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Gute Länder. Böse Länder – Was ich in El Salvador übers Reisen & die Welt lernte

Immer wieder wird uns durch Politik und Medien suggeriert es gäbe auf dieser Welt gute Länder aber auch die, die gaaaanz, ganz böse sind. Wo man mit Betreten der Straße quasi schon direkt ausgeraubt, willkürlich verhaftet oder direkt umgebracht wird. Aber ist dem wirklich so? In diesem Beitrag berichte ich über meine erste Erfahrung mit einem solchen „Schurkenstaat“ und zeige dir auch in Bildern, was mich Böses erwartet hat.

Nein, natürlich nicht! Sondern ich möchte dir zeigen, dass die Welt abseits der Medien oft eine ganz Andere ist!IMG_7483

Reisen verändert

Reisen verändert und viele Länder haben mich im Laufe meines Lebens geprägt, anders denken lassen oder mir einen neuen Sichtwinkel geschenkt. Ich bin dankbar für all die Guten, aber auch die lehrreichen Erfahrungen, die ich unterwegs machen durfte. Denn letztlich waren sie es, die mir geholfen haben, ein anderes Bild über Menschen, Kulturen oder Religionen zu bekommen.

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Von Reisewarnungen und Facebook-Posts

Ein Land was mich tief bewegt und mit einem weinenden Auge zurück gelassen hat, war El Salvador. Eigentlich eines der Reiseziele wohin dich deine Eltern nie hingehen lassen möchten, bei dem dich deine Freunde für bekloppt halten und das Auswärtige Amt warnt. Ich wollte trotzdem hinreisen, weil ich ein super Flugschnäppchen dank eines Error Fare ergattert hatte. Für 350 EUR nach Zentralamerika, das passiert einem nicht so häufig im Leben und das mußte genutzt werden. Da ich diesen Preisfehler in einer schlaflosen Nacht entdeckt und sofort gebucht hatte, wusste ich auch gar nicht so recht, was mich vor Ort erwartet.

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Der Shitstorm

Das bekam ich dann erst am Morgen unter meinem Facebook-Post zu lesen, indem ich fröhlich meine Freude über den Schnäppchenurlaub geteilt hatte. „Mädel bist du bescheuert?“, „Weißt du eigentlich was dich da erwartet?“, „Hast du die Warnungen vom Auswärtigen Amt nicht gesehen?“. So und noch viel anschaulicher prasselte es auf mich ein, als ich all die Kommentarflut las. Etwas eingeschüchtert, machte ich mich dann doch im Netz auf die Suche nach „El Salvador + gefährlich“. Ganz übel übrigens, wenn man dazu die Bildersuche anmacht. Und auch das Auswärtige Amt lies nicht viel Gutes erahnen.

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Up and away

Ich flog trotzdem. Alleine als Frau und das nicht etwa als Pauschalreisende in eine All-Inclusive-Anlage, sondern als Backpackerin. Natürlich hatte ich einen heiden Respekt, um nicht zu sagen ziemlich Schiss. Aber hey, mein Budget reichte nicht für tolle 5 Sterne Anlagen und ich wollte mich auch nicht um Sonne und Meer bringen lassen, wegen dieser Unkenrufe. Für die ersten Nächte hatte ich mir eine Airbnb Unterkunft am Meer in El Zonte gebucht und fuhr mit dem Taxi vom Flughafen dahin. Die restliche Reise wollte ich mir vor Ort zusammen buchen.

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Der erste Kontakt mit der Realität

Am ersten Morgen nach meiner Ankunft erkundete ich den Ort, spazierte am Strand, schlenderte durch die Gassen, kehrte in Restaurants ein und lerne auch die ersten Leute kennen. El Zonte ist, wie fast die gesamte Küste, ein Paradies für Surfer und entsprechend coole und relaxte Leute waren hier unterwegs. So viel es mir auch überhaupt nicht schwer, hier Anschluss zu finden.

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Ich lernte zwei junge El Salvadorianer kennen, wir verbrachten den ganzen Tag und Abend zusammen und quatschten über Stunden von Gott und der Welt. Sie zeigten mir ihre Lieblingsbars, den besten Sundowner-Spot und ich bekam jede Menge Tipps für ihr Land.

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Natürlich sprachen wir auch über Kriminalität, wo diese stattfand und wie man sicher durch El Salvador reist. Aber sie machten mir auch Mut, ihrem Land aufgeschlossen zu begegnen. Mich zwar an die Regeln zu halten, aber sonst einfach die Gastfreundschaft und Herzlichkeit zu genießen.

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Anders als gewarnt

Und das Tat ich dann auch. Mit jedem Tag wurde ich mutiger, arbeitete mich mit Bussen von Ort zu Ort oder fuhr auch schon mal mit den Locals auf der Ladeklappe eines Buggy mit. Ich genoss die Hilfsbereitschaft der El Salvadorianer, ihr Interesse an Reisenden und die lebensbejahende Einstellung der Menschen im Land. Ich fühlte mich frei und verstand auch irgendwann überhaupt nicht mehr, warum alle Welt mich vor dieser Reise abbringen wollte. Das was ich hier erlebte, waren nur schöne Momente, tolle Landschaften, leckeres Essen und entspannte Menschen.

