mal anstrengend werden. Deshalb sollten sich beide Partner auch einen gewissen Freiraum schaffen (z.B. eine Freizeitaktivität), den der andere dann jeweils zu respektieren hat.
Ordnung und Organisation: Nichts nervt mehr als totales Chaos auf kleinem Raum. Wir haben daher ein relativ striktes Ordnungssystem geschaffen, in dem jeder Gegenstand seinen festen Platz hat. Außerdem sind die täglichen Arbeitsabläufe so eingeteilt, dass jeder von uns beiden seine Aufgaben hat und wir uns nicht gegenseitig auf die Füße treten.

image-2016-05-13(6)Stefanie von Familyescapes

Die Beziehung im 24/24 Stunden Modus auf Reisen glücklich halten? Die Frage hat bei uns seit wir Kinder haben eine ganz neue Dimension bekommen, sagen wir mal eine für Fortgeschrittene. Unsere ersten Reisen zusammen mit Kind 1 waren gelinde gesagt geprägt von Diskussionen. Diskussion darüber, wer jetzt mal eine halbe Stunde auf die Liege darf und ein Buch lesen. Diskussionen, wer morgens mit dem Kiddy aufsteht und spielt. Wer die endlosen Runden mit dem Kinderwagen dreht, weil das Geschrei IMMER gerade in dem Moment losgeht, wenn das Essen im Restaurant kommt …

Wir haben tatsächlich ein paar Reisen gebraucht, um uns als Eltern zu finden und als Paar nicht komplett zu verlieren. Heute sind die Kiddys zwar etwas größer und die Schreirunden im Restaurant haben wir hinter uns. Aber dennoch: Es ist immer noch eine Herausforderung, sich dann abends, wenn die Kids schlafen, nicht einfach aufs Sofa zu hauen. Die Herausforderung haben wir natürlich zuhause auch. Aber gerade auf Reisen haben wir ja den Anspruch, auch endlich mal ein bisschen Zeit zu zweit abzuzwacken. Das geht. Unser Rezept dafür ist die entsprechende Unterkunft entweder mit schöner Terrasse oder nahe gelegener Bar, so dass wir den Abend zu zweit noch genießen können. Fürs Glücklichsein auf Reisen passen wir auch auf, dass jeder mal seinen Bedürfnissen nachgehen kann und der andere dann die Kids hütet. Ich bummle verzückt auch mal ein Stündchen alleine durch die Gassen, der liebe Mann joggt dafür am liebsten durch die Natur. Auch das ist für uns das Geheimnis einer glücklichen Beziehung im 24/24-Modus als Familie. Dass jeder auch mal Momente hat, um ganz bei sich zu sein. Die sind bekanntlich mit (kleineren) Kids eine Rarität. Und solchen geschenkten Stunden geben wieder Kraft, sich um die Partnerschaft zu kümmern.

Elisa von take an adVANture

Die schönsten Reisen? Das sind die Reisen mit meinem Freund. Ich genieße es, ihn 24h um mich herum zu haben, mit ihm Abenteuer zu erleben und nach dem Trip in den Erinnerungen zu schwelgen. Und ich muss sagen – es funktioniert ziemlich gut. Kein Stress, kaum Ärger, meistens perfekte Harmonie. Ein Geheimnis dafür gibt es nicht, wir beide liegen einfach auf einer Wellenlänge. Was aber trotzdem bedeutet, das wir gegenseitig Kompromisse eingehen müssen. Ich glaube, der Fehler bei einigen Paaren besteht an die zu hohen Erwartungen an den Urlaub. Man erwartet einen perfekten Trip, mit perfektem Wetter. Mit Unterhaltungen und klärenden, inspirierenden Gesprächen. Die besten Erwartungen sind aber keine Erwartungen. Denn meistens kommt es anders, als man denkt. Mein Freund und ich reden viel. Ich glaube einfach, es ist wichtig, dass man gewisse Sachen bespricht und nicht einfach aussetzt. Oder rumzickt und sich beleidigt anschweigt. Ich bin der Teil in unserer Beziehung, der immer zu viel möchte. Ich möchte alles sehen, alles ausprobieren und das am liebsten sofort. Egal ob ich bereits mit einer Grippe im Bett liege und eigentlich schon fix und alle bin. Mein Freund ist der Ruhepol, holt mich in solchen Momenten runter und lässt mich den Trip ohne Hektik wieder genießen. Außerdem macht er geduldig jede der vielen Fotostopps mit. Dafür streiche ich für ihn einige To-Do’s auf der langen Liste und sitze auch mal entspannt im Café. Was ich auch gerne mal einigen Paaren raten möchte: Man muss nicht immer alles zusammen machen! Schaft euch gegenseitige Freiräume, spaziert mal alleine durch die Straßen oder setzt euch alleine mit einem Buch an den Strand. Redet darüber, was euch gerade stört und sagt, wenn ihr etwas unbedingt machen möchtet. Euer Lieblingsmensch kann schließlich keine Gedanken lesen!

Julie, Partner, reisen

Wiebke von Sonnenstrahlenmomente

Auf Reisen hast du die unterschiedlichsten Möglichkeiten. Ich liebe es, alleine zu reisen, aber auch die Reisen mit meinem Mann sind immer wieder schön und bringen tolle Erinnerungen mit sich. Damit während der Reise und auch danach kein Stress oder Unstimmigkeiten aufkommen und wir den gemeinsamen Urlaub in vollen Zügen genießen können, haben wir mittlerweile einen für uns ganz guten Weg gefunden, wie wir eine wirklich tolle Zeit verbringen können. Auch wenn wir zusammen verreisen sind wir nicht 24/7 zusammen. Wir machen vieles einfach alleine. Sei es ein Spaziergang durch die Stadt, in der wir gerade sind, der Besuch eines Museums, das den Partner so gar nicht interessiert oder einfach ein paar Stunden alleine in einem Park mit einem guten Buch zu verbringen, macht es für uns aus. So sind wir zwar zusammen auf einer Reise, aber dennoch kann jeder von uns auch das machen, worauf er gerade Lust hat. Das Gute daran ist nämlich, dass man sich am Ende des Tages die verschiedensten Geschichten zu erzählen hat und man berichten kann, was man erlebt und gemacht hat. Natürlich unternehmen wir im Urlaub auch viel gemeinsam, aber ich gehe gerne auch einmal alleine auf einen Safari Walk, während es sich mein Mann in der Lodge gut gehen lässt und umgekehrt macht er mal eine Stadttour und sieht sich alle denkbaren Sehenswürdigkeiten an, während ich es mir in einem kleinen Café gemütlich mache, die Menschen beobachte und in den Ort eintauche. Somit haben wir die für uns perfekte Mischung aus gemeinsamen Unternehmungen und den Dingen, die wir alleine machen, gefunden und können den Urlaub ohne Streitereien, weil der eine jetzt unbedingt dieses oder jenes sehen möchte und der andere viel lieber etwas anderes machen will, in vollen Zügen genießen.

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Sabine & Uli von travel the world with us!

Wir reisen ebenfalls seit 2 Jahren als Paar um die Welt – nach wie vor krisen-, und naturbeding auch weitgehend konfliktfrei. Vor allem zu Beginn einer Reise braucht es natürlich etwas Eingewöhnung, wenn man davor mehr oder weniger nur die Freizeit miteinander verbracht hat und dann plötzlich 24/7 zusammen ist. Dafür wächst aber auch ungemein das gegenseitige Verständnis, Vertrauen und man kennt sich noch viel inniger als zuvor. Wir sehen vieles ähnlich wie Nele & Jalil – Kommunikation, Rückzugsräume, Verständnis für die Bedürfnisse des Partners und die eigenen und eine gewisse Ordnung erleichtern das Reisen als Paar auf kleinstem Raum ungemein.

