Wo beobachtet man am besten Tiere in Afrika? Insider Guide zu den besten Safari-Parks

Wo beobachtet man am besten Tiere in Afrika? Mit Insider-Wissen und eigenen Bildern von unzähligen Safaris in Afrika helfe ich dir, die für dich perfekte Safari-Location zu finden. Ich gebe dir Tipps, in welchen Nationalparks du die spektakulärsten Beobachtungen machen kannst und die besten Chancen hast, deinem Lieblingstier zu begegnen.

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Der Sehnsuchtskontinent

Afrika steht für faszinierende Landschaften und eine beeindruckende Zahl wilder Tiere, die es sonst nirgendwo mehr gibt auf dieser Welt. Einige von ihnen findest du sehr leicht in den Nationalparks und Wildreservaten der meisten südlichen und ostafrikanischen Länder. Aber längst nicht alle lassen sich so leicht aufspüren.

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Ein paar der Tiere Afrikas – wie Zebras, Giraffen, Warzenschweine und Antilopen findest du über viele Länder des Kontinents verteilt, obwohl die einzelnen Arten von Region zu Region variieren und manche seltener sind als andere, wirst du ihnen dennoch ziemlich sicher begegnen. Hier möchte ich dir zunächst den Etoscha Nationalpark in Namibia ans Herz legen. Der Park ist gerade zur Trockenzeit perfekt zur Tierbeobachtung.

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In den meisten Parks mit einer zuverlässigen Wasserquelle gibt es auch sehr wahrscheinlich Flusspferde und Nilkrokodile. Schwerer wird es jedoch, wenn man die Big Five (Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe und Leopard) ausspüren möchte. Ich bin auf Fährtennsuche gegangen und gebe Tipps, wo du dein Safari-Glück* am besten starten solltest.

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Löwe – der König des Tierreichs

Wie kaum ein zweiter Vertreter des Tierreichs ist der Löwe das Sinnbild für naturgegebene Stärke, Gewandtheit, Tapferkeit und ein imposantes Auftreten. Er symbolisiert Macht und Herrschaftsanspruch und fasziniert die Menschen von jeher.

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Obwohl ihre Zahl rückläufig ist, bleiben Löwen aus mehreren Gründen die am einfachsten zu beobachtende der drei Großkatzenarten Afrikas. Da sie keine natürlichen Feinde haben und sie in Rudeln leben, verbringen sie mehr Zeit in der freien Wildnis als Geparden und Leoparden. Diese Katzen ziehen sich gerne ins Dickicht zurück oder klettern auf Bäume. Daher sind Löwen viel leichter aufzuspüren als ihren Verwandten.

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Und obwohl Löwen vorwiegend in der Morgen- und Abenddämmerung oder nach Einbruch der Dunkelheit jagen, sind sie manchmal auch tagsüber aktiv. Dennoch ist es am wahrscheinlichsten, dass man Löwen dösend im Schatten sieht, da sie bis zu 20 Stunden am Tag schlafend verbringen. Für Reisende also beste Voraussetzungen, sie ganz in Ruhe beobachten zu können.

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Du findest Löwen in Reservaten in ganz Süd- und Ostafrika, aber die beste Wahl sind der Ruaha-Nationalpark in Tansania (hier beheimatet sind 10 Prozent der weltweiten Löwenpopulation) und der Kgalagadi Transfrontier Park in Südafrika und Botswana. Letzterer ist bekannt für seine Schwarzmähnenlöwen. Wenn man während der Gnuwanderung (Great Migration) in die Serengeti (Tansania) oder die Masai Mara (Kenia) reist, hat man wahrscheinlich die besten Chancen, sie tagsüber in Aktion zu sehen.

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Wer weißen Löwen begegnen möchte, der sollte sein Glück im Pumba Private Game Reserve, Timbavati Game Reserve oder in Sanbona Private Game Reserve in Südafrika versuchen. Hier bin ich ihnen gleich auf meiner allerersten Pirschfahrt begegnet und schwärme immer noch davon.