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Unerwartete Hilfe

Ich erinnere mich an eine Situationen in der mir Hilfe angeboten wurde, weil ich scheinbar orientierungslos an der Straße stand. Ein netter Mann (der sich später als Zivilpolizist zu erkennen gab) kam auf mich zu und fragte, ob ich mein Hotel suchte. Damit ich sicher dort ankam begleitete er mich bis vor die Tür. Völlig unaufdringlich und nur aus reiner Höflichkeit.

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Liebgewonnene Freunde

Ein anderes Mal saß ich hungrig im Restaurant, verstand die Karte nicht und lernte dadurch Anna und Dan kennen, ein einheimisches Ehepaar. Auch sie boten mir ihre Hilfe an und weil wir uns so gut verstanden, verabredeten wir uns am nächsten Tag zum gemeinsamen Sightseeing. Wir verbrachten den ganzen Tag miteinander und am Abend luden sie mich sogar noch auf ihre Farm ein. Ich blieb zwei Nächte und als sie mich am dritten Tag zurück zum Bus brachten, brachen wir alle in Tränen aus. Wir hatten uns so gern gewonnen und der Abschied fiel unendlich schwer.

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Mit Locals unterwegs

Aber in San Salvador erwarteten mich schon meine zwei Kumpels, die ich am ersten Tag meiner Reise kennengelernt hatte. Sie wollten mir unbedingt ihre Stadt zeigen und auch mit ihnen verbrachte ich weitere Tage und lerne das Land aus der Sicht von Einheimischen kennen. Sie fuhren mit mir zu ihren Lieblingsplätzen, wir tranken gemeinsam, lachten gemeinsam und wurden mehr und mehr zu Freunden. Und als auch hier meine Zeit gekommen war und der Abschied anstand tat das richtiggehend weh. Noch nie hatte ich auf Reisen derartige Gastfreundschaft erfahren und das rührte mich (wieder mal) zu Tränen.

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Der Abschied

Als ich El Salvador dann wieder verließ blieb ein Stück meines Herzens da. Aber auch die Lektion, dass man viel über eine Gegend lesen und hören kann, aber nur die eigene Erfahrung lehrt einen, wie die wirkliche Seele des Landes ist – abseits aller Statistik. Und El Salvador hatte für mich eine sehr gute – eine weltoffene, herzliche und willkommen heißende. Ich habe so viele, so wunderbare Menschen getroffen und mit ihnen eine so fantastische Zeit gehabt, dass ich noch heute gerne daran zurück denke.

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Mein Learing

Wenn ich dieser Tage die Seiten des Auswärtigen Amtes studiere, dann lese ich die Zeilen differenzierter. Ich lass mich nicht mehr pauschal abschrecken oder von Meinungen einschüchtern. Ich habe gelernt, dass viele Länder große Sorgen oder gar Problemviertel haben – so wie bei uns inzwischen auch.

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Trotzdem und das ist mir so wichtig, gibt es überall auf der Welt Menschen, die eigentlich nur friedlich ihr Leben leben wollen. Wie wir, möchten sie ihre Kinder glücklich aufwachsen sehen, sich sicher in ihrem Land bewegen und ein gutes Leben führen. Vieles von dem, was sich auf der Welt abspielt sind politische Konflikte oder Machtgehabe, aber der kleine „Mann“ will doch einfach nur leben und zufrieden sein.

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Die Welt ist nicht grundsätzlich böse und gefährlich, auch wenn uns das oft durch die Medien suggeriert wird. Diese Lektion habe ich in El Salvador gelernt und auch, was Gastfreundschaft bedeutet.

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Mich hat diese Reise geprägt, weniger auf die Meinung Anderer zu geben und mir selbst ein Bild zu machen. Zwar sind Sicherheitshinweise gut, richtig und wichtig, aber man muss sie eben kritisch betrachten. In welcher Region finden die Konflikte wirklich statt, betrifft es überhaupt Reisende und wie verhält man sich daraus ableitend?

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Dinge, die ich auch auf allen Trips danach beherzigt habe und sehr gut damit fahre – von Lateinamerika, über Afrika bis nach Asien. Die Welt teile ich nicht mehr pauschal in gute und böse ein, weil uns das so diktiert wird. Ich differenziere zwischen Politik und den Menschen vor Ort und gebe gerne auch Ländern eine Chance, die auf der Hitliste der Reisenden nicht ganz oben stehen.

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Und vielleicht hast du ja auch dieses eine Reiseziel im Kopf, wo dein Herz hinreisen möchte, aber dein Umfeld Panik schiebt? Im Besten Fall habe ich dich jetzt ermutigt, mal auf die Suche zu gehen und dich eingehender mit einem Land, seinen Problemen und Konflikten zu beschäftigen. Und wer weiß schon, ob du dabei nicht vielleicht rausfindest, dass du dahin sicher reisen kannst und den Schritt sogar wagst, so wie ich? (Falls ja, sag doch bitte Bescheid).

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In diesem Sinne:

#get up & discover!

PS: Ich habe für diesen Beitrag bewußt nur Bilder von Menschen und nicht der Lanschaft rausgesucht, weil ich damit auch sichtbar machen wollte, welche wunderbaren Persönichkeiten mir auf meiner Reise durch El Salvador begegnet sind.