Pärchen, Breslau, CoupleIch hoffe all diese wertvollen Tipps helfen Dir, entspannt mit deinem Partner zu Urlauben! Wenn Dir der Artikel gefallen hat, Du noch Anregungen hast oder einfach Deine Meinung loswerden willst, dann nutze das Kommentarfeld und schreib mir.

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Urlaub mit Hund – Reise-Tipps für Zug, Auto & Flugzeug

Ein Hund ist für viele ein Familienmitglied und so darf er natürlich auch in der schönsten Zeit des Jahres nicht fehlen. Doch damit das Tier den Urlaub nicht als Strapaze empfindet, gilt es Einiges zu beachten und eine gute Planung kann dabei helfen.gluecksmomente7

Freifliegendes Tier – Hundsmäßig daneben:

Winselnd und zitternd sitzt die kleine Hündin „Jackie“ auf der Rückbank im Auto und stirbt tausend Tode wenn das Fahrzeug in Bewegung ist. Bei jedem Bremsvorgang landet sie unsanft im Fußraum und kämpft sich anschließend mühevoll zurück auf den Sitz. Als dann auch noch die Verkehrspolizisten auf dem Rastplatz bemerken, dass das Tier alleine bei 30 Grad im Auto zurückgelassen wurde ist Schluss mit lustig. Nachdem der Halter nicht auffindbar ist, wird die Scheibe eingeschlagen, Jackie in die Obhut von Tierschützern gegeben und dem Halter ein saftiges Bußgeld auferlegt. Zu Recht!

Cleveres Herrchen – Glücklicher Wauwau:

Viele Halter sind sich überhaupt nicht bewusst, dass es Dinge gibt, die sie beachten müssen, wenn sie mit ihrem vierbeinigen Liebling in die Ferien starten. Dabei geht es in erster Linie um die Sicherheit des Tieres, die an gesetzliche Regelungen geknüpft ist. Halter sollten sich vor ihrer Urlaubsbuchung schon überlegen, was sie ihrem Tier zumuten können und wie der Hund ordnungsgemäß transportiert werden kann.

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Bahnreise mit Hund – es kann so einfach sein:

Zwar müssen Hunde bei einer Reise mit der Bahn einen Maulkorb tragen, aber dies gilt zu beider Seiten Sicherheit und sollte positiv bewertet werden. Bei der Bahn gilt ein Tier bis zur Größe einer Hauskatze als Gepäckstück und darf in der Regel gratis mitreisen. Vorrausgesetzt der Hund gilt als ungefährlich und wird in einer geschlossenen, wasserdichten Transportbox mitgeführt. Anders verhält es sich bei größeren Tieren, die nicht im Transportbehälter und als Handgepäck transportiert werden können. Hier muss der halbe Fahrpreis kalkuliert werden. Bei speziellen Preisangeboten und Nachtzügen gibt es Ausnahmeregelungen zum Transport von Tieren. Hier informiert man sich am besten direkt bei der Bahn. Dies empfiehlt sich auch, wenn eine Grenze passiert wird. Denn die Auflagen für Tiere können bei der Bahngesellschaft des Ziellandes schon wieder ganz anders sein.

Der Vierbeiner im Auto – Tierisch beachtenswert:

Schwieriger wird es im Straßenverkehr. Hier gibt es ganz klare Regeln zum Transport von Tieren. Wer sich daran nicht hält, kann bis mit bis zu drei Punkten und einem Bußgeld bis 50 EUR bestraft werden. Wer also mit Hund zum Urlaubsdomizil fährt, dem muss klar sein, das sein Tier nicht im Auto rumklettern darf. Kleinere Vierbeiner reisen am besten in einer geeigneten Transportbox, die auf dem Beifahrer- oder Rücksitz sicher befestigt werden muss. Für größere Tiere gibt es spezielle Hundesicherheitsgurte, die sich gerade auf langen Fahrten bewährt haben. Bei Kombis und Vans empfiehlt sich ein solides Trenngitter oder Sicherheitsnetz zur Abtrennung zwischen Fahrerbereich und Ladefläche. Bei Pickups mit separatem Laderaum ist zudem auf ein geöffnetes Fenster zu achten. Dieses sollte in eigenem Interesse so gesichert sein, dass der Hund es nicht aufschieben und aus dem Fahrzeug springen kann.gluecksmomente11

Wie Du mir – So ich Tier:

Dem Tier zuliebe sollte auf Autofahrten bei großer Hitze verzichtet werden. Hier ist zu überlegen, ob man nicht besser nachts oder in den frühen Morgenstunden fährst. Selbstverständlich ist auf langen Fahrten besonders auf Frischluft, regelmäßige Pausen, ausreichend Flüssigkeit und Ausgang zu achten. Ist ja für uns Menschen auch nicht anders!

Stillstand ist der Tod – Der Hund kommt mit:

Es sollte vermieden werden, dass das Tier alleine im Auto zurückbleibt. Ganz besonders gilt das an warmen Tagen, denn hier wird das Fahrzeug für ihren Hund innerhalb von Minuten zur Todesfalle. In kürzester Zeit kann sich ein Auto auf über 70° Celsius Innentemperatur aufheizen, was sich auch mit einem leicht geöffneten Fenster nicht regulieren lässt.  Hunde haben nur wenige Schweißdrüsen und versuchen ihre Körpertemperatur durch Hecheln zu regulieren. Was sie unter solchen extremen Bedingungen im Wagen nicht mehr schaffen. Sie erleiden irreparable Organschäden oder sogar einen Herzstillstand. Selbst Tiere die Rettung aus einer solchen Situation erfahren haben, sind später qualvoll an den Folgen der Hitze gestorben. Diese Gefahr droht bereits bei „nur“ 20 Grad Außentemperatur!gluecksmomente4

Up in the Air – Mit Pfiffi im Flieger:

Wird das Urlaubsziel mit dem Flugzeug angesteuert steht dem Tier so richtig Stress bevor. Gänzlich fremde Geräusche, der Druck der Höhe und zum Teil auch noch die Kälte des Frachtraums. Nur kleine Hunde dürfen bei Airlines in einer geeigneten Transportbox im Handgepäck transportiert werden. In der Regel gilt dies bis zu einem Gewicht des Tieres von bis zu 5 kg – in Abhängigkeit mit den Regularien der Fluggesellschaft. Große Hunde müssen als Übergepäck im Frachtraum fliegen. Hier gilt es vorab mit der Airline die genauen Bedingungen für den Transport abzuklären und sicherzustellen, dass es das Tier warm genug hat.

Bitte recht freundlich – Der Ausweis für den Hund:

Ganz wichtig und verpflichtend für alle Reiseziele auch innerhalb der Europäischen Union ist der EU-Heimtierausweis. In diesem Dokument muss der gültige Impfschutz gegen Tollwut vom Tierarzt dokumentiert sein. Mit Ausstellung des Passes wird dem Hund ein Mikrochip als Erkennungsmerkmal implantiert. Auch ist es sinnvoll sich vor Reiseantritt beraten zu lassen, welche eventuellen Krankheitsrisiken es für den Hund im Zielort gibt. Ein Tierarzt kann zudem über etwaige Einfuhr- und Quarantänevorschriften informieren und wertvolle Tipps für eine zweckmäßige Hunde-Reiseapotheke geben.