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Leopard – Raubkatze mit Biss

Für die Samurai ist der Leopard ein altes und mächtiges Krafttier. In der Traumdeutung ist er ein Sinnbild für Mut und Stärke sowie Triebhaftigkeit. In Afrika ist er Mitglied der „Big Five“. Aufgrund seiner nächtlichen Jagdgewohnheiten und seiner schwer fassbaren Einzelgängermentatlität ist er oft nur schwer zu entdecken. Das heißt aber nicht, dass es unmöglich ist, ihn zu entdecken. Mich hat es allerdings fast 10 Jahre Pirschfahrten gekostet, ihm zu begegnen. Viele der Top-Safari-Destinationen Afrikas haben Leoparden auf ihrer Tier-Checkliste, aber diese muss man halt kennen und noch Glück dazu haben.

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Um deine Chancen auf eine Sichtung zu erhöhen, ist es unbedingt ratsam, nach oben zu schauen. Leoparden verbringen einen Großteil ihrer Tageszeit schlafend hoch über dem Boden in den Ästen der Akazienbäume. Die Chance, ihnen zu begegnen, erhöht sich exponentiell, wenn man sich für eine Nachtsafari anmeldet. Die Nationalparks in Tansania und Kenia erlauben normalerweise keine Pirschfahrten nach Einbruch der Dunkelheit, daher solltest du einen Aufenthalt in einem privaten Reservat oder einer Konzession buchen.

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Andernorts in Afrika gibt es Reservate mit einem guten Ruf für Leoparden-Sichtungen, darunter das Sabi Sands Game Reserve in Südafrika und der South Luangwa National Park in Sambia. Letzterer hat die höchste Konzentration von Leoparden auf dem Kontinent und auch ich hatte dort eine phänomenale Sichtung.

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Gepard – Schnelle Schönheit

Der Gepard als Krafttier ist der Vorbote für Veränderungen, aber er steht auch für für Eleganz und Stärke. In Afrika sieht man in ihm in erster Linie einen herausregenden Jäger. Die kleinste der afrikanischen Großkatzenarten ist dafür bekannt, das schnellste Landtier des Planeten zu sein. Genau diesse Faszination lockt viele Reisende auf den Kontinent.

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Mit Ausnahme von Müttern, die mit ihrem Nachwuchs unterwegs sind, sind Geparden typischerweise Einzelgänger, und ihr schlanker Körperbau macht sie anfällig für größere Raubtiere und daher in der Natur eher scheu. Aus diesen beiden Gründen ist es ein seltenes Vergnügen, sie in freier Wildbahn zu sehen. Deine Chancen, sie dennoch zu entdecken, kannst du erhöhen, wenn du in Parks mit einer dichteren Population reist.

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Dazu gehören der Kgalagadi Transfrontier Park (ein wahres Wunderland für die meisten Raubtierarten), die Serengeti (Tansania) und die Masai Mara (Kenia), in der Migrationszeit (wenn es genügend Beute für Geparden gibt, die sie jagen können, ohne sich um die Konkurrenz von Löwen und Hyänen sorgen zu müssen) und im Chitabe-Gebiet von Botswanas Okavango-Delta.

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Für garantierte Sichtungen bietet das Okonjima-Naturreservat in Namibia Gästen die Möglichkeit, rehabilitierte Geparden zu verfolgen, die mit einem Satellitenhalsband ausgestattet wurden. Auf der Bagatelle Kalahari Game Ranch in der Kalahari findet ihr sie ebenso und könnt bei einer Fütterung dabei sein. In Namibia hatte ich mehrere hervorragende Sichtungen.

Wild dogs (Afrikanischer Wildhund) – der bunte Wolf

Aufgrund seines Aussehens werden Wild Dogs auch gerne als bunte Wölfe bezeichnet, denn jedes Tier trägt auf der schwarzen Grundfarbe ein individuelles Muster aus braunen, rötlichen, gelben und weißen Flecken. Tragischerweise ist der Afrikanische Wildhund (Painted Wolf) in ganz Afrika aufgrund von Wilderei, Lebensraumverlust durch Haushunde, übertragene Krankheiten und Konflikten mit Farmern, die ihr Vieh schützen, stark rückläufig. Er ist nach dem Äthiopischen Wolf der zweithäufigste Canide in Afrika und wird auf der Roten Liste der IUCN als gefährdet geführt.