Mit diesem Beitrag beteilige ich mich an der Idee von Igor von 7Kontinte, einen Artikel zu verfassen der beschreibt, wie das Reisen mich verändert hat. Einen Impuls den ich gerne unterstütze, weil es ja auch genau mein Thema ist – sich von der Couch runter zu bewegen, eigene Erfahrungen zu machen und daran zu wachsen. Ich danke Igor für diese schöne Idee und hoffe ihr schaut auch bei ihm vorbei und lasst euch von den Geschichten der anderen Reisenden die zum „Projekt 360: Um die Welt, zu dir selbst“ geschrieben haben, inspirieren. Dazu folgt bitte dem LINK.

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San Pedro Sula die tödlichste Stadt der Welt & die unbegründete Angst vor Honduras

Schwer schlucke ich als ich mich durch die Liste der tödlichsten Städte der Welt klicke und auf Platz 1 San Pedro Sula entdecke. Der Ort an dem unsere Honduras Reise beginnen soll.image-2015-09-25(95)159 Morde auf 100.000 Einwohner sind eine ziemliche Hausnummer. Anders ausgedrückt heißt das auch 3 Tote pro Tag in der Stadt. Denen möchte ich weder begegnen, noch möchte ich eine von ihnen sein.image-2015-09-25(94)Ich bin nicht naiv, was Reisen betrifft und auch nicht unerfahren mit Konfliktländern. Auch ist mir klar, dass es für Honduras eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes gibt. image-2015-09-25(87)Das hat mich bisher alles nur wenig beeindruckt, aber dieses Todesliste und das Bild dazu machen mich wirklich nachdenklich. Was, wenn es dort wirklich lebensgefährlich für uns ist? image-2015-09-25(93)Wenn ich etwas riskiere, dann ist das mein Problem. Wenn ich meinen Partner mit in so ein Land schleppe, dann sehe ich mich in der Verantwortung auf seine Sicherheit zu achten. image-2015-09-25(88)Wieder und wieder blättere ich durch die Statistik, vergleiche die Städte die ich kenne mit den Zahlen von San Pedro Sula. Mache ich mir Gedanken um Juarez in Mexiko, die Stadt die ich bisher für am gefährlichsten hielt und deshalb gemieden habe.Utila HondurasAndererseits war ich auch alleine und gegen jede Warnung in El Salvador. Ich bin dort als Frau mit dem Rucksack durchs Land gereist und hatte eine der besten Reisen überhaupt. image-2015-09-25(90)Ich hab mich nicht unsicher oder komisch beäugt gefühlt und schon gar nicht hab ich irgendeine Gefahr ausmachen können. Die Menschen waren herzlich, haben mich willkommen geheißen und mich zu sich nach Hause eingeladen. Ich bin auf der Pritsche von LKWs gereist und war selbst nachts mit dem Taxi unterwegs. Gracias HondurasVor El Salvador hat das Auswärtige Amt auch massiv gewarnt. Also fange ich an mich zu belesen. Honduras Copan RuinasUm welche Art von Gewalt handelt es sich in Honduras? Welche Orte sind betroffen? Wann finden Verbrechen statt? In wieweit betrifft es Touristen? Ich netzwerke mit Bloggern, frage bei mir bekannten Lateinamerikanern nach und entschließe mich letztlich diese Reise anzutreten. image-2015-09-25(91)Nicht des Risikowillens und auch nicht aus Trotz. Sondern aus Neugier auf ein Land, was ich anders kennen lernen möchte als aus der Statistik. Genau wie ich El Salvador die Chance gegeben hatte mich zu begeistern, so möchte ich nun auch Honduras von seiner liebenswerten Seite entdecken.image-2015-09-25(89)Als wir am Flughafen in San Pedro Sula gelandet sind, steigen wir in unseren Mietwagen und unsere Route führt ins Stadtzentrum. Ich gebe zu, dass ich ein mulmiges Gefühl habe. Alles ist neu und fremd. Da kann man sich nicht sicher fühlen und schon gar nicht mit dem Wissen um diese Stadt.Doch ich sehe keine Leichen an der Straße. Keine maskierten Männer am Straßenrand und auch keine Waffen in den Händen der Menschen. Ich erlebe eine völlig normale lateinamerikanische Stadt, wie ich sie schon häufiger gesehen habe.

