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4 Wochen. 4 Länder. 5 Stationen. Solo-Tour in Südamerika!

Ich habe wie eigentlich immer keine Lust auf Weihnachten, Familie und Geschenke. Ich will reisen, entdecken und unterwegs sein. Also Flüge gebucht und ab ins südliche Südamerika. Der Plan: 4 Wochen. 4 Länder. 5 Stationen. Ich möchte Backpack allein als Frau durch Brasilien, Paraguay, Argentinien & Uruguay reisen und einen Ex-Präsidenten treffen.

Meine Familie, mein Partner und meine Freunde sind „begeistert“. Wieder lasse ich mich Weihnachten nicht blicken und verkrümel mich lieber. Ich habe einfach keine Lust mehr auf  „Weihnachten“. Wie jedes Jahr geht der Terror-Kommerz direkt im September schon los. Man wird auf allen Kanälen bombardiert und zum Einkaufen genötigt, als sei das der einzige Sinn hinter diesem Fest. Nein, ich will nur noch weg sein zu dieser Zeit. Auch wenn das in meinem Umfeld eigentlich niemand so recht akzeptieren will. Sei es drum. Es ist gebucht und ich starte am 10.12.15 zu meinem Solo-Trip durch Südamerika!

Solo-Tour-Planung – so sieht sie derzeit aus:

SoloTour -INTEXTBILD-

BRASILIEN – Iguazú-Wasserfälle

Die erste Station meiner Weihnachtsreise sind die Iguazú-Wasserfälle in Brasilien und Argentinien. Hier werde ich in der Nacht zum 11.12.15 ankommen. Die Wasserfälle die ich hier besuchen möchte sind wesentlich breiter als die Victoria-Fälle, höher als die berühmten Niagara-Fälle und wohl auch wesentlich beeindruckender. Die Iguazú-Wasserfälle werden vom Flusses Iguaçu/Iguazú gespeist und verlaufen an der Grenze zwischen dem brasilianischen Bundesstaat Paraná und der argentinischen Provinz Misiones.

Iguazú in Zahlen:

Höhe: 195 m
Höhe: 82 m
Größte Stufe: 82 m
Anzahl der Stufen: 275
Durchfluss: 1.756 m³/s

Der Panoramablick macht schon mal Lust!

PARAGUAY

Nach 2 Tagen Erkundungstour der Fälle von Argentinien und Brasilien aus, geht es für mich mit dem Bus weiter in Richtung Asunción, der Hauptstadt von Paraguay. Die Stadt gilt auf Grund ihrer vielen Gärten und Parks als die grünste Stadt der Welt. Das Land besticht in der Hauptsache damit, dass man hier noch das authentische Südamerika findet, aber auch mit seinen Gegensätzen! Von hochtechnisiert bis absolut ländlich ist alles drin. Fest gebucht habe ich nur 2 Nächte im El Nomadá Hostel in der Hauptstadt. Danach lasse ich mich treiben und höre mich um, was andere Backpacker im Hostel empfehlen.

ARGENTINIEN

Hauptziel ist hier ganz klar Buenos Aires. Allerdings sind es von Asuncion bis in die Haupstadt Argentiniens auch 18h Busfahrt. Respekt habe ich vor so einer langen Fahrt. Besonders weil man in den Bussen schnell krank wird, da man auf Tiefkühlkost-Niveau runter gekühlt wird. Wahrscheinlich werde ich diese Fahrt splitten und irgendwo rund um Santa Fe noch einen Zwischenstop einlegen. Am 23.12.15 hoffe ich dann vor Ort zu sein und bei meiner Airbnb Gastgeberin einziehen. Eine ganz liebe Dame mit der ich übers Internet Kontakt hatte und die mich direkt eingeladen hat mit ihr und ihrer Familie Weihnachten und Silvester zu feiern. Die Tage in Buenos Aires möchte ich einfach mit der Kamera rumlaufen, in hübschen Cafés verbringen, mit Menschen in Kontakt kommen, Tango tanzen und die Stadt und ihr Flair in mich aufsaugen.

image-2015-12-03(4)URUGUAY

Wie ich am 1. Januar 2016 von Buenos Aires nach Montevideo kommen werde, weiß ich ehrlich gesagt noch nicht. Soweit ich es mitbekommen habe, steht das öffentliche Leben da still. Normal gibt es Busverbindungen oder Boote ins Nachbarland. Ich checke das, wenn ich vor Ort bin und frage meine Gast-Mama um Rat. Auch in Montevideo bin ich wieder in einem Hostel untergebracht und ich habe vor bis zum 04.01. zu bleiben.