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Kuscheldecke & Co. – Zufriedenheit zahlt sich aus:

Neben all diesen wichtigen und notwendigen Kriterien, gilt es natürlich auch das Wohl des Hundes im Auge zu behalten. Tiere die zu Panik neigen sollten an den Transport in den Urlaub gewöhnt werden. Dazu gehört, dass ihnen die Reisebox nicht unbekannt ist, dass sie ans Autofahren gewöhnt werden oder auch schon mal auf kurzen Bahnstrecken mitgenommen werden.

Ein Tier mit Angst lässt sich, am besten durch Dinge beruhigen die es von daheim schon kennt. Das kann seine Decke, sein Kuschelkissen oder sogar das Hundebett sein, was man mit in die Transportbox legt.

Lässt sich der Hund immer noch nicht beruhigen, kann über die Zugabe von homöopathischen Tropfen nachgedacht werden. Speziell ausgebildete Tierärzte können hier weiterhelfen.gluecksmomente6

Grenzgänger – Mit Hund ins Ausland

Alle wichtigen Informationen, was man vor Reisen mit Hund ins Ausland beachten muss und ob vielleicht der Hund gar nicht mitdarf, erfährst du im LINK.

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Feedback & Tipps

Ich hoffe, all meine Tipps helfen, dass Herrchen und Frauchen sowie das Tier entspannt im Urlaub ankommen und eine unbeschwerte Zeit genießen können. Gerne freue ich mich über dein Feedback zu diesem Artikel oder auch Tipps die du noch hast, um anderen Hundehaltern zu helfen. Nutze dazu einfach das Kommentarfeld und lass mir deine Nachricht da. Dankeschön!

#infoDas Bildmaterial hat mir freundlicherweise Rona Neff von Glücksmomente Fotografie zur Verfügung gestellt. Wer sich für ihre Arbeit interessiert wird über ihre Website, ihren Facebook-Account oder über ihr Instagramprofil fündig.

5 Sonnenziele – Vom Blogger empfohlen!

Sonnenziele – Wer sehnt sich nicht nach ihnen, wenn in Deutschland das schöne Wetter auf sich warten läßt? Wer hat nicht Lust auf Traumstrände statt Freibad und Meerbrise statt Durchzug in der Wohnung?Palme, Strand, MeerAn den Strand zum Beispiel – dahin wo wir uns besonders gerne sehen. Hier sind meine 5 Sonnenziele für dich. Von Klassiker bis Außergewöhnlich. Von Luxus bis Backpack. Und alle garantiert erprobt und für gut befunden!

Sonnenziel Südafrika!

Kapstadt, Tafelberg, SüdafrikaEin Klassiker unter den Sonnenzielen ist ganz klar Südafrika, denn hierhin kann man das ganze Jahr reisen! Egal ob Westküste mit dem wunderschönen Fischerdorf Paternoster oder entlang der Garden Route bis Jeffreys Bay oder zu Safari im Krüger. Südafrika hat einfach immer die beste Jahreszeit für große und kleine Fluchten zu Sonne, Strand und Meer. Guck mal hier: LINK

Sonnenziel Dominikanische Republik!

DomRepJa, du hast richtig gelesen, ich empfehle dir die DomRep! Und weißt du auch warum? Das Land hat sein Image vom Billigtourismus abgelegt und den Wandel vollzogen. Es entstehen nur noch 5 Sterne Luxus-Resorts und die solltest du dir neben den immer noch traumhaften Stränden sicher nicht entgehen lassen. Frag im Reisebüro explizit nach den neuen Häusern – du wirst überrascht sein! Wer noch skeptisch ist, der lese mal im LINK.

Sonnenziel Honduras!

Indura Beach Resort HondurasVöllig unterschätzt auf der Karte der Reisenden ist Honduras fast noch Geheim-Tipp. Das Land in Zentralamerika hat nicht nur mit Maya-Tempeln aufzuwarten. Es hat auch eine geradezu himmlische Karibikküste, jede Menge Inseln für Robinson-Crusoe-Feeling und mit dem zweitgrößten Riff der Welt auch ein absolutes Tauch-Eldorado! Backpacker lieben die Insel Utilá. Einfacher erreichbar und nicht weniger spannend, ist die große Schwesterinsel Roatan. Mein Tipp ist das „INDURA“ 5 Sterne Resort – eine großartige Anlage, mit Spa, Golfplatz, Privatstrand und jeder Menge Luxus! Alle Honduras-Tipps hier im LINK!

Sonnenziel Brasilien!

Beach , Traumurlaub, Fortaleza, BrasilienKeine Frage, Brasiliens Strände können echt was! Kilometerlange, feinsandige Strände, türkisblaues Meer und Frauen in ultraknappen Bikinis. Wer also genau das genießen will, der sollte die Suchmaschinen rauschen lassen. Flüge nach Rio de Janeiro sind in zB. der Wintersaison unglaublich günstig zu bekommen und auch sonst oft im Angebot. Schaut direkt nach den Angeboten der Airlines – von Condor, über IBERIA bis LAN. Ich habe schon Angebote für 250 EUR gesehen. Hotels in Rio sind nicht gerade ein Schnäppchen. Schaut bei Airbnb nach günstigen Angeboten oder weicht auf Reciefe, Belize oder Fortaleza aus. Wenn es doch Rio wird, dann bucht euch nicht an der Copacabana ein sondern an die viel schönere & hippere Ipanema-Bucht.

Sonnenziel El Salvador!

El SalvadorEl Salvador ist sicherlich auch kein Land was jeder auf der Agenda hat, aber genau das macht es so interessant! Von Vulkanen, exzellenten Wellen für Sürfer bis hin zu Maya-Stätten ist es ein riesengroßer Abenteuerspielplatz. Und genau weil es so wenige kennen, mußt du dir den Strand auch nicht mit hunderten von Leuten teilen. Backpackerfeeling, günstige Unterkünfte direkt am Meer und die besten Wellen versprechen einen grandiosen Urlaub. Nach Latainamerika gibt es immer wieder Schnäppchenpreise. Auch hier solltest du mal ganz genau bei IBERIA oder in den Flugsuchmaschinen schauen. Warum ich El Salvador besonders schätze erfährst du durch klicken auf LINK.Sonnenziele Winterparadiese Zitat Quotes, InspirationIn diesem Sinne: #get up & sun burned!

 

5-Sonnenziele-im-Winter

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El Salvador? Bist du lebensmüde? Nein, nur weltoffen!