San Pedro Sula

San Pedro Sula

Sehr amerikanisch ist San Pedro Sula, das fällt mir auf. Die üblichen Fast-Food-Riesen, wie ich sie aus Florida kenne, finden sich an den Einfallsstraßen. Ebenso wie Megastores & Einkaufsmalls, ein schickes Hilton und die üblichen Tankstellenketten.image-2015-09-25(92)Nichts Besonderes, denke ich mir. Wir sind tagsüber unterwegs und ich erinnere mich an das was ich über Honduras herausgefunden habe.image-2015-09-25(83)Die Stadt hat ein Gewaltproblem zwischen rivalisierenden Banden und das wird meist auch erst nachts sichtbar. Touristen werden daher eher selten zum Opfer oder werden dies gar nicht migbekommen. Und genau so sieht es hier für mich aus. Wir lassen die Stadt hinter uns, ohne auch nur um Ansatz etwas Schlimmes oder Angstmachendes gesehen zu haben. Viel zu spät und bereits im Dunkeln erreichen wir La Ceiba.image-2015-09-25(84)Auch eine Stadt über die ich nicht viel Gutes gehört habe. Ich fühle mich sichtlich unwohl hier durch die Straßen zu fahren und das vorher gebuchte Hotel zu suchen. Navigation funktioniert in Honduras nicht.Gracias HondurasDer mitgebrachte ausgedruckte Google Übersichtsplan hat mit der Realität nicht viel zu tun. So irren wir umher durch dunkle Gassen und komische Gegenden. Nein, im Dunkeln werde ich sicherlich keine Ausflüge mehr machen das steht für mich fest, nachdem wir unser Hotel erreicht haben.image-2015-09-25(85)Es ist nichts passiert und wir haben auch nichts Schlimmes gesehen. Ich fühle mich nachts einfach nicht wohl und mein Bauchgefühl sagt mir, dass es besser ist, nur tagsüber unterwegs zu sein und daran halten wir uns ab sofort.image-2015-09-25(87)Unsere Road Trip durchs Honduras setzt sich fort. Wir fahren nur im Hellen und erleben ein wunderbares Land, welches all eine landschaftliche Schönheit offenbart. Welches mit geschichtlichen und kulturellen Highlights lockt und mit einer traumhafte Karibikküste aufwartet.Utila HondurasWir halten uns an die Sicherheitswarnungen, meiden Konfliktzonen und Nachtfahrten. Wir begegnen den angekündigten Straßenkontrollen, die in Honduras mehr als üblich sind und an festen Kontrollpunkten stattfinden.image-2015-09-25(86)Verstärkt findet man sie in Richtung La Moskita, denn das Gebiet gilt als Drogenanbauregion schlecht hin. Hier soll der „War against drugs“ der US-Armee sich einen direkten Kampf mit den Drogenbaronen liefern. image-2015-09-25(80)Da das Gebiet ohnehin nicht wirklich mit dem Mietwagen bereisbar ist und auch unter Einheimischen als gefährlich gilt, haben wir diese Gegend völlig aus unserer Planung ausgeklammert. Man muss es ja nicht provozieren.image-2015-09-25(96)Die Beamten an den Kontrollpunkten winken uns in der Regel freundlich durch, da sie sehen, dass wir Touristen sind. In der ganzen 16 tägigen Reise sind wir nur 1x kontrolliert worden und auch hier hat man uns respektvoll, freundlich und völlig fair behandelt. Honduras Copan RuinasWir fühlten uns dadurch nicht etwa bedroht. Im Gegenteil! Es gab uns ein Gefühl von Sicherheit und genau so sollte man diese Kontrollen auch sehen. Dani tauchenAm Ende unserer Honduras Reise steht fest: Wir haben uns zu keiner Zeit bedroht gefühlt, wir mussten keine Angst haben und Touristen bekommen in der Tat nichts mit von dem Kriminalitätsproblem des Landes.Honduras Copan Ruinas AraIch würde Jedem „Entdecker“ zu einer Reise nach Honduras raten und ihm ganz einfach ans Herz legen sich an die Warnungen und Sicherheitshinweise zu halten. Es ist kein Land für sicherheitsdenkene Pauschalurlauber, die ihre Zeit in abgeschotteten Anlagen verbringen. Dazu muß man nicht um die halbe Welt fliegen. Wer aber den Spirit, die sagenhaften Maya-Ruinen, die kleinen Geheimnisse und das Unterwasserparadies entdecken möchte, der ist hier genau richtig. Und der läßt sich hoffenltich durch all die schönen Bilder & Geschichten in diesem Artikel und meinem Blog zu einer Reise nach Honduras verführen.image-2015-09-25(97)Keine Nachtfahrten, Brennpunkte meiden und darauf hören, was die Locals empfehlen. Dann wird Jeder ein Land erleben, was sich als lohnendes Ziel darstellt und mit seiner Schönheit bezaubert.image-2015-09-25(98)Und hier meine ich auch explizit die Menschen, denn wir haben die Hondurianer als sehr freundlich, aufgeschlossen und hilfsbereit empfunden.Gracias HondurasWer dennoch Bedenken hat, dem empfehle ich den Austausch mit Menschen die das Land kennen. Schreibt mich oder andere Blogger an, nutzt das Internet zum Austausch mit Locals und dann hört man einfach auf sein Bauchgefühl. Danach entscheidet man sich für oder gegen eine Reise nach Honduras.Honduras Aguas Termales "El Presidente"Wer sich durch mich bestärkt sieht, dem empfehle ich meine einzelnen Artikel zur Inspiration und hoffe damit die Neugier auf dieses bezaubernde Land weiter zu wecken.image-2015-09-25(100)In diesem Sinne:

#Get up & enjoy

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Fotoparadiese – Lass Dich von der Welt verführen!