Mein Traum wäre den ehemaligen Präsidenten des Landes zu treffen. José Mujica ist eine Inspiration für mich und mein Vorbild. Man nennt ihn auch den ärmsten Präsidenten der Welt, weil er 550.000 $ von seinem Gehalt gespendet hat. Wegen ihm kam ich überhaupt erst auf die Idee diese Reise anzutreten. Ich weiß, es klingt einfältig einen Präsidenten treffen zu wollen, aber hey ich hab noch Träume! Die Anfrage bei der Sekretärin läuft, aber man hat mich schon auf die Urlaubszeit hingewiesen. Ich vertraue hier einfach mal auf Gott, auf das Universum und mein Glück. Und danke allen, die mich bei diesem Vorhaben unterstützen!

Mir bleiben dann noch weiter 6 Tage in Uruguay. Ich will mich ans Meer durchschlagen und hoffe dort noch unberührte Natur und schöne Parks zu finden. Zu der Zeit ist allerdings Hochsaison in dem Land und jeder Winkel soll überbevölkert sein. Auch ist noch nicht klar, ob mich die Busse mitnehmen, denn auch diese werden gut ausgebucht sein.

BRASILIEN – PORTO ALLEGRE

Für den 10.01. habe ich mir wieder über Airbnb eine günstiges Zimmer in Porto Allegre gesucht. Ganz in der Nähe vom Flughafen, da am 12.10 mein Flieger ganz in der Früh startet und ich nicht lange durch die Stadt gurken will. Auch habe ich hier etwas Zeitpuffer eingebaut, falls es mit den Bussen aus Uruguay doch nicht so ideal klappt, wie erhofft. Das Flußufer hier soll sehr schön sein, also werde ich dort spazieren gehen und noch mal den Urlaub Revue passieren lassen.

IMG-20140306-WA0000Die emotionale Seite:

Ganz anders sieht die Gefühlswelt aus. Zwar habe ich keine Angst vor der Reise, aber großen Respekt ganz sicher. Immerhin ich bin alleine als Frau ohne große Sprachkenntnisse unterwegs. Ich roadtrippe nicht, sondern muss mich drauf verlassen, dass es mit den Bussen klappt und ich nach Ankunft die Unterkünfte immer finde. Besonders wenn ich nachts ankomme. Hier vertraue ich auf mein Nokia Handy, was Navigation ohne Internet schon integriert hat. Bisher hat mir das in fast allen Ländern (außer Honduras wo es keine Sateliten gibt) immer sicher ans Ziel geführt. Darauf hoffe ich auch diesmal.

Auch in ein Taxi steigt man nachts als Frau alleine nicht so gerne. Weibliche Taxifahrer sind rar und einem Mann so ausgeliefert sein, das vermeide ich so es geht. Aber ich vertraue darauf das auch hier alles gut geht. Ich bin ja nicht ganz unerfahren und hoffe das mir das zu Gute kommt.

Natürlich wird es komisch sein, wieder alleine unterwegs zu sein. Auch das bin ich nach ein paar Urlauben mit Partner nicht mehr gewohnt. Die Sicherheit die ein Reisepartner mitbringt hat man ganz einfach nicht, wenn man alleine reist.

Meine Erfahrung nach jeder Reise war eigentlich, dass man sich an die Regeln halten muss um sicher zu reisen. Das man nicht blauäugig sein sollte und sich für Notsituationen ein Backup schaffen sollte. Alle diese Vorkehrungen haben mir bisher geholfen sicher zu reisen und ich vertraue darauf, dass es auch diesmal wieder so ist.

Also: ANGST – NEIN! RESPEKT – JA!

Zur weiteren Vorbereitung:

Gepäck: Ich reise in der Hauptsache mit dem Bus, laufe dann zu den Unterkünften. Deshalb habe ich mich klassisch für einen Rucksack entschieden. Ich habe meinen bei Decathlon gefunden, weil ich eine günstige Variante speziell auf Frauen zugeschnitten gesucht habe. Hier sollte jeder für sich testen und anhand der Bedürfnisse und des Budgets für sich festlegen, was gut zu einem paßt.