Ich erinnere mich noch sehr lebendig, es war 4 Uhr in der Nacht irgendwann im Januar 2014, als ich meinen Flug nach El Salvador buchte. Es war eine dieser Nächte in denen ich nicht schlafen konnte, mich umherwarf und letztlich doch zum Smartphone griff und auf Facebook surfte. Plötzlich tauchte da diese Meldung auf „Error Fares bei Iberia. Flüge für 350 EUR nach Lateinamerika“. Um ganz ehrlich zu sein, ich hatte keine Ahnung, was diese Region zu bieten hatte. Bisher war Zentralamerika für mich ein dunkler Fleck auf der Landkarte. Aber die Aussicht, so günstig so weit weg zu kommen, erschien mir sehr, sehr reizvoll.image-2015-08-27(8)Schnell also durchforstete ich das Netz nach Bildern, der Länder die angeboten waren, um einen Eindruck zu bekommen. Bei diesen Preisfehlern im Internet sollte man schnell sein, das wußte ich. Außerdem hatte ich noch Resturlaub den ich verbraten musste und konnte mir also ungezwungen einen Flug sichern.image-2015-08-27(9)Ok, El Salvador klingt doch spannend, die Stände sehen hübsch aus und die Terminvorgaben passen. Also, die Kreditkarte gezückt und gebucht! Mitten in der Nacht und ohne eine Ahnung, was genau mich da genau erwarten würde. Schnell noch einen Post auf Facebook hinterlassen, dass ich in 8 Wochen fliegen werde und dann, mit äußerster Zufriedenheit ein Schnäppchen gemacht zu haben, eingeschlafen.image-2015-08-27(1)Dafür das böse Erwachen dann am nächsten Morgen. Kommentare auf meiner FB Wall: „Sag mal spinnst Du? Du kannst doch nicht so einfach ohne Kenntnis nach El Salvador fliegen. Noch dazu alleine!“ oder „Wusstest du, dass das Land eine der höchsten Mordraten der Welt hat?“ Oder auch: „Du wieder! Dich kann man auch nicht alleine lassen! Informiere Dich mal beim Auswärtigen Amt über die Reisewarnungen, dann willst du da bestimmt nicht mehr hin.“image-2015-08-27(6)Mir ist schlagartig schlecht und Farbe habe ich auch keine mehr im Gesicht. Wieder starte ich Google und frage nach Sicherheit, Reisewarnungen und Gewalt in El Salvador. Prompt werde ich noch blasser. Ich hätte vielleicht nicht auf Bilder klicken sollen. Nicht schön, was man da sieht. Auch nicht, was das auswärtige Amt da von sich gibt. Es vergehen Stunden der Recherche, meine Gefühle fahren Achterbahn, meine Gedanken kreisen und in meinem Kopf dreht sich alles. image-2015-08-27(4)Inzwischen auch die ersten besorgten Anrufe meiner Facebookfreunde. Jeder will mir dieses Land ausreden. „Hast Du eine Reiserücktrittsversicherung?“ „Mach das bloß nicht“ „Ich könnte es ja verstehen, wenn Du nicht als Frau alleine reisen würdest, Hast Du denn niemanden der mit dir fliegen würde?“ NEIN, verdammt! Ich bin Single und es hat auch Niemand Bock mit mir in so ein Land zu fliegen. Mit so viel besorgten Freunden hatte ich nicht gerechnet. Ist ja wunderbar, aber führt bei mir zu Trotzreaktionen. image-2015-08-27(2)Ich bin kein kleines Kind mehr! Ich bin alleine nach Südafrika gegangen und habe dort gelebt. Das Land hat auch ein Gewaltproblem und ich bin unbeschadet zurück gekommen. Auch erinnere ich mich an das Gezeter vor meiner DomRep Reise. „Geh bloß nicht aus der Anlage! Da gibt es überall schwer bewaffnete Menschen und streunende Hunde“ Letztlich war ich nur außerhalb der Pauschalurlaubermauern aka der Hotelanlage und es war sehr, sehr toll! Also beschließe ich, auch nach El Salvador zu fliegen. Ich habe Afrika überlebt, dann schaff ich auch das. Ich werde mich gut vorbereiten, achtsam sein und mich an die Regeln halten.image-2015-08-27(5)Und das habe ich auch und nicht nur das! Ich habe ein ganz anderes El Salvador kennenlernen dürfen, als das was mir an Horrorgeschichten im Netz begegnet ist. Ich bin allerorts mir offenen Armen empfangen worden, habe neue Freund gefunden und so viel an Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft erfahren dürfen, wie noch in keinem Land davor. Die Herzlichkeit und Gastfreundschaft haben meine Reise ganz speziell gemacht und mir gezeigt, dass Statistiken nicht unbedingt etwas mit dem Leben und dem Alltag der Menschen in einem Land zu tuen haben.

#info

Speziell für Latainamerika läßt sich sagen, dass sich Kriminalität oft im Drogenmileu oder in Bandenkriegen finden lässt, mit denen der einfache Reisende eigentlich nie in Kontakt kommt. 

Wer also eine Reise in ein Land plant, der sollte sich ganz genau informieren und hier meine ich nicht nur die Seiten des auswärtigen Amtes, die geben zwar einen Einblick, wo die Probleme liegen, aber in keinem Fall zeigen sie auf, in wieweit mal als Reisender betroffen ist.

Meine Erfahrung zeigt, dass Reiseblogs die beste Möglichkeit sind, zu erfahren, wie es in einem Land wirklich aussieht. Dort bist du sehr schnell informiert, ob man sich sicher und wohl fühlen kann. Außerdem es gibt einen direkten Kontakt, bei dem Du nachfragen kannst, wenn Du dennoch unsicher bist. Meine Entscheidungen in ein Land zu reisen oder es zu meiden, hängen inzwischen nicht mehr an Preisschnäppchen, sondern an genau diesen Informationen. Wenn Einheimische oder Backpacker ganz klar sagen, dass es zu gefährlich ist, dann halte ich mich daran und reise nicht. Mit diesem Weg fahre ich sehr gut und bisher immer auch sehr sicher.

Boat´n Bike – Inselhüpfen in Kroatien

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Tag 1

Eine gewisse Ungeduld & Aufgeregtheit begleitet mich in der Anfahrt auf Opatija (Kroatien). Über Serpentinen schlängelt sich die Straße hinab, vorbei an typischen Steinmäuerchen, Olivenheinen und den ersten Häusern der Stadt. Und dann ist der Blick plötzlich frei. Frei für eine schier unglaubliche –Panorama-Aussicht auf die Kvarter Bucht und das leuchtende Blau der Adria. Mir kullern die Tränen, so ergriffen bin ich von der Schönheit dieses Anblicks.

Ich kann es kaum mehr erwarten, den Hafen und unser Schiff zu erreichen. Aber zunächst bin ich überwältigt von der mondänen Schönheit dieser Stadt. Prächtige Villen, süße Straßenkaffes und gut gelaunte Touristen zeichnen das Stadtbild. Ich hab mich sofort verliebt. Überall viel Grün, kleine Parks mit Schattenspendenden Zypressen und Palmen. Man kann Opatija gut und gerne als eine der Perlen der Adria bezeichnen.

Leider bleibt mir keine Zeit alle Schönheiten zu entdecken. Auf mich wartet ja ein Schiff im Hafen. Sagt ich eins? Drei wunderschöne Motorsegler der Katariner Line haben geankert und zwei nette Damen nehmen mich auch direkt in Empfang. Staunend stehe ich vor der „Dalmatinka“ und freue mich gleich aufs Schiff zu kommen. Doch zunächst lerne ich meine Mitreisenden kennen. Eine bunte Mischung aus Österreichern, Schweizern und Deutschen. Alle sehr nett, stelle ich fest. Jetzt geht’s endlich auf´s Schiff und in unsere Kabine mit eigenem Bad und Blick aufs Meer.

Für einen kleinen Moment zweifel ich an meiner Wahrnehmung, denn erst jetzt merke ich, dass das Schiff schaukelt und mein Gleichgewichtssinn sich erst darauf einstellen muss. In jedem Fall aber eine sehr interessante Erfahrung. Die Entdeckungstour geht weiter: Neugierig schlendere ich übers Schiff, finde das Reich vom Koch, riskiere einen Blick in das Innere in dem sich der Motorraum befindet, entere das Steuerhäuschen des Kapitäns und genieße später den Blick übers Meer vom Sonnendeck aus. Sehr reizend unser Schiff und die Atmosphäre kann man sehr schnell als familiär beschreiben. Als die Räder und das Gepäck verstaut sind legt unser Schiff ab und wir gleiten sanft übers Meer.