Meine Fotoparadiese und Geschichten sollen Dich zum Reisen inspirieren! Auf die Idee dazu gebracht hat mich Michael von Erkunde-die-welt.de. Mit seiner Fotoparade zum Thema „Welche sind meine Fotohighlights aus dem ersten Halbjahr 2016?“ hat er Lust gemacht, sich darüber mal länger Gedanken zu machen. Denn da dieses erste Halbjahr zu mehr als der Hälfte aus Reisen bestand, fällt mir die Auswahl allerdings reichlich schwer.IMG_2016Mein Jahr startete mit einer langen Silvesternacht in Buenos Aires und 4 Monaten on Tour. Meine Reise führte mich dann weiter nach Uruguay sowie Brasilien, Peru, Chile und Bolivien. Ein wirklich unglaublicher Trip! Ein Reisegewinn brachte mich danach noch zu meinen Freunden nach Südafrika. Zurück in Deutschland standen ein paar Städtetrips auf dem Programm. So besuchte ich zum Beispiel Breslau in Polen (die Kulturhauptstadt Europas), war Gast bei den „Alten Meistern“ in Dresden und entdeckte den Nikolaifriedhof“ in Görlitz für mich. Aber auch der sagenumwogenen Rakotzbrücke in Kromlau habe ich einen Besuch abgestattet. Rundum ein spannendes erstes Halbjahr mit vielen fotografischen Highlights, was die Auswahl so schwer für mich machte. Deshalb gibt es hier neben den Motto-Blogparaden-Bildern noch ein paar meiner Lieblingsbilder als Extra.

Fröhlich bunt ist meine Reiseerinnerung an Südafrika
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Ich starte mit dem klassischen Badehäuser-Bild, welches auf keiner Kapstadt Reise fehlen darf und so bezeichnend ist für Südafrika. Eigentlich schon total abgegriffen dieses Motiv, aber die Regenbogennation ist bunt und voller überschwänglicher Lebensfreude und das verkörpert dieser Schnappschuss für mich. Als ich in Kapstadt lebte, waren die Häuser recht ungepflegt und wenig ansehnlich. Jetzt sind sie frisch gestrichen und endlich auch zu einem Fotomotiv für mich geworden. Den Trip nach Südafrika haben wir zu meiner großen Freude gewonnen. Für mich war es ungeplant die Chance in meine alte Heimat zurückzureisen und meine vielen südafrikanischen Freude zu besuchen. Zu meiner großen Freude, hat genau am Tag unserer Landung, meine Freundin ihr Baby bekommen und ich konnte beide direkt in die Arme nehmen. Perfektes Timing. Weitere Motive aus dieser Serie findest Du in meinem Flickr-Album.

Schwarz-Weiß” die Nazcar-Linien in Peru

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Die Nazca-Linien sind riesige Scharrbilder (Geoglyphen) in der Wüste bei Nazca in Peru. Lange Jahre spekulierte man über ihre Herkunft. Erich von Däniken heizte mit seiner Theorie diese Linien seien von Außerirdischen geschaffen, die Geschichten um ihre Entstehung noch an. Inzwischen geht man davon aus, dass sie von Menschenhand aus religiösen Gründen geformt wurden. Wir sind extra nach Nazca gepilgert, um diese im Sand gezeichneten Linien, aus der Luft zu sehen. Leider hatte ich vergessen, dass diese „Objekte“ umkreist werden und so war mir während des gesamten Überflugs einfach nur brechübel. Aber sonst war das echt ein Highlight. Weitere Motive wie den Kolibri, den Affen usw. findest Du in meinem Flickr-Album.

Mein Licht-Moment in Montevideo, Uruguay

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Eigentlich soll man ja als Frau, in einer fremden Stadt, nachts nicht alleine unterwegs sein, aber in Montevideo habe ich mich sicher gefühlt. Deshalb bin ich dort auch in der Dunkelheit auf Motivsuche gegangen. Dabei raus gekommen ist dieses wunderbare Foto und eine herrliche Erinnerung. Außerdem verkörpert das Bild sehr gut den Kontrast dieser Stadt. Auf der einen Seite top gepflegte Bauwerke und auf der anderen Seite, Gebäude die dem Verfall überlassen werden. Vom Licht in die Dunkelheit – könnte man fast schon sagen. Bilder zu Montevideo sammle ich auf Flickr.

Tierisch lustig fand ich all die Lamas, Vicunas, Alpacas und Guanakos in den Anden

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Auf unserer Reise durch Chile, Peru und Bolivien sind uns eine Vielzahl von Lamas, Vicunas, Alpacas und Guanakos begegnet. Und ich schwöre mein Freund musste an jedem einzelnen Tier anhalten für ein Foto! Einmal waren wir sogar live bei der Geburt eines Baby-Alpacas dabei! Ich liebe es einfach, wie sie den Hals verdrehen und einen musternd anschauen. Zum Schreien. Meine riesige Kollektion dieser so typischen Andentiere findest Du in meinem Flickr-Album und zum Video kommst Du durch klicken auf LINK.

Mein spezieller Fahrzeug-Moment in Bolivien

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Dieses Bild entstand in Uyuni (Bolivien) und ich habe es „Affenzirkus“ genannt. Wir hatten eine Tagestour in die Salar de Uyuni (Salzsee) gebucht und der Besuch der „Cementry of the trains“ war der erste Programmpunkt auf diesem Ausflug. Allerdings waren wir damit nicht die Einzigsten, die eine solche Tagesplanung hatten. Rund 300 Personen hampelten auf zwei Zugresten rum und machten Fotos. Die alten Züge waren ausrangiert worden, nachdem sie für den Abtransport von Rohstoffen in dieser Region unbrauchbar geworden waren. Auf Grund des hohen Salzgehalts in der Luft, sind sie herrlich verrostet und ein echt schönes Fotomotiv – wenn einem nicht hunderte Selfie-Jünger im Weg herrumturnen und einem mit ihren Sticks die Augen ausstechen. Nach Tagen in der Einsamkeit im Norden Chiles fand ich diese Menschenmassen einfach unerträglich. Ich bin am nächsten Tag noch mal zum Fotografieren hin. Diesmal nicht um 11 Uhr, wenn alle Gruppen hier aufschlagen. Das Ergebnis kannst Du Dir in meinem Flickr-Album anschauen.