Ich nehme nur die nötigsten Sachen mit, weil ich keine Lust habe einen viel zu schweren und vollgepackten Rucksack rumzuschleppen. Was daheim bleibt sind Schmuck, Make up, hübsche Schuhchen und sonstige „Luxusartikel„. Was mit darf ist das Netbook, die Kamera-Ausrüstung, 1x Flip Flops, 1x leichte Treckingschuhe, Handtuch, warme Kleidung für unterkühlte Busse und ein Hut als Sonnenschutz. Natürlich auch Medikamente, Sonnenschutz und Ungezieferabwehr.

Dokumente: Ich habe Kopien meiner Unterlagen dabei und sie zusätzlich auf meiner Cloud abgelegt. Im Notfall habe ich so Zugriff und kann mich schnell bei Polizei und Behörden ausweisen. Meine Flug und Unterkunftsbuchungen inkl. Anschriften, Wegbeschreibung & Rufnummern habe ich in einer Excell-Liste zusammengefaßt. Diese hilft mir, bei so einem langen Trip die Übersicht zu behalten. Parallel bekommt sie meine Familie, damit sie nachvollziehen können, wann ich wo sein werde. Siehe auch die Anleitung im LINK.image-2015-12-03(1)Geld: Ich habe brasilianische Real für die erste Station dabei und noch rund 100 Dollar für den Notfall. Nach den Grenzübertritten hole ich mir Bargeld am Automaten. Ich habe sowohl die Master als auch die Visa-Card dabei, weil auch hier die Erfahrung gezeigt hat, dass oft 1 Bezahlsystem nicht funktioniert.

Visa: Visas braucht man für keines dieser Länder. Wohl aber muß man die Einreisedokumente für jeden Grenzübertritt peinlichst genau ausfüllen und sich seinen Paß abstempeln lassen. Gerade bei IGUAZU fahren die Busser gerne am Grenzübergang vorbei und auf der Rückreise zahlt man Strafe. Siehe auch LINK.

Navigation: Meine Erfahrung der letzten Jahre hat gezeigt, dass Internetverbindungen auf Reisen und besonders in abgelegenen Gebieten nicht funktioniert. Deshalb habe ich ein Handy was offline Navigation ermöglicht. Ich habe vorab alle Karten runtergeladen und alle Adressen eingespeichert, die ich ansteuern will. Im W-Lan funktioniert eine Unterkunfssuche besser, als unterwegs auf der Straße nur mit der Adresse.

Mobilfunk: Ich habe zwei Handys dabei. Ein billiges, was ich „abgebe“ wenn ich ausgeraubt werde und mein normales Handy, was ich auch zur Navigation nutze. Ich werde mir in Argentinien eine SimCard holen um auch im Land selbst telefonieren zu können. Hier bin ich die meiste Zeit und deshalb macht es da besonderen Sinn.

Reiseführer: Mein Lonely Planet Südamerika ist meine Reise-Bibel. Als Pauschaltourist habe ich „LP“ nie verstanden. Wenn man auf Insiderwissen wie Busverbindungen, Tipps & Sicherheitsanweisungen aber angewiesen ist, dann ist er gold wert. Er wird trotz seines Gewichts mein Begleiter sein. Mein eBookReader nehme ich diesmal als Reiseführer nicht mit. Die Suche im digitalen Nachschlagewerk hat mich in Namibia schier irre gemacht. 1000 Suchergebnisse für eine Anfrage. Da blätter ich lieber wieder.

Weihnachten anders, aber nicht ohne Spirit!

Ja, bei mir läuft Weihachten anders, aber warum es nicht ohne Spirit läuft und was sich noch hinter dieser Reise verbirgt verrate ich hier im LINK.

Kompromiss? Aber natürlich!

Mein Freund und ich reisen nach meinem Solo-Trip auch noch gemeinsam durch Bolivien, Chile und Peru. Diese Lösung war ein Kompromiss, weil er gerne mit Familie feiern wollte und ich gerne flüchte. Im Januar beginnt unser gemeinsamer Backpacktrip!


Ich hoffe du begleitest mich auf meiner Solo-Tour durch Südamerika – auf Instagram, Facebook, Twitter oder eben hier!

In diesem Sinne: #get up & travel!