Ich stehe an der Reling. Unter mir hunderte kleiner Fische, die sich scheinbar schwerelos fortbewegen. Noch nie habe ich vergleichbar, klares Wasser gesehen. Bis mind. 10 m lässt das Meer auf seine Bewohner schauen. Als nächstes treffen wir unter Deck, hier lernen wir die Crew & unseren Guide „Appi“ kennen. Nach kurzer Sicherheitseinweisung, ein paar Informationen zum Schiff und der Tour gibt’s erstmal einen leckeren Welcome Drink. Indes trifft man sich auf dem Sonnendeck zum Plauschen, um sich kennenlernen und natürlich um die Aussicht zu genießen.

Der Blick schweift entlang der Steilküste, vorbei an kleinen romantischen Buchten, Fischerbooten zurück nach Opatija, welches sich zunehmend in der Ferne verliert. Wir haben Kurs auf die Insel Krk genommen. Unser Schiff “ parkt“ in der dritten Reihe und ich frage mich, wie wir von dort aus an Land gehen sollen. Als Landei hat man ja keinerlei Vorstellung von Seefahrt. Doch die Lösung ist simpel: Die Schiffe werden kurzerhand miteinander vertaut und mit einem Bootssteg verbunden. Man durchläuft einfach alle Schiffe um ans Peer zu gelangen. Wir starten unsere erste Entdeckungstour an Land.

Wir sind in Omnijal, eines dieser kleinen reizenden Dörfchen mit engen Gassen, bezaubernden Blumenbeeten und faul in der Sonne liegenden Katzen. Ich bin erstaunt, wie unterschiedlich hier die Temperaturen auf uns wirken. Bei Anfang 20° C, stöhnen wir schon vor Hitze. Mit kühlen Getränken lassen wir uns am Straßenrand nieder und beobachten wie die Menschen hier leben. Alles geht sehr viel ruhiger von Statten, als wir es in unserem hektischen Alltag gewohnt sind.

Wir schnaufen tief ein, so als könne man mit der Luft auch den Lebensstil adaptieren. Am Abend treffen sich alle wieder in der Konobar, was übersetzt so viel heißt wie Kellerbar. Unterm Sternenhimmel sitzend werden einheimische Spezialitäten gereicht, Kroatischer Wein probiert und als Dessert gibt es, auch ganz typisch, Palatschinken (vergleichbar mit Crêpes). Lustig wird es, als der Kellner begreift, dass nicht Einer für Alle zahlt und er alles einzeln kassieren muss. Er ist sichtlich angespannt. Anscheinend ist es hier Gang & Gäbe, dass die Rechnungen nicht aufgeschlüsselt werden. Tja, wieder was gelernt. Vorbei am Marktplatz, der Kirche und durch enge Häuserschluchten kehren wir zum Schiff zurück.

Und jeder fragt sich, wie sich die Nacht auf der schaukelnden „Dalmatinka“ gestalten wird. Aber die See liegt ruhig und somit wir auch. Es darf also süß geträumt werden. Zum Beispiel, wie es in den nächsten Tagen weiter geht, wie sich die Mountainbike-Touren gestalten werden, wie die umliegenden Inseln ausschauen und ob und die Sonne uns weiterhin begleiten wird.422428_243719925708510_2067599745_n

Tag 2

Krk, Omisalj Cres

In der Nacht wurden wir wunderbar in den Schlaf geschaukelt und können so erholt in den 2´ten Tag unserer Reise starten. Leider lässt der Blick aus dem Bullauge nichts Gutes erahnen und dem ernsten Gesichtsausdruck unseres Kapitäns nach, auch nicht. Appi, unser Guide, erklärt uns auch genau warum. Angesagt sind Starkregen, schwerer Sturm und Turbolenzen auf dem Meer. Wir müssen also unsere Route ändern und schwenken auf die Südtour um.

Wir verlassen den Hafen von Omisalj und steuern die Insel Cres an. Das Schiff ringt mit den ersten Ausläufer des Unwetters, gegen Wind, hohe Wellen und die Gischt, die gegen das Deck donnert. Ich wanke zum Bug des Schiffs, klammer mich an die Reling und verfolge gespannt den Kampf mit den Naturgewalten. Unser Kapitän steuert in ruhigere Gewässer und im Hafen von Cres können wir ankern und endlich aufs Mountainbike umsteigen.

Also die Meisten, ich suche noch immer den Schlüssel vom Fahrradschloss. Dank Panzerkette ist mein Bike untrennbar mit dem Boot vereint. Ich werde panisch & sehe den gesamten Urlaub in Gefahr. Die Gruppe ist derweil ganz relaxed & freut sich mit mir, als nach dem 3´ten Kofferausschütten der Schlüssel endlich auftaucht.

Wir starten zu unserer ersten Tour über die Insel. Die Straße schlängelt sich entlang der Küste, umsäumt von endlosen Olivenhängen, vorbei an grasenden Schafen, führt unser Weg immer bergauf in Richtung Predoscica. Die Gegend ist einfach wunderschön. Sehr karg aber mit dem Charme mediterraner Landschaften. Und beim Blick über die Bucht gerät man leicht ins Träumen.

Gedämpft wird dieses Hochgefühl allerdings durch die ersten Regentropfen auf unserer Haut. Als wir den Ort erreichen, regnet es in Strömen. Gruppendynamisch entscheiden wir, zurück zum Hafen zu fahren. Und wir haben Glück, der Regen setzt kurz aus und wir können es sogar noch abseits der Straße auf einem kleinen Wirtschaftsweg ordentlich rollen lassen. Umsäumt von diesen typischen Steinmäuerchen und schattenspendenden Bäumen führt uns der Trail in rasantem Tempo über allerlei Stöckchen & Steine.

Das Mountainbiker-Herz fängt fröhlich an zu pochen. Jedem aus der Gruppe ist anzusehen, dass er gerade mörder viel Spaß hatte, als wir wieder in Cres ankommen. Für eine Einsteigertour waren es heute leichte 24 km, bei 400 Höhenmetern und guten 2h Fahrtzeit. Hungrig aber glücklich suchen wir uns ein kleines Lokal & genießen den Nachmittag in der Altstadt. Den Abend verbringen wir auf dem Schiff, tauschen alte Mountainbiker-Weisheiten aus und planen gemeinsam den nächsten Tag.
image-2015-08-21(7)Tag 3

Der 3 Tag startet mit dem Unwort „Bora“. Unwort deshalb, weil es sich hier um den stärksten Wind in Kroatien handelt und mit 50 Knoten die Anfahrt auf unsere nächste Station in Mali Losinj verhindert. Wir müssen also einen weiteren Tag in Cres bleiben. Einfallsreichtum ist gefragt. Und wenn einer verdammt gut improvisieren kann, dann unser Guide „Appi“. Nach kurzem Blick in den Himmel beschließt er, dass es heute nicht regnet und wir direkt starten können.

Also „er“ beschließt… 30 min später geht es auf der alten Uferstraße in Richtung Valun. Obgleich „Straße“ es nicht so ganz trifft. Den Weg als Eseltrail zu bezeichnen wäre eine viel bessere Beschreibung. Auf rotem Sand & Schotterpiste geht’s knackig bergauf. Zur Belohnung für diese Strapazen gibt es einen atemberaubenden Blick hinüber zum Hafen, wo unser Schiff ankert. Doch viel Zeit zum Verschnaufen ist nicht, weiter geht’s entlang des Höhenwegs oberhalb der Steilküste. Für mich „Flachlandtiroler“ gestaltet sich die Etappe zum persönlichen Alpe d´Hueze. Appi ist so reizend mich darüber aufzuklären, dass das allenfalls Hügel sind. Meine Lunge sagt etwas Anderes.