Natur pur in Chile

IMG_0332Die Region Arica y Parinacota im Norden Chiles hat bei mir  bleibenden Eindruck hinterlassen. Riesige Vulkankrater, zügellose Wetterkapriolen, heiße Quellen, dampfende Geysiere und das in wilder und nahezu menschenleerer Gegend. Ich habe es geliebt dort unterwegs zu sein. Allein, wenn ich dieses Bild sehe bin ich sprachlos und absolut überwältigt von dieser einmaligen Schönheit. Chile hat in diesem Jahr Südafrika vom Thron meiner liebsten Reiseländer katapultiert – Und wer mich kennt, der weiß, das will was heißen. Ich spare jetzt schon für den nächsten Trip, um so schnell wie möglich auch nach Patagonien im Süden Chiles reisen zu können. Mehr Impressionen gewünscht? Dann klicke auf LINK.

EXTRA Plus Bilder!

Heimat-Highlight nenne ich dieses Foto aus Kromlau in Deutschland

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Von meinen Freunden werde ich ja immer getadelt, dass nicht nur das Ausland schön sei – und Recht haben sie. Die Rakotzbrücke habe ich auf Instagram entdeckt und bin neugierig geworden, wo dieses märchenhafte Bauwerk zu finden ist. Und siehe da! In unserer deutschen Heimat. Um ganz genau zu sein in Kromlau, Sachsen – kurz vor Bad Muskau, einer Grenzstadt zu Polen. Ich war mehr als erstaunt, dieses imposante Bauwerk hier zu finden und konnte mir, einen Ausflug dahin nicht entgehen lassen. Inzwischen war ich schon mehrfach dort und möchte fotografisch festhalten, wie die Brücke im Wandel der Jahreszeiten aussieht. Begleitet mich gerne via Flick dabei.

Lebensfreude – festgehalten an der Wild Coast in Südafrika

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Dieses Foto ist sicherlich fotografisch nicht perfekt, aber dennoch ist es das für mich. Es verkörpert wie kaum ein anderes Bild auf meiner Reise durch Südafrika die Lebensfreude dieses Landes. Eigentlich sollte „Hole in the wall“ das Loch im Felsen dahinter das Motiv sein, doch spielende Kinder hatten mich umkreist und machte ihre Späße mit mir. Rausgekommen ist dieser herzerwärmende Schnappschuss und eine wunderbare Erinnerung an die Wild Coast. Auch hier gibt´s noch mehr Lebensfreude und Landschaftsschnappschüsse im Flickr-Album.

Tanz auf dem Vulkanfeld in Chile

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Im Norden der Chilenischen „Región de Antofagasta“, etwa 95 km nordöstlich von San Pedro de Atacama und nahe der Grenze zu Bolivien, befindet sich das größte und bekannteste Geothermalfeld der südlichen Hemisphäre. Und es ist sogar das drittgrößte weltweit. Der Besuch dort hieß für uns um 3 Uhr aufstehen, fürchterlich zu frieren und eine wirklich waghalsige Anreise zu meisten, um auch ja noch vor Sonnenaufgang dort zu sein. Denn es hieß, man sieht die Dämpfe der Geysiere am besten im Dunkeln, kurz bevor die Sonne hinter den Bergen aufgeht. Ich für meinen Teil fand es zum Sonnenaufgang viel spektakulärer. Ihr Licht brachte diese faszinierende Landschaft erst so richtig zum Leuchten und setzte die Geysiere perfekt in Szene. Zudem war es auch sehr aufregend, so auf einem Lavafeld spazieren zu gehen! Noch nicht ganz vollständig ist mein Flick-Album, aber ich arbeite daran:)

Mein zweiter Licht-Moment im Addo Elephant Park in Südafrika

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Etwas außer der Reihe möchte ich diesen zweiten „Licht-Moment“ zur goldenen Stunde im Addo Elephant Park in Südafrika nicht unter den Tisch fallen lassen. Nach hunderten aufregender Elefanten-Sichtungen und eigentlich schon auf dem Rückweg, ist uns diese Herde von Kudus begegnet. Im Licht der untergehenden Sonne hatte dieses Aufeinandertreffen schon etwas Magisches. Schau mal im LINK da finden sich noch mehr Tiere!

Abenteuer pur das Reserva Nacional De Paracas, Peru

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Einer meiner absoluten Lieblingsschnappschüsse ist im Reserva Nacional De Paracas in Peru entstanden. Kein Bild in meiner Sammlung verkörpert mehr Lust auf Outdoor und Abenteuergeist als dieses Foto. Nur wünschte ich mir, ausnahmsweise mal nicht hinter sondern vor der Kamera zu sein und auf den Klippen dieses Felsens zu stehen. Die Arme auszubreiten, den Wind, die salzige Meeresluft und die Kraft der Natur zu spüren. Mehr atemberaubende Bilder auch hier in meinem Flickr-Album.