 

Die Magie des Wünschens – eine Reise nach Rom

„Frag den Penner doch mal, warum ich noch nicht der erfolgreiche Typ mit Millionen auf dem Konto bin.“ – war die erste Reaktion auf meine Frage: „Was ist Dein Herzenswunsch? Worum soll ich für Dich bitten, wenn ich an Weihnachten in Rom bin?“ Diese Nachricht hatte ich Tage zuvor an meine Freunde gerichtet.Leni Rom PetersdomNennt mich komisch, aber ich glaube an die Kraft des Wünschens und deshalb war es mir ein Anliegen nach Rom zu reisen und auch die Herzensangelegenheiten meiner Lieben mitzunehmen. Und natürlich auch weil, Kiffen in Amsterdam, Beten in Rom und Hanover in Vegas auf meiner Reise-to-do-Liste steht. Bildschirmfoto 2015-08-12 um 16.12.45Mit dieser Abfuhr also begann meine Reise ins heilige Rom. Völlig unbeirrt von dieser einen Reaktion streifte ich Tage darauf durch die ewige Stadt, meiner Mission folgend. Denn die meisten meiner Freunde hatten sich mir anvertraut. So stoppte ich also an so ziemlich jeder Kirche, schritt die abgetretenen Stufen hinauf, öffnete die mächtige Pforte und ließ das Innere auf mich wirken. Mich umgab diffuses Licht, schwere Ölgemälde und eine eindringliche Weihrauchnote. Ich schloß die Augen, um mit dem nächsten Atemzug den Frieden und die Stille dieses Ortes in mich aufzusaugen. Dann schaute ich verstohlen auf meine Liste. Welcher Wunsch passt hierher? An wen möchte ich hier in so liebevoller Weise denken? Wen sollen die Fürbitten als Nächstes erreichen?Bildschirmfoto 2015-08-12 um 13.22.05Dritte Reihe hinten rechts, das ist immer mein Platz. Ich will die Anderen nicht stören mit meiner Anwesenheit. Ich legte meine Sachen ab, rutschte auf die Knie, faltete die Hände zum Gebet. „Gesundheit“ war einer der dringendsten Wünsche aller. Auf Geburtstagskarten hatte ich es bisher immer peinlichst vermieden eine Lappalie wie „Gesundheit“ anzuführen. Erst jetzt verstehe ich es. Denn wenn dein Kind Epilepsie hat, dein Mann nachts schreit vor Reumaschmerzen oder du dir die Schuhe nicht mehr binden kannst, weil die Krankheit deine Finger lähmt, dann ist Gesundheit das Wichtigste auf der Welt. Bildschirmfoto 2015-08-12 um 13.36.13Ich redete mit Gott darüber, wie ich „Gesundheit“ jahrelang abgetan hatte und wie mich all die Geschichten meiner Lieben, von denen ich nichts ahnte, jetzt bewegten. Ich dachte, man steht sich nahe und doch hatte ich Dinge erfahren, die mich erschütterten. Intime, schmerzende Dinge, die wohl jeder irgendwie mit sich rumtrug. Und nur auf Nachfrage an mich heran getragen wurden. Muss ich vielleicht öfter fragen: „Was bewegt dich? Wie geht es dir wirklich?“? Bildschirmfoto 2015-08-12 um 16.38.16Wir kommunizieren so viel, aber reden doch so wenig. Dort zu sitzen, mit all diesen Gedanken, das tat gut. Das war die Einkehr, die ich mir so gewünscht hatte. Nicht nur, um meinen Freunden mit meinen Gebeten zu helfen, sondern auch, um wieder zu mir zu finden. Mich darauf zu besinnen, was wirklich zählt. Dafür bin ich nach Rom gegangen.Bildschirmfoto 2015-08-12 um 13.35.10Ich streifte also durch die Stadt, stieg etliche Stufen empor, öffnete unzählige Türen, kniete beharrlich nieder und betete mit vollem Herzblut. Immer und immer wieder aufs Neue trug ich meine Fürbitten vor. Hoffte darauf, dass Wunden heilen, Schmerzen vergehen und Menschen, die mir am Herzen liegen, glücklich und gesund sind. Und irgendwann fand ich dann auch die Kirche für meine Gebete. Ich schlich mich also wieder auf die drittletzte Bank. Diesmal ohne Liste. Nur mein Kopf voller kreisender Gedanken. Auch ich hatte Dinge die mich bewegten. Auch mein Herz hatte gelitten und bat um Heilung. Ich fing an zu schluchzen, ließ Schmerz zu und öffnete mich. Dicke Tränen kullerten mir über die Wangen und fielen zu Boden. Doch mit jedem ausgesprochenen Gedanken fiel auch Last von mir ab und wirkte befreiend.Bildschirmfoto 2015-08-12 um 13.34.23Mein Schluchzen blieb nicht unbemerkt, auch wenn ich mir allergrößte Mühe gab, diskret zu sein. Vorsichtig schaute ich hinauf in die Gesichter, in Erwartung auf Unverständnis und Ablehnung. Doch jeder Blick der mich traf, sagt mir: „Keine Sorge, alles wird gut.