Dafür liebe ich die Abfahrten. Kopf aus, Sattel zwischen die Beine und dann ordentlich Stoff. Und alles was ich bei den Anstiegen an Boden auf die Gruppe verloren habe, hol ich damit locker wieder auf. Funktionierte leider nur so lange, bis meine Kette im Anstieg gerissen ist und ich auf weiter Flur alleine war. Glücklicherweise schaut unser Appi regelmäßig, ob all seine Schäfchen mit der Herde mithalten. Selbstverständlich könnte ich die Kette auch alleine nuten, aber hey, ich bin eine Frau und lass mich gerne retten;) Appi kann das eh viel besser und in Windeseile. Die Kette ist nach 5 min. repariert und wir heizen dem Rest der Gruppe nach.

Im Affenzahn geht es die Berge ähhh Hügel hinauf und wieder runter, bis wir endlich wieder bei unserer Truppe sind. Weiter geht’s nun wieder gemeinsam. Auf kleinen, einsamen Wirschaftswegen radeln wir„Podol“ entgegen, der wohl kleinste Ort in dem ich je war. 2 Häuser und ein paar Stallungen, mehr gibt’s nicht. Dafür sind die Bewohner umso reizender. Wir fragen nach Wasser & scheitern bei dem Versuch, dieses auch zu bezahlen. Das ist Gastfreundschaft & man würde beleidigt sein, wenn wir diese ausschlagen würden. Wir nehmen also dankend an & ziehen weiter. Vorbei an idyllischen Olivenhainen, aufgeregt flüchtenden Schafsherden und Eseln mit ihren typischen „iahhh“ – Rufen.

Inzwischen haben alle schrecklichen Hunger & treten noch mal ordentlich in die Pedale um schnell am Mittagstisch zu sitzen. Nachdem alle Mägen gefüllt sind geht’s retour zum Hafen von Cres. Diesmal nehmen wir die Hauptstraße. Die Steigungen werden dadurch nicht minder anstrengend für mich, zumal der Wind aufgefrischt ist und wir nun mit kräftigem Gegenwind kämpfen. Aber wie es sich für ein gutes Team gehört, wird Windschatten gefahren und alle kommen abgekämpft, aber glücklich wieder am Schiff an.

Den späten Nachmittag verbringen alle auf Ihre Art. Die Einen gehen Shoppen, Jörg ist noch nicht ausgepowert & schwingt sich in sein Paddelboot, die anderen Sorgen sich um Ihren Mineralien-Haushalt und gleichen diesen bei einem kühlen Bier im malerischen Hafen aus. Ich schnapp mir meine Kamera und gehe auf Entdeckungstour durch die Altstadt. Kleine Gassen, bezaubernde Cafés und alte steinerne Kirchen gehören ebenso zum Stadtbild wie die vielen, bunten Fischerboote. Bei untergehender Sonne sitzen wir später alle beim Essen zusammen und planen den nächsten Tag. Soweit das möglich ist bei „Bora“. Geschafft haben wir heute 60 km und 1000 hm. Nicht schlecht, wie ich finde. Es bleibt also spannend!image-2015-08-21(2)

Tag 4

Wir begrüßen den Tag mit herrlichem Sonnenschein und der Kapitän hat auch gute Nachrichten für uns. Das Meer hat sich beruhigt und wir können endlich einen neuen Hafen ansteuern. Male Losinj heißt heute unser Etappenziel. Ein paar Leute der Gruppe entscheiden sich dafür den Vormittag auf dem Schiff und in der Sonne zu verbringen. Wir nehmen das Rad und verabschieden uns mit einem wehmütigen Blick über Cres und seine bezaubernde Altstadt. Es liegen knackige 60 km Weg vor uns & wir wollen unbedingt vor dem Schiff ankommen.

Diesmal geht es Größtenteils auf asphaltierten Straßen entlang der Adria-Küste. Und diese zeigt sich heute von ihrer schönsten Seite. Die Sonne lächelt uns an und das türkisblaue Meer leuchtet in all seinen Facetten. Außerdem haben wir wieder ganz wunderbare Begleiter. Es sind Schmetterlinge in vielen bunten Farben. Und während sie mit leichtem Flügelschlag durch die Lüfte gleiten, müssen wir schon ganz kräftig in die Pedale treten, um alle Anstiege zu meistern. Pausiert wird heute auf einem Hochplateau mit Panoramablick über die umliegenden Inseln. Und zu unserer Überraschung entdecken wir auch unser Schiff in der Ferne. Das spornt natürlich an, als Erste in Male Losinj zu sein, zumal Boris unser Kapitän erst noch die Insel umschiffen muss, um zum Hafen zu gelangen.

Wir können den direkten Weg nehmen, aber auch da liegen noch 30 km vor uns. Weiter geht es also durch die malerische Landschaft, mit ihren ach so typischen Steinmauern. Wobei ich mich heute ernsthaft gefragt habe, wie viele Steine das wohl sein mögen und wie lange die Menschen daran wohl gebaut haben. Stein für Stein so aufzutürmen, muss Jahrzehnte gedauert haben – es sind schon wahrlich kleine Meisterwerke. Dem Menschen nutzen sie als Zaun fürs Vieh – der Natur als Erosionsschutz. Überall dazwischen wachsen Olivenbäumchen, grasen Schafe, Ziegen oder Esel und all das ergibt dieses ganz typische Landschaftsbild. Und wenn man ganz genau hinschaut, lassen sich in den Nischen auch kleine Eidechsen entdecken, die faul in der Sonne liegen, aber flugs verschwunden sind, wenn man ihnen zu nahe kommt.

Wir radeln weiter und gönnen uns einen weiteren Zwischenstopp in einem dieser malerischen Dörfchen in denen die Welt still zu stehen scheint. Keine hektischer Verkehr, keine hastenden Menschen, nur das Meer ist in Bewegung. Der rechte Platz also um ein wenig zu verschnaufen und zu genießen. Hier treffen sich die Menschen in der Mittagszeit auf dem Marktplatz, um bei einem Kaffee gemütlich zu plauschen. Wir setzen indes unseren Weg fort. Entlang der Küste lassen sich immer wieder kleine Fischerboote in den Buchten ausmachen, es kreisen Möven über uns oder wir werden von Schafen angeblögt. Diese scheinen sich regelrecht zu freuen, wenn man ihnen mit einem „Mööööhh“ antwortet.

Auf den letzten Kilometern geben noch mal alle richtig Gas und tatsächlich, wir kommen vor der „Dalmatinka“ in Mali Lošinj an. Sogar eine Stunde früher, als ursprünglich geplant. Ich schätze, dass der Bärenhunger, den wir auf der Strecke entwickelt haben, hier die größte Motivation war. Und wir haben Glück, unser Koch hat bereits vorgesorgt und uns ein leckeres Mittagessen gezaubert. Zum Nachtisch gibt’s Pudding und es wird eifrig gefeilscht ob nicht jemand auf seine Portion verzichten mag. Ich tausche erfolgreich Schoko gegen Vanillepudding.