Hier bin ich Mensch – im Colca Canyon in Peru

IMG_9292Im Colca Canyon, im kleinen Ort Cabanaconde, war ich Gast auf einer kirchlichen Prozession. Es wurde eine Art „Ernte-Dank-Fest“ gefeiert. Auf dem Marktplatz traf man sich zum Tanzen, Singen und Trinken. Ein rauschendes Fest und ich war eingeladen. Als der Festzug sich wieder in Gang setzte, kam diese Dame nicht hinterher. Ich hakte mich kurzerhand bei ihr ein und half ihr nicht zu stolpern und Schritt zu halten – dafür schenkte sie mir dieses wunderbare Lächeln. Ist sie nicht eine wunderschöne ältere Dame? Ich verstehe gar nicht, warum man faltenlos altern will? Falten haben Würde, sie erzählen ganze Lebensgeschichten und geben Charakter. Seit der Begegnung mit ihr bin ich mir ganz sicher, nie Botox zu brauchen;) Mehr Bilder vom Colca Canyon und seinen hinreißenden Bewohnern findest Du in meinem Flickr-Album.

Der Himmel auf Erden in einem Tal bei Colchane, Chile

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Dieser Flecken Erde verkörpert für mich den Garten Eden. Schnatternde Enten im Wasser, süße Lama Babys auf der Wiese, grasende Schafe und Ziegen direkt neben dran. Als hätte Gott sie alle hierher gebracht um der Welt zu zeigen, dass es geht – das friedliche Miteinander! Noch dazu in dieser Landschaft. Eine Oase aus kleinen Weihern, saftigen Grünflächen, plätschernden Bächen, beeindruckenden Vulkanen und herrlicher Ruhe. Ja, genauso stelle ich mir das Paradies vor. Damit Du es Dir auch vorstellen kannst, schau doch mal im LINK!

Fotoparadiese gefunden?

Ich hoffe meine kleine Exkursion hat Dich inspiriert, Dein Fernweh geweckt und Dir Lust aufs Reisen gemacht. Ich freue mich über Dein Feedback zu meinen Fotos und Geschichten. Schreib mir gerne Deine Meinung – hier direkt im Kommentarfeld.

 

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Müllkippe statt Traumstrand – unsere tägliche Tüte Plastik gib uns heut´

Gerade auf Reisen fällt mir auf, wie sehr die Welt inzwischen vermüllt ist, wie Tiere leiden & Traumstrände zu Müllkippen werden. Hier meine Geschichte dazu und einem Ansatz, der helfen könnte dieses Problem anzugehen:

Kopfschüttelnd & wild mit den Armen fuchtelnd stehe ich an der Supermarktkasse „Não plástico”, versuche ich der Einpackhilfe verständlich zu machen, während mich die Kassierin weiter zutextet. “Keine Plastiktüten” widerhole ich in meinem mageren portugisisch. Jetzt verstummt sie und beide sehen mich mit großen ungläubigen Augen an. “Ich will diese verdammte scheiß Plastetüte nicht” grummel ich vor mich hin, zerre an meiner Tasche und kramer einen Jutebeutel hervor und drücke sie dem Einpacker in die Hand, während ich bezahle.

Ok, sie haben es gecheckt denke ich, bin kurz abgelenkt und gerade als sich meine Aufmerksamkeit wieder meinen Einkäufen zuwende, sehe ich, wie zwar 3-4 Sachen in die Ökotasche gewandert sind, aber der Rest wieder in Plastiktüten verpackt wird. “Não plástico” wiederhole ich nun energisch, während ich dem Mann hinter mir die Tüten aus der Hand reiße und alles wieder auspacke. Ozean_Müll_retMein Jutesack hält mehr aus und ich stopfe den gesamten Einkauf in diese eine Tragetasche. “Geht doch” stammel ich, während der Mann immer noch fragend neben mir steht. Wahrscheinlich denken sie jetzt wieder “doofe Deutsche”, aber das ist mir egal. Wenn ihr es nicht blickt, dass ihr Teil des Mülls in euer Welt seit, dann tuts mir leid. Mit mir nicht. Ich habe Augen im Kopf, ich weiß, was wir dem Planeten mit unseren Plastiktüten antuen. 

Allein in Deutschland verbrauchen wir 6.1 Milliarden Plastiktüten im Jahr und dabei haben wir ein schon ein Bewußtsein für dieses Problem und benutzen viel Jutetaschen. Der große Rest der Welt noch nicht. Hier in Brasilien, wo ich gerade bin, scheint niemand eine Wahrnehmung für dieses Problem zu haben. Und dabei leben sie hier sogar in ihrem Dreck. Er ist allgegenwärtig! Zwischen den Häusern stapelt er sich, am Gehwegrand liegt er rum und sogar in den Bäumen haben sich Plastiktüten verfangen. Wenn jeder etwas achtsamer wäre, hätten sie das Problem nicht.