“ Es waren angenehme Blicke voller Trost und Verständnis, die Kraft schenkten und unsagbar heilend wirkten. Und so wurde Rom für mich nicht nur der Ort von Einkehr und Fürbitten, sondern auch ein Symbol für Mitgefühl und Nächstenliebe.Bildschirmfoto 2015-08-12 um 13.37.11Ich bin weder getauft noch gehe ich zum Gottesdienst. Aber ich glaube an das Gute im Menschen und in der Welt. Ich bin fest davon überzeugt, dass es da etwas gibt, das wir nicht verstehen oder begreifen. Nennt es wie ihr wollt, Gott, Universum eine höhere Führung. Ich bin überzeugt, dass Glaube etwas Gutes ist, wenn er nicht instrumentalisiert oder missbraucht wird. Er gibt Hoffnung und Zuversicht und das braucht der Mensch. Ich besuche gerne Gotteshäuser, weil sie in hektischen Zeiten ein Platz der Ruhe und Einkehr sind und auch ein wichtiger Teil der Kultur eines Landes. Ob das nun Moscheen sind, buddhistische Tempel oder katholische Kirchen, spielt dabei keine Rolle, so lange in ihnen ein guter Glaube wohnt. Bildschirmfoto 2015-08-12 um 13.21.19Rom an Weihnachten kann ich Euch sehr empfehlen. Weil man der Hitze der Stadt in den Sommermonaten entgeht und weil zu dieser Zeit ein einzigartiger Zauber über der Stadt liegt. Den Spirit der Weihnacht kann man förmlich spüren. Allerdings sollte man, wenn man über Weihnachten geht auch damit rechnen, dass an den Feiertagen alles geschlossen ist, keine Busse oder Bahnen fahren und kaum Taxis unterwegs ist. Die Stadt ist riesig und man kann nicht alles erlaufen, besonders nicht nachts nach dem Gottesdienst an Heiligabend. Vereinzelt gibt es zwar noch Nahverkehr, aber der ist hoffnungslos überfüllt und bedient nicht alle Linien. Leiht euch am Besten einen Roller oder ein Auto für diese Zeit.    Bildschirmfoto 2015-08-12 um 16.47.59Und noch ein wichtiger Hinweis, am 24igsten werdet ihr den Papst höchstens mit viel Glück sehen. Entweder ihr habt eine Eintrittskarte für die heilige Messe im Petersdom oder ihr müßt draußen bleiben. Der Gottesdienst wird via Großleinwänden übertragen. Es lohnt sich nicht, zu warten, dass sich der Papst noch auf dem Balkon zeigt. Das macht er nämlich erst am 25igsten nach dem Morgengottesdienst. Hier empfielt es sich früh da zu sein, weil ganz Rom auf den Beinen ist und auf seinen Segen wartet. Ein Erlebnis ist die Zeremonie auf dem Petersdom auf jeden Fall und ihr solltet die Feierlichkeiten wirklich nicht verpassen.Bildschirmfoto 2015-08-12 um 16.53.37Tickets für den Zeremonie am 24igsten muss man Monate im Voraus über die Vatikan-Website bestellen und bekommt diese nur mit viel Glück. Ein Tickethandel vor der Kirche findet eigentlich nicht statt, da steht ihr euch unnötig die Beine in den Bauch. Ich habe in 4h nur 1x ein Ticket angeboten bekommen und habe dann einem Mönch den Vortritt gelassen. Ich dachte er hätte es eher verdient als ich. Falls ihr doch auf diesem Weg euer Glück versuchen wollt, nehmt ein Pappschild als Werbefläche mit, das könnte vielleicht helfen.

PS: Mein Herzenswusch erfüllte sich am 2.Februar 2014. Seither bin ich mit meinem Traummann zusammen und auch vielen meiner Freunde habe ich Glück gebracht. Die nächsten Hochzeitsglocken klingeln bald und auch schlimme Krankheiten wurden erträglich. Wenn auch noch nicht ganz geheilt, ist es ein Segen für die Betroffenen.


Und hier noch ein Video vom Weihnachtssegen des Papstes auf dem Petersplatz:

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