Am Nachmittag steigen diejenigen auf´s Rad, die bisher die Sonne vom Deck aus genossen haben. Es geht auf eine gemütliche Tour nach Veli Losinj, einem Nachbarort mit altem, historischem Stadtkern. Jörg schaut sich von seinem roten Kajak aus die Schifferboote & Motorjachten aus nächster Nähe an. Appi sitzt unter Deck und schneidet für uns die Filme zusammen, die er über Tag bei der Tour gedreht hat. Sarah & Christian bruzeln sich in der Sonne, während ich die Stadt zu Fuß erkunde. So verbringt jeder auf seine ganz eigene angenehme Art den Tag. Nach dem gemeinsamen Abendbrot gibt’s zur Belohnung für alle Biker noch ein leckeres Eis. Immerhin waren es 60 km in drei Stunden und bei 750 Höhenmetern.TeamTag 5

Es ist wieder Zeit den Anker zu lichten und weiter zu ziehen. Von der herrlich scheinenden Sonne angelockt sitzen alle an Deck und die Abfahrt wird zum Happening. So langsam verliert sich Mali Losinj am Horizont. Wir verlassen die Bucht mit einem letzten romantischen Blick auf den Leuchtturm. Wir nehmen Fahrt auf. Es geht vorbei an all den großen und kleinen Inseln und es fällt schwer auszumachen, was Festland ist und was nicht. Wir haben kaum mehr Wellengang und kommen gut voran. Es liegen fünf Stunden Fahrt vor uns.

Den Vormittag verbringt wieder jeder auf seine Art. Die Einen holen Schlaf nach, Anderen Lesen, Appi studiert die Karten und der Rest sitz einfach nur im Liegestuhl und genießt die Schönheit der Adria. Als wir den Hafen von Bozava erreichen ist es 13 Uhr und Drago, unser Koch, verwöhnt uns wieder mit einem leckeren Mittagessen. Auf den Strudel zum Nachtisch hätte ich mal besser verzichtet, das fällt mir allerdings erst auf, als ich auf dem Bike sitze und mich mit vollem Magen die erste Anhöhe hochschleppe. Heute ist eine gemütliche, kleine Tour geplant und fast alle sind mit den Rad unterwegs. Nur Sarah & Christian bleiben auf dem Schiff zurück und wollen den Tag lieber mit Schwimmen & Fotografieren verbringen.

Wir haben inzwischen ein paar Kilometer hinter uns gebracht und den Inselkamm erreicht. Die Insel Dugi Otok ist so schmal, dass das Meer nach jeder Kurve abwechselnd auf der rechten oder linken Seite ist. Und so bietet sich entweder der Blick auf die Inseln oder die Weite des Meeres. Das Landschaftsbild ist gezeichnet von vielen Kiefern, bunten Blumen und sehr viel Grün. In einer der Buchten lassen sich große Runde Bassins ausmachen und alle Fragen sich, welchen Nutzen sie haben. Jörg hat die Antwort parat. Sie dienen der Fischzucht. Außerdem liegen einige Steinbrüche an unserem Weg. Hier wurde Marmor abgebaut.

Wir haben einen sehr heißen Tag heute und der Fahrradtacho zeigt 33° C an. Bei 8% Steigung tue ich mich sichtlich schwer, als ich plötzlich von einer älteren Dame überholt werde, die anscheinend mühelose und mit leichtem Schritt den Berg hinauf fährt. Ich bin doch etwas schockiert & zweifle an meiner Kondition. Am liebsten würd ich das Bike jetzt die Böschung hinunter werfen und mich nur noch vom Schiff bewegen lassen. Gerade noch rechtzeitig entdecke ich den Motor an dem Rad der Dame. Sie benutzt ein Pedelec, das sind elektrisch, betriebene Räder. Damit käme ich natürlich auch spielend leicht jeden Anstieg hinauf und könnte noch milde die anderen Radler anlächeln.

Ich fahre also erhobenen Hauptes weiter und empfinde einen großen Stolz, als ich den “Gipfel“ aus eigener Kraft erreicht habe. Die Abfahrt nach Sali genießen noch mal alle in vollen Zügen. Fahrtwind & die Aussicht auf ein kühles Bier sind die beste Motivation. Unser Schiff hat zwar schon angelegt, aber als erstes zieht es uns in eine der typischen Konobars. Am Nachmittag sind die meisten am oder im Meer zu finden. Bei frischen 16° C Wassertemperatur überlasse ich das Schwimmen den Mutigen. Ich beobachte viel lieber die vielen kleinen Fischchen, das von der Meeresströmung schwingende Seegras und die vielen bunten Muscheln. Sogar einen Seestern finden wir.

Mit tiefer stehender Sonne starte ich zu einer Tour in Jörgs knall rotem Kajak. Ich erkunde den kleinen Hafen und fahre ein Stück entlang der Küste. Es ist herrlich sich von dem Meer treiben und den Wellen wiegen zu lassen. Ich genieße jede Minute. Zurück am Schiff merke ich, die Müdigkeit und beschließe, dass der Abend für mich hier endet. So ausgepowert sind nicht alle. Die meisten zieht es noch in ein Café im Ort. Appi, Jörg & Christian kennen anscheinend keine Müdigkeit. Die Drei planen eine Vollmondfahrt zu einem Salzsee. Es ist inzwischen 21 Uhr und mit Stirnlampen gewappnet treten sie in die Pedale.

Als ich um Mitternacht wach werde, kehren sie gerade von ihrem Abenteuer zurück. Ein kleines Stück des Weges hatten sie zu Fuß zurück gelegt, als sie in der Dunkelheit der Nacht plötzlich Schritte hinter sich hörten. Christian ist es ziemlich in die Knochen gefahren, angespannt suchte er sein Taschenmesser, während Abbi sein Zittern mit einem „Hey, ist das cool“ überspiele. Alle drei wurden von einem kleinen schwarzen Baby-Esel mitten in der finsteren Nacht überrascht. Ich find die Story klasse und ärger mich, dass ich nicht noch mit auf´s Bike gesprungen bin. Aber wir haben ja noch ein paar Tage für Abenteuer vor uns…
image-2015-08-21(3)Tag 6

…ist leider, leider über die Jahre verloren gegangen.

Tag 7

Sanft tuckernd starten wir in einen neuen Tag. Der Himmel ist blau und wolkenlos, die Sonne lächelt uns verheißungsvoll an und das Meer schimmert türkisblau. Und während alle das vom Sonnendeck aus genießen, haben Appi & ich uns unter Deck verkrochen um zu arbeiten. Ich freu mich auf den Tag, an dem es entspiegelte Monitore gibt, die es erlauben Blogs auch in der Sonne zu schreiben. Wir haben vier Stunden Fahrt vor uns und auch für uns wird noch Zeit sein, faul in der Sonne zu liegen.

Abbi arbeitet unterdes weiter am Video, als wir Beide durch donnernden Flugzeuglärm hochschrecken. Wir trauen unseren Augen nicht, als neben uns ein riesiges, gelbes Wasserflugzeug über die Meeresoberfläche donnert, dreht und nun auf der anderen Schiffsseite erneut an Fahrt aufnimmt und anschließend durchstartet. Ein atemberaubendes Schauspiel. Ich fühle mich an Indiana Jones Filme erinnert & schaue dem Flieger sehnsüchtig nach, als er sich über den Inseln im Himmel verliert. Die Crew klärt uns auf, dass das die örtliche Feuererwehr auf Probeeinsatz ist. Wenn es auf einer der Insel brennt, muss schnelle Hilfe kommen und das am besten aus der Luft. Damit diese Einsätze im Notfall reibungslos funktionieren, muss das Aufnehmen von Wasser regelmäßig trainiert werden. Ich beschließe im nächsten Leben Feuerwehrmann in Kroatien zu werden.