Basstölpel in Plastiknest auf Helgoland

Basstölpel in Plastiknest auf Helgoland

Gerade auf Reisen fällt mir auf, wie sehr die Welt inzwischen vermüllt ist. In unserem deutschen Alltag ist das Problem kaum mehr sichtbar, weil wir alles schön recyceln, aber Massen an Müll produzieren wir trotzdem. So ziemlich jeder Artikel kommt eingeschweißt und in eine Plastikform gepreßt über die Ladentheke bei uns an. Wie oft in der Woche tragt ihr den gelben Sack aka den recyclebaren Müll aus der Wohnung? Fällt es euch noch auf, wieviel ihr produziert?IMG_3857Mir fällt es auf. Am meisten aber im Urlaub, wenn ich an einsamen Stränden spazieren gehe und das türkisblaue Meer genießen will. Dann wenn ich statt Muscheln & Treibholz nur mehr angespühlte Müllberge am Strand finde. Über 10 Millionen Tonnen Plastikmüll landen jedes Jahr in unseren Meeren. Inzwischen gibt es sogar schon Plastikstrudel draußen im Ozean. Der bekannteste ist der Nordpazifikwirbel der sogar den Beinamen Great Pacific Garbage Patch (deutsch: Großer Pazifikmüllfleck) trägt. Früher benannten wir Inseln, heute bekommt schwimmender Müll im Meer einen Namen!

Was dein, mein und unser Müll anrichtet spottet jeder Beschreibung. Nicht nur, dass unsere geliebten weißen Strände jetzt die Anmutung einer Müllkippe haben, nein, wir zerstören auch das Leben im Meer mit unserem Plastikwahn. Googelt doch mal “Plastik Ozeane Tiere” – mir steigen die Tränen in die Augen, wenn ich die leidenden Schildkröten, Delfine und Seevögel sehe.Bildschirmfoto 2015-08-18 um 09.36.02Seehunde verheddern sich an Bierdosennetzen, Vögel sterben am Plastikdeckel meiner Wasserflasche und Schildkröten verschlucken Kleinteile deines Restmülls, weil sie sie für Quallen hielten. Wir können also nicht sagen, dass das Müllproblem der Ozeane nichts mit uns zu tun hat.

Wir entscheiden bereits im Supermarkt was letztlich im Meer landet und später sogar in unseren Mägen. Denn Plastik ändert vielleicht seine Form, indem es von Wellen & UV-Lich zersetzt wird, aber diese Mikroplastikteilchen gehen nie verloren. Sie bleiben im Wasser und landen in den Mägen der Tiere und somit auch in deinem, wenn du Fisch ißt.11807549_10100639850334462_4988155059209044839_o„Jedes kleine Stück Kunststoff, das in den letzten 50 Jahren hergestellt wurde und ins Meer gelangte, ist dort immer noch irgendwo.“– sagt Tony Andrady, Chemiker des amerikanischen Research Triangle Institute

Mir ist jedenfalls gründlich der Apettit auf Plastik vergangen und ich lobe mir Supermärkte ohne Verpackungen, wie es sie mehr und mehr gibt in Deutschland. Ich versuche meinen Konsum zu beschränken und falls doch nötig, nur verpackungslose Produkte zu kaufen. Selbst beim Internetshopping habe ich Anbieter gefunden, die das ermöglichen. 11816302_10100639850439252_7352746465139836578_oUnd ich trage mit stolz meinen Jutesack rund um die Welt zum Einkaufen und wiederhole zur Not in jeder Sprache dieses Planeten: “Keine Plastiktüte, bitte” Das ist das Mindeste was jeder tun kann.

Und ich wünsche mir, dass wir das alle tun. Ändern wir unser Konsumverhalten, verzichten wir auf Plastik und vor allem auf Plastiktüten und öffnen wir als Reisende auch Anderen mit unseren Bildern von vermüllten Traumstränden und verendeten Tieren die Augen.11875097_10100639850409312_5406976563651724937_o

Engagiert Euch fürs Meer besonders wenn ihr Taucher, Segler oder Wassersportler seit. Durch euer Hobby habt ihr Glaubwürdigkeit, so wie der 20 jährige Boyan Slat. Als Taucher hat er gesehen, was wir den Ozeanen antuen und er hat eine Idee entwickelt, wie man die Ozeane vom Müll befreien kann. Via Crowdfunding arbeitet er unermüdlich an der Umsetzung seiner Vision. Und auch ich unterstütze sein Projekt, des “Oceanclenups” Schaut Euch an, was er auf die Beine gestellt hat: www.theoceancleanup.com! Was er alleine erreicht hat, verdient allerhöchsten Resepekt und Anerkennung. Und wir können das auch! Denn jeden Tag an der Supermarktkasse ist es unsere Entscheidung ob Plastik in die Ozeane wandert oder nicht.

So #get up & avoid plastic!#infoIm LINK könnt ihr die Meereströmungen verfolgen und schauen, wohin sich unser Müll so bewegt.

Das Projekt „TheOceanCleanUp“ könnt ihr euch im Link auf der Website anschauen und es via Crowdfunding unterstützen.

Nathan Robinson & Chris Figgener (Fotograf) haben mich mit ihrem Seaturtle-Bildmaterial unterstützt. Sie engagieren sich für die Meeresschildkröten und auch in ihrem Projekt könnt ihr euch als zum Beispiel als Volunteers einbringen. Informationen dazu im Netz unter www.leatherback.org

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