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Trotz ihrer Seltenheit sind einige Safaridestinationen für ihre stabilen Wildhundpopulationen bekannt. Dazu gehören Botswanas Linyanti-, Selinda- und Savuti-Regionen, die legendäre Rudel beherbergen, sowie der Hwange-Nationalpark und der Mana-Pools-Nationalpark in Simbabwe, die beide lebenswichtige Wildhund-Schutzprojekte beherbergen. Der abgelegene Ruaha-Nationalpark in Tansania bietet ein Refugium für die drittgrößte Wildhundpopulation der Welt. Und wenn ihr Wildhunde-Sichtungen mit dem Luxus eines privaten Wildreservats kombinieren möchtet, gilt das Madikwe Game Reserve als einer der besten Orte, um sie in Südafrika zu beobachten. Ich hatte das Glück, sie in Mana-Pools Simbabwe aufspüren zu können. Allerdings nur aus großer Entfernung, also seht mir die nicht optimalen Fotos nach.

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Elefanten – Icone der Wildnis

Der majestätische Elefant ist ein beliebtes Symbol für Weisheit, Kraft und Klugheit. In Afrika wird der Elefant als Sinnbild von Glück und einem langen Lebens verehrt: Denn Elefanten können bis zu 80 Jahre und älter werden. In Asien verkörpert der Elefant Scharfsinn, Energie und Souveränität.

 

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Jahrzehnte der unerbittlichen Wilderei für den Elfenbeinhandel haben die Zukunft des afrikanischen Elefanten bedroht, eine Art, die heute als gefährdet gilt. Glücklicherweise haben die Schutzbemühungen in vielen der größten Parks und Reservate des südlichen und östlichen Afrikas dazu geführt, dass die Populationen wieder zunehmen – und in einigen Gebieten gibt es Elefanten im Überfluss, so auch im Hwange-Nationalpark in Simbabwe und dem benachbarten Chobe-Nationalpark in Botswana.

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Ein absolutes Highlight sind auch die Elefanten-Beobachtungen in Mana-Pools in Simbabwe. Mit etwas Glück könnt ihr die Tiere dabei beobachten, wie sie sich auf die Hinterbeine stellen und Blüten und Früchte von den Bäumen pflücken. Ich hatte aus weiter Ferne das Vergnügen. Wer badende Elefanten beobachten möchte, sollte nach Chobe in Botswana oder an den Lake Kariba in Simbabwe.

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Eine ziemlich hohe Wahrscheinlichkeit, die Tiere zu beobachten, habt ihr auch im Addo-Elephant-Park in Südafrika. Zudem ist dieser Park gut zu erreichen, frei von Malaria und daher auch gut für Familien mit Kindern geeignet. Mein Video im Link.

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Ich bin bei allen meinen Pirschfahrten auf Elefanten gestoßen und für mich ist dies auch das absolut Größte sie zu beobachten. Wenn ich mich nach Afrika zurück träume, dann immer in den South Luangwa Nationalpark in Sambia. Ich sehe dann immer die Elefanten beim Durchqueren des Luangwa Rivers vor meinem inneren Auge, dann geht mir geht das Herz auf und die Tränchen kullern – einfach weil ich so dankbar bin, dass schon erlebt zu haben.

*Übrigens: Wundert euch nicht, wenn man euch auf einer Lodge fragt, ob ihr einen „Game Drive“ machen möchtet und das obwohl ihr doch wegen Safaris da seid. In Deutschland meint „Safari“ oft die eigentliche Pirschfahrt zu den Tieren, diese wird in Afrika allerdings „Game drive“ genannt. Eine Safari bezeichnet das Gesamterlebnis mit Anreise (Fly-In-Safari z.B.), Lodge-Aufenthalt und der Pirschfahrt. Im übrigen werdet ihr in Afrika ganz sicher auf Glamping stoßen. Was das ist und was man dabei beachten sollte, verrate ich im Link.

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Im Beitrag habe ich dir alle Parks und Destinationen verlinkt. Mit einem Klick auf den Namen des Reservats kommst du zur jeweiligen Website und kannst dich dort weiterführend informieren. Für mehr spannende Reise-Tipps auf dem afrikanischen Kontinent durchforste doch mal ganz wild mein Archiv. Ich freu mich drauf, dich zu inspirieren. Bei Fragen kontaktiere mich gerne via Kontaktformular oder Social Media.

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