Oder Urlauber…. denn endlich hab auch ich es mal geschafft mich in den Liegestuhl zu legen und einfach nix zu tun. Herrlich. Plötzlich wieder Unruhe. Delfine! Ich flitze in die Kabine und schnapp mir die Kamera. Allerdings war das eine sehr blöde Idee, denn als ich an Deck zurück bin, ist nichts mehr zu sehen. Ich ärgere mich fürchterlich. So lange hab ich mir schon gewünscht mal Delfine zu sehen und jetzt vermassel ich mir diese Gelegenheit. Wenigstens sehe ich meinen Fehler ein und so bekomm ich kurz darauf noch eine zweite Chance. Ca. 500 m vor uns springen 3 bis 5 Delfine. Und noch besser. Zwei schwimmen auf uns zu. Tauchen auf und ab, stecken ihre Nasen in die Luft. Und dann sind sie genau unterm Bug. Weniger als 2 m unter mir. Ich halte mich mit fotografieren zurück und genieße einfach nur. Elegant gleiten sie durchs Wasser, tauchen unter dem Schiff durch und lächeln uns von der anderen Seite wieder an. Ich glaube wirklich, sie haben so richtig Spaß dabei, sich uns zu seigen. Meine Augen strahlen vor Glück. Leider ist das Schauspiel viel zu schnell wieder vorbei. Aber im Herzen bleibt es gespeichert für die Ewigkeit. Und ich glaube, so ging es allen an Board.

Am Nachmittag führt uns unsere Radtour von Mandre aus nach Tovonale. Die Landschaft zeigt sich heute in einem ganz anderen Bild. Karge Berge, dafür Täler mit Feldern, viel Grün und sogar Schilf. Ich muss lächeln, als ich 5 Schafe zwischen die Halme gekuschelt sehe. Ein ulkiges Bild. Man erkennt nur ein paar Wollknäule, aber nicht wirklich ein Schafe. In Lun wartet eine weitere Besonderheit auf uns. Hier gibt es über 2000 Jahre alte Olivenbäume. Ich frage nach, weil ich das Alter für kaum möglich halte. Die Stämme sind riesenhaft und die Wurzeln mit den Felsen verwachsen. So viele „Lebensjahre“ verlangen einem schon einemns gewissen Respekt ab.

Unsere heutige Etappe war kurz, nur 35 km, denn wir wollen mit dem Schiff noch weiter nach Rab. Und allein die Anfahrt versetzt uns in Staunen. Wie eine Festung, hoch auf den Felsen thront sie, die Altstadt von Rab. Vorbei an einer kleinen vorgelagerten Insel mit Leuchtturm fahren wir in den Hafen ein & ankern. Sofort wollen alle an Land und die Stadt besichtigen. Ich habe vor allem Hunger & bin auf der Suche nach etwas Leckerem. Leider komme ich nicht sehr weit. Rab ist so malerisch schön, dass ich an jeder Gasse, jeder Kirche und fast jedem Haus stehen bleibe und fotografiere.

Die Altstadt hat unheimlich viel Flair & ich habe in ganz Kroatien keine reizendere gesehen. Den Eindruck bestätigen auch die Anderen, als wir uns am Abend zum gemeinsamen Essen treffen. Für die Meisten gibts frischen Fisch oder Meeresfrüchte. Und zum Absacker noch ein paar Drinks in der Bar neben an. Ich bin todmüde und falle ganz früh in mein Bettchen. Noch einmal fällt mein Blick auf den Leuchtturm, dann schlafe ich sanft ein und freu mich auf den nächsten Tag.image-2015-08-21(4)Tag 8

Wir verlassen Rab und dabei wäre ich so gerne noch geblieben. Ein bisschen bummeln, fotografieren und an jeder zweiten Eisdiehle stehen bleiben. Ich bin schwer wehmütig. Überhaupt ist mir heute so gar nicht nach biken. Einfach nur das herrliche Wetter genießen, auf dem Schiff bleiben und nix tun, so stelle ich mir den Tag vor. Ich finde zum Abschluss hab ich mir einen faulen Tag verdient. Ich hab mich die letzten Tage so tapfer jede Steigung hochgekämpft, dass ich jetzt einfach schlapp bin. Das sieht Abbi, unser Guide, allerdings ganz Anders. Er schaut mir tief in die Augen und sagt: „Du musst einfach dabei sein, dass wird toll heute“. Och menno! Ich kann so schlecht „nein“ sagen. 20 min. später sitz ich auf meinem Bike und strampel den den Berg hoch.

Aber und das muss man ihm schon lassen, es ist toll. Wir sind wieder auf einem dieser Schafstrails unterwegs und es macht einfach riesig Spaß hier zu biken. Ich liebe einfach diese Abfahrten. Zum Mittag gibts zur Belohnung „Palatschinken“ und nach ner richtig langen Pause gehts weiter vorbei an kleinen Dörfchen, wild flüchtenden Schafen und malerischer Landschaft. Als Highlight hat Abbi noch die Besichtigung einer Höhle eingebaut. Wir lassen also unsere Bikes stehen und begeben uns unter die Erde. Ich genieße die Kühle in der Tiefe. Bei 30° C Außentemperatur sind die 16° C unter Tage eine willkommene Abkühlung.

Durch die Höhle werden wir von einer netten jungen Dame geführt. Sie erklärt uns auch die unterschiedlichen Tropfsteine. Stalaktiten heißen die, die von der Decke hängen. Das Gegenstück ist der vom Boden emporwachsende Stalagmit. Nach so viel Erdkunde gibts für die „Jungs“ erstmal ein Mittagsschläfchen auf der Bank. Ich schleiche mich davon und versuche endlich mal ein gescheites Foto von einem Schaf zu bekommen. Sie gehören einfach zum Landschaftsbild dazu und ich kann Kroatien nicht ohne ein Foto von ihnen verlassen. Bisher haben immer alle erfolgreich die Füße in die Hand genommen und sind geflüchtet, wenn ich sie ablichten wollte. Auch diesmal ergeht es mir nicht besser.

Nach 20 min. „Verfolgungsjagd“ gebe ich auf und begnüge mich mit der Rückansicht von Mama Schaf und ihrem Lämmchen. Ich habe es übrigens „Timmi“ getauft. Als wir am späten Nachmittag das Schiff erreichen, werden wir stürmisch begrüßt. Alle sind gut angekommen und haben Achtung vor der Leistung der letzten Tage und das wird gewürdigt. Immerhin fast 4000 Höhenmeter haben wir gepackt. Ich bin ziemlich stolz auf mich und auch darauf, an allen Tagen mitgefahren zu sein. Und wie das so ist, mit den verborgenen Kräften… ich gehe noch Kajak fahren, weil es einfach zu schön hier ist und ich mir das nicht entgehen lassen möchte. Eine letzte Runde paddel ich über das glasklare Meer, lass mich in der Sonne treiben und von den Wellen schaukeln.

Und anscheinend haben auch unsere Männer noch zu viel Energie und Unsinn im Kopf. Von der Reling aus werden alle verrückten Arten ausprobiert, sich ins Wasser zu hechten. Ob Bauchklatscher oder Kopfsprung – wir stehen bewundernd daneben und schauen dem Treiben zu. Besonders lustig wird es, als Abbi sich mit dem vom Masten hängenden Seil vom Schiff schwingt. Der Mann kennt einfach keine Angst und hat einen Haufen Schalk im Nacken. Etwas besinnlicher geht es dann schon am Abend zu. Boris, hat zum Kapitäns-Dinner geladen und spätestens nach dem 4´ten Gang bin ich soweit, dass man mich vom Schiff rollen könnte. Aber lecker wars! Den Abend verbringen wir in lustiger Runde zusammen, lassen den Urlaub Revue passieren und erzählen uns die ein oder andere Anekdote der letzten Tage. So schnell ging die Woche rum und ich mag überhaupt nicht ins Bett!image-2015-08-21(5)

Und hier noch das urkomische Video zu unserer Tour! Danke an Appi.at der das so toll für uns aufbereitet hat: